[0001] Munitionsmagazine dienen zur Aufnahme und Zuführung von Munition zu einer Waffe und
sind bevorzugt in unmittelbarer Nähe zur Waffe oder an dieser angebracht, damit die
Munition in einfacher und zuverlässiger Art und Weise der Waffe zuführbar ist.
[0002] Eine Munitionszuführung für eine gurtgliedlose Munition ist aus der DE 36 44 513
C1 bekannt. Diese weist einen Selbsteinzug der Munition sowie zwei beweglich gelagerte
schlaufenbildende Umlenkeinrichtungen auf. Die Umlenkeinrichtungen können beschleunigt
werden. Durch formstabile Zwischenböden aus Leichtmetall wird die Munition hierbei
in vier Lagen bevorratet und transportiert. Die Munition liegt in Schlaufen, die von
Umlenkrädern, Umlenkschalen, Antriebsrad und Pufferräder gebildet werden. An der Ober
- und Unterseite der Zwischenböden und an den Umlenkschalen der Pufferräder wird die
Munition auf jeweils zwei Gleit/Rollschienen aus verschleißarmen Kunststoffen mit
geringer Freigängigkeit geführt.
[0003] Eine Munitions- Fördereinheit mit Trennwänden und Führungspaneelen ist der DE 689
05 739 T2 (EP 0 362 064 B1) entnehmbar. Die Munition wird in Röhren gehalten und mittels
dieser transportiert. Die Röhren sind Bestandteil von Rohreinheiten, die durch Kettenverbindungseinheiten
schwenkbar miteinander verbunden sind. Die Paneelen weisen koextensive vertiefte Rillen
auf. In diesen laufen obere und untere Randabschnitte der äußeren Zwischenstücke der
Rohreinheiten. Das äußere Zwischenstück kann dabei mit vertikal vorstehenden Ösen
ausgerüstet sein, die Miniaturrollen halten.
[0004] Eine Vorrichtung zum Zuführen von Geschossmunition an Panzerfahrzeugen beschreibt
die DE 38 38 758 A1. Das Turmmagazin ist hier als Ringmagazin ausgebildet. Des Weiteren
wird die Zuführung näher beschrieben.
[0005] Mit der DE 42 06 644 A1 wird ein Munitionsmagazin beschrieben, bei der die Wickelachse
einen spiralförmig verlaufenden Umfang aufweist, wobei die Differenz vom größten und
kleinstem Radius etwa die Breite der Munition entspricht.
[0006] Ein weiteres Zuführsystem ist mit der DE 195 01 706 A1 offenbart. Aus dieser ist
eine spiralförmige Rampe für ungegurtete Munition bekannt.
[0007] Die in der DE 195 26 664 A1 aufgezeigte gegurtete Munition, welche im Magazin spiralförmig
aufgespult ist, wird durch eine im Magazin befindliche drehbare Grundplatte mit einer
Mittelsäule im Magazin transportiert. Vorteilhaft an diesem Magazin ist, dass dieses
im Turm seitlich neben der Waffe in deren Höhe angeordnet ist. Die bringt aber das
Problem mit sich, dass auf das Magazin mit den Patronen verschiedene Schwingungskräfte
zusätzlich einwirken.
[0008] Hier greift die Erfindung die Aufgabe auf, ein Magazin für gegurtete oder gurtgliedlose
Munition aufzuzeigen, welches einen einfachen Transport der Munition im Magazin ermöglicht.
[0009] Gelöst wird die Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
[0010] Vorteilhafte Ausführungen sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0011] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, eine spiralförmig oder ellipsenförmig geführte
Munition entlang einer spiralförmig oder ellipsen- bzw. ovalförmig verlaufenden Führungswand
zu führen. Zur Vermeidung von dabei möglicherweise auftretenden Umschlingungen der
Munition ist vorgesehen, in die durch die Führungswand gebildeten Kanalwände eines
Munitionskanals kleine Rollen oder zylinderförmige Körper, also Mittel zu integrieren,
die ein Vorbeiführen der Munition entlang der teilweise kreisrunden Führungswand somit
unterstützen. Das Material der Körper bzw. Rollen ist vorzugsweise Stahl, kann aber
auch mit Elastomere beschichtet sein oder gänzlich aus gummiartigem Material bestehen.
In einer bevorzugten Ausführung sind der Durchmesser der Körper bzw. Rollen gleich
groß der Dicke der Führungswand, wenn die Körper innerhalb eines Durchbruchs in der
Wand gelagert sind. Bei Ausnehmungen bzw. Ausbrüchen innerhalb der Führungswand, d.h.,
dann, wenn ein Rest der Führungswand stehen bleibt, ist ein kleinerer Durchmesser
als der der Führungswand vorzusehen, damit die Mittel nicht zu weit in den Munitionskanal
hinein ragen. Die Länge der vorzugsweise zylindrischen Körper ist frei wählbar, sollte
aber einen leichten Weitertransport der Munition ohne größere Reibung ermöglichen.
Ein Nebeneffekt dieser Lösung ist zudem eine Gewichtseinsparung am Magazin selbst.
[0012] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden.
Es zeigt
- Fig. 1
- eine Darstellung eines Magazins mit spiralförmig verlaufender Führungswand in einer
Draufsicht,
- Fig. 2
- eine Darstellung eines weiteren Magazins mit ellipsenförmig verlaufender Führungswand,
- Fig. 3
- ein befülltes Magazin nach Fig. 2,
- Fig. 4a, 4b
- in einer Teildarstellung die Mittel in der Führungswand.
[0013] In Fig. 1 ist mit 1 ein Munitionsmagazin mit den für die Erfindung wesentlichen Teilen
in einer Draufsicht dargestellt. Beispielsweise aus einer Mitte 2 heraus ist hier
ein als Führungswand 3 bezeichnetes Trennwand zur Bildung eines Munitionskanals 5
schnecken- bzw. spiralförmig bis zur Munitionsübergabe 4 (nicht näher dargestellt)
geführt. In dem Munitionskanal 5 werden Patronen 6 (Fig. 3) einer nicht näher dargestellten
Waffe zugeführt. Die Führungswand 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel mit einer mit
10 gekennzeichnete Grundplatte vorzugsweise fest verbunden.
[0014] In Fig. 2 ist ein weiteres Munitionsmagazin 1' dargestellt, welches hier eine ellipsenförmig
verlaufende Führungswand 3' aufweist, durch die ein Munitionskanal 5' gebildet wird.
Mit 2' ist eine Mitte des Magazins 1' bezeichnet.
[0015] In regelmäßigen oder auch unregelmäßigen Abständen sind in der Führungswand 3, 3'
Ausnehmungen 3.1, 3.1' (hier mit verbleibender Führungswand 3, 3') vorgesehen, in
denen Kugeln 7, 7' und / oder andere runde Körper 8, 8', wie beispielsweise Zylinder,
um die eigene Achse verdrehbar gelagert sind. Möglich wären aber auch Aus- und / oder
Durchbrüche (ohne verbleibende Führungswand 3, 3').
[0016] Eine derartige Lösung mit zylindrischen Körpern 8 ist in den Fig. 4a, 4b näher dargestellt.
Wie in Fig. 4a aufgezeigt, sind einzelne, nebeneinander angebrachten zylindrischen
Körper 8 ausreichend, wenn diese annähernd über die gesamte Höhe der Führungswand
3 reichen. Wahlweise können mehrere zylindrische Körper 8 übereinander und nebeneinander
in der Führungswand 3 (3') eingebunden werden (Fig. 4b). Die Anzahl der nebeneinander
angeordneten Mittel 7, 8 (7', 8') ist dabei in der Regel vom Radius der Führungswand
3 abhängig, in die die Mittel 7, 8 (7', 8') einzubinden sind.
[0017] Wenn die Patronen 6 entlang der Führungswand 3, 3' und den Kugeln 7, 7' bzw. Körpern
8, 8' geführt werden, beispielsweise durch Selbsteinzug der Patronen 6 in die Waffe
in bekannter Art und Weise, werden diese Mittel 7, 7', 8, 8' derart verdreht, dass
die Patronen 6 an diesen vorbei gleiten, ohne dass die Patronen 6 sich an der Führungswand
3, 3' im Munitionskanal 5, 5' verklemmen können.
[0018] Es versteht sich, dass der Fachmann auch in ein Magazin gemäß der DE 36 44 513 C1
Ausnehmungen bzw. Aus- oder Durchbrüche mit Kugeln und dergleichen vorsehen kann.
Die Ausnehmungen sind an den jeweiligen Schlaufenrundungen vorzusehen und können die
Umlenkräder ersetzen.
1. Munitionsmagazin (1, 1') mit einer Führungswand (3, 3') eines Munitionskanals (5,
5') sowie in der Führungswand (3, 3') eingebundene Ausnehmungen (3.1, 3.1') und /
oder Durchbrüche, in welchen Mittel (7, 7',8, 8') integriert sind, die beim Transport
einer Munition (6) innerhalb des Munitionskanals (5, 5') um eine eigene Achse verdreht
werden können.
2. Munitionsmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (7, 7', 8, 8') Kugeln (7, 7') und / oder zylinderförmige Körper (8, 8')
sind.
3. Munitionsmagazin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (7, 7', 8, 8') aus Stahl, überzogenem Elastomere und / oder Vollgummi
bestehen.
4. Munitionsmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungswand (3, 3') spiralförmig (3) oder ellipsenförmig (3') verläuft.
5. Munitionsmagazin nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Mittel (7, 7', 8, 8') annähernd oder gleich groß dem Durchmesser
der Führungswand (3, 3') ist.