Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Wand- und Deckenmodul mit Befestigungsvorrichtung
zur Gestaltung von Räumen, das mit Hilfe der Befestigungsvorrichtung an den Wänden
und/oder Decken der Räume aber auch an jeder beliebigen tragenden Unterkonstruktion
befestigt werden kann.
[0002] Bei der Gestaltung von Flächen und Räumen erfüllen Wand- und Deckenmodule die unterschiedlichsten
Aufgaben. Am häufigsten haben sie die Funktion von Verkleidungen und dienen dabei
selbst als architektonisches Gestaltungselement. In bestimmten Anwendungsfällen werden
sie aber auch darüber hinaus noch mit technischen Funktionselementen, wie z. B. akustischen
und/oder optischen Einrichtungen, gestalteten Oberflächen u. dgl. kombiniert. Wesentlich
dabei ist, dass sie sich sicher an den Wänden, Decken oder tragenden Unterkonstruktionen,
im folgenden allgemein als Unterkonstruktionen bezeichnet, befestigen lassen, was
in der Regel mit einem hohen Konstruktions- und Montageaufwand verbunden ist.
[0003] Bekannt ist eine Deckenvertäfelung zur Bildung einer Rosette mit großem Durchmesser,
bei der ein ring- oder scheibenförmiges inneres Tragelement und mindestens ein hierzu
konzentrisch angeordnetes ringförmiges äußeres Tragelement an einer Decke eines Raumes
befestigt sind. An dem inneren und äußeren Tragelement sind jeweils ein Segment der
Rosette bildende Deckbretter befestigt, die aneinander angrenzen (DE 196 17 341 C2).
Der Nachteil dieser Deckenvertäfelung besteht darin, dass der Befestigungsaufwand
verhältnismäßig groß ist. Zunächst müssen die beiden Tragelemente an der Decke befestigt
werden, und danach werden die einzelnen Deckbretter an diese angeschraubt. Diese Befestigungsart
ist nicht geeignet, um unterschiedliche Abstände zur Unterkonstruktion zu ermöglichen.
Außerdem muss die Decke aus größeren geschlossenen tragenden Bereichen bestehen, damit
auch das äußere Tragelement befestigt werden kann.
[0004] Eine flexiblere Decken-Befestigungsvorrichtung für Dekorationselemente ist in der
DE 34 10 974 C2 beschrieben. Sie besteht aus einem länglichen und quer zu seiner Längsausdehnung
elastischen Profilelement, das in einen an der Decke befestigten Clip einrastet. Das
oder die Dekorationselemente werden in einen nach unten offenen Profilhohlraum des
Profilelements selbstrastend hineingedrückt. Nachteilig ist hierbei, dass für große
Dekorationselemente mehrere Aufhängepunkte und damit mehrere Befestigungsvorrichtungen
erforderlich sind. Außerdem sind zur Befestigung der Clips an der Decke spezielle
mit der Decke verankerte Tragflansche erforderlich, auf die die Clips aufgeschoben
werden, so dass die Decken-Befestigungsvorrichtung insgesamt sehr aufwändig ist. Problematisch
ist auch das Entfernen größerer flächiger, die Befestigungsvorrichtung verdeckender
Dekorationselemente, da nicht mehr erkennbar ist, an welcher Stelle sich die einzelnen
Befestigungsvorrichtungen befinden, an der der hierzu erforderliche Eingriff zur Demontage
erfolgen muss. Ein wesentlicher Nachteil besteht ferner darin, dass diese Befestigungsvorrichtung
nur zur Befestigung von an Decken hängenden Dekorationselementen geeignet ist.
[0005] Eine ebenfalls sehr flexible, jedoch einfachere und daher weniger aufwändige Befestigung
von Dekorationen tragenden Befestigungsteilen an Decken ist in der UK 2 261 018 A
beschrieben. Die hakenförmigen Befestigungsteile besitzen eine Klebeschicht und werden
mittels eines vom Boden aus handhabbaren, in das Befestigungsteil mittels eines Bajonettverschlusses
einklinkbaren Werkzeugs gegen die Decke gedrückt. Auch bei dieser Erfindung bestehen
die Nachteile in der eingeschränkten Anwendung nur für leichte Befestigungen im Deckenbereich
sowie in dem von vorn herein festgelegten Abstand zur Decke.
Die Erfindung und ihre Vorteile
[0006] Das erfindungsgemäße Wand- und Deckenmodul mit seinen kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass es sehr einfach aufgebaut ist und auch
an jeder beliebigen Unterkonstruktion in jeder beliebigen Lage unkompliziert befestigt
werden kann. Die Befestigungsvorrichtung ist so aufgebaut, dass auch sehr große Wand-
und Deckenmodule ohne großen Aufwand, vor allem ohne Verwendung von Werkzeugen sicher
befestigt und auch leicht und schnell wieder demontiert werden können. Selbst Wand-
und Deckenmodule mit Abmessungen größer 1 m Durchmesser oder Kantenlänge lassen sich
noch ohne Hilfsmittel, ggf. auch alleine montieren. Hinsichtlich der gestalterischen
Merkmale sind dem Wand- und Deckenmodul keine Grenzen gesetzt. Je nach zulässiger
Punktbelastung der jeweiligen Unterkonstruktion lassen sich die Wand- und Deckenmodule
mit nur einer Befestigungsvorrichtung montieren, wodurch Kosten durch entfallenden
Vorrichtungsaufwand und kürzere Montagezeiten eingespart werden können.
[0007] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung
lösbar mit der Tragkonstruktion verbunden. Das hat den Vorteil, dass Befestigungsvorrichtung
und Wand- und Deckenmodul voneinander unabhängige Teile sind, demzufolge auch separat
gefertigt werden können und auch beliebig austauschbar sind. Die montagefähige Verbindung
muss allerdings eine biegesteife Verbindung beider Teile gewährleisten. Andererseits
ist es natürlich auch möglich, das eine Teil der Befestigungsvorrichtung mit in die
Tragkonstruktion zu integrieren, wobei dieses dann natürlich passend zum komplementären
zweiten Teil der Befestigungseinrichtung ausgebildet sein muss.
[0008] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Befestigungsvorrichtung
auch verschiebbar mit der Tragkonstruktion verbunden sein. Dadurch ist ein exaktes
Ausrichten des Wand- und Deckenmoduls möglich. Zur Gewährleistung der Verschiebbarkeit
kann die Tragkonstruktion beispielsweise zwei parallele Führungsschienen aufweisen,
die in jeweils einer Nut des einen Teils der Befestigungsvorrichtung geführt sind.
Wenn diese Führungsschienen wiederum mit der Tragkonstruktion verschiebbar verbunden
werden, und zwar rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der Befestigungsvorrichtung in
den Führungsschienen, ist eine flächige Ausrichtung des Wand- und Deckenmoduls möglich.
Alle als Führung ausgebildeten Verbindungen müssen aber trotzdem eine biegesteife
Verbindung von Tragkonstruktion und Befestigungsvorrichtung gewährleisten, d. h. die
Führungen müssen selbsthemmend sein oder mit zusätzlichen Arretierungen versehen werden.
[0009] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Befestigungsvorrichtung
zur Einstellung einer Neigung des Wand- und Deckenmoduls auch winkelverstellbar sein.
Auch hier gilt die Forderung nach Biegesteifheit der Verbindung.
[0010] Die Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von Wand- und Deckenmodulen nach Anspruch
5 hat den Vorteil, dass sie einfach aufgebaut und auch auf einfache Weise handhabbar
ist. Sie besteht aus mindestens zwei eigensteifen Teilen, wobei eines der Teile an
der Unterkonstruktion befestigt wird. Das mindestens eine andere Teil wird mit dem
Wand- und Deckenmodul verbunden. Die biegesteife lösbare Verbindung der beiden Teile
miteinander kann durch an sich bekannt Mittel und Prinzipien erfolgen. Ein bekanntes
selbstrastendes Prinzip ist beispielsweise der Bajonettverschluss.
[0011] Nach einer diesbezüglich vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das mit der
Tragkonstruktion verbundene Teil der Befestigungsvorrichtung lösbar mit dieser verbunden.
Wand- und Deckenmodul und Befestigungsvorrichtung bilden demzufolge separate voneinander
unabhängige Teile. Das hat den Vorteil, dass in Abhängigkeit von Gestalt und Größe
der Wand- und Deckenmodule sowie den Gegebenheiten der Tragkonstruktion geeignete
Befestigungsvorrichtungen ausgewählt bzw. aus geeigneten Einzelteilen zweckmäßig kombiniert
werden können. Die lösbare Verbindung mit der Tragkonstruktion muss allerdings das
Erfordernis der biegesteifen Eigenstabilität erfüllen.
[0012] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können Tragkonstruktion
und Befestigungsvorrichtung auch verschiebbar miteinander verbunden werden. Dadurch
lässt sich das Wand- und Deckenmodul zunächst in einer Richtung ausrichten. Hierzu
sind sowohl an der Tragkonstruktion als auch dem entsprechenden Teil der Befestigungsvorrichtung
Führungsflächen vorgesehen. Ebenso ist es auch möglich, eine zusätzliche Führung rechtwinklig
zu der vorgenannten Führung vorzusehen. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die
Führungsteile der Tragkonstruktion innerhalb der Tragkonstruktion ebenfalls geführt
sind. Ebenso ist es möglich, innerhalb der Befestigungsvorrichtung selbst eine Führung
vorzusehen.
[0013] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Teile
der Befestigungsvorrichtung aus Hohlprofilen. Sie besitzen eine hohe Eigensteifigkeit
und haben im Vergleich zu Vollmaterialien ein deutlich geringes Gewicht. Außerdem
bieten sie die Möglichkeit des Ineinandersteckens, wodurch auf einfache Weise eine
biegesteife Verbindung der Teile der Befestigungsvorrichtung möglich ist.
[0014] Nach einer diesbezüglich vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden als Hohlprofil
Rohre verwendet. Rohre sind nicht nur preiswert, sondern bieten auch die Möglichkeit
des Verdrehens der Teile der Befestigungsvorrichtung, so dass dadurch eine zusätzliche
Möglichkeit der Ausrichtung der Wand- und Deckenmodule gegeben ist. Diese Art der
Ausrichtung ist erforderlich, wenn es sich bei den dekorativen Elementen der Wand-
und Deckenmodule um Polygone handelt oder ein ganz bestimmter Musterverlauf erreicht
werden soll.
[0015] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Teile
der Befestigungsvorrichtung selbstrastend bzw. selbstfixierend miteinander verbunden.
Das hat den Vorteil, dass die biegesteife Verbindung ohne Verwendung von Werkzeugen
gewährleistet ist. Möglichkeiten solcher Verbindungen sind hinreichend bekannt, beispielsweise
Bajonettverschlüsse, selbsthemmende Passungen, mechanische Rastverbindungen, z. B.
Zahnungen, und dgl.
[0016] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Teile
der Befestigungsvorrichtung länger als allein für die Befestigung notwendig ausgebildet
und axial zueinander verschiebbar. Dadurch wird eine Veränderung des Abstandes der
Wand- und Deckenmodule zur Unterkonstruktion erreicht. Besonders einfach lässt sich
eine solche Verbindung durch die bereits erwähnte Verwendung von Hohlprofilen erreichen.
Es versteht sich von selbst, dass bei jeder Abstandspositionen die Bedingung der Biegesteifigkeit
der Verbindung gewährleistet sein muss. Diese ist durch die bereits zuvor beschriebenen
Mittel möglich. Beispielsweise mehrere hintereinander angeordnete Bajonettverschlüsse,
ein längerer verzahnter Bereich eines der Teile der Befestigungsvorrichtung u. dgl.
Bei sehr schweren Wand- und Deckenmodulen müssen die einzelnen Abstandspositionen
mechanisch so sicher sein, dass ein Selbstlösen aus der eingerichteten Position nicht
möglich ist. Hier kann es sich ggf. erforderlich machen, zum Lösen der Arretierung
der Befestigungsvorrichtung Hilfsmittel zu verwenden.
[0017] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind mindestens
zwei Teile der Befestigungsvorrichtung winkelverstellbar miteinander verbunden. Dadurch
kann der Wand- und Deckenmodul in seiner Ebene geneigt zur Unterkonstruktion angebracht
werden.
[0018] Die gleiche Wirkung wird in einer diesbezüglich anderen vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung dadurch erreicht, dass mindestens eines der Teile der Befestigungsvorrichtung
ein Gelenk aufweist, während die Verbindung der Teile starr oder nur axial einstellbar
ist. Um ein Kippen des Wand- und Deckenmoduls in mehr als einer Ebene zu ermöglichen,
müssen mindestens zwei Gelenke oder ein in mehreren Richtungen bewegliches Gelenk
in der Befestigungsvorrichtung vorhanden sein.
[0019] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beispielbeschreibung, den Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und im Folgenden
näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- ein Wand- und Deckenmodul mit Tragkonstruktion und Befestigungsvorrichtung in montierter
Position,
- Fig. 2
- die Tragkonstruktion des Wand- und Deckenmoduls mit der zugehörigen Verbindungshülse
der Befestigungsvorrichtung in drei Ansichten,
- Fig. 3
- die Verbindungshülse in zwei Ansichten und
- Fig. 4
- das Deckenbefestigungselement der Befestigungsvorrichtung in zwei Ansichten
[0021] Das in Fig. 1 dargestellte Wand- und Deckenmodul besteht aus einem dekorativen Element
1, das an einer Tragkonstruktion 2 befestigt ist. Im vorliegenden Beispiel ist es
als eine kalottenartig gekrümmte rechteckige Dekorplatte ausgebildet. Sie wird von
oben an der Tragkonstruktion 2 befestigt, so dass die Befestigungsmittel für den Betrachter
nicht sichtbar sind. Hierzu besteht die Tragkonstruktion 2 aus einem Profilrahmen,
auf dem zwei Tragprofile 3 mit Abstand zueinander fest aufgesetzt sind. Mit der Tragkonstruktion
2 ist eine Befestigungsvorrichtung 4 verbunden, die aus einer Verbindungshülse 5 und
einem Befestigungselement 6 besteht, wobei die Verbindungshülse 5 mittig in dem Zwischenraum
zwischen den beiden Tragprofilen 3 befestigt und mit ihrem freien Ende lösbar in das
Befestigungselement 6 eingeschoben ist. Das Befestigungselement 6 ist an einer Decke
7 angeschraubt.
[0022] Aus der in Fig. 2 dargestellten Tragkonstruktion 2 ist die Wölbung des Wand- und
Deckenmoduls erkennbar. Der Profilrahmen der Tragkonstruktion 2 besteht aus vier gekrümmten
Längsprofilen 8, die an ihren Enden durch zwei Querprofile 9 miteinander verbunden
sind. Außerdem sind die Längsprofile 8 in ihrer Mitte durch die beiden Tragprofile
3 miteinander verbunden, wobei sich zwischen den Tragprofilen 3 und den beiden inneren
Längsprofilen 8 jeweils ein Distanzprofil 10 befindet. Dadurch wird die Krümmung der
Tragkonstruktion 2 in der zweiten Achse, d. h. über ihre Breite realisiert. Die Verbindungshülse
5 ist im vorliegenden Beispiel nur auf der kurzen Distanz zwischen den beiden inneren
Längsprofilen 8 verschiebbar. Durch eine entsprechende Gestaltung der inneren Profilflächen
der beiden inneren Längsprofile 8, beispielsweise durch das Anbringen einer Führungsschiene,
ließe sich die Verbindungshülse 5 von außen auf die Tragprofile 3 aufschieben. Eine
mögliche Gestaltung der Führung der Verbindungshülse 5 ist in Fig. 3 in zwei Ansichten
gezeigt. Durch zwei gegenüberliegende Ausklinkungen 11 im Mantel der Verbindungshülse
5 kurz unterhalb ihres Fußes entstehen jeweils zwei waagerechte und zwei senkrechte
Führungskanten 12, die die inneren Profilflächen der Tragprofile 3 umfassen. Die Verbindungshülse
5 muss mit den Tragprofilen 3 biegesteif verbunden sein, da über sie das Gewicht des
Wand- und Deckenmoduls auf die Unterkonstruktion übertragen wird. Dazu kann die Verbindungshülse
5 lösbar oder auch unlösbar an den Tragprofilen 3 befestigt sein. Eine lösbare Verbindung
ist wiederum selbsthaltend, also mittels einer Passung zwischen den Führungskanten
12 und den Flächen der Tragprofile 3, oder mit einer zusätzlichen Arretiervorrichtung
realisierbar. Wie aus Fig. 3 ferner zu erkennen ist, sind in den Mantel der Verbindungshülse
5 mehrere nicht durchgehende radiale Schlitze 13 sowie zwei sich genau gegenüberliegende
etwa von der Hälfte der Verbindungshülse 5 zu ihrem oberen Ende reichende axiale Schlitze
14 eingebracht. Jeweils zwei radiale Schlitze 13 sind in der gleichen Höhe angeordnet
und münden mit ihrem einen Ende jeweils in einen der beiden axialen Schlitz 14. Bevor
sie in die axialen Schlitze 14 münden, sind sie zweimal um 90° abgewinkelt, wodurch
die radialen Schlitze 13 eine axiale Höhenverschiebung erfahren.
[0023] Fig. 4 zeigt das Befestigungselement 6 in zwei Ansichten. Es besteht aus einer zylindrischen
Wandung 15 und einen Flansch 16. Zur Montage des Befestigungselements 6 weist sein
Flansch 16 vier Durchgangsbohrungen 17 auf, durch die Befestigungsmittel in eine Unterkonstruktion,
beispielsweise der Decke 7 oder einer Wand, geschraubt werden. Etwa in Höhe des unteren
Drittels des Befestigungselements 6 sind diametral gegenüberliegend zwei Bolzen 18
so in seine Wandung 15 eingebracht, dass sie nach innen in den zylindrischen Hohlraum
hineinragen.
[0024] Die nachfolgende Beschreibung der Montage des Wand- und Deckenmoduls betrifft eine
Befestigung an der Decke 7. In diesem Fall wird das Befestigungselement 6 mit seinem
Flansch 16 an der Decke 7 befestigt. Das Wand- und Deckenmodul selbst ist eine Baugruppe,
die aus dem dekorativen Element 1, der Tragkonstruktion 2 und der Verbindungshülse
5 besteht. Das Wand- und Deckenmodul wird nun mit der Verbindungshülse 5 in das an
der Decke montierte Befestigungselement 6 eingeschoben, wobei es in eine solche radiale
Position gebracht werden muss, dass die beiden axialen Schlitze 14 mit den beiden
Bolzen 18 fluchten. Danach wird die Verbindungshülse 5 bis in die gewünschte Höhe,
d. h. in die Höhe einer der drei radialen Schlitze 13, in das Befestigungselement
6 hinein geschoben. Durch eine leichte Drehbewegung in Richtung der radialen Schlitze
13 gelangen die Bolzen 18 in den Bereich der Abwinkelung der radialen Schlitze 13.
Nun kann das Wand- und Deckenmodul losgelassen werden, so dass die Verbindungshülse
5 an den Bolzen 18 das kurze senkrechte Stück der Abwinkelung der radialen Schlitze
13 nach unten gleitet und dann durch den Anschlag der Oberkante der radialen Schlitze
13 an den Bolzen 18 in der Position verharrt. Das Wand- und Deckenmodul kann zur radialen
Ausrichtung nun noch innerhalb der Ebene des waagerechten Verlaufs des radialen Schlitzes
13, in den es eingerastet ist, gedreht werden. Mit Hilfe an sich bekannter Mittel
zur Arretierung wird es in der gewünschten Position festgesetzt. Um dies auch ohne
den Gebrauch von Werkzeugen zu ermöglichen, kann die Unterkante der radialen Schlitze
13 zahnartig ausgebildet sein. In die Zahnlücken, deren Breite und Tiefe dem Durchmesser
der Bolzen 18 angepasst sein muss, rasten dann die Bolzen 18 ein. Die Demontage des
Wand- und Deckenmoduls erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
[0025] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und den Zeichnungen dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
Bezugszahlenliste
[0026]
- 1
- Dekorative Element
- 2
- Tragkonstruktion
- 3
- Tragprofile
- 4
- Befestigungsvorrichtung
- 5
- Verbindungshülse
- 6
- Befestigungselement
- 7
- Decke
- 8
- Längsprofil
- 9
- Querprofil
- 10
- Distanzprofil
- 11
- Ausklinkung
- 12
- Führungskante
- 13
- Radialer Schlitz
- 14
- Axialer Schlitz
- 15
- Wandung
- 16
- Flansch
- 17
- Durchgangsbohrungen
- 18
- Bolzen
1. Wand- und Deckenmodul mit Befestigungsvorrichtung zur Befestigung an einer Unterkonstruktion,
bestehend aus mindestens einem sichtbaren dekorativen Element, das mit der Befestigungsvorrichtung
so verbindbar ist, dass diese nach der Montage für einen Betrachter unsichtbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Wand- und Deckenmodul aus einer Tragkonstruktion (2) besteht, die mit dem mindestens
einen dekorativen Element (1) verbunden ist, das bzw. die die Tragkonstruktion (2)
zumindest von der Blickseite her vollständig verdecken,
- dass die der Blickseite abgewandte Seite der Tragkonstruktion (2) biegesteif mit der Befestigungsvorrichtung
(4) verbunden ist und
- dass die Befestigungsvorrichtung (4) mindestens zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein
Teil starr mit der Unterkonstruktion und mindestens ein anderes Teil der Befestigungsvorrichtung
(4) biegesteif mit der Tragkonstruktion (2) verbindbar ist und beide Teile Mittel
zum gegenseitigen biegesteifen Verbinden und Fixieren aufweisen.
2. Wand- und Deckenmodul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsvorrichtung (4) lösbar mit der Tragkonstruktion (2) verbunden ist.
3. Wand- und Deckenmodul nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsvorrichtung (4) verschiebbar mit der Tragkonstruktion (2) verbunden
ist.
4. Wand- und Deckenmodul nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsvorrichtung (4) winkelverstellbar ist.
5. Befestigungsvorrichtung für Wand- und Deckenmodul zur Befestigung desselben an einer
Unterkonstruktion,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsvorrichtung (4) aus mindestens zwei Teilen besteht, wobei ein Teil
starr mit der Unterkonstruktion und mindestens ein anderes Teil der Befestigungsvorrichtung
(4) mit der Tragkonstruktion (2) des Wand- und Deckenmoduls biegesteif verbindbar
ist und beide Teile Mittel zum gegenseitigen biegesteifen Verbinden und Fixieren aufweisen.
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mit der Tragkonstruktion (2) verbundene Teil lösbar mit dieser verbunden ist.
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mit der Tragkonstruktion (2) verbundene Teil verschiebbar mit dieser verbunden
ist.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teile der Befestigungsvorrichtung (4) aus Hohlprofilen bestehen.
9. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teile der Befestigungsvorrichtung (4) aus Rohren bestehen.
10. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teile der Befestigungsvorrichtung (4) ineinandersteckbar sind.
11. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel der Teile zum gegenseitigen biegesteifen Verbinden und Fixieren selbstrastend
und selbstfixierend sind.
12. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teile der Befestigungsvorrichtung (4) in unterschiedlichen Positionen zueinander
fixierbar sind.
13. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei der Teile der Befestigungsvorrichtung (4) winkelverstellbar miteinander
verbindbar sind.
14. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eines der Teile der Befestigungsvorrichtung (4) winkelverstellbar ist.