| (19) |
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(11) |
EP 1 599 669 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.2009 Patentblatt 2009/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.11.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/003841 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/076851 (10.09.2004 Gazette 2004/37) |
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| (54) |
BRENNSTOFFEINSPRITZVENTIL
FUEL INJECTION VALVE
SOUPAPE D'INJECTION DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
25.02.2003 DE 10307931
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.11.2005 Patentblatt 2005/48 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MAIER, Martin
71696 Moeglingen (DE)
- HEYSE, Joerg
74354 Besigheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Körfer, Thomas |
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Mitscherlich & Partner
Patent- und Rechtsanwälte
Postfach 33 06 09 80066 München 80066 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 10 118 163 US-A- 4 657 189 US-A1- 2002 144 671
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DE-A- 10 122 350 US-A- 5 878 713
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Beispielsweise ist aus der
DE 196 25 059 A1 ein Brennstoffeinspritzventil zum direkten Einspritzen von Brennstoff in eine gemischverdichtende,
fremdgezündete Brennkraftmaschine bekannt, welches einen Strömungsweg für den Brennstoff
von einem Brennstoffeinlaß zu einer Abspritzöffnung vorsieht, in welchem vor der Abspritzöffnung
eine Mehrzahl von Brennstoffkanälen angeordnet ist, deren Querschnitt bei gegebenem
Brennstoffdruck die pro Zeiteinheit eingespritzte Brennstoffmenge bestimmt. Um die
Brennstoffverteilung in einer eingespritzten Gemischwolke zu beeinflussen und um insbesondere
eine gezielte Strähnigkeit der Gemischwolke zu erzielen, ist vorgesehen, daß zumindest
ein Teil der Brennstoffkanäle so ausgerichtet ist, daß die aus diesen austretenden
Brennstoffstrahlen bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil direkt durch die Abspritzöffnung
gespritzt werden.
[0003] Nachteilig an dem aus der obengenannten Druckschrift bekannten Brennstoffeinspritzventil
sind insbesondere die eingeschränkten Eingriffsmöglichkeiten bei der Formung der Gemischwolke.
Außer einer Variation der Strahlaufweitung und der Ausrichtung der Schwerpunktsachse
der Gemischwolke ist es kaum möglich, auf Abweichungen von der Kegelform in Form von
unregelmäßigen Gemischwolken und heterogen verteilte Strahlpenetration Einfluß zu
nehmen. Dementsprechend sind die Möglichkeiten zur Reduktion des Brennstoffverbrauchs
oder der Abgasemission gering.
[0004] Die
DE 101 18 163 A1 offenbart ein Mehrloch-Brennstoffeinspritzventil, bei welchem die Abspritzöffnungen
so angebracht sind, dass die im Brennraum zirkulierenden Gemischströmungen von den
Abspritzöffnungen des Mehrloch-Brennstoffeinspritzventils abgeschirmt werden und sich
dadurch kein Brennstoff im Bereich der Abspritzöffnungen absetzen kann. Um dies zu
erreichen sind die Abspritzöffnungen in einem Ausführungsbeispiel an der Stirnseite
des Ventilsitzkörpers von einem Ringwall umgeben und in einem anderen Ausführungsbeispiel
wird der gleiche Effekt durch Tieferlegen der Austritte erreicht, so dass die Abspritzöffnungen
gegenüber der Stirnseite des Ventilsitzkörpers zurückgesetzt sind.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines Brennstoffeinspritzventils mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß
durch einen hohen Brennstoffdruck in der Brennstoffverteilerleitung eine Gemischwolke
mit hoher Zerstäubungsgüte für ein strahlgeführtes Brennverfahren erzeugt werden kann,
ohne die bei Brennstoffeinspritzventilen mit Dralleinsatz auftretenden Nachteile wie
hohen Brennstoffverbrauch, Verkokung der Ventilspitze oder erhöhte Abgasemissionen
in Kauf nehmen zu müssen.
[0006] Die Abspritzöffnungen münden in Erweiterungen aus, welche vorteilhafterweise für
einen wirksamen Verkokungsschutz im Mündungsbereich der Abspritzöffnungen sorgen.
[0007] Durch ein definiertes Verhältnis der Gesamtlänge 1 bzw. der reduzierten Länge 1'
zuströmseitig der Erweiterungen und des Durchmessers d der Abspritzöffnungen l:d kann
sichergestellt werden, daß eine optimal Strahlaufbereitung möglich ist.
[0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0009] Vorteilhafterweise können die zumindest zwei Abspritzöffnungen in beliebiger Weise
in dem Ventilsitzkörper angebracht werden, z. B. auf konzentrischen oder exzentrischen
Lochkreisen oder - ellipsen oder auf geraden oder gebogenen Reihen.
[0010] Zudem können die Mittelpunkte der Abspritzöffnungen äquidistant oder unterschiedlich
weit voneinander beabstandet sein, ebenso, wie die Orientierung der Achsen der Abspritzöffnungen
beliebig sein kann.
[0011] Vorteilhafterweise ist keine der Abspritzöffnungen auf die Zündkerze gerichtet, so
daß eine Verkokung der Funkenstrecke und eine verkürzte Lebensdauer vermieden werden
können.
Zeichnung
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß ausgestalteten
Brennstoffeinspritzventils in einer Gesamtansicht,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß
ausgestalteten Brennstoffeinspritzventils im Bereich II in Fig. 1, und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2 im Bereich III.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0013] Fig. 1 zeigt in einer Schnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Brennstoffeinspritzventils 1. Das Brennstoffeinspritzventil 1 ist in der Form eines
Brennstoffeinspritzventils 1 für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden,
fremdgezündeten Brennkraftmaschinen ausgeführt. Das Brennstoffeinspritzventil 1 eignet
sich zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen nicht näher dargestellten Brennraum
einer Brennkraftmaschine.
[0014] Das Brennstoffeinspritzventil 1 besteht aus einem Düsenkörper 2, in welchem eine
Ventilnadel 3 angeordnet ist. Die Ventilnadel 3 steht in Wirkverbindung mit einem
Ventilschließkörper 4, der mit einer auf einem Ventilsitzkörper 5 angeordneten Ventilsitzfläche
6 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Der Ventilschließkörper ist nahezu kugelförmig
ausgebildet und trägt dadurch zu einer versatzfreien Führung im Ventilsitzkörper 5
bei. Bei dem Brennstoffeinspritzventil 1 handelt es sich im Ausführungsbeispiel um
ein nach innen öffnendes Brennstoffeinspritzventil 1, welches über zwei Abspritzöffnungen
7 verfügt. Die Abspritzöffnungen 7 münden dabei erfindungsgemäß in Erweiterungen 38
im Ventilsitzkörper 5 aus, welche als Verkokungsschutz dienen. Eine detaillierte Darstellung
der Abspritzöffnungen 7 ist der Fig. 2 sowie der folgenden Beschreibung zu entnehmen.
[0015] Der Düsenkörper 2 ist durch eine Dichtung 8 gegen einen Außenpol 9 einer Magnetspule
10 abgedichtet. Die Magnetspule 10 ist in einem Spulengehäuse 11 gekapselt und auf
einen Spulenträger 12 gewickelt, welcher an einem Innenpol 13 der Magnetspule 10 anliegt.
Der Innenpol 13 und der Außenpol 9 sind durch einen Spalt 26 voneinander getrennt
und stützen sich auf einem Verbindungsbauteil 29 ab. Die Magnetspule 10 wird über
eine Leitung 19 von einem über einen elektrischen Steckkontakt 17 zuführbaren elektrischen
Strom erregt. Der Steckkontakt 17 ist von einer Kunststoffummantelung 18 umgeben,
die am Innenpol 13 angespritzt sein kann.
[0016] Die Ventilnadel 3 ist in einer Ventilnadelführung 14 geführt, welche scheibenförmig
ausgeführt ist. Zur Hubeinstellung dient eine zugepaarte Einstellscheibe 15. An der
anderen Seite der Einstellscheibe 15 befindet sich ein Anker 20. Dieser steht über
einen ersten Flansch 21 kraftschlüssig mit der Ventilnadel 3 in Verbindung, welche
durch eine Schweißnaht 22 mit dem ersten Flansch 21 verbunden ist. Auf dem ersten
Flansch 21 stützt sich eine Rückstellfeder 23 ab, welche in der vorliegenden Bauform
des Brennstoffeinspritzventils 1 durch eine Hülse 24 auf Vorspannung gebracht wird.
[0017] Abströmseitig des Ankers 20 ist ein zweiter Flansch 34 angeordnet, der als unterer
Ankeranschlag dient. Er ist über eine Schweißnaht 35 kraftschlüssig mit der Ventilnadel
3 verbunden. Zwischen dem Anker 20 und dem zweiten Flansch 34 ist ein elastischer
Zwischenring 33 zur Dämpfung von Ankerprellern beim Schließen des Brennstoffeinspritzventils
1 angeordnet.
[0018] In der Ventilnadelführung 14 und im Anker 20 verlaufen Brennstoffkanäle 30 und 31.
Am Ventilschließkörper 4 sind Anschliffe 32 ausgebildet, welche den Brennstoff zum
Dichtsitz führen. Der Brennstoff wird über eine zentrale Brennstoffzufuhr 16 zugeführt
und durch ein Filterelement 25 gefiltert. Das Brennstoffeinspritzventil 1 ist durch
eine Dichtung 28 gegen eine nicht weiter dargestellte Verteilerleitung abgedichtet.
Eine weitere Dichtung 36 dichtet gegen den ebenfalls nicht weiter dargestellten Zylinderkopf
der Brennkraftmaschine ab.
[0019] Im Ruhezustand des Brennstoffeinspritzventils 1 wird der erste Flansch 21 an der
Ventilnadel 3 von der Rückstellfeder 23 entgegen seiner Hubrichtung so beaufschlagt,
daß der Ventilschließkörper 4 am Ventilsitz 6 in dichtender Anlage gehalten wird.
Der Anker 20 liegt auf dem Zwischenring 33 auf, der sich auf dem zweiten Flansch 34
abstützt. Bei Erregung der Magnetspule 10 baut diese ein Magnetfeld auf, welches den
Anker 20 entgegen der Federkraft der Rückstellfeder 23 in Hubrichtung bewegt. Dabei
nimmt der Anker 20 den ersten Flansch 21, welcher mit der Ventilnadel 3 verschweißt
ist, und damit die Ventilnadel 3 ebenfalls in Hubrichtung mit. Der mit der Ventilnadel
3 in Wirkverbindung stehende Ventilschließkörper 4 hebt von der Ventilsitzfläche 6
ab, wodurch der zur Abspritzöffnung 7 geführte Brennstoff abgespritzt wird.
[0020] Wird der Spulenstrom abgeschaltet, fällt der Anker 20 nach genügendem Abbau des Magnetfeldes
durch den Druck der Rückstellfeder 23 auf den ersten Flansch 21 vom Innenpol 13 ab,
wodurch sich die Ventilnadel 3 entgegen der Hubrichtung bewegt. Dadurch setzt der
Ventilschließkörper 4 auf der Ventilsitzfläche 6 auf und das Brennstoffeinspritzventil
1 wird geschlossen. Der Anker 20 setzt auf dem durch den zweiten Flansch 34 gebildeten
Ankeranschlag auf.
[0021] Erfindungsgemäß sind, wie aus Fig. 2 hervorgeht, bevorzugt gestufte Abspritzöffnungen
7 im Ventilsitzkörper 5 vorgesehen. Dabei erweitern sich die Abspritzöffnungen 7 in
einer Abspritzrichtung des Brennstoffs in eine Erweiterung 38. Diese Maßnahme dient
dem Schutz vor Verkokung im Bereich der Ausmündungen der Abspritzöffnungen 7. Ein
Niederschlag von Brennstoff im Bereich der Abspritzöffnungen bewirkt sonst eine Anlagerung
von Verbrennungsrückständen, welche den Durchmesser der Abspritzöffnungen 7 und damit
die abgespritzte Brennstoffmenge in zunehmendem Maße verringern. In der Folge ist
das Brennstoffeinspritzventil 1 in seiner Funktion eingeschränkt und stellt nicht
mehr genügend Brennstoff zur Verbrennung im Brennraum der Brennkraftmaschine zur Verfügung.
Ein erhöhter Brennstoffverbrauch sowie eine Verschlechterung der Emissionswerte sind
die Folge.
[0022] Eine Gesamtlänge 1 der Abspritzöffnungen 7 beträgt in diesem Fall

bei einem vorgegebenen Durchmesser d der Abspritzöffnungen 7. Eine reduzierte Länge
1' der Abspritzöffnungen 7 zuströmseitig der Erweiterung 38 darf für eine optimale
Strahlaufbereitung einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Die Bemaßungen gehen
aus dabei Fig. 3 hervor. Das Verhältnis der Länge 1' zum Durchmesser d ist also

[0023] In Fig. 3 sind obige Maßangaben eingetragen.
[0024] Der Durchmesser d der Abspritzöffnungen 7 beträgt dabei

wobei

ist. n bezeichnet die Anzahl der Abspritzöffnungen 7 und beträgt mindestens 2, p ist
der in der Brennstoffverteilerleitung anliegende Brennstoffdruck in Mpa.
[0025] Die Abspritzöffnungen 7 können an beliebigen Stellen des Ventilsitzkörpers 5 angebracht
sein. Die Konfiguration der Abspritzöffnungen 7 kann aus einem oder mehreren runden
oder elliptischen, konzentrisch oder exzentrisch zueinander oder zu einem Mittelpunkt
des Ventilsitzkörpers 5 angeordneten Lochkreisen oder aus einer oder mehreren parallel,
schräg, versetzt oder nicht versetzt zueinander angeordneten geraden oder gebogenen
Lochreihen bestehen.
[0026] Ein Abstand zwischen Mittelpunkten der Abspritzöffnungen 7 kann äquidistant oder
unterschiedlich sein, sollte jedoch aus fertigungstechnischen Gründen mindestens 180%
des Durchmessers d der Abspritzöffnungen 7 betragen. Die räumliche Orientierung einer
Längsachse der Abspritzöffnungen 7 kann für jede Abspritzöffnung 7 verschieden sein.
Keine der Längsachsen ist jedoch auf eine nicht weiter dargestellte, ebenfalls im
Brennraum der Brennkraftmaschine angeordnete Zündkerze gerichtet. Dadurch kann eine
verkürzte Lebensdauer der Zündkerze vermieden werden.
[0027] Die Gesamtheit aller Abspritzöffnungen 7 spritzt eine Gemischwolke in den Brennraum
ein, deren Schwerpunktsachse in beliebiger räumlicher Richtung gegenüber einer Längsachse
37 des Brennstoffeinspritzventils 1 zwischen 0° und 70° geneigt sein kann und deren
kegelförmige Aufweitung zwischen 30° und 100° liegt.
[0028] Die Wandstärke t des Ventilsitzkörpers 5 berechnet sich dabei wie folgt:

mit

und dem Brennstoffdruck p in der Brennstoffverteilerleitung in Mpa.
[0029] Entsprechend der Wandstärke t ergibt sich mit der jeweiligen Neigung der Abspritzöffnungen
7 die Gesamtlänge 1 und die reduzierte Länge 1' der Abspritzöffnungen 7. Der Ventilsitzkörper
5 kann in einfacher Weise in den entsprechenden Bereichen bearbeitet werden.
[0030] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt und z.
B. für beliebig angeordnete Abspritzöffnungen 7 sowie für beliebige Bauweisen von
nach innen öffnenden Mehrloch-Brennstoffeinspritzventilen 1 anwendbar, gemäß folgenden
Ansprüchen.
1. Verfahren zum Betreiben eines Brennstoffeinspritzventils (1) zum direkten Einspritzen
von Brennstoff in einen Brennraum (39) einer Brennkraftmaschine mit einem erregbaren
Aktuator (10), einer mit dem Aktuator (10) in Wirkverbindung stehenden und in einer
Schließrichtung von einer Rückstellfeder (23) beaufschlagten Ventilnadel (3) zur Betätigung
eines Ventilschließkörpers (4), der zusammen mit einer an einem Ventilsitzkörper (5)
ausgebildeten Ventilsitzfläche (6) einen Dichtsitz bildet, und einer Anzahl n von
zumindest n = 2 Abspritzöffnungen (7), wobei sich die Abspritzöffnungen (7) in einer
Abspritzrichtung des Brennstoffs in eine Erweiterung (38) aufweiten,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druck p des das Brennstoffeinspritzventil (1) durchströmenden Brennstoffs größer
als 10 bar ist, wobei eine Wandstärke t des Ventilsitzkörpers (5) t ≥ k*p
0,5 [mm] beträgt, mit k = 0,06 mm/Mpa
0,5, und p in Mpa der in der Brennstoffverteilerleitung anliegende Brennstoffdruck ist,
dass das Verhältnis einer Gesamtlänge 1 der Abspritzöffnungen (7) zu einem kleinsten
Durchmesser d der Abspritzöffnungen 1 ≤ 3*d beträgt,
dass eine reduzierte Länge 1' der Abspritzöffnungen (7) zuströmseitig der Erweiterung
(38) 1' ≤ 3 · d beträgt, wobei d der kleinste Durchmesser der Abspritzöffnung ist,
und wobei der Durchmesser

beträgt, wobei c eine Konstante ist und
dass 0, 3 ≤ c ≤ 0,6 [mm
2 Mpa
0,5] gilt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abspritzöffnungen (7) auf einem oder mehreren runden oder elliptischen, konzentrisch
oder exzentrisch zueinander oder zu einem Mittelpunkt des Ventilsitzkörpers (5) angeordneten
Lochkreisen angeordnet sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abspritzöffnungen (7) auf einer oder mehreren parallel, schräg, versetzt oder
nicht versetzt zueinander angeordneten geraden oder gebogenen Lochreihen angeordnet
sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Abstand zwischen Mittelpunkten zweier benachbarter Abspritzöffnungen (7) äquidistant
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter Abspritzöffnungen (7)
mindestens 180% des Durchmessers (d) der Abspritzöffnungen (7) beträgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine räumliche Orientierung einer Längsachse für jede Abspritzöffnung (7) verschieden
ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Abspritzöffnung (7) in eine eigene Erweiterung (38) ausmündet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erweiterungen (38) mehrerer Abspritzöffnungen (7) miteinander verbunden sind.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erweiterungen (38) auf einem oder mehreren runden oder elliptischen, konzentrisch
oder exzentrisch zueinander oder zu einem Mittelpunkt des Ventilsitzkörpers (5) angeordneten
Lochkreisen angeordnet sind.
10. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erweiterungen (38) auf einer oder mehreren parallel, schräg, versetzt oder nicht
versetzt zueinander angeordneten geraden oder gebogenen Lochreihen angeordnet sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass keine der Längsachsen der Abspritzöffnungen (7) auf eine im Brennraum der Brennkraftmaschine
angeordnete Zündkerze gerichtet ist.
1. Method for operating a fuel injection valve (1) for directly injecting fuel into a
combustion chamber (39) of an internal combustion engine, having an excitable actuator
(10), having a valve needle (3), which is operatively connected to the actuator (10)
and which is acted on in a closing direction by a restoring spring (23), for actuating
a valve closing body (4) which forms a sealing seat together with a valve seat surface
(6) which is formed on a valve seat body (5), and having a number n of at least n
= 2 ejection openings (7), with the ejection openings (7) widening into a widened
portion (38) in an ejection direction of the fuel,
characterized
in that the pressure p of the fuel flowing through the fuel injection valve (1) is greater
than 10 bar, with a wall thickness t of the valve seat body (5) amounting to t ≥ k*p
0.5 [mm], where k = 0.06 mm/Mpa
0.5 and p, in Mpa, is the fuel pressure prevailing in the fuel distribution line,
in that the ratio of a total length 1 of the ejection openings (7) to a smallest diameter
d of the ejection openings amounts to 1 s 3*d,
in that a reduced length 1' of the ejection openings (7) at the inflow side of the widened
portion (38) amounts to 1' ≤ 3 · d, where d is the smallest diameter of the ejection
opening and where the diameter d amounts to

where c is a constant, and
in that the value of c lies in the range 0.3 ≤ c ≤ 0.6 [mm
2 Mpa
0.5].
2. Method according to Claim 1,
characterized
in that the ejection openings (7) are arranged on one or more round or elliptical hole circles
which are arranged concentrically or eccentrically with respect to one another or
with respect to a central point of the valve seat body (5).
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized
in that the ejection openings (7) are arranged in one or more straight or curved hole rows
which are arranged in parallel with one another, obliquely with respect to one another
or so as to be offset or not offset with respect to one another.
4. Method according to one of Claims 1 to 3,
characterized
in that a spacing between central points of two adjacent ejection openings (7) is equidistant.
5. Method according to Claim 4,
characterized
in that the spacing between the central points of two adjacent ejection openings (7) amounts
to at least 180% of the diameter (d) of the ejection openings (7).
6. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized
in that a spatial orientation of a longitudinal axis is different for each ejection opening
(7).
7. Method according to one of Claims 1 to 6,
characterized
in that each ejection opening (7) opens out into a separate widened portion (38).
8. Method according to one of Claims 1 to 6,
characterized
in that the widened portions (38) of a plurality of ejection openings (7) are connected to
one another.
9. Method according to Claim 8,
characterized
in that the widened portions (38) are arranged on one or more round or elliptical hole circles
which are arranged concentrically or eccentrically with respect to one another or
with respect to a central point of the valve seat body (5).
10. Method according to Claim 8,
characterized
in that the widened portions (38) are arranged in one or more straight or curved hole rows
which are arranged in parallel with one another, obliquely with respect to one another
or so as to be offset or not offset with respect to one another.
11. Method according to one of Claims 1 to 10,
characterized
none of the longitudinal axes of the ejection openings in that (7) is directed towards
a spark plug which is arranged in the combustion chamber of the internal combustion
engine.
1. Procédé d'utilisation d'un injecteur de carburant (1) pour l'injection directe de
carburant dans une chambre de combustion (39) d'un moteur à combustion interne avec
un actionneur excitable (10) un pointeau de soupape (3) en liaison active avec l'actionneur
(10) et sollicité par un ressort de rappel (23) dans une direction de fermeture pour
actionner un corps de fermeture de soupape (4), qui forme un siège étanche avec une
surface de siège de soupape (6) formée sur un corps de siège de soupape (5), et un
nombre n, avec au moins n = 2, d'orifices d'injection (7), dans lequel les orifices
d'injection (7) s'évasent en un élargissement (38) dans une direction d'injection
du carburant,
caractérisé en ce que la pression p du carburant traversant l'injecteur de carburant (1) est supérieure
à 10 bars, dans lequel une épaisseur de paroi t du corps de siège de soupape (5) vaut
t ≥ k*p
0,5 [mm], avec k = 0,06 mm/MPa
0,5, et p en MPa est la pression de carburant régnant dans la conduite de distribution
de carburant,
en ce que le rapport d'une longueur totale 1 des orifices d'injection (7) à un plus petit diamètre
d des orifices d'injection vaut 1 ≤ 3*d,
en ce qu'une longueur réduite 1' des orifices d'injection (7) du côté d'entrée de l'élargissement
(38) vaut 1' ≤ 3 · d, où d est le plus petit diamètre de l'orifice d'injection, et
dans lequel le diamètre vaut

où c est une constante et
en ce que l'on a la relation 0,3 ≤ c ≤ 0,6 [mm
2 MPa
0,5].
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les orifices d'injection (7) sont disposés sur un ou plusieurs cercles ronds ou elliptiques
de trous, disposés de façon concentrique ou excentrique l'un à l'autre ou par rapport
à un point central du corps de siège de soupape (5).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les orifices d'injection (7) sont disposés sur une ou plusieurs rangées droites ou
courbes de trous, disposées en parallèle, en oblique, en décalage ou sans décalage
l'une par rapport à l'autre.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une distance entre des points centraux de deux orifices d'injection voisins (7) est
équidistante.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la distance entre les points centraux de deux orifices d'injection voisins (7) vaut
au moins 180 % du diamètre (d) des orifices d'injection (7).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une orientation spatiale d'un axe longitudinal est différente pour chaque orifice
d'injection (7).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que chaque orifice d'injection (7) débouche dans un élargissement propre (38).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les élargissements (38) de plusieurs orifices d'injection (7) sont reliés entre eux.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que les élargissements (38) sont disposés sur un ou plusieurs cercles ronds ou elliptiques
de trous, disposés de façon concentrique ou excentrique l'un à l'autre ou par rapport
à un point central du corps de siège de soupape (5).
10. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que les élargissements (38) sont disposés sur une ou plusieurs rangées droites ou courbes
de trous, disposées en parallèle, en oblique, en décalage ou sans décalage l'une par
rapport à l'autre.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'aucun des axes longitudinaux des orifices d'injection (7) n'est dirigé vers une bougie
d'allumage disposée dans la chambre de combustion du moteur à combustion interne.


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