[0001] Die Erfindung betrifft ein Drucksystem und insbesondere ein Verfahren, eine Steuervorrichtung
und ein Computerprogrammprodukt zum Überwachen von gedruckten Daten in einem Drucksystem.
Die Erfindung betrifft weiterhin insbesondere ein Verfahren zum Überwachen von gedruckten
Daten in einem elektrografischen Hochleistungs-Drucksystem.
[0002] Bei elektrografischen Hochleistungs-Drucksystemen mit einer Druckleistung von mehr
als 40 Seiten pro Minute wird sowohl randgelochtes, bandförmiges Papier als auch Papier
ohne Randlochung als Aufzeichnungsträger verwendet.
[0003] Bei Hochleistungs-Drucksystemen ist es notwendig, dass die Druckdaten und der Drucker
selbst seitenweise synchronisiert sind. Hierzu ist ein Verfahren bekannt, bei welchem
auf jeden bedruckten Bogen zumindest zwei Druckbilder gedruckt werden, wobei jedes
Druckbild einen Bar-Code enthält. Diese Bar-Codes enthalten fortlaufende Zahlen. Sie
können von einer bestimmten Arbeitsstation, wie zum Beispiel einem weiteren Drucker
oder Druckwerk oder einer Nachbearbeitungsstation gelesen werden. Ergeben sich Abweichungen
der Bar-Codes innerhalb eines Bogens, so wird dies als Fehler beurteilt.
[0004] Anstelle des Bar-Codes können auch grundsätzlich die Seitenzahlen des gedruckten
Dokumentes verwendet werden, wodurch auf den Aufdruck einer weiteren Kontrollmarke
in Form des Bar-Codes verzichtet werden kann.
[0005] Jedoch ist es nicht immer möglich, die Seitenzahlen zu verwenden, insbesondere wenn
ein großer Druckauftrag aus einer Vielzahl einzelner kurzer Dokumente mit jeweils
wenigen Seiten besteht oder wenn die Dokumente keine Seitenzahlen beinhalten. Zudem
ist das automatische Abtasten von Seitenzahlen wesentlich aufwendiger als das eines
Bar-Codes.
[0006] Nachteilig an dem bisher bekannten Verfahren ist, dass die hierbei verwendeten Bar-Codes
sehr groß sind und das Druckbild einer bedruckten Seite erheblich beeinträchtigen.
[0007] Aus der
US 5,613,669 ist ein Verfahren zum Überwachen eines Hochleistungsproduktionsprozesses zum Herstellen
von gedruckten Produkten bekannt. Bei diesem Herstellungsprozess werden die zu bedruckenden
Bögen in einer vorbestimmten Richtung befördert. Hierbei wird mittels einer Kamera
ein Bild des Bogens bzw. ein Ausschnitt des bedruckten Bogens erfasst. Mit dem Verfahren
werden einzelne Abschnitte des Herstellungsprozesses synchronisiert und die Position
der Bögen im Herstellungsprozess kalibriert. Weiterhin umfasst dieses Verfahren eine
Steuereinrichtung, mit welcher ein Alarm ausgelöst werden kann, falls zum Beispiel
die Bögen nicht richtig zusammengeführt werden. Diese Steuerfunktion wertet das von
der Kammer aufgenommene Bild aus, wobei hier ein vorbestimmter Abschnitt des Druckbildes
oder ein Code, wie zum Beispiel ein Strichcode, gelesen und ausgewertet wird.
[0008] Aus der
US 3,458,688 geht eine Vorrichtung zum automatischen Identifizieren der Zeilenpositionen hervor.
Diese Vorrichtung weist neben der Möglichkeit, Zeilen zu identifizieren, auch eine
Einrichtung zum Identifizieren unterschiedlicher Dokumenttypen auf. Jeder Dokumenttyp
wird mittels eines Binärcodes identifiziert, der als Strichcode auf dem Dokument gedruckt
sein kann.
[0009] Die
US 4,429,217 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verifizieren von Kreditkarten,
Einfügen von Kreditkarten in entsprechende Kartenhüllen und Stapeln der Kartenhüllen
in geeigneter Weise zum Einfügen der Karten in Briefumschläge. Die Karten werden typischerweise
anhand bestimmter Informationen in Form von alphabetischen, numerischen oder optischen
Zeichen (z.B. 1-Bar-Code oder I-Bar-Code) oder anhand der auf Magnetstreifen enthaltenen
Informationen identifiziert.
[0010] In der
US 6,363,851 B1 ist ein Verfahren zum Herstellen von gefalteten, gebundenen bedruckten Produkten
beschrieben. Hierbei kann das anfängliche Produkt mit individuellen gedruckten Markierungen
versehen sein, so dass jedes gebundene Endprodukt zumindest eine solche Markierung
aufweist. Mittels dieser Markierung kann zum Beispiel die Seitennummer oder eine Folge
von weiteren Seiten zugefügt werden. Die Markierung kann auch das Ende einer bestimmten
Sequenz darstellen, womit dann überwacht werden kann, ob alle notwendigen Teilprodukte
vorhanden sind. Die Markierung ist vorzugsweise in einem Bereich gedruckt, der am
Ende des Produktionsprozesses abgeschnitten wird.
[0011] Die
DE 10050 438 C1 offenbart ein Verfahren zur Synchronisation mehrere parpierzuführender Kanäle einer
Kuvertieranlage. Jedes mittels eines solchen Kanals zugeführte Blatt enthält entsprechende
Daten bzw. Informationen zur Kennzeichnung der Zugehörigkeit des Blattes zu einer
bestimmten Gruppe, Daten zur Kennzeichnung der Blattfolge innerhalb einer Gruppe und
zusätzliche Daten, die angeben, ob es sich bei dem Blatt um ein letztes oder fortlaufendes
Blatt einer Gruppe handelt. Diese Daten können zum Beispiel mit Hilfe eines Barcodes,
eines 2 D-Codes oder einer anderen geeigneten Codierung auf den Blättern aufgebracht
sein. Die Gruppenfolgenummer kann zum Beispiel aus einer sechsstelligen Ziffernfolge
und die Blattfolgenummer aus einer zweistelligen Ziffernfolge bestehen. Die Kennzeichnung
einer noch laufenden Gruppe oder des Gruppenendes kann in Form eines Bits erfolgen.
Bei einem Fehler wird nur eine Gruppe beeinflusst, die bei Bedarf aussortiert und
zum Beispiel von Hand ergänzt werden kann.
[0012] Weiterhin ist es bei sogenannten Tandem-Drucksystemen in der Regel erforderlich,
die Druckbilder der beiden Druckgeräte des Tandem-Drucksystems seitengenau zu positionieren.
Ein Tandem-Drucksystem ist in der
US-A-4,609,279 beschrieben. In der
US-A-4,774,524 ist zur Ansteuerung eines derartigen Drucksystems vorgesehen, die Hauptsteuereinrichtungen
der beiden Drucker einerseits über einen Host-Computer auf einer Datensteuerungsebene
zu verbinden und andererseits über eine zweite Verbindung auf einer Gerätesteuerungsebene.
Aus der
US-B1-6,501,929 ist es bekannt, die gedruckte Seitenfolge in einem Tandem-Drucksystem über einen
elektronischen Speicher zu synchronisieren. Aus der
US-A-5,488,458 ist ein Duplex-Drucksystem bekannt, bei dem für eine zu druckende Seite ein Kontrollcode
erzeugt und gedruckt wird und der gedruckte Kontrollcode ausgewertet wird. Aus der
US-B1 6,246,856 ist ein Druckgerät mit zwei Druckwerken zum gleichzeitigen Bedrucken der Vorder-
und Rückseite eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers bekannt. Aus der US-B1- . Die
oben genannten Veröffentlichungen werden hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende
Beschreibung aufgenommen.
[0013] Aus der
US 5,613,669 ist ein Verfahren zum Überwachen eines Hochleistungsproduktionsprozesses zum Herstellen
von gedruckten Produkten bekannt. Bei diesem Herstellungsprozess werden die zu bedruckenden
Bögen in einer vorbestimmten Richtung befördert. Hierbei wird mittels einer Kamera
ein Bild des Bogens bzw. ein Ausschnitt des bedruckten Bogens erfasst. Mit dem Verfahren
werden einzelne Abschnitte des Herstellungsprozesses synchronisiert und die Position
der Bögen im Herstellungsprozess kalibriert. Weiterhin umfasst dieses Verfahren eine
Steuereinrichtung, mit welcher ein Alarm ausgelöst werden kann, falls zum Beispiel
die Bögen nicht richtig zusammengeführt werden. Diese Steuerfunktion wertet das von
der Kamera aufgenommene Bild aus, wobei hier ein vorbestimmter Abschnitt des Druckbildes
oder ein Code, wie zum Beispiel ein Strichcode, gelesen und ausgewertet wird.
[0014] Die
US 5,265,008 betrifft ein System und ein Verfahren zum Ausführen von Geldtransaktionen mittels
Faxgeräten. Ein Zahlungsinstitut gibt an einen bestimmten Kunden Transaktionsgutscheine
heraus, die in Form eines Barcodes eine Reihe von alphanumerischen Zufallszeichen
enthalten, wobei auf jedem Gutschein ein anderer Satz alphanumerischer Zufallszeichen
gedruckt ist. Die Partei übermittelt diesen Gutschein per Fax an eine zentrale Einrichtung.
Der Gutschein wird automatisch gelesen und anhand des Satzes alphanumerischer Zeichen
wird erkannt, ob dies ein Original-Gutschein ist. Jeder Gutschein kann nur ein einziges
Mal benutzt werden. Die einzelnen Gutscheine eines Kunden müssen in einer vorbestimmten
Reihenfolge verwendet werden.
[0015] Aus der
JP 01 235658 A geht ein Verfahren zur Bewachung eines Druckvorganges hervor. Auf jedem Papierbogen
wird im Druckvorgang auch ein Barcode, der eine fortlaufende Nummer darstellt, gedruckt.
Der Barcode wird nach geordneten Arbeitsstationen mittels eines Lesegerätes automatisch
gelesen und mit einer Seriennummer des Papierbogens verglichen. Wenn die Nummer des
Barcodes mit der Seriennummer des Papierbogens übereinstimmt, dann ist der Druckvorgang
in Ordnung.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Überwachen von gedruckten
Daten in einem Drucksystem zu schaffen, das zur Verwendung von im Vergleich zu herkömmlichen
Bar-Codes kleineren Codes geeignet ist, und mit welchen dennoch die seitenweise Synchronisation
eines großen Druckauftrages sicher überwacht werden kann. Ferner liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Drucksystem zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
[0017] Die Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen angegebene Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen
angegeben.
[0018] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung weist ein Verfahren zum Überwachen von gedruckten
Daten in einem Drucksystem folgende Schritte auf:
- Erzeugen eines Kontrollcodes für jeweils eine zu druckende Seite,
- Drucken des Kontrollcodes auf die jeweils entsprechende Seite eines zu bedruckenden
Aufzeichnungsträgers,
- Automatisches Lesen und Auswerten der gedruckten Kontrollcodes.
[0019] Die Erfindung zeichnet sich gemäß diesem Aspekt dadurch aus, dass als Kontrollcodes
Kontrollzahlen verwendet werden, die in einer Kontrollliste nicht numerisch aufeinanderfolgend
enthalten sind und, dass die Kontrollliste mehr Kontrollzahlen enthält als die Zahlenmenge
Kontrollzahlen enthält. Einzelne Kontrollzahlen sind somit wiederholt in der Kontrollliste
enthalten. Beim Auswerten der gelesenen Kontrollzahlen können diese insbesondere mit
der Reihenfolge der Kontrollzahlen der Kontrollliste verglichen werden, wobei eine
Abweichung als Fehler beurteilt wird.
[0020] Es ist auch möglich, falls auf einen Bogen zwei oder mehr Kontrollzahlen gedruckt
werden, die Auswertung durch Vergleich der Kontrollzahlen des Bogens auszuführen,
wobei eine Abweichung als Fehler beurteilt wird.
[0021] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung wird beim Auswerten
der gelesenen Kontrollzahlen deren Reihenfolge mit derjenigen der Kontrollliste verglichen.
[0022] Da die Reihenfolge der Kontrollzahlen in der Kontrollliste von einer numerisch aufsteigenden
bzw. numerisch absteigenden Reihenfolge abweicht, kann eine sehr kleine Zahlenmenge
als Menge der Kontrollzahlen verwendet werden, wie zum Beispiel eine Zahlenmenge bestehend
aus maximal 64 Zahlen, und insbesondere eine Zahlenmenge bestehend aus maximal 16
Zahlen, bis hin zu einer aus nur acht, vier oder sogar nur zwei Zahlen bestehenden
Zahlenmenge, und dennoch ist es möglich, eine große Anzahl von Seiten zu überwachen.
Dies wird dadurch möglich, dass im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren, bei welchen
jede einzelne Kontrollzahl eine hohe Informationskapazität besitzt, die Information
aus den Kontrollzahlen in die Kontrollliste übertragen wird, in der diese Information
durch die Reihenfolge der einzelnen Kontrollzahlen gespeichert ist. Die in der Kontrollliste
enthaltene Information ist um so größer, je größer die Entropie im numerischen Sinne
der Kontrollliste ist. Bei herkömmlichen Verfahren wird ein Dezimalzahlenbereich von
zum Beispiel 0 bis 99 als Binärzahl in Form eines Strich- oder Bar-Codes als Kontrollzahl
bzw. Kontrollmarke aufgedruckt. Diese Binärzahlen umfassen sieben Stellen und bilden
daher einen dementsprechend langen Bar- oder Strichcode.
[0023] Die Erfindung erlaubt die Verwendung von ein-, zwei- oder dreistelligen Zahlen. Im
Extremfall wird als Kontrollzahl eine einstellige Binärzahl verwendet, d.h., dass
jede Kontrollzahl entweder "0" oder "1" ist.
[0024] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Zahlenmenge der Kontrollzahlen somit
sogar auf zwei Zahlen beschränkt werden. Mit der Erfindung kann eine Zahlenmenge verwendet
werden, die nicht mehr als 32, insbesondere nicht mehr als 16, beziehungsweise nicht
mehr als 8 Zahlen umfasst.
[0025] Die Kontrollliste kann entweder als eine gespeicherte Datenliste oder mittels eines
Verfahrens (Algorithmus) zum Erzeugen einer aufeinanderfolgenden Folge von Kontrollzahlen
bereit gestellt werden. Diese Verfahren werden mit typischerweise Pseudo-Zufallszahlen-Generatoren
realisiert.
[0026] Die Periode, mit welcher sich die Kontrollzahlen in der Kontrollliste wiederholen,
ist vorzugsweise größer als das typische Druckvolumen, das am Drucksystem ausgeführt
wird oder größer als die maximale Seitenzahl, die bei einem Druckproblem ohne sicher
auf andere Weise bemerkt zu werden, ausfallen kann. Umfassen die typischen Druckaufträge
lediglich einige bis hundert Seiten, so genügt eine Wiederholungsperiode von 100 Kontrollzahlen.
Sind die Druckaufträge wesentlich umfangreicher, so ist es zweckmäßig, entsprechend
größere Wiederholungsperioden vorzusehen. Werden jedoch bei einem großen Druckauftrag
einige tausend Seiten nicht gedruckt, so fällt dies auch anderweitig auf, ohne dass
hierzu das Überwachungssystem notwendig ist. Deshalb müssen die Wiederholperioden
grundsätzlich nicht mehr als tausend oder einige tausend Kontrollzahlen umfassen.
Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch möglich, längere Wiederholungsperioden
zu verwenden. Insbesondere wenn die Kontrolllisten mittels Pseudo-Zufallszahlen-Generatoren
erzeugt werden, kann die Wiederholungsperiode wesentlich gesteigert werden.
[0027] Weiterhin kann ein Verfahren zum Überwachen von gedruckten Daten in einem Drucksystem
vorgesehen, das folgende Schritte umfasst:
- Erzeugen eines Kontrollcodes für eine jeweils ein zu druckendes Druckbild,
- Drucken von zumindest zwei Druckbildern mit jeweils einem Kontrollcode auf einen zu
bedruckenden Bogen,
- automatisches Lesen und Auswerten der gedruckten Kontrollcode.
[0028] Dieses Verfahren zeichnet sich hierdurch aus, dass als Kontrollcodes Kontrollzahlen
verwendet werden, die in einer Kontrollliste nicht numerisch aufsteigender bzw. absteigender
aufeinanderfolgend enthalten sind, und beim Auswerten der gelesen Kontrollzahlen die
Kontrollzahlen jeweils eines Bogens miteinander verglichen werden, und bei einer Abweichung
dies als Fehler beurteilt wird.
[0029] Nach einem bevorzugten Verfahren der Erfindung wird nach Feststellen eines Fehlers
mittels des erfindungsgemäßen Überwachungsverfahrens eine vollständige Sequenz von
n gelesenen Kontrollzahlen ermittelt und anhand dieser Sequenz wird festgestellt,
bei welcher Seitenzahl des Druckauftrages der Fehler aufgetreten ist. Die Bestimmung
der Seitenzahl kann mittels einer Decodierungstabelle erfolgen, in der alle Sequenzen
von n-Kontrollzahlen und die korrespondierenden Seitenzahlen gespeichert sind. Es
ist jedoch auch möglich, die Seitenzahl derart zu bestimmen, das die Kontrollzahlen
ausgehend mit einer bestimmten Kontrollzahl aufeinanderfolgend erzeugt werden, bis
die vollständige Sequenz von gelesenen Kontrollzahlen erzeugt worden ist, wobei die
Anzahl der erzeugten Kontrollzahlen ein Maß für die Seitenzahl ist.
[0030] Der Begriff "Seite" umfasst auch die Begriffe "Druckbild" und "Druckseite". Von einem
Bogen im Sinne der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise gesprochen werden, wenn
ein blattförmiger Aufzeichnungsträger (engl. cut sheet recording carrier) verwendet
wird, unter einem Bogen kann aber auch ein Bahnabschnitt verstanden werden, wenn ein
kontinuierlicher bzw. bahnförmiger Aufzeichnungsträger (engl. fanfold, continous oder
web-shaped recording carrier) verwendet wird, der zunächst im bahnförmigen Zustand
bedruckt und in einem dem Bedrucken nachgeschalteten Verarbeitungsvorgang zu einem
Einzelblatt geschnitten wird. Bei letzterem Vorgehen kann bereits während dem Drucken
eine Zuordnung zu dem letztlich erzeugten Bogen erfolgen, wenn die entsprechenden
Nachverarbeitungsvorgänge klar definiert sind.
[0031] Das Verfahren und die Vorrichtung kann zum Überwachen der genauen Seitenzuordnung
von Druckdaten auf dem Druckgut, die sogenannte Datenintegrität (data integrity),
ausgebildet sein. Diese ist insbesondere in Druckgeräten bzw. Drucksystemen von Bedeutung,
die mehrere Druckwerke aufweisen und bei denen mindestens zwei Druckwerke auf denselben
Aufzeichnungsträger und insbesondere auf einen Bereich des Aufzeichnungsträgers drucken,
der einem Ausgabeblatt zugeordnet ist. Im Zuge des zweiten Druckvorgangs werden die
gedruckten Bit-Marken erfasst, das Leseergebnis mit dem ursprünglich zugeordneten
Code verglichen und damit der Druckprozess gesteuert.
[0032] Zur Erzeugung des Ausgabeblattes kann insbesondere ein bahnförmiger Aufzeichnungsträger
in einem späteren Verarbeitungsschritt entlang der Bereichsgrenzen zur Blattform zugeschnitten
werden.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung, der in Kombination oder auch unabhängig
von den zuvor genannten Aspekten der Erfindung gesehen werden kann, ist ein Verfahren
zum Überwachen der bereichsweisen Datenintegrität beim Übertragen von Druckdaten von
einer Datenquelle an einen Datenempfänger vorgesehen, bei dem die Druckdaten beim
Senden bereichsweise fortlaufend entsprechend einer N-stelligen Binärzahl numeriert
werden, wobei N eine natürliche Zahl ist. Anhand der fortlaufenden Nummer wird ein
einstelliger Kontrollcode aus einer Kontrollliste gelesen und mit den Druckdaten des
Bereichs übertragen. Innerhalb der Kontrollliste ist eine spezifische Folge von N
einstelligen Kontrollcodes nur einmal enthalten. Beim Empfangen der Druckdaten wird
der zugehörige einstellige Kontrollcode jeweils bereichsweise gelesen und anhand eines
Vergleichs der gelesenen Folge von einstelligen Kontrollcodes mit den in der Kontrollliste
verfügbaren Codefolgen automatisch eine Entscheidung über die Datenintegrität getroffen.
[0034] Gemäß diesem Aspekt kann die Datenintegrität beim bereichsweisen Übertragen bzw.
Drucken von Druckdaten mit einem einfachen, minimalem einstelligen binären Kontrollcode
überprüft werden. Der binäre Kontrollcode ist zum einen beim Übertragen der Daten
nicht störend, weil er so geringen Informationsgehalt hat. Zum anderen ermöglicht
er insbesondere beim Ausdrucken ein minimales Druckbild in Form eines einfachen Striches,
der insbesondere auch an die Bereichsgrenze, z.B. Seitengrenze eines Dokuments gedruckt
werden kann. Dadurch ist der gedruckte Strichcode zusätzlich zum Datenintegritätsprüfen
noch als Steuermarke für die dem Druckvorgang nachgeschalteten Prozesse, wie Schneiden,
Falten oder Stanzen des Aufzeichnungsträgers, verwendbar.
[0035] Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel des vierten Aspekts der Erfindung wird
beim Empfangen der Druckdaten anhand von N aufeinanderfolgenden einstelligen Kontrollcodes
eine einem Bereich zugeordnete N-stellige Lesebinärzahl gebildet und mit ihr die fortlaufende
Nummerierung rekonstruiert und überprüft; dies kann erfolgen, indem ihre Position
in der Kontrollliste ermittelt wird und die dieser Position zugeordnete Nummer mit
der beim Senden erzeugten fortlaufenden Nummer des Bereichs verglichen wird.
[0036] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird die N-stellige Lesebinärzahl
einem Bereich zugeordnet, dessen gelesener Kontrollcode in der N-stelligen Lesebinärzahl
enthalten ist und insbesondere dem Bereich, dessen gelesener In einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform wird die N-stellige Lesebinärzahl einem Bereich zugeordnet, dessen
gelesener Kontrollcode in der N-stelligen Lesebinärzahl enthalten ist und insbesondere
dem Bereich, dessen gelesener Kontrollcode an der ersten oder letzten Stelle der N-stelligen
Lesebinärzahl steht. Anhand des Vergleichsergebnisses kann dann automatisch entschieden
werden, ob bei der Datenübertragung bereichsweise Daten verloren gegangen sind.
[0037] Wenn die Numerierungsvorschriften beim Senden und beim Empfangen der Druckdaten gleich
sind kann anhand des Vergleichsergebnisses automatisch eine Entscheidung über die
Zahl der Bereiche, zu denen Daten verloren gegangen sind, getroffen werden.
[0038] Für den vierten Aspekt kann als Datenquelle ein Computer oder ein insbesondere in
einem Drucker eingebauter Kontroller verwendet werden. Als Datenempfänger ein Kontroller,
ein Druckwerk, das jeweils auf einem Bereich des Aufzeichnungsträgers den einstelligen
binären Kontrollcode als Bit-Marke druckt und/oder insbesondere auch ein Aufzeichnungsträger
als Träger der gedruckten Information einschließlich des Kontrollcodes verwendet werden.
Weiterhin können die gedruckten Bit-Marken mit einem Sensor gelesen und das Leseergebnis
mit dem beim Senden zugeordneten Kontrollcode verglichen und damit der Druckprozess
gesteuert werden. Mit der Erfindung ist es damit möglich, eine durchgängige Integritätsüberwachung
für die Druckdaten zu bewerkstelligen, von der Erzeugung der Daten in einem Computer,
insbesondere Host-Computer, bis zum fertig gedruckten Dokument. Dabei ist es insbesondere
vorteilhaft, dass zusammengehörige Druckdaten eines Bereichs (z.B. in Formularfeldern
von Formularen oder auf Vorder- und Rückseite des Dokuments), die durch verschiedene
Einzeldruckprozesse mit einem oder mehreren Druckwerken auf dem Dokument erzeugt werden,
hinsichtlich ihrer Datenintegrität bzw. korrekten Zusammengehörigkeit überprüfbar
sind.
[0039] Vorteilhaft ist es auch, die Daten eines Bereichs auf einen gemeinsamen Bereich des
Aufzeichnungsträgers zu drucken. Wenn der Aufzeichnungsträger zu Ausgabeblättern zugeschnitten
wird, ist es vorteilhaft wenn der zu einem Bereich eines Ausgabeblattes gehörende
gedruckte Kontrollcode auf einem seitlichen Rand des beim Zuschneiden erzeugten Ausgabeblatts
liegt.
[0040] Die Kontrollliste kann auch gemäß dem vierten Aspekt als eine gespeicherte Datenliste
oder mittels eines Verfahrens (Algorithmus) zum Erzeugen einer aufeinanderfolgenden
Folge von Kontrollzahlen bereit gestellt werden, d.h. sowohl das sendende System (Datenquelle)
als auch das Empfangssystem (Datenempfänger) können wahlweise mit der Kontrolliste
als gespeicherte Liste, z.B. look-up-table (LUT) arbeiten oder die Kontrollzahlen
der Kontrolliste online mit einem Computerprozessorr berechnen.
[0041] Weiterhin kann die Erfindung insbesondere mit den Verfahren oder Einrichtungen kombiniert
werden, die aus den eingangs genannten Veröffentlichungen
US-A-4,609,279;
US-A-4,774,524 und
US-B1-6,501,929 bekannt sind.
[0042] Erfindungsgemäß sind auch Vorrichtungen, Druckgeräte, Kontroller oder Computersoftware
vorgesehen, die einen erfindungsgemäßen Ablauf automatisch bewirken können.
[0043] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beispielhaft erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- schematisch vereinfacht ein Drucksystem zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Figur 2
- Steuersignale für einen Druckprozess,
- Figur 3
- schematisch ein Tandem-Drucksystem,
- Figur 4
- mögliche Darstellungsweisen von einstelligen Binärkontrollzahlen auf den bedruckten
Bogen,
- Figur 5
- einen Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens, mit welchen Kontrollzahlen erzeugt und
gedruckt werden, schematisch vereinfacht in einem Flussdiagramm,
- Figur 6
- einen Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens, mit welchem die gedruckten Kontrollzahlen
überwacht und ausgewertet werden, schematisch vereinfacht in einem Flussdiagramm,
- Figur 7
- ein modifiziertes LFSR-Verfahren in einem Flussdiagramm,
- Figur 8
- eine Bedienfeldanzeige bei korrigierbaren Markenlesefehlern,
- Figur 9
- eine Bedienfeldanzeige mit einem nicht korrigierbaren Markenlesefehler,
- Figur 10
- eine weitere Bedienfeldanzeige bei einem korrigierbaren Markenlesefehler und
- Figur 11
- eine weitere Bedienfeldanzeige bei mehreren nicht korrigierbaren Markenlesefehlern.
[0044] Ein Drucksystem zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist schematisch vereinfacht
in Figur 1 dargestellt. Dieses Drucksystem weist einen Drucker 1, der vorzugsweise
ein Hochleistungsdrucker ist, zum Bedrucken einer Papierbahn 2 auf. Der Drucker 1
ist über eine Datenleitung 3 mit einem Computer 4 verbunden, von dem der Drucker 1
über die Datenleitung 3 einen Druckdatenstrom empfängt. Der Computer 4 ist entweder
ein Server, der den Druckdatenstrom lediglich zwischenspeichert oder weiterleitet
oder ein Host, an dem der Druckauftrag und der korrespondierende Druckdatenstrom erzeugt
wird. Als Druckdatenstrom wird der für Hochleistungsdrucker typische IPDS (Intelligent
Printer Data Stream)-Druckdatenstrom verwendet. Es ist selbstverständlich auch möglich,
Druckdatenströme in anderen Formaten, wie zum Beispiel PCL (Print Command Language),
PS (Post Script) oder AFP (Advanced Function Presentation) zu verwenden.
[0045] Im Drucker 1 führt die Datenleitung 3 zu einem Kontroller 5, in dem die im Druckdatenstrom
enthaltenen Druckdaten für einen nachfolgend angeordneten Zeichengenerator aufbereitet
werden. Der Zeichengenerator 6 erzeugt Steuersignale zum Ansteuern eines Druckwerks
19 mit einer Fotoleitertrommel 7, mit welcher die Druckdaten auf die Papierbahn 2
gedruckt werden. Der Zeichengenerator 6 und die Fotoleitertrommel 7 bilden ein Druckwerk
19. Der Kontroller 5 ist weiterhin mit einer nicht gezeigten Gerätesteuerung verbunden,
die die verschiedenen Aggregate des Druckgeräts ansteuert, z.B. den Papiertransport,
die Elektrofotografie-Einheit, die Fixierstation usw.. Weiterhin ist der Kontroller
5 mit einem Bedienfeld 20 verbunden, an dem Systeminformationen angezeigt und über
das Einstellungen am Drucker 1 vorgenommen werden können. Es kann an sich bekannte
Mittel wie einen Bildschirm (insbes. touch-screen), Tastaur und/oder Maus etc. umfassen.
Die Papierbahn 2 ist für Hochleistungsdrucker typischerweise eine Endlospapierbahn.
Es sind jedoch auch mittlerweile Drucker mit sehr hoher Leistung bekannt, die auf
Einzelblätter drucken, bei welchen die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
auch zweckmäßig ist.
[0046] Im Kontroller 5 werden Kontrollzahlen erzeugt und in den Druckdatenstrom eingefügt.
Dies wird unten näher erläutert. Stromabwärts von der Fotoleitertrommel 7 ist angrenzend
an der Papierbahn 2 ein Sensor 8 zum Abtasten der auf die Papierbahn 2 gedruckten
Kontrollzahlen vorgesehen. Werden die Kontrollzahlen in Form von einem Strich- oder
Bar-Code gedruckt, so ist der Sensor ein einfacher Fotosensor, der die Helligkeitsunterschiede
auf der Papierbahn detektiert. Der Sensor 8 ist mit einer Überwachungseinrichtung
9 verbunden, die wiederum an eine zentrale Drucksteuerung 10 gekoppelt ist.
[0047] Die Papierbahn 2 wird von einer Fördereinrichtung 13 in Förderrichtung 14 angetrieben.
[0048] Der über Datenleitung 3 gelieferte Datenstrom enthält zusätzliche Informationen über
den Druckauftrag, wie z.B. Blatt- oder Seitenzahlen, die über eine weitere Datenleitung
11 auch an eine Überwachungseinrichtung 9 geliefert werden. Alternativ dazu können
diese zusätzlichen Informationen zunächst nur zum Kontroller 5 geliefert werden, die
dieser dann über eine weitere Datenleitung 12 an die Überwachungseinrichtung 9 weiterreicht.
Die Datenleitung 11 kann dann entfallen. Es ist in diesem Fall auch möglich, dass
der Kontroller 5 die zusätzlichen Informationen über den Druckauftrag selbst generiert
und an die Überwachungseinrichtung 9 liefert, falls der Computer 4 keine solchen Informationen
zur Verfügung stellt.
[0049] Innerhalb des Druckers dienen zwei Steuersignale (A) und (B) (Fig. 2) zur Steuerung
des Druckprozesses. Das Steuersignal (A) ist ein zentrales Start-/Stopp-Signal, mit
welchem der Anfang und das Ende eines Druckvorgangs bzw. Druckprozesses markiert werden.
Das Steuersignal wird üblicherweise vom Zeichengenerator 6 generiert, sobald dieser
vom Kontroller 5 die Information erhält, dass genügend für den Druckprozess aufbereitete
Druckdaten zur Verfügung stehen. Das Steuersignal (B) ist ein Taktsignal, das einen
vorbestimmten Takt vorgibt, der eine zeitliche Synchronisierung aller am Druckprozess
beteiligten Einrichtungen ermöglicht und diesen ständig zur Verfügung steht. Die einzelnen
Einrichtungen des Druckers 1 können anhand des Start/Stop-Signals (A) und des Taktsignals
(B) bestimmen, wann die einzelnen Seiten bzw. vorbestimmte Stellen auf den Seiten
bei ihnen vorbeikommen. Üblicherweise gibt es zu Beginn eines Druckprozesses eine
Verzögerung (C1), bis die Vorderkante der ersten Seite eine vorbestimmte Stelle im
Drucker 1 passiert und die Durchlaufzeit (C2) der weiteren Seiten bzw. Blätter ist
üblicherweise konstant.
[0050] Mit Hilfe dieser Steuersignale wird sowohl der Aufdruck mittels der Fotoleitertrommel
7 als auch das Abtasten der Kontrollzahlen durch den Sensor 8 zeitlich gesteuert.
[0051] Nachfolgend wird der Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens, der im Kontroller 5 ausgeführt
wird, anhand des Flussdiagramms aus Figur 5 näher erläutert.
[0052] Dieses Verfahren beginnt mit dem Schritt S1. Im Schritt S2 liest der Kontroller 5
die vom Computer 4 kommenden Druckdaten über die Datenleitung 3 ein.
[0053] Im Kontroller 5 ist eine Einrichtung zum Erzeugen von Kontrollzahlen vorgesehen,
mit der die Kontrollzahlen bereitgestellt werden (Schritt S3).
[0054] Diese Einrichtung kann eine Liste gespeicherter Kontrollzahlen sein. Diese Einrichtung
kann jedoch auch als Verfahren ausgebildet sein. Derartige Verfahren sind zum Beispiel
Pseudo-Zufallszahlen-Generatoren.
[0055] Falls in der Überwachungseinrichtung 9 die gleiche Einrichtung zum Erzeugen von Kontrollzahlen
wie im Kontroller 5 vorgesehen ist, müssen der Kontroller 5 und die Überwachungseinrichtung
9 ihre Einrichtungen miteinander synchronisieren, damit beide Einrichtungen jeweils
die selbe Abfolge von Kontrollzahlen bereitstellen. Eine solche Synchronisierung kann
mittels eines Synchronisierungsbefehls vom Kontroller 5 über die Datenleitung 12 zur
Überwachungseinrichtung 9 erfolgen. Diese Synchronisierung erfolgt z.B. nach einer
Unterbrechung des Druckvorganges wegen eines Fehlerzustandes und nach Behebung des
Fehlerzustands. Ein Fehlerzustand in diesem Sinne ist auch ein durch die Überwachungseinheit
9 festgestellter Fehler im Druckvorgang.
[0056] Die Folge von Kontrollzahlen sollte eine möglichst geringe Redundanz besitzen, d.h.,
dass Sequenzen mit einer bestimmten Anzahl von Kontrollzahlen möglichst nur einmal
in der gesamten Liste Kontrollzahlen vorkommen. Mit anderen Worten heißt dies, dass
die Entropie im Sinne der Numerik der Kontrollzahlenfolge möglichst groß sein soll.
[0057] Die Zahlenfolge 1, 0, 1, 0, 1, 0 ... besitzt eine sehr hohe Redundanz und eine sehr
geringe Entropie, da sich diese Folge mit der Periode zwei wiederholt. Es ist zweckmäßig,
wesentlich längere Wiederholungsperioden vorzusehen. Für Drucksysteme, die für kleine
Druckaufträge vorgesehen sind, kann bereits eine Wiederholungsperiode von 100 ausreichend
sein. Vorteilhafter sind jedoch größere Wiederholungsperioden von zumindest 1000,
10000 oder mehr zu verwenden.
[0058] Die derartig erzeugten Kontrollzahlen werden in die Druckdaten eingefügt (Schritt
S4). Hierbei wird in jede zu druckende Seite an einer vorbestimmten Stelle in den
Druckdaten ein Zeichen eingefügt, das die Kontrollzahl wiedergibt. Ein solches Zeichen
wird auch als Kontrollmarke bezeichnet.
[0059] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt es, für die Kontrollzahlen eine kleine Zahlenmenge
mit z.B. sechzehn, acht, vier oder nur zwei Zahlen, die mit entsprechend wenigen Stellen,
zum Beispiel als einstellige oder zweistellige Kontrollzahlen darstellbar sind. Derartige
Kontrollzahlen können mit einer flächenmäßig kleineren Marke als Kontrollzahlen aus
einer umfangreicheren Zahlenmenge gedruckt werden.
[0060] Grundsätzlich ist es möglich, die Kontrollzahlen in einem beliebigen Zahlensystem,
wie zum Beispiel einem Hexadezimal-, Dezimal- oder Binär-Zahlensystem vorzusehen.
Bevorzugt werden jedoch Kontrollzahlen im Binärsystem. Die Kontrollzahlen werden vorzugsweise
mittels Strich- oder Bar-Code dargestellt, da diese einfach automatisch erfassbar
sind. Hierbei wird für jede Ziffer der Binärzahl entweder ein dünner bzw. dicker Strich
oder ein vorhandener bzw. ein nicht vorhandener Strich vorgesehen. Dies ist in Figur
4 gezeigt, wobei hier jeweils die Vorder- und Rückseite eines Blattes dargestellt
ist, auf welchen die entsprechenden Kontrollzahlen in Form eines Strich-Codes aufgedruckt
sind. Der Strich-Code ist in diesem Beispiel binär aufgebaut, d.h. es wird nur eine
Null oder eine Eins codiert. Die Null kann dabei durch keinen Strich (in den oberen
Seiten der Figur 4 gezeigt) oder durch einen relativ dünnen Strich (in den unteren
Seiten der Figur 4 gezeigt) codiert werden. Die Eins wird dann durch einen Strich
(obere Seiten) bzw. durch einen relativ dicken Strich (untere Seiten) codiert. Vorteilhaft
bei Verwendung der Variante mit verschiedenen Strichstärken ist, dass auf jeder zu
druckenden Seite in einem vorgegebenen Druckbereich, ein einzelner Strich gedruckt
werden kann, der durch dem Druckvorgang nachgeschaltete Geräte wie z.B. Schneideeinrichtungen
sensorisch erfasst und als Triggermarke für bestimmte Aktionen wie z.B. das Schneiden
des Aufzeichnungsträgers an Seitenübergängen verwendet werden kann. Der Strich kann
insbesondere entlang der Seitengrenze an Seitenübergängen eines bahnförmigen Aufzeichnungsträgers
gedruckt werden, wodurch er nach einem Schneidevorgang praktisch vollständig zum verschwinden
gebracht und damit sräter nicht mehr störend sein kann. Der Strichcode kann für die
Erfindung auch mehrere Striche umfassen und/oder Kontrollzahlen von mehr als einem
Bit Informationsinhalt darstellen.
[0061] Nach dem Einfügen der Kontrollzahlen in die Druckdaten werden diese mittels des Druckwerkes
auf die Papierbahn 2 gedruckt (Schritt S5). Hiermit ist das Verfahren zum Erzeugen
und Drucken der Kontrollzahlen beendet (Schritt S6).
[0062] An der Überwachungseinrichtung 9 wird ein weiterer Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens
ausgeführt, der nachfolgend näher anhand des in Figur 6 dargestellten Flussdiagramms
erläutert wird.
[0063] Dieses Verfahren beginnt mit dem Schritt S7. Im Schritt S8 werden die auf die Papierbahn
2 aufgedruckten Kontrollmarken bzw. Kontrollzahlen mittels des Sensors 8 abgetastet.
Der Abtastvorgang wird zeitlich durch das Start/Stop-Signal (A) und das Taktsignal
(B) (Figur 2) gesteuert. Hierdurch können exakt vorbestimmte Bereiche auf den jeweils
gedruckten Seiten abgetastet werden.
[0064] Der Sensor 8 wandelt die abgetasteten Lichtsignale in digitale Signale, nämlich in
die Kontrollzahlen um und leitet diese an die Überwachungseinrichtung 9 weiter. In
der Überwachungseinrichtung wird die eingelesene Kontrollzahl mit einer entsprechenden
Kontrollzahl der Kontrollliste (Schritt S9) verglichen.
[0065] Die Kontrollliste kann wiederum in Form einer vorgespeicherten Datenliste in der
Überwachungseinrichtung 9 gespeichert sein oder mittels eines vorbestimmten Verfahrens,
wie zum Beispiel eines Pseudo-Zufallszahlen-Generators, erzeugt werden. Unabhängig
davon, wie die Folge von Kontrollzahlen in der Überwachungseinrichtung 9 zu Verfügung
gestellt wird, muss diese Folge von Kontrollzahlen mit den zu überwachenden Seiten
synchronisiert sein. Dies erfolgt beim vorliegenden Ausführungsbeispiel dadurch, dass
die erste Kontrollzahl in der Kontrollliste der ersten durch das Start/Stop-Signal
(A) und das Taktsignal (B) definierten Seite zugeordnet wird und die weiteren Kontrollzahlen
der Liste in der in der Kontrollliste bestehenden Reihenfolge den auf die erste Seite
folgenden Seiten in dieser Reihenfolge zugeordnet werden, mit der sie auch vom Kontroller
5 in die Seiten der Druckdaten eingefügt werden.
[0066] Wird bei diesem Vergleich (Schritt S9) festgestellt, dass die gelesene Kontrollzahl
mit der entsprechenden Kontrollzahl der Kontrollliste nicht gleich sein sollte, so
bedeutet dies, dass der Sensor eine Kontrollzahl abgetastet hat, die nicht der Seite
entspricht, die an der entsprechenden Stelle in der Folge von Seiten des Druckprozesses
vorhanden sein sollte. Eine derartige Abweichung wird somit als Fehler beurteilt.
Eine entsprechende Fehlermeldung wird an die Drucksteuerung 10 weiter gegeben (Schritt
S10).
[0067] Der Verfahrensablauf geht dann auf den Schritt S11 über, in dem geprüft wird, ob
eine weitere Kontrollzahl abzutasten ist. Ist dies der Fall, geht der Verfahrensablauf
wieder auf den Schritt S8 über, ansonsten wird das Verfahren mit dem Schritt S12 beendet.
[0068] Ergibt der Vergleich im Schritt S9, dass die gelesene Kontrollzahl gleich zur entsprechenden
Kontrollzahl in der Kontrollliste ist, so geht das Verfahren direkt vom Schritt S9
auf den Schritt S11 über.
[0069] Dieses Verfahren kann dahingehend abgewandelt werden, dass nicht nur ermittelt wird,
ob die korrekte Kontrollzahl vom Sensor 8 gelesen wird, sondern auch ermittelt wird,
ob die Kontrollzahl exakt zu dem vorbestimmten Zeitpunkt, an dem sie den Sensor passieren
soll, an diesem vorbei läuft, und falls eine zeitliche Abweichung besteht, kann diese,
zum Beispiel in Einheiten des Taktsignales, gemessen werden. Durch das Bestimmen dieser
zeitlichen Abweichung wird die Abweichung der Kontrollzahl von der Idealposition auf
der Papierbahn gemessen. Hierdurch kann auch die Passergenauigkeit des Aufdrucks auf
der Papierbahn ermittelt werden.
[0070] Da erfindungsgemäß die in der Reihenfolge der in der Kontrollliste vorhandenen Kontrollzahlen
enthaltene Information genutzt wird, kann die in einer Kontrollzahl enthaltene Information
sehr gering sein. Es ist deshalb sogar möglich, lediglich eine einstellige Binärzahl
als Kontrollzahl zu verwenden. Mit der Erfindung wird somit die in den Kontrollzahlen
enthaltene Information mit der in der Reihenfolge der Kontrollzahl enthaltenen Information
korreliert.
[0071] Als Pseudo-Zufallszahl-Generator kann ein linear kongruenter Generator verwendet
werden, mit dem mit folgender Formel die Zufallszahlen erzeugt werden:
wobei xn die im Berechnungsschritt n berechnete Pseudo-Zufallszahl ist. Die vorhergehende
Pseudo-Zufallszahl xn-1 ist gleichzeitig der "innere Zustand" des Pseudo-Zufallszahlen-Generators. Der Pseudo-Zufallszahlen-Generator
wird initialisiert, indem xn-1 auf einen definierten Wert gesetzt wird. Der Operator "mod" bezeichnet den ganzzahligen
Rest einer Division. Die Koeffizienten a, b und m werden geeignet ausgewählt. Es können z.B. folgende Koeffizienten verwendet werden:
a = 1103515245
b = 12345
m = 2147483648 = 231
[0072] Wenn in den Pseudo-Zufallszahlen-Generator zusätzliche Informationen über den Druckauftrag
mit einbezogen werden sollen, kann dies mit folgendem Algorithmus realisiert werden:
wobei sn die zusätzliche Information, z.B. eine Seiten- oder Blattnummer ist, die für jede
Seite bzw. Blatt vom Server geliefert wird.
[0073] Aus einer Pseudo-Zufallszahl kann mit folgender Formel eine Kontrollzahl berechnet
werden mit nur wenigen Bits Informationsgehalt:
wobei yn die im Berechnungsschritt n aus der Pseudo-Zufallszahl xn berechnete Zufallszahl ist. Der Koeffizient c kann aus Gründen einer einfachen Berechnung
eine Potenz von zwei sein. Der Koeffizient i ist der Informationsgehalt des Codes in Bits. i = 1 bedeutet ein Bit Informationsgehalt. Der Operator "div" bezeichnet die Ganzzahl-Division,
also die Division mit Abschneiden der Nachkommastellen.
[0074] Der Koeffizient
k dient zur Invertierung (Variation) der Code-Werte. Der Operator "∼" bezeichnet die
bitweise Exklusiv-oder-Verknüpfung, welche zur Invertierung der berechneten Codes
dient. Es kann z.B. zweckmäßig sein, bei einem doppelseitigen Druck eine Folge Kontrollzahlen
für die Vorderseite und die entsprechende Folge invertierter Kontrollzahlen für die
Rückseite zu verwenden.
Beispiel:
[0075]
c = 32768 = 215
i = 1
k = 0 Vorderseite (keine Invertierung)
k = 1 Rückseite (Invertierung)
[0076] Das erfindungsgemäße Verfahren kann sehr vorteilhaft bei einem Tandem-Drucksystem
angewandt werden. Ein solches Tandem-Drucksystem umfasst zwei Drucker 1a, 1b (Fig.
3) mit jeweils einem Kontroller 5a, 5b, einem Zeilengenerator 6a, 6b, Druckwerken,
die jeweils eine eine Fotoleitertrommel 7abzw. 7b umfassen, einer Überwachungseinrichtung
9a, 9b und einer Drucksteuerung 10a, 10b. Die beiden Drucker 1a, 1b drucken auf eine
gemeinsame Papierbahn 2, wobei die Papierbahn 2 im Bereich zwischen den beiden Druckern
1a, 1b mittels einer Wendeeinrichtung 15 gewendet wird. Es werden somit durch jeden
Drucker 1a, 1b jeweils eine Seitenfläche der Papierbahn bedruckt, so dass die Papierbahn
auf beiden Seitenflächen bedruckt wird.
[0077] Die beiden Drucker 1a und 1b erhalten den Druckdatenstrom über jeweils eine Datenleitungen
3a und 3b von einem Computer 4. Der Datenstrom enthält zusätzliche Informationen über
den Druckauftrag, wie z.B. Blatt- oder Seitenzahlen, die über weitere Datenleitungen
11a bzw. 11b auch an die Überwachungseinrichtungen 9a bzw. 9b geliefert werden. Alternativ
können diese zusätzlichen Informationen zunächst nur zu den Kontrollern 5a bzw. 5b
geliefert werden, die diese dann über weitere Datenleitungen 12a bzw. 12b an die Überwachungseinrichtungen
9a bzw. 9b weiterreichen. Die Datenleitungen 11a und 11b können dann entfallen. Es
ist in diesem Fall auch möglich, dass die Kontroller 5a bzw. 5b die zusätzlichen Informationen
über den Druckauftrag selbst generieren und an die Überwachungseinrichtungen 9a bzw.
9b liefern, falls der Computer 4 keine solchen Informationen zur Verfügung stellt.
[0078] Innerhalb jedes Druckers dienen jeweils zwei Steuersignale (A) und (B) (Fig. 2) zur
Steuerung des Druckprozesses. Das Steuersignal (A) ist ein zentrales Start-/ Stopp-Signal,
mit welchem der Anfang und das Ende eines Druckvorgangs bzw. Druckprozesses markiert
werden. Das Steuersignal wird üblicherweise vom Zeichengenerator 6a bzw. 6b generiert,
sobald dieser vom Kontroller 5a bzw. 5b die Information erhält, dass der Druckprozess
beginnen kann. Dies ist im Drucker 1a der Fall, wenn in beiden Druckern 1a und 1b
genügend für den Druckprozess aufbereitete Druckdaten zur Verfügung stehen. Im Drucker
1b ist dies der Fall, wenn dort genügend Druckdaten zur Verfügung stehen und zusätzlich
eine hinreichend lange Papierbahn (von Drucker 1a geliefert) zur Bedruckung vorhanden
ist. Das Steuersignal (B) ist ein Taktsignal, das einen vorbestimmten Takt vorgibt,
der eine zeitliche Synchronisierung aller am Druckprozess beteiligten Einrichtungen
ermöglicht und diesen ständig zur Verfügung steht.
Über die Bedienfelder 20a, 20b sind die beiden Drucker 1a, 1b jeweils einzeln und
insbesondere auch gemeinsam als sog. single point of operation bedienbar.
[0079] Der Drucker 1a ist in Förderrichtung (Pfeil 14) vor der Wendeeinrichtung 15 angeordnet
und ähnlich wie der Drucker 1 aus Figur 1 mit einem Sensor 8a ausgebildet. Der zweite
Drucker 1b, der in Förderrichtung nach der Wendeeinrichtung 15 angeordnet ist, weist
zwei Sensoren 8b, 8c auf, wobei der Sensor 8a benachbart zu einer Seite der Papierbahn
2 und der Sensor 8c auf gleicher Höhe benachbart zur anderen Seite der Papierbahn
2 angeordnet ist, so dass beide Seiten der Papierbahn durch die Sensoren 8b, 8c abgetastet
werden.
[0080] Im Drucker 1a erfolgt die Überwachung des Druckprozesses genau so wie beim oben erläuterten
in Figur 1 dargestellten Drucksystem. Im Drucker 1b werden hingegen beide Seiten der
Papierbahn überwacht. So werden auf beiden Seiten Kontrollzahlen aufgedruckt, die
beispielsweise mittels der gleichen Kontrollliste erstellt worden sind, wobei auf
einer Seite die Kontrollzahlen nicht invertiert und auf der anderen Seite die Kontrollzahlen
invertiert sind. Bei der Überwachung werden somit für jeden Papierbogen zwei Kontrollzahlen,
eine für die Vorder- und eine andere für die Rückseite, ausgelesen. Zunächst wird
die invertierte Kontrollzahl wiederum invertiert, so dass die beiden ausgelesenen
Kontrollzahlen miteinander und mit der entsprechenden Kontrollzahl der Kontrollliste
verglichen werden können. Weicht von diesen drei Kontrollzahlen eine ab, so liegt
ein Fehler vor und wird entsprechend ausgegeben.
[0081] Die Kontrollliste kann wiederum durch eine vorgegebene Liste von Kontrollzahlen bereit
gestellt werden, die in den beiden Kontrollern 5a, 5b abgespeichert ist. Sie kann
aber auch beispielsweise im Kontroller 5a mittels eines geeigneten Verfahrens erzeugt
werden und die Kontrollzahlen können über die Datenleitung 3 an den Kontroller 5b
des Druckers 1b weiter geleitet werden. Vorzugsweise werden jedoch in den beiden Kontrollern
5a, 5b die Kontrollzahlen mittels eines geeigneten Verfahrens, wie zum Beispiel eines
Pseudo-Zufallszahlen-Generators, erzeugt. Der Zufallszahlen-Generator wird hierzu
mit den gleichen Startparametern zu einem korrespondierenden Zeitpunkt gestartet.
[0082] Als ein korrespondierender Zeitpunkt kann beispielsweise der Beginn eines größeren
Druckauftrags, oder, falls ein Druckvorgang durch einen Fehlerzustand unterbrochen
werden musste, die Fortsetzung dieses Druckvorgangs nach Behebung des Fehlerzustands
festgelegt sein. Bei einer regulären Unterbrechung eines Druckvorgangs, wenn beispielsweise
Toner nachgefüllt oder ein Papierstapel entnommen werden muss, ist es nicht notwendig,
die Zufallszahlen-Generatoren neu zu starten.
[0083] In den Kontrollern 5a und 5b werden die Kontrollzahlen weitergestellt und bearbeitet
durch die seitenweise Verarbeitung des Druckdatenstroms. In den Überwachungseinrichtungen
werden die Kontrollzahlen weitergestellt durch die seitenweise Abtastung der Kontrollcodes,
die durch die Steuersignale (A) und (B) synchron zum Druckvorgang ermöglicht wird.
[0084] Die als Strichcode aufgedruckten aufgedruckten Kontrollzahlen können weiterhin zur
Steuerung von weiteren Prozessen verwendet werden, die an dem bahnförmigen Aufzeichnungsträger
bzw. an der Papierbahn ausgeführt werden, beispielsweise Schneide-, Falt-, Stanz-,
Heft- oder Klebeprozesse. Im Beispiel der Figur 3 ist in Papierlaufrichtung hinter
dem zweiten Druckgerät 1b ein Schneidegerät 16 angeordnet, das zwei Sensoren 17a,
17b zu beiden Seiten der Papierbahn 2 aufweist um sowohl gewendete und beidseitig
bedruckte Aufzeichnungsträger als auch ungewendete, einseitig bedruckte Aufzeichnungsträger
abtasten zu können. Einer der Sensoren 17a, 17b detektiert dabei den dem Kontrollcode
entsprechenden, aufgedruckten Strichcode auf der Papierbahn 2. Mit dem Abtastsignal
wird dann der Zeitpunkt gesteuert, zu dem das Messer 18 des Schneidegeräts die Papierbahn
2 in zwei Teile schneidet. Wenn der Strichcode aus nur einem Strich besteht, kann
das Messer 18 so gesteuert werden, dass es die Papierbahn 2 exakt entlang dem Strich
trennt. Dadurch ist erreichbar, dass der gedruckte Strich am äußersten Rand des geschnittenen
Papiers liegt bzw. dass der Strich herausgeschnitten bzw -gestanzt wird und in dem
dabei erzeugten Papierblatt praktisch nicht mehr stört.
[0085] Obiges Ausführungsbeispiel zeigt, wie mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens der
Druckprozess in zwei Druckern eines Tandem-Drucksystems zueinander synchronisiert
werden kann. Im Rahmen der Erfindung ist es jedoch nicht nur möglich, Druckprozesse
zu synchronisieren, sondern es ist auch möglich, einen Druckprozess mit einem Nachbearbeitungsprozess
zu synchronisieren. Derartige Nachbereitungsprozesse sind zum Beispiel das Schneiden
von Papierbahnen, das Lochen oder Binden der bedruckten Bögen. Es sind eine Vielzahl
unterschiedlicher Nachbearbeitungsvorrichtungen bekannt. Zur Synchronisation mit dem
Drucksystem ist in der Nachbearbeitungsvorrichtung eine Überwachungseinrichtung mit
einem entsprechenden Sensor vorzusehen, wie sie in den oben erläuterten Druckern verwendet
wird. In die Überwachungseinrichtung wird jeweils die Kontrollliste bereit gestellt
und die Kontrollzahlen von den zu überwachenden Seiten gelesen, um mit den entsprechenden
Kontrollzahlen der Kontrollliste verglichen zu werden.
[0086] Die erfindungsgemäßen Kontrollzahlen können auch mit dem linear rückgekoppelten Schieberegister
Verfahren erzeugt werden, das auch als LFSR-Verfahren ("Linear Feedback Shift Register")
bezeichnet wird.
[0087] Mit dem LFSR-Verfahren kann eine Bit-Folge erzeugt werden, die die spezielle Eigenschaft
besitzt, dass jede beliebige Sequenz von n aufeinanderfolgenden Bits innerhalb der
gesamten Folge von N Bits immer nur genau einmal vorkommt. Dabei kann die Gesamtlänge
N der Bit-Folge maximal 2
n sein.
[0088] Beim LFSR-Verfahren wird ein Folge von Werten
ak (
k = 1
...N) gemäß folgender Formel erzeugt. Die Zahlen a
k und s umfassen jeweils n Bits:
wobei ak eine k-te Zufallszahl, ak-1 die vorhergehende Zufallszahl, s ein Schlüssel, ^ eine bitweise UND-Verknüpfung und
parity eine Funktion ist mit der die Anzahl der Bits des jeweiligen Wertes gezählt
werden und die Bitzählung 0 für eine gerade Anzahl von Bits und 1 für ungerade Anzahl
von Bits ergibt.
[0089] Mit der Multiplikation mit 2 von a
k-1·werden die Bits von a
k-1 nach links geschoben, wobei das höchstwertigste Bit abgeschnitten wird.
[0090] Für n=16 sind z.B. die Dezimalzahlen 45462 oder 46278 geeignete Schlüssel. Sie liefern
eine Zahlenfolge der maximal möglichen Länge ohne Wiederholung, d.h. eine Wiederholungsperiode
von
N = 2
16-1 = 65535. Diese Schlüssel werden "Maximalschlüssel" genannt.
[0091] Zur Ausführung dieses Verfahren gibt es spezielle Hardware-Lösungen in Form integrierter
Schaltkreise.
[0092] Aus jeder berechneten Zahl a
k+1 wird jeweils ein Bit "entnommen", z.B. das Bit an der Binärstelle 0. Diese entnommenen
Bits bilden die Bitfolge:

[0093] Als Parameter des LFSR-Algorithmus sind der Schlüsselwert (key) s und ein Anfangswert
a festzulegen, die jeweils eine Länge von n Bits haben. Bei geeigneter Wahl des Schlüssels
s erzeugt das LFSR-Verfahren eine Bitfolge mit einer maximalen Länge von N = 2
n-1 Bits, danach wiederholt sich die Bitfolge.
[0094] Der Zustand a
k = 0 führt beim oben erläuterten LFSR-Verfahren zu einer "Blockade", da der nachfolgende
Zustand, unabhängig vom Schlüssel s, ebenfalls 0 ist:
wenn: ak = 0 so folgt: ak+1 = 0
[0095] Der Zustand a
k = 0 wird jedoch nie erreicht, wenn ein Maximalschlüssel sowie ein Anfangswert a
1 ≠ 0 verwendet werden.
[0096] Durch eine Erweiterung des LFSR-Verfahrens kann nun der "fehlende" Zustand a
k = 0 in die Zahlenfolge mit aufgenommen werden. Die Länge der Zahlenfolge erweitert
sich dadurch auf N = 2
n.
[0097] Es zeigt sich nämlich, dass bei Verwendung eines Maximalschlüssels stets gilt:
wenn: ak = 2(n-1) so folgt: ak+1 = 1
[0098] Dieser Übergang von 2
(n-1) nach 1 tritt bei allen Maximalschlüsseln auf, weil bei allen Maximalschlüsseln das
höchstwertigste Bit an der Binärstelle n-1 gesetzt ist.
[0099] Bei diesem Übergang kann der Zustand "0" am eingefügt werden, da er für alle Maximalschlüssel
gleichermaßen auftritt.
[0100] Die Zahlenfolge wird um einen Zustand erweitert: ... → 2
(n-1) → 0 → 1 → ...
[0101] Um eine "Blockade" im Zustand 0 zu vermeiden wird das LFSR-Verfahren erweitert, wie
es im Flussdiagramm aus Fig. 7 gezeigt ist.
[0102] Die Eigenschaft der Bit-Folge, dass jede beliebige Sequenz von n aufeinanderfolgenden
Bits innerhalb der gesamten Folge von N Bits immer nur einmal vorkommt, wird nun für
die Bestimmung der Seitenzahlen genutzt. Eine Sequenz von n aufeinanderfolgenden Bits
wird als codierte Seitenzahl aufgefasst. Durch ein Dekodierungs-Verfahren kann dann
die codierte Seitenzahl in die normale, uncodierte Seitenzahl umgerechnet werden.
[0103] Auf jede Seite wird die Kontrollzahl gedruckt, die nicht die vollständige, sondern
nur einen Teil einer Seitenzahl bildet. Das heißt, eine Seitenzahl wird auf m aufeinanderfolgende
Seiten mit jeweils einer Kontrollzahl verteilt. Jede Kontrollzahl besteht aus t Bits,
wobei t ein Teiler von n ist. Eine Sequenz von m aufeinanderfolgenden Kontrollzahlen
kann dann wieder zu einer vollständigen Seitenzahl zusammengesetzt werden.
Es gilt dabei

[0104] Die höchste erreichbare Seitenzahl Z ist

wobei

sein kann.
[0105] Im einfachsten Fall ist t = 1, m = n und Z = N. Das heißt, eine aus n Bits bestehende
Seitenzahl wird auf n Seiten verteilt, und die Kontrollzahl jeder Seite besteht nur
noch aus einem Bit.
[0106] Der spezielle Fall t > 1 soll hier genauer untersucht werden. Jede Kontrollzahl besteht
aus

Bits (1). Es wird nun ein möglichst großer Bereich für die Seitenzahlen 1 bis Z angestrebt.
Gemäß der Formel (7) wird dies erreicht, wenn der Nenner ggt(N, t) möglichst klein
wird. Im besten Fall ist der Nenner gleich 1, und damit gilt Z = N.
[0107] Für N = 2
n-1 (8a) ist dies der Fall, wenn t gerade ist (oder gleich 1).
[0108] Für N = 2
n (8b) ist dies der Fall, wenn t ungerade ist.
[0109] Bei t > 1 wird dann, während die Seitenzahlen von 1 bis Z durchlaufen, die aus N
Bits bestehende Bitfolge des LFSR-Verfahrens mehrmals durchlaufen, und zwar maximal
t mal.
Beispiele:
a) t = 2; n = 16; m = 8; N = 2n-1 = 65535
[0110] 
[0111] Die Kontrollzahlen von acht aufeinanderfolgenden Seiten ergeben eine vollständige
Seitenzahl. Jede Kontrollzahl besteht aus zwei Bits. Die Seitenzahlen laufen von 1
bis 65535. Die Bitfolge von N = 65535 Bits wird dabei zwei mal durchlaufen. Im zweiten
Durchlauf sind die Bitpositionen um eins gegenüber dem ersten Durchlauf verschoben,
dadurch ist der zweite Durchlauf vom ersten unterscheidbar.
b) t = 3; n = 15; m = 5; N = 2n = 32768
[0112] 
[0113] Die Kontrollzahlen von fünf aufeinanderfolgenden Seiten ergeben eine vollständige
Seitenzahl. Jede Kontrollzahl besteht aus drei Bits. Die Seitenzahlen laufen von 1
bis 32768. Die Bitfolge von N = 32768 Bits wird dabei drei mal durchlaufen.
[0114] Während des Druckvorgangs werden für jede Druckseite (bzw. gedrucktes Blatt) jeweils
t Schritte des LFSR-Verfahrens durchlaufen. Dabei werden t Bits für jeweils eine Kontrollzahl
geliefert. Diese Kontrollzahl wird gemäß den oben beschriebenen Verfahren auf das
Papier gedruckt und mittels einer Überwachungseinrichtung erfasst.
[0115] Die Seitenzahl einer Seite wird ermittelt, indem die Kontrollzahl von dieser Seite
sowie die Kontrollzahlen der m-1 vorangehenden Seiten gelesen werden. Die insgesamt
m Kontrollzahlen werden dann zu einer codierten Seitenzahl (gemäß einer festgelegten
Reihenfolge) zusammengesetzt.
[0116] Zu Beginn eines Druckauftrags, d.h. für die Seiten 1 bis m-1, ist noch nicht die
vollständige Anzahl von vorangehenden Seiten bzw. Kontrollzahlen vorhanden. Hier werden
die Kontrollzahlen der nicht vorhandenen Seiten durch definierte Ersatz- bzw. Anfangswerte
ersetzt, die der Endsequenz der durch das LFSR-Verfahren generierten Bitfolge entsprechen.
Bei geeigneter Wahl des Anfangswerts a können die fehlenden Kontrollzahlen stets zu
0 gesetzt werden.
[0117] Das Verfahren kann alternativ auch so realisiert werden, dass die Kontrollzahlen
der "gesuchten" Seite und der nachfolgenden m-1 Seiten zusammengesetzt werden. Allerdings
ist dann die Ermittlung der Seitenzahl für die letzten m-1 Seiten eines Druckauftrags
problematisch bzw. nicht möglich.
[0118] Im nachfolgenden Beispiel sei t = 1, n = m = 16, Z = N = 2
n = 65536, a = 0, s = 46278

[0119] In diesem Beispiel ist auf jede Seite eine Kontrollzahl gedruckt, die aus jeweils
einem Bit besteht. Die zuerst gelesene Kontrollzahl wird als die höchstwertigste,
die zuletzt gelesene als die niederwertigste Zahl aufgefasst. Die bei den Seiten 1
bis 15 fehlenden Kontrollzahlen werden als "0" angenommen. Bei der Seite 65536 zeigt
die Endsequenz der Folge, dass diese Kontrollzahlen tatsächlich den Wert 0 annehmen.
[0120] Nach der 65536. Seite erfolgt ein "Überlauf", des LFSR-Verfahrens beginnt wieder
von vorne. Die nachfolgende Seitenzählung beginnt quasi wieder mit 1.
[0121] Um die reguläre, uncodierte Seitenzahl zu erhalten, wird ein Dekodierungs-Verfahren
verwendet, das aus der codierten Seitenzahl c die uncodierte Seitenzahl z liefert.
Es bieten sich dabei verschiedene Varianten an, wobei zwischen Speicherbedarf und
Rechenzeit abzuwägen ist.
[0122] Die Variante mit der kürzesten Rechenzeit, jedoch dem größten Speicherbedarf verwendet
eine Dekodierungstabelle, in der für jede codierte Seitenzahl die zugehörige uncodierte
Seitenzahl gespeichert ist. Bei N = 65536 beansprucht die Tabelle 128 KByte:

[0123] Die Variante mit der größten Rechenzeit und dem geringsten Speicherbedarf verwendet
das LFSR-Verfahren, das "rückwärts" angewandt wird, also entgegengesetzt zum (Kodierungs-)
LFSR-Verfahren, welches die Kontrollzahlen erzeugt hat.
[0124] Es wird dann die Anzahl der notwendigen Durchläufe d gezählt, bis das LFSR-Verfahren
den Anfangszustand der ersten codierten Seitenzahl C
1 erreicht. Dabei kann, im trivialen Fall der Dekodierung der ersten Seitenzahl, die
Anzahl der Durchläufe d auch 0 sein.
[0125] Die gesuchte uncodierte Seitenzahl ist dann (da die erste Seite mit "1" nummeriert
wird):

[0126] Bei einer weiteren Lösung, die einen Kompromiss aus Rechenzeit und Speicherbedarf
darstellt, werden zwei Tabellen verwendet. Die erste Tabelle ist eine Auflistung von
Zwischenwerten, die gleichmäßig über alle codierten Seitenzahlen verteilt sind. Die
zweite Tabelle enthält die Information, ob eine bestimmte codierte Seitenzahl c in
der ersten Tabelle enthalten ist. Die zweite Tabelle umfasst N Bits, also pro möglichem
Wert c ein Bit.
[0127] Solange eine Seitenzahl c nicht in der ersten Tabelle enthalten ist (Information
darüber liefert die zweite Tabelle), wird das rückwärts laufende LFSR-Verfahren auf
c angewendet. Dies wird so oft durchlaufen, bis ein Zustand c* erreicht wird, der
in der ersten Tabelle enthalten ist. Die Anzahl der Durchläufe d wird dabei mitgezählt.
(Im trivialen Fall ist d=0 und c=c*). Der erreichte Zustand c* wird dann innerhalb
der ersten Tabelle gesucht. Anhand der Position von c* innerhalb der ersten Tabelle
sowie der gezählten Durchläufe d kann die gesuchte Seitenzahl z bestimmt werden. Der
Abstand der Zwischenwerte sei v.

[pos(c*,Tabellel): Position von c* in Tabelle1]
Beispiel:
[0128] Bei n = m = 16 und N = 65536 wird jeder 64. Wert als Zwischenwert in der ersten Tabelle
gespeichert (v = 64). Die erste Tabelle umfasst dann 1024 Werte bzw. 2048 Bytes. Die
zweite Tabelle beansprucht 65536 Bits bzw. 8 kByte. Die Anzahl der Durchläufe d liegt
immer im Bereich von 0 bis 63, und innerhalb der ersten Tabelle sind maximal 1024
Suchschritte notwendig.
[0129] Für den Fall t > 1 [und ggt (N,t) = 1, siehe Formel (7)], d.h. bei mehreren Bits
pro Kontrollzahl, muss noch ein weiterer Rechenschritt erfolgen.
[0130] Hier wird bei einem Durchlauf der Seitenzahlen (1 bis Z) die LFSR-Bitfolge (1 bis
N) mehrmals durchlaufen. Die Seitenzahlen sind quasi ineinander "vermischt". Die tatsächliche
(uncodierte) Seitenzahl x wird aus der im ersten Dekodierungsschritt gewonnenen Seitenzahl
z wie folgt berechnet:

Beispiel:
[0131] 
[0132] Mit den oben beschriebenen Verfahren kann somit aus der Folge von gelesenen Kontrollzahlen
die Seitenzahl ermittelt werden, bei welcher ein Fehler aufgetreten ist.
[0133] Das LFSR-Verfahren stellt somit einen bevorzugten Pseudo-Zufallszahlen-Generator
dar, da die sich hieraus ergebende Folge Kontrollzahlen zur nachträglichen Ermittlung
der Seitenzahlen geeignet ist.
[0134] Anstelle eines Pseudo-Zufallszahlen-Generators können auch andere Zufallszahlen-Generatoren
verwendet werden. Zum Beispiel sind Zufallszahlen-Generatoren bekannt, die das thermische
Rauschen einer Diode zur Erzeugung der Zufallszahlen verwenden. Entsprechende Hardwarekomponenten
sind im Handel erhältlich. Werden jedoch keine Pseudo-Zufallszahlen-Generatoren sondern
Generatoren für "echte Zufallszahl" verwendet, so muss in dem Drucksystem die relevanten
Folgen der Zufallszahlen aufgezeichnet und die Überwachungseinrichtungen zu Verfügung
gestellt werden.
[0135] In Verbindung mit der Bestimmung der Seitenzahl ist eine weitergehende Analyse des
Fehlers zweckmäßig, da die genaue Seitenzahl, bei der der Fehler aufgetreten ist,
nicht immer angegeben werden kann. Vielmehr kann eine Seitenzahl angegeben werden,
bei dem der Fehler frühestmöglich aufgetreten ist, bzw. ein Seitenbereich, in dem
der Fehler aufgetreten ist. Für die Angabe dieses Seitenbereichs müssen die vorangegangenen
Seiten zurückverfolgt werden, die jeweils die selbe Kontrollzahl aufweisen.
[0136] Es ist daher während der Überwachung zweckmäßig, dass die Kontrollzahlen von mindestens
n vorangegangenen Seiten gespeichert werden, um im Fehlerfall die frühestmögliche
fehlerhafte Seitenzahl angeben zu können. Werden die Kontrollzahlen der vorangegangenen
Seiten nicht gespeichert, müssen, um fehlerhaften Ausdruck auszuschließen, im Fehlerfall
immer alle n vorangegangenen Seiten verworfen und neu gedruckt werden.
[0137] In einem Fehlerfall können zwei Fälle unterschieden werden. Hierzu werden die aktuell
gelesene Kontrollzahl und die Kontrollzahl der vorherigen Seite verglichen:
- a) Sind die aktuell gelesene Kontrollzahl und die Kontrollzahl der vorherigen Seite
nicht gleich, muss davon ausgegangen werden, dass mindestens eine Seite nicht gedruckt
wurde. Der Bereich der vorherigen Seiten, die jeweils die selbe Kontrollzahl aufweisen,
kann als fehlerhafter Bereich ausgegeben werden.
- b) Sind die aktuell gelesene Kontrollzahl und die Kontrollzahl der vorherigen Seite
gleich, muss davon ausgegangen werden, dass entweder mindestens eine Seite nicht gedruckt
wurde, oder dass mindestens eine Seite mehrfach gedruckt wurde.
Beispiel 1:
[0138]

[0139] Die Folge A ist die Referenzfolge (=Kontrollliste) von Kontrollzahlen. Die Folge
B ist die von den gedruckten Seiten gelesene Folge von Kontrollzahlen.
[0140] Bei der Seite Nr. 27 wird eine Abweichung festgestellt. Die Kontrollzahl der vorherigen
Seite 26 ("0") weicht von der aktuell gelesenen Kontrollzahl der Seite 27 ("1") ab.
Es wird daher gemäß dem Fall a) weiter untersucht.
[0141] Es werden nun, ausgehend von der vorherigen Seite 26, die Seiten zurückverfolgt,
die die selbe Kontrollzahl aufweisen. Die Seite 26 hat die Kontrollzahl "0", die vorangehenden
Seiten bis einschließlich der Seite 21 weisen ebenfalls die Kontrollzahl "0" auf.
Ein Fehler kann daher bereits frühestens bei der Seite 21 aufgetreten sein bzw. die
Seiten 21 bis 27 können als Bereich angegeben werden, in dem ein Fehler aufgetreten
sein muss.
[0142] Es muss davon ausgegangen werden, dass mindestens eine der Seiten ab Nr. 21 nicht
gedruckt wurde. Der Druckvorgang muss abgebrochen werden, die Blätter ab Nr. 21 müssen
verworfen werden, und der Druckvorgang muss ab Blatt Nr. 21 wiederholt werden.
Beispiel 2:
[0143]

[0144] Bei der Seite 31 wird eine Abweichung festgestellt. Ausgehend von Seite 30 werden
die Seiten zurückverfolgt, die die selbe Kontrollzahl aufweisen. Als fehlerhafter
Bereich können daher die Seiten 28 bis 31 angegeben werden.
[0145] In diesem Fall sind die Kontrollzahlen der vorherigen Seite 30 und die der aktuellen
Seite 31 gleich, d. h. es wird gemäß Fall b) weiter untersucht.
[0146] Es muss von den Fehlermöglichkeiten ausgegangen werden, dass
- die Seite 31 nicht gedruckt wurde, oder
- mindestens eine der Seiten 28 bis 30 doppelt oder mehrfach gedruckt wurde.
[0147] Die Blätter ab Nr. 28 werden daher verworfen. Der Druckvorgang wird ab Blatt Nr.
28 wiederholt. Es ist hier fraglich, ob Blatt 28 wirklich nochmals gedruckt werden
muss. Falls nämlich die Seite oder das Blatt 28 doppelt gedruckt wurde, kann das erste
Exemplar des Blatts 28 beibehalten werden. Da es jedoch bei einem Fehler nicht gewährleistet
ist, dass die Seite bzw. das Blatt wirklich korrekt gedruckt wurde, ist es sicherer,
das Blatt zu verwerfen und nochmals auszudrucken.
[0148] Es kann vorkommen, dass eine Kontrollmarke vom Sensor nicht richtig erfasst wird,
und dadurch eine falsche Kontrollzahl geliefert wird. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann dahingehend abgewandelt werden, dass ein einzelner Lesefehler toleriert wird,
wenn danach die Kontrollzahlen von mindestens i Folgeseiten wieder übereinstimmen,
wobei i gleich oder größer als 10 ist.
[0149] Bei einem tatsächlichen Fehler im Druckvorgang dagegen würde innerhalb der i Folgeseiten
mindestens eine weitere Abweichung auftreten, wodurch der Fehler erkannt würde.
In der Überwachungsfunktion muss der Speicher für die Kontrollzahlen der vergangenen
Seiten dann mindestens 2i Zahlen umfassen, um den Bereich eines möglichen Fehlers
angeben zu können.
[0150] Wenn der Druckvorgang nach einem festgestellten Fehler nicht sofort abgebrochen wird,
sondern noch zumindest n-1 Seiten weiterläuft, können aus den zusätzlich gelesenen
Kontrollzahlen der auf den Fehler folgenden Seiten weitere Informationen gewonnen
werden.
[0151] Dies ist möglich, wenn es sich um einen "singulären" Fehler handelt, d.h. eine oder
mehrere aufeinanderfolgende Seiten fehlen oder einzelne Seiten sind mehrfach vorhanden.
Bei einem komplexen Fehler, z. B. beim Fehlen von mehreren nicht aufeinanderfolgenden
Seiten, können weitere Informationen über den Fehler jedoch nicht bzw. nicht immer
gewonnen werden.
[0152] Wenn nach einer fehlerhaften Seite noch zumindest n-1 weitere Kontrollzahlen gelesen
werden, kann hieraus eine Seitenzahl dekodiert werden. Diese kann mit einer Seitenzahl
verglichen werden, die bspw. durch Zählen der bedruckten Bögen erhalten wird oder
dadurch erhalten wird, dass jeder Kontrollzahl der Kontrollliste eine Seitenzahl zugeordnet
ist, die dann entsprechend ausgelesen werden kann. Aus diesem Vergleich lässt sich
z. B. ersehen, ob und wie viele Seiten im Ausdruck fehlen oder mehrfach vorhanden
sind. Dies ist für die Ermittlung und Behebung möglicher Fehlerursachen wichtig.
Beispiel 3:
Dekodierte Seitenzahlen:
[0153]
| Referenz |
Gelesen |
| (A |
(B) |
| 28 |
28 |
| 29 |
29 |
| 30 |
30 |
| 31 |
21713 |
| 32 |
10525 |
| 33 |
13196 |
| 34 |
51763 |
| 35 |
25627 |
| 36 |
1950 |
| 37 |
24396 |
| 38 |
24397 |
| 39 |
24398 |
| 40 |
43762 |
| 41 |
43763 |
| 42 |
43764 |
| 43 |
43765 |
| 44 |
16141 |
| 45 |
16142 |
| 46 |
47 |
| 47 |
48 |
| 48 |
49 |
[0154] Dieses Beispiel führt das obige Beispiels 2 weiter aus. Diese Liste zeigt die dekodierten
Seitenzahlen nach einem Fehlerfall. Die Seitenzahlen in Spalte A resultieren aus der
Referenzfolge, die Seitenzahlen in Spalte B resultieren aus den gelesenen Kontrollzahlen.
Es zeigt sich, dass die Seitenzahlen der Spalte B über 15 Seiten unregelmäßig und
quasi gestört sind, da im Ausdruck eine Seite und damit jeweils ein Bit der zugehörigen
Seitenzahlen gefehlt hat. Ab der Referenz-Seitenzahl 46 sind die Seitenzahlen der
Spalte B wieder regelmäßig, und die Differenz zwischen Spalte B und Spalte A zeigt
an, dass genau eine Seite gefehlt hat. Die in Beispiel 2 genannte Annahme, es könnten
Seiten mehrfach gedruckt worden seien, kann damit ausgeschlossen werden. Auf der Seite
31, bei welcher der Fehler zuerst festgestellt wird, ist diese Information noch nicht
ersichtlich.
[0155] Die Data-Integrity-Überwachung in den in Figuren 1 und 3 dargestellten Drucksystemen
dient zur logischen Kontrolle und Überwachung des Druckvorgangs. Entsprechende Data-Integrity-Überwachungen
können auch in anderen Drucksystemen erfolgen, beispielsweise in einem Drucksystem,
das zum gleichzeitigen Bedrucken der Vorderseite und der Rückseite eines bahnförmigen
oder blattförmigen Aufzeichnungsträgers zwei Druckwerke in einem gemeinsamen Gehäuse
aufweist, wie es aus der
US-B1-6,246,856 bekannt ist.
[0156] Zur Data Integrity Kontrolle und Überwachung des Druckvorgangs werden Strichcodes
als sog. Bit-Marken auf jede Druckseite gedruckt. Die Bit-Marken enthalten jeweils
ein Bit Information, dargestellt z. B. durch einen dünnen oder dicken Strich. Ob als
Bit-Marke eine "0" oder eine "1" gedruckt wird, ermittelt der Kontroller anhand des
bereits oben erläuterten LFSR-Algorithmus, der für jede Druckseite durchlaufen wird.
[0157] Der LFSR-Algorithmus basiert auf einem N-Bit-Schlüssel und generiert eine eindeutige
Bitfolge der Länge 2
N Bits. Jeweils N aufeinanderfolgende Bits innerhalb der Bitfolge sind wiederum eindeutig
und können daher als "verschlüsselte Seitennummer" aufgefasst werden.
[0158] Der Kontroller sendet den internen Zustand des ablaufenden LFSR-Algorithmus (ein
N-Bit-Wert) auch an die Gerätesteuerung. Für jede Druckseite wird ein neuer Wert übergeben.
Der interne Zustand ist für 2
N Druckseiten eindeutig bestimmt, d.h. der Zustand wiederholt sich erst nach 2
N Durchläufen. Für N=12 ergeben sich 4096 verschiedene Zustände, wodurch die Wiederholrate
beim seitenweisen Zuordnen der Kontrollzahlen (Seitennummern) in diesem Fall 4096
Seiten beträgt. In der Kontrolliste (bzw. im LFSR-Algorithmus) ist jede N-stellige
binäre Kontrollzahl nur ein einziges Mal vorhanden, so dass eine ein-eindeutige Zuordnung
zwischen allen Anfangs- und Endpositionen von N-stelligen Abschnitten mit ihren jeweiligen
Positionsnummern (Seitenzahlen) besteht. In der Steuerungssoftware der Gerätesteuerung
läuft der gleiche LFSR-Algorithmus ab wie im Controller. In einem ersten Überwachungsschritt
überprüft die Gerätesteuerung, ob die vom Controller gelieferten Zustandswerte mit
den Werten übereinstimmen, die mit dem eigenen LFSR-Algorithmus berechnet wurden.
Ein Vorteil dieser ersten Überwachung liegt darin, dass eine Abweichung in den parallel
ablaufenden Algorithmen unmittelbar bemerkt werden kann. Eine Abweichung der Zustandswerte
führt zum sofortigen Abbruch des Druckvorgangs mit einer Fehlermeldung. Diese Art
der Überwachung ist allerdings rein "virtuell", eine Überprüfung des Druckbilds hat
damit noch nicht stattgefunden.
[0159] In einem zweiten Überwachungsschritt werden die aufgedruckten Bit-Marken mit Markensensoren
abgetastet. Die Gerätesteuerung wertet die Signale der Markensensoren aus und dekodiert
die Abtastsignale wieder zurück in einzelne Bits. Die gelesenen Bits müssen mit den
vom LFSR-Algorithmus gelieferten Bits übereinstimmen. Auch eventuelle Lesefehler der
Markensensoren können bzw. müssen dabei berücksichtigt werden. Es kann vorkommen,
dass eine Bit-Marke entweder gar nicht gelesen oder falsch interpretiert wird. Vorteilhaft
ist dabei, dass einzelne Lesefehler in gewissen Grenzen (z.B. N Seiten) toleriert
werden. Eine Abweichung von zwei oder mehr Bits innerhalb von
N Seiten führt zum Abbruch des Druckvorgangs mit einer Fehlermeldung.
[0160] Aus
N aufeinanderfolgend gelesenen Bits kann zusätzlich die "verschlüsselte" Seitennummer
gebildet werden und daraus wiederum eine "echte", fortlaufende Seitennummer dekodiert
werden, wie weiter oben beschrieben.
[0161] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn im Bedienfeld (graphical user interface, GUI)
20, 20a bzw. 20b des Drucksystems der Ablauf der Data-Integrity-Überwachung verfolgt
werden kann. Die Figuren 8 bis 11 veranschaulichen eine Darstellung, bei der die erzeugten
Kontrollcodes, die gelesenen Kontrollcodes sowie etwaige Systemmeldungen, die aufgrund
des Leseergebnisses und/oder des Vergleichs der Abfolge der Kontrollcodes und der
gelesenen Kontrollcodes erzeugt werden, angezeigt werden. Hierbei ist eine Anzeige
in Tabellenform vorgesehen, die vom Benutzer (Operator) jederzeit aufgerufen werden
kann, und die während eines laufenden Druckvorgangs ständig aktualisiert wird.
[0162] Für jede gedruckte Seite ist eine Zeile in der Tabelle vorgesehen. Die erste Spalte
in der Tabelle zeigt den Ablauf des LFSR-Algorithmus mit der erwarteten Seitennummer
und der erwarteten Bit-Marke. Daneben wird für jedes überwachte Druckwerk bzw. für
jeden überwachten Drucker eine weitere Spalte angezeigt. Diese Spalten zeigen für
jede Seite die aus den Bit-Marken dekodierte ("entschlüsselte") Seitennummer, die
einzelnen gelesenen Bit-Marken, sowie das Ergebnis der Data-Integrity-Überwachung.
Für die Beispiele der Figuren 8 bis 11 gilt N=12. Wenn eine Bit-Marke nicht erkannt
wird, wird eine Warnmeldung ausgegeben. Wenn eine Bit-Marke mit einem falschen Bit-Wert
gelesen wird, wird ebenfalls eine Warnmeldung ausgegeben, wobei die beiden genannten
Fehlerarten voneinander unterschieden werden und unterschiedliche Auswertekonsequenzen
nach sich ziehen. Für die Auswertung sind nämlich Schwellwerte einstellbar, wieviele
Fehler der ersten oder zweiten Art vorkommen dürfen, bevor die Entscheidung "data
integrity Fehler" automatisch getroffen wird und der Druckvorgang abgebrochen wird.
Dabei darf der Fehler erster Art maximal zweimal pro 12 Seiten vorkommen, bevor der
Druckvorgang abgebrochen wird, während der Fehler zweiter Art nur maximal einmal pro
12 Seiten vorkommen darf, bevor der Druckvorgang abgebrochen wird. Wenn ein Fehler
der ersten Art und ein Fehler der zweiten Art innerhalb von 12 Seiten vorkommen, wird
der Druckvorgang noch fortgesetzt.
[0163] Es werden innerhalb von 12 Seiten maximal 2 falsche oder ungültige Markenwerte akzeptiert.
[0164] Bei dem Beispiel der Figur 8 werden in den 16 aufeinander folgenden Seiten mit den
Nummern 11 bis 26 die Bit-Marken der Seite Nr. 14 am unteren Druckwerk und der Seite
Nr. 22 des oberen Druckwerks nicht erkannt. Somit werden nur vereinzelt Bit-Marken
vom Markensensor nicht erkannt, weil es an jedem Druckwerk innerhalb von 12 Seiten
maximal eine Fehllesung gibt. Die fehlende Bit-Marke kann dann ersetzt werden durch
die erwartete Bit-Marke des Algorithmus, so dass die Seitennummern weiterhin richtig
dekodiert und angezeigt werden. Die einzelnen Lesefehler werden toleriert. Die nicht
erkannte Marke ("Marke fehlt") wird in der farbigen Darstellung auf dem Bedienfeld
mit einer ersten Farbe, z.B. mit gelb, markiert.
[0165] In Figur 9 werden auf den Seiten 11 bis 26 am unteren Druckwerk die Bit-Marken auf
Seiten 14, 18 und 24 nicht erkannt, d.h. die Bit-Marken sehr häufig nicht erkannt.
Dies führt zum Abbruch des Druckvorgangs mit einer Fehlermeldung. Die Seite, die den
Fehler verursacht hat, wird in der farbigen Bedienfeldanzeige mit einer zweiten Farbe,
z.B. rot markiert.
Das in Figur 10 gezeigte Beispiel zeigt den Ablauf bei einer einzelnen falsch interpretierten
Bit-Marke. Auf Seite 15 wird statt "1" eine "0" gelesen. Die Dekodierung der Seitennummern
für das obere Druckwerk wird dadurch vorübergehend (über 12 Seiten) gestört. Aufgrund
des falsch gelesenen Bits werden auch die nachfolgenden Seitennummern falsch dekodiert,
da jede Seitennummer aus N = 12 Bits besteht. Die Überwachung wartet ab, ob ein erneuter
Bit-Fehler auftritt. Erst nach 12 Seiten hat sich der Fehler regeneriert, die Seitennummern
ab Seite Nr. 27 stimmen wieder. Die fehlerhaft gelesene Seite und die nachfolgenden
11 Seitennummern werden in der farbigen Anzeige wiederum gelb markiert.
[0166] Das in Figur 11 dargestellte Beispiel zeigt den Ablauf bei zwei oder mehr falsch
gelesenen Bit-Marken. Die Überwachung kündigt ab dem zweiten Bit-Fehler auf Seite
Nr. 25 den Abbruch des Druckvorgangs an. Es wird aber zunächst das Drucken von N=12
Seiten (oder geringfügig mehr Seiten) abgewartet, bis die Dekodierung der Seitennummern
wieder "eindeutig" ist. Dadurch, dass nach dem Auftreten des zweiten Fehlers noch
mindestens soviele Seiten gedruckt werden, wie die N-stellige Binärzahl, mit der die
Seitennummern codiert sind, Bits hat (N=12), kann man erkennen, dass im oberen Druckwerk
eine Seite übersprungen wurde, weil nach der 12. Seite wieder die korrekte Seitennummer
dekodiert werden kann (vorausgesetzt, es erscheint nach dem zweiten Fehler nicht innerhalb
von 12 Seiten noch ein dritter Fehler). Bezüglich der Seite Nr. 32 lautet die Bitfolge
der Datenquelle (erste Spalte), beginnend bei Seite 21 und endend bei Seite 32: 111110111011.
Das untere Druckwerk (rechte Spalte) hat alle Daten korrekt gedruckt und deshalb zwischen
den Seiten 21 und 32 dieselbe Bitfolge der gedruckten Bit-Marken. Die vom oberen Druckwerk
korrekt gedruckten Bit-Marken enden dagegen bei Seite 19. Bei Seite 20 tritt ein gravierender
Bitfehler auf: Es wird eine 1 gelesen, obwohl eine Null zu erwarten wäre. Verfolgt
man dann die gelesenen Bit-Werte weiter, bis die Seitennummer 32 dekodiert ist, so
stellt sich heraus, dass das o.g. Bitmuster 111110111011 für die Seitennummer 32 bereits
an einer Stelle auftritt, bei der das erste Bit von der (rechnerischen) Seite Nummer
20 (bei der der erste Fehler aufgetreten war) stammt. Hieraus kann eindeutig geschlossen
werden, dass in der gedruckten Seitenfolge eine Seite verloren gegangen ist. In der
angezeigten Liste gemäß Figur 11 ist dies für den Betrachter sofort erkennbar, weil
in der mittleren Spalte für das oberer Druckwerk, die Seitennummern ab Seite 31 um
eine Zeile nach oben verschoben sind gegenüber den entsprechenden Seitennummern der
linken Spalte der Datenquelle.
[0167] Die Erfindung ist oben anhand von Beispielen beschrieben, die einen bahnförmigen
Aufzeichnungsträger, insbesondere eine Papierbahn einseitig oder beidseitig bedrucken.
Sie kann jedoch auch verwendet werden, um unterschiedlich farbige Ausdrucke zueinander
zu synchronisieren oder um die Datenintegrität von Ausdrucken auf Einzelblättern zu
überprüfen, insbesondere, wenn verschiedene Daten von unterschiedlichen Druckwerken
auf ein gemeinsames Einzelblatt gedruckt werden. Die Datenintegrität auf einem Aufzeichnungsträger
kann durch Vergleich der Kontrollcodes zwischen Datenquelle und Datenempfänger erfolgen
(wie insbesondere in Figur 8 beschrieben) oder auch durch Vergleich zwischen den Kontrollcodes
von zwei Datenempfängern, insbesondere, wenn die beiden Datenempfänger Druckwerke
sind oder verschiedene Bereiche (Vorder/Rückseite) eines Aufzeichnungsträgers, die
mit verschiedenen Druckwerken oder in getrennten Druckprozessen bedruckt wurden. Dazu
müssen die Kontrollcodes der Druckdaten beider Bereiche mit derselben Nummernfolge
erzeugt worden sein oder eine Nummernfolgentransformation durchgeführt werden. Auf
jedes Blatt können mehrere Druck-Bilder auf Vorder- und Rückseite und/oder in unterschiedlichen
Farben gedruckt werden. Bei Vollfarbdruck werden z.B. pro Blattseite bis zu fünf (oder
mehr) einzelne Farbbilder gedruckt.
[0168] Für jedes Druckbild kann eine eigene Kontrollzahl erzeugt werden und in Form einer
Kontrollmarke gedruckt werden. Die Kontrollmarken verschiedener Druckbilder sollten
sich nicht überlappen. Die Kontrollzahlen der einzelnen Druckbilder müssen nicht gleich
sein, sondern können nach einem festen Schema variiert werden, beispielsweise können
die Kontrollzahlen der Rückseite invertiert zu denen der Vorderseite sein.
[0169] In einer einfachen Überwachungsstufe werden nur die Kontrollzahlen der einzelnen
Druckbilder gelesen und untereinander verglichen. Es kann festgestellt werden, ob
die einzelnen Druckbilder zusammen gehören, d. h. ob beispielsweise Vorder- und Rückseite
zusammen passen. Es kann jedoch nicht festgestellt werden, ob ein bestimmtes zu druckendes
Blatt im gesamten Ausdruck fehlt, oder eventuell mehrfach gedruckt wurde.
[0170] In einer weiteren Überwachungsstufe werden die gelesenen Kontrollzahlen mit einer
Referenzfolge von Kontrollzahlen verglichen, die von einer elektronischen Schaltung,
aus einer gespeicherten Tabelle, von einem Rechenverfahren oder einem Zufallszahlengenerator
geliefert werden. Ein fehlendes oder mehrfach gedrucktes Blatt wird damit erkannt.
Hierzu ist es zweckmäßig, dass auf jeden zu bedruckenden Bogen zumindest eine Kontrollzahl
vorgesehen wird. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, nur jeden x-ten Bogen mit
einer Kontrollzahl zu versehen, wobei hier jedoch die "Auflösung" des Überwachungsverfahren
verringert wird.
[0171] Beispiele für fehlerhafte Ausdrucke, die mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
festgestellt werden können, sind:
- es fehlt ein Teil des Ausdrucks,
- der Ausdruck ist nicht richtig auf der Seite positioniert,
- zu einer Vorderseite wurde die fertige Rückseite gedruckt,
- in einem farbigen Ausdruck sind Farb-"Schichten" miteinander vertauscht, zum Beispiel
gelb mit cyan, oder
- mangelhafte Passgenauigkeit, d.h. Vorder- und Rückseite sind zueinander verschoben
oder die einzelnen Farben eines mehrseitigen Ausdrucks sind zueinander verschoben.
[0172] Ein Aspekt der Erfindung kann folgendermaßen kurz zusammengefasst werden:
[0173] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen von vorgedruckten Daten in einem
Drucksystem. Erfindungsgemäß werden als Kontrollcode Kontrollzahlen gedruckt, die
in einer Kontrollliste enthalten sind. In der Kontrollliste sind die Kontrollzahlen
jedoch nicht numerisch aufeinander folgend sortiert, sondern in einer beliebigen Reihenfolge
mit einer möglichst hohen Entropie angeordnet. Am Ausdruck wird überprüft, ob die
Kontrollzahlen in der gleichen Reihenfolge wie in der Kontrollliste gedruckt worden
sind. Hierdurch ist es möglich, Kontrollzahlen mit wenig Stellen, insbesondere sogar
einstellige Binärzahlen, zu verwenden.
[0174] Die Kontrollzahlen können entweder durch gespeicherte Kontrolllisten zur Verfügung
gestellt werden oder die Kontrolllisten können mittels eines entsprechenden Verfahrens
erzeugt werden. Ein bevorzugtes Verfahren ist das LFSR-Verfahren, da hiermit Kontrollzahlen
erzeugt werden, die geeignet sind, dass aus den Kontrollzahlen die Seitenzahlen berechnet
werden.
Bezugszeichenliste
[0175]
- 1, 1a, 1b
- Drucker
- 2
- Papierbahn
- 3
- Datenleitung
- 4
- Computer
- 5, 5a, 5b
- Kontroller
- 6, 6a, 6b
- Zeichengenerator
- 7, 7a, 7b
- Fotoleitertrommel
- 8, 8a, 8b, 8c
- Sensor
- 9, 9a, 9b
- Überwachungseinrichtung
- 10, 10a, 10b
- Drucksteuerung
- 11, 11a, 11b
- Datenleitung
- 12, 12a, 12b
- Datenleitung zwischen Kontroller und Überwachungseinrichtung
- 13, 13a, 13b
- Fördereinrichtung
- 14
- Laufrichtung der Papierbahn
- 15
- Wendeeinrichtung
- 16
- Schneideeinrichtung
- 17a, 17b
- Abtaster
- 18a, 18b, 18c
- Steuerleitungen
- 19, 19a, 19b
- Druckwerk
- 20, 20a, 20b
- Bedienfeld
1. Verfahren zum Überwachen von gedruckten Daten in einem ein Druckgerät (1, 1a) enthaltendes
Drucksystem, umfassend folgende Schritte:
- Erzeugen eines Kontrollcodes für jeweils eine zu druckende Seite,
- Drucken des Kontrollcodes auf die jeweils entsprechende Seite eines zu bedruckenden
Aufzeichnungsträgers,
- automatisches Lesen und Auswerten der gedruckten Kontrollcodes,
wobei als Kontrollcodes Kontrollzahlen verwendet werden, die in einer Kontrollliste
nicht numerisch aufeinanderfolgen enthalten sind, wobei die Kontrollliste mehr Kontrollzahlen
enthält als die verwendete Zahlenmenge Kontrollzahlen enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Auswerten der gelesen Kontrollzahlen diese mit der Reihenfolge der Kontrollzahlen
der Kontrollliste verglichen werden, wobei eine Abweichung als Fehler beurteilt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei Druckbilder mit jeweils einem Kontrollcode auf einen zu bedruckenden
Bogen gedruckt werden, und
beim Auswerten der gelesen Kontrollzahlen die Kontrollzahlen eines Bogens miteinander
verglichen werden, und bei einer Abweichung wird dies als Fehler beurteilt.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Kontrollzahlen eines Bogens identisch sind.
5. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollzahlen der Rückseiten der Bögen invertiert zu den Kontrollzahlen der
Vorderseiten sind und die Kontrollzahlen der Rückseiten vor dem Vergleichen mit den
Kontrollzahlen der Vorderseite invertiert werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf eine Seite eines Bogens mehrere Druckbilder gedruckt werden und jedem Druckbild
eine Kontrollzahl zugeordnet ist und diese auf den Bogen gedruckt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zahlen der Kontrollliste Zahlen mit maximal drei Stellen und vorzugsweise einstellige
Zahlen sind.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollzahlen Binärzahlen sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollliste als gespeicherte Liste zur Verfügung gestellt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollliste mittels eines vorbestimmten Berechnungsverfahrens zur Verfügung
gestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Berechnungsverfahren zum Berechnen der Zahlen der Kontrollliste ein Pseudo-Zufallszahlen-Generator
ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekenntzeichnet,
dass als Pseudo-Zufallszahlen-Generator ein LFSR-Verfahren verwendet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zahlen der Kontrollliste eine Wiederholungsperiode von zumindest 100, vorzugsweise
1000, besitzt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Liste N Zahlen umfasst, wobei eine beliebige Folge von n Zahlen in der Liste
immer nur einmal vorhanden ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass, nachdem ein Fehler festgestellt worden ist, die letzte vollständige Folge von n
gelesenen Kontrollzahlen ermittelt wird, und
anhand dieser Folge die auf den Fehler folgende Seitenzahl festgestellt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bestimmung der Seitenzahl mittels einer Dekodierungstabelle erfolgt, in der alle
Folgen von n Kontrollzahlen und die korrespondierenden Seitenzahlen gespeichert sind.
17. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Bestimmung der Seitenzahl die Kontrollzahlen mittels eines vorbestimmten Verfahrens
erzeugt werden, ausgehend mit einer bestimmten Kontrollzahl bis die vollständige Folge
von n gelesenen Kontrollzahlen erzeugt worden ist, wobei die Anzahl der erzeugten
Kontrollzahlen ein Maß für die Seitenzahl ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass nachdem ein Fehler festgestellt und die entsprechende Seitenzahl ermittelt worden
ist, durch Vergleichen der ermittelten Seitenzahl mit einer Seitenzahl, die durch
Zählen der bedruckten Bögen oder durch eine Zuordnung zu den Kontrollzahlen vorliegt,
analysiert wird, ob
- eine oder mehrere Seiten mehrfach gedruckt worden sind, und/oder
- eine oder mehrere Seiten nicht gedruckt worden sind.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollzahlen als Strichcode oder Bar-Code gedruckt werden.
20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Kontrollzahlen Binärzahlen sind und als Strichcode
für eine Null ein Strich mit einer ersten Strickstärke gedruckt wird und für eine
Eins ein Strich mit einer zweiten, von der ersten unterschiedlichen Strichstärke.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollzahlen als arabische Zahlen gedruckt werden.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit diesem Verfahren auf Endlospapier gedruckte Druckdaten überwacht werden.
23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kontrollzahlen als Strichcode
auf den insbesondere bahnförmigen Aufzeichnungsträger gedruckt werden und der gedruckte
Strichcode zur Steuerung einer den Aufzeichnungsträger nach dem Drucken weiter verarbeitenden
Vorrichtung (16) verwendet wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weiterverarbeitende Vorrichtung direkt an dem Strichcode einen Prozesschritt
ausführt.
25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weiterverarbeitende Vorrichtung (16) an dem Strichcode einen Schneide,- Falz,-
Stanz,- Heft,- oder Klebeprozesschritt ausführt.
26. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an einer Anzeigeeinrichtung
(20, 20a, 20b) die Kontrolliste zumindest teilweise und/oder die gelesenen Kontrollcodes
angezeigt werden.
27. Verfahren zum Überwachen der bereichsweisen Datenintegrität beim Übertragen von Druckdaten
von einer Datenquelle an einen Datenempfänger, wobei
- die Druckdaten beim Senden bereichsweise fortlaufend entsprechend einer N-stelligen
Binärzahl numeriert werden,
- anhand der fortlaufenden Nummer aus einer Kontrollliste ein einstelliger binärer
Kontrollcode gelesen und mit den Druckdaten des Bereichs übertragen wird,
- innerhalb der Kontrollliste eine spezifische Folge von N einstelligen binären Kontrollcodes
nur einmal enthalten ist,
- beim Empfangen der Druckdaten der zugehörige einstellige binäre Kontrollcode jeweils
bereichsweise gelesen wird,
- anhand eines Vergleichs der gelesenen Folge von einstelligen binären Kontrollcodes
und den in der Kontrollliste verfügbaren Codefolgen automatisch eine Entscheidung
über die Datenintegrität getroffen wird und
- wobei für N eine natürliche Zahl verwendet wird.
28. Verfahren nach Anspruch 27, wobei beim Empfangen der Druckdaten anhand von N aufeinanderfolgenden
einstelligen Kontrollcodes eine einem Bereich zugeordnete N-stellige Lesebinärzahl
gebildet wird und mit ihr die fortlaufende Nummerierung rekonstruiert und überprüft
wird indem ihre Position in der Kontrollliste ermittelt wird und die dieser Position
zugeordnete Nummer mit der beim Senden erzeugten fortlaufenden Nummer des Bereichs
verglichen wird.
29. Verfahren nach Anspruch 28, wobei die N-stellige Lesebinärzahl einem Bereich zugeordnet
wird, dessen gelesener Kontrollcode in der N-stelligen Lesebinärzahl enthalten ist
und insbesondere dem Bereich, dessen gelesener Kontrollcode an der ersten oder letzten
Stelle der N-stelligen Lesebinärzahl steht.
30. Verfahren nach Anspruch 28 oder 29, wobei anhand des Vergleichsergebnisses automatisch
entschieden wird, ob bei der Datenübertragung bereichsweise Daten verloren gegangen
sind.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 30, wobei die Numerierungsvorschriften beim
Senden und beim Empfangen der Druckdaten gleich sind und anhand des Vergleichsergebnisses
automatisch eine Entscheidung über die Zahl der Bereiche, zu denen Daten verloren
gegangen sind, getroffen wird.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 31, wobei als Datenquelle ein Computer (4)
oder ein Kontroller (5, 5a, 5b) verwendet wird und als Datenempfänger ein Kontroller
(5, 5a, 5b), ein Druckwerk (19, 19a, 19b), das jeweils auf einem Bereich des Aufzeichnungsträgers
(2) den einstelligen binären Kontrollcode als Bit-Marke druckt und/oder ein Aufzeichnungsträger
(2), wobei weiterhin die gedruckten Bit-Marken mit einem Sensor (8, 8a, 8b, 9'8c)
gelesen und das Leseergebnis mit dem beim Senden zugeordneten Kontrollcode verglichen
und damit der Druckprozess gesteuert wird.
33. Verfahren nach Anspruch 32, wobei die Druckdaten mit einem Druckgerät (1, 1a, 1b)
oder Drucksystem (1a, 1b) auf einen Aufzeichnungsträger (2) gedruckt werden, das mehrere
Druckwerke (19a, 19b) aufweist und bei dem mindestens zwei Druckwerke (19a, 19b) auf
einen gemeinsamen Bereich des Aufzeichnungsträgers (2) drucken.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 26, umfassend weitere Schritte nach einem
der Ansprüche 27 bis 33.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 34, wobei der Kontrollcode mit einem Pseudo-Zufallszahlen-Generator
berechnet wird.
36. Verfahren nach Anspruch 35, wobei als Pseudo-Zufallszahlen-Generator ein LFSR-Verfahren
verwendet wird.
37. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 36, wobei die Daten eines Bereichs auf einen
gemeinsamen Bereich des Aufzeichnungsträgers (2) gedruckt werden.
38. Verfahren nach Anspruch 37, wobei der Aufzeichnungsträger (2) derart zu Ausgabeblättern
zugeschnitten wird, dass der zu einem Bereich eines Ausgabeblattes gehörende, gedruckte
Kontrollcode auf einem seitlichen Rand des dabei erzeugten Ausgabeblatts liegt.
39. Verfahren nach einem der Ansprüche 29 bis 38, wobei die an der Datenquelle erzeugten
Kontrollcodes, die gelesenen Kontrollcodes und/oder Systemmeldungen, die aufgrund
des Leseergebnisses und/oder des Vergleichs der Abfolge der Kontrollcodes und der
gelesenen Kontrollcodes erzeugt werden, an einer Anzeigeeinrichtung (20, 20a, 20b)
angezeigt werden.
40. Verfahren nach Anspruch 39, wobei die Anzeige in Tabellenform erfolgt, die Anzeige
von einem Benutzer jederzeit aktiviert werden kann und/oder die Anzeige während eines
laufenden Datenübertragungsvorgangs regelmäßig aktualisiert wird.
41. Computerprogrammprodukt, das nach dem Laden in einen Computer und beim Ausführen auf
diesem Computer (4, 5, 5a, 5b) zur Steuerung eines Druckgeräts (1, 1a, 1b) oder eines
Drucksystems ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 40 ausführt.
42. Drucksystem umfassend
eine Steuervorrichtung (5, 5a, 5b) zum Bearbeiten von Druckdaten,
ein Druckwerk (6, 7, 6a, 7a, 6b, 7b) zum Drucken der Druckdaten, das über eine Datenleitung
zum Übertragen der Druckdaten mit der Steuervorrichtung (5, 5a, 5b) verbunden ist,
wobei die Steuervorrichtung (5, 5a, 5b) eine Kontrollcode-Erzeugungseinrichtung aufweist,
mit welcher Kontrollzahlen erzeugt werden und die als entsprechende Zeichen an vorbestimmte
Stellen in die Druckdaten eingefügt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung mit einem mit dem Computerprogrammprodukt gemäß Anspruch 41
geladenen Computer (4) verbunden ist.
43. Drucksystem nach Anspruch 42,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollcode-Erzeugungseinrichtung ein Zufallszahlengenerator ist.
44. Drucksystem nach Anspruch 42,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollcode-Erzeugungseinrichtung eine Liste von Kontrollzahlen ist.
45. Drucksystem nach einem der Ansprüche 42 bis 44,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckwerk (19, 19a, 19b) zum Bedrucken von Endlospapier ausgebildet ist.
46. Drucksystem nach einem der Ansprüche 42 bis 45,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckwerk (19, 19a, 19b) zum Bedrucken von Einzelblättern ausgebildet ist.
1. A method for monitoring printed data in a printing system including a printing device
(1, 1a), comprising the following steps:
- generating a control code for one page to be printed each,
- printing the control code on the respective corresponding page of a recording medium
to be printed,
- automatic reading and evaluating of the printed control codes,
wherein, as control codes, control numbers are used which are included in a control
list in a non-numerical order, the control list including more control numbers as
the used number set includes control numbers.
2. The method according to claim 1, characterized in that when evaluating the read control numbers these are compared to the order of the control
numbers of the control list, a deviation being considered as an error.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that at least two print images with one control code each are printed onto a sheet to
be printed, and when evaluating the read control numbers, the control numbers of a
sheet are compared to each other, and in the case of a deviation, this is considered
as an error.
4. The method according to claim 3, characterized in that all control numbers of a sheet are identical.
5. The method according to claim 3, characterized in that the control numbers of the reverse side of the sheets are inverted relative to the
control numbers of the front sides and the control numbers of the reverse sides are
inverted before they are compared to the control numbers of the front side.
6. The method according to one of the claims 1 to 5, characterized in that on one side of a sheet several print images are printed and to each print image a
control number is assigned and is printed on the sheet.
7. The method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the numbers of the control list are numbers with a maximum of three digits and preferably
one-digit numbers.
8. The method according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the control numbers are binary numbers.
9. The method according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the control list is made available as a stored list.
10. The method according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the control list is made available by means of a predetermined calculation method.
11. The method according to claim 10, characterized in that the calculation method for calculating the numbers of the control list is a pseudo-random
number generator.
12. The method according to claim 11, characterized in that an LFSR method is used as a pseudo-random number generator.
13. The method according to one of the claims 1 to 12, characterized in that the numbers of the control list have a repetition period of at least 100, preferably
1000.
14. The method according to one of the claims 1 to 13, characterized in that the list comprises N numbers, wherein a random sequence of n numbers is always only
present once in the list.
15. The method according to claim 14, characterized in that after an error has been determined, the last complete sequence of n read control
numbers is determined, and based on this sequence the page number following the error
is determined.
16. The method according to claim 15, characterized in that the determination of the page number takes place by means of a decoding table in
which all sequences of n control numbers and the corresponding page numbers are stored.
17. The method according to claim 15, characterized in that for determining the page number the control numbers are generated by means of a predetermined
method, starting out from a given control number until the complete sequence of n
read control numbers has been generated, wherein the amount of generated control numbers
is a measure of the page number.
18. The method according to one of the claims 14 to 17,
characterized in that after an error has been determined and the corresponding page number has been determined,
it is analysed by comparing the determined page number to a page number that is available
by counting the printed sheets or by an assignment to the control numbers whether
- one or more pages have been printed multiple times, and/or
- one or more pages have not been printed.
19. The method according to one of the claims 1 to 18, characterized in that the control numbers are printed as a bar code.
20. The method according to claim 19, wherein the control numbers are binary numbers and
as a bar code for a zero a bar with a first bar width is printed and for a one a bar
with a second bar width different from the first is printed.
21. The method according to one of the claims 1 to 20, characterized in that the control numbers are printed as Arabic numerals.
22. The method according to one of the claims 1 to 21, characterized in that by means of this method print data printed on continuous paper are monitored.
23. The method according to one of the preceding claims, wherein the control numbers are
printed as a bar code on the in particular web-shaped recording medium and the printed
bar code is used for controlling a device (16) further processing the recording medium
after printing.
24. The method according to claim 23, characterized in that the further processing device performs a process step directly on the bar code.
25. The method according to claim 23 or 24, characterized in that the further processing device (16) performs a cutting, folding, punching, stapling
or bonding process step on the bar code.
26. The method according to one of the preceding claims, wherein at a display device (20,
20a, 20b) the control list at least in part and/or the read control codes are displayed.
27. A method for monitoring the area-wise data integrity during the transmission of print
data from a data source to a data receiver, wherein
- the print data, during sending, are numbered consecutively area-wise corresponding
to an N-digit binary number,
- based on the consecutive number a one-digit binary control code is read from a control
list and is transmitted with the print data of the area,
- within the control list, a specific sequence of N one-digit binary control codes
is only included once,
- upon receipt of the print data, the associated one-digit binary control code is
read area-wise each time,
- based on a comparison of the read sequence of one-digit binary control codes and
the code sequences available in the control list, a decision on the data integrity
is automatically passed and
- wherein for N a natural number is used.
28. The method according to claim 27, wherein, upon receipt of the print data, an N-digit
read binary number assigned to an area is formed based on N consecutive one-digit
control codes and by means of it the consecutive numbering is reconstructed and checked
in that its position in the control list is determined and the number assigned to
this position is compared to the consecutive number of the area generated during sending.
29. The method according to claim 28, wherein the N-digit read binary number is assigned
to an area, the read control code of which is included in the N-digit read binary
number, and in particular the area, the read control code of which is at the first
or last digit of the N-digit read binary number.
30. The method according to claim 28 or 29, wherein based on the comparison result it
is automatically decided whether data have been lost area-wise during the data transmission.
31. The method according to one of the claims 27 to 30, wherein the numbering rules are
identical during sending and receiving the print data, and based on the comparison
result automatically a decision is passed on the number of areas with respect to which
data have been lost.
32. The method according to one of the claims 27 to 31, wherein as a data source a computer
(4) or a controller (5, 5a, 5b) is used and as a data receiver a controller (5, 5a,
5b), a printing unit (19, 19a, 19b) which respectively prints the one-digit binary
control code as a binary mark on an area of the recording medium (2) and/or a recording
medium (2), wherein further the printed binary marks are read with a sensor (8, 8a,
8b, 9'8c) and the reading result is compared to the control code assigned during sending
and the printing process is thus controlled.
33. The method according to claim 32, wherein the print data are printed with a printing
device (1, 1a, 1b) or a printing system (1a, 1b) on a recording medium (2) having
several printing units (19a, 19b) and in which at least two printing units (19a, 19b)
print on a common area of the recording medium (2).
34. The method according to one of the claims 1 to 26, comprising further steps according
to one of the claims 27 to 33.
35. The method according to one of the claims 27 to 34, wherein the control code is calculated
by a pseudo-random number generator.
36. The method according to claim 35, wherein as a pseudo-random number generator an LFSR
method is used.
37. The method according to one of the claims 27 to 36, wherein the data of an area are
printed on a common area of the recording medium (2).
38. The method according to claim 37, wherein the recording medium (2) is cut into output
sheets such that the printed control code belonging to an area of an output sheet
lies on the lateral margin of the output sheet generated in this way.
39. The method according to one of the claims 29 to 38, wherein the control codes generated
at the data source, the read control codes and/or system messages that are generated
due to the reading result and/or the comparison of the sequence of the control codes
and the read control codes are displayed on a display device (20, 20a, 20b).
40. The method according to claim 39, wherein the display is in table form, the display
can be activated at all times by a user and/or the display can be updated regularly
during an ongoing data transmission operation.
41. A computer program product, which after loading into a computer and upon execution
on this computer (4, 5, 5a, 5b) for controlling a printing device (1, 1a, 1b) or a
printing system performs a method according to one of the claims 1 to 40.
42. A printing system, comprising
a control device (5, 5a, 5b) for processing print data,
a printing unit (6, 7, 6a, 7a, 6b, 7b) for printing the print data, which printing
unit is connected to the control device (5, 5a, 5b) via a data line for transmitting
the print data,
wherein the control device (5, 5a, 5b) has a control code generating device with which
control numbers are generated and which are inserted into the print data as corresponding
signs at predetermined positions, characterized in that the control device is connected to a computer (4) loaded with the computer program
product according to claim 41.
43. The printing system according to claim 42, characterized in that the control code generating device is a random number generator.
44. The printing system according to claim 42, characterized in that the control code generating device is a list of control numbers.
45. The printing system according to one of the claims 42 to 44, characterized in that the printing unit (19, 19a, 19b) is developed for printing continuous paper.
46. The printing system according to one of the claims 42 to 45, characterized in that the printing unit (19, 19a, 19b) is developed for printing single sheets.
1. Procédé de surveillance de données imprimées dans un système d'impression contenant
un appareil d'impression (1, 1a), comprenant les étapes suivantes :
- génération d'un code de contrôle à chaque fois pour une page à imprimer,
- impression du code de contrôle sur la page respective correspondante d'un support
d'enregistrement à imprimer,
- lecture automatique et interprétation du code de contrôle imprimé,
des numéros de contrôle étant utilisés comme code de contrôle, lesquels sont contenus
dans une suite non numérique dans une liste de contrôle, la liste de contrôle contenant
plus de numéros de contrôle que les numéros de contrôle que contient la quantité de
numéros utilisée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors de l'interprétation des numéros de contrôle lus, ceux-ci sont comparés avec
la séquence des numéros de contrôle de la liste de contrôle, un écart étant considéré
comme une erreur.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins deux images imprimées possédant respectivement un code de contrôle sont imprimées
sur une feuille à imprimer et, lors de l'interprétation des numéros de contrôle lus,
les numéros de contrôle d'une feuille sont comparés entre eux et, en cas d'écart,
ceci est considéré comme une erreur.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que tous les numéros de contrôle d'une feuille sont identiques.
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les numéros de contrôle des versos des feuilles sont inversés par rapport aux numéros
de contrôle des rectos et les numéros de contrôle des versos sont inversés avant la
comparaison avec les numéros de contrôle des rectos.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que plusieurs images imprimées sont imprimées sur une page d'une feuille et un numéro
de contrôle est associé à chaque image imprimée et celui-ci est imprimé sur la feuille.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les numéros de la liste de contrôle sont des numéros comprenant un maximum de trois
chiffres et de préférence des numéros à un chiffre.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les numéros de contrôle sont des nombres binaires.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la liste de contrôle est mise à disposition sous la forme d'une liste mise en mémoire.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la liste de contrôle est mise à disposition au moyen d'un procédé de calcul prédéfini.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le procédé de calcul destiné au calcul des numéros de la liste de contrôle est un
générateur de numéros pseudo-aléatoires.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le générateur de numéros pseudo-aléatoires utilisé est un procédé LFSR.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les numéros de la liste de contrôle possèdent une période de répétition minimale
de 100, de préférence de 1000.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la liste comprend N numéros, une séquence quelconque de n numéros étant toujours
présente une seule fois dans la liste.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'après qu'une erreur a été constatée, la dernière séquence complète de n numéros de
contrôle lus est déterminée et le numéro de page qui suit l'erreur est déterminé à
l'aide de cette séquence.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que la détermination du numéro de page s'effectue au moyen d'un tableau de décodage dans
lequel sont mis en mémoire toutes les séquences de n numéros de contrôle et les numéros
de page correspondants.
17. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que pour déterminer le numéro de page, les numéros de contrôle sont générés au moyen
d'un procédé prédéfini, en commençant par un numéro de contrôle donné jusqu'à ce que
la séquence complète de n numéros de contrôle lus ait été générée, le nombre de numéros
de contrôle générés étant une indication du numéro de page.
18. Procédé selon l'une des revendications 14 à 17,
caractérisé en ce qu'après avoir constaté une erreur et déterminé le numéro de page correspondant, une
analyse est effectuée en comparant le numéro de page déterminé avec un numéro de page
qui est présent du fait du comptage des feuilles imprimées ou par une association
aux numéros de contrôle pour vérifier si
- une ou plusieurs pages ont été imprimées plusieurs fois, et/ou
- une ou plusieurs pages n'ont pas été imprimées.
19. Procédé selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que les numéros de contrôle sont imprimés sous la forme d'un code à barres.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que les numéros de contrôle sont des nombres binaires et sont imprimés sous la forme
d'un code à barres avec un trait ayant une première épaisseur de trait pour un zéro
et un trait ayant une deuxième épaisseur de trait, différente de la première, pour
un un.
21. Procédé selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que les numéros de contrôle sont imprimés sous la forme de chiffres arabes.
22. Procédé selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce qu'avec ce procédé sont surveillées des données imprimées sur du papier en continu.
23. Procédé selon l'une des revendications précédentes, selon lequel les numéros de contrôle
sont imprimés sous la forme d'un code à barres sur le support d'enregistrement notamment
en forme de bande et le code à barres imprimé est utilisé pour commander un dispositif
(16) qui effectue une transformation supplémentaire du support d'enregistrement après
l'impression.
24. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que le dispositif de transformation supplémentaire exécute une étape de processus directement
sur le code à barres.
25. Procédé selon la revendication 23 ou 24, caractérisé en ce que le dispositif de transformation supplémentaire (16) exécute une étape de coupe, de
pliage, de perforation, de brochage ou de collage sur le code à barres.
26. Procédé selon l'une des revendications précédentes, selon lequel la liste de contrôle
au moins partiellement et/ou les codes de contrôle lus sont affichés sur un dispositif
d'affichage (20, 20a, 20b).
27. Procédé de surveillance de l'intégrité des données par zone lors de la transmission
de données d'impression d'une source de données vers un récepteur de données, selon
lequel
- les données d'impression sont numérotées continuellement par zone lors de l'émission
conformément à un nombre binaire à N chiffres,
- un code de contrôle binaire à un chiffre est lu dans une liste de contrôle à l'aide
du numéro continu, puis transmis avec les données d'impression de la zone,
- une séquence spécifique de N codes de contrôle binaires à un chiffre n'est contenue
qu'une seule fois à l'intérieur de la liste de contrôle,
- lors de la réception des données d'impression, le code de contrôle binaire à un
chiffre correspondant est à chaque fois lu par zone,
- une décision relative à l'intégrité des données est prise automatiquement au moyen
d'une comparaison de la séquence lue de codes de contrôle binaires à un chiffre avec
les séquences de codes disponibles dans la liste de contrôle et
- un nombre naturel étant utilisé pour N.
28. Procédé selon la revendication 27, selon lequel, lors de la réception des données
d'impression, un nombre binaire de lecture à N chiffres associé à une zone est formé
au moyen de N codes de contrôle à un chiffre successifs et la numérotation continue
est reconstruite et vérifiée avec lui en déterminant sa position dans la liste de
contrôle et en comparant le numéro associé à cette position avec le numéro généré
en continu de la zone lors de l'émission.
29. Procédé selon la revendication 28, selon lequel le nombre binaire de lecture à N chiffres
est associé à une zone dont le code de contrôle lu est contenu dans le nombre binaire
de lecture à N chiffres et notamment à la zone dont le code de contrôle lu se trouve
au premier ou au dernier chiffre du nombre binaire de lecture à N chiffres.
30. Procédé selon la revendication 28 ou 29, selon lequel, à l'aide du résultat de la
comparaison, il est décidé automatiquement si des données ont été perdues par zone
lors de la transmission de données.
31. Procédé selon l'une des revendications 27 à 30, selon lequel les règles de numérotation
sont identiques lors de l'émission et de la réception des données d'impression et
le nombre des zones dont les données ont été perdues est décidé automatiquement à
l'aide du résultat de la comparaison.
32. Procédé selon l'une des revendications 27 à 31, selon lequel la source de données
utilisée est un ordinateur (4) ou un contrôleur (5, 5a, 5b) et le récepteur de données
est un contrôleur (5, 5a, 5b), un mécanisme d'impression (19, 19a, 19b) qui imprime
à chaque fois le code de contrôle binaire à un chiffre sous la forme d'un marquage
binaire sur une zone du support d'enregistrement (2) et/ou un support d'enregistrement
(2), les marquages binaires imprimés étant en outre lus avec un capteur (8, 8a, 8b,
9'8c) et le résultat de la lecture étant comparé avec le code de contrôle associé
lors de l'émission et le processus d'impression étant ainsi commandé.
33. Procédé selon la revendication 32, selon lequel les données d'impression sont imprimées
sur un support d'enregistrement (2) avec un appareil d'impression (1, 1a, 1b) ou un
système d'impression (1a, 1b) qui présente plusieurs mécanismes d'impression (19a,
19b) et avec lequel au moins deux mécanismes d'impression (19a, 19b) impriment sur
une zone commune du support d'enregistrement (2).
34. Procédé selon l'une des revendications 1 à 26, comprenant des étapes supplémentaires
selon l'une des revendications 27 à 33.
35. Procédé selon l'une des revendications 27 à 34, selon lequel le code de contrôle est
calculé avec un générateur de numéros pseudo-aléatoires.
36. Procédé selon la revendication 35, selon lequel le générateur de numéros pseudo-aléatoires
utilisé est un procédé LFSR.
37. Procédé selon l'une des revendications 27 à 36, selon lequel les données d'une zone
sont imprimées sur une zone commune du support d'enregistrement (2).
38. Procédé selon la revendication 37, selon lequel le support d'enregistrement (2) est
découpé en feuilles d'édition de telle sorte que le code de contrôle imprimé faisant
partie d'une zone d'une feuille d'édition se trouve sur un bord latéral de la feuille
d'édition ainsi produite.
39. Procédé selon l'une des revendications 29 à 38, selon lequel les codes de contrôle
générés à partir de la source de données, les codes de contrôle lus et/ou les messages
du système qui sont générés sur la base du résultat de la lecture et/ou de la comparaison
de la séquence des codes de contrôle et des codes de contrôle lus sont affichés sur
un dispositif d'affichage (20, 20a, 20b).
40. Procédé selon la revendication 39, selon lequel l'affichage est effectué sous forme
de tableau, l'affichage peut être activé à tout moment par un utilisateur et/ou l'affichage
est actualisé régulièrement pendant une opération de transmission de données en cours.
41. Produit de programme informatique qui, après le chargement dans un ordinateur et lors
de l'exécution sur cet ordinateur (4, 5, 5a, 5b), met en oeuvre un procédé selon l'une
des revendications 1 à 40 pour commander un appareil d'impression (1, 1a, 1b) ou un
système d'impression.
42. Système d'impression comprenant
un dispositif de commande (5, 5a, 5b) pour traiter des données d'impression,
un mécanisme d'impression (6, 7, 6a, 7a, 6b, 7b) pour imprimer les données d'impression,
lequel est relié par le biais d'une ligne de données avec le dispositif de commande
(5, 5a, 5b) pour la transmission des données d'impression,
le dispositif de commande (5, 5a, 5b) présentant un dispositif de génération de code
de contrôle avec lequel sont générés des numéros de contrôle et ceux-ci étant insérés
en tant que caractères correspondants en des endroits prédéfinis dans les données
d'impression, caractérisé en ce que le dispositif de commande est relié avec un ordinateur (4) sur lequel est chargé
le produit de programme informatique selon la revendication 41.
43. Système d'impression selon la revendication 42, caractérisé en ce que le dispositif de génération de code de contrôle est un générateur de numéro aléatoire.
44. Système d'impression selon la revendication 42, caractérisé en ce que le dispositif de génération de code de contrôle est une liste de numéros de contrôle.
45. Système d'impression selon l'une des revendications 42 à 44, caractérisé en ce que le mécanisme d'impression (19, 19a, 19b) est configuré pour l'impression de papier
en continu.
46. Système d'impression selon l'une des revendications 42 à 45, caractérisé en ce que le mécanisme d'impression (19, 19a, 19b) est configuré pour l'impression de feuilles
individuelles.