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(11) |
EP 1 618 992 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.2008 Patentblatt 2008/42 |
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Anmeldetag: 22.07.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung und Verfahren zum Schleifen und/oder Polieren von Oberflächen
Device and process for grinding and/or polishing surfaces
Dispositif et procédé de meulage et/ou polissage de surfaces
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.2006 Patentblatt 2006/04 |
| (73) |
Patentinhaber: FISBA OPTIK AG |
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9016 St. Gallen (CH) |
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Erfinder: |
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- Fähnle, Oliver, Dr.
9000 St. Gallen (CH)
- Wons, Torsten
9450 Altstätten (CH)
- Messelink, Wilhelmus
9000 St. Gallen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Müller, Christoph Emanuel et al |
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Hepp, Wenger & Ryffel AG
Friedtalweg 5 9500 Wil 9500 Wil (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 10 113 599 US-A- 5 372 634 US-A- 5 700 181
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GB-A- 225 639 US-A- 5 384 989 US-A1- 2002 132 568
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Abtragen von Material
beim Schleifen und/oder Polieren von Oberflächen von Werkstücken gemäss den unabhängigen
Patentansprüchen.
[0002] Es ist bekannt, Oberflächen mit Abrasivmittel-Teilchen, die in einer Flüssigkeit
gefördert werden, zu Schleifen oder zu Polieren. Das hat den Vorteil, dass auf ein
Schleifwerkzeug verzichtet werden kann.
[0003] Die Abtragrate hängt einerseits von der Grösse der Abrasivmittel-Teilchen im Strahl
ab, und andererseits von der Energie und dadurch von der Geschwindigkeit der Partikel
zum Zeitpunkt, wenn sie auf die Oberfläche prallen. Als Abtragrate wird die Menge
des abgetragenen Materials pro Zeit bezeichnet.
[0004] Aus
US 5 700 181 sind beispielsweise ein Verfahren zum Schleifen und eine Düse zum Beschleunigen der
Abrasiv-Flüssigkeit bekannt. Die Abrasiv-Flüssigkeit wird unter hohem Druck in die
Düse gefördert und von dort auf die Oberfläche beschleunigt. Die Beschleunigung findet
einerseits in der Düse, andererseits im Spalt zwischen der Düse und dem Werkstück
statt.
[0005] Ein ähnliches Verfahren ist aus
EP 1 409 199 bekannt. Statt einer Düse wird ein Werkzeug mit einem breiten Auslass verwendet.
Die Beschleunigung der Abrasivmittel-Teilchen findet im Spalt zwischen dem Auslass
und der Oberfläche statt.
[0006] Die bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass die Oberflächenqualität nicht immer
befriedigend ist. Die Oberflächenqualität hängt von der Rauheit und der Sauberkeit
der Oberfläche ab (ISO Norm 10110). Als Rauheit wird die mittlere Abweichung der Oberflächenhöhe
pro Fläche definiert. Die Sauberkeit ergibt sich aus der Anzahl der Fremdstoffe pro
Fläche.
[0007] Besonders bei optischen Elementen, wo äusserste Genauigkeit gefordert wird, ist das
Erreichen von guter Oberflächenqualität wichtig.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten
zu vermeiden, also insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Schleifen bzw.
Polieren von Oberflächen mit homogenen Schleifbildern zu schaffen. Die Erfindung zielt
insbesondere auf das Optimieren der Oberflächenqualität von optischen Bauteilen ab.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung und mit einem Verfahren zum Abtragen von
Material beim Schleifen bzw. Polieren von Oberflächen gemäss den unabhängigen Patentansprüchen
gelöst. Überraschend hat sich gezeigt, dass durch das Entziehen von Luft aus der Abrasiv-Flüssigkeit
homogenere Schleifbilder erreicht werden können.
[0010] Die Vorrichtung zum Abtragen von Material einer Oberfläche eines Werkstücks beim
Schleifen bzw. Polieren der Oberfläche mittels Abrasivmittel-Teilchen, die von einer
Flüssigkeit gefördert werden, enthält eine Einrichtung zum Einstellen, insbesondere
zum Entziehen, des Gasanteils aus der Flüssigkeit.
[0011] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass sich durch Reduktion von Gaseinschlüssen
in der Abrasiv-Flüssigkeit wesentlich homogenere Oberflächen mit höherer Qualität
beim Schleifen oder Polieren erreichen lassen. Vor allem optische Oberflächen lassen
sich auf diese Weise wesentlich verbessern.
[0012] Dieses Gas ist hauptsächlich Luft, weil Luft in natürlicher Weise in Flüssigkeiten
enthalten ist. Die Erfindung bezieht sich aber auch auf andere Gase, z.B. CO
2 oder Sauerstoff, die in Flüssigkeiten gebunden, gelöst bzw. gemischt sein können.
[0013] Die Einrichtung zum Entziehen des Gases aus der Flüssigkeit kann unterschiedliche
Ausführungen haben. Beispielsweise kann das Gas der Flüssigkeit entzogen werden, indem
diese in Vibrationen versetzt wird. Dies kann durch eine mechanische Vibrationseinheit
oder auch durch das Erzeugen von Ultraschallschwingungen in der Flüssigkeit erreicht
werden.
[0014] Der Gasgehalt in der Flüssigkeit kann auch reduziert werden, indem die Flüssigkeit
erwärmt wird oder indem Druck auf die Flüssigkeit ausgeübt wird. Auch eine Membranentgasung
mit oder ohne Hilfe eines Unterdrucks kann eingesetzt werden. Bei einer Membranentgasung
wird das Gas der Flüssigkeit durch eine Membran entzogen, welche gas- aber nicht flüssigkeitsdurchlässig
ist. Membranentgasungen werden beispielsweise in der Turbinenindustrie oder beim Tintenstrahl-Druckverfahren
eingesetzt.
[0015] Ebenfalls vorteilhaft kann chemisches Entgasen sein, z.B. durch Anregen einer chemischen
Reaktion mit dem in der Flüssigkeit gebundenen Gas. Weitere Möglichkeiten zum Entziehen
von Gas aus der Förderflüssigkeit sind dem Fachmann bekannt und ebenfalls im Rahmen
der Erfindung anwendbar.
[0016] All diese Möglichkeiten können beliebig miteinander kombiniert werden. Es ist vorteilhaft,
mehrere Einrichtungen zum Entziehen des Gases aus der Flüssigkeit zu verwenden, um
einen möglichst vollständigen Entzug zu erreichen. Dadurch findet das Schleifen bzw.
Polieren homogener statt und die Oberflächenqualität wird besser.
[0017] Die Einrichtungen zum Entziehen des Gases können an verschiedenen Orten der Vorrichtung
eingesetzt werden. Bevorzugt findet das Entziehen des Gases in oder an einem Vorratstank
für die Flüssigkeit statt. Die Einrichtung zum Entziehen von Gas kann aber auch in
oder an einer Förderpumpe oder Förderleitung für das Fördern des Gases angeordnet
oder damit verbunden und als separates Element angeordnet sein.
[0018] Das Gas wird vorzugsweise so weit entzogen, dass der Gasanteil in der Abrasiv-Flüssigkeit
auf unter 5%, vorzugsweise unter 1% des Volumens reduziert wird.
[0019] Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist bevorzugt zum Erzeugen eines Förderdrucks von
weniger als 100 bar, besonders bevorzugt von weniger als 50 bar oder sogar weniger
als 20 bar ausgelegt. Im Vergleich zu Hochdruck-Anordnungen wird so beim Fördern Energie
gespart, was sich sowohl ökonomisch als auch ökologisch günstig auswirkt. Eine Reduktion
des Förderdrucks lässt sich durch entsprechende, geeignete Anordnungen zum Beschleunigen
der Abrasiv-Flüssigkeit erzielen. So kann beispielsweise eine Anordnung zum Beschleunigen
der Abrasiv-Flüssigkeit vorgesehen werden, in welcher die Abrasiv-Flüssigkeit vorteilhaft
auf eine Geschwindigkeit von über 20 m/s beschleunigt wird. Dadurch erhalten die Abrasivmittel-Teilchen
die notwendige Energie, damit Material abgetragen wird. Die Energie der Teilchen wächst
quadratisch mit der Geschwindigkeit des Strahls an. Die Aufprallenergie der Abrasivmittel-Teilchen
ist aufgrund des Gasentzugs homogener.
[0020] Die Beschleunigungsanordnung kann beispielsweise eine oder mehrere Düsen aufweisen.
[0021] Die Anordnung zum Beschleunigen der Abrasiv-Flüssigkeit kann auch eine Anordnung
zum Einstellen des Abstands zwischen mindestens einer Austrittsöffnung der Flüssigkeit
und der Oberfläche enthalten. Die Beschleunigung ist dann zwischen der mindestens
einen Austrittsöffnung und der Oberfläche in Abhängigkeit des Querschnitts einer Flüssigkeitszufuhr-Öffnung
und dem Querschnitt des Spalts zwischen der Oberfläche und der mindestens einen Austrittsöffnung
einstellbar. Je kleiner der Spalt im Vergleich zum Querschnitt der Flüssigkeitszufuhr-Öffnung
ist, desto stärker ist die Beschleunigung der Abrasiv-Flüssigkeit. Beispielsweise
könnte die Anordnung gemäss
EP 1 409 199 gestaltet sein.
[0022] Die Abrasivmittel-Teilchen haben vorzugsweise einen durchschnittlichen Korndurchmesser
von unter 50 µm, vorzugsweise 1 bis 10 µm. Die Korngrösse variiert aber je nach Anwendung.
[0023] Die Förderflüssigkeit ist bevorzugt vorwiegend Wasser. Andere bekannte Flüssigkeiten
liegen aber ebenfalls im Rahmen der Erfindung. Beispielsweise könnten Flüssigkeiten
auf Öl- oder Alkoholbasis verwendet werden.
[0024] Weiter ist es denkbar, eine Anordnung zum Regeln des Gasentzugs vorzusehen. Beispielsweise
könnte der Gasanteil in der Flüssigkeit laufend gemessen und die Intensität des Gasentzugs
dementsprechend eingestellt werden. Der Gasanteil in der Flüssigkeit kann beispielsweise
über die Viskosität der Flüssigkeit bestimmt werden.
[0025] Beim Verfahren zum Abtragen von Material einer Oberfläche eines Werkstücks zum Schleifen
bzw. Polieren der Oberfläche mit Abrasivmittel-Teilchen, die von einer Flüssigkeit
gefördert werden, wird die Oberflächenbeschaffenheit durch den Entzug von Gas aus
der Abrasiv-Flüssigkeit verbessert. Üblicherweise ist das Gas Luft, aber auch andere
Gase sind denkbar.
[0026] Es ist ein Vorteil des Verfahrens, dass die Oberflächenqualität eines Werkstücks
auf einfache Weise deutlich verbessert werden kann. Insbesondere im Bereich der Optik
sind äusserst glatte und saubere Oberflächen von grösster Wichtigkeit. Die Oberflächenqualität
kann ausserdem ohne wesentlichen zusätzlichen Kostenaufwand verbessert werden.
[0027] Besonders vorteilhaft wird das Gas in der Flüssigkeit auf einen Anteil von unter
5%, vorzugsweise unter 1% des Volumens reduziert.
[0028] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform,
und
- Figur 2
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung in einer zweiten
Ausführungsform.
[0029] In einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 wird das Werkstück
2 mit einer Halterung 8 in einem geschlossenen Behälter 11 gehalten. Die Halterung
8 ist entlang einer horizontalen Achse verschiebbar und um eine vertikale Achse drehbar.
Dies ist mit den Pfeilen B angedeutet.
[0030] Die Oberfläche S, welche geschliffen und poliert werden soll, befindet sich auf der
Oberseite des Werkstücks 2.
[0031] In einem Flüssigkeitstank 12 befindet sich die Flüssigkeit 3, in diesem Beispiel
Wasser. Dem Wasser 3 sind Abrasivmittel-Teilchen 5 in einer Konzentration von 10 %
des Gewichts zugegeben. Als Abrasivmittel-Teilchen 5 werden Teilchen aus Silizium-Karbid
mit einer durchschnittlichen Korngrösse von 7 µm eingesetzt. Die Abrasiv-Flüssigkeit
3 wird mit einer Pumpe 7 in Richtung der Pfeile 6 durch die Förderleitung 10 gefördert.
Der Förderdruck beträgt 12 bar.
[0032] Die Förderleitung 10 führt in den Innenraum des Behälters 11. Dort wird das Wasser
3 in einer mit einer Düse 9 auf ca. 40 m/s beschleunigt. Die Düse 9 ist auf die Oberfläche
S gerichtet, die mit der Haltevorrichtung 8 darunter bewegt wird.
[0033] Das verwendete Wasser 3 wird über einen Abfluss 13 wieder in den Tank 12 geführt.
Die Abrasivmittel-Teilchen 5 befinden sich also in einem geschlossenen Kreislauf,
welcher mit den Pfeilen 6 angedeutet ist. Dadurch wird der Materialverbrauch wesentlich
reduziert.
[0034] Damit das Wasser 3 möglichst wenig Gaseinschlüsse, insbesondere Luft, aufweist, wird
es mit einer Heizung 4 erwärmt. Da die Löslichkeit von Luft im Wasser mit zunehmender
Temperatur sinkt, bilden sich Luftbläschen, die aufsteigen und das Wasser verlassen.
Geeignet ist eine Wassertemperatur von 70 °C. Wenn empfindliche Werkstücke, z.B. optische
Werkstücke aus Glas, bearbeitet werden, wird das Wasser vorteilhaft vor der Düse 9
wieder auf Raumtemperatur abgekühlt. Dadurch werden Spannungen im Werkstück vermieden,
die zu Verformungen oder Rissen führen könnten. Zum Abkühlen wird beispielsweise ein
Kühlelement, das mit einer durchlaufenden Kühlflüssigkeit gekühlt wird, um die Leitung
10 gelegt.
[0035] Eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 ist in Figur
2 dargestellt. Wie im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 befindet sich die Abrasiv-Flüssigkeit
3 auch bei dieser Ausführungsform in einem geschlossenen Kreislauf, der durch die
Pfeile 6 angedeutet ist. Die verwendete Flüssigkeit 3 ist wiederum Wasser.
[0036] Zur Beschleunigung des Wassers 3 auf die Oberfläche S des Werkstücks 2 wird in diesem
Beispiel keine Düse 9 (Figur 1) verwendet. Statt dessen tritt die Abrasiv-Flüssigkeit
3 durch einen Förderkopf 14 aus. Die Beschleunigung des Wassers 3 findet im Spalt
15 statt, der zwischen dem Kopf 14 und der Oberfläche S gebildet wird. Zur Regulierung
des Spalts 15 ist die Haltevorrichtung 8 wie mit den Pfeilen B angedeutet auch in
eine vertikale Richtung verschiebbar. Die Beschleunigung ist umso grösser, je kleiner
die Fläche des Spalts im Vergleich zur Querschnittsfläche der Förderleitung 10 ist.
Das Verhältnis der Querschnittsfläche der Förderleitung zur Fläche des Spalts beträgt
in diesem Beispiel 10 : 1.
[0037] Zum Entziehen von Gas aus dem Wasser 3 werden im Tank 12 Ultraschall-Wellen 17 erzeugt.
Die Ultraschall-Quellen 16 sind an den Innenwänden des Tanks 12 befestigt. Das Gas
wird durch die Ultraschall-Wellen 17 aus dem Wasser 3 verdrängt. Je nach Bauart wäre
es auch möglich, die Quellen 16 auf der Aussenseite des Tanks 12 zu befestigen. Dann
würden der gesamte Tank 12 in Ultraschall-Schwingungen versetzt werden.
[0038] Selbstverständlich sind andere Ausführungsformen der Erfindung realisierbar. Die
hier erwähnten Beispiele dienen nur zur Erläuterung und haben keine einschränkende
Wirkung.
[0039] Die Luft lässt sich auch entziehen, wenn z.B. Ultraschall-Sender 16 mit der Leitung
10 oder der Pumpe 7 verbunden sind. Dann muss in der Leitung 10 eine Öffnung zum Entzug
der vom Wasser getrennten Luft vorgesehen sein.
[0040] Auch durch Beigabe von Chemikalien in den Tank 12 lässt sich das Wasser entgasen.
Da viele chemische Reaktionen bevorzugt bei erhöhter Temperatur stattfinden, ist die
Beigabe insbesondere in einer Anordnung nach Figur 1 sinnvoll. Mit der Heizung 4 wird
das Wasser auf eine Temperatur von 70 °C gebracht. Der Gesamtgehalt an Luft im Wasser
kann somit auf ca. l % des Gesamtvolumens reduziert werden.
1. Vorrichtung (1) zum Abtragen von Material einer Oberfläche (S) eines Werkstücks (2)
beim Schleifen und/oder Polieren der Oberfläche (S) mittels Abrasivmittel-Teilchen
(5), die von einer Flüssigkeit (3) gefördert werden,
mit einer Anordnung (9; 14, 15) zum Beschleunigen eines Abrasiv-Flüssigkeits-Strahls
(3) auf die Oberfläche (s), gekennzeichnet durch eine Einrichtung (4; 16, 17) zum Einstellen des Gasanteils in der Flüssigkeit (3),
insbesondere Entziehen von Gas (4), insbesondere Luft, aus der Flüssigkeit (3).
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (4; 16, 17) zum Entziehen des Gases (4) aus der Flüssigkeit (3) mit
einem Tank (12) für die Flüssigkeit (3), mit einer Pumpe (7) zum Fördern der Flüssigkeit
(3) und/oder mit einer Förderleitung (10) für die Flüssigkeit (3) verbunden ist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (4; 16, 17) zum Entziehen von Gas (4) eine Vibrationseinrichtung
(16, 17), eine Pumpanordnung, eine Erwärmungsanordnung (4) und/oder chemische Mittel
umfasst.
4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zum Erzeugen eines Förderdrucks von weniger als 100 bar, vorzugsweise
weniger als 50 bar, ausgelegt ist.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrasiv-Flüssigkeit (3) auf eine Geschwindigkeit von über 20 m/s beschleunigbar
ist.
6. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (9; 14, 15) zum Beschleunigen mindestens eine Düse (9) aufweist.
7. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (9; 14, 16) zum Beschleunigen des Abrasiv-Flüssigkeits-Strahls (3)
eine Anordnung (B) zum Einstellen des Abstands zwischen mindestens einer Austrittsöffnung
(14) der Flüssigkeit (3) und der Oberfläche (S) enthält und die Beschleunigung zwischen
der mindestens einen Austrittsöffnung (14) und der Oberfläche (S) in Abhängigkeit
von Querschnitt einer Flüssigkeitszufuhr-Öffnung und dem Querschnitt des Spalts (15)
zwischen der Oberfläche und der mindestens einen Austrittsöffnung (14) einstellbar
ist.
8. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zur Verwendung von Abrasivmittel-Teilchen (5) mit einem durchschnittlichen
Korndurchmesser von 5 bis 50 µm ausgelegt ist.
9. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit (3) vorwiegend Wasser ist.
10. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zum Entziehen des Gases (4) auf einen Gasgehalt von unter 5%,
vorzugsweise unter 1% des Volumens ausgelegt ist.
11. Verfahren zum Abtragen von Material einer Oberfläche (S) eines Werkstücks (2) zum
Schleifen und/oder Polieren der Oberfläche (S) mit Abrasivmittel-Teilchen (5), die
von einem Flüssigkeitsstrahl (3) gefördert werden, welcher auf die Oberfläche (S)
beschleunigt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gasanteil in der Flüssigkeit eingestellt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abrasiv-Flüssigkeit (3) Gas (4), insbesondere Luft, entzogen wird und/oder dass
eine Flüssigkeit (3) mit einem reduzierten Gasanteil verwendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas (4) auf einen Anteil von unter 5%, vorzugsweise unter 1% des Volumens reduziert
wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mit Abrasivmittel-Teilchen (5) mit einem durchschnittlichen Korndurchmesser von 5
bis 50 µm die Oberfläche (S) geschliffen und/oder poliert wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderdruck der Abrasiv-Flüssigkeit (3) zum Schleifen und/oder Polieren bei unter
100 bar, vorzugsweise unter 50 bar, konstant gehalten wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Flüssigkeit (4) vorwiegend Wasser verwendet wird.
17. Verwendung einer Flüssigkeit (3) mit reduziertem Gasanteil, insbesondere mit einem
Gasanteil von unter 5%, besonders vorteilhaft unter 1% des Volumens, als Abrasiv-Flüssigkeits-Strahl
(3) mit Abrasivmittel-Teilchen (5), welcher auf eine Oberfläche (S) eines Werkstücks
(2) beschleunigt wird,
zur Erhöhung der Oberflächenqualität des Werkstücks (2).
1. Apparatus (1) for removing material from a surface (S) of a workpiece (2) during grinding
and/or polishing of the surface (S) by means of abrasive particles (5) which are delivered
by a liquid (3), with an arrangement (9; 14, 15) for accelerating an abrasive liquid
jet (3) onto the surface (S), characterized by a device (4, 16, 17) for setting the gas content in the liquid (3), in particular
for removing gas (4), in particular air, from the liquid (3).
2. Apparatus (1) according to Claim 1, characterized in that the device (4, 16, 17) for removing the gas (4) from the liquid (3) is connected
to a tank (12) for the liquid (3), to a pump (7) for delivering the liquid (3) and/or
to a delivery line (10) for the liquid (3).
3. Apparatus (1) according to Claim 2, characterized in that the device (4; 16, 17) for removing gas (4) comprises a vibration device (16, 17),
a pump arrangement, a heating arrangement (4) and/or chemical agents.
4. Apparatus (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the apparatus (1) is designed to generate a delivery pressure of less than 100 bar,
preferably less than 50 bar.
5. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the abrasive liquid (3) can be accelerated to a velocity of over 20 m/s.
6. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the acceleration arrangement (9; 14, 15) has at least one nozzle (9).
7. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the arrangement (9; 14, 15) for accelerating the abrasive liquid jet (3) includes
an arrangement (B) for setting the distance between at least one outlet opening (14)
for the liquid (3) and the surface (S), and the acceleration can be set between the
at least one outlet opening (14) and the surface (S) as a function of the cross section
of a liquid feed opening and the cross section of the gap (15) between the surface
and the at least one outlet opening (14).
8. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the apparatus (1) is designed to use abrasive particles (5) with a mean grain diameter
from 5 to 50 µm.
9. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the liquid (3) is predominantly water.
10. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the apparatus (1) is designed for removing gas (4) to a gas content of less than
5%, preferably less than 1% of the volume.
11. Process for removing material from a surface (S) of a workpiece (2) for grinding and/or
polishing the surface (S) using abrasive particles (5) which are delivered by a liquid
jet (3) that is accelerated onto the surface (S), characterized in that the gas content in the liquid is set.
12. Process according to Claim 11, characterized in that gas (4), in particular air, is removed from the abrasive liquid (3) and/or that a
liquid (3) with a reduced gas content is used.
13. Process according to Claim 11 or 12, characterized in that the gas (4) is reduced to a content of less than 5%, preferably less than 1% of the
volume.
14. Process according to one of Claims 11 to 13, characterized in that the surface (S) is ground and/or polished with abrasive particles (5) with a mean
grain diameter of from 5 to 50 µm.
15. Process according to one of Claims 11 to 14, characterized in that the delivery pressure of the abrasive liquid (3) is kept constant at less than 100
bar, in particular less than 50 bar, for grinding and/or polishing.
16. Process according to one of Claims 11 to 15, characterized in that the liquid (4) used is predominantly water.
17. Use of a liquid (3) with reduced gas content, in particular with a gas content of
less than 5%, particularly advantageously of less than 1% of the volume, as an abrasive
liquid jet (3) with abrasive particles (5), which is accelerated onto the surface
(S) of a workpiece (2), to enhance the surface quality of the workpiece (2).
1. Dispositif (1) d'enlèvement de matière d'une surface (S) d'une pièce (2) lors du meulage
et/ou du polissage de la surface (S) au moyen de particules de substance abrasive
(5) qui sont transportées par un liquide (3), comprenant un agencement (9 ; 14, 15)
pour accélérer un jet de liquide abrasif (3) sur la surface (S), caractérisé par un appareil (4 ; 16, 17) pour ajuster la proportion de gaz dans le liquide (3), en
particulier pour prélever du gaz (4), notamment de l'air, du liquide (3).
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'appareil (4 ; 16, 17) pour prélever du gaz (4) du liquide (3) est connecté à un
réservoir (12) pour le liquide (3), à une pompe (7) pour refouler le liquide (3) et/ou
à une conduite de transport (10) pour le liquide (3).
3. Dispositif (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'appareil (4 ; 16, 17) pour prélever du gaz (4) comprend un appareil vibrant (16,
17), un agencement de pompe, un agencement de chauffage (4) et/ou des moyens chimiques.
4. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif (1) est conçu pour produire une pression de refoulement inférieure
à 100 bars, de préférence inférieure à 50 bars.
5. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide abrasif (3) peut être accéléré à une vitesse supérieure à 20 m/s.
6. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement (9 ; 14, 15) pour l'accélération présente au moins une buse (9).
7. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement (9 ; 14, 16) pour l'accélération du jet de liquide abrasif (3) comprend
un agencement (B) pour ajuster la distance entre au moins une ouverture de sortie
(14) du liquide (3) et la surface (S), et l'accélération entre l'au moins une ouverture
de sortie (14) et la surface (S) peut être ajustée en fonction de la section transversale
d'une ouverture d'alimentation en liquide et de la section transversale de la fente
(15) entre la surface et l'au moins une ouverture de sortie (14).
8. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (1) est conçu pour l'utilisation de particules de substance abrasive
(5) ayant un diamètre de particules moyen de 5 à 50 µm.
9. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide (3) est principalement de l'eau.
10. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (1) pour prélever du gaz (4) est conçu pour une teneur en gaz inférieure
à 5 %, de préférence inférieure à 1 % du volume.
11. Procédé d'enlèvement de matière d'une surface (S) d'une pièce (2) pour meuler et/ou
polir la surface (S) avec des particules de substance abrasive (5), qui sont transportées
par un jet de liquide (3), qui est accéléré à la surface (S),
caractérisé en ce que la proportion de gaz dans le liquide est ajustée.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'on extrait du liquide abrasif (3) du gaz (4), en particulier de l'air, et/ou en ce que l'on utilise un liquide (3) ayant une proportion de gaz réduite.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le gaz (4) est réduit à une proportion inférieure à 5 %, de préférence inférieure
à 1 % du volume.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'on meule et/ou polit la surface (S) avec des particules de substance abrasive (5)
ayant un diamètre de particules moyen de 5 à 50 µm.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que la pression de refoulement du liquide abrasif (3) pour le meulage et/ou le polissage
est maintenue constante en dessous de 100 bars, de préférence en dessous de 50 bars.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 15, caractérisé en ce que l'on utilise comme liquide (4) principalement de l'eau.
17. Utilisation d'un liquide (3) ayant une proportion de gaz réduite, en particulier ayant
une proportion de gaz inférieure à 5 %, particulièrement préférablement inférieure
à 1 % du volume, en tant que jet de liquide abrasif (3) avec des particules de substance
abrasive (5), lequel est accéléré sur une surface (S) d'une pièce (2),
afin d'améliorer la qualité de la surface de la pièce (2).


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