[0001] Die Erfindung betrifft eine Rollenrotationsdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] In der
WO 03/031179 A2 ist eine Druckmaschine mit Druckeinheiten zum Druck von sechs nebeneinander angeordneten
Zeitungsseiten, einem Falzaufbau mit zwei Gruppen von je drei Falztrichtern und ein
sich anschließender Falzapparat offenbart. Druckeinheit, Falzaufbau und Falzapparat
können durch unabhängige Motoren angetrieben sein.
[0003] "Offsetdrucktechnik" von H. Teschner, Fachschriftenverlag GmbH & Co. KG, 1995, offenbart
auf Seite 10/32 in Figur 6 eine Neunzylinder-Satellitendruckeinheit, auf welcher ein
Drei-Zylinder-Colordeck für den 4/1-Druck angeordnet ist.
[0004] Die
DE 25 28 008 A1 zeigt eine Druckmaschine für ein direktes Druckverfahren mit Formzylindern, welche
in axialer Richtung mit sechs und in Umfangsrichtung mit zwei Druckplatten bestückbar
sind und mit Gegendruckzylindern, welche in axialer Richtung mit drei und in Umfangsrichtung
mit einem Druckfilz belegbar sind. Sowohl die nebeneinander angeordneten Druckplatten
als auch die nebeneinander angeordneten Druckfilze sind zueinander in Umfangsrichtung
jeweils versetzt angeordnet.
[0005] Auch die
DE 25 10 057 A1 offenbart eine Druckmaschine mit direktem Druckverfahren, wobei der mit einem Gegendruckzylinder
zusammen wirkende Formzylinder auf seiner Breite sechs und auf seinem Umfang zwei
Druckplatten trägt.
[0006] Durch die
JP 56-021860 A ist ein Druckwerk mit Form-, Übertragungs- und Gegendruckzylinder bekannt, wobei
jeder der drei Zylinder mittels eines eigenen Antriebsmotors angetrieben wird.
[0007] Durch die
DE 41 28 797 A1 ist eine dreifachbreite Rollenrotationsdruckmaschine bekannt, wobei längsgefalzte
Stränge in einen zwei Paaren mit je einem Falzzylinder und einem Schneidzylinder aufweisenden
Falzapparat einlaufen können.
[0008] Aus "Newspapers & Technology", December 2000, ist eine Druckmaschine mit sechs Zeitungsseiten
breiten Druckwerken bekannt. Die Druckwerke sind als Brückendruckwerke ausgebildet,
wobei die Übertragungszylinder mit Gummituchhülsen belegt sind.
[0009] Die
WO 01/70608 A1 offenbart eine Wendestangenanordnung, wobei zwei im wesentlichen teilbahnbreite Wendestangen
jeweils an einem Träger quer zur Richtung der einlaufenden Teilbahn verschiebbar angeordnet
sind. Jeweils seitlich außerhalb des Seitengestells ist eine Registerwalze angeordnet,
deren Längsachse im wesentlichen parallel zum Seitengestell verläuft und welche ebenfalls
entlang einer Schiene in einer Richtung quer zur Richtung der einlaufenden Teilbahn
verschiebbar ist.
[0010] Aus der
US 4 671 501 A ist ein Falzaufbau bekannt, wobei zwei Falztrichter übereinander angeordnet sind,
wobei die Bahnen nach Durchlaufen von Auflaufwalzen vor einem dritten Trichter längs
geschnitten, die Teilbahnen über einem dritten Trichter um 90° gedreht und anschließend
zu zwei Strängen zusammen gefasst den beiden übereinander angeordneten Trichtern zugeführt
werden.
[0011] Durch die
EP 1 072 551 A2 ist ein Falzaufbau mit zwei vertikal zueinander versetzten Gruppen von Falztrichtern
bekannt. Oberhalb jeder der Gruppen von Falztrichtern ist eine Harfe, d. h. eine Gruppe
von Sammel-, Abnahme- oder auch Harfenwalzen angeordnet, über welche die betreffenden
Teilbahnen der zugeordneten Gruppe von Falztrichtern zugeführt werden.
[0012] In der
WO 97/17200 A2 ist ein Falzaufbau bekannt, wonach geschnittene, quer zueinander versetzte Teilbahnen
verschiedenen Falztrichtern zugeführt werden. Die horizontal nebeneinander angeordneten
Falztrichter sind z. T. vertikal versetzt zueinander angeordnet.
[0013] Die
DE 4419 217 A1 zeigt einen Überbau einer Rollenrotationsdruckmaschine mit einer Wendevorrichtung,
wobei Teilbahnen um eine halbe Teilbahnbreite versetzt werden, um sie übereinander
zu führen und einem gemeinsamen Falztrichter zuzuführen.
[0014] Durch die
DE 43 44 620 A1 ist ein Falzapparat mit einem fünf- oder gar siebenfachen Transportzylinder bekannt,
welcher mit einem zweifachen Messerzylinder zusammen wirkt.
[0015] Aus der
DE 44 26 987 A1 ist ein siebenfacher, als Punkturzylinder ausgeführter Transportzylinder bekannt.
[0016] Die
EP 1 391 411 A1 offenbart einen Falzapparat, wobei ein aufzunadelnder Produktabschnitt durch eine
Andrückrolle mit weicher Oberfläche an den Transportzylinder angedrückt wird.
[0017] In der
DE 33 03 628 C2 ist ein mit einem Gegendruckzylinder zusammen wirkender Messerzylinder für bahnförmiges
Gut offenbart, welcher in einer Darstellung sechs, und in einer anderen Darstellung
drei Messer in Umfangsrichtung hintereinander aufweist.
[0018] Durch die
US 5,503,379 ist ein Falzapparat mit doppeltbreiten Falz- und einem doppeltbreiten Schneidzylinder
bekannt, wobei zwei Schneideinrichtungen am doppeltbreiten Zylinder axial nebeneinander
angeordnet sein können.
[0019] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rollenrotationsdruckmaschine zu schaffen.
[0020] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0021] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine
Rollenrotationsdruckmaschine mit einem Falzapparat für einen hohen Ausstoß, insbesondere
zusammen mit einer dreifach breiten Druckmaschine, bei sicherem Betrieb geschaffen
ist.
[0022] Vorteilhaft ist ein Transportzylinder mit einem großen Umfang ausgeführt, um damit
entsprechend große Stellbewegungen (Schneiden, Halten, Falzen) bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten
sicher zu gewährleisten. Zum anderen vermindert der vergrößerte Krümmungsradius die
insbesondere bei starken Produkten ausgeprägte schräge Schnittkante des quer geschnittenen
Produktes.
[0023] In erfindungsgemäßer Ausführung weist der Falzapparat einen Schneidzylinder mit vier
Schneidmessern in Umfangsrichtung auf, d. h. er weist eine 4-fachen Umfang einer Abschnittlänge
auf. Von großem Vorteil - insbesondere im Zusammenhang mit den o.g. Druckmaschinen
- wirkt der 4-fache Schneidzylinder und das Andrückelement (z. B. Andrückwalze) mit
einem 7-teiligem Transportzylinder zusammen. Dieser ist für Ausführungen des Falzapparates
mit 4-teiligem Schneidzylinder grundsätzlich entweder als Punkturzylinder oder als
Greiferzylinder ausgeführt.
[0024] Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung des Schneidzylinders mit vier am Umfang hintereinander
angeordneten Messern werden gegenüber einem 2-fachen Schneidzylinder geometrisch bedingt
deutlich verringerter Kippbewegung des Messers in den Nutleisten verursacht. Der vier
Schneidmesser bzw. vier Abschnittlängen (Signaturen) am Umfang aufweisende Schneidzylinder
("Schneidzylinder mit Vierfachumfang") ermöglicht den Einsatz erheblich stärkerer
Lager, eine größere Zapfenstärke und/oder eine stärkere Bauweise des Zylinderkörpers
selbst, was zur Erhöhung der Stabilität beiträgt. Es können hiermit stärkere Produkte
(mehr Lagen) geschnitten werden, da eine höhere Kraft aufbringbar ist. Für kleinere
Produktstärken kann sich durch die Verwindungs- und/oder Durchbiegungsarmut die Schneidgenauigkeit
erhöhen.
[0025] In einer anderen vorteilhaften Ausführung oder einer Weiterbildung o.g. Ausführung
weist der Falzapparat ein Andrückelement, insbesondere einen Andrückzylinder, auf,
welcher den Punkturnadeln beim aufnadeln eines Strang (bzw. Strangbündel) als Widerlager
dient. Der Einsatz des Andrückelementes ist i.V.m. einem als Punkturzylinder ausgeführtem
Transportzylinder von besonderem Vorteil.
[0026] In einer vorteilhaften Ausführung ist der Falzapparat dazu ausgebildet, wahlweise
in einem Sammelbetrieb - Aufnahme mehrerer Produktabschnitte übereinander auf dem
Transportzylinder während mehr als einer Umdrehung bevor eine Abgabe dieser gestapelten
Lagen an den folgenden Zylinder, insbesondere Falzklappenzylinder, erfolgt - und im
Nichtsammelbetrieb - Abgabe des Produktabschnittes beim ersten Durchlaufen der Nippstelle
zwischen Transport- und Falzklappenzylinder - betrieben zu werden.
[0027] Die vorgenannten Ausführungen des Falzapparates sind besonders in Verbindung mit
zu erzeugenden Produkten hoher Seitenzahlen von Vorteil. Eine vorteilhafte Druckmaschine
weist Druckwerke mit einer Breite der Druckzylinder zum Druck von sechs nebeneinander
angeordneter Zeitungsseiten und einen der o . g Falzapparate auf. Der Formzylinder
des Druckwerkes weist dann eine Länge zum tragen einer oder mehrerer Druckformen mit
insgesamt sechs nebeneinander angeordneten Zeitungsseiten - z.B. im BroadsheetFormat
- auf. Dem Falzapparat ist hierbei beispielsweise ein Trichteraufbau mit drei quer
zur Laufrichtung der Bahnen quer nebeneinander angeordnete Falztrichter vorgeordnet.
[0028] Ähnliche Vorteile gelten auch für eine Druckmaschine, in welcher eine Vielzahl, z.B.
sechs oder mehr Teilbahnen vor dem Falzapparat zu einem zu falzenden Strang zusammen
gefasst werden. Weiter sind die Ausführungen besonders für Druckmaschinen mit hoher
Produktionsgeschwindigkeit, d. h. schnell laufende Druckwerke für Papiergeschwindigkeiten
von beispielsweise 12 m/s und mehr, von Vorteil.
[0029] Vorteile bestehen insbesondere auch darin, dass bei dreifach breiten Druckeinheiten
im Vergleich zu einer doppeltbreiten Druckmaschine bei der selben zu erreichenden
Sollstärke eines Produktes die Produktionssicherheit erheblich erhöht wird. Bei Beibehaltung
der Anzahl von Druckeinheiten kann jedoch auch der Ausstoß der Druckmaschine, bzw.
jedes Druckwerkes um 50% gesteigert werden.
[0030] Die Anzahl der Rollenwechsler (Investition), die Häufigkeit der Rollenwechsel (Produktionssicherheit)
sowie die Rüstzeit beim Einziehen von Bahnen (Zykluszeiten) kann gegenüber einer doppelt
breiten Druckmaschine für die selbe Produktstärke vermindert werden.
[0031] In vorteilhafter Ausführung sind die Druckeinheiten als Neunzylinder-Satelliten-Druckeinheiten
ausgeführt, was zum einen eine hohe Präzision im Farbregister und zum anderen eine
schwingungsarme Bauweise zur Folge hat. Schwingungen werden auch vermindert durch
die vorteilhafte Anordnung, Ausführung und Befestigung von Aufzügen auf den Zylindern.
Zum einen werden Öffnungen auf den Mantelflächen in Umfangsrichtung minimiert. Weiterhin
können zumindest auf dem Übertragungszylinder die Öffnungen derart alternierend in
Umfangsrichtung versetzt angeordnet sein, dass zumindest auf einer Abschnittlänge
immer eine geschlossene Mantelfläche mit dem Form- bzw. Satellitenzylinder zusammen
wirkt. Zum dritten werden Unrundheiten und Herstellungskosten dadurch minimiert, dass
zwar den Ballen auf seiner gesamten wirksamen Länge axial durchsetzende Kanäle vorgesehen
sind, Öffnungen hin zur Mantelfläche jedoch nur in den genannten Abschnitten bestehen.
In die Kanäle werden dann z. B. wahlweise Vorrichtungen zur Befestigung von Aufzugenden
und/oder Füllstücke eingesetzt.
[0032] Im Kanal bzw. in den Kanälen der Formzylinder sind in axialer Richtung jeweils zumindest
sechs Einrichtungen zur axialen Positionierung von Druckformen angeordnet. Diese sind
z. B. als formschlüssig mit Druckformenden zusammen wirkende Registerstifte ausgeführt,
welche innerhalb des Kanals manuell oder fernbetätigbar axial bewegbar angeordnet
sind.
[0033] Vorteilhaft im Hinblick auf eine register- bzw. passergenaue reproduzierbare Bestückung
der Formzylinder mit Druckformen ist die Ausführung der Druckwerke mit zugeordneten
Andrückvorrichtungen. Es können mit diesen auf der Mantelfläche des Zylinders aufliegende
Aufzüge durch jeweils mindestens ein Andrückelement je nach Bedarf fixiert sein, während
ein Ende eines Aufzugs oder mehrerer Aufzüge zur Entnahme oder zur Bestückung freigegeben
ist bzw. sind.
[0034] Der mechanisch von den Zylinderpaaren unabhängige Antrieb des (bzw. der) Satellitenzylinder
birgt insbesondere Vorteile im Hinblick auf die Möglichkeit eines variablen Betriebs.
So kann beispielsweise während der Produktion ein Rüsten, z. B. ein fliegender Druckformwechsel
oder ein Waschen, erfolgen. Umgekehrt kann eine Bahn eingezogen werden, während andere
Zylinder bzw. Zylinderpaare stehen oder ein Rüstprogramm durchlaufen. Auch ist es
von Vorteil, bei Vorliegen von Gummitüchern mit positiv oder negativ fördernden Eigenschaften,
den Satellitenzylinder mit einer von den übrigen Zylindern unterschiedlichen Oberflächengeschwindigkeit
zu betreiben.
[0035] In vorteilhafter Ausführung weist ein Überbau der Druckmaschine zumindest eine Längsschneideeinrichtung
mit zumindest fünf quer zur Papierlaufrichtung voneinander beabstandeten Messern auf.
In vorteilhafter Ausführung sind je Druckturm (bzw. je acht Druckstellen) zwei quer
zur Papierlaufrichtung bewegbare Registereinrichtungen zur Kompensation von Laufwegen
der Teilbahnen vorgesehen. Diese können in Weiterbildung baulich mit jeweils einer
teilbahnbreiten Wendeeinrichtungen verbunden sein. Auch nachfolgende, lediglich Teilbahnen
zugeordnete Leitelemente sind z. B. im wesentlichen lediglich teilbahnbreit ausgeführt.
Diese Ausführungen ermöglichen einen schwingungsarmen, und damit wieder passgenauen
Transport der Bahn. Durch Trägheit langer, starker, lediglich durch die Teilbahn(en)
getriebener Leitelemente verursachte Bahnspannungsschwankungen (bei z. B. Lastwechseln,
Änderung der Druckgeschwindigkeit) können wirksam vermindert werden.
[0036] Im Hinblick auf einen zuverlässigen Betrieb und eine kostensparende Bauweise ist
es auch von Vorteil, im Überbau die Möglichkeit einer Wendung einer Teilbahn um ein
ungeradzahliges Vielfaches einer halben Teilbahn vorzusehen. Damit kann ein Einziehen
und Bedrucken von Teilbahnen mit einer halben Trichterbreite (z. B. einer Zeitungsseite)
entfallen.
[0037] In Bezug auf Kosten und raumsparende Bauweise ist es in einer Ausführung von Vorteil,
lediglich einem von zwei übereinander angeordneten Falztrichtern eine sog. Harfe,
d. h. mehrere i. d. R. ungetriebene Auflaufwalzen, vorzuordnen. Auf den anderen Falztrichter
sind Bahnen aus der Harfe überführbar. Den beiden vertikal übereinander angeordneten
Falztrichtern sind aus der selben Flucht von übereinander liegenden Teilbahnen Stränge
variabler Stärke bzw. Teilbahnanzahl zuführbar.
[0038] In einer Ausführung sind Teilbahnen aus einer der einen Trichtergruppe zugeordneten
Harfe der anderen Trichtergruppe beaufschlagbar und umgekehrt. In einer vorteilhaften
Ausführung ist lediglich einem von zwei übereinander angeordneten Falztrichtern eine
sog. Harfe, d. h. mehrere i. d. R. ungetriebene Auflaufwalzen (auch Sammel- oder Abnahmewalzen
genannt), vorzuordnen. Auf den anderen Falztrichter sind dann Bahnen aus der gemeinsamen
Harfe überführbar. Den beiden vertikal übereinander angeordneten Falztrichtern sind
aus der selben Flucht von übereinander liegenden Teilbahnen Stränge variabler Stärke
bzw. Teilbahnanzahl zuführbar.
[0039] In einer vorteilhaften Ausführung einer Wendevorrichtung ist die Teilbahn lediglich
um ein ungeradzahliges Vielfaches einer halben Teilbahnbreite versetzbar bzw. versetzt.
So lässt es sich z. B. mit geringem Aufwand vermeiden, sehr schmale Bahnen bedrucken
zu müssen oder zusätzliche Druckeinheiten vorzusehen. Die quer zur Bahn bewegbare
Ausführung mindestens eine der Wendestangen ermöglicht eine hohe Variabilität.
[0040] Der mechanisch von den Druckeinheiten unabhängige Antrieb von Walzen des Trichteraufbaus
und/oder des Falzapparates ist insbesondere im Hinblick auf eine gute Registerung
und auf einen variablen Betriebes vorteilhaft.
[0041] Mit der Sechszylindereinheit und den Bahnführungen bestehen insbesondere Vorteile
darin, dass eine hohe Produktvielfalt erzielbar ist und in Verbindung mit den genannten
Antriebssituationen dabei ein flexibler und exakter Antrieb möglich ist.
[0042] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0043] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Rollenrotationsdruckmaschine in Seitenansicht;
- Fig. 2
- eine schematische Vorderansicht auf ein Druckwerk;
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht auf ein Druckwerk;
- Fig. 4
- einen Aufzug in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 5
- einen Formzylinder; a: in perspektivischer Darstellung, b: im Längsschnitt, c: ein
Halteelement, d: ein Halteelement mit Registereinrichtung;
- Fig. 6
- einen Übertragungszylinder; a: in perspektivischer Darstellung, b: im Längsschnitt,
c: ein Halteelement, d: ein Füllelement;
- Fig. 7
- eine Vorrichtung zum Andrücken eines Aufzugs an einen Zylinder;
- Fig. 8
- ein erstes Ausführungsbeispiel für den Antrieb einer Neunzylinder-Satelliten-Druckeinheit;
- Fig. 9
- ein zweites Ausführungsbeispiel für den Antrieb einer Neunzylinder-Satelliten-Druckeinheit;
- Fig. 10
- ein drittes Ausführungsbeispiel für den Antrieb einer Neunzylinder-Satelliten-Druckeinheit;
- Fig. 11
- eine Ausführungsform des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 8;
- Fig. 12
- eine Übersicht über einen Überbau;
- Fig. 13
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer kurzen Registereinrichtung;
- Fig. 14
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer kurzen Registereinrichtung;
- Fig. 15
- ein Beispiel für eine Bahnwendung;
- Fig. 16
- eine Vorderansicht der Harfe mit gewendeter Bahn nach Fig. 15;
- Fig. 17
- einen Falzaufbau einer Rollenrotationsdruckmaschine;
- Fig. 18
- eine Seitenansicht des Falzaufbaus mit Bahnführung;
- Fig. 19
- eine Vorderansicht des Falzaufbaus mit Bahnführung;
- Fig. 20
- eine schematische Seitenansicht eines Falzapparates mit vierfachem Schneidzylinder;
- Fig. 21
- eine Variante des Falzapparates nach Fig. 20 mit Andrückzylinder;
- Fig. 22
- ein schematischer Querschnitt eines Andrückzylinders;
- Fig. 23
- eine Variante des Falzapparates nach Fig. 20 mit Andrückzylindern;
- Fig. 24
- eine zweite Bahnführung / ein zweites Ausführungsbeispiel;
- Fig. 25
- eine dritte Bahnführung / ein drittes Ausführungsbeispiel;
- Fig. 26
- eine vierte Bahnführung / ein viertes Ausführungsbeispiel;
- Fig. 27
- eine fünfte Bahnführung / ein fünftes Ausführungsbeispiel.
[0044] Die in Fig. 1 beispielhaft dargestellte Rollenrotationsdruckmaschine weist eine linke
und eine rechte Sektion mit jeweils mindestens zwei Drucktürmen 01 auf. Die Drucktürme
01 weisen Druckeinheiten 02 auf, welche z. B. zumindest dreifach breit, d. h. für
den Druck von jeweils sechs axial nebeneinander angeordneten Zeitungsseiten, ausgeführt
sind. Die Druckeinheiten 02 sind als Satellitendruckeinheiten 02 ausgeführt. Die vorteilhafte
Ausführung der Druckeinheiten 02 als Neunzylinder-Satelliten-Druckeinheiten 02 gewährleistet
eine sehr gute Passerhaltigkeit bzw. einen geringen Fan-Out. Die Druckeinheiten 02
können aber auch als Zehnzylinder-Satelliten-Druckeinheiten 02 oder ggf. auch als
im Gummi-gegen-Gummi-Druck betreibbare Druckeinheiten, wie z. B. mehrere Brückendruckeinheiten
oder eine H-Druckeinheit 02 ausgeführt sein. Den Druckeinheiten 02 werden Bahnen 03
von nicht dargestellten Rollen, insbesondere unter Verwendung von Rollenwechslern
zugeführt.
[0045] Stromabwärts einer die Drucktürme 01 bzw. Druckeinheiten 02 durchlaufenden Bahn 03,
hier oberhalb der Drucktürme 01, ist je Sektion ein Überbau 04 vorgesehen, in welchen
die Bahn 03 bzw. Bahnen 03 an Längsschneideinrichtungen 06 geschnitten, Teilbahnen
mittels Wendeeinrichtungen 07 ggf. versetzt und/oder gestürzt, mittels in Fig. 1 lediglich
angedeuteten Registereinrichtungen 08 im Längsregister zueinander ausgerichtet werden
und übereinander geführt werden können. In Bahnlaufrichtung gesehen stromabwärts weist
der Überbau 04 zumindest eine sog. Harfe 09 mit einer Anzahl von übereinander angeordneten,
die Bahnen 03 bzw. Teilbahnen 03a; 03b; 03c führenden Harfen- oder Auflaufwalzen auf.
Die Harfe 09 bestimmt den Trichtereinlauf der übereinander geführten Bahnen 03. Über
diese Harfe 09 erfahren die Bahnen 03 eine Richtungsänderung und werden im Anschluss
daran entweder als ein Strang oder als mehrere Stränge zusammengefasst und mindestens
einem Falzaufbau 11 zugeführt.
[0046] Im Beispiel sind zwischen den Sektionen zwei Falzaufbauten 11 angeordnet, welche
z. B. jeweils auf zwei verschiedenen übereinander liegenden Ebenen angeordnete Falztrichter
aufweisen. Die Druckmaschine kann jedoch auch lediglich einen gemeinsamen, zwischen
den Sektionen angeordneten Falzaufbau 11, oder aber lediglich eine Sektion und einen
zugeordneten Falzaufbau 11 aufweisen. Auch kann der jeweilige Falzaufbau 11 mit nur
lediglich einer Ebene von Falztrichtern ausgeführt sein. Jedem Falzaufbau 11 sind
einer oder mehrere Falzapparate 12 zugeordnet.
[0047] Die Druckeinheit 02 weist mehrere, im Beispiel vier, Druckwerke 13 auf, mittels welchem
Farbe von einem Farbwerk 14 über zumindest einen als Formzylinder 16 ausgeführten
Zylinder 16 auf die Bahn 03 aufbringbar ist (Fig. 2). Im vorliegenden Beispiel für
eine Ausführung der Druckeinheit 02 als Satelliten-Druckeinheit 02 ist das Druckwerk
13 als Offsetdruckwerk 13 für den Naßoffset ausgeführt und weist zusätzlich zum Farbwerk
14 ein Feuchtwerk 20 und einen weiteren als Übertragungszylinder 17 ausgeführten Zylinder
17 auf. Der Übertragungszylinder 17 bildet mit einem ein Widerlager bildenden Druckzylinder
18 eine Druckstelle. Im Beispiel der Fig. 1 ist der Druckzylinder 18 als Satellitenzylinder
18 ausgeführt, welcher mit weiteren Übertragungszylindern 17 weiterer Druckwerke 13
in Druck-An-Stellung weitere Druckstellen bildet. Der Druckzylinder 18 könnte bei
Ausbildung der Druckwerke als Doppeldruckwerk im Gummi-Gegen-Gummi-Druck auch als
Übertragungszylinder 18 ausgeführt sein. Die gleichen Teile erhalten, soweit zur Unterscheidung
nicht erforderlich, die selben Bezugszeichen. Ein Unterschied in der räumlichen Lage
kann jedoch bestehen und bleibt im Falle der Vergabe gleicher Bezugszeichen i. d.
R. unberücksichtigt.
[0048] Das Farbwerk 14 weist in vorteilhafter Ausführung einen über sechs Druckseiten reichenden
Farbkasten 15 auf. In anderer Ausführung sind drei jeweils ca. zwei Druckseiten breite
Farbkästen 15 in axialer Richtung nebeneinander angeordnet. Das Feuchtwerk 20 ist
in vorteilhafter Ausführung als vierwalziges Sprühfeuchtwerk 20 ausgeführt.
[0049] Der Formzylinder 16 besitzt in einer ersten Ausführung z. B. einen Umfang zwischen
850 und 1.000 mm, insbesondere von 900 bis 940 mm. Der Umfang ist z. B. zur Aufnahme
zweier stehenden Druckseiten, z. B. Zeitungsseiten im Broadsheetformat, mittels zweier
in Umfangsrichtung auf den Formzylinder 16 hintereinander fixierbarer Aufzüge 19,
z. B. flexibler Druckformen 19, ausgebildet. Die Druckformen 19 sind in Umfangsrichtung
auf dem Formzylinder 16 montierbar und bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführung
jeweils als in axialer Richtung mit einer Druckseite bestückte Einzeldruckplatte einzeln
austauschbar.
[0050] Die Länge L16 des nutzbaren Ballens des Formzylinders 16 beträgt in der ersten Ausführung
z. B. 1.850 bis 2.400 mm, insbesondere 1.900 bis 2.300 mm und ist in axialer Richtung
zur Aufnahme von z. B. mindestens sechs nebeneinander angeordneten stehenden Druckseiten,
insbesondere Zeitungsseiten im Broadsheetformat, bemessen (siehe Fig. 3, Abschnitte
A bis F). Dabei ist es u. a. von der Art des herzustellenden Produktes abhängig, ob
jeweils nur eine Druckseite oder mehrere Druckseiten in axialer Richtung nebeneinander
auf einer Druckform 19 angeordnet sind. In einer vorteilhaften breiteren Variante
der ersten Ausführung ist die Länge L16 des nutzbaren Ballens zwischen 2.000 und 2.400
mm.
[0051] In einer zweiten Ausführung besitzt der Formzylinder 16 z. B. einen Umfang zwischen
980 und 1.300 mm, insbesondere von 1.000 bis 1.200 mm. Die Länge L16 des nutzbaren
Ballens beträgt hierbei z. B. 1.950 bis 2.400 mm, insbesondere 2.000 bis 2.400 mm.
Die Belegung entspricht der o. g. Ausführung.
[0052] Der Übertragungszylinder 17 besitzt in der ersten Ausführung ebenfalls einen Umfang
z. B. zwischen 850 und 1.000 mm, insbesondere von 900 bis 940 mm. Die Länge L17 des
nutzbaren Ballens des Übertragungszylinders 17 beträgt in der ersten Ausführung z.
B. 1.850 bis 2.400 mm, insbesondere 1.900 bis 2.300 mm und ist in Längsrichtung nebeneinander
z. B. mit drei Aufzügen 21, z. B. Gummitüchern 21, belegt (Abschnitte AB bis EF).
Sie reichen in Umfangsrichtung im wesentlichen um den vollen Umfang. Die Gummitücher
21 sind, das Schwingungsverhalten des Druckwerkes 13 im Betriebsfall günstig beeinflussend,
alternierend, z. B. um 180°, zueinander versetzt (Fig.3) angeordnet. In der breiteren
Variante der ersten Ausführung ist die Länge L17 des nutzbaren Ballens ebenfalls zwischen
2.000 und 2.400 mm.
[0053] In der zweiten Ausführung besitzt der Übertragungszylinder 17 z. B. einen Umfang
zwischen 980 und 1.300 mm, insbesondere von 1.000 bis 1.200 mm. Die Länge L17 des
nutzbaren Ballens beträgt hierbei z. B. 1.950 bis 2.400 mm, insbesondere 2.000 bis
2.400 mm. Die Belegung mit Aufzügen 21 entspricht der ersten Ausführung.
[0054] Durchmesser von Ballen der Zylinder 16; 17 liegen in der ersten o. g. Ausführung
z. B. von 270 bis 320 mm, insbesondere von ca. 285 bis 300 mm. In der zweiten o. g.
Ausführung liegt der Durchmesser von Ballen der Zylinder 16; 17 z. B. von ca. 310
bis 410 mm, insbesondere von 320 bis ca. 380 mm. Ein Verhältnis einer Länge des nutzbaren
Ballens der Zylinder 16; 17 zu deren Durchmesser sollte bei 5,8 bis 8,8 liegen, z.
B. bei 6,3 bis 8,0, in breiter Ausführung insbesondere bei 6,5 bis 8,0.
[0055] Als Länge L16; L17 des nutzbaren Ballens ist hier diejenige Breite bzw. Länge des
Ballens zu verstehen, welche zur Aufnahme von Aufzügen 19; 21 geeignet ist. Dies entspricht
in etwa auch einer maximal möglichen Bahnbreite einer zu bedruckenden Bahn 03. Bezogen
auf eine gesamte Länge des Ballens der Zylinder 16; 17 wäre zu dieser Länge L16; L17
des nutzbaren Ballens noch die Breite von ggf. vorhandenen Schmitzringen, von ggf.
vorhandenen Nuten und/oder von ggf. vorhandenen Mantelflächenbereichen hinzuzurechnen,
welche z. B. zur Bedienung von Spann- und/oder Klemmvorrichtungen zugänglich sein
müssen.
[0056] In vorteilhafter Ausführung weist der Satellitenzylinder 18 ebenfalls im wesentlichen
die genannten Abmessungen und Verhältnisse zumindest des zugeordneten Übertragungszylinders
17 auf.
[0057] Die Aufzüge 19; 21 sind wie in Fig. 4 schematisch dargestellt z. B. als flexible
Platten ausgeführt, wobei der als Gummituch 21 ausgeführte Aufzug 21 als ein sog.
Metalldrucktuch 21 mit einer auf einer Trägerplatte 23 angeordneten elastischen und/oder
kompressiblen Schicht 22 (strichliiert) ausgeführt ist (in Fig. 4 sind die allein
das Metalldrucktuch 21 betreffenden Bezugszeichen strichliiert angebunden). Eine plattenförmige
Druckform 19 bzw. eine Trägerplatte 23 für ein Gummidrucktuch besteht i. d. R. aus
einem biegsamen, aber ansonsten formstabilen Material, z. B. aus einer Aluminiumlegierung,
und weist zwei gegenüberliegende, im oder am Zylinder 16; 17 zu befestigende Enden
24; 26 mit einer Materialstärke MS von z. B. 0,2 mm bis 0,4 mm, vorzugsweise 0,3 mm
auf, wobei diese Enden 24; 26 zur Ausbildung als Einhängeschenkel 24; 26 jeweils entlang
einer Biegelinie bezogen auf die gestreckte Länge I des Aufzugs 19; 21 um einen Winkel
α; β zwischen 40° und 140°, vorzugsweise 45°, 90° oder 135° abgekantet sind (Fig.
4). Ein vorlaufendes Ende 24 ist beispielsweise unter einem spitzen Winkel α von 40°
bis 50°, insbesondere 45°, und ein nachlaufendes Ende 26 unter einem Winkel β von
80° bis 100°, insbesondere 90°, abgekantet. Wenn in Umfangsrichtung des Zylinders
16; 17, insbesondere des Übertragungszylinders 17, lediglich ein einziger Aufzug 21
aufgebracht ist, entspricht die Länge I des Aufzugs 21 nahezu dem Umfangs dieses Zylinders
17.
[0058] Grundsätzlich sind die abgekanteten Enden 24; 26 der Aufzüge 19; 21 nun jeweils in
eine am Umfang des jeweiligen Zylinders 16; 17 in Längsrichtung achsparallele, schlitzförmige
Öffnung einsteckbar, wobei die Enden 24; 26 beispielsweise durch ihre Formgebung,
Reibung oder Verformung gehalten werden. Sie können jedoch auch zusätzlich mittels
durch Federkraft, durch Druckmittel oder einer während des Betriebes wirksamen Fliehkraft
betätigbarer Mittel fixierbar sein. Die schlitzförmigen Öffnungen für in axialer Richtung
nebeneinander angeordneter Druckplatten 19 auf dem Formzylinder 16 sind in vorteilhafter
Ausführung jeweils in einer Flucht, z. B. als durchgehende schlitzförmige Öffnung
(wie nachfolgend beschrieben), angeordnet, während die Öffnungen für die auf dem Übertragungszylinder
17 nebeneinander angeordneten Gummitücher 21 nicht durchgehend, sondern alternierend
zueinander in Umfangsrichtung um 180° versetztsind.
[0059] Fig. 5a und b) zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Beispiel für eine vorteilhafte
Ausführung des Formzylinders 16. Im Zylinder 16 sind zwei Kanäle 27 vorgesehen, wobei
sich beide Kanäle 27 durchgängig in axialer Richtung des Zylinders 16 zumindest über
die gesamte Länge der sechs Abschnitte A bis F im Ballen erstrecken (Fig. 5b). Sie
sind in Umfangsrichtung des Zylinders 16 z. B. um 180° versetzt zueinander angeordnet.
Die unterhalb einer Mantelfläche 30 im Innern des Zylinders 16 angeordneten, z. B.
als kreisförmige Bohrungen ausgeführten Kanäle 27, weisen zumindest über die Länge
der sechs Abschnitte A bis F eine schmale, schlitzförmige Öffnung 28 zur Mantelfläche
30 des Zylinders 16 auf (Fig. 5a). Eine Schlitzweite s16 der Öffnung 28 auf dem Formzylinder
16 in Umfangsrichtung beträgt weniger als 5 mm und liegt vorzugsweise im Bereich von
1 mm bis 3 mm (Fig. 5c).
[0060] Die abgekanteten Enden 24; 26 der Druckform 19 sind nun jeweils in eine der am Umfang
in Längsrichtung achsparallelen Öffnungen 28 einsteckbar und sind, zumindest das nachlaufende
Ende 26, durch eine im Kanal 27 angeordnete Halteeinrichtung 29, 31 fixierbar.
[0061] Die Halteeinrichtung 29, 31 weist hier zumindest ein Klemmstück 29 und ein Federelement
31 auf (Fig. 5c). Der nicht dargestellte rechtwinkelig abgekantete nachlaufende Einhängeschenkel
26 (siehe Fig. 4) kommt vorzugsweise an einer zur Abkantung im wesentlichen komplementär
geformten Wandung der Öffnung 28 zur Anlage und wird dort von dem Klemmstück 29 durch
eine vom Federelement 31 auf das Klemmstück 29 ausgeübte Kraft angedrückt. Der nicht
dargestellte spitzwinkelig abgekantete vorlaufende Einhängeschenkel 24 (siehe Fig.
4) kommt vorzugsweise an einer zur Abkantung im wesentlichen komplementär geformten
Wandung der Öffnung 28, welche mit der Mantelfläche 30 eine Einhängekante bzw. -nase
unter einem spitzen Winkel α' von 40° bis 50°, insbesondere 45° bildet, zur Anlage.
Zum Lösen der Klemmung des nachlaufenden Endes 26 ist im Kanal 27 ein Stellmittel
32 vorgesehen, welches bei seiner Betätigung der vom Federelement 31 auf das Klemmstück
29 ausgeübten Kraft entgegenwirkt und das Klemmstück 29 von der Wandung bzw. dem Ende
26 wegschwenkt.
[0062] In vorteilhafter Ausführung ist in jedem Kanal 27 nicht nur ein Klemmstück 29, sondern
sind über die Länge der Abschnitte A bis F axial nebeneinander mehrere Klemmstücke
29 in der Art von Segmenten mit jeweils zumindest einem Federelement 31 angeordnet
(in Fig. 5a aus dem Zylinder 16 "herausgezogen" dargestellt). Im Ausführungsbeispiel
sind je Abschnitt A bis F mehrere, z. B. sechs, derartige Klemmstücke 29 gemäß Fig.
5c angeordnet, wobei mittig zwischen den Klemmelementen 29 jeden Abschnittes A bis
F, hier zwischen dem dritten und dem vierten Klemmelement 29 jedes Abschnittes A bis
F, jeweils ein einen Registerstein 35 aufweisendes Passerelement 33 (Fig. 5d) angeordnet
ist. Der Registerstein 35 bzw. Passerstift 35 ist z. B. in einer Nut eines Sockels
34 in axialer Richtung manuell verschieb- und justierbar. Der Registerstein 35 kann
in nicht dargestellter Weiterbildung auch jeweils über axial in einem frei bleibenden
Hohlraum des Kanals 27 bzw. des Passelementes 33 geführte Betätigungseinrichtung,
z. B. eine motorisch antreibbare Gewindespindel, axial bewegbar sein.
[0063] Das Stellmittel 32 ist in der dargestellten Ausführungsform derart ausgeführt, dass
bei Betätigung die Halteeinrichtung(en) 29, 31, d. h. alle Klemmstücke 29, über die
Länge der Abschnitte A bis F gleichzeitig geschlossen bzw. gelöst sind. Das Stellmittel
32 ist wie in Fig. 5a aus dem Zylinder 16 "herausgezogen" dargestellt als jeweils
mindestens über die Länge der Abschnitte A bis F reichender, axial im Kanal 27 verlaufender
und mit Druckmittel betätigbarer reversibel verformbarer Hohlkörper 32, z. B. als
Schlauch 32, ausgeführt. Dieser Schlauch 32 ist gemäß Fig. 5c mit den Klemmstücken
29 derart zusammen wirkend im Kanal 27 angeordnet, dass er den selbstsichernd die
Haltevorrichtung schließenden Federelementen 31 bei Betätigung entgegenwirkt. Durch
die Bereiche von Passerelementen 33 wird er hindurchgeführt (Fig. 5d).
[0064] Fig. 6a und b) zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Beispiel für eine vorteilhafte
Ausführung des Übertragungszylinders 17. Im Zylinder 17 sind zwei Kanäle 36; 37 vorgesehen,
wobei sich beide Kanäle 36; 37 durchgängig in axialer Richtung des Zylinders 17 zumindest
über die gesamte Länge der sechs Abschnitte A bis F bzw. drei Abschnitte AB; CD; EF,
im Ballen erstrecken (Fig. 6b). Sie sind in Umfangsrichtung des Zylinders 17 z. B.
um 180° versetzt zueinander angeordnet.
[0065] Die beiden unterhalb einer Mantelfläche 40 im Innern des Zylinders 17 angeordneten,
z. B. als kreisförmige Bohrungen ausgeführten Kanäle 36; 37, weisen insgesamt z. B.
drei, jeweils axial verlaufende, zumindest jeweils über die Länge eines Abschnittes
AB; CD; EF reichende schmale, schlitzförmige Öffnungen 38; 39; 41 zur Mantelfläche
40 des Zylinders 17 hin auf (Fig. 6a). Zwei der drei Öffnungen 38; 39 stehen mit dem
selben Kanal 36 in Verbindung und sind in axialer Richtung miteinander fluchtend,
aber voneinander beabstandet an der Mantelfläche 40 angeordnet. Axial zwischen den
beiden Öffnungen 38; 39 besteht ein die Form der übrigen Mantelfläche 40 fortsetzender,
insbesondere ungestörter Abschnitt U ohne Öffnung. Die beiden fluchtenden, z. B. mit
demselben Kanal 36 in Verbindung stehenden Öffnungen 38; 39 sind bevorzugt die stirnseitennahen
Öffnungen 38; 39, wobei die dritte Öffnung 41 sich axial zumindest über den mittleren
Anschnitt CD erstreckt und um 180° versetzt zu den anderen Öffnungen 38; 39 angeordnet
ist. Eine Schlitzweite s17 der nicht abgedeckten Öffnung 38; 39; 41 auf dem Übertragungszylinder
17 in Umfangsrichtung beträgt jeweils weniger als 5 mm und liegt vorzugsweise im Bereich
von 1 mm bis 3 mm (Fig. 6c). Zu Herstellungszwecken können jeweils an einem oder an
zweien der Enden der Schlitze 38; 39; 41 radial verlaufende Bohrungen 42 vorgesehen
sein, welche im Betriebszustand des Zylinders 17 mittels eines nicht dargestellten
Stopfens verschließbar bzw. verschlossen ist (Fig. 6b). Der Stopfen weist eine Außenfläche
auf, welche die ansonsten zylindrische Kontur des Zylinders 17 im montierten Zustand
im Bereich der Bohrung 42 fortsetzt. In Umfangsrichtung des Zylinders 17 in einem
zur Rotationsachse senkrechten Schnitt ist in einer vorteilhaften Ausführung jeweils
lediglich eine der Öffnungen 38; 39; 41 bzw. eine der durch die Stopfen verkürzten
Öffnung 38; 39; 41 hintereinander angeordnet. In diesem Schnitt betrachtet überschneiden
sich somit die Öffnungen 38; 39; 41 bzw. die durch die Stopfen verkürzten Öffnung
38; 39; 41 nicht.
[0066] Die abgekanteten Enden 24; 26 des Gummituches 21 sind nun jeweils in eine der am
Umfang in Längsrichtung achsparallelen Öffnungen 38; 39; 41 einsteckbar und sind,
zumindest das nachlaufende Ende 26, jeweils durch zumindest eine im Kanal 36; 37 angeordnete
Halteeinrichtung 43, 44 fixierbar. Vorzugsweise sind die beiden Enden 24; 26 desselben
Gummituches 21 durch die selbe Öffnung 38; 39; 41 in den selben Kanal 36; 37 geführt.
[0067] Die Halteeinrichtung 43, 44 weist hier jeweils zumindest ein Klemmstück 43 und ein
Federelement 44 auf (Fig. 6c). Der nicht dargestellte rechtwinkelig abgekantete nachlaufende
Einhängeschenkel 26 (siehe Fig. 4) kommt vorzugsweise an einer zur Abkantung im wesentlichen
komplementär geformten Wandung der Öffnung 38; 39; 41 zur Anlage und wird dort von
dem Klemmstück 43 durch eine vom Federelement 44 auf das Klemmstück 43 ausgeübte Kraft
angedrückt. Der nicht dargestellte spitzwinkelig abgekantete vorlaufende Einhängeschenkel
24 (siehe Fig. 4) kommt vorzugsweise an einer zur Abkantung im wesentlichen komplementär
geformten Wandung der Öffnung 38; 39; 41, welche mit der Mantelfläche 40 eine Einhängekante
bzw. -nase unter einem spitzen Winkel α' von 40°bis 50°, insbesondere 45° bildet,
zur Anlage. Zum Lösen der Klemmung des nachlaufenden Endes 26 ist im Kanal 36; 37
mindestens ein Stellmittel 46; 47; 48 vorgesehen, welches bei seiner Betätigung der
vom Federelement 44 auf das Klemmstück 43 ausgeübten Kraft entgegenwirkt und das Klemmstück
43 von der Wandung wegschwenkt. In vorteilhafter Weise ist für jede der drei Öffnungen
38; 39; 41 im jeweils zugeordneten Kanal 36; 37 mindestens ein Stellmittel 46; 47;
48 vorgesehen (in Fig. 6a aus dem Zylinder 17 "herausgezogen" dargestellt).
[0068] In vorteilhafter Ausführung ist in jedem Kanal 36; 37 nicht nur ein Klemmstück 43,
sondern sind über die Länge der Abschnitte AB; CD; EF axial nebeneinander jeweils
mehrere Klemmstücke 43 als einzelne Segmente mit jeweils zumindest einem Federelement
44 angeordnet (in Fig. 6a aus dem Zylinder 17 "herausgezogen" dargestellt). Im Ausführungsbeispiel
sind je Abschnitt AB; CD; EF und je Öffnung 38; 39; 41 mehrere, z. B. zehn, derartige
Klemmstücke 43 gemäß Fig. 6c angeordnet. In Abschnitten AB; CD; EF des jeweiligen
Kanals 36; 37, die keine Öffnung zur Mantelfläche 40 aufweisen, ist anstelle der Haltevorrichtung
43, 44 bzw. der Haltevorrichtungen 43, 44 zumindest ein Füllelement 49 (Fig. 6d) im
Kanal 36; 37 angeordnet. Im Beispiel sind mehrere, z. B. elf, dieser Füllelemente
49 als einzelne Segmente im betreffenden, keine Öffnung aufweisenden Abschnitt AB;
CD; EF des Kanals 36; 37 angeordnet. Mittig zwischen den Halteeinrichtungen 43, 44
jeden Abschnittes AB; CD; EF, d. h. im Bereich zwischen den Abschnitten A und B bzw.
E und F, hier zwischen dem fünften und sechsten Klemmelement 43, kann ebenfalls jeweils
ein Füllelement 49 (Fig. 6d) angeordnet sein. Das Füllelement 49 weist im wesentlichen
einen dem Querschnitt des Kanals 36; 37 nachempfundenen Querschnitt und zumindest
eine in axialer Richtung durchgehende Öffnung 51 auf, durch welche ein Betriebsmittel
für das Stellmittel 46; 47; 48 durchführbar ist.
[0069] Das Stellmittel 46; 47; 48 ist in der dargestellten Ausführungsform derart ausgeführt,
dass bei Betätigung die Halteeinrichtung 43, 44 eines Abschnittes AB; CD; EF, d. h.
alle Klemmstücke 43 eines Abschnittes AB; CD; EF, gleichzeitig geschlossen bzw. gelöst
sind. Das Stellmittel 46; 47; 48 ist in Fig. 6a aus dem Zylinder 17 "herausgezogen"
dargestellt. Im Kanal 36 (mit zwei Öffnungen 38; 39) erstreckt sich jeweils stirnseitig
ein Stellmittel 46; 47 über zumindest die entsprechende Länge des Abschnittes AB;
EF. Das der mittleren Öffnung 41 zugeordnete Stellmittel 48 erstreckt sich ebenfalls
über zumindest die entsprechende Länge des zugeordneten Abschnittes CD. Es kann sich
jedoch auch zumindest auf einer Seite bis zur Stirnseite des Zylinders 17 erstrecken,
wenn es für eine Zufuhr von Betriebsmitteln von Vorteil ist (Fig. 6a). Die Stellmittel
46; 47; 48 sind jeweils als axial im Kanal 36; 37 verlaufender und mit Druckmittel
betätigbarer reversibel verformbarer Hohlkörper 46; 47; 48, z. B. als Schlauch 46;
47; 48, ausgeführt. Dieser Schlauch 46; 47; 48 ist gemäß Fig. 6c mit den Klemmstücken
43 derart zusammen wirkend im Kanal 36; 37 angeordnet, dass er den selbstsichernd
die Halteeinrichtung 43, 44 schließenden Federelementen 44 bei Betätigung entgegenwirkt.
Durch die Bereiche von zu passierenden Füllelementen 49 wird er durch diese bzw. deren
Öffnung 51 hindurchgeführt (Fig. 6d).
[0070] In anderer Ausführung der Kanäle 36; 37 können diese auch jeweils nicht über die
gesamte Länge durchgehend ausgeführt sein. So ist beispielsweise im Bereich jeden
Abschnitts AB; CD; EF jeweils ein Kanal 36; 37, ggf. mit entsprechender Haltevorrichtung,
vorgesehen, wobei der Kanal 37 des mittleren Aufzuges 21 gegenüber den beiden äußeren
um 180° versetzt ist Dies ist in Fig. 6e lediglich schematisch angedeutet.
[0071] In einer insbesondere in Verbindung mit den sechs Seiten breiten Druckeinheiten 02
bzw. Zylindern 16; 17 vorteilhaften Ausführungsform ist zumindest zwei Zylindern 16;
17, insbesondere zwei Formzylindern 16, mindestens einer der Drucktürme 01 jeweils
eine Vorrichtung 52 zum Andrücken eines Aufzugs 19; 21 an einen Zylinder 16; 17, insbesondere
einer Druckform 19 an den Formzylinder 16, (im folgenden Andrückvorrichtung 52) zugeordnet.
Dies ist z. B. von Vorteil, wenn in zwei korrespondierenden Druckwerken 13 ein schneller,
z. B. fliegender Plattenwechsel vorgenommen werden soll. Insbesondere ist es für einen
schnellen, sicheren und exakten Produktwechsel von Vorteil, wenn allen Formzylindern
16 eines Druckturmes 01 eine derartige Andrückvorrichtung 52 zugeordnet ist. Eine
entsprechende Andrückvorrichtung 52 weist ein oder mehrere Andrückelemente 53; 54,
z. B. Leisten, Stößel oder Wälzelemente 53; 54, auf, welche bzw. welches an einen
und/oder mehrere Aufzüge 19; 21 wahlweise anstellbar ist bzw. sind. Hierdurch wird
ein kontrolliertes und geführtes Einziehen bzw. Aufspannen und/oder Ablösen bzw. Abnehmen
des Aufzuges 19; 21 ermöglicht. Auch ist es hierdurch möglich, ein Ende 24; 26 des
Aufzuges 19; 21 in den entsprechenden Kanal 27; 36; 37 bzw. die Öffnung 28; 38; 39;
41 hinein zu bewegen oder ein gelöstes Ende 24; 26 bzw. den teilweise gelösten Aufzug
19; 21 in einer gewünschten Lage niederzuhalten. Die Andrückvorrichtung 52 erstreckt
sich längs des Zylinders 16; 17 zumindest im gesamten Bereich der Abschnitte A bis
F, d. h. im für das Drucken wirksamen Bereich des Ballens.
[0072] Die in Fig. 7 beschriebene Ausführung der Andrückvorrichtung 52 ist insbesondere
auch in Verbindung mit der in Fig. 5 beschriebenen Ausführung für das über alle Abschnitte
A bis F reichende gemeinsame Stellmittel 32 von Vorteil. In dieser Konstellation ist
ein einzelnes oder gruppenweises Aufziehen, Wechseln und/oder Abnehmen auch für sechs
nebeneinander auf dem Formzylinder 16 angeordnete Druckformen 19 möglich, ohne dass
innerhalb des Formzylinders 16 ein erhöhter Aufwand an Betätigungseinrichtungen oder
Betriebsmittelzufuhr zu erfolgen hat. Auch die Fertigung, Montage und Wartung vereinfacht
sich dadurch erheblich.
[0073] Die Andrückvorrichtung 52 weist je Abschnitt A bis F (bei sechs nebeneinander angeordneten
Aufzügen 19) bzw. Abschnitt AB; CD; EF (bei drei nebeneinander angeordneten Aufzügen
21) mindestens ein erstes Andrückelement 53, z. B. Wälzelement 53, auf. In einer vorteilhaften
Ausführung gemäß Fig. 7 weist es je Abschnitt A bis F bzw. Abschnitt AB; CD; EF ein
in Umfangsrichtung des Zylinders 16; 17 von diesem ersten Wälzelement 53 beabstandetes
zweites Andrückelement 54, z. B. Wälzelement 54, auf. In Fig. 7 sind für den Fall
des Formzylinders 16 lediglich mittleren Abschnitten B, C und D sowie die diesen Abschnitten
B, C und D zugeordneten Wälzelemente 53; 54 dargestellt. Je Abschnitt A bis F bzw.
AB bis EF ist ein erstes Wälzelement 53 oder eine Gruppe von in axialer Richtung nebeneinander
angeordneten ersten Wälzelementen 53 sowie z. B. ein zweites Wälzelement 54 oder eine
Gruppe von in axialer Richtung nebeneinander angeordneten zweiten Wälzelementen 54
angeordnet. Im Beispiel ist je Abschnitt A bis F bzw. AB bis EF ein erstes Wälzelement
53 und eine Gruppe von drei zweiten Wälzelementen 54 dargestellt. Vorteilhaft im Hinblick
auf die Gefahr möglicher Verkantung und ggf. fehlerhafter axialer Ausrichtung ist
die Anordnung von Gruppen von mindestens je zwei voneinander unabhängig bewegbaren
Wälzelementen 53; 54. Ein einzelnes Wälzelement 53; 54 für einen Abschnitt A bis F
bzw. AB bis EF ist beispielsweise als sich in Längsrichtung nahezu über die Länge
des Abschnittes A bis F bzw. AB bis EF erstreckende Walze 53; 54 ausgeführt, ein Wälzelement
53; 54 einer Gruppe hingegen z. B. lediglich als höchsten die einen Bruchteil der
Länge des Abschnittes A bis F bzw. AB bis EF aufweisende Rolle 53; 54.
[0074] Die axial nebeneinander angeordneten Wälzelemente 53; 54 sowie, falls vorgesehen,
die in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Wälzelemente 53; 54 sind grundsätzlich
unabhängig voneinander bewegbar an beispielsweise einer Traverse 56 (oder mehreren
Traversen 56) angeordnet. Das einzige erste Wälzelement 53 oder die Gruppe von ersten
Wälzelementen 53 eines jeden Abschnittes A bis F bzw. AB bis EF sowie, soweit vorgesehen,
das einzige zweite Wälzelement 54 oder die Gruppe von zweiten Wälzelementen 54 eines
jeden Abschnittes A bis F bzw. AB bis EF sind unabhängig voneinander durch jeweils
eigene Stellmittel 57; 58 betätigbar. Diese Stellmittel 57; 58 sind beispielsweise
als mit Druckmittel beaufschlagbare reversibel verformbare Hohlkörper 57; 58, insbesondere
als Schlauch 57; 58 ausgeführt. Es können aber auch anders geartete elektrisch oder
magnetisch betätigbare Stellmittel vorgesehen sein.
[0075] Zum Aufspannen eines Aufzugs 16; 17 in einem der Abschnitte A bis F bzw. AB bis EF
wird das vorlaufende, z. B. spitzwinkelig abgekantete Ende 24 des Aufzugs 16; 17 in
die betreffende Öffnung 28; 38; 39; 41 eingeführt. Das bzw. die diesem Abschnitt A
bis F bzw. AB bis EF zugeordnete erste bzw. ersten Wälzelemente 53 sowie, falls vorgesehen,
das bzw. die diesem Abschnitt A bis F bzw. AB bis EF zugeordneten zweiten Wälzelemente
54 werden an den Zylinder 16; 17 bzw. an den aufzuziehenden, bereits eingehängten
Aufzug 19; 21 angestellt. Sind bereits ein oder mehrere weitere Aufzüge 19; 21 auf
dem Zylinder 16; 17 angeordnet und sollen dort verbleiben, so werden auch die diesen
Abschnitt A bis F bzw. AB bis EF betreffenden ersten und/oder zweiten Wälzelemente
53; 54 an den jeweiligen Aufzug 19; 21 angestellt. Wenn erste und zweite Wälzelemente
53; 54 vorgesehen sind, drückt beim Abrollen des Zylinders 16; 17 mit den Wälzelementen
53; 54 das zweite Wälzelement 54 das nachlaufende abgekantete Ende 26 des Aufzuges
19; 21 bei Überrollung in die Öffnung 28; 38; 39; 41. Ist bzw. sind nur erste Wälzelemente
53 vorgesehen, so erfolgt das Hineindrücken durch diese. Vorzugsweise verbleiben hierbei
die Wälzelemente 53; 54 ortsfest, während der Zylinder 16; 17 in eine Produktionsrichtung
P gedreht wird. Das bzw. die zuvor in einer Freigabeposition (offen) befindliche Haltemittel
für die Abschnitte A bis F bzw. AB bis EF, z. B. ein oder mehrere Klemmstücke 29;
43, wechselt bzw. wechseln in seine bzw. ihre Halte- oder Klemmposition (geschlossen).
Nachdem das Haltemittel von seiner Freigabeposition in seine Halteposition gewechselt
ist werden alle Wälzelemente 53; 54 des betreffenden Abschnittes A bis F bzw. AB bis
EF vom Zylinder 16; 17 bzw. dessen Aufzug 19; 21 abgestellt.
[0076] Beim Abspannen eines Aufzuges 19; 21 ist zu unterscheiden, ob ein oder mehrere andere
Aufzüge 19; 21 auf dem Zylinder 16; 17 verbleiben sollen. In diesem Fall ist zunächst
mindestens eines der dem zu belassenden Aufzug 19; 21 zugeordneten Wälzelemente 53;
54 im Bereich dessen nachlaufenden Endes 26 bzw. nahe der Öffnung 28; 38; 39; 41 anzustellen
bzw. angestellt. Das dem zu lösenden Aufzug 19; 21 zugeordnete Wälzelement 53; 54
kann abgestellt verbleiben bzw. sein. Das Haltemittel für die Abschnitte A bis F bzw.
AB bis EF wird geöffnet. Das nachlaufende Ende 26 des zu lösenden Aufzuges 19; 21
ist durch die Eigenspannung aus dem Kanal 27; 36; 37 entfernt, während die zu belassenden
Aufzüge 19; 21 durch die Wälzelemente 53; 54 niedergehalten sind. Das Haltemittel
wird wieder geschlossen. Weist die Andrückvorrichtung 52 jeweils erste und zweite
Wälzelemente 53; 54 auf, so werden die zu belassenden Aufzüge 19; 21 vorteilhaft durch
zumindest die zweiten Wälzelemente 54 niedergehalten. Beim zum Entfernen vorgesehenen
Aufzug 19; 21 ist zunächst zumindest das zweite Wälzelement 54 abgestellt, damit das
Ende 26 aus dem Kanal 27; 36; 37 entweichen kann, und das erste Wälzelement 53 angestellt,
damit der bereits zum Teil gelöste Aufzug 19; 21 noch auf dem Zylinder 16; 17 geführt
und gehalten ist. Anschließend kann der Zylinder 16; 17, vorzugsweise entgegen der
Produktionsrichtung P, gedreht werden bis das vorlaufende Ende 24 aus dem Kanal 27;
36; 37 entfernt, und der Aufzug 19; 21 entnommen werden kann. Sind beim Abspannen
des Aufzuges 19; 21 keine verbleibenden Aufzüge 19; 21 zu berücksichtigen, so können
die Wälzelemente 53; 54 der nicht den zu lösenden Aufzug 19; 21 betreffenden Abschnitte
A bis F bzw. AB bis EF während der Prozedur prinzipiell beliebige Betriebspositionen,
vorzugsweise abgestellt, einnehmen.
[0077] Es können somit auf der Mantelfläche 30; 40 des Zylinders 1 6; 1 7 aufliegende Aufzüge
Es können somit auf der Mantelfläche 30; 40 des Zylinders 16; 17 aufliegende Aufzüge
19; 21 durch jeweils mindestens ein Andrückelement 53; 54 je nach Bedarf fixiert sein,
während ein Ende 24; 26 eines Aufzugs 19; 21 oder mehrerer Aufzüge 19; 21 freigegeben
ist bzw. sind, d. h. zu diesem Zeitpunkt nicht angedrückt ist bzw. sind.
[0078] In einer vorteilhaften Ausführung werden die Zylinder 16; 17; 18 der Druckeinheit
02 so angetrieben, dass die Druckwerke 13 der Druckeinheit 02 jeweils zumindest durch
einen von den übrigen Druckeinheiten 13 mechanisch unabhängigen Antriebsmotor 61 rotatorisch
antreibbar sind. Im Fall der Satellitendruckeinheit 02 ist der bzw. sind die Satellitenzylinder
18 ebenfalls durch einen Antriebsmotor 61 mechanisch unabhängig von den zugeordneten
Druckwerken 13 rotatorisch antreibbar. Die Antriebsmotoren 61 sind vorzugsweise als
bezüglich ihrer Winkellage geregelte Elektromotoren 61, z. B. als Asynchronmotoren,
Synchronmotoren oder Gleichstrommotoren, ausgeführt. In vorteilhafter Weiterbildung
ist zwischen dem Antriebsmotor 61 und dem anzutreibenden Zylinder 16; 17; 18 bzw.
Zylinderpaar 16, 17; 18, 18 mindestens ein Getriebe 62, insbesondere mindestens ein
Untersetzungsgetriebe 62 (wie zum Beispiel Ritzel-, Vorsatz- und/oder Planetengetriebe)
angeordnet. Die Einzelantriebe tragen zur hohen Flexibilität sowie zur Vermeidung
von Schwingungen im mechanischen Antriebssystem, und dadurch auch zur hohen Qualität
im Produkt bei. In den nachfolgenden Figuren 8 bis 10 weisen lediglich die Bauteile
der rechten Bildhälfte entsprechende Bezugszeichen auf, da die linke Seite der rechten
spiegelbildlich entspricht. Es sind jeweils für obere und untere Druckwerke alternative
Konfigurationen für ggf. vorhandene Farb- bzw. Feuchtwerke 14; 20 angedeutet, welche
wechselweise aufeinander zu übertragen sind.
[0079] In Fig. 8 weisen alle neun Zylinder 16; 17; 18 jeweils einen eigenen Antriebsmotor
61 auf, welcher jeweils z. B. über ein Getriebe 62 auf den Zylinder 16; 17; 18 treibt.
Das oben dargestellte Farbwerk 14 weist neben weiteren, nicht bezeichneten Walzen
zwei Reibzylinder 63 auf, welche rotatorisch gemeinsam mittels eines eigenen Antriebsmotors
64 antreibbar sind. Die beiden Reibzylinder 63 sind zum Erzeugen eines axialen Hubes
durch ein nicht dargestelltes Antriebsmittel axial beweg- und antreibbar. Das unten
dargestellte Farbwerk 14 weist lediglich einen Reibzylinder 63 auf. Das oben dargestellte
Feuchtwerk 20 weist neben weiteren, nicht bezeichneten Walzen zwei Reibzylinder 66
auf, welche rotatorisch gemeinsam mittels eines eigenen Antriebsmotors 67 antreibbar
sind. Die beiden Reibzylinder 66 sind zum Erzeugen eines axialen Hubes durch ein nicht
dargestelltes Antriebsmittel axial beweg- und antreibbar. Das unten dargestellte Feuchtwerk
20 weist lediglich einen Reibzylinder 66 auf. In einer Variante, welche in den oberen
Druckwerken 13 durch punktierte Linien angedeutet ist, wird das Farb- und/oder Feuchtwerk
14; 20 nicht durch einen eigenen Antriebsmotor 64; 67, sondern von einem der Zylinder
16; 17; 18, insbesondere vom Formzylinder 16 her über eine mechanische Kopplung, z.
B. über Zahnräder und/oder Riemen, rotatorisch angetrieben.
[0080] Im Gegensatz zu Fig. 8 werden die beiden Zylinder 16; 17 jedes Druckwerks 13 in der
Ausführung nach Fig. 9 jeweils von einem gemeinsamen Antriebsmotor 61 am Übertragungszylinder
17 angetrieben. Der Antrieb kann axial, z. B. über ein Getriebe 62, erfolgen oder
aber über ein auf ein Antriebsrad des Übertragungszylinders 17 treibendes Ritzel.
Vom Antriebsrad des Übertragungszylinders 17 kann dann auf ein Antriebsrad des Formzylinders
16 abgetrieben werden. Die Antriebsverbindung 68 (als Verbindungslinie dargestellt)
kann als Zahnradverbindung oder aber über Riemen erfolgen und ist in Weiterbildung
gekapselt ausgeführt. Für den Antrieb des Farb- und ggf. Feuchtwerks 14; 20 über eigene
Antriebsmotoren 64; 67 oder einen Zylinder 16; 17; 18 ist grundsätzlich das zu Fig.
8 ausgeführte anzuwenden.
[0081] Im Gegensatz zu Fig. 9 werden die beiden Zylinder 16; 17 jedes Druckwerks 13 in der
Ausführung nach Fig. 10 jeweils zwar von einem gemeinsamen Antriebsmotor 61, jedoch
am Formzylinder 16 angetrieben. Der Antrieb kann wieder axial, z. B. über ein Getriebe
62, erfolgen oder aber über ein auf ein Antriebsrad des Formzylinders 16 treibendes
Ritzel. Vom Antriebsrad des Formzylinders 16 kann dann auf ein Antriebsrad des Übertragungszylinders
17 abgetrieben werden. Die Antriebsverbindung 68 kann wie zu Fig. 9 dargelegt ausgeführt
sein. Für den Antrieb des Farb- und ggf. Feuchtwerks 14; 20 über eigene Antriebsmotoren
64; 67 oder einen Zylinder 16; 17; 18 ist wieder grundsätzlich das zu Fig. 8 ausgeführte
anzuwenden.
[0082] Im Gegensatz zu der in Fig. 8 oder 9 durch punktierte Linien angedeuteten Ausführung
ohne eigenen rotatorischen Antrieb des Farb- und/oder Feuchtwerks 14; 20, ist es jedoch
in einer Weiterbildung vorteilhaft, vom Übertragungszylinder 17 auf das Farb- und/oder
Feuchtwerk 14; 20 zu treiben. Somit kann ein eindeutiger Momentenfluß erreicht und
ggf. ansonsten auftretende Zahnflankenwechsel vermieden werden. Eine Ausführung eines
derartigen Antriebszuges ist schematisch in Fig. 11 dargestellt.
[0083] Der Antriebsmotor 61 treibt über ein Ritzel 71 auf ein mit dem Formzylinder 16 drehsteif
verbundenes Antriebsrad 72, welches wiederum auf ein mit dem Übertragungszylinder
17 drehsteif verbundenes Antriebsrad 73 treibt. Das Antriebsrad 73 ist entweder verbreitert
ausgeführt oder es ist ein zweites Antriebsrad 74 mit dem Übertragungszylinder 17
verbunden. Das verbreiterte oder zusätzliche Antriebsrad 73; 74 treibt über ein drehbar
auf einem Zapfen 76 des Formzylinders 16 angeordnetes Antriebsrad 77 auf ein Antriebsrad
78 des Farb- und/oder Feuchtwerks 14; 20. Die Antriebsräder 72; 73; 74; 77; 78 sind
vorzugsweise als Zahnräder ausgeführt. Für den Fall, dass der Formzylinder 16 zur
Einstellung der axialen Lage um beispielsweise ±ΔL axial ortsveränderbar ausgeführt
ist, sind zumindest das Ritzel 71 sowie die Antriebsräder 72 bis 74 gerade verzahnt
ausgeführt. Zwischen Antriebsmotor 61 und dem Getriebe 62 aus Ritzel 71 und Antriebsrad
72 kann zusätzlich ein strichliiert angedeutetes, gekapseltes Vorsatzgetriebe 62'
angeordnet sein. Der Antrieb auf den Formzylinder 16 kann alternativ auch axial auf
den Zapfen 76 erfolgen, wobei ggf. eine axiale Bewegung des Formzylinders 16 über
eine nicht dargestellte, eine axiale Relativbewegung zwischen dem Formzylinder 16
und dem Antriebsmotor 61 aufnehmende Kupplung erfolgt. Der Satellitenzylinder 18 wird
in dieser Darstellung ebenfalls über ein Ritzel 71 an einem ihm zugeordneten Antriebsrad
79, insbesondere Zahnrad 79, angetrieben. Jeder durch einen unabhängigen Antriebsmotor
61 angetriebener Antriebszug ist in vorteilhafter Ausführung zumindest für sich, ggf.
in noch kleineren Einheiten, gekapselt (stichliiert in Fig. 11 dargestellt).
[0084] Die beschriebenen Ausgestaltungen der Druckeinheit 02 bzw. der Druckwerke 13 bzw.
ihrer Zylinder 16; 17; 18 bzw. des Antriebes ermöglicht ein schwingungsarmes, passgenaues
Drucken hoher Qualität mit einem bezogen auf die erreichbare Produktstärke geringen
technischen und räumlichen Aufwand.
[0085] Nach dem Bedrucken der z. B. sechs Druckseiten breiten Bahn 03 läuft diese, ggf.
über nicht näher bezeichnete Leitelemente und/oder Zugwalzen, in den Bereich des Überbaus
04 und wird z. B. durch die Längsschneideinrichtungen 06 geführt (Fig. 12). Diese
weist z. B. eine Walze 81, beispielsweise eine mittels eines eigenen Antriebsmotors
80 getriebene Zugwalze 81 auf, mit welcher Andrückrollen zusammen wirken können um
Schlupf zu vermeiden. Längsschneideeinrichtung 06 und die Zugwalze 81 können auch
getrennt voneinander ausgeführt sein, wobei jedoch vorzugsweise mit der Längsschneideeinrichtung
06 als Wiederlage eine andere Walze zusammen wirkt. In dieser Längsschneideinrichtungen
06 wird die Bahn 03 beispielsweise in mehrere, z. B. drei, teilbahnbreite Bahnen 03a;
03b; 03c, kurz Teilbahnen 03a; 03b; 03c (durch Mittellinien symbolisiert, Linien 03a,
03b lediglich angedeutet), längs geschnitten bevor diese Teilbahnen 03a; 03b; 03c
nachfolgenden Leitelementen, z. B. Walzen von Registereinrichtungen 08, Wendestangen
von Wendeeinrichtungen 07, Auflaufwalzen für den Trichtereinlauf oder Zugwalzen zugeführt
werden. Um einen bezüglich der Bahnspannung schwingungsarmen Bahntransport zu erreichen,
können einzelne, mehrere oder alle ungetriebenen bzw. lediglich durch Friktion mit
der Bahn 03a; 03b; 03c getriebenen Leitelemente, welche zur Führung von Teilbahnen
03a; 03b; 03c vorgesehen sind, mit einer verminderten Länge ausgeführt werden. So
lässt sich neben der Länge die ansonsten für z. B. sechs Druckseiten breite Maschinen
große erforderliche Stärke der Leitelemente und damit die Trägheit erheblich verringern.
Die insbesondere bei Geschwindigkeitsänderung ansonsten bestehende Gefahr von Schwingungen
in der Bahnspannung wird wirksam vermindert, was sich wiederum in der Passerhaltigkeit
und damit in der Qualität des Druckes niederschlägt. Die nachfolgenden Ausführungen
zu den Leitelementen verminderter Länge, zur seitlichen Ortsveränderbarkeit sowie
zur Zuordnung einer Registerwalze zu einem anderen Leitelement, sind auf verschiedensten
Druckmaschinen anzuwenden, jedoch von besonderem Vorteil i. V. m. breiten, z. B. sechs
Platten breiten Maschinen.
[0086] Fig. 12 zeigt in einer perspektivischen Schrägansicht ein erstes Ausführungsbeispiel
für zumindest einen Teil des Überbaus 04. Exemplarisch ist in Fig. 12 die Teilbahn
03b als von der Mitte nach außen gewendete Teilbahn 03b dargestellt. Eine zweite der
Teilbahnen 03a; 03c könnte beispielsweise mittels einer zweiten derartige Wendevorrichtung
07 ebenfalls in eine andere Flucht gewendet werden. Eine zweite Wendevorrichtung kann
z. B. oberhalb oder unterhalb der ersten Wendeeinrichtung 07 liegen.
[0087] Die Wendevorrichtung 07 weist als Leitelement 82 wie üblich zwei parallele oder gekreuzte
Wendestangen 82 auf, welche mit der Transportrichtung der einlaufenden Teilbahn 03a;
03b; 03c einen Winkel von ca. 45° bzw. 135° bilden, und mittels welchen eine einlaufende
Bahn 03a; 03b; 03c seitlich versetzbar und/oder stürzbar ist. Die Wendestangen 82
weisen vorteilhafter Weise eine Länge L82 auf, deren Projektion auf die Querausdehnung
der einlaufenden Teilbahn 03a; 03b; 03c unwesentlich größer, z. B. 0% bis 20% größer,
als die Breite der einlaufenden Teilbahn 03a; 03b; 03c ist, d. h. die Länge L82 beträgt
ca. das 1,4 bis 1,7-fache der Teilbahnbreite. Zumindest ist die Länge L82 derart gewählt,
dass deren Projektion kleiner oder gleich der doppelten Breite einer zwei Seiten Breiten
Teilbahn 03a; 03b; 03c ist, d. h. die Länge L82 beträgt höchstens das 2,8-fache der
Teilbahnbreite. In vorteilhafter Weiterbildung sind die Wendestangen 82 jeweils einzeln
an Trägern 83 gelagert, welche quer zur Richtung der einlaufenden Teilbahn 03a; 03b;
03c auf mindestens einer Führung 84 ortsveränderbar sind. Die nunmehr "kurzen" Wendestangen
82 lassen sich nun je nach Anforderung aus der gewünschte Bahnführung in die erforderliche
Position bringen. Unter Umständen können auch beide Wendestangen 82 an einem derartigen
Träger 83 gelagert sein.
[0088] Versetzte, gewendete, überführte und/oder gestürzte Teilbahnen 03a; 03b; 03c erfahren
gegenüber anderen Teilbahnen 03a; 03c i. d. R. einen Versatz in Laufrichtung und werden
deshalb mittels einer Registereinrichtung 08 im Längsregister korrigiert. Die Registereinrichtung
08 weist als Leitelement 86 zumindest eine parallel zur Laufrichtung bewegbare Walze
86 auf. Die Walze 86 bzw. mehrere Walzen 86 der Registereinrichtung 08 weisen vorteilhafter
Weise eine Länge L86 auf, die unwesentlich größer, z. B. 0% bis 20% größer, als die
Breite der einlaufenden Teilbahn 03a; 03b; 03c ist. Zumindest ist die Länge L86 kleiner
oder gleich der doppelten Breite einer zwei Seiten Breiten Teilbahn 03a; 03b; 03c.
In vorteilhafter Weiterbildung ist die Registereinrichtung 08 quer zur Richtung der
einlaufenden Teilbahn 03a; 03b; 03c auf mindestens einer Führung 87 ortsveränderbar
gelagert. Die nunmehr schmale Registereinrichtung 08 bzw. deren kurze Walzen 86 lassen
sich nun je nach Anforderung aus der gewünschte Bahnführung in die erforderliche Position
bringen.
[0089] Neben dem Schneiden, ggf. Wenden und ggf. Registern wird die Teilbahn 03a; 03b; 03c
im Überbau 04 u. U. über weitere, nicht getriebene Leitelemente, wie beispielsweise
nicht dargestellte Leitwalzen, geführt, bevor sie letztlich einer dem Falzaufbau 11
vorgeordneten Auflauf- oder Harfenwalze 88 der sog. Harfe 09 (Fig. 1) zugeführt wird.
Für gerade aus laufende Bahnen 03 bzw. Teilbahnen 03a; 03b; 03c ist im Überbau 04
stromaufwärts der Harfenwalze 89 beispielsweise eine über die volle Bahnbreite b03
reichende, in Transportrichtung ortsveränderbare Registerwalze 91 sowie eine Umlenkwalze
92 angeordnet.
[0090] In vorteilhafter Ausführung ist eine Länge L88 einer Leitwalze und/oder Harfenwalze
88; 93 unwesentlich größer, z. B. 0% bis 20% größer, als die Breite der einlaufenden
Teilbahn 03a; 03b; 03c. Zumindest ist die Länge L88; L93 (Fig. 13) kleiner oder gleich
der doppelten Breite einer zwei Seiten Breiten Teilbahn 03a; 03b; 03c. Im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 12 ist die "kurze" Harfenwalze 88 als Abschnitt 88 einer in dieser Ausführung
geteilten, jedoch insgesamt über eine sechs Druckseiten breite Bahn 03 reichende Harfenwalze
89 realisiert. Die Abschnitte 88 sind hier unabhängig voneinander drehbar gelagert.
[0091] Die "kurze" Harfenwalze 88; 93 als Leitelement 88; 93 kann jedoch anstatt oder zusätzlich
zu einem Abschnitt 88 auch, wie in Fig. 13 dargestellt, als einzeln an einem Gestell
angeordnete Harfenwalze 93 ausgeführt sein. Diese kann dann entweder gestellfest,
oder aber an einem Träger 94 auf einer Führung 96 quer zur Richtung der einlaufenden
Teilbahn 03a; 03b; 03c ortsveränderbar angeordnet sein.
[0092] Da der Versatz beim Wenden, Versetzen, Stürzen etc. lediglich diese Teilbahn 03a;
03b; 03c betrifft und an deren spezielle Bahnführung gebunden ist, kann in einer vorteilhaften
Ausführung die erforderliche Registereinrichtung 08 mindestens einer den Lauf der
Teilbahn 03a; 03b; 03c bestimmenden Leitelemente, wie z. B. der Wendeeinrichtung 07
bzw. einer Wendestange 82 oder der Harfe 09 bzw. einer "kurzen" Harfenwalze 93, zugeordnet
werden.
[0093] In Fig. 13 ist die "kurze" Registereinrichtung 08 z. B. der "kurzen" Harfenwalze
93 zugeordnet und zusammen mit dieser an der Führung 96 quer zur Richtung der einlaufenden
Teilbahn 03b; 03c ortsveränderbar.
[0094] In Fig. 14 ist die "kurze" Registereinrichtung 08 z. B. einer der "kurzen" Wendestangen
82 zugeordnet und zusammen mit dieser an der Führung 84 quer zur Richtung der einlaufenden
Teilbahn 03b ortsveränderbar. Diese Anordnung ist hier zwar für gekreuzte Wendestangen
82 dargestellt, jedoch auf parallele Wendestangen 82 aus Fig. 11 anzuwenden. Für den
Fall der gekreuzten bzw. orthogonal zueinander verlaufenden Wendestangen 82 ist mindestens
eine (hier zwei) Umlenkwalze 97 mit senkrecht zur Rotationsachse der Walze 81 verlaufender
Rotationsachse.
[0095] In vorteilhafter Weiterbildung sind im Überbau 04 einer dreifach breiten Druckmaschine
je ganzer Bahn 03 zwei derartige, mit Register- und Wendeeinrichtung 08; 07 oder mit
Register- und Harfenwalze 93 gemeinsam ortsveränderbare "kurze" Vorrichtungen über-
oder untereinander angeordnet.
[0096] Die Führungen 84; 96 (Fig. 13 und 14) der genannten Ausführungsbeispiele können auf
unterschiedlichste Weise realisiert sein. Beispielsweise können die Führungen 84;
96 als Spindeln mit zumindest abschnittsweisem Gewinde ausgeführt sein, welche zu
beiden Seiten drehbar gelagert und z. B. durch einen nicht dargestellten Antrieb rotatorisch
antreibbar sind. Die Träger 83; 94 können in der Art von Gleitsteinen auch in starren
Führungen 84; 96, z. B. an Profilen, geführt sein. Hierbei kann ein Antrieb des Trägers
83; 94 ebenfalls über eine antreibbare Spindel oder in anderer Weise erfolgen.
[0097] Mittels der quer ortsveränderbaren Wendestange 82 sind variable Überführungen bzw.
Versatz von Teilbahnen 03a; 03b; 03c über eine oder zwei Teilbahnbreiten (oder auch
Vielfache einer halben Teilbahnbreite) hinweg möglich. Hierbei werden die bedruckten
Teilbahnen 03a; 03b; 03c in die Flucht eines von mehreren, hier drei, quer zur Laufrichtung
nebeneinander angeordneter Falztrichter 101; 102; 103 (Fig. 15) des Falzaufbaus 11
gebracht. Die Überführung erfolgt um beispielsweise dem Erfordernis an unterschiedlichen
Stärken einzelner Stränge bzw. letztlich Zwischen- oder Endprodukten zu entsprechen,
wobei gleichzeitig ein effektives Drucken mit möglichst vollen Bahnbreiten erfolgen
soll.
[0098] Für n zu bedruckende volle Bahnen 03; 03' (z. B. n Drucktürme 01) einer jeweiligen
maximalen Breite b03 von m Druckseiten weist der Überbau 04 in vorteilhafter Ausführung
mindestens (n * (m/2 - 1)) Wendeeinrichtungen 07 auf. Im Fall einer sechs Seiten Breiten
Druckmaschine und z. B. drei Bahnen 03; 03' (bzw. drei Drucktürmen 01) je Sektion
sind sechs Wendeeinrichtungen 07 je Sektion von Vorteil.
[0099] In einer Ausführung einer Druckmaschine mit z. B. zwei Sektionen von jeweils drei
Drucktürmen 01 und insgesamt sechs für den beidseitigen Vierfarbendruck vorgesehenen
vier Druckseiten breiten Bahnen 03; 03'; 03" sind mindestens drei Wendeeinrichtungen
07 je Sektion angeordnet.
[0100] In einer vorteilhaften Ausführung einer Druckmaschine mit z. B. zwei Sektionen von
jeweils zwei Drucktürmen 01 und insgesamt vier für den beidseitigen Vierfarbendruck
vorgesehenen sechs Druckseiten breiten Bahnen 03; 03'; 03" sind z. B. vier Wendeeinrichtungen
07 je Sektion angeordnet. In dieser Druckmaschine mit zwei Sektionen bzw. insgesamt
vier Drucktürmen 01 (vier Bahnen 03; 03') ist dann im Sammelbetrieb ein Produkt mit
einer Gesamtstärke von z. B. 96 Seiten erzeugbar. Neben dem Versatz einer Teilbahn
03a; 03b; 03c um ein ganzzahliges Vielfaches seiner Teilbahnbreite b03a, ist eine
Betriebsweise vorteilhaft, wobei eine Teilbahn 03a; 03b; 03c um ein ungeradzahliges
Vielfaches einer halben Teilbahnbreite b03a und/oder Trichterbreite (d. h. um den
Faktor 0,5; 1,5; 2,5) versetzt ist (Fig. 15). Dies kann mittels langen, über die Gesamtbreite
der Druckmaschine bzw. die Breite b03 der gesamten Bahn 03 reichende Wendestangen
(nicht dargestellt), aber auch vorteilhaft mittels der oben beschriebenen ortsveränderbaren
"kurzen" Wendestangen 82 erfolgen. Die Wendestangen 82 sind dann beispielsweise wie
in Fig. 15 dargestellt so angeordnet, dass die zuerst von der Teilbahn 03a; 03b; 03c
umschlungene Wendestange 82 zumindest über eine gesamte Breite eines nachfolgenden
Falztrichters 101; 102; 103 fluchtet, während die zweite Wendestange 82 zumindest
mit zwei benachbarten Hälften zweier nebeneinander angeordneter nachfolgender Falztrichter
101; 102; 103 fluchtet.
[0101] Die um ein ungeradzahliges Vielfaches einer halben Trichterbreite b101 bzw. Teilbahnbreite
b03a versetzte Teilbahn 03a; 03b; 03c läuft somit "zwischen" den Falztrichtern 101;
102; 103. Dies ist in Fig. 15 und 16 am Beispiel der sechs Druckseiten breiten Trichteranordnung
an einer zwei Seiten breiten Teilbahn 03a; 03b; 03c gezeigt, jedoch auch auf Maschinen
anderer Breite zu übertragen. Es müssen somit keine lediglich eine Druckseite breite
Teilbahnen 03a; 03b; 03c bzw. Teilbahnen 03a; 03b; 03c einer halben Trichterbreite
b101 als solche bedruckt und durch die Maschine geführt werden. Eine hohe Vielfalt
im Produkt ist dennoch möglich.
[0102] Die um ein ungeradzahliges Vielfaches einer halben Teilbahnbreite b03a versetzte
Teilbahn 03a; 03b; 03c wird vor dem Falztrichter 101; 102; 103 in einer zwischen den
beiden fluchtenden Falztrichtern 101; 102; 103 liegenden Flucht längs geschnitten
und läuft auf den Falzaufbau 11 bzw. die Harfe 09, d. h. ungeteilte und/oder geteilte
Harfenwalze 89 und/oder "kurze" Harfenwalze 93, zu (Fig. 16).
[0103] In Fig. 16 ist ein schematischer Schnitt der Fig. 15 mit exemplarisch verschieden
ausgeführten Harfenwalzen 89; 93 dargestellt, wobei beispielsweise die Teilbahn 03c
aus ihrer ursprünglichen Lage (unausgefüllt dargestellt) um eineinhalb Teilbahnbreiten
b03a versetzt wurde. Sie kann, wenn sie beispielsweise mit einer weiteren Längsschneideinrichtung
104 vor den Falztrichtern 101; 102; 103 geschnitten ist (dann jeweils eine Druckseite
bzw. Zeitungsseite breit), jeweils hälftig mit den Teilbahnen 03a und 03b auf je einen
Falztrichter 101; 102 geführt werden. Die beiden (Zwischen)Produkte weisen dann z.
B. jeweils mindestens eine eine Druckseite breite Teilbahn 03c1; 03c2 einer vormals
zwei Druckseiten breiten Teilbahn 03a; 03b; 03c auf. Zusätzlich können Teilbahnen
03a'; 03b'; 03c' aus anderen, z. B. in einer anderen Druckeinheit 02 bzw. einem anderen
Druckturm 01 bedruckten Bahnen 03' auf eine oder mehrere der Harfenwalzen 89; 93 auflaufen.
Die in der gleichen Flucht über- bzw. untereinander laufenden Teilbahnen 03a, 03a',
03c1; 03b, 03b', 03c2; 03c' können nun z. B. jeweils zu einem Strang 109; 111; 112
zusammen gefasst einem Falztrichter 101; 102; 103 zugeführt werden. Im Ausführungsbeispiel
lassen sich somit aus zwei jeweils beidseitig, in doppeltgroßen und dreifachbreiten
Druckeinheiten (z. B. vierfarbig) bedruckten Bahnen 03; 03' Produkte bzw. Zwischenprodukte
(auch Hefte oder Bücher genannt) mit folgenden, je nach Belegung der Formzylinder
16 und der korrespondierenden Betriebsweise des Falzapparates 12 unterschiedlichen
Anzahl von Seiten erzeugen: Bei Einfachproduktion, d. h. der Formzylinder 16 ist in
Umfangsrichtung mit zwei Druckformen 19 unterschiedlicher Druckseiten A1, A2 bis F1,
F2 (bzw. A1', A2' bis F1', F2' für die zweite Bahn 03') belegt und im Falzapparat
12 erfolgt ein Querschneiden und Sammeln, so sind über die Stränge 109 und 111 jeweils
zwei unterschiedliche Hefte mit jeweils 10 Druckseiten, und über den Strang 112 zwei
unterschiedliche Hefte mit jeweils 4 Druckseiten erzeugbar. Ein Gesamtprodukt weist
z. B. 48 Seiten auf. Wird diese Druckmaschine in Doppelproduktion betrieben, d. h.
der Formzylinder 16 ist in Umfangsrichtung mit zwei Druckformen 19 gleicher Druckseiten
A1, A1; bis F1, (bzw. A1', A1' bis F1', F1') belegt und im Falzapparat 12 erfolgt
kein Sammeln, so sind über die Stränge 109, 111 und 112 jeweils zwei gleiche aufeinander
folgende Hefte der o. g. Seitenzahlen erzeugbar. Es wird ein Gesamtprodukt mit z.
B. lediglich 24 Seiten, jedoch mit doppeltem Ausstoß produziert.
[0104] Die Harfenwalzen 89; 93, insbesondere wenn sie ungeteilt über die volle Länge ausgeführt
sind, können in einer Weiterbildung über eigene, nicht dargestellte Antriebsmotoren
rotatorisch angetrieben sein. Diese sind dann z. B. bezüglich ihrer Drehzahl, u. U.
auch ihrer Lage, regelbar ausgeführt und stehen zur Übernahme aktueller Sollwerte
mit der Maschinensteuerung bzw. einer elektronischen Leitachse in Verbindung.
[0105] Wie in Fig. 17 dargestellt, weist der Falzaufbau 11 mindestens zwei übereinander
angeordnete Falztrichter 101, 106; 102, 107; 103, 108 auf, deren Symmetrieebenen S
jeweils in einer gemeinsamen Flucht einer die Druckmaschine geradeaus durchlaufenden
Teilbahn 03a; 03b; 03c liegen. Insbesondere fallen die Symmetrieebenen S der beiden
übereinander angeordneten Falztrichter 101, 106; 102, 107; 103, 108 im wesentlichen
zusammen mit einer Mittelebene M einer zwei Druckseiten breiten, geradeaus laufenden,
lediglich in vertikaler Richtung umgelenkten Teilbahn 3a; 3b; 3c (3a'; 3b'; 3c' bzw.
3a"; 3b"; 3c" bzw. 3a"'; 3b"'; 3c"' usw.). Die Teilbahnen 3a; 3b; 3c etc. sind in
Fig. 17 aus einem unten (zu Fig. 18) erläuterten Grund zum Teil durchgezogen und zu
einem anderen Teil strichliiert dargestellt.
[0106] Für die sechs Druckseiten breite Druckmaschine sind gemäß Fig. 17 zwei vertikal zueinander
versetzte Gruppen von jeweils drei Falztrichtern 101, 102, 103 bzw. 106, 107, 108
angeordnet. Für vier Druckseiten breite Druckmaschinen können dies jeweils zwei, für
acht Seiten breite Druckmaschinen jeweils vier Trichter nebeneinander sein. Jeweils
ein oberer und ein unterer Falztrichter 101, 106; 102, 107; 103, 108 fluchten paarweise
in der oben genannten Art und Weise zueinander und zu jeweils einer Mittelebene M.
Die drei Falztrichter 101; 102; 103 bzw. 106; 107; 108 einer Gruppe sind quer zur
Laufrichtung der Teilbahnen 03a; 03b; 03c zueinander versetzt nebeneinander und in
einer vorteilhaften Ausführung im wesentlichen auf einer selben Höhe angeordnet. Sie
können jedoch ggf. auch vertikal zueinander versetzt sein und/oder unterschiedliche
vertikale Abmessungen aufweisen, wobei sie sich dann jedoch z. B. in horizontaler
Ebene zumindest teilweise überschneiden.
[0107] In Bahnlaufrichtung gesehen weist der Falzaufbau 11 zumindest vor einer der übereinander
angeordneten Gruppen von Falztrichtern 101; 102; 103 bzw. 106; 107; 108 die den Trichtereinlauf
der Bahnen 03; 03'; bzw. Teilbahnen 03a; 03b; 03c festlegende Harfe 09, d. h. eine
Gruppe von mehreren parallelen, zueinander in radialer Richtung versetzter Auflauf-
bzw. Harfenwalzen 89; 93 auf, über welche verschiedene Bahnen 03; 03' bzw. Teilbahnen
03a; 03b; 03c; bzw. 03a'; 03b'; 03c' usw. aus dem Überbau 04 in den Falzaufbau 11
überführt werden. Im Anschluss an die Harfenwalzen 89; 93 werden sie zu einem Strang
109; 111; 112 oder zu mehreren Strängen 109; 111; 112 zusammengefasst. Die spätere
Lage der Teilbahn 03a; 03b; 03c; bzw. 03a'; 03b'; 03c' im Strang 109; 111; 112 bzw.
deren Druckseiten im Zwischen- und/oder Endprodukt wird u. a. durch die Wahl einer
relativen Lage zu anderen, die Harfe 09 durchlaufenden Teilbahnen 03a; 03b; 03c; bzw.
03a'; 03b'; 03c' bereits in der Harfe 09 festgelegt. Die Harfenwalzen 89; 93 einer
Harfe 09 sind zueinander vertikal und/oder horizontal versetzt und vorzugsweise als
Baueinheit in einem gemeinsamen Rahmen gelagert. Prinzipiell kann für jede der vertikal
zueinander versetzten Gruppen von Falztrichtern 101; 102; 103 bzw. 106; 107; 108 eine
derartige Harfe 09 vorgesehen sein.
[0108] Zur Einsparung von Bauhöhe weisen in einer vorteilhaften Ausführung, wie in Fig.
1 und Fig. 19 dargestellt, die beiden übereinander angeordneten, jedoch in ihrer Symmetrieebene
zueinander fluchtenden Falztrichter 101, 106; 102, 107; 103, 108 eine gemeinsame Harfe
09 auf. Für n zu bedruckende volle Bahnen 03; 03' (z. B. n Drucktürme 01 einer Sektion)
einer jeweiligen maximalen Breite b03 von m Druckseiten weist die Harfe 09 in vorteilhafter
Ausführung mindestens (n * m / 2) Harfenwalzen 88; 89; 93 auf, deren Rotationsachsen
z. B. im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene liegen, und welche vorzugsweise in
einem gemeinsamen Rahmen gelagert sind. Im Fall der hier vorliegenden sechs Seiten
Breiten Druckmaschine und z. B. zwei Bahnen 03; 03' (bzw. zwei Drucktürmen 01) sind
mindestens sechs Harfenwalzen 88; 89; 93 je Harfe 09 von Vorteil.
[0109] In einer Ausführung einer Sektion der Druckmaschine mit drei Drucktürmen 01 und drei
für den beidseitigen Vierfarbendruck vorgesehenen Bahnen 03; 03'; 03" sind mindestens
neun Harfenwalzen 88; 89; 93 je Harfe 09 angeordnet. In dieser Sektion ist dann im
Sammelbetrieb ein Produkt mit einer Gesamtstärke von z. B. 72 Seiten erzeugbar.
[0110] In einer vorteilhaften Ausführung einer Druckmaschine mit z. B. zwei Sektionen von
jeweils zwei Drucktürmen 01 und insgesamt vier für den beidseitigen Vierfarbendruck
vorgesehenen sechs Druckseiten breiten Bahnen 03; 03'; 03" sind mindestens sechs Harfenwalzen
88; 89; 93 je Harfe 09 einer Sektion angeordnet. Diese sechs Harfenwalzen 88; 89;
93 je Sektion, also hier zwölf, können in zwei baulich getrennten Harfen 09 z. B.
über einem gemeinsamen Falzaufbau 11 oder zwei Falzaufbauten 11, aber auch in einer
baulich gemeinsamen Harfe 09 z. B. in zwei Fluchten angeordnet sein. In dieser Druckmaschine
mit zwei Sektionen bzw. insgesamt vier Drucktürmen 01 (vier Bahnen 03; 03') ist dann
im Sammelbetrieb ein Produkt mit einer Gesamtstärke von z. B. 96 Seiten erzeugbar.
[0111] In einer Ausführung einer Druckmaschine mit z. B. zwei Sektionen von jeweils zwei
Drucktürmen 01 und insgesamt vier für den beidseitigen Vierfarbendruck vorgesehenen
sechs Druckseiten breiten Bahnen 03; 03'; 03" sind mindestens sechs Harfenwalzen 88;
89; 93 je Harfe 09 einer Sektion angeordnet. Diese sechs Harfenwalzen 88; 89; 93 je
Sektion, also hier zwölf, können in zwei baulich getrennten Harfen 09 z. B. über einem
gemeinsamen Falzaufbau 11 oder zwei Falzaufbauten 11, aber auch in einer baulich gemeinsamen
Harfe 09 z. B. in zwei Fluchten angeordnet sein. In dieser Druckmaschine mit zwei
Sektionen bzw. insgesamt vier Drucktürmen 01 (vier Bahnen 03; 03') ist dann im Sammelbetrieb
ein Produkt mit einer Gesamtstärke von z. B. 96 Seiten erzeugbar.
[0112] Ist lediglich ein Falzaufbau 11 für zwei Sektionen vorgesehen, so ist die Anzahl
der erforderlichen Harfenwalzen 89; 93 entsprechend der Konfiguration der beiden Sektionen
zu bestimmen. Ist der Falzaufbau 11 zwischen diesen beiden Sektionen angeordnet, so
sind entweder sämtliche Harfenwalzen 89; 93 in einer Flucht oder aber um Bauhöhe einzusparen
die Harfenwalzen 89; 93 jeder Sektion jeweils in einer Flucht und die Fluchten zueinander
in radialer Richtung horizontal versetzt angeordnet. Die Harfenwalzen 89; 93 der beiden
Fluchten sind hierbei z. B. wieder in einem gemeinsamen Rahmen angeordnet.
[0113] Sind, wie in Fig. 1 angedeutet, zwar zwei Falzaufbauten 11 für die beiden Sektionen
vorgesehen, so kann es dennoch vorteilhaft sein, für zumindest eine der beiden Harfen
09 eine Anzahl von Harfenwalzen 89; 93, ggf. in den beiden o. g. Fluchten, vorzusehen,
welche für beide Sektionen erforderlich wären. Somit ist ein noch größeres Maß an
Flexibilität in der Produktstärke und -zusammenstellung gegeben. In einer Sektion
bedruckte Bahnen 03; 03' können nun bei Bedarf zur Weiterverarbeitung der Harfe 09
der anderen Sektion zugeführt werden und umgekehrt.
[0114] Gemäß Fig. 18 ist mindestens eine der Teilbahnen 03a; 03b;03c etc., welche die vor
dem oberen Falztrichter 101; 102; 103 angeordnete gemeinsame Harfe 09 durchläuft,
auf den unteren Falztrichter 106; 107; 108 führbar bzw. geführt. Je nach gewünschter
Stärke der einzelnen Zwischenprodukte (Hefte, Bücher) sind mehr oder weniger der Teilbahnen
03a; 03b; 03c etc. auf den oberen bzw. unteren Falztrichter 101; 102; 103 bzw. 106;
107; 108 zu überführen. Je nach Produktionsbedarf können so verschieden starke Stränge
109; 111; 112; 113; 114; 116 auf den jeweils unteren bzw. oberen Falztrichter 101;
102; 103 bzw. 106; 107; 108 gegeben werden. Z. B. werden die strichliiert in Fig.
17 dargestellten Teilbahnen als Strang 113; 114; 116 auf den jeweils unten liegenden
Falztrichter 106; 107; 108, und die durchgezogenen auf den jeweils oben liegenden
Falztrichter 101; 102; 103 geführt. Damit ist, je nachdem, wo die "Trennung" in übereinander
liegenden Teilbahnen 03a; 03b; 03c etc. aus der gemeinsamen Harfe 09 liegt, eine flexible
Produktion verschieden starker Zwischenprodukte (Hefte, Bücher) oder Endprodukte mit
vermindertem Aufwand möglich. In Fig. 18 ist eine zweite Flucht von Harfenwalzen 89;
93 strichliiert dargestellt, mittels welchen wie oben beschrieben beispielsweise Teilbahnen
03a; 03b; 03c etc. aus einer anderen Sektion aufgenommen werden können.
[0115] Im Fall von mehrfarbigen Produkten ist es bei Einsatz des beschriebenen Falzaufbaus
11 mit gemeinsamer Harfe 09 im Hinblick auf die Flexibilität vorteilhaft, alle Druckeinheiten
02 oder Drucktürme 01 bzw. die Wege der Bahn 03; 03' mit gleicher Farbigkeit auszuführen.
So ist z. B. die Bahn 03; 03' und/oder Teilbahn 03a; 03b; 03c etc. bzw. das Druckwerk
13 für ein farbiges Deckblatt flexibel wählbar und die Stärke der Zwischenprodukte
variabel.
[0116] Der oben genannte Falzaufbau 11 mit lediglich einer Harfe 09 für zwei übereinander
angeordnete Falztrichter 101; 102; 103; 106; 107; 108 ist auch für andere Druckmaschinen
mit anderen Zylinderbreiten und Zylinderumfängen geeignet. Ein derartiger, aus zwei
übereinander angeordneten Falztrichtern 101; 102; 103; 106; 107; 108 und einer gemeinsamen
Harfe 09 bestehender Falzoberbau 11 kann auch über einem dritten Falztrichter mit
eigener Harfe 09 angeordnet sein. Der beschriebene Falzaufbau 11 mit einer mehreren
vertikal zueinander versetzten Falztrichtern 101; 102; 103; 106; 107; 108 zugeordneten
Harfe 09 ist auch auf drei übereinander angeordnete Falztrichter 101; 102; 103; 106;
107; 108 gut anwendbar.
[0117] Außenseiten beispielsweise eines äußeren Buches lassen sich somit einer bestimmten
Bahnführung oder/und einem bestimmten Druckturm/Druckeinheit zuordnen.
[0118] Durch die mehreren Falztrichtern 101; 102; 103; 106; 107; 108 zugeordnete Harfe 09
ist es möglich, die übereinander liegenden Teilbahnen 03a; 03b; 03c etc. je nach gewünschtem
Produkt flexibel zu verschieden starken Büchern zu verarbeiten, ohne dass ein hoher
Aufwand an zusätzlichen, überflüssigen Versetzungen von Teilbahnen 03a; 03b; 03c etc.
erforderlich wären. So können z. B. von vier übereinander liegenden Teilbahnen 03a;
03b; 03c etc. in einem Fall drei Bahnen auf einen und eine auf den anderen Falztrichter
101; 102; 103; 106; 107; 108 geführt werden, während ein anderes mal jeweils zwei
Teilbahnen 03a; 03b; 03c etc. zusammengefasst auf einen Falztrichter 101; 102; 103;
106; 107; 108 geführt werden. Besonders vorteilhaft ist es, dass nebeneinander liegende
Stränge 109; 111; 112; 113; 114; 116 unterschiedlich stark, wie in Fig. 17 dargestellt,
zusammengefasst werden können.
[0119] Den Falztrichtern 101; 102; 103; 106; 107; 108 jeweils vorgeordnete Zug- 117 und
Trichtereinlaufwalzen 118 weisen in vorteilhafter Ausführung ebenso wie im Falzaufbau
11 vorgesehene Zugwalzen 121 (Fig. 19) jeweils eigene Antriebsmotoren 119 auf. In
Fig. 19 ist die Zugwalze 117 für die untere Gruppe der Falztrichter 106; 107; 108
nicht sichtbar. Der jeweilige Antriebsmotor 119 der Zugwalzen 121 ist in Fig. 19 lediglich
durch Füllung der betreffenden Zugwalze 121 dargestellt. Jedem der Falztrichter 101;
102; 103; 106; 107; 108 ist in vorteilhafter Ausführung zumindest eine derartig angetriebene
Zugwalze 121 nachgeordnet, welche mit Andrückrollen oder einer Andrückwalze über den
Strang 109; 111; 112; 113; 114; 116 zusammenwirkt. Daneben weist der Falzaufbau 11
vorzugsweise ungetriebene Leitwalzen 122 auf, über welche die eine Druckseite breiten
Stränge 109; 111; 112; 113; 114; 116 geführt werden können.
[0120] Besonders vorteilhaft, z. B. im Hinblick auf die Einhaltung/Einstellung von Längsregistern,
weist auch der Falzapparat 12 mindestens einen eigenen, von den Druckeinheiten 02
mechanisch unabhängigen Antriebsmotor 120 auf. Während die Antriebsmotoren 119 der
Zug- bzw. Trichtereinlaufwalzen 117; 118; 121 des Falzaufbaus 11 und/oder getriebene
Zugwalzen 81 des Überbaus 04 lediglich bezüglich einer Drehzahl geregelt ausgeführt
sein müssen (bzgl. einer Winkellage ausgeführt sein können), ist der Antriebsmotor
120 am Falzapparat 12 in vorteilhafter Ausführung bezüglich seiner Winkellage regelbar
bzw. geregelt ausgeführt.
[0121] Somit ist es in einer Ausführung möglich, den mechanisch unabhängig voneinander angetriebenen
Druckeinheiten 02 und dem Falzapparat 12 (bzw. deren Antriebsmotoren 61; 120) eine
Winkellage im Hinblick auf eine virtuelle elektronische Leitachse vorzugeben. In einer
anderen Ausführung wird z. B. die Winkellage des Falzapparates 12 (bzw. dessen Antriebsmotors
120) ermittelt und anhand dieser die relative Winkellage der Druckeinheiten 02 bzw.
Druckwerke 13 zu diesem vorgegeben. Die z. B. lediglich bezüglich ihrer Drehzahl geregelten
Antriebsmotoren 80; 119 der getriebenen Walzen 81; 117; 118 erhalten ihre Drehzahlvorgabe
beispielsweise von der Maschinensteuerung.
[0122] Durch die Ausführung der Rollenrotationsdruckmaschine mit dreifach breiten und doppelt
großen Übertragungs- und Formzylindern und die entsprechende Ausführung des Falzaufbaus,
lassen sich mittels einer Bahn beispielsweise in Doppelproduktion
- ein Buch mit zwölf Seiten, oder
- ein Buch mit vier Seiten und ein Buch mit acht Seiten, oder
- zwei Bücher mit sechs Seiten, oder
- drei Bücher mit vier Seiten und weitere Variationen produzieren.
[0123] In Sammelproduktion verdoppeln sich die Seitenzahlen der dann jeweils aus zwei längsgefalzten
Abschnitten gesammelten Zwischenprodukte.
[0124] Für den Druck in Tabloidformat sind die jeweiligen Seitenzahlen jeweils zu verdoppeln.
Die Dimensionierung der Zylinder 16; 17; 18 sowie der Gruppen von Falztrichtern 101;
102; 103; 106; 107; 108 ist entsprechend auf jeweils "liegende" Druckseiten anzuwenden,
wobei in Umfangsrichtung bzw. Laufrichtung der Bahn 03; 03'; 03a; 03b; 03c ein Abschnitt
A; B; C zwei liegende Druckseiten aufweist, der Formzylinder 16 dann also z. B. einen
Umfang entsprechend vier liegenden Druckseiten im Tabloidformat aufweist. Die Anzahl
der Druckseiten in Längsrichtung bleibt je Bahn 03; 03'; 03a; 03b; 03c bzw. Zylinder
16; 17; 18 bzw. Trichterbreite bestehen.
[0125] In einer besonders vorteilhaften Ausführung der dreifach breiten Druckmaschine ist
der Falzapparat 12 mit einem Transportzylinder 123, z. B. Sammel- und/oder Falzmesserzylinder,
ausgeführt, welcher einen Umfang für die Aufnahme von mehr als fünf in Umfangsrichtung
hintereinander angeordneten Abschnittslängen und einer entsprechenden Anzahl von Halteeinrichtungen
129 aufweist.
[0126] Dem Falzapparat 12 sind u.a. drei Stränge 109; 111; 112; 113; 114; 116 von drei nebeneinander
angeordneten Falztrichtern 101; 102; 103; 106; 107; 108 gleichzeitig zuführbar. Es
können dem Falzapparat jedoch auch bis zu sechs Stränge 109; 111; 112; 113; 114; 116
aus verschiedenen Trichtergruppen zugeführt werden, welche dann zu einem Produkt weiterverarbeitet
werden.
[0127] Der Transportzylinder 123 ist mit einem o.g. großen Umfang ausgeführt, um damit entsprechend
große Stellbewegungen (Schneiden, Halten, Falzen) bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten
sicher zu gewährleisten. Zum anderen vermindert der vergrößerte Krümmungsradius die
insbesondere bei starken Produkten ausgeprägte schräge Schnittkante des quer geschnittenen
Produktes.
[0128] Der Falzapparat 12 weist mindestens einen Einlauf, hier zwei Einläufe, für ein oder
mehrlagige Stränge 109; 111; 112; 113; 114; 116 auf.
[0129] Der Strang 109; 111; 112; 113; 114; 116 durchläuft ein Zugwalzenpaar 124 zum Einstellen
der Spannung und trifft auf den Transportzylinder 123 in Höhe eines Schneidspaltes
126 zwischen dem Transportzylinder 123 einerseits und einem Schneidzylinder 127' andererseits.
Anstelle von zwei Einlaufen und zwei Schneidspalten 126 können auch ein, drei oder
mehr vorgesehen sein. In vorteilhafter Weiterbildung ist im Bereich des Punkturnadeldurchtritts
(im Falle eines Punkturfalzapparates), d. h. an der Stelle des Aufnadelns des Strangbündels
unmittelbar vor dem Schneidspalt 126 wenigstens eine Andrückrolle als Widerlager angeordnet.
Diese weist beispielsweise umlaufende, in axialer Richtung zur Anordnung der Nadeln
korrespondierend Nuten auf, in welche die Punkturnadeln nach Durchtritt durch das
Strangbündel / den Strang eintauchen können.
[0130] Ein Schneiden des Strang 109; 111; 112; 113; 114; 116 bzw. Strangbündels erfolgt
im Schneidspalt 126 zwischen Schneid- und Transportzylinder 127': 123 durch mindestens
ein Schneidmesser 128 des Schneidzylinders 127', welches beispielsweise mit einer
korrespondierenden, nicht dargestellten Schnittleiste am Transportzylinder 123 als
Widerlager zusammenwirkt.
[0131] Der Falzapparat 12 kann in einer vorteilhaften Ausführung eine nicht dargestellt
Vorrichtung zur Verkürzung der effektiven, umfangsbezogenen Abschnittslänge aufweisen.
In einer ersten Variante hierzu weist der Transportzylinder 123 im Bereich seines
Umfanges zwischen je zwei Transportvorrichtungen 129 eine nicht dargestellte, wahlweise
in radialer Richtung aus der Umfangsfläche des Transportzylinders 123 heraus und wieder
hinein bewegbare Verdrängerleiste auf, welche beim Austreten aus der Umfangsfläche
eine effektive Verkürzung der Signatur bzgl des Umfangs bzw. eine effektive Vergrößerung
des Abstandes zwischen zwei bewirkt. In alternativer Ausführung weist beispielsweise
der Transportzylinder 123 auf seinem Umfang in einem Bereich, welcher durch aufgenommene
Produktabschnitte abgedeckt wird, eine Ausnehmung oder Vertiefung (z. B. eine Nut
oder Rille) auf, in welche ein aufgenommener Produktabschnitt durch einen korrespondierenden
Vorsprung (z.B. eine Leiste oder Nasen) auf dem Umfang des Scheidzylinders 127 eindrückbar
ist.
[0132] Der Ort der aktivierten, d.h. in Wirkstellung befindlichen Vorrichtung für die Verkürzung
(Zusammenwirken von Rolle und Leiste oder Ausfahren einer Verdrängerleiste am Transportzylinder
123) erfolgt vorteilhaft innerhalb einer Abschnittslänge im Anschluß an den Schneidspalt
126 (in Drehrichtung betrachtet).
[0133] Der Umfang des Transportzylinders 123 entspricht sieben Abschnittlängen bzw sieben
Längen der Signatur ("siebenfeldriger Transportzylinder 123"). Am Transportzylinder
11 sind in Umfangsrichtung hintereinander sieben in gleichen Abständen in die Umfangsfläche
des Transportzylinders 123 eingelassene Halteeinrichtungen 129, z. B. Punkturleisten
129 mit ausfahrbaren Punktumadeln angeordnet (Punkturfalzapparat). Die Halteeinrichtungen
129 können auch als Greifer 129 ausgeführt sein (Greiferfalzapparat). Weiter sind
sieben Schnittleisten angeordnet, welche vorzugsweise in Drehrichtung betrachtet jeweils
geringfügig (z.B. 0,3 bis 3 cm) zu Lage der Klemmstelle (Greiferfalzapparat) bzw.
dem Punkturdurchstich (Punkturfalzapparat) auf der Mantelfläche des Transportzylinders
123 beabstandet angeordnet sind. Auch der Umfang des Falzklappenzylinders 132 entspricht
bevorzugt mehr als fünf, insbesondere sieben Abschnittlängen bzw. sieben Längen der
Signatur.
[0134] Die vom Strang 109; 111; 112; 113; 114; 116 abgeschnittene Signatur (Abschnittslänge,
z. B. Länge einer stehenden Druckseite, insbesondere Zeitungsseite) wird durch die
Halteeinrichtung 129 am Transportzylinder 123 weiter gefördert.
[0135] Am Transportzylinder 123 sind ferner sieben Falzmesser 130 angebracht, die jeweils
bei Erreichen eines Spalts 131 (je nach Sammel- oder Normalbetrieb jedes oder jedes
mehrfache Mal) zwischen dem Transportzylinder 123 und einem Falzklappenzylinder 132
ausgefahren werden, um die am Transportzylinder 123 transportierten Signaturen an
den Falzklappenzylinder 132 zu übergeben und zu falzen. Hierzu weist der Falzklappenzylinder
132 in Umfangsrichtung gleichmäßig beabstandet z. B. ebenso viele Falzklappen (nicht
dargestellt) auf, wie die Anzahl der Falzmesser 130 und/oder der Haltevorrichtungen
129 am Transportzylinder 123, hier insbesondere sieben. Die gefalzten Produkte werden
vom Falzklappenzylinder 132 an ein Schaufelrad 133 übergeben und von diesem auf eine
Auslagevorrichtung 134, z. B. ein Förderband 134 ausgelegt.
[0136] Vorzugsweise ist der Falzapparat 12, bzw. dessen Transportzylinder 123 dazu ausgebildet,
dass er wahlweise zwischen einem Modus für einen Normal- und einen Sammelbetrieb umstellbar
ist. Beim Sammeln gibt der Transportzylinder 123 die Signatur (Produktabschnitt) noch
nicht beim ersten Durchlaufen des Spaltes 131 an den nächsten Zylinder 132 ab, sondern
nimmt in einer weiteren Umdrehung mit dem selbe, das erste Umlauf, z. B. den Falzklappenzylinder
132, übergeben, die erste Signatur tragenden Haltemittel 129 mindestens eine weitere
Signatur auf, bevor die so gesammelten Signaturen gemeinsam im Spalt 131 an den Falzklappenzylinder
132 abgegeben werden. Im Modus des Normalbetriebes gibt der Transportzylinder 123
die Signatur jeweils beim ersten Durchlaufen des Spaltes 131 an den nächsten Zylinder
132 ab. Der Transportzylinder 123 ist in umstellbarer Ausführung vorzugsweise als
Punkturzylinder 123, insbesondere mit sieben Punkturleisten 129 im Umfang, ausgeführt.
[0137] Schneid- 127', Transport- 123, Falzklappenzylinder 132 und ggf. Schaufelrad 133 werden
bevorzugt durch mindestens einen Antriebsmotor (schematisch in Fig. 19 Antriebsmotor
120 dargestellt) mechanisch unabhängig von Druckeinheiten 03, Überbau 04 sowie Falzaufbau
11 angetrieben. Der Antrieb erfolgt vorteilhaft über ein Getriebe, insbesondere ein
Untersetzungsgetriebe, vom Antriebsmotor auf einen oder mehrere der Zylinder 123;
127'; 132 des Falzapparates 12.
[0138] In nicht dargestellter Ausführung wird vom Antriebsmotor über ein nicht dargestelltes
Getriebe (z. B. nicht bezeichnete Ritzel bzw. Antriebsräder) auf den Schneidzylinder
127' getrieben. Von Letzterem wird auf den Transportzylinder 123 und von diesem auf
den Falzklappenzylinder 132 getrieben. Vom Falzklappenzylinder 132 wird hier über
einen Riementrieb 137 auf das Schaufelrad 133 getrieben.
[0139] In einer in Fig. 20 lediglich strichliiert angedeuteten Variante wird vom für diesen
Fall nicht dargestellten Antriebsmotor über ein Ritzel 138 oder Antriebsrad 138 (strichliiert)
auf den Transportzylinder 123 getrieben. Von Letzterem wird auf den Schneidzylinder
127' und den Falzklappenzylinder 132 getrieben. Vom Falzklappenzylinder 132 wird z.B.
wieder über den Riementrieb 137 auf das Schaufelrad 133 getrieben. In beiden beschriebenen
Fällen weist die Auslagevorrichtung 134 vorzugsweise einen eigenen, von den Zylindern
123, 127'; 132 und dem Schaufelrad 133 mechanisch unabhängigen Antriebsmotor auf.
[0140] Schneid- 127', Transport- 123 und Falzklappenzylinder 132 können auch jeweils mechanisch
unabhängig voneinander und von den Druckwerken durch eigene Antriebsmotoren angetrieben
sein.
[0141] In einer anderen vorteilhaften Antriebsausführung werden Schneid- 127', Transport-
123 und Falzklappenzylinder 132 durch mindestens einen gemeinsamen oder alternativ
durch je einen von den Druckwerken mechanisch unabhängigen Antriebsmotor angetrieben,
während in einer ersten Variante Schaufelrad 133 und Auslagevorrichtung 134 durch
einen gemeinsamen Antriebsmotor mechanisch unabhängig von den Zylindern 923; 127';
132 und den Druckwerken und in einer zweiten Variante jeweils durch eigene Antriebsmotoren
rotatorisch angetrieben sind.
[0142] Auch ein ggf. vorgesehenes Bandsystem zum Führen der Produktabschnitte in den und
durch den Falzapparat 12 kann durch einen eigenen Antriebsmotor mechanisch unabhängig
von den Zylindern 123; 127'; 132 angetrieben sein.
[0143] Mit der Ausführung des Transportzylinders 123 mit sieben Abschnütslängen am Umfang
ist es aus o.g. Gründen möglich, zwölf Bahnen 03 bzw. die entsprechende Anzahl von
Teilbahnen 03a; 03b; 03c etc. (bis zu zweiundsiebzig Papierlagen), aufgeteilt auf
bis zu sechs Stränge 109; 111; 112; 113; 114; 116, in den Falzapparat 12 zu führen.
Damit lässt sich mittels eines Falzapparates 12 ohne Sammelbetrieb ein Produkt mit
z. B. insgesamt 144 Seiten, insbesondere Zeitungsseiten, herstellen. Ist der Falzapparat
12 für den Sammelbetrieb ausgeführt, so lässt sich mittels sechs Bahnen 03 das Produkt
von z. B. 144 Seiten oder mit mehr Bahnen 03 noch höhere Seitenzahlen herstellen.
Für das letztgenannte Produkt ist der Falzapparat 12 beispielsweise als Räderfalz
ausgeführt oder aber die Halteeinrichtungen 129 und die Falzklappen müssen entsprechend
zur Aufnahme derart vieler Lagen ausgeführt sein.
[0144] Von Vorteil ist es hierbei, wenn im Eingangsbereich das eine Zugwalzenpaar 124 oder
mehrere Zugwalzenpaare 124 jeweils zumindest einen eigenen Antriebsmotor 139 aufweisen.
Hierdurch können im Eingangsbereich des Falzapparates 12 mehrere Stränge 109; 111;
112; 113; 114; 116 zusammengefasst werden.
[0145] In erfindungsgemäßer Ausführung des Falzapparates 12 weist dieser einen Schneidzylinder
127' mit vier Schneidmessern 128 in Umfangsrichtung auf (Fig. 20). Der Umfang des
Schneidzylinders 127' entspricht im wesentlichen vier Abschnittslängen des zu schneidenden
Produktes. Mit einer Umdrehung werden durch die vier in Umfangsrichtung hintereinander
angeordneten Messer 128 vier Schnitte durchgeführt. Die vier Messer 128 können in
vorteilhafter Weise - abweichend von einer äquidistanten Anordnung - jeweils abwechselnd
90°-δ und 90°+δ voneinander beabstandet sein, wobei δ einen kleinen Winkel (z.B. kleiner
als 2°, insbesondere kleiner 1°) darstellt. Insbesondere sollte sich die längere und
die kürzere von der mittleren Abschnittlänge um ca. 1 bis 5, insbesondere 1,5 bis
3,5 mm unterscheiden, d. h. zwei aufeinander folgende Abschnitte unterscheiden sich
in ihrer Länge insgesamt um 3 bis 7 mm.
[0146] Während die Schnittkraft ggf. erhöht wird, wird eine Verringerung des Verschleiß
von Nutgummi, Druckleisten und/oder Messern bewirkt. Durch optimierte Durchmesserauslegung
des Schneidzylinders 127' erfolgt eine Verringerung des Ausgrabungseffektes im Nutgummi
und der Biegebelastung des Messer 128
[0147] Zwei oder mehrere Stränge oder Strangbündel 135 können beispielsweise vor dem Einlaufen
in den Schneidspalt 126 über eine Walze oder ein Walzenpaar 125 - eigens motorisch
angetrieben (als Zuggruppe 125) oder aber ungetrieben (Umlenkwalzen) - zusammengefasst
werden. Es kann jedoch auch lediglich ein Strangbündel 135 dem Falzapparat 12 zugeführt
und in den Schneidspalt 126 geführt werden. In Fig. 20 wurde zur Vereinfachung auf
die detaillierte Darstellung des übrigen Fördersystems (Antriebsmotor, angetriebene
Zuggruppe etc.) und des Antriebsmotors samt Antriebszug verzichtet. Der Umfang entspricht
vier (mittleren) Längen der aus den Bahnen 03; 04 herzustellenden Signaturen. In einer
Ausführung sind die Schneidmesser 128 nicht äquidistant am Umfang des Schneidzylinders
127' angeordnet, sondern es wechselt sich ein Winkelsegment etwas größer 90° und eines
etwas kleiner 90° am Umfang ab.
[0148] Bei Falzwerken bzw. Falzapparaten 12 für höhere Seitenzahlen und höhere Geschwindigkeiten
ist neben den Fliehkräften, dem Aufnadeln (Punktur) bzw. Klemmen (Greifer) und dem
Falzvorgang selbst auch der Schneidvorgang und die Schnittleistung ein kritischer
Parameter. Der Schneidzylinder 127' mit Vierfarhumfang ist daher wegen der Möglichkeit
des Schneidens von Strängen großer Produktstärken erfindungsgemäß in der oben beschriebenen
Druckmaschine mit dreifach breiten Druckeinheiten 02 und/oder zusammen wirkend mit
einem siebenfeldrigen Transportzylinder 123 angeordnet. Die Ausführung mit Vierfachumfang
ist jedoch hiervon auch losgelöst in beliebigen Rollendruckmaschinen und/oder zusammen
wirkend mit mehrfeldrigen (z. B. fünf oder sieben) Transportzylindern anderen Formats
einsetzbar um eine Genauigkeit und/oder eine mögliche Produktstärke zu erhöhen. Der
vierfache Schneidzylinder 127' führt zu einer geringeren Kippung des Schneidmessers
128 beim Auftreffen auf eine Schnittleiste am Transportzylinder und im dort ggf. vorgesehenen
Nutgummi, woraus auch eine geringere Schneidleistung (Energie bzw. Kraft) benötigt
wird als beim zweifachen Schneidzylinder. Ein Einstich und Austauchen des Messers
in den Nutgummi erfolgt unter einem erheblich kleineren Neigungswinkel des Schneidmessers
128. Sowohl die Biege-, als auch die Pressungsbeanspruchung des Schneidmessers 128
fällt insgesamt geringer aus als beim zweifachen Schneidzylinder.
[0149] Mit der Anordnung eines vierfachen Schneidzylinders 127' kann trotz starker Produkte
ein zweiter zweifacher Schneidzylinder am Umfang des Transportzylinders 123 entfallen.
[0150] Ebenfalls in Fig. 21 ist eine vorteilhafte Ausführung des Falzapparates 12 - als
Ergänzung zur Ausführung mit vierfachem Schneidzylinder 127' und/oder 7-fachem Transportzylinder
123 oder aber für sich betrachtet - mit einer Andrückvorrichtung 143 dargestellt.
[0151] Die Anordnung eines Andrückelementes 143 ermöglicht ein besseres und störungsfreies
Aufnadeln der durch Punkturnadeln 144 (der Halteeinrichtung 129) des Transportzylinders
123 aufzunehmenden Produktabschnitte. Es wird hierbei die Biegebeanspruchung der Punkturnadeln
144 (kurz; Nadeln 144) verringert und/oder die Gefahr des Aufplatzens und Abstreifend
der Produktabschnitte während des Durchstichs verringert. Grundsätzlich ist es möglich,
den Andrückzylinder 143 zu diesem Zweck in unterschiedlicher Weise auszuführen. Beispielsweise
kann die Mantelfläche korrespondierend zur axialen Lage der Nadeln 144 in Umfangsrichtung
(die Nadeln 144 beim Abrollen aufnehmende) umlaufende Rillen oder Aussparungen aufweisen.
Auch kann die Mantelfläche statt dessen oder zusätzlich hierzu nachgiebiges Material
- z. B. Schaumstoff - aufweisen, welches beim Durchstich der Nadeln 144 an der betreffenden
Stelle nachgibt, den aufzunadelnden Strang 135 jedoch ansonsten stützt.
[0152] In einer vorteilhaften Ausführung ist ein ein- oder mehrteiliger, getakteter Andrückzylinder
143, z. B. mit federnd gelagerten Andrückelementen 146, vorgesehen, um den Strang
135 bzw. Strangbündel 135 während des Ein- und Durchstiches durch die Nadeln 144 fest
gegen den Transportzylinder 123 (Sammelzylinder) zu pressen und dem Papier keine zum
Aufplatzen führende Ausweichmöglichkeit zu geben. Der Andrückzylinder 143 bzw. die
Andrückelemente 146 weist bzw. weisen in einer vorteilhaften Ausführung komplementär
zum sich bei gegenseitiger Abwicklung von Andrück- und Transportzylinder 143; 123
ergebenden Muster der ausgefahrenen Nadeln 144 eine Gruppe von Ausnehmungen 147, insbesondere
Bohrungen 147, zur Aufnahme der Nadeln 144 auf. In Fig. 22 ist das Zusammenwirken
von Nadeln 144 und den Bohrungen 147 der Andrückelemente 146 schematisch dargestellt.
Über die Länge das Andrückzylinders 143 kann entweder ein als Leiste ausgeführtes
Andrückelement 146 mit mehreren Bohrungen 147 oder aber es können in axialer Richtung
nebeneinander mehrere Andrückelement 146 mit jeweils einer oder mehreren Bohrungen
147 angeordnet sein, wobei die Gruppe von Bohrungen 146 in allen Fällen wie oben dargelegt
komplementär zur Anordnung der Nadeln 144 anzuordnen sind. Der Andrückzylinder 143
weist vorzugsweise einen Umfang auf, welcher einem ganzzahligen Vielfachen einer Abschnittlänge
des Produktabschnittes entspricht. Entspricht der Umfang einer Abschnittlänge, so
ist im Querschnitt betrachtet eine Gruppe oben beschriebener, axial beabstandeter
Bohrungen 144 vorgesehen. Bei einem zwei Abschnittslängen entsprechenden Umfang sind
zwei in Umfangsrichtung äquidistant beabstandete Gruppen von Bohrungen 146 vorgesehen.
[0153] Die Punkturnadeln 144 sind vor dem Einstich z. B. vollständig aus dem Transportzylinder
123 ausgefahren, so dass keine zusätzlichen Beschleunigungskräfte auf eine die Bewegung
der Punkturleisten 129 bewirkende Punktur-Steuerkurve wirken. Es können im Querschnitt
verstärkte Punkturnadeln 144 zur Erhöhung der Stabilität eingesetzt sein.
[0154] Vorteilhaft - wie in Fig. 20 dargestellt - erfolgt ein Auflaufen des Stranges 135
bzw. der Strangbündels auf den Transportzylinder 123 vor dem Beginn des Einstiches
durch die Nadeln 144. Das Aufsetzen des Andrückelementes 146 findet bevorzugt nach
dem Auflaufen des Stranges 135 auf den Transportzylinder 123, aber vor dem Beginn
des Einstiches durch die Nadeln 144 statt. Der Ein- und Durchstich der Punkturnadeln
144 erfolgt gegen diese Andrückelemente 146.
[0155] Bevorzugt erfolgt ein Abheben der Andrückelemente vom Strang bzw. von den Papiersträngen
nach Abschluss des Aufnadelns. Unterstützt wird dies beispielsweise durch die radial
nach Außen gerichtete federnde Lagerung der Andrückelemente.
[0156] Wie oben dargelegt weisen die Andrückelemente in vorteilhaften Ausführung am Ort
des Durchstiches der Punkturnadeln 144 Bohrungen 147 auf. Diese sind z. B. mit geringfügig
größerem Durchmesser ausgeführt als die Punkturnadeln 144 selbst. Die Bohrungen 147
sind z. B. von hinten konisch ausgeführt, um einerseits das relative Kippen der Punkturnadeln
144 beim Durchlauf nicht zu behindern und andererseits dennoch durch eine enge Bohrung
147 das Papier beim Punkturnadeldurchstich am Aufplatzen zu hindern.
[0157] Zusätzlich können Abstreifelemente vorgesehen sein, die das Abstreifen des Papieres
beim Austauchen der Punkturen unterstützen. Dies kann z. B. durch Änderung in der
Konstruktion der Punkturleiste 129 bzw. deren Bewegung dergestalt erfolgen, dass statt
schwenkender Punkturhalter so wie bei Räderfalzwerken linear bewegte Punkturnadeln
144 eingesetzt werden. Dadurch können die Bohrungen 147 im Zylinderkörper des Andrückzylinders
143 für das Durchtreten der Nadeln 144 so klein gehalten werden, dass sie das Abstreifen
wirkungsvoll unterstützen.
[0158] Grundsätzlich ist es auch möglich, den Andrückzylinder 143 ohne eigens federnd gelagerte
Andrückelemente 146 auszuführen. Hierbei können beispielsweise die Bohrungen 147 direkt
in der Mantelfläche des Andrückzylinders 143 angeordnet sein. Sie sind dann wieder
komplementär zum sich bei gegenseitiger Abwicklung von Andrück- und Transportzylinder
143; 123 ergebenden Muster der ausgefahrenen Nadeln 144 angeordnet. Der Andrückzylinder
143 kann insgesamt gegen den Transportzylinder 123 federnd gelagert sein, wobei ein
Mindestmoment durch ggf. vorhandene Umschlingung und/oder dem Impuls beim Durchschlagen
des Stranges 135 Rechnung getragen werden muss.
[0159] Die genannten Maßnahmen - siebenfacher Transportzylinder 123, vierfacher Schneidzylinder
127', Andrückzylinder 143 - am Falzapparat 12 stellen grundsätzlich jeweils einzeln
für sich betrachtet, jedoch auch insbesondere in explizit Kombination mehrerer oder
aller Maßnahmen besonders vorteilhafte Ausführungen des Falzapparates 12 dar. Dies
gilt generell für verschiedene Druckmaschinentypen, jedoch insbesondere zu einer Druckmaschine
mit einem oder mehreren der oben beschriebenen Aggregaten zum Drucken von sechs nebeneinander
angeordneten Zeitungsseiten.
[0160] Von großem Vorteil sind die beschriebenen Ausführungen der Druckwerke 13, des dargelegten
Überbaus 04, des Falzaufbaus 11, des Falzapparates 12 und/oder des Antriebskonzeptes
in Verbindung mit einer nachfolgend beschriebenen Weiterbildung im Hinblick auf die
Anordnung einer zusätzlichen Druckeinheit 152, mit einem oder mehreren zusätzlichen
Druckwerken 151, insbesondere Dreizylinderdruckwerken 151, und/oder den hiermit vorteilhaften
Bahnführungen und/oder Druckprodukten (siehe Fig. 23 bis 27, wobei identisch wiederkehrende
Bezugszeichen z.T. lediglich in Fig. 23 eingetragen sind):
[0161] Die zusätzlichen Druckwerke 151 bzw. Druckstellen sind vorzugsweise korrespondierend
zu den Druckeinheiten 02 als Druckwerke 151 für den indirekten Flachdruck ausgeführt,
d. h. sie weisen zwischen Druckstelle und Formzylinder 16 einen Übertragungszylinder
17 auf.
[0162] Einem Druckturm T1; T2; T3 ist mindestens eine zusätzliche Druckeinheit 152 (Zusatzdruckeinheit
152) mit wenigstens einem weiteren Druckwerk 151, d. h. mit zumindest einer Druckstelle,
zugeordnet. Insbesondere sind dem Druckturm T1; T2; T3 jedoch mindestens zwei Druckstellen
in einem oder zwei Druckwerken 151, zugeordnet, welche in einer gemeinsamen Zusatzdruckeinheit
152 oder in getrennten Zusatzdruckeinheiten 152 angeordnet sind. Diese zusätzlichen
Druckstellen befinden sich vorteilhaft oberhalb der Druckstellen des Druckturmes T1;
T2; T3. Der Druckturm T1; T2; T3 weist vorzugsweise insgesamt acht Druckstellen auf,
durch welche z. B. je nach Bahnführung und Ausprägung der den Druckturm T1; T2; T3
bildenden Druckeinheiten 02 eine oder mehrere Bahnen B10; B20; B30; B40 ein- oder
beidseitig bedruckbar sind. Die Druckeinheiten 02 des Druckturms T1; T2; T3 sind vertikal
übereinander angeordnet und sind bevorzugt als Satellitendruckeinheiten 02 ausgeführt.
[0163] Mindestens zwei Satellitendruckeinheiten 02 sind zusätzlich zwei Druckstellen, z.
B. als zwei Dreizylinderdruckwerke 151 ausgebildet, zugeordnet, mittels welchen beispielsweise
zwei jeweils einseitig in dem mindestens einen Druckturm T1; T2; T3 bedruckte Bahnen
B10; B20; B30; B40 auf ihrer anderen Seite einfarbig bedruckbar sind.
[0164] Die beiden Satellitendruckeinheiten 02 sind einander zugeordnet und Bestandteile
eines Druckturmes T1; T2; T3 mittels welchem wahlweise zwei Bahnen B10; B20; B30;
B40 jeweils einseitig mehrfarbig oder eine Bahn B10; B20; B30; B40 beidseitig mehrfarbig
bedruckbar sind bzw. ist.
[0165] Die beiden Satellitendruckeinheiten 02 sind übereinander gestapelt angeordnet. Sie
sind vorzugsweise jeweils als Neunzylinder-Satellitendruckeinheiten 02 ausgeführt.
[0166] Ein Dreizylinderdruckwerk 151 weist ein Zylinderpaar aus Form- 16 und Übertragungszylinder
17 und einen mit einem der Übertragungszylinder 17 zusammenwirkenden Gegendruckzylinder
126 auf.
[0167] Die beiden Dreizylinderdruckwerke 151 sind vorteilhaft (Bauraum, Baueinheit) zusammen
als Sechszylinder-Druckeinheit 152 ausgeführt, können jedoch auch jeweils für sich
als einzelne Baueinheiten ausgebildet sein. Auch ist es möglich, dass lediglich eine
Druckstelle in Gestalt beispielsweise eines Dreizylinderdruckwerkes 151 oberhalb des
Druckturms T1; T2; T3 vorgesehen ist.
[0168] Vorteilhaft sind die beiden Dreizylinderdruckwerke 151 (die Sechszylinder-Druckeinheit
152) oberhalb einer letzten Druckstelle der beiden zugeordneten Satellitendruckeinheiten
02 angeordnet. Die Sechszylinder-Druckeinheit 152 ist z. B. auf dem zugeordneten Druckturm
T1; T2; T3 gestapelt angeordnet. Sie kann jedoch - je nach Produktion - auf einem
vom bahntechnisch zugeordneten Druckturm T1; T2; T3 verschiedenen, insbesondere benachbarten,
Druckturm T1; T2; T3 gestapelt angeordnet sein.
[0169] Die Satellitendruckeinheiten 02 und die beiden Dreizylinderdruckwerke 151 sind einander
in dem Sinne (bahntechnisch) zugeordnet, dass eine Bahn wahlweise in einer ersten
Betriebsweise durch beide Satellitendruckeinheiten 02, in einer zweiten Betriebsweise
durch eine der Satellitendruckeinheiten 02 und durch eine der Dreizylinderdruckwerke
151, und in einer dritten Betriebsweise lediglich durch die beiden Dreizylinderdruckwerke
151 geführt ist.
[0170] Die Satellitendruckeinheiten 02 und die beiden Dreizylinderdruckwerke 151 sind einander
in dem Sinne (bahntechnisch) insofern auch zugeordnet, dass wahlweise in einer ersten
Betriebsweise eine erste Bahn durch beide Satellitendruckeinheiten 02 und eine zweite
Bahn durch die beiden Dreizylinderdruckwerke 151, und in einer zweiten Betriebsweise
zwei Bahnen jeweils durch eine der Satellitendruckeinheiten 02 und durch eine der
Dreizylinderdruckwerke 151, geführt sind.
[0171] Zwei Bahnen sind z. B. in der Weise durch den Druckturm T1; T2; T3 und die Sechszylinder-Druckeinheit
152 geführt, dass sie nach dem Bedrucken jeweils auf einer Seite mehrfarbig und auf
der anderen Seite einfarbig bedruckt sind.
[0172] Eine von zwei Bahnen ist z. B. durch den Druckturm T1; T2; T3 und eine andere Bahn
lediglich durch die Sechszylinder-Druckeinheit 152 in der Weise geführt, dass die
eine Bahn beidseitig mehrfarbig und die andere Bahn beidseitig einfarbig (S-Führung)
oder einseitig zweifarbig (C-Führung, nicht dargestellt) bedruckt ist.
[0173] Zumindest weist die Druckmaschine mehreren jeweils zwei Satellitendruckeinheiten
02 aufweisenden Drucktürme T1; T2; T3 und zusätzlich zumindest eine Sechszylinder-Druckeinheit
152 auf.
[0174] Die Druckmaschine weist z. B. mindestens zwei, insbesondere mindestens drei, einander
paarweise benachbarte Drucktürme T1; T2; T3 auf, wobei die mindestens eine Sechszylinder-Druckeinheit
152 auf einem der zwei, insbesondere drei Drucktürme T1; T2; T3 gestapelt ist. Vorzugsweise
ist zwischen den betreffenden, einander in der genannten Weise zugeordneten Drucktürmen
keine andere Bearbeitungsstufe, insbesondere kein Falzaufbau und/oder Falzapparat
angeordnet. Wesentlich ist es hierbei, dass die weiteren Druckwerke 151 oberhalb der
Druckwerke 13 der Druckeinheiten 02 angeordnet sind. Sie sind vorteilhaft auf einem
der Drucktürme T1; T2; T3 gestapelt ist.
[0175] Im Beispiel weist die Druckmaschine (mindestens) drei einander paarweise benachbarte
Drucktürme T1; T2; T3 auf, wobei die mindestens eine Sechszylinder-Druckeinheit 152
auf einem der drei Drucktürme T1; T2; T3 gestapelt ist. Den drei Drucktürmen T1; T2;
T3 ist eine gemeinsame Sechszylinder-Druckeinheit 152 zugeordnet, welche vorzugsweise
auf der mittleren der drei Drucktürme T1; T2; T3 gestapelt angeordnet ist.
[0176] Drei Bahnen sind z. B. in der Weise durch wenigstens zwei der Drucktürme T1; T2;
T3 und die Sechszylinder-Druckeinheit 152 geführt, dass zwei der Bahnen nach dem Bedrucken
jeweils auf einer Seite mehrfarbig und auf der anderen Seite einfarbig, und die dritte
Bahn beidseitig mehrfarbig bedruckt sind (Fig. 25, 26, 27).
[0177] Zwei von drei Bahnen sind in alternativer Bahnführung durch wenigstens zwei der Drucktürme
T1; T2; T3 und eine dritte Bahn ist lediglich durch die Sechszylinder-Druckeinheit
152 in der Weise geführt, dass die beiden erstgenannten Bahnen beidseitig mehrfarbig
und die dritte Bahn beidseitig einfarbig (oder einseitig zweifarbig) bedruckt ist
(Fig. 23, 24).
[0178] Die Druckmaschine weist vorteilhaft Mittel 153 (Umlenkwalzen 153 und/oder nicht dargestellte
Einziehwege) zum Führen der Bahnen auf, welche ein wahlweises Betreiben der Druckmaschine
in dieser und der vorgenannten Produktionen ermöglicht (lediglich in Fig. 25 exemplarisch
bezeichnet). Insbesondere sind, wie in Fig. 23 beispielhaft für die Bahn B20 gekennzeichnet,
Umlenkwalzen 153 vorgesehen, die ein Führen einer Bahn B10; B20; B30; B30 in das zusätzliche
Druckwerk 151 ermöglicht, welche zuvor in einer benachbarten Satelliten-Druckeinheit
02, und nicht in der direkt darunter befindlichen bedruckt wurde. Vorzugsweise werden
im Fall zweier durch die Druckwerke 151 zu führender Bahnen B10; B20; B30; B30 diese
zuvor in den beiden Satellitendruckeinheiten 02 des selben Druckturms T1; T2; T3 bedruckt
(Fig. 25: links, Fig. 26: mitte, Fig. 27: rechts).
[0179] Vier Bahnen sind in einem vorteilhaften Beispiel in der Weise durch die drei Drucktürme
T1; T2; T3 und die Sechszylinder-Druckeinheit 152 geführt, dass zwei der Bahnen nach
dem Bedrucken jeweils auf einer Seite mehrfarbig und auf der anderen Seite einfarbig,
und die anderen beiden Bahnen beidseitig mehrfarbig bedruckt sind (Fig. 25 bis 27).
In anderer Bahnführung sind drei von vier Bahnen durch die drei Drucktürme T1; T2;
T3 und die vierte Bahn lediglich durch die Sechszylinder-Druckeinheit 152 in der Weise
geführt, so dass drei erstgenannten Bahnen beidseitig mehrfarbig und die vierte Bahn
beidseitig einfarbig Fig. 23, 24) oder einseitig zweifarbig (nicht dargestellt) bedruckt
ist. Die Druckmaschine weist vorteilhaft o.g. Mittel 153 zum Führen der Bahnen auf,
welche ein wahlweises Betreiben der Druckmaschine entsprechend der beiden (bzw. drei)
genannten Betriebsweisen ermöglicht.
[0180] Die Mehrfarbigkeit bedeutet im vorgenannten z. B. vierfarbig.
[0181] In einer Betriebsweise der Druckmaschine sind die vier Bahnen mit den drei Drucktürmen
T1; T2; T3 und der Sechszylinder-Druckeinheit 152 in der Weise bedruckt, dass die
beiden auf einer Seite mehr- und auf der anderen Seite einseitig bedruckten Bahnen
nach dem Bedrucken auf einem Weg zu einem Trichteraufbau TR bzw. Falzaufbau 11 zwischen
den beiden beidseitig mehrfarbig bedruckten Bahnen zu liegen kommen (Fig. 24). Die
beiden auf einer Seite mehr- und auf der anderen Seite einseitig bedruckten Bahnen
durchlaufen hierbei z. B. den mittleren der drei Drucktürme T1; T2; T3 und die Sechszylinder-Druckeinheit
152.
[0182] In anderer Betriebsweise sind die vier Bahnen mit den drei Drucktürmen T1; T2; T3
und der Sechszylinder-Druckeinheit 152 in der Weise bedruckt, dass die beiden auf
einer Seite mehr- und auf der anderen Seite einseitig bedruckten Bahnen nach dem Bedrucken
auf einem Weg zu einem Trichteraufbau TR unterhalb der beiden beidseitig mehrfarbig
bedruckten Bahnen zu liegen kommen (Fig. 23). Die beiden auf einer Seite mehr- und
auf der anderen Seite einseitig bedruckten Bahnen durchlaufen hierbei z. B. den dem
Trichteraufbau TR nächstliegenden der drei Drucktürme T1; T2; T3 und die Sechszylinder-Druckeinheit
152.
[0183] In einer weiteren Betriebsweise sind die vier Bahnen mit den drei Drucktürmen T1;
T2; T3 und der Sechszylinder-Druckeinheit 152 in der Weise bedruckt, dass die beiden
auf einer Seite mehr- und auf der anderen Seite einseitig bedruckten Bahnen nach dem
Bedrucken auf einem Weg zu einem Trichteraufbau TR oberhalb der beiden beidseitig
mehrfarbig bedruckten Bahnen zu liegen kommen (Fig. 25). Die beiden auf einer Seite
mehr- und auf der anderen Seite einseitig bedruckten Bahnen durchlaufen hierbei den
dem Trichteraufbau TR entfernt liegenden der drei Drucktürme T1; T2; T3 und die Sechszylinder-Druckeinheit
152.
[0184] Auch hierbei weist die Druckmaschine vorzugsweise Mittel 153 zum Führen der Bahnen
auf, welche ein wahlweises Betreiben der Druckmaschine gemäß den drei letztgenannten
Betriebsweisen ermöglicht.
[0185] Die Satellitendruckeinheit weist mehrere, insbesondere vier, Zylinderpaare jeweils
aus Form- 16 und Übertragungszylinder 17, und mindestens einen mit mindestens einem
der Übertragungszylinder 17 zusammenwirkenden Satellitenzylinder 18 auf. Vorteilhaft
ist vier Paaren ein Satellitenzylinder 18 zugeordnet. Es können aber auch zwei Satellitenzylinder
18 zu den vier Paaren sein.
[0186] In einer Ausführung sind jeweils zwei der Paare als Antriebsverbunde durch einen
gemeinsamen, vom jeweils anderen Antriebsverbund unabhängigen Antriebsmotor 61 angetrieben.
Zum Beispiel ist der Satellitenzylinder 18 (oder jeweils einer von zweien) durch einen
der Antriebsverbunde angetrieben.
[0187] Vorteilhaft ist der Satellitenzylinder 18 jedoch durch mindestens einen eigenen Antriebsmotor
61, unabhängig von den Paaren angetrieben.
[0188] Bei zwei Satellitenzylindern 18 können diese durch mindestens einen gemeinsamen Antriebsmotor
61, unabhängig von den Paaren gemeinsam angetrieben sein.
[0189] Die Paare sind in vorteilhafter Ausführung jeweils durch mindestens einen eigenen
Antriebsmotor 61 unabhängig von den anderen Paaren angetrieben. Hierbei kann jeder
Zylinder der Paare einen eigenen Antriebsmotor 61 aufweisen.
[0190] In einer weniger aufwendigen Ausführung sind die beiden Zylinder des Paares gekoppelt
und durch einen gemeinsamen Antriebsmotor 61 angetrieben.
[0191] Ein Farbwerk 14 ist in einer weniger aufwendigen Ausführung vom Antrieb des zugeordneten
Formzylinders 16 her angetrieben. Es kann jedoch auch unabhängig vom Antrieb des zugeordneten
Formzylinders 16 durch einen eigenen Antriebsmotor 61 angetrieben sein.
[0192] Das zusätzliche Druckwerk 151 weist ein Zylinderpaar aus Form- 16 und Übertragungszylinder
17, und einen mit einem der Übertragungszylinder 17 zusammenwirkenden Druck- bzw.
Gegendruckzylinder 18 auf. Das selbe gilt für ein zweites vorgesehenes Druckwerk 151.
Als Bezugszeichen wurden hier diejenigen der Druckeinheiten 02 verwendet, da es sich
im dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls um ein indirektes Flachdruckverfahren
mit der entsprechenden Funktionalität der Zylinder 16; 17; 18 handelt.
[0193] Dem entsprechend weist die Sechszylinder-Druckeinheit 152 zwei Zylinderpaare jeweils
aus Form- 16 und Übertragungszylinder 17, und je Paar einen mit einem der Übertragungszylinder
17 zusammenwirkenden Gegendruckzylinder auf.
[0194] Das Paar bzw. die Paare (der Druckwerke 151 bzw. der Sechszylinder-Druckeinheit 152)
ist bzw. sind in bevorzugter Ausführung jeweils durch mindestens einen eigenen Antriebsmotor
61 unabhängig vom anderen Paar angetrieben.
[0195] Es kann z. B. jeder Zylinder der Paare einen eigenen Antriebsmotor 61 aufweisen.
In einer vorteilhafter Ausführung sind jedoch die beiden Zylinder des Paares gekoppelt
und durch einen gemeinsamen Antriebsmotor 61, unabhängig vom anderen Zylinderpaar
angetrieben.
[0196] Ein Farbwerk 14 ist in einer weniger aufwendigen Ausführung vom Antrieb des zugeordneten
Formzylinders 16 her angetrieben. Es kann jedoch auch unabhängig vom Antrieb des zugeordneten
Formzylinders 16 durch einen eigenen Antriebsmotor 61 angetrieben sein.
[0197] Die Gegendruckzylinder sind in vorteilhafter Ausführung jeweils durch einen eigenen
Antriebsmotor 61, unabhängig von den Paaren und voneinander angetrieben. Dies ist
vorteilhaft im Hinblick auf die unabhängige Positionierbarkeit der beiden Druckwerke.
[0198] Es können ggf. aber bei Bedarf die beiden Gegendruckzylinder durch mindestens einen
gemeinsamen Antriebsmotor 61, unabhängig von den Paaren angetrieben sein.
[0199] In einfachster Ausführung können die Gegendruckzylinder jeweils vom zugeordneten
Paar her angetrieben sein.
[0200] In bevorzugter Ausführung sind die Zylinder der Paare jeweils paarweise durch jeweils
einen Antriebsmotor 61 und die Gegendruckzylinder jeweils einzeln durch je einen Antriebsmotor
61 angetrieben.
[0201] Mittels der Druckmaschine ist ein Druckprodukt (bzw. Bahnstrang) herstellbar, so
dass von vier nach dem Bedrucken auf dem Weg zum Trichtereinlauf benachbarten Bahnen
zwei Bahnen jeweils auf einer Seite mehrfarbig, insbesondere vierfarbig, und auf der
anderen Seite einfarbig, und die anderen beiden Bahnen beidseitig mehrfarbig, insbesondere
vierfarbig bedruckt sind:
[0202] Zum Beispiel ein Druckprodukt/Strang von vier Bahnen von unten nach oben betrachtet
mit folgender Farbigkeit: unterste Bahn 1 : 4 (Unterseite eine Farbe : Oberseite vier
Farben), zweite Bahn von unten 4 : 1, dritte Bahn von unten 4 : 4 und vierte Bahn
4 : 4.
[0203] Zum Beispiel ein Druckprodukt/Strang von vier Bahnen von unten nach oben betrachtet
mit folgender Farbigkeit: unterste Bahn 4 : 4 (Unterseite eine Farbe : Oberseite vier
Farben), zweite Bahn von unten 1: 4 dritte Bahn von unten 4 : 1 und vierte Bahn 4
: 4.
[0204] Zum Beispiel ein Druckprodukt/Strang von vier Bahnen von unten nach oben betrachtet
mit folgender Farbigkeit: unterste Bahn 4 : 4 (Unterseite eine Farbe : Oberseite vier
Farben), zweite Bahn von unten 1: 4 dritte Bahn von unten 4 : 1 und vierte Bahn 4
: 4.
[0205] Weiter ist ein Druckprodukt herstellbar, so dass von vier nach dem Bedrucken auf
dem Weg zum Trichtereinlauf benachbarten Bahnen drei Bahnen jeweils beidseitig mehrfarbig,
insbesondere vierfarbig, und die vierte Bahn beidseitig einfarbig bedruckt sind:
[0206] Zum Beispiel ein Druckprodukt/Strang von vier Bahnen von unten nach oben betrachtet
mit folgende Farbigkeit: unterste Bahn 4 : 4 (Unterseite eine Farbe : Oberseite vier
Farben), zweite Bahn von unten 1:1, dritte Bahn von unten 4 : 4 und vierte Bahn 4
: 4.
[0207] Zum Beispiel ein erstes Druckprodukt/Strang von vier Bahnen von unten nach oben betrachtet
mit folgender Farbigkeit: unterste Bahn 4 : 4 (Unterseite eine Farbe : Oberseite vier
Farben), zweite Bahn von unten 4: 4 dritte Bahn von unten 1: 1 und vierte Bahn 4 :
4.
[0208] Die beschriebene Ausgestaltung der Druckmaschine , insbesondere mit der Sechszylinder-Druckeinheit
152, erlaubt die beschriebene Vielfalt in der Produktion, ohne dass hierfür umsteuerbare
Druckeinheiten erforderlich wären. Die Zylinder der Satellitendruckeinheiten 02 und
der Sechszylinder-Druckeinheit 152 können immer in der gleichen Drehrichtung betrieben
werden. Dies bewirkt Vorteile im Hinblick auf die Verwendung von Minigap-Technologie,
d. h. der schmalen Öffnung 28, und im Hinblick auf den Aufwand bei Ausstattung und
Antrieb.
[0209] Die Druckmaschine ist z. B. mit Druckwerken ausgeführt, welche eine Breite von sechs
Breiten stehender Druckseiten, insbesondere im Zeitungsformat aufweisen. Der Umfang
zumindest der Formzylinder 16 entspricht im wesentlichen der Länge von zwei Längen
zweier Druckseiten, insbesondere im Zeitungsformat.
[0210] Für die Zylinder der Dreizylinder-Druckwerke 151 sind die oben genannten Verhältnisse
und Ausführungen zu den Zylindern 16; 17 anzuwenden.
Bezugszeichenliste
[0211]
- 01
- Druckturm
- 02
- Druckeinheit, Satellitendruckeinheit, Neunzylinder-Satelliten-Druckeinheit Zehnzylinder-Satelliten-Druckeinheit,
H-Druckeinheit
- 03
- Bahn, Teilbahn
- 03a
- Bahn, Teilbahn
- 03b
- Bahn, Teilbahn
- 03c
- Bahn, Teilbahn
- 03c1
- Teilbahn
- 03c2
- Teilbahn
- 04
- Überbau
- 05
- -
- 06
- Längsschneideinrichtung
- 07
- Wendeeinrichtung, Wendevorrichtung
- 08
- Registereinrichtung
- 09
- Harfe
- 10
- -
- 11
- Falzaufbau
- 12
- Falzapparat
- 13
- Druckwerk, Offsetdruckwerk
- 14
- Farbwerk
- 15
- Farbkasten
- 16
- Zylinder, Formzylinder
- 17
- Zylinder, Übertragungszylinder
- 18
- Druckzylinder, Satellitenzylinder
- 19
- Aufzug, Druckform, Druckplatten
- 20
- Feuchtwerk, Sprühfeuchtwerk
- 21
- Aufzug, Gummituch, Metalldrucktuch
- 22
- Schicht
- 23
- Trägerplatte
- 24
- Ende, vorlaufendes, Einhängeschenkel
- 25
- -
- 26
- Ende, nachlaufendes, Einhängeschenkel
- 27
- Kanal
- 28
- Öffnung
- 29
- Klemmstück, Klemmelement
- 30
- Mantelfläche
- 31
- Federelement
- 32
- Stellmittel, Hohlkörper, Schlauch
- 33
- Passerelement
- 34
- Sockel
- 35
- Registerstein, Passerstift
- 36
- Kanal
- 37
- Kanal
- 38
- Öffnung, Schlitz
- 39
- Öffnung, Schlitz
- 40
- Mantelfläche
- 41
- Öffnung, Schlitz
- 42
- Bohrung
- 43
- Klemmstück, Klemmelement
- 44
- Federelement
- 45
- -
- 46
- Stellmittel, Hohlkörper, Schlauch
- 47
- Stellmittel, Hohlkörper, Schlauch
- 48
- Stellmittel, Hohlkörper, Schlauch
- 49
- Füllelement
- 50
- -
- 51
- Öffnung
- 52
- Andrückvorrichtung
- 53
- Andrückelement, erstes, Wälzelement, Walze, Rolle
- 54
- Andrückelement, zweites, Wälzelement, Walze, Rolle
- 55
- -
- 56
- Traverse
- 57
- Stellmittel, Hohlkörper, Schlauch
- 58
- Stellmittel, Hohlkörper, Schlauch
- 59
- -
- 60
- -
- 61
- Antriebsmotor, Elektromotor
- 62
- Getriebe, Untersetzungsgetriebe
- 62'
- Vorsatzgetriebe
- 63
- Reibzylinder
- 64
- Antriebsmotor
- 65
- -
- 66
- Reibzylinder
- 67
- Antriebsmotor
- 68
- Antriebsverbindung
- 69
- -
- 70
- -
- 71
- Ritzel
- 72
- Antriebsrad
- 73
- Antriebsrad
- 74
- Antriebsrad
- 75
- -
- 76
- Zapfen
- 77
- Antriebsrad
- 78
- Antriebsrad
- 79
- Antriebsrad, Zahnrad
- 80
- Antriebsmotor
- 81
- Walze, Zugwalze
- 82
- Wendestange, Leitelement
- 83
- Träger
- 84
- Führung
- 85
- -
- 86
- Walze, Leitelement
- 87
- Führung
- 88
- Auflaufwalze, Harfenwalze, Abschnitt
- 89
- Auflaufwalze, Harfenwalze, Leitelement
- 90
- -
- 91
- Registerwalze
- 92
- Umlenkwalze
- 93
- Auflaufwalze, Harfenwalze, Registerwalze, Leitelement
- 94
- Träger
- 95
- -
- 96
- Führung
- 97
- Umlenkwalze
- 98
- -
- 99
- -
- 100
- -
- 101
- Falztrichter
- 102
- Falztrichter
- 103
- Falztrichter
- 104
- Längsschneideinrichtung, Mittel
- 105
- -
- 106
- Falztrichter
- 107
- Falztrichter
- 108
- Falztrichter
- 109
- Strang
- 110
- -
- 111
- Strang
- 112
- Strang
- 113
- Strang
- 114
- Strang
- 115
- -
- 116
- Strang
- 117
- Zugwalze
- 118
- Trichtereinlaufwalze
- 119
- Antriebsmotor
- 120
- Antriebsmotor
- 121
- Zugwalze
- 122
- Leitwalze
- 123
- Transportzylinder
- 124
- Zugwalzenpaar
- 125
- Walzenpaar, Zuggruppe, Umlenkwalzen
- 126
- Schneidspalt
- 127
- -
- 127'
- Schneidzylinder, vierfach
- 128
- Schneidmesser
- 129
- Halteeinrichtung, Punkturleiste, Greifer
- 130
- Falzmesser
- 131
- Spalt
- 132
- Falzklappenzylinder
- 133
- Schaufelrad
- 134
- Förderband
- 135
- Strangbündel
- 136
- -
- 137
- Riementrieb
- 138
- Ritzel, Antriebsrad
- 139
- Antriebsmotor
- 140
- -
- 141
- -
- 142
- -
- 143
- Andrückelement
- 144
- Punkturnadel, Nadel
- 145
- -
- 146
- Andrückelement
- 147
- Bohrung
- 151
- Dreizylinderdruckwerke
- 152
- Sechszylinder-Druckeinheit
- 153
- Mittel, Umlenkwalze
- A
- Abschnitt
- B
- Abschnitt
- C
- Abschnitt
- D
- Abschnitt
- E
- Abschnitt
- F
- Abschnitt
- A1, A2
- Druckseite
- B1, B2
- Druckseite
- C1, C2
- Druckseite
- D1, D2
- Druckseite
- E1, E2
- Druckseite
- F1, F2
- Druckseite
- B10
- Bahn
- B20
- Bahn
- B30
- Bahn
- B40
- Bahn
- b03
- Breite, Bahn, Bahnbreite
- b03a
- Breite, Teilbahn
- b23
- Breite (23)
- b27
- Breite (27)
- b101
- Trichterbreite
- I
- Länge
- L16
- Länge
- L17
- Länge
- L82
- Länge
- L86
- Länge
- L88
- Länge
- L93
- Länge
- M
- Mittelebene
- MS
- Materialstärke
- P
- Produktionsrichtung
- S
- Symmetrieebene
- S16
- Schlitzweite
- S17
- Schlitzweite
- U
- Abschnitt
- T1
- Druckturm
- T2
- Druckturm
- T3
- Druckturm
entsprechende Bezeichnung einer zweiten Bahn bzw. Teilbahn
- α
- Winkel
- β
- Winkel
- α'
- Winkel
1. Rollenrotationsdruckmaschine mit mindestens einer Druckeinheit (02) für das Bedrucken
einer Bahn (03; 03') mit sechs axial nebeneinander angeordneten Druckseiten und einem
Falzapparat (12), dadurch gekennzeichnet, dass ein Transportzylinder (123) des Falzapparates (12) mit einem Umfang zur Aufnahme
von mindestens sieben in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Abschnittslängen
des Produktes ausgeführt ist und mit einem vier in Umfangsrichtung betrachtet hintereinander
angeordnete Schneidmesser (128; 128') aufweisenden Schneidzylinder (127') zusammenwirkt.
2. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Halteeinrichtungen (129) am Transportzylinder (123) sieben Punkturleisten (129)
in Umfangsrichtung hintereinander angeordnet sind.
3. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnittslängen jeweils einer Länge einer Zeitungsseite entsprechen.
4. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Transportzylinder (123) gleichzeitig drei Stränge (109; 111; 112; 113; 114; 116)
von drei nebeneinander angeordneten Falztrichtern (101; 102; 103; 106; 107; 108) zuführbar
sind.
5. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Transportzylinder (123) Stränge (109; 111; 112; 113; 114; 116) mit insgesamt
bis zu zweiundsiebzig übereinander liegenden Lagen zuführbar sind.
6. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportzylinder (123) in Umfangsrichtung hintereinander sieben Halteeinrichtungen
(129) aufweist.
7. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzapparat (12) in einem Eingangsbereich zwei jeweils eigens angetriebene Zugwalzenpaare
(124) aufweist.
8. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzapparat (12) von mindestens einem Antriebsmotor (136) mechanisch unabhängig
von der Druckeinheit (03) rotatorisch angetrieben ist.
9. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportzylinder (123), mindestens ein Schneidzylinder (127) sowie ein Falzklappenzylinder
(132) des Falzapparates (12) von einem gemeinsamen Antriebsmotor (136) mechanisch
unabhängig von der Druckeinheit (03) rotatorisch angetrieben sind.
10. Rollenrotationsdruckmaschine.nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaufelrad (133) über eine Antriebsverbindung von den Zylindern (123; 127; 132)
des Falzapparates (12) her rotatorisch angetrieben ist.
11. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auslage (134) mechanisch unabhängig von den Zylindern (123; 127; 132) des Falzapparates
(12) durch einen eigenen Antriebsmotor angetrieben ist.
12. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb an einem Schneidzylinder (127) erfolgt.
13. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb am Transportzylinder (123) erfolgt.
14. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 9, 10, 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb vom Antriebsmotor (136) auf einen oder mehrere der Zylinder (123; 127;
132) über ein Getriebe erfolgt.
15. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überbau (04), in welchem die Bahn (03; 03') in drei Teilbahnen (03a; 03b; 03c)
längs schneidbar ist, sowie einen Falzaufbau (11), welcher mindestens eine Walze (117;
118) zum Fördern der Teilbahnen (03a; 03b; 03c) vorgesehen ist, und dass die Druckeinheit
(02), die mindestens eine Walze (117; 118) zum Fördern der Teilbahnen (03a; 03b; 03c)
des Falzaufbaus (11) sowie der nachgeordneter Falzapparat (12) jeweils mechanisch
unabhängig voneinander durch Antriebsmotoren (61; 119; 120; 136) rotatorisch angetrieben
sind.
16. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Falzaufbau (11), welcher zwei vertikal zueinander versetzte Gruppen von jeweils
mindestens zwei Falztrichtern (101; 102; 103; 106; 107; 108) und mindestens eine dem
Falzaufbau (11) vorgeordnete Gruppe von Auflaufwalzen (88; 89; 93) vorgesehen ist.
17. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass aus den beiden Bahnen (03; 03') erzeugte Teilbahnen (03a; 03b; 03c; 03c1; 03c2) über
die Gruppe von Auflaufwalzen (88; 89; 93) sowohl Falztrichtern (101; 102; 103) der
einen Gruppe von Falztrichtern (101; 102; 103) als auch Falztrichtern (106; 107; 108)
der anderen Gruppe von Falztrichtern (106; 107; 108) zugeführt sind.
18. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Drucktürme (01) mit jeweils mindestens zwei Druckeinheiten (02) vorgesehen
sind.
19. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit mindestens zwei Paare von jeweils zwei Zylindern (16; 17), nämlich
einen Übertragungszylinder (17) und einen zugeordneten Formzylinder (16), aufweist,
dass die Übertragungs- und Formzylinder (17; 16) mit einer Breite für den Druck von
jeweils sechs axial nebeneinander angeordneten Zeitungsseiten ausgeführt sind, und
dass der nutzbare Ballen des Übertragungszylinders (17) ein Verhältnis zwischen seiner
Länge und seinem Durchmesser von 5,8 bis 8,8 aufweist.
20. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, 15 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit mindestens zwei Paare von jeweils zwei Zylindern (16; 17), nämlich
einen Übertragungszylinder (17) und einen zugeordneten Formzylinder (16), aufweist,
und dass die Übertragungszylinder (17) in einer Druck-An-Stellung mit einem Satellitenzylinder
(18) eine Druckstelle bildend zusammen wirken.
21. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, 15 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit mindestens zwei Paare von jeweils zwei Zylindern (16; 17), nämlich
einen Übertragungszylinder (17) und einen zugeordneten Formzylinder (16), aufweist,
und dass die Übertragungszylinder (17) in einer Druck-An-Stellung paarweise zusammen
wirkend eine Druckstelle bilden.
22. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 19, 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Paare (16; 17) jeweils durch mindestens einen Antriebsmotor (61) mechanisch
unabhängig voneinander angetrieben sind.
23. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch eine Druckeinheit, die einen Übertragungszylinder und einen Formzylinder aufweist,
wobei der Übertragungszylinder (17) und der Formzylinder (16) der Druckeinheit (02)
einen Umfang aufweisen, welcher mindestens zwei in Umfangsrichtung hintereinander
angeordneten stehenden Druckseiten, insbesondere Zeitungsseiten im Broadsheetformat,
entspricht.
24. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übertragungszylinder (17) der Druckeinheit (02) auf drei Abschnitten (AB; CD;
EF) seiner Mantelfläche in axialer Richtung nebeneinander drei Aufzüge (21) aufweist.
25. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formzylinder (16) der Druckeinheit (02) auf sechs Abschnitten (A; B; C; D; E;
F) seiner Mantelfläche in axialer Richtung nebeneinander mindestens drei, insbesondere
sechs, und in Umfangsrichtung jeweils zwei Aufzüge (19) aufweist.
26. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit als Neunzylinder-Satelliten-Druckeinheit (02) ausgeführt ist.
27. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit als H-Druckeinheit mit vier jeweils einen Übertragungs- und einen
Formzylinder (16; 17) aufweisenden Paaren (16, 17) von Zylindern (16; 17) ausgeführt
ist.
28. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übertragungszylinder (17) und ein Formzylinder (16) der Druckeinheit (02) paarweise
zum Antrieb mechanisch gekoppelt sind und mechanisch unabhängig vom zugeordneten Druckzylinder
(18) angetrieben sind.
29. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Paar aus Formzylinder (16) und Übertragungszylinder mittels eines eigenen Antriebsmotors
(61) angetrieben ist und der Druckzylinder (17; 18) einen eigenen Antriebsmotor (61)
aufweist.
30. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer H-Druckeinheit alle vier Paare (16, 17) jeweils einen eigenen Antriebsmotor
(61) aufweisen.
31. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Neunzylinder-Druckeinheit alle vier Paare von Zylindern (16; 17) jeweils
einen eigenen Antriebsmotor (61) aufweisen und der Satellitenzylinder (18) einen eigenen
Antriebsmotor (61) aufweist.
32. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass alle Zylinder (16; 17; 18) der Druckeinheit (02) jeweils einen mechanisch von den
übrigen Zylindern (16; 17; 18) unabhängigen Antriebsmotor (61) aufweisen.
33. Rollenrotationsdruckmaschine nach einem der Ansprüche 28 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb vom Antriebsmotor (61) her über ein Getriebe (62), insbesondere ein Zahnradgetriebe
erfolgt.
34. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass dem Falzapparat (12) eine Gruppe von drei nebeneinander angeordneten Falztrichtern
(101; 102; 103 bzw. 106; 107; 108) vorgeordnet ist.
35. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass drei obere mit jeweils einem von drei unteren Falztrichtern (101; 102; 103; 106;
107; 108) fluchtend angeordnet sind.
36. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 16 und 35, dadurch gekennzeichnet, dass in die Gruppe von Auflaufwalzen (89; 93) einlaufende, übereinander angeordnete Teilbahnen
(03a; 03b; 03c) zu mindesten zwei Strängen (106; 107; 108; 113; 114; 116) mit variabler
Anzahl von Teilbahnen (3a; 3b; 3c) zusammenfaßbar sind, wovon einer einem oberen und
der andere einem unteren Falztrichter (101; 102; 103; 106; 107; 108) zugeführt sind.
37. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der nutzbare Ballen eines Übertragungszylinders (17) einer Druckeinheit eine Länge
von 1.850 bis 2.400 mm aufweist.
38. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der nutzbare Ballen eines Übertragungszylinders (17) einer Druckeinheit einen Umfang
von 850 bis 1.300 mm aufweist.
39. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Messer (128) des Schneidzylinders (127') mit vier Schneidmessern (128) abweichend
von einer äquidistanten Anordnung jeweils abwechselnd um 90°-δ und 90°+δ voneinander
beabstandet sind, wobei δ einen Winkel kleiner als 2° darstellt.
40. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Andrückzylinder (143) vorgesehen ist, welcher in einem Bereich der Produktaufnahme
durch Aufnadeln mittels Punkturnadeln (144) als Widerlager für den Transportzylinder
(123) zusammenwirkend angeordnet ist.
41. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückelement auf der mit den Punkturnadeln zusammen wirkenden Oberfläche Ausnehmungen
zur Aufnahme der Punkturnadeln (144) aufweist.
42. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidzylinder (127; 127') für den Schnitt mit dem Transportzylinder als Widerlager
zusammen wirkt.
1. A web-fed rotary printing press with at least one printing unit (02) for printing
a web (03; 03') with six printed pages arranged axially adjacent to one another and
with one folder (12), characterized in that a conveying cylinder (123) of the folder (12) is designed with a periphery for receiving
at least seven partial lengths of the product which are arranged one behind the other
in the peripheral direction and co-operates with a cutting cylinder (127') which has
four cutting blades (128; 128') arranged one behind the other as viewed in the peripheral
direction.
2. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that seven pin strips (129) are arranged one behind the other in the peripheral direction
as retaining devices (129) on the conveying cylinder (123).
3. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the partial lengths correspond to one length of a newspaper page in each case.
4. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that three strands (109; 111; 112; 113; 114; 116) are capable of being supplied simultaneously
to the conveying cylinder (123) from three formers (101; 102; 103; 106; 107; 108)
arranged adjacent to one another.
5. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that strands (109; 111; 112; 113; 114; 116) with altogether up to seventy-two layers arranged
one above the other are capable of being supplied to the conveying cylinder (123).
6. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the conveying cylinder (123) has seven retaining devices (129) one behind the other
in the peripheral direction.
7. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the folder (12) has two pairs of draw rollers (124) driven separately in each case
in an inlet region.
8. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the folder (12) is driven in a rotating manner by at least one drive motor (36) in
a manner mechanically independent of the printing unit (03).
9. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the conveying cylinder (123), at least one cutting cylinder (127) and a folding-jaw
cylinder (132) of the folder (12) are driven in a rotating manner by a common drive
motor (136) in a manner mechanically independent of the printing unit (03).
10. A web-fed rotary printing press according to Claim 8 or 9, characterized in that a delivery fan (133) is driven in a rotating manner from the cylinders (123; 127;
132) of the folder (12) by way of a drive connexion.
11. A web-fed rotary printing press according to Claim 8 or 9, characterized in that a delivery device (134) is driven by a separate drive motor in a manner mechanically
independent of the cylinders (123; 127; 132) of the folder (12).
12. A web-fed rotary printing press according to Claim 9, characterized in that the drive is carried out on a cutting cylinder (127).
13. A web-fed rotary printing press according to Claim 9, characterized in that the drive is carried out on the conveying cylinder (123).
14. A web-fed rotary printing press according to Claim 9, 10, 11, 12 or 13, characterized in that the drive is carried out from the drive motor (136) to one or more of the cylinders
(123; 127; 132) by way of a gear mechanism.
15. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that a superstructure (04), in which the web (03; 03') is capable of being cut longitudinally
into three web portions (03a; 03b; 03c), and a folder structure (11), which at least
one roller (117; 118) for conveying the web portions (03a; 03b; 03c), provided, and
the printing unit (02), the at least one roller (117; 118) for conveying the web portions
(03a; 03b; 03c) of the folder structure (11) and the folder (12) arranged downstream
are driven in a rotating manner by drive motors (61; 119; 120; 136) in a manner mechanically
independent of one another in each case.
16. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that a folder structure (11), which two groups of at least two formers (101; 102; 103;
106; 107; 108) in each case offset vertically with respect to each other and at least
one group of run-up rollers (88; 89; 93) arranged upstream of the folder structure
(11), is provided.
17. A web-fed rotary printing press according to Claim 16, characterized in that web portions (03a; 03b; 03c; 03c1; 03c2) produced from the two webs (03; 03') are
supplied both to formers (101; 102; 103) of one group of formers (101; 102; 103) and
to formers (106; 107; 108) of the other group of formers (106; 107; 108) by way of
the group of run-up rollers (88; 89; 93).
18. A web-fed rotary printing press according to Claim 16, characterized in that at least two printing towers (01) with at least two printing units (02) in each case
are provided.
19. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the printing unit comprises at least two pairs of two cylinders (16; 17) in each
case, namely a transfer cylinder (17) and an associated forme cylinder (16), the transfer
cylinder and the forme cylinder (17; 16) are designed with a width for printing six
newspaper pages arranged axially adjacent to one another in each case, and the usable
body of the transfer cylinder (17) has a ratio between its length and its diameter
of from 5·8 to 8·8.
20. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, 15 or 19, characterized in that the printing unit comprises at least two pairs of two cylinders (16; 17) in each
case, namely a transfer cylinder (17) and an associated forme cylinder (16), and the
transfer cylinders (17) co-operate in an impression throw-on with a satellite cylinder
(18) so as to form a printing location.
21. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, 15 or 19, characterized in that the printing unit comprises at least two pairs of two cylinders (16; 17) in each
case, namely a transfer cylinder (17) and an associated forme cylinder (16), and the
transfer cylinders (17), co-operating in pairs in an impression throw-on, form a printing
location.
22. A web-fed rotary printing press according to Claim 19, 20 or 21, characterized in that the two pairs (16; 17) are driven in a manner mechanically independent of each other
by at least one drive motor (61) in each case.
23. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized by a printing unit which comprises a transfer cylinder and a forme cylinder, wherein
the transfer cylinder (17) and the forme cylinder (16) of the printing unit (02) have
a periphery which corresponds to at least two vertical printed pages arranged one
behind the other in the peripheral direction, in particular newspaper pages in the
broadsheet format.
24. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that a transfer cylinder (17) of the printing unit (02) has three packings (21) adjacent
to one another in the axial direction on three portions (AB; CD; EF) of its external
face.
25. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that a forme cylinder (16) of the printing unit (02) has at least three, and in particular
six, packings (19) adjacent to one another in the axial direction and two packings
(19) in each case in the peripheral direction on six portions (A; B; C; D; E; F) of
its external face.
26. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the printing unit is constructed in the form of a nine-cylinder satellite printing
unit (02).
27. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the printing unit is constructed in the form of an H-type printing unit with four
pairs (16, 17) of cylinders (16; 17) having one transfer cylinder and one forme cylinder
(16; 17) in each case.
28. A web-fed rotary printing press according to Claim 26, characterized in that a transfer cylinder (17) and a forme cylinder (16) of the printing unit (02) are
coupled mechanically in pairs for driving purposes and are driven in a manner mechanically
independent of the associated impression cylinder (18).
29. A web-fed rotary printing press according to Claim 28, characterized in that the pair comprising the forme cylinder (16) and the transfer cylinder is driven by
means of a separate drive motor (61) and the impression cylinder (17; 18) has a separate
drive motor (61).
30. A web-fed rotary printing press according to Claim 27, characterized in that in the case of an H-type printing unit all four pairs (16, 17) have a separate drive
motor (61) in each case.
31. A web-fed rotary printing press according to Claim 26, characterized in that in the case of a nine-cylinder printing unit all four pairs of cylinders (16; 17)
have a separate drive motor (61) in each case and the satellite cylinder (18) has
a separate drive motor (61).
32. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, 26 or 27, characterized in that all the cylinders (16; 17; 18) of the printing unit (02) have in each case a drive
motor (61) mechanically independent of the rest of the cylinders (16; 17; 18).
33. A web-fed rotary printing press according to any one of Claims 28 to 32, characterized in that the drive from the drive motor (61) is carried out by way of a gear mechanism (62),
in particular a toothed-wheel gear mechanism.
34. A web-fed rotary printing press according to Claim 1 or 16, characterized in that a group of three formers (101; 102; 103 and 106; 107; 108 respectively) arranged
adjacent to one another is arranged upstream of the folder (12).
35. A web-fed rotary printing press according to Claim 34, characterized in that three upper formers are arranged in alignment with one of three lower formers (101;
102; 103; 106; 107; 108) in each case.
36. A web-fed rotary printing press according to Claims 16 and 35, characterized in that web portions (03a; 03b; 03c) running into the group of run-up rollers (89; 93) and
arranged one above the other are capable of being brought together to form at least
two strands (106; 107; 108; 113; 114; 116) with a variable number of web portions
(3a; 3b; 3c), of which one strand is supplied to an upper former and the other is
supplied to a lower former (101; 102; 103; 106; 107; 108).
37. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the usable body of a transfer cylinder (17) of a printing unit has a length of from
1,850 to 2,400 mm.
38. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the usable body of a transfer cylinder (17) of a printing unit has a periphery of
from 850 to 1,300 mm.
39. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the four blades (128) of the cutting cylinder (127') with four cutting blades (128)
are spaced from one another in a manner deviating from an equidistant arrangement
by 90° - δ and 90° + δ alternately in each case, wherein δ represents an angle of
less than 2°.
40. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that a pressing cylinder (143) is provided which is arranged in a region of the product
layout in a manner co-operating by pinning-up by means of pins (144) as abutments
for the conveying cylinder (123).
41. A web-fed rotary printing press according to Claim 40, characterized in that the pressing element has recesses for receiving the pins (144) on the surface co-operating
with the pins.
42. A web-fed rotary printing press according to Claim 1, characterized in that the cutting cylinder (127; 127') with for the cutting co-operates with the conveying
cylinder as an abutment.
1. Machine à imprimer rotative à bobines, comprenant au moins une unité d'impression
(02) pour l'impression d'une bande (03 ; 03'), avec six pages d'impression disposées
les unes à côté des autres axialement, et un appareil de pliage (12), caractérisée en ce qu'un cylindre de transport (123) de l'appareil de pliage (12) est réalisé avec une périphérie
devant recevoir au moins sept longueurs de rame de produit, disposées les unes derrière
l'autre en direction périphérique, et coopère avec un cylindre de coupe (127') présentant
quatre lames de coupe (128 ; 128'), disposées les unes derrière les autres en observant
dans la direction périphérique.
2. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que sept bandes à pointure (129) sont disposées les unes derrière les autres en direction
périphérique, en tant que dispositifs de maintien (129) sur le cylindre de transport
(123).
3. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que les longueurs de rame correspondent chacune à une longueur d'une page de journal.
4. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que trois rames (109 ; 111 ; 112 ; 113 ; 114 ; 116), venant de trois entonnoirs de pliage
(101 ; 102 ; 103 ; 106 ; 107 ; 108) disposés les uns à côté des autres, peuvent être
amenées simultanément au cylindre de transport (123).
5. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que des rames (109 ; 111 ; 112 ; 113 ; 114 ; 116), ayant globalement jusqu'à soixante-douze
couches situées les unes au-dessus des autres, peuvent être amenées au cylindre de
transport (123).
6. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cylindre de transport (123) présente sept dispositifs de maintien (129), les uns
derrière les autres, en direction périphérique.
7. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'appareil de pliage (12) présente deux paires de rouleaux de traction (124), chacune
à entraînement propre, dans une zone d'entrée de l'appareil de pliage (12).
8. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'appareil de pliage (12) est entraîné en rotation mécaniquement, indépendamment
de l'unité d'impression (03), par au moins un moteur d'entraînement (136).
9. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cylindre de transport (123), au moins un cylindre de coupe (127) ainsi qu'un cylindre
à volets de pliage (132) de l'appareil de pliage (12), sont entraînés en rotation,
de façon mécaniquement indépendante de l'unité d'impression (02), par un moteur d'entraînement
(136) commun.
10. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce qu'un moulinet (133) est entraîné en rotation par une liaison d'entraînement, depuis
des cylindres (123 ; 127 ; 132) de l'appareil de pliage (12).
11. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce qu'une sortie (134) est entraînée par un moteur d'entraînement propre, de façon mécaniquement
indépendante des cylindres (123 ; 127 ; 132) de l'appareil de pliage (12).
12. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'entraînement se fait sur un cylindre de découpage (127).
13. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'entraînement se fait sur le cylindre de transport (123).
14. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 9, 10, 11, 12 ou 13,
caractérisée en ce que l'entraînement s'effectue depuis le moteur d'entraînement (136) sur un ou plusieurs
des cylindres (123 ; 127 ; 132), par une transmission.
15. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une superstructure (04), dans laquelle la bande (03 ; 03') est susceptible d'être
découpée longitudinalement en trois bandes partielles (03 ; 03b ; 03c), ainsi qu'une
superstructure de pliage (11) dans laquelle est prévu au moins un rouleau (117 ; 118)
pour transporter les bandes partielles (03a ; 03b ; 03c), et en ce que l'unité d'impression (02), le au moins un rouleau (117 ; 118) pour transporter les
bandes partielles (03a ; 03b ; 03c) de la structure de pliage (11), ainsi que l'appareil
de pliage (12) installé en aval, sont entraînés en rotation, de façon chaque fois
mécaniquement indépendants les uns des autres, par des moteurs d'entraînement (61
; 119 ; 120 ; 136).
16. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'est prévue une structure de pliage (11), présentant deux groupes, décalés verticalement
l'un par rapport à l'autre, de chaque fois au moins deux entonnoirs de pliage (101
; 102 ; 103 ; 107 ; 106 et 108), et au moins un groupe, disposé en amont de la structure
de pliage (11), de rouleaux de franchissement (88 ; 89 ; 93).
17. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 16, caractérisée en ce que des bandes partielles (03a ; 03b ; 03c ; 03c1 ; 03c2), produites à partir des deux
bandes (03 ; 03'), sont susceptible d'être amenées par le groupe de rouleaux de franchissement
(88 ; 89 ; 93), tant à des entonnoirs de pliage (101 ; 102 ; 103) d'un groupe d'entonnoirs
de pliage (101 ; 102 ; 103), qu'également à des entonnoirs de pliage (106 ; 107 ;
108) de l'autre groupe d'entonnoirs de pliage (106 ; 107 ; 108).
18. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 16, caractérisé en ce qu'au moins deux tours d'impression (01), ayant chacune au moins deux unités d'impression
(02), sont prévues.
19. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité d'impression présente au moins deux paires de chacune deux cylindres (16
; 17), précisément un cylindre de transfert (17) et un cylindre de forme (16) associé,
en ce que les cylindres de transfert et de forme (16 ; 17) sont réalisés avec une largeur pour
l'impression de chaque fois six pages de journal disposées axialement les unes à côté
des autres, et en ce que le corps utilisable du cylindre de transfert (17) présente un rapport, entre sa longueur
et son diamètre, compris entre 5,8 à 8,8.
20. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, 15 ou 19, caractérisée en ce que l'unité d'impression présente au moins deux paires de chaque fois deux cylindres
(16 ; 17), précisément un cylindre de transfert (17) et un cylindre de forme (16)
associé, et en ce que les cylindres de transfert (17), en une position d'application de pression, coopèrent
avec un cylindre satellite (18) en formant un point d'impression.
21. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, 15 ou 19, caractérisée en ce que l'unité d'impression présente au moins deux paires de chaque fois deux cylindres
(16 ; 17), précisément un cylindre de transfert (17) et un cylindre de forme (16)
associé, et en ce que les cylindres de transfert (17) forment, en une position d'application de pression,
en coopérant par paire, un point d'impression.
22. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 19, 20 ou 21, caractérisée en ce que les deux paires (16 ; 17) sont entraînées, de façon mécaniquement indépendantes les
unes des autres, chaque fois par au moins un moteur d'entraînement (61).
23. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée par une unité d'impression, présentant un cylindre de transfert et un cylindre de forme,
le cylindre de transfert (17) et le cylindre de forme (16) de l'unité d'impression
(02) présentant une circonférence correspondant au moins à deux pages d'impression
verticales, disposées l'une derrière l'autre, dans la direction périphérique, en particulier
des pages de journaux au format broadsheet.
24. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un cylindre de transfert (17) de l'unité d'impression (02) présente trois habillages
(21), disposés les uns à côté des autres, en direction axiale, sur trois rames (AB
; CD ; EF) de sa surface d'enveloppe.
25. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un cylindre de forme (16) de l'unité d'impression (02) présente, sur six rames (A
; B ; C ; D ; E ; F) de sa surface d'enveloppe, les uns à côté des autres, en direction
axiale, au moins trois, en particulier six, et en direction périphérique chaque fois,
deux habillages (19).
26. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité d'impression est réalisée sous la forme d'unité d'impression satellite à
neuf cylindres (02).
27. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité d'impression est réalisée sous la forme d'unité d'impression en H, avec quatre
paires (16 ; 17) de cylindres (16, 17), présentant chacune un cylindre de transfert
et un cylindre de forme (16 ; 17).
28. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 26, caractérisée en ce qu'un cylindre de transfert (17) et un cylindre de forme (16) de l'unité d'impression
(02) sont couplés mécaniquement par paire pour l'entraînement et sont entraînés, de
façon mécaniquement indépendante, du cylindre d'impression (18) associé.
29. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 28, caractérisée en ce que la paire de cylindres de forme (16) et de cylindres de transfert est entraînée au
moyen d'un moteur d'entraînement (61) propre, et le cylindre d'impression (17 ; 18)
présente un moteur d'entraînement (61) propre.
30. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 27, caractérisée en ce que, dans le cas d'une unité d'impression en H, la totalité des quatre paires (16, 17)
présentent chacune un moteur d'entraînement (61) propre.
31. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 26, caractérisée en ce que, dans le cas d'une unité d'impression à neuf cylindres, la totalité des quatre paires
de cylindres (16 ; 17) présentent chacune un moteur d'entraînement (61) propre, et
le cylindre satellite (18) présente un moteur d'entraînement (61) propre.
32. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, 26 ou 27, caractérisée en ce que tous les cylindres (16 ; 17 ; 18) de l'unité d'impression (02) présentent chacun
un moteur d'entraînement (61), mécaniquement indépendant des autres cylindres (16
; 17 ; 18).
33. Machine à imprimer rotative à bobines selon l'une des revendications 28 à 32, caractérisée en ce que l'entraînement s'effectue par le moteur d'entraînement (61), ici par une transmission
(62), en particulier une transmission à roues dentées.
34. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1 ou 16, caractérisée en ce que, en aval de l'appareil de pliage (12), est disposé un groupe de trois entonnoirs
de pliage (101 ; 102 ; 103 ou 106 ; 107 ; 108) disposés les uns à côté des autres.
35. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 34, caractérisée en ce que trois entonnoirs de pliage (101 ; 102 ; 103 ; 106 ; 107 ; 108) supérieurs sont disposés
en alignement avec trois autres inférieurs.
36. Machine à imprimer rotative à bobines selon les revendications 16 et 35, caractérisée en ce que des bandes partielles (03 ; 03b ; 03c), disposées les unes au-dessus des autres,
entrant dans le groupe de rouleaux de franchissement (89 ; 93), peuvent être regroupées,
pour former au moins deux rames (106 ; 107 ; 108 ; 113 ; 114 ; 116) ayant un nombre
variable de bandes partielles (3a ; 3b ; 3c), dont l'une est amenée à un entonnoir
de pliage supérieur et l'autre à un entonnoir de pliage inférieur (101 ; 102 ; 103
; 106 ; 107 ; 108).
37. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps utilisable d'un cylindre de transfert (17) d'une unité d'impression présente
une longueur de 1850 à 2400 mm.
38. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps utilisable d'un cylindre de transfert (17) d'une unité d'impression présente
une circonférence de 850 à 1300 mm.
39. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que les quatre lames (128) du cylindre de découpage (127') sont espacées les unes des
autres, chaque fois alternativement, de 90° -δ et 90° +δ, en s'écartant d'un agencement
équidistant, δ étant un angle inférieur à 2°.
40. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un cylindre de pressage (143) est prévu, disposé en coopérant dans une zone de la
réception de produit, par aiguilletage, au moyen d'aiguille de pointure 144 en tant
que contre appui pour le cylindre de transport (123).
41. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 40, caractérisée en ce que l'élément de pressage présente, sur la surface coopérant avec les aiguilles de pointure,
des évidements devant recevoir les aiguilles de pointure (144).
42. Machine à imprimer rotative à bobines selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cylindre de découpage (127 ; 127') pour la coupe coopère avec le cylindre de transport
en tant que contre-appui