[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zur Befestigung eines Öffnungselements,
beispielsweise eines Türöffners, an einem Türbauteil gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Es handelt sich also um eine Haltevorrichtung, bei der ein Türöffner, Motorriegel,
Türschloss oder Ähnliches mit Hilfe eines Haltewinkels befestigt wird. Derartige Haltewinkel
sind meist aus Winkelblechen mit zwei rechtwinklig zueinander verlaufenden Schenkelblechen
gefertigt, wobei an einem Schenkelblech der Türöffner befestigt wird und das andere
Schenkelblech an ein Türbauteil angeschraubt wird. Bei dem Türbauteil kann es sich
um ein beliebiges Bauteil der Tür wie z.B. um einen Türrahmen, eine Türzarge, ein
Türblatt oder ähnliches handeln.
[0003] Diese einfach verschraubten Winkelbleche haben den Nachteil, dass sie wenn sie erst
einmal montiert sind, nachträglich nur schlecht in ihrer Lage auszurichten sind. So
lassen sich Montagefehler oder Ungenauigkeiten nur schlecht ausgleichen. Man hat daher
in der Vergangenheit bereits eine Haltevorrichtung mit einer in einer Richtung justierbaren
Befestigung des Türöffners vorgeschlagen. Dabei wird die Justiermöglichkeit über ein
geeignetes verschiebbares Befestigungselement erzeugt, Konkret handelt es sich um
wenigstens eine in einem Langloch des türöffnerseitigen Schenkelbleches geführte Schraube.
Alternativ kann auch eine feststehende Schraube verwendet werden, die wiederum in
ein verschiebbares Gegenstück, wie eine Gewindemutter, eingreift.
[0004] Soll die Lage oder Position des Türöffners zum Beispiel in Bezug auf die Falle eines
Türschlosses ausgerichtet werden, wird die in diesem Langloch geführte Schraube gelöst,
jedoch im Langloch belassen. Danach kann der Türöffner auf dem Halteblech an der Schraube
entlang in Richtung des Langloches verschoben werden. Ist die gewünschte Position
erreicht, wird der Türöffner durch Anziehen der Schraube in dieser veränderten Position
wieder am Halteblech festgelegt. Insbesondere bei der Montage von Aufschraubtüröffnern,
also Türöffner, die nicht in die Zarge eingelassen, sondern meist nachträglich außen
auf die Zarge aufgeschraubt werden, hat sich diese justierbare Befestigung des Türöffners
an einem Haltewinkel als vorteilhaft erwiesen.
[0005] Im Bereich der Absicherung von Rettungswegen kommt einem Türöffner eine vitale Bedeutung
zu, die sich in deutlich erhöhten Anforderungen an die Genauigkeit und Sicherheit
seiner Befestigung niederschlägt. Insbesondere wenn sogenannte Panik- oder Pushbars
zusammen mit Aufschraubtüröffnern verwendet werden, muss der Türöffner auf Grund der
speziellen Fallengeometrien sehr genau positioniert und fixiert werden. Dies ist mit
den bisherigen Haltevorrichtungen zwar möglich, jedoch immer noch relativ aufwändig.
[0006] Der Erfindung liegt daher die
Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung zur Befestigung eines Türöffners an einem Türbauteil
zu schaffen, welche eine verbesserte Montage, Ausrichtung und Befestigung des Türöffners
ermöglicht.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der Haltevorrichtung gemäß Anspruch 1. Bevorzugte
Weiterbildungen der Haltevorrichtung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Die Erfindung betrifft demnach eine grundsätzlich bekannte Haltevorrichtung zur Befestigung
eines Türöffners an einem Türbauteil. Bei dieser ist der Türöffner mit wenigstens
einer in einem ersten Langloch geführten Schraube in einer ersten Richtung justierbar
an einem Haltewinkel befestigt.
[0009] Im Gegensatz zu den bekannten Lösungen ist der Haltewinkel aber nicht unmittelbar
am Türbauteil sondern mit wenigstens einer in einem zweiten Langloch geführten Schraube
in einer zweiten Richtung justierbar an einer Basis befestigt. Die Basis ist wiederum
mit wenigstens einer in einem dritten Langloch geführten Schraube in einer dritten
Richtung justierbar am Türbauteil befestigt.
[0010] Durch die Anordnung von wenigstens zwei weiteren, sich jeweils in unterschiedliche
Richtungen erstreckenden Langlöchern, ergibt sich eine in drei unterschiedliche Richtungen
justierbare Befestigung des Türöffners. Der Türöffner kann also nach einer ersten
Grundmontage der Haltevorrichtung in drei unterschiedlichen Koordinaten feinjustiert
bzw. nachjustiert werden. Dies vereinfacht die Montage und verbessert die Genauigkeit
der Ausrichtung des Türöffners deutlich. Auch können nachträglich noch kleinere Montageungenauigkeiten
oder durch Temperatur- oder Feuchtigkeitsänderungen ausgelöste Änderungen der Schlossposition
ausgeglichen werden.
[0011] Gleichzeitig kann man durch die Anordnung des Haltewinkels auf einer Basis, die Einbaulage
des Haltewinkels durch Verwendung einer dickeren oder dünneren Basis auf einfache
Weise zunächst vorjustieren. Auch kann die bei der Montage einfacher zu handhabende
Basis ohne den Haltewinkel und den daran befestigten Türöffner zunächst auf das Türbauteil
geschraubt werden und erst dann der Haltewinkel an die Basis. Dabei ergibt sich aufgrund
des modularen Aufbaus der Haltevorrichtung ein breiter Gestaltungsspielraum in Bezug
auf die Befestigung weiterer Bauteile, Haltewinkel oder Basen. Auch wird vor allem
durch die räumliche Trennung jeder Verstellrichtungen auf ein anderes Teil der Haltevorrichtung
eine klare und einfach zu handhabende Zuordnung der Verstellrichtungen erzeugt, die
sich in einer für den Monteur wesentlich komfortabler vorzunehmenden Positionierung
des Türöffners niederschlägt. So ist sichergestellt, dass sich der Türöffner durch
Einstellung in einer Richtung nicht in einer der beiden anderen Richtungen verschiebt.
[0012] Um sicherzustellen, dass die Verstellung der Türöffnerposition auch tatsächlich in
drei unterschiedlichen Richtungen erfolgt und sich dieser nicht schräg stellt oder
verdreht, kann man an der Haltevorrichtung jeweils geeignete Anschläge oder Führungen
vorsehen. Die Führungen erstrecken sich zweckmäßigerweise parallel zu dem jeweiligen
Langloch, wodurch das zu betreffende Bauteil der Haltevorrichtung nur in Richtung
des Langloches verschoben werden kann.
[0013] Bevorzugt weist der Haltewinkel allerdings an seinem dem Türöffner zugewandten Türöffner-schenkel
ein erstes Langlochpaar und an seinem der Basis zugewandten Basisschenkel ein zweites
Langlochpaar auf, wobei jedes Langlochpaar aus zwei sich parallel zueinander erstreckenden
Langlöchern besteht. Damit wird auf sehr einfache Weise ein Verdrehen des Türöffners
in dem ersten Langlochpaar bzw. ein Verdrehen des Haltewinkels gegenüber der Basis
durch das zweite Langlochpaar wirksam verhindert, wodurch das jeweilige Teil nur in
der Richtung der Langlöcher verschoben werden kann. Gleichzeitig werden der Haltewinkel
und der Türöffner mit jeweils einer zusätzlichen Schraube auch besser gehalten.
[0014] Zweckmäßigerweise weist auch die Basis ein drittes Langlochpaar auf, das aus zwei
sich in der dritten Richtung erstreckenden und hintereinander beabstandet angeordneten
Langlöchern besteht. Auch dieses dritte Langlochpaar dient der Führung der Basis in
der dritten Verstellrichtung und verhindert ein Verdrehen der Basis gegenüber dieser
Verstellrichtung.
[0015] Vorzugsweise erstreckt sich jedes Langlochpaar in einer anderen Achsrichtung eines
räumlichen Koordinatensystems. Dabei kann es sich um ein lokales, orthogonales und
auf den Türöffner bezogenes Koordinatensystem oder auch um ein globales Koordinatensystem
handeln. In jedem Fall wird dadurch eine bessere und einfachere räumliche Justierung
ermöglicht, da über jedes einzelne Langlochpaar gezielt eine Verstellung einer einzelnen
Koordinate des Türöffners vorgenommen werden kann. So wird zum Beispiel mit dem ersten
Langlochpaar eine Verstellung in y-Richtung, mit dem zweiten Langlochpaar eine Verstellung
in z-Richtung und mit dem dritten Langlochpaar eine Justierung der Einbauposition
des Türöffners in x-Richtung vorgenommen. Bei entsprechend festgelegten Befestigungsschrauben
in y- und z-Richtung ändern sich bei Einstellung der x-Koordinate des Türöffners seine
Koordinaten in y- und z-Richtung nicht, und man kann den Türöffner in drei Schritten
sehr einfach in die gewünschte Position bringen.
[0016] Zur verbesserten Befestigung und Führung des jeweils in seiner Lage zu justierenden
Bauteils ist es möglich, dass pro Langloch zwei oder mehr Schrauben von einander beabstandet
angeordnet werden. Dies verringert nochmals das Spiel des jeweils in seiner Lage zu
justierenden Bauteils. Bevorzugt wird aber jeweils nur eine Schraube pro Langloch
zur Befestigung verwendet. Dies vereinfacht die Einstellung der Position des Türöffners,
da jeweils nur eine Schraube pro Langloch gelöst und wieder angezogen werden muss
und reicht insbesondere bei Verwendung von Langlochpaaren zur richtungsgebundenen
Führung aus.
[0017] Bevorzugt weisen die Langlöcher jeweils einen Verstellbereich von 2 bis 6 mm auf.
Somit weisen die Langlöcher bei einer ovalen und an den Umfang der Schraube angepassten
Form eine kleinste Länge von mindestens 2 mm zuzüglich des Durchmessers der darin
geführten Schraube und eine maximale Länge von 6 mm zuzüglich des Durchmessers der
verwendeten Schraube auf. Das heißt, dass bei Verwendung einer 4 mm dicken Schraube
ein derartig geformtes ovales Langloch 8 mm lang sein muss, um einen Verstellbereich
von 4 mm aufzuweisen.
[0018] Die Basis weist geeigneter Weise wenigstens zwei Rundlöcher zum Einschrauben zweier
Befestigungsschrauben des Haltewinkels auf. Mit Rundlöchern sind hier Löcher bezeichnet,
bei denen die Schraube im Gegensatz zu einem Langloch im Wesentlichen nicht in einer
Richtung verschoben werden kann, sondern umfassend geführt ist. Dabei kann es sich
um Gewindelöcher oder einfach Bohr- bzw. Stanzlöcher handeln, in die die Schrauben
eingeschraubt oder durch die die Schrauben gesteckt werden können. Werden die Schrauben
durch die Löcher gesteckt, können sie hinter der Basis mit Kontermuttern verschraubt
oder unmittelbar in das Türbauteil eingeschraubt werden. Wesentlich ist nur, dass
sich die Befestigungsschrauben in ihrer Position bezüglich der Basis nicht verändern.
[0019] Es ist ferner von Vorteil, wenn die Basis wenigstens ein Rundloch zum Einschrauben
einer die Basis am Türbauteil fixierenden Befestigungsschraube aufweist. Es wird also
zusätzlich zum sich in der dritten Richtung erstreckenden Langloch bzw. Langlochpaar
wenigstens ein weiteres Rundloch in der Basis vorgesehen. Damit erfolgt die Befestigung
der Basis am Türbauteil nicht nur über das bzw. die in den Langlöchern geführten Schrauben
sondern zusätzlich mit einer weiteren durch das Rundloch geführten Befestigungsschraube.
Diese zusätzliche Befestigungsschraube wird nach Justierung der Türöffnerlage in der
dritten Befestigungsrichtung eingeschraubt und erhöht die Haltekraft, mit der die
Basis am Türbauteil gehalten wird.
[0020] Zweckmäßigerweise weist die Basis und der Basis-Schenkel des Haltewinkels jeweils
eine Ausnehmung zum Durchführen von Leitungen des Türöffners auf. Somit können Leitungen
wie etwa Stromleitungen des Türöffners innerhalb der Basis und des Basis-Schenkels
geführt werden und hängen nicht außerhalb der Haltevorrichtung, wo sie ansonsten sehr
leicht abgerissen werden könnten.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Haltevorrichtung ist der Basis-Schenkel
des Haltewinkels länger als der Türöffner, wobei die Langlöcher des zweiten Langlochpaars
in den seitlich über den Türöffner überstehenden Bereichen des Basis-Schenkels angeordnet
sind. Es ist dabei egal, ob die Länge des Basis-Schenkels in Längs- oder Querrichtung
bezogen auf die längsten Seite des Türöffners länger ist, wichtig ist nur, dass der
Basis-Schenkel in einem Bereich über bzw. unter dem Türöffner hervorsteht, so dass
in diesem Überstand das zweite Langlochpaar angeordnet werden kann. Diese Ausführungsform
hat den Vorteil, dass bei einem bereits am Haltewinkel montierten Türöffner immer
noch sehr einfach dessen Position gegenüber der Basis in der Richtung des zweiten
Langlochpaars verändert werden kann, ohne dass der Türöffner dazu vom Haltewinkel
abgeschraubt werden muss. Dies vereinfacht also die nachträgliche Justierung bzw.
die Feinjustage der vormontierten Haltevorrichtung wesentlich.
[0022] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform weist die Basis eine Grundfläche
auf, die größer als die des Basis-Schenkels ist, wobei die Langlöcher des dritten
Langlochpaars im Überstand der Basis-Grundfläche angeordnet sind. Somit sind die im
dritten Langlochpaar angeordneten Befestigungsschrauben auch bei montiertem Haltewinkel
noch zugänglich. Man kann also die Lage der Basis mit angeschraubten Haltewinkel und
Türöffner in der dritten Richtung verändern, ohne die gesamte Haltevorrichtung vorher
demontieren zu müssen. Zudem ermöglicht dies, die Verwendung einer vormontierten Haltevorrichtung,
bei der der Türöffner bereits am Haltewinkel und der Haltewinkel an der Basis angeschraubt
sind. Dies erleichtert die Handhabbarkeit und verbessert so indirekt die Qualität
der Befestigung.
[0023] Zweckmäßigerweise weist die Basis wenigstens ein stapelbares Stapelelement auf. Die
Dicke in Stapelrichtung des Stapelelementes kann bei aufeinander Legen mehrerer Stapelelemente
zu einer Grobeinstellung der Befestigungslage verwendet werden. Dabei können grundsätzlich
mehrere unterschiedlich dicke Stapelelemente verwendet werden. Vorzugsweise weist
die Basis aber mehrere, identische und gestapelte Stapelelemente auf. Die Verwendung
von identischen Stapelelementen hat den Vorteil, dass deren Herstellung vereinfacht
wird und sie als kostengünstiges Massenprodukt hergestellt werden können.
[0024] Bevorzugt weisen Kontaktflächen des Haltewinkels jeweils eine Zahnrasterung auf.
Unter den Kontaktflächen sind hierbei die Flächen zu verstehen, an denen sich die
Bauteile, die mit einander verbunden werden sollen, berühren. Konkret liegen diese
beim Haltewinkel auf der dem Türöffner zugewandte Seite des Türöffner-Schenkels oder
auf der der Basis zugewandten Seite des Basis-Schenkels. Die Zahnrasterung sollte
sich rechtwinklig zur jeweiligen Justierrichtung an der betreffenden Kontaktfläche
erstrecken, so dass mit der Zahnrasterung die Verstellschritte durch die Zahngröße
vorgeben werden. Diese sind umso kleiner je feiner die Zahnrasterung ausgebildet ist.
Zugleich verstärkt sich die Haltekraft der zu verbindenden Bauteile durch Formschluss.
[0025] Es ist dabei auch von Vorteil, wenn wenigstens die dem Haltewinkel zugewandten Seiten
der Stapelelemente eine Zahnrasterung aufweisen. Dabei erstreckt sich die Zahnrasterung
besonders vorteilhafterweise jeweils über die gesamte dem Haltewinkel zugewandte Seite
eines Stapelelementes. Dann ist mit andern Worten die gesamte Oberfläche der Stapelelemente
an der dem Haltewinkel zugewandten Seite zum Beispiel durchgängig geriffelt ausgeführt.
Dies hat den Vorteil, dass der Haltewinkel über die gesamte Breite bzw. Länge der
Basis verschoben und fixiert werden und die Herstellung der Stapelelemente einfach
durch Ausstanzen aus einer geriffelten Platte erfolgen kann.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Haltevorrichtung ist am Haltewinkel
ein zumindest den Türöffner abdeckendes Gehäuse angeschraubt. Somit dient der Haltewinkel
nicht nur der Befestigung des Türöffners, sondern gleichzeitig auch der Befestigung
des den Türöffners schützenden Gehäuses. Zugleich ergibt sich eine gefälligere Optik
der abgedeckten Haltevorrichtung.
[0027] Zweckmäßigerweise ist das Gehäuse am Türöffner-Schenkel und an wenigstens einem Befestigungsblech
des Haltewinkels angeschraubt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass für die
Gehäusebefestigung ein spezifisches Bauteil vorgesehen wird. Bevorzugt ist das wenigstens
eine Befestigungsblech dabei am Basis-Schenkel des Haltewinkels angeordnet und erstreckt
sich parallel zum Türöffner-Schenkel. Dadurch ergibt sich eine verwindungsfeste zweiseitige
Befestigung des Gehäuses am Türöffner-Schenkel und am Befestigungsblech.
[0028] Weiterbildend ist das Gehäuse ein zweiteiliges Gehäuse mit überlappendem Rand, wobei
das erste Teil des Gehäuses im Bereich der Basis und das zweite Teil oberhalb der
Basis angeordnet sein kann. Der überlappende Rand sorgt dann auch bei veränderter
Basisdicke für ein dichtes Gehäuse.
[0029] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung weiter erläutert. Darin zeigen
schematisch:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Haltevorrichtung mit einer ein einzelnes Stapelelement aufweisenden
Basis und einteiligem Gehäuse; und
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Haltevorrichtung mit einer zwei Stapelelemente aufweisenden Basis
und zweiteiligem Gehäuse.
[0030] In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteile.
[0031] In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der Haltevorrichtung 1 zur Befestigung
eines Türöffners 2 an einem nicht dargestellten Türbauteil wie z. B. einer Türzarge
gezeigt. Die Haltevorrichtung weist dabei einen Haltewinkel 3 und eine Basis 4 auf,
wobei ein Gehäuse 5 am Haltewinkel 3 festgeschraubt werden kann.
[0032] Der Haltewinkel 3 hat einen der Basis 4 zugewandten und sich in der x-y-Ebene erstreckenden
Basis-Schenkel 6 und einen dem Türöffner 2 zugewandten und sich in z-Richtung erstreckenden
Türöffner-Schenkel 7. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Türöffner-Schenkel
7 zweiteilig ausgeführt, damit die hier nicht dargestellte Falle eines Panikbars in
den Türöffner 2 eingreifen kann. Grundsätzlich sind aber auch Ausführungsformen denkbar,
bei denen der Türöffner-Schenkel 7 einstükkig z. B. mit einer Ausnehmung für die Falle
ausgeführt ist.
[0033] Der Haltewinkel 3 weist an seinem Türöffner-Schenkel 7 zwei sich parallel in z-Richtung
eines lokalen, auf die Haltevorrichtung bezogenen, räumlichen Koordinatensystems erstreckende
Langlöcher 8, 9 auf. In diesen beiden Langlöchern 8, 9 werden zwei in den Türöffner
2 einschraubbare Senkkopfschrauben 10, 11 in z- Richtung justierbar geführt. An seinem
Basis-Schenkel 6 weist der Haltewinkel 3 ebenfalls zwei Langlöcher 12 auf, von denen
jedoch das zweite Langloch in Fig. 1 und Fig. 2 vom Türöffner-Schenkel 7 verdeckt
wird, so dass man dieses hier nicht erkennt. Der Haltewinkel 3 wird mit zwei in den
Langlöchern 12 in y-Richtung justierbar geführten Linsenschrauben 14, 15 auf die Basis
4 geschraubt.
[0034] Die Langlöcher 8, 9 und 12 sind jeweils paarweise angeordnet. Dabei verlaufen die
Langlöcher 8, 9 in z-Richtung und die Langlöcher 12 in y-Richtung zueinander parallel.
Dadurch lässt sich der Türöffner 2 am Haltewinkel 3 nach Lösen der Schrauben 10, 11
in z-Richtung verschieben, während sich der Haltewinkel 3 nach Lösen der Schrauben
14, 15 gegenüber der Basis 4 in y-Richtung verschieben lässt.
[0035] Die Basis 4 weist zwei sich in x-Richtung erstreckende und hintereinander angeordnete
Langlöcher 18, 19 auf. Zudem sind in der Basis 4 zwei Gewindelöcher 16, 17 vorgesehen,
in die die Linsenschrauben 14, 15 zur Befestigung des Haltewinkels 3 eingeschraubt
werden können. Ferner weist die Basis 4 zwei als Rundlöcher ausgeführte Bohrlöcher
20, 21 durch die hier nicht dargestellte Befestigungsschrauben in ein an die Basis
4 angrenzendes Türbauteil eingeschraubt werden können. Zur Durchführung von Anschlussleitungen
für den Türöffner 2 sind in der Basis 4 eine längliche Öffnung 33 und im Basis-Schenkel
6 des Haltewinkels 3 eine entsprechenden Öffnung 32 vorgesehen.
[0036] Die Montage des Türöffners erfolgt dabei so, dass der Türöffner 2 zunächst an den
Haltewinkel 3, der Haltewinkel 3 an die Basis 4 und die Basis 4 an das Türbauteil
angeschraubt werden. Dabei können zur Grobeinstellung der Lage des Türöffners 2 in
z-Richtung die Dicke der Basis 4 verändert werden, indem mehrere identische Stapelelemente
22 aufeinander gestapelt werden. Zur Feineinstellung der Position des Türöffners 2
in z-Richtung können dann die Schrauben 10, 11 gelöst werden und der Türöffner in
z-Richtung in die gewünschte Position verschoben werden. Dabei lassen die Langlöcher
eine Feineinstellung im Bereich von +/- 2 mm zu.
[0037] Zur Justierung in der y-Richtung, also zur Einstellung der Eingriffstiefe der Falle,
werden die Linsenschrauben 14, 15 gelöst und der Haltewinkel 3 in y-Richtung verschoben,
wobei auch hier der Einstellbereich der Langlöcher +/- 2 mm beträgt. Da die Langlöcher
12 an den in x-Richtung äußersten Enden des Haltewinkels 3 angeordnet sind und zwar
so, dass sie auch bei montierten Türöffner 2 mit Hilfe eines Schraubenziehers gelöst
werden können, kann der Haltewinkel 3 auch mit montierten Türöffner 2 in y-Richtung
in seiner Lage justiert werden.
[0038] Zur Einstellung der x-Koordinate der Position des Türöffners 2 wird die an zwei,
hier nicht gezeigten, in den Langlöchern 18, 19 justierbar geführten Schrauben, entlang
verschoben. Ist die gewünschte x- Koordinate bzw. Lage in x-Richtung erreicht, werden
die beiden in den Langlöchern 18, 19 angeordneten Schrauben angezogen und die Basis
4 zusammen mit dem daran befestigten Haltewinkel 3 und dem Türöffner 2 am Türbauteil
fixiert. Ist die Haltevorrichtung 1 in x-Richtung richtig positioniert, wird die Basis
4 mit zwei weiteren in Rundlöchern 20, 21 geführten Schrauben an dem Türbauteil abschließend
fixiert und befestigt.
[0039] Zur besseren Justierung und Fixierung von relativ zueinander versetzbaren Teilen,
sind die sich gegenüberliegenden Flächen mit einer Zahnrasterung 50 versehen. Im dargestellten
Beispiel des Türöffners 2 und des Haltewinkels 3 weisen die dem Türöffner 2 zugewandte
Seite des Türöffner-Schenkels 7 und die der Basis 4 zugewandte Seite des Basis-Schenkels
6 mit der Zahnrasterung 50 auf. Ebenso sind auch die Kontaktfläche am Türöffner 2,
also die dem Haltewinkel 3 zugewandte Seite des Türöffners, und die Oberflächen der
dem Haltewinkel zugewandten Seiten der Basis sowie die Ober- und Unterseite der einzelnen
Stapelelemente 22 jeweils mit einer Zahnrasterung 50 versehen. Diese besteht, wie
im Detail A gezeigt, aus trapezförmigen langgestreckten Zähnen in der betreffenden
Oberfläche.
[0040] Zum Schutz insbesondere vor Schmutz, direkter Befeuerung bei Bränden, und anderen
Einwirkungen auf den Türöffner 2 wird an der Halterungsvorrichtung 1 ein Gehäuse 5
angeschraubt. Dieses Gehäuse 5 kann wie in Fig. 1 gezeigt ein einstückiges Gehäuse
sein, das außen auf die Haltevorrichtung aufgesetzt und mittels zweier Gehäuseschrauben
23, 24 am Haltewinkel 3 befestigt wird. Bei den hier verwendeten Schrauben 23, 24
handelt es sich aus optischen Gründen um Senkkopfschrauben.
[0041] Zur Befestigung des Gehäuses 5 weist der Haltewinkel 3 an seiner dem Türöffner-Schenkel
7 gegenüberliegenden Seite zwei Befestigungsbleche 25 mit jeweils einer Bohrung 26
auf. Dazu fluchtend sind zwei Bohrungen 27 im Türöffner-Schenkel angeordnet, so dass
die Befestigungsschrauben 23, 24 durch die Bohrungen 26, 27 durchgesteckt werden und
auf der anderen Gehäuseseite in hier nicht dargestellte Gewindebohrungen festgeschraubt
werden können. Aufgrund dieser Befestigung ergibt sich eine besonders steife und haltbare
Befestigung des Gehäuses 5, die auch hohen Belastungen z.B. in Notfall-Situationen
aushält.
[0042] Um einen dichten Abschluss des Gehäuses 5 auch bei Stapelung mehrerer Stapelelemente
22 sicherzustellen, wird das Gehäuse wie in Fig. 2 gezeigt zweiteilig mit einem ersten
Gehäuseteil 28 und einem zweiten Gehäuseteil 29 ausgeführt. Das zweite Gehäuseteil
29 ist als ringförmiges Bauteil, mit einem nach oben abstehenden Überlappungsrand
30 ausgeführt. In seiner Einbauposition liegt es am Türbauteil an und umgibt die Stapelelemente
22 der Basis 4, wobei der Rand 30 höher ist, als die zwei aufeinander gestapelten
Stapelelemente 22. Der Rand 30 ist dabei schmaler als das zweite Gehäuseteil 29 ,
so dass dieses über den überlappenden Rand 30 des ersten Gehäuseteils 28 geschoben
werden kann. Rutscht das am Haltewinkel 3 befestigte Gehäuseteil 28 durch Anordnen
eines weiteren Stapelelements 22 in z-Richtung nach oben, wird also ein Stück des
Überlappungsrandes 30 freigelegt, aber es entsteht kein durchgängiger Spalt. Somit
paßt sich das Gehäuse 5 selbst an eine Justierung der Position des Haltewinkels 3
in z-Richtung an.
1. Haltevorrichtung (1) zur Befestigung eines Öffnungselementes, beispielsweise eines
Türöffners (2), an einem Türbauteil, bei der der Türöffner (2) mit wenigstens einer
in einem ersten Langloch (8) geführten Schraube (10) in einer ersten Richtung (z)
justierbar an einem Haltewinkel (3) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Haltewinkel (3) mit wenigstens einer in einem zweiten Langloch (12) geführten
Schraube (14) in einer zweiten Richtung (y) justierbar an einer Basis (4) befestigt
ist und die Basis (4) mit wenigstens einer in einem dritten Langloch (18) geführten
Schraube in einer dritten Richtung (x) justierbar am Türbauteil befestigt ist.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Haltewinkel (3) an seinem dem Türöffner (2) zugewandten Türöffner-Schenkel (7)
ein erstes Langlochpaar (8, 9) und an seinem der Basis (4) zugewandten Basis-Schenkel
(6) ein zweites Langlochpaar (12) aufweist, wobei jedes Langlochpaar (8, 9; 12) aus
zwei sich parallel zueinander erstreckenden Langlöchern besteht.
3. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (4) ein drittes Langlochpaar aufweist, das aus zwei sich in der dritten
Richtung (x) erstreckenden und hintereinander beabstandet angeordneten Langlöchern
(18, 19) besteht.
4. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich jedes Langlochpaar in einer anderen Achsrichtung (x, y, z) eines räumlichen
Koordinatensystems erstreckt.
5. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils eine Schraube pro Langloch zur Befestigung verwendet wird.
6. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Langlöcher (8, 9, 12, 18, 19) jeweils einen Verstellbereich von 2 bis 6 mm aufweisen.
7. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (4) wenigstens zwei Rundlöcher (16, 17) zum Einschrauben zweier Befestigungsschrauben
(14, 15) des Haltewinkels (3) aufweist.
8. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (4) wenigstens ein Rundloch (20) zum Einschrauben einer die Basis (4) am
Türbauteil fixierenden Befestigungsschraube aufweist.
9. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (4) und der Basis-Schenkel (6) des Haltewinkels (3) jeweils eine Ausnehmung
(32, 33) zum Durchführen von Leitungen des Türöffners (2) aufweisen.
10. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Basis-Schenkel (6) des Haltewinkels länger als der Türöffner (2) ist, wobei die
Langlöcher (12) des zweiten Langlochpaars in den seitlich über den Türöffner (2) überstehenden
Bereichen des Basis-Schenkels (6) angeordnet sind.
11. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (4) eine Grundfläche aufweist, die größer als die des Basis-Schenkels (6)
ist, wobei die Langlöcher (18, 19) des dritten Langlochpaars im Überstand der Basis-Grundfläche
angeordnet sind.
12. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (4) wenigstens ein stapelbares Stapelelement (22) aufweist.
13. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (4) mehrere, identische und gestapelte Stapelelemente (22) aufweist.
14. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Kontaktflächen des Haltewinkels jeweils eine Zahnrasterung (50) aufweisen.
15. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens die dem Haltewinkel (3) zugewandten Seiten der Stapelelemente (22) eine
Zahnrasterung (50) aufweisen.
16. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Zahnrasterung (50) jeweils über die gesamte dem Haltewinkel (3) zugewandte
Seite eines Stapelelements (22) erstreckt.
17. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Haltewinkel (3) ein zumindest den Türöffner (2) abdeckendes Gehäuse (5) angeschraubt
ist.
18. Haltevorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (5) am Türöffner-Schenkel (7) und an wenigstens einem Befestigungsblech
(25) des Haltewinkels (3) angeschraubt ist.
19. Haltevorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens eine Befestigungsblech (25) am Basis-Schenkel (6) des Haltewinkels
(3) angeordnet ist und sich parallel zum Türöffner-Schenkel (7) erstreckt.
20. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (5) ein zweiteiliges Gehäuse (28, 29) mit überlappendem Rand (30) ist.