Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gasregelarmatur mit elektronischer Zündung für einen
Gasheizofen nach dem Oberbegriff des ersten Patentanspruches.
Stand der Technik
[0002] Gasregelarmaturen für einen Gasheizofen oder dergleichen gibt es in einer Vielzahl
von Ausführungen. Sie dienen zur Zündung und zur Regelung eines einem Brenner zufließenden
Gasstromes. Da die Einbaulage für eine Verstellung oft ungünstig ist, gibt es inzwischen
Lösungen, bei denen Elektronik zum Einsatz kommt.
[0003] In der DE - Anmeldung Az.
103 05 929.6 ist ein Verfahren und eine Anordnung zum Zünden eines Gasstromes beschrieben. Hier
wird zum Zünden eines Gasstromes über eine elektronische Steuereinheit ein Zündsicherungsmagnet
durch Erzeugung eines von einer Spannungsquelle bereitgestellten Haltestromes zur
Offenhaltung eines den Gasstrom absperrenden thermoelektrischen Zündsicherungsventils
angesteuert. Sobald der Zündsicherungsmagnet erregt ist, wird ein Elektromagnet kurzzeitig
mit einem Spannungsimpuls erregt, wodurch eine zum Zündsicherungsventil fluchtende
Betätigungsstange so weit in Längsrichtung gegen die Kraft einer Rückholfeder bewegbar
ist, dass das Zündsicherungsventil, dessen Ventilteller auf einer Ventilstange gelagert
und durch eine Rückstellfeder in Schließrichtung belastet ist, öffnet und dabei den
Anker des Zündsicherungsmagneten anlegt, der fest mit der Ventilstange verbunden ist.
Der Anker wird durch den von der Spannungsquelle kommenden Haltestrom solange gehalten,
bis ein Thermoelement nach erfolgter Zündung des Gasstromes den notwendigen Haltestrom
zur Verfügung stellt. Dazu liegt die Wicklung des Zündsicherungsmagneten einerseits
im Stromkreis eines von der Zündflamme beheizbaren Thermoelements und ist andererseits
über die elektronische Steuereinheit ansteuerbar.
[0004] Hierbei ist es von Nachteil, dass bei einem Ausfall der Spannungsquelle, beispielsweise
leere Batterien oder ein Defekt, zwar eventuell der Betrieb des Gasheizofens fortgesetzt
werden kann, aber nach einem Ausschalten ein erneutes Zünden des Gasstromes, und damit
eine Inbetriebnahme des Gasheizofens nicht mehr möglich ist.
[0005] Aus der
GB 2 295 220 A ist eine weitere Ausführung einer Gaszündeinrichtung zur elektrischen Steuerung der
Zündung eines Gasbrenners bekannt. Hier wird mittels eines Schalters eine Magnetspule
an eine Netzspannungsquelle geschlossen. Durch die Erregung der Magnetspule wird über
ein Betätigungsglied ein Gasventil geöffnet, so dass das Gas zum Brenner strömen kann,
wo es elektrisch gezündet wird. Nach Ablauf einer festgelegten Zeitdauer wird die
Magnetspule vom Netz getrennt und das Betätigungsglied geht in seine Ausgangsstellung
zurück. Die Offenhaltung des Gasventils wird durch eine Magneteinheit übernommen,
die von einem unter Einwirkung der brennenden Gasflamme stehenden Thermoelement mit
Strom versorgt wird.
[0006] Um während des Betriebes des Gasbrenners bei einem Ausfall der Netzspannung ein Schließen
des Gasventils zu verhindern, kann die Gaszündeinrichtung mit einer zusätzlichen Batterie
ausgerüstet sein, mit der in einem begrenzten Umfang der Betrieb aufrecht erhalten
kann, oder das Betätigungsglied kann aus dem gleichen Grund manuell zur Öffnung des
Gasventils betätigt werden.
[0007] Bei dieser Ausführung ist es ebenfalls nicht möglich bei einem Ausfall der Netzspannung
den Gasbrenner zu zünden. Desweiteren ist es von Nachteil, dass ein Schutz vor einer
ungewollten manuellen Betätigung des Betätigungsgliedes, wie es im Havariefall zur
Aufrecherhaltung des Gasstromes zum Gasbrenner vorgesehen ist, nicht vorhanden ist.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde bei Gasregelarmaturen mit elektronischer
Zündung des Gasstromes auch eine manuelle Zündung zu ermöglichen. Eine ungewollte
manuelle Betätigung soll jedoch verhindert werden. Desweiteren soll unabhängig von
der Art der Zündung die Sicherheit gewährleistet sein, insbesondere soll beim Zünden
der Hauptgasstrom zum Brenner unterbrochen sein. Weiterhin soll die Gasregelarmatur
einen möglichst einfachen Aufbau aufweisen.
[0009] Erfindungsgemäß wird das Problem dadurch gelöst, dass auf dem Gehäuse ein Abdeckelement
gelagert ist, das in einer ersten Stellung einen zur Betätigung eines thermoelektrischen
Zündsicherungsventils und eines Hauptventils dienenden Stößel, der aus dem gasführenden
Raum des Gehäuses herausragt und in Längsrichtung gegen die Kraft einer Rückholfeder
über einen Elektromagneten betätigbar ist, und einen Taster eines piezoelektrischen
Zündelementes abdeckt. In einer zweiten Stellung des Abdeckelementes wird über eine
bei der Verstellung des Abdeckelementes zwangsweise stattfindenden Betätigung des
Stößels sichergestellt, dass sich das Hauptventil in Geschlossenstellung befindet.
Weiterhin sind in dieser Stellung der Taster und der Stößel derart freigegeben, dass
über eine manuelle Betätigung derselben ein Zünden des Gasstromes ermöglicht wird.
[0010] Damit wurde eine Lösung gefunden, mit der die weiter oben genannten Nachteile des
Standes der Technik beseitigt wurden. Durch das Abdeckelement wird mit Sicherheit
eine nicht gewollte manuelle Betätigung zur Zündung des Gasstromes verhindert. Trotzdem
ist es im Bedarfsfall, beispielsweise bei Spannungsausfall, in einfacher Art und Weise
möglich, den Zündstrom manuell zu zünden. Unabhängig von der Art der Zündung ist gewährleistet,
dass beim Zünden der Hauptgasstrom zum Brenner unterbrochen ist. Dabei zeichnet sich
die Lösung durch ihren einfachen Aufbau und ihre einfache Wirkungsweise aus.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den anderen Patentansprüchen
hervor.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Gasregelarmatur ergibt sich, wenn das Abdeckelement
eine Kulissenbahn aufweist, deren Steigung so festgelegt ist, dass sich in der zweiten
Stellung das Hauptventil in Geschlossenstellung befindet. Besonders für die Handhabung
erweist es sich als hilfreich, wenn zusätzlich die Kulissenbahn jeweils eine Rastung
für die erste und die zweite Stellung des Abdeckelementes aufweist.
[0013] Desweiteren ist die Lösung besonders einfach, wenn das Abdeckelement scheibenförmig
ausgebildet und mittig und drehbar auf einem Zapfen gelagert ist. Dazu ist das Abdeckelement
mit Freimachungen versehen, die in der zweiten Stellung den Taster und den Stößel
freigeben.
[0014] Insbesondere aus Fertigungsgründen ist es eine günstige Ausgestaltung, wenn der Stößel
mehrteilig ausgeführt ist.
Ausführungsbeispiel
[0015] Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführung einer erfindungsgemäßen Gasregelarmatur in teilweise geschnittener
Darstellung in Geschlossenstellung bei Einstellung "elektroni- sche Zündung",
- Fig. 2
- eine Ausführung einer erfindungsgemäßen Gasregelarmatur in teilweise geschnittener
Darstellung in Zündstellung bei Einstellung "manuelle Zün- dung",
- Fig. 3
- eine Ausführung einer erfindungsgemäßen Gasregelarmatur in teilweise geschnittener
Darstellung in Offenstellung,
- Fig. 4
- eine Ansicht A der erfindungsgemäßen Gasregelarmatur aus Fig.1,
- Fig. 5
- eine Ansicht B der erfindungsgemäßen Gasregelarmatur aus Fig. 2.
[0016] Die in Fig. 1 dargestellte beispielhafte erfindungsgemäße Gasregelarmatur ist ein
Schalt- und Regelgerät, das vorzugsweise für den Einbau in einen gasbeheizten Kaminofen
oder dergleichen bestimmt ist. Sie ermöglicht die Bedienung und Überwachung eines
Brenners, indem die zum Brenner strömende Gasmenge gesteuert wird. Der Brenner besteht
in diesem Ausführungsbeispiel aus einem nicht dargestellten Zündbrenner und einem
ebenfalls nicht dargestellten Hauptbrenner.
[0017] Diese Gasregelarmatur besteht aus einem Gehäuse 1, in dem sich verschiedene Funktionseinheiten,
die teilweise über Bedienungselemente von außen betätigt werden können, befinden.
Das Gehäuse ist aus einem Oberteil 2 und einem Unterteil 3, zwischen denen eine-Flachdichtung
4 die äußere Dichtheit gewährleistet, sowie einer Abdeckhaube 5 zusammengesetzt. Desweiteren
weist das Gehäuse 1 einen Gaseingang 6, einen Zündgasausgang 7 und einen Hauptgasausgang
8 auf.
[0018] Die in diesem Ausführungsbeispiel beschriebene Gasregelarmatur besitzt folgende Funktionseinheiten:
- Inbetriebnahme mit Zündsicherung
- Steuerungseinheit für die zum Hauptbrenner strömende Gasmenge
- Piezoelektrisches Zündelement
[0019] Zur Ansteuerung dient eine nicht dargestellte elektronische Steuereinheit, die sich
zusammen mit einer Spannungsquelle in einem separaten ortsunabhängigen Gehäuse einer
Fernbedienung befindet.
[0020] Für die Inbetriebnahme ist in einer Lagerstelle 9 des Gehäuses 1 eine Betätigungsstange
10 längsbeweglich geführt, die mit ihrem Ende ins Innere des Gehäuses 1 reicht, wobei
zum Beispiel durch Rundringe 11 die notwendige Gasdichtheit gewährleistet wird. Zwischen
Oberteil 2 und Abdeckhaube 5 ist ein mittels der Fernbedienung betätigbarer Elektromagnet
12 befestigt. Desweiteren befindet sich in diesem Raum ein piezoelektrisches Zündelement,
das über einen Taster 13, der aus der Abdeckhaube 5 herausragt, manuell betätigt werden
kann.
[0021] Im Elektromagnet 12 befindet sich ein axial zur Betätigungsstange 10 beweglicher
Kern 14, der zusammen mit der Betätigungsstange 10 einen Stößel 10/14 bildet. Grund
für die Zweiteilung des Stößels 10/14 ist die sich dadurch ergebende vereinfachte
Montagemöglichlzeit. Die dem Gehäuse 1 abgewandte Stirnseite des Kerns 14 ist durch
eine in der Abdeckhaube 5 befindliche Ausnehmung 15 sichtbar.
[0022] Auf einem auf der Abdeckhaube 5 befindlichen Zapfen 16 ist ein scheibenförmiges Abdeckelement
17 drehbar gelagert, das auf seiner Unterseite eine auf den Kern 14 wirkende Kulissenbahn
18 aufweist. In einer ersten Raststellung (Fig. 4) verschließt das Abdeckelement 17
den Taster 13 und die Ausnehmung 15, wohingegen in einer sich bei Verdrehung ergebenden
zweiten Raststellung (Fig. 5) der Taster 13 und der Kern 14 des Elektromagneten 12
durch im Abdeckelement 17 befindliche Freimachungen 32/33 frei zugänglich sind.
[0023] Auf dem in das Innere des Oberteiles 2 ragenden Bereich der Betätigungsstange 10
ist ein zu einem Hauptventil 19 zugehöriger Ventilteller 20 verschiebbar geführt,
der sich unter der Kraft einer Schließfeder 21, die einerseits am Oberteil 2 und andererseits
am Ventilteller 20 anliegt, auf einem auf der Betätigungsstange 10 befindlichen Anschlag
22 abstützt, der beispielsweise durch eine auf eine Nut aufgesteckte Sicherungsscheibe
gebildet wird. Die Bewegung der Betätigungsstange 10 in Längsrichtung ist dabei nur
gegen die Kraft einer sich im Gehäuse 1 abstützenden Rückholfeder 23 möglich. Die
unter der Kraft der Rückholfeder 23 einzunehmende Ausgangsstellung wird dadurch erreicht,
dass der Ventilteller 20 des Hauptventils 19 am Oberteil 2 anliegt.
[0024] Das Innere des durch Oberteil 2 und Unterteil 3 gebildeten Teiles des Gehäuses 1
wird durch eine Trennwand 24 in verschiedene Räume unterteilt. Fluchtend in Verlängerung
der Betätigungsstange 10 weist die Trennwand 24 eine Öffnung auf, deren dem Oberteil
2 zugewandte Seite den Ventilsitz 25 für den Ventilteller 20, und damit in Verbindung
mit diesem das Hauptventil 19 bildet, während die andere Seite einen zu einem Zündsicherungsventil
26 zugehörigen Ventilsitz 28 bildet. Zwischen beiden Ventilsitzen 25/28 mündet in
die Öffnung eine zum Zündgasausgang 7 führende Zündgasbohrung 34. Das Zündsicherungsventil
26 wird durch einen in einer Lagerstelle des Gehäuses 1 gasdicht angeordneten thermoelektrischen
Zündsicherungsmagneten 27 beeinflusst, der sich stromab des Gaseinganges 6 befindet.
Der thermoelektrische Zündsicherungsmagnet 27 wirkt auf einen Anker, der starr mit
einer Ventilstange 29 verbunden ist, auf der der Ventilteller 30 des Zündsicherungsventils
26 befestigt ist. Über die elektronische Steuereinheit sowie über ein der Zündflamme
ausgesetztes Thermoelement ist der thermoelektrische Zündsicherungsmagnet 27 erregbar.
[0025] Der Aufbau und die Wirkungsweise des Zündsicherungsmagneten 27 sind im übrigen dem
Fachmann geläufig, so dass auf die Beschreibung weiterer Einzelheiten verzichtet werden
kann. Hervorzuheben ist nur noch, dass eine Rückstellfeder 31 bestrebt ist, den Anker
über den als Federlager dienenden Ventilteller 30 vom Zündsicherungsmagneten 27 abzuziehen.
[0026] In Strömungsrichtung hinter der Inbetriebnahme befindet sich innerhalb des Gehäuses
1 ein Schalter, der die Menge des zum Hauptbrenner strömenden Gases steuert. Der Schalter
ist so ausgeführt, dass eine modulierende Steuerung über ein erstes Ventil mit sprungförmiger
Ein- und Ausschaltung im Teillastbereich über ein zweites Ventil bewirkt wird. Dabei
wird der Teillastdurchfluss durch eine einstellbare Düse begrenzt. Ein mit dem Schalter
in kraftschlüssiger Verbindung stehender und längsbeweglicher Stößel ragt aus dem
gleichzeitig eine Lagerstelle für ihn bildenden Gehäuse 1 heraus. Durch zum Beispiel
einen Rundring wird die notwendige Gasdichtheit nach Außen gewährleistet. Mit seinem
dem Schalter abgewandten Ende ist der Stößel mit einem Bedienungselement 35 verbunden.
Das Bedienungselement 35 weist im Bereich seines äußeren Umfanges eine Verzahnung
auf, in die ein zu einem Übersetzungsgetriebe zugehöriges Ritzel eingreift. Das Übersetzungsgetriebe
ist mit einer am Gehäuse 1 befestigten Antriebseinheit 36 gekoppelt, die aus einem
Elektromotor besteht. Um ein Überlasten des Motors zu verhindern, ist zwischen der
Antriebseinheit 36 und dem Bedienungselement 35 eine dem Fachmann bekannter, und daher
nicht näher erläuterte Rutschkupplung angeordnet. Die Ansteuerung der Antriebseinheit
36 erfolgt mittels der Fernbedienung über die elektronische Steuereinheit.
[0027] Bei einer normalen Funktion der Gasregelarmatur erfolgt über die Fernbedienung eine
Betätigung der elektronischen Steuereinheit. Durch diese wird der Elektromagnet 12
mittels eines elektrischen Impulses derart betätigt, dass durch den Kern 14 die Betätigungsstange
10 in Richtung des Zündsicherungsventils 26 bewegt wird. Dabei wird zuerst das Hauptventil
19 geschlossen und anschließend das Zündsicherungsventil 26 so weit geöffnet, dass
der Anker am Zündsicherungsmagneten 27 anliegt (Fig. 2). Außerdem wird über die elektronische
Steuereinheit der Zündsicherungsmagnet 27 erregt, so dass ab dem Zeitpunkt des Auftreffens
des Ankers auf den Zündsicherungsmagneten 27 der Anker durch den fließenden Haltestrom
in dieser Lage, d.h. in der Offenstellung des Zündsicherungsventils 27 gehalten wird,
während die Betätigungsstange 10 auf Grund des nach dem beendeten Impuls entregten
Elektromagneten 12 und unter der Wirkung der Rückholfeder 23 wieder die Ausgangsstellung
einnimmt. Das Zündgas kann nunmehr über die Zündgasbohrung 34 zum Zündgasausgang 7
und von dort über eine nicht dargestellte Zündgasleitung zum Zündbrenner strömen,
wo es entzündet wird.
[0028] Nachdem die Zündflamme brennt, kann über die elektronische Steuereinheit die Antriebseinheit
36 betätigt werden. Dadurch öffnet der Schalter in bekannter Art und Weise, indem
es zuerst zu einem schlagartigen Öffnen des zweiten Ventils kommt. Die durch eine
Öffnung begrenzte konstante Gasmenge strömt über den Hauptgasausgang 8 durch eine
ebenfalls nicht dargestellte Hauptgasleitung zum Hauptbrenner und wird über die Zündflamme
gezündet. Die Flammen brennen mit einer Minimalhöhe. Bei einer weiteren Betätigung
der Antriebseinheit 36 wird die zum Hauptgasbrenner strömende Gasmenge gleichmäßig
vergrößert, da nunmehr das erste Ventil kontinuierlich öffnet, wodurch eine gleichmäßige
Erhöhung der durch das erste Ventil durchströmenden Gasmenge erreicht wird bis die
maximale Gasmenge erreicht ist.
[0029] Bei einem Ausfall der elektronischen Steuereinheit, beispielsweise auf Grund eines
Spannungsausfalles durch leere Batterien, wird das Abdeckelement 17, das sich üblicherweise
in der in Fig. 4 gezeigten, der elektronischen Zündung zugeordneten ersten Raststellung
befindet in die in Fig. 5 dargestellte Lage verdreht. Bei dieser Bewegung wird durch
die Kulissenbahn 18 der Kern 14 so weit in Längsrichtung bewegt, dass durch die Betätigungsstange
10 das Hauptventil 19 geschlossen wird. Mit Hilfe eines haushaltüblichen Gegenstandes
wird nunmehr durch manuell ausgeübte Kraft auf die Stirnseite des Kerns 14 die Betätigungsstange
10 so weit hineingedrückt, dass das Zündsicherungsventil 26 öffnet (Fig. 2). Bei Beibehaltung
der Krafteinwirkung wird dann der Taster 13 der piezoelektrischen Zündeinrichtung
betätigt und mit dem entstehenden Zündfunken das Zündgas entzündet.
[0030] Nachdem durch die brennende Zündflamme das Thermoelement erwärmt ist, so dass der
notwendige Haltestrom zur Verfügung steht, kann die Krafteinwirkung auf den Kern 14
beendet und das Abdeckelement 17 in die in Fig. 4 gezeigte Stellung gebracht werden.
Unter der Kraft der Rückholfeder 23 nehmen die Betätigungsstange 10 und der Taster
13 ihre Ausgangsstellung ein. Das Hauptventil 19 wird geöffnet und das Zündsicherungsventil
26 wird in bekannter Weise durch den thermoelektrischen Zündsicherungsmagneten 27
gehalten (Fig. 3). Durch manuelle Betätigung des Bedienelementes 35 kann nun über
den Schalter die Menge des zum Hauptbrenner strömenden Gases eingestellt werden.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren und die Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
sind selbstredend nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, Vielmehr
sind Änderungen, Abwandlungen und Kombinationen möglich, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen. So versteht es sich, dass die Gasregelarmatur beispielsweise noch weitere
Funktionseinheiten, wie beispielsweise einen Druckregler o.ä., außer den genannten
aufweisen kann.
Aufstellung der Bezugszeichen
[0032]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Oberteil
- 3
- Unterteil
- 4
- Flachdichtung
- 5
- Abdeckhaube
- 6
- Gaseingang
- 7
- Zündgasausgang
- 8
- Hauptgasausgang
- 9
- Lagerstelle
- 10
- Betätigungsstange
- 11
- Rundring
- 12
- Elektromagnet
- 13
- Taster
- 14
- Kern
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Zapfen
- 17
- Abdeckelement
- 18
- Kulissenbahn
- 19
- Hauptventil
- 20
- Ventilteller
- 21
- Schließfeder
- 22
- Anschlag
- 23
- Rückholfeder
- 24
- Trennwand
- 25
- Ventilsitz
- 26
- Zündsicherungsventil
- 27
- Zündsicherungsmagnet
- 28
- Ventilsitz
- 29
- Ventilstange
- 30
- Ventilteller
- 31
- Rückstellfeder
- 32
- Freimachung
- 33
- Freimachung
- 34
- Zündgasbohrung
- 35
- Bedienungselement
- 36
- Antriebseinheit
1. Gasregelarmatur mit elektronischer Zündung für einen gasbeheizten Kaminofen oder dergleichen
mit einem thermoelektrischen Zündsicherungsventil (26) und einem Hauptventil (19),
die gemeinsam sowohl zur Zündsicherung als auch zur Aufspaltung des Gasstromes in
Anteile für einen Hauptbrenner und für einen Zündbrenner dienen, und die mit weiteren,
sekundäre Funktionselementen in einem mehrteiligen Gehäuse (1) untergebracht sind,
einem axial zum Zündsicherungsventil (26) und zum Hauptventil (19) angeordneten Stößel
(10; 14), der aus dem gasführenden Raum des Gehäuses (1) herausragt und in Längsrichtung
gegen die Kraft einer Rückholfeder (23) über einen Elektromagneten (12) betätigbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Gehäuse (1) ein Abdeckelement (17) gelagert ist, das in einer ersten Stellung
den Stößel (10; 14) und einen Taster (13) eines piezoelektrischen Zündelementes abdeckt,
wohingegen in einer zweiten Stellung sich das Hauptventil (19) in Geschlossenstellung
befindet und der Taster (13) und der Stößel (10; 14) derart freigegeben sind, dass
eine manuelle Betätigung derselben ermöglicht wird.
2. Gasregelarmatur mit elektronischer Zündung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (17) eine Kulissenbahn (18) aufweist, deren Steigung so festgelegt
ist, dass sich in der zweiten Stellung das Hauptventil (19) in Geschlossenstellung
befindet.
3. Gasregelarmatur mit elektronischer Zündung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenbahn (18) jeweils eine Rastung für die erste und die zweite Stellung
des Abdeckelementes (17) aufweist.
4. Gasregelarmatur mit elektronischer Zündung nach einem oder mehreren der Patentansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das scheibenförmig ausgebildete Abdeckelement (17) mittig und drehbar auf einem Zapfen
(16) gelagert ist und Freimachungen (32; 33) aufweist, die in der zweiten Stellung
den Taster (13) und den Stößel (10; 14) freigeben.
5. Gasregelarmatur mit elektronischer Zündung nach einem oder mehreren der Patentansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (10; 14) mehrteilig ausgeführt ist.
1. Gas regulating valve with electronic ignition for a gas-heated chimney stove or similar
with a thermoelectric ignition locking valve (26) and a main valve (19), which jointly
serve both as a pilot light and to split the gas flow into components for a main burner
and an ignition burner, and which are accommodated with other secondary functional
elements in a segmented housing (1), a tappet (10; 14) located axially to the ignition
locking valve (26) and the main valve (19) and which projects from the gas-bearing
chamber of the housing (1) and can be actuated longitudinally against the force of
a restoring spring (23) via an electromagnet (12), characterised by the fact that a masking element (17) is located on the housing (1), that in an initial
position masks the tappet (10; 14) and a pushbutton (13) of a piezoelectric ignition
element, wheras in a second position the main valve (19) is in the closed position
and the pushbutton (13) and the tappet (10; 14) are enabled so that the gas stream
can be ignited by manual operation.
2. Gas regulating valve with electronic ignition in accordance with patent claim 1, characterised by the fact that the masking element (17) has a link track (18), the pitch of which
is fixed so that in the second position the main valve (19) is in the closed position.
3. Gas regulating valve with electronic ignition in accordance with patent claim 2, characterised by the fact that the link track (18) has notches for both the first and the second position
of the masking element (17).
4. Gas regulating valve with electronic ignition in accordance with one or more of the
patent claims 1 to 3, characterised by the fact that the disc-shaped masking element (17) is located centrally so as to
be free to rotate on a pin (16) and has clearances (32; 33), which in the second position
release the pushbutton (13) and the tappet (10; 14).
5. Gas regulating valve with electronic ignition in accordance with one or more of the
patent claims 1 to 4, characterised by the fact that the tappet (10; 14) is segmented.
1. Robinet de réglage du gaz avec allumage électronique pour un poêle de cheminée ou
similaire chauffé au gaz, avec une soupape de sécurité d'allumage thermoélectrique
(26) et une soupape principale (19) qui servent, ensemble, aussi bien à la sécurité
d'allumage qu'à la division du flux de gaz en portions pour un brûleur principal et
pour un brûleur d'allumage et qui sont installés avec d'autres éléments secondaires
de fonctionnement dans un boîtier en plusieurs compartiments (1), avec un poussoir
(10; 14) en position axiale par rapport à la soupape de sécurité d'allumage (26) et
à la soupape principale (19), poussoir qui sort de l'espace du boîtier (1) conduisant
le gaz et qui peut être actionné dans le sens longitudinal contre la force d'un ressort
de maintien (23) au moyen d'un électroaimant (12), caractérisé par le fait que sur le boîtier 81) se trouve un élément de recouvrement (17) qui, dans une première
position, recouvre le poussoir (10; 14) et un bouton (13) d'un élément d'allumage
piézoélectrique, mais dans une deuxième position, la soupape principale (19) se trouve
en position fermée et le bouton (13) et le poussoir (10; 14) sont libérés pour permettre
une manipulation manuelle de celui-ci.
2. Robinet de réglage du gaz avec allumage électronique selon la revendication de brevet
1, caractérisé par le fait que l'élément de recouvrement (17) présente un robinet à coulisse (18) dont la pente
est telle qu'en deuxième position, la soupape principale (19) se trouve en position
fermée.
3. Robinet de réglage du gaz avec allumage électronique selon la revendication de brevet
2, caractérisé par le fait que le robinet à coulisse (18) présente un cliquet pour la première et la deuxième position
de l'élément de recouvrement (17).
4. Robinet de réglage du gaz avec allumage électronique selon une ou plusieurs des revendications
de brevet 1 à 3, caractérisé par le fait que l'élément de recouvrement en forme de rondelle (17) est au centre et pivotant sur
une tige (16) et présente des ouvertures (32; 33) qui, en deuxième position, libèrent
le bouton (13) et le poussoir (10; 14).
5. Robinet de réglage du gaz avec allumage électronique selon une ou plusieurs des revendications
de brevet 1 à 4, caractérisé par le fait que le poussoir (10; 14) est en plusieurs parties.