[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
1 ausgebildete Spanneinrichtung mit einem Spannfutter und einer daran fixierbaren
Spannzange.
[0002] Unter dem Begriff Spannzange wird im vorliegenden Fall eine geschlitzte, mit einem
konischen Abschnitt versehene Spannhülse verstanden, welche einen Gegenstand, insbesondere
ein zu bearbeitendes Werkstück, durch radiales Aufspreizen oder Zusammenziehen der
Spannbacken, festklemmt bzw. festspannt. Gattungsgemässe Spannzangen kommen beispielsweise
an Drehbänken zum Einsatz, wo sie mittels eines Gewindes in eine Spindel eingeschraubt
werden. Ein grundsätzlicher Nachteil der konventionellen Spannzangen anhaftet besteht
darin, dass sowohl deren Winkellage um die Längsachse, -Z-Achse-, wie auch deren Position
in Richtung der Längsachse nicht oder zumindest nicht exakt definiert ist. Bei der
Bearbeitung von rotationssymmetrischen Werkstücken auf einer Drehbank ist dies von
untergeordneter Bedeutung. Andererseits sollen jedoch vermehrt auch Werkstücke mittels
Spannzangen an Bearbeitungsmaschinen fixiert werden, die nicht rotationssymmetrisch
ausgebildet sind und bei denen insbesondere eine exakte Positionierung in X- und Y-Richtung,
sowie ggf. in Z-Richtung, wichtig ist und ggf. auch eine genaue Positionierung bezüglich
der Winkellage um die Z-Achse erwünscht ist.
[0003] Um Spannzangen in X-, Y- und Z-Richtung wie auch bezüglich der Winkellage um die
Z-Achse exakt aufspannen zu können, ist man dazu übergegangen, die jeweilige Spannzange
auf einer mit Zentrierelementen versehenen Palette zu befestigen. Die Palette ihrerseits
kann dann an einem Spannfutter fixiert werden, welches mit zu der Palette korrespondierenden
Zentrierelementen versehen ist.
[0004] Aus der FR-A-2 694 222 ist eine Spanneinrichtung mit einer Spannzange bekannt, welche
ein Werkzeughalter-Organ, vorzugsweise in Form einer rohrförmigen Muffe, eine scheibenförmige
Muffe, die mit dem Werkzeughalter-Organ verbunden werden kann, und eine Vorrichtung,
welche in der Lage ist, durch die Maschine zur Rotation gebracht zu werden und die
genannte scheibenförmige Muffe in Rotation zu versetzen, aufweist. Dabei weist das
Werkzeughalter-Organ, welches als hohles Drehelement, das an seinem Ende geschlossen
ist und in die scheibenförmige Muffe eingreift, zwei axial ausgerichtete Teile auf,
von denen das eine zur Aufnahme des Endes eines Bohrers ausgebildet ist, während das
andere zur Aufnahme des Endes eines Gewindebohrers zum Gewindeschneiden in einer durch
den genannten Bohrer erzeugten Ausbohrung ausgebildet ist. Aus dieser Veröffentlichung
ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte für eine genau Positionierung des Werkzeugs oder
eines Werkstücks in X- und Y-Richtung. Aber auch über bezüglich einer Z-Positionierung
des Werkzeugs oder eines Werkstücks ergeben sich keine Anhaltspunkte.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 ausgebildete Spanneinrichtung zu schaffen, welche direkt, einfach, schnell und positionsgenau
an einem Spannfutter fixierbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einer Spanneinrichtung gelöst, welche mit den im Kennzeichen
des Anspruchs 1 angeführten Merkmalen versehen ist.
[0007] Bevorzugte Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Ansprüchen
2 bis 9 umschrieben.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer ein Spannfutter sowie eine Spannzange umfassenden
Spanneinrichtung;
- Fig. 2
- eine Ansicht von unten auf die Spannzange;
- Fig. 3
- einen teilweisen Längsschnitt durch das Spannfutter sowie die daran festgespannte
Spannzange.
- Fig. 4
- eine alternative Ausführungsform einer Spanneinrichtung;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch die Spanneinrichtung gemäss Fig. 4, und
- Fig. 6
- eine mit einem Spannzapfen versehene Spannzange.
[0009] Aus der Fig. 1 ist eine schematisch dargestellte Spanneinrichtung 10 mit einem Spannfutter
1, einer daran festspannbaren Spannzange 2 sowie einem Betätigungsbolzen 3 ersichtlich.
Die Z-Achse der Spanneinrichtung 10, welche gleichzeitig auch die Längsmittenachse
ist, trägt das Bezugszeichen 46. Obwohl der Betätigungsbolzen 3 separat dargestellt
ist, bildet er normalerweise einen Bestandteil des Spannfutters 1.
[0010] Das Spannfutter 1 ist mit einem kreisringförmigen Vorsprung 11 versehen, auf dem
vier Zentrierzapfen 12a, 12b, 12c, 12d angeordnet sind. Zwischen zwei Zentrierzapfen
12a, 12b, 12c, 12d ist jeweils eine erhabene, als Z-Auflage für die Spannzange 2 dienende
Auflagefläche 13a, 13b, 13c, 13d angeordnet. Aus dem Zentrum der einen Auflagefläche
13b steht ein Indexierstift 14 vor. Der Vorsprung 11 wird auf der Aussenseite von
einem ringförmig ausgebildeten Kugelhalter 16 umfasst, der mit einer Vielzahl von
entlang eines Kreisrings angeordneten Spannkugeln 17 versehen ist und ein Aussengewinde
aufweist. Die Spannkugeln 17 sind in Bohrungen 18 des Kugelhalters 16 aufgenommen.
Auf das Aussengewinde des Kugelhalters 16 ist eine Überwurfmutter 19 aufgeschraubt,
welche auf der Innenseite mit einer konisch zulaufenden Druckfläche 20 zum radialen
Verschieben der Spannkugeln 17 versehen ist. Auf der Oberseite der Überwurfmutter
19 ist eine Dichtlippe 8 angeordnet, welche sich auf der Aussenseite des Kugelhalters
16 anlegt. Der Kugelhalter 16 ist mittels Schrauben 15 auf einer Platte 21 befestigt,
welche ihrerseits mittels weiteren Befestigungselementen (nicht dargestellt) an einer
maschinenseitig vorzusehenden Aufnahme befestigt wird. Der Betätigungsbolzen 3 wird
im Innern des Spannfutters 1 angeordnet und ist in Z-Richtung verschiebbar. Die Verschiebung
des Betätigungsbolzens 3 erfolgt vorzugsweise pneumatisch. Auf der Vorderseite ist
der Betätigungsbolzen 3 mit einer konisch zulaufenden Druckfläche 4 versehen, welche
dem radialen Aufweiten der Spannzange 2 dient, wie nachfolgend noch näher erläutert
wird.
[0011] Die in teilweise geschnittener Darstellung gezeigte Spannzange 2 ist im wesentlichen
hohlzylindrisch ausgebildet. Der Spannzangenvorderteil 23 ist in bekannter Weise mit
Schlitzen 25a, 25b versehen, welche den Spannzangenvorderteil 23 in radial aufspreizbare
bzw. zusammendrückbare Klemmbacken 24a, 24b, 24c unterteilen. Die Spannzange 2 weist
insgesamt vier Schlitze und vier Klemmbacken auf. Natürlich kann die Spannzange auch
mit weniger oder mehr als den genannten vier Schlitzen versehen werden. In den Spannzangenvorderteil
ist eine zentrale Bohrung 26 eingelassen, deren Durchmesser den Anforderungen entsprechend
gewählt wird.
[0012] Auf ihrer Rückseite weist die Spannzange 2 eine umlaufende Schulter 28 auf, die auf
der Unterseite eine kreisringförmig verlaufende Stirnfläche 31 bildet. Die Stirnfläche
31 dient als Z-Anschlag beim Fixieren der Spannzange 2 am Spannfutter 1. Die Schulter
28 ist auf der Oberseite mit einer schräg verlaufenden Druckfläche 29 versehen, an
welcher die Spannkugeln 17 des Spannfutters 1 anzugreifen bestimmt sind, um die Spannzange
2 am Spannfutter 1 zu fixieren. In die untere Stirnfläche 31 der Spannzange 2 sind
Zentriernuten 30a, 30b eingelassen, die in der Lage und Form mit den am Spannfutter
1 angeordneten Zentrierzapfen 12a, 12b, 12c, 12d korrespondierenden und dem Positionieren
der Spannzange 2 in X- und Y-Richtung wie auch bezüglich der Winkellage um die Z-Achse
dienen. Von den vier Zentriernuten sind aus dieser Darstellung jedoch nur die zwei
vorderen Zentriernuten 30a, 30b ersichtlich. In die Stirnfläche 31 der Spannzange
2 ist im weiteren eine aus dieser Darstellung nicht ersichtliche Indexieröffnung eingelassen,
die der Aufnahme des am Spannfutter 1 angeordneten Indexierstifts 14 dient. Ein den
Mittelteil der Spannhülse 2 bildender Schaft 32 verbindet die Schulter 28 mit dem
Spannzangenvorderteil 23.
[0013] Auf der Rückseite ist der Spannzangenvorderteil 23 mit einer sich konisch verjüngenden
Vertiefung 34 versehen. Diese Vertiefung 34 beginnt innerhalb des Schafts 32 auf der
Rückseite des Spannzangenvorderteils 23 und führt bis zu der Bohrung 26. Die Vertiefung
34 wird durch vorstehende und sich konisch erweiternde Wandteile 35a, 35b begrenzt.
Die Wandteile 35a, 35b werden durch die Schlitze 25a, 25b im Spannzangevorderteil
23 unterteilt. Insgesamt sind vier solcher durch Schlitze unterteilten Wandteile vorhanden.
Wird der Betätigungsbolzen 3 in die Vertiefung 34 hineingedrückt, so spreizen sich
die Klemmbacken 24a, 24b, 24c in radialer Richtung auf.
[0014] Es versteht sich, dass die Anordnung der Zentriernuten und der Zentrierzapfen auch
umgekehrt erfolgen könnte, indem die Zentrierzapfen an der Spannzange und die Zentriernuten
an dem Spannfutter angeordnet werden.
[0015] Die Fig. 2 zeigt die Spannzange 2 in einer Ansicht von unten. Aus dieser Darstellung
ist insbesondere ersichtlich, dass vier Zentriernuten 30a, 30b, 30c, 30d in die dem
Spannzangenvorderteil 23 abgewandte Stirnseite 31 der Schulter 28 eingelassen sind,
und dass die Schulter 28 gleichzeitig mit einer Druckfläche 29 für die Spannkugeln
17 des Spannfutters versehen ist. Im weiteren ist die zur Aufnahme des Indexierstiftes
14 dienende Indexierbohrung 33 ersichtlich, welche eine grobe Ausrichtung der Lage
um die Z-Achse ermöglicht und somit ein bezüglich der groben Winkellage um die Z-Achse
korrektes Fixieren der Spannzange 2 am Spannfutter 1 sicherstellen soll. Die zwischen
den Zentriernuten 30a, 30b, 30c, 30d verlaufenden, kreisringförmigen Flächenabschnitte
der Stirnfläche 31 bilden den Z-Anschlag für die Spannzange 2 beim Festspannen am
Spanfutter 1. Indem die Zentriernuten 30a, 30b, 30c, 30d, in axialer Richtung gesehen,
im Bereich der Druckfläche 29 in die Schulter 28 der Spannzange 2 eingelassen sind
und die Spannzange 2 an dieser Druckfläche 29 durch eine Mehrzahl von entlang eines
Kreisrings angeordnete Spannkugeln 17 in Z-Richtung fixiert wird, kann das Spannfutter
2 zum einen sehr genau positioniert werden und zum anderen hohe Kräfte, insbesondere
auch in radialer Richtung, aufnehmen.
[0016] Die Fig. 3 zeigt einen teilweisen Längsschnitt durch das Spannfutter 1 sowie die
daran festgespannte Spannzange 2. Die Spannzange 2 wird durch die an der Druckfläche
29 der Schulter 28 angreifenden Spannkugeln 17 am Spannfutter 1 fixiert. Die Spannkugeln
17 ihrerseits werden durch die Druckfläche 20 der Überwurfmutter 19, welche letztere
manuell in die hier dargestellte Wirkstellung gedreht wurde, radial nach innen gedrückt.
Indem die Spannkugeln 17 auf die Druckfläche 29 der Schulter 28 der Spannzange 2 drücken,
wird die Letztere in Z-Richtung gegen das Spannfutter 1 gedrückt. Der zum radialen
Aufspreizen der Spannzange 2 vorgesehen Betätigungsbolzen 3 ist in der nach oben geschobenen
Wirkstellung gezeigt. Beim Hochschieben des Betätigungsbolzens 3 legt sich dessen
konische Druckfläche 4 an der Wandfläche der Vertiefung 34 bzw. an den sich konisch
erweiternden Wandteilen 35a, 35b an, wodurch die Klemmbacken 24a, 24b, 24c des Spannzangenvorderteils
23 aufgespreizt werden. Eine derart ausgebildete Spanneinrichtung 10 eignet sich insbesondere
zum Fixieren von Werkstücken, die durch ein radiales Aufspreizen der Klemmbacken an
der Spannzange 2 fixiert werden. Das an der Spannzange 2 zu fixierende Werkstück (nicht
dargestellt) wird dazu über die Spannzange 2 gestülpt, so dass dieses durch das radiale
Aufspreizen der Spannzange 2 am Umfang der Spannzange 2 fixiert wird. Die Aussenkontur
der Spannzange 2 wird dazu vorzugsweise an die Innenkontur einer Ausnehmung in dem
zu fixierenden Werkstück angepasst. Eine andere Variante besteht darin, dass das zu
fixierende Werkstück mit einem Adapter versehen wird, der an die Aussenkontur der
Spannzange angepasst ist, oder dass das Werkstück selber auf die Aussenkontur der
Spannzange abgestimmt wird.
[0017] Solange der Betätigungsbolzen 3 in die Vertiefung 34 der Spannzange 2 hineingedrückt
wird, ist das Werkstück an der Spannzange fixiert, während das Werkstück nach dem
Zurückziehen des Betätigungsbolzens 3 von der Spannzange 2 entfernt werden kann, da
sich die Spannbacken federelastisch in die unbelastete Ausgangsstellung zurückbewegen.
[0018] Grundsätzlich gilt, dass beim Festspannen der Spannzange 2 am Spannfutter 1 die vier
Zentrierzapfen 12a, 12b, 12c, 12d des Spannfutters 1 in die Zentriernuten 30a, 30b,
30c, 30d der Spannzange 2 eindringen und dabei die Spannzange 2 gegenüber dem Spanfutter
1 in X- und in Y-Richtung sowie bezüglich der Winkellage um die Z-Achse ausrichten.
Die Zentriernuten 30a, 30b, 30c, 30d der Spannzange 2 sind derart dimensioniert und
auf die Zentrierzapfen 12a, 12b, 12c, 12d des Spannfutters 1 abgestimmt, dass bei
lose aufgesetzter Spannzange 2 bzw. Hülse 3 die Zentrierzapfen 12a, 12b, 12c, 12d
des Spannfutters 1 soweit in die Zentriernuten 30a, 30b, 30c, 30d der Spannzange 2
bzw. Hülse 1 eindringen, dass zwischen den Z-Auflageflächen 13a, 13b, 13c, 13d des
Spannfutters 1 und der ringförmigen Stirnseite 31 der Spannzange 2 ein Spalt in der
Grössenordnung von 0.01 bis 0.1 mm besteht. Beim Festziehen der Überwurfmutter 19
wird dieser Spalt aufgehoben, indem die Zentrierzapfen 12a, 12b, 12c, 12d des Spannfutters
1 um den Betrag des Spalts tiefer in die Zentriernuten 30a, 30b, 30c, 30d der Spannzange
2 eindringen. Dabei macht man sich die Elastizität des Materials - Stahl- zu nutze,
indem die Spannzange 2 durch die eindringenden Zentrierzapfen im Bereich ihrer Nuten
30a, 30b, 30c, 30d geringfügig aufgeweitet wird. Diese Deformation spielt sich im
Bereich der Materialelastizität ab, wodurch gänzlich auf Zentrierelemente verzichtet
werden kann, die in Z-Richtung federelastisch nachgiebig sind. Nach dem Festziehen
der Überwurfmutter 19 liegt die Spannzange 2 mit ihrer kreisringförmig verlaufenden
Stirnfläche 31 auf den als Z-Auflage dienenden Auflageflächen 13a, 13b, 13c, 13d des
Spannfutters 1 auf, wodurch die Lage der Spannzange 2 gegenüber dem Spannfutter 1
auch in Z-Richtung eindeutig definiert ist.
[0019] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Spanneinrichtung in perspektivischer
Ansicht. Die Spannzange 2a ist mit einer ovalen Ausnehmung 37 zum Fixieren eines entsprechenden
Werkstücks 39 versehen. Der Boden 38 der Ausnehmung 37 bildet den Z-Anschlag für das
Werkstück 39. In diesem Fall wird das Werkstück 39 nicht durch radiales Aufspreizen
der Klemmbacken an der Spannzange 2a fixiert, sondern durch ein radiales Zusammenziehen
derselben. Dieses radiale Zusammenziehen der Klemmbacken wird durch einen alternative
Ausbildung des Betätigungsbolzen 3a bewirkt, wie nachfolgend anhand der Fig. 5 erläutert
wird.
[0020] Aus der Fig. 5, welche einen Längsschnitt durch die Spanneinrichtung gemäss Fig.
4 zeigt, ist der Betätigungsbolzen 3a ersichtlich. Anstelle einer konischen Druckfläche
ist der Betätigungsbolzen 3a mit einer Ausnehmung 36 versehen, deren Innenseite weitgehend
mit der Aussenkontur der die Ausnehmung in der Spannzange 2a begrenzenden Wandteile
35a, 35b übereinstimmt. Die Innenseite dieser Ausnehmung 36 legt sich beim Hochfahren
des Betätigungsbolzens 3a an der Aussenseite der konischen Wandteile 35a, 35b an,
wodurch sich die Spannbacken zusammenziehen, so dass das Werkstück 39 in der Spannzange
2a festgeklemmt wird.
[0021] Die Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Spannzange 2. Die Spannzange
2 ist mit einem Spannzapfen 41 versehen, der zum Einziehen und Fixieren der Spannzange
2 am Spannfutter vorgesehen ist. Der Spannzapfen 41 ist am unteren Ende mit einer
umlaufenden Schulter 42 versehen, die eine abgeschrägte Druckfläche 43 aufweist, an
der Spannkugeln des Spannfutters angreifen können. Es versteht sich, dass das Spannfutter
auf eine mit einem Spannzapfen 41 versehene Spannzange 2 abgestimmt sein muss, indem
die Spannkugeln entsprechend weit unten am Spannfutter angeordnet werden müssen. Der
Spannzapfen 41 ist vorzugsweise hohlzylindrisch ausgebildet, so dass durch dessen
Innenseite ein Betätigungsbolzen zum Aufspreizen bzw. Zusammenziehen der Spannbacken
geführt werden kann.
[0022] Die erfindungsgemäss ausgebildete Spannzange 2 kann direkt, einfach, schnell und
positionsgenau an einem Spannfutter 1 fixiert werden.
[0023] Das Vorsehen einer manuell aufschraubbaren Überwurfmutter 19 zum Fixieren der Spannzange
2 hat den Vorteil, dass die Spanneinrichtung 10 sehr kompakt aufgebaut ist und kostengünstig
hergestellt werden kann. Anstelle einer manuell anzubringenden Überwurfmutter zum
Fixieren der Spannzange könnte das Spannfutter 1 jedoch auch mit einem federbelasteten,
pneumatisch oder hydraulisch verschiebbaren Spannkolben versehen werden, der auf der
Innenseite mit einer konisch zulaufenden Druckfläche zum radialen Verschieben der
Spannkugeln versehen ist. Sofern eine Spannzange ohne Spannzapfen verwendet wird,
kann die gesamte Spanneinrichtung sehr kompakt aufgebaut werden.
1. Spanneinrichtung (10) mit einem Spannfutter (1) und einer daran fixierbaren Spannzange
(2), wobei die Spannzange (2) mit Zentrierelementen zum Ausrichten am Spannfutter
(1) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannzange (2) auf der dem Spannfutter zuzuwendenden Rückseite mit mehreren Zentrierelementen
(30a, 30b, 30c, 30d) versehen ist, welche mit am Spannfutter (1) korrespondierend
angeordneten weiteren Zentrierelementen (12a, 12b, 12c, 12d) zusammenzuarbeiten bestimmt
sind, um die Spannzange (2) gegenüber dem Spannfutter (1) zumindest in X- und Y-Richtung
positionsgenau auszurichten, und dass die Spannzange (2) oder ein mit ihr verbundener
Spannzapfen (41) mit einer Druckfläche (29, 43) versehen ist, an welcher Spannmittel
des Spannfutters (1) anzugreifen bestimmt sind, um die Spannzange (2) am Spannfutter
(1) zu fixieren.
2. Spanneinrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannzange (2) oder der mit ihr verbundene Spannzapfen (41) mit einer umlaufenden
Schulter (28, 42) versehen ist, an der die Druckfläche (29, 43) und/oder die Zentrierelemente
(30a, 30b, 30c, 30d) angeordnet ist/sind.
3. Spanneinrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierelemente (30a, 30b, 30c, 30d) in die dem Spannzangenvorderteil (23) abgewandte
Stirnseite (31) der Schulter (28) eingelassen sind oder daraus hervorstehen, und dass
die zwischen den Zentrierelementen (30a, 30b, 30c, 30d) verlaufende Stirnseite (31)
der Schulter (28) zumindest teilweise die Z-Auflage für die Spannzange (2) beim Festspannen
am Spanfutter (1) bildet.
4. Spanneinrichtung (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stirnseite (31) der Spannzange (2), zum Positionieren derselben in X- und
Y-Richtung wie auch bezüglich der Winkellage um die Z-Achse (46), zumindest drei gleichmässig
entlang eines Kreisrings angeordnete Zentriernuten (30a, 30b, 30c, 30d) eingelassen
sind und/oder zumindest drei Zentriernocken daraus hervorragen.
5. Spanneinrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannfutter (1) mit zumindest drei Zentrierelementen (12a, 12b, 12c, 12d) versehen
ist, welche mit den an der Spannzange (2) angeordneten Zentrierelementen (30a, 30b,
30c, 30d) bezüglich der Lage und Ausbildung korrespondieren, und dass das Spannfutter
(1) mit einem mit Spannkugeln (17) versehenen Spannmechanismus zum Fixieren der Spannzange
(2) am Spannfutter (1) versehen ist.
6. Spanneinrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannmechanismus des Spannfutters (1) eine Überwurfmutter (19) umfasst, welche
auf der Innenseite mit einer konisch zulaufenden Druckfläche (20) zum radialen Verschieben
der Spannkugeln (17) versehen ist.
7. Spanneinrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite des Spannzangenvorderteils (23) mit einer durch radial verlaufende
Schlitze (25a, 25b) unterteilten und sich verjüngenden Vertiefung (34) versehen ist,
in welche ein am Spannfutter (1) angeordneter Betätigungsbolzen (3) derart hineinschiebbar
ist, dass sich die Spannzange (2) radial aufweitet.
8. Spanneinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite des Spannzangenvorderteils (23a) mit einer Ausnehmung versehen ist,
die durch vorstehende und sich konisch erweiternde Wandteile (35a, 35b) begrenzt wird,
welch letztere durch radial verlaufende Schlitze (25a, 25b) unterteilt sind, und über
welche ein am Spannfutter (1) angeordneter, mit einer Ausnehmung (36) versehener Betätigungsbolzen
(3a) derart schiebbar ist, dass sich die Spannzange (23a) radial zusammenzieht.
9. Spanneinrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannzange (2) mit einer Indexierbohrung (33) zum Bestimmen der groben Lage um
die Z-Achse (46) versehen ist.