| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 597 520 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.02.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2004/000228 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2004/074742 (02.09.2004 Gazette 2004/36) |
|
| (54) |
GLÜHSTIFTKERZE, INSBESONDERE NIEDERVOLT-GLÜHSTIFTKERZE FÜR VERBRENNUNGSMOTOREN
PENCIL TYPE GLOW PLUG, ESPECIALLY A LOW VOLTAGE PENCIL TYPE GLOW PLUG FOR INTERNAL
COMBUSTION ENGINES
BOUGIE DE PRECHAUFFAGE DE TYPE CRAYON, NOTAMMENT BOUGIE DE PRECHAUFFAGE BASSE TENSION
POUR MOTEURS A COMBUSTION INTERNE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE ES FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
18.02.2003 DE 10306634
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
23.11.2005 Patentblatt 2005/47 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- HALUSCHKA, Christoph
63911 Klingenberg (DE)
- KERN, Christoph
71546 Aspach (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 103 775 GB-A- 2 058 216
|
EP-A- 0 420 078 US-A- 5 313 184
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Glühstiftkerzen, insbesondere Niedervolt-Glühstiftkerzen
zum Anordnen in einem Brennraum einer Brennstoffkraftmaschine, wobei die Glühstiftkerze
einen mit einer definierten Betriebsspannung ausgelegten Spannungsquelle verbindbaren
elektrischen Widerstand aufweisenden Heizleiter umfasst und der Heizleiter auf eine
definierte Betriebstemperatur bringbar ist.
Stand der Technik
[0002] Glühstiftkerzen als Teil einer Glüheinrichtung werden unter anderem beim Kaltstart
und Kaltlauf von Dieselmotoren verwendet. Sie dienen dazu, den Brennraum vor dem eigentlichen
Motorstart zu erwärmen und das Laufverhalten des Dieselmotors (Geräusch, Abgasemission)
positiv zu beeinflussen.
[0003] Um auch während eines Spannungseinbruchs des Bordnetzes, der in der Regel während
der Betätigung des Anlassens entsteht, eine kurze Aufheizzeit der Glühstiftkerze zu
gewährleisten, werden diese oftmals als Niedervolt-Glühstiftkerzen ausgeführt. Die
Reduzierung der Bordnetzspannung auf die notwendige Betriebsspannung erfolgt durch
Takten der Bordnetzspannung mit definiertem Taktverhältnis. Ein Betrieb mit Überspannung
kann zu Temperaturen weit oberhalb der maximalen Einsatztemperatur der verwendeten
Materialien der Glühstiftkerze und somit zur Zerstörung der Glühstiftkerze führen.
[0004] Aus
EP 103 775 A2 ist eine Glühstiftkerze mit einer Schutzfunktion gegen Zerstörung durch Überspannung
bekannt. Die Glühstiftkerze weist dabei einen elektrisch isolierenden Keramikträger
auf, auf dem Anschlussleiter und ein Heizelement angeordnet sind. Die Anschlussleiter
führen dabei von den Anschlusskontakten zu dem an der Spitze des elektrisch isolierenden
Keramikkörpers angeordneten Heizelement. Die Schutzfunktion wird durch ein Überhitzungsschutz
(PTC-Widerstand) und/oder durch einen Spannungsbegrenzer (Varistor) realisiert. Der
Überhitzungsschutz und/oder der Spannungsbegrenzer ist den Anschlussleitern zugeordnet.
[0005] Aus
GB 2 058 216 A ist eine Glühstiftkerze mit einer Schutzfunktion gegen Zerstörung durch Überspannung
bekannt, bei der der Heizleiter aus einem Material mit einer PTC-Charakteristik besteht,
bei der bei Einschalten des Stromes ein schnelles Aufheizen des Heizleiters auftritt,
jedoch ein Durchbrennen des Heizleiters infolge der Zunahme des elektrischen Widerstandes
bei höheren Temperaturen ausgeschlossen wird.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Die Aufgabe er Erfindung ist es, die aus dem Stand der Technik bekannten Glühstiftkerzen
derart auszulegen, dass eine schnelle Aufheizzeit gewährleitstet ist, und dass gleichzeitig
niedrige Anfangströme mit einer erhöhten Schutzfunktion gegenüber Spannungen realisiert
werden.
Lösung der Aufgabe
[0007] Kern der Erfindung ist es, eine Schutzfunktion, insbesondere für Niedervoltglühstiftkerzen
zu schaffen. Dies wird dadurch realisiert, das oberhalb der Betriebstemperatur der
spezifische Widerstand des Heizleiters so stark ansteigt, dass die verursachende erhöhte
Betriebsspannung nahezu kompensiert wird, und die umgesetzte elektrische Leistung
nur geringfügig ansteigt.
[0008] Als Lösung wird daher vorgeschlagen, dass der spezifische elektrische Widerstand
des Heizleiters derart ausgelegt ist, dass oberhalb der Betriebstemperatur der elektrische
Widerstand des Heizleiters derart ansteigt, dass die verursachte erhöhte Betriebspannung
kompensiert wird. Erreicht wird dies dadurch, dass der Temperaturkoeffizient des Materials
des Heizleiters oberhalb der Sollbetriebstemperatur etwa dreimal höher ist als unterhalb
der Sollbetriebstemperatur.
Vorteile der Erfindung
[0009] Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Materialauslegung
der Glühstiftkerze bzw. des Stiftes ein gegenüber dem Stand der Technik flachere Temperatur
- Spannungskennlinie bei hohen Betriebstemperaturen erreicht wird. Dies ermöglicht,
die Temperaturen gezielt einzustellen, jedoch die Zerstörung bei Betrieb mit Überspannung
zu vermeiden.
[0010] Es ist daher möglich, eine Aufheizgeschwindigkeit der Glühstiftkerze mit einer flachen
Regelcharakteristik bei hohen Betriebstemperaturen zu kombinieren.
[0011] Ein weiterer Vorteil ist eine steilere Widerstands-Temperatur-Kennlinie, wodurch
die Widerstandsmessung zu genaueren Temperaturergebnissen führt.
[0012] Temperaturen oberhalb der maximalen Betriebstemperatur der verwendeten Materialien
können auf diese Weise vermieden werden.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus den nachstehenden Diagrammen hervor.
Zeichnungen
[0014] Es zeigen
- Fig. 1
- Eine schematische Darstellung des Verhältnisses vom spezifischen Widerstand zur Temperatur;
- Fig. 2
- Eine schematische Darstellung des Verhältnisses von Temperatur zur Betriebsspannung.
Beschreibung
[0015] In den Figuren 1 und 2 sind zum einen die aus dem Stand der Technik bekannten Verhältnisse
zwischen spezifischem Widerstand des Heizleiters und der Temperatur bzw. Temperatur
und Betriebsspannung dargestellt, wobei die aus dem Stand der Technik bekannten Verhältnisse
die Bezeichnung "Standardauslegung" erhalten haben.
[0016] Die erfindungsgemäßen Auslegungen haben die Bezeichnung "idealisiert" bzw. "real"
erhalten. Materialeigenschaften für die Glühstiftkerze werden so eingestellt, dass
bis zu einer Grenztemperatur, beispielsweise in den Figuren 1 und 2 1.200°C, die ungefähr
die Betriebstemperatur entspricht, die Temperaturkoeffizient des spezifischen Widerstandes
niedrig ist. Dies bringt eine sehr hohe durchschnittliche Leistung bei niedrigen Anfangsströmen
mit sich. Oberhalt an dieser Grenztemperatur ist jedoch der Temperaturkoeffizient
wesentlich höher. Dies führt dazu, dass ein starkes Abregeln des Betriebsstromes erfolgt
und somit die Zerstörung der Glühstiftkerne auf einfache Art und Weise vermieden wird.
[0017] Alternativ lässt sich auch das spezifische Widerstandsverhältnis zur Temperatur über
einen spannungsabhängigen Widerstand erreichen, der derart ausgelegt ist, dass der
spezifische Widerstand des Heizleiters bei hohen Betriebsspannungen deutlich zunimmt.
Beispiel
[0018] Die Betriebstemperatur beträgt 1.200 °C. Um zu erreichen, dass die Temperatur der
Glühstiftkerze nur um 25° pro Volt zunimmt (im Vergleich zum Stand der Technik) wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der Temperaturkoeffizient des Materials oberhalb
der Sollbetriebstemperatur etwa dreimal höher ist als unterhalb der Betriebstemperatur.
Bei dieser Abschätzung wird nur der Wärmetransport für Wärmestrahlung berücksichtigt,
da dieser proportional zur vierten Potenz der Temperatur ist. Unter Berücksichtung
von Wärmeleitung und Konvektion ist bei der gleichen Materialwahl das Abregelverhalten
sogar noch stärker. Um das gleiche Abregelverhalten in der soeben genannten Abschätzung
zu erhalten, ist somit eine geringe Differenz der Temperaturkoeffizienten notwendig.
1. Glühstiftkerze, insbesondere Niedervolt-Glühstiftkerze zum Anordnen im Brennraum einer
Brennstoffkraftmaschine, wobei die Glühstiftkerze eine mit einer definierten Betriebsspannung
ausgelegten Spannungsquelle verbindbaren, einen elektrischen Widerstand aufweisenden
Heizleiter umfasst, und der Heizleiter auf eine definierte Betriebstemperatur bringbar
ist, wobei die Glühstiftkerze eine Schutzfunktion gegen die Zerstörung durch Überspannung
aufweist, und wobei zur Realisierung der Schutzfunktion der elektrische Widerstand
des Heizleiters derart ausgelegt ist, indem oberhalb der Betriebstemperatur der Widerstand
des Heizleiters derart ansteigt, dass die verursachende erhöhte Betriebspannung kompensiert
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturkoeffizient des Materials des Heizleiters oberhalb der Sollbetriebstemperatur
etwa dreimal höher ist als unterhalb der Sollbetriebstemperatur.
2. Glühstiftkerzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bis zu einer Grenztemperatur der Temperaturkoeffizient des speziellen Widerstandes
des Heizleiters niedrig ist und ab einem definierten Grenzwert, der über der Betriebstemperatur
liegt, deutlich erhöht ist.
3. Glühstiftkerzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der spezielle Widerstand des Heizleiters spannungsabhängig ausgelegt ist, und ab
einem definierten Grenzwert, der über der Betriebstemperatur liegt, stark zunimmt.
1. Pencil-type glow plug, in particular a low-voltage pencil-type glow plug for arrangement
in the combustion chamber of an internal combustion engine, wherein the pencil-type
glow plug comprises a heating conductor which can be connected to a voltage source
configured with a defined operating voltage and which has an electrical resistor,
and the heating conductor can be placed at a defined operating temperature, wherein
the pencil-type glow plug has a protective function against destruction through overvoltage,
and wherein, in order to carry out the protective function, the electrical resistor
of the heating conductor is configured in such a way that the resistance of the heating
conductor rises above the operating temperature in such a way that the increased operating
voltage which is brought about is compensated, characterized in that the temperature coefficient of the material of the heating conductor is approximately
three times higher above the setpoint operating temperature than below the setpoint
operating temperature.
2. Pencil-type glow plug according to Claim 1, characterized in that up to a limiting temperature the temperature coefficient of the specific resistance
of the heating conductor is low, and is significantly increased starting from a defined
limiting value which is above the operating temperature.
3. Pencil-type glow plug according to Claim 1, characterized in that the specific resistance of the heating conductor is configured to be voltage-dependent,
and increases strongly starting from a defined limiting value which is above the operating
temperature.
1. Bougie de préchauffage de type crayon, notamment bougie de préchauffage basse tension
destinée à être disposée dans la chambre de combustion d'un moteur à combustion interne,
la bougie de préchauffage comprenant un conducteur chauffant pouvant être connecté
à une source de tension ayant une tension de service définie, présentant une résistance
électrique, et le conducteur chauffant pouvant être amené à une température de service
définie, la bougie de préchauffage présentant une fonction de protection contre la
destruction par les surtensions, et pour réaliser la fonction de protection, la résistance
électrique du conducteur chauffant étant conçue de telle sorte qu'au-dessus de la
température de service, la résistance du conducteur chauffant augmente de telle sorte
que la tension de service accrue responsable soit compensée, caractérisée en ce que le coefficient de température du matériau du conducteur chauffant au-dessus de la
température de service de consigne est approximativement trois fois plus grand qu'en
dessous de la température de service de consigne.
2. Bougie de préchauffage de type crayon selon la revendication 1, caractérisée en ce que jusqu'à une température limite, le coefficient de température de la résistance spéciale
du conducteur chauffant est bas, et à partir d'une valeur limite définie, qui est
supérieure à la température de service, il est nettement accru.
3. Bougie de préchauffage de type crayon selon la revendication 1, caractérisée en ce que la résistance spéciale du conducteur chauffant est conçue en fonction de la tension,
et à partir d'une valeur limite définie, qui est supérieure à la température de service,
elle augmente fortement.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente