[0001] Die Erfindung betrifft einen Schnellspannzylinder in Modulbauweise nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Mit der auf den gleichen Anmelder zurückgehenden
DE 101 23 270 A1 ist ein Schnellspannzylinder bekannt geworden.
[0003] Wie bekannt, dient ein derartiger Schnellspannzylinder zur Einspannung von Werkstückpaletten
oder von Spannplatten in dem Schnellspannzylinder, wobei an der Werkstückpalette oder
der Spannplatte ein Einzugsmittel angeordnet ist, der in der zentralen Ausnehmung
des Schnellspannzylinders klemmend festgelegt wird.
[0004] Der hier beschriebene Schnellspannzylinder dient also für allgemeine Verriegelungsaufgaben
im Maschinenbau, wo es darum geht, an einen beliebigen Teil angeordneten Einzugsnippel
in der zentralen Ausnehmung des Schnellspannzylinders zu verankern.
[0005] In der auf den gleichen Erfinder zurückgehenden
DE 101 23 270 A1 war bereits nur ein Schnellspannzylinder beschrieben worden, der allerdings aus einer
Vielzahl von unterschiedlichen Teilen besteht. Damit ist der Nachteil verbunden, dass
er einmal sehr raumgreifend baut, dass heißt große Einbaudimensionen erfordert, und
eine Vielzahl von Einzelteilen enthält, die alle sehr aufwendig herzustellen sind.
Es bestehen wegen der Vielzahl der vorhandenen Teile auch gegebenenfalls Abdichtprobleme,
weil die Teile gegeneinander (Drückölraum und Lufteinlassraum) abgedichtet werden
müssen, was mit einer Vielzahl von notwendigen Dichtungen verbunden ist.
[0006] Die
US Re.32 854 E offenbart einen Schnellspannzylinder gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schnellspannzylinder nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 so weiterzubilden, dass er mit wesentlich weniger Teilen auskommt,
kostengünstiger herstellbar ist und betriebssicherer arbeitet.
[0008] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0009] Besondere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche
2 bis 23.
[0010] Gemäß der Erfindung ist es vorgesehen, dass die gesamten Einbauten in diesem Bereich
als Einsteckmodul ausgebildet sind, welches modulartig in die zentrale Ausnehmung
von oben her in das Gehäuse des Schnellspannzylinders eingesetzt werden können.
[0011] Ein derartiges Einsteckmodul besteht erfindungsgemäß aus einer Federhalteplatte,
welche die Tellerfeder aufnimmt, und einer damit verbundenen Kugelauflage, auf welcher
die Sperrkugeln für die Verriegelung des Einzugsnippels aufliegen.
[0012] Wenn vorhin angegeben wurde, dass das Einsteckmodul von oben eingesetzt wird, so
ist dies nicht einschränkend zu verstehen. Es wird in einer anderen Ausgestaltung
vorgesehen, dass die Montage des Schnellspannzylinders dadurch bewerkstelligt wird,
dass in das zunächst vorhandene, rohrförmige Gehäuse das Einsteckmodul von oben her
eingesetzt wird.
[0013] Bei einer Aufbausituation, wenn der Schnellspannzylinder auf einer bestimmten Aufspannfläche
befestigt werden soll, wird dies dadurch bewerkstelligt, dass von oben her in das
rohrförmige Gehäuse zunächst das Einsteckmodul eingesetzt wird, dann wird der Kolben
in das rohrförmige Gehäuse eingesteckt und schließlich die Kugeln auf die Kugelbahnen
der Kugelauflage aufgelegt und schließlich dann der Deckel aufgesetzt und festgeschraubt.
[0014] Man erkennt bei dieser Montagereihenfolge, dass eine sehr einfache und sichere Montage
gegeben ist, weil nur wenige Teile miteinander verbunden werden müssen.
[0015] Das vorher genannte Einsteckmodul wird bevorzugt an einer zugeordneten Anschlagfläche
an einem rohrförmigen Gehäuse angelegt, wobei diese Anschlagfläche durch eine Vielzahl
von Sperrkugeln bewerkstelligt werden kann, die gleichmäßig verteilt am Umfang in
einer radial nach innen geöffneten Ringnut am Gehäuse angeordnet sind.
[0016] Geht es hingegen um eine Einbausituation, bei welcher der Schnellspannzylinder in
einer zentralen Ausnehmung im Maschinentisch eingesetzt wird, dann kann es sogar vorgesehen
sein, dass ein rohrförmiges Gehäuse entfällt und der unter Drucköl stehende Kolben
unmittelbar an den Seitenwänden der zentralen Ausnehmung im Maschinentisch abgedichtet
läuft.
[0017] Soll hingegen die Seitenwand der zentralen Ausnehmung im Maschinentisch nicht hochgenau
bearbeitet werden, um eine abgedichtete Lauffläche für den Kolben zu bilden, dann
reicht es aus, ein Ringteil einzusetzen, welcher das ringförmige Gehäuseteil in der
Aufbausituation ersetzt.
[0018] Dies ist vor allem auch dann erforderlich, wenn die drei Ausnehmungen im Maschinentisch
Lunker vorhanden sind, welche eine Abdichtung des Kolbens mit seinen Dichtringen an
diesen Flächen verhindern.
[0019] Derartige Maßnahmen müssen gegebenenfalls auch dann getroffen werden, wenn die Ausnehmung
im Maschinentisch gegebenenfalls keine "Hydraulik"-Qualität aufweist.
[0020] Bei allen Ausführungsformen ist maßgebend, dass wegen des einfachen Aufbaus nun eine
Vielzahl von Möglichkeiten vorhanden sind, wie man unterschiedliche Abwandlungen bewerkstelligen
kann. Es handelt sich also um einen modulartigen Aufbau eines Schnellspannzylinders,
der insbesondere in einer Ausblas-Version und einer Nicht-Ausblas-Version vorgesehen
werden kann.
[0021] Das Einsteckmodul kann demzufolge mit unterschiedlichen Bauteilen verbunden werden,
die alle eine Lastübertragung nicht teilnehmen.
[0022] Soll beispielsweise eine Ausblas-Version für den Schnellspannzylinder verwirklicht
werden, dann reicht es aus, auf das Einsteckmodul ein entsprechenden weiteren Boden
aufzuschrauben, der sich abdichtend an dem rohrförmigen Gehäuse anlegt und der einen
inneren umlaufenden Luftspalt bildet, welcher die Luftverteilung im Innenraum des
Schnellspannzylinders übernimmt.
[0023] Neben der Möglichkeit des Aufschraubens eines der Luftführung dienenden Deckels gibt
es auch die Möglichkeit, das Einsteckmodul mit seinen Funktionsteilen als Zentrierhilfe
oder Montagehilfe für die Verankerung der zugeordneten Bohrbüchsen einer Lochrasterplatte
zu verwenden. Hierbei ist es möglich, dass der aufschraubbare Boden ein oder mehrere
axial vorspringende Zapfen ausbildet, welche zugeordnete Bohrbüchsen einer Lochrasterplatte
eingreifen und damit den Schnellspannzylinder auf dieser Lochrasterplatte festlegen.
[0024] Ein derartiger Zapfen dient also in allen Ausführungsformen als Zentrierung für den
Schnellspannzylinder auf einer entsprechenden Auflagefläche.
[0025] Ebenso ist es möglich bei der Nicht-Ausblas-Version statt des verwendeten luftführenden
Bodens einen Adapter mit dem Einsteckmodul zu verbinden, welche Adapter wiederum einen
axial vorstehenden Zapfen ausbildet, mit diem dieser wieder in zugeordnete Zentrierausnehmungen
einer Lochrasterplatte eingreift.
[0026] Der Adapter ist ein besonders schmales und kostengünstig herstellbares Teil, welches
sehr einfach mit dem Einsteckmodul verbunden werden kann.
[0027] Wegen der vollkommenen Freiheit des zentralen Innenraums des Schnellspannzylinders
und irgendwelchen Druckölräumen (weil diese radial nach außen verlegt wurden) ergibt
sich nun weiterhin die Möglichkeit, dass aus dem Innenraum entsprechende Ablassöffnungen
herausgeführt werden können, aus denen beispielsweise Bohrwasser mit Späne und Verschmutzung
tragendes Medium und dergleichen nach unten ablaufen kann.
[0028] Ebenso ist es selbstverständlich möglich, in die zentrale Innenbohrung die nach unten
geöffnet ist, entsprechend Luft einzublasen, um eine zentrale Luftausblasung aus dem
Schnellspannzylinder zu verwirklichen.
[0029] In einer anderen Ausgestaltung ist es auch vorgesehen, dass durch die zentrale, nach
außen geführte Ausnehmung auch ein Kühlmittel eingeführt wird, welches unter Druck
in die zentrale Ausnehmung eingeführt wird. Statt der Ausblasung des Zylinders kann
auch ein Ausspritzen mit einem entsprechenden Reinigungsmedium verwirklicht werden.
[0030] Das Ausspritzen hat den Vorteil, dass ein Druck mit mehr als 6 bar verwendet werden
kann, wodurch eine besonders gute Reinigungswirkung erzielt wird.
[0031] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass ein sogenannter Blockverschluss
für den Einzugsnippel im Gehäuse des Schnellspannzylinders erreicht wird. Dies bedeutet,
dass kein Lüftungsspiel ab Einzugsnippel besteht, bei dem - nach den bekannten Anordnungen
des Standes der Technik - der Nachteil bestand, dass der Einzugsnippel - auch im gesperrten
Zustand - noch um einen geringen Verschiebungsweg von zum Beispiel 2 mm aus dem Gehäuse
des Schnellspannzylinders herausgezogen werden konnte.
[0032] Mit dem erfindungsgemäßen Blockverschluss wird dies vermieden. Die Sperrkugeln für
im Schnellspannzylinder werden im gesperrten Zustand in formschlüssiger Art einerseits
zugeordneten angehobenen Flächen der Kugelauflage und andererseits an der Unterseite
des Deckels eingeklemmt, wodurch sie nicht mehr bewegbar sind und sich in dieser Sperrstellung
in definierter Weise in die zugeordnete ringförmige Ausnehmung am Einzugsnippel anlegen.
Damit ist dieser absolut gesperrt und spielfrei festgehalten.
[0033] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0034] Es zeigen:
- Figur 1:
- Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines Schnellspannzylinders;
- Figur 2:
- die Draufsicht auf den Schnellspannzylinder nach Figur 1;
- Figur 3:
- Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines Einsteckmoduls;
- Figur 4:
- Schnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Einsteckmoduls;
- Figur 5:
- Schnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Schnellspannzylinders (mit topfförmigen
Gehäuse);
- Figur 6:
- Schnitt durch eine dritte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders;
- Figur 7:
- Schnitt durch eine vierte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders;
- Figur 8:
- Schnitt durch eine fünfte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders;
- Figur 9:
- Schnitt durch eine sechste Ausführungsform eines Schnellspannzylinders;
- Figur 10:
- Schnitt durch eine siebte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders;
- Figur 11:
- Schnitt durch eine achte, nicht unter die beigefügten Ansprüche fallende Ausführungsform
eines Schnellspannzylinders;
- Figur 12:
- Schnitt durch eine neunte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders mit Einbau in
einem Maschinentisch;
- Figur 13:
- Schnitt durch eine zehnte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders mit Einbau in
einen Maschinentisch;
- Figur 14:
- Schnitt durch eine elfte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders mit Einbau in
einen Maschinentisch;
- Figur 15:
- Schnitt durch die zwölfte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders mit Einbau in
einen Maschinentisch;
- Figur 16:
- Schnitt durch eine dreizehnte Ausführungsform eines Schnellspannzylinders mit Einbau
in einen Maschinentisch.
[0035] In Figur 1 und 2 ist allgemein eine erste Ausführungsform eines Schnellspannzylinders
dargestellt, der im wesentlichen aus einem etwa rohrförmigen Gehäuse 4 besteht, welches
mittels gleichmäßig verteilt am Umfang angeordneter Schrauben 13 und einer Spannpratze
12 auf einer nicht näher dargestellten Befestigungsfläche festgelegt wird. In die
zentrale Ausnehmung 34 des Schnellspannzylinders ist ein Einzugsnippel 2 einfahrbar,
der in der Stellung 2' im ausgefahrenen und entriegelten Zustand und in der Stellung
2 im verriegelten Zustand dargestellt ist.
[0036] Am Außenumfang des rohrförmigen Gehäuses 4 ist hierbei ein Sicherungsring 14 angeordnet
an den sich die Spannpratze 12 klemmend anlegt.
[0037] Im Innenraum des Gehäuses 4 ist ein Kolben 3 verschiebbar angeordnet, wobei der Kolben
3 ein axial nach oben verlängerten Ringansatz 17 ausbildet, dessen radialen Außenflächen
mit zugeordneten Ohrringen an der zugeordneten Innenwandung des Deckels 1 anliegend
und dort abgedichtet verschiebbar geführt sind.
[0038] Der untere Teil des Kolbens 3 ist radial erweitert und legt sich abgedichtet an den
Innenumfang des Gehäuses 4 an. Hierdurch wird ein Druckraum 16 für das Öl zwischen
der Unterseite des Deckels 1, dem Ringansatz des Kolbens 3 und dem Gehäuse 4 ausgebildet.
Dieser Druckraum 16 ist deshalb sehr schmal und läuft ringsum um und ist weitestmöglichst
radial nach auswärts verlegt.
[0039] Ein eventuell hoher Druck in diesem Druckraum 16 führt deshalb nicht zu einem unerwünschten
Aufwölben des Deckels 1, weil der Druckraum maximal radial weit auswärts an der Innenseite
des Gehäuses 4 ausgebildet ist.
[0040] Weil der radiale Abstand zwischen dem Druckraum 16 und den Schrauben 11 zur Festlegung
des Deckels 1 auf dem Gehäuse 4 sehr gering ist, ergibt sich dadurch ein sehr geringer
Hebelarm, so dass die Aufwölbung des Deckels 1 nicht zu befürchten ist.
[0041] Durch die Tatsache bedingt, dass der Druckraum 16 unterhalb des Deckels angeordnet
ist und der Kolben einen radialen einsatzversetzten Ringansatz 17 und einen radial
auswärtsversetzten Ansatz ausbildet, ergibt sich im Zwischenraum zwischen diesen beiden
zueinander versetzten Teilen des Kolbens 3 der maximale Querschnitt des Deckels, der
damit im Bereich des Druckraums eine besonders hohe Materialstärke aufweist, was einen
unerwünschten Aufwölbung entgesetzt ist.
[0042] Der Druckraum 16 hat daher nur einen sehr geringen Ölinhalt, so dass mit geringem
Drucköl eine Vielzahl von in einem Maschinentisch 53 angeordnete Schnellspannzylinder
versorgt werden können. Es ist also nur ein geringes Ölschluckvolumen vorhanden.
[0043] Wichtig ist, dass an der Innenseite des axialen Ringansatzes 17 des Kolbens 3 nun
eine Vielzahl von Kugeln 5 anliegen, die von diesem Ringansatz entweder radial einwärts
auf den Einzugsnippel 2 zugestellt oder von diesem weggestellt werden. Hierzu sind
entsprechend Kugellaufbahnen auf einer Kugelauflage 6 ausgebildet, die Vertiefungen
für die Kugeln bilden.
[0044] Im entriegelten Zustand (gemäß dem linken Halbschnitt in Figur 1) liegen die Kugeln
5 in den vertieft angeordneten Kugelauflagen drinnen und haben demgemäss einen Abstand
zu der Unterseite des Deckels 1.
[0045] Im linken Halbschnitt ist dies allerdings nicht dargestellt, weil dort der untere
Ansatz des Einzugsnippels die Kugel noch gegen die Unterseite des Deckels zieht. Ist
jedoch dieser radial auswärtsgerichtete Ansatz des Einzugsnippels 2 an der Kugel 5
vorbeigelaufen, dann fällt diese in die vertiefte kugelförmige Ausnehmung auf der
Oberfläche der Kugelauflage 6 hinein.
[0046] Der radiale Ansatz an der Unterseite des Einzugsnippels 2 sorgt im übrigen auch für
eine Bewegung der Kugel in die Sperrrichtung in Verbindung mit dem Ringansatz 17 des
Kolbens 3.
[0047] In der verriegelten Stellung gemäß dem rechten Halbschnitt in Figur 1 finden sich
die Kugeln 5 in der Eingriffsstellung mit dem Einzugsnippel 2. Wie aus Figur 1 zu
entnehmen ist, bilden die Kugeln in der Sperrstellung einen Blockverschluss, weil
sie sich vollständig und spielfrei einerseits zwischen der Kugelauflage 6 und andererseits
an der Unterseite des Deckels 1 festklemmen und hierbei formschlüssig sich an der
umlaufenden Nut am Einzugsnippel 2 anlegen.
[0048] Diese umlaufende Nut bildet eine entsprechende zur Längsache des Einzugsnippels geneigt
ausgebildete Schräge.
[0049] Der Vergleich der Figur 1 mit Figur 5 zeigt im übrigen das an der Innenseite des
axialen Ringansatzes 17 des Kolbens 3 zwei hintereinanderliegende Schrägen angeordnet
sind. Zunächst ist eine Schräge 19 mit einem Winkel von etwa 5° zur senkrechten vorgesehen,
die axial auswärts gerichtet in eine flachere Schräge 18 mit einem Winkel von zum
Beispiel 45° zur vertikalen übergeht.
[0050] Bei der Verriegelungsbewegung des Kolbens 3 bei axial auswärtsgerichtete Bewegung
wird sich zunächst die größere Schräge 18 an die Kugeln 5 anlegen und diese radial
einwärts in Richtung auf den Einzugsnippel 2 bewegen. Dies wird als Schnellhub bezeichnet.
Sobald sich die Kugeln 5 dann formschlüssig an der zugeordneten Schräge am Einzugsnippel
2 anlegen legt sich auch die Schräge 19 am Umfang der Kugeln an und mit dieser Schräge
19 wird die relativ große Federkraft der Feder 8 (Tellerfeder) auf die Kugeln übertragen
und zwar in einem Verhältnis von 6,5:1. Das heißt die Federkraft der Feder 8 wird
um das 6,5-fache auf die Kugeln 5 übersetzt, die mit eben entsprechender großer Verriegelungskraft
sich einen Einzugsnippel 2 anlegen.
[0051] Damit wird der Nippel beispielsweise, mit einer Verriegelungskraft von 2 Tonnen in
der Verriegelungsstellung gehalten.
[0052] Es handelt sich also um das bisher einzige Schnellspannsystem, welches einen Blockverschluss
darstellt und eine Einzugskraft auf den Einzugsnippel 2 in verriegelter Stellung ausübt.
[0053] Damit wird der Vorteil erreicht, dass bei verzogenen Paletten, die mit dem Einzugsnippel
2 heruntergezogen werden, diese gewaltsam geradegerichtet werden. Gleichzeitig wird
eine unerwünscht Vibration des Fräsers vermieden.
[0054] Der Druckraum 16 wird mit Drucköl über einen radial außen ansetzenden Ölanlass 10
verbunden, wobei das Drucköl über eine Ölbohrung 9 in den Druckraum gelangt.
[0055] Wenn vorstehend der Begriff "Drücköl" verwendet wird, so ist dies nicht einschränkend
zu verstehen. Statt des "Drucköl" können selbstverständlich alle anderen flüssigen
Medien für die Versorgung des Druckraums 16 verwendet werden, insbesondere auch Glykol,
Gas, Wasser und dergleichen mehr.
[0056] Wichtig ist, dass gegenüberliegend zu dem in horizontaler Richtung in das Gehäuse
4 einmündenden Öleinlass 10 auf der gegenüberliegende Seite ein gleichfalls horizontal
einmündender Lufteinlass 15 vorhanden ist. Mit dieser im wesentlichen auf gleicher
Ebene liegende Lufteinlass wird der Vorteil erreicht, dass hier ebenfalls in einem
zentralen Maschinentisch 53 eine entsprechende horizontale Bohrung für die Luftführung
vorgesehen werden kann, ohne das es hierfür vertikale Verbindungsbohrungen oder Steigbohrungen
benötigt, die mit entsprechenden Verschlüssen nachträglich verschlossen werden müssen.
Es bestehen also die gleichen Vorteile bei der Anbringung des Lufteinlasses 15, wie
sie vorstehend anhand des Öleinlasses 10 geschildert wurden.
[0057] Über den Lufteinlass 15 wird Pressluft in eine zugeordnete Fallbohrung 32 eingeleitet
und diese Pressluft wird dann noch in der später zu beschreibenden Weise in den Innenraum
des Gehäuses des Schnellspannzylinders verteilt und unterschiedlichen Ausblasstellen
zugeführt.
[0058] Statt der Einführung von Pressluft über den Lufteinlass 15 kann selbstverständlich
über diesen Einlass auch ein Kühlmittel in den Innenraum eingeführt werden und an
entsprechenden Ausblasstellen (Ausspritzstellen) ausgespritzt werden.
[0059] Die Figur 2 zeigt beispielsweise das von der in Figur 5 gezeigten Fallbohrung 32
auch schräg nach oben gerichtete Schrägbohrungen 20 versorgt werden, welche schräg
gegen den Einzugsnippel 2 gerichtete Ausblasstellen versorgen.
[0060] Die Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für ein sogenanntes Einsteckmodul
21, welches in Figur 3 näher dargestellt ist. Dieses Einsteckmodul ist besonders vorteilhaft
dann, wenn es darum geht eine Schräge oder eine stehende Montage oder eine Überkopf-Montage
für den Schnellspannzylinder zu bewerkstelligen. Das Einsteckmodul hat den Vorteil,
dass die wesentlichen Funktionsteile alle in einem einzigen Teil zusammengehalten
sind und dieses Teil als ganzes ausgewechselt werden kann, wenn irgendwelche Schäden
entstehen. Außerdem ist die Montage der gesamten Einheit wesentlich einfacher.
[0061] Gemäß Figur 1 und 3 besteht das Einsteckmodul 21 aus einer unteren Federhalteplatte
22, welche eine ringförmige Aufnahme für die als Tellerfeder ausgebildete Feder 8
ausbildet. Das andere Ende dieser Feder 8 legt sich an der Unterseite der Kugelauflage
6 an, so dass die Feder 8 zwischen diesen beiden Teilen 6, 22 definiert fest gespannt
ist und unter großer Vorspannung festgehalten wird. Die beiden Teile werden durch
die Schraube 7 zusammengehalten und vorgespannt.
[0062] Die Figur 1 zeigt im übrigen die weiteren Vorteile des Einsteckmoduls, weil dort
eine längere Schraube 7 verwendet wird, deren bolzenseitiges Ende aus dem Einsteckmodul
21 herausschaut. Auf dieses bolzenseitige Ende kann nun ein Boden 23 aufgeschraubt
werden, der sich mit einem entsprechenden Dichtring 69 an der Innenseite des Gehäuses
4 anlegt und im übrigen sich unterhalb der Starrkugeln 67 anlegt, welche Sperrkugeln
das Wiederlager für das Einsteckmodul im Gehäuse 4 bilden.
[0063] Statt dieser Sperrkugeln kann selbstverständlich auch ein Sicherungsring verwendet
werden. Wenn nun ein derartiger Boden 23 auf die Schraube 7 aufgeschraubt wird, ergibt
sich an der innenseite des Bodens ein Luftspalt 24, über dem die Blasluft von der
Fallbohrung 32 in die zentrale Ausnehmung 34 des Gehäuses eingeleitet werden kann.
[0064] Dieser Boden 23 dient also nicht der Lastaufnahme, sondern lediglich der Luftführung.
[0065] Weil er nicht an der Lastaufnahme teilnimmt, kann er auch entsprechend durchbohrt
sein, kann Zuführungsbohrungen oder Abführungsbohrungen aufweisen über die entweder
über die entweder Kühlmittel zugeführt oder entsprechende Wasser ohne Späne aus der
zentralen Ausnehmung 34 abgeführt wird.
[0066] Der Luftspalt 24 an der Oberseite des Bodens 23 mündet übrigens radial auswärts in
eine radial im Gehäuse 4 vertieft angeordneten Nut, in welcher ringförmig der Luftstrom
geführt wird, wobei in der gleichen Nut die vorher erwähnten Sperrkugeln 67 angeordnet
sind.
[0067] In Figur 4 ist eine andere Ausführungsform eines Einsteckmoduls 25 dargestellt, welches
im wesentlichen wiederum aus einer unteren Federhalteplatte 26 besteht, die radial
einwärts ein axiales Gewinde trägt, auf welches die obere Kugelauflage 27 aufgeschraubt
ist.
[0068] Am Außenumfang der Federhalteplatte 26 ist ein Dichtring 68 eingebracht, der sich
abdichtend an der Innenseite des Gehäuses 4 anlegt. Dieser Dichtring soll verhindern,
dass von der Unterseite des Schnellspannzylinders Wasser oder Schmutz oder Luft in
den Federraum der Feder 8 gelangt.
[0069] Der am Außenumfang der Kugelauflage 27 angeordnete Dichtring 70 hat die Aufgabe eine
Selbsthemmung des Einsteckmoduls an der Innenseite des Gehäuses 4 zu bewerkstelligen,
wenn beispielsweise bei Über-Kopf-Montage das Einsteckmodul 25 in die zentrale Ausnehmung
34 im Gehäuse 4 eingesteckt wird. Damit wird verhindert, dass das Einsteckmodul 25
wieder herausfällt. Die gleichen Aufgabe hat im übrigen auch der Dichtring 68 an der
Federhalteplatte 26.
[0070] Die zentrale Mittenausnehmung in dem Einsteckmodul 25 ist an einer Formgebung eines
anderen Einzugsnippels angepasst, der als Fangnippel 42 in Figur 6 dargestellt ist.
[0071] Die Figur 5 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel für einen Schnellspannzylinder
nach der Erfindung, dass statt eines der Luftführung dienenden Bodens 23 auch das
Gehäuse 4 durch ein topfförmiges Gehäuse 30 ersetzt werden kann.
[0072] Dieses Gehäuse 30 ist also als Topf ausgebildet und bildet einen Boden 31, der werkstoffeinstückig
mit den umlaufenden topfförmigen Seitenwänden verbunden ist.
[0073] Die gesamte Montage erfolgt von oben, dass heißt bei entfernten Deckel 1 wird zunächst
das wahlweise verwendete Einsteckmodul 21, 25 in den Innenraum eingesteckt und sonach
dann die anderen Teile montiert, wie zum Beispiel nachfolgend der Kolben 3 und die
Kugeln 5, wonach dann der Deckel 1 aufgesetzt und mit den zugeordneten Schrauben festgeschraubt
wird.
[0074] Auch bei dieser Ausführungsform ist dargestellt, dass der Öleinlass 10 radial auswärts
in das Gehäuse 30 einmündet und in einem dichten Abstand unterhalb des Deckels 1 angeordnet
ist, um so entsprechende Druckkräfte gut vom Deckel aufnehmen lassen zu können.
[0075] In Bezug auf das Einsteckmodul 25 in Figur 4 wird noch angefügt, dass auch zwischen
den beiden Teilen 26, 27 eine Dichtung 29 angeordnet ist, um zu verhindern, dass bei
einer wassergefüllten Kugelauflage dieses Wasser nicht in den Federraum der Feder
8 hineingelangt.
[0076] Die Figur 5 zeigt im übrigen, dass am Einsteckmodul 21, 25 noch eine innenliegende
Dichtung 71 vorhanden ist, welche verhindert, Luft oder Schmutz in den Federraum der
Feder 8 gelangt.
[0077] Die Figur 6 zeigt die verblüffende Einfachheit einer Nicht-Ausblas-Version eines
Spannzylinders nach der Erfindung. Dort ist dargestellt, dass der Einzugsnippel 2
mit einem Gewindestift 36 in einer zugeordneten Ausnehmung an der Werkstückpalette
35 festgeschraubt ist. Auf der Oberseite der Werkstückpalette 35 sind über nicht näher
dargestellte Spannwerkzeuge die zu bearbeitenden Werkstücke angeordnet.
[0078] In der Unterseite der Werkstückpalette 35 ist eine etwa quadratische Ausnehmung angeordnet,
in welche der Deckel 1 formschlüssig und verdrehungsgesichert eingreift. Ebenso ist
dargestellt, dass der vorher gezeigte Einzugsnippel 2 nun an Fangnippel 42 ausgebildet
ist, der mit entsprechenden, erweiterten Einführschrägen ein verbessertes Einfahren
in die zentrale Ausnehmung im Deckel 1 gewährleistet. Auch bei entsprechenden Seitenversatz
führen diese Einführschrägen an den Fangnippel 42 dazu, dass ein lagenrichtiges Einfahren
des Fangnippels 42 in die zentrale Ausnehmung des Schnellspannzylinders erfolgen kann.
[0079] Die Ausführung zeigt im übrigen ein Einsteckmodul 21, an dessen Unterseite werkstoffeinstückig
ein Gewindeansatz 37 angeordnet ist, auf den beispielsweise ein Boden aufgeschraubt
werden kann, so wie dies anhand des Bodens 23 in Figur 1 dargestellt wurde. Dieser
Boden dient dann für die Vervollständigung der in Figur 6 dargestellten Version, wenn
eine Ausblas-Version verwirklicht werden soll.
[0080] Die Figur 7 zeigt eine dementsprechende Abwandlung, wo erkennbar ist, dass an dem
Einsteckmodul der Zapfen 37 angeordnet ist und der Boden 23 aufgeschraubt ist. Über
den vorher beschriebenen Lufteinlass 15 wird daher Luft über den Luftspalt 24 verteilt.
[0081] Anstatt des Bodens 23 kann auch ein Boden 31 verwendet werden, der werkstoffeinstückig
mit einem axial nach unten gerichteten Zapfen 39 verbunden ist, wobei der Boden wiederum
auf das gewindeseitige der Schrauben 7 aufgeschraubt ist.
[0082] Der am Boden angeordnete Zapfen 39 greift in eine zugeordnete Bohrbüchse 40 im Bereich
einer Lochrasterplatte 41 ein. Auf diese Weise kann der in Figur 8 dargestellte Schnellspannzylinder
auf den unterschiedlichen Lochrasterbohrungen welche durch die Bohrbüchsen 40 gebildet
sind, zentriert werden.
[0083] Die Luftverteilung in den Luftspalt 24 erfolgt im übrigen ausgehend von der Fallbohrung
32 über einen radial auswärts sich erstreckenden Einstich 33, der luftschlüssig den
horizontalen Luftspalt 24 mit der vertikalen Fallbohrung 32 verbindet.
[0084] Die Figur 9 zeigt, dass anstatt des Bodens 31 das Einsteckmodul 21, 25 auch unmittelbar
mit einem Adapter 43 verbunden ist, der mit seinem einen Teil auf das Gewindeende
der Schraube 7 aufgeschraubt ist und der mit seinem anderen, zapfenartigen Ansatz
wiederum in die Bohrbüchse 40 eingreift.
[0085] Eine derartige Ausführungsform wird dann bevorzugt, wenn auf eine Luftausblasung
verzichtet wird.
[0086] Der Adapter 43 ist im übrigen in einer Zentrierausnehmung 44 spielfrei an der Unterseite
des Einsteckmoduls 21, 25 gelagert, um so ebenfalls eine spielfreie Zentrierung des
Schnellspannzylinders auf einer zugeordneten Aufspannfläche zu erreichen.
[0087] Die Figur 10 zeigt im übrigen, dass die Oberseite des Schnellspannzylinders durch
ein Abdeckblech 47 abgedeckt werden kann und dieses durch einen entsprechenden Sicherungsring
14 gehalten wird. Der gleiche Sicherungsring 14 findet sich auch an der Unterseite,
um die Spannpratze 12 mit dem Gehäuse des Schnellspannzylinders festzulegen.
[0088] Die Figur 10 zeigt ferner, dass die zentrale Ausnehmung 34 des Schnellspannzylinders
nach unten auch geöffnet werden kann, um so entweder einen Flüssigkeitsablauf in Pfeilrichtung
51 zu gewährleisten oder auch um entsprechend Luft oder Kühlmittel oder andere Medien
in Pfeilrichtung 52 von unten her zuzuführen. Zu diesem Zweck weist das Einsteckmodul
eine zentrale Ausnehmung 49 auf und diese Ausnehmung setzt sich nach unten fort in
einer Bohrung 50 in der Aufspannplatte oder dem Maschinentisch, so dass durch diese
Bohrung 50 hindurch entweder ein Flüssigkeitsablauf geschaffen wird oder eine entsprechende
Medienzufuhr.
[0089] Das Gehäuse 46 ist im übrigen topfförmig ausgebildet, dass heißt der Deckel ist werkstoffeinstückig
mit dem rohrförmigen umlaufenden Ringflansch verbunden, und dieses topfförmige Gehäuse
46 wird mit der Unterseite nach unten auf die Aufspannplatte aufgelegt und mit den
Spannpratzen 12 festgelegt.
[0090] Die Figur 10 zeigt im übrigen, dass es besonders einfach ist über den radial ansetzenden
Öleinlass 10 das Öl über einen zugeordneten Öldurchlass 48, der lediglich ein Freistich
ist, in den Druckraum 16 einzuführen.
[0091] Die Figur 11 zeigt als weitere, nicht unter die beigefügten Ansprüche fallende Ausführungsform,
dass alle vorher dargestellten Ausführungen eines Schnellspannzylinders auch vertieft
in einer zentralen Ausnehmung 54 in einem Maschinentisch 53 angeordnet werden können.
[0092] Auch ergibt sich die bestehend einfache Konstruktion aus der Zeichnung nach Figur
11. Es ist erkennbar, dass der Innenumfang der Ausnehmung 54 direkt als Kolbendichtfläche
und Kolbenlauffläche für den Kolben 3 verwendet wird und dass in dieser zentralen,
nach oben offene Ausnehmung 54 das Einsteckmodul 21, 25 eingesteckt werden kann.
[0093] Ebenso ist es natürlich auch möglich, eine einzige Kugelauflage 56 in die zentrale
Ausnehmung 54 einzusetzen wodurch ein Bauteil in Bezug auf das Einsteckmodul 21, 25
eingespart wird, nämlich die Federhalteplatte 22.
[0094] Die zu sichernde Feder 8 wird deshalb direkt unterhalb der Kugelauflage 56 gehalten
und der Kolben läuft abgedichtet einerseits an einer radialen Aussenfläche der Kugelauflage
56 und andererseits an einer radialen Innenfläche der zentralen Ausnehmung 54.
[0095] Ferner läuft der Kolben 3 mit seinem Ringflansch 17 abgedichtet an der Innenseite
des Deckels 1 entlang, wodurch sich ein besonders einfacherer Aufbau für den Druckraum
16 ergibt.
[0096] In den Innenraum der Ausnehmung 54 wird im Übrigen noch Anschlagring 55 eingelegt,
welcher als Anschlagfläche für den Kolben 3 dient.
[0097] Diese Ausführungsform ist nicht Über-kopf-einbaubar. Geht es um einen Über-Kopf-Einbau,
wird die Ausführung nach Figur 12 bevorzugt. Hier wird ein Einsteckmodul 21, 25 verwendet,
welches mit seinen vorher beschriebenen radial außenliegenden Dichtringen sich klemmend
an den Innenumfang der Ausnehmung 54 anlegt und daher gegen herausfallen aus der Ausnehmung
- auch bei Über-Kopf-Montage-gesichert ist.
[0098] Die Figur 13 ist die Ausblasversion der Ausführung nach Figur 12 dargestellt. Dort
ist erkennbar, dass das Einsteckmodul 25 gleichzeitig einen luftführenden Boden für
die Ausblasluft bildet, weil sich der luftführende Luftspalt 24 auf der Ebene des
Bodens des Aufsteckmoduls bildet.
[0099] Vor dem Luftspalt 24 geht vertikal aufwärts eine Steigbohrung 72, die in zugeordnete
Schrägbohrungen 73 einmündet. Auf diese Weise kann der gesamte Innenraum des Schnellspannzylinders
mit Luft versorgt werden, welche den entsprechenden Ausblasstellen zugeführt wird.
[0100] Die Figur 14 zeigt als weitere Ausführungsform für einen Schnellspannzylinder eine
Ausführung, die dann verwendet, wird, wenn der Maschinentisch 53 nicht ölhydrauliktauglich.
Es können zum Beispiel im Bereich der Ausnehmung 54 Junker vorhanden sein, welcher
eine abdichtende Führung des Kolbens 3 mit seinen Dichtringen an dieser Fläche verhindern.
Aus diesem Grunde sieht die Erfindung vor, dass zunächst in die zentrale Ausnehmung
54 ein zylinderförmiges Rohrgehäuse 57 abdichtend eingesetzt wird, welches die radial
auswärtsgerichtete Dicht- und Führungsfläche für den Kolben 3 bildet.
[0101] Das Rohrgehäuse 57 ist mit seinem Außenumfang mit entsprechenden Abdichtungen 60
versehen, bei denen sich abdichtend an der Innenwand der Ausnehmung 54 anlegt.
[0102] Die Ölzufuhr erfolgt über die Ölbohrung 9, den Ringkanal 58 und die Verbindungsbohrung
59 in den Druckraum 16.
[0103] In gleicher Weise kann auch von der anderen Seite her die Luftzuführung verwirklicht
werden, wobei über den Lufteinlass 15 über eine Steigbohrung die entsprechenden luftführenden
Kanäle im Innenraum des Schnellspannzylinders versorgt werden.
[0104] Anstatt eines rohrförmigen Gehäuses 57 kann auch ein topfförmiges Gehäuse 61 verwendet
werden, welches neben den Ringflansch nach Figur 14 auch gleich werkstoffeinstückig
mit einem durchgehenden Boden 62 verbunden ist.
[0105] Der Boden 62 bildet gleichzeitig die Federauflage 63 für die Feder 8 und es genügt
dann nur noch, diesen Boden 62 über die vorher beschriebene Schraube 7 mit einer zugeordneten
Kugelauflage 6 zu verbinden.
[0106] Die Figur 16 zeigt im Vergleich zu Figur 14 und 15 das auch die analoge Umkehrung
verwendet werden kann, nämlich dass nicht ein Topfgehäuse 21 verwendet wird, sondern
ein topfförmiger Deckel, der demzufolge ein anderes Topfgehäuse 64 bildet. In diesem
Fall ist der Deckel 66 werkstoffeinstückig mit einem Ringflansch 65 verbunden und
bildet so das Topfgehäuse 64, welches von oben in die zentrale Ausnehmung 54 hineingesetzt
wird und dort mit den Abdichtungen 60 sich an der Innenwandung 54 anlegt.
[0107] Das Einsteckmodul 21 ist standartmässig vorhanden und kann selbstverständlich durch
das Einsteckmodul 25 zersetzt werden.
Zeichnungslegende
| 1 |
Deckel |
38 |
Boden |
| 2 |
Einzugsnippel 2' |
39 |
Zapfen |
| 3 |
Kolben |
40 |
Bohrbuchse |
| 4 |
Gehäuse |
41 |
Lochrasterplatte |
| 5 |
Kugel |
42 |
Fangnippel |
| 6 |
Kugelauflage |
43 |
Adapter |
| 7 |
Schraube |
44 |
Zentrierausnehmung |
| 8 |
Feder |
45 |
Zentrierfläche |
| 9 |
Ölbohrung |
46 |
Gehäuse |
| 10 |
Öleinlass |
47 |
Abdeckblech |
| 11 |
Schraube |
48 |
Öldurchlass |
| 12 |
Spannpratze |
49 |
Ausnehmung |
| 13 |
Schraube |
50 |
Bohrung |
| 14 |
Sicherungsring |
51 |
Pfeilrichtung |
| 15 |
Lufteinlass |
52 |
Pfeilrichtung |
| 16 |
Druckraum |
53 |
Maschinentisch |
| 17 |
Ringansatz |
54 |
Ausnehmung |
| 18 |
Schräge |
55 |
Anschlagring |
| 19 |
Schräge |
56 |
Kugelauflage |
| 20 |
Schrägbohrung |
57 |
Rohrgehäuse |
| 21 |
Einsteckmodul |
58 |
Ringkanal |
| 22 |
Federhalteplatte |
59 |
Verbindungsbohrung |
| 23 |
Boden |
60 |
Abdichtung |
| 24 |
Luftspalt |
61 |
Topfgehäuse |
| 25 |
Einsteckmodul |
62 |
Boden |
| 26 |
Federhalteplatte |
63 |
Federauflage |
| 27 |
Kugelauflage |
64 |
Topfgehäuse |
| 28 |
Gewinde |
65 |
Ringflansch |
| 29 |
Dichtung |
66 |
Deckel |
| 30 |
Gehäuse |
67 |
Sperrkugel |
| 31 |
Boden |
68 |
Dichtring |
| 32 |
Fallbohrung |
69 |
Dichtring |
| 33 |
Einstich |
70 |
Dichtung |
| 34 |
Zentrale Ausnehmung |
71 |
Dichtung |
| 35 |
Werkstückpalette |
72 |
Steigbohrung |
| 36 |
Gewindestift |
73 |
Schrägbohrung |
| 37 |
Gewindeansatz |
|
|
1. Schnellspannzylinder für allgemeine Verriegelungsaufgaben im Maschinenbau, um einen
an einem beliebigen Teil angeordneten Einzugsnippel (2) zu verankern, wobei der Schnellspannzylinder
einen verfahrbaren Kolben (3) und mit dem Einzugsnippel (2) verriegelbare Kugeln (5)
umfasst und die funktionell wesentlichen Einbauten des Schnellspannzylinders als Einsteckmodul
(21; 25) ausgebildet sind, welches modulartig in das Gehäuse (4) des Schnellspannzylinders
eingesetzt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsteckmodul (21) eine vom Kolben (3) verschiedene Federhalteplatte (22; 26),
eine Feder (8) und eine Kugelauflage (6; 27; 56), auf welcher die Kugeln (5) aufliegen,
umfasst, sowie eine die Federhalteplatte (22; 26) und die Kugelauflage (6; 27) zusammenhaltende
Verbindung,
wobei die Federhalteplatte (22; 26) eine ringförmige Aufnahme für die eine Seite der
Feder (8) ausbildet und sich das andere Ende der Feder (8) an der Unterseite der Kugelauflage
(6; 27) anlegt, so dass die Feder (8) zwischen diesen beiden Teilen (22; 26, 6; 27)
definiert fest gespannt ist und unter großer Vorspannung durch eine Schraube (7) oder
ein Gewinde (28) festgehalten wird.
2. Schnellspannzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung für die Federhalteplatte (22; 26) und die Kugelauflage (6; 27) eine
Schraubverbindung ist.
3. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Einsteckmodul (21, 25) noch eine innenliegende Dichtung (71) vorhanden ist, welche
verhindert, dass Luft oder Schmutz in den Federraum der Feder (8) gelangt
4. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsteckmodul (21, 25) auch unmittelbar mit einem Adapter (43) verbunden ist,
der mit einem Teil auf das Gewindeende der Schraube (7) aufgeschraubt ist, und der
mit seinem anderen, zapfenartigen Ansatz wiederum in eine Bohrbuchse (40) eingreift.
5. Schnellspannzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (43) in einer Zentrierausnehmung (44) spielfrei an der Unterseite des
Einsteckmoduls (21, 25) gelagert ist, um so ebenfalls eine spielfreie Zentrierung
des Schnellspannzylinders auf einer zugeordneten Aufspannfläche zu erreichen.
6. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Schnellspannzylinders durch ein Abdeckblech (47) abgedeckt ist,
und dieses durch einen entsprechenden Sicherungsring (14) gehalten wird.
7. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Ausnehmung (34) des Schnellspannzylinders nach unten geöffnet ist,
um so entweder einen Flüssigkeitsablauf nach unten zu gewährleisten, oder auch um
entsprechend Luft oder Kühlmittel oder andere Medien von unten her zuzuführen.
8. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenumfang einer zentralen Ausnehmung (54) des Schnellspannzylinders direkt
als Kolbendichtfläche und Kolbenlauffläche für den Kolben (3) verwendet wird, und
dass in dieser zentralen, nach oben offenen Ausnehmung (54) das Einsteckmodul (21,
25) eingesteckt werden kann.
9. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zu sichernde Feder (8) direkt unterhalb der Kugelauflage (6) gehalten wird, und
der Kolben (3) einerseits an einer radialen Aussenfläche der Kugelauflage (6) und
andererseits an einer radialen Innenfläche einer zentralen Ausnehmung (54) des Schnellspannzylinders
abgedichtet läuft.
10. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Innenraum einer zentralen Ausnehmung (54) des Schnellspannzylinders ein Anschlagring
(55) eingelegt wird, welcher als Anschlagfläche für den Kolben (3) dient.
11. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Innenraum des Gehäuses (4) der Kolben (3) verschiebbar angeordnet ist, wobei der
Kolben (3) einen axial nach oben verlängerten Ringansatz (17) ausbildet, dessen radiale
Außenflächen mit zugeordneten O-Ringen an der zugeordneten Innenwandung eines Deckels
(1) anliegend und dort abgedichtet verschiebbar geführt sind.
12. Schnellspannzylinder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil des Kolbens (3) radial erweitert ist und sich abgedichtet an den
Innenumfang des Gehäuses (4) anlegt, sodass ein Druckraum (16) für das Öl zwischen
der Unterseite des Deckels (1), dem Ringansatz des Kolbens (3) und dem Gehäuse (4)
ausgebildet wird.
13. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite des axialen Ringansatzes (17) des Kolbens (3) eine Vielzahl der
Kugeln (5) anliegen, die von diesem Ringansatz entweder radial einwärts auf den Einzugsnippel
(2) zugestellt oder von diesem weggestellt werden, wozu entsprechend Kugellaufbahnen
auf der Kugelauflage (6) ausgebildet sind, die Vertiefungen für die Kugeln (5) bilden.
14. Schnellspannzylinder nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im entriegelten Zustand des Schnellspannzylinders die Kugeln (5) in den vertieft
angeordneten Kugelauflagen drinnen liegen, und demgemäss einen Abstand zu der Unterseite
des Deckels (1) haben, und wenn jedoch ein radial auswärtsgerichteter Ansatz des Einzugsnippels
(2) an einer der Kugeln (5) vorbeigelaufen ist, dann diese in eine vertiefte kugelförmige
Ausnehmung auf der Oberfläche der Kugelauflage (6) hineinfällt.
15. Schnellspannzylinder nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der radial auswärtsgerichtete Ansatz an der Unterseite des Einzugsnippels (2) für
eine Bewegung der Kugel (5) in die Sperrrichtung in Verbindung mit dem Ringansatz
(17) des Kolbens (3) sorgt.
16. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellspannzylinder den Einzugsnippel (2, 2') selbsthemmend in dem Gehäuse (4)
hält, so dass die Kugeln (5) eine Zwangsverriegelung mit dem Einzugsnippel (2, 2')
eingehen.
17. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellspannzylinder einen Blockverschluss bewerkstelligt, so dass die Verriegelung
des Einzugsnippels (2, 2') unter der Kraft der Feder (8) erfolgt, welche die Kugeln
(5) in ihrer Eingriffslage am Einzugsnippel (2, 2') drücken, und die Entsperrung des
Schnellspannzylinders unter der Wirkung von Drucköl erfolgt, welches in den Zwischenraum
zwischen der Unterseite eines Deckels (1) und der Oberseite des Kolbens (3) in das
Gehäuse (4) eingeleitet wird.
18. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln (5) im Schnellspannzylinder im gesperrten Zustand in formschlüssiger Art
einerseits angehobenen Flächen der Kugelauflage zugeordnet werden, und andererseits
an der Unterseite eines Deckels (1) eingeklemmt werden, wodurch sie nicht mehr bewegbar
sind, und sich in dieser Sperrstellung in definierter Weise in eine zugeordnete ringförmige
Ausnehmung am Einzugsnippel (2, 2') anlegen, damit dieser absolut gesperrt und spielfrei
festgehalten ist.
19. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verriegelungsbewegung des Kolbens (3) zunächst im Schnellhub eine größere
Schräge (18) sich an die Kugeln (5) anlegt und diese radial einwärts in Richtung auf
den Einzugsnippel (2) bewegt, und, sobald sich die Kugeln (5) dann formschlüssig an
der zugeordneten Schräge am Einzugsnippel (2) anlegen, sich auch eine weitere Schräge
(19) am Umfang der Kugeln (5) anlegt, und mit dieser weiteren Schräge (19) die relativ
große Federkraft der Feder (8) auf die Kugeln (5) übertragen wird, und zwar in einem
Verhältnis von etwa 6,5:1, was heißt, die Federkraft der Feder (8) wird um etwa das
6,5-fache auf die Kugeln (5) übersetzt, die sich mit entsprechend großer Verriegelungskraft
an den Einzugsnippel (2) anlegen.
20. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Ausbildung eines radial auswärtsliegenden, etwa ringförmigen und schmalen
Druckraumes (16) für das Drucköl die gesamte Unterseite des Schnellspannzylinders
von Drucköl freigehalten wird.
21. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Innenraum des Schnellspannzylinders von irgendwelchen Druckölräumen
vollkommen frei ist und aus dem Innenraum entsprechende Ablassöffnungen herausgeführt
sind, aus denen beispielsweise Bohrwasser, ein Späne und Verschmutzung tragendes Medium
und dergleichen nach unten ablaufen kann.
22. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass ein aufschraubbaren Boden (23; 38) ein oder mehrere axial vorspringende Zapfen (39)
ausbildet, welche in zugeordnete Bohrbuchsen (40) einer Lochrasterplatte eingreifen
und damit den Schnellspannzylinder auf dieser Lochrasterplatte festlegen.
23. Schnellspannzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellspannzylinder auch versenkt in einer zentralen Ausnehmung im Maschinentisch
versenkt eingebaut werden kann, und das Drucköl dann direkt radial im Maschinentisch
an den in der zentralen Ausnehmung eingebauten Schnellspannzylinder von der Seite
her eingeführt werden kann.
1. A quick-acting clamping cylinder for general locking tasks in mechanical engineering
in order to anchor a retractable nipple (2) that is arranged on any desired part,
wherein the quick-acting clamping cylinder includes a movable piston (3) and balls
(5) that are lockable in relation to the retractable nipple (2), and the functionally
significant components of the quick-acting clamping cylinder take the form of an insertion
module (21; 25) which can be inserted into the housing (4) of the quick-acting clamping
cylinder in modular manner, characterised in that
the insertion module (21) includes a spring-holding plate (22; 26) that is different
from the piston (3), a spring (8) and a ball seating (6; 27; 56) on which the balls
(5) are supported, and a connection that holds the spring-holding plate (22; 26) and
the ball seating (6; 27) together,
wherein the spring-holding plate (22; 26) forms an annular receptacle for the one
side of the spring (8), and the other end of the spring (8) abuts against the underside
of the ball seating (6; 27) such that the spring (8) is clamped fixedly in a defined
manner between these two parts (22; 26, 6; 27) and is held fixed by a screw (7) or
a thread (28) under a considerable bias.
2. A quick-acting clamping cylinder according to Claim 1, characterised in that the connection for the spring-holding plate (22; 26) and the ball seating (6; 27)
is a screw connection.
3. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 or 2, characterised in that there is further provided on the insertion module (21, 25) an internal seal (71)
which prevents air or dirt from penetrating into the spring chamber of the spring
(8).
4. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the insertion module (21, 25) is also connected directly to an adapter (43) which
by means of one part is screwed onto the threaded end of the screw (7) and which by
means of its other, peg-like extension in turn engages in a bore liner (40).
5. A quick-acting clamping cylinder according to Claim 4, characterised in that the adapter (43) is mounted in a centring recess (44) in the underside of the insertion
module (21, 25) without play, in order to achieve centring of the quick-acting clamping
cylinder on an associated clamping surface likewise without play.
6. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the upper side of the quick-acting clamping cylinder is covered by a cover plate
(47), and the latter is held by a corresponding securing ring (14).
7. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 6, characterised in that a central recess (34) of the quick-acting clamping cylinder is downwardly open in
order in this way either to ensure that drainage of liquid is downwards or indeed
correspondingly to supply air or coolant or other media from below.
8. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the inner periphery of a central recess (54) of the quick-acting clamping cylinder
is used directly as a piston sealing face and piston contact face for the piston (3),
and in that the insertion module (21, 25) can be inserted into this central, upwardly open recess
(54).
9. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the spring (8) to be secured is held directly below the ball seating (6), and the
piston (3) moves in sealed manner, on the one hand against a radial outer surface
of the ball seating (6) and on the other against a radial inner surface of a central
recess (54) of the quick-acting clamping cylinder.
10. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 9, characterised in that there is inserted into the interior of a central recess (54) of the quick-acting
clamping cylinder a stop ring (55) that serves as an abutment face for the piston
(3).
11. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the piston (3) is displaceably arranged in the interior of the housing (4), wherein
the piston (3) forms an axially upwardly prolonged annular extension (17) whereof
the radial outer surfaces are guided, together with associated O rings, abutting against
the associated inner wall of a cover (1), and are displaceably guided in sealed manner
there.
12. A quick-acting clamping cylinder according to Claim 11, characterised in that the lower part of the piston (3) is radially widened and abuts in sealed manner against
the inner periphery of the housing (4) such that a pressurised space (16) is formed
for the oil between the underside of the cover (1), the annular extension to the piston
(3), and the housing (4).
13. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 11 or 12, characterised in that a multiplicity of the balls (5) abut against the inner side of the axial annular
extension (17) to the piston (3), and this annular extension either brings them radially
inwards towards the retractable nipple (2) or moves them away therefrom, for which
purpose ball races are correspondingly formed on the ball seating (6) and form recesses
for the balls (5).
14. A quick-acting clamping cylinder according to Claim 13, characterised in that, in the unlocked condition of the quick-acting clamping cylinder, the balls (5) lie
within the countersunk ball seatings and accordingly are at a spacing from the underside
of the cover (1), but once a radially outwardly directed extension to the retractable
nipple (2) has moved past one of the balls (5) then the latter falls into a recessed
spherical cavity in the face of the ball seating (6).
15. A quick-acting clamping cylinder according to Claim 14, characterised in that the radially outwardly directed extension on the underside of the retractable nipple
(2) ensures there is movement of the ball (5) in the blocking direction in conjunction
with the annular extension (17) to the piston (3).
16. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 15, characterised in that the quick-acting clamping cylinder holds the retractable nipple (2, 2') in the housing
(4) with automatic locking, such that the balls (5) undergo a forced locking with
the retractable nipple (2, 2').
17. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 16, characterised in that the quick-acting clamping cylinder has the effect of immobilisation en bloc, such
that the locking of the retractable nipple (2, 2') takes place under the force of
the spring (8), which the balls (5) press against the retractable nipple (2, 2') when
they are in their engagement position, and the unblocking of the quick-acting clamping
cylinder takes place under the action of pressurised oil, which is introduced into
the housing (4) in the intermediate space between the underside of a cover (1) and
the upper side of the piston (3).
18. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 17, characterised in that in the blocked condition the balls (5) in the quick-acting clamping cylinder are
on the one hand associated, with positive engagement, with raised surfaces of the
ball seating and on the other are clamped against the underside of a cover (1), as
a result of which they are no longer movable, and in this blocked position they abut
in a defined manner against the retraction nipple (2, 2') in an associated annular
recess, so that the retraction nipple (2, 2') is absolutely blocked and is held without
play.
19. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 18, characterised in that, during the locking movement of the piston (3), initially in a rapid stroke, a relatively
large oblique face (18) abuts against the balls (5) and moves them radially inwards
towards the retractable nipple (2) and, as soon as the balls (5) abut against the
retractable nipple (2), with positive engagement at the associated oblique face, a
further oblique face (19) also abuts against the periphery of the balls (5), and by
means of this further oblique face (19) the relatively great spring force of the spring
(8) is transferred to the balls (5) at a ratio of approximately 6.5:1, which means
that the spring force of the spring (8) is transmitted in a multiple of approximately
6.5 to the balls (5), which abut against the retractable nipple (2) with a correspondingly
large locking force.
20. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 19, characterised in that the formation of a radially outward, approximately annular and narrow pressurised
space (16) for the pressurised oil has the effect of keeping the entire underside
of the quick-acting clamping cylinder free of pressurised oil.
21. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 20, characterised in that the central interior of the quick-acting clamping cylinder is completely free of
any pressurised oil spaces, and corresponding drainage openings lead out of the interior,
out of which there may downwardly drain for example drilling water, a medium carrying
swarf and dirt, and similar.
22. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 21, characterised in that a base (23; 38) which is connectable by being screwed on forms one or more axially
projecting pegs (39) which engage in associated bore liners (40) in a perforated sheet
and thus fix the quick-acting clamping cylinder on this perforated sheet.
23. A quick-acting clamping cylinder according to one of Claims 1 to 22, characterised in that the quick-acting clamping cylinder can also be installed in the machine bed in sunk
manner, sunk in a central recess, and the pressurised oil can then be introduced from
the side, directly radially in the machine bed, to the quick-acting clamping cylinder
that is built into the central recess.
1. Cylindre à serrage rapide destiné à des applications de verrouillage générales en
constructions mécaniques, permettant d'ancrer un raccord de serrage (2) disposé sur
une pièce quelconque, ledit cylindre à serrage rapide comprenant un piston mobile
(3) et des billes (5) blocables par le raccord de serrage (2), et les composants fonctionnels
essentiels dudit cylindre à serrage rapide étant réalisés sous forme de module enfichable
(21 ; 25) pouvant être mis en place de manière modulaire dans le corps (4) dudit cylindre
à serrage rapide,
caractérisé en ce que
le module enfichable (21) comprend une plaque de retenue de ressort (22 ; 26) distincte
du piston (3), un ressort (8) et un support de billes (6 ; 27 ; 56) sur lequel s'appuient
les billes (5), ainsi qu'une connexion maintenant ensemble la plaque de retenue de
ressort (22 ; 26) et le support de billes (6 ; 27),
la plaque de retenue de ressort (22 ; 26) formant un logement annulaire pour le premier
côté du ressort (8) et l'autre extrémité du ressort (8) reposant contre la face inférieure
du support de billes (6 ; 27), de sorte que le ressort (8) est serré de manière définie
entre ces deux pièces (22 ; 26, 6 ; 27) et est maintenu par une vis (7) ou un filet
(28) sous pré-contrainte élevée.
2. Cylindre à serrage rapide selon la revendication 1, caractérisé en ce que la connexion pour la plaque de retenue de ressort (22 ; 26) et le support de billes
(6 ; 27) est une connexion à vis.
3. Cylindre à serrage rapide selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un joint (71) intérieur est présenté en outre contre le module enfichable (21, 25),
et empêche que de l'air ou de la saleté pénètrent dans le compartiment de ressort
(8).
4. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le module enfichable (21, 25) est aussi directement raccordé à un adaptateur (43)
qui est vissé par une partie sur l'extrémité de filet de la vis (7), et qui s'engage
dans un canon de perçage (40) par son autre appendice en forme de tenon.
5. Cylindre à serrage rapide selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'adaptateur (43) est monté sans jeu dans un évidement de centrage (44) sur la face
inférieure du module enfichable (21, 25), pour obtenir ainsi également un centrage
sans jeu du cylindre à serrage rapide sur une surface de serrage associée.
6. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la face supérieure du cylindre à serrage rapide est recouverte par une plaque de
couverture (47), et en ce que celle-ci est maintenue par une bague de fixation (14) correspondante.
7. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un évidement central (34) du cylindre à serrage rapide est ouvert sur le bas, pour
assurer ainsi soit un écoulement de liquide vers le bas, soit une amenée correspondante
d'air, de réfrigérant ou d'un autre fluide par le bas.
8. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la circonférence intérieure d'un évidement central (54) du cylindre à serrage rapide
est utilisée directement comme surface d'étanchéité de piston et surface de glissement
du piston (3), et en ce que le module enfichable (21, 25) peut être inséré dans cet évidement central (54) ouvert
sur le haut.
9. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le ressort (8) à fixer est maintenu directement sous le support de billes (6), et
en ce que le piston (3) coulisse de manière étanche sur une surface radiale extérieure du support
de billes (6) d'un côté, et sur une surface radiale intérieure d'un évidement central
(54) du cylindre à serrage rapide de l'autre côté.
10. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une bague de butée (55) servant de surface de butée pour le piston (3) est mise en
place à l'intérieur d'un évidement central (54) du cylindre à serrage rapide.
11. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le piston (3) est logé de manière coulissante à l'intérieur du corps (4), ledit piston
(3) formant un appendice annulaire (17) prolongé axialement vers le haut, dont les
surfaces radiales extérieures s'appuient par des joints toriques associés contre la
paroi intérieure correspondante d'un couvercle (1) et y coulissent de manière étanche.
12. Cylindre à serrage rapide selon la revendication 11, caractérisé en ce que la partie inférieure du piston (3) présente une extension radiale, et s'appuie de
manière étanche contre le contour intérieur du corps (4), de manière à former une
chambre de pression (16) pour l'huile entre la face inférieure du couvercle (1), l'appendice
annulaire du piston (3) et le corps (4).
13. Cylindre à serrage rapide selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'une pluralité de billes (5) s'appuient sur la face intérieure de l'appendice annulaire
(17) axial du piston (3), lesquelles sont soit avancées radialement vers l'intérieur
vers le raccord de serrage (2) par ledit appendice annulaire, soit éloignées de celui-ci,
des chemins de roulement de billes formant des évidements pour les billes (5) étant
prévus en conséquence sur le support de billes (6).
14. Cylindre à serrage rapide selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'en état déverrouillé du cylindre à serrage rapide, les billes (5) reposent à l'intérieur
du support de billes disposé en profondeur, et sont pas conséquent espacées de la
face inférieure du couvercle (1), et en ce que, si un appendice dirigé radialement vers l'extérieur du raccord de serrage (2) passe
devant une des billes (5), celle-ci tombe toutefois dans un évidement sphérique disposé
en profondeur à la surface du support de billes (6).
15. Cylindre à serrage rapide selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'appendice dirigé radialement vers l'extérieur sur la face inférieure du raccord
de serrage (2) assure un déplacement de la bille (5) dans la direction de blocage,
en liaison avec l'appendice annulaire (17) du piston (3).
16. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que ledit cylindre à serrage rapide maintient le raccord de serrage (2, 2') de manière
autobloquante dans le corps (4), de sorte que les billes (5) sont soumises à un verrouillage
forcé avec le raccord de serrage (2, 2').
17. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que ledit cylindre à serrage rapide provoque une obturation par bloc, de sorte que le
verrouillage du raccord de serrage (2, 2') est effectué sous la force du ressort (8)
serrant les billes (5) dans leur position de contact sur le raccord de serrage (2,
2'), et en ce que le déblocage du cylindre à serrage rapide est obtenu sous l'effet d'huile sous pression
introduite dans le corps (4), dans l'interstice entre la face inférieure d'un couvercle
(1) et la face supérieure du piston (3).
18. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que les billes (5) du cylindre à serrage rapide sont associées à des élévations du support
de billes en état de blocage par correspondance de forme, d'un côté, et serrées contre
la face inférieure d'un couvercle (1) de l'autre côté, ce qui les empêche de se mouvoir,
et en ce que dans cette position de blocage elles reposent de manière définie dans un évidement
annulaire correspondant sur le raccord de serrage (2, 2'), pour que celui-ci soit
maintenu parfaitement bloqué sans aucun jeu.
19. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que lors du mouvement de verrouillage du piston (3) en course rapide, un biseau principal
(18) est d'abord appliqué contre les billes (5) et déplace celles-ci radialement vers
l'intérieur, dans la direction du raccord de serrage (2), et en ce que, dès que les billes (5) s'appuient ensuite par correspondance de fore contre le biseau
correspondant sur le raccord de serrage (2), un autre biseau (19) est appliqué sur
le contour des billes (5), cet autre biseau (19) transmettant aux billes (5) la force
relativement élevée du ressort (8) suivant un rapport d'environ 6,5 : 1, ce qui signifie
que la force du ressort (8) est démultipliée d'environ 6,5 fois vers les billes (5)
qui s'appuient contre le raccord de serrage (2) avec une force de verrouillage élevée
en conséquence.
20. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que la formation d'une chambre de pression (16) radialement extérieure, sensiblement
annulaire et étroite pour l'huile sous pression, libère d'huile sous pression toute
la face inférieure du cylindre à serrage rapide.
21. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que le compartiment intérieur central du cylindre à serrage rapide est totalement exempt
de chambres d'huile sous pression quelconques, et en ce que des ouvertures d'évacuation correspondantes partent du compartiment intérieur, laissant
notamment s'écouler vers le bas de l'huile de coupe, un fluide porteur de copeaux
et de saletés et autres.
22. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce qu'un fond (23 ; 38) vissable forme un ou plusieurs tenons (39) saillants axialement
qui s'engagent dans des canons de perçage (40) correspondants d'une plaque perforée
en fixant ainsi le cylindre à serrage rapide sur ladite plaque perforée.
23. Cylindre à serrage rapide selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que ledit cylindre à serrage rapide peut aussi être monté de manière noyée dans un évidement
central de la table de machine, et en ce que l'huile sous pression peut alors être amenée radialement par le côté directement
sur le cylindre à serrage rapide monté dans l'évidement central de la table de machine.