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(11) |
EP 1 597 483 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.2010 Patentblatt 2010/14 |
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Anmeldetag: 07.02.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/001132 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/074691 (02.09.2004 Gazette 2004/36) |
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SCHWINGUNGSOPTIMIERTE ROHRGEHÄUSEPUMPE
OSCILLATION-OPTIMISED TUBULAR PUMP
POMPE TUBULAIRE OPTIMISEE EN OSCILLATIONS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES IT NL |
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Priorität: |
21.02.2003 DE 10307498
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.11.2005 Patentblatt 2005/47 |
| (73) |
Patentinhaber: KSB Aktiengesellschaft |
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67227 Frankenthal (DE) |
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Erfinder: |
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- KOCHANOWSKI, Wolfgang
55452 Windesheim (DE)
- LUTZ, Holger
68165 Mannheim (DE)
- HARTMANN, Peter
67227 Frankenthal (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- KSB: "KSB - Kreiselpumpen Lexicon - 3. Auflage" 1989 , SCHNEIDERDRUCK GMBH , 6570
KAISERSLAUTERN 32 XP002280713 in der Anmeldung erwähnt Seite 262 -Seite 263; Abbildung
SEITE262
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 277 (M-519), 19. September 1986 (1986-09-19)
& JP 61 098992 A (MITSUBISHI HEAVY IND LTD), 17. Mai 1986 (1986-05-17)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 07, 29. September 2000 (2000-09-29) & JP
2000 120597 A (KUBOTA CORP), 25. April 2000 (2000-04-25)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 181 (M-1394), 8. April 1993 (1993-04-08) -&
JP 04 334799 A (HITACHI LTD;OTHERS: 01), 20. November 1992 (1992-11-20)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 15, 6. April 2001 (2001-04-06) & JP 2000
345989 A (EBARA CORP), 12. Dezember 2000 (2000-12-12)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 14, 5. März 2001 (2001-03-05) & JP 2000 314400
A (HITACHI LTD), 14. November 2000 (2000-11-14)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rohrgehäusepumpe, deren Lauf- und Leiteinrichtung mit
einem Steigrohr verbunden ist, wobei eine innerhalb des Steigrohres angeordnete, die
Laufeinrichtung antreibende Welle mit einem oberhalb des Steigrohres angeordneten
Antrieb verbunden ist, eine mehrteilige Laterne die Gewichtskraft des Antriebes in
ein Fundament überträgt, am Steigrohr und/oder am Krümmer ein an sich bekanntes äußeres
Lagerelement vorgesehen ist und das Steigrohr in ein druckdichtes Krümmergehäuse einmündet.
[0002] Solche Rohrgehäusepumpen sind beispielsweise durch das
KSB-Kreiselpumpenlexikon, Seite 262, 3. Auflage, Juli 1989, bekannt. Sie sind gewöhnlich einstufig ausgebildet und dienen zur Förderung großer
Flüssigkeitsmengen, wobei als Laufrad häufig ein Axial- oder Halbaxialrad Verwendung
findet. Dem Laufrad ist eine Leiteinrichtung nachgeordnet, die in ein oder mehrere
Steigrohre einmündet, mit deren Hilfe ein gefördertes Fluid abtransportiert wird.
Innerhalb der Steigrohre ist eine das Laufrad antreibende Welle angeordnet. Eine auf
einer oberen ersten Fundamentebene angeordnete mehrteilige Laterne nimmt die Kräfte
des Antriebes auf. Das Gewicht von Krümmer, Steigrohr, Steigrohrteilen, der Welle
und das Gewicht eines die Welle umhüllenden und die Lauf- und Leiteinrichtung tragenden
Aufhängerohres wird auf einer unteren zweiten Fundamentebene aufgenommen. Dazu ist
im Übergangsbereich zwischen Steigrohr und Krümmer ein im Durchmesser vergrößerter,
auf einer Traverse aufliegender Krümmer-Eintrittsflansch ausgebildet. In Abhängigkeit
von der Länge der Steigrohre sind darin Abstützungen für die Führungslager der Welle
angeordnet.
[0003] Für Wartungszwecke ist die Rohrgehäusepumpe mit ausziehbarem Laufzeug ausgebildet.
Dazu wird nach Entfernen des Antriebes, der Laterne und gegebenenfalls einer Einrichtung
für ein verstellbares Laufrad, das gesamte Laufzeug aus dem Steigrohr herausgehoben.
Dies erspart ein Öffnen von Rohrleitungen, die am druckseitigen Pumpenanschluss befestigt
sind.
[0004] Die Seite 222 des KSB-Kreiselpumpenlexikons zeigt eine Ausführungsform einer Rohrgehäusepumpe,
bei der eine Einlaufdüse anstelle einer Saugleitung Anwendung findet. Bei dieser Ausführungsform
ist die Rohrgehäusepumpe frei schwingend in einer Einlaufkammer oder in einem Einlaufbecken
aufgehängt. In Abhängigkeit von der Länge solcher frei aufgehängten Rohrgehäüsepumpen
kann deren Schwingungsverhalten mitunter zu ungünstigen Resonanzschwingungen führen,
welche das Laufverhalten der Rohrgehäusepumpe nachteilig beeinflussen. Aus diesem
Grunde werden die Pumpenbauteile als Gusskonstruktionen ausgeführt, die im Hinblick
auf Schwingungen eine gute Eigendämpfung aufweisen.
[0005] Eine andere Maßnahme zur Lösung solcher Schwingungsprobleme zeigt die
JP 62-107299. Darin ist eine sogenannte Bohrlochpumpe mit mehreren Stufen offenbart. Solche Bohrlochpumpen
sind sehr lang und dünn ausgeführt. Im Vergleich zu Rohrgehäusepumpen können sie nur
geringe Fördermengen auf sehr große Förderhöhen fördern. In den Fig. 4 und 5 sind
bekannte Lösungen gezeigt, die mit Hilfe von Traversen oder Zwischendecks eine Abstützung
im Bereich der Pumpenstufen vorsehen. Dagegen wird als Verbesserung vorgeschlagen,
mit Hilfe von mehreren und über den Umfang des Pumpenteils verteilt angeordneten Spannseilen
eine Stabilisierung der Bohrlochpumpe zu erhalten. Zu diesem Zweck werden die Spannseile
bis zur Motorlaterne hochgeführt und dort verankert.
[0006] Der Erfindung liegt das Problem zu Grunde, das Schwingungsverhalten von Rohrgehäusepumpen
mit einfachsten Mitteln bei reduziertem Herstellungsaufwand zu verbessern.
[0007] Die Lösung dieses Problems sieht vor, dass in einer Bodenplatte eines druckdichten
Krümmergehäuses eine kräfteübertragende Aufnahme, Führung und Dichtung für das äußere
Lagerelement vorgesehen ist. Mit dieser Lösung wird das gesamte Gewicht des Steigrohres
über das Lagerelement auf kürzestem Wege in die Bodenplatte des Krümmergehäuses eingeleitet,
wodurch die Möglichkeit zum Herausziehen des Pumpenteiles mitsamt den Steigrohren
durch das Krümmergehäuse geschaffen wird. Bei einer Aufstellung der Rohrgehäusepumpe
auf nur einer Fundamentebene ist dies gleichzeitig auch diejenige Ebene, die zusätzlich
die Kräfte des Antriebes mit aufnimmt. Durch die Abstützung des äußeren Lagerelementes
direkt in der Bodenplatte des Krümmergehäuses ergibt sich der wesentliche Vorteil,
dass in der Lagerebene des Lagerelementes gewissermaßen ein definierter Schwingungsknoten
für das aus Antrieb und Pumpe bestehende schwingungsfähige System geschaffen wird.
Dies trifft auch bei einer an sich bekannten Aufstellung der Rohrgehäusepumpe über
zwei Fundamentebenen zu. Die dann obere Fundamentebene nimmt die Kräfte des Antriebes
auf und die untere Fundamentebene nimmt die Kräfte des Pumpenteiles mit Steigrohrteilen
und Krümmer auf, wobei für das Gesamtsystem der Rohrgehäusepumpe der Schwingungsknoten
in der Bodenplatte des Krümmergehäuses bestehen bleibt.
[0008] Dadurch wird zur Schwingungsberechnung der Rohrgehäusepumpe nur noch, ausgehend von
der Lagerebene des Lagerelementes in der Bodenplatte, die Länge des Pumpenteiles bis
zum äußeren Lagerelement und die Länge des Aufbaues oberhalb des äußeren Lagerelementes
berücksichtigt. Somit bildet der nichtrotierende Pumpenteil inklusive der angeschlossenen
Steigrohr- und Krümmerteile aus schwingungstechnischer Sicht ein Pendelsystem, während
der rotierende Teil, bestehend aus Laufrad mit Welle, aus schwingungstechnischer Sicht
ein weiteres Pendelsystem bildet. Für die Schwingungsberechnung der Rohrgehäusepumpe
sind primär diese zwei Pendelsysteme rechnerisch auszuwerten.
[0009] Ausgestaltungen sehen hierzu vor, dass die Bodenplatte ein Bestandteil der mehrteiligen
Laterne ist oder dass die Bodenplatte ein Bestandteil eines in die Laterne integrierten
druckdichten Krümmergehäuses ist. Somit kann durch die Integration in die Bodenplatte
in einfacher Weise die Schwingungslänge des stillstehenden Pumpenteiles definiert
bestimmt werden. Und für die Berechnung der Schwingungen des rotierenden Pumpenteiles
wird als Pendellänge dessen Länge bis zum Lager für die Aufnahme der Axialkräfte angenommen.
[0010] Für Wartungszwecke wird in an sich bekannter Art der Antrieb von der Laterne entfernt
und dann nach Öffnen eines am Krümmergehäuse angeordneten Druckdeckels der komplette
Pumpenteil mitsamt Krümmer, Steigrohr, Welle, Laufrad und allen weiteren Einbauten
aus dem Krümmergehäuse gehoben. Diese Lösung hat den Vorteil, dass auf ein langes
Aufhängerohr, welches zur Übertragung der Gewichtskräfte des Laufzeuges und der Einbauten
bisher erforderlich ist, vollständig verzichtet werden kann. Dies reduziert in weiterer
vorteilhafter Weise die Anzahl der schwingungsfähigen Komponenten. Somit ist eine
einfachere und gleichzeitig präzisere Schwingungsberechnung möglich.
[0011] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die mit dem Laufzeug kräfteübertragend
verbundene Welle in der Laterne und oberhalb der Drucköffnung des Pumpenteiles gelagert
ist. Somit ergibt sich für die Berechnung des Schwingungsverhaltens der rotierenden
Teile eine zu berücksichtige Länge, die größer als die Länge des Steigrohres mit dem
angeschlossenen Pumpenteil ist.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen die
- Fig. 1
- eine Rohrgehäusepumpe im Schnitt, die
- Fig. 2 + 3
- eine vergrößerte Darstellung der Lagerung des Pumpenteiles und die
- Fig. 4
- eine Ausführungsform in mehrstufiger Bauform.
[0013] Die in Fig. 1 dargestellte, frei aufgehängte Rohrgehäusepumpe verfügt über einen
Motor 1, dessen Gewichts- und Reaktionskräfte eine Laterne 2 in ein Fundament 3 leitet,
welches auch die Kräfte eines Pumpenteiles 4 aufnimmt. Die mehrteilig ausgebildete
Laterne 2 besteht aus einer Motorlaterne 2.1, welche eine Axiallagerung 5 einer Welle
6 und deren Wellenkupplung 7 umgibt. Die Motorlaterne 2.1 stützt sich über eine Zwischenlaterne
2.2 auf einem in der Laterne 2 druckdicht ausgebildeten Krümmergehäuse 2.3 ab. Von
dessen Bodenplatte 2.4 werden die Gewichtskräfte des Motors 1 in das Fundament 3 geleitet.
[0014] Für diejenigen Anwendungsfälle, bei denen das Gewicht des Motors 1 zu groß ist, kann
die Motorlaterne 2.1 auch als eine sogenannte Überstülplaterne ausgebildet sein, welche
über die Zwischenlaterne 2.2 und das Krümmergehäuse 2.3 gestülpt ist und diese auf
größeren Durchmesser umgibt. Auch eine solche Überstülplaterne leitet die Kräfte des
Motors 1 direkt in der Ebene der Bodenplatte 2.4 ins Fundament 3 ab. Somit wird das
druckdichte Krümmergehäuse 2.3 und die Zwischenlaterne 2.2 vom Gewicht des Motors
entlastet.
[0015] Der Flüssigkeit führende Pumpenteil 4 besteht aus zwei miteinander verbundenen Steigrohren
9, in denen mit Hilfe von Führungselementen 10 die Lager 11 der Welle 6 gehalten sind.
Gleichzeitig ist in dem Steigrohr 9 an dem in Strömungsrichtung gesehenen Anfang des
Pumpenteiles 4 ein Laufrad 12 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel übernimmt
das Steigrohr 9 teilweise auch die Funktion eines Pumpengehäuses 8, da darin auch
die strömungsführenden Einbauten 13 des Pumpenteiles 4 angeordnet sind. Dabei handelt
es sich um Energie umwandelnde Leiteinrichtungen in Form von Leitschaufeln, Leitkanälen
oder Leiträdern. Laufrad 12, hier dargestellt in Halbaxialbauweise, und strömungsführende
Einbauten 13 können auch Bestandteil eines separaten Pumpengehäuses sein, welches
mit einem Steigrohr 9 verbunden ist.
[0016] In Folge der Ausbildung der Welle 6 als kräfteübertragendes Bauteil für das dargestelltes
Laufrad 12 wird dessen Gewicht ebenfalls von der Welle 6 gehalten. Das Gewicht der
rotierenden Pumpenteile, also Welle 6 und Laufrad 12 sowie eventueller-Wellenkupplungen
7.1 bei Verwendung einer mehrteiligen Welle, wird von dem Axiallager 5 aufgenommen.
[0017] Befestigt ist der Pumpenteil 4 an einem Druckdeckel 14 des Krümmergehäuses 2.3 und
an der Bodenplatte 2.4. Ein vom Laufrad 12 durch die Steigrohre 9 gefördertes Fluid
durchströmt einen mit den Steigrohren 9 verbundenen Krümmer 15, der herausnehmbar
im Krümmergehäuse 2.3 angeordnet ist. Der Krümmer 15 leitet das Fluid in eine an den
Krümmer anzuschließende - hier nicht dargestellte - Rohrleitung. Eine solche Rohrleitung
wird an einem in der Zeichnung rechtsseitig vom Krümmergehäuses 2.4 angeordneten Flansch
flüssigkeitsdicht befestigt.
[0018] Der Krümmer 15 ist im Krümmergehäuse 2.4 freistehend angeordnet. Zwischen einer Austrittsöffnung
des Krümmers 15 und dem Innendurchmesser des Krümmergehäuses 2.4 existiert ein Spalt.
Dieser entkoppelt den Krümmer 15 vom Krümmergehäuses 2.4 und erleichtert die Montage-
oder Demontagearbeiten durch einfaches Herausheben des Pumpenteiles 4. Am Austritt
des Krümmers 15 ist keine Dichtung erforderlich, da der Innenraum des Krümmergehäuses
2.3 druckdicht ausgebildet und mit Fluid gefüllt ist.
[0019] Am Krümmer 15 ist ein äußeres Lagerelement 17 angebracht, mit dem das Gewicht der
nichtrotierenden oder stillstehenden Pumpenteile in die Bodenplatte 2.4 übertragen
wird. Das Lagerelement 17 kann auch am Steigrohr 9 befestigt sein, wenn dieses in
das Krümmergehäuse 2.3 hineinragt. Der Ort der Anbringung ist abhängig von der gewählten
Größe des Krümmers 15, des Krümmergehäuses 2.4 oder eines daran angrenzenden Steigrohres
9.
[0020] Druckdicht verschlossen ist das Krümmergehäuse 2.3 durch den Druckdeckel 14. Ein
kurzes Tragelement 18 verbindet den Krümmer 15 kräfteübertragend mit dem Druckdeckel
14. Dieses Tragelement 18 dient weiterhin als Führung für den Krümmer 15 im Druckdeckel
14 und als Dichtung im Bereich der Durchführung der Welle 6 durch den Druckdeckel
14. Im Bereich des Druckdeckels 14 ist für die Durchführung der Welle 6 eine an sich
bekannte Wellenabdichtung angeordnet. Aus Gründen einer vereinfachten Fertigung und
Gewichtsreduzierung ist der Pumpenteil 4 als Schweißkonstruktion ausgebildet. Dies
stellt gegenüber einer schwingungsdämpfenden Gusskonstruktion sogar einen Vorteil
dar, da sich infolge der Ausbildung eines definierten Schwingungsknotens im Bereich
der Auflage des Lagerelementes 17 an der Bodenplatte 2.4 ein besser beherrschbares
Schwingungsverhalten ergibt.
[0021] Für Demontagezwecke des Pumpenteiles 4 wird der Motor 1 bei geöffneter Wellenkupplung
7 von der Motorlaterne 2.1 abgehoben. Danach wird vom flüssigkeitsdichten Krümmergehäuse
2.3 der Druckdeckel 14 gelöst. Durch das am Krümmer 15 befestigte Tragelement 18,
welches auch als ein Rohrelement ausgebildet sein kann, lastet während einer Montage
oder Demontage das Gewicht des Pumpenteiles 4 am Druckdeckel 14. Dagegen wird im montierten
Zustand und während des Betriebes das Gewicht des nichtrotierenden Pumpenteiles über
das äußere Lagerelement 17 direkt in die Bodenplatte 2.4 geleitet. Infolge der Lagerung,
Führung und Abdichtung am Lagerelement 17 findet an dieser kräfteaufnehmenden Stelle
der Bodenplatte 2.4 aus statischer Sicht eine Entkoppelung statt, wodurch gleichzeitig
für die Rohrgehäusepumpe ein Schwingungsknoten gebildet wird.
[0022] Dies erleichtert die Schwingungsberechnung der Rohrgehäusepumpe wesentlich. Für die
Berechnung der Eigenfrequenzen des Gesamtsystems werden die Bauteillängen des Pumpenteiles
4 bis zum Schwingungsknoten in dem Lagerelement 17 mit dem jeweiligen Krümmeranteil
oder Steigrohranteil und die oberhalb des Schwingungsknoten befindlichen Längen des
Motors1 mit den entsprechenden Teilen der Laterne 2 berücksichtigt. Dazu ist in vereinfachender
Weise nur die Pendellänge PL
P für den Pumpenteil 4 und die Pendellänge PL
A für die Laterne mit dem Motor in Ansatz zubringen. Ausgangspunkt für die Bestimmung
dieser Pendellängen ist der zwischen dem äußeren Lagerelement 17 und der Bodenplatte
2.4 geschaffene Schwingungsknoten. Eine Pendellänge PL
R berücksichtigt dabei das Schwingungsverhalten des rotierenden Systems, wobei dazu
der Abstand zwischen dem Laufrad 12 und dem Axiallager 5 benutzt wird.
[0023] Gegenüber den bekannten Pumpenausführungen erfolgt mit dieser Lösung die Eliminierung
von schwingungsfähigen Bauteilen, wodurch die Anzahl der zu berücksichtigenden Eigenfrequenzen
reduziert und damit die Berechnung der Eigenfrequenzen vereinfacht wird. Denn die
Lagerung der nichtrotierenden Pumpenteile in der Bodenplatte sowie der Verzicht auf
ein bisher notwendiges, die Welle umgebendes zusätzliche Aufhängerohr reduziert die
Anzahl schwingungsfähiger Systemteile und verbessert das Schwingungsverhalten der
Rohrgehäusepumpe. Diese Art einer Pumpenaufhängung bildet also gleichzeitig für das
Gesamtsystem der Rohrgehäusepumpe einen definierten Schwingungsknoten.
[0024] Aus Gründen der höheren Festigkeit, einer Gewichtsreduzierung sowie verbesserter
Fertigungsmöglichkeiten ist die Rohrgehäusepumpe als Schweißkonstruktionen ausgebildet.
Dies erlaubt eine standardisierte Bauform, bei der eine Baugröße einer Laterne 2 für
unterschiedliche Steigrohrdurchmesser Anwendung finden kann. Dazu wird die jeweilige
Laterne 2 für einen maximalen Durchmesser des Pumpenteiles 4 ausgelegt. Und in der
Bodenplatte 2.4 wird die Weite der Öffnung, in deren Bereich das äußere Lagerelement
17 anliegt, so groß gewählt, dass ein Herausziehen der hindurchzuführenden Bauteile,
also des für dieses Krümmergehäuse größten kompletten Pumpenteiles 4 inklusive der
Steigrohre 9, möglich ist. Für kleinere Baugrößen der Rohrgehäusepumpe ist dann nur
der Einbau eines anderen Lagerelementes 17 notwendig. Dieses gleicht dann die Durchmesserunterschiede
zwischen der das Lagerelement 17 aufnehmenden Öffnung in der Bodenplatte 2.4 und den
Durchmessern von Steigrohr 9 und/oder Krümmer 15 aus.
[0025] In der als Halbschnitt dargestellten Fig. 2 ist in einer vergrößerten Darstellung
das Lagerelement 17 gezeigt, welches auf kürzestem Wege die Kräfte in die Bodenplatte
2.4 und das Fundament 3 übertragt. Die Bodenplatte 2.4 weist eine Öffnung auf, die
zur Aufnahme des Lagerelementes 17 ausgebildet ist. Die Darstellung der Fig. 2 zeigt
in der Bodenplatte 2.4 eine konisch oder kegelförmig gestaltete Öffnung, in der das
Lagerelement 17 mit einer entsprechenden Kontur selbstzentrierend und kräfteübertragend
anliegt. Zur Verbesserung der Dichtwirkung zwischen den aneinanderliegenden Teilen
sind zusätzliche Dichtelemente 19 , beispielsweise Dichtringe, angeordnet. Somit wird
in einfachster Weise ein Flüssigkeitsaustritt aus dem Krümmergehäuse 2.3 im Bereich
der Bodenplatte 2.4 verhindert.
[0026] Die Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform des Lagerelementes 17, welches
nach Art eines Winkelringes gestaltet ist. Die Kräfteübertragung übernimmt hier eine
sich in Radialrichtung flanschförmig erstreckende Ringfläche 20, während die Zentrierung
durch einen angrenzenden, geringe Toleranzen aufweisenden Passungsabschnitt 21 erfolgt.
Diese Lösung ermöglicht zwar eine einfachere Fertigung, sie erfordert jedoch eine
höhere Sorgfalt bei der Montage. Auch hier unterstützen Dichtelemente 19 die Abdichtung.
[0027] Die Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform. Der mehrstufige Pumpenteil 4 ist zweistufig
dargestellt und weist im Unterschied zur Fig. 1 separate Pumpengehäuse 22, 23 auf,
die untereinander durch ein Steigrohr 9 oder Steigrohrteile 9.1 miteinander verbunden
sind. Die Pumpengehäuse 8.1 der 2. Pumpenstufe ist hierbei durch einen kürzeren Steigrohrabschnitt
9.1 mit dem Krümmer 15 verbunden. Auch bei dieser Bauform sind alle Durchmesser so
gewählt, dass der komplette Pumpenteil 4 als ein Teil problemlos durch die Bodenplatte
2.4 hindurchgeführt werden kann.
[0028] Somit ist in einfachster Weise durch modulartigen Zusammenbau eine Anpassung einer
solchen Rohrgehäusepumpe an größere Baulängen möglich. Durch Hintereinanderschalten
solcher für große Fördermengen ausgelegter Laufradhydrauliken können auch Problemfälle
mit notwendigen größeren Förderhöhen gelöst werden.
[0029] Die notwendige Zentrierung zwischen Pumpengehäusen, Steigrohren oder Steigrohrteilen
mit den darin angeordneten Wellenlagerungen erfolgt durch an sich bekannte Passelemente.
Dies sind beispielsweise Passstifte, die in einander zugeordneten Flächen, wie Steigrohrflanschflächen,
eingearbeitet sind. Somit ist in einfacher und schneller Weise bei einem eventuellen
Wartungsfall eines Lagers 11 durch standardisierte Bauteile ein Austausch möglich,
ohne dabei das Schwingungsverhalten des Gesamtsystems negativ zu beeinflussen.
1. Rohrgehäusepumpe, deren Lauf- und Leiteinrichtung mit einem Steigrohr verbunden ist,
wobei eine innerhalb des Steigrohres angeordnete, die Laufeinrichtung antreibende
Welle mit einem oberhalb des Steigrohres angeordneten Antrieb verbunden ist, eine
mehrteilige Laterne die Gewichtskraft des Antriebes in ein Fundament überträgt, am
Steigrohr und/oder am Krümmer ein an sich bekanntes äußeres Lagerelement vorgesehen
ist und das Steigrohr in ein druckdichtes Krümmergehäuse einmündet, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Bodenplatte (2.4) eines druckdichten Krümmergehäuses (2.3) eine kräfteübertragende
Aufnahme, Führung und Dichtung für das äußere Lagerelement (17) vorgesehen ist.
2. Rohrgehäusepumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (2.4) ein Bestandteil der mehrteiligen Laterne (2) ist.
3. Rohrgehäusepumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (2.4) ein Bestandteil eines in die Laterne (2) integrierten druckdichten
Krümmergehäuses (2.3) ist.
4. Rohrgehäusepumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Laufzeug kräfteübertragend verbundene Welle (6) in der Laterne (2, 2.1)
und oberhalb der Drucköffnung des Pumpenteiles (4) gelagert ist.
5. Rohrgehäusepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Bodenplatte(2.4) und äußerem Lagerelement (17) ein Schwingungsknoten für
eine Schwingungsberechnung der nichtrotierenden Pumpenteile (4) ausgebildet ist.
6. Rohrgehäusepumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich vom Schwingungsknoten in der Bodenplatte (2.4) eine Pendellänge (PLP) des Pumpenteiles (4) und eine Pendellänge (PLA) des Antriebsteiles (1, 2) erstreckt.
7. Rohrgehäusepumpe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Bodenplatte (2.4) liegende Schwingungsknoten innerhalb einer Pendellänge
(PLR) des von Welle (6) und Laufrad (12) gebildeten rotierenden Pumpenteiles (4) angeordnet
ist.
8. Rohrgehäusepumpe nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Axiallager (5) und unterem Laufrad (12) die Pendellänge (PLR) des rotierenden Pumpenteiles (4) bestimmt.
9. Rohrgehäusepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsknoten in einer Öffnung der Bodenplatte (2.4) angeordnet ist.
10. Rohrgehäusepumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenteil (4) durch die Bodenplatte (2.4) durchführbar ist.
1. Tubular pump, the running and guiding device of which is connected to a rising pipe,
a shaft which is arranged within the rising pipe and drives the running device being
connected to a drive which is arranged above the rising pipe, a multipart lantern
transmitting the weight of the drive into a base, an outer bearing element which is
known per se being provided on the rising pipe and/or on the elbow, and the rising
pipe opening into a pressuretight elbow housing, characterized in that a force-transmitting receptacle, guide and seal for the outer bearing element (17)
are provided in a base plate (2.4) of a pressuretight elbow housing (2.3).
2. Tubular pump according to Claim 1, characterized in that the base plate (2.4) is a constituent part of the multipart lantern (2).
3. Tubular pump according to Claim 1 or 2,
characterized in that the base plate (2.4) is a constituent part of a pressuretight elbow housing (2.3)
which is integrated into the lantern (2).
4. Tubular pump according to Claim 1, 2 or 3,
characterized in that the shaft (6) which is connected to the running gear so as to transmit force is mounted
in the lantern (2, 2.1) and above the delivery opening of the pump part (4).
5. Tubular pump according to one of Claims 1 to 4, characterized in that an oscillation node for an oscillation calculation of the nonrotating pump parts
(4) is formed between the base plate (2.4) and the outer bearing element (17).
6. Tubular pump according to Claim 5, characterized in that an oscillation length (PLP) of the pump part (4) and an oscillation length (PLA) of the drive part (1, 2) extend from the oscillation node in the base plate (2.4).
7. Tubular pump according to Claim 5 or 6, characterized in that the oscillation node which lies in the base plate (2.4) is arranged within one oscillation
length (PLR) of the rotating pump part (4) which is formed by the shaft (6) and the rotor (12).
8. Tubular pump according to Claim 5, 6 or 7, characterized in that the spacing between the axial bearing (5) and the lower rotor (12) determines the
oscillation length (PLR) of the rotating pump part (4).
9. Tubular pump according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the oscillation node is arranged in an opening of the base plate (2.4).
10. Tubular pump according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the pump part (4) can be passed through the base plate (2.4).
1. Pompe tubulaire, dont le dispositif d'écoulement et de guidage est relié à une conduite
ascendante, un arbre entraînant le dispositif d'écoulement et disposé à l'intérieur
de la conduite ascendante étant relié à un organe d'entraînement disposé au-dessus
de la conduite ascendante, une lanterne en plusieurs parties transmettant le poids
de l'organe d'entraînement à une assise, sur la conduite ascendante et/ou sur le coude
étant prévu un élément d'appui externe connu en soi et la conduite ascendante débouchant
dans une cage de coude étanche à la pression, caractérisée en ce que dans une plaque de base (2.4) d'une cage de coude (2.3) étanche à la pression est
prévu un logement de transfert de force, un guidage et un joint pour l'élément d'appui
(17) externe.
2. Pompe tubulaire selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la plaque de base (2.4) est un constituant de la lanterne (2) en plusieurs parties.
3. Pompe tubulaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la plaque de base (2.4) est un constituant d'une cage de coude (2.3) étanche à la
pression intégrée dans la lanterne (2).
4. Pompe tubulaire selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que l'arbre (6) relié au dispositif d'écoulement avec transfert de force est monté dans
la lanterne (2, 2.1) et au-dessus de l'ouverture de pression de la partie de pompe
(4).
5. Pompe tubulaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'un noeud d'oscillation pour un calcul d'oscillation des parties de pompe non rotatives
(4) est réalisé entre la plaque de base (2.4) et l'élément d'appui externe (17).
6. Pompe tubulaire selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'une longueur pendulaire (PLP) de la partie de pompe (4) et une longueur pendulaire (PLA) de la partie d'entraînement (1, 2) s'étendent depuis le noeud d'oscillation dans
la plaque de base (2.4).
7. Pompe tubulaire selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que le noeud d'oscillation situé dans la plaque de base (2.4) est disposé à l'intérieur
d'une longueur pendulaire (PLR) de la partie de pompe rotative (4) formée par l'arbre (6) et le rotor (12).
8. Pompe tubulaire selon la revendication 5, 6 ou 7, caractérisée en ce que la distance entre le palier axial (5) et le rotor inférieur (12) détermine la longueur
pendulaire (PLR) de la partie de pompe rotative (4).
9. Pompe tubulaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le noeud d'oscillation est disposé dans une ouverture de la plaque de base (2.4).
10. Pompe tubulaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la partie de pompe (4) peut être passée à travers la plaque de base (2.4).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- KSB-Kreiselpumpenlexikon19890700262- [0002]