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(11) |
EP 1 618 007 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.02.2007 Patentblatt 2007/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.04.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2004/000820 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/097751 (11.11.2004 Gazette 2004/46) |
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SICHERHEITSMERKMAL UND ENTSPRECHENDES DOKUMENT SOWIE VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG DES
SICHERHEITSMERKMALS
SECURITY FEATURE AND DOCUMENT COMPRISING SAID SECURITY FEATURE AND METHOD FOR PRODUCING
AND APPLYING SAID SECURITY FEATURE TO A DOCUMENT
CARACTERISTIQUE DE SECURITE ET DOCUMENT CORRESPONDANT, PROCEDE POUR PRODUIRE CETTE
CARACTERISTIQUE DE SECURITE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
25.04.2003 DE 10318715
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.2006 Patentblatt 2006/04 |
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Patentinhaber: Bundesdruckerei GmbH |
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10958 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- HECKER, Hermann
12159 Berlin (DE)
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| (74) |
Vertreter: KEIL & SCHAAFHAUSEN
Patentanwälte |
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Cronstettenstrasse 66 60322 Frankfurt am Main 60322 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 219 012 CH-A- 691 750 US-A- 4 684 593
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EP-A- 0 790 576 DE-U- 9 317 705 US-A1- 2001 010 333
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsmerkmal aufweisend eine entlang einer lateralen
Ausdehnung des Merkmals angeordnete Informationsstruktur und eine optisch wirksame
Abbildungsstruktur, mittels welcher Informationen der Informationsstruktur in Abhängigkeit
einer vorbestimmten Bedingung auslesbar sind. Die Erfindung betrifft auch ein Dokument
mit dem Sicherheitsmerkmal. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
des Sicherheitsmerkmals, wobei ein Träger bereit gestellt wird und entlang einer lateralen
Ausdehnung auf dem Träger eine Informationsstruktur aufgebracht wird, die zur Aufnahme
von Informationen geeignet ist, und auf die Informationsstruktur eine optisch wirksame
Abbildungsstruktur aufgebracht wird, mittels welcher Informationen der Informationsstruktur
in Abhängigkeit einer vorbestimmten Bedingung auslesbar sind. Ein solches Sicherheitsmerkmal
wird in geeigneter Weise an ein Dokument angebracht.
[0002] Ein Sicherheitsmerkmal lässt sich auf besonders einfache Weise durch ein so genanntes
"Kippbild" realisieren, was auch unter den Abkürzungen "MLI" oder "CLI" für "Laser
Image" (englisch) bekannt ist. Ein solches Kippbild weist in der Regel entlang seiner
lateralen Ausdehnung eine Linsenstruktur als optisch wirksame Abbildungsstruktur auf
und ist mit einer in der Linsenstruktur hinterlegten Informationsstruktur realisiert.
In unterschiedlichen Betrachtungsrichtungen ist je nach Ausführung des Kippbildes,
ein Bild sichtbar oder nicht bzw. nur stark abgeschwächt sichtbar. Solche Kippbilder
sind beispielsweise als Sicherheitsmerkmal auf Kunststoffkarten und Ausweispapieren
angebracht. Kippbilder finden sich zum Teil auch als Anschauungsobjekt auf Postkarten.
Der Vorteil liegt in einer relativ einfachen visuellen Prüfbarkeit der Kippbilder
begründet, welche selbst bei einfachen Lichtverhältnissen gegeben ist. Ein solches
Kippbild ist beispielsweise in der EP 0 219 012 A2 offenbart.
[0003] Wie in der EP 0 216 947 A1 offenbart, können zur Erhöhung der Fälschungssicherheit
zusätzliche Relieflinsen vorgesehen sein.
[0004] Kippbilder der genannten Art lassen sich mittels unterschiedlicher Materialien, beispielsweise
wie in der DE 100 07 916 A1 offenbart, realisieren.
[0005] Der oben beschriebene Motivwechsel beim Kippen des Dokumentes, auf dem sich das Kippbild
befindet, wird also in der Regel mittels Mikrolinsen realisiert. Andere Formen der
Realisierung können Hologramme oder dünne, mehrfach reflektierende Schichten für irisierende
Effekte sein. Jedenfalls handelt es sich um diffraktive Strukturen, die sich aus einer
oder mehreren Schichten in lateraler Ausdehnung zusammensetzen. Dabei dienen die lateralen
optisch wirksamen und diffraktiven Grenzschichten zur Abbildung der in der Informationsstruktur
hinterlegten Information und gleichzeitig der Erzeugung einer Variabilität bei der
Betrachtung oder beim Auslesen der hinterlegten Information. Auf diese Weise kommt
der Motivwechsel zu Stande. Solche lichtbeugenden, brechenden oder einfach reflektierend
wirkenden Grenzschichten sind allesamt parallel zur lateralen Ausdehnung des Sicherheitsmerkmals
angeordnet.
[0006] Diese trifft auch für die Gitter oder Beugungsstrukturen der WO 02/11063 A2 zu, bei
denen der Effekt auch nicht visueller Art sein kann und wobei das Auslesen und Einlesen
der Informationen Laser-unterstützt, gegebenenfalls im nicht-sichtbaren Bereich des
Lichtes, erfolgt. Ein derartig unsichtbares und unauffällig verborgenes Sicherheitsmerkmal
ist beispielsweise aus der DE 3 233 197 A1 bekannt.
[0007] Die einfache Beschaffenheit derartiger Kippbilder, die mittels parallel zur lateralen
Ausdehnung angeordneten optisch aktiven Grenzschichten realisiert werden, hat auch
den Nachteil, dass diese relativ einfach zu fälschen sind. Beispielsweise sind die
Linsenstrukturen der oben genannter Art relativ preiswert und einfach zu beschaffen.
Eine Linsen- oder Beugungsstruktur der oben genannten Art hat eine gewisse Oberflächenrauhigkeit,
die sich abnutzen kann und zu einer Veränderung des Erscheinungsbildes des Sicherheitsmerkmals
führen kann, was schlimmstenfalls zur Verwässerung oder zu einer Verschlechterung
der Nachweisbarkeit des Sicherheitsmerkmals führen kann. Kippbilder der oben genannten
Art lassen sich also leicht beschädigen und nachbilden, denn die Sicherheitsleistung
liegt in der Regel einzig in dem hinterlegten Motiv in Kombination mit dem Kippeffekt,
selbst wenn zusätzlich ein Relief gemäß der EP 0 216 947 A1 vorgesehen ist oder das
Sicherheitsmerkmal selbst gemäß der DE 3 233 197 A1 verborgen ist.
[0008] Es wäre somit wünschenswert, ein Sicherheitsmerkmal bereit zustellen, das eine erhöhte
Sicherheit aufweist, d. h. ein Sicherheitsmerkmal, das eine verbesserte Fälschungssicherheit
aufweist.
[0009] An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, ein Sicherheitsmerkmal
und ein Dokument mit einem solchen Sicherheitsmerkmal anzugeben, das eine erhöhte
Sicherheit, die insbesondere durch eine erhöhte Robustheit und Variabilität bewirkt
ist, erlaubt. Gleichermaßen stellt sich eine solche Aufgabe bei einem Verfahren zur
Herstellung des Sicherheitsmerkmals und bei einem Verfahren zur Anbringung des Sicherheitsmerkmals
an dem Dokument. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es auch, ein Verfahren zur
Echtheitsprüfung des Dokumentes anzugeben.
[0010] Betreffend das Sicherheitsmerkmal wird die Aufgabe durch die Erfindung mittels eines
Sicherheitsmerkmals der eingangs genannten Art gelöst, bei dem erfindungsgemäß die
Abbildungsstruktur mittels einer Anzahl von Lichtleiterelementen gebildet ist, wobei
sich ein Lichtleiterelement zwischen einem der Informationsstruktur zugewandten und
einem der Informationsstruktur abgewandten Ende erstreckt und zur Vorgabe der vorbestimmten
Bedingung entlang seiner Erstreckung einen endlichen Winkel zur lateralen Ausdehnung
bildet.
[0011] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass die bisher bei Kippbildern
verwendeten optisch aktiven Grenzschichten zum Nachteil parallel zur lateralen Ausdehnung
eines Sicherheitsmerkmals, also senkrecht zu einer optischen Achse der Abbildungsstrukturschicht,
angeordnet sind und somit in ihrer Sicherheitsleistung begrenzt sind. Hinsichtlich
Robustheit sind diese nämlich leicht zu beschädigen. Hinsichtlich Variabilität haben
sie aufgrund ihrer geometrischen Ausrichtung nur einen Freiheitsgrad.
[0012] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass sich ein Sicherheitsmerkmal auch mit
optisch wirksamen Grenzschichten realisieren lässt, die eine deutlich von der lateralen
Ausdehnung des Sicherheitsmerkmals abweichende Orientierung aufweisen. Es hat sich
herausgestellt, dass sich Lichtleiterelemente in überraschend vorteilhafter Weise
eignen, um eine Abbildungsstruktur für ein Sicherheitsmerkmal zu bilden. Dabei berücksichtigt
die Erfindung die Überlegung, dass mittels einer genügenden Anzahl der Lichtleiterelemente
eine Abbildungsstruktur gebildet werden kann. Die optisch aktiven Grenzschichten der
Lichtleiterelemente wirken dabei lichtleitend, also z. B. mittels Totalreflexion oder
Vielfachreflexion, zur Erzielung des optisch variablen Effektes, was einen wesentlichen
Unterschied zu den lediglich lichtbrechenden optisch aktiven Grenzschichten bei bisher
bekannten Kippbildern ausmacht. Da ein Lichtleiterelement einen Lichtdurchlass im
Wesentlichen nur in Richtung einer optischen Achse eines Lichtleiterelements erlaubt,
bzw. nur in einem begrenzten kegelförmigen Winkelraum um diese Richtung herum, werden
dadurch überraschend neuartige optisch variable Effekte erzielbar. Über das Zusammenwirken
der Anzahl von Lichtleiterelemente lässt sich ein hinsichtlich Robustheit und Variabilität
verbesserter sicherheitsleistender optischer Effekt erzielen, dessen Sicherheitsleistung
nicht nur in den in der Informationsstruktur hinterlegten Informationen, sondern auch
in der Abbildungsstruktur selbst liegen kann.
[0013] Die Erfindung berücksichtigt darüber hinaus die Überlegung, dass die vorbestimmte
Bedingung, in deren Abhängigkeit die Informationen der Informationsstruktur auslesbar
sind, sich bei dem vorgeschlagenen Sicherheitsmerkmal besonders vielfältig variieren
lässt. Damit ist das weiter unten beschriebene Verfahren zur Echtheitsprüfung der
vorliegenden Erfindung erheblich sicherer als andere bekannte Verfahren. Die vorbestimmte
Bedingung könnte sich beispielsweise in Form einer Bestrahlung und/oder Betrachtung
des Sicherheitsmerkmals aus einer definierten Richtung realisieren lassen. Der optisch
variable Effekt könnte sich beispielsweise in Form eines Kontrasts und/oder eines
Helligkeitsunterschieds realisieren lassen. Die vorbestimmte Bedingung und der optische
variable Effekt wirken vorzugsweise derart zusammen, dass bei einer Echtheitsprüfung,
z. B. beim Betrachten der Informationsstruktur, ein Effekt der Kontraständerung und/oder
Hellig-keitsänderung in Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel erkennbar ist. Vorzugsweise
wird dadurch das Erscheinen oder Verschwinden eines in der Informationsstruktur enthaltenen
Motiv erreicht. Ein Lichtleiterelement des vorgeschlagenen Sicherheitsmerkmals erstreckt
sich zwischen einem der Informationsstruktur zugewandten und einem der Informationsstruktur
abgewandten Ende und bildet dabei zur Vorgabe der vorbestimmten Bedingung entlang
seiner Erstreckung einen endlichen Winkel zur lateralen Ausdehnung. Die Art und Weise,
wie sich ein solches Lichtleiterelement zwischen seinen Enden erstreckt und welchen
Winkel es dabei zur lateralen Ausdehnung bildet, liefert einen Freiheitsgrad, der
sich besonders zweckmäßig zur Bereitstellung einer erhöhten Sicherheitsleistung des
Sicherheitsmerkmals nutzen lässt. Dazu kann, je nach Anwendung, die Anordnung der
Lichtleiterelemente zueinander, die Ausrichtung der Lichtleiterelemente zueinander
und insgesamt, als auch die Ausgestaltung der Lichtleiterelemente selbst, z. B. hinsichtlich
Material und Art, im Einzelnen genutzt werden. Das hier vorgeschlagene Sicherheitsmerkmal
bietet also eine beträchtlich erhöhte Variabilität, welche hinsichtlich der Sicherheitsleistung
genutzt werden kann. Lichtleiterelemente erweisen sich darüber hinaus, allein schon
aufgrund ihrer nicht-parallelen Anordnung zur lateralen Ausdehnung des Sicherheitsmerkmals,
als wesentlich robuster im Vergleich zu üblicherweise verwendeten, lateral ausgerichteten,
lichtdiffraktiven Grenzschichten.
[0014] Bei dem vorgeschlagenen Konzept wird unter einer optisch wirksamen Grenzschicht jede
Art von Grenzschicht verstanden, die für elektromagnetische Wellen im Bereich zwischen
dem extremen Ultraviolett bis hin zum fernen Infrarot optisch wirksam sind. Dementsprechend
kann ein Lichtleiterelement in jeder Form, z. B. als eine lichtleitende optische Faser,
etwa aus einem geeigneten Glas oder Polycarbonat, oder z. B. auch als ein geeigneter
Hohlleiter jeder Art, z. B. aus Metall oder als innenbeschichtete Mikro-Bohrungen
in einem Vollmaterial, realisiert werden. Unter einem Lichtleiterelement ist also
prinzipiell jede Art einer Anordnung von lichtleitenden Genzschichten zu verstehen.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen
und geben im Einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, insbesondere die Variabilität
oder Robustheit des vorgeschlagenen Sicherheitsmerkmales zu realisieren.
[0016] Im Prinzip könnte ein Lichtleiterelement beliebig gekrümmt und jedes Lichtleiterelement
der Anzahl könnte unterschiedlich angeordnet, ausgerichtet und ausgebildet sein. Es
erweist sich jedoch als besonders zweckmäßig, dass das Lichtleiterelement entlang
seiner Erstreckung einen festen Winkel zur lateralen Ausdehnung bildet, d. h. geradlinig
verläuft. Insbesondere ist dabei die Anzahl der Lichtleiterelemente parallel zueinander
mit einem festen Winkel zur lateralen Ausdehnung ausgerichtet. Auf diese Weise lässt
sich z. B. ein Motiv als auflösbare Information besonders gut wiedergeben.
[0017] Besonders bevorzugt ist ein fester Winkel von 90°. Vorzugsweise beträgt der Winkel
zwischen 30° und 90°. Je nach Anwendung könnte ein beliebiger dazwischen liegender
Winkel gewählt werden, z. B. ein Winkel von 60°. Die Information der Informationsstruktur
lässt sich in Richtung des Winkels besonders gut auslesen. Das heißt, je nach Wahl
des Winkels kommt, im Falle von senkrecht angeordneten Lichtleiterelementen, aufgrund
deren senkrecht angeordneten optisch lichtleitenden Grenzschichten die hohe Auslesequalität
bei einer zur lateralen Ausdehnung senkrechten Ausleserichtung zu Stande. Im Falle
von schräg angeordneten Lichtleiterelementen verlagert sich die besonders gute Auslesequalität
der Information auf eine Richtung gemäß des gewählten endlichen Winkels, den die Lichtleiterelemente
bzw. deren optisch aktive Grenzschichten zur lateralen Ausdehnung bilden.
[0018] Es erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn die Anzahl der Lichtleiterelemente
durch ein Lichtleiterbündel gebildet ist. Insbesondere sind dazu die Lichtleiterelemente
direkt benachbart nebeneinander angeordnet.
[0019] Die Anzahl der Lichtleiterelemente könnte vereinzelt oder als Lichtleiterbündel in
Füllmaterial eingelassen sein. Dies könnte ein durch das Dokumentmaterial gebildetes
Füllmaterial sein. Es ist besonders zweckmäßig, wenn das Füllmaterial die Reflexionseigenschaften
der Grenzschicht eines Lichtleiterelements erhöht.
[0020] Hinsichtlich der bevorzugten Ausdehnung eines Sicherheitsmerkmales erweist es sich
als besonders zweckmäßig, wenn das Lichtleiterelement eine Länge aufweist, die zwischen
50 µm und 1000 µm beträgt. Dabei erweist sich insbesondere ein Durchmesser zwischen
5 µm und 50 µm als vorteilhaft.
[0021] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung lässt sich die Sicherheitsleistung
des Sicherheitsmerkmals beträchtlich erhöhen, indem die Anzahl von Lichtleiterelementen
in der lateralen Ausdehnung des Merkmals relativ zueinander gemäß einem regelmäßigen
Charakteristikum angeordnet ist. Beispielsweise könnte eine zweidimensional orthogonale
oder hexagonale Geometrie gewählt werden oder auch eine fest bestimmte, aber beliebig
aussehende Anordnung.
[0022] Dabei erweisen sich insbesondere zwei Varianten der besonders bevorzugten Weiterbildung
als zweckmäßig. Gemäß einer ersten Variante könnte das Charakteristikum der Abbildungsstruktur
den ausgelesenen Informationen der Informationsstruktur überlagert sein. Auf diese
Weise könnte ein ausgelesenes Motiv in seiner ausgelesenen Erscheinung, neben dem
Motiv selbst, die durch das Charakteristikum überlagerten optischen Effekte aufweisen,
beispielsweise hervorgerufen durch Helligkeits- oder Kontrastunterschiede.
[0023] Gemäß einer zweiten Variante könnte das Charakteristikum der Abbildungsstruktur den
Informationen der Informationsstruktur selbst überlagert sein. Dies lässt sich zweckmäßigerweise
dadurch erreichen, dass bei der Herstellung des Sicherheitsmerkmals die Informationen
durch die Abbildungsstruktur hindurch in die Informationsstruktur eingebracht werden.
Bei der Einbringung würden sich die durch das Charakteristikum bewirkten optischen
Effekte auf die Informationsstruktur übertragen.
[0024] Beide oben genannten Varianten stellen ein Sicherheitsmerkmal zur Verfügung, bei
dem eine zusätzliche Sicherheitsleistung unsichtbar und unauffällig verborgen vorhanden
ist, nämlich vorgegeben durch das Charakteristikum. Es ergeben sich vielfältige Möglichkeiten
durch Anordnung der Lichtleiterelemente zueinander und durch unterschiedliche Möglichkeiten
des Einbringens und des Auslesens der Informationen. Beispielsweise könnten Art und
Wellenlänge unterschiedlicher Lichtquellen oder Laser genutzt werden, um eine erhöhte
Sicherheitsleistung zur Verfügung zu stellen.
[0025] Für eine Fertigung des Sicherheitsmerkmals ist es besonders günstig, die Informationsstruktur
in einer ersten Schicht und die optisch wirksame Abbildungsstruktur in einer zweiten
Schicht entlang der lateralen Ausdehnung unterzubringen. Auf diese Weise könnten beide
Strukturen nämlich besonders einfach als Schichtfolge übereinander angeordnet werden.
Es versteht sich von selbst, dass dies keine notwendige Voraussetzung ist. Beide Strukturen
könnten prinzipiell beliebig ineinander übergehen und beliebig berandet sein.
[0026] Zudem erweist es sich als zweckmäßig, zur Verbesserung der Abbildungseigenschaften
zusätzliche optische Abbildungselemente mit Linsen- und/oder Blendenwirkung vorzusehen.
Vor allem erweist sich eine die Information umgebende Blende in der ersten Schicht
als zusätzliches optisches Abbildungselement als vorteilhaft. Auf diese Weise lässt
sich insbesondere für visuell wahrzunehmende Motive eine vorteilhafte Abschattung
bereitstellen, die vor allem einen seitlichen Lichteinfall auf das Motiv erschweren
oder unterbinden, um so die visuell empfundenen Kontrast- oder Helligkeitsänderungen
zu unterstützen.
[0027] Die Erfindung führt auch auf ein Dokument mit einem Sicherheitsmerkmal der oben genannten
Art. Dies könnte eine Kunststoffkarte oder ein Ausweispapier beliebiger Art sein,
z. B. eine Ausweis- oder ID-karte, ein Führerschein oder alle Arten von Karten, insbesondere
aus dem bargeldlosen Zahlungsverkehr wie Kreditkarten oder Barzahlungskarten. Mit
Dokument wird im Folgenden jede Art eines sicherheitstechnisch veredelten Dokuments
oder Gegenstands unabhängig von seiner Form, Material oder Verwendung bezeichnet.
Als Information könnten lichtemittierende, z. B. fluoreszierende Stoffe, Motive, wie
schwer kopierbare Druckmuster, personifizierte Informationen wie Bilder, Logos und
ähnliches oder auch Zeichen, Buchstaben, Ziffern und Zahlenketten in die Informationsstruktur
eingebracht sein.
[0028] Das Sicherheitsmerkmal könnte vorzugsweise an der Oberfläche des Dokuments untergebracht
sein. Es erweist sich gemäß einer bevorzugten Ausführungsform als besonders günstig,
wenn das Sicherheitsmerkmal im Inneren des Dokuments untergebracht ist. Dabei ist
es besonders zweckmäßig, wenn das Dokument einen wenigstens im Bereich einer lateralen
Ausdehnung des Sicherheitsmerkmals optisch transparenten Bereich aufweist. So könnte
das Sicherheitsmerkmal beispielsweise von der Oberseite des Dokuments ausgelesen werden,
während das Sicherheitsmerkmal von der Unterseite des Dokuments geeignet bestrahlt
wird. Die Auslese- und Bestrahlungswellenlänge müssen dabei nicht notwendigerweise
übereinstimmen. Vorteilhaft ist der optisch transparente Bereich transluzent im visuellen
Wellenlängenbereich.
[0029] Die Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch
ein Herstellungsverfahren der eingangs genannten Art gelöst, in dem erfindungsgemäß
die Abbildungsstruktur in Form einer Anzahl von Lichtleiterelementen gebildet wird,
wobei zur Vorgabe der vorbestimmten Bedingung die Anzahl von Lichtleiterelementen
von einem Lichtleiterbündel unter einem endlichen Abtrennwinkel zur Achse des Lichtleiterbündels
abgetrennt wird, und die Abbildungsstruktur auf die Informationsstruktur aufgebracht
wird, wobei sich ein Lichtleiterelement zwischen einem der Informationsstruktur zugewandten
und einem der Informationsstruktur abgewandten Ende erstreckt, und entlang seiner
Erstreckung einen über den Abtrennwinkel definierten endlichen Winkel zur lateralen
Ausdehnung bildet.
[0030] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass sich eine Abbildungsstruktur
mit Lichtleiterelementen auf zweckmäßig einfache Weise von einem Lichtleiterbündel
abschneiden oder Absägen oder auf andere Weise abtrennen oder abnehmen lässt und auf
diese Weise eine besonders günstige Herstellung des Sicherheitsmerkmals erfolgen kann.
Auch die oben genannten Charakteristika einer Abbildungsstruktur lassen sich einfach
realisieren. Beispielsweise könnten Lichtleitfasern in einem Faserbündel bereits in
einer charakteristischen Weise geometrisch angeordnet sein.
[0031] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Herstellungsverfahrens ist
vorgesehen, die Anzahl von Lichtleiterelementen in der lateralen Ausdehnung des Merkmals
relativ zueinander gemäß einem regelmäßigen Charakteristikum anzuordnen und die Information
durch die optisch wirksame Abbildungsstrukturschicht hindurch in die Informationsstrukturschicht
einzubringen, so dass danach das Charakteristikum der Abbildungsstruktur den Informationen
der Informationsstruktur selbst überlagert ist.
[0032] Ein oben beschriebenes Sicherheitsmerkmal lässt sich auf beliebige Art und Weise
an einem Dokument anbringen, d. h. auf die Oberfläche eines Dokumentes aufbringen
oder aber ganz oder teilweise im Inneren eines Dokumentes unterbringen. Nach der Erfindung
erweist es sich als besonders zweckmäßig, das Sicherheitsmerkmal nach dem oben beschriebenen
Herstellungsverfahren als solches herzustellen und dann an dem Dokument anzubringen.
Ebenso könnte jedoch auch ein Träger auf einem Dokument bereitgestellt werden und
das Sicherheitsmerkmal nach dem oben beschriebenen Herstellungsverfahren auf dem Dokument
hergestellt werden.
[0033] Ein zugehöriges Verfahren zur Echtheitsprüfung eines Dokuments der oben genannten
Art mit einem Sicherheitsmerkmal der oben genannten Art, beinhaltet die Erzielung
eines optisch variablen Effekts in Abhängigkeit von der vorbestimmten Bedingung, so
dass in Richtung des endlichen Winkels die Informationen in einer bestimmten Qualität
ausgelesen werden und mit zunehmender Abweichung von dem endlichen Winkel die Informationen
mit veränderter Qualität ausgelesen werden. Bei dieser Art des Sicherheitsmerkmals
ist also der Winkel mit guter Auslesequalität durch den endlichen Winkel vorgegeben,
den die optisch aktive Grenzschicht des Lichtleiterelements mit der lateralen Ausdehnung
des Sicherheitsmerkmals bildet. Die optisch aktiven Grenzschichten der Lichtleiterelemente
sind nicht-parallel zur lateralen Ausdehnung ausgerichtet.
[0034] Bei der Echtheitsprüfung wird mit zunehmender Abweichung von dem endlichen Winkel
der optisch variable Effekt derart bewirkt, dass die Information mit abnehmender Qualität,
z.B. hinsichtlich Kontrast und/oder Helligkeit, ausgelesen wird.
[0035] Die vorbestimmte Bedingung könnte im Prinzip jede zweckmäßige durch den endlichen
Winkel oder durch die Lichtleiterelemente selbst vorgegebene Bedingung beim Auslesen
des Sicherheitsmerkmals sein. Als besonders zweckmäßig erweist es sich, dass die vorbestimmte
Bedingung in Form einer Bestrahlung und/oder einer Betrachtung des Dokumentes aus
einer zum endlichen Winkel definierten Richtung realisiert wird.
[0036] Ebenso beliebig kann der optisch variable Effekt je nach Art der Anwendung gewählt
werden. Als besonders zweckmäßig erweist es sich, dass der optisch variable Effekt
in Form eines Kontrast und/oder Helligkeitsunterschieds realisiert wird.
[0037] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Im Vergleich dazu wird auch der Stand der Technik dargestellt. Die Zeichnung
soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen, vielmehr
ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder leicht
verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung unmittelbar
erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen. Dabei ist
zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend Form
und Detail einer Ausführungsform vorgenommen wer den können, ohne von der allgemeinen
Idee der Erfindung abzuweichen.
[0038] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden dabei im Zusammenhang mit einem
auf einer Plastikkarte aufgebrachtem Motiv beschrieben. Dabei ist insbesondere ein
visuelles Auslesen des Motivs vorgesehen. Darüber hinaus kann jedoch auch jede davon
abweichende und modifizierte Ausführungsform der Erfindung genutzt werden, ohne von
der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der vorstehenden Beschreibung,
in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können
sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Ausgestaltung der Erfindung
wesentlich sein. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht auf die exakte Form oder
das Detail der im Folgenden gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
beschränkt oder auf einen Gegenstand beschränkt, der eingeschränkt wäre im Vergleich
zu dem in den Ansprüchen beanspruchten Gegenstand.
[0039] Im Einzelnen weist die Zeichnung die folgenden Figuren auf:
Figur 1 zeigt das Prinzip der Bildentstehung bei einem Kippbild gemäß dem Stand der
Technik;
Figur 2 zeigt das Prinzip der Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung,
bei dem die Abbildungsstruktur mittels einer Anzahl von Lichtleiterelementen gebildet
ist;
Figuren 3a, 3b, 3c zeigen die Wirkung einer optisch aktiven Grenzschicht bei den Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, wobei die Grenzschichten zur Vorgabe der vorbestimmten
Bedingung in einem endlichen Winkel zur lateralen Ausdehnung des Sicherheitsmerkmals
angeordnet sind;
Figur 4 zeigt ein Dokument mit einem Sicherheitsmerkmal gemäß einer ersten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung;
Figur 5 zeigt eine beabstandete Anordnung von Lichtleiterelementen, die bei den Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung realisiert sein kann;
Figur 6 zeigt eine von einem rechten Winkel abweichende Anordnung der Lichtleiterelemente,
die bei den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung realisiert sein kann;
Figur 7 zeigt ein besonders bevorzugtes Verhältnis einer Länge zu einem Durchmesser
eines Lichtleiterelements, welches bei den Ausführungsformen gemäß der Erfindung realisiert
sein kann;
Figuren 8a, 8b zeigen vorteilhafte Charakteristika als geometrische Anordnung von
Lichtleiterelementen in einer Abbildungsstruktur entlang der lateralen Ausdehnung
eines Sicherheitsmerkmals, die bei den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
realisiert sein können;
Figur 9 zeigt ein Dokument mit einem gedruckten Motiv und einem Sicherheitsmerkmal
gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Figur 10 zeigt ein Dokument mit einer Informationsstruktur, aufweisend eine mit Laser
eingebrachte Information, eine zusätzliche Blende und ein Sicherheitsmerkmal gemäß
einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0040] Figur 1 zeigt einen Datenträger 1 des Standes der Technik, bei dem das Prinzip der
Bildentstehung bei einem Kippbildes als Sicherheitsmerkmal Anwendung findet. Bei diesem
Kippbild 3 ist eine entlang einer lateralen Ausdehnung 5 des Sicherheitsmerkmals 3
angeordnete Informationsstrukturschicht 7 einer optisch wirksamen Abbildungsstrukturschicht
9 hinterlegt. Beide Schichten 7 und 9 befinden sich auf einem entsprechenden Träger
11 des Datenträgers 1. Die optisch aktiven Grenzschichten 13 der optisch wirksamen
Abbildungsstrukturschicht 9 sind hier als Beugungsstrukturen angedeutet. Die optisch
aktiven Grenzschichten 13 verlaufen parallel zur lateralen Ausdehnung 5 der optisch
wirksamen Abbildungsstruktur 9 und damit auch parallel zur lateralen Ausdehnung 5
der Ausweiskarte 1 selbst. Gleiches gilt für Kippbilder, deren optisch wirksame Abbildungsstrukturschicht
9 mittels Mikrolinsen oder anderen optisch aktiven Grenzschichten gebildet ist. Die
in der Figur 1 beispielhaft dargestellten Situationen 1a und 1b zeigen jeweils eine
fest vorgegebene Einstrahlungsrichtung 15a und 15b einer Beleuchtung und eine Richtung
17a und 17b, welche im Wesentlichen mit der Einstrahlungsrichtung übereinstimmt. Nur
in diesen Richtungen 17a und 17b ist, hervorgerufen durch die optisch wirksamen Grenzschichten
13 der optisch wirksamen Abbildungsstruktur 9, ein Bild erkennbar. Am besten ist das
Bild erkennbar, wenn die Betrachtungsrichtung mit der Einstrahlrichtung 15a und 15b
übereinstimmt. Das Bild ist ebenfalls noch erkennbar innerhalb des durch die Richtungen
17a und 17b beschriebenen streifenförmigen Winkelraums, der durch die Einstrahlungsrichtungen
15a und 15b vorgegeben ist. Außerhalb eines solchen streifenförmigen Winkelraums ist
das in der Abbildungsstruktur hinterlegte Motiv in der Informationsstruktur 7 gar
nicht oder nur sehr schlecht zu erkennen. Üblicherweise werden in beide Richtungen
jeweils unterschiedliche Informationen hinterlegt, so dass der Betrachter beim Drehen
des Trägers von einem Winkelbereich zum nächsten den Eindruck eines Kippen des Bildes
von einer Information zur anderen erhält ("Kippbild").
[0041] Das "Kippbild"-Prinzip als solches wird für ein verbessertes Sicherheitsmerkmal gemäß
den im Folgenden vorgestellten Ausführungsformen der Erfindung genutzt aber völlig
anders als im Stand der Technik realisiert. Dabei ergibt sich ein völlig anderer Effekt
und wesentliche Verbesserungen betreffend eine Informationsstrukturschicht 7 und insbesondere
betreffend eine Abbildungsstrukturschicht 9. Als wesentliches Prinzip kommt zum Tragen,
dass optisch wirksame Grenzschichten gemäß den Ausführungsformen der Erfindung nämlich
nicht mehr parallel zur lateralen Ausdehnung 5 des Datenträgers 1 angeordnet sind,
sondern in einer wesentlich von der lateralen Ausdehnung abweichenden Richtung, also
vor allem senkrecht zur lateralen Ausdehnung 5 und schräg dazu.
[0042] Das Prinzip der Ausführungsformen gemäß der Erfindung ist in Figur 2 erläutert.
[0043] Figur 2 zeigt, wiederum in schematisierter Form, einen Datenträger 20 einer ersten
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei dem das Sicherheitsmerkmal 21 auf einem
Träger 23 des Datenträgers entlang einer lateralen Ausdehnung 25 desselben angebracht
ist. Das Sicherheitsmerkmal weist eine Informationsstruktur 27 und eine optisch wirksame
Abbildungsstruktur 29, beide in Form von lateralen Schichten, auf, die optisch aktiven
Grenzschichten 31 sind bei den Ausführungsformen der Erfindung jedoch nicht parallel
zur lateralen Ausdehnung 25 angeordnet Und sind bei der Ausführungsform der Figur
2 entlang einer zur lateralen Ausdehnung 25 senkrechten Richtung 33 angeordnet. Die
optisch aktiven Grenzschichten 31 werden durch Lichtleiterelemente gebildet, die ebenfalls
entlang der senkrechten Richtung 33 angeordnet sind. Dies hat den völlig neuen Effekt
zur Folge, dass ein in der Informationsstruktur 27 hinterlegtes Motiv nur aus einer
einzigen Richtung 33 am besten zu erkennen ist, welche senkrecht zur lateralen Ausdehnung
25 und somit in Richtung der optisch aktiven Grenzschichten 31 verläuft. Gleichermaßen
ist das Motiv der Informationsstruktur 27 auch noch innerhalb eines Kegels 35 um diese
Richtung 33 erkennbar, wobei jedoch die Qualität der Auslesbarkeit mit zunehmender
Abweichung von der Richtung 33 abnimmt. Außerhalb des Kegels 35 ist das Motiv der
Informationsstrukturschicht 27 nur sehr schlecht oder gar nicht zu erkennen.
[0044] In den Figuren 3a, 3b und 3c ist das Wirkungsprinzip der bei den Ausführungsformen
der Erfindung verwendeten Lichtleiterelemente erläutert. Ein solches Lichtleiterelement
37 innerhalb der Abbildungsstruktur 29 ist in den Figuren 3a, 3b und 3c schematisch
dargestellt. Ebenso ist die zu einer lateralen Ausdehnung 25 senkrechte Richtung 33
in gestrichelter Linie angedeutet. Die Ausrichtung des Lichtleiterelements 37 zur
lateralen Ausdehnung erfolgt hier also in einem endlichen Winkel ε, der 90° beträgt.
Wie noch anhand der weiteren Figur 6 gezeigt werden wird, könnte auch ein anderer
Winkel ε (Fig. 6) zwischen der Ausrichtungsrichtung 33 des Lichtleiterelements 37
und der lateralen Ausdehnung 25 gewählt werden. Zur Erläuterung des Wirkungsprinzips
der Ausführungsformen der Erfindung wird der Einfachheit halber ein Winkel von 90°
gewählt. Dabei ist auch klar, dass dieser endliche Winkel über zwei Raumwinkel α und
β definiert werden kann, welche die Richtung 33 relativ zur lateralen Ausdehnung 25
weitergehend bestimmen. Beide Raumwinkel α und β lassen sich gemäß weiterer Ausbildungsformen
der Erfindung beliebig variieren und führen so zu einer breiten Palette von Anwendungsmöglichkeiten
des vorgeschlagenen Konzepts.
[0045] Wie in Figur 3a dargestellt, wird parallel zur Richtung 33 des hier als Faser ausgebildeten
Lichtleiterelements 37 einfallendes Licht 39a nicht reflektiert oder abgelenkt. In
dem Fall ließe sich eine der Abbildungsstruktur 29 hinterlegte Information der Informationsstruktur
27 am besten auslesen. Weicht der Winkel γ des einfallenden Lichtes 39b, wie in der
Figur 3b dargestellt, von der Richtung 33 des Lichtleiterelementes 37 ab, so liegt
zunächst Totalreflexion 36 an der Grenzschicht 31 des Lichtleiterelementes 37 vor.
In Figur 3c ist dargestellt, dass bei größeren Abweichungen δ von der Richtung 33
das einfallende Licht 39c durch Brechung 38 an der Grenzschicht 31 des Lichtleiterelements
37 aus dem Lichtleiterelement entweicht. Somit wäre im Falle der Figur 3c eine Information
der Informationsstruktur 27 unter der Abbildungsstruktur 29 nicht oder nur schlecht
auslesbar. Das heißt, bei einem bestimmten Winkel zwischen 0° der Figur 3a und dem
Winkel ö der Figur 3c, beispielsweise beim Winkel γ der Figur 3b, dürfte der Kegel
35 der Figur 2 beschrieben sein, innerhalb dem die Informationen der Informationsstruktur
27 gerade noch auslesbar sind, d. h., bei dem Winkel γ liegt gerade noch Totalreflexion
vor.
[0046] Das gleiche Prinzip ergibt sich in umgekehrter Weise für Licht, das von der Karte
20 abgestrahlt wird, beispielsweise in dem Fall, dass das Sicherheitsmerkmal 21 der
Karte 20 von hinten bestrahlt würde. Als Sicherheitsmerkmal ergibt sich bei den bevorzugten
Ausführungsformen gemäß der Erfindung der für den Benutzer sichtbare oder anderweitig
messbare Effekt einer Helligkeits- oder Kontrastveränderung, also ein optisch variabler
Effekt in Abhängigkeit von einer vorbestimmten Bedingung, in diesem Fall also vom
Betrachtungswinkel oder, bei einer gerichteten Lichtquelle zur Beleuchtung des Datenträgers
20 von hinten, vom Beleuchtungswinkel.
[0047] Der optisch variable Effekt könnte außer in einer Kontrast- oder Helligkeitsänderung
auch in einer anderen Änderung des Erscheinungsbildes der hinterlegten Information
der Informationsstruktur 27 liegen. Die vorbestimmte Bedingung könnte nicht nur in
Form einer Bestrahlung und/oder Betrachtung des Datenträgers 20 oder der Beleuchtung
des Datenträgers 20 realisiert werden, sondern auch in anderer Form. Eine andere Form
wäre beispielsweise die Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen bei Bestrahlung
mit einem Laser. In dem Fall würden sich die Eigenschaften einer Totalreflexion 36
und die Eigenschaften einer Brechung 38 bei einem verwendeten Lichtleiterelement 33
ändern. Deshalb würde sich auch der optisch variable Effekt in Abhängigkeit von der
vorbestimmten Bedingung ändern. Es könnten z. B. unterschiedliche Informationen bei
unterschiedlichen verwendeten Wellenlängen sichtbar werden. Auch hier ergibt sich
eine breite Palette von Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der Realisierung des
Sicherheitsmerkmales 21 bei den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.
[0048] Weitere Realisierungsmöglichkeiten betreffen das Lichtleiterelement 37 selbst. Hier
könnten Lichtleiterelemente 37beispielsweise als optische Fasern realisiert werden.
Dabei können sowohl optisch sichtbare Wellenlängen als auch optisch nicht sichtbare
Wellenlängen im Infrarot- oder Ultraviolettbereich verwendet werden. Üblicherweise
besteht eine optische Faser aus einem Mantel und aus einem Kern. Der Kern weist dabei
eine Brechzahl n
1 auf, die größer ist als die Brechzahl n
2 des umgebenden Mantels. Dies ist eine Bedingung für die Totalreflexion im Lichtwellenleiter.
Das heißt, der Mantel mit der Brechzahl n
2 ist aus einem optisch dünneren Medium als der Kern mit der Brechzahl n
1 gefertigt. Näherungsweise lässt sich der Grenzwinkel γ, unter dem gerade noch Totalreflexion
an einer Grenzschicht 31 eines Lichtleiterelements 37 stattfindet, mit der Formel

beschreiben. Diese Formel trifft allerdings nur zu, wenn das Grenzmedium zur Lichtleiterfaser
37 einen Brechungsindex n
0 = 1 aufweist, also z. B. bei Luft als Grenzmedium, was bei den vorliegenden Ausführungsformen
in der Regel nicht der Fall ist. Die Formel soll das Prinzip der Totalreflexion veranschaulichen.
Bei den Ausführungsformen der Erfindung besteht das Grenzmedium entweder aus Dokumentenmaterial
oder wahlweise durch geeignetes Füllmaterial, durch das sich die Totalreflexionseigenschaften
eines Lichtleiterelements 37 und die Brechungseigenschaften eines Lichtleiterelements
37 an der Grenzschicht 31 derart verändern lassen, dass beispielsweise der Winkel
γ, bei dem gerade noch Totalreflexion 36 an der Grenzschicht 31 möglich ist, zweckmäßigerweise
besonders groß wird. Des Weiteren können verschiedenste Arten von optischen Fasern
verwendet werden. Beispielsweise seien hier nur optische Fasern in ihrer Ausbildung
als Stufen oder Gradientenfasern genannt. Üblicherweise würden Multimode-Fasern Anwendung
finden. Es spricht jedoch nichts dagegen, auch Singlemode-Fasern zu verwenden. Eine
Faser hat üblicherweise einen kreisförmigen Querschnitt. Jede andere Form einer optischen
Faser wäre genauso gut denkbar. Im Einzelnen wird auf die breite Palette von verwendbaren
Kunststoff-Lichtwellenleitern verwiesen, welche ausführlich in dem Buch von Andreas
Weinert, "Kunststoff-Lichtwellenleiter, Grundlagenkomponenten, Installation" des Publicis
MCD Verlages von 1998, ISBN-Nr. 3-89578-059-6 beschrieben ist. Typischerweise würde
ein Lichtwellenleiter zur Verwendung bei den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
aus Materialien wie Polycarbonat, PMMA (Plexiglas) oder Glas gefertigt sein.
[0049] Für sehr langwellige elektromagnetische Wellen im µm-Bereich wäre außer den beschriebenen
Kunststoffwellenleitern auch metallische Hohlleiter zur Realisierung des hier vorgeschlagenen
Konzepts eines Sicherheitsmerkmales im Prinzip möglich.
[0050] Zu den Abmessungen, wie sie ein Lichtleiterelement bei den Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung aufweisen sollte, wird noch in Bezug auf die Figur 7 im Einzelnen
Stellung genommen.
[0051] In der Figur 4 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Datenträgers 40
schematisch dargestellt, welcher ein Sicherheitsmerkmal 41 aufweist. Das Sicherheitsmerkmal
41 weist eine als Schicht ausgebildete Abbildungsstruktur 43 und eine als Schicht
ausgebildete Informationsstruktur 45 und einen Träger 47 auf. Die Informationsstrukturschicht
ist in diesem Fall einfach durch die Grenzschicht zwischen Abbildungsstrukturschicht
43 und Träger 47 gebildet. Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass nicht notwendigerweise
eine spezielle Information in der Informationsstruktur 45 hinterlegt werden muss.
Es könnte die Sicherheitsleistung allein durch die Abbildungsstruktur 43 erbracht
werden, etwa durch Anbringung gewisser Charakteristika in der Abbildungsstruktur 43,
die sich beispielsweise mittels Anordnung, Ausrichtung oder weiterer Gestaltung der
Abbildungsstruktur bewerkstelligen lässt. Dies wird insbesondere in Bezug auf die
Figuren 8a und 8b noch im Detail erläutert werden. Andere Variationsmöglichkeiten
hinsichtlich der Abbildungsstruktur sind bereits anhand der Figuren 2 und 3a bis 3c
erläutert worden. Bei der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform ist die Abbildungsstrukturschicht
entlang einer lateralen Ausdehnung 49 auf dem Datenträger 40 angeordnet. Die Lichtleiterelemente
46 sind mit ihren Grenzschichten 48 senkrecht zur lateralen Ausdehnung 49 ausgerichtet.
Des Weiteren sind sie im Wesentlichen eng benachbart bzw. aneinander anliegend und
parallel zueinander angeordnet. Grundsätzlich eignet sich die enge parallele Anordnung
aller Lichtleiterelemente 46 dazu, die Informationen der Informationsstruktur 45 deutlich
erkennen zu lassen. Grundsätzlich ließe sich jedoch auch eine vereinzelte und nicht
parallel Anordnung von Lichtleiterelementen vorsehen. Gleichermaßen könnten einzelne
Gruppen von eng benachbarten und parallel zueinander angeordneten Lichtleiterelementen
vorgesehen sein, so dass nur vereinzelte Punkte oder ausschnittsweise Bereiche der
Informationsstruktur 45 unter einer vorgegebenen Bedingung sichtbar oder auslesbar
sind. Mit der Anordnung der Lichtleiterelemente 46 gemäß der Ausführungsform der Figur
4 ist eine Situation vorgegeben, die im Wesentlichen der in Figur 2 beschriebenen
Situation entspricht.
[0052] In Figur 5 ist eine optisch wirksame als Schicht ausgebildete Abbildungsstruktur
50 mit Lichtleiterelementen 51 a, 51 b und 51 c gezeigt. Die Lichtleiterelemente 51
a und 51 b berühren sich ebenso wenig wie die Lichtleiterelemente 51 b und 51c. In
den Zwischenräumen 53, 55 befindet sich bei dieser Ausführungsform ein Füllmaterial,
das die Totalreflexions- und Brechungseigenschaften der Lichtleiterelemente 51 a,
51 b und 51 c gemäß des anhand der Figuren 3a bis 3c erläuterten Prinzips derart verbessert,
dass der Winkel γ, bei dem gerade noch Totalreflexion 36 an einer Grenzschicht 31
möglich ist, optimiert wird, in diesem Fall, möglichst groß ist.
[0053] In der Figur 6 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer optisch wirksamen
als Schicht ausgebildete Abbildungsstruktur 60, bei der die Lichtleiterelemente 61
mit ihren Grenzschichten 63 schräg, d. h. unter einem nicht senkrechten Winkel zur
lateralen Ausdehnung 65 der Abbildungsstrukturschicht angeordnet sind. Die schräge
Ausrichtung lässt sich, wie bereits anhand der Figuren 3a, 3b und 3c erläutert, durch
entsprechende Raumwinkel α, β definieren, welche bei der Ausführungsform der Figur
6 nicht mehr 90° betragen. Entsprechend verlagert sich bei dieser Ausführungsform,
nach der hier gewählten vorbestimmten Bedingung gemäß der Winkel α, β der optisch
variable Effekt, d. h. ein Helligkeits- oder Kontrastmaximum auf die Richtung 67.
Das heißt, im Falle schräg angeordneter Lichtleiterelemente 61 mit ihren Grenzschichten
63 wäre eine hinterlegte Information der Informationsstruktur nicht mehr bei senkrechtem
Betrachtungswinkel des Datenträgers möglich, sondern käme, entsprechend des Verkippungswinkels
ε der Lichtleiterelemente 61 mit ihren Grenzschichten 63 zur lateralen Ausdehnung
65, verlagert in der Richtung 67 und innerhalb eines durch den Winkel γ der Totalreflexion
bestimmten Kegels 69 zustande.
[0054] In der Figur 7 sind die Abmessungen einer Abbildungsstrukturschicht 70 und einer
darin als Lichtleiterelement 71 angeordneten Lichtleitfaser dargestellt. Die Lichtleitfaser
weist eine Länge
"l" auf und einen Durchmesser
"d". Das Verhältnis der Länge I der Faser zum Durchmesser d der Faser sollte mindestens
fünf betragen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass auch kleinere Verhältnisse angebracht
sein können, wenn es die Anwendung erfordert. Typischerweise erweist sich ein Durchmesser
d der Faser zwischen 5 µm und 500 µm als vorteilhaft. Eine Länge könnte zwischen 50
µm und 1000 µm liegen. Vorzugsweise weist die Abbildungsstruktur 70 eine Schichtdicke
von 100 µm auf, so dass auch die Länge 1 der Faser in diesem Bereich liegt. Eine Abbildungsstrukturschicht
könnte zusätzlich eine Schutzschicht 73 aufweisen. Die Schutzschicht 73 könnte im
Prinzip auch entfallen, da eine Lichtleitfaser, anders als bisher bekannte laterale
optisch aktive Strukturen, sehr robust gegenüber Abnutzungserscheinungen ist und z.
B. bei üblichem Gebrauch kaum verkratzt.
[0055] In den Figuren 8a und 8b sind verschiedene Anordnungsmöglichkeiten von als Lichtleitfasern
ausgebildete Lichtleiterelemente 81 a und 81 b jeweils in einer Abbildungsstrukturschicht
80a und 80b in einer lateralen Ausdehnung 83 gezeigt. Die Anordnung 85a der Figur
8a entspricht einer orthogonalen zweidimensionalen geometrischen Anordnung. Die Anordnung
85b der Figur 8b entspricht einer zweidimensionalen hexagonalen geometrischen Anordnung.
Jede weitere regelmäßige geometrische, auch nicht musterförmige, Anordnung ist gleichermaßen
denkbar. In jedem Fall würde der Abbildungsstruktur 80a, 80b das durch die Anordnung
der Lichtleiterelemente 81 a, 81 b hervorgerufene regelmäßige Charakteristikum aufgeprägt.
Dies hat natürlich bei entsprechender Ausgestaltung des Sicherheitsmerkmals Auswirkungen
auf eine ausgelesene Information, die ja durch die Lichtleiterelemente 81a, 81 b ausgelesen
wird. Konkret heißt dies, dass z. B. bei Betrachten eines hinterlegten Motivs die
geometrische Anordnung von Lichtleiterelementen 81 a als regelmäßiges Charakteristikum
der fiberoptischen Schicht 80a, 80b mit abgebildet wird. Auf diese Weise wird eine
weitere charakteristische Sicherheitsleistung des Sicherheitsmerkmals gemäß der Ausführungsformen
der Figuren 8a und 8b zur Verfügung gestellt. Eine solche Sicherheitsleistung kann
gegebenenfalls nur mit Hilfsmitteln, z. B. mit einer Lupe erkennbar und somit für
ungeschulte Personen nicht zu erkennen sein. Das heißt, bei der orthogonalen Anordnung
85a der Figur 8a bzw. bei der hexagonalen Anordnung 85b der Figur 8b der Lichtleiterelemente
81 a und 81b handelt es sich um eine gleichermaßen verborgene und unauffällige Sicherheitsleistung
des jeweiligen Sicherheitsmerkmals.
[0056] Bei den Ausführungsformen der Figuren 8a und 8b bietet es sich auch an, die Informationen
der Informationsstruktur durch Lasergravur zu übertragen. In diesem Fall würde das
regelmäßige Charakteristikum 85a, 85b den Informationen der Informationsstruktur,
beispielsweise einem Motiv, überlagert. Die Informationsstruktur ist in diesem Fall
materialtechnisch so ausgelegt, dass sie in der Lage ist, z. B. durch Aufnahme von
Helligkeits- und/oder Kontrastmerkmalen, das regelmäßige Charakteristikum 85a, 85b
infolge der Lasereinwirkung zusätzlich zu bereits vorhandenen Informationen aufzunehmen.
Das hat den Vorteil, dass die Information der Informationsstruktur und die Abbildungsstruktur
mit ihrem regelmäßigen Charakteristikum sicherheitstechnisch untrennbar miteinander
verbunden sind und sich getrennt voneinander jedenfalls nicht herstellen und damit
auch nicht fälschen lassen. Die Ausführungsformen des Sicherheitsmerkmals der Figuren
8a und 8b stellen also ein besonders fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal zur Verfügung.
[0057] In Figur 9 ist eine weitere Ausführungsform eines Datenträgers 90 mit einem Sicherheitsmerkmal
91 und einem Träger 93, welcher im Wesentlichen das Dokument ist, auf dem sich das
Sicherheitsmerkmal 91 befindet, dargestellt. Das Sicherheitsmerkmal 91 weist eine
als Schicht ausgebildete Abbildungsstruktur 95 und eine als Schicht ausgebildete Informationsstruktur
97 auf. Alle Schichten sind gleichermaßen entlang einer lateralen Ausdehnung 99 angeordnet.
Die Lichtleiterelemente 96 sind mit ihren Grenzschichten 98 senkrecht zur lateralen
Ausdehnung 99 angeordnet. Bei der hier dargestellten Ausführungsform ist die Information
94 als ein gedrucktes Motiv ausgeführt. Ein solches Motiv kann beispielsweise ein
Foto oder eine andere personalisierte Information sein. Motive bieten sich insbesondere
für Dokumente wie Scheckkarten, Führerscheine oder Ausweise an.
[0058] In Figur 10 ist eine weitere Ausführungsform eines Datenträgers 100 mit einem Sicherheitsmerkmal
101 und einem Träger 103 schematisch dargestellt. Das Sicherheitsmerkmal 101 weist
eine als Schicht ausgebildete Abbilduhgsstruktur 105 und eine als Schicht ausgebildete
Informationsstruktur 107 auf. Alle Schichten sind wiederum parallel zur lateralen
Ausdehnung 109 des Datenträgers 100 ausgerichtet. Die Abbildungsstruktur 105 weist
mehrere Lichtleiterelemente 111 mit ihren Grenzschichten 113 auf. Bei der Ausführungsform
der Figur 10 wird ein seitlicher Lichteinfall auf die Information 115 der Informationsstruktur
107 durch zusätzliche Maßnahmen erschwert oder unterbunden. Auf diese Weise werden
visuell empfundene Kontrast- oder Helligkeitsänderungen unterstützt. Insbesondere
ist bei dieser Ausführungsform ein Motiv oder ein Namenszug oder eine andere personalisierte
Information 115 durch eine die Information seitlich umgebende Blende 117 abgeschottet.
Solche Maßnahmen bieten sich insbesondere dann an, wenn die Information 115 in der
Informationsstrukturschicht 107 durch Lasergravur über die optisch wirksame Abbildungsstrukturschicht
105 eingebracht wird. Die als Sichtschutz wirkende Blende 117 selbst lässt sich ebenfalls
durch Lasergravur in eine als laseraktive Schicht ausgebildete Informationsstrukturschicht
107 einbringen.
[0059] Aus den Figuren 9 und 10 geht auch hervor, dass bei der Herstellung eines Sicherheitsmerkmals
gemäß einer der zuvor erläuterten Ausführungsformen, die Informationen sowohl vor
als auch nach einer Zusammensetzung des Sicherheitsmerkmals, aus Informationsstruktur
und Abbildungsstruktur, in die Informationsstruktur eingebracht werden kann. Bei der
Figur 9 ist die Information 94 bereits in der Informationsstruktur 97 vorhanden, wenn
die Informationsstrukturschicht 97 und die Abbildungsstrukturschicht 95 zum Sicherheitsmerkmal
91 zusammengefügt werden. Dagegen wird bei der Ausführungsform der Figur 10 eine "blanke"
Informationsstrukturschicht 107 mit einer Abbildungsstrukturschicht 105 zusammengebracht.
Die Information 115 wird erst eingebracht, wenn das Sicherheitsmerkmal bereits hergestellt
ist oder sich sogar auf einem Dokument oder auf einem Träger 103 eines Datenträgers
100 befindet.
[0060] Bei allen zuvor ausgeführten Ausführungsformen erweist es sich als besonders vorteilhaft,
wenn die bei der Abbildungsstrukturschicht verwendeten Lichtleiterelemente von einem
Lichtleiterbündel abgenommen werden; sie könnten beispielsweise als Schicht abgesägt
oder abgeschnitten werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Lichtleiterelemente beispielsweise
wie in Figur 4 direkt benachbart sind oder wie beispielsweise in Figur 5 voneinander
beabstandet in Füllmaterial eingelassen sind. Gleichermaßen vorteilhaft lassen sich
Bündel mit oder ohne Füllmaterial herstellen. Ebenso lassen sich auch Bündel herstellen,
bei denen bereits ein Charakteristikum gemäß der Ausführungsformen der Figur 8a oder
8b vorhanden ist. In jedem der erläuterten Fälle lässt sich eine Schicht entsprechender
Dicke, wie beispielsweise anhand der Figur 7 erläutert, unter senkrechtem Schnittwinkel
zur länglichen Achse des Lichtleiterbündels abnehmen. Auf diese Weise erhält man direkt
eine Abbildungsstrukturschicht. Diese wird dann so auf eine Informationsstrukturschicht
aufgebracht, dass sich ein Lichtleiterelement zwischen einem der Informationsstrukturschicht
zugewandten und einem der Informationsstrukturschicht abgewandten Ende erstreckt.
Bei der hier angesprochenen Ausführungsform des Herstellungsverfahrens entspricht
ein senkrechter Schnittwinkel einem rechten endlichen Winkel der Erstreckung eines
Lichtleiterelements zur lateralen Ausdehnung der Abbildungsstrukturschicht, also beispielsweise
einer Ausführungsform der Figuren 2, 4, 9 oder 10.
[0061] In dem Falle, dass die Schicht mit Lichtleiterelementen von einem Lichtleiterbündel
unter einem anderen endlichen Schnittwinkel zur Achse des Lichtleiterbündels abgenommen
wird, würde der Schnittwinkel, beispielsweise wie anhand der Figur 6 dargestellt,
praktisch der endliche Winkel ε sein, den ein Lichtleiterelement mit der lateralen
Ausdehnung einer Abbildungsstrukturschicht bildet.
[0062] Zusammenfassend betrifft die vorliegende Erfindung ein Sicherheitsmerkmal 21, 41,
91, 101, das gegenüber einem so genannten Kippbild eine erhöhte Sicherheit aufweist.
Dazu weist das Sicherheitsmerkmal 21, 41, 91, 101 eine entlang einer lateralen Ausdehnung
25, 49, 65, 83, 99, 109 des Merkmals 21, 41, 91, 101 angeordnete Informationsstruktur
27, 45, 97, 107 und eine optisch wirksame Abbildungsstruktur 29, 43, 50, 60, 70, 80a,
80b, 95, 105 auf, mittels welcher Informationen 94, 115 der Informationsstruktur 27,
45, 97, 107 in Abhängigkeit einer vorbestimmten Bedingung auslesbar sind. Bei dem
vorgeschlagenen Sicherheitsmerkmal 21, 41, 91, 101 ist darüber hinaus die Abbildungsstruktur
29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105 mittels einer Anzahl von Lichtleiterelementen
37, 46, 51a, 51b, 51 c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111 gebildet, wobei sich ein Lichtleiterelement
37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111 zwischen einem der Informationsstruktur
27, 45, 97, 107 zugewandten und einem der Informationsstruktur 27, 45, 97, 107 abgewandten
Ende erstreckt und zur Vorgabe der vorbestimmten Bedingung entlang seiner Erstreckung
einen endlichen Winkel ε zur lateralen Ausdehnung 25, 49, 65, 83, 99, 109 bildet.
[0063] Entsprechend ist ein Dokument 20, 40, 90, 100 mit einem solchen Sicherheitsmerkmal
21, 41, 91, 101 vorgesehen. In einem vorgesehenen Herstellungsverfahren wird zur Vorgabe
der vorbestimmten Bedingung die Anzahl von Lichtleiterelemente 37, 46, 51 a, 51 b,
51 c, 61, 96, 111 von einem Lichtleiterbündel unter einem endlichen Abtrennwinkel
zur Achse des Lichtleiterbündels abgetrennt, und über den Abtrennwinkel ist der endliche
Winkel ε zur lateralen Ausdehnung 25, 49, 65, 83, 99, 109 definiert. Das Sicherheitsmerkmal
21, 41, 91, 101 kann entweder als ganzes hergestellt und danach an einem Dokument
20, 40, 90, 100 angebracht werden oder aber auf dem Dokument 20, 40, 90, 100 hergestellt
werden. Bei einer Echtheitsprüfung eines solchen Dokumentes wird in Abhängigkeit der
vorbestimmten Bedingung ein optisch variabler Effekt erzielt, so dass in Richtung
des endlichen Winkels ε die Informationen 94, 115 in einer vorbestimmten Qualität
ausgelesen werden und mit zunehmender Abweichung von dem endlichen Winkel ε die Informationen
94, 115 mit veränderter Qualität ausgelesen werden.
1. Sicherheitsmerkmal (21, 41, 91, 101), aufweisend eine entlang einer lateralen Ausdehnung
(25, 49, 65, 83, 99, 109) des Merkmals (21, 41, 91, 101) angeordnete Informationsstruktur
(27, 45, 97, 107) und eine optisch wirksame Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70,
80a, 80b, 95, 105), mittels weicher Informationen (94, 115) der Informationsstruktur
(27, 45, 97, 107) in Abhängigkeit von der Bestrahlung und/oder Betrachtung des Sicherheitsmerkmals
aus einer definierten Richtung auslesbar sind,
dadurch gekennzeichnet,dass
die Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) mittels einer Anzahl
von Lichtleiterelementen (37, 46, 51 a, 51 b, 51c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96, 111) gebildet
ist, wobei
sich ein Lichtleiterelement (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) zwischen
einem der Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) zugewandten und einem der Informationsstruktur
(27, 45, 97, 107) abgewandten Ende erstreckt, und
entlang seiner Erstreckung einen endlichen Winkel (ε) zur lateralen Ausdehnung (25,
49, 65, 83, 99, 109) bildet.
2. Sicherheitsmerkmal nach Anspruch 1 ,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Lichtleiterelement (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) entlang
seiner Erstreckung einen festen Winkel (ε) zur lateralen Ausdehnung (25, 49, 65, 83,
99, 109) bildet.
3. Sicherheitsmerkmal nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl der Lichtleiterelemente (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111)
parallel zueinander mit einem festen Winkel (ε) zur lateralen Ausdehnung (25, 49,
65, 83, 99, 109) ausgerichtet ist.
4. Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkel (ε) zwischen 30° und 90° beträgt.
5. Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,dass
die Anzahl der Lichtleiterelemente (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61,71, 81a, 81b, 96, 111)
durch ein Lichtleiterbündel gebildet ist.
6. Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl der Lichtleiterelemente (37, 46, 51a, 51b, 51 c, 61, 71, 81 a, 81b, 96,
111) in Füllmaterial eingelassen ist, wobei das Füllmaterial durch ein Dokumentenmaterial
und/oder durch ein die Reflexionseigenschaften einer Grenzschicht (48, 63, 113) eines
Lichtleiterelements (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81 a, 81b, 96, 111) erhöhendes
Material gebildet ist.
7. Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Lichtleiterelement (37, 46, 51a, 51 b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) eine Länge
(1) aufweist, die zwischen 50 µm und 1000 µm beträgt.
8. Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Lichtleiterelement (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) einen Durchmesser
(d) aufweist, der zwischen 5 µm und 50 µm beträgt.
9. Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl von Lichtleiterelementen (37, 46, 51 a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96,
111) in der lateralen Ausdehnung (25, 49, 65, 83, 99, 109) des Merkmals (21, 41, 91,
101) relativ zueinander, in einer regelmäßigen geometrischen, insbesondere in einer
orthogonalen oder hexagonalen, zweidimensionalen Anordnung (85a, 85b) angeordnet ist.
10. Sicherheitsmerkmal nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Charakteristikum (85a, 85b) der Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b,
95, 105) den ausgelesenen Informationen (94, 115) der Informationsstruktur (27, 45,
97, 107) überlagert ist.
11. Sicherheitsmerkmal nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Charakteristikum (85a, 85b) der Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b,
95, 105) den Informationen (94, 115) der Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) selbst
überlagert ist.
12. Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,dass
die Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) innerhalb einer ersten Schicht und/oder
die optisch wirksame Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) innerhalb
einer zweiten Schicht entlang der lateralen Ausdehnung (25, 49, 65, 83, 99, 109) untergebracht
ist.
13. Sicherheitsmerkmal nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
zusätzliche optische Abbildungselemente mit Linsen- und/oder Blendenwirkung vorgesehen
sind, insbesondere dass in der ersten Schicht (103) eine die Information (115) umgebende
Blende (117) als zusätzliches optisches Abbildungselement angeordnet ist.
14. Dokument (20, 40, 90, 100) mit einem Sicherheitsmerkmal (21, 41, 91, 101) nach einem
der Ansprüche 1 bis 13.
15. Dokument nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitsmerkmal (21, 41, 91, 101) mindestens im Inneren des Dokuments untergebracht
ist.
16. Dokument nach Anspruch 14 oder 15.
gekennzeichnet durch
einen wenigstens im Bereich einer lateralen Ausdehnung (25, 49, 65, 83, 99, 109) des
Sicherheitsmerkmals (21, 41, 91, 101) optisch transparenten Bereich.
17. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsmerkmals (21, 41, 91, 101) nach einem der
Ansprüche 1 bis 13, wobei
ein Träger (23, 47, 93. 103) bereitgestellt wird, und
entlang einer lateralen Ausdehnung (25, 49, 65, 83, 99, 109) auf dem Träger (23, 47,
93, 103) eine Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) aufgebracht wird, die zur Aufnahme
von Informationen (94, 115) geeignet ist, und
auf die Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) eine optisch wirksame Abbildungsstruktur
(29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) aufgebracht wird, mittels welcher Informationen
(94, 115) der Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) in Abhängigkeit einer vorbestimmten
Bedingung auslesbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) in Form einer Anzahl
von Lichtleiterelementen (37, 46, 51a, 51 b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) gebildet
wird, wobei
zur Vorgabe der vorbestimmten Bedingung die Anzahl von Lichtleiterelementen (37, 46.
51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) von einem Lichtleiterbündel unter einem
endlichen Abtrennwinkel zur Achse des Lichtleiterbündels abgetrennt wird, und die
Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) auf die Informationsstruktur
(27, 45, 97, 107) aufgebracht wird, wobei sich ein Lichtleiterelement (37, 46, 51a,
51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) zwischen einem der Informationsstruktur (27,
45, 97, 107) zugewandten und einem der Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) abgewandten
Ende erstreckt, und
entlang seiner Erstreckung einen über den Abtrennwinkel definierten endlichen Winkel
(ε) zur lateralen Ausdehnung (25, 49, 65, 83, 99, 109) bildet.
18. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsmerkmals nach Anspruch 17 ,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl von Lichtleiterelementen (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96,
111) in der lateralen Ausdehnung (25, 49, 65, 83, 99, 109) des Merkmals (21, 41, 81,
101) relativ zueinander, gemäß einem regelmäßigen Charakteristikum (85a, 85b) angeordnet
ist und
die Informationen (94, 115) durch die optisch wirksame Abbildungsstruktur (29, 43,
60, 70, 80a, 80b, 95, 105) hindurch in die Informationsstruktur (27, 45, 97, 107)
eingebracht wird, so dass danach
das Charakteristikum (85a, 85b) der Abbildungsstruktur (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b,
95, 105) den Informationen (94, 115) der Informationsstruktur (27, 45, 97, 107) selbst
überlagert ist.
19. Verfahren zur Anbringung eines Sicherheitsmerkmals (21, 41, 91, 101) an einem Dokument
(20, 40, 90, 100), wobei
entweder
das Sicherheitsmerkmal (21, 41, 91, 101) gemäß dem Herstellungsverfahren nach Anspruch
17 oder 18 hergestellt wird und als solches an dem Dokument (20, 40, 90, 100) angebracht
wird, oder
ein Träger (23, 47, 93, 103) auf einem Dokument (20, 40, 90, 100) bereitgestellt wird
und das Sicherheitsmerkmal (21, 41, 91, 101) gemäß dem Herstellungsverfahren nach
Anspruch 17 oder 18 auf dem Dokument (20, 40, 90, 100) hergestellt wird.
1. Security feature (21, 41, 91, 101), comprising an information structure (27, 45, 97,
107) disposed along a lateral extension (25, 49, 65, 83, 99, 109) of the feature (21,
41, 91, 101), and an optically effective reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70,
80a, 80b, 95, 105) by means of which information (94, 115) of said information structure
(27, 45, 97, 107) can be read out subject to the radiation and/or view of the security
feature from a defined direction,
characterized in that
said reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) is configured
by a plurality of optical wave guide elements (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81
a, 81 b, 96, 111),
one optical wave guide element (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96,
111) extending between an end facing said information structure (27, 45, 97, 107)
and an end facing away from said information structure (27, 45, 97, 107) and
forms along its extension a finite angle (ε) with respect to the lateral extension
(25, 49, 65, 83, 99, 109).
2. Security feature according to claim 1,
characterized in that
said optical wave guide element (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96,
111) forms along its extension a fixed angle (ε) with respect to the lateral extension
(25, 49, 65, 83, 99, 109).
3. Security feature according to claim 1 or 2,
characterized in that
said plurality of optical wave guide elements (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81a,
81 b, 96, 111) is aligned parallel to each other with a fixed angle (ε) with respect
to the lateral extension (25, 49, 65, 83, 99, 109).
4. Security feature according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
said angle (ε) is between 30° and 90°.
5. Security feature according to one of claims 1 to 4,
characterized in that
said plurality of waveguide elements (37, 46, 51a, 51 b, 51 c, 61,71, 81a, 81b, 96,
111) is formed by a waveguide bundle.
6. Security feature according to one of claims 1 to 5,
characterized in that
said plurality of waveguide elements (37, 46, 51a, 51 b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96,
111) is embedded in filling material, wherein said filling material is formed by a
document material and/or by a material increasing the reflexion properties of a boundary
layer (48, 63, 113) of a waveguide element (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81a,
81 b, 96,111).
7. Security feature according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
said waveguide element (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81a, 81 b, 96, 111) has
a length (I) between 50 µm and 1000 µm.
8. Security feature according to one of claims 1 to 7,
characterized in that
said waveguide element (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81a, 81 b, 96, 111) has
a diameter (d) between 5 µm and 50 µm.
9. Security feature according to one of claims 1 to 8,
characterized in that
said plurality of waveguide elements (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96,
111) is disposed in the lateral extension (25, 49, 65, 83, 99, 109) of the feature
(21, 41, 91, 101) relative to each other in a regular geometric, in particular in
an orthogonal or hexagonal, two-dimensional arrangement (85a, 85b).
10. Security feature according to claim 9,
characterized in that
the characteristic (85a, 85b) of the reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70, 80a,
80b, 95, 105) is superimposed to the readout information (94, 115) of said information
structure (27, 45, 97, 107).
11. Security feature according to claim 9,
characterized in that
the characteristic (85a, 85b) of the reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70, 80a,
80b, 95, 105) is superimposed to the information (94, 115) of said information structure
(27, 45, 97, 107) itself.
12. Security feature according to one of the claims 1 to 11,
characterized in that
said information structure (27, 45, 97, 107) is accommodated within a first layer
and/or said optically effective reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b,
95, 105) within a second layer along the lateral extension (25, 49, 65, 83, 99, 109).
13. Security feature according to claim 12,
characterized in that
additional optical reproduction elements with lens and/or aperture effect are provided,
in particular that in the first layer (103) an aperture (117) enclosing said information
(115) is disposed as additional optical reproduction element.
14. Document (20, 40, 90, 100) with a security feature (21, 41, 91, 101) according to
one of the claims 1 to 13.
15. Document according to claim 14,
characterized in that
said security feature (21, 41, 91, 101) is accommodated at least within the document.
16. Document according to claim 14 or 15,
characterized by
an optically transparent area at least in the area of a lateral extension (25, 49,
65, 83, 99, 109) of the security feature (21, 41, 91, 101).
17. Method for producing a security feature (21, 41, 91, 101) according to one of the
claims 1 to 13, wherein
a carrier (23, 47, 93, 103) is provided and
an information structure (27, 45, 97, 107) is disposed along a lateral extension (25,
49, 65, 83, 99, 109) on the carrier (23, 47, 93, 103) suited to store information
(94, 115) and
an optically effective reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105)
is superimposed to said information structure (27, 45, 97, 107) by means of which
information (94, 115) of said information structure (27, 45, 97, 107) can be read
out depending on a predetermined condition,
characterized in that
said reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) is formed by a
plurality of optical wave guide elements (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a,
81 b, 96, 111), wherein
for the specification of said predetermined condition said plurality of optical wave
guide elements (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96, 111) is separated
from an optical wave guide bundle by a finite separation angle to the axis of the
wave guide bundle and said reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95,
105) is superimposed to said information structure (27, 45, 97, 107), an optical wave
guide element (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96, 111) extending between
an end facing said information structure (27, 45, 97, 107) and an end facing away
from said information structure (27, 45, 97, 107) and
forms along its extension a well-defined finite angle (ε) with respect to the lateral
extension (25, 49, 65, 83, 99, 109).
18. Method for producing a security feature according to claim 17,
characterized in that
said plurality of optical wave guide elements (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81a,
81 b, 96, 111) in the lateral extension (25, 49, 65, 83, 99, 109) of the feature (21,
41, 91, 101) is disposed relative to each other according to a regular characteristic
(85a, 85b) and
information (94, 115) is inserted via the optically effective reproduction structure
(29, 43, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) into said information structure (27, 45, 97, 107),
so that subsequently,
said characteristic (85a, 85b) of said reproduction structure (29, 43, 50, 60, 70,
80a, 80b, 95, 105) is superimposed to said information (94, 115) of said information
structure (27, 45, 97, 107) itself.
19. Method for applying a security feature (21, 41, 91, 101) to a document (20, 40, 90,
100), wherein
either
the security feature (21, 41, 91, 101) is produced according to the production method
of claim 17 or 18 and, as such, attached to the document (20, 40, 90, 100) or
a carrier (23, 47, 93, 103) is provided on a document (20, 40, 90, 100) and the security
feature (21, 41, 91, 101) produced according to the production method of claim 17
or 18 on the document (20, 40, 90, 100).
1. Caractéristique de sécurité (21, 41, 91, 101), présentant une structure d'informations
(27, 45, 97, 107) disposée le long d'une extension latérale (25, 49, 65, 83, 99, 109)
de la caractéristique (21, 41, 91, 101) et une structure d'image optiquement active
(29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) à l'aide de laquelle des informations (94,
115) de la structure d'informations (27, 45, 97, 107) peuvent être lues depuis une
direction définie en fonction de l'éclairage et/ou de l'observation de la caractéristique
de sécurité,
caractérisée en ce que
la structure d'image (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) est formée au moyen d'une
pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a, 81
b, 96, 111),
un élément guide de lumière (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81a, 81 b, 96, 111)
s'étendant entre une extrémité dirigée vers la structure d'informations (27, 45, 97,
107) et une extrémité opposée à la structure d'informations (27, 45, 97, 107), et
formant le long de son extension un angle fini (ε) par rapport à l'extension latérale
(25, 49, 65, 83, 99, 109).
2. Caractéristiques de sécurité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'élément guide de lumière (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96, 111)
forme le long de son extension un angle fixe (ε) par rapport à l'extension latérale
(25, 49, 65, 83, 99, 109).
3. Caractéristique de sécurité selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51 a, 51b, 51c, 61, 71, 81 a, 81
b, 96, 111) est dirigée parallèlement les uns aux autres en formant un angle fixe
(ε) par rapport à l'extension latérale (25, 49, 65, 83, 99, 109).
4. Caractéristique de sécurité selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
l'angle (ε) est compris entre 30° et 90°.
5. Caractéristique de sécurité selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51 a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a,
81 b, 96, 111) est formée par un faisceau de guides de lumière.
6. Caractéristiques de sécurité selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
la pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51 a, 51b, 51 c, 61, 71, 81 a,
81 b, 96, 111) est encastrée dans le matériau de remplissage, ledit matériau de remplissage
étant formé par un matériau de document et/ou par un matériau augmentant les capacités
de réflexion d'une couche limite (48, 63, 113) d'un élément guide de lumière (37,
46, 51 a, 51b, 51c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96, 111).
7. Caractéristique de sécurité selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
l'élément guide de lumière (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) a une
longueur (I) comprise entre 50 µm et 1 000 µm.
8. Caractéristique de sécurité selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
l'élément guide de lumière (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) a un
diamètre (d) compris entre 5 µm et 50 µm.
9. Caractéristique de sécurité selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
la pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a,
81 b, 96, 111) est disposée les uns par rapport aux autres dans l'extension latérale
(25, 49, 65, 83, 99, 109) de la caractéristique (21, 41, 91, 101) selon une disposition
bidimensionnelle (85a, 85b) géométrique régulière, notamment une disposition orthogonale
ou hexagonale.
10. Caractéristique de sécurité selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
le caractère (85a, 85b) de la structure d'image (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95,
105) se superpose aux informations lues (94, 115) de la structure d'informations (27,
45, 97, 107).
11. Caractéristique de sécurité selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
le caractère (85a, 85b) de la structure d'image (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95,
105) se superpose lui-même aux informations (94, 115) de la structure d'informations
(27, 45, 97, 107).
12. Caractéristique de sécurité selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce que
la structure d'informations (27, 45, 97, 107) est introduite à l'intérieure d'une
première couche et/ou la structure d'image optiquement active (29, 43, 50, 60, 70,
80a, 80b, 95, 105) est introduite à l'intérieur d'une seconde couche le long de l'extension
latérale (25, 49, 65, 83, 99, 109).
13. Caractéristique de sécurité selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
des éléments d'image optiques supplémentaires avec des effets de lentilles et/ou de
cache sont prévus, notamment en ce que dans la première couche (103) il est disposé un cache (117) entourant l'information
(115) comme élément d'image optique supplémentaire.
14. Document (20, 40, 90, 100) avec une caractéristique de sécurité (21, 41, 91, 101)
selon l'une des revendications 1 à 13.
15. Document selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
la caractéristique de sécurité (21, 41, 91, 101) est disposée au moins à l'intérieur
du document.
16. Document selon la revendication 14 ou 15,
caractérisé par
une zone transparente optiquement au moins dans la zone d'une extension latérale (25,
49, 65, 83, 99, 109) de la caractéristique de sécurité (21,41, 91, 101).
17. Procédé pour la fabrication d'une caractéristique de sécurité (21, 41, 91, 101) selon
l'une des revendications 1 à 13, dans lequel
un support (23, 47, 93, 103) est préparé, et
une structure d'informations (27, 45, 97, 107) est disposée le long d'une extension
latérale (25, 49, 65, 83, 99, 109) sur le support (23, 47, 93, 103), laquelle structure
est apte à recevoir des informations (94, 115), et
une structure d'image optiquement active (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) est
disposée sur la structure d'informations (27, 45, 97, 107) au moyen de laquelle structure
d'image des informations (94, 115) de la structure d'informations (27, 45, 97, 107)
peuvent être lues en fonction d'une condition fixée préalablement,
caractérisé en ce que
la structure d'image (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) est conçue sous la forme
d'une pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51a, 51b, 51c, 61, 71, 81 a,
81 b, 96, 111), la pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51 a, 51 b, 51
c, 61, 71, 81 a, 81 b, 96, 111) étant, pour fixer la condition fixée préalablement,
séparée d'un faisceau de guides de lumière en formant un angle de séparation fini
par rapport à l'axe du faisceau de guides de lumière, et
la structure d'image (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95, 105) est placée sur la structure
d'informations (27, 45, 97, 107), un élément guide de lumière (37, 46, 51 a, 51b,
51c, 61, 71, 81a, 81b, 96, 111) s'étendant entre une extrémité dirigée vers la structure
d'informations (27, 45, 97, 107) et une extrémité opposée à la structure d'informations
(27, 45, 97, 107), et
forme le long de son extension un angle fini (ε), défini par l'angle de séparation,
par rapport à l'extension latérale (25, 49, 65, 83, 99, 109).
18. Procédé pour la fabrication d'une caractéristique de sécurité selon la revendication
17,
caractérisé en ce que
la pluralité d'éléments guides de lumière (37, 46, 51a, 51 b, 51 c, 61, 71, 81 a,
81 b, 96, 111) est disposée les uns par rapport aux autres dans l'extension latérale
(25, 49, 65, 83, 99, 109) de la caractéristique (21, 41, 91, 101) selon un caractère
régulier (85a, 85b), et
les informations (94, 115) sont placées dans la structure d'informations (27, 45,
97, 107) à travers la structure d'image optiquement active (29, 43, 60, 70, 80a, 80b,
95, 105) de telle sorte qu'ensuite
le caractère (85a, 85b) de la structure d'image (29, 43, 50, 60, 70, 80a, 80b, 95,
105) se superpose aux informations (94, 115) de la structure d'informations (27, 45,
97, 107).
19. Procédé pour placer une caractéristique de sécurité (21, 41, 91, 101) sur un document
(20, 40, 90, 100) dans lequel
soit
la caractéristique de sécurité (21, 41, 91, 101) est fabriquée selon le procédé de
fabrication conforme à la revendication 17 ou 18 et est placée en tant que telle sur
le document (20, 40, 90, 100), soit
un support (23, 47, 93, 103) est préparé sur un document (20, 40, 90, 100) et la caractéristique
de sécurité (21, 41, 91, 101) est fabriquée sur le document (20, 40, 90, 100) selon
le procédé de fabrication conforme à la revendication 17 ou 18.