Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff nach der
Gattung des Hauptanspruchs.
Es ist schon eine Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff aus der DE 42 19 516 A1 bekannt
mit zumindest zwei Saugstrahlpumpen, die jeweils eine Treibdüse und einen stromab
der Treibdüse angeordneten Mischkanal aufweisen. Nachteilig ist, dass die parallel
angeordneten Saugstrahlpumpen viel Bauraum erfordern, sehr massiv ausgebildet sind
und daher viel Spritzgußmasse zur Herstellung benötigen.
[0002] Vorrichtungen zum Fördern von Kraftstoff mit einer einzigen Saugstrahlpumpe, wie
beispielsweise in der DE 43 38 504 C2 gezeigt, haben den Nachteil, dass die Förderleistung
der Saugstrahlpumpe bei bestimmten Betriebsbedingungen nicht ausreicht, eine in einem
Speicherbehälter angeordnete Förderpumpe mit genügend Kraftstoff zu versorgen.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß auf einfache Art und
Weise eine Verbesserung dahingehend erzielt wird, dass die Herstellungskosten verringert
werden, indem die Treibdüsen von einem einzigen sich in Strömungsrichtung konisch
verengenden, stromauf der Mischkanäle angeordneten Fangkanal umgeben sind.
[0004] Auf diese Weise sind die Saugstrahlpumpen kompakter gebaut und mit weniger Spritzgußmasse
herstellbar.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.
[0006] Besonders vorteilhaft ist, wenn zwischen den Treibdüsen und dem Fangkanal ein ringförmiger
Spalt vorgesehen ist, der stromauf mit einem Ansaugkanal strömungsverbunden ist. Auf
diese Weise strömt der angesaugte Kraftstoff nahezu parallel zu den Treibstrahlen
in den Fangkanal ein, so dass eine Ablenkung der Treibstrahlen quer zur Strömungsrichtung
vermieden wird.
[0007] Auch vorteilhaft ist, wenn der Fangkanal eine Ansaugkammer begrenzt und den Kraftstoff
aus der Ansaugkammer in die Mischkanäle leitet, da die Treibstrahlen in der Ansaugkammer
einen Unterdruck erzeugen und auf diese Weise Kraftstoff über den Ansaugkanal in die
Ansaugkammer ansaugen. Der angesaugte Kraftstoff wird von den Treibstrahlen in die
Mischkanäle mitgerissen.
[0008] Außerdem vorteilhaft ist, wenn die Treibdüsen einteilig miteinander verbunden sind,
da auf diese Weise die Herstellung der Saugstrahlpumpen besonders günstig ist.
[0009] Weiterhin vorteilhaft ist, wenn auch die Mischkanäle einteilig miteinander verbunden
sind, da auf diese Weise die Herstellungskosten der Saugstrahlpumpen deutlich verringert
sind.
[0010] Desweiteren vorteilhaft ist, wenn die Mischkanäle mittels einer Trennwand voneinander
getrennt sind, da dies zur Aufrechterhaltung einer hohen Förderleistung der Saugstrahlpumpen
notwendig ist.
[0011] Darüber hinaus vorteilhaft ist, wenn die Mischkanäle stromab in einen gemeinsamen
Diffusor münden, da auf diese Weise Druckenergie zurückgewonnen wird und Strömungsgeräusche
verringert werden.
[0012] Sehr vorteilhaft ist es, wenn der Querschnitt des Diffusors 8-förmig ausgebildet
ist, da die Saugstrahlpumpen auf diese Weise sehr nah beieinander angeordnet werden
können und dadurch besonders wenig Bauraum benötigen. Außerdem wird auf diese Weise
nur wenig Spritzgussmasse benötigt, so dass die Herstellungskosten verringert werden.
[0013] In einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist jeder Treibdüse einer der
Mischkanäle zugeordnet und die Treibdüsen sind bezüglich des zugeordneten Mischkanals
konzentrisch angeordnet.
Zeichnung
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig.1 im Schnitt
eine Ansicht einer Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff mit zwei erfindungsgemäßen
Saugstrahlpumpen und Fig.2 die zwei erfindungsgemäßen Saugstrahlpumpen nach Fig.1
in einer Draufsicht.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0015] Fig. 1 zeigt im Schnitt eine Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff mit zwei erfindungsgemäßen
Saugstrahlpumpen.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist mehere Saugstrahlpumpen 1 mit jeweils einer
Treibdüse 2 und einem Mischkanal 3 auf. Die Saugstrahlpumpen 1 sind beispielsweise
in einem gemeinsamen Gehäuse 1.1 vorgesehen, das beispielsweise aus Kunststoff und
mittels Spritzgußtechnik hergestellt ist. Beispielsweise sind zwei Saugstrahlpumpen
1 an dem Gehäuse 1.1 ausgebildet. Es können aber ausdrücklich auch mehr als zwei Saugstrahlpumpen
1 in dem Gehäuse 1.1 integriert sein.
[0017] Die Treibdüsen 2 sind beispielsweise als eine düsenartige Verengung ausgeführt. Die
Treibdüsen 2 sind stromauf mit einer Treibleitung 4 und stromab mit einer gemeinsamen
Ansaugkammer 6 verbunden. Über die Treibleitung 4 wird jeder Treibdüse 2 Kraftstoff
zugeführt, der über jeweils eine Düsenöffnung 5 als Treibstrahl in die Ansaugkammer
6 gelangt. Stromab der Ansaugkammer 6 sind die Mischkanäle 3 angeordnet.
[0018] Das Gehäuse 1.1 mit den Saugstrahlpumpen 1 ist beispielsweise in einem Speicherbehälter
8 angeordnet. Die Saugstrahlpumpen 1 fördern Kraftstoff aus einem Vorratsbehälter
9 in den Speicherbehälter 8. Der Speicherbehälter 8 ist innerhalb des Vorratsbehälters
9 beispielsweise nahe einem Tankboden 10 des Vorratsbehälters 9 angeordnet.
[0019] Die Mischkanäle 3 verlaufen beispielsweise in Richtung des Tankbodens 10, was auch
als liegende Anordnung der Saugstrahlpumpen 1 bezeichnet wird. Eine bezüglich des
Tankbodens 10 senkrechte oder auch als stehend bezeichnete Anordnung der Mischkanäle
3 ist jedoch ebenso möglich.
[0020] Die Treibleitung 4 ist beispielsweise über ein Druckregelventil 11 mit einer Druckleitung
12 strömungsverbunden, die von einem Förderaggregat 15 ausgehend zu einer Brennkraftmaschine
16 verläuft und diese mit Kraftstoff versorgt. Das Förderaggregat 15 ist beispielsweise
in dem Speicherbehälter 8 angeordnet und saugt Kraftstoff über eine Ansaugleitung
17, in der beispielsweise ein Vorfilter 18 vorgesehen ist, an und fördert diesen druckerhöht
über die Druckleitung 12 zur Brennkraftmaschine 16. In der Druckleitung 12 ist beispielsweise
ein Hauptfilter 19 vorgesehen, der im Kraftstoff enthaltene feine Schmutzpartikel
herausfiltert. Von der Druckleitung 12, beispielsweise stromab des Hauptfilters 19,
zweigt die Treibleitung 4 ab und versorgt die Saugstrahlpumpen 1 bei geöffnetem Druckregelventil
11 mit Kraftstoff. Das Druckregelventil 11 öffnet, wenn der Druck in der Druckleitung
12 einen vorbestimmten Wert überschreitet und läßt überschüssigen Kraftstoff aus der
Druckleitung 12 über die Treibleitung 4 und die Treibdüsen 2 in die Ansaugkammer 6
und über die Mischkanäle 3 der Saugstrahlpumpen 1 zurück in den Speicherbehälter 8
strömen. Die Saugstrahlpumpen 1 können aber ausdrücklich auch über eine Rücklaufleitung
gespeist werden, die überschüssigen Kraftstoff von der Brennkraftmaschine 16 zurück
in den Vorratsbehälter 8 fördert. Ebenso kann die Saugstrahlpumpe 1 direkt mit der
Druckleitung 12 sowohl stromauf als auch stromab des Hauptfilters 19 strömungsverbunden
sein, wobei der Druck der Druckleitung 12 beispielsweise durch eine Drossel abgesenkt
wird.
[0021] Die Saugstrahlpumpen 1 saugen auf bekannte Art und Weise Kraftstoff aus dem Vorratsbehälter
9 an, wobei der Kraftstoff über einen Ansaugkanal 22 in die Ansaugkammer 6 der Saugstrahlpumpen
1 gelangt. Der Ansaugkanal 22 ist beispielsweise durch einen Zwischenraum zwischen
einem Hohlzylinder 21 des Gehäuses 1.1 und den in dem Hohlzylinder 21 angeordneten,
zu den Treibdüsen 2 verzweigten Abschnitten der Treibleitung 4 gebildet. Der in dem
Ansaugkanal 22 in Richtung der Ansaugkammer 6 strömende Kraftstoff umströmt die Abschnitte
der Treibleitung 4, die sich zu den Treibdüsen 2 hin verzweigen, und die Treibdüsen
2 selbst und tritt durch einen ringförmigen Spalt 29 zwischen einer Wandung des Gehäuses
1.1 und den Treibdüsen 2 nahezu parallel zu den Treibstrahlen in die Ansaugkammer
6 ein, so daß die die Treibstrahlen in radialer Richtung ablenkenden Strömungskräfte
gering sind. Auf diese Weise wird vermieden, dass sich die Treibstrahlen der Treibdüsen
2 in radialer Richtung an eine Wandung der Mischkanäle 3 anlegen und sich die Förderleistung
der Saugstrahlpumpen verringert.
[0022] Der Kraftstoff der Treibleitung 4 gelangt über die Düsenöffnungen 5 der Treibdüsen
2 als sogenannter Treibstrahl in die Ansaugkammer 6, wobei die Treibstrahlen von den
Treibdüsen 2 ausgehend die Ansaugkammer 6 durchtreten und jeweils bis in einen der
sich an die Ansaugkammer 6 anschließenden Mischkanäle 3 reichen. Jeder Treibstrahl
einer der Treibdüsen 2 reißt Kraftstoff aus der Ansaugkammer 6 in den der Treibdüse
2 zugeordneten Mischkanal 3 mit, so daß in der Ansaugkammer 6 ein Unterdruck entsteht,
der Kraftstoff aus dem Vorratsbehälter 9 über den Ansaugkanal 22 in die Ansaugkammer
6 nachströmen läßt. Der Kraftstoff der Treibstrahlen und der mitgerissene Kraftstoff
der Ansaugkammer 6 und/oder der Mischkanäle 3 strömt über die Mischkanäle 3 und jeweils
eine Ausgangsöffnung 23 des Mischkanals 3 beispielsweise in einen gemeinsamen Diffusor
25, der über einen Diffusorausgang 26 in den Speicherbehälter 8 mündet. Der Diffusor
25 erweitert sich bekannterweise in Strömungsrichtung, so dass die Strömungsgeschwindigkeit
des Kraftstoffs und die Strömungsgeräusche verringert werden. Die Mischkanäle 3 können
aber selbstverständlich auch direkt in den Speicherbehälter 8 führen.
[0023] Die Mischkanäle 3 sind nebeneinander angeordnet und weisen jeweils eine Kanalachse
30 auf. Die Kanalachsen 30 der Mischkanäle 3 verlaufen jeweils in die gleiche Richtung
und sind beispielsweise parallel zueinander angeordnet. Jedem Mischkanal 3 ist eine
Treibdüse 2 zugeordnet. Die Mischkanäle 3 und die Treibdüsen 2 sind beispielsweise
konzentrisch zueinander angeordnet, so dass der aus der Treibdüse 2 austretende Treibstrahl
jeweils in den zugeordneten Mischkanal 3 gelangt und idealerweise mit der Kanalachse
30 des zugeordneten Mischkanals 3 fluchtet.
[0024] Erfindungsgemäß sind die Treibdüsen 2 von einem einzigen sich in Strömungsrichtung
konisch verengenden, stromauf der Mischkanäle 3 angeordneten Fangkanal 31 umgeben.
Der Fangkanal 31 ist beispielsweise durch einen Hohlkegel 33 gebildet, der sich an
den Hohlzylinder 21 des Gehäuses 1.1 in Strömungsrichtung anschließt. Der Fangkanal
31 begrenzt die Ansaugkammer 6 in radialer Richtung quer zur Strömungsrichtung und
leitet den Kraftstoff der Treibstrahlen und den mitgerissenen Kraftstoff aus der Ansaugkammer
6 in die Mischkanäle 3.
[0025] Die zu jeder Saugstrahlpumpe 1 gehörende Treibdüse 2 ist über den Fangkanal 31 mit
dem zugeordneten Mischkanal 3 mechanisch verbunden, beispielsweise durch nicht dargestellte
Stege. Beispielsweise sind die Treibdüsen 2 und/oder der Fangkanal 31 und/oder die
Mischkanäle 3 einstückig miteinander verbunden, sind also nur aus einem Stück hergestellt.
[0026] Die Treibdüsen 2 sind in dem Fangkanal 31 angeordnet. Sie sind beispielsweise einteilig
miteinander verbunden und in einem gemeinsamen Düsengehäuse 1.2 vorgesehen. Das Düsengehäuse
1.2 ist beispielsweise Teil des Gehäuses 1.1.
[0027] Auch die Mischkanäle 3 sind beispielsweise einteilig miteinander verbunden und an
dem Gehäuse 1.1 ausgebildet. Dadurch lassen sich die Saugstrahlpumpen 1 besonders
einfach und kostengünstig herstellen.
[0028] Die Mischkanäle 3 weisen beispielsweise jeweils einen kreisförmigen Strömungsquerschnitt
auf und sind beispielsweise mittels einer Trennwand 32 voneinander getrennt. Durch
die Trennung der Mischkanäle 3 wird erreicht, dass sich die Treibstrahlen nicht gegenseitig
beeinflussen können. Die Trennwand 32 verläuft beispielsweise von dem der Ansaugkammer
6 zugewandten Ende in Richtung der Kanalachsen 30 bis zu dem dem Diffusor 25 zugewandten
Ende der Mischkanäle 3 und kann beidseitig sowohl in die Ansaugkammer 6 als auch in
den Diffusor 25 hineinragen. Da die Trennwand 32 im Bereich der Ausgangsöffnungen
23 der Mischkanäle endet, münden die Mischkanäle 3 in einen einzigen den Diffusor
25 bildenden Kanal. Die Trennwand 32 ist als eine gemeinsame Mischkanalwandung für
jeweils zwei benachbarte Mischkanäle 3 ausgebildet und beispielsweise gewölbt ausgeführt.
[0029] Bei beispielsweise zwei an dem Gehäuse 1.1 ausgebildeten Saugstrahlpumpen 1 ist beispielsweise
ein 8-förmiger Querschnitt des Diffusors 25 vorgesehen (Fig.2). Auf diese Weise sind
die Mischkanäle 3 sehr nah beieinander und Bauraum sparend angeordnet.
[0030] Der Ansaugkanal 22 ist beispielsweise zylinderförmig, der Fangkanal 31 konisch, die
Mischkanäle 3 zylinderförmig und der gemeinsame Diffusor 25 konisch ausgeführt.
[0031] Bei der Vorrichtung nach Fig.2 sind die gegenüber der Vorrichtung nach Fig.1 gleichbleibenden
oder gleichwirkenden Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
Fig.2 zeigt die erfindungsgemäßen Saugstrahlpumpen nach Fig.1 in einer Draufsicht.
1. Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff, mit zumindest zwei Saugstrahlpumpen, die jeweils
eine Treibdüse und einen stromab der Treibdüse angeordneten Fangkanal und Mischkanal
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibdüsen (2) von einem einzigen sich in Strömungsrichtung konisch verengenden,
stromauf der Mischkanäle (3) angeordneten Fangkanal (31) umgeben sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Treibdüsen (2) und dem Fangkanal (31) ein ringförmiger Spalt (29) vorgesehen
ist, der stromauf mit einem Ansaugkanal (22) strömungsverbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fangkanal (31) eine Ansaugkammer (6) begrenzt und den Kraftstoff aus der Ansaugkammer
(6) in die Mischkanäle (3) leitet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibdüsen (2) einteilig miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkanäle (3) einteilig miteinander verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkanäle (3) mittels einer Trennwand (32) voneinander getrennt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkanäle (3) stromab in einen gemeinsamen Diffusor (25) münden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Diffusors (25) 8-förmig ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Treibdüse (2) einer der Mischkanäle (3) zugeordnet ist und die Treibdüsen (2)
bezüglich des zugeordneten Mischkanals (3) konzentrisch angeordnet sind.