(19)
(11) EP 1 601 835 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.08.2007  Patentblatt  2007/33

(21) Anmeldenummer: 04718930.3

(22) Anmeldetag:  10.03.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01B 7/12(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2004/002447
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2004/081286 (23.09.2004 Gazette  2004/39)

(54)

RILLENSCHIENENHERZSTÜCK

GROOVED RAIL CORE PIECE

COEUR DE CROISEMENT DE RAILS A GORGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
LT LV

(30) Priorität: 12.03.2003 DE 10311113

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.12.2005  Patentblatt  2005/49

(73) Patentinhaber:
  • BWG GmbH & Co. KG
    35510 Butzbach (DE)
  • VAE GmbH
    1010 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • HEINZE, Fridbert
    99869 Uelleben (DE)
  • CHRIST, Thomas
    99986 Oberdorla (DE)
  • RECK, Torsten
    99867 Gotha (DE)

(74) Vertreter: Stoffregen, Hans-Herbert 
Patentanwalt Postfach 21 44
63411 Hanau
63411 Hanau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 138 830
US-A- 1 461 701
GB-A- 191 102 608
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Rillenschienenherzstück umfassend einen durch sich schneidende Rillen gebildeten Herzstückschnittbereich wie Überlaufbereich sowie zwei in Längsrichtung des Herzstücks verlaufende und miteinander verbundene Konstruktionsprofile mit äußeren Laschenkammern mit in diesen angeordneten Futterstücken, die mit den Konstruktionsprofilen über zumindest ein diese durchsetzendes Spannelement wie Schraubbolzen kraftschlüssig verbunden sind, wobei der Herzstückschnittpunktbereich einen austauschbaren Einsatz umfasst, der kraftschlüssig in einer Ausnehmung angeordnet ist.

    [0002] Bekannte Rillenschienenherzstücke bestehen aus einem Herzstückblock, an dessen Stirnflächen Anschlussschienen angeschweißt werden. In dem Block selbst werden sich schneidende Rillen zur Ausbildung eines Radüberlaufbereichs ausgearbeitet, die gewöhnlich in die der Anschlussschienen übergehen.

    [0003] Auch ist es bekannt, Herzstücke zu gießen, gleichwenn eine diesbezügliche Lösung aufwendig und kostenintensiv ist.

    [0004] Aus der EP 0 533 528 B1 ist ein Schienenherzstück bekannt, bei dem als Ausgangsmaterial eine Bramme benutzt wird, die von ihren Stirnflächen ausgehend aufgeschlitzt und sodann die Schenkel gespreizt werden.

    [0005] Die zuvor geschilderten Lösungsvorschläge gehen folglich davon aus dass das Rillenschienenherzstück im Bereich der sich kreuzenden Rillen aus einem homogenen Material besteht, wobei im mehr oder weniger großen Abstand zum Schnittpunkt der Rillen eine Verbindung mit den Anschlussschienen erfolgt.

    [0006] Aus der DE 190 15 522 A1 ist ein Rillenschienenherzstück der Art bekannt, das zwei in Längsrichtung des Herzstücks verlaufende Konstruktionsprofile umfasst, deren jeweiliger Verlauf eine Hälfte des Herzstücks in dessen Längsrichtung betrachtet entspricht. Sodann sind die Konstruktionsprofile im Herzstückschnittpunktbereich in Längsrichtung verschweißt. Durch eine diesbezügliche Konstruktion ergibt sich der Vorteil, dass der Herzstückbereich kürzer ausgebildet werden kann. Somit ergibt sich eine kurze kompakte Bauweise, die auch große Herzstückwinkel zulässt, ohne dass der Fahrkomfort eines ein entsprechendes Herzstück durchfahrenden Fahrzeugs beeinträchtig wird.

    [0007] Ist der Übergangsbereich verschlissen, kann eine Erneuerung durch Auftragsschweißen erfolgen. Alternativ wird das Herzstück ausgetauscht. Hierzu ist es erforderlich, dass bei einem in einem Straßenbett eingelassenen Rillenschienenherzstück die Eindeckung geöffnet und nach dem Austausch wieder geschlossen werden muss. Dies ist zeit- und kostenaufwendig.

    [0008] Ein Rillenschienenherzstück der eingangs genannten Art ist der EP 1 138 830 A2, die als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird, zu entnehmen. Dabei wird der im Überlaufbereich bildende Einsatz kraftschlüssig zwischen Kopfbereichen der entlang des Herzstücks verlaufenden Konstruktionsprofile aufgenommen. Die kraftschlüssige Verbindung wird über Schraubbolzen erzielt, die unterhalb des Einsatzes verlaufen und sich an Futterstücken abstützen, die in äußeren Laschenkammern der Konstruktionsprofile angeordnet sind. Soll der Einsatz ausgetauscht werden, ist es erforderlich, das in einem Straßenbett angeordnete Herzstück freizulegen, um die Schraubbolzen lösen zu können.

    [0009] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Rillenschienenherzstück der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass mit einfachen Maßnahmen eine Erneuerung bzw. Fixieren und Lösen des Einsatzes möglich ist, ohne dass insbesondere ein Straßenbett geöffnet werden muss.

    [0010] Zur Lösung des Problems wird erfindungsgemäß im Wesentlichen vorgeschlagen, dass die den Einsatz aufnehmende Ausnehmung von Abschnitten von den in den äußeren Laschenkammern der Konstruktionsprofile angeordneten Futterstücken begrenzt ist und dass der Einsatz gegenüber den Futterstücken fixiert ist. Dabei ist der Einsatz vorzugsweise sowohl abschnittsweise von den Futterstücken als auch abschnittsweise von den Kornstruktionsprofilen, und zwar im bodenseitigen Bereich des Einsatzes begrenzt Insbesondere erfolgt die Begrenzung durch Stegabschnitte der Konstruktionsprofile.

    [0011] Erfindunsgemäß werden einerseits Konstruktionsprofile zur Ausbildung des Herzstücks benutzt, wodurch die aus der DE 100 15 522 A1 sich ergebenden Vorteile erzielbar sind. Andererseits ist der einem hohen Verschleiß ausgesetzte Herzstücküberbereich als Einsatz ausgebildet und derart insbesondere über die Keilelemente fixiert, dass ein problemloses Auswechseln zum Beispiel nach Erreichen der Verschleißgrenzwerte möglich ist, ohne zeit und kostenaufwendig die Eindeckung eines Straßenbettes zu öffnen. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass der Einsatz durch das Fixieren mit den Keilelementen form- und kraftschlüssig in der von den Futterstücken begrenzten Ausnehmung fixiert ist, so dass ein stoßfreier Übergang zwischen dem Einsatz und den angrenzenden Abschnitten der Konstruktionsprofile gewährleistet ist.

    [0012] Dadurch, dass ein Fixieren gegenüber den mit den Konstruktionsprofilen verbundenen Futterstücken erfolgt, können auch breite Einsätze verwendet werden, ohne dass besondere Geometrien der Konstruktionsprofile benötigt werden

    [0013] Zum sicheren Verspannen des Einsatzes weist dieser schräg nach außen verlaufende Außenflächen auf, wobei an jeder Außenfläche ein Keilelement mit einer dem Verlauf der Außenfläche angepassten ersten Fläche anliegt und das Keilelement mit einer insbesondere gegenüberliegend zur ersten Fläche verlaufenden zweiten Fläche an dem Futterstück bzw. einem Abschnitt dieses abgestützt ist.

    [0014] Mit anderen Worten ist der Einsatz so gestaltet, dass dieser in Längsrichtung des Einsatzes verlaufende seitliche Flächen aufweist, die zur Vertikalen geneigt verlaufen - zum Beispiel mit einer Neigung zwischen 1 : 5 und 1 : 7, insbesondere 1 : 6 -, um über die Keilelemente - auch Spannkeile genannt - gleicher Neigung auf gegenüberliegenden Seiten verspannt zu werden.

    [0015] Die Neigung der Seiten- oder Außenflächen verlaufen entgegengesetzt und schließen mit der Bodenfläche des Einsatzes oder deren Verlängerung einen spitzen Winkel ein.

    [0016] Die zu verwendenden Keilelemente oder Spannkeile sind dabei an und für sich bekannt, und zwar im Zusammenhang mit der schweißlosen Verbindung einer Zungenschiene und einer Anschlussschiene bei Rillenschienenweichen, wie diese der DE 42 44 010 A1 zu entnehmen sind, auf deren Offenbarung ausdrücklich verwiesen wird.

    [0017] Zur Stabilisierung des Herzstückes und zur Verbreiterung dieses sind die Futterstücke vorgesehen, die die erforderlichen Formelemente zum Spannen der Keilelemente enthalten und mit den Konstruktionsprofilen hochfest verschraubt sind.

    [0018] Insbesondere weist das Keilelement im Schnitt eine Trapezgeometrie, insbesondere ungleichschenklige Trapezgeometrie mit oberseitig verlaufendem größeren Basisschenkel auf.

    [0019] Zum Spannen des Keilelementes wird dieses von einem Schraubelement durchsetzt, das gegenüber dem Futterstück spannbar ist. Dabei kann das Schraubelement eine Hammerkopfschraube sein oder in einen T-förmigen Nutenstein eingreifen, die bzw. der sich in einer in dem Futterstück verlaufenden T-Nut erstreckt, die unterhalb des Keilelements verläuft.

    [0020] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Futterstück einsatzabgewandt einen sich bis in etwa zur von Fahrfläche des Herzstücks aufgespannten Ebene erstreckenden stegförmigen Abschnitt aufweist, wobei Zwischenraum zwischen dem stegförmigen Abschnitt und dem Einsatz abgedeckt ist. Dabei kann der Zwischenraum durch ein Abdeckelement wie -blech abgedeckt sein, das oberhalb des Keilelements und außenflächenseitig vorzugsweise in der von der Lauffläche aufgespannten Ebene verläuft. Somit ist das Keilelement versenkt angeordnet, mit einem Abdeckelement abgedeckt und somit gegenüber dem Straßenverkehr und dessen Belastung geschützt. Ferner kann zum Schutz gegenüber korrosiven Umweltbelastungen zwischen dem Abdeckelement und einerseits dem stegförmigen Abschnitt des Futterstücks und andererseits dem Einsatz eine Dichtung verlaufen.

    [0021] Erstrecken sich die Konstruktionsprofile im Bereich des Einsatzes parallel oder in etwa parallel zueinander, so divergieren diese im erforderlichen Umfang im Abstand zum Herzstückschnittpunktbereich, wobei die Konstruktionsprofile sodann über Zwischenelemente wie Keilstützen gegeneinander abgestützt und über zweite Spannelemente wie Schraubbolzen hochfest verschraubt sind.

    [0022] Die Futterstücke, die als Stützschienen zu bezeichnen sind, sind formschlüssig in die äußeren Laschenkammern der Konstruktionsprofile, bei denen es sich zum Beispiel um Dickstegschienen D180/105 handeln kann, eingelassen und mit den Konstruktionsprofilen hochfest und planmäßig vorgespannt verschraubt.

    [0023] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.

    [0024] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Draufsicht auf ein Rillenschienenherzstück,
    Fig. 2
    einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1,
    Fig. 3
    einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 1,
    Fig. 4
    einen Schnitt entlang der Linie C-C in Fig. 1 und
    Fig. 5
    einen Schnitt entlang der Linie D-D in Fig. 1.


    [0025] In Fig. 1 ist rein prinzipiell ein Rillenschienenherzstück 10 dargestellt, in dem in bekannter Weise sich schneidende Rillen 12, 14 verlaufen. Der als Radüberlaufbereich zu bezeichnende Herzstückschnittpunktbereich, in dem sich die Rillen 12, 14 kreuzen, ist mit dem Bezugszeichen 16 versehen.

    [0026] Das Rillenschienenherzstück 10 besteht aus zwei Konstruktionsprofilen 18, 20, die im Ausgangszustand als Vollkopfprofil ausgebildet sein können. Als Konstruktionsprofile kommen zum Beispiel Dickstegschienen wie D180/105 oder Vierkantprofile in Frage, ohne dass hierdurch eine Einschränkung der erfindungsgemäßen Lehre erfolgt. Wesentlich ist jedoch, dass die Konstruktionsprofile zumindest außenseitig Laschenkammern 22, 24 aufweisen. Die Konstruktionsprofile 18, 20 werden nun derart gebogen und zueinander ausgerichtet, dass sie der Form des in seiner Längsachse geteilten fertigen Rillenschienenherzstücks 10 entsprechen.

    [0027] In Längsrichtung des Herzstückes 10 und im Bereich des Herzstückschnittpunktbereichs 16 verlaufen die Konstruktionsprofile 18, 20 parallel zueinander, wie durch Linien 26, 28 angedeutet werden soll. In diesem Bereich sind in den äußeren Laschenkammern 22, 24 den Herzstückbereich verbreiternde Futterstücke 30, 32 insbesondere formschlüssig eingelassen und hochfest mit planmäßiger Verspannung mit den Konstruktionsprofilen 18, 20 verschraubt. Dies wird durch die Fig. 5 verdeutlicht. So durchsetzt ein Bolzen 34 die Futterstücke 30, 32 und die Konstruktionsprofile 18, 20, um diese hochfest bei planmäßiger Vorspannung zu verschrauben.

    [0028] Des Weiteren ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass sich die Rillen 18, 20 in einem Einsatz 36 schneiden, der kraft- und formschlüssig in einer Ausnehmung angeordnet ist, der von den Konstruktionsprofilen 18, 20 und den Futterstücken 30, 32 begrenzt wird, wie sich aus den Figuren ergibt. Dabei kann der Einsatz 36 aus verschleißfestem bzw. hochverschleißfestem Material bestehen, ohne dass die Konstruktionsprofile 18, 20 aus gleichem Material bestehen müssen. Der Einsatz 36 verläuft des Weiteren oberhalb des Bolzens 34.

    [0029] Im Ausführungsbeispiel wird die Ausnehmung seitlich von den Futterstücken 30, 32 und unter- bzw. bodenseitig von den Konstruktionsprofilen 28 bzw. Stegen dieser begrenzt.

    [0030] Um eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Einsatz 36 und den Futterstücken 30, 32 sicherzustellen, sind als Spannkeile zu bezeichnende Keilelemente 38, 40 vorgesehen, die sich einerseits an Außenflächen 42, 44 des Einsatzes 36 und andererseits an inneren Flächen 46, 48 der Futterstücke 30, 32 abstützen. Dabei verlaufen die Außenflächen 42, 44 geneigt und schließen ausgehend von dem Einsatz 36 zu dessen Bodenfläche 50 einen spitzen Winkel ein. Insbesondere beläuft sich die Neigung der Außenfläche 42, 44 in etwa 1 : 6. Entsprechend angepasst und geneigt verläuft an der jeweiligen Außenfläche 42, 44 anliegend eine Fläche 52, 54 des Keilelementes 38, 40. Gegenüberliegende Fläche 56, 58, die sich an der Fläche 46, 48 des Futterstücks 30, 32 abstützt, verläuft demgegenüber vorzugsweise vertikal. Somit weist jedes Keilelement 38, 40 im Schnitt eine Trapezgeometrie auf, wobei größerer Basisschenkel 60, 62 oberseitig, also im Bereich der Fahrfläche verläuft.

    [0031] Jedes Keilelement 38, 40 kann von einer Schraube wie Sechskantschraube 64, 66 durchsetzt und in einen T-förmigen Nutenstein 68, 70 eingreifen, der seinerseits in einer T-förmigen Nut 72, 74 verläuft, die in dem Futterstück 30, 32 unterhalb des Keilelements 38, 40 eingelassen ist. Je Keilelement 38, 40 ist eine T-Nut 72, 74 vorgesehen, deren Abmessung, insbesondere Länge auf den Abstand der Schrauben 64, 66 des Spannkeils 38, 40 abgestimmt ist. In der jeweiligen T-Nut 72, 74 ist mittig eine Öffnung eingearbeitet, um den Nutenstein 68, 70 einzubringen. Anstelle eines Nutensteins, in den eine Schraube eingreift, kann auch eine Hammerkopfschraube oder ein gleichwirkendes Element verwendet werden.

    [0032] Wie die zeichnerischen Darstellungen verdeutlichen, sind die Keilelemente 38, 40 in den Futterstücken 30, 32 versenkt angeordnet. Zusätzlich kann das Keilelement 38, 40 von einer Abdeckung 76, 78 wie einem Abdeckblech abgedeckt sein, das sich zwischen dem Einsatz 36 und einem äußeren stegförmigen Abschnitt 80, 82 des Futterstücks 30, 32 erstreckt. Dabei verläuft der sich in Längsrichtung des Herzstücks 10 erstreckende stegförmige Abschnitt 80, 82 mit seiner Oberseite 84, 86 vorzugsweise in einer Ebene, die von der Fahrfläche des Herzstücks aufgespannt wird.

    [0033] Sind im Ausführungsbeispiel die Abdeckelemente bzw. -bleche 76, 78 zum Boden hin sich verjüngend, also konisch ausgebildet, so kann auch eine andere Geometrie gewählt werden. Vorzugsweise sind jedoch die Abdeckbleche 76, 78 gegenüber dem zwischen dem Einsatz 36 und den stegförmigen Abschnitten 80, 82 verlaufenden Zwischenraum 88, 90 über zum Beispiel eine Gummidichtung 92, 94 abgedichtet.

    [0034] Außerhalb des Herzstückschnittpunktbereichs 16, also des Bereichs, in dem sich einerseits die Rillen 12, 14 schneiden und andererseits die Konstruktionsprofile 18, 20 parallel oder im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen bzw. aneinander anliegen, werden die Konstruktionsprofile 18, 20 über Abstandselemente wie Keilstützen 96 abgestützt und sodann mittels weiterer Spannelemente wie Bolzen 98 hochfest verschraubt. In diesem Bereich, der zum Beispiel einem Spreizmaß von 160 mm entsprechen kann, ist der Zwischenraum zwischen den Konstruktionsprofilen 18, 20 über ein Abdeckblech wie Tränenblech 100 abgedeckt.

    [0035] Aus der Fig. 3 wird des Weiteren erkennbar, dass im Bereich des Herzstückschnittpunktbereichs 16 die mit ihren Köpfen 102, 104 aneinander liegenden Konstruktionsprofile 18, 20 formschlüssig durch zum Beispiel eine Verzahnung ineinander greifen, um zusätzlich eine Vertikalverschiebung auszuschließen. Dieser Bereich ist in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 106 gekennzeichnet.


    Ansprüche

    1. Rillenschienenherzstück (10) umfassend einen durch sich schneidende Rillen (12, 14) gebildeten Herzstückschnittbereich (16) wie Überlaufbereich sowie zwei in Längsrichtung des Herzstücks verlaufende und miteinander verbundene Konstruktionsprofile (18, 20) mit äußeren Laschenkammern (22, 24) mit in diesen angeordneten Futterstücken (30, 32), die mit den Konstruktionsprofilen über zumindest ein diese durchsetzendes Spannelement (34) wie Schraubbolzen kraftschlüssig verbunden sind, wobei der Herzstückschnittpunktbereich einen austauschbaren Einsatz (36) umfasst, der kraftschlüssig in einer Ausnehmung angeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die den Einsatz (36) aufnehmende Ausnehmung von Abschnitten von den in den äußeren Laschenkammern (22, 24) der Konstruktionsprofile (18, 20) angeordneten Futterstücken (30, 32) begrenzt ist und dass der Einsatz gegenüber den Futterstücken fixiert ist.
     
    2. Rillenschienenherzstück nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Einsatz (36) sowohl von den Abschnitten der Futterstücke (30, 32) als auch von Abschnitten der Konstruktionsprofile (18, 20), insbesondere von Stegen der Konstruktionsprofile begrenzt ist.
     
    3. Rillenschienenherzstück nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Einsatz (36) zur Vertikalen geneigt verlaufende Außenflächen (42, 44) aufweist, dass an jeder Außenfläche zumindest ein Keilelement (38,40) mit einer Verlauf der Außenfläche entsprechender ersten Fläche (52,54) anliegt und dass das Keilelement mit einer insbesondere gegenüberliegend zu der ersten Fläche verlaufenden zweiten Fläche (56, 58) an jeweils einem der Futterstücke (30, 32) abgestützt ist.
     
    4. Rillenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Keilelement (38, 40) im Schnitt eine Trapezgeometrie mit fahrflächenseitig verlaufendem größeren Basisschenkel (60, 62) aufweist.
     
    5. Rilenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Keilelement (38, 40) von einem Schraubelement (64, 66) wie Sechskopfschraube durchsetzt ist, das gegenüber dem Futterstück (30,32) spannbar ist.
     
    6. Rillenschienenherzstück nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schraubelement (64,66) eine Hammerkopfschraube ist oder in einen T-förmigen Nutenstein (68,70) eingreift, die bzw der sich in einer in dem Futterstück (30,32) verlaufenden T-förmigen Nut (72, 74) erstreckt.
     
    7. Rillenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Futterstück (30,32) einsatzfernliegend einen sich in etwa zur von Fahrfläche des Herzstücks (10) aufgespannten Ebene erstreckenden stegförmigen Abschnitt (80, 82) aufweist und dass der Zwischenraum (88, 90) zwischen dem stegförmigen Abschnitt und dem Einsatz (36) abgedeckt ist.
     
    8. Rillenschienenherzstück nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der das Keilelement (38, 40) enthaltende Zwischenraum (88, 90) durch ein Abdeckelement wie -blech (76, 78) abgedeckt ist, das oberhalb des Keilelements und außenseitig vorzugsweise in der von der Fahrfläche des Herzstücks (10) aufgespannten Ebene verläuft.
     
    9. Rillenschienenherzstück nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das vorzugsweise sich in Richtung des Zwischenraums (88, 90) konisch verjüngende Abdeckelement (76, 78) gegenüber sowohl dem Futterstück (30, 32) bzw. dessen stegförmigem Abschnitt (80, 82) als auch dem Einsatz (36) zum Beispiel über eine Gummidichtung (92, 94) abgedichtet ist.
     
    10. Rillenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Konstruktionsprofile (18, 20) im Bereich des Einsatzes (36) parallel oder in etwa parallel zueinander verlaufen.
     
    11. Rillenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die außerhalb des Einsatzes (36) zueinander divergierend verlaufenden Konstruktionsprofile (18, 20) über ein Zwischenelement wie Keilstütze (96) gegeneinander abgestützt und über zumindest ein zweites Spannelement (98) hochfest verschraubt sind.
     
    12. Rillenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Futterstücke (30, 32) formschlüssig in den äußeren Laschenkammern (22, 24) eingelassen und mit den Konstruktionsprofilen (18, 20) hochfest mit planmäßiger Vorspannung verschraubt sind.
     
    13. Rillenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Einsatz (36) in der von den Konstruktionsprofilen (18, 20) und den Futterstücken (30, 32) begrenzten Ausnehmung kraft- und formschlüssig angeordnet ist.
     
    14. Rillenschienenherzstück nach zumindest Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die geneigt zur Vertikalen verlaufenden Außenflächen (42, 44) des Einsatzes (38) eine Neigung zwischen insbesondere 1 : 5 und 1 : 7, vorzugsweise 1 : 6 aufweisen.
     


    Claims

    1. Grooved rail frog (10) including a frog intersection region (16) formed by intersecting grooves (12, 14) as an overrun region as well as two construction profiles (18, 20), extending in the longitudinal direction of the frog and being connected with each other, with external fishplate chambers (22, 24) with lining pieces (30, 32) arranged therein, which are connected non-positively with the construction profiles by means of at least one tightening element (34), such as screw bolt, penetrating these, wherein the frog intersection point region comprises an interchangeable insert (36), which is arranged non-positively in a recess,
    characterized in
    that the recess accommodating the insert (36) is delimited by segments of the lining pieces (30, 32) arranged in the outer fishplate chambers (22, 24) of the construction profiles (18, 20), and that the insert is fixed in place in relation to the lining pieces.
     
    2. Grooved rail frog according to claim 1,
    characterized in
    that the insert (36) is delimited by the segments of the lining pieces (30, 32) as well as by segments of the construction profiles (18, 20), especially by bars of the construction profiles.
     
    3. Grooved rail frog according to claim 2,
    characterized in
    that the insert (36) has outer surfaces (42, 44) running inclined toward the vertical, that at least one wedge element (38, 40) rests on each outer surface with a first surface (52, 54) corresponding to the course of the outer surface, and that the wedge element is braced with a second surface (56, 58) running opposite to the first surface on one of the lining pieces (30, 32), respectively.
     
    4. Grooved rail frog according to at least claim 3,
    characterized in
    that the wedge element (38, 40) has a trapezoidal shape in section with larger base leg (60, 62) running on the travel surface side.
     
    5. Grooved rail frog according to at least claim 3,
    characterized in
    that the wedge element (38, 40) is penetrated by a screw element (64, 66) such as a hexagon cap screw, which can be tightened in relation to the lining piece (30, 32).
     
    6. Grooved rail frog according to claim 5,
    characterized in
    that the screw element (64, 66) is a hammer head screw or engages in a T-shaped tenon block (68, 70), which extends in a T-shaped groove (72, 74) running in the lining piece (30, 32).
     
    7. Grooved rail frog according to at least claim 1,
    characterized in
    that the lining piece (30, 32) has on the side facing away from the insert a bar-like segment (80, 82) extending approximately to the plane formed by the travel surface of the frog (10), and that the intermediate space (88, 90) between the bar-like segment and the insert (36) is covered.
     
    8. Grooved rail frog according to claim 7,
    characterized in
    that the intermediate space (88, 90) containing the wedge element (38, 40) is covered by a protective element as sheet (76, 78) that runs above the wedge element and on the outside preferably in the plane formed by the travel surface of the frog (10).
     
    9. Grooved rail frog according to claim 8,
    characterized in
    that the protective element (76, 78), which preferably tapers conically in the direction of the intermediate space (88, 90), is sealed off against the lining piece (30, 32) or its bar-like segment (80, 82) as well as the insert (36), for example by a rubber seal (92, 94).
     
    10. Grooved rail frog according to at least claim 1,
    characterized in
    that the construction profiles (18, 20) run parallel or basically parallel to one another in the region of the insert (36).
     
    11. Grooved rail frog according to at least claim 1,
    characterized in
    that the construction profiles (18, 20) running diverging in relation to one another outside the insert (36) are braced against one another by means of an intermediate element such as wedge braces (96) and are screwed together in a highly rigid manner by means of at least a second tightening element (98).
     
    12. Grooved rail frog according to at least claim 1,
    characterized in
    that the lining pieces (30, 32) are embedded in a form-locking manner in the outer fishplate chambers (22, 24) and screwed together in a highly rigid manner with the construction profiles (18, 20) with systematic prestressing.
     
    13. Grooved rail frog according to at least claim 1,
    characterized in
    that the insert (36) is arranged in a non-positive and form-locking manner in the recess delimited by the construction profiles (18, 20) and the lining pieces (30, 32).
     
    14. Grooved rail frog according to at least claim 3,
    characterized in
    that the outer surfaces (42, 44) of the insert (38) running inclined toward the vertical have an incline between in particular 1:5 and 1:7, preferably 1:6.
     


    Revendications

    1. Coeur de croisement de rails à gorge, comprenant une zone de coeur de croisement (16) formée par différentes gorges (12, 14) qui se coupent ainsi qu'une zone de passage et deux profils de construction (18, 20) dans la direction longitudinale du coeur et reliés entre eux, ces profils ayant des chambres d'éclissage (22, 24) extérieures recevant des entretoises-éclisses (30, 32) reliées aux profils de construction par au moins un élément de serrage (34) qui les traverse, tel qu'un boulon pour une liaison par la force, la zone de croisement du coeur comportant un insert (36) remplaçable, placé par une liaison par la force dans une cavité,
    caractérisé en ce que
    la cavité recevant l'insert (36) est délimitée par des segments d'entretoises-éclisses (30, 32) installés dans les chambres d'éclissage (22, 24) extérieures des profilés de construction (18, 20) et l'insert est fixé par rapport aux entretoises-éclisses.
     
    2. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'insert (36) est délimité à la fois par les segments des entretoises-éclisses (30, 32) et aussi par des segments des profilés de construction (18, 20), notamment l'âme des profilés de construction.
     
    3. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    l'insert (36) a des surfaces extérieures (42, 44) inclinées par rapport à la direction verticale et
    au moins un élément de coin (38, 40) s'applique par une première surface (52, 54) correspondant au tracé de la surface extérieure contre chaque surface extérieure et
    l'élément de coin est appuyé par une seconde surface (56, 58) située notamment à l'opposé de la première surface pour s'appuyer respectivement contre l'une des entretoises-éclisses (30, 32).
     
    4. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    l'élément de coin (38, 40) a, en coupe, une forme trapézoïdale avec une grande base (60, 62) située du côté de la surface de circulation.
     
    5. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    l'élément en forme de coin (38, 40) est traversé par un élément de vissage (64, 66) tel qu'une vis à tête à six pans, qui peut être serrée par rapport à l'entretoise-éclisse (30, 32).
     
    6. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 5,
    caractérisé en ce que
    l'élément de vissage (64, 66) est une vis à tête marteau ou pénètre dans un galet de rainure (68, 70) en forme de T, s'étendant dans une rainure en forme de T (72, 74), passant dans l'entretoise-éclisse (30, 32).
     
    7. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'entretoise-éclisse (30, 32) comporte un segment (80, 82) éloigné de la zone d'utilisation, et qui s'étend sensiblement dans le plan passant par la surface de circulation du coeur (10), et l'espace intermédiaire (88, 90) entre le segment en forme d'entretoise et l'insert (36) est couvert.
     
    8. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 7,
    caractérisé en ce que
    l'espace intermédiaire (88, 90) recevant l'élément en forme de coin (38, 40) est couvert par un élément de couverture tel que de la tôle (76, 78) qui se trouve au-dessus de l'élément en forme de coin et du côté extérieur, de préférence dans le plan sous tendu par la surface de circulation du coeur (10).
     
    9. Coeur de croissement de rails à gorge selon la revendication 8,
    caractérisé en ce que
    l'élément de couverture (76, 78) qui diminue suivant une forme conique, de préférence en direction de l'espace intermédiaire (88, 90), est rendu étanche à la fois par rapport à l'entretoise-éclisse (30, 32) ou à son segment (80, 82) en forme d'âme et aussi par rapport à l'insert (36), par exemple par un joint en caoutchouc (92, 94).
     
    10. Coeur de croissement de rails à gorge selon au moins la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    les profils de construction (18, 20) sont parallèles ou sensiblement parallèles dans la zone de l'insert (36).
     
    11. Coeur de croissement de rails à gorge selon au moins la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    les profils de construction (18, 20) ont une forme divergente à l'extérieur de l'insert (36) et sont appuyés l'un contre l'autre par un élément intermédiaire tel qu'un appui en forme de coin (96) et au moins un second élément de serrage (98), très résistant, assure le vissage.
     
    12. Coeur de croissement de rails à gorge selon au moins la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    les entretoises-éclisses (30, 32) sont logées par une liaison de forme dans les chambres d'éclissage extérieures (22, 24) et sont vissées aux profils de construction (18, 20) d'une manière très résistante avec une précontrainte en plan.
     
    13. Coeur de croissement de rails à gorge selon au moins la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'insert (36) est placé dans la cavité délimitée par les profils de construction (18, 20) et les entretoises-éclisses (30, 32) par une liaison par la force et la forme.
     
    14. Coeur de croissement de rails à gorge selon au moins la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    les surfaces extérieures (42, 44) inclinées par rapport à la direction verticale de l'insert (38) ont une inclinaison comprise notamment entre 1 :5 et 1 :7 et, de préférence, de 1 :6.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente