[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Schalter nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] In der Art eines Joystick- oder Cursor-Schalters ausgebildete elektrische Schalter
dienen zur Eingabe von Daten für ein elektrisches Gerät durch einen Benutzer. Beispielsweise
werden solche Schalter für Autoradios, Navigationsgeräte, Bordcomputer oder auch zur
Steuerung sonstiger Funktionen in Kraftfahrzeugen verwendet. Insbesondere läßt sich
ein solcher elektrischer Schalter auch als Multifunktionsschalter zur Menüsteuerung
von Funktionen über ein Display im Kraftfahrzeug verwenden.
[0003] Ein derartiger elektrischer Schalter ist aus der US-A-4 459 440 bekannt und besitzt
ein in einer Verschwenkebene bewegbar gelagertes Betätigungsorgan, das in wenigstens
zwei Richtungen verstellbar ist. Das Betätigungsorgan ist aus einer neutralen Stellung
in eine der jeweiligen Richtung zugeordnete Schaltstellung durch den Benutzer bewegbar.
In der Schaltstellung wirkt das Betätigungsorgan auf ein Schaltelement schaltend ein.
[0004] Der bekannte Schalter kann somit durch Verschwenken betätigt werden. Es mangelt diesem
Schalter jedoch an weiteren Betätigungsmöglichkeiten, so daß dessen Funktionalität
für manche Anwendungen nicht ausreicht.
[0005] Ein elektrischer Schalter mit erweiterter Funktionalität ist aus der DE 296 04 717
U1 bekannt. Dieser Schalter besitzt ein mit Verschwenkmitteln zusammenwirkendes Betätigungsorgan,
so daß das Betätigungsorgan in zwei aufeinander senkrecht stehenden Verschwenkebenen
jeweils in zwei Richtungen aus einer neutralen Stellung in Schwenkstellungen verschwenkbar
ist. Das Betätigungsorgan wirkt weiter mit Verschiebemitteln zusammen, so daß das
Betätigungsorgan um eine Strecke aus einer Nullstellung in eine Verschiebestellung
linear bewegbar ist. Weiter kann das Betätigungsorgan noch mit Drehmitteln derart
zusammenwirken, daß das Betätigungsorgan um bestimmte Winkel aus einer Ausgangsstellung
in Drehstellungen verdrehbar ist. Die Schwenkstellung, die Verschiebestellung sowie
gegebenenfalls die Drehstellung kann entsprechend der US-A-4 459 440 jeweils als Schaltstellung
ausgebildet sein, in der das Betätigungsorgan auf ein Schaltelement schaltend einwirkt.
[0006] In der DE 296 04 717 U1 sind zur Ausbildung der Verschwenkmittel und/oder der Verschiebemittel
und/oder der Drehmittel keine näheren Angaben gemacht. Insbesondere erhält man dort
keine Hinweise, wie die Funktionalität Verschwenken und gegebenenfalls Verschieben
sowie gegebenenfalls Drehen mittels eines einzigen Betätigungsorgans realisierbar
ist. Desweiteren gibt der bekannte Schalter keinen Hinweis auf die Realisierung von
ergonomischen Erfordernissen, insbesondere solche, die für den Einsatz im Kraftfahrzeug
wünschenswert sind. Schließlich ist auch nicht weiter ersichtlich, ob dieser Schalter
zum Einsatz in einem Kraftfahrzeug mit beengten Einbauräumen geeignet ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Verschwenkmittel und gegebenenfalls
die Verschiebemittel sowie gegebenenfalls die Drehmittel derart auszugestalten, daß
die Ergonomie für den mit hoher Funktionalität versehenen Schalter gesteigert ist,
wobei der Schalter insbesondere jedoch mit kleinem Bauraum auskommen soll.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen elektrischen Schalter durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Beim erfindungsgemäßen Schalter ist das Betätigungsorgan mittels des Verschwenkmittels
in wenigstens eine Vorzugsrichtung verschwenkbar. Der Schalter ist somit ergonomisch
sowie dennoch fehlersicher durch den Benutzer bedienbar. Insbesondere bei Verwendung
des Schalters im Kraftfahrzeug erfolgt dessen Bedienung ohne Ablenkung des Benutzers,
was wiederum die Unfallsicherheit steigert. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Zur weiteren Steigerung der Ergonomie wirken das Verschwenkmittel und/oder das Verschiebemittel
mit einem eine Haptik erzeugenden Element zusammen. Dadurch fühlt der Benutzer beim
Bedienen des Schalters eine Art von Rückmeldung des Betätigungsorgans, was ebenfalls
zur Steigerung der Ergonomie für den Benutzer führt.
[0011] In üblicher Weise besitzt der Schalter ein Gehäuse, das aus einem Gehäuseoberteil
und einem Gehäuseunterteil bestehen kann. Das Betätigungsorgan ragt aus dem Gehäuse,
und zwar am Gehäuseoberteil zur Bedienung durch den Benutzer heraus.
[0012] Zur Erweiterung der Funktionalität des Schalters kann das Betätigungsorgan zusätzlich
drehbar ausgestaltet sein. Hierzu wirkt das Betätigungsorgan mit Drehmitteln derart
zusammen, daß das Betätigungsorgan um wenigstens einen Winkel aus einer Ausgangsstellung
in eine als Schaltstellung mit einem Schaltelement ausgebildete Drehstellung verdrehbar
ist. Die Ergonomie für den Benutzer wird weiter gesteigert, wenn die Drehstellungen
des Betätigungsorgans mit einer rastenden Teilung versehen sind. Hierfür kann das
Drehmittel einen Rastkörper, eine Rasthülse sowie gegebenenfalls eine Druckfeder aufweisen,
derart daß der Rastkörper in Zusammenwirken mit der Rasthülse die rastende Teilung
und/oder die Haptik für die rastende Teilung der Drehbewegung erzeugt.
[0013] In weiterer Ausgestaltung weisen das Verschwenkmittel und/oder das Verschiebemittel
und/oder das Drehmittel eine mit dem Betätigungsorgan zusammenwirkende Welle sowie
ein Kugelgelenk als Trägerelement für die Schwenk- und/oder Drück- und/oder Drehbewegung
auf. Dadurch ist das Betätigungsorgan in die Schwenkstellung und/oder Verschiebestellung
und/oder Drehstellung gleichzeitig sowie unabhängig voneinander betätigbar. Insbesondere
sind diese Betätigungsarten beliebig miteinander kombinierbar. Dabei entsteht lediglich
ein geringer Platzbedarf für die Welle mitsamt dem Kugelgelenk, womit der Schalter
trotz hoher Funktionalität sehr kleinbauend ist.
[0014] In einfacher und auch kostengünstiger Art und Weise besteht das die Haptik für das
Verschwenken erzeugende sowie gleichzeitig für die Rückstellung des Betätigungsorgans
dienende Element aus einer Schnappscheibe. Ebenso kann das die Haptik für die lineare
Bewegung erzeugende sowie der Rückstellung für das Drücken des Betätigungsorgans dienende
Element aus einer Schnappscheibe bestehen. Im Hinblick auf die Lebensdauer bietet
es sich an, daß die Schnappscheibe aus Metall besteht. Die Schnappscheibe weist eine
in etwa mittige Öffnung zum Durchtritt der Welle, der die Welle umgebenden Hülse für
das Kugelgelenk o. dgl. auf, womit wiederum eine sehr kompakte Anordnung realisiert
ist.
[0015] Wird der elektrische Schalter zur Cursorsteuerung an einem Display verwendet, so
bietet es sich an, daß das Betätigungsorgan mittels des Verschwenkmittels in wenigstens
zwei aufeinander senkrecht stehende, insbesondere in acht Vorzugsrichtungen verschwenkbar
ist. Zur Realisierung der Verschwenkbarkeit in kompakter Bauart umfaßt das Verschwenkmittel
eine Hülse mit Vertiefungen, wobei die Vertiefungen in Verbindung mit Rippen am Gehäuseoberteil
die Vorzugsrichtungen beim Verschwenken erzeugen. Zusätzlich kann die Hülse noch als
Träger für das die Haptik erzeugende Element dienen sowie den Weg für die Signalgabe
erzeugen. In bedienerfreundlicher Weise ist der Winkel für das Verschwenken vom Gehäuseoberteil
in der Art eines Endanschlags begrenzt. Schließlich kann zwecks Kompaktheit des Schalters
das Verschiebemittel eine weitere Hülse als Träger für das die Haptik erzeugende Element
aufweisen.
[0016] Zur Verwendung im elektrischen Schalter eignen sich eine Vielzahl von Schaltelementen,
beispielsweise eine Schaltmatte, eine Schaltfolie o. dgl. Schaltelemente. Besonders
bevorzugt ist ein optisches Schaltelement. Das optische Schaltelement kann in der
Art einer Gabellichtschranke, in die eine bewegbare Blende eingreift, ausgestaltet
sein. Das Schaltelement ist auf einer Leiterplatte befindlich, die in etwa mittig
im Gehäuse, und zwar am Übergang zwischen Gehäuseoberteil und Gehäuseunterteil, angeordnet
ist. Dadurch ist eine einzige Leiterplatte für alle Schaltfunktionen ausreichend,
was sowohl der Kompaktheit als auch der Kostengünstigkeit zugute kommt.
[0017] Zur Übertragung der Drehbewegung des Betätigungsorgans auf das zugehörige optische
Schaltelement ist an der Welle ein Zahnrad angeordnet, das an dem dem Betätigungsorgan
gegenüberliegenden Ende der Welle befindlich ist. Das Zahnrad greift wiederum in ein
Ritzel an einem Inkrementring ein. Der Inkrementring wirkt mit einer Lichtschranke
als optisches Schaltelement derart zusammen, daß die Lichtschranke Impulse aufgrund
der Drehbewegung des Betätigungsorgans erzeugt.
[0018] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der Schalter
trotz hoher Funktionalität mit geringem Platzbedarf auskommt. Damit ist der Schalter
für enge Bauräume, wie sie im Armaturenbrett, der Mittelkonsole, der Armlehne o. dgl.
im Kraftfahrzeug gegeben sind, geeignet. Weiter ist der Schalter fehlerunanfällig
und besitzt eine hohe Lebensdauer. Der erfindungsgemäße Schalter läßt sich somit vorteilhaft
in rauhen Umgebungsbedingungen, beispielsweise in Kraftfahrzeugen, einsetzen. Außerdem
weist der Schalter eine gute Haptik auf, beispielsweise besitzt der Schalter acht
Vorzugsrichtungen für das Betätigungsorgan bei geringen Betätigungswegen und haptischer
Rückmeldung, was zur Steigerung der Ergonomie beiträgt. Trotz hoher Funktionalität
ist der Schalter einfach, beispielsweise mit den Fingern einer Hand, zu bedienen,
wobei Fehlbedienungen weitgehend ausgeschlossen sind. Außerdem ist der Schalter kostengünstig
herzustellen.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit verschiedenen Weiterbildungen und Ausgestaltungen
ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- perspektivisch einen durch Schwenken, Drücken und Drehen betätigbaren elektrischen
Schalter in der Art eines Multifunktionsschalters, der teilweise aufgeschnitten ist,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den elektrischen Schalter gemäß Fig. 1, wobei das Betätigungsorgan
in der neutralen Stellung befindlich ist,
- Fig. 3
- einen Schnitt wie in Fig. 2, wobei das Betätigungsorgan in der Schwenkstellung befindlich
ist,
- Fig. 4
- die Verschwenk- Verschiebe- und Drehmittel im Gehäuse des Schalters, von dessen Unterseite
aus gesehen, und
- Fig. 5
- ein Bestandteil des Verschwenkmittels als Einzelteil in perspektivischer Ansicht.
[0020] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer elektrischer Schalter 1 zu sehen, der in der
Art eines Joystick- oder Cursor-Schalters bzw. Multifunktionsschalters ausgestaltet
ist. Der Schalter 1 besitzt ein Betätigungsorgan 2, das insbesondere in der Art eines
Knopfes ausgebildet ist. Das Betätigungsorgan 2 ist vom Benutzer auf mehrere unterschiedliche
Arten manuell betätigbar. Zunächst wirkt das Betätigungsorgan 2 mit Verschwenkmitteln
3 derart zusammen, daß das Betätigungsorgan 2 in einer Verschwenkebene in wenigstens
eine Richtung in der Art einer Vorzugsrichtung vom Benutzer aus einer neutralen Stellung
in eine Schwenkstellung verschwenkbar ist. Weiterhin kann das Betätigungsorgan 2 mit
Verschiebemitteln 5 derart zusammenwirken, daß das Betätigungsorgan 2 um wenigstens
eine Strecke aus einer Nullstellung in eine Verschiebestellung durch Drücken vom Benutzer
linear bewegbar ist. Schließlich kann, falls gewünscht, das Betätigungsorgan 2 noch
mit Drehmitteln 4 derart zusammenwirken, daß das Betätigungsorgan 2 vom Benutzer um
wenigstens einen Winkel aus einer Ausgangsstellung in eine Drehstellung verdrehbar
ist. Die Schwenkstellung, gegebenenfalls die Verschiebestellung sowie gegebenenfalls
die Drehstellung ist jeweils als Schaltstellung ausgebildet, derart daß das Betätigungsorgan
2 in der jeweiligen Schaltstellung auf ein zugehöriges Schaltelement 6, 6', 6" schaltend
einwirkt. Um dem Benutzer eine ergonomische Bedienung des Betätigungsorgans 2 zu gestatten,
wirken das Verschwenkmittel 3 und/oder das Verschiebemittel 5 mit einem eine Haptik
erzeugenden Element 7, 8 zusammen.
[0021] Der Schalter 1 besitzt ein Gehäuse 16, das wiederum aus einem Gehäuseoberteil 9 und
einem Gehäuseunterteil 10 besteht. Aus dem Gehäuse 16, und zwar am Gehäuseoberteil
9 ragt das Betätigungsorgan 2 zur Bedienung durch den Benutzer heraus. Das Verschwenkmittel
3, das Verschiebemittel 5 und/oder das Drehmittel 4 basieren auf einer im Gehäuse
16 gelagerten Welle 11, an deren einem Ende das Betätigungsorgan 2 angeordnet ist.
Insbesondere weisen das Verschwenkmittel 3 und/oder das Verschiebemittel 5 und/oder
das Drehmittel 4 die mit dem Betätigungsorgan 2 zusammenwirkende Welle 11 sowie ein
Kugelgelenk 15 als Trägerelement für die Schwenk- und/oder Drück- und/oder Drehbewegung
auf, wodurch das Betätigungsorgan 2 in die Schwenkstellung und/oder Verschiebestellung
und/oder Drehstellung gleichzeitig sowie unabhängig voneinander und auch in beliebiger
Kombination vom Benutzer betätigbar ist. Das Kugelgelenk 15 ist an einer die Welle
11 umgebenden Hülse 18 angeordnet.
[0022] Bevorzugterweise besitzt das Betätigungsorgan 2 nicht nur eine sondern mehrere Drehstellungen.
Hierzu sind die Drehstellungen mit einer rastenden Teilung versehen. Sind beispielsweise
16 Drehstellungen gewünscht, so beträgt die Teilung 360° / 16 = 22,5°. Selbstverständlich
ist jedoch auch jede andere beliebig wählbare Teilung möglich. Zur Erzeugung der rastenden
Teilung weist das Drehmittel 4 einen Rastkörper 12, eine Rasthülse 13 sowie gegebenenfalls
eine Druckfeder 14 auf. Der Rastkörper 12 erzeugt in Zusammenwirken mit der Rasthülse
13 die Haptik für die rastende Teilung der Drehbewegung, indem bei Drehen des Betätigungsorgans
2 der Rastkörper 12 vom Betätigungsorgan 2 bewegt und dabei in eine Art von Verzahnung
an der Rasthülse 13 eingreift.
[0023] Wie in Fig. 2 zu sehen ist, besteht das die Haptik erzeugende Element 7 für das Verschwenken,
das zusätzlich zur Haptik auch noch die Rückstellung für das Verschwenken des Betätigungsorgans
2 bewirkt, aus einer Schnappscheibe. Ebenso besteht das die Haptik erzeugende Element
8 für die lineare Bewegung, das zusätzlich zur Haptik auch noch die Rückstellung für
das Drücken des Betätigungsorgans 2 bewirkt, aus einer Schnappscheibe. Die Schnappscheibe
7, 8 besteht aus Metall und weist eine in etwa mittige Öffnung 17 zum Durchtritt der
Welle 11, der Hülse 18 für das Kugelgelenk 15 o. dgl. auf, wie anhand der Fig. 4 zu
erkennen ist.
[0024] Das Betätigungsorgan 2 ist mittels des Verschwenkmittels 3 in wenigstens zwei aufeinander
senkrecht stehende Richtungen verschwenkbar, wie anhand der Fig. 2 und Fig. 3 zu erkennen
ist. Daneben können bei einem Multifunktionsschalter neben den 90°-Richtungen auch
noch die 45°-Richtungen als Schwenkstellungen ausgebildet sein, so daß das Betätigungsorgan
2 in acht Vorzugsrichtungen verschwenkbar ist. Das Verschwenkmittel 3 umfaßt eine
Hülse 19 mit Vertiefungen 20, welche deutlich in Fig. 5 zu sehen sind. Diese Vertiefungen
20 erzeugen in Verbindung mit in Fig. 4 sichtbaren Rippen 21 am Gehäuseoberteil 9
die Vorzugsrichtungen beim Verschwenken. Im Falle, daß das Betätigungsorgan 2 in acht
Vorzugsrichtungen verschwenkbar ist, sind acht Rippen 21 sowie acht dazu korrespondierende
Vertiefungen 20 vorhanden. Der Winkel für das Verschwenken des Betätigungsorgans 2
bis in die Schwenkstellung kann durch das Zusammenwirken von Ansätzen 28 an der Hülse
18 mit dem Gehäuseunterteil 10 und/oder dem Gehäuseoberteil 9 in der Art eine Endanschlags
begrenzt sein, wie anhand von Fig. 3 zu erkennen ist. Schließlich dient gemäß Fig.
4 die Hülse 19 noch als Träger für die Schnappscheibe 7 und erzeugt auch den Weg für
die Signalgabe. Das Verschiebemittel 5 weist eine in Fig. 1 sichtbare Hülse 22 als
Träger für die Schnappscheibe 8 auf.
[0025] Das Schaltelement 6, 6' ist als optisches Schaltelement in der Art einer Gabellichtschranke
ausgestaltet. In die Gabellichtschranke 6, 6' greift eine bewegbare Blende 23 ein,
so daß anhand des Signals der Gabellichtschranke 6, 6' die jeweilige Schaltstellung
für das Verschwenken und/oder das Verschieben erkennbar ist. Bei der in Fig. 1 gezeigten
Ausgestaltung dient die Gabellichtschranke 6 zur Signalabgabe für das Verschwenken
des Betätigungsorgans 2. Hierzu wirkt die Hülse 19 mittels eines Auslegers 29 beim
Verschwenken in die entsprechende Richtung auf einen Hebel 30 ein, wobei der Hebel
30 wiederum die Blende 23 dementsprechend in die Gabellichtschranke 6 bewegt. Die
weitere Gabellichtschranke 6' dient zur Signalabgabe für das Drücken des Betätigungsorgans
2.
[0026] Wie weiter in Fig. 1 gezeigt ist, weist die Welle 11 ein Zahnrad 25 auf, das insbesondere
an dem dem Betätigungsorgan 2 gegenüberliegenden Ende der Welle 11 befindlich ist.
Das Zahnrad 25 greift in ein Ritzel 26 an einem Inkrementring 27 ein. Der Inkrementring
27 wirkt mit einer Lichtschranke zusammen, die als Schaltelement 6" für das Drehen
des Betätigungsorgans 2 dient. Dadurch erzeugt die Lichtschranke 6" entsprechende
Impulse aufgrund der Drehbewegung des Betätigungsorgans 2.
[0027] Zweckmäßigeweise sind die Schaltelemente 6, 6', 6" auf einer Leiterplatte 24 angeordnet.
Die Leiterplatte 24 ist in etwa mittig im Gehäuse 16 angeordnet, insbesondere am Übergang
zwischen dem Gehäuseoberteil 9 und dem Gehäuseunterteil 10. Falls notwendig und/oder
gewünscht, kann auf der Leiterplatte 24 weiter eine Elektronik zur Auswertung der
von den Schaltelementen 6, 6', 6" erzeugten Schaltsignale sowie zur Steuerung sonstiger
Funktionen angeordnet sein.
[0028] Ein derartiger Mehrfunktionsschalter läßt sich für Autoradios, für Navigationssysteme
und/oder für Steuergeräte, Displays o. dgl. in Kraftfahrzeugen verwenden. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Sie umfaßt vielmehr auch alle fachmännischen Weiterbildungen im Rahmen der durch die
Patentansprüche definierten Erfindung. Neben Kraftfahrzeuganwendungen kann ein derartiger
Mehrfunktionsschalter in vorteilhafter Weise auch als Eingabemittel für Computer,
Werkzeugmaschinen, Haushaltsgeräte o. dgl. eingesetzt werden.
Bezugszeichen-Liste:
[0029]
- 1:
- elektrischer Schalter
- 2:
- Betätigungsorgan
- 3:
- Verschwenkmittel
- 4:
- Drehmittel
- 5:
- Verschiebemittel
- 6:
- Schaltelement / Gabellichtschranke (für Schwenken)
- 6':
- Schaltelement / Gabellichtschranke (für Drücken)
- 6":
- Schaltelement / Lichtschranke (für Drehen)
- 7,8:
- Haptik erzeugendes Element / Schnappscheibe
- 9:
- Gehäuseoberteil
- 10:
- Gehäuseunterteil
- 11:
- Welle
- 12:
- Rastkörper
- 13:
- Rasthülse
- 14:
- Druckfeder
- 15:
- Kugelgelenk
- 16:
- Gehäuse
- 17:
- Öffnung (in Schnappscheibe)
- 18:
- Hülse (für Kugelgelenk)
- 19:
- Hülse (für Verschwenkmittel)
- 20:
- Vertiefung (in Hülse von Verschwenkmittel)
- 21:
- Rippe
- 22:
- Hülse (für Verschiebemittel)
- 23:
- Blende (für Gabellichtschranke)
- 24:
- Leiterplatte
- 25:
- Zahnrad
- 26:
- Ritzel
- 27:
- Inkrementring
- 28:
- Ansatz (an Kugelgelenk)
- 29:
- Ausleger (an Hülse von Verschwenkmittel)
- 30:
- Hebel (zur Betätigung des Schaltelements für Verschwenkmittel)
1. Elektrischer Schalter, insbesondere in der Art eines Joystick- oder Cursor-Schalters,
mit einem Betätigungsorgan (2), wobei das Betätigungsorgan (2) mit Verschwenkmitteln
(3) derart zusammenwirkt, daß das Betätigungsorgan (2) in einer Verschwenkebene in
wenigstens eine Richtung aus einer neutralen Stellung in eine Schwenkstellung verschwenkbar
ist, wobei insbesondere das Betätigungsorgan (2) mit Verschiebemitteln (5) derart
zusammenwirkt, daß das Betätigungsorgan (2) um wenigstens eine Strecke aus einer Nullstellung
in eine Verschiebestellung linear bewegbar ist, und wobei die Schwenkstellung sowie
gegebenenfalls die Verschiebestellung jeweils als eine Schaltstellung ausgebildet
ist, derart daß das Betätigungsorgan (2) in der Schaltstellung auf ein Schaltelement
(6, 6') schaltend einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan (2) mittels des Verschwenkmittels (3) in wenigstens eine Vorzugsrichtung
verschwenkbar ist.
2. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschwenkmittel (3) und/oder das Verschiebemittel (5) mit einem eine Haptik
erzeugenden Element (7, 8) zusammenwirken.
3. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (1) ein Gehäuse (16) besitzt, das insbesondere aus einem Gehäuseoberteil
(9) und einem Gehäuseunterteil (10) besteht, und daß das Betätigungsorgan (2) aus
dem Gehäuse (16), insbesondere am Gehäuseoberteil (9), herausragt.
4. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan (2) mit Drehmitteln (4) derart zusammenwirkt, daß das Betätigungsorgan
(2) um wenigstens einen Winkel aus einer Ausgangsstellung in eine Drehstellung verdrehbar
ist, wobei insbesondere die Drehstellung als eine ein Schaltelement (6") aufweisende
Schaltstellung ausgebildet ist, daß vorzugsweise die Drehstellungen des Betätigungsorgans
(2) mit einer rastenden Teilung versehen sind, und daß weiter vorzugsweise das Drehmittel
(4) einen Rastkörper (12), eine Rasthülse (13) sowie gegebenenfalls eine Druckfeder
(14) aufweist, derart daß der Rastkörper (12) in Zusammenwirken mit der Rasthülse
(13) die rastende Teilung und/oder eine Haptik für die rastende Teilung der Drehbewegung
erzeugt.
5. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschwenkmittel (3) und/oder das Verschiebemittel (5) und/oder das Drehmittel
(4) eine mit dem Betätigungsorgan (2) zusammenwirkende Welle (11) sowie ein Kugelgelenk
(15) als Trägerelement für die Schwenk- und/oder Drück- und/oder Drehbewegung aufweisen,
derart daß das Betätigungsorgan (2) in die Schwenkstellung und/oder Verschiebestellung
und/oder Drehstellung gleichzeitig sowie unabhängig voneinander, insbesondere beliebig
kombinierbar, betätigbar ist.
6. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das die Haptik erzeugende Element (7) für das Verschwenken aus einer Schnappscheibe
besteht, daß vorzugsweise das die Haptik erzeugende Element (8) für die lineare Bewegung
aus einer Schnappscheibe besteht, daß weiter vorzugsweise die Schnappscheibe (7, 8)
aus Metall besteht, und daß noch weiter vorzugsweise die Schnappscheibe (7, 8) eine
in etwa mittige Öffnung (17) zum Durchtritt der Welle (11) o. dgl. aufweist.
7. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan (2) mittels des Verschwenkmittels (3) in wenigstens zwei aufeinander
senkrecht stehende, insbesondere in acht Vorzugsrichtungen verschwenkbar ist, daß
vorzugsweise das Verschwenkmittel (3) eine Hülse (19) mit Vertiefungen (20) umfaßt,
wobei insbesondere die Vertiefungen (20) in Verbindung mit Rippen (21) am Gehäuseoberteil
(9) die Vorzugsrichtungen beim Verschwenken erzeugen, daß weiter vorzugsweise die
Hülse (19) als Träger für das die Haptik erzeugende Element (7) dient, wobei insbesondere
die Hülse (19) den Weg für die Signalgabe erzeugt, und daß noch weiter vorzugsweise
der Winkel für das Verschwenken vom Gehäuseoberteil (9) in der Art eines Endanschlags
begrenzt ist.
8. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschiebemittel (5) eine Hülse (22) als Träger für das die Haptik erzeugende
Element (8) aufweist.
9. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (6, 6') als optisches Schaltelement in der Art einer Gabellichtschranke,
in die eine bewegbare Blende (23) eingreift, ausgestaltet ist, daß vorzugsweise das
Schaltelement (6, 6', 6") auf einer Leiterplatte (24) angeordnet ist, und daß weiter
vorzugsweise die Leiterplatte (24) in etwa mittig im Gehäuse (16), insbesondere am
Übergang zwischen Gehäuseoberteil (9) und Gehäuseunterteil (10) angeordnet ist.
10. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Welle (11) ein Zahnrad (25) angeordnet ist, das insbesondere an dem dem Betätigungsorgan
(2) gegenüberliegenden Ende der Welle (11) befindlich ist, daß vorzugsweise das Zahnrad
(25) in ein Ritzel (26) an einem Inkrementring (27) eingreift, und daß weiter vorzugsweise
der Inkrementring (27) mit einer Lichtschranke (6") zusammenwirkt, derart daß die
Lichtschranke (6") Impulse aufgrund der Drehbewegung des Betätigungsorgans (2) erzeugt.