[0001] Bierdeckel sind seit langem bekannt. Meist haben sie eine runde oder rechteckige
Kontur und sind an ihrer Oberseite und Unterseite mit Texten, Bildern und dergleichen
bedruckt.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bierdeckel mit neuer
Gestaltung zu entwickeln. Insbesondere soll der Bierdeckel neue Anwendungsmöglichkeiten
eröffnen, so dass seine Werthaltigkeit gesteigert und beim Benutzer Interesse geweckt
wird, den neuen Bierdeckel gegenüber den bisher üblichen Produkten vorzuziehen.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Bierdeckel eine Vielzahl
umlaufender Sollbruchstellen in Form mindestens zweier Kreisscheiben aufweist und
dass diese Kreisscheiben zumindest einen radialen, sich etwa über den halben Durchmesser
erstreckenden Schlitz oder Sollbruchstellen für einen solchen Schlitz aufweisen, derart,
dass die Kreisscheiben nach ihrem Herauslösen aus dem Bierdeckel quer zueinander zusammensteckbar
sind.
[0004] Auf diese Weise lässt sich aus dem Bierdeckel durch Heraustrennen und anschließendes
Zusammenstecken der beiden Kreisscheiben längs der Schlitze ein ballähnliches Gebilde
herstellen, das völlig neue Spielmöglichkeiten gestattet.
[0005] Meist genügen schon zwei Vollkreisscheiben, die mittels ihrer Schlitze senkrecht
zusammengesteckt werden, um bereits ein ballähnliches Abrollen in beliebiger Richtung
herbeizuführen. Es liegt aber ebenso im Rahmen der Erfindung, mit mehr als zwei Kreisscheiben
oder mit Teilkreisscheiben zu arbeiten.
[0006] Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass der Bierdeckel die
Kontur einer Spielfigur, insbesondere eines Ballspielers aufweist, so dass ein gedanklicher
Bezug zu dem heraustrennbaren ballähnlichen Gebilde hergestellt wird.
[0007] Dabei können die herauslösbaren Kreisscheiben vorzugsweise im unteren bis mittleren
Bereich der Spielfigur angeordnet sein und einen Durchmesser etwa in Fingergröße aufweisen,
so dass der Benutzer nach dem Heraustrennen der Kreisscheiben seine Finger durch die
im Bierdeckel entstandenen Öffnungen hindurchstecken und mit den Fingerspitzen den
Ball beispielsweise zum Tischnachbarn kicken kann.
[0008] Zweckmäßig sind die Kreisscheiben bezogen auf die stehende Figur etwa horizontal
nebeneinander angeordnet, derart, dass die Figur mit ihrem unteren Rand die Enden
der Hosenbeine des Spielers bildet. Die beiden Kreisscheiben können dann knapp oberhalb
des unteren Randes der Spielfigur angeordnet sein, insbesondere jeweils eine Kreisscheibe
in jedem Hosenbein. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die durch die Spielfigur hindurchgesteckten
beiden Finger die Beine der Spielfigur bilden und der Benutzer wird zum Fußballstar
des Tisches.
[0009] Der Bierdeckel kann bereits bei seiner Herstellung eine Kontur aufweisen, die der
Kontur der gewünschten Spielfigur entspricht. Es liegt aber ebenso im Rahmen der Erfindung,
den Bierdeckel in der üblichen Kreis- oder Rechteckform herzustellen und die Spielfigur
erst durch den Benutzer aus dem Bierdeckel heraustrennen zu lassen. Dies kann ähnlich
wie bei den Kreisscheiben durch entsprechend der Kontur angeordnete Schlitze oder
Sollbruchstellen ermöglicht werden.
[0010] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles und aus der Zeichnung selbst; dabei zeigt
- Figur 1
- eine Vorderansicht des Bierdeckels;
- Figur 2
- eine Rückansicht des Bierdeckels;
- Figur 3
- eine Vorderansicht der herausgetrennten Spielfigur und
- Figur 4
- die Anwendung der Spielfigur durch einen Benutzer.
[0011] Gemäß den Figuren 1 und 2 hat der Bierdeckel 1 eine etwa rechteckige Kontur. Auf
der Vorderseite und Rückseite ist eine Spielfigur 2 abgebildet. Deren äußere Umrisse
weisen fortlaufende Sollbruchstellen 3 auf, so dass die Spielfigur 2 aus dem Bierdeckel
1 von Hand leicht herausgetrennt werden kann.
[0012] Wesentlich ist nun, dass innerhalb der Spielfigur 2, und zwar im Bereich der Hosenbeine
der Spielfigur zwei nebeneinanderliegende Kreisscheiben 4 und 5 abgebildet sind. Diese
Kreisscheiben sehen aus wie ein Fußball und sind durch eine Vielzahl längs des Umfanges
umlaufender Sollbruchstellen 4a bzw. 4b aus der Spielfigur 2 herauszulösen. Der Benutzer
muss dazu lediglich einen gewissen Druck auf die Kreisscheiben 4 und 5 ausüben.
[0013] Wesentlich ist des Weiteren, dass die beiden Kreisscheiben jeweils einen etwa radial
verlaufenden Schlitz 4b bzw. 5b aufweisen, der sich von außen bis etwa in das Zentrum
der Kreisscheibe erstreckt. Dadurch können die beiden Kreisscheiben entlang ihrer
Schlitze in Radialrichtung zusammengesteckt werden, wobei sie einen rechten Winkel
miteinander bilden. Es entsteht dadurch eine Art Ball, der recht gute Rolleigenschaften
aufweist.
[0014] Aus Figur 3 und 4 erkennt man, dass die durch das Ausbrechen der Kreisscheiben 4
und 5 freigewordenen Öffnungen 6 bzw. 7 vom Benutzer dazu verwendet werden können,
zwei Finger durch diese Öffnungen hindurchzustecken, derart, dass die durchgesteckten
Fingerspitzen den Eindruck der Beine der Spielfigur erwecken. Dieser Eindruck wird
dadurch verstärkt, dass die Spielfigur von den durchgesteckten Fingern in etwa vertikaler
Position gehalten wird und des Weiteren noch dadurch, dass mit den durchgesteckten
Fingerspitzen der Ball gespielt werden kann.
[0015] Zusammenfassend zeichnet sich die Erfindung also durch eine phantasievolle Weiterbildung
des bekannten Bierdeckels aus, die ihm völlig neue Nutzungsmöglichkeiten gestattet.
1. Bierdeckel,
dadurch gekennzeichnet,
dass er eine Vielzahl umlaufender Sollbruchstellen 4a, 4b zur Bildung mindestens zweier
Kreisscheiben (4, 5) aufweist und dass diese Kreisscheiben (4, 5) zumindest einen
radialen, sich etwa über den halben Durchmesser erstreckenden Schlitz (4b bzw. 5b)
oder Sollbruchstellen für einen solchen Schlitz aufweisen, derart, dass die Kreisscheiben
(4, 5) nach ihrem Herauslösen aus dem Bierdeckel (1) quer zueinander zusammensteckbar
sind.
2. Bierdeckel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass er eine Spielfigur (3), insbesondere einen Fußballspieler aufweist.
3. Bierdeckel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die herauslösbaren Kreisscheiben (4, 5) im unteren Bereich der Spielfigur (3) angeordnet
sind.
4. Bierdeckel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kreisscheiben (4, 5) einen Durchmesser etwa in Fingergröße aufweisen.
5. Bierdeckel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Kreisscheiben (4, 5) bezogen auf die vertikal stehende Spielfigur (2) etwa horizontal
nebeneinander angeordnet sind.
6. Bierdeckel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spielfigur (2) mit ihrem unteren Rand die Enden der Hosenbeine des Spielers bildet.
7. Bierdeckel nach Anspruch 2 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass knapp oberhalb des unteren Randes der Spielfigur (2) die beiden Kreisscheiben (4,
5) angeordnet sind, insbesondere jeweils eine Kreisscheibe in jedem Hosenbein.
8. Bierdeckel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spielfigur (2) durch längs ihrer Kontur angeordneter Sollbruchstellen (3) aus
dem Bierdeckel (1) heraustrennbar ist.