[0001] Die Erfindung betrifft einen Scheinwerfer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE-PS 386071 ist ein Linsenscheinwerfer für Bühnenzwecke bekannt. Dieser aus der
DE-PS 386071 bekannte Linsenscheinwerfer weist eine mit Bezug auf die optische Hauptachse des
Linsenscheinwerfers zentrisch angeordnete Frontlise auf. Bei einem Ausführungsbeispiel
des in der
DE-PS 386071 beschriebenen Linsenscheinwerfers ist seine optische Hauptachse gefaltet und besteht
aus drei Geradenstücken: einer Geraden von einer Lichtquelle zu einem ersten Spiegel,
einer Geraden vom ersten Spiegel zu einem zweiten Spiegel und einer Geraden vom zweiten
Spiegel zu einem Objektiv. Auch in Bezug auf diese gefaltete optische Hauptachse ist
die Frontlinse des genannten Linsenscheinwerfers aus dem Stand der Technik zentrisch
angeordnet, wobei für die Beurteilung der Zentrizität der Abschnitt der optischen
Hauptachse entscheidend ist, welcher die Frontlinse des genannten Linsenscheinwerfers
schneidet. Die optische Hauptachse des Linsenscheinwerfers fällt hier mit der optischen
Hauptachse der Frontlinse zusammen.
[0004] Die vorstehend als Beispiele genannten Scheinwerfer mit veränderlichem Abstrahlwinkel
zielen in ihrer technischen Gestaltung darauf ab, daß in jeder Abstrahlwinkelposition
des Scheinwerfers die abgestrahlte Lichtintensität so gleichmäßig wie nur irgend möglich
ist. Bei bestimmten Scheinwerferanwendungen in der Film-, Fernseh- und Fotobranche
und nicht zuletzt auch in Museen ist jedoch eine gleichmäßig abgestrahlte Lichtintensität
unzweckmäßig. Z.B. kann man bei einer Museumsanwendung in der Regel davon ausgehen,
daß der Scheinwerfer höher hängend angebracht ist als das auszuleuchtende Objekt,
wobei die Oberkante des Objektes im Extremfall nur halb so weit von der Lichtquelle
entfernt ist wie die Unterkante des Objektes. Bei einer derartigen Anordnung würde
die Lichtintensität an der Oberkante viermal so hoch sein wie am entfernten Ende.
[0005] Für die letztgenannten Anwendungen gibt es im Stand der Technik sogenannte asymmetrische
Fluter, bei denen durch eine asymmetrische Ausgestaltung des Reflektors die Lichtverteilung
in dem gewünschten Sinne verändert wird. Solche Leuchten können dann auch als sogenannte
Fußrampen eingesetzt werden, um z.B. Hintergründe von unten anzustrahlen und ebenfalls
die Intensität durch den asymmetrischen Reflektor hauptsächlich auf das obere Ende
des Hintergrundes zu lenken. All diese aus dem Stand der Technik bekannten asymmetrischen
Fluter oder Fußrampen sind jedoch stets sogenannte Open-Face-Leuchten ohne Frontlinse.
Sie sind daher auch nicht fokussierbar. Dies bedeutet jedoch, daß für jede einzelne
Anwendung ein genau auf diese Anwendung passender asymmetrischer Fluter eingesetzt
werden muß. Wird z.B. in einem Museum ein großflächiges Bild durch ein kleineres ersetzt,
so muß nach dem Stand der Technik auch ein neuer - zur Ausleuchtung des kleineren
Bildes passender - asymmetrischer Fluter montiert werden, da eine Fokussierung des
ursprünglichen, für das große Bild geeigneten Fluters auf die kleinere Fläche nicht
möglich ist.
[0006] Desweiteren wird nach dem Stand der Technik bisher in vielen Fällen eine ungünstige
resultierende Lichtverteilung durch sogenannte halbe Scrims ausgeglichen. Das sind
Drahtgitter, die unterschiedliche Dichte aufweisen und die Lichtintensität um einen
halben oder einen Blendenwert herabsetzen (1 Blendenwert würde dann der Halbierung
der Intensität entsprechen). Dabei können auch zwei solche halbierten Scrims voreinander
eingesetzt werden, um größere Ungleichmäßigkeit in der Ausleuchtung des Objekts einigermaßen
auszugleichen. Einen wirklich perfekten Übergang gibt es hierbei jedoch nicht, sondern
nur eine halbflächige Abschattung, d.h. Reduzierung, der Lichtintensität. Der entfernte
Teil des auszuleuchtenden Objektes erhält die volle Lichtintensität, während näher
gelegene Teile des Objektes künstlich in der Lichtintensität reduziert werden. Einen
stufenlosen, gleichmäßigen Lichtintensitätsübergang bieten die halbierten Scrims aus
dem Stand der Technik nicht.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen fokussierbaren Scheinwerfer mit veränderlichem
Abstrahlwinkel bereitzustellen, mit dem gezielt eine asymmetrisch abstrahlende Lichtintensität
erzeugt wird.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen Scheinwerfer nach Anspruch
1. Dabei ist der Begriff "azentrische Anordnung der Frontlinse" im Sinne der vorliegenden
Patentanmeldung folgendermaßen zu verstehen: Die Frontlinse ist so ausgerichtet, daß
die optische Hauptachse der Frontlinse parallel zur optischen Hauptachse des Scheinwerfers
verläuft, jedoch beide genannten optischen Hauptachsen nicht zusammenfallen (siehe
dazu auch Fig. 1).
[0009] Erfindungsgemäß wird die vorstehend genannte Aufgabe auch gelöst durch einen Scheinwerfer
nach Anspruch 2.
[0010] Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Scheinwerfers
nach Anspruch 1 und des erfindungsgemäßen Scheinwerfers nach Anspruch 2 sind Gegenstand
der Ansprüche 3 bis 5.
[0011] Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Scheinwerfer besteht darin, daß die gezielte
Asymmetrie in der Lichtverteilung mit der Fokussierbarkeit des Scheinwerfers kombiniert
wird, was außerordentlich flexible Einsatzmöglichkeiten sogar in Bezug auf einen einzigen
Scheinwerfer zu Folge hat. Nimmt man beispielsweise den oben erläuterten Museumseinsatz
und das Austauschen des großen Bildes gegen das kleine Bild, so braucht ein erfindungsgemäßer
Scheinwerfer bei diesem Bilderwechsel nicht mit ausgetauscht zu werden. Er muß lediglich
auf die neue Bildgröße fokussiert werden, d.h. sein Abstrahlwinkel muß an die neue
Bildgröße angepaßt werden. Der Scheinwerfer als solcher kann jedoch in seiner bisherigen
räumlichen Position verbleiben und muß nicht durch einen ganz anderen Scheinwerfer
ersetzt werden.
[0012] Darüber hinaus bietet der erfindungsgemäße Scheinwerfer einen stufenlosen, gleichmäßigen
Lichtintensitätsübergang. Damit kann die gesamte Intensität des zur Verfügung stehenden
Lichtes voll genutzt werden. Demzufolge können kleinere Wattagen eingesetzt und der
entsprechende Energieverlust geringer gehalten werden. Bei allen Anwendungen in Innenräumen
wird dadurch auch der Hitzeaufbau entsprechend reduziert. Dies ist ein besonderer
Vorteil, wenn man bedenkt, daß in Innenräumen und Studios immer noch vornehmlich Glühlicht-Scheinwerfer
eingesetzt werden, bei denen das effektiv nutzbare Licht nur ca. 10% der aufgewendeten
Energie entspricht.
[0013] In vielen Studios wird immer noch fast ausschließlich mit gerichtetem Licht und Glühlicht
gearbeitet. Bei einem relativ kleinen Studio geht es dabei nach dem Stand der Technik
um ca. 40 KW, bei größeren Studios und Ausleuchtungen geht es immer um mehrere 100
kW. Wenn man nun bedenkt, daß der Energieaufwand für die Klimatisierung ein Mehrfaches
an Energie erfordert, so benötigt man z.B. in einem kleineren Studio bei 40 kW Glühlicht
etwa 200 kW für die Klimatisierung. Verwendet man für das gerichtete Licht erfindungsgemäße
Scheinwerfer, so kann die für das gerichtete Licht aufgewendete Energie um 50% oder
sogar mehr reduziert werden. Die Energieeinsparung multipliziert sich, wenn man in
Betracht zieht, daß aufgrund der reduzierten Beleuchtungsenergie auch ein erheblich
geringerer Energieaufwand für die Klimatisierung gebraucht wird.
[0014] Das fokussierbare Licht bei Film-, Fernseh-, Theater- und Fotoanwendungen zeichnet
sich im allgemeinen durch eine relativ kleine Abstrahlfläche aus und wird in der Regel
aus einiger Entfernung eingesetzt, wodurch sich eine recht deutliche Schattenbildung
ergibt. Diese Art der Ausleuchtung wird deshalb im allgemeinen durch großflächige
Leuchten ergänzt. Auf diesem Gebiet werden immer häufiger Flächenleuchten eingesetzt,
die mit Leuchtstoffröhren arbeiten. Diese sind jedoch meist so ausgelegt, daß sie
eher in der Nähe des zu beleuchtenden Objekts eingesetzt werden müssen. Da die Kamera
einäugig arbeitet, kann das Kameraobjektiv die aufgenommenen Motive nur mehr oder
minder zweidimensional erfassen. Die Tiefenwirkung eines Raumes, die beim beidäugigen
Sehen naturgegeben ist, geht dabei verloren. Deshalb wird auch bei neueren Trends
zur weicheren und flächigeren Lichtgestaltung nie verzichtet werden können auf das
Gegenlicht, das Konturlicht, das Spitzlicht, welches mehr oder weniger in Richtung
zur Kamera hin strahlt und die Aufgabe hat, die Objekte scheinbar dreidimensionaler
darzustellen - aus der flächigeren Bildgestaltung herauszuheben.
[0015] Auf diese Methode der Ausleuchtung, bei der das zur Kamera gerichtete Licht oft die
doppelte Intensität hat wie das von der Kameraseite her einfallende Licht, wird man
nie ganz verzichten können, so daß das gerichtete Licht auch bei einer sehr gleichmäßigen
weichen Allgemeinausleuchtung immer noch einen wesentlichen Anteil spielen wird. Vor
allem dann, wenn es sich um Objekte handelt, die sich während der Aufnahme bewegen,
bietet die asymmetrische Ausleuchtung beim gerichteten Licht durch erfindungsgemäße
fokussierbare Scheinwerfer erhebliche Vorteile durch weichere Lichtintensitätsübergänge
und den geringeren Energiebedarf.
[0016] Ein fokussierbarer Scheinwerfer wird als gerichtetes Licht meist in einem Winkel
von ca. 45° nach unten abstrahlend eingesetzt, wobei man gleichzeitig davon ausgehen
kann, daß das gerichtete Licht praktisch nie direkt aus der Kameraachse eingesetzt
wird, sondern ebenfalls in einem Winkel, der seitlich auch häufig 45° betragen kann,
wobei hier größere Winkelvarianten vorkommen, die dann durch eine drehbare Orientierung
der Frontlinse, wie sie bei der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Scheinwerfers
gemäß Anspruch 2 vorgesehen ist, im wesentlichen kompensiert werden können. Zusätzlich
können Winkelvarianten ausgeglichen werden durch die Verschiebbarkeit der azentrischen
Frontlinse gemäß der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Scheinwerfers nach Anspruch
3. Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Scheinwerfers ist es möglich,
den radialen Abstand zwischen der optischen Hauptachse der Frontlinse und der optischen
Hauptachse des Scheinwerfers zu ändern.
[0017] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Scheinwerfers werden nachfolgend anhand
von Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Scheinwerfers in
Seitenansicht,
- Fig. 2
- schematisch eine Vorderansicht des Scheinwerfers von Fig. 1,
- Fig. 3
- schematisch eine Verdeutlichung der Gestaltung einer Frontlinse zur Verwendung in
einem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scheinwerfers,
- Fig. 4
- schematisch eine Verdeutlichung der Gestaltung einer Frontlinse zur Verwendung in
einem dritten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scheinwerfers, und
- Fig. 5
- schematisch eine Vorderansicht des dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Scheinwerfers.
[0018] Ein in Fig. 1 als erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellter Scheinwerfer
1 weist ein Gehäuse 6 auf. In dem Gehäuse 6 sind eine Lampe 2 und ein der Lampe 2
zugeordneter Reflektor 7 angeordnet. Die optische Hauptachse des Scheinwerfers 1 ist
in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 4 versehen.
[0019] Die Lampe 2 und der Reflektor 7 sind im Scheinwerferinneren bewegbar, so daß der
Abstrahlwinkel des Scheinwerfers 1 verändert werden kann. Die Veränderbarkeit des
Abstrahlwinkels ist als solche aus dem Stand der Technik bekannt und wird hier nicht
näher erläutert.
[0020] Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scheinwerfers
1 weist ferner eine Frontlinse 3 auf. Diese Frontlinse 3 ist eine azentrisch angeordnete
Sammellinse, deren optische Hauptachse in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 5 versehen
ist. Die optische Hauptachse 5 der Frontlinse 3 verläuft parallel zur optischen Hauptachse
4 des Scheinwerfers 1, fällt mit dieser jedoch nicht zusammen. Der Abstand zwischen
der optischen Hauptachse 4 des Scheinwerfers 1 und der optischen Hauptachse 5 der
Frontlinse 3 ist in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen A versehen.
[0021] Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Scheinwerfers
1 von Fig. 1. Der Übersichtlichkeit halber wurden in Fig. 2 die optische Hauptachse
5 der Frontlinse 3 und deren Abstand A zur optischen Hauptachse 4 des Scheinwerfers
1 nicht mit eingezeichnet.
[0022] Wie schon aus Fig. 1 ersichtlich, sieht man auch in Fig. 2 deutlich, daß bei dem
hier dargestellten ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scheinwerfers
1 die Frontlinse 3 teilweise über das Gehäuse 6 des Scheinwerfers 1 herausragt.
[0023] Die Frontlinse 3 ist so gelagert, daß man sie um die optische Hauptachse des Scheinwerfers
herum drehen kann. Dies ist in Fig. 2 durch die Pfeile angedeutet. Der radiale Abstand
A der optischen Hauptachse 5 der Frontlinse 3 von der optischen Hauptachse 4 des Scheinwerfers
1 bleibt jedoch bei diesem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scheinwerfers
stets unverändert.
[0024] Die Frontlinse 3 des Ausführungsbeispiels von Fig. 1 ist eine ganz gewöhnliche symmetrische
Sammellinse.
[0025] Bei anderen Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Scheinwerfers kommen andere
Arten von Sammellinsen als Frontlinse zum Einsatz. So wird z.B. bei einem besonders
bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scheinwerfers eine Sammellinse
als Frontlinse eingesetzt, die so gestaltet ist, als wäre sie aus einer größeren Linse
in einer Weise ausgeschnitten, in der der ausgeschnittene benutzbare Teil der Frontlinse
auf der einen Seite den normalen Rand der ursprünglichen größeren Linse tangiert.
Man kann sich diese Art Frontlinse so vorstellen, als sei sie als Teilstück in der
beschriebenen Weise aus einer größeren Linse herausgeschnitten worden
[0026] Zur Verdeutlichung ist dieses Ausführungsbeispiel einer Frontlinse 3' in Fig. 3 dargestellt.
Das dortige Bezugszeichen 8 bezeichnet eine gewöhnliche symmetrische Sammellinse als
Grundlinse bzw. als "gedachte" Grundlinse. Diese Grundlinse 8 hat mittig ihre optische
Hauptachse 9. Zum Zwecke verschiedener Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Scheinwerfer
verwendet man nun eine Sammellinse 3' als Frontlinse des Scheinwerfers, welche so
gestaltet ist, als wäre sie aus der Grundlinse 8 in einer Weise ausgeschnitten, in
der der ausgeschnittene benutzbare Teil der Frontlinse 3' - also in Fig. 3 die Frontlinse
3' als solche - auf der einen Seite den normalen Rand der Grundlinse 8 tangiert. Bei
diesem Ausführungsbeispiel der Frontlinse 3' ist deren optische Hauptachse 9 in Bezug
auf die Linsenperipherie nicht mehr mittig angeordnet. Das hat für die Zwecke dieser
Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Scheinwerfer den Vorteil, daß die Frontlinse
3' aus Fig. 3, anders als die Frontlinse 3 aus den Ausführungsbeispielen von Fig.
1 und 2, nicht seitlich teilweise über das Scheinwerfergehäuse 6 hinausragen muß.
[0027] In den Fig. 1 bis 3 wurden Ausführungsbeispiele der Erfindung mit solchen Frontlinsen
3, 3' dargestellt, die eine kreisförmige Peripherie haben. Es gibt jedoch auch andere
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Scheinwerfers, bei denen die Frontlinse
eine nicht kreisförmige Peripherie hat. So kann die Frontlinse z.B. eine im wesentlichen
ovalartige Peripherie aufweisen. Ein Ausführungsbeispiel für eine solche Frontlinse
ist in Fig. 4 gezeigt und dort mit dem Bezugszeichen 3" versehen. Auch dieses Ausführungsbeipiel
einer Frontlinse 3" geht auf die bereits aus Fig. 3 bekannte, gewöhnliche symmetrische
Sammellinse (Grundlinse) 8 mit ihrer optischen Hauptachse 9 zurück. Die Frontlinse
3" von Fig. 4 ist grundsätzlich in ähnlicher Weise aus der Grundlinse, der gewöhnlichen
symmetrischen Sammellinse 8, ausgeschnitten wie die Frontlinse 3' von Fig. 3. Lediglich
die äußere Form ist etwas unterschiedlich.
[0028] Fig. 5 schließlich zeigt, wie die Frontlinse 3" von Fig. 4 auf das Scheinwerfergehäuse
6 montiert ist und auf diese Weise zu einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Scheinwerfers führt. Die optische Hauptachse des Scheinwerfers ist zwar in Fig. 5
nicht ausdrücklich dargestellt, jedoch verläuft sie auch bei diesem Ausführungsbeispiel
wie in den Fig. 1 und 2 genau im Zentrum des durch das Scheinwerfergehäuse 6 gebildeten
Hohlraumes. Die Frontlinse 3" von Fig. 4 und 5 ist um die optische Hauptachse des
Scheinwerfers herum drehbar gelagert. Dies ist durch den gekrümmten Pfeil in Fig.
5 angedeutet. Außerdem kann die Frontlinse 3" mit Bezug auf die optische Hauptachse
des Scheinwerfers radial hin und her verschoben werden. Diese Bewegungsmöglichkeit
ist durch den geraden Doppelpfeil in Fig. 5 angedeutet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Scheinwerfers ist also der radiale Abstand der optischen Hauptachse
der Frontlinse 3" von der optischen Hauptachse des Scheinwerfers veränderbar.
[0029] Obwohl vorstehend nur ein einlinsiges System als Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Scheinwerfers genauer beschrieben wurde, beschränkt sich die Erfindung nicht auf einlinsige
fokussierbare Scheinwerfer. Sie umfaßt vielmehr auch zweilinsige oder allgemein mehrlinsige
fokussierbare Scheinwerfer, bei denen zwischen der Frontlinse und der Lampe eine oder
mehrere weitere Linsen angeordnet sind. Für die Erfindung allein wesentlich ist die
azentrische Anordnung der Frontlinse bei einem fokussierbaren Scheinwerfer. Wie eventuell
vorhandene weitere Linsen im Scheinwerferinneren gestaltet oder angeordnet sind, das
ist für die vorliegende Erfindung unwesentlich.
[0030] Abschließend sei noch ausdrücklich darauf verwiesen, daß sich die Erfindung nicht
auf Scheinwerfer einer bestimmten Leistungsklasse beschränkt. Beispielsweise kann
man erfindungsgemäße Scheinwerfer sowohl als Miniaturscheinwerfer mit einer Leistung
von einigen 10 Watt als auch als Hochleistungsscheinwerfer mit einer Leistung von
einigen 10 kW ausführen.
1. Fokussierbarer Scheinwerfer (1) mit veränderlichem Abstrahlwinkel für Beleuchtung
in Film-, Fernseh- oder Fotostudios oder für Beleuchtung in Museen oder für Beleuchtung
bei sonstigen Film-, Fernseh-, Theater- oder Fotoanwendungen mit
- einem Gehäuse (6),
- einer im Scheinwerferinneren angeordneten Lichtquelle (2) und einem ebenfalls im
Scheinwerferinneren angeordneten Reflektor (7), wobei die Lichtquelle (2) und der
Reflektor (7) im Scheinwerferinneren bewegbar sind,
- einer die Mitte des Lichtstrahlenganges im Scheinwerferinneren darstellenden optischen
Hauptachse (4) des Scheinwerfers (1), und
- einer an der Frontseite des Gehäuses (6) befestigten, rotationssymmetrischen Sammellinse
(3), welche die Frontlinse (3) des Scheinwerfers (1) ist und eine optische Hauptachse
(5) der Frontlinse (3) aufweist, wobei die optische Hauptachse (5) der Frontlinse
(3) genau in der Mitte der Frontlinse (3) verläuft,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Frontlinse (3) azentrisch in dem Sinne angeordnet ist, daß die die Mitte des Lichtstrahlenganges
im Scheinwerferinneren darstellende optische Hauptachse (4) des Scheinwerfers (1)
am Frontende des Scheinwerfers (1) derart auf die Frontlinse (3) fällt, daß die optische
Hauptachse (4) des Scheinwerfers (1) dort zwar parallel zu der optischen Hauptachse
(5) der Frontlinse (3) verläuft, mit dieser jedoch nicht zusammenfällt.
2. Fokussierbarer Scheinwerfer (1) mit veränderlichem Abstrahlwinkel für Beleuchtung
in Film-, Fernseh- oder Fotostudios oder für Beleuchtung in Museen oder für Beleuchtung
bei sonstigen Film-, Fernseh-, Theater- oder Fotoanwendungen mit
- einem Gehäuse (6),
- einer im Scheinwerferinneren angeordneten Lichtquelle (2) und einem ebenfalls im
Scheinwerferinneren angeordneten Reflektor (7), wobei die Lichtquelle (2) und der
Reflektor (7) im Scheinwerferinneren bewegbar sind,
- einer die Mitte des Lichtstrahlenganges im Scheinwerferinneren darstellenden optischen
Hauptachse (4) des Scheinwerfers (1), und
- einer an der Frontseite des Gehäuses (6) befestigten Sammellinse (3', 3"), welche
die Frontlinse (3', 3") des Scheinwerfers (1) ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die genannte Frontlinse (3', 3") eine nicht rotationssymmetrische Sammellinse (3',
3") ist, welche so gestaltet ist, als wäre sie aus einer größeren rotationssymmetrischen
Sammellinse (8), die eine optische Hauptachse (9) aufweist, ausgeschnitten, wobei
die genannte optische Hauptachse (9) der gedachten größeren rotationssymmetrischen
Sammellinse (8) genau in der Mitte jener größeren rotationssymmetrischen Sammellinse
(8) verläuft und der in gedachter Weise ausgeschnittene Linsenteil, das heißt die
nicht rotationssymmetrische Frontlinse (3', 3"), auf der einen Seite den normalen
Rand der gedachten ursprünglichen größeren rotationssymmetrischen Sammellinse (8)
tangiert, und
- die nicht rotationssymmetrische Frontlinse (3', 3") azentrisch in dem Sinne angeordnet
ist, daß die die Mitte des Lichtstrahlenganges im Scheinwerferinneren darstellende
optische Hauptachse (4) des Scheinwerfers (1) am Frontende des Scheinwerfers (1) derart
auf die nicht rotationssymmetrische Frontlinse (3', 3") fällt, daß die optische Hauptachse
(4) des Scheinwerfers (1) dort zwar parallel zu der optischen Hauptachse (9) der gedachten
ursprünglichen größeren symmetrischen Sammellinse (8) verläuft, mit dieser jedoch
nicht zusammenfällt.
3. Fokussierbarer Scheinwerfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontlinse (3) in radialer Richtung teilweise über das Gehäuse (6) herausragt.
4. Fokussierbarer Scheinwerfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontlinse (3, 3', 3") um die auf sie fallende optische Hauptachse (4) des Scheinwerfers
(1) herum drehbar gelagert ist.
5. Fokussierbarer Scheinwerfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontlinse (3") in radialer Richtung bezogen auf die auf sie fallende optische
Hauptachse (4) des Scheinwerfers verschiebbar ist.
1. Focusable spotlight (1) having a variable beam angle for lighting in film, television
or photo studios or for lighting in museums or for lighting in other film, television,
theatre or photo usages, comprising:
- a housing (6),
- a light source (2) arranged inside the spotlight and a reflector (7) also arranged
inside the spotlight, wherein the light source (2) and the reflector (7) are movable
inside the spotlight,
- a main optical axis (4) of the spotlight (1) representing the centre of the beam
path inside the spotlight, and
- a rotationally-symmetrical converging lens (3) which is attached to the front of
the housing (6), is the front lens (3) of the spotlight (1) and has a main optical
axis (5) of the front lens (3), the main optical axis (5) of the front lens (3) extending
exactly in the centre of the front lens (3),
characterised in that the front lens (3) is arranged acentrically in the sense that the main optical axis
(4) of the spotlight (1) representing the centre of the beam path inside the spotlight,
falls at the front end of the spotlight (1) onto the front lens (3) such that although
the main optical axis (4) of the spotlight (1) extends parallel to the main optical
axis (5) of the front lens (3), it does not coincide therewith.
2. Focusable spotlight (1) having a variable beam angle for lighting in film, television
or photo studios or for lighting in museums or for lighting in other film, television,
theatre or photo usages, comprising:
- a housing (6),
- a light source (2) arranged inside the spotlight and a reflector (7) also arranged
inside the spotlight, wherein the light source (2) and the reflector (7) are movable
inside the spotlight,
- a main optical axis (4) of the spotlight (1) representing the centre of the beam
path inside the spotlight, and
- a converging lens (3', 3") which is attached to the front of the housing (6) and
is the front lens (3', 3") of the spotlight (1),
characterised in that
- the mentioned front lens (3', 3") is a non-rotationally symmetrical converging lens
(3', 3") which is configured as if it had been cut out of a larger rotationally symmetrical
converging lens (8) which has a main optical axis (9), wherein the mentioned main
optical axis (9) of the imaginary larger rotationally symmetrical converging lens
(8) extends exactly in the centre of that larger rotationally symmetrical converging
lens (8) and the lens part, cut out in an imaginary manner, in other words the non-rotationally
symmetrical front lens (3', 3") is tangent on one side to the normal edge of the imaginary
original larger rotationally symmetrical converging lens (8), and
- the non-rotationally symmetrical front lens (3', 3") is arranged acentrically in
the sense that the main optical axis (4) of the spotlight (1) representing the centre
of the beam path inside the spotlight, falls at the front end of the spotlight (1)
onto the non-rotationally symmetrical front lens (3', 3") such that although the main
optical axis (4) of the spotlight (1) extends parallel to the main optical axis (9)
of the imaginary original larger symmetrical converging lens (8), it does not coincide
therewith.
3. Focusable spotlight (1) according to either of the preceding claims, characterised in that the front lens (3) partly projects above the housing (6) in the radial direction.
4. Focusable spotlight (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the front lens (3, 3', 3") is mounted such that it can rotate about the main optical
axis (4), incident thereon, of the spotlight (1).
5. Focusable spotlight according to any one of the preceding claims, characterised in that the front lens (3") is movable in the radial direction based on the main optical
axis (4), incident thereon, of the spotlight.
1. Projecteur focalisable (1) avec un angle d'émission variable pour un éclairage dans
de studios de cinéma, de télévision ou de photographie ou pour un éclairage dans des
musées ou pour un éclairage pour d'autres applications dans les domaines du cinéma,
de la télévision, du théâtre ou de la photographie, avec
- un boîtier (6),
- une source de lumière (2) disposée à l'intérieur du projecteur et un réflecteur
(7) disposé également à l'intérieur du projecteur, la source de lumière (2) et le
réflecteur (7) étant mobiles à l'intérieur du projecteur,
- un axe optique principal (4) du projecteur (1) représentant le centre du trajet
du faisceau lumineux à l'intérieur du projecteur, et
- une lentille convergente (3) à symétrie de rotation, fixée sur le côté frontal du
boîtier (6), qui est la lentille frontale (3) du projecteur (1) et qui comprend un
axe optique principal (5) de la lentille frontale (3), l'axe optique principal (5)
de la lentille frontale (3) s'étendant exactement au centre de la lentille frontale
(3),
caractérisé en ce que
la lentille frontale (3) est disposée de manière excentrée, de façon à ce que l'axe
optique principal (4) du projecteur (1), représentant le centre du trajet du faisceau
lumineux à l'intérieur du projecteur, tombe, au niveau de l'extrémité frontale du
projecteur (1), sur la lentille frontale (3) de façon à ce que l'axe optique principal
(4) du projecteur (1) soit parallèle à l'axe optique principal (5) de la lentille
frontale (3), mais ne coïncide pas avec celui-ci.
2. Projecteur focalisable (1) avec un angle d'émission variable pour un éclairage dans
de studios de cinéma, de télévision ou de photographie ou pour un éclairage dans des
musées ou pour un éclairage pour d'autres applications dans les domaines du cinéma,
de la télévision, du théâtre ou de la photographie, avec
- un boîtier (6),
- une source de lumière (2) disposée à l'intérieur du projecteur et un réflecteur
(7) disposé également à l'intérieur du projecteur, la source de lumière (2) et le
réflecteur (7) étant mobiles à l'intérieur du projecteur,
- un axe optique principal (4) du projecteur (1) représentant le centre du trajet
du faisceau lumineux à l'intérieur du projecteur, et
- une lentille convergente (3', 3") fixée sur le côté frontal du boîtier (6), qui
est la lentille frontale (3', 3") du projecteur (1),
caractérisé en ce que
- ladite lentille frontale (3', 3") est une lentille convergente (3', 3") sans symétrie
de rotation, qui est conçue comme si elle était découpée dans une lentille convergente
(8) à symétrie de rotation plus grande, qui comprend un axe optique principal (9),
ledit axe optique principal (9) de la lentille convergente (8) imaginaire à symétrie
de rotation plus grande s'étendant exactement au centre de cette lentille convergente
(8) à symétrie de rotation plus grande et la partie de lentille, découpée de manière
imaginaire, c'est à dire la lentille frontale (3', 3") sans symétrie de rotation,
est tangente, sur un côté, par rapport au bord normal de la lentille convergente (8)
imaginaire initiale à symétrie de rotation plus grande, et
- la lentille frontale (3', 3") sans symétrie de rotation est disposée de manière
excentrée de façon à ce que l'axe optique principal (4) du projecteur (1), représentant
le centre du trajet du faisceau lumineux à l'intérieur du projecteur, tombe, au niveau
de l'extrémité frontale du projecteur (1), sur la lentille frontale (3', 3") sans
symétrie de rotation, de façon à ce que l'axe optique principal (4) du projecteur
(1) soit parallèle à l'axe optique principal (9) de la lentille convergente (8) imaginaire
initiale symétrique plus grande, mais ne coïncide pas avec celui-ci.
3. Projecteur focalisable (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la lentille frontale (3) dépasse, dans la direction radiale, partiellement du boîtier
(6).
4. Projecteur focalisable (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la lentille frontale (3, 3', 3") est logée de manière rotative autour de l'axe optique
principal (4) du projecteur (1), qui tombe sur elle.
5. Projecteur focalisable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la lentille frontale (3") est coulissante dans la direction radiale par rapport à
l'axe optique principal (4) du projecteur qui tombe sur elle.