[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Teleskopauszugssystems
mit Teleskopschienen, vorzugsweise eines Teleskopauszugssystems für Gargutträger in
einem Garofen, wobei das Grundmaterial des Teleskopauszugssystems Baustahl und/oder
Edelstahl ist und welches wenigstens teilweise mit einer auf PTFE (Polytetrafluorethylen)
basierenden Beschichtung versehen ist.
Stand der Technik
[0002] Garöfen, worunter alle Arten von Backöfen und Mikrowellenöfen sowie kombinierte Ofensysteme
zu verstehen sind, werden zunehmend mit Teleskopauszugssystemen ausgerüstet, bei denen
der Gargutträger über Teleskopschienen in den Garraum hinein- und aus diesem herausfahrbar
gelagert ist. Teleskopschienen bestehen in der Regel aus mehreren länglichen, gegeneinander
verschiebbaren Schienenelementen. Die Schienenelemente können über Kugellager oder
Walzenlager gegeneinander verschiebbar gelagert sein. Bei einfacheren Ausführungen
von Teleskopschienen, sogenannten Gleitschienen, sind die Schienenelemente unmittelbar
aufeinander gleitend gegeneinander verschiebbar angeordnet. Als sogenannte Teilauszüge
ausgebildete Teleskopschienen umfassen üblicherweise zwei oder drei Schienenelemente
und lassen sich auf eine Gesamtlänge ausfahren, die nicht größer ist als ihre Gesamtlänge
im eingefahrenen Zustand. Als sogenannte Vollauszüge ausgebildete Teleskopschienen
umfassen wenigstens drei Schienenelemente und lassen sich auf eine Gesamtlänge ausfahren,
die wenigstens doppelt so groß ist wie ihre Gesamtlänge im eingefahrenen Zustand.
[0003] Für die Montage von Teleskopschienen an einer Korpuswand ist eine Befestigungsvorrichtung
erforderlich. Die Befestigungsvorrichtung kann ein einfacher Einhakmechanismus sein.
In Garöfen werden Teleskopschienen für die Befestigung an der inneren Seitenwand des
Garraumes häufig an Gitterkonstruktionen durch Schweißen oder Verschrauben befestigt.
Diese Befestigungsgitter werden dann an der Seitenwand des Garraumes durch Einhängen
oder Anschrauben befestigt. In der Regel sind an solchen Befestigungsgittern mehrere
Paare von auf gleicher Höhe einander gegenüberliegenden Teleskopschienen in mehreren
Ebenen des Garraumes montiert, so daß mehrere Gargutträger gleichzeitig in den Garofen
eingebracht werden können bzw. ein Wechsel der Ebene des Gargutträgers in dem Garofen
mit den Vorteilen des Teleskopauszugs in jeder Ebene möglich ist. Befestigungsvorrichtungen
im Sinne dieser Erfindung können auch Befestigungswinkel sein, die auf dem Gebiet
als sogenannte "Verticals" bekannt sind.
[0004] Bekannte Teleskopauszugssysteme für Garöfen sind aus Stahl und/oder Edelstahl mit
gegebenenfalls verchromten Oberflächen hergestellt. Beim Betrieb verschmutzen die
Teleskopauszugssysteme durch Fettspritzer, Dämpfe und andere Reste des behandelten
Garguts, die bei den im Garofen herrschenden Temperaturen eingebrannt und nur schwer
oder gar nicht wieder zu entfernen sind. Zur Verbesserung der Reinigungsfähigkeit
von Schienensystemen in Garöfen schlägt die DE 102 11 470 A1 das Vorsehen einer auf
PTFE basierenden Beschichtung auf den Schienen vor. Derartige auf PTFE basierende
Beschichtungen sind als Antihaftbeschichtungen in Bratpfannen und Töpfen bereits bekannt
und erlauben eine sehr einfache Reinigung der beschichteten Gegenstände von Verschmutzungen.
[0005] Während es sich bei den mit PTFE beschichteten Bereichen von Bratpfannen und anderen
Gargutträgern um relativ große, zusammenhängende und glatte Flächen handelt, besitzen
Teleskopauszugssysteme, bestehend aus mehreren Schienenelementen und gegebenenfalls
einer gitterartigen Befestigungsvorrichtung, viele Rundungen, Ecken und Kanten. Darüber
hinaus sind viele Flächen solcher Teleskopauszugssysteme stark beansprucht, z.B. Flächen,
auf welche der Gargutträger aufgelegt wird, sowie die Lauf- bzw. Gleitflächen der
Teleskopschienenelemente. Eine PTFE-Beschichtung für solche Teleskopauszugssysteme
muß daher hohe Anforderungen an die Belastbarkeit erfüllen, insbesondere eine gute
Haftung auf dem beschichteten Substrat und eine hohe Kratzfestigkeit. Darüber hinaus
muß die Beschichtung den hohen Temperaturen in einem Garofen und den häufigen und
starken Temperaturwechseln standhalten. Schließlich muß die Beschichtung auch lebensmitteltauglich
sein.
[0006] Die bekannten PTFE-Beschichtungen, wie sie beispielsweise in Bratpfannen eingesetzt
werden, genügen den Anforderungen an eine PTFE-Beschichtung für Teleskopauszugssysteme
hinsichtlich Haft- und Kratzfestigkeit in der Regel nicht. Es wird aus diesem Grunde
auch üblicherweise vom Hersteller empfohlen, in Bratpfannen mit PTFE-Beschichtung
nicht mit Metallbesteck, sondern mit Besteck aus Holz oder Kunststoff zu arbeiten,
um die Beschichtung nicht zu beschädigen.
[0007] Die DE 102 11 470 A1 offenbart zwar den Grundgedanken, eine reinigungsfreundliche
Antihaftbeschichtung aus PTFE auf die Schienen eines Teleskopauszugssystems aufzubringen,
jedoch beschreibt sie nicht, ob diese PTFE-Beschichtung eine für die Praxis taugliche
Haft- und Kratzfestigkeit besitzt und auf welche Weise die PTFE-Beschichtung aufgebracht
wurde.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand daher darin, ein Teleskopauszugssystem
mit einer auf PTFE basierenden Beschichtung herzustellen, das die Nachteile des Standes
der Technik überwindet und insbesondere eine PTFE-Beschichtung hoher Haft- und Kratzfestigkeit
aufweist.
Beschreibung der Erfindung
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Teleskopauszugssystems
mit Teleskopschienen, vorzugsweise eines Teleskopauszugssystems für Gargutträger in
einem Garofen, wobei das Grundmaterial des Teleskopauszugssystems Baustahl und/oder
Edelstahl ist und welches wenigstens teilweise mit einer auf PTFE (Polytetrafluorethylen)
basierenden Beschichtung versehen ist, bei dem man
a) wenigstens auf Teile, deren Grundmaterial Baustahl ist, eine ein- oder mehrlagige
Grundierungsbeschichtung aufbringt, deren äußerste Lage eine Chromschicht ist,
b) Teile, deren Grundmaterial Baustahl ist und die gemäß Stufe a) mit einer Grundierungsbeschichtung
versehen sind, und/oder Teile, deren Grundmaterial Edelstahl ist, einer Temperaturbehandlung
bei einer Temperatur über 300°C für wenigstens 10 min unterzieht,
c) die gemäß Stufe b) erhaltenen Teile einer Oberflächenbehandlung unterzieht, bei
der die Oberfläche eine Rauheit (Mittenrauhwert) Ra von mindestens 2 µm erhält,
d) auf die gemäß Stufe c) erhaltenen Teile eine oder mehrere Schichten einer PTFE
enthaltenden Lösung oder Suspension aufbringt,
e) die gemäß Stufe d) erhaltenen Teile bei einer Temperatur zwischen 300 °C und 450
°C brennt.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aufbringen einer PTFE-Beschichtung wird zwischen
den Grundmaterialien Baustahl und Edelstahl unterschieden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
umfaßt das Teleskopauszugssystem eine Befestigungsvorrichtung, vorzugsweise ein Befestigungsgitter,
an dem die Teleskopschienen fest oder demontierbar befestigt sind und das für eine
Montage an einer Korpuswand, vorzugsweise für eine Montage an einer seitlichen Innenwand
eines Garofens ausgelegt ist. Die Teleskopschienen bestehen zweckmäßigerweise aus
einer Innenschiene und einer Außenschiene für einen sogenannten Teilauszug oder aus
einer Innenschiene, einer Außenschiene und einer oder mehreren Mittelschienen für
einen sogenannten Vollauszug. Bei der
[0011] Herstellung solcher Systeme werden die einzelnen Schienenelemente separat voneinander
beschichtet und erst in einem letzten Arbeitsschritt zu einer ausfahrbaren Teleskopschiene
verbunden. Bei kugelgelagerten Teleskopschienen werden in diesem letzten Arbeitsschritt
beispielsweise Kugelkäfige mit den darin befindlichen Kugeln eingesetzt, die Schienenelemente
ineinandergeschoben und gegen ein Auseinandergleiten gesichert, z.B. durch Umbiegen
von als Auszugsbegrenzer dienenden Laschen an den Enden der Schienenelemente. Bei
fest mit der Befestigungsvorrichtung bzw. dem Befestigungsgitter verbundenen Teleskopschienen
werden üblicherweise die Innenschienenelemente, beispielsweise durch Anschweißen,
mit dem Befestigungsgitter verbunden. Die weitere Behandlung und Beschichtung folgt
anschließend. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Grundmaterial der Befestigungsvorrichtung
bzw. des Befestigungsgitters sowie das Grundmaterial der daran befestigten Innenschiene
Baustahl. Die weiteren Schienenelemente, d.h. die Außenschiene und gegebenenfalls
eine oder mehrere Mittelschienen, sind zweckmäßigerweise aus Edelstahl als Grundmaterial
hergestellt. Selbstverständlich können auch alle diese Bauteile des Teleskopauszugssystems
insgesamt aus Baustahl oder aus Edelstahl als Grundmaterial hergestellt sein. Die
Herstellung des Befestigungsgitters und der daran befestigten Innenschiene aus Baustahl
hat jedoch fertigungstechnische Vorteile und ist kostengünstiger als Edelstahl.
[0012] Bevorzugt wird für die Herstellung von Teilen des Teleskopauszugssystems aus Baustahl
als Grundmaterial Baustahl der Qualität ST 37 oder ST 37-2 (nach DIN 17100) verwendet.
Für Teile des Teleskopauszugssystems aus Edelstahl als Grundmaterial wird vorzugsweise
austenitischer Edelstahl oder ferritischer Edelstahl, besonders bevorzugt austenitischer
Edelstahl der Qualität 1.4301 oder ferritischer Edelstahl der Qualität 1.4016 (nach
DIN EN 10088-1) verwendet. Diese vorgenannten Stahlqualitäten haben sich als besonders
geeignet in dem erfindungsgemäßen PTFE-Beschichtungsverfahren erwiesen. Der austenitische
Edelstahl der Qualität 1.4301 ist besonders bevorzugt wegen seiner hohen Lebensmitteltauglichkeit
und Korrosionsbeständigkeit. Der ferritische Edelstahl der Qualität 1.4016 ist ebenfalls
sehr geeignet und etwas preiswerter als der austenitische Edelstahl.
[0013] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einer ersten Stufe a) wenigstens auf
die Teile, deren Grundmaterial Baustahl ist, eine ein- oder mehrlagige Grundierungsbeschichtung
aufgebracht, deren äußerste Lage eine Chromschicht ist. Für Teile, deren Grundmaterial
Edelstahl ist, ist diese erste Grundierungsbeschichtung nicht unbedingt erforderlich,
sie kann jedoch auf Teile aus Edelstahl ebenfalls aufgebracht werden. Vorzugsweise
wird die Grundierungsbeschichtung jedoch nur auf Teile aus Baustahl aufgebracht. Aus
Kostengründen werden Teile aus Edelstahl vorzugsweise nicht mit der Grundierungsbeschichtung
versehen. Die Grundierungsbeschichtung mit einer äußersten Chromschicht hat den Vorteil,
dass sie Korrosionsschutz bietet und sich ihre Oberfläche für die spätere PTFE-Beschichtung
gut aufrauhen lässt. Bei Teilen aus Edelstahl ist die Grundierungsbeschichtung nicht
unbedingt erforderlich, da Edlestahl bereits sehr korrosionsbeständig ist und sich
seine Oberfläche auch ohne Grundierungsbeschichtung gut aufrauhen lässt.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Grundierungsbeschichtung
aus Stufe a) galvanisch aufgebracht. In einer alternativen Ausführungsform wird die
Grundierungsbeschichtung aus Stufe a) chemisch aufgebracht. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn die Grundierungsbeschichtung aus Stufe a) zwischen dem Grundmaterial
und der Chromschicht wenigstens eine oder mehrere, vorzugsweise zwei oder drei weitere
Metallschichten aufweist. Als besonders geeignet hat sich eine Grundierungsbeschichtung
erwiesen, die ausgehend von dem Grundmaterial eine erste Nickelschicht, darüber eine
Kupferschicht und darüber eine zweite Nickelschicht, gefolgt von der Chromschicht,
aufweist. Hierdurch wird eine besonders geeignete Haftung der nachfolgend aufgebrachten
PTFE-Beschichtung auf dem Grundmaterial erzielt. Als ebenfalls besonders geeignet
hat sich eine Grundierungsbeschichtung erwiesen, die ausgehend von dem Grundmaterial
eine erste Nickelschicht und unmittelbar darüber eine zweite Nickelschicht, gefolgt
von der Chromschicht, aufweist. Vorteilhafterweise wird als erste Nickelschicht eine
sogenannte Mattnickelschicht und als zweite Nickelschicht eine sogenannte Glanznickelschicht
aufgebracht. In einer weiteren Ausführungsform wird nur eine erste Nickelschicht und
darüber unmittelbar die Chromschicht aufgebracht.
[0015] Die Grundierungsbeschichtung aus Stufe a) wird, wenn sie mehrere Metallschichten
umfasst, zweckmäßigerweise in einer Gesamtdicke von 10-30 µm aufgebracht. Bevorzugt
ist eine Dicke von 16-24 µm, besonders bevorzugt eine Dicke von etwa 20 µm. Die äußerste
Chromschicht der Grundierungsbeschichtung ist vorzugsweise sehr dünn gegenüber der
gesamten Grundierungsbeschichtung und weist eine Dicke von 0,2-1,0 µm, vorzugsweise
eine Dicke von 0,3-0,7 µm, besonders bevorzugt eine Dicke von etwa 0,5 µm auf. Vorzugsweise
hat eine erste Nickelschicht eine Dicke von etwa 1-3 µm, besonders bevorzugt etwa
2 µm. Ist eine Kupferschicht über der ersten Nickelschicht vorgesehen, so hat diese
vorzugsweise eine Dicke von etwa 6-8 µm. Eine zweite Nickelschicht hat vorzugsweise
eine Dicke von etwa 8-12 µm.
[0016] In einer zweiten Stufe b) des erfindungsgemäßen Verfahrens werden alle Teile, die
mit einer PTFE-Beschichtung zu versehen sind, einer Temperaturbehandlung bei einer
Temperatur von über 300°C für wenigstens 10 Minuten unterzogen. Diese Temperaturbehandlung
wird sowohl auf Teile, deren Grundmaterial Baustahl ist und die gemäß Stufe a) mit
einer Grundierungsbeschichtung versehen sind, als auch auf Teile, deren Grundmaterial
Edelstahl ist und die gegebenenfalls nicht gemäß Stufe a) mit einer Grundierungsbeschichtung
versehen wurden, angewendet. Die erfindungsgemäße Temperaturbehandlung dient der Reinigung
der mit PTFE zu beschichtenden Teile, insbesondere dem Entfernen von Fettrückständen,
die sich aus dem Fertigungsprozeß der Schienenelemente und der Befestigungsvorrichtung
auf den Teilen befinden, sowie Fettrückständen, wie sie beispielsweise durch Fingerabdrücke
auf dem Material hinterlassen werden. Die Bedingungen der Temperaturbehandlung sind
so auszuwählen, daß die Oberflächen der Teile nach der Behandlung im wesentlichen
vollständig fettfrei sind. Dieser Behandlungsschritt hat sich als essentiell herausgestellt,
da sich selbst geringe Rückstände von Fett oder anderen Verunreinigungen auf den Oberflächen
der zu beschichtenden Teile als verheerend für die Haftung der später aufgebrachten
PTFE-Beschichtung erwiesen haben. Die Entfernung von Fettrückständen und anderen Verunreinigungen
durch die erfindungsgemäße Temperaturbehandlung lieferte auch eine erheblich bessere
Haftung der später aufgebrachten PTFE-Beschichtung als eine im Vergleich durchgeführte
chemische Entfettung der Teile. Darüber hinaus ist eine Temperaturbehandlung gegenüber
einer chemischen Entfettung kostengünstiger und erfordert keine umweltbelastenden
und entsorgungsintensiven Lösungsmittel. Mit Vorteil wird die erfindungsgemäße Temperaturbehandlung
in Stufe b) bei einer Temperatur im Bereich von 300°C bis 600°C, vorzugsweise im Bereich
von 350°C bis 450°C, besonders bevorzugt im Bereich von etwa 400°C durchgeführt. Die
Dauer der Temperaturbehandlung wird von der jeweils eingestellten Behandlungstemperatur
abhängig sein. Der Fachmann wird Temperatur und Behandlungsdauer in Abhängigkeit vom
erzielten Ergebnis, d.h. dem erzielten Reinigungsgrad bzw. der erzielten Entfettung,
einstellen können. Als besonders geeignet hat sich eine Temperaturbehandlung für eine
Dauer von 10 Minuten bis 3 Stunden, vorzugsweise für eine Dauer von 30 Minuten bis
2 Stunden, besonders bevorzugt für eine Dauer von etwa 1 Stunde in dem angegebenen
Temperaturbereich erwiesen.
[0017] Eine weitere für das erfindungsgemäße Verfahren essentielle Verfahrensstufe c), die
sich an die Temperaturbehandlung der Stufe b) anschließt, ist die Aufrauhung der Oberfläche
in der Weise, daß die Oberfläche eine Rauheit (Mittenrauhwert) R
a von mindestens 2 µm erhält. Ist die Oberflächenrauheit R
a niedriger als 2 µm, ist die Haftung der anschließend aufgebrachten PTFE-Beschichtung
ungenügend. Bevorzugt ist eine Rauheit der Oberfläche R
a von 2 µm bis 5 µm, besonders bevorzugt eine Rauheit R
a von 2,5 µm bis 3,5 µm. Besonders vorteilhaft für die Haftung der PTFE-Beschichtung
hat sich eine Oberflächenrauheit R
a von etwa 3 µm erwiesen.
[0018] Ganz besonders bevorzugt wird die vorgenannte Rauheit dadurch geschaffen, daß man
die Teile in Stufe c) einer Oberflächenbehandlung durch Sandstrahlen unterzieht. Hierdurch
wird eine besonders gute Haftung der später aufgebrachten PTFE-Beschichtung erreicht.
Es wird angenommen, daß die besonders gute Haftung der PTFE-Beschichtung bei Aufrauhen
der Oberfläche durch Sandstrahlen dadurch erzielt wird, daß die Aufrauhung der Oberfläche
beim Sandstrahlen punktförmig und ohne Orientierung in einer bestimmten Richtung in
der Ebene der Oberfläche erfolgt. Im Vergleichsversuch wurde eine entsprechende PTFE-Beschichtung
auf ein geschliffenes Material mit vergleichbarer Oberflächenrauheit aufgebracht.
Im Verschleißtest war die Haftung der PTFE-Beschichtung bei dem geschliffenen Material
jedoch schlechter. Die PTFE-Beschichtung hob sich an einigen Stellen von der Oberfläche
und platzte ab. Es wird vermutet, daß dies darauf zurückzuführen ist, daß beim Schleifen,
insbesondere bei Verwendung von kommerziell erhältlichem vorgeschliffenem Material,
Schleifspuren in einer Orientierung auf der Oberfläche der Grund für die schlechtere
Haftung sind. In einer alternativen Ausführungsform zur Oberflächenbehandlung durch
Sandstrahlen mit Sand kann das Bestrahlen auch mit Glaskugeln oder ähnlichen Teilchen
erfolgen. Beim Aufrauhen der Oberfläche der Grundierungsbeschichtung aus Stufe a),
d. h. der Oberfläche der äußersten Chromschicht, durch Sandstrahlen sind die Bedingungen
der Behandlung so zu wählen, dass die Chromschicht nicht in der Weise beschädigt wird,
dass die darunter liegende Schicht, wie die Nikkelschicht, freigelegt wird. Eine bereichsweise
Entfernung der Chromschicht würde deren Korrosionsschutzwirkung vermindern. Außerdem
hat sich gezeigt, dass die spätere PTFE-Beschichtung mit freiliegenden Bereichen der
unter der Chromschicht liegenden Nickel- oder Kupferschichten Reaktionen eingehen
kann, die eine unerwünschte Fleckenbildung in der PTFE-Beschichtung zur Folge haben.
Außerdem beeinträchtigt eine bereichsweise Entfernung der Chromschicht die Haftung
des PTFE in diesen Bereichen.
[0019] In einer nächsten Verfahrensstufe d) bringt man auf die gemäß Stufe c) erhaltenen
Teile eine oder mehrere Schichten einer PTFE enthaltenden Lösung oder Suspension auf.
Vorzugsweise werden eine oder zwei Schichten einer PTFE enthaltenden Lösung oder Suspension
nacheinander naß aufgespritzt. Zweckmäßig erfolgt das Aufspritzen der PTFE enthaltenden
Lösung oder Suspension mittels einer elektrostatischen Sprühpistole. Geeignete handelsübliche,
PTFE enthaltende Lösungen oder Suspensionen sind von der Firma Industrielack AG (ILAG),
Lachen am See, Schweiz, unter der Bezeichnung ILAFLON Resist R-GI (Base Coat) und
ILAFLON R (Top Coat) als Zweischichtsystem und unter der Bezeichnung DURIT Resist
3Gi als Dreischichtsystem erhältlich. Die PTFE enthaltenden Lösungen oder Suspensionen
werden geeigneterweise in einer Schichtdicke von etwa 75 µm, bezogen auf die feuchte
Lösung oder Suspension, aufgebracht.
[0020] Im Anschluß werden die gemäß Stufe d) erhaltenen Teile in einer weiteren Stufe e)
bei einer Temperatur zwischen 300°C und 450°C gebrannt. Zweckmäßigerweise erfolgt
das Brennen in einem Durchlaufofen, wobei das Verfahren hierauf nicht beschränkt ist.
Als besonders vorteilhaft hat sich eine Brenntemperatur zwischen 340°C und 400°C,
vorzugsweise zwischen 350°C und 380°C, erwiesen. Überraschenderweise wurden bei einer
Einbrenntemperatur von etwa 360°C besonders gute Ergebnisse erzielt. Überraschend
deshalb, weil von den Verarbeitern von PTFE-Beschichtungssystemen eine Einbrenntemperatur
von etwa 380°C bis 400°C empfohlen wird, um besonders gute Antihafteigenschaften für
die PTFE-Beschichtung zu erzielen. Diese Einbrenntemperaturen können bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren jedoch zu unerwünschten optischen Effekten führen, wie farblichen Unregelmäßigkeiten
und Fleckenbildung. Bei der besonders bevorzugten Einbrenntemperatur gemäß der vorliegenden
Erfindung von etwa 360°C traten diese optischen Störungen nicht auf, wobei überraschenderweise
ähnlich oder gleich gute Eigenschaften der PTFE-Beschichtung hinsichtlich ihrer Antihafteigenschaft
und sogar einer bessere Haftfestigkeit auf dem Untergrund als bei den höheren Temperaturen
erzielt wurden.
[0021] Besonders bevorzugt ist es, wenn die auf PTFE basierende Beschichtung nach dem Einbrennen
gemäß Stufe e) eine Schichtdicke von 10-40 µm, vorzugsweise eine Schichtdicke von
15-35 µm, besonders bevorzugt eine Schichtdicke von etwa 25 µm aufweist. Bei zu niedriger
Schichtdicke ist die Verschleißbeständigkeit im Dauerbetrieb gering, und es besteht
die Gefahr, daß ein Abrieb der PTFE-Beschichtung zur Freilegung des darunterliegenden
Substrates führt. Bei zu hoher Schichtdicke der PTFE-Beschichtung treten Probleme
mit der Haftfestigkeit der Beschichtung auf dem Untergrund auf.
Definitionen und Methoden
Rauheit Ra
[0022] Die im Zusammenhang mit dieser Erfindung angegebene Oberflächenrauheit bezieht sich
auf den Mittenrauhwert R
a [µm] nach DIN 4768. Der Mittenrauhwert R
a ist der arithmetische Mittelwert der absoluten Beträge der Abstände y des Rauheitsprofils
von der mittleren Linie innerhalb einer Meßstrecke. Die Rauheitsmessung erfolgt mit
elektrischen Tastschnittgeräten nach DIN 4772. Für die Messung des Mittenrauhwertes
R
a sind die Meßbedingungen nach DIN 4768 T1 festgelegt.
Korrosionsbeständigkeit
[0023] Die Korrosionsbeständigkeit der erfindungsgemäß hergestellten Teleskopauszugssysteme
wurde im Salzsprühtest nach DIN 50 021-SS (1975) bestimmt. Dieser Standard spezifiziert
die Anforderungen an Korrosionsuntersuchungsvorrichtungen und korrosive Mittel, die
im Salzsprühtest erfüllt sein müssen. Im Salzsprühtest wird eine auf einen pH-Wert
von 6,5-7,2 eingestellte Natriumchloridlösung mit einer Konzentration von 50 ± 5 g
Natriumchlorid pro Liter in einer geschlossenen Kammer bei 35 ± 2°C mittels Druckluft
durch eine Düse dauerhaft auf das zu untersuchende Teststück gesprüht. Nach einer
bestimmten Behandlungsdauer werden die getesteten Teile von Korrosionsprodukten gereinigt
und beurteilt.
[0024] Die Bewertung der Korrosionsbeständigkeit erfolgte in den vorliegenden Untersuchungen
durch optische Beurteilung der behandelten Oberflächen. Wurde nach 48 Stunden Salzsprühtest
keine Korrosion der Oberfläche festgestellt, so wurde die Korrosionsbeständigkeit
als gut bewertet.
Verschleiß
[0025] Zur Untersuchung des Verschleißes bzw. des Abriebs der PTFE-Beschichtung wurden mit
PTFE beschichtete Teleskopauszugssysteme, bestehend aus einem Ofenseitengitter mit
Teilauszugsschienen, in einen Backofen eingebaut und ein Dauerlauftest über 15.000
Lastwechsel durchgeführt. Der Dauerlauftest wurde mit folgenden Parametern durchgeführt:
| Lastwechsel [Anzahl] |
Temperatur [°C] |
Prüflast [kg] |
Geschwindigkeit [Sek./Lastwechsel] |
Sonstiges |
| 2.000 |
210 |
10 |
5 |
--- |
| 2.000 |
210 |
10 |
5 |
+ 0,5 h Grill bei 280°C ohne Bewegung und Last |
| 1.000 |
250 |
10 |
5 |
+ 0,5 h Grill bei 280°C ohne Bewegung und Last |
| 5.000 |
200 |
3 |
5 |
+ 0,5 h Grill bei 280° ohne Bewegung und Last |
[0026] Im Test wurden nach 0, 2.000, 5.000 und 10.000 Lastwechseln die Bewegungskraft über
den gesamten Auszug mittels eines Erichsen-Kraftmessers und die Absenkung des ausgezogenen
Backblechs bei einer Prüflast von 10 kg (mittig) bestimmt. Des weiteren wurden der
Abrieb der PTFE-Beschichtung, das Laufverhalten der Teleskopschienen und deren Seitenspiel
ermittelt.
Haftfestigkeit
[0027] Die Haftfestigkeit der PTFE-Beschichtung wurde in der Gitterschnittprüfung nach DIN
EN ISO 2409 (1994) untersucht. Bei diesem Test wird ein Schneidgerät mit genormten
Klingen unter festgelegten Bedingungen über die PTFE-Beschichtung gezogen. Für die
vorliegenden Untersuchungen der Haftfestigkeit wirde ein "Elcometer 107 Cross Hatch
Cutter" mit 6 Klingen verwendet. Die Schnittführung wird in einem Winkel von 90° zur
vorausgegangenen Schnittprüfung wiederholt, so daß die durch die Klingen erzeugten
Einschnitte in der Oberfläche ein Gitternetz ausbilden. Anschließend wird ein genormtes
transparentes Selbstklebeband mit einer Klebkraft von 10 ± 1 N je 25 mm Breite auf
die Oberfläche aufgeklebt und abgezogen. Die Schnittränder werden anschließend hinsichtlich
Abplatzern der Beschichtung untersucht. Die Einstufung der Prüfergebnisse erfolgt
in Gitterschnittkennwerte von 0 bis 5, wobei der Gitterschnittkennwert von 0 bedeutet,
daß keine Abplatzer festgestellt wurden.
[0028] Mit PTFE beschichtete Teleskopauszugssysteme mit einem Gitterschnitt-Kennwert von
"2" wären für die Praxis noch gut geeignet. Bei der erfindungsgemäß aufgebrachten
PTFE-Beschichtung wurde der Gitterschnitt-Kennwert von "1" in der Regel jedoch nicht
überschritten.
Schichtdicke
[0029] Die Schichtdicke der PTFE-Beschichtung auf Teilen mit Edelstahl als Grundmaterial
wurde im Wirbelstromverfahren mit einem üblichen Schichtdickenmeßgerät (z.B. Fischer
MP40) bestimmt. Bei Teilen mit Baustahl als Grundmaterial wurde die Schichtdicke induktiv
gemessen. Bei der induktiven Messung erhält man als Ergebnis die Schichtdicke bis
zur ersten magnetischen Schicht, welche bei einer Schichtfolge Ni/Cu/Ni/Cr/PTFE die
von der PTFE-Beschichtung aus gesehen erste Nickelschicht ist. Das Ergebnis umfaßt
somit die Dicken der PTFE-Beschichtung und der dünnen Chromschicht, wobei letztere
zur Bestimmung der PTFE-Schichtdicke abzuziehen ist.
Beispiele
[0030] In Vergleichstests wurden Befestigungsgitter mit daran angeschweißten Innenschienen
(Baustahl) sowie Außenschienenelemente (Edelstahl) nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
mit einer PTFE-Beschichtung versehen. Zu Vergleichszwecken wurden entsprechende Tests
mit abweichenden Verfahrensschritten durchgeführt. Die Verfahrensbedingungen und Testergebnisse
sind nachfolgend in Tabelle 1 angegeben.
[0032] Figur 1 zeigt ein Befestigungsgitter 1 mit daran angeschweißten Innenschienenelementen
2. Das Befestigungsgitter 1 wird mittels Haken 3 an der inneren Seitenwand eines Garofens
eingehängt. Das Grundmaterial des Befestigungsgitters ist Baustahl, der nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren mit PTFE beschichtet wurde. Nach der Beschichtung mit PTFE werden die Innenschienenelemente
mit Kugellagern und einer Außenschiene und gegebenenfalls einer oder mehreren Mittelschienen
zu einer Teleskopschiene zusammengefügt. Im Betrieb wird ein Gargutträger auf die
Oberseite der Außenschiene aufgelegt (nicht dargestellt). Das Befestigungsgitter 1
weist weiterhin horizontal verlaufende Paare von Stäben 4 auf, in welche zusätzliche
Gargutträger, wie Backroste oder Backbleche, eingeschoben werden können. Figur 1 zeigt
in der linken Darstellung das Befestigungsgitter mit Innenschienenelementen von der
Seite und in der in Figur 1 rechten Darstellung mit Blick von hinten.
[0033] Figur 2 zeigt ein Außenschienenelement 5 von der Seite (obere Darstellung) sowie
von hinten (untere Darstellung). Auf der Oberseite des Außenschienenelements 5 ist
ein hervorstehender Zapfen 6 vorgesehen, der einen aufgelegten Gargutträger gegen
ein Verschieben und Verrutschen auf der Oberseite des Außenschienenelementes 5 sichern
soll. Hierfür ist an dem Gargutträger eine entsprechende Öffnung für das Einführen
des Zapfens 6 vorgesehen. Des weiteren weist das Außenschienenelement 5 an dem Ende,
das in eingebautem Zustand der Garofenrückseite zugewandt ist, eine aufgebogene Lasche
7 auf. Die aufgebogene Lasche 7 verhindert, daß ein auf das Außenschienenelement aufgelegter
Gargutträger beim Einschieben in den Garofen gegen die Rückwand des Garofens anschlägt.
Das Außenschienenelement 5 ist aus Edelstahl als Grundmaterial hergestellt und nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren mit PTFE beschichtet.
1. Verfahren zur Herstellung eines Teleskopauszugssystems mit Teleskopschienen, vorzugsweise
eines Teleskopauszugssystems für Gargutträger in einem Garofen, wobei das Grundmaterial
des Teleskopauszugssystems Baustahl und/oder Edelstahl ist und welches wenigstens
teilweise mit einer auf PTFE (Polytetrafluorethylen) basierenden Beschichtung versehen
ist, bei dem man
a) wenigstens auf Teile, deren Grundmaterial Baustahl ist, eine ein- oder mehrlagige
Grundierungsbeschichtung aufbringt, deren äußerste Lage eine Chromschicht ist,
b) Teile, deren Grundmaterial Baustahl ist und die gemäß Stufe a) mit einer Grundierungsbeschichtung
versehen sind, und/oder Teile, deren Grundmaterial Edelstahl ist, einer Temperaturbehandlung
bei einer Temperatur über 300°C für wenigstens 10 min unterzieht,
c) die gemäß Stufe b) erhaltenen Teile einer Oberflächenbehandlung unterzieht, bei
der die Oberfläche eine Rauheit (Mittenrauwert) Ra von mindestens 2 µm erhält,
d) auf die gemäß Stufe c) erhaltenen Teile eine oder mehrere Schichten einer PTFE
enthaltenden Lösung oder Suspension aufbringt,
e) die gemäß Stufe d) erhaltenen Teile bei einer Temperatur zwischen 300 °C und 450
°C brennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Teleskopschiene eine Innenschiene und eine Außenschiene (Teilauszug) oder eine
Innenschiene, eine Außenschiene und eine oder mehrere Mittelschienen (Vollauszug)
aufweist.
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Teleskopauszugssystem eine Befestigungsvorrichtung, vorzugsweise ein Befestigungsgitter,
an dem die Teleskopschienen fest oder demontierbar befestigt sind und das für eine
Montage an einer Korpuswand, vorzugsweise für eine Montage an einer seitlichen Innenwand
eines Garofens ausgelegt ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundmaterial der Innenschienen der Teleskopschienen und/oder der Befestigungsvorrichtung
Stahl, vorzugsweise Baustahl, besonders bevorzugt Baustahl der Qualität ST 37 oder
ST 37-2 ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundmaterial der Außenschienen und/oder der Mittelschienen der Teleskopschienen
Edelstahl, vorzugsweise ferritischer Edelstahl oder austenitischer Edelstahl, besonders
bevorzugt ferritischer Edelstahl der Qualität 1.4016 oder austenitischer Edelstahl
der Qualität 1.4301 ist.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierungsbeschichtung aus Stufe a) zwischen dem Grundmaterial und der Chromschicht
wenigstens eine oder mehrere, vorzugsweise drei weitere Metallschichten aufweist.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierungsbeschichtung aus Stufe a) zwischen dem Grundmaterial und der Chromschicht,
ausgehend von dem Grundmaterial eine erste Nickelschicht, eine Kupferschicht und eine
zweite Nickelschicht aufweist.
8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierungsbeschichtung aus Stufe a) galvanisch aufgebracht wird.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierungsbeschichtung aus Stufe a) eine Dicke von 10 bis 30 µm, vorzugsweise
eine Dicke von 16 bis 24 µm, besonders bevorzugt eine Dicke von etwa 20 µm aufweist,
wobei die Chromschicht eine Dicke von 0,2 bis 1,0 µm, vorzugsweise eine Dicke von
0,3 bis 0,7 µm, besonders bevorzugt eine Dicke von etwa 0,5 µm aufweist.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüch, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturbehandlung in Stufe b) bei einer Temperatur im Bereich von 300 °C bis
600 °C, vorzugsweise im Bereich von 350 °C bis 450 °C, besonders bevorzugt im Bereich
von etwa 400 °C durchgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturbehandlung in Stufe b) für eine Dauer von 10 min bis 3 h, vorzugsweise
für eine Dauer von 30 min bis 2 h, besonders bevorzugt für eine Dauer von etwa 1 h
durchgeführt wird.
12. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man die Teile in Stufe c) einer Oberflächenbehandlung unterzieht, bei der die Oberfläche
eine Rauheit Ra von 2 µm bis 5 µm, vorzugsweise eine Rauheit Ra von 2,5 µm bis 3,5
µm, besonders bevorzugt eine Rauheit Ra von etwa 3 µm erhält.
13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man die Teile in Stufe c) einer Oberflächenbehandlung durch Sandstrahlen unterzieht.
14. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man die gemäß Stufe d) erhaltenen Teile bei einer Temperatur zwischen 340 °C und
400 °C, vorzugsweise zwischen 350 °C und 380 °C, besonders bevorzugt bei etwa 360
°C brennt.
15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf PTFE basierende Beschichtung nach dem Einbrennen gemäß Stufe e) eine Schichtdicke
von 10 bis 40 µm, vorzugsweise eine Schichtdicke von 15 bis 35 µm, besonders bevorzugt
eine Schichtdicke von etwa 25 µm aufweist.
16. Teleskopauszugssystem mit Teleskopschienen, vorzugsweise Teleskopauszugssystem für
Gargutträger in einem Garofen, hergestellt nach einem der Ansprüche 1 bis 15.