[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anordnung wenigstens eines Lichtwellenleiters
oder Lichtwellenleiterbündels zu einem Lichtbild oder einer Lichtinformation sowie
ein Verfahren zur Herstellung von Lichtbildern oder Lichtinformationen.
[0002] Das der Erfindung zugrunde liegende technische Problem besteht darin, eine Vorrichtung
zur Anordnung einer Vielzahl von Lichtwellenleitern oder Lichtwellenleiterbündeln
anzugeben, in der die Lichtwellenleiter oder Lichtwellenleiterbündel einfach positionierbar
sind, und die darüber hinaus vielseitig einsetzbar ist.
[0003] Dieses technische Problem wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1 gelöst.
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist wenigstens eine Trägerplatte auf, wobei in
und/oder an der Trägerplatte Halter für Enden der Lichtwellenleiter oder Lichtwellenleiterbündel
angeordnet sind. Die Halter für die Enden der Lichtwellenleiter oder Lichtwellenleiterbündel
werden derart angeordnet, dass ein Lichtbild, beispielsweise ein Schriftzug oder eine
sonstige Lichtinformation dargestellt wird.
[0005] Im Folgenden wird der Einfachheit halber nur noch von Lichtwellenleitern die Rede
sein. Die Ausführungen beziehen sich jedoch gleichermaßen auch auf Lichtwellenleiterbündel.
[0006] Für ein Lichtbild können mehrere Trägerplatten vorgesehen sein, insbesondere wenn
es sich um sehr große Lichtbilder handelt.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Verkehrsflächen aller Art, das heißt in von
Personen begehbaren und von Personenkraftwagen, Fahrrädern, Lastkraftwagen und Flugzeugen
überfahrbaren Bereichen im Freien wie auch in Hallen und Gebäuden einsetzbar. Darüber
hinaus ist die Vorrichtung für eine Wand- oder Deckenmontage geeignet. Es sind auch
Einsätze in Eisflächen oder Schwimmbecken möglich.
[0008] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist in oder an der Vorrichtung
ein Verfüllmaterial anordbar.
[0009] Insbesondere für einen überfahrbaren Bereich ist es vorgesehen, als Verfüllmaterial
Beton und/oder Asphalt zu verwenden. Hierdurch wird eine besonders hohe Tragfähigkeit
erreicht.
[0010] Die Halter für die Lichtwellenleiter sind vorteilhaft höhenverstellbar und justierbar
an oder in der Trägerplatte angeordnet. Hierdurch ist es gemäß dieser vorteilhaften
Ausführungsform möglich, sämtliche Halter und damit sämtliche Enden der Lichtwellenleiter
auf exakt einer Höhe zu justieren. Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft,
wenn die Trägerplatte mit dem Verfüllmaterial, beispielsweise einem gießfähigen Material,
ausgefüllt wird, so dass sämtliche Enden der Lichtwellenleiter bündig mit der Oberfläche
abschließen oder zumindest im gleichen Abstand von der Oberfläche angeordnet sind.
[0011] Es ist auch möglich, die Halter neben einer senkrechten Anordnung in der Trägerplatte
winklig zu dieser auszurichten. Insbesondere durch die winklige Anordnung ist es möglich,
Lichtinformationen in einer vorgegebenen Richtung abzustrahlen, da die Enden der Lichtwellenleiter
das Licht senkrecht abstrahlen.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Halter rohrförmig ausgebildet,
um die Enden der Lichtwellenleiter aufzunehmen. In den Haltern können ein oder mehrere
Lichtwellenleiter angeordnet sein.
[0013] Eine weitere, besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, auf den Haltern eine
Abdeckung anzuordnen. Die Abdeckung ist vorteilhaft transluszent ausgebildet. Die
Abdeckung stellt damit einen Diffusor dar, so dass das Licht diffus gestreut wird.
Diese Abdeckung ist erforderlich, wenn die Halter senkrecht auf der Trägerplatte angeordnet
sind, damit das Licht gestreut wird und damit zum Beispiel Autofahrer den Schriftzug
aus dem Auto heraus erkennen können. Ohne die diffuse Streuung des Lichtes wäre die
Lichtinformation nicht oder nur eingeschränkt erkennbar.
[0014] Die Abdeckung kann anstelle der Ausbildung als Diffusor auch als optisches Element,
beispielsweise als Linse, Prisma oder Spiegel oder dergleichen ausgebildet sein, um
den Strahlengang zu verändern. Die Abdeckung kann in diesem Fall in polierter, matter
oder transluszenter Ausführung ausgestaltet sein. Es ist auch möglich, ein einfaches
Schutzglas vorzusehen, beispielsweise wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung für die
Wand- oder Deckenmontage vorgesehen ist.
[0015] Als vorteilhaft hat sich die Verwendung eines Polycarbonats für die transluszente
Abdeckung herausgestellt.
[0016] Die Trägerplatte ist vorteilhaft aus Stahl, Kunststoff und/oder Holz ausgebildet.
Im überfahrbaren Bereich wird vorzugsweise Stahl oder Edelstahl verwendet werden,
um die notwendige Tragfähigkeit zu erreichen. In lediglich begehbaren Bereichen kann
die Trägerplatte aus Kunststoff oder Holz ausgebildet sein. Gleiches gilt für den
Fall, dass die Trägerplatte an einer Wand oder einer Decke angeordnet wird.
[0017] Im Außenbereich soll die Trägerplatte vorteilhaft witterungsbeständig ausgebildet
sein.
[0018] Vorteilhaft ist die Trägerplatte mit einer einfachen Grundfläche, wie einem Rechteck,
einem Kreis, einem Quadrat oder dergleichen ausgestaltet. Die Grundfläche der Trägerplatte
ist dann unabhängig von der Anordnung der Lichtwellenleiter ausgestaltet.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist es jedoch auch möglich, die Trägerplatte
an die Anordnung der Lichtwellenleiter angepasst auszubilden. Diese Ausführungsform
ist vorteilhaft beispielsweise bei der Anordnung der Lichtwellenleiter in Form eines
Buchstabens. Die Trägerplatte kann in diesem Fall ebenfalls die Form des Buchstabens
aufweisen.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit der Trägerplatte hat den Vorteil, dass insbesondere
bei einer Serienproduktion die Trägerplatte in einfacher Art und Weise mit vorgegebenen
Bohrungen herstellbar ist. In den Bohrungen sind wiederum die Halter einsetzbar, in
denen anschließend die Lichtwellenleiter angeordnet werden. Anschließend kann die
Trägerplatte mit einem Verfüllmaterial, beispielsweise einem gießfähigen Material
verfüllt werden, je nach Anwendungsform.
[0021] Hierdurch lassen sich Lichtbilder beispielsweise in Form von Schriftzügen sehr einfach
und preiswert herstellen.
[0022] Das Verfüllmaterial ist vorteilhaft als reaktiv aushärtendes Material ausgebildet.
Das Material härtet in diesem Fall kalt aus. Für das Einbinden der Lichtwellenleiter
ist es nämlich erforderlich, dass die Temperatur des Verfüllmaterials während des
Aushärtens 80 °C nicht übersteigt, damit die Lichtwellenleiter mit ihrer Umhüllung
keinen Schaden nehmen.
[0023] Wird ein Verfüllmaterial für einen überfahrbaren Bereich verwendet, ist vorteilhaft
ein Reaktionsasphalt vorgesehen. Ein derartiger Reaktionsasphalt ist in dem österreichischen
Patent Nr. AT 406 375 beschrieben.
[0024] Für den Außenbereich ist das Verfüllmaterial vorteilhaft witterungsbeständig ausgebildet.
[0025] Weiterhin hat sich als besonders vorteilhaft ein mehrschichtiger Aufbau des Verfüllmaterials
herausgestellt. Hierdurch wird eine besonders tragfähige Konstruktion erzielt.
[0026] Als Lichtwellenleiter werden herkömmliche Lichtwellenleiter, die bespielsweise aus
Glas oder Kunststoff bestehen, verwendet.
[0027] Um eine einfache Montage des Lichtbildes oder der Lichtinformation zu erreichen,
sind folgende Anschlussmöglichkeiten vorhanden:
1. Die Fasern einer Vorrichtung werden zu einem Bündel zusammengefasst und sind ausreichend
lang bis zum Standort des Projektors. Hier ist das Faserbündel mit einem Stecker versehen,
der in den Lichtprojektor adaptiert werden kann.
2. Die Fasern einer Vorrichtung werden zu mehreren Bündeln zusammengefasst, wovon
jedes Bündel zu einem anderen Lichtprojektor führt und dort mit einem Stecker versehen
ist.
3. Die Fasern mehrerer Vorrichtungen werden zu einem Bündel zusammengefasst und zu
einem Lichtprojektor geführt und dort mit einem Stecker versehen.
4. In den Fällen 1 bis 3 können auch die Fasern zu Bündeln zusammengefasst und direkt
an der Vorrichtung mit einer Kupplung versehen werden. Dies erleichtert die Fertigung
der Vorrichtungen, da die Länge der Lichtleiter zu den Projektoren zum Fertigungszeitpunkt
nicht bekannt sein muss.
[0028] Für eine zusätzliche Ausgestaltung des Lichtbildes ist es auch möglich, ein oder
mehrere Flächenlichter an oder in der Trägerplatte anzuordnen. Als Flächenlichter
können beispielsweise so genannte Lichtsteine eingesetzt werden. Bei den Lichtsteinen
handelt es sich um Leuchten, die ebenfalls über Lichtwellenleiter beleuchtet werden,
und bei denen eine großflächige Abdeckung zur Streuung des Lichtes vorgesehen ist.
Die Flächenlichter können beliebige Formen aufweisen.
[0029] Wird die erfindungsgemäße Vorrichtung im Wand- oder Deckenbereich eingesetzt, ist
es vorteilhaft, als Verfüllmaterial beispielsweise einen Putz zu verwenden.
[0030] Die Vorrichtung weist vorteilhaft eine Trägerplatte auf, die als Lochblech ausgebildet
ist. Durch das Lochblech wird das Verfüllmaterial gegossen, so dass das Verfüllmaterial
in einem von dem Lochblech und dem an der Trägerplatte angeordneten Rahmen begrenzten
Raum eingebracht werden kann. In diesem Raum sind auch die Lichtwellenleiter angeordnet,
vorteilhaft mit einem Lichtstecker oder einer Kupplung. Der Lichtstecker oder die
Lichtkupplung bleiben freiliegend, so dass ein Projektor oder ein über eine Kupplung
angeschlossener weiterer Lichtwellenleiter anschließbar ist.
[0031] Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Lichtwellenleiter durch das Verfüllmaterial
geschützt sind, und zwar insbesondere gegen Feuchtigkeit und mechanischen Druck.
[0032] Zur weiteren Bearbeitung wird ein Hilfsrahmen angesetzt, der formschlüssig die Trägerplatte
aufnimmt. In den vom Hilfsrahmen und oberhalb des Lochbleches der Trägerplatte angeordneten
Raum kann damit weiteres Verfüllmaterial eingebracht werden, welches die Halter der
Lichtwellenleiter umschließt. Vorteilhaft wird anschließend eine Deckschicht (Asphalt-Deckschicht)
aufgebracht. Im letzten Arbeitsschritt wird beispielsweise eine Finish-Schicht aufgebracht,
und die Abdeckungen werden in der Finish-Schicht angeordnet. Diese können dort eingeklebt
werden. Es ist auch möglich, in der Finish-Schicht an den Haltern Muttern vorzusehen,
in die die Abdeckungen einschraubbar sind. Die Finish-Schicht kann je nach Erfordernis
unterschiedliche Oberflächenstrukturen und farbiges Dekor aufweisen.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, anstelle des Verfüllmaterials
die Trägerplatte mit einer Edelstahlplatte als Abdeckung zu versehen. Die Abdeckplatte
schließt bündig mit den Haltern der Lichtwellenleiter ab. Die Abdeckplatte kann nicht
nur als Edelstahlplatte sondern auch aus anderen Materialien gebildet sein. Es können
Montageplatten vorgesehen sein, beispielsweise Heraklit-Platten, die überputzt werden
können.
[0034] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann darüber hinaus im Schwimmbadbereich eingesetzt
werden. Insbesondere in Betonbecken kann die erfindungsgemäße Trägerplatte eingegossen
werden.
[0035] Eine besonders vorteilhafte Anwendungsform liegt darin, die erfindungsgemäße Vorrichtung
in Eisflächen, beispielsweise eines Eisstadions anzuordnen. Hierbei sind wiederum
zwei Varianten möglich. Der untere Teil der Trägerplatte, in dem die Lichtwellenleiter
angeordnet sind, kann ausgegossen werden, um einen Schutz der Lichtwellenleiter gegenüber
dem Wasser zu erreichen.
[0036] Es ist auch möglich, die Lichtwellenleiter mit einem Kunststoffschutzmantel zu versehen.
In diesem Fall kann die Trägerplatte zum Beispiel auf einer ersten Eisschicht angeordnet
werden. Auf der ersten Eisschicht wird Wasser angeordnet, welches die erfindungsgemäße
Vorrichtung vollständig umschließt. Anschließend wird das Wasser einem Gefriervorgang
ausgesetzt und die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in der Eisfläche fixiert.
[0037] Gemäß der Erfindung ist es auch möglich, lediglich einen Halter an der Trägerplatte
vorzusehen. Der Lichtwellenleiter in diesem einen Halter kann beispielsweise Teil
eines Lauflichtes sein. In diesem Fall ist die Trägerplatte relativ klein ausgebildet.
[0038] Die Trägerplatte ist vorzugsweise plan ausgebildet. Es sind jedoch auch andere Ausführungen
möglich.
[0039] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen Zeichnung,
in der mehrere Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Anordnung
einer Vielzahl von Lichtwellenleitern nur beispielhaft dargestellt sind. In der Zeichnung
zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Querschnitt;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht;
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung während der Herstellung;
- Fig. 4
- ein geändertes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung im Querschnitt;
- Fig. 5
- ein geändertes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung im Querschnitt.
[0040] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung (1) mit einer Trägerplatte (2), die einen Rahmen (3)
aufweist. In der Trägerplatte (2) sind Halter (4) für Enden von Lichtwellenleitern
(5) angeordnet. Die Halter (4) weisen ein Außengewinde auf und sind in Bohrungen (6)
der Trägerplatte (2) angeordnet, wobei die Bohrungen (6) ein Innengewinde (7) aufweisen.
Durch diese Ausführungsform sind die Halter (4) in der Trägerplatte höhenverstellbar
angeordnet. Nach Anordnung sämtlicher Halter (4) in der Trägerplatte (2) wird in einen
von dem Rahmen (3) und der Trägerplatte (2) gebildeten Hohlraum (25) ein Verfüllmaterial
(19), beispielsweise ein Tragschichtmaterial angeordnet. Es ist möglich, den Hohlraum
(25) mit Beton, Reaktionsasphalt oder einem anderen Verfüllmaterial auszugießen. Die
Tragschicht (19) und die Trägerplatte (2) bilden eine statische Einheit. Gleichzeitig
sind die Lichtwellenleiter (5) und eine Kupplung (28) in der Vorrichtung (1) fixiert
und gegen Feuchtigkeit und mechanischen Druck geschützt.
[0041] Oberhalb der Trägerplatte (2) ist eine weitere Schicht vorzugsweise aus Reaktionsasphalt
(8) angeordnet. Durch diesen Reaktionsasphalt (8) werden die Halter (4) fixiert.
[0042] Die Halter (4) weisen Abdeckungen (9) auf, die als Diffusor ausgebildet sind. Die
Abdeckungen (9) bestehen aus einem transluszenten Material.
[0043] Die Lichtwellenleiter (5) sind über die Kupplung (28) an einem Projektor (11) über
ein Lichtfaserbündel (29), welches mit einem Stecker (10) mit dem Projektor (11) verbunden
ist, angeschlossen.
[0044] Die Kupplung (28) ist in einem Ausschnitt (30) des Rahmens (3) von außen zugänglich
angeordnet.
[0045] Die Trägerplatte (2) ist als Lochblech mit Bohrungen (23) ausgebildet. Durch diese
Bohrungen (23) wird das Tragschichtmaterial (19), wie in Fig. 3 noch erläutert wird,
in den Hohlraum (25) vergossen.
[0046] Der Reaktionsasphalt (8) weist eine Deckschicht (20) auf, die das Finish darstellt,
das heißt, die eine ästhetisch ansprechende Oberfläche bildet.
[0047] Wie in Fig. 2 dargestellt, sind die Halter (4) in der Vorrichtung (1) derart angeordnet,
dass sie einen Schriftzug ergeben. Wird dieser Schriftzug beispielsweise in einer
Straße angeordnet, so können Autofahrer diesen Schriftzug in der Dunkelheit erkennen
und lesen.
[0048] Fig. 3 zeigt die Trägerplatte (2) mit den Bohrungen (23). In der Trägerplatte (2)
sind die Halter (4) angeordnet, die wiederum Muttern (22) tragen. In den Muttern (22)
werden in einem der letzten Herstellungsschritte die Abdeckungen (9) (in Fig. 3 nicht
dargestellt) angeordnet.
[0049] Fig. 3 zeigt die Trägerplatte (2) mit dem mit dem Tragschichtmaterial (19) ausgegossenen
Hohlraum (25). Im Tragschichtmaterial (19) sind die Lichtwellenleiter (5) und der
Stecker (10) angeordnet. Das Tragschichtmaterial (19) wird durch die Bohrungen (23)
der als Lochblech ausgebildeten Trägerplatte (2) gegossen. Beim Ausgießen ist die
Trägerplatte auf einer Auflagefläche (21) angeordnet.
[0050] Ein Hilfsrahmen (18) umgreift die Trägerplatte (2) formschlüssig, so dass ein Hohlraum
(26) ebenfalls mit einem Verfüllmaterial, beispielsweise mit dem in Fig. 1 dargestellten
Reaktionsasphalt (8), ausgegossen werden kann.
[0051] Gemäß der Erfindung wird die Vorrichtung, die mit dem Beton und/oder dem Asphalt
ausgegossen wird, mit folgenden Verfahrensschritten hergestellt:
1. Der untere Teil (25) wird vergossen. Hierbei werden Lichtwellenleiter (5) und Stecker
(10) und/oder Kupplungen in dem Tragschichtmaterial (19) fixiert.
2. In einem weiteren Verfahrensschritt wird der Hilfsrahmen (18) formschlüssig um
die Trägerplatte (2) angeordnet.
3. Anschließend wird der Hohlraum (26) ein- oder mehrschichtig mit Asphalt und/oder
Beton (8) ausgegossen.
4. Abschließend wird eine Deckschicht aufgebracht.
5. Im letzten Verfahrensschritt werden die Abdeckungen (9) angeordnet.
Der Verfahrensschritt 4 ist optional.
[0052] Fig. 4 zeigt die Vorrichtung (1) mit der Trägerplatte (2) und dem Rahmen (3). Neben
einem Halter (4), wie er schon in Fig. 1 dargestellt ist, ist ein weiterer Halter
(12) in der Trägerplatte (2) angeordnet. Dieser Halter (12) ist abgewinkelt zu einer
Senkrechten der Trägerplatte (2) angeordnet. Der Halter (12) weist keine Abdeckung
auf, so dass das Licht senkrecht abgestrahlt wird. Es erfolgt in diesem Fall keine
diffuse Abstrahlung.
[0053] Zusätzlich ist in der Trägerplatte (2) ein Flächenlicht (13) in Form eines so genannten
Lichtsteines angeordnet. Das Flächenlicht (13) besteht aus einem quaderförmigen Körper
(14), der innen mit einem weißen Lack (15) beschichtet ist. Das Flächenlicht (13)
trägt eine Abdeckung (16), die wiederum als Diffusor ausgebildet ist. Der Lichtwellenleiter
(5) wird seitlich in das Flächenlicht (13) eingeführt, so dass eine gleichmäßige Abstrahlung
des Lichtes durch die transluszente Abdeckung (16) erfolgt.
[0054] Die Schicht über der Trägerplatte (2) ist aus einem mehrschichtigen reaktiv aushärtendem
Material (17) hergestellt.
[0055] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung (1). Die Trägerplatte
(2) ist in diesem Fall nicht als Lochblech, sondern als Vollblech ausgebildet. In
der Trägerplatte (2) sind wiederum Halter (4) für die Lichtwellenleiter (5) angeordnet.
Als Abdeckung ist eine Edelstahlplatte (24) vorgesehen, durch die die Halter (4) durch
in der Abdeckplatte (24) angeordnete Bohrungen (27) geführt sind. Die Abdeckungen
(9) sind im vorliegenden Fall als Prismen ausgebildet, das heißt als optische Elemente.
Die Lichtwellenleiter (5) und eine Kupplung (28) sind in dem Hohlraum (25) angeordnet.
Über die Kupplung (28) ist ein Bündel weiterer Lichtwellenleiter anschließbar, die
zu einem Projektor (in Fig. 5 nicht dargestellt) geführt sind.
[0056] Die Abdeckplatte (24) ist mit Abstandsbolzen (31) an der Trägerplatte (2) befestigt.
Bezugszahlen
[0057]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Trägerplatte
- 3
- Rahmen
- 4
- Halter
- 5
- Lichtwellenleiter
- 6
- Bohrungen
- 7
- Innengewinde
- 8
- Reaktionsasphalt (Verfüllmaterial)
- 9
- Abdeckungen
- 10
- Stecker
- 11
- Projektor
- 12
- Halter
- 13
- Flächenlicht
- 14
- Körper
- 15
- Lack
- 16
- Abdeckung
- 17
- mehrschichtiges Material
- 18
- Hilfsrahmen
- 19
- Verfüllmaterial (Tragschichtmaterial)
- 20
- Deckschicht (Finish)
- 21
- Auflagefläche
- 22
- Muttern
- 23
- Bohrungen im Lochblech der Trägerplatte (2)
- 24
- Abdeckplatte
- 25
- Hohlraum
- 26
- Hohlraum
- 27
- Bohrungen der Abdeckplatte (24)
- 28
- Kupplung
- 29
- Faserbündel
- 30
- Ausschnitt
- 31
- Abstandsbolzen
1. Vorrichtung zur Anordnung wenigstens eines Lichtwellenleiters oder Lichtwellenleiterbündels
zu einem Lichtbild oder einer Lichtinformation,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) wenigstens eine Trägerplatte (2) aufweist, und dass in und/oder
an der Trägerplatte (2) wenigstens ein Halter (4) für Enden des oder der Lichtwellenleiter
(5) oder Lichtwellenleiterbündel angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in und/oder an der Vorrichtung (1) ein Verfüllmaterial (8) anordbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfüllmaterial als gießfähiges und/oder verdichtbares Material (8) ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (4) für die Enden der Lichtwellenleiter (5) oder Lichtwellenleiterbündel
höhenverstellbar und/oder justierbar in oder an der Trägerplatte (2) anordbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (4) als rohrförmige Halter (4) ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (4) jeweils eine Abdeckung (9) aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (9) als transluszente Abdeckung (9) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (9) aus Polycarbonat gebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung als wenigstens ein optisches Element ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung poliert, matt oder transluszent ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung als Schutzglas ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (2) aus einem witterungsbeständigen Material gebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (2) aus Stahl, Kunststoff oder Holz gebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (2) eine von der Anordnung der Lichtwellenleiter (5) oder Lichtwellenleiterbündel
unabhängige Form aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (2) eine an die Anordnung der Lichtwellenleiter (5) oder Lichtwellenleiterbündel
angepasste Grundfläche aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Verfüllmaterial (8, 17) Beton und/oder Asphalt vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfüllmaterial (17) einen mehrschichtigen Aufbau aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Verfüllmaterial (8) ein Reaktionsasphalt vorgesehen ist.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als gießförmiges Material (8, 17) witterungsbeständiges Material vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Verfüllmaterial (8, 17) ein kalt verarbeitbares und kalt aushärtendes Material
vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtwellenleiter der einzeln verwendeten Lichtwellenleiter (5) oder der Lichtwellenleiterbündel
aus Glas oder Kunststoff gebildet sind.
22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lichtwellenleiter (5) oder Lichtwellenleiterbündel über wenigstens einen
Stecker (10) an wenigstens einem Projektor (11) angeschlossen sind.
23. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lichtwellenleiter (5) oder Lichtwellenleiterbündel mit wenigstens einer Kupplung
zwischen der Trägerplatte (2) und dem Projektor (11) miteinander verbindbar sind.
24. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in oder an der Vorrichtung (1) wenigstens ein Flächenlicht (13) vorgesehen ist.
25. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) in einem von Personenkraftwagen, Lastkraftwagen oder Flugzeugen
überfahrbaren Bereich verwendbar ausgebildet ist.
26. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) in einem von Personen oder Fahrrädern benutzten Bereich innerhalb
oder außerhalb von Gebäuden verwendbar ausgebildet ist.
27. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) als eine an einer Wand oder Decke anordbare Vorrichtung (1) ausgebildet
ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass als Verfüllmaterial ein Putz vorgesehen ist.
29. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) als eine in einem Schwimmbecken anordbare Vorrichtung (1) ausgebildet
ist.
30. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) als eine in einer Eisfläche anordbare Vorrichtung ausgebildet
ist.
31. Verfahren zur Herstellung eines Lichtbildes oder einer Lichtinformation mit einer
Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in einen von der Trägerplatte (2) und einem an der Trägerplatte angeordneten Rahmen
(3) gebildeten Hohlraum (25) das Verfüllmaterial (8) eingebracht wird, derart, dass
die Lichtwellenleiter (5) oder Lichtwellenleiterbündel von dem Material (8) umschlossen
werden.
32. Verfahren nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Trägerplatte (2) aufnehmender und formschlüssig mit der Trägerplatte (2)
abschließender Hilfsrahmen (18) angeordnet wird, und dass ein von dem Hilfsrahmen
(18) umschlossener Raum mit Verfüllmaterial (19) ausgefüllt wird.
33. Verfahren nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Verfüllmaterial (19) eine Deckschicht aufgebracht wird.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 31 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckungen (9) in dem Verfüllmaterial (19) und/oder der Deckschicht (20) angeordnet
werden.