[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen einer
Store gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie auf einen dazu geeigneten Haltebügel
gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
[0002] Eine Vorrichtung zum Befestigen von Storen mit einem Gehäuse und einem Haltebügel
werden von der Anmelderin seit Jahren ausgeführt; sie ist in Fig. 7 gezeigt.
[0003] Das bekannte aus Blech geformte längliche Gehäuse 10, welches mittels Haltebügeln
12 an einem Träger gehalten wird, ist U-profilförmig geformt und definiert eine Längsrichtung
L, die senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft. Das Gehäuse 10 ist bezüglich einer
in Längsrichtung L verlaufenden Symmetrieebene des Gehäuses 10 symmetrisch geformt,
und es umfasst zwei Gehäuseaussenwände 14 und eine diese miteinander verbindende Gehäusezwischenwand
16. Zwischen den Gehäuseaussenwänden 14 und der Gehäusezwischenwand 16 verläuft je
eine in Längsrichtung L verlaufende erste Biegekante 18, wobei die bei diesen ersten
Biegekanten 18 eingeschlossenen Winkel α etwa 110 Grad betragen. Zwischen den ersten
Biegekanten 18 und den in Längsrichtung L verlaufenden Gehäuseendkanten 20 weisen
die Gehäuseaussenwände 14 je eine in Längsrichtung L verlaufende zweite Biegekante
22 auf. Die Gehäuseendkanten 20 sind durch eine Umbördelung des Blechs gebildet. In
die Umbördelung der Gehäuseendkanten 20 greift eine bügelartige Halterung 24 für die
Befestigung von Storenbauteilen 26 ein. Bei den Storenbauteilen 26 handelt es sich
um eine Antriebsmechanik mit einer Welle 28 zum Aufwickeln von Storenbändern und eventuell
um einen Elektromotor.
[0004] Jeder der Haltebügel 12 besteht aus einem U-profilförmigen Bügelsteg 30, der mittels
einer Schraube am Träger befestigt wird, und zwei rechtwinklig und federnd von diesem
abstehenden Bügelarmen 32. An jedem Bügelarm 32 ist ein hakenförmiger Halteschuh 34
aus Kunststoff verschiebbar gelagert, der die Gehäuseendkante 20 untergreift, und
mittels einer Schraube 36 in Richtung des Bügelstegs 30 gezogen werden kann, wodurch
das Gehäuse 10 in Anlage an den Bügelsteg 30 gebracht wird.
[0005] Nachteilig an dieser Vorrichtung erweist sich die aufwendige Konstruktion des Haltebügels
12 mit den aus Kunststoff gefertigten Halteschuhen 34, der Platzbedarf der ganzen
Konstruktion sowie der Aufwand bei der Montage des Gehäuses 10 an die Haltebügel 12.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemässe Vorrichtung
zu schaffen, welche bei geringerem Platzbedarf einen reduzierten Montageaufwand ermöglicht.
[0007] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und mit einem Haltebügel mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.
[0008] Bevorzugte Ausbildungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung und des Haltebügels
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Besondere Vorteile und Wirkungsweisen ergeben sich aus dem Beispiel und der Zeichnung.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- in Ansicht einen Haltebügel einer erfindungsgemässen Vorrichtung mit Bügelsteg und
Bügelarmen und mit einem am Bügelsteg angeordneten Federelement, gebildet durch eine
Blattfeder;
- Fig. 2
- in Ansicht ein Storenbauteile (eine Antriebsmechanik mit einer Welle zum Aufwickeln
der Storenbänder und eventuell ein Elektromotor) enthaltendes Gehäuse für eine erfindungsgemässe
Vorrichtung;
- Fig. 3
- in Ansicht eine erfindungsgemässe Vorrichtung mit in einen Haltebügel mit Federelement
gemäss Fig. 1 eingesetztem Gehäuse gemäss Fig. 2;
- Fig. 4
- in Ansicht die Blattfeder, die als Federelement in der in Fig. 1 und 3 gezeigten Ausführungsform
verwendet wird;
- Fig. 5
- in Draufsicht die Blattfeder gemäss Fig. 4;
- Fig. 6
- in Draufsicht den Haltebügel gemäss Fig. 1; und
- Fig. 7
- in Ansicht eine Vorrichtung nach dem Stand der Technik mit einem Storenbauteile (eine
Antriebsmechanik, mit einer Welle zum Aufwickeln der Storenbänder und eventuell ein
Elektromotor) enthaltenden Gehäuse und einem Haltebügel.
[0011] Ein in den Fig. 1, 3 und 6 dargestellter Haltebügel 12 einer erfindungsgemässen Vorrichtung
weist einen aus Blech gestanzten und zu einem U-Profil gebogenen Bügelsteg 30 auf.
An den beiden Enden des Bügelstegs 30 ist jeweils ein elastisch auslenkbarer Bügelarm
32, der rechtwinklig vom Bügelsteg 30 und in Richtung der Öffnung des U-profilförmigen
Bügelstegs 30 absteht, integral angeformt. Die freien Endbereiche der zwei Bügelarme
32 sind jeweils zu einem in Richtung des anderen Bügelarms 32 und dann in Richtung
des Bügelstegs 30 gerichteten, zweiarmigen Haltehaken 38 ausgeformt, gebildet durch
eine Abkröpfung des freien, gabelartigen Endbereichs des jeweiligen Bügelarmes 32,
siehe insbesondere Fig. 6. Die Haltehaken 38 sind dazu bestimmt, die Gehäuseendkanten
20 eines in der Einleitung in Zusammenhang mit Fig. 7 beschriebenen und bekannten
Gehäuses 10 formschlüssig zu untergreifen, wie dies Fig. 3 zeigt. In den Bügelsteg
30 sind längliche Löcher 40 eingeformt, welche für die Montage des Bügelstegs 30 an
den Träger gebraucht werden.
[0012] In Fig. 2 ist das in der Einleitung in Zusammenhang mit Fig. 7 beschriebene Gehäuse
10 ohne den bekannten Haltebügel gezeigt.
[0013] Im U-profilförmigen Bügelsteg 30 ist eine in den Fig. 4 und 5 gezeigte, das Federelement
42 bildende, zweiarmige, V-förmige Blattfeder 42' angeordnet. Die Blattfeder 42' mit
einem zwischen den Federarmen liegenden ebenen Mittelstück 43 weist in diesem Mittelstück
43 ein Befestigungsloch 44 auf. Das Mittelstück 43 ist an den Bügelsteg 30 so in Anlage
gebracht, dass, falls das Gehäuse 10 nicht in den Haltebügel 12 eingesetzt ist, die
in Längsrichtung der Blattfeder 42' liegenden Endbereiche der Blattfeder 42' jeweils
in Richtung eines Bügelarmes 32 aus dem U-profilförmigen Bügelsteg 30 hervorstehen,
wie dies besonders gut aus Fig.1 hervorgeht. Die Befestigung der Blattfeder 42' an
den Bügelsteg 30 erfolgt, wie weiter unten beschrieben, bei der Montage des Haltebügels
12.
[0014] Die Montage der Vorrichtung läuft folgendermassen ab. An den Träger, der sich z.
B. oberhalb eines Fensters befindet, wird in einem ersten Arbeitsschritt der Haltebügel
12 angeschraubt. Dazu wird eine Schraube 46 mit Schraubenkopf 48 zuerst durch das
Befestigungsloch 44 der Blattfeder 42', dann durch das mittlere Loch 40 des Bügelstegs
30 geführt und anschliessend im Träger verankert. Das Mittelstück 43 der Blattfeder
42' wird dadurch zwischen dem Schraubenkopf 48 und dem Bügelsteg 30 eingeklemmt. Selbstverständlich
werden je nach Anforderung und Gegebenheit pro Gehäuse zwei oder mehr Haltebügel 12
montiert.
[0015] Falls diese beschriebene Montage des Haltebügels 12 mit der Blattfeder 42' an den
Träger nicht möglich ist oder zu wenig halt bietet, können weitere Schrauben durch
die äusseren Löcher 40 im Bügelsteg 30 in den Träger geschraubt werden. Die Schraube
46 kann auch mittels einer Schrauben-Mutter-Verbindung am Bügelsteg 30 befestigt werden.
[0016] Anstelle der Befestigung der Blattfeder 42' mittels der Schraube 46 am Bügelsteg
30 kann die Blattfeder 42' durch eine andere Verbindungsmethode, wie z. B. Schweissen,
Einschnappen oder dergleichen, an den Bügelsteg 30 angebracht werden.
[0017] In die Haltebügel 12 wird in einem zweiten Arbeitsschritt das Gehäuse 10 mit den
Storenbauteilen 26 eingehängt. Dazu wird das Gehäuse 10 mit der Gehäusezwischenwand
16 voraus auf die am Träger befestigten Haltebügel 12 zu bewegt, und durch die abgeschrägten
Gehäuseaussenwände 14 wird das Einfahren des Gehäuses 10 in die Haltebügel 12, zwischen
die Bügelarme 32 jedes Haltebügels 12 stark erleichtert. Durch das Einfahren des Gehäuses
10 werden zuerst die elastisch auslenkbaren Bügelarme 32 seitlich ausgelenkt und danach
wird die Blattfeder 42' gespannt. Das Gehäuse 10 wird so lange gegen die Kraft der
Blattfeder 42' durch eine Montagekraft in Richtung des Bügelstegs 30 bewegt, bis die
Bügelarme 32 zurück schnellen und die Gehäuseendkanten 20 untergreifen. Daraufhin
wird die Montagekraft soweit reduziert, dass sich das Gehäuse 10 vom Bügelsteg 30
wegbewegt bis die Haltehaken 38 das Gehäuse 10 an den Gehäuseendkanten 20 halten,
wodurch die Montage der Vorrichtung abgeschlossen wird. Der U-profilförmige Bügelsteg
30 bildet einen Anschlag für das Gehäuse und verhindert beim Einfahren eine Überdehnung
der Blattfeder 42'.
[0018] Falls nötig, kann durch erneutes hineindrücken des Gehäuses 10 in den Haltebügel
12 das Gehäuse 10 in der Längsrichtung L in eine andere Position gebracht werden.
[0019] Das Federelement 42 kann selbstverständlich nicht nur durch eine Blattfeder 42' in
der oben gezeigten Ausführungsform ausgebildet sein. Jedes federartige Bauteil, welches
direkt oder indirekt die Gehäuseendkanten 20 in die Haltehaken 38 hineindrückt, kann
als Federelement 42 zur Anwendung gelangen. Das Federelement 42 könnte anstatt wie
oben beschrieben am Haltebügel 12 am Gehäuse 10 angeordnet sein und würde dann nicht
von der Schraube 46 durchgriffen.
1. Vorrichtung zum Befestigen einer Store an einem Träger, mit einem eine Längsrichtung
(L) definierenden, U-profilförmigen, in Längsrichtung (L) verlaufende Gehäuseendkanten
(20) aufweisenden Gehäuse (10) für die Aufnahme von Storenbauteilen (26) und einem
U-förmigen Haltebügel (12), welcher einen zum Befestigen am Träger bestimmten Bügelsteg
(30), zwei von diesem abstehende elastisch auslenkbare Bügelarme (32) und Haltehaken
(38) aufweist, die je eine Gehäuseendkante (20) untergreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltehaken (38) in die Bügelarmen (32) eingeformt sind und zwischen dem Bügelsteg
(30) und dem Gehäuse (10) ein Federelement (42) angeordnet ist, welches das Gehäuse
(10) in die Haltehaken (38) drückt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) aus zwei in Längsrichtung (L) verlaufenden Gehäuseaussenwänden (14)
und einer diese miteinander verbindende Gehäusezwischenwand (16) besteht, wobei zwischen
den Gehäuseaussenwänden (14) und der Gehäusezwischenwand (16) je eine in Längsrichtung
(L) verlaufende, erste Biegekante (18) verläuft, die bei diesen ersten Biegekanten
(18) eingeschlossenen Winkel (α) grösser als 90 Grad sind und die Gehäuseaussenwände
(14) um eine in Längsrichtung (L) verlaufende zweite Biegekante (22) abgewinkelt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) und der Haltebügel (12) aus Blech gefertigt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (42) aus Federstahl gefertigt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (42) eine vorzugsweise zweiarmige Blattfeder (42') ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiarmige Blattfeder (42') wenigstens annähernd V-förmig ausgebildet ist und
die Blattfeder (42') zwischen den beiden Federarmen ein vorzugsweise ebenes Mittelstück
(43) mit Befestigungsloch (44) aufweist, das Mittelstück (43) am Bügelsteg (30) anliegt
und vorzugsweise von einer zur Befestigung des Haltebügels (12) am Träger verwendeten
Schraube (46) mit Schraubenkopf (48) durchgriffen und zwischen dem Schraubenkopf (48)
und dem Bügelsteg (30) eingeklemmt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltehaken (38) die Gehäuseendkanten (20) formschlüssig untergreifen.
8. U-förmiger Haltebügel (12) zum Befestigen eines Storenbauteile (26) aufweisenden Gehäuses
(10) an einem Träger, mit einem zum Befestigen des Haltebügels (12) an den Träger
bestimmten Bügelsteg (30), von welchem zwei elastisch auslenkbare Bügelarme (32) mit
Haltehaken (38) abstehen, die dazu bestimmt sind, Gehäuseendkanten (20) des Gehäuses
(10) zu untergreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltehaken (38) in die Bügelarme (32) eingeformt sind und am Bügelsteg (30) ein
Federelement (42) angeordnet ist.
9. Haltebügel (12) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (42) aus Federstahl gefertigt ist.
10. Haltebügel (12) nach Anspruche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (42) eine vorzugsweise zweiarmige, wenigstens annähernd V-förmige
Blattfeder (42') ist mit einem ein Befestigungsloch (44) aufweisenden, zwischen den
beiden Armen liegenden vorzugsweise ebenen Mittelstück (43), das Mittelstück (43)
am Bügelsteg (30) anliegt und vorzugsweise von einer zur Befestigung des Haltebügels
(12) am Träger verwendeten Schraube (46) mit Schraubenkopf (48) durchgriffen und zwischen
dem Schraubenkopf (48) und dem Bügelsteg (30) eingeklemmt ist.