[0001] Die Erfindung betrifft einen Nockenwellenversteller zur Verstellung und Fixierung
der Phasenlage einer Nockenwelle einer Brennkraftmaschine gegenüber einer Phasenlage
von dessen Kurbelwelle mit einem von der Kurbelwelle angetriebenen Antriebsrad, einem
nockenwellenfesten Abtriebsteil, das an einer Nockenwelle oder einer Verlängerung
der Nockenwelle angebracht ist und das von dem Antriebsrad über einen hydraulischen
Stellantrieb angetrieben wird, wobei der Stellantrieb aus mindestens einem Paar gegeneinander
arbeitender hydraulischer Druckkammern besteht und wobei die Druckkammern über einen
Druckmittelverteiler und Druckmittelleitungen mit Druckmittel versorgt werden.
[0002] In Brennkraftmaschinen werden zur Betätigung der Gaswechselventile Nockenwellen eingesetzt.
Die Nockenwelle ist in der Brennkraftmaschine derart angebracht, dass auf ihr angebrachte
Nocken an Nockenfolgern, beispielsweise Tassenstößeln, Schlepphebeln oder Schwinghebeln,
anliegen. Wird die Nockenwelle in Drehung versetzt, so wälzen die Nocken auf den Nockenfolgern
ab, die wiederum die Gaswechselventile betätigen. Durch die Lage und die Form der
Nocken ist somit sowohl die Öffnungsdauer als auch Amplitude aber auch der Öffnungs-
und Schließzeitpunkt der Gaswechselventile festgelegt.
[0003] Moderne Motorkonzepte gehen dahin, den Ventiltrieb variabel auszulegen. Einerseits
sollen Ventilhub und Ventilöffnungsdauer variabel gestaltbar sein, bis hin zur kompletten
Abschaltung einzelner Zylinder. Dafür sind Konzepte wie schaltbare Nockenfolger oder
elektrohydraulische oder elektrische Ventilbetätigungen vorgesehen. Weiterhin hat
es sich als vorteilhaft herausgestellt, während des Betriebs der Brennkraftmaschine
Einfluss auf die Öffnungs- und Schließzeiten der Gaswechselventile nehmen zu können.
Ebenfalls wünschenswert ist es auf die Öffnungs- bzw. Schließzeitpunkte der Einlass-
bzw. Auslassventile getrennt Einfluss nehmen zu können, um beispielsweise gezielt
eine definierte Ventilüberschneidung einstellen zu können. Durch die gezielte Einstellung
der Öffnungs- bzw. Schließzeitpunkte der Gaswechselventile abhängig vom aktuellen
Kennfeldbereich des Motors, beispielsweise von der aktuellen Drehzahl bzw. der aktuellen
Last, können der spezifische Treibstoffverbrauch gesenkt, das Abgasverhalten positiv
beeinflusst, der Motorwirkungsgrad, das Maximaldrehmoment und die Maximalleistung
erhöht werden.
[0004] Die beschriebene Variabilität in der Gaswechselventilzeitensteuerung wird durch eine
relative Änderung der Phasenlage der Nockenwelle zur Kurbelwelle bewerkstelligt. Dabei
steht die Nockenwelle meist über einen Ketten-, Riemen-, oder Zahnradtrieb in direkter
Antriebsverbindung mit der Kurbelwelle. Zwischen dem von der Kurbelwelle angetriebenen
Ketten-, Riemen- oder Zahnradtrieb und der Nockenwelle ist ein Nockenwellenversteller
angebracht, der das Drehmoment von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle überträgt.
Dabei ist diese Vorrichtung derart ausgebildet, dass während des Betriebs der Brennkraftmaschine
die Phasenlage zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle sicher gehalten und, wenn gewünscht,
die Nockenwelle in einem gewissen Winkelbereich gegenüber der Kurbelwelle verdreht
werden kann.
[0005] In Brennkraftmaschinen mit je einer Nockenwelle für die Einlass- und die Auslassventile
können diese mit je einem Nockenwellenversteller ausgerüstet werden. Dadurch können
die Öffnungs- und Schließzeiten der Einlass- und Auslassgaswechselventile zeitlich
relativ zueinander verschoben und die Ventilzeitüberschneidungen gezielt eingestellt
werden.
[0006] Der Sitz moderner Nockenwellenversteller befindet sich im allgemeinen am antriebsseitigen
Ende der Nockenwelle. Er besteht aus einem kurbelwellenfesten Antriebsrad, einem nockenwellenfesten
Abtriebsteil und einem das Drehmoment vom Antriebsrad auf das Abtriebsteil übertragenden
Verstellmechanismus. Das Antriebsrad kann als Ketten-, Riemen- oder Zahnrad ausgeführt
sein und ist mittels einer Kette, eines Riemens oder eines Zahnradtriebs mit der Kurbelwelle
drehfest verbunden. Der Verstellmechanismus kann elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch
betrieben werden.
[0007] Bei den hydraulisch betriebenen Nockenwellenverstellern unterscheidet man sogenannte
Axialkolbenversteller und Rotationskolbenversteller.
[0008] Bei den Axialkolbenverstellern steht das Antriebsrad mit einem Kolben über eine Schrägverzahnung
in Verbindung. Weiterhin steht der Kolben mit dem Abtriebsteil ebenfalls über eine
Schrägverzahnung in Verbindung. Der Kolben trennt einen durch das Abtriebsteil und
das Antriebsrad gebildeten Hohlraum in zwei axial zueinander angeordnete Druckkammern.
Wird nun die eine Druckkammer mit einem Hydraulikmedium beaufschlagt, während die
andere Druckkammer mit einem Ölauslass verbunden wird, so verschiebt sich der Kolben
in axialer Richtung. Diese axiale Verschiebung bewirkt mittels der beiden Schrägverzahnungen
eine relative Verdrehung des Antriebsrades zum Abtriebsteil und damit der Nockenwelle
zur Kurbelwelle.
[0009] In einem Rotationskolbenversteller ist das Antriebsrad drehfest mit einem Stator
verbunden. Der Stator und das Abtriebsteil sind konzentrisch zueinander angeordnet.
Der radiale Zwischenraum zwischen diesen beiden Bauteilen nimmt mindestens eine, in
der Regel aber mehrere, in Umfangsrichtung beabbeabstandete Hohlräume auf. Die Hohlräume
sind in axialer Richtung durch Seitenwände druckdicht begrenzt. In jeden dieser Hohlräume
erstreckt sich ein mit dem Abtriebsteil verbundener Flügel. Dieser Flügel teilt jeden
Hohlraum in zwei Druckkammern. Durch gezieltes Verbinden der einzelnen Druckkammern
mit einer Hydraulikmittelpumpe bzw. mit einem Hydraulikmittelauslass kann die Phase
der Nockenwelle relativ zur Kurbelwelle eingestellt bzw. gehalten werden.
[0010] Zur Steuerung des Nockenwellenverstellers erfassen Sensoren die Kenndaten des Motors
wie beispielsweise den Lastzustand und die Drehzahl. Diese Daten werden einer elektronischen
Kontrolleinheit zugeführt, die nach Vergleich der Daten mit einem Kenndatenfeld der
Brennkraftmaschine den Verstellmotor des Nockenwellenverstellers bzw. den Zu- und
den Abfluss von Hydraulikmittel zu den verschiedenen Druckkammern steuert.
[0011] Die axiale Position der Nockenwelle im Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors wird
durch ein zweiseitig wirkendes Axiallager bestimmt. Idealerweise befindet sich dieses
am nockenwellenverstellerseitigen Ende der Nockenwelle. Dadurch werden Verschiebungen
der Steuertriebsebene durch thermische Längung der Nockenwelle unter Betriebsbedingungen
vermieden.
[0012] Ein derartiges Axiallager ist beispielsweise aus der
DE 199 58 629 A1 bekannt. Dabei besteht das Axiallager aus einem einteilig mit der Nockenwelle ausgeführten
umlaufenden radialen Steg, der in eine ringförmig umlaufende Nut einer Lagerschale
eingreift. Diese Ausführung einer Axiallagerung der Nockenwelle ist bei Einsatz eines
Nockenwellenverstellers mit einem Zentralventil, das durch einen Zentralmagneten gesteuert
wird, nicht geeignet, da durch das Zusammenspiel verschiedener Bauteile zwischen Nockenwellenaxiallager
und Zentralmagnet große Toleranzen resultieren. Daher ist ein Zentralmagnet mit einem
großen Hub erforderlich, wodurch die axiale Baulänge des Nockenwellenverstellers erheblich
vergrößert wird.
[0013] In der
DE 100 13 877 A1 ist eine Vorrichtung zum Verändern der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer
Brennkraftmaschine vorgestellt, wobei das Nockenwellenaxiallager an der den Nocken
abgewandten Seite des Nockenwellenverstellers ausgebildet ist. Ein Druckmitteladapter
ist mittels einer Befestigungsschraube mit einem nockenwellenfesten Bauteil des Nockenwellenverstellers
verbunden. An der dem Nockenwellenversteller abgewandten Seite des Druckmitteladapters
ist ein sich radial erstreckender Kragen ausgebildet. Zwischen dem Druckmitteladapter
und dem Nockenwellenversteller ist zusätzlich eine Unterlegscheibe angeordnet. Der
Kragen des Druckmitteladapters und die Unterlegscheibe bilden eine auf der Außenmantelfläche
des Druckmitteladapters ringförmig umlaufende Nut, in die ein zylinderkopffestes Bauteil,
wie beispielsweise der Zylinderkopf selbst, eine Lagerbrücke oder ein Gehäuseteil
eingreift. Dadurch ist die Nockenwelle gegen axiales Verschieben gegenüber dem Zylinderkopf
gesichert.
[0014] Diese Ausbildung einer Axiallagerung einer Nockenwelle durch eine Unterlegscheibe
und einen Druckmitteladapter der an der den Nocken abgewandten Seite des Nockenwellenverstellers
angebracht ist, ermöglicht den Einsatz eines innerhalb der Nockenwelle oder des Rotors
des Nockenwellenverstellers angebrachten Zentralventils. Durch die geringe Anzahl
der Bauteile zwischen dem Nockenwellenaxiallager und dem für die Verstellung des Zentralventils
notwendigen Zentralmagneten kann in dieser Lösung die Toleranzkette und damit der
Hub und damit die axiale Baulänge des Zentralmagneten reduziert werden.
[0015] Nachteilig wirkt sich in dieser Ausführungsform die große Anzahl an Bauteilen aus,
die für die Axiallagerung der Nockenwelle benötigt wird. Dies führt neben höheren
Kosten und Gewicht der zusätzlichen Bauteile zu einem erhöhten Montageaufwand. Zusätzlich
sind Montagefehler, wie beispielsweise das versehentliche Weglassen der Beilagscheibe,
möglich.
Zusammenfassung der Erfindung
[0016] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese geschilderten Nachteile zu
vermeiden und einen Nockenwellenversteller mit einem koaxial zur Nockenwelle angeordneten
Druckmittelverteiler zu schaffen, wobei die Toleranzkette zwischen Nockenwellenaxiallager
und Druckverteiler verkürzt und die Bauteileanzahl des Nockenwellenaxiallagers minimiert
wird.
[0017] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Druckmittelverteiler
und der Nockenwellenversteller zusammen mit einem zylinderkopffesten Bauteil ein Nockenwellenaxiallager
bilden. Dabei kann es sich bei dem zylinderkopffesten Bauteil beispielsweise um den
Zylinderkopf selber, eine Lagerbrücke oder ein Gehäuseteil handeln.
[0018] In der vorliegenden Erfindung ist ein Nockenwellenversteller drehfest an einem hohlen
Abschnitt einer zumindest teilweise hohl ausgeführten Nockenwelle befestigt. Die Nockenwelle
durchgreift die zentrale Bohrung des Abtriebsteils des Nockenwellenverstellers, wobei
sie sich in axialer Richtung über den Bereich des Nockenwellenverstellers erstreckt.
Natürlich ist auch denkbar, dass statt der Nockenwelle eine Verlängerung der Nockenwelle
den Nockenwellenversteller durchgreift, weshalb im Folgenden unter Nockenwelle entweder
eine Nockenwelle oder eine Verlängerung dieser verstanden wird.
[0019] Der Nockenwellenversteller besteht im wesentlichen aus einem Antriebsrad, einem Abtriebsteil
und verschiedenen Gehäuseteilen, wobei innerhalb dieser Gehäuseteile mindestens zwei
gegeneinander wirkende Druckkammern ausgebildet sind. Das Abtriebsteil ist in der
vorliegenden Erfindung form-, reib-, kraft- oder stoffschlüssig an der Nockenwelle
befestigt. Die Nockenwelle ist an dem Stirnende, welches den Nockenwellenversteller
durchgreift, hohl ausgeführt. Im Inneren der Nockenwelle ist ein Druckmittelverteiler
angeordnet. Der Druckmittelverteiler leitet den beiden gegeneinander wirkenden Druckkammern
Druckmittel zu. Dabei kann der Druckmittelverteiler entweder als Druckmitteladapter
oder als Zentralventil ausgeführt sein. Ist der Druckmittelverteiler als Zentralventil
ausgeführt, so wird dieses vorteilhafterweise von einer sich direkt an das Zentralventil
anschließenden elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung betätigt.
Der Druckmittelverteiler überragt die Nockenwelle an der den Nocken abgewandten Seite
des Nockenwellenverstellers in axialer Richtung und ist mit dieser kraft-, stoff-
oder formschlüssig verbunden. An der aus der Nockenwelle herausragenden Stirnseite
ist der Druckmittelverteiler mit einem sich radial erstreckenden Bund versehen, der
die Nockenwelle in radiale Richtung überragt.
[0020] Im montierten Zustand befindet sich also zwischen dem Nockenwellenversteller und
dem radialen Bund des Druckmittelverteilers eine ringförmig um die Nockenwelle umlaufende
Nut. In diese Nut greift ein Teil des Zylinderkopfs, einer Lagerbrücke oder eines
Gehäuses ein. Der radiale Bund des Druckmittelverteilers verhindert nun im Zusammenspiel
mit dem zylinderkopffesten Bauteil ein axiales Wandern der Nockenwelle weiter in den
Zylinderkopf hinein. Gleichermaßen verhindert der Nockenwellenversteller im Zusammenspiel
mit dem zylinderkopffesten Bauteil ein Wandern der Nockenwelle in die axial entgegengesetzte
Richtung. Dabei ist sowohl denkbar, dass ein Teil des Gehäuses als auch, dass das
Abtriebsteil des Nockenwellenverstellers als Anlauffläche für den zylinderkopffesten
Teil des Lagers dient.
[0021] Durch die Ausbildung einer Anlauffläche des Axiallagers an dem Nockenwellenversteller
und an einem zentral in der Nockenwelle sitzenden Druckmittelverteiler wird die Anzahl
der Bauteile und damit die Kosten und der Montageaufwand der Einheit minimiert. Bei
der Verwendung eines Zentralventils als Druckmittelverteiler kann die Anzahl der Bauteile,
im Vergleich zu einem außerhalb des Nockenwellenverstellers angeordneten Ventils,
von welchem aus die Druckkammern über einen Druckmitteladapter mit Druckmittel versorgt
werden, weiter minimiert werden. Da das Zentralventil selber ein Teil des Nockenwellenaxiallagers
ist, ist die Toleranzkette zwischen Nockenwellenaxiallager und Zentralventil auf ein
Minimum reduziert, wodurch der Hub des Zentralmagneten, der das Zentralventil steuert,
gering ausgelegt werden kann. Dadurch kann der axiale Bauraum des Zentralmagneten
und damit der ganzen Einheit minimiert werden.
[0022] In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform wird die Aufgabe dadurch gelöst,
dass der Druckmittelverteiler alleine, zusammen mit einem zylinderkopffesten Bauteil
ein Nockenwellenaxiallager bildet. Wie in der ersten Ausführungsform, durchgreift
eine zumindest teilweise hohl ausgeführte Nockenwelle eine Bohrung eines Nockenwellenverstellers.
Die Nockenwelle ist an ihrem stirnseitigen Ende, welches den Nockenwellenversteller
durchgreift, hohl ausgeführt. Weiterhin überragt dieses Ende der Nockenwelle den Nockenwellenversteller
in axialer Richtung. Der im wesentlichen aus einem Antriebsteil, einem Abtriebsteil
und Gehäuseteilen bestehende Nockenwellenversteller ist kraft-, reib-, form- oder
stoffschlüssig an der Nockenwelle befestigt. Am antriebsseitigen Ende ist ein Druckmittelverteiler
in den hohlen Abschnitt der Nockenwelle eingebracht. Dieser erstreckt sich in axialer
Richtung vom Nockenwellenversteller bis über das stirnseitige Ende der Nockenwelle
hinaus. Der Druckmittelverteiler kann als Druckmitteladapter ausgeführt sein. In diesem
Fall ist er mit mindestens zwei Druckmittelkanälen versehen, durch die der Nockenwellenversteller
über Bohrungen in der Nockenwelle mit Druckmittel versorgt wird. Ebenso ist der Einsatz
eines Zentralventils denkbar, welches im wesentlichen aus einer mit Bohrungen versehenen
Hülse und einem innerhalb der Hülse angeordneten Steuerkolben besteht. Am aus der
Nockenwelle herausragenden stirnseitigen Ende des Druckmittelverteilers ist dieser
mit einem sich radial erstreckenden Bund ausgebildet, wobei der Bund in radialer Richtung
die Nockenwelle überragt. Der Druckmittelverteiler ist kraft-, stoff- oder formschlüssig
mit der Nockenwelle verbunden.
[0023] Im montierten Zustand befindet sich die antriebsseitige Stirnseite der Nockenwelle
in axialer Richtung innerhalb eines zylinderkopffesten Bauteils, wie beispielsweise
dem Zylinderkopf selber, einer Lagerbrücke oder einem Deckel. Das zylinderkopffeste
Bauteil ist mit einer Bohrung versehen, in der die Nockenwelle angeordnet ist. An
der Innenmantelfläche der Bohrung ist eine Ringnut ausgebildet, in die der radial
abstehende Bund des Druckmittelverteilers eingreift. Der radiale Bund des Druckmittelverteilers
bildet auf diese Weise im Zusammenspiel mit dem zylinderkopffesten Bauteil das Axiallager
der Nockenwelle.
[0024] Vorteilhafterweise ist das Abtriebsteil über die Nockenwelle oder die Verlängerung
der Nockenwelle geschoben und kraft-, form- oder stoffschlüssig mit dieser verbunden.
Weiterhin überragt die Nockenwelle oder die Verlängerung der Nockenwelle das Abtriebsteil
in axialer Richtung auf der den Nocken abgewandten Seite des Nockenwellenverstellers.
Der Druckmittelverteiler ist innerhalb der zumindest teilweise hohl ausgeführten Nockenwelle
angeordnet und kann als Druckmitteladapter oder vorteilhafterweise als Zentralventil
ausgeführt sein. Im Falle einer Ausführung als Zentralventil ist vorgesehen, den Druckmittelverteiler
als 4/3-Wegeventil auszubilden. Der Druckmittelverteiler ist kraft-, form-, stoffschlüssig
oder mittels einer Schraubverbindung in der Nockenwelle befestigt und überragt die
Nockenwelle in axialer Richtung. Der Druckmittelverteiler weist an der dem Nockenwellenversteller
abgewandten Seite einen sich radial nach außen erstreckenden Bund auf. Dabei ist vorgesehen,
dass der Bund einen Teil des Axiallagers gegenüber dem zylinderkopffesten Bauteil
bildet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0025] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und
aus den Zeichnungen, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt
sind. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung zur Veränderung der Steuerzeiten einer Brennkraftmaschine
(Nockenwellenversteller) nach Figur 1 a entlang der Linie I-I, die den prinzipiellen
Aufbau eines Nockenwellenverstellers in Rotationskolbenbauart zeigt,
- Figur 1 a
- einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zur Veränderung der Steuerzeiten einer Brennkraftmaschine
(Nockenwellenversteller) nach Figur 1 entlang der Linie la-la, ohne Druckmittelverteiler,
die den prinzipiellen Aufbau eines Nockenwellenverstellers in Rotationskolbenbauart
zeigt,
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Veränderung der Steuerzeiten
einer Brennkraftmaschine nach Figur 1 im montierten Zustand,
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Veränderung der Steuerzeiten
einer Brennkraftmaschine nach Figur 1 in einem zweiten erfindungsgemäßen Montagezustand.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Die Figuren 1a, 1 bis 3 zeigen eine Vorrichtung zur Veränderung der Steuerzeiten
einer Brennkraftmaschine (Nockenwellenversteller 1). Dabei ist in den Figuren 1 und
1 a der prinzipielle Aufbau eines Nockenwellenverstellers 1 in Rotationskolbenbauart
dargestellt, während in Figur 2 und 3 zwei erfindungsgemäße Nockenwellenversteller
in verschiedenen Einbauvarianten dargestellt sind. In der dargestellten Ausführungsform
ist der Nockenwellenversteller 1 als Rotationskolbenversteller dargestellt. Ebenso
denkbar sind allerdings auch andere Ausführungsformen hydraulische betriebener Nockenwellenversteller
1 wie z. B. Axialkolbenversteller. Der Nockenwellenversteller 1 besteht im wesentlichen
aus einem Antriebsrad 2, einem Abtriebsteil 3 und zwei scheibenförmig ausgeführten
Seitenwänden 4 und 5. Das Antriebsrad 2 ist in der dargestellten Ausführungsform als
Kettenrad ausgeführt, welches über eine Antriebskette mit einer nicht dargestellten
Kurbelwelle verbunden ist. Ebenso denkbar sind aber auch Ausführungsformen in denen
das Antriebsrad 2 als Riemenrad bzw. Zahnrad ausgeführt ist, welches von einem Zahnriemen
bzw. Zahnradtrieb von der Kurbelwelle angetrieben wird. Das Antriebsrad 2 und das
Abtriebsteil 3 sind konzentrisch zueinander angeordnet, wobei die radial innen liegende
Mantelfläche des Antriebsrads 2 mit radialen Ausnehmungen 6 versehen ist, in die am
Abtriebsteil 3 angebrachte Ausbuchtungen 7 eingreifen. Dabei kann es sich bei den
Ausbuchtungen 7 um ausgedehnte Stege oder um Flügel 8 handeln. Die Flügel 8 sind in
axial verlaufenden Nuten, die in der Mantelfläche des Abtriebsteils 3 ausgebildet
sind, angeordnet und werden mittels einer Druckfeder 9 dichtend gegen die radial innen
liegenden Flächen der Ausnehmungen 6 des Antriebsrads 2 gepresst.
[0027] In axialer Richtung wird der Nockenwellenversteller 1 durch die erste und die zweite
Seitenwand 4, 5 begrenzt. Zur Befestigung der Seitewände 4 und 5 am Antriebsrad 2
sind Befestigungsmittel wie beispielsweise Schrauben 10 vorgesehen. Das Antriebsrad
2, das Abtriebsteil 3, die erste und die zweite Seitenwand 4, 5 bilden mehrere voneinander
getrennte Druckräume, die von den Flügeln 8 jeweils in zwei gegeneinander wirkende
Druckkammern 12, 13 geteilt werden. Zur Verstellung der Phase der Nockenwelle 11 relativ
zur Kurbelwelle werden beispielsweise die ersten Druckkammern 12 mit Druckmittel versorgt
und die zweiten Druckkammern 13 mit einem nicht dargestellten Druckmittelreservoir
verbunden, so werden die am Rotor angebrachten Flügel 8 derart verschoben, dass das
Volumen der ersten Druckkammern 12 größer und das der zweiten Druckkammern 13 kleiner
wird. Dadurch wird der Rotor relativ zur Nockenwelle 11 derart verdreht, dass die
Gaswechselventilöffnungszeiten beispielsweise auf einen früheren Zeitpunkt verschoben
werden. Analog bewirkt die Versorgung der zweiten Druckkammern 13 mit Druckmittel
und das gleichzeitige Verbinden der ersten Druckkammern 12 mit dem Druckmittelreservoir
ein Verstellen der Gaswechselventilöffnungszeiten auf einen späteren Zeitpunkt.
[0028] Um zu verhindern, dass die Flügel 8 des Nockenwellenverstellers 1 in Phasen unzureichender
Druckmittelversorgung, wie beispielsweise während der Startphase der Brennkraftmaschine,
unkontrolliert zwischen deren Endpositionen oszillieren, ist der Nockenwellenversteller
1 mit einer in Figur 2 dargestellten Verriegelungsvorrichtung 14 versehen, die das
Abtriebsteil 3 in diesen Zeitspannen in einer definierten Phasenlage zum Antriebsrad
2 hält. In einer axialen Bohrung des Abtriebsteils 3 ist eine Patrone 15 angeordnet,
die sich an der ersten Seitenwand 4 abstützt. Die Patrone 15 ist mit einem sich axial
erstreckenden Vorsprung versehen, um den eine Spiralfeder 16 angeordnet ist. Die Spiralfeder
16 beaufschlagt einen topfartig ausgeführten Kolben 17 mit einer Kraft in Richtung
der zweiten Seitenwand 5 in der eine Kulisse 18 ausgebildet ist. In Phasen ungenügender
Druckmittelversorgung wird der Kolben 17 durch die Federkraft in der Kulisse 18 gehalten
und damit eine feste Phasenbeziehung zwischen Nockenwelle 11 und Kurbelwelle gehalten.
Um den Verriegelungsmechanismus zu deaktivieren, wird die in die Kulisse 18 eingreifende
Stirnseite des Kolbens 17 mit Druckmittel beaufschlagt, wodurch der Kolben 17 entgegen
der Federkraft der Spiralfeder 16 in die Axialbohrung des Abtriebsteils 3 verschoben
wird. Um das sich zwischen dem Kolben 17 und der Patrone 15 sammelnde Leckagedruckmittel
abzuführen sind sich radial erstreckende Ausnehmungen in der Patrone 15 und damit
kommunizierende Öffnungen in der ersten Seitenwand 4 vorgesehen.
[0029] Der Nockenwellenversteller 1 ist kraft-, form-, reib- oder stoffschlüssig auf einer
Nockenwelle 11 befestigt. Die Nockenwelle 11 trägt einen oder mehrere Nocken 19 und
durchgreift eine Bohrung 20 des Abtriebsteils 3, wobei sie den Nockenwellenversteller
1 auf der den Nocken 19 abgewandten Seite in axialer Richtung überragt. Die Nockenwelle
11 ist zumindest am stirnseitigen Ende, welches den Nockenwellenversteller 1 durchgreift,
hohl ausgeführt. Innerhalb dieses Hohlraums ist ein Druckmittelverteiler 21 eingebracht.
Bei dem Druckmittelverteiler 21 kann es sich um einen Druckmitteladapter handeln,
der die gegeneinander wirkenden Druckkammern 12, 13 mit einer Druckmittelpumpe bzw.
mit dem Druckmittelreservoir verbindet.
[0030] Im vorliegenden Beispiel ist der Druckmittelverteiler 21 als Zentralventil 22 ausgeführt.
Das Zentralventil 22 besteht aus einem hülsenförmig ausgeführten Ventilkörper 23 und
einem Ventilkolben 24. Der Ventilkörper 23 erstreckt ausgehend von dem Nockenwellenabschnitt,
der vom Nockenwellenversteller 1 umgriffen wird, in axialer Richtung bis über das
antriebsseitige Stirnende der Nockenwelle 11 hinaus. Dabei ist der Außendurchmesser
des Ventilkörpers 23 im wesentlichen dem Innendurchmesser der Nockenwelle 11 angepasst,
und kraft-, stoff- bzw. formschlüssig mit dieser verbunden. Beispielhaft werden hier
Verbindungsmethoden wie Verschraubung, Presssitz oder Verkleben angegeben. An dem
aus der Nockenwelle 11 herausragenden stirnseitigen Ende des Ventilkörpers 23 ist
dieses mit einem sich radial erstreckenden Bund 42 versehen, welcher sich in radialer
Richtung über die Nockenwelle 11 hinaus erstreckt.
[0031] Die Außenmantelfläche des Ventilkörpers 23 ist mit einem ersten, einem zweiten, einem
dritten und einem vierten Ringkanal 25, 26, 27, 28 versehen, wobei die Ringkanäle
25 bis 28 axial zueinander beabstandeten angeordnet sind. Jeder der Ringkanäle 25
bis 28 ist als Durchmesserverringerung in der Außenmantelfläche des Ventilkörpers
23 ausgeführt und kommuniziert sowohl mit jeweils einer Gruppe von ersten bis vierten
Öffnungen 29, 30, 31, 32 die in die Nockenwelle 11 eingebracht sind als auch mit jeweils
einer Gruppe von in den Ventilkörper 23 eingebrachten fünfte bis achte Öffnungen 33,
34, 35, 36, die die Ringkanäle 25 bis 28 mit dem Inneren des Zentralventils 22 verbinden.
Je eine der Gruppe von Öffnungen 29 bis 32, eine der Gruppe von Öffnungen 33 bis 36
und der jeweilige dazugehörige Ringkanal 25 bis 28 bilden einen Anschluss 37, 38,
39, 40. Weiterhin ist das sich in der Nockenwelle 11 befindende stirnseitige Ende
des Ventilkörpers 23 mit einer neunten Öffnung 41 versehen, die den Innenraum des
Ventilkörpers 23 in den Hohlraum der zumindest teilweise hohl ausgeführten Nockenwelle
11 entlüftet.
[0032] Innerhalb des Ventilkörpers 23 ist axial verschiebbar ein hohl ausgeführter Ventilkolben
24 angeordnet. Der Ventilkolben 24 kann über ein Stellelement 43 einer Stelleinrichtung
44 gegen die Rückstellkraft einer am Ventilkolben 24 angreifenden und sich am Inneren
des Ventilkörpers 23 abstützenden Feder 45 in axialer Richtung verschoben werden.
Die Stelleinrichtung 44 kann beispielsweise ein Elektromagnet sein, in dem ein mit
dem Stellelement 43 verbundener Permanentmagnet angeordnet ist. Durch Variation der
dem Elektromagneten zugeführten Stromstärke kann die Position des Permanentmagneten,
damit die Position des Stellelements 43 und damit die Position des Ventilkolbens 24
gezielt verändert werden.
[0033] Die Außenmantelfläche des Ventilkolbens 24 ist mit einem fünften bis siebten Ringkanal
46, 47, 48 versehen, die wiederum als Durchmesserverringerungen in der Außenmantelfläche
des Ventilkolbens 24 ausgeführt sind. Der fünfte Ringkanal 46 ist über eine zehnte
Gruppe von Öffnungen 49 und der siebte Ringkanal 48 über eine elfte Gruppe von Öffnungen
50 mit dem Inneren des Ventilkolbens 24 verbunden. Das Innere des Ventils 24 ist mit
Ausnahme der zehnten und elften Öffnungen 49, 50 geschlossen ausgebildet. In der dargestellten
Ausführungsform ist der Ventilkolben 24 topfförmig ausgeführt. Die offene Stirnseite
des Ventilkolbens 24 ist mittels eines scheibenförmigen Elementes 51, welches sowohl
am Ventilkolben 24, als auch am Stellelement 43 anliegt, druckdicht verschlossen.
[0034] Im Folgenden wird die Funktionsweise des Nockenwellenverstellers 1 erklärt. Über
den ersten Anschluss 37 wird dem fünften Ringkanal 46 Druckmittel zugeführt. Der fünfte
Ringkanal 46 kommuniziert über die zehnten und elften Öffnungen 49, 50 mit dem siebten
Ringkanal 48. Der fünfte Ringkanal 46 ist derart ausgeführt, dass er in jeder Stellung
der Stelleinrichtung 44 ersten Anschluss 37 kommuniziert.
[0035] In einem ersten Schaltzustand des Zentralventils 22, die einem unbestromten Zustand
des Elektromagneten der Stelleinrichtung 44 entspricht, wird der Ventilkolben 24 von
der Feder 45 derart verschoben, dass er eine Position mit minimalen Abstand zur Stelleinrichtung
44 einnimmt. In dieser Stellung kommuniziert der siebte Ringkanal 48 über den dritten
Anschluss 39 mit ersten Druckmittelleitungen 52, die in die ersten Druckkammern 12
münden. Gleichzeitig gelangt das Druckmittel von den zweiten Druckkammern 13 über
zweite Druckmittelleitungen 53 und dem vierten Anschluss 40 ins Innere des Ventilkörpers
23, der über die neunte Öffnung 41 in die Nockenwelle 11 und von dort über Entlüftungsbohrungen
54 in das Kurbelgehäuse entlüftet wird. Als Folge werden die Gaswechselventilsteuerzeiten
zu einem früheren Zeitpunkt verstellt.
[0036] In einer zweiten, in Figur 1 dargestellten Stellung des Ventilkolbens 24, die durch
Bestromen des Elektromagneten der Stelleinrichtung 44 mit einer mittleren Stromstärke
eingenommen wird, kommuniziert der siebte Ringkanal 48 weder mit dem dritten noch
mit dem vierten Anschluß 40, wodurch der Druckmittelfluss zum Erliegen kommt und die
aktuelle Phasenlage zwischen Nockenwelle 11 und Kurbelwelle gehalten wird.
[0037] In einer dritten Stellung fließt durch den Elektromagneten der Stelleinrichtung 44
ein Strom maximaler Stromstärke. Dadurch wird der Ventilkolben 24 in eine Position
gebracht, die maximal von der Stelleinrichtung 44 entfernt ist. In diesem Schaltzustand
des Zentralventils 22 ist das Druckmittel über den ersten Anschluss 37, dem fünften
Ringkanal 46, den zehnten und elften Öffnungen 49, 50 dem siebten Ringkanal 48 und
dem vierten Anschluss 40 mit den zweiten Druckmittelleitungen 53 verbunden, von wo
aus sie in die zweiten Druckkammern 13 münden. Gleichzeitig werden die ersten Druckkammern
12 über die ersten Druckmittelleitungen 52, den dritten Anschluss 39, dem sechsten
Ringkanal 47 und dem zweiten Anschluss 38 mit dem Druckmittelreservoir verbunden.
Dadurch wird eine Verstellung der Öffnungszeiten der Gaswechselventile zu einem späten
Zeitpunkt bewirkt.
[0038] Figur 2 zeigt eine erste Einbausituation eines erfindungsgemäßen Nockenwellenverstellers
1. Die axiale Position einer Nockenwelle 11 im Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors
wird durch ein zweiseitig wirkendes Axiallager bestimmt. Idealerweise befindet sich
dieses am steuertriebsseitigen Ende der Nockenwelle 11, um eine Verschiebung der Steuertriebsebene
durch thermische Längung der Welle unter Betriebsbedingungen zu vermeiden. Im vorliegenden
Fall wird das Nockenwellenaxiallager durch das Abtriebsteil 3 des Nockenwellenverstellers
1, den sich radial erstreckenden Bund 42 des Ventilkörpers 23 und einem zylinderkopffesten
Bauteil 55 gebildet. Das zylinderkopffeste Bauteil 55 kann der Zylinderkopf selbst,
eine Lagerbrücke oder ein Gehäuseteil sein. Das zylinderkopffeste Bauteil 55 umgreift
die Nockenwelle 11 im Bereich zwischen dem Nockenwellenversteller 1 und dem sich radial
erstreckenden Bund 42.
[0039] Dabei liegt es auf der einen Seite an dem sich radial erstreckenden Bund 42 an. In
der dargestellten Ausführungsform durchgreift das zylinderkopffeste Bauteil 55 auf
seiner dem Bund 42 abgewandten Seite die erste Seitenwand 4 des Nockenwellenverstellers
1 und liegt an dem Abtriebsteil 3 an. Eine axiale Verschiebung der Nockenwelle 11
ist durch diese Anordnung effektiv verhindert. Vorteilhafterweise ist das zylinderkopffeste
Bauteil 55 so ausgeführt, dass es die erste Seitenwand 4 des Nockenwellenverstellers
1 nicht am gesamten Umfang der Nockenwelle 11 durchgreift, um ein effektives Abfließen
des Druckmittels zu gewährleisten.
[0040] Ebenso vorstellbar ist natürlich, dass die zweite Axiallagerfläche nicht am Abtriebsteil
3 des Nockenwellenverstellers 1, sondern an der ersten Seitenwand 4 ausgebildet ist.
[0041] Ist als zylinderkopffestes Bauteil 55 eine Lagerbrücke vorgesehen, so kann diese
ein- oder zweiteilig ausgeführt sein.
Im Falle der einteiligen Ausführung wird zuerst der Nockenwellenversteller 1 auf der
Nockenwelle 11 fixiert und diese in den Zylinderkopf eingelegt. Die Lagerbrücke wird
mit einer Lagerbohrung über ein freies Ende der Nockenwelle 11 geschoben. Anschließend
wird das Zentralventil 22 innerhalb der Nockenwelle 11 kraft-, stoff- oder formschlüssig
fixiert. Dies kann beispielsweise mittels einer Verschraubung, eines Presssitzes oder
durch Verkleben geschehen.
Im Falle einer zweiteiligen Lagerbrücke kann dessen Unterschale bereits am Zylinderkopf
befestigt sein. In einem ersten Schritt wird die Nockenwelle 11 mit fixiertem Nockenwellenversteller
1 und fixiertem Zentralventil 22 in die Unterschale eingelegt. Anschließend wird das
Oberteil der Lagerbrücke auf die Unterschale gesetzt und mit dieser verbunden.
[0042] Figur 3 zeigt eine weitere Möglichkeit der Axiallagerung der Nockenwelle 11. Das
zylinderkopffeste Bauteil 55 ist mit einer Bohrung 56 versehen. Die Innenmantelfläche
der Bohrung 56 ist mit einer ringförmig umlaufenden Nut 57 versehen. Die Nockenwelle
11 ist derart in der Bohrung 56 des zylinderkopffesten Bauteils 55 angeordnet, dass
der sich radial erstreckende Bund 42 des Ventilkörpers 23 in die ringförmig umlaufende
Nut 57 der Innenmantelfläche der Bohrung 56 eingreift. Das zylinderkopffeste Bauteil
55 ist in diesem Fall natürlich als zweiteiliges Bauteil ausgeführt. Bei der Montage
wird der Nockenwellenversteller 1 auf der Nockenwelle 11 gefügt. Eine Unterschale
einer Lagerbrücke ist in diesem Fall schon am Zylinderkopf fixiert. Die Nockenwelle
11 mit dem fixierten Nockenwellenversteller 1 und dem Druckmittelverteiler 21 wird
in den Zylinderkopf eingelegt. Anschließend wird das Oberteil der Lagerbrücke auf
das Unterteil über das freie Ende der Nockenwelle 11 gesetzt. Zum Schluss werden Ober-
und Unterteil miteinander verbunden, wodurch der sich radial erstreckende Bund 42
zusammen mit der ringförmig umlaufenden Nut 57 das Nockenwellenaxiallager ergibt.
Bezugszeichen
[0043]
- 1
- Nockenwellenversteller
- 2
- Antriebsrad
- 3
- Abtriebsteil
- 4
- erste Seitenwand
- 5
- zweite Seitenwand
- 6
- Ausnehmungen
- 7
- Ausbuchtungen
- 8
- Flügel
- 9
- Druckfeder
- 10
- Schraube
- 11
- Nockenwelle
- 12
- erste Druckkammer
- 13
- zweite Druckkammer
- 14
- Verriegelungsvorrichtung
- 15
- Patrone
- 16
- Spiralfeder
- 17
- Kolben
- 18
- Kulisse
- 19
- Nocken
- 20
- Bohrung
- 21
- Druckmittelverteiler
- 22
- Zentralventil
- 23
- Ventilkörper
- 24
- Ventilkolben
- 25
- erster Ringkanal
- 26
- zweiter Ringkanal
- 27
- dritter Ringkanal
- 28
- vierter Ringkanal
- 29
- erste Öffnung
- 30
- zweite Öffnung
- 31
- dritte Öffnung
- 32
- vierte Öffnung
- 33
- fünfte Öffnung
- 34
- sechste Öffnung
- 35
- siebte Öffnung
- 36
- achte Öffnung
- 37
- erster Anschluss
- 38
- zweiter Anschluss
- 39
- dritter Anschluss
- 40
- vierter Anschluss
- 41
- neunte Öffnung
- 42
- Bund
- 43
- Stellelement
- 44
- Stelleinrichtung
- 45
- Feder
- 46
- fünfter Ringkanal
- 47
- sechster Ringkanal
- 48
- siebter Ringkanal
- 49
- zehnte Öffnung
- 50
- elfte Öffnung
- 51
- Element
- 52
- erste Druckmittelleitung
- 53
- zweite Druckmittelleitung
- 54
- Entlüftungsbohrungen
- 55
- zylinderkopffestes Bauteil
- 56
- Bohrung
- 57
- Nut
1. Nockenwellenversteller (1) zur Verstellung und Fixierung der Phasenlage einer Nockenwelle
(11) einer Brennkraftmaschine gegenüber einer Phasenlage von dessen Kurbelwelle mit
- einem von der Kurbelwelle angetriebenen Antriebsrad (2),
- einem nockenwellenfesten Abtriebsteil (3),
- das an einer Nockenwelle (11) oder einer Verlängerung der Nockenwelle (11) angebracht
ist und
- das von dem Antriebsrad (2) über einen hydraulischen Stellantrieb angetrieben wird,
- wobei der Stellantrieb aus mindestens einem Paar gegeneinander arbeitender hydraulischer
Druckkammern (12, 13) besteht und
- wobei die Druckkammern (12, 13) über einen Druckmittelverteiler (14) und Druckmittelleitungen
(52, 53) mit Druckmittel versorgt werden, dadurch gekennzeichnet, dass
- der Druckmittelverteiler (21) und der Nockenwellenversteller (1) zusammen mit einem
zylinderkopffesten Bauteil (55) ein Nockenwellenaxiallager bilden.
2. Nockenwellenversteller (1) zur Verstellung und Fixierung der Phasenlage einer Nockenwelle
(11) einer Brennkraftmaschine gegenüber einer Phasenlage von dessen Kurbelwelle mit
- einem von der Kurbelwelle angetriebenen Antriebsrad (2),
- einem nockenwellenfesten Abtriebsteil (3),
- das an einer Nockenwelle (11) oder einer Verlängerung der Nockenwelle (11) angebracht
ist und
- das von dem Antriebsrad (2) über einen hydraulischen Stellantrieb angetrieben wird,
wobei der Stellantrieb aus mindestens einem Paar gegeneinander arbeitender hydraulischer
Druckkammern (12, 13) besteht und
- wobei die Druckkammern (12,13) über einen Druckmittelverteiler (21) und Druckmittelleitungen
(52, 53) mit Druckmittel versorgt werden, dadurch gekennzeichnet, dass
- der Druckmittelverteiler (21) alleine, zusammen mit einem zylinderkopffesten Bauteil
(55) ein Nockenwellenaxiallager bildet.
3. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtriebsteil (3) über die Nockenwelle (11) oder die Verlängerung der Nockenwelle
(11) geschoben ist und kraft-, form- oder stoffschlüssig mit dieser verbunden ist.
4. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenwelle (11) oder die Verlängerung der Nockenwelle (11) das Abtriebsteil
(3) in axialer Richtung auf der den Nocken (19) abgewandten Seite des Nockenwellenverstellers
(1) überragt.
5. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelverteiler (21) innerhalb der zumindest teilweise hohl ausgeführten
Nockenwelle (11) angeordnet ist.
6. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelverteiler (21) als Zentralventil (22) ausgeführt ist.
7. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelverteiler (21) als 4/3-Wegeventil ausgeführt ist.
8. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelverteiler (21) kraft-, form-, stoffschlüssig oder mittels einer Schraubverbindung
in der Nockenwelle (11) befestigt ist.
9. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelverteiler (21) an der dem Nockenwellenversteller (1) abgewandten Seite
einen sich radial nach außen erstreckenden Bund (42) aufweist.
10. Nockenwellenversteller (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bund (42) einen Teil das Axiallagers gegenüber dem zylinderkopffesten Bauteil
bildet.
1. Camshaft adjuster (1) for adjusting and fixing the phase position of a camshaft (11)
of an internal combustion engine in relation to a phase position of its crankshaft,
having
- a timing gear (2) which is driven by the crankshaft,
- an output part (3) which is secured on the camshaft,
- is attached to a camshaft (11) or to an extension of the camshaft (11) and
- is driven by the timing gear (2) via a hydraulic actuating drive,
- the actuating drive comprising at least one pair of hydraulic pressure chambers
(12, 13) operating towards each other, and
- the pressure chambers (12, 13) being supplied with pressure medium via a pressure
medium distributor (21) and pressure medium lines (52, 53), characterized in that
- the pressure medium distributor (21) and the camshaft adjuster (1) together with
a component (55) secured on the cylinder head form a camshaft axial bearing.
2. Camshaft adjuster (1) for adjusting and fixing the phase position of a camshaft (11)
of an internal combustion engine in relation to a phase position of its crankshaft,
having
- a timing gear (2) which is driven by the crankshaft,
- an output part (3) which is secured on the camshaft,
- is attached to a camshaft (11) or to an extension of the camshaft (11) and
- is driven by the timing gear (2) via a hydraulic actuating drive,
- the actuating drive comprising at least one pair of hydraulic pressure chambers
(12, 13) operating towards each other, and
- the pressure chambers (12, 13) being supplied with pressure medium via a pressure
medium distributor (21) and pressure medium lines (52, 53), characterized in that
- the pressure medium distributor (21) on its own, together with a component (55)
secured on the cylinder head, forms a camshaft axial bearing.
3. Camshaft adjuster (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the output part (3) is pushed over the camshaft (11) or the extension of the camshaft
(11) and is connected thereto non-positively, positively or with a cohesive material
joint.
4. Camshaft adjuster (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the camshaft (11) or the extension of the camshaft (11) protrudes over the output
part (3) in the axial direction on the side of the camshaft adjuster (1) which faces
away from the cam (19).
5. Camshaft adjuster (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the pressure medium distributor (21) is arranged within the camshaft (11) which is
of at least partially hollow design.
6. Camshaft adjuster (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the pressure medium distributor (21) is designed as a central valve (22).
7. Camshaft adjuster (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the pressure medium distributor (21) is designed as a 4/3-way directional control
valve.
8. Camshaft adjuster according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the pressure medium distributor (21) is fastened in the camshaft (11) non-positively,
positively, with a cohesive material joint or by means of a screw connection.
9. Camshaft adjuster (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the pressure medium distributor (21), on the side facing away from the camshaft adjuster
(1), has a radially outwardly extending shoulder (42).
10. Camshaft adjuster (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the shoulder (42) forms part of the axial bearing with respect to the component secured
on the cylinder head.
1. Déphaseur d'arbre à cames (1) pour le réglage et la fixation de la position de phase
d'un arbre à cames (11) d'un moteur à combustion interne par rapport à une position
de phase de son vilebrequin, comprenant :
- une roue d'entraînement (2) entraînée par le vilebrequin,
- une partie de sortie (3) fixée à l'arbre à cames,
- qui est montée sur un arbre à cames (11) ou un prolongement de l'arbre à cames (11)
et
- qui est entraînée par la roue d'entraînement (2) par le biais d'un entraînement
de commande hydraulique,
- l'entraînement de commande se composant d'au moins une paire de chambres de pression
hydrauliques (12, 13) fonctionnant l'une contre l'autre et
- les chambres de pression (12, 13) étant alimentées en fluide sous pression par le
biais d'un distributeur de fluide sous pression (21) et de conduites de fluide sous
pression (52, 53), caractérisé en ce que
- le distributeur de fluide sous pression (21) et le déphaseur d'arbre à cames (1)
forment conjointement avec un composant (55) fixé à la culasse, un palier axial d'arbre
à cames.
2. Déphaseur d'arbre à cames (1) pour le réglage et la fixation de la position de phase
d'un arbre à cames (11) d'un moteur à combustion interne par rapport à une position
de phase de son vilebrequin, comprenant :
- une roue d'entraînement (2) entraînée par le vilebrequin,
- une partie de sortie (3) fixée à l'arbre à cames,
- qui est montée sur un arbre à cames (11) ou un prolongement de l'arbre à cames (11),
et
- qui est entraînée par la roue d'entraînement (2) par le biais d'un entraînement
de commande hydraulique,
- l'entraînement de commande se composant d'au moins une paire de chambres de pression
hydrauliques (12, 13) fonctionnant l'une contre l'autre et
- les chambres de pression (12, 13) étant alimentées en fluide sous pression par le
biais d'un distributeur de fluide sous pression (21) et de conduites de fluide sous
pression (52, 53), caractérisé en ce que
- le distributeur de fluide sous pression (21) forme à lui seul, conjointement avec
un composant (55) fixé à la culasse, un palier axial d'arbre à cames.
3. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la partie de sortie (3) est poussée par-dessus l'arbre à cames (11) ou le prolongement
de l'arbre à cames (11) et est connectée à celui-ci par engagement par force, par
correspondance géométrique ou par liaison de matière.
4. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'arbre à cames (11) ou le prolongement de l'arbre à cames (11) dépasse au-delà de
la partie de sortie (3) dans la direction axiale du côté du déphaseur d'arbre à cames
(1) opposé aux cames (19).
5. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le distributeur de fluide sous pression (21) est disposé à l'intérieur de l'arbre
à cames (11) réalisé au moins en partie sous forme creuse.
6. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le distributeur de fluide sous pression (21) est réalisé sous forme de soupape centrale
(22).
7. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le distributeur de fluide sous pression (21) est réalisé sous forme de soupape à
4/3 voies.
8. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le distributeur de fluide sous pression (21) est fixé par engagement par force, par
correspondance géométrique ou par liaison de matière ou au moyen d'une connexion vissée
dans l'arbre à cames (11).
9. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le distributeur de fluide sous pression (21) présente sur le côté opposé au déphaseur
d'arbre à cames (1), un épaulement (42) s'étendant radialement vers l'extérieur.
10. Déphaseur d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'épaulement (42) forme une partie du palier axial en regard du composant fixé à
la culasse.