| (19) |
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(11) |
EP 1 596 999 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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25.05.2011 Patentblatt 2011/21 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.12.2006 Patentblatt 2006/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.02.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/001365 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/076085 (10.09.2004 Gazette 2004/37) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR REGELUNG DER TEMPERATUR EINES METALLBANDES, INSBESONDERE IN EINER KÜHLSTRECKE
METHOD FOR REGULATING THE TEMPERATURE OF A METAL STRIP, ESPECIALLY IN A COOLING PATH
PROCEDE DE REGULATION DE LA TEMPERATURE D'UNE BANDE METALLIQUE, EN PARTICULIER DANS
UN PARCOURS DE REFROIDISSEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
25.02.2003 DE 10308222 14.05.2003 DE 10321792
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.11.2005 Patentblatt 2005/47 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- REINSCHKE, Johannes
90419 Nürnberg (DE)
- WEINZIERL, Klaus
90480 Nürnberg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 014 239 DE-A- 19 717 615 US-A- 5 126 947
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EP-A1- 0 997 203 DE-A- 19 963 186 US-B1- 6 185 970
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 1998, Nr. 03, 27. Februar 1998 (1998-02-27) -& JP 09
285810 A (KAWASAKI STEEL CORP), 4. November 1997 (1997-11-04)
- LEITHOFF M.D.; RICHARD DAHM J.: 'Model reference control of runout table cooling at
LTV' IRON AND STEEL ENGINEER August 1989, PITTSBURGH, Seiten 31 - 35, XP000069320
- 'Einführung in die Regelungs-technik', 1986, CARL HANSER VERLAGE MÜNCHEN WIEN Artikel
PROF.DIPL.-ING. HEINZ MANN UND PROF.DR.-ING. HORST SCHIFFELGEN, Seiten 56,57,76 -
,77,168,
- SATYANARAYANA A.; BISWAS S.K.; CHEN J.S.: 'Control system design for accelerated cooling
process for optimized temperature-time tracking.' MANUFACTURING SCIENCE AND ENGINEERING
Bd. 2, 1994, Seiten 663 - 674
- 'HÜTTE', 1989, INTERDRUCK, LEIPZICH, ISBN 3-540-19077-5 Artikel H. CZICHOS: 'Springer-Verlag
Berlin Heidelberg 1989', Seiten I2,I3,I4 - I52,I53
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung und/oder Regelung der Temperatur
eines Metallbandes in einer Anlage der Stahlindustrie, nämlich in einer Kühlstrecke,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solches Verfahren ist aus der
DE 199 63 186 A1 bekannt.
[0002] Aus der
DE 199 63 186 A1 ist ein Steuerverfahren für eine Kühlstrecke bekannt, der eine Fertigstraße zum Walzen
von Metall-Warmband vorgeordnet ist. Bei diesem Steuerverfahren werden beim Einlaufen
des Warmbandes in die Kühlstrecke Bandpunkte und deren Anfangstemperaturen erfasst
und den erfassten Bandpunkten individuell Solltemperaturverläufe zugeordnet. Die Bandpunkte,
deren Anfangstemperaturen und deren Solltemperaturverläufe werden einem Modell für
die Kühlstrecke zugeführt. Die Bandpunkte werden beim Durchlaufen der Kühlstrecke
wegverfolgt. In der Kühlstrecke wird das Warmband mittels Temperaturbeeinflussungseinrichtungen
Temperaturbeeinflussungen unterworfen. Die Wegverfolgungen und die Temperaturbeeinflussungen
werden ebenfalls dem Modell zugeführt. Das Modell ermittelt in Echtzeit erwartete
Ist- Temperaturen der erfassten Bandpunkte und ordnet diese den Bandpunkten zu. Dadurch
steht für jeden Bandpunkt zu jedem Zeitpunkt die Temperatur als Funktion über die
Banddicke zur Verfügung. Ferner ermittelt es anhand der den erfassten Bandpunkten
zugeordneten Solltemperaturverläufe und der erwarteten Ist-Temperaturen Ansteuerwerte
für die Temperaturbeeinflussungseinrichtungen und führt die Ansteuerwerte diesen zu.
Die Temperaturführung dient insbesondere zum gezielten Einstellen von Material- und
Gefügeeigenschaften des Metall-Warmbandes. In der Regel wird dabei die Temperaturführung
derart durchgeführt, dass ein vorbestimmter Haspeltemperaturverlauf vom Ausgang der
Kühlstrecke möglichst gut erreicht wird.
[0003] Der Regelbereich der Kühlstrecke wird in mehrere Teilbereiche aufgeteilt, die in
Laufrichtung des Metallbandes gesehen hintereinander liegen. Jedem Teilbereich wird
eine Gruppe von jeweils mehreren Ventilen zugeordnet.
[0004] Maßgeblich für Material- und Gefügeeigenschaften des Metallbands sind neben der chemischen
Zusammensetzung und Parametern des Umformprozesses, wie z.B. die Abnahmeverteilung
über die Gerüste der Fertigstaffel und der zeitliche Temperaturverlauf des Bandmaterials
beim Durchlauf durch die Anlage.
[0005] Die letzten Stellglieder für den Temperaturverlauf des Metallbandes innerhalb der
Anlage befinden sich dabei in der Regel innerhalb der Kühlstrecke. In der Kühlstrecke
vollzieht sich häufig auch die Phasenumwandlung des Materials. Als Stellglieder dienen
in der Regel die Ventile der Kühlstrecke. Bei bestimmten Kühlstrecken, wie z.B. Grobblechstraßen,
kann zusätzlich auch der Massenfluss, d.h. insbesondere die Bandgeschwindigkeit, gestellt
werden.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Steuerung bzw. die Regelung der Temperatur
eines Metallbandes, dabei insbesondere in einer Kühlstrecke, in einer Anlage der Stahlindustrie
derart zu verbessern, dass die Nachteile bekannter Steuerungen bzw. Regelungen weitestgehend
vermieden werden und die Effizienz der Steuerung bzw. Regelung erhöht wird.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Steuerung und/oder Regelung der Temperatur
eines Metallbandes in einer Anlage der Stahlindustrie gelöst, nämlich in einer Kühlstrecke,
die einer Walzstraße zum Walzen von Metallwarmband nachgeordnet ist, wobei zur Ermittlung
von Stellsignalen ein Soll-Temperaturverlauf mit einem Ist-Temperaturverlauf verglichen
wird, und wobei Bandpunkte wegverfolgt werden, wobei ein Temperaturverlauf für einzelne
Bandpunkte ermittelt wird und wobei unter Berücksichtigung von Nebenbedingungen mindestens
eine Zielfunktion für mehrere Stellglieder in einem Regelbereich der Kühlstrecke gebildet
wird.
[0008] Hierbei wird die Zielfunktion durch Lösen eines Optimierungsproblems minimiert oder
maximiert. Im Rahmen des Lösens des Optimierungsproblems werden die Gruppen von jeweils
mehreren Ventilen der Kühlstrecke als Stellglied aufgefasst. Für jedes derartige Stellglied
wird ein Stellwert berechnet, der im Rahmen der Ansteuerung der Ventile gemäß einer
Schaltheuristik auf die einzelnen Ventile der jeweiligen Gruppe aufgeteilt wird. Im
Rahmen ihrer Ansteuerung werden die Ventile gruppenweise angesteuert.
[0009] Durch die Berücksichtigung von Nebenbedingungen, die vorzugsweise Anlagengrenzen
bzw. Stellbegrenzungen entsprechen, wird es möglich, insbesondere für verschiedene
Kühlstrecken-Layouts und vor allem für den Fall eines vorgegebenen Temperatur- bzw.
Abkühlverlaufs, (Stell-) Vorgaben zu ermitteln, die Stellbegrenzungen in sinnvoller
Weise berücksichtigen. So wird beispielsweise bei einer zweigeteilten Kühlstrecke
vermieden, dass die Vorgabe einer zu hohen Temperatur zwischen beiden Teilkühlstrecken
zur Folge hat, dass die Haspeltemperatur mit der verfügbaren Kühlmittelmenge der zweiten
Teilkühlstrecke nicht mehr erreicht werden kann. Derart und insbesondere auch durch
die Wegverfolgung der Bandpunkte wird die Genauigkeit der Steuerung bzw. Regelung
deutlich verbessert.
[0010] Derart wird eine Steuerung bzw. Regelung auch dann möglich, wenn ein Temperatur-
bzw. Abkühlverlauf vorgegeben wird, der nicht exakt realisierbar ist. Das Verfahren
ermittelt dann die bestmögliche Approximation.
[0011] Mit Vorteil wird ein quadratisches Optimierungsproblem gelöst. Derart wird die Zeit
zum Lösen des Optimierungsproblems in der Regel deutlich verringert.
[0012] Mit Vorteil wird der Ist-Temperaturverlauf und/oder der Soll-Temperaturverlauf des
Metallbandes unter Zuhilfenahme mindestens eines Modells ermittelt. Derart wird eine
verbesserte Steuerung bzw. Regelung der Temperatur des Metallbandes auch dann ermöglicht,
wenn die tatsächliche Bandtemperatur an für die Steuerung bzw. Regelung relevanten
Orten, insbesondere der Kühlstrecke, nicht gemessen werden kann.
[0013] Alternativ oder zusätzlich wird der Ist-Enthalpieverlauf und/oder der Soll-Enthalpieverlauf
ermittelt.
[0014] Mit Vorteil wird die Zielfunktion durch Lösen des Optimierungsproblems mittels Vorausberechnung
minimiert bzw. maximiert. Insbesondere wird auf diese Weise die zur Voreinstellung
der Stellglieder benötigte Zeit deutlich reduziert. Vorzugsweise werden derart zudem
die Stellglieder optimal im Hinblick auf eine nachfolgende Online-Regelung voreingestellt,
[0015] Mit Vorteil wird die Zielfunktion vorzugsweise online durch Lösen des Optimierungsproblems
iterativ minimiert bzw. maximiert.
[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 8 bis 14 angegeben.
[0017] Weitere Lösungen der erfindungsgemäßen Aufgabe sind in den Ansprüchen 15 bis 18 angegeben.
[0018] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen. Dabei
zeigen beispielhaft:
- FIG 1
- den prinzipiellen Aufbau eines Walzwerks,
- FIG 2
- die Kühlstrecke eines Walzwerks sowie eine zu deren Steuerung bzw. Regelung dienende
Recheneinrichtung,
- FIG 3
- eine Kühlstrecke und eine ihr schematisch zugeordnete Kühlstreckenregelung,
- FIG 4
- mögliche Module einer Kühlstreckenregelung,
- FIG 5
- Vorausberechnung und eine Echtzeitregelung einer Kühlstrecke,
- FIG 6
- einen möglichen Temperaturverlauf eines Metallbandes in der Kühlstrecke.
[0019] Figur 1 zeigt eine Anlage zur Erzeugung von Metallband 6, die eine Vorstraße 2, eine
Fertigstraße 3 und eine Kühlstrecke 4 umfasst. Das Metallband 6 wird dabei vorzugsweise
warm gewalzt. Hinter der Kühlstrecke 4 ist vorzugsweise eine Haspelvorrichtung 5 angeordnet.
Von ihr wird das in den Straßen 2 und 3 gewalzte und in der Kühlstrecke 4 gekühlte
Metallband 6 aufgehaspelt. Den Straßen 2 bzw. 3 ist eine Bandquelle 1 vorgeordnet.
Die Bandquelle 1 ist beispielsweise als Ofen ausgebildet, in dem Metallbrammen erwärmt
werden. Die Bandquelle 1 kann beispielsweise auch als Stranggießanlage ausgebildet
sein, in der Metallband 6 erzeugt wird, das dann der Vorstraße 2 zugeführt wird.
[0020] Die Anlage zur Stahlerzeugung und insbesondere die Straßen 2, 3 sowie die Kühlstrecke
4 und die mindestens eine Haspelvorrichtung 5 werden mittels eines Steuerverfahrens
gesteuert, das von einer Recheneinrichtung 10 ausgeführt wird. Hierzu ist die Recheneinrichtung
10 mit ein oder mehreren der Komponenten 1 bis 5 der Anlage zur Stahlerzeugung steuerungstechnisch
gekoppelt. Die Recheneinrichtung 10 ist mit einem als Computerprogramm ausgebildeten
Steuerprogramm programmiert, aufgrund dessen sie das erfindungsgemäße Verfahren zur
Steuerung bzw. zur Regelung der Temperatur des Metallbandes 6 ausführt.
[0021] Gemäß Figur 1 verlässt das Metallband bzw. die Bramme 6 die Bandquelle 1 und wird
zunächst in der Vorstraße 2 auf eine Eingangsdicke für die Fertigstrecke 3 gewalzt.
Innerhalb der Fertigstraße wird das Band 6 dann mittels der Walzgerüste 3' auf seine
Enddicke gewalzt. Die anschließende Kühlstrecke 4 kühlt das Band auf eine vorgegebene
Haspeltemperatur ab.
[0022] Um gewünschte mechanische Eigenschaften des Bandes 6 zu gewährleisten, muss ein geeigneter
Temperaturverlauf für die Fertigstraße 3 und für die Kühlstrecke 4 eingehalten werden.
Hierzu wird vorzugsweise ein Soll-Temperaturverlauf abhängig von beispielsweise dem
Anlagentyp, dem Betriebsmodus, dem jeweiligen Auftrag und gewünschten Eigenschaften
des Metallbandes 6 vorgegeben.
[0023] Figur 5 zeigt eine Recheneinrichtung 10 zur Steuerung einer Kühlstrecke 4. Dabei
weist die Recheneinrichtung 10 ein Vorausberechnungsmodul 21 und ein Modul 22 für
vorzugsweise online Berechnungen insbesondere während des Kühlprozesses auf.
[0024] Mit Hilfe des Vorausberechnungsmoduls 21 können die Stellglieder der Fertigstraße
4 initialisiert werden. Dazu werden beispielsweise Schätzwerte für fehlende Messwerte,
beispielsweise die Eingangsgeschwindigkeit des Metallbandes, die Temperatur des Metallbandes
am Ende der Fertigstraße 3 und die Banddicke, verwendet. Als bedienerseitige Eingabewerte
für das Vorausberechnungsmodul 21 dienen beispielsweise gewünschte Materialwerte 105.
[0025] Die Vorausberechnung 20 innerhalb des Vorausberechnungsmoduls 21 läuft iterativ ab.
Das bedeutet, dass Berechnungen mit verschiedenen Kühlmittelmengen wiederholt werden,
bis vorgegebene Fehler minimiert sind. Die Vorausberechnung 20 ist daher mit online
fähigen Kühlstreckenmonitor 11 sowie einer A-daptation 18 gekoppelt.
[0026] Das Berechnungsmodul 22 weist einen Kühlstreckenmonitor 11 und eine Kühlstreckenregelung
12 auf, die miteinander gekoppelt sind. Der Kühlstreckenmonitor 11 und die Kühlstreckenregelung
12 steuern die Stellglieder der Kühlstrecke 4 und sind vorzugsweise mit einem oder
mehreren Modellen der Kühlstrecke, die z.B. in einer Modellbibliothek 19 abgelegt
sein können, gekoppelt. Vorzugsweise wird eines der Modelle zur Steuerung der Stellglieder
verwendet. Die Kühlstreckenregelung 12 gibt Stellsignale 101 an die Kühlstrecke 4
weiter, beispielsweise in Form von Stellmustern für Kühlmittelventile.
[0027] Figur 2 beschreibt die Funktionsweise des Kühlstreckenmonitors 11 und der Kühlstreckenregelung
12 genauer.
[0028] Der Kühlstreckenmonitor 11 ermittelt den Zustand der Kühlstrecke 4. Als Eingangsparameter
für den Kühlstreckenmonitor 11 dienen beispielsweise Werte wie die Geschwindigkeit
des Metallbandes 6, Bandtemperaturen sowie Kühlmitteltemperaturen und Kühlmitteldruck.
[0029] Weitere Eingangsgrößen sind die Einstellungen der Stellglieder, d.h. also vorzugsweise
der Ventile 7.
[0030] Vorzugsweise ist im Eingangsbereich der Kühlstrecke 4 ein Endwalztemperatur-Messplatz
8 zur Messung der Temperatur des Metallbands 6 angeordnet. Hier wird die Temperatur
des am Ende der Fertigstraße 3 bzw. die Temperatur zwischen Fertigstraße 3 und Kühlstrecke
4 gemessen. Am Ende der Kühlstrecke 4 ist vorzugsweise ein Endtemperatur-Messplatz
9 angeordnet. Hier wird die Temperatur vor der Haspelvorrichtung 5 bzw. am Ende der
Kühlstrecke 4 gemessen. Eingangsgrößen des Kühlstreckenmonitors 11 sind die am Endwalztemperatur-Messplatz
8 ermittelten Eingangstemperaturen 103 des Metallbandes, die am Haspeltemperatur-Messplatz
9 ermittelten Ausgangstemperaturen 104 des Metallbandes sowie weitere Banddaten 102,
die vorzugsweise in der Fertigstraße 3, z.B. an oder kurz nach deren letztem Walzgeüst
3', ermittelt werden.
[0031] Von der Kühlstreckenregelung 12 werden an den Kühlstreckenmonitor 11 Ventilstellungen
101 übermittelt, die in der Regel jedoch vom Kühlstreckenmonitor 11 nicht auf Plausibilität
geprüft werden. Der Kühlstreckenmonitor 11 ermittelt stets den gegenwärtigen Zustand
der Kühlstrecke 4.
[0032] Die erfindungsgemäße Steuerung bzw. Regelung erfolgt Zeittakt weise vorzugsweise
in Regelschritten. Die Kühlstreckenregelung 12 ermittelt die Ventilstellungen 101
der Ventile 7 der Kühlstrecke 4 für den jeweils nächsten Regelschritt. Dabei wird
vorzugsweise ein Optimierungsproblem gelöst, auf das im weiteren Text noch näher eingegangen
wird
[0033] Erfindungsgemäß wird vorzugsweise in jedem Zeittakt ein Iterationsschritt durchgeführt
wird, wobei ausgehend von der einem aktuellen Zeittakt zugeordneten Lösung des Optimierungsproblems
mindestens ein Stellsignal auf die Anlage aufgeschaltet wird. Vorzugsweise werden
für einen nachfolgenden Zeittakt weitere aktualisierte Messwerte bei der Lösung des
Optimierungsproblems berücksichtigt. Derart kann ein geschlossener Regelkreis gebildet
werden.
[0034] Es ist vorteilhaft wenn bei einer hohen Anzahl von Stellgliedern, wie sie für die
Kühlstrecke 4 typisch ist, bei der Aufstellung des vorzugsweise quadratischen Optimierungsproblems
nicht einzelne Ventile sondern Gruppen von Ventilen als Stellglied aufgefasst werden.
Die Aufteilung des berechneten Stellwerts auf die einzelnen Ventile erfolgt über eine
geeignete Schaltheuristik. Das Zusammenfassen von Ventilen zu Ventilgruppen ist besonders
für eine online, d.h. in Echtzeit, erfolgende Lösung des Optimierungsproblems besonders
vorteilhaft.
[0035] Figur 6 zeigt einen möglichen Temperaturverlauf T über den Orten x der Kühlstrecke
4, wobei die Kühlstrecke 4 durch den Anfang der Kühlstrecke x
A und das Ende der Kühlstrecke x
E begrenzt ist. Ein vergleichbares Bild würde sich beim Auftragen eines Temperaturverlaufs
T über die Zeit ergeben.
[0036] Figur 3 stellt die modellprädiktive Regelung der Kühlstrecke näher dar. Dabei werden
von der Kühlstreckenregelung 12 vorzugsweise nicht einzelne Ventile 7a bzw. 7b, zusammenfassend
als 7 bezeichnet, angesteuert, sondern aus ein oder mehreren Ventilen 7 bestehende
Ventilgruppen. Dabei kann dementsprechend beispielsweise der Regelbereich 14 in mehrere
Teilbereiche 14a und 14b aufgeteilt werden, wobei vorzugsweise jedem Teilbereich 14a
bzw. 14b eine Ventilgruppe zugeordnet ist.
[0037] Innerhalb der Grenzen des Regelbereichs 14, dessen Grenzen sich mit den Grenzen der
Kühlstrecke in der Regel decken, kann hinsichtlich der Regelung zwischen einem Hauptregelbereich
15 und einem Abgleichsregelbereich 16 unterschieden werden. Vorzugsweise werden einzelne
Bandpunkte (13a, 13b) wegverfolgt.
[0038] Zur Steuerung und Regelung der Kühlstrecke wird ein modellprädiktiver Algorithmus
eingesetzt. Dabei werden Stellglieder für N
u Zeitschritte in die Zukunft als Lösung eines vorzugsweise quadratischen Optimierungsproblems
bestimmt, wobei mit dem Modell für N
y Zeitschritte Vorhersagen getroffen werden.
[0039] N
u darf 1 oder auch eine natürliche Zahl größer 1 sein. In letzterem Fall werden in
der Regel nur die berechneten Stellgliedeinstellungen für den ersten Zeitschritt implementiert.
Für den nächsten Zeitschritt wir unter Berücksichtigung aktueller Messwerte bzw. Vorhersagewerte
neu gerechnet.
[0040] N
y muss so groß gewählt werden, dass die größte vorliegende Totzeit überwunden wird.
Die größte Totzeit ergibt sich aus dem größten Abstand einer Temperaturmessstelle
und der Position des nächstliegenden vorgeschalteten freien Stellventils. Zur Aufstellung
des vorzugsweise quadratischen Optimierungsproblems wird ein geeignetes vorzugsweise
linearisiertes Bandtemperaturmodell verwendet. In das vorzugsweise quadratische Optimierungsproblem
lassen sich leicht Gleichungs- und Ungleichungsnebenbedingungen integrieren. Derart
können Stellgliedbegrenzungen und unterschiedliche Kühlstreckenlayouts besonders vorteilhaft
und vorzugsweise derart berücksichtigt werden, dass an der Recheneinrichtung 10 bzw.
am Vorausberechnungsmodul 21 und/oder dem Berechnungsmodul 22 keine übermäßigen Änderungen
vorgenommen werden müssen.
[0041] Alternativ oder zusätzlich kann eine Modellprädiktive Regelung der Kühlstrecke auch
auf dem Enthalpieverlauf in der Kühlstrecke fußen. Der Enthalpieverlauf über dem Ort
x bzw. über der Zeit ist dabei vergleichbar mit dem Temperaturverlauf über dem Ort
(siehe auch Figur 6) bzw. über der Zeit.
[0042] Wie Figur 4 veranschaulicht, ist es möglich, dass die Recheneinrichtung 10 ein Modul
zur Kühlstreckenregelung 12 aufweist, das seinerseits mehrere Teilregelmodule 17a,
17b aufweist, die unterschiedlichen Regelbereichen 14a und 14b entsprechen.
[0043] Die erfindungsgemäße Steuerung bzw. Regelung der Kühlstrecke 4 ist unabhängig vom
Kühlstreckenlayout und bietet aufgrund der modellprädiktiven Regelung ein optimales
Verhalten der Steuerung auch an den Stellbegrenzungen. Vorgaben können auf flexible
Weise im Sinne einer Priorisierung unterschiedlich gewichtet werden. In das erfindungsgemäße
Steuerungs- bzw. Regelungsverfahren ist Edge-Masking integrierbar.
[0044] Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich derart ausgestalten, dass auch die Geschwindigkeit
des Metallbandes 6 gesteuert werden kann, was seine Verwendung beispielsweise auch
für Grobblechstraßen möglich macht.
[0045] Insbesondere lässt sich auch eine Fertigstrasse 3 erfindungsgemäß regeln. Neben Bandgeschwindigkeit
sind bei einer Fertigstrasse 3 Zwischengerüstkühlvorrichtungen weitere mögliche Stellglieder.
Eine typische Zahl von Stellgliedern für eine Kühlstrecke sind beispielsweise ca.
200 Ventile 7. Dies ist eine deutlich höhere Zahl von Stellgliedern als für eine typische
Fertigstrasse 3.
[0046] Eine übergreifende Steuerung bzw. Regelung für mehrere Anlagenteile 1 bis 5 kann
vorzugsweise wie nachstehend beispielsweise für eine Fertigstrasse 3 und eine Kühlstrecke
4 beschrieben erzielt werden.
[0047] Zur übergreifenden Steuerung bzw. Regelung werden vorzugsweise das Temperaturmodell
der Fertigstraße 3 und das Temperaturmodell der Kühlstrecke 4 verkettet. Durch Addition
der Zielfunktionen für beide Anlagenteile 3 und 4 wird ein vorzugsweise quadratisches
Optimierungsproblem mit vorzugsweise linearen Nebenbedingungen ermittelt, mit Hilfe
dessen ein gemeinsames Steuerverfahren für beide Anlagenteile 3 und 4 bereitgestellt
wird. Die Optimierung des Problems liefert so die Einstellungen für die Zwischengerüstkühlungen
der Fertigstrasse 3, die Kühlstreckenventile 7 der Kühlstrecke 4 und Geschwindigkeit
des Metallbandes 6, insbesondere für den jeweils nächsten Regelschritt.
1. Verfahren zur Steuerung und/oder Regelung der Temperatur eines Metallbandes (6) in
einer Anlage der Stahlindustrie, nämlich in einer Kühlstrecke (4), die einer Walzstraße
(2, 3) zum Walzen von Metall-Warmband (6) nachgeordnet ist, wobei zur Ermittlung von
Stellsignalen ein Soll-Temperaturverlauf mit einem Ist-Temperaturverlauf verglichen
wird, wobei Bandpunkte (13a, 13b) wegverfolgt werden, wobei ein Temperaturverlauf
für einzelne Bandpunkte (13a, 13b) ermittelt wird, wobei unter Berücksichtigung von
Nebenbedingungen mindestens eine Zielfunktion für mehrere Stellglieder in einem Regelbereich
(14) der Kühlstrecke (4) gebildet wird, wobei der Regelbereich (14) der Kühlstrecke
(4) in mehrere Teilbereiche (14a, 14b) aufgeteilt wird, die in Laufrichtung des Metallbandes
(6) gesehen hintereinander liegen, und jedem Teilbereich (14a, 14b) eine Gruppe von
jeweils mehreren Ventilen (7) zugeordnet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielfunktion durch Lösen eines Optimierungsproblems minimiert oder maximiert
wird, dass im Rahmen des Lösens des Optimierungsproblems die Gruppen von jeweils mehreren
Ventilen (7) der Kühlstrecke (4) als Stellglied aufgefasst werden und dass für jedes
derartige Stellglied ein Stellwert berechnet wird, der im Rahmen der Ansteuerung der
Ventile (7) gemäß einer Schaltheuristik auf die einzelnen Ventile (7) der jeweiligen
Gruppe aufgeteilt wird, und dass die Ventile (7) im Rahmen ihrer Ansteuerung gruppenweise
angesteuert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass ein quadratisches Optimierungsproblem gelöst wird.
3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Temperaturverlauf und/oder der Soll-Temperaturverlauf des Metallbandes (6)
unter Zuhilfenahme mindestens eines Modells ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Enthalpieverlauf und/oder der Soll-Enthalpieverlauf unter Zuhilfenahme mindestens
eines Modells ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Modell online adaptiert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zielfunktion durch Lösen des Optimierungsproblems mittels Vorausberechnung minimiert
oder maximiert wird.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zielfunktion vorzugsweise online durch Lösen des Optimierungsproblems, iterativ
minimiert oder maximiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Zeittakt ein Iterationsschritt durchgeführt wird, wobei ausgehend von der
einem aktuellen Zeittakt zugeordneten Lösung des Optimierungsproblems mindestens ein
Stellsignal auf die Anlage aufgeschaltet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass für einen nachfolgenden Zeittakt weitere Messwerte bei der Lösung des Optimierungsproblems
berücksichtigt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass ein geschlossener Regelkreis gebildet wird.
11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Optimierungsproblem mit linearen Nebenbedingungen gelöst wird.
12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Metallbandes (6) auch in der der Kühlstrecke (4) vorgeordneten
Walzstraße (2, 3) gesteuert und/oder geregelt wird.
13. Computerprogrammprodukt umfassend Programmcode-Mittel geeignet zur Durchführung der
Schritte eines Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche, wenn das Computerprogrammprodukt
auf einer Recheneinrichtung ausgeführt wird.
14. Recheneinrichtung (10) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 12, wobei die Recheneinrichtung (10) direkt und/oder indirekt die Temperatur des
Metallbandes (6) beeinflusst, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinrichtung mit einem Computerprogrammprodukt nach Anspruch 13 programmiert
ist.
15. Recheneinrichtung (10) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Kühlstreckenmonitor (11), ein,Modul zur Vorausberechnung (20), ein Modul
zur Adaption (18) und ein Modul zur Kühlstreckenregelung (12) aufweist.
16. Recheneinrichtung (10) nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Regelmodule (17a, 17b) zur Regelung von Stellgliedern (7) und/oder von
ein oder mehrere Stellglieder umfassenden Regelbereiche (14a, 14b) aufweist.
1. Method for controlling and/or regulating the temperature of strip metal (6) in a system
employed in the steel industry, specifically in a cooling path (4) located downstream
of a rolling train (2,3) for rolling hot strip metal (6), wherein a desired temperature
gradient is compared for the purpose of determining adjusting signals with an actual
temperature gradient, wherein points (13a, 13b) on the strip are route-tracked, wherein
a temperature gradient is determined for individual points (13a, 13b) on the strip,
wherein at least one target function is formed for a plurality of actuators in a regulating
section (14) of the cooling path (4) taking secondary conditions into account, wherein
the regulating section (14) of the cooling path (4) is subdivided into a plurality
of partial sections (14a, 14b), which lie one behind the other when viewed in the
direction of movement of the strip metal (6) and a group of several valves (7) in
each instance is assigned to each partial section (14a, 14b), characterised in that the target function is minimised or maximised by solving an optimization problem,
in that in the context of solving the optimization problem the groups of several valves (7)
in each instance in the cooling path (4) are construed as the actuator and in that for each such actuator an adjustment value is calculated, which is distributed among
the individual valves (7) of the respective group according to a switching heuristic
in the context of the activation of the valves (7) and in that the valves (7) are activated group by group in the context of their activation.
2. Method according to claim 1,
characterised in that a quadratic optimisation problem is solved.
3. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the actual temperature gradient and/or desired temperature gradient of the strip
metal (6) is determined with the aid of at least one model.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the actual enthalpy gradient and/or desired enthalpy gradient is determined with
the aid of at least one model.
5. Method according to claim 3 or 4,
characterised in that the model is adapted online.
6. Method according to one of claims 2 to 5,
characterised in that the target function is minimised or maximised by solving the optimisation problem
using predictive calculating.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the target function is iteratively minimised or maximised preferably online by solving
the optimisation problem.
8. Method according to claim 7,
characterised in that an iteration step is performed during each clocked pulse with at least one adjusting
signal being applied to the system proceeding from the optimisation problem's solution
assigned to a current clocked pulse.
9. Method according to claim 8,
characterised in that further measurands are taken into account for a succeeding clocked pulse when the
optimisation problem is being solved.
10. Method according to claim 9,
characterised in that a closed control loop is formed.
11. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the optimisation problem is solved with linear secondary conditions.
12. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the temperature of the strip metal (5) is also controlled and/or regulated in the
rolling train (2, 3) located upstream of the cooling path (4).
13. Computer-program product comprising program-code means suitable for performing the
steps of a method according to one of the preceding claims when the computer-program
product is executed on a calculating device.
14. Calculating device (10) for performing the method according to one of claims 1 to
12, wherein the calculating device (10) directly and/or indirectly influences the
temperature of the strip metal (6), characterised in that the calculating device has been programmed by means of a computer-program product
according to claim 13.
15. Calculating device (10) according to claim 14,
characterised in that it has a cooling-path monitor (11), a module for predictive calculating (20), a module
for adapting (18), and a module for cooling-path regulating (12).
16. Calculating device (10) according to claim 14 or 15,
characterised in that it has a plurality of regulating modules (17a, 17b) for regulating actuators (7)
and/or regulating sections (14a, 14b) comprising one or more actuators.
1. Procédé pour se rendre maître et/ou régler la température d'un feuillard ( 5 ) métallique
dans une installation de la sidérurgie, notamment dans une zone ( 4 ) de refroidissement,
qui est montée en aval d'un train ( 2, 3 ) de laminoir pour laminer du feuillard (
6 ) à chaud métallique dans lequel, pour déterminer des signaux de réglage, on compare
une courbe de température de consigne à une courbe de température réelle, dans lequel
on suit le trajet de points ( 13a, 13b ) du feuillard, on détermine une courbe de
température pour divers points ( 13a, 13b ) du feuillard et, en tenant compte de contraintes
secondaires, on forme au moins une fonction performance pour plusieurs organes de
réglage dans une partie ( 14 ) de régulation de la section ( 4 ) de refroidissement,
la partie ( 14 ) de régulation de la zone ( 4 ) de refroidissement étant subdivisée
en plusieurs sous-parties ( 14a, 14b ) qui se succèdent dans la direction de passage
du feuillard ( 6 ) métallique et un groupe de respectivement plusieurs soupapes (
7 ) étant associé à chaque sous partie ( 14a, 14b ), caractérisé en ce que l'on minimise ou maximise la fonction performance en résolvant un problème d'optimisation,
en ce que, dans le cadre de la résolution du problème d'optimisation, on conçoit les groupes
de respectivement plusieurs soupapes ( 7 ) de la zone ( 4 ) de refroidissement comme
organes de réglage et ce que pour chaque organe de réglage de ce genre, on calcule
une valeur de réglage qui, dans le cadre de la commande des soupapes ( 7 ), est subdivisé
suivant une heuristique de commutation entre les diverses soupapes des groupes respectifs
et en ce que l'on commande groupe par groupe les soupapes ( 7 ) dans le cadre de leur commande.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'on résout un problème d'optimisation quadratique.
3. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on détermine la courbe de température réelle et/ou la courbe de température de
consigne du feuillard ( 6 ) métallique en s'aidant d'au moins un modèle.
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on détermine la courbe d'enthalpie réelle et/ou la courbe d'enthalpie de consigne
en s'aidant d'au moins un modèle.
5. Procédé suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'on adapte le modèle en ligne.
6. Procédé suivant l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que l'on minimise ou l'on maximise la fonction de performance en résolvant le problème
d'optimisation au moyen d'un calcul préalable.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on minimise ou maximise par itération la fonction performance de préférence en
ligne en résolvant le problème d'optimisation.
8. Procédé suivant la revendication 7, caractérisé en ce que l'on effectue dans chaque cadence de temps un stade d'itération dans lequel, à partir
d'une solution du problème d'optimisation associée à une cadence de temps instantanée,
on entre au moins un signal de réglage dans l'installation.
9. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce que l'on tient compte pour une cadence de temps venant ensuite d'autres valeurs de mesure
dans la solution du problème d'optimisation.
10. Procédé suivant la revendication 9, caractérisé en ce que l'on forme un circuit de régulation fermé.
11. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on résout le problème d'optimisation avec des contraintes linéaires.
12. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on commande et/ou régule la température du feuillard ( 5 ) métallique dans plusieurs
parties ( 1 à 5 ) de l'installation de la sidérurgie, notamment dans le train ( 3
) finisseur et dans une zone ( 4 ) de refroidissement en aval de celui-ci.
13. Produit de programme informatique comprenant un moyen de code programme propre à effectuer
les stades d'un procédé suivant l'une des revendications précédentes lorsque le produit
de programme informatique est réalisé sur un dispositif à ordinateur.
14. Dispositif ( 10 ) à ordinateur pour la mise en oeuvre du procédé suivant l'une des
revendications 1 à 12, dans lequel le dispositif ( 10 ) à ordinateur influe directement
et/ou indirectement sur la température du feuillard ( 6 ) métallique, caractérisé en ce que le dispositif à ordinateur est programmé par un produit de programme informatique
suivant la revendication 15.
15. Dispositif ( 10 ) à ordinateur suivant la revendication 14, caractérisé en ce qu'il comporte un moniteur ( 11 ) de zone de refroidissement, un module de calcul ( 20
) à l'avance, un module d'adaptation ( 18 ) et un module de régulation ( 12 ) de la
zone de refroidissement.
16. Dispositif ( 10 ) à ordinateur suivant la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce qu'il comporte plusieurs modules ( 17a, 17b ) de régulation d'organes de réglage ( 7
) et/ou d'un ou de plusieurs domaines ( 14a, 14b ) de régulation comprenant des organes
de réglage.
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