[0001] Die Erfindung betrifft eine Kombination einer Schusswaffe und einer an der Schusswaffe
befestigbaren Visiervorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei die Visiervorrichtung
mit einer elektrischen Beleuchtungseinrichtung versehen ist, die mittels eines Schalters
ein- und ausschaltbar ist.
[0002] Bei modernen Jagdzielfernrohren besteht ein eindeutiger Trend hin zu Modellen mit
sogenanntem Leuchtabsehen. Bei diesen Ausführungen kann ein Teil des Absehens, beispielsweise
der Zielpunkt oder ein Zielkreuz, beleuchtet werden, um je nach Anwendung eine Kontrasterhöhung
des Absehens, respektive eines Teiles davon, zu erhalten. Die Energiequelle für das
beleuchtete Absehen ist in der Regel eine im Turm des Leuchtabsehens befindliche Batterie.
Am Markt befindliche Ausführungen werden am Gerät selbst angesteuert, und zwar durch
einen kombinierten Ein-/Ausschalter und Helligkeitsregler. Eine derartige Visiervorrichtung
ist aus der
DE 199 13 461 A1 bekannt, wobei in jenem Fall die Beleuchtungseinrichtung als Nachrüstsatz für ein
herkömmliches Zielfernrohr mit unbeleuchtetem Absehen ausgebildet ist.
[0003] Im Jagdbetrieb muß zur Benutzung eines Zielfernrohres mit Leuchtabsehen vor oder
nach dem In-Anschlag-Gehen eine Hand von der Jagdwaffe genommen werden, um das Gerät
zu bedienen, d.h. die Beleuchtung einzuschalten und deren Helligkeit zu regulieren.
Dies kann einerseits ― beispielsweise in Drückjagdsituationen ― wertvolle Sekunden
kosten oder sogar gefährlich sein, wenn vergessen wurde, das Gerät einzuschalten und
dann die feuerbereite Waffe einhändig gehalten wird, um mit der anderen Hand das Leuchtabsehen
einzuschalten. Andererseits werden die Geräte, um solche Probleme zu vermeiden, oftmals
bereits eingeschaltet, wenn die eigentliche Jagdausübung beginnt. Dies verbraucht
unnötig Energie, weil das Leuchtabsehen nur für die tatsächliche Schußabgabe benötigt
wird, und führt dazu, dass oftmals die Batterie im entscheidenden Moment leer ist.
[0004] Angesichts dieser Nachteile des Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, bei einer Visiervorrichtung mit elektrisch beleuchtbarem Absehen die Bedienung
der Absehenbeleuchtung hinsichtlich Komfort und Sicherheit zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kombination von Schusswaffe und Visiervorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
[0006] Die Erfindung sieht gemäß Anspruch 1 vor, bei einer Kombination von Schusswaffe und
Visiervorrichtung für eine Schußwaffe mit einem Leuchtabsehen den Schalter zum Ein-
und Ausschalten desselben so auszubilden und in oder an der Visiervorrichtung so anzuordnen,
dass er bei bestimmungsgemäßer Befestigung der Visiervorrichtung an der Schußwaffe
durch die Betätigung eines zur Versetzung der Schußwaffe in Feuerbereitschaft in oder
an derselben vorgesehenen Betätigungsorgans zwangsläufig zum Einschalten der Beleuchtungseinrichtung
betätigt wird. Hierdurch wird einerseits gewährleistet, dass das Leuchtabsehen sicher
eingeschaltet wird, wenn sich der Benutzer der Waffe zur Abgabe eines gezielten Schusses
entschließt. Andererseits erübrigt es sich, das Leuchtabsehen ständig eingeschaltet
zu halten, da das Einschalten beim In-Anschlag-Gehen nicht vergessen werden kann.
[0007] Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn der Schalter außerdem auch so ausgebildet
und in oder an der Visiervorrichtung so angeordnet ist, dass er bei bestimmungsgemäßer
Befestigung der Visiervorrichtung an der Schußwaffe durch eine Versetzung der Schußwaffe
außer Feuerbereitschaft zwangsläufig zum Ausschalten der Beleuchtungseinrichtung betätigt
wird. Dadurch erübrigt sich auch ein manuelles Ausschalten des Leuchtabsehens bei
einem Verzicht auf einen beabsichtigten Schuß sowie nach der Abgabe eines oder mehrerer
Schüsse, sofern danach bzw. dadurch die Feuerbereitschaft aufgehoben wird.
[0008] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Schalter berührungslos betätigbar ist, da dies
die Herstellung einer Wirkverbindung zwischen einem Betätigungsorgan der Schußwaffe
und einem in oder an der Visiervorrichtung angeordneten Schalter in besonderer Weise
erleichtert. Als berührungsloser Schalter kommt dabei in erster Linie ein durch die
Kraftwirkung eines magnetischen Feldes schließbarer Reed-Kontakt in Betracht. Alternativ
hierzu ist es aber auch denkbar, einen elektronischen Halbleiterschalter einzusetzen,
der über einen optischen, induktiven oder kapazitiven Näherungssensor und eine diesem
zugeordnete Auswerteschaltung ansteuerbar ist. In diesem Fall ist allerdings ein gewisser
Stromverbrauch durch die Auswerteschaltung nicht zu vermeiden. Ein solcher Stromverbrauch
kann akzeptabel sein, wenn er im Vergleich zum Stromverbrauch der Lichtquelle sehr
gering gehalten werden kann. Ferner kann das erfindungsgemäße Prinzip im Grundsatz
durchaus auch unter Verwendung eines herkömmlichen, durch mechanische Kraftübertragung
betätigbaren Schalters verwirklicht werden.
[0009] Da die Betätigungsorgane zur Herstellung bzw. Aufhebung der Feuerbereitschaft einer
Schußwaffe stets unmittelbar an der Waffe selbst angeordnet sind, während der Schalter
zum Ein- und Ausschalten des Leuchtabsehens vorzugsweise in oder an der Visiervorrichtung
angeordnet ist, sollte sich der Schalter oder ein Betätigungselement desselben bei
bestimmungsgemäßer Befestigung der Visiervorrichtung an der Schußwaffe auf derjenigen
Seite der Visiervorrichtung befinden, welche der Schußwaffe zugewandt ist. Dies begünstigt
sowohl eine berührungslose, als auch eine rein mechanische Kopplung mit einem Betätigungsorgan
besagter Art an der Waffe.
[0010] Das erfindungsgemäße Prinzip kann außer in Form einer fertigen Visiervorrichtung
auch durch einen Nachrüstsatz realisiert werden, welcher dazu bestimmt ist, bei einer
Visiervorrichtung mit einem Leuchtabsehen einen serienmäßig vorgesehenen Ein-/Ausschalter
des Leuchtabsehens, welcher separat von der Schußwaffe manuell zu bedienen ist, durch
einen Schalter der zuvor erwähnten Art zu ersetzen, welcher durch ein zur Versetzung
der Schußwaffe in Feuerbereitschaft in oder an derselben vorgesehenes Betätigungsorgan
zwangsläufig zum Einschalten des Leuchtabsehens betätigt wird. Durch einen solchen
Nachrüstsatz kann bei vorhandenen hochwertigen Visiervorrichtungen mit Leuchtabsehen
die Bedienung der Absehenbeleuchtung hinsichtlich Komfort und Sicherheit unter relativ
geringem Aufwand deutlich verbessert werden.
[0011] Sämtliche Weiterbildungen, die bei einer Realisierung der Erfindung in Form einer
fertigen Visiervorrichtung möglich und von Vorteil sind, sind es auch bei deren Realisierung
in Form eines Nachrüstsatzes.
[0012] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen
beschrieben. In diesen zeigt
- Fig.1
- einen Ausschnitt einer Schußwaffe, die mit einer erfindungsgemäßen Visiervorrichtung
ausgerüstet ist,
- Fig.2
- einen Teil einer mit einem erfindungsgemäßen Nachrüstsatz ausgestatteten Visiervorrichtung
im zusammengebauten Zustand und
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung des Teiles einer erfindungsgemäß nachgerüsteten Visiervorrichtung
aus Fig. 2.
[0013] Fig. 1 zeigt eine Visiervorrichtung 1 in Form eines Zielfernrohres, die auf einer
Schußwaffe 2 in Form eines Jagdgewehrs mittels einer Montage 3 bekannter Art befestigt
ist. Die Visiervorrichtung 1 enthält ein Absehen, beispielsweise in Form eines Fadenkreuzes,
welches teilweise beleuchtbar ist, beispielsweise durch einen leuchtenden Punkt in
der Mitte. Diese Beleuchtung wird durch eine Lichtquelle 4 erzeugt, bei der es sich
um eine Leuchtdiode (LED) handelt. Möglichkeiten zur optischen Einblendung eines Leuchtpunktes
an definierter Stelle im Gesichtsfeld eines Zielfernrohres sind bekannt und hier nicht
von Interesse. Zur Stromversorgung der Lichtquelle 4 dient eine Batterie 5. In den
Stromkreis zur Versorgung der Lichtquelle 4 durch die Batterie 5 ist ein Schalter
6 in Form eines Reed-Kontaktes geschaltet. Sämtliche zu diesem Stromkreis gehörigen
Elemente sind in die Visiervorrichtung 1 eingebaut oder daran angebaut. Es versteht
sich, dass die Darstellung besagten Stromkreises in Fig. 1 schematisch ist.
[0014] Ein Reed-Kontakt ist ein elektrischer Schalter, der aus zwei elektrisch und magnetisch
leitenden Kontaktzungen in einem Glasröhrchen mit Schutzgasfüllung besteht, die durch
die Erzeugung eines äußeren Magnetfeldes, insbesondere durch Annäherung eines Permanentmagneten,
miteinander in Kontakt gebracht werden können, um einen Stromkreis zu schließen. Bei
Aufhebung des Magnetfeldes entfernen sich die Kontaktzungen wieder voneinander und
unterbrechen den Stromkreis. Ein Reed-Kontakt ist also ein berührungslos betätigbarer
Schalter.
[0015] Die Schußwaffe 2 verfügt über einen Abzugsmechanismus, dessen Feder durch einen an
der Oberseite des Griffstücks 7 angeordneten, sogenannten Spannschieber 8 gespannt
und entspannt werden kann. In der dargestellten Position ist der Abzugsmechanismus
der Waffe 2 entspannt und kann gespannt werden, indem der Spannschieber 8 in Richtung
des Pfeils 9 nach vorne geschoben wird. Der Spannschieber 8 bleibt dann in seiner
neuen Position arretiert, kann aber aus ihr gelöst werden, um den Abzugsmechanismus
der Waffe 2 zu entspannen, und bewegt sich dabei wieder in die dargestellte Position.
Eine Entspannung erfolgt auch durch das Auslösen von zwei Schüssen mittels der beiden
Abzugshebel 10, wobei das Prinzip selbstverständlich ebensogut auf eine einschüssige
Waffe anwendbar ist.
[0016] Wie Fig. 1 erkennen läßt, nähert sich der Spannschieber 8 beim Spannen dem Schalter
6. Wenn es sich bei diesem um einen Reed-Kontakt handelt, dann kann er durch die Annäherung
des Spannschiebers 8 geschlossen werden, wenn in oder an dem Spannschieber 8 ein Permanentmagnet
ausreichender Stärke angebracht ist oder der Spannschieber 8 zumindest teilweise selbst
als solcher ausgebildet ist. Dies hat zur Folge, dass der Schalter 6 beim Spannen
des Abzugsmechanismus der Waffe 2, welches einer Schußabgabe zwangsläufig vorausgehen
muß, geschlossen und die Lichtquelle 4 zur Beleuchtung des Absehens eingeschaltet
wird. Der Benutzer der Waffe 2 kann das Einschalten der Beleuchtung also nicht vergessen
und hat das Leuchtabsehen mit Sicherheit zur Verfügung, wenn er in Anschlag geht.
Andererseits spannt man bei der Jagdausübung die Waffe 2 erst dann, wenn sich eine
Schußabgabe anbahnt, so dass das Leuchtabsehen nicht über längere Zeit unnötig in
Betrieb ist.
[0017] Durch die Schußabgabe oder durch die manuelle Entspannung der Waffe 2 bei Verzicht
auf eine Schußabgabe entfernt sich der Spannschieber 8 wieder von dem Schalter 6,
wodurch der Stromkreis der Lichtquelle 4 unterbrochen wird. Es kann also nicht vergessen
werden, die Beleuchtung des Absehens auszuschalten, wenn sie nicht mehr benötigt wird.
[0018] Das vorausgehend erläuterte Zusammenwirken des Spannschiebers 8 mit dem Schalter
6 muß keineswegs zwingend berührungslos erfolgen. Vielmehr ist es auch denkbar, dass
der Schalter 6 durch mechanische Kraftübertragung betätigbar ist, d.h. dass es sich
um einen herkömmlichen mechanischen Taster handelt, der ein Betätigungsorgan in Form
eines von der Visiervorrichtung 1 aus nach unten in die Bewegungsbahn des Spannschiebers
8 ragenden Hebels aufweist. Dabei müssen die Anordnung des Schalters 6 in Längsrichtung
der Visiervorrichtung und der Auslenkungsbereich des Hebels so auf den Bewegungsbereich
des Spannschiebers 8 abgestimmt sein, dass der Spannschieber 8 in seiner bei gespanntem
Abzugsmechanismus arretierten, vorderen Endposition den Hebel des Tasters so weit
auslenkt, dass der Schalter 6 in diesem Fall den Stromkreis zur der Lichtquelle 4
schließt.
[0019] Des Weiteren muß es sich bei dem Betätigungsorgan der Schußwaffe 2, welches auf den
Schalter 6 einwirkt, nicht unbedingt um einen Spannschieber 8 der vorausgehend erläuterten
Art handeln. Vielmehr kann beispielsweise auch ein Betätigungsorgan einer Sicherung,
die bei gespanntem Abzugsmechanismus die Auslösung eines Schusses blockiert, in Wirkverbindung
mit dem Schalter 6 stehen. So könnte ein solches Betätigungsorgan einer Sicherung
beispielsweise in Form eines Flügels realisiert sein, der an der Oberseite des Griffstücks
7 unter dem Schalter 6 angeordnet und um eine parallel zur Laufachse der Waffe liegende
Achse drehbar ist, wobei der Flügel in der gesicherten Stellung flach an der Oberseite
des Griffstücks 7 anliegt und in der entsicherten Stellung vom Griffstück 7 aus senkrecht
nach oben in Richtung des Schalters 6 ragt. Es leuchtet ein, dass auch auf diese Weise
sowohl eine berührungslose magnetische, als auch eine herkömmliche mechanische Betätigung
des Schalters 6 bewerkstelligt werden könnte.
[0020] Die vorausgehenden Erläuterungen anhand Fig. 1 gelten allgemein für die Kombination
einer Visiervorrichtung 1, die ein beleuchtbares Absehen aufweist, mit einer Schußwaffe
2. Dabei können die Lichtquelle 4, die Batterie 5 und der von einem Betätigungsorgan
der Waffe 2 betätigbare Schalter 6 von vornherein konstruktiv in die Visiervorrichtung
1 integriert sein, wie es in Fig. 1 skizziert ist. Jedoch sind bereits zahlreiche
hochwertige Visiervorrichtungen mit beleuchtbarem Absehen in Gebrauch, bei denen die
Beleuchtung noch rein manuell ein-und ausgeschaltet werden muß, was mit den eingangs
aufgezeigten Nachteilen verbunden ist. Es besteht also ein Bedarf, solche vorhandenen
Visiervorrichtungen hinsichtlich ihrer Bedienung im erfindungsgemäßen Sinne nachrüsten
zu können. Hierin besteht ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung, auf den
nachfolgend anhand der Figuren 2 und 3 eingegangen wird.
[0021] In Fig. 2 ist eine Visiervorrichtung 11 in Form eines Zielfernrohres mit Leuchtabsehen
dargestellt, die durch die Montage eines Nachrüstsatzes im erfindungsgemäßen Sinne
modifiziert wurde. Der Nachrüstsatz weist ein Gehäuse auf, dessen Hauptbestandteile
ein Gehäuseoberteil 12 und ein Gehäuseunterteil 13 sind, welche im zusammengebauten
Zustand einen Abschnitt des zylindrischen Hauptgehäuses 14 der Visiervorrichtung 11
umgreifen, und zwar im Bereich eines daran senkrecht zur Achse angesetzten Turmes
15, in dem serienmäßig die Batterie zur Stromversorgung sowie ein Drehknopf zum Ein-
und Ausschalten des Leuchtabsehens untergebracht ist. Die Batterie und der Drehknopf
werden bei der Umrüstung der Visiervorrichtung 11 unter Verwendung des erfindungsgemäßen
Nachrüstsatzes entfernt und durch andere Komponenten ersetzt, die im einzelnen aus
der Explosionsdarstellung in Fig. 3 ersichtlich sind.
[0022] In den Turm 15 werden bei der Umrüstung ein Kontaktring 16 und ein Kontaktbolzen
17 eingebracht, welche durch einen ringförmigen Zwischenisolator 18 gegeneinander
isoliert sind. Der Kontaktring 16 ist außerdem durch einen ebenfalls ringförmigen
Außenisolator 19 gegenüber dem Turm 15 isoliert. Der Kontaktring 16 und der Kontaktbolzen
17 kontaktieren an ihrer Unterseite jeweils Kontaktelektroden, die innerhalb des Hauptgehäuses
14 mit den beiden Anschlüssen einer Lichtquelle 4 zur Beleuchtung des Absehens, die
in Fig. 3 nicht dargestellt ist und derjenigen von Fig. 1 entspricht, verbunden sind.
Das Gehäuseoberteil 12 ist mit zwei Kontaktelektroden versehen, die im fertig zusammengebauten
Zustand den Kontaktring 16 bzw. den Kontaktbolzen 17 berühren und so eine Stromzuführung
zu dem innerhalb des Hauptgehäuses 14 vorhandenen Teil des Stromkreises des Leuchtabsehens
ermöglichen. Diese beiden Kontaktelektroden sind in der Darstellung von Fig. 3 verdeckt.
[0023] Eine der beiden dem Kontaktring 16 bzw. dem Kontaktbolzen 17 zugeordneten Kontaktelektroden
ist direkt mit einer Kontaktelektrode verbunden, welche im Bereich des Batteriefaches
20 einen Pol der Batterie 5 kontaktiert. Die andere der beiden dem Kontaktring 16
bzw. dem Kontaktbolzen 17 zugeordneten Kontaktelektroden ist mit einer Kontaktbuchse
an der Unterseite des dem Batteriefach 20 gegenüberliegenden Schenkels des Gehäuseoberteils
12 verbunden. Zu einer zweiten Kontaktbuchse an der Unterseite desjenigen Schenkels
des Gehäuseoberteils 12, in dem sich das Batteriefach 20 befindet, führt eine elektrische
Verbindung vom anderen Pol der Batterie 5 aus. Die Batterie 5 entspricht derjenigen
von Fig. 1.
[0024] Zur Bildung von Steckverbindungen mit den beiden in Fig. 3 nicht sichtbaren Kontaktbuchsen
an den Unterseiten der beiden Schenkel des Gehäuseoberteils 12 sind zwei Kontaktstifte
21 und 22 an der Oberseite der beiden Schenkel des Gehäuseunterteils 13 vorgesehen.
Diese beiden Kontaktstifte 21 und 22 sind mit den beiden Anschlüssen eines Schalters
6 in Form eines Reed-Kontaktes verbunden, der in einer Aussparung 23 in dem Gehäuseunterteil
13 in der Mitte desselben, d.h. an dessen unterster Stelle, angebracht ist. Somit
besteht insgesamt ein Stromkreis, in dem die Lichtquelle 4 (Fig. 1) des Leuchtabsehens
in dem Hauptgehäuse 14, die Batterie 5 und der Schalter 6 in Reihe geschaltet sind,
so dass das Leuchtabsehen durch den Schalter 6 ein- und ausgeschaltet werden kann.
Dabei erleichtert die beidseitige Kabelführung in den Gehäuseteilen 12 und 13 die
Zwischenschaltung des Schalters 6 in den Stromkreis.
[0025] Verschlossen wird das Batteriefach 20 nach dem Einlegen der Batterie 5 mittels eines
Batteriefachdeckels 24. Ferner ist zum Verschließen der Oberseite des Gehäuseoberteils
12 ein Gehäusedeckel 25 vorgesehen. Zur Befestigung an dem Gehäuseoberteil 12 weist
das Gehäuseunterteil 13 vorzugsweise vier Bohrungen 26 auf, die im zusammengefügten
Zustand mit Gewindebohrungen im Gehäuseoberteil 12 fluchten, um eine Schraubverbindung
zwischen den beiden Gehäuseteilen 12 und 13 zu ermöglichen. Hierdurch werden die beiden
Gehäuseteile 12 und 13 auch an dem Hauptgehäuse 14 der Visiervorrichtung 11 befestigt.
[0026] Durch die Umrüstung mit Hilfe des erfindungsgemäßen Nachrüstsatzes wird erreicht,
dass das Leuchtabsehen der Visiervorrichtung 11 nur dann eingeschaltet wird, wenn
es tatsächlich benötigt wird, und dies durch einen Handgriff geschieht, der vor einer
Schußabgabe ohnehin ausgeführt werden muß. Dies bringt den Vorteil einer langen Lebensdauer
der Batterie sowie einen Gewinn an Sicherheit bei der Handhabung der Schußwaffe kurz
vor einer Schußabgabe mit sich. Die Umrüstung ist rasch und ohne Eingriffe in die
empfindliche Optik eines Zielfernrohres ausführbar und verleiht einer Visiervorrichtung
mit serienmäßig manuell zu bedienendem Leuchtabsehen die gleichen Vorteile, wie sie
die Verwirklichung der vorliegenden Erfindung in der Konstruktion einer Visiervorrichtung
erbringt.
1. Kombination einer Schusswaffe (2) und einer an der Schusswaffe befestigbaren Visiervorrichtung
(1) in Form eines Zielfernrohres, wobei das Zielfernrohr ein beleuchtbares Absehen
und eine elektrische Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung des Absehens aufweist,
die mittels eines Schalters (6) ein- und ausschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in oder an der Schusswaffe (2) ein Betätigungsorgan (8) vorgesehen ist, welches zwischen
einer ersten Position, in welcher die Schusswaffe (2) feuerbereit ist, und einer zweiten
Position, in welcher die Schusswaffe (2) nicht feuerbereit ist, bewegbar ist, und
dass der Schalter (6) so ausgebildet und in oder an der Visiervorrichtung (1) so angeordnet
ist, dass er bei bestimmungsgemaßer Befestigung der Visiervorrichtung (1) an der Schußwaffe
(2) dergestalt mit dem Betätigungsorgan (8) in Wirkverbindung steht, dass bei einer
Bewegung des Betätigungsorgans (8) in die erste Position die Beleuchtungseinrichtung
(4) durch den Schalter (6) eingeschaltet wird, und bei einer Bewegung des Betätigungsorgans
(8) in die zweite Position die Beleuchtungseinrichtung (4) durch den Schalter (6)
ausgeschaltet wird.
2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (6) berührungslos betätigbar ist.
3. Kombination nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (6) ein durch die Kraftwirkung eines magnetischen Feldes schließbarer
Reed-Kontakt ist.
4. Kombination nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (6) ein elektronischer Halbleiterschalter ist, der über einen optischen,
induktiven oder kapazitiven Näherungssensor und eine diesem zugeordnete Auswerteschaltung
ansteuerbar ist.
5. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (6) durch eine mechanische Kiaftübertragung betätigbar ist.
6. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schalter (6) oder ein Betätigungselement desselben bei bestimmungsgemäßer
Befestigung der Visiervorrichtung (1) an der Schußwaffe (2) auf derjenigen Seite der
Visiervorrichtung (1) befindet, welche der Schußwaffe (2) zugewandt ist.
7. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter Bestandteil eines Nachrüstsatzes ist, mittels dessen ein serienmäßiger,
separat von der Schußwaffe (2) manuell zu bedienender Schalter ersetzbar ist.
1. Combination of a firearm (2) and a sighting device (1) in the form of a telescopic
sight which can be fastened on the firearm, the telescopic sight exhibiting an illuminated
graticule and an electrical illuminating device to illuminate the graticule which
can be switched on and off by means of a switch (6), characterised in that in or on the firearm (2) there is an actuating element (8) which can be moved between
a first position in which the firearm (2) is ready to fire, and a second position
in which the firearm (2) is not ready to fire, and in that the switch (6) is embodied and arranged in or on the sighting device (1) so that
when the sighting device (1) is fastened correctly on the firearm (2) it is in operative
connection with the actuating element (8) such that when the actuating element (8)
is moved into the first position the illuminating device (4) is switched on by the
switch (6), and when the actuating element (8) is moved into the second position the
illuminating device (4) is switched off by the switch (6).
2. Combination according to claim 1, characterised in that the switch (6) can be actuated without contact.
3. Combination according to claim 2, characterised in that the switch (6) is a reed contact which can be closed by the action of the force of
a magnetic field.
4. Combination according to claim 2, characterised in that the switch (6) is an electronic semiconductor switch which can be actuated by means
of an optical, inductive or capacitive proximity sensor and an evaluation circuit
associated with the latter.
5. Combination according to claim 1, characterised in that the switch (6) can be actuated by a mechanical transfer of force.
6. Combination according to one of claims 1 to 5, characterised in that when the sighting device (1) is fastened correctly on the firearm (2) the switch
(6) or an actuating element thereof is located on the side of the sighting device
(1) facing the firearm (2).
7. Combination according to one of claims 1 to 6, characterised in that the switch is part of a retrofit kit by means of which a standard switch operable
manually separately from the firearm (2) can be replaced.
1. Combinaison d'une arme à feu (2) et d'un dispositif de visée (1) pouvant être fixé
sur l'arme à feu, sous la forme d'une lunette de visée, sachant que la lunette de
visée présente un collimateur éclairable et un dispositif d'éclairage électrique pour
éclairer le collimateur, dispositif qui peut être activé et désactivé au moyen d'un
commutateur (6), caractérisée en ce qu'un organe d'actionnement (8) est prévu dans ou sur l'arme à feu (2), organe qui peut
être déplacé entre une première position dans laquelle l'arme à feu (2) est prête
à faire feu et une seconde position dans laquelle l'arme à feu (2) n'est pas prête
à faire feu, et en ce que le commutateur (6) est conçu et disposé dans ou sur le dispositif de visée (1) de
telle sorte que, lorsque le dispositif de visée (1) est correctement fixé sur l'arme
à feu (2), il coopère avec l'organe d'actionnement (8) de telle sorte que le dispositif
d'éclairage (4) est activé par le commutateur (6) lors d'un déplacement de l'organe
d'actionnement (8) dans la première position et que le dispositif d'éclairage (4)
est désactivé par le commutateur (6) lors d'un déplacement de l'organe d'actionnement
(8) dans la seconde position.
2. Combinaison selon la revendication 1, caractérisée en ce que le commutateur (6) peut être actionné sans contact.
3. Combinaison selon la revendication 2, caractérisée en ce que le commutateur (6) est un contact Reed pouvant être fermé sous l'effet d'un champ
magnétique.
4. Combinaison selon la revendication 2, caractérisée en ce que le commutateur (6) est un commutateur semi-conducteur électronique qui peut être
commandé au moyen d'un déclencheur de proximité optique, inductif ou capacitif et
d'un circuit d'interprétation associé à ce dernier.
5. Combinaison selon la revendication 1, caractérisée en ce que le commutateur (6) peut être actionné par une transmission de force mécanique.
6. Combinaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le commutateur (6) ou un élément d'actionnement de ce dernier se trouve, lorsque
le dispositif de visée (1) est correctement fixé sur l'arme à feu (2), sur le côté
du dispositif de visée (1) qui est tourné vers l'arme à feu (2).
7. Combinaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le commutateur fait partie d'un kit de rattrapage permettant de remplacer un commutateur
de série à manoeuvrer manuellement séparément de l'arme à feu (2).