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(11) |
EP 1 594 785 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.06.2006 Patentblatt 2006/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.02.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/001571 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/074155 (02.09.2004 Gazette 2004/36) |
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VORRICHTUNG ZUM HERSTELLEN UND AUFWICKELN SYNTHETISCHER FÄDEN
DEVICE FOR PRODUCING AND WINDING SYNTHETIC THREADS
DISPOSITIF POUR FABRIQUER ET ENROULER DES FILS SYNTHETIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE IT LI |
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Priorität: |
21.02.2003 DE 10307500
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.11.2005 Patentblatt 2005/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Saurer GmbH & Co. KG |
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41069 Mönchengladbach (DE) |
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Erfinder: |
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- KIRCHHOFF, Bernd
24537 Neumünster (DE)
- ARETZ, Bernd
63110 Rodgau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Herzog Fiesser
Karlstrasse 76 40210 Düsseldorf 40210 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 845 550 DE-C- 862 207 US-B1- 6 439 498
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WO-A-96/09425 US-A- 2 249 988
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen und Aufwickeln synthetischer
Fäden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Vorrichtungen zum Herstellen und Aufwickeln von mehreren synthetischen
Fäden, die eine Spinneinrichtung mit mehreren Spinndüsen, eine Behandlungseinrichtung
und eine Aufwickeleinrichtung mit mehreren Wickelstellen enthalten, sind allgemein
bekannt. Hierbei wird in der Spinneinrichtung eine Polymerschmelze mittels eines Schmelzeerzeugers
auf mehrere Spinndüsen verteilt. In den Spinndüsen wird die Polymerschmelze unter
Druck jeweils zu strangförmigen Filamentbündeln extrudiert, die nach der Abkühlung
zu einem Faden zusammengeführt werden. Die Fäden durchlaufen danach gemeinsam eine
Behandlungseinrichtung, um bestimmte physikalischen Eigenschaften der Fäden zu erhalten.
Nach der Behandlung werden die Fäden einzeln zu Spulen aufgewickelt. Die Fäden werden
innerhalb der Vorrichtung entsprechend der Ausführungen der einzelnen Einrichtungen
mit unterschiedlichen Abständen zueinander geführt. So ist beispielsweise aus der
EP 0 845 550 bekannt, daß der Abstand zwischen den Fäden beim Spinnen, beim Behandeln
und beim Aufwickeln jeweils unterschiedlich ausgebildet ist. So ist es erforderlich,
daß die Fäden nach der Behandlung zum Aufwickeln zu einem größeren Fadenabstand aufgespreizt
werden, so daß die Ablaufverhältnisse der Fäden von einer der Aufwickeleinrichtung
unmittelbar vorgeordneten Führungswalze von Faden zu Faden unterschiedlich sind. Insbesondere
in den Fällen, bei welchem die Fäden in der Behandlungseinrichtung eine Kräuselung
erhalten, kann sich eine Aufspreizung und die damit verbundenen Reibwerte durch Fadenführer
und die unterschiedlichen Ablaufverhältnisse unmittelbar in den Qualitätsdaten der
Kräuselgarne negativ auswirken.
[0003] Um nach der Behandlung die Fäden möglichst unter gleichen Auslenkbedingungen auf
die einzelnen Wickelstellen der Aufwickeleinrichtung zu verteilen, sind im Stand der
Technik nur Vorrichtungen bekannt, bei welcher die in der Aufwickeleinrichtung vorgeordnete
Führungswalze in ihrer Länge derart bemessen ist, daß die Fäden im wesentlichen nach
der Behandlung parallel zu der Aufwickeleinrichtung geführt werden können. Derartige
Vorrichtungen wie beispielsweise aus der WO96/09425 bekannt, besitzen jedoch den Nachteil,
daß die Aggregate zur Behandlung und Führung der Fäden auf einen durch die Wickelstellen
vordefinierten Fadenabstand ausgelegt werden müssen. Damit sind lang auskragende sowie
sehr breite Behandlungsaggregate erforderlich, die insbesondere eine schlechte Bedienfähigkeit
zur Folge haben.
[0004] Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Herstellen und Aufwickeln
synthetischer Fäden der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei welcher die Fäden im
wesentlichen unter gleichen Bedingungen von einem durch eine Behandlungseinrichtung
bedingten kleinen Fadenabstand zu einem durch eine Aufwickeleinrichtung bedingten
größeren Fadenabstand geführt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Führungswalze zur Führung
der Fäden mit der Walzenachse vertikal ausgerichtet und seitlich neben den Fadenführern
derart angeordnet ist, so daß die Fäden zwischen der Führungswalze und den Fadenführern
im wesentlichen parallel führbar sind. Dadurch erfolgt die Zuführung der Fäden durch
die Führungswalze parallel zur Längsachse der Aufwickeleinrichtung bis zu den den
Wickelstellen zugeordneten Fadenführern. An den Fadenführern wird jeder der Fäden
um ca. 90° umgelenkt, um in die Wickelstellen einzulaufen. Jeder der Fäden wird somit
zwischen der Führungswalze und der Wickelstelle unter identischen Bedingungen geführt.
Der Fadenabstand der Fäden an der Führungswalze, der sich vorteilhaft an der vorgeschalteten
Behandlungseinrichtung orientiert, läßt sich somit unabhängig von dem Abstand der
Wickelstellen zueinander wählen. Selbst große Unterschiede in den Fadenabständen zwischen
der Behandlungseinrichtung und der Aufwickeleinrichtung lassen sich durch gleiche
Umschlingungsverhältnisse an jedem Faden vorteilhaft überbrücken.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der Unteransprüche definiert.
[0007] Um die Fäden möglichst reibungsarm von der Führungswalze auf die Wickelstellen zu
verteilen, sind gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Fadenführer
durch frei drehbare Umlenkrollen gebildet. Hierbei können die Umlenkrollen zur Realisierung
eines parallelen Fadenlaufes zwischen den Fadenführern und der Führungswalze jeweils
auf gleiche Höhe mit den von der Führungswalze ablaufenden Fäden angeordnet sein.
Es ist jedoch auch möglich, daß die Umlenkrollen auf einer gemeinsamen Höhe angeordnet
sind.
[0008] Zur Einstellung bestimmter Fadenspannungszustände an den Fäden ist die Weiterbildung
der Erfindung besonders geeignet, bei welcher die Umlenkrollen einzeln oder in Gruppen
antreibbar ausgebildet sind. Somit läßt sich insbesondere ein für das Aufwickeln der
Fäden günstiger Fadenspannungsabbau betreiben.
[0009] Der Führungswalze ist vorzugsweise eine gleich ausgerichtete Beilaufwalze zugeordnet,
so daß die Fäden in mehren Umschlingungen an der Führungswalze führbar sind. Damit
können insbesondere hohe Abzugskräfte zum Abziehen der Fäden aufgebracht werden. So
könnte beispielsweise die Fäden unmittelbar aus der Spinneinrichtung abgezogen und
der Aufwickeleinrichtung zugeführt werden. Andererseits führen die höheren Fadenspannungen
zu einem sicheren und ruhigen Lauf der Fadenschar am Umfang der Führungswalze.
[0010] Die vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung, bei welcher die Fadenführer unmittelbar
den Wickelstellen derart vorgeordnet sind, daß im Fadenlauf jedem der Fadenführer
eine Changiereinheit der Wickelstelle folgt, zeichnet sich durch eine kompakte und
kurze Bauweise aus. Hierbei läßt sich vorteilhaft die Antrieb-und Steuerungstechnik
der Führungswalze mit der Antriebs- und Steuerungstechnik der Aufspulmaschine zu einer
Einheit verbinden.
[0011] Um die vertikale Ausrichtung der Vorrichtung zum Herstellen und Aufwickeln synthetischer
Fäden beibehalten zu können, ist gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung im Fadenlauf vor der Führungswalze eine Umlenkeinrichtung zur Veränderung
des Fadenlaufs der Fäden um vorzugsweise einen Winkel von 90° angeordnet. Damit besteht
die Möglichkeit, unabhängig von den vorgeordneten Spinneinrichtungen und Behandlungseinrichtungen
eine Verteilung unter Berücksichtigung identischer Umschlingungsverhältnisse vornehmen
zu können.
[0012] Die Umlenkeinrichtung läßt sich durch Fadenführungselemente oder vorteilhaft durch
eine oder mehrere schräg zwischen der Fadenzulaufrichtung und Fadenablaufrichtung
angeordneten Führungsrollen bilden. Damit läßt sich insbesondere eine reibungsarme
Richtungsveränderung der Fadenschar umsetzen.
[0013] Die der Führungswalze vorgeordnete Behandlungseinrichtung läßt sich durch beliebige
eine Behandlung an den Fäden durchführendes Behandlungsaggregat bilden. So könnte
beispielsweise die Behandlungseinrichtung durch eine Tangelvorrichtung gebildet sein,
die zur Verbesserung des Fadenschlußes an jedem der Fäden eine Verwirbelung erzeugt.
[0014] In vielen Fällen ist es jedoch erforderlich, daß die hergestellten synthetischen
Fäden eine bestimmte Orientierung aufweisen. Hierzu ist die Behandlungseinrichtung
als ein Streckwerk ausgebildet, welches die frisch gesponnenen Fäden vor dem Aufwickeln
verstreckt.
[0015] Alternativ oder zur weiteren Behandlung läßt sich die Behandlungseinrichtung durch
eine Kräuselvorrichtung und ein der Kräuselvorrichtung nachgeordnetes Abzugswerk ausbilden.
Derartige Behandlungseinrichtungen sind besonders geeignet, um synthetische Kräuselgarne
herzustellen.
[0016] Zur Erhöhung der Integration der einzelnen Aggregate innerhalb der Vorrichtung läßt
sich die Führungswalze auch unmittelbar als letzte Galette des Streckwerkes oder als
letzte Galette des Abzugswerkes ausbilden.
[0017] Dabei besteht die Möglichkeit, daß beispielsweise die Galetten oder Galetteneinheit
des Streckwerkes oder die Galetten oder Galetteneinheiten des Abzugswerkes mit ihren
Längsachsen im wesentlichen vertikal ausgerichtet sind.
[0018] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand einiger Ausführungsbeispiele gemäß den
beigefügten Figuren nachfolgend näher erläutert.
[0019] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 2
- schematisch eine Draufsicht der Aufwickeleinrichtung des Ausführungsbeispiels aus
Fig. 1
- Fig.3
- schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Behandlungseinrichtung
- Fig. 4
- schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Behandlungseinrichtung
- Fig. 5
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
[0020] In den Fig. 1 und 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in mehreren Ansichten dargestellt. In Fig. 1 ist das Ausführungsbeispiel in einer
Seitenansicht gezeigt. Fig. 2 zeigt schematisch eine Draufsicht der Aufwickeleinrichtung
mit vorgeordneter Führungswalze der Vorrichtung aus Fig. 1. Die nachfolgende Beschreibung
gilt, soweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, für beide
Figuren.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung setzt sich aus einer Spinneinrichtung 1, einer Behandlungseinrichtung
7 und einer Aufwickeleinrichtung 16 zusammen, wobei in dem Übergang zwischen der Behandlungseinrichtung
7 und der Aufwickeleinrichtung 16 eine Führungswalze 12 angeordnet ist. Die Spinneinrichtung
1 enthält einen beheizten Spinnbalken 2, der über eine Schmelzezuführung 3 mit einer
hier nicht dargestellten Schmelzequelle, beispielsweise einem Extruder, verbunden
ist. Dabei können mehrere Spinneinrichtungen einer gemeinsamen Schmelzequelle zugeordnet
sein, wobei die Spinneinrichtungen parallel nebeneinander aufgestellt sein könnten.
Der Spinnbalken 2 weist auf einer Unterseite mehrere Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 auf.
Die Anordnung der Spinndüsen sowie die Anzahl der Spinndüsen ist beispielhaft. So
lassen sich eine Mehrzahl von Spinndüsen auch in mehreren Reihen oder kreisförmigen
Anordnungen auf der Unterseite des Spinnbalkens anbringen.
[0022] Jede der Spinndüsen 4.1 bis 4.3 besitzt eine Vielzahl von Düsenbohrungen, um aus
einer über die Schmelzezuführung zugeführte Polymerschmelze jeweils ein Filamentbündel
eines multifilen Fadens 6.1 bis 6.3 zu extrudieren. Unterhalb des Spinnbalkens 2 ist
ein Kühlschacht 5 vorgesehen, durch welche die Filamentbündel zum Zwecke der Abkühlung
geführt werden. Dazu wird in dem Kühlschacht 5 vorzugsweise ein Kühlluftstrom durch
eine hier nicht näher dargestellte Anblasung erzeugt. Im Auslaßliereich des Kühlschachtes
5 ist eine Präparationseinrichtung 9 und mehrere Fadenführer 8.1 bis 8.3 angeordnet,
um die Filamentbündel zu den jeweiligen Fäden 6.1 bis 6.3 zusammenzuführen. Die Präparationseinrichtung
9 ist hierbei beispielhaft als eine Walzenpräparationseinrichtung dargestellt, bei
welcher die Filamentstränge am Umfang einer Walze geführt werden. Die Oberfläche der
Walze ist mit einem Präparationsmittel benetzt. Es können auch andere Systeme wie
eine Stiftpräparation oder Düsenpräparation eingesetzt werden.
[0023] Der Spinneinrichtung 1 ist die Behandlungseinrichtung 7 nachgeordnet, die vorzugsweise
zumindest eine Abzugsgalette aufweist, durch welche die Fäden gemeinsam aus der Spinneinrichtung
1 abgezogen werden. Die Fäden 6.1 bis 6.3 durchlaufen die Behandlungseinrichtung 7
im wesentlichen im parallelen Lauf, wobei der Fadenabstand durch einen der Behandlungseinrichtung
7 zugeordneten Fadenführerleiste 10 bestimmt ist. Die Fäden 6.1, 6.2 und 6.3 werden
zwischen den Fadenführern 8.1 bis 8.3 und der Fadenführerleiste 10 somit zu einem
engeren Fadenabstand zusammengerafft.
[0024] Die Behandlungseinrichtung 7 ist in diesem Ausführungsbeispiel nicht näher erläutert
und kann durch beliebige Behandlungsaggregate ausgebildet sein. Die Beschaffenheit
der Behandlungseinrichtung 7 hängt im wesentlichen von dem herzustellenden Fadentyp
ab. So lassen sich gekräuselte und ungekräuselte Fäden sowie teilverstreckte oder
vollverstreckte Fäden herstellen. Insbesondere ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
für das BCF-Verfahren sowie das FDY-Verfahren und ähnliche Verfahren gut geeignet.
Im nachfolgenden werden einige Ausführungsbeispiele der Behandlungseinrichtung 7 noch
näher beschrieben.
[0025] Nach der Behandlung müssen die Fäden 6.1 bis 6.3 zu den einzelnen Wickelstellen 17.1,
17.2 und 17.3 der Aufwickeleinrichtung 16 geführt werden. Dabei ist der Abstand zwischen
zwei benachbarten Wickelstellen 17.1 und 17.2 wesentlich größer als der Fadenabstand
der Fäden 6.1 und 6.2 in der Behandlungseinrichtung 7. Um jeden der Fäden 6.1, 6.2
und 6.3 unter gleichen Bedingungen und gleichen Fadenführungsverhältnissen von der
Behandlungseinrichtung 7 zu der Aufwickeleinrichtung 16 zu führen, ist der Behandlungseinrichtung
7 im Fadenlauf eine Umlenkeinrichtung 11 angeordnet.
[0026] Die Umlenkeinrichtung 11 ist hierbei durch eine Umlenkrolle 35 gebildet, an dem die
Fadenschar mit den Fäden 6.1 bis 6.3 in ihrer Fadenlaufrichtung um 90° umgelenkt wird.
Die Umlenkrolle 35 weist vorzugsweise pro Faden eine Führungsnut auf. Seitlich neben
der Umlenkeinrichtung 11 ist eine angetriebene Führungswalze 12 angeordnet. Die Führungswalze
12 ist mit ihrer Längsachse vertikal ausgerichtet. Der Antrieb der Führungswalze 12
erfolgt durch den Walzenantrieb 13. Der Führungswalze 12 ist eine frei drehbare Beilaufwalze
14 zugeordnet, damit die Fadenschar mit den Fäden 6.1 bis 6.2 nach Umlenkung in mehreren
Umschlingungen am Umfang der Führungswalze 12 geführt werden können.
[0027] Unterhalb der Umlenkeinrichtung 11 und seitlich neben der Führungswalze 12 sind drei
den Wickelstellen 17.1 bis 17.3 zugeordnete Umlenkrollen 15.1, 15.2 und 15.3 angeordnet.
Die Umlenkrollen 15.1, 15.2 und 15.3 sind jeweils auf die Längsmitte der Wickelstellen
17.1, 17.2 und 17.3 ausgerichtet. Die Umlenkrollen 15.1, 15.2 und 15.3 sind frei drehbar
ausgebildet. Um die Fadenschar mit den Fäden 6.1 bis 6.3 zwischen der Führungswalze
12 und den Umlenkrollen 15.1, 15.2 und 15.3 parallel zu führen, sind die Umlenkrollen
15.1, 15.2 und 15.3 jeweils auf gleicher Höhe mit den von der Führungswalze 12 ablaufenden
Fäden 6.1,6.2 und 6.3 angeordnet.
[0028] Im Fadenlauf sind den Umlenkrollen 15.1 bis 15.3 pro Wickelstelle 17.1, 17.2 und
17.3 jeweils ein Kopffadenführer 18 und eine Changiereinrichtung 20 nachgeordnet.
Unterhalb der Changiereinrichtung 20 ist eine Andrückwalze 21 vorgesehen, die an den
Oberflächen der an einer Spulspindel 19 gebildeten Spulen 22 liegt. Die Spulspindel
19 ist vorzugsweise derart angetrieben, daß die Fäden 6.1 bis 6.3 vorzugsweise mit
konstanter Aufwickelgeschwindigkeit zu den Spulen 22 aufgewickelt werden.
[0029] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Fadenschar mit den Fäden
6.1 bis 6.3 nach dem Spinnen mit einem geringem Absand B zur Behandlung geführt. Der
Fadenabstand B, der als Behandlungsabstand bezeichnet wird, richtet sich nach Anzahl
der Fäden und nach Art und Weise der Behandlung, die an der Fadenschar durchzuführen
ist So können beispielsweise 2, 4, 6 oder 8 Fäden gleichzeitig behandelt werden. Der
Behandlungsabstand B ist jedoch in der Regel wesentlich kleiner als der Fadenabstand
zwischen zwei benachbarten Fäden in der Aufwickeleinrichtung. Dieser Fadenabstand
W wird hierbei als Wickelabstand bezeichnet. Der Wickelabstand W gibt somit ein Maß
für die Teilung der Wickelstellen 17.1 bis 17.3 in der Aufwickeleinrichtung 16 an.
Um die Fadenschar aus der Führung mit dem Behandlungsabstand B möglichst ohne unterschiedliche
Fadenführungen der einzelnen Fäden zu den Wickelstellen 17.1 bis 17.3 mit dem Wickelabstand
W überzuleiten, wird die Fadenschar auf die vertikal ausgerichtete Führungswalze 12
mit der Beilaufwalze 14 geführt. Die Umlenkung der Fadenschar erfolgt dabei durch
die Umlenkeinrichtung 11, wobei die Fäden 6.1 bis 6.2 im wesentlichen mit dem Behandlungsabstand
B geführt werden. So wird die Führungswalze 12 von der Fadenschar mehrfach umschlungen,
wobei der Fadenabstand B im wesentlichen konstant bleibt. Nach Ablauf werden die Fäden
6.1 bis 6.3 parallel geführt und nacheinander auf die einzelnen Umlenkrollen 15.1
bis 15.3 verteilt, um in die zugeordneten Wickelstellen 17.1 bis 17.3 geführt zu werden.
In den Wickelstellen 17.1 bis 17.3 werden die Fäden 6.1 bis 6.3 jeweils zu Spulen
22 aufgewickelt.
[0030] Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist grundsätzlich für jede Art der Behandlung der Fäden geeignet. Hierbei läßt sich
die Umlenkeinrichtung 11 und die Führungswalze 12 vorteilhaft auch in den Behandlungsprozeß
integrieren. Da nicht alle Behandlungsvarianten bei der Herstellung von synthetischen
Fäden an dieser Stelle aufgezeigt werden können, sind nachfolgend in den Figuren 3
und 4 einige der wichtigsten Beispiele einer Behandlungseinrichtung gezeigt.
[0031] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 zeigt ein Streckwerk 23. Das Streckwerk 23 wird
aus einer Abzugsgalette 24 und einer Streckgalette 25 gebildet. Der Abzugsgalette
sowie der Streckgalette ist jeweils eine Überlaufrolle 26 zugeordnet, so daß die Fadenschar
in mehreren Umschlingungen an der Abzugsgalette 24 und der Streckgalette 25 geführt
werden. Zum Verstrecken der Fadenschar wird die Abzugsgalette 24 und die Streckgalette
25 mit einer Geschwindigkeitsdifferenz angetrieben. Hierzu werden die Abzugsgalette
24 und die Streckgalette 25 durch jeweils einen Galettenantrieb 37 angetrieben. Die
Fäden werden während der Behandlung mit dem Behandlungsabstand B geführt.
[0032] In Fig. 4 ist eine weitere Alternative einer Behandlungseinrichtung 7 dargestellt,
wie sie beispielsweise in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 einsetzbar wäre. Das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 umfaßt eine Abzugsgalette 24, ein Streckwerk 23, eine
Kräuselvorrichtung 27 und ein Abzugswerk 30. Das Streckwerk 23 wird hierbei durch
zwei angetriebene Streckgaletten 25.1 und 25.2 gebildet. Dem Streckwerk 23 ist eine
Kräuselvorrichtung 27 nachgeordnet, die aus einer Texturierdüse 28 und einer Kühltrommel
29 besteht. Hierbei wird aus jedem einzelnen Faden der Fadenschar ein Fadenstopfen
31 gebildet, der am Umfang der Kühltrommel 29 abgelegt und gekühlt wird. Nach der
Abkühlung wird jeder der so gebildeten Fadenstopfen 31 durch das Abzugswerk 30 zu
einem gekräuselten Faden abgezogen. Das Abzugswerk 30 ist durch eine angetriebene
Galette 33 und eine zugeordnete Überlaufrolle 26 gebildet. Die in Fig. 4 dargestellte
Behandlungseinrichtung ist somit geeignet, um Kräuselgarne herzustellen. Da derartige
Kräuselgarne nach dem Spinnen und Aufwickeln unmittelbar einer Weiterverarbeitung
zu einem flächigem Gebilde beispielsweise einem Teppich verwendet werden, müssen einerseits
die Fäden zu identischen Spulen gewickelt werden und andererseits die Fäden möglichst
identische Kennwerte aufweisen. Für derartige Behandlungseinrichtungen ist daher die
erfindungsgemäße Vorrichtung besonders bevorzugt geeignet.
[0033] In Fig. 5 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt,
wie sie beispielsweise aus einer Integration des Ausführungsbeispiels der Bearbeitungseinrichtung
nach Fig. 4 mit dem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtungen nach Fig.
1 gebildet sein könnte. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist die Spinneinrichtung
identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ausgeführt, so daß auf eine erneute
Darstellung verzichtet werden konnte. Gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
1 ist jedoch die Ausrichtung der Spinneinrichtung um 90° versetzt, so daß die Spinnebene
quer zur Längsachse der Aufwickeleinrichtung 16 läuft.
[0034] Die zur Behandlung und Führung der Fadenschar vorgesehenen Aggregate werden anhand
des Fadenlaufs nacheinander beschrieben. Zunächst wird die Fadenschar durch eine erste
Abzugsgalette 24.1 von der Spinneinrichtung abgezogen. Der Abzugsgalette 24.1 ist
eine Vortangeleinrichtung 32 und eine zweite Abzugsgalette 24.2 nachgeordnet. Der
zweiten Abzugsgalette 24.2 folgt ein Streckwerk 23, das durch die Streckgaletten 25.1
und 25.2 gebildet ist. Dem Streckwerk 23 ist die Kräuselvorrichtung 27 nachgeordnet,
die aus der Texturierdüse 28 und der Kühltrommel 29 besteht. Der Kühltrommel 29 ist
eine Umlenkeinrichtung 11 bestehend aus jeweils mehreren frei drehbaren Führungsrollen
36. Jede der Führungsrollen 36 ist einem der Fäden 6.1 bis 6.3 zugeordnet. Der Umlenkeinrichtung
11 folgt ein Abzugswerk 30, das aus einer Abzugsgalette 33 und der Führungswalze 12
gebildet ist. Die Abzugsgalette 33 und die Führungswalze 12 sind vertikal ausgerichtet,
wobei im Fadenlauf zwischen der Abzugsgalette 33 und der Führungswalze 12 eine Tangelvorrichtung
34 angeordnet ist. Der Abzugsgalette 33 ist der Galettenantrieb 37 und der Führungswalze
12 der Walzenantrieb 13 zugeordnet. Der Abzugsgalette 33 ist eine hier nicht dargestellte
Überlaufrolle zugeordnet, so daß die Fadenschar in mehreren Umschlingungen am Umfang
der Abzugsgalette 33 geführt werden. Ebenso ist der Führungswalze 12 die Beilaufwalze
zugeordnet, die ebenfalls nicht dargestellt ist.
[0035] Seitlich neben der Führungswalze 12 sind die Umlenkrollen 15.1 bis 15.3 auf gleicher
Höhe nebeneinander angeordnet. Den Umlenkrollen 15.1 bis 15.3 sind die Wickelstellen
17.1 bis 17.3 der Aufwickeleinrichtung 16 zugeordnet. Dabei folgt im Fadenlauf den
Umlenkrollen 15.1 bis 15.3 unmittelbar die Changiereinrichtung 20, so daß die Umlenkrollen
15.1 bis 15.2 das Ende des Changierdreiecks darstellen.
[0036] Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
werden die Fäden 6.1 bis 6.3 nach dem Spinnen und Abkühlen zunächst von der Abzugsgalette
24.1 abgezogen und anschließend in der Vortangeleinrichtung 32 verwirbelt. Die Vortangeleinrichtung
32 läßt sich auch vorteilhaft vor der Abzugsgalette 24.1 anordnen. Nach dem Verwirbeln
der einzelnen Fäden werden diese durch die Abzugsgalette 24.2 in die Streckzonen zum
Verstrecken geführt. Hierzu sind die Streckgalette 25.1 und 25.2 mit unterschiedlicher
Umfangsgeschwindigkeit angetrieben. Nach dem Verstrecken werden die Fäden separat
texturiert und zu jeweils einem Fadenstopfen 31 aufgestaucht. Nach Abkühlung der Fadenstopfen
31 werden die Fäden 6.1 bis 6.3 von der Abzugsgalette 33 vom Umfang der Kühltrommel
29 abgezogen. Dabei erfolgt eine Umlenkung der Fadenschar durch die Umlenkeinrichtung
11. Der Fadenlauf der Fäden wird um ca. 90° gedreht, so daß die Fadenschar mit im
wesentlichen gleichbleibenden Behandlungsabstand B am Umfang der Abzugsgalette 33
und der Führungswalze 12 parallel geführt werden. Die nach der Texturierung gekräuselten
Fäden 6.1 bis 6.3 werden vor dem Aufwickeln durch die Tangelvorrichtung 34 nochmals
verwirbelt.
[0037] Die Verteilung der Fäden 6.1 bis 6.3 auf die einzelnen Wickelstellen 17.1 bis 17.3
erfolgt über die Umlenkrollen 15.1 bis 15.3. Hierzu werden die Fäden parallel zur
Längsachse der Aufwickeleinrichtung 16 von der Führungswalze 12 abgezogen und an den
jeweiligen Umlenkrollen 15.1 bis 15.3 um ca. 90° umgelenkt. Damit der parallele Fadenlauf
am Umfang der Führungswalze 12 bis zum Ablauf der Fäden 6.1 bis 6.3 ungestört ist,
ist der Führungswalze 12 eine Fadenführungsleiste 10 nachgeordnet, durch welche die
Separierung der Fäden 6.1 bis 6.3 gewährleistet ist. Danach werden die Fäden 6.1 bis
6.3 zu den in einer gemeinsamen Ebene liegenden Umlenkrollen 15.1 bis 15.3 geführt.
[0038] Der Aufbau und die Anordnung der einzelnen Aggregate der dargestellten Ausführungsbeispiele
sind beispielhaft. Grundsätzlich läßt sich die Behandlung der Fäden und die Führung
der Fäden noch durch weitere hier nicht dargestellte Einrichtungen wie beispielsweise
zusätzliche Galetten, Heizeinrichtungen oder Verwirbelungseinrichtungen oder Führungselemente
ergänzen. Wesentlich hierbei ist, daß der Aufwickeleinrichtung zur Verteilung der
Fäden auf die einzelnen Wickelstellen jeweils eine Umlenkrolle und eine vertikal ausgerichtete
Führungswalze zugeordnet ist. Hierbei läßt sich die Führungswalze auch als letzte
Galette eines Abzugwerkes integrieren. Zudem könnte beispielsweise eine zusätzliche
Behandlung der Fäden dadurch erreicht werden, daß die den Wickelstellen vorgeordneten
Umlenkrollen einzeln oder in Gruppen angetrieben werden. Damit kann vorteilhaft die
Fadenspannung in den Fäden zur Aufwicklung eingestellt werden. Durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung lassen sich im wesentlichen gleiche Verhältnisse zur Führung der Fäden
zwischen der Behandlung und der Aufwicklung der Fäden erreichen.
[0039] Die in den Ausführungsbeispielen dargestellte Positionierung der Führungswalze ist
ebenfalls beispielhaft für eine vertikale Ausrichtung. Grundsätzlich sind Positionierungen
möglich, bei welchen die Walzenachse und eine Horizontale einen abweichenden Winkel
von 90° bilden.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Spinneinrichtung
- 2
- Spinnbalken
- 3
- Schmelzezuführung
- 4.1, 4.2, 4.3
- Spinndüse
- 5
- Kühlschacht
- 6.1, 6.2, 6.3
- Faden
- 7
- Behandlungseinrichtung
- 8.1, 8.2, 8.3
- Fadenführer
- 9
- Präparationseinrichtung
- 10
- Fadenführerleiste
- 11
- Umlenkeinrichtung
- 12
- Führungswalze
- 13
- Walzenantrieb
- 14
- Beilaufwalze
- 15
- Umlenkrolle
- 16
- Aufwickeleinrichtung
- 17.1, 17.2, 17.3
- Wickelstelle
- 18
- Kopffadenführer
- 19
- Spulspindel
- 20
- Changiereinrichtung
- 21
- Andrückwalze
- 22
- Spule
- 23
- Streckwerk
- 24,24.1,24.2
- Abzugsgalette
- 25, 25.1, 25.2
- Streckgalette
- 26
- Überlaufrolle
- 27
- Kräuselvorrichtung
- 28
- Texturierdüse
- 29
- Kühltrommel
- 30
- Abzugswerk
- 31
- Fadenstopfen
- 32
- Vortangeleinrichtung
- 33
- Abzugsgalette
- 34
- Tangelvorrichtung
- 35
- Umlenkrolle
- 36
- Führungsrolle
- 37
- Galettenantrieb
1. Vorrichtung zum Herstellen und Aufwickeln synthetischer Fäden mit einer Spinneinrichtung
(1) zum Schmelzspinnen der Fäden, mit zumindest einer Behandlungseinrichtung (7) zum
Behandeln der Fäden und mit einer Aufwickeleinrichtung (16) zum Aufwickeln der Fäden
mit mehreren an einer horizontalen Längsachse der Aufwickeleinrichtung (16) verteilt
angeordneten Wickelstellen (17.1, 17.2, 17.3), wobei der Aufwickeleinrichtung (16)
zur Zuführung der Fäden eine angetriebene Führungswalze (12) und pro Wickelstelle
je ein Fadenführer (15.1, 15.2) vorgeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswalze (12) zur Führung der Fäden mit der Walzenachse vertikal ausgerichtet
und seitlich neben den Fadenführern (15.1, 15.2, 15.3) derart angeordnet ist, daß
die Fäden zwischen der Führungswalze (12) und den Fadenführern (15.1, 15.2, 15.3)
im wesentlichen parallel führbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenführer durch frei drehbare Umlenkrollen (15.1, 15.2, 15.3) gebildet sind,
wobei die Umlenkrollen (15.1, 15.2, 15.3) jeweils auf gleicher Höhe mit den von der
Führungswalze (12) ablaufenden Fäden angeordnet sind oder wobei die Umlenkrollen (15.1,
15.2, 15.3) auf einer gemeinsamen Höhe angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollen (15.1, 15.2, 15.3) einzeln oder in Gruppen antreibbar ausgebildet
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungswalze (12) eine im wesentlich gleich ausgerichtete Beilaufwalze (14)
zugeordnet ist, durch welche die Fäden in mehreren Umschlingungen an der Führungswalze
(12) führbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenführer (15.1, 15.2, 15.3) unmittelbar den Wickelstellen (17.1, 17.2, 17.3)
derart vorgeordnet sind, daß im Fadenlauf jedem der Fadenführer (15.1, 15.2) eine
Changiereinheit (20) der Wickelstelle (17.1, 17.2, 17.3) folgt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Fadenlauf vor der Führungswalze (12) eine Umlenkeinrichtung (11) zur Veränderung
des Fadenlaufs der Fäden um vorzugsweise einen Winkel von 90° angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkeinrichtung (11) durch eine oder mehrere schräg zwischen einer Fadenzulaufrichtung
und einer Fadenablaufrichtung angeordnete Führungsrolle (36) gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungseinrichtung (7) ein Streckwerk (23) aufweist, durch welche die frisch
gesponnenen Fäden vor dem Aufwickeln verstreckt werden.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungseinrichtung (7) eine Kräuselvorrichtung (27) und ein der Kräuselvorrichtung
(27) nachgeordnetes Abzugswerk (30) aufweist, durch welche die Fäden vor dem Aufwickeln
eine Kräuselung erhalten.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswalze als letzte Galette (25) des Streckwerkes (23) oder als letzte Galette
(33) des Abzugswerkes (30) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Galetten oder Galetteneinheiten des Streckwerkes oder die Galetten oder Galetteneinheiten
des Abzugwerkes mit den Längsachsen im wesentlichen vertikal ausgerichtet sind.
1. An apparatus for producing and winding synthetic yarns, comprising a spinning device
(1) for melt spinning the yarns, at least one treatment device (7) for treating the
yarns, and a takeup device (16) for winding the yarns with a plurality of winding
positions (17.1, 17.2, 17.3) that are distributed along a horizontal longitudinal
axis of the takeup device (16), wherein for supplying the yarns a driven guide roll
(12) and for each winding position a yarn guide (15.1, 15.2) are positioned upstream
of the takeup device (16), characterized in that for guiding the yarns the guide roll (12) is aligned vertically to the roll axis
and is disposed laterally adjacent the yarn guides (15.1, 15.2 15.3) in that way, that the yarns can be guided in a substantially parallel relationship with respect
to each other between the guide roll (12) and the yarn guides (15.1, 15.2, 15.3).
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the yarn guides are formed by freely rotatable deflection rolls (15.1, 15.2, 15.3),
wherein the deflection rolls (15.1, 15.2, 15.3) are respectively arranged at the same
height as the yarns advancing from the guide roll (12) or wherein the deflection rolls
(15.1,15.2, 15.3) are arranged at a common height.
3. Apparatus according to claim 2, characterized in that the deflection rolls (15.1, 15.2, 15.3) are constructed for being driven individually
or in groups.
4. Apparatus according to anyone of claims 1 to 3, characterized in that a companion roll (14) having substantially the same alignment is associated with
the guide roll (12), by which companion roll (14) the yarns are guidable in several
loopings on the guide roll (12).
5. Apparatus according to anyone of claims 1 to 4, characterized in that the yarn guides (15.1, 15.2, 15.3) are arranged directly upstream of the winding
positions (17.1, 17.2, 17.3) such that in the yarn path each of the yarn guides (15.1,
15.2) is followed by a traversing device (20) of the winding position (17.1, 17.2,
17.3).
6. Apparatus according to anyone of claims 1 to 5, characterized in that a deflection device (11) is arranged in the yarn path upstream of the guide roll
(12) for varying the yarn path of the yarns by an angle preferably of 90°.
7. Apparatus according to claim 6, characterized in that the deflection device (11) is formed by one or more guide rolls (36) that are obliquely
arranged between a direction of yarn advance upstream thereof and a direction of yarn
advance downstream thereof.
8. Apparatus according to anyone of claims 1 to 7, characterized in that the treatment device (7) has a drawing mechanism (23) by which the freshly spun yarns
are drawn before winding.
9. Apparatus according to one of claims 1 to 8, characterized in that the treatment device (7) has a crimping device (27) and a removal system (30) arranged
downstream of the crimping device (27) by which the yarns are imparted with a crimp
before winding.
10. Apparatus according to claim 8 or 9, characterized in that the guide roll is formed as last godet (25) of the drawing mechanism (23) or as last
godet (33) of the removal system (30).
11. Apparatus according to claim 10, characterized in that the godets or godet units of the drawing mechanism or the godets or godet units of
the removal system are aligned such that their longitudinal axes are substantially
vertically.
1. Dispositif pour fabriquer et enrouler des fils synthétiques avec un dispositif de
filage (1) pour le filage à l'état fondu des fils, avec au moins un dispositif de
traitement (7) pour traiter les fils et avec un dispositif d'enroulement (16) pour
l'enroulement des fils avec une pluralité de postes d'enroulement (17.1, 17.2, 17.3)
agencés de manière à être répartis sur un axe longitudinal horizontal du dispositif
d'enroulement (16), dans quel cas pour l'amenée des fils un cylindre de guidage (12)
entraîné et par poste d'enroulement un guide-fil (15.1, 15.2) respectif sont agencés
en amont du dispositif d'enroulement (16), caractérisé en ce que pour le guidage des fils le cylindre de guidage (12) est aligné verticalement avec
l'axe de cylindre et agencé latéralement à coté des guide-fils (15.1, 15.2, 15.3)
de manière telle que les fils peuvent être guidés de manière sensiblement parallèle
entre le cylindre de guidage (12) et les guide-fil (15.1, 15.2, 15.3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les guide-fil sont formés par des galets de déviation (15.1, 15.2, 15.3) librement
rotatifs, dans quel cas les galets de déviation (15.1, 15.2, 15.3) sont agencés respectivement
à même hauteur avec les fils sortant du cylindre de guidage (12) ou dans quel cas
les galets de déviation (15.1, 15.2, 15.3) sont agencés à une hauteur commune.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que pour être entraînés les galets de déviation (15.1, 15.2, 15.3) sont réalisés individuellement
ou en groupes.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un cylindre compagnon (14) aligné de manière sensiblement égale est associé au cylindre
de guidage (12), cylindre compagnon par lequel les fils peuvent être guidés en plusieurs
enlacements sur le cylindre de guidage (12).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les guide-fil (15.1, 15.2, 15.3) sont agencés directement en amont des postes d'enroulement
(17.1, 17.2, 17.3) de manière telle que dans le trajet du fil chaque guide-fil (15.1,
15.2) est suivi d'une unité de va-et-vient (20) du poste d'enroulement (17.1, 17.2,
17.3).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que pour modifier le trajet du fil des fils de préférence suivant un angle de 90° un
dispositif de déviation (11) est agencé dans le trajet du fil en amont du cylindre
de guidage (12).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de déviation (11) est formé par un ou une pluralité de galets de guidage
(36) agencés obliquement entre une direction d'amenée du fil et une direction de sortie
du fil.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de traitement (7) a un banc d'étirage (23) par lequel les fils fraîchement
filés sont étirés avant d'être enroulés.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif de traitement (7) a un dispositif de frisage (27) et un dispositif
de retirage (30) agencé en aval du dispositif de frisage (27), par lequel les fils
sont frisés avant d'être enroulés.
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le cylindre de guidage est réalisé comme dernier galet (25) du banc d'étirage (23)
ou comme dernier galet (33) du dispositif de retirage (30).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que les galets ou unités de galets du banc d'étirage ou les galets ou les unités de galets
du dispositif de retirage sont alignés sensiblement de façon verticale avec les axes
longitudinaux.