[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Filterstopfen aus Filterstäben
mit einer vorbestimmten Filterstablänge sowie ein Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten,
wobei Tabakstöcke doppelter Länge in Tabakstöcke einfacher Länge geschnitten werden,
zwischen die Tabakstöcke einfacher Länge Filterstopfen doppelter Länge eingebracht
werden, die doppelt langen Filterstopfen mit den Tabakstöcken einfacher Länge durch
Umhüllung mittels eines Belagpapierblättchens zu Filterzigaretten doppelter Gebrauchslänge
verbunden werden. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Filteransetzmaschine
mit einer Filterzuführeinrichtung.
[0002] Unter einer Filteransetzmaschine wird eine Vorrichtung zur Herstellung von Filterzigaretten
mit Mitteln zur Aufnahme von Tabakstöcken doppelter Länge, mit Mitteln zum Zerschneiden
dieser doppelt langen Tabakstöcke in Tabakstöcke einfacher Länge, mit Mitteln zum
Einbringen von Filterstopfen doppelter Länge zwischen die Tabakstöcke einfacher Länge,
mit Mitteln zum Verbinden der doppelt langen Filterstopfen mit den Tabakstöcken einfacher
Länge durch Umhüllen mit einem Belagpapierblättchen, das mittels einer Schneideinrichtung
von einem zugeführten Belagpapierstreifen abgetrennt wird, mit Mitteln zum Ausführen
eines Trennschnittes durch den doppelt langen Filterstopfen, so dass Filterzigaretten
normaler Gebrauchslänge entstehen. Bei einer einbahnigen Filteransetzmaschine wird
eine Folge von queraxial hintereinander angeordneten und transportierten Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen
als einbahniger Materialstrom einer Belageinrichtung zugeführt.
[0003] Filteransetzmaschinen der Patentanmelderin sind unter der Bezeichnung "MAX" bekannt.
[0004] Zur Zuführung von Filterstopfen zu den Tabakstockpaaren werden an einer Filteransetzmaschine
aus einem Filtermagazin Filterstäbe mehrfacher Gebrauchslänge entnommen und nachfolgend
zu Filterstopfen doppelter Gebrauchslänge geschnitten. Anschließend werden die geschnittenen
Filterstopfen zu einer Reihe von hintereinander queraxial beabstandeter Filterstopfen
angeordnet, die den längsaxial beabstandeten Tabakstockpaaren zugeführt werden.
[0005] In US-4,943,272 (entspricht DE-T-689 10 669) ist eine Vorrichtung zur Herstellung
von Zigarattenfiltern beschrieben. Hierbei werden aus einem Filtermagazin mehrfach
lange, z. B. dreifach lange, Filterstäbe mittels einer Entnahmetrommel entnommen und
einer Schneidtrommel zugeführt, an der ein einziges Schneidmesser angeordnet ist.
Nach einem ersten Schneiden des Filterstabs wird ein entstandenes Filterstück von
der Schneidtrommel entnommen, während der um ein Filterstück verkürzte Filterstab
auf der Schneidtrommel verbielbt und längsaxial bis zu einem Anschlag verschoben wird.
Anschließend wird der verkürzte Filterstab nochmals von der Schneideinrichtung geschnitten,
so dass im Anschluss daran wieder ein Filterstück von der Schneidtrommel entnommen
wird. Der um zwei Filterstücke verkürzte Filterstab wird nochmals auf der Schneidtrommel
längsaxial bis zum Anschlag verschoben und an der Schneideinrichtung vorbeigeführt.
Im Anschluss wird das dritte Filterstück des ursprünglich dreifach langen Filterstabs
von einer Entnahmetrommel weiteren Trommeln zugeführt.
[0006] Die beschriebene Vorrichtung für die Herstellung von Zigarettenfiltern kann darüber
hinaus als Filterzuführeinrichtung an einer Filteransetzmaschine eingesetzt werden.
Ferner können zwei Filterherstellungsvorrlchtungen kombiniert werden, um eine Konstruktion
zur Herstellung von Doppelfilterstücken zu erhalten.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
die Herstellung von Filterstopfen, z. B. an einer Filteransetzmaschine, zu vereinfachen,
wobei der bauliche Aufwand bei einem Wechsel der Filterstopfenlänge möglichst gering
gehalten werden soll. Darüber hinaus ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
Umrüstzelten an einer Filteransetzmaschine bei einem Formatwechsel bzw. Markenwechsel
zu vereinfachen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine Filteransetzmaschine zu
verbessern.
[0008] Als Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zum Herstellen von Filterstopfen aus Filterstäben
mit einer vorbestimmten Filterstablänge angeben, wobei die Filterstäbe aus einem Magazin
entnommen werden, die Filterstäbe jeweils in n-fache Filterstopfen für eine vorbestimmte
Filterstopfenlänge mittels (n-1)-facher Schneideinrichtungen oder jeweils in k-fache
Filterstopfen für eine zweite vorbestimmte Filterstopfenlänge mittels (k-1)-facher
Schneideinrichtung geschnitten werden, bei einem Wechsel der zu schneidenden Filterstopfen
von einer vorbestimmten Filterstopfenlänge zu einer anderen vorbestimmten Filterstopfenlänge
die Anzahl der Schneideinrichtungen erhöht oder erniedrigt wird, wobei die Filterstablänge
der zu verarbeitenden Filterstäbe beim Wechsel konstant bleibt.
[0009] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass aus Filterstäben mit einer vorbestimmten
Gesamtfilterstablänge mindestens zwei unterschiedliche Filterstopfen als Zigarettenfilter
mit entsprechenden unterschledlichen Filterstopfenlängen hergestellt werden, so dass
aus einem Filterstab mindestens zwei verschiedene Zigarettenfilterformate bzw. Zigarettenformate
hergestellt werden können. Insbesondere ist die Filterstablänge als kleinstes, gemeinsames
Vielfaches der herzustellenden Filterlängen gewählt. Beispielsweise können bei einer
Gesamtfilterstablänge von 120 mm 4 doppelt lange Filterstopfen mit einer Länge von
jeweils 30 mm oder 6 doppelt lange Filterstopfen mit einer Länge von jeweils 20 mm
hergestellt werden. Entsprechend der herzustellenden Anzahl an Filterstopfen und -längen
aus einem Filterstab wird die Anzahl der Schneideinrichtungen bzw. Schneidmesser geändert
und angepasst. Bei einem Wechsel der herzustellenden Filterstopfen werden erfindungsgemäß
die Umbaumaßnahmen an einer Filteransetzmaschine reduziert, da bei gleicher und konstanter
Filterstablänge der zu verarbeitenden Filterstäbe unterschiedlich lange Zigarettenfilter
produziert werden. Beispielsweise entfällt hierdurch ein vollständiger Austausch der
Filterstäbe im Filterstabmagazin einer Filteransetzmaschine.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die Filterstäbe
von in längsaxialer Richtung der Filterstäbe versetzbar angeordneten Schneideinrichtungen
geschnitten werden. Hierbei sind die Schneideinrichtungen an einer Schneidtrommel
in Längsrichtung der zu schneidenden Filterstäbe versetzt angeordnet.
[0011] Um unterschiedlich lange Filterstäbe an einer Filteransetzmaschine herzustellen,
wird bei einer Änderung der Filterstopfenlänge der Abstand zwischen den Schneideinrichtungen
verändert. Hierdurch wird die bevorzugte Filterstopfenlänge varilert und eingestellt.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Abstand zwischen den Schneideinrichtungen
derart geändert wird, dass alle n-fachen oder k-fachen Filterstopfen jeweils dieselbe
Filterstopfenlänge aufweisen.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass nach dem Schneiden
der Filterstäbe die Fliterstopfen in Förderrichtung queraxial hintereinander, vorzugsweise
in einer Reihe, angeordnet werden. Durch die Ausbildung als einbahniger Materialstrom
werden die doppeit langen Filterstopfen anschließend zwischen längsaxial beabstandeten
Tabakstockpaaren eingelegt, die an der Filteransetzmaschine nachfolgend mit einem
Belagpapierblättchen versehen und umwickelt werden.
[0014] Bevorzugterweise werden nach dem Schneiden der Filterstäbe die Filterstopfen mittels
wenigstens einer Staffeltrommel gestaffelt und/oder mittels wenigstens einer Schneidtrommel
geschoben.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens wird vorgeschlagen, dass bei
einer Filterstopfenlängenänderung die Staffeltrommel ausgetauscht wird, so dass nach
einem Wechsel der Anzahl der aus einem Filterstab herzustellenden Filterstopfen die
Filterstopfen auf eine andere Art und Weise zu einer Reihe queraxial hintereinander
angeordneter Filterstopfen gestaffelt werden.
[0016] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten,
wobei Tabakstöcke doppelter Länge in Tabakstöcke einfacher Länge geschnitten werden,
zwischen die Tabakstöcke einfacher Länge Filterstopfen doppelter Länge eingebracht
werden, die doppelt langen Filterstopfen mit den Tabakstöcken einfacher Länge durch
Umhüllen mittels eines Beiagpapierblättchens zu Filterzigaretten doppelter Gebrauchslänge
verbunden werden, wobei die Filterstopfen gemäß dem voranstehend beschriebenen Verfahren
hergestellt werden. Die Herstellung der Filterstopfen erfolgt beispielsweise in einer
Filterzuführung einer Filteransetzmaschine.
[0017] Hierzu ist es besonders vorteilhaft, wenn die Länge der hergestellten Filterzigaretten
vor und nach einem Wechsel bzw. einer Änderung der Filterstopfenlänge konstant gehalten
wird. Hierbei wird die Länge der mit einem Filterstopfen zu verbindenden Tabakstöcke
entsprechend angepasst und variiert.
[0018] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Filteransetzmaschine mit einer Filterzuführung,
wobei aus einem Magazin Filterstäbe mit einer vorbestimmten Filterstablänge entnehmbar
sind, die Filterstäbe zu Filterstopfen mit einer vorbestimmten Filterstopfenlänge
schneidbar sind und die Filterstopfen zwischen längsaxial beabstandete Tabakstöcke
eingebracht werden, wobei die Filteransetzmaschine dadurch weitergebildet wird, dass
die Filterstäbe in jeweils n-fache Filterstopfen mittels (n-1)-facher Schneideinrichtungen
oder die Filterstäbe In jeweils k-fache Filterstopfen mittels (k-1)-facher Schneideinrichtungen
schneidbar sind, wobei die Filterstablänge der zu verarbeitenden Filterstäbe konstant
bleibt, und bei einem Wechsel von n-fach geschnittenen Filterstopfen zu k-fach geschnittenen
Filterstopfen die Anzahl der Schneideinrichtungen erhöhbar oder verringerbar Ist.
[0019] Insbesondere sind die Schneideinrichtungen in längsaxialer Richtung der zu schneidenden
Filterstäbe versetzbar.
[0020] Hierzu Ist es bevorzugt, wenn der Abstand zwischen den Schneideinrichtungen veränderbar
ist.
[0021] Vortellhafterweise weist die Filterzuführeinrichtung wenigstens eine Entnahmetrommel
und/oder wenigstens eine Schneidtrommel und/oder wenigstens eine Staffeltrommel und/oder
wenigstens eine Schiebetrommel und/oder wenigstens eine Beschleunigertrommel und/oder
wenigstens eine Einlegetrommel auf.
[0022] Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn die Staffeltrommel austauschbar ist, so dass
bei einem Wechsel der herzustellenden Filterstopfen, die Filterstopfen zu einem queraxial
hintereinander angeordneten Materialstrom angeordnet werden.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform Ist vorgesehen, dass die Länge der hergestellten
Filterzigaretten an einer Filteransetzmaschine vor und nach dem Wechsel der Filterstopfenlänge
konstant ist.
[0024] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen
Zeichnungen exemplarisch beschrieben, auf die im Übrigen bezüglich der Offenbarung
aller Im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich
verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1 a, 1b
- schematisch jeweils ein Ablaufdiagramm zur Herstellung von Filterzigaretten doppelter
Gebrauchslänge;
- Fig. 2a, 2b
- jeweils eine schematische Darstellung eines Staffelund Schlebeprozesses für verschieden
lange Filterstopfen;
- Fig. 3a, 3b
- schematisch weitere Staffel- und Schiebevorgänge bei unterschiedlich langen Filterstopfen
und
- Fig. 4
- schematisch eine Trommelanordnung einer Filterzuführung einer Filteransetzmaschine.
[0025] In den nachfolgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw.
entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden
erneuten Vorstellung abgesehen wird.
[0026] In Figur 1a und 1b sind jeweils schematische Ablaufdiagramme zur Herstellung von
Filterzigaretten dargestellt, wobei im Beispiel In Figur 1a aus einem vereinzelten
Filterstab 100 (Verfahrensschritt A), der aus einem Magazin entnommen wird, mit Hilfe
von 3 Schneidmessern 115 vier doppelt lange Filterstopfen 110.1, 110.2, 110.3 und
110.4 geschnitten werden. Dies erfolgt im Verfahrensschritt B.
[0027] Nachfolgend werden die geschnittenen Filterstopfen 110.1, 110.2, 110.3, 110.4 im
Verfahrensschritt C auf einer Staffeltrommel gestaffelt und danach im Verfahrensschritt
D zusammengeschoben. Hierzu sind Anschläge 120 zur Begrenzung der längsaxialen Verschiebebewegung
auf der Schiebetrommel angeordnet.
[0028] Anschließend werden die in Förderrichtung längsaxial hintereinander angeordneten
Filterstopfen 110.1, 110.2, 110.3, 110.4 zwischen längsaxial beabstandete Tabakstöcke
130.1, 130.2 eingelegt (Verfahrensschritt E). Nach Zusammenschieben und Taumeln der
gebildeten Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen werden die Rauchartikelgruppen
mit einem Beiagpapierplättchen versehen und vom Belagpapierblättchen umwickelt, so
dass doppelt lange Filterzigaretten 150 entstehen (Verfahrensschritt F). Mittels eines
Trennungsschnittes an einem Schneidmesser 160 entstehen Filterzigaretten normaler
Gebrauchslänge (Verfahrensschritt G).
[0029] In Figur 1b ist schematisch der Herstellungsprozess von Filterzigaretten dargestellt,
wobei aus dem Filterstab 100, der die gleiche Länge wie der Filterstab 100 in Figur
1a aufweist, mittels der zwei Schneidmesser 115 drei Filterstopfen 210.1, 210.2, 210.3
entstehen. Jeder der Filterstopfen 210.1 bis 210.3 hat eine größere Filterstopfenlänge
als die Filterstopfen 110.1 bis 110.4 (Fig. 1a). Um lange Filterstopfen herstellen
zu können, wird ein Schneidmesser (Fig. 1 b, Verfahrensschritt B) an einer Schneidtrommel
entfernt, wobei die verbleibenden Schneidmesser 115 in längsaxialer Richtung des Filterstabs
110 verschoben und positioniert werden.
[0030] Anschließend erfolgen in den Verfahrensschritten C und D eine Staffelung und ein
Zusammenschieben der gestaffelten Filterstopfen 210.1 bis 210.3. Entsprechend dem
Verfahrensschritt E (analog zu Figur 1 a) werden die hintereinander queraxial ausgerichteten
Filterstopfen 210.1 bis 210.3 zwischen Tabakstöcke 230.1 und 230.2 eingelegt, wobei
die Tabakstöcke 230.1 und 230.2 eine geringere Länge als die Tabakstöcke 130.1, 130.2
(Fig. 1a) aufweisen. Danach werden Rauchartikelgruppen mit einem Belagpapierblättchen
versehen und vom Belagpapierblättchen umhüllt, so dass Filterzigaretten doppelter
Gebrauchslänge 250 (Verfahrensschritt F) entstehen.
[0031] Die Länge der doppelt langen Filterzigaretten 150 (Fig. 1a) und 250 (Fig. 1 b) entsprechen
einander, da im Ausführungsbeispiel Figur 1 a kürzere Filterstopfen 110.1 bis 110.4
zusammen mit längeren Tabakstöcken 130.1, 130.2 zu doppelt langen Filterzigaretten
150 zusammengesetzt werden. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1b werden längere Filterstopfen
210.1 bis 210.3 zusammen mit kürzeren Tabakstöcken 230.1, 230.2 verwendet.
[0032] In den Figuren 2a und 2b sind In detaillierter Ansicht die Verfahrensschritte C und
D für verschieden lange Filterstopfen gemäß den Ausführungsbeispielen Figur 1a und
1b vergrößert dargestellt. Im Verfahrensschritt D werden die Filterstopfen 110.1 bis
110.4 bzw. 210.1 bis 210.3 zur Mitte einer Schiebetrommel hintereinander angeordnet,
wobei die Anschläge 120 wechselseitig an der Schiebetrommel angeordnet sind, so dass
In Förderrichtung die Filterstopfen 110.1 bis 110.4 bzw. 210.1 bis 210.3 in den Aufnahmen
der Schiebetrommel mittig und hintereinander angeordnet werden.
[0033] In den Figuren 3a und 3b sind weitere alternative Ausführungen einer Staffelung (Verfahrensschritt
C) und einem Verschieben der Filterstopfen 110.1 bis 110.4 sowie 210.1 bis 210.3 dargestellt,
wobei im Verfahrensschritt D paarweise Anschläge 120 auf der Schlebetrommel angeordnet
sind.
[0034] In Figur 4 ist eine Ansicht einer Filterzuführeinrichtung 10 schematisch dargestellt,
wobei die Filterzuführeinrichtung 10 beispielsweise in eine Filteransetzmaschine integriert
ist. Aus einem Magazin 20 mit Filterstäben 100 werden die Filterstäbe 100 mittels
einer Entnahmetrommel 30 einzeln entnommen und zu Schneidmessern 115 transportiert,
an denen die Filterstäbe 100 in mehrere doppelt lange Filterstopfen (entsprechend
der Anzahl der Schneidmesser) geschnitten werden (vgl. Fig. 1a, 1 b).
[0035] Die Anzahl und die Länge der Filterstopfen hängen von der Anzahl der Schneidmesser
115 an der Entnahmetrommel 130 ab. Nachfolgend werden die geschnittenen doppelt langen
Filterstopfen auf einer Staffeltrommel 40 (vgl. Fig. 1 a, 1b, Verfahrensschritt C)
gestaffelt und an eine Schiebetrommel 50 (Verfahrensschritt D) übergeben. Auf der
Schlebetrommel 50 werden die gestaffelten Filterstopfen zu einer Reihe angeordnet
und danach an eine Beschleunigertrommel 60 übergeben, die die vereinzelten Filterstopfen
an eine Zuführtrommel 70 welterfördert, so dass die Filterstopfen zwischen Tabakstockpaaren
(Verfahrensschritt E) eingelegt werden.
[0036] Bei einem Wechsel der herzustellenden Filterstopfen an der Filterzuführeinrichtung
10 werden ein oder mehrere Schneidmesser 115 an der Entnahmetrommel 30 hinzugefügt
oder entfernt, so dass kleinere Filterstopfen mit einer geringeren Filterstopfenlänge
hergestellt werden bzw. beim Entfernen eines Schneidmessers 115 größere Filterstopfen
entstehen. Bei einem Wechsel der Filterstopfenlänge wird auch die Anzahl der herzustellenden
Filterstopfen aus einem Filterstab 100 erhöht oder erniedrigt. Darüber hinaus müssen
bei einem Filterstopfenwechsel die Positionen der Schneidmesser 115 an der Entnahmetrommel
30 ausgerichtet werden.
[0037] Um die Filterstopfen nach einem Wechsel der Filterstopfenlänge entsprechend zu staffeln,
muss als weitere Maßnahme die Staffeltrommel 40 ausgetauscht werden. Alternativ kann
die Filterzuführeinrichtung eine weitere Staffeltrommel aufweisen, so dass ein Austausch
nicht erforderlich ist. Die verbleibenden Trommeln und/oder Aggregate sind nicht auszutauschen,
da die Gesamtfilterstablänge konstant Ist.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Filterzuführeinrichtung
- 20
- Magazin
- 30
- Entnahmetrommel
- 40
- Staffeltrommel
- 50
- Schlebetrommel
- 60
- Beschleunigertrommel
- 70
- Entnahmetrommel
- 100
- Filterstab
- 110.1
- Filterstopfen
- 110.2
- Filterstopfen
- 110.3
- Filterstopfen
- 110.4
- Filterstopfen
- 115
- Schneidmesser
- 120
- Anschlag
- 130.1
- Tabakstock
- 130.2
- Tabakstock
- 150
- Filterzigaretten doppelter Länge
- 160
- Schneidmesser
- 210.1
- Filterstopfen
- 210.2
- Filterstopfen
- 210.3
- Filterstopfen
- 230.1
- Tabakstock
- 230.2
- Tabakstock
- 250
- Filterzigaretten doppelter Länge
1. Verfahren zum Herstellen von Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3, 110.4; 210.1, 210.2,
210.3) aus Filterstäben (100) mit einer vorbestimmten Filterstablänge, wobei die Filterstäbe
(100) aus einem Magazin (20) entnommen werden, die Filterstäbe (100) jeweils in n-fache
(n = 2, 3, 4, ....) Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3, 110.4) für eine vorbestimmte
Filterstopfenlänge mittels (n-1)-facher Schneideinrichtungen (115) oder jeweils in
k-fache (k = 2, 3, 4, ... ; k ≠ n) Filterstopfen (210.1, 210.2, 210.3) für eine zweite
vorbestimmte Filterstopfenlänge mittels (k-1)-facher Schneideinrichtungen (115) geschnitten
werden, bei einem Wechsel der zu schneidenden Filterstopfen von einer vorbestimmten
Filterstopfenlänge zu einer anderen vorbestimmten Filterstopfenlänge die Anzahl der
Schneideinrichtungen (115) erhöht (k > n) oder verringert (k < n) wird, wobei die
Filterstablänge der zu verarbeitenden Filterstäbe (100) beim Wechsel konstant bleibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterstäbe (100) von In längsaxialer Richtung der Filterstäbe (100) versetzbar
angeordneten Schneideinrichtungen (115) geschnitten werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Änderung der Filterstopfenlänge der Abstand zwischen den Schneideinrichtungen
(115) verändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Schneideinrichtungen (115) derart geändert wird, dass die
n-fachen oder k-fachen Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3, 110.4; 210.1, 210.2, 210.3)
jeweils dieselbe Filterstopfenlänge aufweisen.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schneiden der Filterstäbe (100) die Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3,
110.4; 210.1, 210.2, 210.3) in Förderrichtung queraxial hintereinander, vorzugsweise
in einer Reihe, angeordnet werden.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schneiden der Filterstäbe (100) die Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3,
110.4; 210.1, 210.2, 210.3) mittels wenigstens einer Staffeltrommel (40) gestaffelt
und/oder mittels wenigstens einer Schiebetrommel (50) geschoben werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Filterstopfenlängenänderung die Staffeltrommel (40) ausgetauscht wird.
8. Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten, wobei Tabakstöcke doppelter Länge
in Tabakstöcke (130.1, 130.2; 230.1, 230.2) einfacher Länge geschnitten werden, zwischen
die Tabakstöcke einfacher Länge (130.1, 130.2; 230.1, 230.2) Filterstopfen doppelter
Länge (110.1, 110.2, 110.3, 110.4; 210.1, 210.2, 210.3) eingebracht werden, die doppelt
langen Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3, 110.4; 210.1, 210.2, 210.3) mit den Tabakstöcken
einfacher Länge (130.1, 130.2; 230.1, 230.2) durch Umhüllen mittels eines Belagpaplerblättchens
zu Filterzigaretten (150; 250) doppelter Gebrauchslänge verbunden werden, wobei die
Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3, 110.4; 210.1, 210.2, 210.3) gemäß dem Verfahren
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 hergestellt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der hergestellten Filterzigaretten (150; 250) vor und nach einem Wechsel
der Filterstopfenlänge konstant gehalten wird.
10. Filteransetzmaschine mit einer Filterzuführeinrichtung (10), wobei aus einem Magazin
(20) Filterstäbe (100) mit einer vorbestimmten Filterstablänge entnehmbar sind, die
Filterstäbe (100) zu Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3, 110.4; 210.1, 210.2, 210.3)
mit einer vorbestimmten Filterstopfenlänge schneidbar sind und die Filterstopfen (110.1,
110.2, 110.3, 110.4; 210.1, 210.2, 210.3) zwischen längsaxial beabstandete Tabakstöcke
(130.1, 130.2; 230.1, 230.2) eingebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterstäbe (100) in jeweils n-fache (n = 2, 3, 4, ....) Filterstopfen (110.1,
110.2, 110.3, 110.4) mittels (n-1)-facher Schneideinrichtungen (115) oder die Filterstäbe
(100) in jeweils k-fache (k = 2, 3, 4, ...; k ≠ n) Filterstopfen (210.1, 210.2, 210.3)
mittels (k-1)-facher Schneideinrichtungen (115) schneidbar sind, wobei die Filterstablänge
der zu verarbeitenden Filterstäbe (100) konstant bleibt, und bei einem Wechsel von
n-fach geschnittenen Filterstopfen (110.1, 110.2, 110.3, 110.4) zu k-fach geschnittenen
Filterstopfen (210.1, 210.2, 210.3) die Anzahl der Schneideinrichtungen (115) erhöhbar
(k > n) oder verringerbar (k < n) ist.
11. Filteransetzmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtungen (115) in längsaxialer Richtung der Filterstäbe (100) versetzbar
sind.
12. Filteransetzmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Schneideinrichtungen (115) veränderbar ist.
13. Filteransetzmaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterzuführeinrichtung (10) wenigstens eine Entnahmetrommel (30) und/oder wenigstens
eine Schneidtrommel (30) und/oder wenigstens eine Staffeltrommel (40) und/oder wenigstens
eine Schiebetrommel (50) und/oder wenigstens eine Beschleunlgertrommel (60) und/oder
wenigstens eine Einlegetrommel (70) aufweist.
14. Filteransetzmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Staffeltrommel (40) austauschbar ist.
15. Filteransetzmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der hergestellten Filterzigaretten (150; 250) vor und nach einem Wechsel
der Filterstopfenlänge konstant ist.