[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Klebebindevorrichtungen mit einer Mehrzahl von
Bearbeitungseinheiten. Bei einer Klebebindevorrichtung handelt es sich um eine Vorrichtung,
in der ungebundene Buchblöcke entlang eines Transportpfades an einer Mehrzahl von
Bearbeitungseinheiten vorbeigeführt werden, die aus einem Stapel loser Bogen ein gebundenes
Buch erzeugen. Bei diesen Bearbeitungseinheiten handelt es sich insbesondere um einen
Rütteltisch, Fräs- und Aufraueinheiten, Leimauftragseinheiten, etwa Heißleimbecken,
Polyurethan (PUR)- und Seitenleimauftragseinheiten, Umschlaganleger, Umschlaganpresseinheiten,
Gazeeinheiten usw.
[0002] Diese Bearbeitungseinheiten sind in der Regel fest in der Klebebindevorrichtung eingebaut,
je nach Art der Bearbeitungseinheit höhenverstellbar und einzeln oder gemeinsam oder
in Gruppen angetrieben. Insbesondere bei den Leünauftragseinheiten ist eine relativ
häufige Säuberung der Teile erforderlich. Daher sind in einer Vielzahl der Vorrichtungen
aus dem Stand der Technik diese Leimauftragseinheiten lösbar mit der Klebebindevorrichtung
verbunden. Je nach Art der Klebebindevorrichtung gestaltet sich dies unterschiedlich
kompliziert. Es wäre daher wünschenswert, eine Möglichkeit zu schaffen, mit der Bearbeitungseinheiten
für eine Klebebindevorrichtung auf einfache Art und Weise ein- und ausgebaut werden
können, die die Justage der Bearbeitungseinheit zur Förderstrecke der Buchblöcke vereinfacht
und dabei ein möglichst modularen Aufbau einer solchen Klebebindevorrichtung erlaubt.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zu schaffen, mit der Bearbeitungseinheiten
einfach und positionsgenau in eine Klebebindevorrichtung eingebaut und ausgebaut werden
kann. Diese Aufgabe wird mit einer Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme von Bearbeitungseinheiten
für eine Klebebindevorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Zudem wird
die Aufgabe mit einer Klebebindevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruch 9 gelöst.
[0004] Entsprechend betrifft die Erfindung eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme von wenigstens
einer Bearbeitungseinheit für eine Klebebindevorrichtung, wobei die Aufnahmevorrichtung
lösbar mit einer Klebebindevorrichtung verbindbar ist, wobei an der Aufnahmevorrichtung
die wenigstens eine Bearbeitungseinheit lösbar befestigbar ist, mit Verbindungsmitteln
zum Verbinden der Aufnahmevorrichtung mit der Klebebindevorrichtung. Die Erfindung
sieht also vor, die entsprechende Bearbeitungseinheit zunächst auf einer dafür geeigneten
Aufnahmevorrichtung zu platzieren, um diese mit den Verbindungsmitteln in geeigneter
Weise mit der Klebebindevorrichtung zu verbinden. Die Aufnahmevorrichtung kann dabei
beispielsweise auch zwei Bearbeitungseinheiten, insbesondere eine Leimauftragseinheit
für die Beleimung eines Buchrückens und eine Seitenleimauftragseinheit für das Auftragen
von Seitenleim auf den Buchblock vorsehen. Die Verbindungsmittel der Aufnahmevorrichtung
übernehmen dann die positionsgenaue Verbindung zwischen der wenigstens einen Bearbeitungseinheit
und der Klebebindevorrichtung.
[0005] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
umfassen die Verbindungsmittel Positioniermittel, mit der die Aufnahmevorrichtung
positionsgenau bezüglich der Klebebindevorrichtung mit der Klebebindevorrichtung verbindbar
ist. Dabei handelt es sich vorteilhafterweise um selbst zentrierende Positioniermittel,
die auf reproduzierbare Weise stets die exakte Position zwischen Klebebindevorrichtung
und Aufnahmevorrichtung und damit auch zwischen der wenigstens einen Bearbeitungseinheit
und der Klebebindevorrichtung gewährleisten.
[0006] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
weist die Aufnahmevorrichtung Höhenverstellmittel auf, mit der die Höhenposition der
wenigstens einen Bearbeitungseinheit verstellbar ist, während die Bearbeitungseinheit
in die Aufnahmevorrichtung eingebaut ist und insbesondere während die Aufnahmevorrichtung
mit der Klebebindevorrichtung verbunden ist. Vorteilhafterweise sind diese Höhenverstellmittel
der Aufnahmevorrichtung bzw. die Bearbeitungseinheiten derart, dass unterschiedliche
Bearbeitungseinheiten mit dem gleichen Höhenverstellmittel bezüglich ihrer Höhenposition
feinjustierbar sind. Die Feinjustage der Höhenverstellmittel ist wichtig für die präzise
Bearbeitung der Buchrücken, insbesondere im Bereich des Rückenbeschnitts der Buchblöcke
sowie bezüglich des Leünauftrags. Durch die Verlagerung der Höhenverstellung der Bearbeitungseinheiten
in eine separate Aufnahmevorrichtung sind die Bearbeitungseinheiten selbst leichter
handhabbar.
[0007] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
weist die Aufnahmevorrichtung Kippmittel auf, mit der die wenigsten eine Bearbeitungseinheit
verkippbar ist, während die wenigsten eine Bearbeitungseinheit in die Aufnahmevorrichtung
eingebaut ist und insbesondere, während die Aufnahmevorrichtung mit der Klebebindevorrichtung
verbunden ist. Das Verkippen einer Bearbeitungseinheit ist beispielsweise für eine
Leimauftragseinheit mit zwei Tauchwalzen wichtig, bei der durch die Verkippung der
Bearbeitungseinheit der Abstand der einzelnen Tauchwalzen zu dem Buchrücken separat
eingestellt werden kann. Vorteilhafterweise ist mit den Kippmittehi gleichzeitig auch
eine Höhenverstellung der Bearbeitungseinheit möglich. Auch hier ist es vorteilhaft,
dass die Kippmittel sich in der Aufnahmevorrichtung selbst befinden und sich vorteilhafterweise
leicht von der Bearbeitungseinheit trennen lassen, so dass die Bearbeitungseinheit
leichter handhabbar ist.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
handelt es sich bei der wenigstens einen Bearbeitungseinheit um wahlweise ein Heißleimbecken
oder PUR-Auftragseinheit. Das Heißleimbecken bzw. die PUR-Auftragseinheit sind also
insoweit baugleich, dass sie den selben Aufnahmeplatz der Aufnahmevorrichtung einnehmen
können.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
weist die Aufnahmevorrichtung zusätzlich eine weitere Bearbeitungseinheit auf, insbesondere
eine Seitenleimauftragseinheit. Vorteilhafterweise weist die Aufnahmevorrichtung Seitenverschiebungsmittel
auf, vermittels der die Seitenleimauftragseinheit an die Dicke eines Buchblocks anpassbar
ist. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass die Aufnahmevorrichtung einen Antrieb aufweist,
der eine Auftragseinheit für den Seitenleim seitlich verschieben kann, so dass der
Leün auf die Außenseite von Buchblöcken mit unterschiedlichen Abmessungen, insbesondere
in Hinblick auf die Dicke der Buchblöcke auftragbar ist.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
weist die Aufnahmevorrichtung zusätzlich verstellbare Kontaktelemente auf, die derart
an der Aufnahmevorrichtung angeordnet sind, so dass mittels der verstellbaren Kontaktelemente
die Aufnahmevorrichtung gegen die Klebebindevorrichtung abstützbar ist, wenn Aufnahmevorrichtung
und Klebebindeverrichtung verbunden sind. Auf diese Weise können die Verbindungsmittel,
die die positionsgenaue Verbindung zwischen Aufnahmevorrichtung und Klebebindevorrichtung
gewährleisten, mechanisch entlastet werden.
[0011] Die Erfindung betrifft auch eine Klebebindevorrichtung, wobei die Klebebindevorrichtung
wenigstens eine mechanische Schnittstelle aufweist, die derart ausgestaltet ist, dass
eine Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1 mit der Klebebindevorrichtung verbindbar
ist. Diese mechanische Schnittstelle stellt nach dem Schlüssel-/Schlossprinzip das
Gegenstück zu den Verbindungsmitteln der Aufnahmevorrichtung dar.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltung dieser erfindungsgemäßen Klebebindevorrichtung
ist der Antrieb für wenigstens eine Bearbeitungseinheit die lösbar mit der Aufnahmevorrichtung
verbindbar ist, Teil der Klebebindevorrichtung. Zum einen hat dies den Vorteil, dass
die Bearbeitungseinheit und die Aufnahmevorrichtung handlicher sind, da sie keinen
eigenen Antrieb aufweisen. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einer Höhenverstellung
der Bearbeitungseinheit in der Aufnahmevorrichtung eine Höhenverstellung des Antriebs
für die wenigstens eine Bearbeitungseinheit nicht erforderlich ist, da dieser Antrieb
ja in der Klebebindevorrichtung angeordnet ist.
[0013] In Weiterbildung dieser vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klebebindevorrichtung
ist der Antrieb der wenigsten einen Bearbeitungseinheit von einer Antriebswelle, die
in der Klebebindevorrichtung angeordnet ist, auf eine Antriebswelle, die in der wenigstens
einen Bearbeitungseinheit angeordnet ist, über einen Adapter auf die wenigstens eine
Bearbeitungseinheit übertragbar. Der Antrieb der wenigstens einen Bearbeitungseinheit
wird also nicht zunächst auf die Aufnahmevorrichtung und von dieser auf die Bearbeitungseinheit
übertragen, sondern direkt auf die Bearbeitungseinheit.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klebebindevorrichtung
ist der Adapter derart ausgestaltet und auf der Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung
angeordnet ist, derart angeordnet, dass die Antriebswellen untereinander einen Achsversatz
von bis zu 12 mm aufweisen können. Der Achsversatz zwischen den beiden Antriebswellen
hängt dabei von der Höhenposition der Bearbeitungseinheit in der Aufnahmevorrichtung
ab. Je nach Buchblock und gewünschter Bearbeitung, etwa Leimdicke oder Schneidtiefe,
ist eine unterschiedliche Höhendifferenz zwischen dem Buchrücken des Buchblocks und
der Bearbeitungseinheit erforderlich. Entsprechend muss die Arbeitshöhe der Bearbeitungseinheit
relativ zum Buchrücken von Auftrag zu Auftrag verstellbar sein. Die Ausgestaltung
des Adapters, einem Achsversatz der Antriebswellen zueinander von bis zu 12 mm zuzulassen
und dennoch die Kraft des Antriebs auf die wenigstens eine Bearbeitungseinheit zu
ermöglichen, trägt diesen unterschiedlichen Anforderungen Rechnung. Die erforderliche
Höhendifferenz zwischen einzelnen Aufträgen kann aber auch im Bereich von 6 mm bzw.
3mm oder auch nur Zehntelmillimetern liegen.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klebebindevorrichtung
weist die Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung angeordnet ist, und die
Antriebswelle, die in der wenigstens einen Bearbeitungseinheit angeordnet ist, jeweils
einen Mitnehmerstift auf, wobei die jeweiligen Mitnehmerstifte in Aussparungen im
Adapter passen. Diese Mitnehmerstifte dienen der Kraftübertragung von der Antriebswelle,
die in der Klebebindevorrichtung angeordnet ist, auf die Antriebswelle, die in der
wenigsten einen Bearbeitungseinheit angeordnet ist.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klebebindevorrichtung
ist der Adapter auf der Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung angeordnet
ist, gegen die Antriebswelle, die in der wenigsten einen Bearbeitungseinheit angeordnet
ist, angefedert, derart, dass der Mitnehmerstift, den die Antriebswelle aufweist,
die in der wenigsten einen Bearbeitungseinheit angeordnet ist, den Adapter auf der
Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung angeordnet ist, beim Verbindung von
der Klebebindevorrichtung mit der Aufnahmevorrichtung zurückschiebt, wenn der Mitnehmerstift
der Antriebswelle, die in der wenigsten einen Bearbeitungseinheit angeordnet ist,
nicht mit der entsprechenden Aussparung des Adapters fluchtet. Das bedeutet, dass
beim Verbinden von Aufnahmevorrichtungen und Klebebindevorrichtung der Adapter immer
dann auf der Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung angeordnet ist, von dem
Mitnehmerstift, den die Antriebswelle aufweist, die in der wenigstens einen Bearbeitungseinheit
angeordnet ist, zurückgeschoben wird, wenn der Mitnehmerstift eine andere Winkelstellung
hat als die entsprechende Aussparung im Adapter. Sobald der Antrieb jedoch in Gang
gesetzt wird, dreht sich der Adapter auf der Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung
angeordnet ist, soweit, bis eine Aussparung, die für den Mitnehmerstift vorgesehen
ist, mit dem Mitnehmerstift fluchtet. Dann rastet der Mitnehmerstift in den Adapter
ein und die Kraftübertragung von der Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung
angeordnet ist, auf die Antriebswelle, die in der Aufnahmevorrichtung angeordnet ist,
ist gewährleistet. Durch diese Maßnahme wird das Verbindung von Aufnahmevorrichtung
mit Klebebindevorrichtung erheblich erleichtert, da es nicht erforderlich ist, vor
dem Verbinden die Antriebswellen zueinander in eine fest Winkelbeziehung zu bringen,
da spätestens nach einer Umdrehung der Antriebswelle, die in der Klebebindevorrichtung
angeordnet ist, der Adapter aufgrund der Federkraft die Verbindung zwischen den Antriebswellen
herstellt. In einer alternativen Ausführungsform kann der Mitnehmerstift auch radial
angefedert sein, ähnlich wie bei ineinander einrastenden Stangen (z.B. Zeltstangen).
Vorteilhafterweise ist die Aussparung im Adapter auf der Seite der Bearbeitungseinheit
aber zur Seite hin offen, da ein nicht versenkbarer Mitnehmerstift eine größere Stabilität
hinsichtlich Drehmomentsübertragung aufweist.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klebebindevorrichtung
weist die mechanische Schnittstelle wenigstens einen Zentrierkegel auf und die Verbindungsmittel
der Aufnahmevorrichtung wenigstens einen Zentriertrichter, wobei zur Verbindung von
der Aufnahmevorrichtung mit der Klebebindevorrichtung Zentrierkegel und Zentriertrichter
in Kontakt bringbar sind. Vorteilhafterweise weist die mechanische Schnittstelle zwei
Zentrierkegel auf und die Aufnahmevorrichtung entsprechend positionierte zwei Zentriertrichter.
Dem Fachmann ist klar, dass die mechanische Schnittstelle auch die Zentriertrichter
aufweisen kann und entsprechend die Verbindungsmittel der Aufnahmevorrichtung die
Zentrierkegel. Vorteilhafterweise ist hinter dem Zentrierkegel eine Mutter beweglich
in einer Aussparung angebracht, in die eine Gewindestange, die Teil der Aufnahmevorrichtung
ist, eingeschraubt werden kann. Die Gewindestange geht dabei durch die Achse des Zentriertrichters.
Dadurch, dass die Mutter beweglich gelagert ist, werden sich beim weiteren Einschrauben
der Gewindestange in die Mutter Zentriertrichter und Zentrierkegel auf mechanische
Weise ineinander schieben und so eine exakte positionsgenaue Ausrichtung mit einer
Genauigkeit im Bereich von wenigen 10 µm, je nach Fertigungstoleranzen zwischen Aufnahmevorrichtung
und Klebebindevorrichtung gewährleisten.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind
die Verbindungsmittel zum Verbinden von der Aufnahmevorrichtung mit der Klebebindevorrichtung
derart ausgebildet, dass die Aufnahmevorrichtung den Kontakt mit dem Boden verliert,
wenn die Aufnahmevorrichtung mit der Klebebindevorrichtung verbunden ist. Dadurch
wird die Verbindung zwischen Aufnahmevorrichtung und Klebebindevorrichtung unabhängig
von Bodenunebenheiten. Vorteilhafterweise wird das Abheben der Aufnahmevorrichtung
vom Boden mechanisch durch das Zusammenspiel von Zentriertrichter und Zentrierkegel
bewirkt.
[0019] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden im folgenden
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Einzelnen näher beschrieben. Es zeigen in
schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer Aufnahmevorrichtung mit zwei Bearbeitungseinheiten sowie
der mechanischen Schnittstelle der nicht gezeigten Klebebindevorrichtung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung,
- Fig. 3
- eine Vergrößerung der Seitenansicht aus Fig. 2 mit Schnitten durch die Antriebsübertragung
und die Zentriermittel der Aufnahmevorrichtung, der Bearbeitungseinheit bzw. der mechanischen
Schnittstelle der Klebebindevorrichtung,
- Fig. 4
- eine Vorderansicht der Aufnahmevorrichtung mit zwei Bearbeitungseinheiten,
- Fig. 5
- eine isometrische Aufsicht auf eine Aufnahmevorrichtung mit zwei Bearbeitungseinheiten,
die in Verbindung mit der mechanischen Schnittstelle der Klebebindevorrichtung stehen,
und
- Fig. 6
- eine erfindungsgemäße Aufnahmevorrichtung mit zwei Bearbeitungseinheiten, wobei nur
eine der Bearbeitungseinheiten durch die mechanische Schnittstelle der Klebebindevorrichtung
angetrieben wird.
[0020] Die in den Figuren 1 bis 6 dargestellte Aufnahmevorrichtung 100 stellt ein Ausführungsbeispiel
der Aufnahmevorrichtung 100 dar, bei dem ein Heißleimbecken 10 und ein Seitenleimbecken
30 als Bearbeitungseinheiten angeordnet sind. Es ist klar, dass in eine derartige
Aufnahmevorrichtung auch andere Bearbeitungseinheiten für die unterschiedlichen Bearbeitungsstationen
einer Klebebindevorrichtung aufgenommen werden können, etwa eine Geradestoßeinheit,
Buchrückenbeschnitt- und Aufraueinheiten usw. Die nicht gezeigte Klebebindevorrichtung
40' kann eine oder mehrer der mechanischen Schnittstellen 40 aufweisen, je nach Anzahl
von Aufnahmevorrichtungen 100.
[0021] Das Heißleimbecken 10 weist eine erste Auftragsrolle 11 und eine zweite Auftragsrolle
13 auf, mit der Heißleim, der in dem Heißleimbecken 10 in flüssiger Form vorliegt,
auf einen vorbei geführten Buchrücken aufgetragen wird. Die erste Auftragsrolle 11
ist auf einer ersten Auftragsrollenwelle 12 gelagert, die zweite Auftragsrolle 13
ist auf der zweiten Auftragsrollenwelle 14 gelagert. Auf dieser Auftragsrollenwelle
14 ist ein Zahnrad 15 angeordnet, das in Eingriff mit einem weiteren Zahnrad 16 steht,
das wiederum in Eingriff mit einem weiteren Zahnrad 17 steht, das auf der ersten Auftragsrollenwelle
12 angeordnet ist. Durch die Zahnräder 15, 16, 17 wird der Antrieb der Auftragsrollenwelle
12 auf beide Auftragsrollen 11, 13, übertragen. Das Heißleimbecken 10 weist darüber
hinaus eine Spinnerrolle 18 auf, die über ein Zahnrad 19 angetrieben wird, wobei das
Zahnrad 19 in Eingriff mit dem Zahnrad 15 auf der Auftragsrollenwelle 12 in Eingriff
steht. Die Spinnerrolle 18 dient zur Vergleichmäßigung der Leimschicht auf dem Buchrücken.
[0022] Wie in Fig. 4 zu sehen ist, weist das Heißleimbecken 10 Lagerbolzen 110 auf, die
in Hebeln 111 der Aufnahmevorrichtung 100 gelagert sind. Die Hebel 111 dienen zur
Höhenverstellung sowie zur Verkippung des Heißleimbeckens 10. Dazu ist jeder Hebel
111 jeweils um den Drehpunkt 112 verschwenkbar. Dies erfolgt über einen Läufer 113
am Ende des Hebels 111, der auf einer Gewindestange 114 läuft. Die Gewindestange wird
über einen Antrieb 116, beispielsweise einen Elektromotor über eine Kette 115 angetrieben,
was zu einer seitlichen Verschiebung des Läufers 113 führt. Durch den langen Hebelarm
des Hebels 111 ist so eine sehr feine Höhenveränderung des Lagerbolzens 110 und damit
des Heißleimbeckens 10 möglich. Werden beide Hebel 111 auf gleiche Weise um die Drehpunkte
112 verschränkt, führt das Heißleimbecken 10 eine Höhenverschiebung parallel zur Horizontalen
aus. Durch ein unterschiedliches Verschwenken der Hebel 111 um die Drehpunkte 112
kann das Heißleünbecken 10 einseitig angesenkt oder angehoben werden, und dadurch
eine Verkippung des Heißleimbeckens 10 erreicht werden. Dies wird beispielsweise dann
durchgeführt, wenn die Auftragsrollen 11, 13 unterschiedliche Spalte zu einem vorbei
geführten Buchrücken aufweisen sollen, und damit eine unterschiedlichen Leimmenge
auf dem Buchrücken auftragen. Das in Fig. 6 gezeigte PUR-Becken 20 weist die gleichen
Lagerbolzen 110 wie das Heißleimbecken 10 auf und ist entsprechend auf gleiche Weise
höhenverstell- bzw. kippbar. Dementsprechend können Heißleimbecken 10 und PUR-Becken
20 einfach untereinander ausgetauscht werden.
[0023] Das Seitenleimbecken 30 weist zwei geneigte Auftragsscheiben 31 auf. Diese tauchen
in Leim im Seitenleimbecken 30 einseitig ein und übertragen durch Drehung den Leim
auf die Seiten des Buchrückens. Eine der Auftragsscheiben 31 ist auf einem Schlitten
34 gelagert, der entlang einer Führungsstange, die in einem Lagerblock 32 gelagert
ist, vermittels einer Gewindestange 33 verschiebbar ist. Dies dient zur Anpassung
des Abstands der Auftragsscheiben 31 zueinander in Abhängigkeit der Dicke eines zu
beleimenden Buchblocks. An der Gewindestange 33 ist außerhalb des Seitenleimbeckens
30 ein Zahnrad 35 angebracht, das über eine Kette 36 und über ein weiteres Zahnrad,
das auf einer Welle 37 angeordnet ist, mit dem Antrieb 38 der Seitenverschiebung der
Auftragsscheibe 31 verbunden. Dabei treibt der Antrieb 38 die Welle 37 über eine weitere
Kette 39 an. Auf der Welle 37 ist ein Gewinde 82 eingeschnitten, auf dem ein Läufer
80, der von einer Führungsstange 83 geführt wird, beweglich ist. Der Läufer 80 trägt
einen Signalgeber, der von einem Detektor 81 zur Einstellung eines Nullpunkts wechselwirkt.
Durch diesen Signalgeber auf dem Läufer 80 lässt sich über die Anzahl der Drehungen
der Welle 37 der Abstand der Auftragsscheiben 31 zueinander absolut bestimmen und
ein definierter Nullpunkt immer wieder anfahren.
[0024] Zur Höhenverstellung des Seitenleimbeckens 30, das auf einer Aufnahmeplatte 130 angeordnet
ist, dient ein Parallelogramm, das aus der Aufnahmeplatte 130, zwei Kniehebeln 131,
133 und einer Stange 134 gebildet wird, wobei sich die Kniehebel 131 um die Drehpunkte
132 drehen können. Einer der Kniehebel 133 weist eine Hebelverlängerung 135 auf, an
deren Ende ein Bolzen 136 in einem Langloch 137 angeordnet ist. Der Bolzen 136 ist
mittels eines Antriebs 138 entlang nicht gezeigter Führungselemente horizontal verschiebbar,
was zu der entsprechenden Höhenverstellung des Seitenleimbeckens 30 führt.
[0025] Die Aufnahmevorrichtung weist Gehäusewände 1 auf, die über Querverstrebungen 8, 76,
90 miteinander fest verbunden sind. Im unteren Bereich der Aufnahmevorrichtung 100
sind Lenkrollen 3 und Bockrollen 5 angeordnet. Die Lenkrolle 3 ist über ein Lenkrollenlager
2 mit der Aufnahmevorrichtung 100 verbunden, die Bockrolle 5 über ein Bockrollenlager
4 an einer Befestigungsplatte 6, die höhenverstellbar in Langlöchern 7 eingeschraubt
werden kann. Auch die Lenkrollen 3 sind über entsprechende Befestigungsplatten 6 höhenverstellbar
in Langlöchern 7 angeordnet.
[0026] In Fig. 3 sind die Verbindungsmittel und Zentriermittel zwischen Aufnahmevorrichtung
100 und der mechanischen Schnittstelle 40 der Klebebindevorrichtung 40' gezeigt. Diese
Verbindungsmittel und Zentriermittel zwischen Aufnahmevorrichtung 100 und der mechanischen
Schnittstelle 40 der Klebebindevorrichtung 40' sind insgesamt genau zweimal vorgesehen.
Zur Verbindung von Aufnahmevorrichtung 100 und mechanischer Schnittstelle 40 wird
ein Gewinde 70 in eine Mutter 64 eingeschraubt. Das Gewinde 70 ist am Ende einer Stange
73 angebracht, wobei die Stange 73 am Ende ein Handrad 72 aufweist, mit dem Stange
und Gewinde drehbar sind. Das Gewinde 70 durchstößt in der Aufnahmevorrichtung einen
Zentriertrichter 74, der an einer Querverstrebung 76 der Aufnahmevorrichtung 100 befestigt
ist. Auf der Seite der mechanischen Schnittstelle 40 ist auf einer Baugruppenwand
66 ein Zentrierkegel 60 angeordnet, wobei die Kegelgeometrie des Zentrierkegels 60
der Trichtergeometrie des Zentriertrichters 74 entspricht. Die Mutter 64 ist in einer
Aussparung 65 der Baugruppenwand 66 lose gelagert. Der Zentrierkegel 60 weist auf
seiner Achse eine Bohrung 63 auf, die weit größer ist als der Durchmesser des Gewindes
70, aber kleiner als die Mutter 64. Die Aussparung 65 in der Baugruppenwand 66 ist
derart dimensioniert, dass die Mutter 64 auf jeden Fall an der Rückseite des Trichters
60 außerhalb der Bohrung 63 ringsum aufliegt.
[0027] Wird nun die Stange 73 mit dem Gewinde 70 voran in die Bohrung 63 eingeschoben, so
sorgt die Phase 71 am Ende der Stange 73 dafür, dass die Mutter 64 auf das Gewinde
70 rutscht. Die Baugruppe 40 der Klebebindevorrichtung 40' und die Aufnahmevorrichtung
100 sind in diesem Zeitpunkt so zueinander ausgerichtet, dass die Achse des Zentriertrichters
74 etwas unter der Achse des Zentrierkegels 60 liegt. Die maximale Differenz der Achsenlage
von Zentriertrichter und Zentrierkegel 74 wird dabei durch die Größe der Bohrung 63
vorgegeben. Wird nun mittels des Handrads 72 das Gewinde 70 weiter in die Mutter 64
eingedreht, so kommt die Trichterfläche 75 mit der Kegelfläche 62 in Berührung. Durch
den Achsversatz kommt diese Berührung zunächst oberhalb der Stange 73 zustande. Wird
nun das Gewinde 70 weiter in die Mutter 64 eingedreht, gleitet der Zentriertrichter
74 auf den Zentrierkegel 60. Gleichzeitig gleitet die Mutter 64 in der Aussparung
65 und der Nut 61 aufwärts, bis die Achsen von Zentrierkegel 60 und Zentriertrichter
74 übereinstimmen. Da die Trichterfläche 75 und die Kegelfläche 62 rund sind, wird
gleichzeitig auch ein möglicher seitlicher Versatz von der Aufnahmevorrichtung 100
zu der mechanischen Schnittstelle 40 ausgeglichen. Durch den Ausgleich des anfänglichen
Höhenversatzes zwischen Aufnahmevorrichtung 100 und mechanischer Schnittstelle 40
wird die Aufnahmevorrichtung 100 angehoben, insbesondere soweit, dass die Räder 3,
5 der Aufnahmevorrichtung den Boden nicht mehr berühren. Da die Aufnahmevorrichtung
100 wesentlich leichter als die Klebebindevorrichtung 40', ist es erforderlich, die
Höhendifferenz zwischen Aufnahmevorrichtung 100 und Klebebindevorrichtung 40' bzw.
mechanischer Schnittstelle 40 derart voreinzustellen.
[0028] Die mechanische Schnittstelle 40 stellt auch noch eine Verbindung zwischen einem
Antrieb 41, der in den Figuren lediglich durch das Antriebszahnrad 41 symbolisiert
wird, des Heißleimbeckens 10 bzw. Seitenleimbeckens 30 dar. Exemplarisch wird in Fig.
3 der Schnitt durch die Verbindung zwischen dem Seitenleimbecken 30 und dem Antrieb
41 dargestellt, die Verbindung zwischen dem Antrieb 41 und dem Heißleimbecken 20 ist
aber identisch.
[0029] Wie in Fig. 1 zu sehen ist, ist ein Antriebszahnrad 41 vorgesehen, das von einem
Elektromotor, der nicht gezeigt ist, angetrieben wird. Eine nicht gezeigte Kette ist
um das Antriebszahnrad 41 sowie die Zahnräder 42, 45 geschlungen und treibt damit
die Antriebswellen 43, 46 an. Die Antriebswellen 43, 46 sind in Wellenlagern 44, 47
in der mechanischen Schnittstelle 40 gelagert. Die Antriebswellen 43, 46 weisen Adapter
48 auf. Diese Adapter 48 sind genauer in Fig. 3 zu erkennen. Die Adapter 48 sind Hohlzylinder
mit schlitzförmigen Aussparungen 50, 51 und sind federnd auf den jeweiligen Antriebswellen
43, 46, die in der mechanischen Schnittstelle 40 angeordnet sind, angebracht. Die
Aussparungen 50, 51 die in Richtung der Aufnahmevorrichtung 100 weisen, sind zum Rand
hin offen. In diese Aussparungen 50, 51 passen Mitnehmerstifte 55, 49, die einerseits
auf der Antriebswelle 46 der mechanischen Schnittstelle 40 bzw. der Seitenleimantriebswelle
53 angeordnet sind. Die Aussparungen 50, 51 sind dabei derartig dimensioniert, dass
ein Achsversatz zwischen der Antriebsachse 56 und der Seitenleimantriebsachse 54 von
bis zu 12 mm möglich ist, und trotzdem eine zuverlässige Kraftübertragung vom Antrieb
41 zum Seitenleimbecken 30 gewährleistet ist. In anderen Ausführungsformen ist der
Adapter so ausgelegt, um eine Höhendifferenz von 6 bzw. 3 mm ausgleichen zu können.
[0030] Die Federung des Adapters 48 auf der Antriebswelle 46 ist nun derart, dass der Mitnehmerstift
55 der Seitenleimantriebswelle 43 den Adapter 48 auf die Antriebswelle 46 zurückschiebt,
wenn der Mitnehmerstift 55 nicht mit der Aussparung 50 des Adapters 48 fluchtet. Dies
ist immer dann der Fall, wenn die Mitnehmerstifte 55, 59 nicht die gleiche Winkelstellung
haben, da die Aussparungen 50, 51 auf dem Adapter 48 fluchtend miteinander angeordnet
sind. Dies bedeutet aber, dass unabhängig von der Winkelstellung der Steinleimantriebsachse
eine Verbindung von Aufnahmevorrichtung 100 und Klebebindevorrichtung 40' mit der
mechanischen Schnittstelle 40 möglich ist. Wird die Antriebswelle 46 nämlich durch
den Antrieb 41 gedreht, kommt spätestens nach einer Umdrehung bzw. einer halben Umdrehung,
wenn der Mitnehmerstift 55 wie gezeigt auf beiden Seiten aus der Seitenleimantriebswelle
53 herausragt, in eine Winkellage, die der Winkellage der Aussparung 50 entspricht,
so dass der Adapter 48 durch die Federkraft getrieben auf die Seitenleimantriebswelle
53 rutscht und dadurch die Kraftübertragung des Antriebs über den Mitnehmer 55 gewährleistet.
[0031] Die Aufnahmevorrichtung 100 wird gegenüber der Klebebindevorrichtung 40' zusätzlich
zu den bereits beschriebenen Verbindungsmitteln durch Schrauben 91 gegen die Klebebindevorrichtung
abgestützt. Diese Schrauben 91 dienen aber lediglich als Kontaktelemente, die das
Drehmoment, das durch die Verbindung zwischen Aufnahmevorrichtung 100 und mechanischer
Schnittstelle 40 aufgrund es Eigengewichts der Aufnahmevorrichtung 100 aufzufangen.
Dazu sind die Schrauben 91 in Schraubenlöchern 92 in Querverstrebungen 90 verstellbar
eingeschraubt, je nach Distanz zur Klebebindevorrichtung 40'.
[0032] Wie in Fig. 5 zu sehen ist, weist das Heißleimbecken 10 eine entsprechende Adapterverbindung
mit der mechanischen Schnittstelle 40 auf, wie das Seitenleimbecken. In Fig. 6 dagegen
ist ein PUR-Becken in der Aufnahmevorrichtung 100 platziert. Da das PUR-Becken keine
rotierenden Auftragswalzen kennt, sondern es sich dabei um ein Düsenauftragssystem
handelt, findet hier auch keine Verbindung eines Antriebs 41 über einen Adapter 48
mit dem PUR-Becken statt. Das PUR-Becken weist einen Düsenblock 21, der auf Führungsstangen
22 gelagert ist, entlang der er über eine Gewindestange 25 mit einer Feinjustageschraube
23 einjustierbar ist, auf. Zur Kontrolle der Feinjustage dient ein Maßstab 24.
Liste der Bezugszeichen
[0033]
- 1
- Gehäusewand
- 2
- Lenkrollenlager
- 3
- Lenkrolle
- 4
- Bockrollenlager
- 5
- Bockrolle
- 6
- Befestigungsplatte
- 7
- Langloch
- 8
- Querverstrebung
- 10
- Heißleimbecken
- 11
- erste Auftragsrolle
- 12
- erste Auftragsrollenwelle
- 13
- zweite Auftragsrolle
- 14
- zweite Auftragsrollenwelle
- 15
- Zahnrad
- 16
- Zahnrad
- 17
- Zahnrad
- 18
- Spinnerrolle
- 19
- Zahnrad
- 20
- PUR-Becken
- 21
- Düsenblock
- 22
- Führungsstange
- 23
- Feinjustage
- 24
- Maßstab
- 25
- Gewindestange
- 30
- Seitenleimbecken
- 31
- Auftragsscheibe
- 32
- Lagerblock
- 33
- Gewindestange
- 34
- Schlitten
- 35
- Zahnrad
- 36
- Kette
- 37
- Welle
- 38
- Antrieb
- 39
- Kette
- 40
- mechanische Schnittstelle (40)
- 40'
- übergeordnete Baugruppe
- 41
- Antriebszahnrad
- 42
- Zahnrad
- 43
- Antriebswelle
- 44
- Wellenlager
- 45
- Zahnrad
- 46
- Antriebswelle
- 47
- Wellenlager
- 48
- Adapter
- 49
- Mitnehmerstift
- 50
- Aussparung
- 51
- Langloch
- 52
- Fase
- 53
- Seitenleimantriebswelle
- 54
- Seitenleimantriebsachse
- 55
- Mitnehmerstift
- 56
- Antriebsachse
- 57
- Fase
- 60
- Zentrierkegel
- 61
- Nut
- 62
- Kegelfläche
- 63
- Bohrung
- 64
- Mutter
- 65
- Aussparung
- 66
- Baugruppenwand
- 70
- Gewinde
- 71
- Fase
- 72
- Handrad
- 73
- Stange
- 74
- Zentriertrichter
- 75
- Trichterfläche
- 76
- Querverstrebung
- 80
- Läufer
- 81
- Detektor
- 82
- Gewinde
- 83
- Führungsstange
- 90
- Querverstrebung
- 91
- Schraube
- 92
- Schraubloch
- 100
- erfindungsgemäße Vorrichtung
- 110
- Lagerbolzen
- 111
- Hebel
- 112
- Drehpunkt
- 113
- Läufer
- 114
- Gewindestange
- 115
- Kette
- 116
- Antrieb
- 130
- Aufnahmeplatte
- 131
- Kniehebel
- 132
- Drehpunkt
- 133
- Kniehebel
- 134
- Stange
- 135
- Hebelverlängerung
- 136
- Bolzen
- 137
- Langloch
- 138
- Antrieb
1. Aufnahmevorrichtung (100) zur Aufnahme von wenigstens einer Bearbeitungseinheit (10,
20, 30) für eine Klebebindevorrichtung (40'), wobei die Aufnahmevorrichtung (100)
lösbar mit einer Klebebindevorrichtung (40') verbindbar ist,
wobei an der Aufnahmevorrichtung (100) die wenigstens eine Bearbeitungseinheit (10,
20, 30) lösbar befestigbar ist,
mit Verbindungsmitteln (70, 71, 72, 73, 74, 75) zum Verbinden von der Aufnahmevorrichtung
(100) mit der Klebebindevorrichtung (40').
2. Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsmittel (70, 71, 72, 73, 74, 75) Positioniermittel (71, 74, 75) umfassen,
mit der die Aufnahmevorrichtung (100) positionsgenau bezüglich der Klebebindevorrichtung
(40') mit der Klebebindevorrichtung (40') verbindbar ist.
3. Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmevorrichtung (100) Höhenverstellmittel (111, 112, 113, 114, 115, 116,
130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138) aufweist, mit der die Höhenposition der
wenigstens einen Bearbeitungseinheit (10, 20, 30) verstellbar ist, während die Bearbeitungseinheit
(10, 20, 30) in die Aufnahmevorrichtung (100) eingebaut ist und insbesondere, während
die Aufnahmevorrichtung (100) mit der Klebebindevorrichtung (40') verbunden ist.
4. Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmevorrichtung (100) Kippmittel (111, 112, 113, 114, 115, 116) aufweist,
mit der die wenigstens eine Bearbeitungseinheit (10, 20, 30) verkippbar ist, während
die wenigstens eine Bearbeitungseinheit (10, 20, 30) in die Aufnahmevorrichtung (100)
eingebaut ist und insbesondere, während die Aufnahmevorrichtung (100) mit der Klebebindevorrichtung
(40') verbunden ist.
5. Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei der wenigstens einen Bearbeitungseinheit (10, 20, 30) um wahlweise ein
Heißleimbecken (10) oder eine PUR-Autragseinheit (20) handelt.
6. Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmevorrichtung (100) zusätzlich eine weitere Bearbeitungseinheit (10, 20,
30) aufweist, insbesondere eine Seitenleimauftragseinheit (30).
7. Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmevorrichtung (100) Seitenverschiebungsmittel (36, 37, 38, 39) aufweist,
vermittels der die Seitenleünauftragseinheit (30) an die Dicke eines Buchblocks anpassbar
ist.
8. Aufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmevorrichtung (100) zusätzlich verstellbare Kontaktelemente (91) aufweist,
die derart an der Aufnahmevorrichtung (100) angeordnet sind, so dass mittels der verstellbaren
Kontaktelemente (91) die Aufnahmevorrichtung (100) gegen die Klebebindevorrichtung
(40') abstützbar ist, wenn Aufnahmevorrichtung (100) und Klebebindevorrichtung (40')
verbunden sind.
9. Klebebindevorrichtung
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klebebindevorrichtung (40') wenigstens eine mechanische Schnittstelle (40) aufweist,
die derart ausgestaltet ist, dass eine Aufnahmevorrichtung (100) gemäß Anspruch 1
mit der Klebebindevorrichtung (40') verbindbar ist.
10. Klebebindevorrichtung gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (41) für wenigstens die wenigstens eine Bearbeitungseinheit (10, 20,
30) die lösbar mit der Aufnahmevorrichtung (100) verbindbar ist, Teil der Klebebindevorrichtung
(40') ist.
11. Klebebindevorrichtung gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (41) der wenigstens einen Bearbeitungseinheit (10, 20, 30) von einer
Antriebswelle (46) die in der Klebebindevorrichtung (40') angeordnet ist auf eine
Antriebswelle (53) die in der wenigstens einen Bearbeitungseinheit (10, 20, 30) angeordnet
ist, über einen Adapter (48) auf die wenigstens eine Bearbeitungseinheit (10, 20,
30) übertragbar ist.
12. Klebebindevorrichtung gemäß Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Adapter (48) derart ausgestaltet ist und auf der Antriebswelle (46) die in der
Klebebindevorrichtung (40') angeordnet ist, derart angeordnet ist, dass die Antriebswellen
(46, 53) untereinander einen Achsversatz von bis zu 12 mm aufweisen können.
13. Klebebindevorrichtung gemäß Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebswelle (46) die in der Klebebindevorrichtung (40') angeordnet ist und
die Antriebswelle (53) die in der wenigstens einen Bearbeitungseinheit (10, 20, 30)
angeordnet ist jeweils einen Mitnehmerstift (49, 59) aufweisen, wobei die jeweiligen
Mitnehmerstifte (49, 59) in Aussparungen (50, 51) im Adapter (48) passen.
14. Klebebindevorrichtung gemäß Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Adapter (48) auf der Antriebswelle (46), die in der Klebebindevorrichtung (40')
angeordnet ist, gegen die Antriebswelle (53), die in der wenigstens einen Bearbeitungseinheit
(10, 20, 30) angeordnet ist, angefedert ist, derart, dass der Mitnehmerstift (59)
den die Antriebswelle (53) aufweist, die in der wenigstens einen Bearbeitungseinheit
(10, 20, 30) angeordnet ist, den Adapter (48) auf der Antriebswelle (46), die in der
Klebebindevorrichtung (40') angeordnet ist, beim Verbinden von der Klebebindevorrichtung
(40') mit der Aufnahmevorrichtung (100) zurückschiebt, wenn der Mitnehmerstift (59)
der Antriebswelle (53), die in der wenigstens einen Bearbeitungseinheit (10, 20, 30)
angeordnet ist, nicht mit der entsprechenden Aussparung (58) des Adapters (48) fluchtet.
15. Klebebindevorrichtung gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Schnittstelle (40) wenigstens einen Zentrierkegel (60) aufweist,
und wobei die Verbindungsmittel (70, 71, 72, 73, 74, 75) der Aufnahmevorrichtung (100)
wenigstens einen Zentriertrichter (74) aufweist, und das zur Verbindung von der Aufnahmevorrichtung
(100) mit der Klebebindevorrichtung (40') Zentrierkegel (60) und Zentriertrichter
(74) in Kontakt bringbar sind.
16. Klebebindevorrichtung gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsmittel (70, 71, 72, 73, 74, 75) zum Verbinden von der Aufnahmevorrichtung
(100) mit der Klebebindevorrichtung (40') derart ausgebildet sind, dass die Aufnahmevorrichtung
(100) den Kontakt mit dem Boden verliert, wenn die Aufnahmevorrichtung (100) mit der
Klebebindevorrichtung (40') verbunden ist.