| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 621 155 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
|
Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
| (15) |
Korrekturinformation: |
|
Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
|
Korrekturen, siehe Ansprüche DE |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
|
30.03.2011 Patentblatt 2011/13 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
26.01.2011 Patentblatt 2011/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.07.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Zahnwurzelkanal-Spitze
Dental root point
Pointe pour canal radiculaire
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
01.02.2006 Patentblatt 2006/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Nordin, Harald E. |
|
CH-1822 Chernex (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Nordin, Harald E.
CH-1822 Chernex (CH)
|
| (74) |
Vertreter: AMMANN PATENTANWÄLTE AG BERN |
|
Schwarztorstrasse 31 3001 Bern 3001 Bern (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 525 147 US-B1- 6 371 763
|
US-A- 5 328 372
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zahnwurzelkanal-Spitze, die dazu
geeignet ist, nach einer Wurzelbehandlung den Zahnwurzelkanal zu füllen. Gemäss Stand
der Technik werden dazu hauptsächlich Zahnwurzelkanal-Spitzen aus Gutta Percha verwendet,
d. h. aus einer Masse, die flexibel genug ist, den Krümmungen eines Zahnwurzelkanals
zu folgen. Vorgängig wird der Zahnwurzelkanal mit Bohrer und Feilen vorbereitet und
in eine gewünschte Form gebracht, dann wird die Gutta-Percha Spitze erhitzt und eingeführt.
Sowohl die Feilen als auch die Spitzen sind übereinstimmend standardisiert und genormt.
Infolge der Erwärmung kann das Gutta Percha beschränkt in Dentin-Risse und in feine
Kanäle eindringen.
[0002] Es sind auch Zahnwurzelkanal-Spitzen aus Papier bekannt und für die temporäre Behandlung
aus Calcium-Hydroxid.
[0003] Aus der
US-A-5 564 929 ist eine flexible, seilartige Zahnprothese bekannt, wobei dieses Seil aus Glas-,
Keramik-, Kohlenstofffasern oder anderen Fasern bestehen kann. Das Seil wird mittels
einem Versteifungsmittel behandelt, in den Zahnwurzelkanal eingeführt, wo es versteift.
[0004] Aus der
US-A-4 525 147 ist ein Zahnwurzelkanal-Implantat bekannt, das Kohlenstofffasern enthält, um eine
elektrische Leitfähigkeitsmessung durchzuführen, damit der Abstand des Implantats
zur Kanal-Spitze gemessen werden kann.
[0005] Allen Zahnwurzelkanal-Spitzen ist gemeinsam, dass sie keine hohe Festigkeit aufweisen
und daher zwar den Zahnwurzelkanal aufzufüllen vermögen, jedoch dem geschwächten Zahn
nach Entfernung der Pulpa nicht grössere Festigkeit verleihen.
[0006] US-B-6 371 763 beschreibt eine Zahnwurzelkanalspitze bestehend aus Glasfasern, die von einer Kunstharzmatrix
zusammengehalten werden. Dieser flexible Zahnwurzelkanastift hat ein Elastizitätsmodul,
das kleiner oder gleich dem Elastizitätsmodul von Dentin ist.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zahnwurzelkanal-Spitze anzugeben,
die dem Zahn höhere Festigkeit verleiht. Diese Aufgabe wird mit der Zahnwurzelkanal-Spitze
gemäss Patentanspruch 1 gelöst.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert, wobei die einzige Figur 1 schematisch und im Schnitt eine erfindungsgemässe
Zahnwurzelkanal-Spitze in einem Zahn zeigt.
[0009] Die Zahnwurzelkanal-Spitze 1 besteht aus faserverstärktem Kunststoff, wobei es sich
um Glas-, Kohlenstoff- oder Keramikfasern 2 handeln kann. Die Fasern sind etwa parallel
zueinander angeordnet und werden mittels einem geeigneten Kunststoff, bzw. Kunstharz
zusammengehalten, jedoch nur soweit, dass eine notwendige Flexibilität erhalten bleibt
und auch Fasern oder Faserstränge in seitliche Risse oder dergleichen des Zahnwurzelkanals
4 von Zahn 3 eindringen können. Aus der Figur geht hervor, dass der Zahnwurzelkanal-Stift
den gekrümmten Zahnwurzelkanal zu folgen vermag.
[0010] Zwecks besserer Haftung der Fasern mit dem Kunstharz werden diese mit einer geeigneten
Kunststoffschicht überzogen, z. B. mit einer Schicht aus Vinyl-Silan. Im Prinzip sollten
die erfindungsgemässen Spitzen die etwa gleichen Standardnormen aufweisen wie die
Gutta Percha Spitzen, jedoch mit etwas kleineren Dimensionen, um den Zement zu berücksichtigen.
[0011] Zum Einsetzen der Spitze wird ein Knochenzement verwendet, wodurch nach Aushärten
desselben die faserverstärkte Zahnwurzelkanal-Spitze verfestigt ist und damit dem
Zahn eine wesentlich höhere Festigkeit verleiht, als mit vorbekannten Zahnwurzelkanal-Spitzen.
Bei entprechender Auswahl der einzelnen Komponenten, Spitze und Zement, können diese
etwa das gleiche Elastizitätmodul wie der Zahn aufweisen.
[0012] Das Einsetzen solcher erfindungsgemässen Spitzen erfolgt auf der gleichen Art wie
das Einsetzen von vorbekannten Spitzen und erfordert daher keine anderen, neuen Instrumente
und keine neue Arbeitsweise.
1. Zahnwurzelkanal-Spitze (1) aus Faser-verstärkten Kunststoff, wobei die Fasern (2)
im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind und im Kunststoff nur soweit zusammengehalten
werden, dass eine notwendige Flexibilität zum Folgen der Krümmung des Zahnwurzelkanals
(4) erhalten bleibt und Fasern (2) oder Faserstränge in seitliche Risse im Zahnwurzelkanal
(4) einzudringen vermögen.
2. Zahnwurzelkanal-Spitze (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (2) Glasfasern sind.
3. Zahnwurzelkanal-Spitze (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (2) mit einer Kunststoffschicht, vorzugsweise Vinyl-Silan, ummantelt und
in Kunstharz zusammengehalten werden.
4. Zahnwurzelkanal-Spitze (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die im Zahnwurzelkananal (4) mit Knochenzement befestigte Zahwurzelkanal-Spitze (1)
und der Knochenzement etwa das gleiche Elastizitätsmodul aufweisen wie der Zahn (3).
1. Root canal point (1) of fibre-reinforced synthetic material where the fibres (2) are
arranged in parallel to each other essentially and are only held together in the synthetic
material to such an extent that a required flexibility for conforming to the curvature
of the root canal (4) is preserved and that fibres (2) or fibre strands are able to
enter into fissures in the root canal (4).
2. Root canal point (1) according to claim 1, characterised in that the fibres (2) are glass fibres.
3. Root canal point (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the fibres (2) are coated with a synthetic layer, preferably vinyl silane, and held
together in synthetic resin.
4. Root canal point (1) according to one of claims 1 to 3, characterised in that the root canal point (1) that is secured in the root canal (4) with bone cement and
the bone cement have approximately the same modulus of elasticity as the tooth (3).
1. Pointe pour canal radiculaire (1) en matériau synthétique renforcé de fibres où les
fibres (2) sont disposées essentiellement parallèlement et ne sont tenues ensemble
dans le matériau synthétique que dans la mesure qu'une flexibilité requise pour suivre
la courbure du canal radiculaire (4) soit conservée et que des fibres (2) ou faisceaux
de fibres puissent rentrer dans des fissures du canal (4) radiculaire.
2. Pointe pour canal radiculaire (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fibres (2) sont des fibres de verre.
3. Pointe pour canal radiculaire (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les fibres (2) sont revêtues d'une couche de matériau synthétique, préférablement
de silane de vinyle, et tenues ensemble dans une résine synthétique.
4. Pointe pour canal radiculaire (1) selon la revendication 1 à 3, caractérisée en ce que la pointe pour canal radiculaire (1), fixée dans le canal radiculaire (4) à l'aide
de ciment osseux, et le ciment osseux présentent approximativement le même module
d'élasticité que la dent (3).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente