| (19) |
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(11) |
EP 1 620 588 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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05.10.2016 Patentblatt 2016/40 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.03.2012 Patentblatt 2012/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.04.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/003703 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/092467 (28.10.2004 Gazette 2004/44) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER WEBMASCHINE
METHOD FOR OPERATING A LOOM
PROCEDE POUR FAIRE FONCTIONNER UN METIER A TISSER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
17.04.2003 DE 10318819 17.04.2003 DE 10318818
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.02.2006 Patentblatt 2006/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Picanol |
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8900 Ieper (BE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SAMPERS, Dirk
B-8640 Oostvleteren (BE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner mbB |
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Kronenstraße 30 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 065 306 EP-B1- 1 019 571 WO-A1-99/01928 JP-A- H07 102 446
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EP-B1- 0 726 344 WO-A1-97/11848 DE-U1- 20 021 049 US-B1- 6 286 560
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Webmaschine mit einem ersten
Antriebsmotor, der ein erstes Element antreibt, beispielsweise eine Weblade, und mit
wenigstens einem zweiten Antriebsmotor, der ein zweites Element antreibt, beispielsweise
eine Fachbildungseinrichtung.
[0002] Bei Webmaschinen müssen die Bewegungen der einzelnen Elemente zeitlich aufeinander
abgestimmt sein. Um diese zeitliche Abstimmung bei dem Einsatz unabhängiger Antriebsmotoren
zu erhalten, ist es bekannt, die Drehwinkelposition einer Hauptwelle, die insbesondere
eine Weblade antreibt, zu erfassen und den oder die Antriebsmotoren der anderen Elemente
mit diesen Drehwinkelpositionen zu synchronisieren. Diese Synchronisation bereitet
Probleme, da die Hauptwelle sich mit wechselnder Drehgeschwindigkeit bewegt. Vor dem
Anschlagen eines eingetragenen Schussfadens nimmt die Drehgeschwindigkeit der Hauptwelle
ab. Wenn die Weblade mit dem Webblatt in die rückwärtige Position gelangt, so nimmt
die Drehgeschwindigkeit der Hauptwelle zu. Wenn angestrebt wird, beispielsweise den
Antriebsmotor einer Fachbildungseinrichtung mit dem Hauptantriebsmotor, der die Weblade
antreibt, zu synchronisieren, so muss der Antriebsmotor der Fachbildungseinrichtung
ebenso die ungleichmäßige Bewegung ausführen. Das führt dazu, dass der ohnehin schon
einer hohen Belastung ausgesetzte Antriebsmotor einer Fachbildungseinrichtung und
auch die Fachbildungseinrichtung weiteren Belastungen ausgesetzt sind, die an sich
nicht notwendig sind.
[0003] Um den für einen völlig synchronen Betrieb erforderlichen Energieaufwand zu vermindern,
ist es bekannt (
EP 0893535 A1), die Steuer- und Regeleinrichtung so ausbilden, dass zwischen einer harten und einer
weichen Regelung umgeschaltet werden kann. Bei der harten Regelung, die während des
Starts der Webmaschine eingesetzt wird, folgt der Antriebsmotor der Fachbildungseinrichtung
mit sehr genauer Synchronisation dem Hauptantriebsmotor. Während des normalen Webbetriebs
wird dann auf die weiche Regelung umgeschaltet, bei welcher der Antriebsmotor der
Fachbildungseinrichtung dem Hauptantriebsmotor mit geringen Abweichungen gegenüber
dem Synchronlauf vor- oder nacheilen darf.
[0004] Es ist auch bekannt (
EP 0946801 B1), einen Kanteneinlegeapparat einer Webmaschine unabhängig von dem Hauptantriebsmotor
nach einem Programm zu steuern. Dabei wird überwacht, ob eine Desynchronisation über
einen zulässigen Wert hinaus auftritt. Tritt diese Desynchronisation auf, so erfolgt
eine Korrektur nach einem Korrekturprogramm.
[0005] Es ist bekannt, alle Elemente einer Webmaschine mittels eines gemeinsamen Hauptantriebsmotors
anzutreiben. Um eine Schussfadensuche bei einem Schussfadenbruch durchführen zu können,
ist es weiter bekannt (
EP 0161012 B1 einen zusätzlichen Motor für das Schussfadensuchen und für eine langsame Bewegung
vorzusehen. Der Hauptantriebsmotor wird bei einer Schussfadensuche abgekuppelt, so
dass mittels des zusätzlichen Motors entweder nur die Fachbildungsmittel bewegt werden
können, oder die Webmaschine mit geringer Geschwindigkeit.
[0006] Es ist auch bekannt (
EP 0726345 A1), den Webmaschinenantrieb so zu gestalten, dass die gleichen Funktionen, d.h. der
normale Webbetrieb, das Schussfadensuchen und die langsame Bewegung, mit nur einem
Hauptantriebsmotor ausgeführt werden können.
[0007] Es ist ferner bekannt (
FR 2660672 A1), einen Antriebsmotor für die Fachbildungsmittel, insbesondere eine Jacquard-Einrichtung,
sowie einen weiteren Antriebsmotor für alle übrigen Elemente der Webmaschine vorzusehen.
Die beiden Antriebsmotoren sind über ein elektronisches Getriebe miteinander verbunden.
Das elektronische Getriebe vergleicht permanent die Informationen von zwei Aufnehmern,
nämlich eines die Drehung der Hauptwelle der Webmaschine erfassenden Aufnehmers und
eines die Drehung des Antriebsmotors für die Fachbildungsmittel erfassenden Aufnehmers,
und stellt auf diese Weise sicher, dass die beiden Motoren synchron laufen.
[0008] Ein Verfahren zum Betreiben einer Webmaschine mit einem ersten Antriebsmotor, der
ein erstes Element antreibt, und mit wenigstens einem zweiten Antriebsmotor, der ein
zweites Element antreibt, sowie eine Webmaschine mit einem ersten Antriebsmotor, der
ein erstes Element antreibt, und mit wenigstens einem zweiten Antriebsmotor, der ein
zweites Element antreibt, sind aus
EP-A-1 065 306 bekannt. Weiter ist ein Verfahren zum Betreiben einer Webmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und eine Webmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6 ist aus
EP 0 726 344 B1 bekannt.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Webmaschine der eingangs genannten
Art so zu betreiben, dass für die Antriebsmotoren von Elementen möglichst keine unnötigen
Belastungen zu überwinden sind.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst von den Gegenständen mit den Merkmalen der Ansprüche 1
und 6.
[0011] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass die Elemente einer Webmaschine nicht
ständig während des gesamten Webzyklus zueinander exakt synchronisiert sein müssen,
sondern dass sich die einzelnen Elemente nur in bestimmten Drehwinkelpositionen in
geeigneten Positionen befinden müssen. Während des restlichen Webzyklus können sie
dagegen Positionen einnehmen, die weitgehend voneinander unabhängig sind. Die imaginäre
Synchronisationswelle ist das Element, nach welchem nicht nur die zusätzlichen Elemente
wie Fachbildungseinrichtungen oder Kanteneinleger oder Aufwickeleinrichtungen odgl.
ausgerichtet werden, sondern auch die Weblade. Die einzelnen Elemente einschließlich
der Weblade werden somit nicht mehr zu einer Hauptwelle synchronisiert, sondern zu
der imaginären Synchronisationswelle, zu der auch die Weblade synchronisiert wird.
Die einzelnen Elemente können deshalb ihre Bewegungen so ausführen, dass möglichst
geringe Belastungen für ihre Antriebsmotoren und / oder für die Elemente selbst auftreten,
ohne dass der Bewegungsverlauf über 360° auf die anderen Elemente und insbesondere
auf die Bewegung der Weblade abgestimmt ist. Die Erfindung bietet insbesondere auch
bei dem Start einer Webmaschine Vorteile. Ein Antriebsmotor, der Bauelemente mit größerer
Masse antreibt, beispielsweise der Antriebsmotor der Weblade, kann früher gestartet
werden, als beispielsweise ein Antriebsmotor für eine Fachbildungseinrichtung. Die
Startzeitpunkte der Antriebsmotoren können so abgestimmt werden, dass sie, d.h. die
von ihnen angetriebenen Elemente, die jeweils gewünschte Drehwinkelposition zu dem
richtigen Zeitpunkt einnehmen. Beispielsweise kann der Antriebsmotor einer Fachbildungseinrichtung
so gestartet werden, dass die Kettfäden sich bei einem Winkel von 320° der imaginären
Synchronisationswelle kreuzen, während der Antriebsmotor der Weblade so gestartet
wird, dass das Anschlagen eines Schussfadens bei 0° oder 360° der imaginären Synchronisationswelle
erfolgt. Dabei ist nicht der Zeitpunkt des Starts der Antriebsmotoren wichtig, sondern
vielmehr, dass die davon angetriebenen Elemente sich zum richtigen Zeitpunkt in der
richtigen Position befinden.
[0012] Bei einer Webmaschine mit einem Antriebsmotor, der ein erstes Elemente antreibt,
beispielsweise eine Weblade, und mit wenigstens einem zweiten Antriebsmotor, der ein
zweites Element antreibt, beispielsweise eine Fachbildungseinrichtung, wird die Erfindung
dadurch verwirklicht, dass eine Steuer- und Regeleinrichtung vorgesehen ist, die einen
Drehwinkelverlauf für eine imaginäre Synchronisationswelle der Webmaschine bildet
und an jeweils eigene Steuer- und Regeleinheiten der Antriebsmotoren weiterleitet,
die jedes der von den Antriebsmotoren angetriebenen Elemente in wenigstens einer vorgegebenen
Drehwinkelposition zu der imaginären Synchronisationswelle synchronisieren.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass ein eigener Antriebsmotor für
die Fachbildungsmittel vorgesehen ist, der von einem Hauptantriebsmotor, der die Weblade
antreibt, unabhängig ist.
[0014] Da der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel von dem Hauptantriebsmotor unabhängig
ist, kann er mit optimierten Bedingungen arbeiten.
[0015] Bei einer einfachen Ausführungsform, die nahezu keine Änderungen an einer Webmaschine
erfordert, wird vorgesehen, dass der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel an einem
Rahmen der Webmaschine angebracht und über ein elastisches Kupplungselement mit Antriebselementen
der Fachbildungsmittel verbunden ist. Das elastische Kupplungselement ist zumindest
sinnvoll, um Schwingungen oder Vibrationen nicht von den Fachbildungsmitteln auf die
anderen Elemente der Webmaschine und umgekehrt zu übertragen.
[0016] Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass der Antriebsmotor
der Fachbildungsmittel an einem Gehäuse befestigt ist, das Antriebselemente für Fachbildungsmittel
enthält. Damit ist der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel von den übrigen Elementen
der Webmaschine weitestgehend getrennt, so dass einerseits Schwingungen und Vibrationen
nicht gegenseitig übertragen werden, während andererseits keine Umlenkungen von Antriebskräften
notwendig sind. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen und den Unteransprüchen.
- Fig. 1
- zeigt einen Teilschnitt durch einen Antrieb einer Weblade einer Webmaschine und einen
Teilschnitt durch einen Antrieb für eine Fachbildungseinrichtung, sowie ein Blockschaltbild
der dazugehörigen Steuer- und Regeleinrichtung.
- Fig. 2
- zeigt eine teilweise geschnittene Ansicht eines ersten Antriebs mit einem gemeinsamen
Getriebegehäuse für Getriebestufen des Hauptantriebsmotors und des Antriebsmotors
für die Fachbildungsmittel,
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene Ansicht ähnlich Fig. 2 durch einer Ausführung mit getrennten
Getriebekammern,
- Fig. 4
- eine teilweise geschnittene Ansicht ähnlich Fig. 3 einer Ausführungsform, die mit
zusätzlichen Elementen ausgerüstet ist,
- Fig. 5
- eine teilweise geschnittene Ansicht einer Ausführungsform mit einem Hauptantriebsmotor
und einem Antriebsmotor für die Fachbildungsmittel, die Getriebe mit getrennten Getriebegehäusen
besitzen,
- Fig. 6
- eine teilweise geschnittene Ansicht einer Ausführungsform, bei welcher der Antriebsmotor
der Fachbildungsmittel über ein Getriebe an einem Gehäuse von Antriebselementen angebracht
ist,
- Fig. 7
- eine teilweise geschnittene Ansicht einer Ausführungsform, bei welcher der Antriebsmotor
der Fachbildungsmittel direkt an einem Gehäuse von Antriebselementen angebracht ist
und
- Fig. 8
- eine teilweise geschnittene Ansicht einer Webmaschine mit einer Jacquard-Einrichtung,
die einen eigenen Antriebsmotor aufweist.
[0017] Ein erster Antriebsmotor 10 treibt über eine Getriebestufe 11 eine Antriebswelle
12 für eine Weblade 13 an. Ein zweiter Antriebsmotor 44 treibt über eine Getriebestufe
45 eine beispielsweise als Schaftmaschine ausgeführte Fachbildungseinrichtung 46 an,
die über Gestänge 47 mit nicht dargestellten Webschäften verbunden ist.
[0018] Während eines Webzyklus führt die Welle 12, die üblicherweise als Hauptwelle bezeichnet
wird, eine Drehung um 360° aus. Bei 0° oder 360° schlägt das auf der Weblade 13 angeordnete
Webblatt einen eingetragenen Schussfaden an. Die von der Fachbildungseinrichtung 46
und dem Gestänge 47 angetriebenen, d.h. angehobenen und abgesenkten Webschäfte, bilden
ein Webfach, in das ein Schussfaden eingetragen wird. Nach dem Schusseintrag wird
das Webfach durch Anheben und Absenken anderer Webschäfte gewechselt, wonach der nächste
Schussfaden eingetragen wird. Der Wechsel des Webfaches erfolgt zum Beispiel bereits,
bevor der eingetragene Schussfaden endgültig angeschlagen ist. Hierbei kreuzen sich
die Kettfäden der sich nach oben bewegenden Webschäfte mit den Kettfäden der sich
nach unten bewegenden Webschäfte. Diese Kreuzung erfolgt beispielsweise bei einem
Winkel von 320° der Welle 12, d.h. 40° vor dem Anschlagen des eingetragenen Schussfadens.
[0019] Um die Bewegungen der Weblade 13 und der Fachbildungseinrichtung 46 zu synchronisieren,
bildet eine Regel- und Steuereinrichtung 48 aufgrund von mittels einer Eingabeeinheit
55 eingegebener Daten einen Drehwinkelverlauf für eine imaginäre Synchronisationswelle.
Die beiden Antriebsmotoren 10 und 44 werden jeweilig abhängig von dem Drehwinkelverlauf
dieser imaginären Synchronisationswelle betrieben. Für den Antriebsmotor 10 der Weblade
13 ist eine Steuer- und Regeleinheit 49 vorgesehen, in die die Daten mittels einer
Eingabeeinheit 53 für das Betreiben in Abhängigkeit von dem Drehwinkelverlauf der
imaginären Synchronisationswelle eingegeben werden. An die Steuer- und Regeleinheit
49 ist ein Drehpositionsgeber 50 angeschlossen, der die Position der Welle 12 und
damit die Position der Weblade 13 angibt. Bei einer anderen Ausführungsform ist ein
Drehpositionsgeber 57 auf der Welle des Antriebsmotors 10 angeordnet. Die Steuer-
und Regeleinheit 49, die an den Antriebsmotor 10 angeschlossen ist, regelt diesen
Antriebsmotor 10 nach Soll-Werten, die von dem Drehwinkelverlauf der imaginären Synchronisationswelle
abgeleitet sind, derart, dass die Weblade 13 beispielsweise in einer Winkelposition
(0° oder 360°) mit der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert ist, d.h. beim
Anschlagen eines Schussfadens. Die Steuer- und Regeleinheit 49 kann für den Antriebsmotor
10 auch ein Programm vorgeben, das insbesondere der
WO 9927426 entspricht. Dabei kann die Steuerung nach einem vorgegebenen Drehmoment oder Drehmomentenverlauf
oder nach einer vorgegebenen Geschwindigkeit oder Geschwindigkeitsverlauf erfolgen.
[0020] Die Informationen über den Drehwinkelverlauf der imaginären Synchronisationswelle
werden auch an eine Steuer- und Regeleinheit 51 weitergeleitet, die dem Antriebsmotor
44 zugeordnet ist. Der Antriebsmotor 44 wird in Abhängigkeit von dem Drehwinkelverlauf
der imaginären Synchronisationswelle in der Weise betrieben, dass ebenfalls bei einer
vorgegebenen Drehwinkelposition, beispielsweise bei einer Drehwinkelposition von 320°
der imaginären Synchronisationswelle eine bestimmte Position von dem Gestänge 47 der
Fachbildungseinrichtung 46 eingenommen wird. An die Steuer- und Regeleinheit 51 ist
eine Eingabeeinheit 54 angeschlossen, mit der die Daten das Betreiben in Abhängigkeit
von der imaginären Synchronisationswelle eingegeben werden. Um diese Position zu erkennen,
ist der Fachbildungseinrichtung 46 ein Drehpositionsgeber 52 zugeordnet, der an die
Steuer- und Regeleinheit 51 angeschlossen ist. In der Zeichnung ist angedeutet, dass
dieser Drehpositionsgeber 52 die Position des Gestänges 47 erfasst. Stattdessen kann
jedoch auch ein Drehpositionsgeber 56 auf der Welle 58 der Fachbildungseinrichtung
46 angeordnet sein oder ein Drehpositionsgeber 59 auf der Welle des Antriebsmotors
44.
[0021] Da die Antriebsmotoren 10 und 44 völlig von einander getrennt sind und auch nicht
miteinander synchronisiert sind, sondern indirekt über die imaginäre Synchronisationswelle
miteinander in Beziehung stehen, können sie so ausgelegt werden, dass sie mit geringstmöglichem
Kraftaufwand die jeweils zugehörigen Elemente antreiben. Dabei ist es auch möglich,
den Antriebsmotor 10 der Weblade 13 so anzusteuern, dass er während des Anschlagens
eines Schussfadens die Weblade immer mit der gleichen Geschwindigkeit oder mit einer
mit der Eingabeeinheit 53 eingegebenen Geschwindigkeit bewegt, unabhängig von der
sonstigen Geschwindigkeit der Elemente der Webmaschine, d.h. unabhängig von der sich
gegebenenfalls auch ändernden Webgeschwindigkeit, mit der aufeinanderfolgende Schussfäden
eingewoben werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass jeder Schussfaden
mit der gleichen oder vorgegebenen unterschiedlichen Kraft angeschlagen wird.
[0022] Die Fachbildungseinrichtung enthält beispielweise eine Schaftmaschine, oder einen
anderen Schaftantrieb, der als Dobby oder Nockenantrieb oder Kurbelantrieb oder Exzenterantrieb
odgl. ausgebildet ist. Die Fachbildungseinrichtung kann auch eine Jacquard-Einrichtung
sein. Darüber hinaus kann die Fachbildungseinrichtung auch so ausgebildet sein, dass
jedem Webschaft ein einzelner Antriebsmotor oder Gruppen von Webschäften jeweils ein
Antriebsmotor zugeordnet ist.
[0023] Der Steuer- und Regeleinrichtung 48 ist eine Eingabeeinheit 55 zugeordnet, über welche
die Daten eingegeben werden können, die benötigt werden, um den Drehwinkelverlauf
der imaginären Synchronisationswelle zu bilden. Den Steuer- und Regeleinheiten 49,
51 der Aritriebsmotoren 10, 44 sind Eingabeeinheiten 53, 54 zugeordnet, über die Daten
eingegeben werden können, die bestimmen, zu welcher Winkelposition oder Winkelpositionen
der imaginären Synchronisationswelle die Antriebsmotoren 10, 44 jeweils synchronisiert
sind, d.h. die von diesen angetriebenen Elemente.
[0024] Die Antriebsmotoren 10, 44 können mit einem eigenen Drehwinkelverlauf betrieben werden.
Die Antriebsmotoren 10, 44 können mittels der jeweils zugehörigen Steuer- und Regeleinheit
49, 51 in Verbindung mit Signalen der Drehpositionsgeber 50, 52 so betrieben werden,
wie dies beispielsweise aus der
WO 9927426 bekannt ist. Vorzugsweise werden jedoch die Antriebsmotoren 10, 44 mittels ihrer
jeweiligen Steuer- und Regeleinheiten 49, 51 abhängig von Signalen der Steuer- und
Regeleinheit 48 und dieser Weise abhängig von dem Drehwinkelverlauf der imaginären
Synchronisationswelle betrieben.
[0025] Jedes der Elemente und auch jeder der Antriebsmotoren 10, 44 müssen nicht absolut
genau zu einer vorgegebenen Drehwinkelposition der imaginären Synchronisationswelle
synchronisiert sein. Es reicht aus, wenn sie mit einer relativ geringen Toleranz zu
diesen Drehwinkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert sind.
Dabei ist eine Synchronisation im Allgemeinen ausreichend genau, wenn die Abweichung
zu der Drehwinkelposition der imaginären Synchronisationswelle kleiner als 5° ist.
Ein Toleranzwert kann für jeden Schusseintrag unterschiedlich festgelegt werden.
[0026] Jedes Element, beispielsweise die Weblade oder Fachbildungseinrichtungen kann selbstverständlich
auch zu mehreren Drehwinkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert
werden. Eine Synchronisation für die Weblade kann beim Anschlagen beispielsweise bei
360°, beim Beginn eines Schussfadeneintrags beispielsweise bei 80°, und bei Ende eines
Schussfadeneintrags beispielsweise bei 240°, synchronisiert werden. Bei diesem Synchronisieren
kann vorgesehen werden, dass die Weblade zwischen den Drehwinkelpositionen 80° und
240° im Wesentlichen in ihrer hinteren Position stehen bleibt. Die Fachbildungseinrichtung
kann für die Drehwinkelposition des Kreuzens beispielsweise bei 320° und beim Beginn
des Schusseintrags beispielweise bei 80° und beim Ende des Schusseintrags beispielsweise
bei 240° synchronisiert werden, d.h. während der Zeit, während der das Webfach genügend
weit offen bleiben muss.
[0027] Wenn das Übertragungsverhältnis zwischen Antriebsmotor und angetriebenem Element
eine ganze Zahl ist, ist es ohne weiteres möglich, den Antriebsmotor und nicht das
angetriebene Element zu Drehwinkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle
zu synchronisieren.
[0028] Der für die imaginäre Synchronisationswelle gebildete Drehwinkelverlauf kann auf
einer konstanten Drehzahl beruhen. Bevorzugt wird vorgesehen, dass der Drehwinkelverlauf
über mehrere Schusseinträge festgelegt wird und sich dann jeweils wiederholt. Dabei
kann der Drehwinkelverlauf in Funktion von unterschiedlichen, nacheinander einzubringenden
Arten von Schussfaden, von aufeinander folgenden Kettfadenbindungen, von der Anzahl
der von unten nach oben oder der von oben nach unten zu bewegenden Kettfäden oder
in Abhängigkeit von anderen Bedingungen festgelegt werden. Insbesondere wird ein geeigneter
Drehwinkelverlauf für die imaginäre Synchronisationswelle für das Starten und Stoppen
der Webmaschine festgelegt.
[0029] Ebenso kann vorgesehen werden, dass die Drehwinkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle
variiert werden, zu denen ein Element synchronisiert wird. Wenn beispielsweise ein
Drehwinkelverlauf der imaginären Synchronisationswelle für mehrere Schusseinträge
festgelegt wird, beispielsweise für drei Schusseinträge, so kann vorgesehen werden,
dass die Fachbildungseinrichtung für ein Kreuzen der Kettfäden bei dem ersten Schusseintrag
auf 320°, bei dem zweiten Schusseintrag auf 315° und bei einem dritten Schusseintrag
auf 310° synchronisiert ist. Danach wiederholt sich der Ablauf.
[0030] Das erfindungsgemäße Steuern oder Regeln von Antriebsmotoren in Abhängigkeit von
dem Drehwinkelverlauf einer imaginären Synchronisationswelle wird in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung auch zum Antreiben von anderen Elementen ausgenutzt, beispielsweise
zum Antreiben eines Tuchaufwickelmotors, eines Motors eines Kanteneinlegers oder einer
Kantenbildungseinrichtung oder ähnlicher Einrichtungen. Darüber hinaus kann die Erfindung
auch zum Antreiben einer sogenannten Jacquarette eingesetzt werden, d.h. einer verkleinerten
Jacquardeinrichtung, die nur eine geringe Anzahl von Kettfäden bedient, beispielsweise
100 Kettfäden, während die übrigen Kettfäden durch Webschäfte oder eine große Jacquardeinrichtung
bedient werden.
[0031] Der in Fig. 2 zum Teil dargestellte Webmaschinenantrieb enthält einen Hauptantriebsmotor
10, der über eine Getriebestufe 11 eine Welle 12 antreibt, auf welcher in nicht näher
dargestellter Weise Nockenscheiben (auf beiden Maschinenseiten) angeordnet sind, die
eine Weblade 13 antreiben. Der Hauptantriebsmotor kann noch weitere Elemente antreiben,
wie beispielsweise einen Warenabzugsbaum, eine Sandwalze, Kanteneinleger, Kantendreher
und Aufwickeleinrichtungen, etc.. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist für Antriebselemente
14 der Fachbildungsmittel, die als Dobby oder Nockenantrieb oder Kurbelantrieb oder
Schaftmaschine oder Schaftantrieb gestaltet sind, ein eigener Antriebsmotor 15 vorgesehen,
der von dem Hauptantriebsmotor 10 unabhängig ist. Der Antriebsmotor 15 treibt über
eine Getriebestufe 16 eine Welle 17 an, die über eine elastische Kupplung 18 mit einer
Winkelgetriebestufe 19 eine Welle 20 der Antriebselemente 14 antreibt. Von der rotierenden
Bewegung der Welle 20, die quer zu der Welle des Hauptantriebsmotors 10 verläuft,
werden zunächst Antriebsmittel angetrieben, die parallel zu der Welle des Hauptantriebsmotors
10 eine hin- und hergehende Bewegung ausführen. Von diesen Antriebsmitteln werden
dann in vertikaler Richtung auf und ab gerichtete Bewegungen abgeleitet.
[0032] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist für die Welle 17 eine Bremse 22 und ein
Winkelpositionsgeber 23 vorgesehen. Auch dem Hauptantriebsmotor 10 ist ein Winkelpositionsgeber
24 zugeordnet. Die Winkelpositionsgeber 23, 24 sind in entsprechender Weise an die
Steuer- und Regeleinheit der Webmaschine angeschlossen wie die Winkelpositionsgeber
50, 52 der Fig. 1 an die Steuer- und Regeleinheiten 48, 49 und 51. Die Steuer- und
Regeleinheiten 48, 49 und 51 können in der Steuer- und Regeleinheit der Webmaschine
enthalten sein. Diese gibt für den Hauptantriebsmotor 10 und den Antriebsmotor 15
der Fachbildungsmittel Soll-Drehzahlen vor, die eingeregelt werden. Diese Soll-Drehzahlen
beziehen sich auf eine Drehzahl einer imaginären Hauptwelle, die von der Steuer- und
Regeleinheit festgelegt wird. Ferner werden der Hauptantriebsmotor 10 und der Antriebsmotor
15 jeweils zu wenigstens einer Winkelposition der imaginären Hauptwelle synchronisiert,
in welcher sie korrelierte Winkelpositionen mit der imaginären Hauptwelle einnehmen.
Beispielsweise wird der Hauptantriebsmotor 10 zur Winkelposition 0° (Schussfadenanschlag)
synchronisiert, während der Antriebsmotor 15 mit 320° (Kreuzung der Kettfäden) synchronisiert
wird. Auf die jeweiligen Sollwerte werden die Drehzahl des Hauptantriebsmotors 10
und des Antriebsmotors 15 unabhängig voneinander eingeregelt, so dass keiner der beiden
Antriebsmotoren 10 oder 15 dem Drehzahlverlauf des anderen Antriebsmotors folgen muss.
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die Getriebestufen 11 und 16 innerhalb
eines gemeinsamen Getriebegehäuses 25 untergebracht, das bevorzugt in ein Seitenteil
der Webmaschine integriert ist. Der Hauptantriebsmotor 10 und der Antriebsmotor 15
sind auf der gleichen Seite angeordnet, d.h. auf der Außenseite.
[0034] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist die Getriebestufe 17 des Antriebsmotors
15 für die Antriebselemente 14 und damit für die Fachbildungsmittel nicht innerhalb
des Getriebegehäuses 26 untergebracht, das die Getriebestufe 11 des Webladenantriebs
enthält. An das Getriebegehäuse 26 ist ein getrenntes Getriebegehäuse 27 angeflanscht,
das die Getriebestufe 16 enthält. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Antriebsmotor
15 der Fachbildungsmittel auf der dem Hauptantriebsmotor 10 gegenüberliegenden Seite
angeordnet. Ein Winkelpositionsgeber oder Drehzahlgeber 28 ist bei diesem Ausführungsbeispiel
der Welle 17 zugeordnet. Eine Bremse 29 kann in den Antriebsmotor 15 integriert sein.
[0035] Die Ausführungsform nach Fig. 4 entspricht in ihrem Grundaufbau der Ausführungsform
nach Fig. 3. Zusätzlich ist dem Antriebsmotor 15 der Fachbildungsmittel eine Bremse
29 und ein weiterer Winkelpositions- oder Drehzahlgeber 31 zugeordnet. Darüber hinaus
ist auch der Hauptantriebsmotor 10 mit einer Bremse 30 ausgerüstet.
[0036] Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist das Getriebegehäuse 32 des Hauptantriebs
von einem Getriebegehäuse 33 des Antriebs für die Antriebselemente 14 völlig getrennt.
Das Getriebegehäuse 33, das die Getriebestufe 16 enthält und an das der Antriebsmotor
15 angeflanscht ist, ist an dem Gehäuse der Antriebselemente 14 befestigt. Die Getriebestufe
16 ist direkt mit der Winkelgetriebestufe 19 verbunden, d.h. ohne das Zwischenschalten
einer elastischen Kupplung. Bei dieser Ausführungsform ist der Antriebsmotor 15 der
Fachbildungsmittel so angeordnet, dass seine Achse parallel zur Achse des Hauptantriebsmotors
10 verläuft. Da das Getriebegehäuse 33 völlig von dem Getriebegehäuse 32 der Getriebestufe
11 des Hauptantriebsmotors 10 getrennt ist, ist es natürlich auch ohne weiteres möglich,
das Getriebegehäuse 33 mit dem Antriebsmotor 15 oben oder unten oder auf der gegenüberliegenden
Seite an dem Gehäuse der Antriebselemente 14 anzubringen.
[0037] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist ebenfalls der Antriebsmotor 15 für die Antriebselemente
14 und damit für die Fachbildungsmittel vollständig von der übrigen Webmaschine getrennt.
Die Getriebestufe 16 befindet sich in dem Getriebegehäuse 33, das an das Gehäuse der
Antriebselemente 14 so angeflanscht ist, dass die Welle 17 koaxial zur Welle 20 verläuft,
die parallel zur Achse des Hauptantriebsmotors 10 hin- und hergehende, lineare Bewegungen
veranlasst. Das Getriebegehäuse 33 mit dem angeflanschten Antriebsmotor 15 wird bei
einer abgewandelten Ausführungsform auf der gegenüberliegenden Seite der Antriebselemente
14 angeordnet.
[0038] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist der Antriebsmotor 15 für die Antriebselemente
14 und damit für die Fachbildungsmittel unmittelbar an dem Gehäuse der Antriebselemente
14 derart angeflanscht, dass die Achse des Antriebsmotors 15 koaxial zu der Welle
20 der Antriebselemente 14 verläuft.
[0039] Das Konzept der vorliegenden Erfindung, nämlich ein von einem Hauptantriebsmotor
10 einer Webmaschine unabhängig antreibbaren Antriebsmotor für Fachbildungsmittel
vorzusehen, ist bei der Ausführungsform nach Fig. 8 für eine Webmaschine 36 verwirklicht,
die mit einer Jacquard-Einrichtung 37 ausgerüstet ist. Die Webmaschine 36 besitzt
einen Hauptantriebsmotor 10, der über eine Getriebestufe eine mit Nocken versehene
Welle 12 für eine Weblade 13 antreibt. Die Getriebestufe 11 ist in einem Getriebegehäuse
32 untergebracht, das in ein Seitenteil der Webmaschine integriert ist. Die auf einem
Gestell 38 oberhalb der Webmaschine 36 angeordnete Jacquard-Einrichtung 37 ist mit
einem eigenen Antriebsmotor 15 versehen. Bei dem Ausführungsbeispiel ist der Antriebsmotor
15 an ein Getriebegehäuse 33 angeflanscht. Die Abtriebswelle 17 der Getriebestufe
16 ist vorzugsweise direkt mit dem Schaft der Jacquard-Einrichtung 37 gekuppelt, d.h.
koaxial zu diesem angeordnet. Bei einer abgewandelten Ausführungsform entfällt ein
Getriebegehäuse 33, da die Getriebestufe 16 direkt in die Jacquard-Einrichtung 37
integriert ist. Bei einer weiter abgewandelten Ausführungsform ist der Antriebsmotor
15 direkt mit der Jacquard-Einrichtung 37 verbunden, d.h. ohne eine Getriebestufe.
[0040] Da keine mechanische Verbindung zwischen dem Hauptantriebsmotor 10 und dem Antriebsmotor
15 für die Antriebselemente der Fachbildungsmittel besteht, können die jeweils räumlich
günstigsten Anordnungen gewählt werden, sowohl für eine Jacquard-Einrichtung 37 als
auch für Schaftantriebe. Der Schaftantrieb sowie eine Jacquard-Einrichtung 17 können
mit dem jeweiligen Antriebsmotor 15 eine vorgefertigte Baueinheit bilden, die der
jeweiligen Webmaschine zugeordnet wird.
1. Verfahren zum Betreiben einer Webmaschine mit einem ersten Antriebsmotor, der ein
erstes Element antreibt, beispielsweise eine Weblade, und mit wenigstens einem zweiten
Antriebsmotor, der ein zweites Element antreibt, beispielsweise eine Fachbildungseinrichtung,
wobei ein Drehwinkelverlauf für eine imaginäre Synchronisationswelle der Webmaschine
gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Antriebsmotoren angetriebenen Elemente jeweils nur in wenigstens einer
vorbestimmten Drehwinkelposition, aber nicht ständig während des gesamten Webzyklus
zu der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmotoren (10, 15; 10, 44) abhängig von dem Drehwinkelverlauf der imaginären
Synchronisationswelle betrieben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegung wenigstens eines der Antriebsmotoren (10, 15; 10, 44) geregelt wird
und dass der Regelung Soll-Werte zugrunde gelegt sind, die von dem Drehwinkelverlauf
der imaginären Synchronisationswelle abgeleitet sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegung wenigstens eines der Antriebsmotoren (10, 15; 10, 44) nach einem
Programm gesteuert ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle, zu der die Antriebsmotoren
(10, 15; 10, 44) synchronisiert sind, einstellbar sind.
6. Webmaschine mit einem ersten Antriebsmotor, der ein erstes Element antreibt, beispielsweise
eine Weblade, und mit wenigstens einem zweiten Antriebsmotor, der ein zweites Element
antreibt, beispielsweise eine Fachbildungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- und Regeleinrichtung (48) vorgesehen ist, die einen Drehwinkelverlauf
für eine imaginären Synchronisationswelle der Webmaschine bildet und an jeweils eigene
Steuer- und Regeleinheiten (49, 51) der Antriebsmotoren (10, 15; 10, 44) weitergibt,
die jedes der von den Antriebsmotoren angetriebenen Elemente nur in wenigstens einer
vorgegebenen Drehwinkelposition, aber nicht ständig während des gesamten Webzyklus
zu der imaginären Synchronisationswelle synchronisieren.
7. Webmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Regeleinheit (49, 51, 50) wenigstens eines der Antriebsmotoren (10,
15; 10, 44) die Drehbewegung dieses Antriebsmotors nach Soll-Werten regelt, die von
dem Drehwinkelverlauf der imaginären Synchronisationswelle abgeleitet sind.
8. Webmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Regeleinheit (49, 51) wenigstens eines der Antriebsmotoren (10, 15;
10, 44) eine Programmsteuerung enthält.
9. Webmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass den Steuer- und Regeleinheiten (49, 51) der Antriebsmotoren (10, 15; 10, 44) Eingabeeinrichtungen
(53, 54) zugeordnet sind, mittels der Daten eingebbar sind, aufgrund derer die zu
der imaginären Synchronisationswelle zu synchronisierenden Winkelpositionen einstellbar
sind.
10. Webmaschine, nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass für die Fachbildungsmittel ein eigener Antriebsmotor (15, 44) vorgesehen ist, der
von einem Hauptantriebsmotor (10), der die Weblade (13) antreibt, unabhängig ist.
11. Webmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (15) der Fachbildungsmittel an einem Rahmen (25, 26) der Webmaschine
angebracht und über ein elastisches Kupplungselement (18) mit den Fachbildungsmitteln
verbunden ist.
12. Webmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Weblade (13) und dem Hauptantriebsmotor (10) sowie zwischen den Antriebselementen
(14, 37) der Fachbildungsmittel und deren Antriebsmotor (15, 44) jeweils wenigstens
eine Getriebestufe (11, 16, 45) vorgesehen ist.
13. Webmaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Hauptantriebsmotor (10) zugehörige Getriebestufe (11) und die dem Antriebsmotor
(15) der Fachbildungsmittel zugehörige Getriebestufe (16) in einem gemeinsamen Getriebegehäuse
(25) angeordnet sind, das vorzugsweise in einen Rahmen der Webmaschine integriert
ist.
14. Webmaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebestufe (11) des Hauptantriebsmotors (10) und die Getriebestufe (16) des
Antriebsmotors (15) der Fachbildungsmittel in voneinander getrennten Kammern (26,
27) des gemeinsamen Getriebegehäuses untergebracht sind.
15. Webmaschine nach Anspruch 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (15, 44) der Fachbildungsmittel an einem Gehäuse befestigt ist,
das Antriebselemente für die Fachbildungsmittel enthält.
16. Webmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (15) der Fachbildungsmittel an einem Getriebegehäuse (33) befestigt
ist, das seinerseits an dem Gehäuse der Antriebselemente befestigt ist.
17. Webmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (15) unmittelbar an dem Gehäuse der Antriebselemente der Fachbildungsmittel
angebracht ist.
18. Webmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass dem Hauptantriebsmotor (10) und / oder der Weblade (13) sowie dem Antriebsmotor (15,
44) und / oder den Antriebselementen und / oder den Fachbildungsmitteln Sensoren (23,
24, 28, 31, 50, 52, 56, 57, 59) zugeordnet sind, die die Winkelposition des jeweiligen
Bauteils erfassen.
19. Webmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass dem Hauptantriebsmotor (10) und / oder dem Antriebsmotor (15, 44) der Fachbildungsmittel
schaltbare Bremsen (22, 29, 30) zugeordnet sind.
1. Method for operating a weaving machine having a first drive motor which drives a first
element, for example a sley, and having at least a second drive motor which drives
a second element, for example a shedding device, wherein a rotational angle course
for a virtual synchronisation shaft of the weaving machine is formed, characterised in that the elements driven by the drive motors are each synchronised only in at least one
predetermined rotational angle position, but not constantly during the entire weaving
cycle, with the virtual synchronisation shaft.
2. Method according to claim 1, characterised in that the drive motors (10, 15; 10, 44) are operated as a function of the rotational angle
course of the virtual synchronisation shaft.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the rotary motion of at least one of the drive motors (10, 15; 10, 44) is regulated,
and in that the regulation is based on reference values, which are derived from the rotational
angle course of the virtual synchronisation shaft.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the rotary motion of at least one of the drive motors (10, 15; 10, 44) is controlled
by a program.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the angular positions of the virtual synchronisation shaft, with which the drive
motors (10, 15; 10, 44) are synchronised, are adjustable.
6. Weaving machine having a first drive motor which drives a first element, for example
a sley, and having at least a second drive motor which drives a second element, for
example a shedding device, characterised in that a control and regulating device (48) is provided, which forms a rotational angle
course for a virtual synchronisation shaft of the weaving machine and communicates
to distinct control and regulating units (49, 51) of each of the drive motors (10,
15; 10, 44), which synchronise each of the elements driven by the drive motors only
in at least one predetermined rotational angle position, but not constantly during
the entire weaving cycle, with the virtual synchronisation shaft.
7. Weaving machine according to claim 6, characterised in that the control and regulating unit (49, 51, 50) of at least one of the drive motors
(10, 15; 10, 44) regulates the rotary motion of this drive motor in accordance with
reference values that are derived from the rotational angle course of the virtual
synchronisation shaft.
8. Weaving machine according to claim 6 or 7, characterised in that the control and regulating unit (49, 51) of at least one of the drive motors (10,
15; 10, 44) comprises a program controller.
9. Weaving machine according to any one of claims 6 to 8, characterised in that to the control and regulating units (49, 51) of the drive motors (10, 15; 10, 44)
are assigned input devices (53, 54), by means of which data can be input on the basis
of which data the angular positions to be synchronised with the virtual synchronisation
shaft are adjustable.
10. Weaving machine according to any one of claims 6 to 9, characterised in that for the shedding means a distinct drive motor (15, 44) is provided, which is independent
of a main drive motor (10) that drives the sley (13).
11. Weaving machine according to claim 10, characterised in that the drive motor (15) of the shedding means is attached to a frame (25, 26) of the
weaving machine and is connected to the shedding means via an elastic coupling element
(18).
12. Weaving machine according to claim 10 or 11, characterised in that between the sley (13) and the main drive motor (10) and between the drive elements
(14, 37) of the shedding means and their drive motor (15, 44) in each case at least
one gear stage (11, 16, 45) is provided.
13. Weaving machine according to any one of claims 10 to 12, characterised in that the gear stage (11) belonging to the main drive motor (10) and the gear stage (16)
belonging to the drive motor (15) of the shedding means are arranged in a common gearbox
(25), which is preferably integrated in a frame of the weaving machine.
14. Weaving machine according to any one of claims 10 to 12, characterised in that the gear stage (11) of the main drive motor (10) and the gear stage (16) of the drive
motor (15) of the shedding means are accommodated in chambers (26, 27) separated from
one another in the common gearbox.
15. Weaving machine according to claim 10 or 12, characterised in that the drive motor (15, 44) of the shedding means is mounted to a housing that comprises
drive elements for the shedding means.
16. Weaving machine according to claim 15, characterised in that the drive motor (15) of the shedding means is mounted on a gearbox (33), which in
turn is mounted on the housing of the drive elements.
17. Weaving machine according to claim 15, characterised in that the drive motor (15) is attached directly to the housing of the drive elements of
the shedding means.
18. Weaving machine according to any one of claims 6 to 17, characterised in that to the main drive motor (10) and/or the sley (13) as well as the drive motor (15,
44) and/or the drive elements and/or the shedding means are assigned sensors (23,
24, 28, 31, 50, 52, 56, 57, 59), which detect the angular position of the respective
component.
19. Weaving machine according to any one of claims 6 to 18, characterised in that to the main drive motor (10) and/or the drive motor (15, 44) of the shedding means
are assigned switchable brakes (22, 29, 30).
1. Procédé pour faire fonctionner une machine à tisser ayant un premier moteur d'entraînement
qui commande un premier élément, par exemple un battant, et ayant au moins un deuxième
moteur d'entraînement qui commande un deuxième élément, par exemple un dispositif
de formation de la foule, dans lequel un cours d'angle de rotation pour un arbre de
synchronisation virtuel de la machine à tisser est formé, caractérisé en ce que les éléments commandés par les moteurs d'entraînement sont synchronisés respectivement
seulement dans au moins une position angulaire de rotation prédéterminée, mais pas
en permanence pendant le cycle de tissage complet, à l'arbre de synchronisation virtuel.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moteurs d'entraînement (10, 15; 10, 44) fonctionnent de façon dépendante du cours
d'angle de rotation de l'arbre de synchronisation virtuel.
3. Procédé selon la revendication 1 or 2, caractérisé en ce que le mouvement de rotation d'au moins un des moteurs d'entraînement (10, 15; 10, 44)
est réglé, et en ce que des valeurs de référence sont prises pour base au réglage, qui sont dérivé du cours
d'angle de rotation de l'arbre de synchronisation virtuel.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le mouvement de rotation d'au moins un des moteurs d'entraînement (10, 15; 10, 44)
est contrôlé conformément à un programme.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les positions angulaires de l'arbre de synchronisation virtuel, sur lesquelles les
moteurs d'entraînement (10, 15; 10, 44) sont synchronisés, sont réglables.
6. Machine à tisser ayant un premier moteur d'entraînement qui commande un premier élément,
par exemple un battant, et ayant au moins un deuxième moteur d'entraînement qui commande
un deuxième élément, par exemple un dispositif de formation de la foule, caractérisée en ce qu'un dispositif de commande et de réglage (48) est prévu, qui forme un cours d'angle
de rotation pour un arbre de synchronisation virtuel de la machine à tisser et le
transmet aux unités de commande et de réglage (49, 51) respectivement propres des
moteurs d'entraînement (10, 15 ; 10, 44), qui synchronisent chacun des éléments commandés
par les moteurs d'entraînement seulement dans au moins une position angulaire de rotation
prédéterminée, mais pas en permanence pendant le cycle de tissage complet, à l'arbre
de synchronisation virtuel.
7. Machine à tisser selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'unité de commande et de réglage (49, 51, 50) d'au moins un des moteurs d'entraînement
(10, 15 ; 10, 44) règle le mouvement de rotation de ce moteur d'entraînement en conformité
avec des valeurs de référence qui sont dérivées du cours d'angle de rotation de l'arbre
de synchronisation virtuel.
8. Machine à tisser selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que l'unité de commande et de réglage (49, 51) d'au moins un des moteurs d'entraînement
(10, 15 ; 10, 44) comprend une commande programmable.
9. Machine à tisser selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que les unités de commande et de réglage (49, 51) des moteurs d'entraînement (10, 15
; 10, 44) sont assignées des dispositifs d'introduction (53, 54), par le biais desquelles
des données pourront être introduites, par lesquelles les positions angulaires à synchroniser
à l'arbre de synchronisation virtuel sont réglables.
10. Machine à tisser selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisée en ce que pour les moyens de formation de la foule, un moteur d'entraînement propre (15, 44)
est prévu, qui est indépendant d'un moteur d'entraînement principal (10) qui commande
le battant (13).
11. Machine à tisser selon la revendication 10, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement (15) des moyens de formation de la foule est adapté à un
bâti (25, 26) de la machine à tisser et est accouplé par un élément d'accouplement
élastique (18) avec les moyens de formation de la foule.
12. Machine à tisser selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce que respectivement au moins un groupe d'engrenages (11, 16, 45) est prévu entre le battant
(13) et le moteur d'entraînement principal (10) ainsi qu'entre les éléments d'entraînement
(14, 37) des moyens de formation de la foule et leur moteur d'entraînement (15, 44).
13. Machine à tisser selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisée en ce que le groupe d'engrenages (11) correspondant au moteur d'entraînement principal (10)
et le groupe d'engrenages (16) correspondant au moteur d'entraînement (15) des moyens
de formation de la foule sont disposés dans un carter d'engrenages (25) commun, ce
qui est de préférence intégré dans un bâti de la machine à tisser.
14. Machine à tisser selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisée en ce que le groupe d'engrenages (11) du moteur d'entraînement principal (10) et le groupe
d'engrenages (16) du moteur d'entraînement (15) des moyens de formation de la foule
sont placés en chambres (26, 27) séparés l'un de l'autre dans le carter d'engrenages
commun.
15. Machine à tisser selon la revendication 10 ou 12, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement (15, 44) des moyens de formation de la foule est fixé sur
un carter qui comprend des éléments d'entraînement pour les moyens de formation de
la foule.
16. Machine à tisser selon la revendication 15, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement (15) des moyens de formation de la foule est fixé sur un
carter d'engrenages (33), qui à son tour est fixé sur le carter des éléments d'entraînement.
17. Machine à tisser selon la revendication 15, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement (15) est adapté directement sur le carter des éléments d'entraînement
des moyens de formation de la foule.
18. Machine à tisser selon l'une quelconque des revendications 6 à 17, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement principal (10) et/ou le battant (13) ainsi que le moteur
d'entraînement (15, 44) et/ou les éléments d'entraînement et/ou les moyens de formation
de la foule sont assignés des détecteurs (23, 24, 28, 31, 50, 52, 56, 57, 59), qui
saisissent la position angulaire du composant respectif.
19. Machine à tisser selon l'une quelconque des revendications 6 à 18, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement principal (10) et/ou le moteur d'entraînement (15, 44) des
moyens de formation de la foule sont assignés des freins commutables (22, 29, 30).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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