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(11) |
EP 1 595 038 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.09.2009 Patentblatt 2009/37 |
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Anmeldetag: 11.12.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2003/000813 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/067866 (12.08.2004 Gazette 2004/33) |
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| (54) |
PROFILVERBUND
PROFILE COMPOUND
ENSEMBLE DE PROFILES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.01.2003 CH 144032003 10.07.2003 CH 120203 15.10.2003 CH 176003
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.11.2005 Patentblatt 2005/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Varga, Niklaus |
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6033 Buchrain (CH) |
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Erfinder: |
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- Varga, Niklaus
6033 Buchrain (CH)
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| (74) |
Vertreter: Schneider Feldmann AG
Patent- und Markenanwälte |
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Beethovenstrasse 49
Postfach 2792 8022 Zürich 8022 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 471 461
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US-A- 3 706 169
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Profilverbund von mehreren Profilelementen,
eine Anordnung mindestens zweiter derartiger Profilverbunde und einen Knotenpunktverbinder
für derartige Profilverbunde, gemäss den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.
Ein derartiger Profilverbund bzw. ihre Anordnung können dank ihrer enormen Vielseitigkeit
in unzähligen Gebieten der Technik Anwendung finden, so z. B. im Maschinenbau, Gerätebau,
Anlagenbau, Lagertechnik, Vorrichtungsbau, Möbelbau, Ladenbau, Messestandbau, Stahlhochbau,
Holzhochbau (Skelettbau), Spielzeugbau etc., insbesondere für Unterbauten, Basen,
Gestelle, Rahmen, Chassis, Plattformen oder diverse Aufbauten.
[0002] Die
CH-389'853 offenbart einen Längsnuten aufweisenden Pfosten mit einem speziell gestalteten Querschnitt
und weist auf die Vorteile der Längsnuten hin. Solche Pfosten eignen sich z. B. für
Wände, Kästen, Tische, Türen, Abschrankungen, Gestelle und Schaufensterausstellungen.
Sie können unter sich oder mit anderen Bauteilen wie Füllungen und dergleichen mit
oder ohne Verschraubungen in einfacher Weise verbunden werden, wobei die Verbindungen
in den Längsnuten in Längsrichtung stufenlos positionierbar sind.
[0003] Die Herstellung von Profilen für verschiedene Anwendungen, kann gemäss dem Stand
der Technik einerseits mit Hilfe des Warmumformverfahrens Strangpressen erfolgen.
Damit lassen sich u. A. offene Profile, Rohre und Hohlprofile aus Aluminiumwerkstoffen
herstellen. Eine Übersicht über die Herstellungsverfahren, die Produkte und ihre Anwendungen
bietet das Buch
M. Bauser, G. Sauer, K. Siegert (Hrsg.), "Strangpressen", Aluminium-Verlag Düsseldorf,
2. Auflage, 2001. Strangpressprofile können, wie auch der in der
CH-389'853 offenbarte Pfosten, mit Längsnuten versehen sein, was sie vielseitig einsetzbar macht.
Strangpressprofile haben aber auch verschiedene Nachteile. So ist ihre Herstellung
aufwendig. Für jede neue Profilart muss eine eigene formgebende Matrize hergestellt
werden. Dies ist wirtschaftlich nur dann lohnend, wenn mit dieser Matrize Produkte
in grosser Stückzahl hergestellt werden können. Deshalb ist das Strangpressverfahren
ungeeignet für Anwendungen, in denen unterschiedliche Profile in kleineren Stückzahlen
benötigt werden. Ein weiterer Nachteil von Strangpressprofilen ist, dass sie nur aus
wenigen Werkstoffen - hauptsächlich Aluminium-, daneben auch Kupfer-, Zinn- oder Bleiwerkstoffen
- herstellbar sind. Aluminium kann aber nicht überall eingesetzt werden. Es ist beispielsweise
für Anlagen in der Lebensmittelindustrie ungeeignet, weil es Lebensmittel kontaminiert
und eine eventuell vorhandene Eloxalschicht durch Säuren angegriffen wird. Wünschenswert
wären deshalb Profile aus weiteren Werkstoffen, z. B. aus Stahl und insbesondere aus
rostfreiem Stahl, Messing, Kupfer, aber auch aus Holz, Kunststoff etc.
[0004] Andererseits sind mit anderen Verfahren, bspw. einem Walzverfahren, hergestellte
Profile bekannt. Diese können insbesondere auch aus Stahl hergestellt werden. Die
üblichen Herstellungsverfahren für Stahlprofile erlauben aber nur einige wenige, relativ
einfache offene (T-, I-, Z-, C-, U-, L- und andere Profile) oder hohle (Kreis-, Rechteckhohlprofile)
Querschnittsformen. Diese Formen weisen aber nicht immer die für eine bestimmte Anwendung
erforderlichen mechanischen Eigenschaften auf. Ausserdem weisen Stahlhohlprofile keine
Längsnuten auf, so dass sie sich praktisch nur durch Schweissen in Knotenpunkten verbinden
lassen - ein aufwendiges Verfahren, welches man insbesondere vor Ort (z. B. auf einer
Baustelle) vermeiden will.
[0005] In der
FR-2'341'766 wird ein Verfahren zur Montage von Auflage- oder Sockelelementen auf Tragpfeiler
offenbart. Ein solches Auflageelement ist zur Aufnahme eines Endes einer Gewindestange
ausgebildet, mittels welcher es an zwei von vier Tragpfeilern angedrückt wird. Das
andere Ende der Gewindestange wird von einer Gegenmutter oder einem zweiten Auflageelement
an die anderen zwei Tragpfeiler angedrückt, wodurch die entsprechende Gegenkraft ausgeübt
wird. Mit diesem Verfahren kann das Auflageelement in jeder beliebigen Höhe montiert
werden. Das Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass zusätzliche Elemente benötigt
werden, um den gegenseitigen Abstand zwischen den Tragpfeilern zu definieren. Solche
zusätzlichen Elemente können Platten oder Stege sein, die zwischen die Tragpfeiler
eingeklemmt werden müssen. Gerade im Fall von Stegen kann deren Positionierung in
Richtung der Längsachse problematisch sein. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens
ist, dass eine Gewindestange bloss zwei Paare von Tragpfeilern in einer Raumrichtung
senkrecht zur Längsrichtung zusammenhält, wohingegen ein Zusammenhalt in der anderen
Raumrichtung senkrecht zur Längsrichtung nicht gewährleistet ist und durch eine zweite
Gewindestange hergestellt werden müsste.
[0007] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Träger- oder Stützelement zu schaffen, welches
in vielen Anwendungen die bekannten Strangpressprofile ersetzen kann, welches aber
günstiger in der Herstellung ist und welches aus einer Vielzahl von Werkstoffen herstellbar
ist. Die erfindungsgemässen Träger- oder Stützelemente sollen auch Längsnuten aufweisen
und dadurch den Strangpressprofilen bezüglich Vielseitigkeit mindestens ebenbürtig
sein, sie sollen aber Nachteile des Stands der Technik nicht aufweisen.
[0008] Diese und andere Aufgaben werden durch den erfindungsgemässen Profilverbund gelöst,
wie er in Anspruch 1 definiert ist. Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine
Anordnung von mehreren Profilverbunden zu schaffen, welche in einem Knotenpunkt durch
einen Knotenpunktverbinder miteinander verbunden sind. Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, einen Knotenpunktverbinder für derartige Profilverbunde zu schaffen. Diese
Aufgaben werden gelöst durch die erfindungsgemässe Anordnung und den erfindungsgemässen
Knotenpunktverbinder gemäss zwei weiteren unabhängigen Patenansprüchen. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Beim erfindungsgemässen Profilverbund von mehreren Profilelementen sind die Profilelemente
parallel zueinander angeordnet und definieren eine Längsrichtung. Die Profilelemente
sind durch mindestens ein Verbindungselement miteinander verbunden. Mindestens zwei
der Profilelemente sind derart voneinander beabstandet, dass zwischen ihnen mindestens
eine Längsnut verläuft. Das mindestens eine Verbindungselement beinhaltet sowohl Verbindungsmittel
zum Herstellen von Klemmverbindungen zwischen mindestens zwei der Profilelemente und
dem mindestens einen Verbindungselement als auch Abstandsmittel zum Einhalten eines
wohldefinierten gegenseitigen Abstands zwischen den mindestens zwei Profilelementen.
[0010] Vorzugsweise ist die Klemmverbindung derart, dass die Profilelemente von den Verbindungsmitteln
wie z. B. von Schrauben nicht durchdrungen werden. Etwaige Durchdringungsöffnungen
würden die Profilelemente an den Durchdringungsstellen schwächen, wodurch der Profilverbund
z. B. auf Knicken anfällig wäre.
[0011] Bei der erfindungsgemässen Anordnung von mindestens zwei Profilverbunden, welche
in -einem Knotenpunkt durch einen Knotenpunktverbinder miteinander verbunden sind,
sind die Profilverbunde erfindungsgemässe Profilverbunde.
[0012] Der erfindungsgemässe Knotenpunktverbinder zum Verbinden von mindestens zwei Profilverbunden
in einem Knotenpunkt weist erste Befestigungsmittel zur Befestigung eines ersten Profilverbunds
und mit den ersten Befestigungsmitteln mechanisch verbundene zweite Befestigungsmittel
zur Befestigung eines zweiten Profilverbunds auf.
[0013] Der erfindungsgemässe Profilverbund kann praktisch überall dort eingesetzt werden,
wo bisher bekannte Strangpressprofile zum Einsatz kamen. Er kann derart gestaltet
werden, dass seine mechanischen Eigenschaften - z. B. bei Beanspruchung auf Biegung,
Zug, Druck oder Torsion - mit denjenigen von Strangpressprofilen vergleichbar oder
gar besser sind. Gegenüber Strangpressprofilen hat er den Vorteil, günstiger in der
Herstellung zu sein, insbesondere auch für kleine Stückzahlen. Darüber hinaus eröffnet
der erfindungsgemässe Profilverbund viele weitere Anwendungsmöglichkeiten, weil er
aus einer Vielzahl von Werkstoffen - z. B. aus Stahl und insbesondere aus rostfreiem
Stahl, aus praktisch allen anderen Metallwerkstoffen wie Aluminium, Kupfer oder Messing,
aus Holz, aus Kunststoff etc. - herstellbar ist. Jede Oberflächenbehandlung des erfindungsgemässen
Profilverbunds ist möglich. Zum Herstellen von Knotenpunktverbindungen zwischen zwei
erfindungsgemässen Profilverbunden ist keine Nachbearbeitung - wie z. B. ein Erstellen
von Querbohrungen - nötig. Vielmehr können solche Knotenpunktverbindungen dank inhärent
vorhandener Längsnuten an jeder beliebigen Position in Längsrichtung einfach angebracht
werden. So bietet die Erfindung eine bisher unbekannte Vielseitigkeit sowie Universalität
und kann auf unzähligen technischen Gebieten zum Einsatz kommen.
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen detailliert erläutert. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 2
- Bestandteile eines kreuzförmigen Verbindungselementes des Profilverbunds von Fig.
1 in einer Explosionsansicht,
- Fig. 3
- die Ausführungsform von Fig. 1 im Querschnitt in der Ebene III-III von Fig. 1,
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds im Querschnitt,
- Fig. 5
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds in einer Draufsicht,
- Fig. 6
- eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds in einer Draufsicht,
- Fig. 7
- eine Anordnung von erfindungsgemässen Profilverbunden in einer perspektivischen Ansicht,
wobei die Verbindungsmittel weggelassen sind,
- Fig. 8
- einen Teil einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders
in einer.Explosionsansicht,
- Fig. 9
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 10
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 11
- eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 12
- eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 13 und 14
- eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 15
- eine Anordnung von erfindungsgemässen Profilverbunden in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 16-18
- drei weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemässen Profilverbunds im Querschnitt,
und
- Fig. 19
- ein Profilelement für eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds
in einer Draufsicht.
[0015] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds
1 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Diese Ausführungsform beinhaltet
vier parallel zueinander angeordnete, eine Längsrichtung z definierende Profilelemente
2.1-2.4. Die Profilelemente 2.1-2.4 sind voneinander beabstandet, so dass zwischen
ihnen entlang des ganzen Profilverbunds in Längsrichtung verlaufende Längsnuten 3.1-3.4
vorhanden sind. Die vier Profilelemente 2.1-2.4 sind in diesem Ausführungsbeispiel
Hohlprofile mit quadratischem Querschnitt, bspw. mit Seitenlängen von 20 mm x 20 mm
und Wandstärken von bspw. 2 mm, und können z. B. aus rostfreiem Stahl bestehen. Solche
und andere Hohlprofile sind im Handel erhältlich.
[0016] Selbstverständlich können die Profilelemente 2.1-2.4 andere, z. B. kreisförmige Querschnitte
haben, können andere Abmessungen aufweisen, müssen nicht hohl sein und können aus
verschiedenen Materialien wie Stahl, Aluminium, Messing, Kupfer, Holz oder Kunststoff
bestehen. Diese und andere Parameter wird der Fachmann bei Kenntnis der Erfindung
für die jeweilige Anwendung optimieren. Was den Profilquerschnitt betrifft, so ist
bekannt (vgl. "Herstellung, Zusammenbau und Aufstellung von Hohlprofilkonstruktionen",
Hrsg. Comité International pour le Développement et l'Etude de la Construction Tubulaire
(CIDECT), TÜV-Verlag, 1998, S. 18f), dass Hohlprofile, insbesondere Kreishohlprofile,
vorteilhaftere mechanische Eigenschaften (Metergewicht, Trägheitsmomente, Torsionsträgheitsmoment)
aufweisen als offene Profile. Deshalb werden Hohlprofile oft, bspw. im Stahlbau, bevorzugt.
Hohlprofile können ausserdem mit einem Füllmaterial, bspw. Beton, gefüllt werden.
Was die Abmessungen der Profilelemente 2.1-2.4 betrifft, erlaubt die Erfindung ein
sich über mehrere Grössenordnungen erstreckendes Spektrum: Für Spielzeug-Baukästen
werden die Profilelemente 2.1-2.4 Seitenlängen von einigen Millimetern aufweisen;
für Rahmen im Maschinenbau werden vorzugsweise Profilelemente 2.1-2.4 mit Seitenlängen
von ca. 20 mm x 20 mm und Wandstärken von ca. 2 mm eingesetzt; für den Stahl-Skelettbau
sind Profilelemente 2.1-2.4 mit Seitenlängen von 400 mm × 400 mm oder 450 mm × 250
mm und Wandstärken von 16 mm, 20 mm oder auch mehr denkbar.
[0017] Die vier Profilelemente 2.1-2.4 sind in diesem Ausführungsbeispiel durch zwei in
der Längsrichtung voneinander beabstandete Verbindungselemente 4.1, 4.2 miteinander
verbunden. Die Verbindungselemente 4.1, 4.2 beinhalten sowohl Verbindungsmittel zur
Herstellung einer Verbindung zwischen den Profilelementen als auch Abstandsmittel
zur Einhaltung eines wohldefinierten gegenseitigen Abstands, z. B. einer wohldefinierten
Längsnutenbreite, zwischen den Profilelementen 2.1-2.4. Die Anzahl von Verbindungselementen
in einem erfindungsgemässen Profilverbund 1 kann eins, zwei oder grösser als zwei
sein. Für eine eindeutige und stabile Definition der gegenseitigen Lage der Profilelemente
2.1-2.4 werden vorzugsweise mindestens zwei Verbindungselemente 4.1, 4.2 verwendet.
Weitere Verbindungselemente können etwa nützlich sein, um dem Profilverbund 1 eine
grössere Biegesteifigkeit zu verleihen, um ihn gegen Knicken zu stabilisieren oder
um einen Knotenpunktverbinder (vgl. Fig. 8-10) bereitzustellen. Jedes Verbindungselement
4.1, 4.2 offeriert Anschlussstellen in Form von Gewindebohrungen nach allen vier Seiten
±x, ±y. Ein grosser Vorteil ist, dass sich die Verbindungselemente 4.1, 4.2 an jeder
beliebigen Position in Längsrichtung z, d. h. stufenlos, anbringen lassen. Weitere
Verbindungsel.emente sind auch nachträglich in einen bereits bestehenden Profilverbund
1 einbaubar.
[0018] Bei Bedarf können die Wände der Profilelemente 2.1-2.4, bspw. in einem äquidistanten
Raster, Positionieröffnungen 21 zur Positionierung und/oder Befestigung von Bauelementen,
bspw. von Querträgern, aufweisen. Solche Positionieröffnungen 21 könnten in Anwendungen,
in denen grosse Kräfte auftreten, für die Klemmverbindungen ungenügend wären, vorteilhaft
sein. So können z. B. im Stahlbau Querträger in derartigen Positionieröffnungen eingehängt
werden, eventuell zusätzlich zu in den Knotenpunktverbindern gemäss Figuren 8-14 vorgesehenen
Klemmverbindungen. In Fig. 1 sind die Positionieröffnungen 21 der Einfachheit halber
auf bloss zwei Seitenflächen der Profilelemente 2.1 und 2.2 angedeutet. Solche Positionieröffnungen
21 können z. B. kreis- oder schlitzförmig sein und durch Stanzen oder Laserbearbeitung
angebracht werden. Dies ist bei Strangpressprofilen gemäss dem Stand der Technik kaum
oder nur mit grossem Aufwand möglich. Es sei aber betont, dass sie für die vorliegende
Erfindung nicht notwendig sind; vielmehr ist, wie erwähnt, die stufenlose Positionierbarkeit
der Verbindungselemente 4.1, 4.2 in Längsrichtung z eines der vorteilhaften Merkmale
des erfindungsgemässen Profilverbunds 1.
[0019] Eine bevorzugte Ausführungsform eines Verbindungselementes 4 wird anhand der Figuren
2 und 3 genauer erläutert.
[0020] Figur 2 zeigt ein Verbindungselement 4 für den Profilverbund 1 von Fig. 1 in einer
Explosionsansicht. Das Verbindungselement 4 hat die Form eines Kreuzes mit vier gleich
langen Armen 44.1-44.4. Es kann bspw. aus zwei miteinander überblatteten Balken 41.1,
41.2 aus rostfreiem Stahl mit jeweils einer Länge von 51 mm und einem quadratischen
Querschnitt mit einer Seitenlänge von 12 mm zusammengesetzt, alternativ aber auch
einstückig sein. Die beiden Balken 41.1, 41.2 können mit einer zentralen Verbindungsschraube
42 in einer Durchgangs- bzw. Gewindebohrung 43 miteinander verschraubt sein. Die Seitenflächen
der vier Arme sind mit ca. 13 mm langen Gewindebohrungen 45.1-45.4 zur Aufnahme von
Klemmschrauben 46.1-46.4, bspw. M8-Schrauben, versehen. Die Balken 41.1, 41.2 können
quadratischen, rechteckigen, runden oder einen beliebigen anderen Querschnitt aufweisen.
[0021] Die Wirkungsweise dieses Verbindungselementes 4 ist in Figur 3 erkennbar, in der
Profilverbund 1 von Fig. 1 im Querschnitt dargestellt ist. Das Verbindungselement
4 beinhaltet sowohl Verbindungsmittel 46.1-46.4 zum Herstellen einer Klemmverbindung
zwischen den Profilelementen 2.1-2.4 und dem Verbindungselement 4 als auch Abstandsmittel
44.1-44.4 zum Einhalten eines wohldefinierten gegenseitigen Abstands zwischen den
Profilelemente 2.1-2.4. Jedes Profilelement 2.1 liegt an zwei benachbarten Armen 44.1,
44.4 des kreuzförmigen Verbindungselementes 4 an und wird von zwei Klemmschrauben
46.1, 46.4 durch Klemmen festgehalten. Dadurch ergibt sich sowohl ein Form- als auch
ein Kraftschluss zwischen Profilelementen 2.1-2.4 und Verbindungselement 4. Eine Klemmschraube
46.1 verbindet gleichzeitig zwei Profilelemente 2.1, 2.2 mit dem Verbindungselement
4, d. h. drückt sie gegen die beiden senkrecht zu dieser Klemmschraube 46.1 stehenden
Arme 44.2, 44.4. So wird jedes Profilelement 2.1 mit zwei seiner Flächen gegen zwei
Arme 44.1, 44.4 des Verbindungselementes 4 gedrückt, wodurch äusserst feste und stabile
Flächenpressungen erzielt werden.
[0022] Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds
1 im Querschnitt. Diese Ausführungsform weist drei Hohlprofile 2.1-2.3 mit kreisrundem
Querschnitt auf. Dementsprechend ist das Verbindungselement 4 sternförmig mit drei
Armen 44.1-44.3 ausgebildet. Jeder der drei Arme 44.1 nimmt eine Klemmschraube 46.1
auf, welche mittels eines Klemmelementes 47.1 die zwei benachbarten Hohlprofile 2.1,
2.2 gegen das Verbindungselement 4 drückt. Die Klemmelemente 47.1-47.3 sind als nach
aussen gewölbte Klammern ausgebildet.
[0023] Eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds 1 ist in einer
Draufsicht in Figur 5 dargestellt. Hier sind vier Hohlprofile 2.1-2.4 mit rechteckigem
Querschnitt vorhanden. Das Verbindungselement 4 ist als Rahmen mit Öffnungen 48.1-48.4
zur Aufnahme der Hohlprofile 2.1-2.4 ausgebildet. An jeder Öffnung 48.1 ist eine Klemmschraube
46.1 zum Ausüben einer Klemmkraft auf das entsprechende Hohlprofil 2.1 angebracht.
Jedem Hohlprofil 2.1-2.4 könnten auch mehrere, bspw. zwei senkrecht zueinander stehende,
Klemmschrauben zugeordnet sein.
[0024] Eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Profilverbunds 1 in einer Draufsicht
zeigt Figur 6. Diese Ausführungsform weist z. B. vier Vollprofile 2.1-2.4 mit kreisrundem
Querschnitt auf. Auch hier ist das Verbindungselement 4 als Rahmen mit Öffnungen 48.1-48.4
zur Aufnahme der Vollprofile 2.1-2.4 ausgebildet. Der Rahmen 4 weist aber vier in
die Öffnungen 48.1-48.4 mündende Schlitze 49.1-49.4 auf, so dass durch Verengen eines
Schlitzes 49.1 der Durchmesser der zugeordneten Öffnung 48.1 verkleinert werden kann.
Dies geschieht durch Einbringen einer Klemmschraube 46.1 in eine dafür vorgesehene
Durchgangs- bzw. Gewindebohrung 45.1. Durch Anziehen der Klemmschraube 4.6.1 entsteht
eine Klemmverbindung zwischen dem Vollprofil 2.1 und dem Verbindungselement 4.
[0025] Die Figuren 3-6 zeigen Ausführungsformen, in welchen die Profilelemente in zwei Dimensionen
(x und y in Fig. 1) angeordnet sind. Selbstverständlich beinhaltet die Erfindung auch
Profilverbunde, in welchen die Profilverbunde in bloss einer Dimension, d. h. in einer
Reihe, angeordnet sind. So lassen sich Profilverbunde in Form von "Zäunen" oder "Wänden"
verwirklichen. Ein dafür geeignetes Verbindungselement kann bspw., in Analogie zum
Verbindungselement 4 von Fig. 3, kammförmig ausgebildet sein. Zwischen jeweils zwei
benachbarten Zinken liegt dann ein Profilelement, welches mittels zweier in die Zinken
eingreifenden Schrauben befestigt ist. Im einfachsten Fall von zwei Profilelementen
hat ein derartiges Verbindungselement die Form eines "E". Alternativ dazu sind, in
Analogie zu den Verbindungselementen 4 der Fig. 5 und 6, Rahmen mit in einer Reihe
angeordnete Öffnungen zur Aufnahme der Profilelemente möglich.
[0026] Ferner sind Ausführungsformen des erfindungsgemässen Profilverbunds möglich, in denen
ein Verbindungselement nicht alle, sondern z. B. bloss zwei von vier Profilverbunden
miteinander verbindet. Ein Verbindungselement in einer solchen Ausführungsform kann
bspw. als Sechkant-Distanzlhalter mit beidseitigen Innen-Gewindebohrungen ausgeführt
sein. An beiden Stirnseiten des Distanzhalters ist je ein Profilelement angeschraubt.
Zu diesem Zweck sind die Profilelemente mit entsprechenden Durchgangsbohrungen versehen.
Die vier Profilverbunde können in den Ecken eines Quadrates angeordnet sein, und die
Distanzhalter bilden gleichsam die Seiten des Quadrates.
[0027] Für viele Anwendungen wird es nötig sein, eine Anordnung 11 von mehreren erfindungsgemässen
Profilverbunden 1.1-1.5 in so genannten Knotenpunkten 5 zu schaffen, indem die Profilverbunde
1.1-1.5 im Knotenpunkt 5 mittels eines Knotenpunktverbinders 6 miteinander verbunden
werden. Vorzugsweise soll die Verbindung starr sein, derart, dass die Längsrichtungen
der Profilverbunde 1.1-1.5 voneinander verschieden, vorzugsweise zueinander senkrecht,
sind. Eine solche Anordnung 11, in welcher ein erster Profilverbund 1.1 mittels eines
Knotenpunktverbinders mit vier weiteren, in einer zum ersten Profilverbund 1.1 senkrechten
Ebene liegenden Profilverbunden 1.2-1.5 in einem Knotenpunkt 5 verbunden ist, ist
in Figur 7 dargestellt. Dabei sind in dieser Figur der Einfachheit halber weder die
Verbindungselemente noch der Knotenpunktverbinder eingezeichnet. Alle fünf beteiligten
Profilverbunde 1.1-1.5 können aus identischen Profilelementen bestehen. Es kann aber
auch Fälle geben, in denen es vorteilhaft ist, bspw. den ersten Profilverbund 1.1
als Stütze aus stärkeren Profilelementen und die weiteren Profilverbunde 1.2-1.5 als
Träger aus weniger starken Profilelementen zu konstruieren. Die Erfindung lässt diesbezüglich
alle denkbaren Möglichkeiten zu.
[0028] Figur 8 zeigt einen Teil einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders
6, der für den Knotenpunkt 5 von Fig. 7 verwendbar ist, in einer Explosionsansicht.
Der Knotenpunktverbinder 6 beinhaltet zwei zentrale Teilelemente 61.1, 61.2, welche
derart miteinander überblattbar sind, dass sie ein langgezogenes, zentrales Verbindungselement
4.1 mit kreuzförmigem Querschnitt (vgl. Fig. 3) für den ersten Profilverbund 1.1 bilden.
Die Kreuzarme 64.1-64.4 weisen stellenweise je eine Verlängerung 67.1-67.4 auf, an
welchen je ein peripheres Teilelement 68.1-68.4 durch Überblattung angesetzt werden
kann. Der Einfachheit halber ist in Fig. 8 nur ein peripheres Teilelement 68.1 eingezeichnet,
und Bohrungen sowie Schrauben für den Zusammenhalt der miteinander zu überblattenden
Teilelemente sind weggelassen. Die Kombination einer Armverlängerung 67.1 mit dem
dazugehörigen peripheren Teilelement 68.1 ergibt ein mit dem zentralen Verbindungselement
starr verbundenes peripheres Verbindungselement 4.2. Das periphere Verbindungselement
4.2 dient also einerseits als Verbindungselement für einen weiteren Profilverbund
1.2, andererseits als Teil des Knotenpunktverbinders 6 zur Verbindung des ersten Profilverbunds
1.1, mit dem weiteren Profilverbund 1.2 (vgl. Fig. 7). Die Teilelemente 61.1, 61.2,
68.1-68.4 sind vorzugsweise miteinander verschraubt, können aber auch miteinander
verschweisst sein.
[0029] Der Knotenpunktverbinder 6 von Fig. 8 hat den Vorteil, dass er weitgehend im Innern
der durch ihn verbundenen Profilverbunde 1.1-1.5 verborgen ist. Er weist also keine
Teile ausserhalb der Profilverbunde 1.1-1.5 auf, die funktionell oder ästhetisch stören
könnten. Beachtenswert ist, dass er an jeder beliebigen Position in Längsrichtung
z des ersten Profilverbunds 1.1 angebracht werden kann, ohne dass auf ein bestehendes
Raster Rücksicht genommen werden müsste oder dass der erste Profilverbund 1.1 speziell
bearbeitet werden müsste, bspw. durch Anbringen von Befestigungslöchern.
[0030] Während Figur 8 einen Knotenpunktverbinder zur Verbindung eines ersten Profilverbunds
1.1 mit vier weiteren Profilverbunden 1.2-1.5 zeigt, wird der Fachmann bei Kenntnis
der Erfindung in der Lage sein, analoge Knotenpunktverbinder zur Verbindung von bloss
zwei, drei oder vier Profilverbunden zu entwerfen. Selbstverständlich sind auch andere
als rechte Winkel zur Wegführung der weiteren Profilverbunde 1.2-1.5 realisierbar.
[0031] Der Knotenpunktverbinder 6 von Fig. 8, wie auch die nachfolgend diskutierten Knotenpunktverbinder,
kann bspw. aus Baustahl, rostfreiem Stahl, Aluminium etc. bestehen, wobei im letzteren
Fall vorzugsweise Verstärkungen an den Gewinden angebracht werden.
[0032] Eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders 6 für
erfindungsgemässe Profilverbunde 1.1, 1.2 ist in Figur 9 dargestellt. Diese Ausführungsform
weist eine Grundplatte 60 mit bspw. zwei Bohrungen 62.1, 62.2 zum Anschrauben an entsprechende
Verbindungselemente im ersten Profilverbund 1.1 (nicht dargestellt) auf, derart, dass
die Grundplatte 60 parallel zur Längsrichtung z des ersten Profilverbunds 1.1 zu liegen
kommt. Auf der Grundplatte 60 ist ein kreuzförmiges Verbindungselement 4 (vgl. Fig.
2 und 3) derart - bspw. mittels einer Schraubenverbindung - befestigt, dass seine
Längsachse senkrecht zur Grundplatte 60 steht. Dieses Verbindungselement 4 mit vier
Armen 44.1-44.4, die je eine Gewindebohrung 45.1-45.4 tragen, kann nun für einen zweiten
Profilverbund 1.2 (nicht dargestellt) verwendet werden, welcher somit senkrecht zum
ersten Profilverbund 1.1 verläuft und mit demselben verbunden ist. Das Verbindungselement
4 kann auch in der Grundplattenebene um bspw. 45° gedreht werden, so dass der zweite
Profilverbund 1.2 entsprechend befestigt wird.
[0033] Alternativ dazu kann die Grundplatte 60 ohne das Verbindungselement 4 als Knotenpunktverbinder
verwendet werden. In diesem Fall können z. B. die Profilelemente des zweiten Profilverbunds
1.2 direkt auf die Grundplatte 60 angeschweisst werden, so dass die Grundplatte 60
eine Stirnseite des zweiten Profilverbunds 1.2 bildet.
[0034] Figur 10 zeigt eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders
6 für erfindungsgemässe Profilverbunde 1.1, 1.2. Der Knotenpunktverbinder 6 weist
eine erste Grundplatte 60.1 und eine senkrecht, dazu stehende, mit der ersten Grundplatte
60.1 starr verbundene zweite Grundplatte 60.2 auf. Beide Grundplatten 60.1, 60.2 sind
mit je einer Bohrung 62.1, 62.2 zum Anschrauben der Grundplatten 60.1, 60.2 an entsprechende
Verbindungselemente versehen. Diese beiden Verbindungselemente gehören zu zwei senkrecht
aufeinander stehenden, durch den Knotenpunktverbinder 6 verbundenen Profilverbunden
1.1, 1.2 (nicht dargestellt). Diese Art von Knotenpunktverbindern kann auch als zusätzliche
Verstärkung bzw. Versteifung eines Knotenpunktes 5 nebst einem der anlässlich von
Fig. 8 oder 9 diskutierten Knotenpunktverbinder eingesetzt werden, wobei allenfalls
kleinere konstruktive Anpassungen nötig wären.
[0035] Eine vierte und fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenpunktverbinders
6 sind in Figuren 11 bzw. 12 dargestellt. Die Ausführungsform von Fig. 11 weist vier
Arme 64.1-64.3, 64.5 zur Befestigung jeweils eines (nicht dargestelltes) Profilelementes
auf, die Ausführungsform von Fig. 12 drei Arme 64.1, 64.2, 64.5. Die Arme 64.1-64.3,
64.5 schliessen vorzugsweise jeweils einen Winkel von 90° (z. B. 64.1, 64.2) oder
von 180 (64.1, 64.3) ein; es sind aber auch andere Winkel möglich. Sie weisen jeweils
Verbindungsmittel, z. B. den Gewindebohrungen 45.1-45.4 von Fig. 2 entsprechende Gewindebohrungen,
zur Herstellung einer Verbindung mit den Profilelementen auf. Die Ausführungsformen
der Fig. 11 und 12 sind aus massiven, miteinander überblatteten Teilelementen aufgebaut,
ähnlich wie diejenige von Fig. 8. Die Teilelemente sind vorzugsweise miteinander verschraubt,
können aber auch miteinander verschweisst sein.
[0036] Anstatt aus flachen Teilelementen kann der erfindungsgemässe Knotenpunktverbinder
6 auch aus Armen 64.1-64.3, 64.5 aufgebaut sein, welche jeweils einstückig durch Kaltwalzen
und Kaltziehen von bspw. Bau- oder Blankstahl hergestellt sind.
[0037] Alternativ zu den massiven Ausführungsformen der Fig. 11 und 12 kann der erfindungsgemässe
Knotenpunktverbinder 6 in Rohrkonstruktion ausgeführt sein. Ein Arm 64.1-64.3, 64.5
eines derartigen Knotenpunktverbinders 6 kann z. B. aus einem zentralen Stabelement
mit quadratischem Querschnitt und vier peripheren Stabelementen mit rechteckigem Querschnitt
bestehen, wobei die peripheren Stabelemente jeweils an einer Seitenfläche des zentralen
Stabelementes befestigt, bspw. angeschweisst, sind, so dass sich wiederum ein kreuzförmiger
Querschnitt ergibt. Das zentrale Stabelement kann hohl sein oder aus Vollmaterial
bestehen.
[0038] Eine sechste, weniger massive Ausführungsform eines erfindungsgemässen Knotenverbinders
6 mit vier Armen 64.1-64.3, 64.5 zeigen Figuren 13 und 14. Die vier Arme 64.1-64.3,
64.5 sind hier als Vierkantstäbe mit relativ kleinem Querschnitt ausgebildet. An der
Stirnseite eines jeden Arms ist ein kreuzförmiges Verbindungselement 4.1-4.3, 4.5
gemäss Fig. 2 befestigt. Die Verbindungselemente 4.1-4.3, 4.5 weisen Gewindebohrungen
45 (Fig. 13) zur Aufnahme von Klemmschrauben 46 (Fig. 14) auf, womit die (nicht dargestellten)
Profilelemente mit den Verbindungselementen 4.1-4.3, 4.5 verbindbar sind. Die Arme
64.1-64.3, 64.5 des Knotenverbinders 6 sind vorzugsweise im Knotenpunkt 5 miteinander
verschweisst, können aber auch miteinander verschraubt sein. Auch die Verbindungselemente
4.1-4.3, 4.5 sind an die Stirnseiten der Arme 64.1-64.3, 64.5 angeschweisst, könnten
aber auch angeschraubt sein.
[0039] Figur 15 zeigt eine erfindungsgemässe Anordnung 11 von vier Profilverbunden 1.1-1.3,
1.5, welche in einem Knotenpunkt 5 durch den erfindungsgemässen Knotenpunktverbinder
6 gemäss Figuren 13 und 14 miteinander verbunden sind.
[0040] Die Knotenpunktverbindung muss nicht notwendigerweise starr sein. Alternativ kann
sie auch im Knotenpunkt 5 beweglich, z. B. gelenkig, als Scharnier und/oder als Führung,
ausgebildet sein, so dass die miteinander verbundenen Profilverbunde relativ zueinander
beweglich, z. B. drehbar und/oder verschiebbar, sind.
[0041] Weitere Ausführungsformen von erfindungsgemässen Profilverbunden 1 mit Klemmelementen
47.1-47.4 zeigen Figuren 16-18.
[0042] In der Ausführungsform von Figur 16 sind die Klemmelemente 47.1-47.4 aussen bündig
mit den Profilelementen 2.1-2.4 ausgebildet, so dass sie nicht - wie etwa in der Ausführungsform
von Fig. 4 - nach aussen hervorstehen, was bei einigen Anwendungen technisch und ästhetisch
unbefriedigend sein mag. Sie sind möglichst exakt den Aussenformen der Profilelemente
2.1-2.4 angepasst. Mittels (nicht eingezeichneter) Klemmschrauben, welche in entsprechende
Gewindebohrungen in den vier Armen des Verbindungselementes 4 eingreifen, werden die
Klemmelemente 47.1-47.4 und damit auch die Profilelemente 2.1-2.4 gegen das Verbindungselement
4 gedrückt. Die Klemmschrauben können in den Klemmelementen 47.1-47.4 versenkt werden,
so dass auch sie nicht störend nach aussen hervorstehen.
[0043] In der Ausführungsform von Figur 17 sind die Klemmelemente 47.1-47.4 ebenfalls aussen
bündig mit den Profilelementen 2.1-2.4 ausgebildet. In den Profilelementen 2.1-2.4
sind, jedoch Ausnehmungen angebracht, in welche die Klemmelemente 47.1-47.4 eingreifen.
Der Vorteil gegenüber der Ausführungsform von Fig. 16 besteht darin, dass die Ausnehmungen
den Klemmelementen 47.1-47.4 eine grössere Angriffsfläche bieten. Dafür müssen die
Profilelemente 2.1-2.4 zwecks Anbringen der Ausnehmungen bearbeitet werden, was grösserem
Aufwand und geringere Anwendungsflexibilität bedeutet.
[0044] Die Ausnehmungen können, wie in Fig. 17 gezeigt, an jeweils einer Kante eines Profilelementes
2.1-2.4 angebracht sein, so dass eine Ausnehmung in zwei benachbarte Seitenflächen
eingreift. Alternativ kann jeweils eine Ausnehmung in nur einer Seitenfläche angebracht
sein. Diese Alternative hat den Vorteil, dass die Klemmelemente 47.1-47.4 und Klemmschrauben
von aussen kaum sichtbar sind, aber den Nachteil der aufwendigeren Herstellung und
des aufwendigeren Zusammenbaus.
[0045] In der Ausführungsform von Figur 18 ist jeweils ein Winkelelement 22.1, bspw. aus
Stahl, zumindest lokal an jedem Profilelement 2.1 befestigt. Die Befestigung kann
bswp. mittels Verstiftung in Längsrichtung mit Schwerspannstiften oder durch Verschweissung
erfolgen. Ein scheibenförmiges Klemmelement 47.1 greift an den Kanten von jeweils
zwei Winkelelementen 22.1, 22.2 an.
[0046] Die Winkelelemente 22.1-22.4 von Fig. 18 können auch in die Profilelemente 2.1-2.4
integriert werden. Ein derart abgewandeltes Profilelement 2, welches in seiner Ausrichtung
dem Profilelement 2.4 von Fig. 18 entspricht, ist in Figur 19 dargestellt. Es handelt
sich um ein Spezial-Formrohr, dessen Grundquerschnitt von einem Quadrat abgeleitet
ist, bei welchem aber zwei Flächen teilweise nach aussen versetzt sind, so dass an
den Versetzungsstellen zwei Klemmflächen 23 entstehen. An diesen Klemmflächen 23 greifen
(in Fig. 19 nicht eingezeichnete) Klemmelemente oder direkt Klemmschrauben an. Diese
Ausführungsform ist insofern elegant, als dass sie keine Bearbeitung der Profilelemente
2.1-2.4 benötigt und ein Verbindungselement an jeder Stelle angebracht werden kann.
[0047] Selbstverständlich können die beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen miteinander
kombiniert werden, ohne von der Erfindung abzuweichen.
Bezugszeichenliste:
[0048]
- 1
- Profilverbund
- 11
- Anordnung von Profilverbunden
- 2
- Profilelement
- 21
- Positionieröffnungen
- 22
- Winkelelemente
- 23
- Klemmflächen
- 3
- Längsnut
- 4
- Verbindungselement
- 41
- Balken
- 42
- Verbindungsschraube
- 43
- Bohrung
- 44
- Kreuzarm
- 45
- Gewindebohrung
- 46
- Klemmschraube
- 47
- Klemmelement
- 48
- Öffnung zur Aufnahme eines Profilelementes
- 49
- Schlitz
- 5
- Knotenpunkt
- 6
- Knotenpunktverbinder
- 60
- Grundplatte
- 61
- zentrales Teilelement
- 62
- Bohrung
- 64
- Kreuzarm
- 67
- Armverlängerung
- 68
- peripheres Teilelement
1. Profilverbund (1) von mehreren Profilelementen (2.1-2.4), wobei
die Profilelemente (2.1-2.4) parallel zueinander angeordnet sind und eine Längsrichtung
(z) definieren, die Profilelemente (2.1-2.4) durch mindestens ein Verbindungselement
(4.1, 4.2) miteinander verbunden sind und
mindestens zwei der Profilelemente (2.1-2.4) derart voneinander beabstandet sind,
dass zwischen ihnen mindestens eine Längsnut (3.1-3.4) verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
das mindestens eine Verbindungselement (4.1, 4.2) sowohl Verbindungsmittel (46.1-46.4)
zum Herstellen von Klemmverbindungen zwischen mindestens zwei der Profilelemente (2.1-2.4)
und dem mindestens einen Verbindungselement (4.1, 4.2) als auch
Abstandsmittel (44.1-44.4) zum Einhalten eines wohldefinierten gegenseitigen Abstands
wischen den mindestens zwei Profilelementen (2.1-2.4) beinhaltet.
2. Profilverbund (1) nach Anspruch 1, wobei die Verbindungsmittel (46.1-46.4) die Profilelemente
(2.1-2.4) nicht durchdringen.
3. Profilverbund (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Verbindungsmittel
(46.1-46.4) Klemmverbindungen zwischen allen Profilelementen (2.1-2.4) und dem jeweiligen
Verbindungselement (4.1, 4.2) herstellen.
4. Profilverbund (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Klemmverbindungen
durch Schraubenkräfte hergestellt sind.
5. Profilverbund (1) nach Anspruch 4, wobei
der Profilverbund (1) mindestens drei Profilelemente (2.1-2.4) aufweist,
mindestens ein Verbindungselement (4) als sternförmiges Gebilde ausgebildet ist, dessen
Anzahl Arme (44.1-44.4) der Anzahl Profilelemente (2.1-2.4) gleich ist,
jedes Profilelement (2.1) an zwei benachbarten Armen 44.1, 44.4) anliegt und an jedem
Arm (44.1) zwei Profilelemente (2.1, 2.2) anliegen, und
an der Stirnseitenfläche eines jeden Arms (44.1) eine Gewindebohrung (45.1) zur Aufnahme
einer Klemmschraube (46.1) angebracht ist, so dass die Klemmschraube (46.1) eine Klemmverbindung
zwischen den beiden an dem Arm (44.1) anliegenden Profilelementen (2.1, 2.2) mit dem
Arm (44.1) herstellt.
6. Profilverbund (1) nach Anspruch 5, wobei
der Profilverbund (1) vier Profilelemente (2.1-2.4) aufweist und
das mindestens eine sternförmige Verbindungselement (4) kreuzförmig ausgebildet und
vorzugsweise aus jeweils zwei miteinander überblatteten Balken (41.1, 41.2) zusammengesetzt
ist.
7. Profilverbund (1) nach Anspruch 6, wobei jedes der vier Profilelemente (21.-2.4) als
Spezial-Formrohr ausgebildet ist, dessen Grundquerschnitt von einem Quadrat abgleitet
ist, bei welchem aber zwei Flächen teilweise nach aussen versetzt sind, so dass an
den Versetzungsstellen zwei Klemmflächen (23) als Angriffsflächen für die Klemmschrauben
(46.1-46.4) oder Klemmelemente (47.1-47.4) entstehen.
8. Profilverbund (1) nach einem der Ansprüche 1-4, wobei mindestens ein Verbindungselement
(4) als Rahmen mit Öffnungen (48.1-48.4) zur Aufnahme der Profilelemente (2.1-2.4)
ausgebildet ist und an jeder Öffnung (48.1-48.4) Klemmmittel (46.1-46.4), die vorzugsweise
Klemmschrauben beinhalten, zum Ausüben einer Klemmkraft auf das entsprechende Profilelement
(2.1-2.4) angebracht sind.
9. Profilverbund (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Profilelemente
offene Profile wie bspw. T-, I-, Z-, C-, U- oder L-Profile, hohle Profile wie bspw.
Kreis- oder Rechteckhohlprofile, mit einem Material wie z. B. Beton gefüllte hohle
Profile und/oder Vollprofile wie bspw. Kreis- oder Rechteckvollprofile aufweisen.
10. Profilverbund (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Profilelemente
(2.1-2.4) aus einem Metallwerkstoff, bspw. Aluminium, Messing Kupfer oder Stahl und
insbesondere rostfreiem Stahl, aus Holz oder aus Kunststoff bestehen.
11. Profilverbund (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Profilverbund
(1) zwei oder mehr in der Längsrichtung (z) voneinander beabstandete Verbindungselemente
(4.1, 4.2) aufweist.
12. Anordnung (11) von mindestens zwei Profilverbunden (1.1-1.5), welche in einem Knotenpunkt
(5) durch einen Knotenpunktverbinder (6) miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Profilverbunde (1.1-1.5) Profilverbunde nach einem der vorangehenden Ansprüche
sind.
13. Anordnung (11) nach Anspruch 12, wobei die Verbindung im Knotenpunkt (5) starr ist
und die Längsrichtung mindestens zweier der miteinander verbundenen Profilverbunde
(1.1-1.5) voneinander verschieden sind.
14. Anordnung (11) nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Knotenpunktverbinder (6) ein Verbindungselement
(4.1, 4.2) mindestens eines der miteinander verbundenen Profilverbunde (1.1, 1.2)
beinhaltet.
15. Anordnung (11) nach Anspruch 14, wobei
mindestens ein erster (1.1) und ein zweiter (1.2) der miteinander verbundenen Profilverbunde
(1.1, 1.2) Profilverbunde nach Anspruch 5 sind und
der Knotenpunktverbinder (6) ein erstes kreuzförmiges Verbindungselement (4.1) für
den ersten Profilverbund (1.1) beinhaltet, wobei mindestens ein Arm (64.1) des ersten
kreuzförmigen Verbindungselementes (4.1) ein zweites kreuzförmiges Verbindungselement
(4.2) für den zweiten Profilverbund (1.2), dessen Längsrichtung senkrecht zur Längsrichtung
des ersten Profilverbunds (1.1) steht, trägt.
16. Anordnung (11) nach Anspruch 14, wobei
mindestens ein zweites (1.2) der miteinander verbundenen Profilverbunde (1.1, 1.2)
ein Profilverbund nach Anspruch 5 ist,
der Knotenpunktverbinder (6) eine ebene Grundplatte (60) und ein senkrecht auf der
Grundplatte (60) befestigtes kreuzförmiges Verbindungselement (4) für den zweiten
Profilverbund (1.2) beinhaltet.
17. Anordnung (11) nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Knotenpunktverbinder (6) eine erste
ebene Grundplatte (60.1) und eine abgewinkelt, vorzugsweise senkrecht, dazu stehende,
damit vorzugsweise starr verbundene zweite ebene Grundplatte (60.2) aufweist, und
wobei mindestens eine der Grundplatten (60.1, 60.2) eine Bohrung (62.1, 62.2) zur
Herstellung einer Schraubenverbindung zwischen der Grundplatte (60.1, 60.2) und einem
Verbindungselement (4.1, 4.2) aufweist.
18. Knotenpunktverbinder (6) zum Verbinden von mindestens zwei Profilverbunden (1.1-1.5)
nach einem der Ansprüche 1-10 in einem Knotenpunkt (5),
gekennzeichnet durch
erste Befestigungsmittel zur Befestigung eines ersten Profilverbunds (1.1) und
mit den ersten Befestigungsmitteln mechanisch verbundene zweite Befestigungsmittel
zur Befestigung eines zweiten Profilverbunds (1.2).
19. Knotenpunktverbinder (6) nach Anspruch 18, wobei die Verbindung im Knotenpunkt (5)
starr ist und die Längsrichtungen mindestens zweier der miteinander verbundenen Profilverbunde
(1.1-1.5) voneinander verschieden sind.
20. Knotenpunktverbinder (6) nach Anspruch 18 oder 19, wobei der Knotenpunktverbinder
(6) ein Verbindungselement (4.1-4.5) mindestens eines der miteinander verbundenen
Profilverbunde (1.1-1.5) beinhaltet.
21. Knotenpunktverbinder (6) nach Anspruch 20, wobei der Knotenpunktverbinder (6) mindestens
zwei miteinander verbundene Arme (64.1-64.5) beinhaltet, ein erstes kreuzförmiges
Verbindungselement (4.1) für einen ersten Profilverbund (1.1) an einem ersten Arm
(64.1) befestigt ist und ein zweites kreuzförmiges Verbindungselement (4.2) für einen
zweiten Profilverbund (1.2) an einem zweiten Arm (64.2) befestigt ist.
22. Knotenpunktverbinder (6) nach den Ansprüchen 19 und 21, wobei die Arme (64.1-64.5)
des Knotenpunktverbinders (6) starr miteinander verbunden sind und jeweils zwei der
Arme (64.1-64.5) einen Winkel von 90° oder von 180° einschliessen.
23. Verwendung des Profilverbundes (1) nach einem der Ansprüche 1-11 im Maschinenbau,
Gerätebau, Anlagenbau, Lagertechnik, Vorrichtungsbau, Möbelbau, Ladenbau Messestandbau
oder Hochbau, insbesondere Stahlhochbau oder Holzhochbau.
1. Profile compound (1) of a plurality of profiled elements (2.1-2.4), wherein the profiled
elements (2.1-2.4) are arranged parallel to each other and define a longitudinal direction
(z), the profiled elements (2.1-2.4) being interconnected by means of at least one
joining element (4.1, 4.2) and at least two of the profiled elements (2.1-2.4) being
spaced apart from one another in such a manner that a longitudinal groove (3.1-3.4)
extends therebetween,
characterised in that
the at least one profiled element (4.1, 4.2) contains not only joining elements (46.1,
46.2) for creating clamping connections between at least two of the profiled elements
(2.1-2.4) and the at least one joining element (4.1, 4.2), but also contains
spacing means (44.1-44.4) for maintaining a well defined mutual distance between the
at least two profiled elements (2.1-2.4).
2. The profile compound (1) as specified in claim 1, wherein the joining elements (46.1-46.4)
do not penetrate the profiled elements (2.1-2.4).
3. The profile compound (1) as specified in one of the preceding claims, wherein the
joining elements (46.1-46.4) produce a clamping connection between all profiled elements
(2.1-2.4) and the respective joining element (4.1, 4.2).
4. The profile compound (1) as specified in one of the preceding claims, wherein the
clamping connections are created by means of bolt force.
5. The profile compound (1) as specified in claim 4, wherein the profile compound (1)
has at least three profiled elements (2.1-2.4),
at least one joining element (4) being designed as a star shaped formation the number
of arms (44.1-44.4) of which equals the number of profiled elements (2.1-2.4),
each profiled element (2.1) abutting two adjacent arms (44.1, 44.4) and each arm (44.1)
is abutted by two profiled elements (2.1, 2.2), and
a threaded hole (45.1) is tapped in the front end surface of each arm (44.1) to receive
a clamping screw (46.1) in such a manner that the clamping screw (46.1) produces a
clamping connection between both of the profiled elements (2.1, 2.2) abutting the
arm (44.1) and the arm (44.1) itself.
6. The profile compound (1) as specified in claim 5, wherein the profile compound (1)
has four profiled elements (2.1-2.4), and
the at least one star-shaped joining element (4) is designed in a cruciform shape
and is preferably composed of two beams (41.1, 41.2) that dovetail with one another.
7. The profile compound (1) as specified in claim 6, wherein each of the four profiled
elements (2.1-2.4) is designed as a special profiled pipe the basic cross section
of which is derived from a square and in which two surfaces are partially outwardly
displaced in such a manner that two clamping surfaces (23) result at the points of
displacements and serve as contact surface for the clamping screw (46.1-46.4) or the
clamping elements (47.1-47.4).
8. The profile compound (1) as specified in any one of claims 1-4, wherein at least one
joining element (4) is formed as a frame with openings (48.1-48.4) for receiving the
profiled elements (2.1-2.4) and clamping means (46.1-46.4) that preferably contain
clamping screws are introduced at each opening (48.1-48.4) to exert a clamping force
on the corresponding profiled element (2.1-2.4).
9. The profile compound (1) as specified in any one of the preceding claims, wherein
the profiled elements have open profiles such as, for example, a T, I, Z, C, or U
profile, hollow profiles such as, for example, circular or rectangular profiles, with
hollow profiles filled with a material such as, for example, concrete, and/or solid
profiles such as, for example, circular or rectangular profiles.
10. The profile compound (1) as specified in any one of the preceding claims, wherein
the profiled elements (2.1-2.4) consist of a metal material, for example aluminium,
brass, copper or steel, in particular stainless steel, or of wood or plastic.
11. The profile compound (1) as specified in any one of the preceding claims, wherein
the profile compound (1) has two or more joining elements (4.1, 4.2) distanced from
one another in the longitudinal direction (z).
12. An arrangement (11) of at least two sets of profiled compounds (1.1-1.5) that are
joined together at an assemblage point (5) by means of an assemblage point connector
(6),
characterised in that
the sets of profile compounds (1.1-1.5) are profile compounds as specified in any
one of the preceding claims.
13. The arrangement (11) as specified in claim 12, wherein the connection is rigid in
the assemblage point and the longitudinal directions of at least two of the profile
compounds (1.1-1.5) interconnected with one another are different from one another.
14. The arrangement (11) as specified in claim 12 or claim 13, wherein the assemblage
point connector (6) contains a joining element (4.1, 4.2) of at least one of the profile
compounds (1.1, 1.2) that are interconnected with each other.
15. The arrangement (11) as specified in claim 14, wherein at least a first (1.1) and
a second (1.2) of the profile compounds (1.1, 1.2) interconnected with each other
are profile compounds as specified in claim 5, and
the assemblage point connector (6) contains a
first cruciform joining element (4.1) for the first profile compound (1.1), wherein
at least one arm (64.1) of the first cruciform joining element (4.1) supports a second
cruciform joining element (4.2) for the second profile compound (1.2) the longitudinal
direction of which is perpendicular to the longitudinal direction of the first profile
compound (1.1).
16. The arrangement (11) as specified in claim 14, wherein at least a second (1.2) of
the profile compounds (1.1, 1.2) interconnected with each other is a profile compound
as specified in claim 5,
the assemblage point connector (6) contains a
level base plate (60) and a cruciform joining element (4), which is attached perpendicularly
on the base plate (60), for the second profile compound (1.2).
17. The arrangement (11) as specified in claim 12 or claim 13, wherein the assemblage
point connector (6) has a first level base plate (60.1) and a second level base plate
(60.2) that is angled, preferably perpendicular, to said first base plate and preferably
rigidly connected therewith, and wherein at least one of the base plates (60.1, 60.2)
has a bore hole (62.1, 62.2) for producing a screwed connection between the base plate
(60.1, 60.2) and a joining element (4.1, 4.2).
18. An assemblage point connector (6) for joining at least two profile compounds (1.1-1.5),
as specified in any one of the claims 1-10, into an assemblage point (5),
characterised in that
first fastening means for fastening a first profile compound (1.1) and
second fastening means, which are mechanically connected to the first fastening means,
for fastening a second profile compound (1.2).
19. The assemblage point connector (6) as specified in claim 18, wherein the connection
in the assemblage point (5) is rigid and the longitudinal direction of at least two
of the profile compounds (1.1-1.5), which are interconnected with each other, are
different from each other.
20. The assemblage point connector (6) as specified in claim 18 or 19, wherein the assemblage
point connector (6) contains a joining element (4.1-4.5) of at least one of the profile
compounds (1.1-1.5) that are interconnected with each other.
21. The assemblage point connector (6) as specified in claim 20, wherein the assemblage
point connector (6) contains at least two arms (64.1-64.5) that are connected one
to the other, a first cruciform joining element (4.1) for a first profile compound
(1.1) is attached to a first arm (64.1) and a second cruciform joining element (4.2)
for a second profile compound (1.2) is attached to a second arm (64.2).
22. The assemblage point connector (6) as specified in claims 19 and 21, wherein the arms
(64.1-64.5) of the assemblage point connector (6) are rigidly connected with one another
and each of the two of the arms (64.1-64.5) includes an angle of 90° or 180°.
23. A use of the profile compound (1) as specified in one of the claims 1-11 in engine
construction, tool building, plant engineering and construction, bearing technology,
jig manufacturing, furniture construction, store construction, stand construction
or building construction, in particular steel framed building construction or wood
frame building construction.
1. Assemblage de profilé (1) de plusieurs éléments de profilé (2.1-2.4), les éléments
de profilé (2.1-2.4) étant disposés parallèlement entre eux et définissant un sens
longitudinal (z), les éléments de profilé (2.1-2.4) étant reliés les uns aux autres
par au moins un élément de liaison (4.1, 4.2) et au moins deux des éléments de profilé
(2.1- 2.4) étant espacés l'un de l'autre de telle sorte qu'au moins une rainure longitudinale
(3.1-3.4) est agencée entre eux, caractérisé en ce que le au moins un élément de liaison (4.1, 4.2) contient aussi bien des moyens de liaison
(46.1-46.4) pour l'établissement de liaisons de serrage entre au moins deux des éléments
de profilé (2.1 - 2.4) et le au moins un élément de liaison (4.1, 4.2) que des moyens
d'espacement (44.1-44.4) pour le respect d'un espacement réciproque bien défini entre
les au moins deux éléments de profilé (2.1-2.4).
2. Assemblage de profilé (1) selon la revendication 1, les moyens de liaison (46.1-46.4)
ne pénétrant pas les éléments de profilé (2.1-2.4).
3. Assemblage de profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les
moyens de liaison (46.1-46.4) établissant des liaisons de serrage entre tous les éléments
de profilé (2.1-2.4) et l'élément de liaison (4.1, 4.2) respectif.
4. Assemblage de profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les
liaisons de serrage étant établies par des forces de vis.
5. Assemblage de profilé (1) selon la revendication 4, l'assemblage de profilé (1) présentant
au moins trois éléments de profilé (2.1-2.4), au moins un élément de liaison (4) étant
conçu comme structure en forme d'étoile, dont le nombre de bras (44.1-44.4) est identique
au nombre d'éléments de profilé (2.1-2.4), chaque élément de profilé (2.1) s'appliquant
sur deux bras (44.1, 44.4) et deux éléments de profilé (2.1, 2.2) s'appliquant sur
chaque bras (44.1), et un taraudage (45.1) étant placé sur la surface latérale avant
de chaque bras (44.1) pour le logement d'une vis de serrage (46.1), de sorte que la
vis de serrage (46.1) établit une liaison de serrage entre les deux éléments de profilé
(2.1, 2.2) s'appliquant sur le bras (44.1) avec le bras (44.1).
6. Assemblage de profilé (1) selon la revendication 5, l'assemblage de profilé (1) présentant
quatre éléments de profilé (2.1-2.4) et le au moins un élément de liaison (4) en forme
d'étoile étant conçu en forme de croix et étant constitué de préférence de respectivement
deux poutres (41.1, 41.2) assemblées à mi-bois l'une avec l'autre.
7. Assemblage de profilé (1) selon la revendication 6, chacun des quatre éléments de
profilé (2.1-2.4) étant conçu comme tuyau moulé spécial, dont la section de base est
dérivée d'un carré, sur lequel cependant deux surfaces sont décalées en partie vers
l'extérieur, de telle sorte que, sur les emplacements de décalage, il se forme deux
surfaces de serrage (23) comme surfaces d'application pour les vis de serrage (46.1-46.4)
ou éléments de serrage (47.1-47.4).
8. Assemblage de profilé (1) selon l'une quelconque des revendications 1-4, au moins
un élément de liaison (4) étant conçu comme cadre avec des ouvertures (48.1-48.4)
pour le logement des éléments de profilé (2.1-2.4) et des moyens de serrage (46.1-46.4),
qui contiennent de préférence des vis de serrage, étant placés sur chaque couverture
(48.1-48.4) pour exercer une force de serrage sur l'élément de profilé (2.1-2.4) correspondant.
9. Assemblage de profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les
éléments de profilé comprenant des profilés ouverts comme par exemple des profilés
en T, en I, en Z, en C, en U ou en L, des profilés creux comme par exemple des profilés
creux circulaires ou des profilés creux rectangulaires, des profilés creux et/ou des
profilés pleins, comme par exemple des profilés pleins circulaires ou des profilés
creux rectangulaires, remplis d'un matériau comme par exemple du béton.
10. Assemblage de profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, les
éléments de profilé (2.1-2.4) étant à base d'un matériau métallique comme par exemple
de l'aluminium, du laiton, du cuivre ou de l'acier, et en particulier de l'acier inoxydable,
de bois ou de plastique.
11. Assemblage de profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'assemblage
de profilé (1) comprenant deux ou plus de deux éléments de liaison (4.1, 4.2) espacés
l'un de l'autre dans le sens longitudinal (z).
12. Agencement (11) d'au moins deux assemblages de profilé (1.1-1.5), qui sont reliés
l'un à l'autre par un connecteur de point nodal (6) dans un point nodal (5), caractérisé en ce que les assemblages de profilé (1.1-1.5) sont des assemblages de profilé selon l'une
quelconque des revendications précédentes.
13. Agencement (11) selon la revendication 12, la liaison étant rigide au point nodal
(5) et les sens longitudinaux d'au moins deux des assemblages de profilé (1.1-1.5)
reliés les uns aux autres étant différents les uns des autres.
14. Agencement (11) selon la revendication 12 ou 13, le connecteur de point nodal (6)
comprenant un élément de liaison (4.1, 4.2) d'au moins l'un des assemblages de profilé
(1.1, 1.2) reliés les uns aux autres.
15. Agencement (11) selon la revendication 14, au moins un premier (1.1) et un second
(1.2) des assemblages de profilé (1.1, 1.2) reliés les uns aux autres étant des assemblages
de profilé selon la revendication 5 et le connecteur de point nodal (6) contenant
un premier élément de liaison (4.1) en forme de croix pour le premier assemblage de
profilé (1.1), au moins un bras (64.1) du premier élément de liaison (4.1) en forme
de croix portant un second élément de liaison (4.2) en forme de croix pour le second
assemblage de profilé (1.2), dont le sens longitudinal est perpendiculaire au sens
longitudinal du premier assemblage de profilé (1.1).
16. Agencement (11) selon la revendication 14, au moins un second (1.2) des assemblages
de profilé (1.1, 1.2) reliés les uns aux autres étant un assemblage de profilé selon
la revendication 5, le connecteur de point nodal (6) contenant une plaque de base
(60) plane et un élément de liaison (4) en forme de croix fixé verticalement sur la
plaque de base (60) pour le second assemblage de profilé (1.2).
17. Agencement (11) selon la revendication 12 ou 13, le connecteur de point nodal (6)
présentant une première plaque de base (60.1) plane et une seconde plaque de base
(60.2) plane, coudée, de préférence perpendiculairement à la première plaque, donc
reliée de préférence de façon rigide, et au moins l'une des plaques de base (60.1,
60.2) présentant un perçage (62.1, 62.2) pour l'établissement d'un assemblage de vis
entre la plaque de base (60.1, 60.2) et un élément de liaison (4.1, 4.2).
18. Connecteur de point nodal (6) pour la liaison d'au moins deux assemblages de profilé
(1.1-1.5) selon l'une quelconque des revendications 1-10 dans un point nodal (5),
caractérisé par
des premiers moyens de fixation pour la fixation d'un premier assemblage de profilé
(1.1) et
des seconds moyens de fixation, reliés mécaniquement aux premiers moyens de fixation,
pour la fixation d'un second assemblage de profilé (1.2) .
19. Connecteur de point nodal (6) selon la revendication 18, la liaison étant rigide au
point nodal (5) et les directions longitudinales d'au moins deux des assemblages de
profilé (1.1-1.5) reliés entre eux étant différentes les unes des autres.
20. Connecteur de point nodal (6) selon la revendication 18 ou 19, le connecteur de point
nodal (6) contenant un élément de liaison (4.1-4.5) d'au moins l'un des assemblages
de profilé (1.1-1.5) reliés les uns aux autres.
21. Connecteur de point nodal (6) selon la revendication 20, le connecteur de point nodal
(6) contenant au moins deux bras (64.1-64.5) reliés l'un à l'autre, un premier élément
de liaison (4.1) en forme de croix pour un premier assemblage de profilé (1.1) étant
fixé sur un premier bras (64.1) et un second élément de liaison (4.2) en forme de
croix pour un second assemblage de profilé (1.2) étant fixé sur un second bras (64.2).
22. Connecteur de point nodal (6) selon les revendications 19 et 21, les bras (64.1-64.5)
du connecteur de point nodal (6) étant reliés entre eux de façon rigide et à chaque
fois deux des bras (64.1-64.5) formant un angle de 90° ou de 180° .
23. Utilisation de l'assemblage de profilé (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 11 dans la construction de machines, la construction d'appareils, la construction
d'installations, la technique de palier, la construction de dispositifs, la construction
de meubles, l'aménagement de magasins, la construction de stands de salon ou le bâtiment,
en particulier la construction en ossature métallique ou la construction en ossature
en bois.
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- StrangpressenAluminium-Verlag20010000 [0003]