[0001] Die Erfindung betrifft eine Kupplung zum Ankuppeln eines metallurgischen Gefäßes,
insbesondere Stahlgießpfanne, an mindestens zwei ortsfest angeordnete Gasspülleitungen
einer Pfannenspüleinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Aus der LU 87868 A ist eine Kupplung mit einem als federbetätigten Ventil ausgebildeten
Schließelement bekannt, die das gleichzeitige Ankuppeln der Gießpfanne an zwei verschiedene
ortsfest angeordnete Gasspülleitungen einer Pfannenspüleinrichtung ermöglicht.
[0003] Die im Wesentlichen zylindrisch ausgebildete Kupplung besteht aus einem an der Gießpfanne
angeordneten ersten (oberen) Kupplungsteil und einem an die Gasspülleitungen angeschlossenen
zweiten (unteren) Kupplungsteil.
[0004] Das untere Kupplungsteil weist im Kopfbereich einen zu Wartungs- und Instandhaltungszwecken
lösbaren Kupplungskopf auf, in dem ein erster zentraler Gasauslass für einen Gasstrom
vorgesehen ist. Ein zweiter Gasauslass mündet in mehreren kreisförmig um den zentralen
Auslass verteilt angeordnete Teilauslässen.
[0005] Das obere Kupplungsteil hat komplementär zu den Gasauslässen des unteren Kupplungsteils
ausgebildete und hieran anschließbare Gaseinlässe, wobei um die Kontaktstellen zwischen
den Aus- und Einlässen eine Ringdichtung angeordnet ist, die im zusammengekuppelten
Zustand ein Entweichen bzw. Vermischen des Gases verhindern soll.
[0006] Die Gasauslässe am Kupplungskopf sind über gegeneinander abgedichtete Gasauslasskanäle
mit Gasspülleitungen verbunden, die ihrerseits an eine Gaszuführung angeschlossen
sind. Die gegenseitige Abdichtung der Gasauslasskanäle ist wichtig, um "Kurzschlüsse"
im Gasstrom zu vermeiden, die den Spülvorgang in der Gießpfanne stören würden. Dazu
ist im Bereich des zweiten (seitlichen) Gasauslasses das Ventil mit mehreren elastischen
Dichtelementen zur Abdichtung zum zentralen Auslass sowie nach außen versehen.
[0007] Das federbetätigte Ventil ist als Tandemventil ausgeführt mit einem Doppelkegelsitz
für das Öffnen bzw. Schließen der Gaszufuhr aus den beiden Gasspülleitungen in die
Gasauslässe.
[0008] Das Ventil ist so ausgelegt, dass im zusammengekuppelten Zustand die Gasauslässe
über das Tandemventil gleichzeitig geöffnet werden, so dass das Gas, unter hohem Druck
stehend von den Gasspülleitungen über die Gasauslasskanäle durch die Gasauslässe des
Kupplungskopfes im unteren Kupplungsteil in die Gaseinlässe des oberen Kupplungsteils
strömen kann.
[0009] Ein hoher Gasdruck ist erforderlich, um den ferrostatischen Druck der Flüssigkeitssäule
in der Stahlgießpfanne zu überwinden.
[0010] Das Ankuppeln der Gießpfanne an die Gasspülleitungen geschieht dabei in folgenden
Schritten:
- axiales Zusammenführen des ersten und des zweiten Kupplungsteils,
- ventilbetätigtes Öffnen beider Gasauslässe des zweiten Kupplungsteils während des
An- kupplungsvorganges,
- Abdichten der einzelnen Übergänge zwischen den jeweiligen Gasaus- und Gaseinlässen
nach Beendigung des Ankupplungsvorganges.
[0011] Diese vorgenannte Kupplung hat mehrere Nachteile. Die Ausführung als federbetätigtes
Tandemventil mit zwei Kegelsitzen und den elastischen Dichtelementen ist aufwändig
und teuer in der Herstellung und bei den in einem Stahlwerk herrschenden rauhen Umgebungsbedingungen
(Temperatur, Schmutz) hohen Beanspruchungen und damit hohem Verschleiß ausgesetzt.
[0012] Die elastischen Dichtungen werden durch die hohen Temperaturen schnell hart und spröde
und verlieren dadurch ihre dichtende Funktion. Bei dem unter hohem Druck stehenden
Spülgas führt dies zu den oben beschriebenen "Kurzschlüssen" im Gasstrom und damit
zu einer Verminderung der Spülintensität.
[0013] Dies bedeutet einen vorzeitigen Ausfall und Instandsetzung der Kupplung, wobei eine
Instandsetzung durch die vielen zu demontierenden Bauelemente aufwändig und teuer
ist.
[0014] Weiterhin kann es beim Ausfall der Dichtungen zu unkontrolliertem Entweichen des
Spülgases in die Umgebung kommen, wodurch einerseits die Spülleistung verringert wird,
und andererseits teures Spülgas ungenutzt entweicht.
[0015] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kupplung zum Ankuppeln eines metallurgischen Gefäßes,
insbesondere einer Stahlgießpfanne, anzugeben, die einfacher und kostengünstiger im
Aufbau und weniger verschleißanfällig ist.
[0016] Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sowie ein Verfahren
zum Ankuppeln sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0017] Nach der Lehre der Erfindung wird bei der vorgeschlagenen Kupplung im zweiten Kupplungsteil
höchstens ein Schließelement in einem Gasauslass und mindestens ein weiteres Schließelement
außerhalb des zweiten Kupplungsteils zumindest in dem Teil der Gaszuführung angeordnet,
das mit dem permanent offenen Gasauslass bzw. den Gasauslässen verbunden ist.
[0018] Betriebliche Versuche haben gezeigt, dass eine wesentliche Standzeiterhöhung der
Kupplung erreicht werden kann, wenn anstatt eines mit vielen Dichtungen versehenen
Tandemventils nur noch ein Schließelement im zweiten (unteren) Kupplungsteil verwendet
wird.
[0019] Das Schließelement ist vorteilhaft als federbetätigtes Ventil ausgebildet, welches
nur im zentralen Auslasskanal des unteren Kupplungsteils angeordnet ist, wobei der
andere Auslasskanal permanent geöffnet bleibt.
[0020] Die Freigabe bzw. Sperrung der Gaszufuhr zum permanent geöffneten Auslasskanal wird
über die Anordnung eines weiteren Schließelementes außerhalb des unteren Kupplungsteils
in der Gaszuführung zum unteren Kupplungsteil geregelt.
[0021] Ein wesentlicher Vorteil dieser Kupplung ist, dass nunmehr auf ein aufwändig hergestelltes
federbetätigtes Tandemventil mit Doppelkegelsitz verzichtet werden kann und nur noch
für den ersten zentralen Gasauslass ein keine weiteren Dichtungen aufweisendes Ventil
benötigt wird.
[0022] Durch den Wegfall eines Ventils im Bereich des zweiten Gasauslasses kann nun ebenfalls
auf die elastischen Dichtelemente zur gegenseitigen Abdichtung der Gasauslasskanäle
verzichtet werden.
[0023] Die Kupplung wird somit wesentlich einfacher und kostengünstiger im Aufbau, wobei
durch die Reduzierung der Verschleißteile in der Kupplung darüber hinaus vorteilhaft
eine erhebliche Steigerung der Standzeit erreicht wird.
[0024] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Kupplung können sowohl bei einer Neukonstruktion,
wie auch bei der nach dem Stand der Technik bekannten Kupplung realisiert werden.
[0025] Bei einer Neukonstruktion der Kupplung können unter Verwendung nur noch eines Ventils
von vornherein gasdicht voneinander getrennte Gasauslasskanäle vorgesehen werden.
[0026] Es ist aber auch möglich, die nach dem Stand der Technik bekannte Kupplung mit Tandemventil
kostengünstig auf nur noch ein Ventil umzurüsten. Dabei wird nach Wegfall eines Ventils
die Abdichtung zwischen dem zentralen und dem weiteren Gasauslasskanal sowie nach
außen nunmehr durch einen im ehemaligen Ventilraum angeordneten gasdicht eingeschweißten
metallischen Dichtstopfen realisiert, der keinem Verschleiß unterliegt und damit auch
keine Wartung benötigt.
[0027] Der bereits beschriebene Lösungsansatz zur Vereinfachung der erfindungsgemäßen Kupplung
kann noch weiter verbessert werden, wenn gemäß dem Merkmal des Anspruches 5 auf die
Anordnung eines Schließelementes im unteren Kupplungsteil vollständig verzichtet wird.
[0028] Das Schließelement ist separat von der Kupplung nur noch in der Gaszuführung zum
unteren Kupplungsteil angeordnet, welches den Gaszufluss an die Gasspülleitungen gleichzeitig
freigibt oder schließt. Das Schließelement kann sowohl in der Gaszuführung jeder Gasspülleitung
angeordnet sein, es ist aber auch möglich mit nur einem Schließelement in einer gemeinsamen
Gaszuführung alle Gasspülleitungen gleichzeitig freizugeben oder zu schließen.
[0029] Die betriebliche Praxis hat gezeigt, dass bei der bekannten Kupplung während des
Ankuppelns, d. h. schon vor der abdichtenden Kontaktierung der Kupplungsteile, durch
das Öffnen des Ventils ein starker Gasstrom auf das obere muldenförmige Kupplungsteil
gerichtet ist. Die im oberen Kupplungsteil im Kupplungsbereich angeordneten Dichtelemente
werden durch diesen Gasstrom stark beansprucht mit der Folge eines frühzeitigen Ausfalls.
[0030] Erfindungsgemäß ist deshalb das Schließelement für die Gaszufuhr in der Gaszuführung
zur Kupplung angeordnet, so dass der Zeitpunkt zum Öffnen oder Schließen der Gaszufuhr
in vorteilhafter Weise frei gewählt werden kann. Vorteilhaft wird der Gasfluss erst
freigegeben, wenn der Kupplungsvorgang abgeschlossen, d. h. die abdichtende Kontaktierung
der Kupplungsteile erfolgt ist.
[0031] In einer erfindungsgemäßen Weiterbildung kann auch vorgesehen werden, vor Beginn
des eigentlichen Kupplungsvorgangs die Gaszufuhr kurzzeitig zu öffnen. Dieses geschieht
vorteilhaft in einer ausreichend großen Entfernung vom oberen Kupplungsteil, so dass
die Dichtungen im Kupplungsbereich durch den Gasstrom nicht beschädigt werden können.
[0032] Ein kurzzeitiges Öffnen der Gaszufuhr vor dem Ankuppeln kann beispielsweise immer
dann sinnvoll sein, wenn die Gefahr besteht, dass in die offenen Gasauslasskanäle
eindringender Schmutz zu Verstopfungen führen könnte. Durch den kurzzeitigen Gasausstoß
werden die Auslasskanäle frei geblasen, so dass ein störungsfreier Gasfluss durch
die Kupplung in die Stahlgießpfanne sichergestellt werden kann.
[0033] Diese verbesserte Kupplung ist durch eine weitere deutliche Reduzierung der Teileanzahl
mit entsprechender Kostenreduzierung im Vergleich zur Kupplung mit einem Schließelement
im unteren Kupplungsteil gekennzeichnet, wobei durch Vermeiden einer möglichen Beschädigung
durch den Gasstrom vor der Kontaktierung der Kupplungsteile, die Betriebssicherheit
gleichzeitig deutlich gesteigert wird.
[0034] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele. Gleiche Bezugszeichen
in unterschiedlichen Figuren bezeichnen gleiche Bauteile. Es zeigen:
- Figur 1
- Ausschnittweise Darstellung einer erfindungsgemäßen Kupplung mit nur noch einem Ventil
im unteren Kupplungsteil,
- Figur 2
- ausschnittweise Darstellung einer erfindungsgemäßen Kupplung ohne Ventil im unteren
Kupplungsteil.
[0035] Figur 1 zeigt ausschnittweise einen senkrechten Schnitt durch eine erfindungsgemäße im Wesentlichen
zylindrisch ausgebildete Kupplung für das Ankuppeln einer Stahlgießpfanne an mindestens
zwei ortsfest angeordneten Gasspülleitungen einer Pfannenspüleinrichtung, wobei die
beiden Kupplungsteile in einer nicht zusammengekuppelten Position gezeigt werden.
Zu sehen ist eine erfindungsgemäß umgerüstete Kupplung, die im unteren Kupplungsteil
nur noch ein Ventil aufweist.
[0036] Dargestellt sind das an der Stahlgießpfanne befestigte obere Kupplungsteil 1 sowie
das an den ortsfesten Gasspülleitungen 10, 10' der Pfannenspüleinrichtung angeordnete
untere Kupplungsteil 2. Die Gasspülleitungen sind an eine hier nicht dargestellte
gemeinsame Gaszuführung der Pfannenspüleinrichtung angeschlossen.
[0037] Das untere Kupplungsteil 2 ist in der ebenfalls nicht dargestellten Aufnahmevorrichtung
für die Gießpfanne derart ortsfest angeordnet, dass durch eine senkrechte Absenkbewegung
der Gießpfanne in die Aufnahmevorrichtung die Kupplungsteile 1, 2 aufeinander zu bewegt
und automatisch in der richtigen Position zusammengekuppelt werden können.
[0038] Dazu ist das obere Kupplungsteil 1 im Kupplungsbereich muldenförmig ausgenommen und
das untere Kupplungsteil 2 komplementär dazu im Wesentlichen konisch ausgebildet,
so dass über die sich ergebende Zwangsführung die Kupplungsteile 1, 2 sich auch bei
nicht exakter Fluchtung automatisch in die richtige Position zueinander ausrichten.
[0039] Das obere Kupplungsteil 1 weist einen zentralen Gaseinlasskanal 12 und einen um den
Gaseinlasskanal 12 angeordneten ringförmigen Gaseinlasskanal 13 auf, der im Kupplungsbereich
in mehrere Teileinlässe 16 mündet.
[0040] Der untere Kupplungsteil 2 weist einen komplementär zum muldenförmig ausgebildeten
Kupplungsbereich des oberen Kupplungsteils 1 im Wesentlichen konisch ausgebildeten
Kupplungskopf 11 auf, mit im Kupplungsbereich an die Gaseinlässkanäle 12, 13 anschließbaren
Gasauslässen 5, 6, die über im Kupplungsbereich angeordnete Dichtungen 7, 7' abdichtend
miteinander verbunden sind.
[0041] Der Kupplungskopf 11 ist zu Wartungszwecken mit Schrauben 17 und im Anschlussbereich
vorgesehenen Dichtungen 8, 8' mit dem unteren Kupplungsteil 2 lösbar verbunden.
[0042] Der zentrale Gasauslass 5 ist über den Gasauslasskanal 4 mit der Gasspülleitung 10
und die Teilauslässe 6 über den Gasauslasskanal 4' mit der Gasspülleitung 10' verbunden.
[0043] Erfindungsgemäß weist der Kupplungskopf 11 nur noch ein im zentralen Gasauslass 5
angeordnetes mit einer Feder 9 beim Kupplungsvorgang zu betätigendes Ventil 3 auf,
welches im nicht geöffneten Zustand über einen Kegelsitz im Kupplungskopf 11 den zentralen
Gasauslass 5 zum Gasauslasskanal 4 bzw. zur Gasspülleitung 10 abdichtet. Der weitere
Gasauslass 6 ist nunmehr ohne Ventil permanent geöffnet.
[0044] Die Gasauslasskanäle 4, 4' sind über einen im ehemaligen Ventilbereich angeordneten
Dichtstopfen 14 mittels einer Schweißnaht 15 gasdicht voneinander getrennt, so das
die Gasströme dauerhaft voneinander getrennt sind.
[0045] Bei einer Neukonstruktion kann, wie oben beschrieben, das untere Kupplungsteil 2
unter Wegfall eines Ventils von vornherein mit völlig getrennten Gasauslasskanälen
4, 4' konzipiert werden, wodurch das Einschweißen eines Dichtungsstopfens 14 entfällt.
[0046] Der Ankupplungsvorgang der Gießpfanne an die Gasspülleitungen 10, 11 geschieht wie
folgt:
[0047] Zunächst werden durch Absenken der Gießpfanne das obere 1 und das untere Kupplungsteil
2 zusammengeführt. Das axial bewegliche Ventil 3 ist im zentralen Gasauslass 5 angeordnet
und ragt im nicht angekuppelten Zustand über die Kontur des Kupplungskopfes 11 hinaus,
so dass sich beim axialen Aufeinanderzubewegen der Kupplungsteile 1, 2 das Ventil
3 schon vor der abdichtenden Kontaktierung der Kupplungsteile 1, 2 öffnet.
[0048] Über die freigegebene Öffnung des Kegelsitzes kann nach der abdichtenden Kontaktierung
das Spülgas über die Gasspülleitung 10 durch den Gasauslasskanal 4 in den zentralen
Gasauslass 5 strömen.
[0049] Nach der abdichtenden Kontaktierung wird über ein weiteres außerhalb des Kupplungsteils
2 in der Gaszuführung der Gasspülleitungen 4, 4' angeordnetes Schließelement die gemeinsame
Gaszufuhr geöffnet, so dass das Spülgas über die Gasspülleitung 10, 10' durch den
Gasauslasskanal 4, 4' zum zentralen Gasauslass 5 und zu den Teilauslässen 6 im Kupplungskopf
11 strömen kann.
[0050] Beim Abkuppeln wird die Feder 9 des Ventils 3 wieder entlastet, wobei das Ventil
3 den zentralen Gasauslass 5 im Kupplungskopf 11 wieder schließt, gleichzeitig wird
die Gaszufuhr zu den Gasauslässen über das Schließelement in der Gaszuführung wieder
geschlossen.
[0051] In
Figur 2 ist eine erfindungsgemäße Kupplung dargestellt, die ohne Ventil im unteren Kupplungsteil
auskommt und damit sehr kostengünstig in der Herstellung und außerdem verschleiß-
und damit wartungsarm ist. Der äußere Aufbau der Kupplung ist im Wesentlichen identisch
mit der Darstellung in
Figur 1, so dass auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet wird.
[0052] Das Schließelement für den Gasfluss ist nunmehr separat von der Kupplung nur noch
in der Gaszuführung zum unteren Kupplungsteil 2 angeordnet, welches den Gaszufluss
an die Gasspülleitungen 10, 10' gleichzeitig freigibt oder schließt. Das Schließelement
kann sowohl in der Gaszuführung jeder Gasspülleitung 10, 10' angeordnet sein, es ist
aber auch möglich mit nur einem Schließelement in einer gemeinsamen Gaszuführung alle
Gasspülleitungen 10, 10' gleichzeitig freizugeben oder zu schließen.
[0053] Die Verfahrensweise beim An- und Abkuppeln entspricht im Wesentlichen der bei
Figur 1 beschriebenen, jedoch werden die Schließelemente zur Steuerung des Gasflusses nunmehr
unabhängig vom eigentlichen Kupplungsvorgang betätigt, so dass der Zeitpunkt zum Öffnen
und Schließen der Gaszufuhr in vorteilhafter Weise frei gewählt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0054]
| Nr. |
Bezeichnung |
| 1 |
erstes (oberes) Kupplungsteil |
| 2 |
zweites (unteres) Kupplungsteil |
| 3 |
Ventil |
| 4, 4' |
Gasauslasskanäle |
| 5 |
zentraler Gasauslass |
| 6 |
Teilauslässe |
| 7, 7' |
Dichtungen (Kupplungsbereich) |
| 8, 8' |
Dichtungen (Kupplungskopf) |
| 9 |
Ventilfeder |
| 10, 10' |
Gasspülleitungen |
| 11 |
Kupplungskopf |
| 12 |
zentraler Gaseinlasskanal |
| 13 |
ringförmiger Gaseinlasskanal |
| 14 |
Dichtstopfen |
| 15 |
Schweißnaht |
| 16 |
Teileinlässe |
| 17 |
Schrauben |
1. Kupplung zum Ankuppeln eines metallurgischen Gefäßes, insbesondere einer Stahlgießpfanne,
an mindestens zwei ortsfest angeordnete an einer Gaszuführung angeschlossene Gasspülleitungen
einer Pfannenspüleinrichtung, umfassend ein am metallurgischen Gefäß befestigtes,
im Kupplungsbereich muldenförmig ausgebildetes erstes Kupplungsteil mit mindestens
zwei Gaseinlasskanälen und ein an die Gasspülleitungen angeschlossenes, im Kupplungsbereich
komplementär zur Mulde des ersten Kupplungsteils ausgebildetes zweites Kupplungsteil
mit mindestens zwei an die Gaseinlasskanäle des ersten Kupplungsteils anschließbare
gegeneinander abdichtbare Gasauslasskanälen, wobei ein Gasauslasskanal zentral im
Kupplungsbereich in einen Gasauslass und ein weiterer Gasauslasskanal in kreisförmig
um den zentralen Kanal angeordnete Teilauslässe mündet und in der Pfannenspüleinrichtung
mindestens ein Schließelement angeordnet ist, welches die Freigabe oder Sperrung des
Gasflusses regelt
dadurch gekennzeichnet,
dass im zweiten Kupplungsteil (2) höchstens ein Schließelement in einem Gasauslass (5,
6) und mindestens ein weiteres Schließelement außerhalb des Kupplungsteils (2) zumindest
in dem Teil der Gaszuführung angeordnet ist, das mit dem permanent offenen Gasauslass
oder den Gasauslässen verbunden ist.
2. Kupplung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass nur der zentrale Gasauslass (5) des zweiten Kupplungsteils (2) mit einem Schließelement
versehen ist.
3. Kupplung nach Anspruch 1 und 2
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schließelement im Kupplungsteil (2) als Ventil (3) ausgebildet ist.
4. Kupplung nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ventil (3) als ein mit einer Feder (9) belastetes Ventil ausgebildet ist.
5. Kupplung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass nur in der Gaszuführung der Gasspülleitungen (10, 10') außerhalb des Kupplungsteils
(2) ein Schließelement angeordnet ist.
6. Verfahren zum Ankuppeln eines metallurgischen Gefäßes an mindestens zwei ortsfest
angeordnete Gasspülleitungen mit einer Kupplung nach Anspruch 5, wobei das erste (1)
und zweite Kupplungsteil (2) aufeinander zu bewegt und beim Zusammenführen die Übergänge
zwischen den Gasauslasskanälen abgedichtet werden und der Spülgaszufluss durch Betätigen
des Schließelementes im angekuppelten Zustand freigegeben wird
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Ankuppeln die offenen Gasauslässe (5, 6) oder die Gasauslasskanäle (4, 4')
durch teilweises und kurzzeitiges Öffnen der Gaszuführung frei geblasen werden und
nach dem Ankuppeln die Spülgaszufuhr voll geöffnet wird.