| (19) |
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(11) |
EP 1 599 765 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2011 Patentblatt 2011/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.02.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/001943 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/079460 (16.09.2004 Gazette 2004/38) |
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| (54) |
UHRWERK
TIMEPIECE MOVEMENT
MOUVEMENT D'HORLOGERIE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
01.03.2003 DE 10309006
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.11.2005 Patentblatt 2005/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Fuchs, Matthias |
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87527 Ofterschwang (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Fuchs, Matthias
87527 Ofterschwang (DE)
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| (74) |
Vertreter: Vonnemann, Gerhard et al |
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Vonnemann, Kloiber & Kollegen
Edisonstrasse 2 87437 Kempten 87437 Kempten (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 230 262 US-A- 2 501 266
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US-A- 2 393 671
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Uhrwerk, dessen Bauteile in Funktionsgruppen zusammenwirken.
[0002] Insbesondere bei mechanischen Uhrwerken lassen sich verschiedene Funktionsgruppen
definieren. Eine Funktionsgruppe könnte beispielsweise in einem Antriebsmotor gesehen
werden, der seine Energie aus einem Energiespeicher bezieht. Als Energiespeicher kommen
beispielsweise ein Federspeicher, ein Antriebsgewicht oder eine elektrische Batterie
in Frage. Ein anderes Modul des Uhrwerks könnte in dem Räderwerk gesehen werden, welches
die Funktion eines Übersetzungsgetriebes aufweist und zum Antrieb verschiedener Zeiger
der Uhr dient. Als Modul könnte des weiteren auch das Zifferblatt mit verschiedenen
Skalen für die verschiedenen Zeiger betrachtet werden. Ein weiteres Modul kann in
einer den genauen Lauf des Uhrwerks bestimmenden Hemmung gesehen werden, die beispielsweise
in der Form eines Pendels, eines Windfangs oder einer Unruh ausgestaltet ist. Je nach
Erfordernis der Anwendung kann ein solches Zeitgebermodul auch einen Teil des Räderwerks
umfassen, insbesondere wenn die einbezogenen Räder allein als Übersetzungsgetriebe
für die Hemmung und nicht für andere Funktionen des Uhrwerks vorgesehen sind. Bei
komplexeren Uhrwerken könnten auch die den Funktionen eines Kalenders, einer Mondphasen-
oder Meerestiden-Anzeige, eines Schlagwerks oder einer Stoppuhr zugeordneten Bauteile
jeweils in einem Modul zusammengefasst werden.
[0003] Als nächstkommender Stand der Technik wird die Patentschrift
US 230,262 A vom 20.06.1880 angesehen. Hierin ist ein mechanisches Uhrwerk offenbart, bei dem
das die Hemmung beinhaltende Zeitgebermodul aus dem Uhrwerk herausnehmbar ausgestaltet
ist. Nach dem Herausnehmen bleibt das Zeitgebermodul jedoch stehen, da eine Wirkverbindung
zu einem Antriebsmodul unterbrochen ist.
[0004] Bei bekannten Uhrwerken tritt das Problem auf, dass im Rahmen von Reparatur- oder
Servicearbeiten, beispielsweise bei der Reinigung, das gesamte Uhrwerk zerlegt werden
muss, um an bestimmte Teile heranzukommen. Wenn nur ein einziges kleines Bauteil ausgetauscht
werden soll, muss hierfür in der Regel das Uhrwerk komplett zerlegt und anschließend
wieder zusammengebaut werden. Dies ist mit erheblichen Kosten verbunden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Uhrwerk der eingangs genannten Art hinsichtlich
des erforderlichen Serviceaufwandes zu verbessern.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, dass das Zeitgebermodul einen Hilfsantrieb
aufweist, der den Lauf des Zeitgebermoduls außerhalb des Uhrwerks für einen begrenzten
Zeitraum aufrecht erhält. Am herausgenommenen Zeitgebermodul können sodann Servicemaßnahmen,
wie Reinigung, Reparatur oder Austausch einzelner Bauteile vorgenommen werden, ohne
dass das gesamte Uhrwerk zerlegt und wieder zusammengebaut und das Zeitgebermodul
wieder mühsam nachjustiert werden müsste. Im schlimmsten Fall braucht nur das Servicemodul
selbst zerlegt und wieder zusammengebaut werden. Da außerdem die meisten Service-
und Reparaturarbeiten im Zusammenhang mit der Hemmung für die Zeitmessung anfallen,
ergibt sich insgesamt eine wesentliche Verbesserung der Servicefreundlichkeit.
[0007] Darüberhinaus bietet das erfindungsgemäße Uhrwerk die Möglichkeit, vor Ort ein defektes
oder zu wartendes Zeitgebermodul durch ein anderes auszutauschen, so dass das erfindungsgemäße
Uhrwerk seine Funktion ohne wesentliche Unterbrechung erfüllen kann. Das entnommene
Zeitgebermodul kann dann in aller Ruhe in der Uhrmacherwerkstatt instand gesetzt werden,
um anschließend in einer Rücktauschaktion wieder an seinen alten Platz zu gelangen
oder bei Bedarf gegen ein reparaturbedürftiges Zeitgebermodul eines kompatiblen dritten
Uhrwerks ausgetauscht zu werden.
[0008] Die Erfindung bietet darüber hinaus die Möglichkeit, ein Zeitgebermodul durch ein
passendes anderes Zeitgebermodul mit verbesserter oder unterschiedlicher Funktionsweise
auszutauschen. Das andere Zeitgebermodul könnte beispielsweise eine hochwertigere
oder nach einem anderen Funktionsprinzip arbeitende Hemmung enthalten. Dieser Aspekt
käme insbesondere im Zusammenhang mit sehr hochwertigen Uhrwerken für Liebhaber zum
Tragen. Für diese spielen ästhetische und/oder technische Aspekte des Uhrwerks eine
herausragende Rolle. Deshalb hat die Erfindung diesbezüglich noch den besonderen Vorteil,
dass man an dem herausgenommenen Zeitgebermodul dessen technische Funktion ganz besonders
gut betrachten beziehungsweise begreifen kann und sich der Betrachter an der Schönheit
des Uhrwerks und dessen Lauf erfreuen kann:
[0009] Um dem Betrachter auch bei herausgenommenem Zeitgebermodul die technischen Funktionen
und ästhetischen Aspekte des Zusammenspiels der einzelnen Bauelemente im normalen
Bewegungsablauf zu demonstrieren, ist mit Vorteil vorgesehen, dass das Zeitgebermodul
einen Hilfsantrieb aufweist, der den Lauf des Zeitgebermoduls außerhalb des Uhrwerks
für einen begrenzten Zeitraum aufrecht erhält.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Hilfsantrieb als Federantrieb ausgebildet,
der dadurch noch verbessert werden kann, dass er bei dem aus dem Uhrwerk herausgenommenen
Zeitgebermodul per Hand aufziehbar ist. Der Federantrieb hat den Vorteil geringer
Abmessungen bei einfachem Aufbau, kann aber dann das Zeitgebermodul im allgemeinen
nur für maximal einige Minuten antreiben. Um die Demonstration des Laufs des Zeitgebermoduls
zu verlängern, ist der erfindungsgemäße Handaufizug von Vorteil.
[0011] Da ein mit der Hand bedienbares Handaufzugsbauteil beim eingebauten Zeitgebermodul
in der Regel stören würde, ist für den Handaufzug mit Vorteil ein Spezialwerkzeug
vorgesehen, das mit einer Antriebswelle des Federantriebs in Wirkverbindung bringbar
ist.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Federantrieb bei dem
in das Uhrwerk eingesetzten Zeitgebermodul durch einen Hauptantrieb des Uhrwerks aufziehbar
ist. Auf diese Weise wird nicht nur der Hauptantrieb mit dem Zeitgebermodul in Wirkverbindung
gebracht, sondern auch dafür gesorgt, dass der Hilfsantrieb des Zeitgebermoduls beim
Herausnehmen desselben aus dem Uhrwerk sich stets im aufgezogenen Zustand befindet.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform umfasst das Zeitgebermodul ein mit dem Hilfsantrieb
verbundenes und mit dem Räderwerk außerhalb des Zeitgebermoduls in Eingriff bringbares
Kleinbodentrieb und ein vom Hilfsantrieb angetriebenes Übersetzungsgetriebe, welches
mit einer als Hemmung dienenden Unruh in Wirkverbindung steht.
[0014] Um einen überschnellen Lauf des Uhrwerks und eine Zerstörung seiner Bauteile bei
fehlendem Zeitgebermodul zu vermeiden, sieht eine Weiterbildung der Erfindung mit
Vorteil vor, dass das Uhrwerk eine Hilfshemmung aufweist, die bei herausgenommenem
Zeitgebermodul zum Hemmen des Hauptantriebs aktivierbar ist.
[0015] Die Hilfshemmung kann mit Vorteil in Form eines Windfangs ausgestaltet sein, da diese
Ausgestaltungsform mit relativ geringen Mehrkosten verbunden ist und die geringere
Ganggenauigkeit der Hilfshemmung auch deshalb nicht entscheidend ins Gewicht fällt,
da in der Regel die Hilfshemmung ihre Aufgabe nur über relativ geringe Zeiträume von
wenigen Minuten erfüllen muss.
[0016] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Uhrwerk einen Schaltmechanismus
zum Zuschalten der Wirkverbindung zwischen der Hilfshemmung und dem zu hemmenden Uhrwerk
aufweist. Das mit dem Schaltmechanismus ausgestattete Uhrwerk hat den Vorteil, dass
die Hilfshemmung nur im Bedarfsfall zugeschaltet wird und nicht ständig mitläuft.
Dadurch ist einerseits die Hilfshemmung einem viel geringeren Verschleiß ausgesetzt
und andererseits kann die Hilfshemmung keinen negativen Einfluß auf die Ganggenauigkeit
des Uhrwerks ausüben.
[0017] In Ausgestaltung des genannten Erfindungsgedankens wird vorgeschlagen, dass der Schaltmechanismus
eine als drehbare Kurvenscheibe ausgebildete Kupplungsscheibe und einen einarmigen
Schalthebel aufweist, dessen freies Ende an einer radial äußeren Steuerfläche der
Kupplungsscheibe anliegt und dessen anderes Ende am Uhrwerk koaxial mit einem vom
Uhrwerk angetriebenen, festen Kupplungsrad mit feststehender Kupplungsradwelle angelenkt
ist, und dass am Schalthebel ein vom festen Kupplungsrad angetriebenes, bewegliches
Kupplungsrad mit einer zusammen mit dem Schalthebel beweglichen Kupplungsradwelle
angeordnet ist, wobei das bewegliche Kupplungsrad durch Drehen der Kupplungsscheibe
und in Folge des dabei verschwenkten Schalthebels mit einem Antriebsrad der Hilfshemmung
in oder außer Eingriff bringbar ist. Der Schaltmechanismus kann durch Drehen an der
Kupplungsscheibe betätigt werden. Dabei wird der Schalthebel verschwenkt und das bewegliche
Kupplungsrad in Eingriff mit dem Antriebsrad der Hilfshemmung gebracht, wobei das
bewegliche Kupplungsrad durch die Schwenkbewegung des Schalthebels mit Vorteil auf
dem festen Kupplungsrad abrollt, weil die Drehachse des festen Kupplungsrades genau
mit der Drehachse des Schalthebels zusammenfällt.
[0018] In weiterer Ausgestaltung des Schaltmechanismus wird vorgeschlagen, dass dieser mittels
eines handbetätigten Umschalters schaltbar ist, der vorzugsweise ein mittels Handkurbel
zu betätigendes Schaltrad aufweist, welches mit der Kupplungsscheibe in Verbindung
steht. Dabei wird die Handkurbel stets in dieselbe Richtung gedreht, was durch ein
Sperrad gewährleistet wird, bis die jeweilige Stellung der Kupplungsscheibe für den
eingekuppelten beziehungsweise ausgekuppelten Zustand erreicht ist. Selbstverständlich
benötigt der die Handkurbel drehende Benutzer für diesen Zweck Sichtkontakt entweder
mit der Kupplungsscheibe oder einer mit der Kupplungsscheibe in Wirkverbindung stehenden,
geeigneten optischen Anzeige.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsförm der Erfindung ist das Zeitgebermodul mittels
einer Art Bajonettverschluss am Uhrwerk lösbar befestigt, wobei die Drehachse des
Kleinbodentriebs des Zeitgebermoduls exzentrische in Bezug auf die Drehachse des Bajonettverschlusses
angeordnet ist, sodass das Kleinbodentrieb durch Drehen des Zeitgebermoduls in die
geschlossene Position des Bajonettverschlusses mit einem festen Kupplungsrad des Uhrwerks
in Eingriff bringbar ist. Das Prinzip des Bajonettverschlusses hat den Vorteil, dass
das Zeitgebermodul bezüglich seiner axialen Lage gegenüber dem Uhrwerk bereits fixiert
ist, wenn es zur Verriegelung des Bajonettverschlusses gedreht wird. Dadurch kann
die Drehbewegung zum Einrasten eines exzentrischen Zahnrads benutzt werden, um das
auf den Hilfsantrieb des Zeitgebermoduls wirkenden Kleinbodentrieb mit dem Hauptantrieb
des Uhrwerks zu kuppeln.
[0020] Die Erfindung lässt sich noch verbessern durch die Maßnahme, dass das Uhrwerk eine
erste Sperrvorrichtung umfasst, die ein Herausnehmen des Zeitgebermoduls verhindert,
solange der Umschalter die Wirkverbindung zur Hilfshemmung des Uhrwerks nicht herstellt.
Dadurch wird ein Zustand verhindert, bei dem das Uhrwerk weder mit der Hemmung des
Zeitgebermoduls noch mit der Hilfshemmung in Verbindung steht und sich somit zerstören
würde.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform der ersten Sperrvorrichtung ist vorgesehen,
dass diese einen als zweiarmiger Hebel ausgestalteten Modulklinkenschaltarm umfasst,
dessen erster Hebelarm als Sperrklinke und dessen zweiter Hebelarm als Sperrklinkenschaltarm
ausgebildet ist, dass die Sperrklinke im gesperrten Zustand durch Anlage an einem
radialen Vorsprung des mittels Bajonettverschluss am Uhrwerk zu befestigenden Zeitgebermoduls
ein Verdrehen und somit ein Herausnehmen des Zeitgebermoduls verhindert, und dass
der Sperrklinkenschaftarm mit einer als Kurvenscheibe ausgestalteten Modulklinkenscheibe
in Wirkverbindung steht.
[0022] Besonders vorteilhaft ist die Maßnahme, dass die Modulklinkenscheibe mit dem Schaltmechanismus
in Wirkverbindung steht, denn somit kann die Drehbewegung des Schaltmechanismus auf
einfache Weise auf die Modulklinkenscheibe übertragen und der Schaltmechanismus gleichzeitig
zum Sperren beziehungsweise Entsperren der ersten Sperrvorrichtung verwendet werden.
[0023] Eine weitere vorteilhafte Sicherungsmaßnahme besteht darin, dass das Uhrwerk eine
zweite Sperrvorrichtung umfasst, die ein Umschalten des Schaltmechanismus verhindert,
solange das Zeitgebermodul nicht korrekt eingesetzt ist. Auf diese Weise wird verhindert,
dass die Hilfshemmung außer Eingriff mit dem Uhrwerk gebracht wird, bevor nicht die
Hemmung des Zeitgebermoduls in Eingriff mit dem Uhrwerk steht. Andernfalls wäre das
Uhrwerk mit keiner Hemmung in Wirkverbindung und könnte sich selbst zerstören.
[0024] In vorteilhafter Ausgestaltung der zweiten Sperrvorrichtung ist vorgesehen, dass
diese einen zweiarmigen Modulsicherungshebel umfasst, der von einer radial vorspringenden
Nase des Zeitgebermoduls beim Schließen des Bajonettverschlusses derart verschoben
wird, dass ein mit dem Modulsicherungshebel drehfest verbundener Sicherungsarm außer
Eingriff mit einer radialen Sicherungsnase einer Modulsicherungsscheibe gebracht wird,
welche mit dem Schaltmechanismus in Wirkverbindung steht, derart, dass bei Eingriff
des Modulsicherungshebels in die Modulsicherungsscheibe ein Umschalten des Schaltmechanismus
blockiert ist.
[0025] In einer einfachen Ausgestaltung wird die Wirkverbindung zwischen Modulsicherungsscheibe
und Modulklinkenscheibe mit Vorteil dadurch erreicht; dass die Modulsicherungsscheibe
mit der Modulklinkenscheibe drehfest verbunden ist.
[0026] Wenn das Zeitgebermodul im Bereich eines Ziffernblattes des Uhrwerks einsetzbar und
entnehmbar ist, kann es vom Benutzer in einfacher und bequemer Weise entnommen werden,
ohne dass das Uhrwerk aus dem Uhrgehäuse ausgebaut werden müsste.
[0027] Ein im Bereich des Ziffernblattes eingebautes Zeitgebermodul kann allerdings nur
dann herausgenommen werden, wenn es nicht durch einen Zeiger der Uhr verdeckt wird.
Dies betrifft insbesondere den großen Minutenzeiger. Zwar könnte man den Minutenzeiger
einfach per Hand aus dem Bereich des Zeitgebermoduls herausdrehen, müsste dann aber
nach dem Wiedereinsetzen des Zeitgebermoduls die genaue Uhrzeit neu einstellen. Um
die letztgenannte Einstellung überflüssig zu machen, sieht eine Weiterbildung der
Erfindung vor, dass ein Minutenzeiger aus dem Bereich des Zeitgebermoduls im Uhrzeigersinn
herausschwenkbar ist, wobei die korrekte Minutenanzeige nach dem Hineinschwenken von
selbst wieder hergestellt wird. Beim Herausschwenken des Minutenzeigers läuft das
Uhrwerk weiter, sodass sich die Stellung des Minutenzeigers nach seinem Hineinschwenken
in nichts von der Stellung unterscheidet, die dieser ohne das Herausschwenken eingenommen
hätte. Diese Eigenschaft ist auch beim Aufziehen der Uhr von Vorteil. Wenn der Zeiger
direkt vor dem Aufzugsvierkant steht, kann er im Uhrzeigersinn weitergedreht werden,
ohne dass danach die Uhrzeit neu eingestellt werden müsste.
[0028] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform des verschwenkbaren Minutenzeigers ist ein
verkürzter Hilfszeiger vorgesehen, der mit einer Zeigerwelle drehfest verbunden ist
oder zumindest in relativ starkem Reibeingriff steht, und der dem mit der Zeigerwelle
in relativ schwachen Reibeingriff stehenden Hauptzeiger als Anschlag in Drehrichtung
dient. Somit kann der Hauptzeiger entgegen der Anschlagrichtung aus dem Bereich des
Zeitgebermoduls herausgedreht werden, ohne die Stellung des Hilfszeigers zu verändern.
Nach dem Wiedereinsetzen des Zeitgebermoduls wird der Hauptzeiger zunächst in seiner
momentanen Position stehen bleiben, bis er vom Hilfszeiger eingeholt worden ist und
am Hilfszeiger anschlägt und somit wieder seine korrekte Stellung einnimmt, die dem
momentanen Zeitpunkt entspricht.
[0029] In einer abgewandelten Ausführungsform könnte man auch einen mit der Zeigerwelle
in Eingriff stehenden, verkürzten Hilfszeiger vorsehen, der mit einem frei drehbaren
Hauptzeiger kuppelbar ist, beispielsweise durch eine Magnetkupplung.
[0030] Obwohl sich die ausführlich beschriebenen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung
fast ausschließlich mit Ausführungsbeispielen und Varianten eines Zeitgebermoduls
befassen, umfasst die Erfindung auch Uhrwerke mit anderen herausnehmbaren Modulen
für andere technische Funktionen.
[0031] Insbesondere kann das erfindungsgemäße Uhrwerk dadurch verbessert werden, dass es
ein herausnehmbares Kalendermodul zur Darstellung der Kalendertage umfasst. Als vorteilhafte
Verbesserung wäre auch ein herausnehmbares Mondphasenmodul zur Darstellung der Mondphasen
und/oder der Meerestide in Betracht zu ziehen. Ohne Anspruch der Vollständigkeit sei
schließlich auch auf die Möglichkeit eines herausnehmbaren Schlagwerkmoduls zur akustischen
Darstellung bestimmter Zeitpunkte hingewiesen. Selbstverständlich kann ein solches
Schlagwerkmodul auch optische Effekte umfassen, die zu vorbestimmten Zeitpunkten ablaufen
beziehungsweise zur Anzeige gebracht werden.
[0032] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Die Figuren zeigen im einzelnen:
- Fig. 1:
- Eine Teilansicht eines erfindungsgemäßen Uhrwerks mit eingesetztem Zeitgebermodul;
- Fig. 2:
- eine andere Teilansicht desselben Uhrwerks mit einer Darstellung des Räderwerks für
eine Hilfshemmung;
- Fig. 3:
- eine weitere Teilansicht des erfindungsgemäßen Uhrwerks mit zugeschalteter Hilfshemmung
und herausgenommenem Zeitgebermodul;
- Fig. 4:
- eine Ansicht entsprechend Figur 3, jedoch mit eingesetztem Zeitgebermodul und abgeschalteter
Hilfshemmung;
- Fig. 5:
- eine Teilansicht desselben Uhrwerks im gleichen Zustand wie Figur 4 mit Details des
Schaltmechanismus;
- Fig. 6:
- wie Figur 5, jedoch mit anderen Details des Schaltmechanismus;
- Fig. 7:
- eine Seitenansicht desselben Uhrwerks entsprechend der in den Figuren 4 bis 6 mit
VII bezeichneten Blickrichtung.
[0033] In den Figuren 1 und 2 erkennt man ein mit dem Stundenzeiger der Uhr in Wirkverbindung
stehendes Antriebsrad 20 und ein Minutenrad 21. Das Antriebsrad 20 wird wie in Figuren
1 und 2 angedeutet mittels eines Gewichtes 22 angetrieben.
[0034] Figur 1 enthält eine Teilansicht eines herausnehmbaren Zeitgebermoduls 4. Darin erkennt
man ein vom Uhrwerk anzutreibendes Kleinbodentrieb 12, das über eine nicht gezeigte
Spiralfeder mit einem Kleinbodenrad 23 zusammenwirkt. Ein Sekundenrad 24 wirkt als
Übersetzungsgetriebe auf ein Hemmungsrad 25 ein, welches mit einer nicht gezeigten
Unruh und einem nicht gezeigten Hemmorgan wie zum Beispiel Anker, Feder zusammenwirkt.
Zur Übertragüng des Antriebs vom Minutenrad 21 auf das Kleinbodentrieb 12 dient ein
zwischengeschaltetes Kupplungsrad 72.
[0035] Wie man in Figur 2 erkennt, wirkt das feste Kupplungsrad 72 auf ein bewegliches Kupplungsrad
75 ein, welches im Gegensatz zum festen Kupplungsrad 72 so angeordnet ist, dass seine
Drehachse entsprechend der Pfeilrichtung 26 verschoben werden kann. Dadurch ist es
möglich, das bewegliche Kupplungsrad 75 entweder in oder außer Eingriff mit dem Räderwerk
27 einer Hilfshemmung zu bringen. Die Hilfshemmung besteht aus einem Übersetzungsgetriebe
27 und einem Windfang 28. Die Hilfshemmung wird durch Verschieben des beweglichen
Kupplungsrades 75 immer dann zugeschaltet, wenn das Zeitgebermodul 4 aus dem Uhrwerk
entfernt wird, sodass ein unkontrollierter und zerstörerischer Schnellablauf des Uhrwerks
mit Vorteil vermieden werden kann.
[0036] Anhand der Figuren 3 bis 7 wird der Zuschaltmechanismus für die Hilfshemmung und
zwei Sicherungsmechanismen näher erläutert.
[0037] In der Darstellung von Figur 3 ist das Zeitgebermodul 4 herausgenommen. Man erkennt
das feste Kupplungsrad 72, welches auf einer festen Kupplungsradwelle 73 montiert
ist und mit dem beweglichen Kupplungsrad 75 und seiner beweglichen Kupplungsradwelle
76 zusammenwirkt. Die bewegliche Kupplungsradwelle 76 ist auf einem Schalthebel 77
befestigt, der in Pfeilrichtung 26 verschwenkbar ist und beim Verschwenken die bewegliche
Kupplungsradwelle 76 zusammen mit dem beweglichen Kupplungsrad 75 verschiebt. Die
Verschwenkung des Schalthebels 77 erfolgt mittels einer als Kurvenscheibe ausgebildeten
Kupplungsscheibe 61, an deren Umfangsfläche das freie Ende 78 des Schalthebels 77
unter Federspannung anliegt. Die Kupplungsscheibe 61 hat an ihrem Umfang zwei radiale
Vertiefungen, die im Abstand von 180 Grad zueinander angeordnet sind.
[0038] Bei dem in Figur 3 gezeigten Schaltzustand liegt das Ende 78 des Schalthebels 77
an einer Stelle der Umfangsfläche der Kupplungsscheibe 61 an, in der der Schalthebel
77 nach unten gedrückt wird. Dabei kommt das bewegliche Kupplungsrad 75 in Eingriff
mit dem Antriebsrad 133 der Hilfshemmung. Wie sich aus der nachfolgenden Beschreibung
noch ergeben wird, lässt sich die Kupplungsscheibe 61 nur entgegen dem Uhrzeigersinn
drehen, wobei jedoch eine im folgenden beschriebene Sperrvorrichtung ein Drehen der
Kupplungsscheibe 61 verhindert, solange das Zeitgebermodul 4 nicht in das Uhrwerk
eingesetzt ist.
[0039] In Figur 4 erkennt man das in das Uhrwerk eingesetzte Zeitgebermodul 4, welches in
einen kreisförmigen Ausschnitt einer Modulhalterungsgrundplatte 1 axial eingeschoben
und sodann entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, bis die radial vorspringenden
Nasen 5 und 9 des Zeitgebermoduls 4 in Drehrichtung an einem Anschlag 2 anliegen.
Eine wegen der Übersichtlichkeit in Figur 4 nicht eingezeichnete, jedoch in Figur
7 dargestellte Modulhalterungsdeckplatte 3 überdeckt dabei die Nasen 5, 6, 8, 9; sodass
das Zeitgebermodul 4 in axialer Richtung arretiert ist. Beim Drehen des Zeitgebermoduls
4 entgegen dem Uhrzeigersinn während des Einsetzens in das Uhrwerk kommt das Kleinbodentrieb
12 in Eingriff mit dem festen Kupplungsrad 72, sodass nunmehr die Hemmung des Zeitgebermoduls
4 mit dem übrigen Uhrwerk verbunden und wirksam ist. Die Hilfshemmung 27, 28 ist jetzt
nicht mehr nötig und kann abgeschaltet werden. Um die Abschaltung zu ermöglichen,
muss die eine Drehung der Kupplungsscheibe 61 verhindernde Sperrvorrichtung entsperrt
werden. Dies geschieht ebenfalls infolge der Drehung des Zeitgebermoduls 4 entgegen
dem Uhrzeigersinn, wobei eine Nase 6 des Zeitgebermoduls 4 einen Modulsicherungshebel
53 betätigt, der dadurch um eine Modulsicherungshebelwelle 55 im Uhrzeigersinn gedreht
wird. Um dieselbe Welle 55 ist auch ein Sicherungsarm 54 drehbar, der mit dem Modulsicherungshebel
53 drehfest verbunden ist und mit diesem einen zweiarmigen Hebel bildet. Bei der genannten
Bewegung kommt das freie Ende des Sicherungsarms 54 außer Eingriff mit einer Sicherungsnase
11, die als radialer Vorsprung an einer Modulsicherungsscheibe 57 ausgebildet ist.
Durch einen nachfolgend noch näher zu beschreibenden Schaltmechanismus kann nun die
Modulsicherungsscheibe 57 im Uhrzeigersinn gedreht werden, wodurch der Mechanismus
auch die Drehung der Kupplungsscheibe 61 entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt, bis das
freie Ende 78 des Schalthebels 77 in die radiale Ausnehmung am Umfang der Kupplungsscheibe
61 einrastet. Dabei wird der Schalthebel 77 nach oben geschwenkt und das mit verschwenkte
bewegliche Kupplungsrad 75 kommt außer Eingriff mit dem Antriebsrad 133 der Hilfshemmung,
welche dadurch deaktiviert wird.
[0040] Die Modulsicherungsscheibe 57 sitzt auf einer Modulrastungswelle 58, durch die sie
drehfest mit einer auf derselben Modulrastungswelle 58 angebrachten Modulklinkenscheibe
56 verbunden ist. Bei der Drehung der Modulsicherungsscheibe 57 mit Hilfe des Schaltmechanismus
wird somit gleichzeitig die Modulklinkenscheibe 56 im Uhrzeigersinn gedreht. Die Modulklinkenscheibe
56 dient als Kurvenscheibe zur Steuerung eines Sperrklinkenschaltarms 51, der unter
Federspannung an der radial äußeren Umfangsfläche der Modulklinkenscheibe 56 federnd
anliegt. Die Modulklinkenscheibe 56 weist zwei radial vorspringende und in Bezug auf
die Modulrastungswelle 58 gegenüber liegend angeordnete Sektoren auf, die in zwei
ebenfalls gegenüber liegend angeordnete, radial zurückspringende Sektoren übergehen,
deren Winkelbereich etwa doppelt so groß ist wie der der radial vorspringenden Sektoren.
[0041] Der Sperrklinkenschaltarm 51 ist um eine Sperrklinkenwelle 52 drehbar angeordnet.
Um dieselbe Sperrklinkenwelle 52 ist eine mit dem Sperrklinkenschaltarm 51 drehfest
verbundene Sperrklinke 50 angeordnet. In der in Figur 4 gezeigten Schaltstellung wird
der Sperrklinkenschaltarm 51 durch den radial vorspringenden Sektor der Modulklinkenscheibe
56 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei das freie Ende der Sperrklinke 50
in den Bereich des Zeitgebermoduls 4 schwenkt und angrenzend an einen radialen Vorsprung
10 des Zeitgebermoduls 4 zu liegen kommt. Die Sperrklinke 50 verhindert somit ein
Verdrehen des Zeitgebermoduls 4 im Uhrzeigersinn, sodass dieses im gezeigten Schaltzustand
aus dem Uhrwerk nicht entfernt werden kann. Dadurch wird insbesondere verhindert,
dass das Kleinbodentrieb 12 außer Eingriff mit dem festen Kupplungsrad 72 kommt, was
ein zerstörerisch schnelles Ablaufen des Uhrwerks zur Folge hätte.
[0042] In Figur 7 erkennt man die Modulklinkenscheibe 56, welche mit dem Sperrklinkenschaltarm
51 zusammenwirkt, sowie die mit der Modulklinkenscheibe 56 drehfest verbundene Modulsicherungsscheibe
57, welche mit dem Sicherungsarm 54 zusammenwirkt. Der Sicherungsarm 54 ist über die
Modulsicherungshebelwelle 55 drehfest verbunden mit dem Modulsicherungshebel 53, während
der Sperrklinkenschaltarm 51 über die Sperrklinkenwelle 52 mit der Sperrklinke 50
drehfest verbunden ist. Modulklinkenscheibe 56 und Modulsicherungsscheibe 57 sind
über die Modulrastungswelle 58 wiederum drehfest verbunden mit einem Scheibenrad 59
für die Modulrastung. Unter Zwischenschaltung eines auf einer Umkehrradwelle 64 angebrachten
Umkehrrades 63 ist das Scheibenrad 59 mit einem Schaltrad 66 für die Modulrastung
verbunden, welches auf einer Schaltradwelle 13 angeordnet ist. Die Schaltradwelle
13 wird bei der Betätigung des Schaltmechanismus im Uhrzeigersinn gedreht, wobei das
Umkehrrad 63 dafür sorgt, dass sich auch das Scheibenrad 59 für die Modulrastung zusammen
mit der Modulklinkenscheibe 56 und der Modulsicherungsscheibe 57 im Uhrzeigersinn
dreht.
[0043] Das Zusammenwirken von Schaltrad 66 für die Modulrastung, Umkehrrad 63 sowie Scheibenrad
59 ist in einer Draufsicht in Figur 5 dargestellt. In Figur 5 erkennt man auch ein
Schaltsperrrad 67, welches mit einer Schaltklinke 69, die mittels einer Schaltklinkenfeder
70 radial von außen nach innen auf das Schaltsperrrad einwirkt, derart zusammenwirkt,
dass ein Drehen der Schaltradwelle 13 und damit des Schaltrades 66 entgegen dem Uhrzeigersinn
verhindert wird. Die Drehung im Uhrzeigersinn erfolgt bei dem dargestellten Uhrwerk
mittels einer nicht gezeigten Handkurbel, die im Bereich des nicht gezeigten Ziffernblatts
des Uhrwerks angeordnet ist. Statt der Handkurbel kann auch ein Schlüssel oder ein
Rändelknopf vorgesehen sein.
[0044] Wie man am besten in Figur 7 erkennt, ist auf der Schaltradwelle 13 auch ein Schaltrad
65 für die Räderwerkkupplung angebracht, welches sich bei Betätigung der Schaltradwelle
13 zusammen mit dieser im Uhrzeigersinn dreht. Das Schaltrad 65 steht in Eingriff
mit einem Scheibenrad 60 für die Räderwerkkupplung, welches mittels einer Räderwerkkupplungswelle
62 drehfest mit der Kupplungsscheibe 61 verbunden ist. Wenn die Schaftradwelle 13
zusammen mit dem Schaltrad 65 im Uhrzeigersinn gedreht wird, dreht sich das Scheibenrad
60 zusammen mit der Kupplungsscheibe 61 entgegen dem Uhrzeigersinn. Das Zusammenwirken
von Schaltradwelle 13, Schaltrad 65 und Scheibenrad 60 für die Räderwerkkupplung sowie
der Kupplungsscheibe 61 ist in der Draufsicht von Figur 6 ebenfalls zu erkennen.
[0045] Wie man ebenfalls in Figur 7 erkennt, wird der stützende Rahmen für alle vorbeschriebenen
Bauteile von drei Platinen gebildet, nämlich einer zifferblattseitigen Platine 156,
einer mittleren Platine 157 und einer hinteren Platine 158, die jeweils durch diverse
Pfeiler im Abstand zueinander angeordnet und fest verbunden sind. Insbesondere erkennt
man in Figur 7 einen Pfeiler 151, der die zifferblattseitige Platine 156 mit der mittleren
Platine 157 verbindet und einen Pfeiler 152, der die mittlere Platine 157 mit der
hinteren Platine 158 verbindet. Weiterhin erkennt man einen Modulhalterungspfeiler
7, der neben anderen die Modulhalterungsgrundplatte 1 mit der mittleren Platine 157
verbindet.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0046]
- 1
- Modulhalterungsgrundplatte
- 2
- Anschlag
- 3
- Modulhalterungsdeckplatte
- 4
- Zeitgebermodul
- 5
- Nase
- 6
- Nase
- 7
- Modulhalterungspfeiler
- 8
- Nase
- 9
- Nase
- 10
- radialer Vorsprung
- 11
- Sicherungsnase
- 12
- Kleinbodentrieb
- 13
- Schaltradwelle
- 20
- Antriebsrad
- 21
- Minutenrad und Trieb
- 22
- Antriebsgewicht
- 23
- Kleinbodenrad mit Hilfsantrieb
- 24
- Sekundenrad und Trieb
- 25
- Hemmungsrad und Trieb
- 26
- Pfeilrichtung
- 27
- Übersetzungsgetriebe
- 28
- Windfang mit Trieb
- 50
- sperrklinke
- 51
- Sperrklinkenschaltarm
- 52
- Sperrklinkenwelle
- 53
- Modulsicherungshebel
- 54
- Sicherungsarm
- 55
- Modulsicherungshebelwelle
- 56
- Modulklinkenscheibe
- 57
- Modulsicherungsscheibe
- 58
- Modulrastungswelle
- 59
- Scheibenrad für Modulrastung
- 60
- Scheibenrad für Räderwerkkupplung
- 61
- Kupplungsscheibe
- 62
- Räderwerkkupplungswelle
- 63
- Umkehrrad für Modulrastung
- 64
- Umkehrradwelle
- 65
- Schaltrad für Räderwerkkupplung
- 66
- Schaltrad für Modulrastung
- 67
- Schaltsperrrad
- 69
- Schaltklinke
- 70
- Schaltklinkenfeder
- 72
- festes Kupplungsrad
- 73
- feste Kupplungsradwelle
- 75
- bewegliches Kupplungsrad
- 76
- bewegliche Kupplungsradwelle
- 77
- Schalthebel
- 78
- freies Ende
- 133
- Antriebsrad der Hilfshemmung
- 151
- Pfeiler
- 152
- Pfeiler
- 156
- zifferblattseitige Platine
- 157
- mittlere Platine
- 158
- hintere Platine
1. Uhrwerk, dessen Bauteile in Funktionsgruppen zusammenwirken, wobei mindestens eine
Funktionsgruppe, die eine Hemmung für die Zeitmessung umfasst, als herausnehmbares
Zeitgebermodul (4) ausgestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitgebermodul (4) einen Hilfsantrieb (23) aufweist, der so angeordnet ist, dass
der Lauf des Zeitgebermoduls (4) außerhalb des Uhrwerks für einen begrenzten Zeitraum
aufrecht erhalten ist
2. Uhrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsantrieb (23) als Federantrieb ausgebildet ist.
3. Uhrwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsantrieb (23) bei dem aus dem Uhrwerk herausgenommenen Zeitgebermodul (4)
per Hand aufziehbar ist.
4. Uhrwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebswelle (12) des Federantriebs (23) in Wirkverbindung mit einem Spezial
werkzeug bringbar ist.
5. Uhrwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Federantrieb (23) bei dem in das Uhrwerk eingesetzten Zeitgebermodul (4) durch
einen Hauptantrieb (20, 21, 22) des Uhrwerks aufziehbar ist.
6. Uhrwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitgebermodul (4) ein mit dem Hilfsantrieb (23) verbundenes und mit dem Räderwerk
(72) außerhalb des Zeitgebermoduls (4) in Eingriff bringbares Kleinbodentrieb (12)
und ein vom Hilfsantrieb (23) angetriebenes Übersetzungsgetriebe (24, 25) umfasst,
welches mit einer als Hemmung dienenden Unruh in Wirkverbindung steht.
7. Uhrwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Hilfshemmung (27, 28) aufweist, die bei herausgenommenem Zeitgebermodul (4)
zum Hemmen des Hauptantriebs (20, 21, 22) aktivierbar ist.
8. Uhrwerk nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfshemmung (27, 28) einen Windfang (28) aufweist.
9. Uhrwerk nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Schaltmechanismus (13, 65, 60, 61, 77) zum Zuschalten der Wirkverbindung
zwischen der Hilfshemmung (27, 28) und dem zu hemmenden Uhrwerk aufweist.
10. Uhrwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltmechanismus eine als drehbare Kurvenscheibe ausgebildete Kupplungsscheibe
(61) und einen einarmigen Schalthebel (77) aufweist, dessen freies Ende (78) an einer
radial äußeren Steuerfläche der Kupplungsscheibe (61) und dessen anderes Ende am Uhrwerk
koaxial mit einem vom Uhrwerk angetriebenen festen Kupplungsrad (72) mit feststehender
Küpplungsradwelle (73) angelenkt ist, und dass am Schalthebel (77) ein vom festen
Kupplungsrad (72) angetriebenes, bewegliches Kupplungsrad (75) mit einer zusammen
mit dem Schalthebel (77) beweglichen Kuppnngsradwelle (76) angeordnet ist, wobei das
bewegliche Kupplungsrad (75) durch Drehen der Kupplungsscheibe (61) und in Folge des
dabei verschwenkten Schalthebels (77) mit einem Antriebsrad (133) der Hilfshemmung
in oder außer Eingriff bringbar ist.
11. Uhrwerk nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltmechanismus mittels eines handbetätigten Umschalters schaltbar ist, der
vorzugsweise ein mittels Handkurbel oder Schlüssel oder Rändelknopf zu betätigendes
Schaltrad (65) aufweist, welches mit der Kupplungsscheibe (61) in Verbindung steht.
12. Uhrwerk nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitgebermodul (4) mittels einer Art Bajonettverschluss am Uhrwerk lösbar befestigt
ist und dass die Drehachse des Kleinbodentriebs (12) des Zeitgebermoduls (4) exzentrisch
in Bezug auf die Drehachse des Bajonettverschlusses angeordnet ist, sodass das Kleinbodentrieb
(12) durch Drehen des Zeitgebermoduls (4) in die geschlossene Position des Bajonettverschlusses
mit einem festen Kupplungsrad (72) des Uhrwerks in Eingriff bringbar ist.
13. Uhrwerk nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass es eine erste Sperrvorrichtung umfasst, die ein Herausnehmen des Zeitgebermoduls
(4) verhindert, solange der Umschalter die Wirkverbindung zur Hilfshemmung (27, 28)
des Uhrwerks nicht herstellt.
14. Uhrwerk nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Sperrvorrichtung einen als zweiarmiger Hebel ausgestalteten Modulklinkenschaltarm
(51) umfasst, dessen erster Hebelarm als Sperrklinke (50) und dessen zweiter Hebelarm
als Sperrklinkenschaltarm (51) ausgebildet ist, dass die Sperrklinke (50) in gesperrtem
Zustand durch Anlage an einem radialen Vorsprung (10) des mittels Bajonettverschluss
am Uhrwerk zu befestigenden Zeitgebermoduls (4) ein Verdrehen und somit ein Herausnehmen
des Zeitgebermoduls (4) verhindert, und dass der Sperrklinkerischaltarm (51) mit einer
als Kurvenscheibe ausgestalteten Modulklinkenscheibe (56) in Wirkverbindung steht.
15. Uhrwerk nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulklinkenscheibe (56) mit dem Schaltmechanismus in Wirkverbindung steht.
16. Uhrwerk nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass es eine zweite Sperrvorrichtung umfasst, die ein Umschalten des Schaltmechanismus
verhindert, solange das Zeitgebermodul (4) nicht korrekt eingesetzt ist.
17. Uhrwerk nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Sperrvorrichtung einen zweiarmigen Modulsicherungshebel (53) umfasst,
der von einer radial vorspringenden Nase (6) des Zeitgebermoduls (4) beim Schließen
des Bajonettverschlusses derart verschoben wird, dass ein mit dem Modulsicherungshebel
(53) drehfest verbundener Sicherungsarm (54) außer Eingriff mit einer radialen Sicherungsnase
(11) einer Modulsicherungsscheibe (57) gebracht wird, welche mit dem Schaltmechanismus
in Wirkverbindung steht derart, dass bei Eingriff des Modulsicherungshebels (53) in
die Modulsicherungsscheibe (57) ein Umschalten des Schaltmechanismus blockiert ist.
18. Uhrwerk nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulsicherungsscheibe (57) mit der Modulklinkenscheibe (56) drehfest verbunden
ist.
19. Uhrwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitgebermodul (4) im Bereich eines Ziffernblattes des Uhrwerks einsetzbar und
entnehmbar ist.
20. Uhrwerk nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein Minutenzeiger aus dem Bereich des Zeitgebermoduls (4) im Uhrzeigersinn herausdrehbar
ist, wobei die korrekte Minutenanzeige danach von selbst wieder hergestellt wird.
21. Uhrwerk nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein verkürzter Hilfszeiger vorgesehen ist, der mit einer Zeigerwelle drehfest verbunden
ist oder zumindest in relativ starkem Reibeingriff steht und der dem mit der Zeigerwelle
in relativ schwachem Reibeingriff stehenden Hauptzeiger als Anschlag in Drehrichtung
dient.
22. Uhrwerk nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit der Zeigerwelle in Eingriff stehender verkürzter Hilfszeiger mit einem frei
drehbaren Hauptzeiger kuppelbar ist, beispielsweise durch eine Magnetkupplung.
23. Uhrwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein herausnehmbares Kalendermodul zur Darstellung der Kalendertage umfasst.
24. Uhrwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein herausnehmbares Mondphasenmodul zur Darstellung der Mondphasen und/oder der
Meerestide aufweist.
25. Uhrwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein herausnehmbares Schlagwerkmodul zur akustischen Darstellung bestimmter Zeitpunkte
aufweist.
1. A clock mechanism the components of which interact in functional groups, wherein at
least one functional group comprising an escapment for tracking the time is formed
as a removable timer module (4), characterised in that the timer module (4) comprises an auxiliary drive (23) which is disposed such that
operation of the timer module (4) is maintained outside the clock mechanism for a
limited period of time.
2. The clock mechanism according to claim 1, characterised in that the auxiliary drive (23) is shaped as a spring drive.
3. The clock mechanism according to claim 2, characterised in that the auxiliary drive (23) with the timer module (4) removed from the clock mechanism
can be wound up by hand.
4. The clock mechanism according to claim 3, characterised in that a drive shaft (12) of the spring drive (23) can be operatively connected with a special
tool.
5. The clock mechanism according to one of claims 2 to 4, characterised in that the spring drive (23), with the timer module (4) inserted into the clock mechanism,
can be wound up by a main drive (20, 21, 22) of the clock mechanism.
6. The clock mechanism according to one of the preceding claims, characterised in that the timer module (4) comprises a third wheel drive (12), which is connected with
the auxiliary drive (23) and can be brought into engagement with the wheel mechanism
(72) outside the timer module (4), and a transmission drive (24, 25) driven by the
auxiliary drive (23) which is operatively connected with a balance serving as escapement.
7. The clock mechanism according to one of the preceding claims, characterised in that it comprises an auxiliary escapement (27, 28) which can be activated when the timer
module (4) is removed for inhibiting the main drive (20, 21, 22).
8. The clock mechanism according to claim 7, characterised in that the auxiliary escapement (27, 28) has a fly (28).
9. The clock mechanism according to claim 7 or 8, characterised in that it comprises a switching mechanism (13, 65, 60, 61, 77) for engaging the operative
connection between the auxiliary escapement (27, 28) and the clock mechanism to be
inhibited.
10. The clock mechanism according to claim 9, characterised in that the switching mechanism comprises a coupling disc (61) shaped as a rotatable cam
disc and a one-arm switching lever (77) the free end (78) of which is placed at a
radially outer control surface of the coupling disc (61) and the other end of which
is hinged on the clock mechanism coaxially with a fixed coupling wheel (72) driven
by the clock mechanism and having a stationary coupling wheel shaft (73), and in that a movable coupling wheel (75) driven by the fixed coupling wheel (72) is arranged
on the switching lever (77) using a coupling wheel shaft (76) movable in unison with
the switching level (77), wherein the movable coupling wheel (5) can be brought into
or out of engagement with a drive wheel (133) of the auxiliary escapement by rotating
the coupling disc (61) and thereby pivoting the switching lever (77).
11. The clock mechanism according to claim 9 or 10, characterised in that the switching mechanism is switchable by means of a manually operated change-over
switch which preferably comprises a switching wheel (65) to be actuated by means of
a manual crank or key or knurled knob which is in connection with the coupling disc
(61).
12. The clock mechanism according to one of claims 7 to 11, characterised in that the timer module (4) is detachably fastened to the clock mechanism by means of a
kind of bayonet coupling and in that the rotary axis of the third wheel drive (12) of the timer module (4) is arranged
eccentrically with respect to the rotary axis of the bayonet fitting so that the third
wheel drive (12) can be brought into engagement with a fixed coupling wheel (72) of
the clock mechanism by rotating the timer module (4) into the closed position of the
bayonet coupling.
13. The clock mechanism according to claim 9 or 10, characterised in that it comprises a first locking device which prevents the timer module (4) from being
removed as long as the change-over switch does not establish the operative connection
with the auxiliary escapement (27, 28) of the clock mechanism.
14. The clock mechanism according to claim 11, characterised in that the first locking device comprises a module latch actuating arm (51) shaped as a
two-armed lever the first lever arm of which is shaped as a latch (50) and the second
lever arm of which is shaped as a latch actuating arm (51), in that the latch (50), when in the locked position, prevents the timer module (4) from being
twisted and thus removed because it rests against a radial projection (10) of the
timer module (4) to be fastened on the clock mechanism by means of the bayonet coupling,
and in that the latch actuating arm (51) is operatively connected with a module latch disc (56)
shaped as a cam disc.
15. The clock mechanism according to claim 14, characterised in that the module latch disc (56) is operatively connected with the switching mechanism.
16. The clock mechanism according to one of claims 9 to 11, characterised in that it comprises a second locking device which prevents a change-over of the switching
mechanism as long as the timer module (4) is not correctly inserted.
17. The clock mechanism according to claim 16, characterised in that the second locking device comprises a two-armed module safety lever (53) which is
displaced, when the bayonet fitting is closed, by a radially protruding tab (6) of
the timer module (4) in such a way that a safety arm (54) non-rotabably connected
to the module safety lever (53) is brought out of engagement with the radial safety
tab (11) of a module safety disc (57) which is operatively connected with the switching
mechanism such that when the module safety lever (53) engages in the module safety
disc (57) a change-over of the switching mechanism is blocked.
18. The clock mechanism according to claim 17, characterised in that the module safety disc (57) is non-rotatably connected with the module latch disc
(56).
19. The clock mechanism according to one of the preceding claims, characterised in that the timer module (4) is insertable and removable in the area of a clock face of the
clock mechanism.
20. The clock mechanism according to claim 19, characterised in that a minute pointer can be unscrewed from the area of the timer module (4) by turning
it to the right, wherein the correct minute display is automatically reinstated.
21. The clock mechanism according to claim 20, characterised in that a shortened auxiliary pointer is provided which is non-rotatably connected or at
least in relatively strong frictional engagement with a pointer shaft and which serves
as a stop in the direction of rotation for the main pointer which is in relatively
weak frictional engagement with the pointer shaft.
22. The clock mechanism according to claim 20, characterised in that a shortened auxiliary pointer in engagement with the pointer shaft can be coupled
to a freely rotatable main pointer, for example by a magnetic coupling.
23. The clock mechanism according to one of the preceding claims, characterised in that it comprises a removable calendar module for displaying the calendar days.
24. The clock mechanism according to one of the preceding claims, characterised in that it comprises a removable moon phase module for displaying the phases of the moon
and/or the ocean tides.
25. The clock mechanism according to one of the preceding claims, characterised in that it comprises a removable striking mechanism for acoustically announcing certain points
in time.
1. Mécanisme d'horlogerie, dont les composants coopèrent en groupes fonctionnels, dans
lequel au moins un groupe fonctionnel, qui comporte un échappement pour la mesure
du temps, est conçu sous forme de module de minuterie (4) détachable, caractérisé en ce que le module de minuterie (4) comprend un entraînement auxiliaire (23) qui est disposé
de telle sorte que le fonctionnement du module de minuterie (4) est maintenu à l'extérieur
du mécanisme d'horlogerie pour une période limitée.
2. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entraînement auxiliaire (23) est réalisé sous la forme d'entraînement à ressort.
3. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'entraînement auxiliaire (23) sur le module de minuterie (4) sorti du mécanisme
d'horlogerie peut être remonté à la main.
4. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un arbre d'entraînement (12) de l'entrainement à ressort (23) peut être amené en liaison
active avec un outil spécial.
5. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que l'entraînement à ressort (23) sur le module de minuterie (4) inséré dans le mécanisme
d'horlogerie peut être remonté par un entraînement principal (20, 21, 22) du mécanisme
d'horlogerie.
6. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module de minuterie (4) comporte une petite moyenne (12) reliée à l'entraînement
auxiliaire (23) et pouvant être mise en prise avec le rouage (72) à l'extérieur du
module de minuterie (4) et un engrenage de transmission (24, 25), qui est entraîné
par l'entraînement auxiliaire (23) et est en liaison active avec un balancier faisant
office d'échappement.
7. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend un échappement auxiliaire (27, 28) qui peut être activé, lorsque le module
de minuterie (4) est enlevé, pour l'arrêt de l'entraînement principal (20, 21, 22).
8. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'échappement auxiliaire (27, 28) présente un volet (28).
9. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce qu'il comprend un mécanisme de commutation (13, 65, 60, 61, 77) pour la connexion de
la liaison active entre l'échappement auxiliaire (27, 28) et le mécanisme d'horlogerie
à arrêter.
10. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 9, caractérisé en ce que le mécanisme de commutation comprend un disque d'accouplement (61) conçu comme disque-came
rotatif et un levier de commutation (77) à un bras, dont l'extrémité (78) libre est
articulée sur une surface de commande radialement extérieure du disque d'accouplement
(61) et dont l'autre extrémité est articulée sur le mécanisme d'horlogerie de façon
coaxiale avec une roue d'accouplement (72) fixe, entrainée par le mécanisme d'horlogerie,
avec arbre de roue d'accouplement (73) fixe, et en ce qu'une roue d'accouplement (75) mobile, entraînée par la roue d'accouplement (72) fixe,
est disposée sur le levier de commutation (77) avec un arbre de roue d'accouplement
(76) mobile conjointement avec le levier d'accouplement (77), la roue d'accouplement
(75) mobile pouvant être mise en prise ou hors de prise avec une roue d'entraînement
(133) de l'échappement auxiliaire par rotation du disque d'accouplement (61) et en
conséquence du levier de commutation (77) alors basculé.
11. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le mécanisme de commutation peut être commuté au moyen d'un commutateur actionné
à la main, qui comprend de préférence une roue de commutation (65) à actionner de
préférence au moyen d'une manivelle ou d'une clé ou d'une molette, laquelle roue est
en liaison avec le disque d'accouplement (61).
12. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que le module d'horlogerie (4) est fixé de façon amovible sur le mécanisme d'horlogerie
au moyen d'une sorte d'emboitement à baïonnette et en ce que l'axe de rotation de la petite moyenne (12) du module de minuterie (4) est disposé
de façon excentrée par rapport à l'axe de rotation de l'emboitement à baïonnette,
de sorte que la petite moyenne (12) peut être mise par rotation du module de minuterie
(4) dans la position fermée de l'emboitement à baïonnette en prise avec une roue d'accouplement
(72) fixe du mécanisme d'horlogerie.
13. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce qu'il comporte un premier dispositif d'arrêt qui empêche une extraction du module de
minuterie (4) aussi longtemps que le commutateur n'établit pas la liaison active avec
l'échappement auxiliaire (27, 28) du mécanisme d'horlogerie.
14. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 11, caractérisé en ce que le premier dispositif d'arrêt comprend un bras de commutation à cliquet modulaire
(51), conçu comme levier à deux bras, dont le premier bras de levier est conçu comme
cliquet d'arrêt (50) et dont le second bras de levier est conçu comme bras de commutation
à cliquet d'arrêt (51), en ce que le cliquet d'arrêt (50) empêche une rotation et donc un détachement du module de
minuterie (4) dans l'état bloqué par appui sur une saillie (10) radiale du module
de minuterie (4) à fixer par emboitement à baïonnette sur le mécanisme d'horlogerie,
et en ce que le bras de commutation à cliquet d'arrêt (51) est en liaison active avec un disque
à cliquet modulaire (56) conçu comme disque-came.
15. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 14, caractérisé en ce que le disque à cliquet modulaire (56) est en liaison active avec le mécanise de commutation.
16. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce qu'il comporte un second dispositif d'arrêt qui empêche une commutation du mécanisme
de commutation aussi longtemps que le module de minuterie (4) n'est pas inséré correctement.
17. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 16, caractérisé en ce que le second dispositif d'arrêt comporte un levier de blocage modulaire (53) à deux
bras qui est déplacé par un ergot (6) avançant radialement du module de minuterie
(4) lors de la fermeture de l'emboitement à baïonnette de telle sorte qu'un bras de
blocage (54), relié de façon solidaire en rotation au levier de blocage modulaire
(53), est mis hors prise avec un ergot de blocage (11) radial d'un disque de blocage
modulaire (57), lequel est en liaison active avec le mécanisme de commutation de telle
sorte qu'une commutation du mécanisme de commutation est bloqué lorsque le levier
de blocage modulaire (53) s'engage dans le disque de blocage modulaire (57)
18. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 17, caractérisé en ce que le disque de blocage modulaire (57) est relié de façon solidaire en rotation au disque
à cliquet modulaire (56).
19. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module de minuterie (4) peut être inséré et enlevé dans la zone d'un cadran du
mécanisme d'horlogerie.
20. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 19, caractérisé en ce qu'une aiguille des minutes peut être dévissé de la zone du module de minuterie (4) dans
le sens des aiguilles d'une montre, l'affichage correct des minutes étant rétabli
ensuite automatiquement.
21. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 20, caractérisé en ce qu'il est prévu une aiguille auxiliaire raccourcie qui est reliée de façon solidaire
en rotation à un chevillot ou est au moins dans un engagement de frottement relativement
fort et qui sert de butée dans le sens de rotation pour l'aiguille principale qui
est en engagement de frottement relativement faible avec le chevillot.
22. Mécanisme d'horlogerie selon la revendication 20, caractérisé en ce qu'une aiguille auxiliaire raccourcie, en prise avec le chevillot, peut être couplée
avec une aiguille principale pouvant tourner librement, par exemple par un accouplement
magnétique.
23. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte un module de calendrier détachable pour la présentation des jours de calendrier.
24. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend un module de phases de lune détachable pour la présentation des phases
de lune et/ou des marées.
25. Mécanisme d'horlogerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend un module de sonnerie détachable pour la représentation acoustique de
certains instants.
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