[0001] Kontaktleiste zur elektrischen Kontaktierung von beidseitig auf einer Leiterplatte
verlaufenden metallischen Leiterbahnen
[0002] Die Erfindung betrifft eine Kontaktleiste zur elektrischen Kontaktierung von beidseitig
auf einer Leiterplatte verlaufenden metallischen Leiterbahnen, wobei die Kontaktleiste
einen Grundkörper mit in seiner Längsrichtung derart gegenüberliegend angeordneten,
federnden Kontaktelementen aufweist, dass zwischen den einander gegenüberliegenden
Kontaktelementen die Leiterplatte mit einer Stirnseite zur Herstellung einer elektrischen
Kontaktierung ihrer Leiterbahnen mit den Kontaktelementen einschiebbar ist, wobei
jeweils einander gegenüberliegende Kontaktelemente innerhalb des Grundkörpers elektrisch
voneinander isoliert sind und jedes Kontaktelement zur elektrischen Kontaktierung
einer Leiterbahn der Leiterplatte zumindest zwei entlang der Einschubrichtung der
Leiterplatte aufeinander folgende Kontaktstellen aufweist.
[0003] Solche Kontaktleisten sind landläufig beispielsweise als sog. PCI-Steckverbinder
bekannt, die z. B. auf Hauptplatinen ("Motherboards") von Computern angeordnet sind.
Da die genannten PCI-Steckverbinder nur für geringe Ströme und Spannungen verwendet
werden, können die einzelnen Kontaktelemente der PCI-Steckverbinder sehr eng benachbart
angeordnet werden, ohne die Spannungsfestigkeit des Steckverbinders zu verringern.
So ist beispielsweise aus der US-Patentanmeldung
US 2002/0009929 eine Kontaktleiste zum Einsatz in Computersystemen, beispielsweise zur Aufnahme von
Prozessoren oder Speicherkarten, bekannt. Einander gegenüberliegende Kontaktelemente
sind im Grundkörper der bekannten Kontaktliste elektrisch voneinander isoliert. Da
in dem Spannungsbereich, in dem die bekannte Kontaktleiste verwendet wird, keine Probleme
hinsichtlich der Spannungsfestigkeit zu erwarten sind, können die einander gegenüberliegenden
Kontaktelemente ohne weiteres raumnah zueinander angeordnet sein. Weitere Kontaktleisten
für den Einsatz bei kleinsten Spannungen sind ferner aus den
US-Patentschriften US 6,309,262,
US 6,149,468,
US 5,509,826 und
US 5,848,920 bekannt. Eine Kontaktleiste nach der Präambel des Anspruchs 1 ist aus der
US-Patentschrift US 3,601,774 bekannt.
[0004] Aus einem Produktkatalog der
Fa. Magnum (Cooper Bussmann) "Terminal Blocks Catalog, 2003", Seite 59, ist schließlich unter der Bezeichnung "Edge Connectors, Series 15104" ein Steckverbinder
bekannt. Bei dem bekannten Steckverbinder sind allerdings jeweils gegenüberliegende
Kontaktelemente miteinander elektrisch verbunden und jeweils benachbarte Kontaktelemente
weisen einen im Vergleich zu dem eingangs genannten PCI-Steckverbinder erhöhten Abstand
zueinander auf, um eine relativ hohe Spannungsfestigkeit dieses Steckverbinders zu
gewährleisten. Zur Kontaktierung einer Leiterplatte mit auf ihrer Oberfläche angeordneten
metallischen Leiterbahnen wird eine solche jeweils zwischen die gegenüberliegenden
Kontaktelemente eingeschoben und durch die Federkraft der einzelnen Kontaktelemente
in ihrer Position gehalten. Diese Ausführung besitzt insbesondere durch den großen
Abstand der benachbarten Kontaktelemente zueinander einen vergleichsweise hohen Platzbedarf.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontaktleiste der oben genannten Art
anzugeben, die bei relativ geringer Baugröße eine vergleichsweise hohe Spannungsfestigkeit
besitzt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Grundkörper einen sich
in der Längsrichtung des Grundkörpers zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen
erhebenden Steg aufweist, in dem eine zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen
verlaufende Ausnehmung vorgesehen ist, die bei eingeschobener Leiterplatte deren Schmalseite
teilweise umgibt.
[0007] Auf diese Weise wird der elektrische Kriechweg zwischen zwei sich gegenüberliegenden
Kontaktelementen bei eingeschobener Leiterplatte dadurch vergrößert, dass eine Stirnseite
der Leiterplatte zumindest teilweise von der Ausnehmung umgeben ist; der Kriechweg
wird durch diese labyrinthartige Ausgestaltung deutlich verlängert. Ferner kann eine
eingeschobene Leiterplatte hierdurch mechanisch stabilisiert werden.
[0008] Durch die Ausgestaltung des Steges mit der Ausnehmung lässt sich der Kriechweg zwischen
je zwei gegenüberliegenden Kontaktelementen besonders vorteilhaft weiter verlängern,
wodurch sich die Spannungsfestigkeit der Kontaktleiste weiter erhöht.
[0009] Um eine erhöhte Stromfestigkeit zu erreichen, weist jedes Kontaktelement mindestens
zwei Kontaktstellen zur elektrischen Kontaktierung jeweils einer auf der Leiterplatte
verlaufenden metallischen Leiterbahn auf.
[0010] Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht vor,
dass die Kontaktelemente im Bereich ihrer Kontaktstellen wellenförmig ausgebildet
sind. Durch diese Ausgestaltung lässt sich besonders vorteilhaft erreichen, dass immer
die geforderte Anzahl an Kontaktstellen (z. B. zwei) mit der entsprechenden Leiterbahn
der Leiterplatte in Verbindung steht, da ein in dem Bereich seiner Kontaktstellen
wellenförmig ausgebildetes Kontaktelement sich besonders flexibel an die Leiterplatte
anlegen kann.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht
vor, dass die Kontaktelemente im Bereich ihrer Kontaktstellen in ihrer Längsrichtung
zumindest einmal geschlitzt sind. Hierdurch lässt sich besonders vorteilhaft sicherstellen,
dass auch bei einer schräg oder verkantet eingeschobenen Leiterplatte sich die Kontaktelemente
mit ihren Kontaktstellen flexibel an die Lage der Leiterplatte anpassen können.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht
ferner vor, dass die Kontaktelemente in Richtung des jeweils gegenüberliegenden Kontaktelementes
derart vorgespannt sind, dass bei fehlender Leiterplatte zwischen solchen Kontaktelementen
ein elektrischer Kontakt hergestellt ist. Hierdurch lässt sich besonders vorteilhaft
erreichen, dass jeweils zwei sich gegenüberliegende Kontaktelemente bei nicht eingeschobener
Leiterplatte elektrisch kurzgeschlossen sind und somit keine Gefahr eines zwischen
den Kontaktelementen auftretenden Lichtbogens besteht, der die Kontaktelemente beschädigen
könnte. Ferner lässt sich auf diese Weise vorteilhaft eine Überwachung der Kontaktleiste
dahingehend durchführen, ob eine Leiterplatte eingeschoben ist.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht
zudem vor, dass die Kontaktelemente mit jeweils einer elektrischen Zuleitung mit an
dem Grundkörper in einer Ebene angeordneten Anschlüssen verbunden sind, wobei jeweils
die Anschlüsse benachbarter Kontaktelemente in der Ebene versetzt zueinander angeordnet
sind. Auf diese Weise lässt sich der durch die elektrischen Anschlüsse benötigte Platzbedarf
bei Aufrechterhaltung der Spannungsfestigkeit möglichst klein halten.
[0014] Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass die Kontaktelemente mit jeweils einer
elektrischen Zuleitung mit an dem Grundkörper in zumindest zwei Ebenen angeordneten
Anschlüssen verbunden sind, wobei jeweils die Anschlüsse benachbarter Kontaktelemente
auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind. Durch die auf zumindest zwei Ebenen
angeordneten elektrischen Anschlüsse lässt sich wiederum der Platzbedarf bei gleicher
Spannungsfestigkeit weitgehend reduzieren.
[0015] Vorteilhafterweise kann hierbei vorgesehen sein, dass die Anschlüsse mit Klemmschrauben
zum Befestigen von mit den jeweiligen Anschlüssen zu verbindenden elektrischen Leitungen
versehen sind. Auf diese Weise kann besonders einfach eine Verbindung der Kontaktleiste
über ihre jeweiligen Anschlüsse mit weiteren elektrischen Leitungen erfolgen.
[0016] Zur näheren Erläuterung der Erfindung sind in
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kontaktleiste, in
- Figur 2
- eine Querschnittsansicht der in Figur 1 dargestellten Kontaktleiste mit eingeschobener
Leiterplatte, in
- Figur 3
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausführungsbeispiels von Kontaktelementen, in
- Figur 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Kontaktelemente und in
- Figur 5
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kontaktleiste in der Draufsicht
dargestellt.
[0017] Figur 1 zeigt eine Kontaktleiste 1 mit einem Grundkörper 2. Auf dem Grundkörper 2
sind in seiner Längsrichtung federnde Kontaktelemente 3,3a,3b,3c in zwei einander
gegenüberliegenden Reihen angeordnet. Die Kontaktelemente bestehen aus einem elektrisch
leitenden Material und sind in Richtung aufeinander zu federnd ausgebildet. Jeweils
zwei einander gegenüberliegende Kontaktelemente (beispielsweise 3a und 3b) sind elektrisch
voneinander isoliert. Die Kontaktelemente 3,3a,3b,3c sind von einer kastenförmigen
Umrandung 4 umgeben, wodurch eine mechanische Beschädigung der Kontaktelemente, beispielsweise
bei Lagerung und Transport sowie unvorsichtiger Handhabung der Kontaktleiste, verhindert
werden soll. Innerhalb des Grundkörpers 2 befinden sich elektrische Leitungsführungen
(in Figur 1 nicht dargestellt), die die einzelnen Kontaktelemente 3,3a,3b,3c jeweils
mit einem Anschluss 5 an der Außenseite des Grundkörpers verbinden.
[0018] Zur Kontaktierung von auf einer Leiterplatte vorgesehenen Leiterbahnen wird diese
Leiterplatte zwischen die einander gegenüberliegenden Reihen von Kontaktelementen
3,3a,3b,3c mit ihrer Stirnseite von oben eingeschoben. In der Umrandung 4 vorgesehene
Längsführungen 6 vereinfachen eine genaue Platzierung der Leiterplatte beim Einschieben
zwischen den Kontaktelementen 3,3a,3b,3c und stabilisieren bei eingeschobener Leiterplatte
diese mechanisch in ihrer Lage.
[0019] Eine Querschnittsansicht der Kontaktleiste gemäß Figur 1 ist mit eingeschobener Leiterplatte
in Figur 2 dargestellt. Hierbei sind für einander entsprechende Komponenten dieselben
Bezugszeichen wie in Figur 1 verwendet worden. Man erkennt in Figur 2 deutlich die
Lage einer eingeschobenen Leiterplatte 11 zwischen den beiden Reihen von Kontaktelementen,
von denen hier beispielhaft die Kontaktelemente 3a und 3b (vgl. Figur 1) dargestellt
sind. Ferner erkennt man in Figur 2 einen sogenannten "doppelstöckigen" Aufbau der
Kontaktleiste mit auf zwei Ebenen übereinander liegenden Anschlüssen (z. B.5a und
5c). Beispielhaft ist zwischen dem Kontaktelement 3b und einem elektrischen Anschluss
5b schematisch eine elektrische Verbindung 12 angedeutet. Eine solche elektrische
Verbindung besteht beispielsweise auch zwischen dem Kontaktelement 3a und dem elektrischen
Anschluss 5a. Ein in Längsrichtung der Kontaktleiste vor oder hinter dem Kontaktelement
3a liegendes weiteres Kontaktelement 3c (vgl. Figur 1) wäre beispielsweise mit dem
elektrischen Anschluss 5c auf der zweiten Anschlussebene verbunden. Solchermaßen können
immer benachbart liegende Kontaktelemente (beispielsweise 3a und 3c) mit elektrischen
Anschlüssen auf jeweils unterschiedlichen Ebenen verbunden sein. Demzufolge wäre ein
auf das Kontaktelement 3c folgendes weiteres Kontaktelement wiederum mit einem elektrischen
Anschluss auf der oberen Anschlussebene analog zum elektrischen Kontaktelement 3a
verbunden. Auf diese Weise lässt sich trotz den aus praktischen Gründen üblicherweise
recht groß zu gestaltenden elektrischen Anschlüssen, in die beispielsweise Kabelschuhe
eingeführt werden müssen, dennoch eine in Längsrichtung der Kontaktleiste relativ
platzsparende Bauweise erreichen.
[0020] Figur 2 zeigt ferner in schematischer Darstellung beispielhaft für den elektrischen
Anschluss 5b eine Klemmschraube 13, mit deren Hilfe beispielsweise ein in den elektrischen
Anschluss 5b eingeführter Kabelschuh festgeklemmt werden kann. Solche Klemmschrauben
sind auch in den anderen elektrischen Anschlüssen der Kontaktleiste einsetzbar. Neben
der in Figur 2 gezeigten doppelstöckigen Bauweise der Kontaktleiste ist natürlich
auch eine beliebige höhere Anzahl von Anschlussebenen denkbar.
[0021] Figur 3 zeigt die Kontaktelemente 3a und 3b in stark vergrößerter Ansicht. Zwischen
den sich gegenüberliegenden Kontaktelementen 3a,3b ist die Leiterplatte 11 (vgl. Figur
2) eingeschoben. Die Leiterplatte 11 ist mit metallischen Leiterbahnen 21 und 22 versehen,
die jeweils separate Leitungsführungen auf der Leiterplatte darstellen. Folglich liegen
die Leiterbahnen 21 und 22 nicht notwendigerweise auf demselben Spannungspotential
und führen nicht dieselben Ströme. Bei eingeschobener Leiterplatte 11 besteht ein
elektrischer Kontakt zwischen dem Kontaktelement 3a und der Leiterbahn 21 einerseits
und dem Kontaktelement 3b und der Leiterbahn 22 andererseits. Da die Leiterbahnen
21,22 voneinander getrennte Stromwege darstellen, müssen auch die Kontaktelemente
3a und 3b voneinander elektrisch isoliert sein. Dadurch, dass jeweils zwei einander
gegenüberliegende Kontaktelemente 3a und 3b der Kontaktleiste jeweils unterschiedliche
Leiterbahnen kontaktieren und voneinander elektrisch isoliert sind, lässt sich die
Längsausdehnung der Kontaktleiste etwa um den Faktor 2 bei gleichbleibender Zahl von
kontaktierten Leiterbahnen verringern im Vergleich zu einer Ausführung, bei der die
Leiterbahnen 21 und 22 auf demselben Potential liegen würden und somit auch keine
elektrische Isolierung der Kontaktelemente 3a und 3b voneinander vorgesehen ist. Um
dennoch möglichst hohe Ströme (beispielsweise im Bereich von etwa 10 A) führen zu
können, ohne dass durch die hohe Wärmeentwicklung an einer Kontaktstelle 23 zwischen
einem Kontaktelement (z. B. 3a) und der entsprechenden Leiterbahn (z. B. 21) auf der
Leiterplatte 11 eine Kaltverschweißung auftreten würde, sind die Kontaktelemente 3a
und 3b solchermaßen ausgestaltet, dass sie jeweils zumindest mit zwei separaten Kontaktstellen
mit der Leiterbahn 21 bzw. 22 auf der Leiterplatte 11 in elektrische Verbindung kommen.
Dazu sind die Kontaktelemente 3a und 3b gemäß Figur 3 vorteilhafterweise wellenförmig
im Bereich ihrer Kontaktstellen 23 ausgebildet. Durch diese wellenförmige Ausgestaltung
ist ferner auch gewährleistet, dass sich die Kontaktelemente 3a,3b beispielsweise
auch bei einer leicht geneigten Lage der Leiterplatte 11 flexibel den Leiterbahnen
21,22 anpassen können.
[0022] Durch die Ausführung mit zumindest zwei getrennt voneinander liegenden Kontaktstellen
23 pro Kontaktelement 3a oder 3b lässt sich einerseits erreichen, dass pro Kontaktstelle
23 ungefähr nur die Hälfte des zwischen einer Leiterbahn 21 bzw. 22 und einem Kontaktelement
3a bzw. 3b fließenden Stromes geleitet werden muss und somit auch eine geringere Wärmeentwicklung
an den Kontaktstellen 23 auftritt. Andererseits kann durch die jeweils getrennte Lage
der Kontaktstellen 23 auch eine angemessene Wärmeabfuhr an die Umgebung jeder Kontaktstelle
23 erfolgen. Die Anzahl der Kontaktstellen 23 pro Kontaktelement 3a,3b kann beliebig
erhöht werden, um die genannten Effekte weiter zu verbessern.
[0023] Um mit einer Ausführung mit jeweils elektrisch voneinander isolierten gegenüberliegenden
Kontaktelementen 3a,3b auch bei relativ hohen Spannungen arbeiten zu können, muss
der Abstand zwischen jeweils zwei beliebigen Punkten der Kontaktelemente 3a,3b zueinander
möglichst groß gehalten werden, damit keine Spannungsüberschläge zwischen den Kontaktelementen
3a,3b auftreten können, wodurch sowohl die Kontaktelemente 3a,3b als auch ggf. mit
den Leiterbahnen der Leiterplatte verbundene elektronischen Komponenten auf der Leiterplatte
zerstört werden könnten. Um die sog. Kriechwege, also die Luftlinie zwischen zwei
solchen beliebigen Punkten der Kontaktelemente 3a und 3b, weiter zu vergrößern, ist
gemäß Figur 3 an dem Grundkörper 2 der Leiterplatte eine Ausnehmung 24 vorgesehen,
in die die Leiterplatte 11 mit ihrem Ende 26 sozusagen ein kleines Stück weit eintaucht.
Besonders vorteilhaft werden die Kriechwege dann verlängert, wenn diese Ausnehmung
24 auf einem auf dem Grundkörper angeordneten Steg 25 verläuft. In einem solchen Fall
entstehen zwischen zwei beliebigen Punkten der Kontaktelemente 3a und 3b durch einen
labyrinthartigen Aufbau möglichst lange Kriechstrecken.
[0024] Um ferner auch bei nicht eingeführter Leiterplatte 11 oder in dem Fall, dass die
Leiterplatte 11 aus der Kontaktleiste herausgezogen wird, Spannungsüberschläge zwischen
den einzelnen Kontaktelementen 3a und 3b zu verhindern, können diese in die durch
Pfeile F1 und F2 angedeuteten Richtungen aufeinander zu jeweils so stark (mechanisch)
vorgespannt sein, dass sich die Kontaktelemente 3a und 3b bei nicht eingeschobener
bzw. gezogener Leiterplatte 11 durch den federnden Effekt soweit aufeinander zu bewegen,
dass ein elektrischer Kontakt zwischen ihren Kontaktstellen 23 entsteht. Auf diese
Weise kann beispielsweise auch eine Überwachung der Kontaktleiste dahingehend durchgeführt
werden, ob eine Leiterplatte 11 eingeführt ist oder nicht. Dazu muss nämlich nur eine
Einrichtung zur Kurzschlussüberwachung zwischen den Kontaktelementen 3a und 3b vorgesehen
werden, die ein Signal abgibt, wenn ein Kurzschluss zwischen den Kontaktelementen
3a und 3b besteht.
[0025] Ferner lässt sich in Figur 3 gut erkennen, dass die Leiterbahnen 21 und 22 ein Stück
weit vom Ende 26 der Leiterplatte zurückgesetzt sind, um den für diese Ausführung
hinsichtlich der Spannungsfestigkeit der Anordnung notwendigen Kriechweg weiter zu
verlängern.
[0026] Figur 4 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Kontaktelementes. Beispielhaft
ist hier das Kontaktelement 3b (vgl. Figur 3) dargestellt. Neben einer Seitenansicht
A ist eine Vorderansicht B des Kontaktelementes 3b gezeigt. Man erkennt deutlich,
dass das Kontaktelement 3b zwischen zwei Seitenarmen 31 und 32 einen Schlitz 33 aufweist,
sozusagen also einmal geschlitzt ist. Durch diese Ausführung können sich die einzelnen
Kontaktelemente (z. B. 3b) noch flexibler auch an eine leicht schräg oder verkantet
in die Kontaktleiste eingeführte Leiterplatte anpassen.
[0027] Ferner werden die einzelnen Kontaktstellen 23 durch eine geschlitzte Ausführung in
zumindest zwei Kontaktstellenpaare 23a und 23b pro Kontaktstelle 23 aufgeteilt, die
durch den Schlitz 33 voneinander getrennt sind. Auf diese Weise kann eine weiter verbesserte
Wärmeabfuhr pro Kontaktstelle 23a bzw. 23b erreicht werden.
[0028] Figur 5 zeigt schließlich eine Draufsicht auf eine Kontaktleiste 1, bei der wiederum
gleiche Komponenten durch die gleichen Bezugszahlen wie in den vorigen Abbildungen
gekennzeichnet sind. Anhand von Figur 5 soll eine weitere mögliche Ausführungsform
der elektrischen Anschlüsse 5 gezeigt werden. Neben der in Figur 2 erläuterten doppel-
bzw. mehrstöckigen Ausführungsform lässt sich nämlich auch nur eine Anschlussebene
pro Kontaktleiste 1 verwenden, bei der jeweils die elektrischen Anschlüsse, z. B.
41 und 42, benachbarter Kontaktelemente, z. B. 43 und 44, jeweils innerhalb derselben
Ebene versetzt zueinander angeordnet sind. Auch durch diese Ausführungsform lässt
sich der benötigte Abstand zwischen zwei jeweils benachbart liegenden elektrischen
Anschlüssen beispielsweise 41 und 42, erreichen, so dass die geforderte Spannungsfestigkeit
gegeben ist.
[0029] Kontaktleisten der beschriebenen Art können beispielsweise in elektrischen Geräten,
wie z. B. elektrischen Schutz- oder Leitgeräten, eingesetzt werden, wo sie aufgrund
ihrer relativ stabil gehaltenen Ausführungsform leicht mit einem Gehäuse des entsprechenden
elektrischen Gerätes verbunden werden können. Leiterplatten mit entsprechenden Schaltkreisen
können jeweils in eine solche Kontaktleiste eingeschoben werden. Auf diese Weise kann
ein solches elektrisches Gerät sehr flexibel mit Leiterplatten bestückt werden. Durch
die erläuterte Ausführungsform, insbesondere mit den sich jeweils gegenüberliegenden
elektrisch isolierten Kontaktelementen, lässt sich die Längsausdehnung einer solchen
Kontaktleiste deutlich reduzieren bei gleichbleibender Anzahl von kontaktierten Leiterbahnen
auf der Leiterplatte. Dies ist besonders wichtig, da bei den genannten elektrischen
Geräten häufig Beschränkungen in der Raumausdehnung, insbesondere in Breite und Höhe
der elektrischen Geräte, vorgegeben sind.
1. Kontaktleiste (1) zur elektrischen Kontaktierung von beidseitig auf einer Leiterplatte
(11) verlaufenden metallischen Leiterbahnen (21,22), wobei die Kontaktleiste (1)
- einen Grundkörper (2) mit in seiner Längsrichtung derart gegenüberliegend angeordneten,
federnden Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) aufweist, dass zwischen den einander gegenüberliegenden
Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) die Leiterplatte (11) mit einer Schmalseite zur Herstellung
einer elektrischen Kontaktierung ihrer Leiterbahnen (21,22) mit den Kontaktelementen
(3,3a,3b,3c) einschiebbar ist, wobei
- jeweils einander gegenüberliegende Kontaktelemente (3a,3b) innerhalb des Grundkörpers
(2) elektrisch voneinander isoliert sind und
- jedes Kontaktelement (3,3a,3b,3c) zur elektrischen Kontaktierung einer Leiterbahn
(21,22) der Leiterplatte (11) zumindest zwei entlang der Einschubrichtung der Leiterplatte
(11) aufeinander folgende Kontaktstellen (23) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Grundkörper (1) einen sich in der Längsrichtung des Grundkörpers zwischen den
einander gegenüberliegenden Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) erhebenden Steg (25) aufweist,
in dem eine zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen (3,3a,3b,3c)
verlaufende Ausnehmung (24) vorgesehen ist, die bei eingeschobener Leiterplatte (11)
deren Schmalseite teilweise umgibt.
2. Kontaktleiste (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) im Bereich ihrer Kontaktstellen (23) wellenförmig
ausgebildet sind.
3. Kontaktleiste (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) im Bereich ihrer Kontaktstellen (23) in ihrer Längsrichtung
zumindest einmal geschlitzt sind.
4. Kontaktleiste (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) in Richtung des jeweils gegenüberliegenden Kontaktelementes
derart vorgespannt sind, dass bei fehlender Leiterplatte (11) zwischen solchen Kontaktelementen
ein elektrischer Kontakt hergestellt ist.
5. Kontaktleiste (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) mit jeweils einer elektrischen Zuleitung (12) mit
an dem Grundkörper (2) in einer Ebene angeordneten Anschlüssen (41,42) verbunden sind,
wobei jeweils die Anschlüsse (41,42) benachbarter Kontaktelemente (43,44) in der Ebene
versetzt zueinander angeordnet sind.
6. Kontaktleiste (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) mit jeweils einer elektrischen Zuleitung (12) mit
an dem Grundkörper (2) in zumindest zwei Ebenen angeordneten Anschlüssen (5,5a,5b,5c)
verbunden sind, wobei jeweils die Anschlüsse (5a,5c) benachbarter Kontaktelemente
(3a,3c) auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind.
7. Kontaktleiste (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Anschlüsse (5, 5a, 5b, 5c) mit Klemmschrauben (13) zum Befestigen von mit den
jeweiligen Anschlüssen (5,5a,5b,5c) zu verbindenden elektrischen Leitungen versehen
sind.
1. Contact strip (1) for making electrical contact with metal conductor tracks (21, 22)
running on both sides of a printed circuit board (11), the contact strip (1)
- having a base body (2) having resilient contact elements (3, 3a, 3b, 3c), which
are arranged opposite in the longitudinal direction of the base body (2) such that
one narrow side of the printed circuit board (11) can be inserted between the mutually
opposing contact elements (3, 3a, 3b, 3c) for the purpose of producing an electrical
contact between the conductor tracks (21, 22) of said printed circuit board (11) and
the contact elements (3, 3a, 3b, 3c),
- in each case mutually opposing contact elements (3a, 3b) being electrically insulated
from one another within the base body (2), and
- each contact element (3, 3a, 3b, 3c) has at least two successive contact points
(23) along the insertion direction of the printed circuit board (11) for the purpose
of making electrical contact with a conductor track (21, 22) of the printed circuit
board (11),
characterized in that
- the base body (1) has a web (25), which is raised in the longitudinal direction
of the base body between the mutually opposing contact elements (3, 3a, 3b, 3c) and
in which a cutout (24) is provided which runs between the mutually opposing contact
elements (3, 3a, 3b, 3c) and partially surrounds the narrow side of the printed circuit
board (11) when said printed circuit board (11) is inserted.
2. Contact strip (1) according to Claim 1,
characterized in that
- the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) have an undulating form in the region of their
contact points (23).
3. Contact strip (1) according to Claim 1 or 2,
characterized in that
- the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are slotted at least once in their longitudinal
direction in the region of their contact points (23).
4. Contact strip (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are prestressed in the direction of the respectively
opposing contact elements such that, when there is no printed circuit board (11),
an electrical contact is produced between such contact elements.
5. Contact strip (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are connected to in each case one electrical
feed line (12) using connections (41, 42) arranged in one plane on the base body (2),
in each case the connections (41, 42) of adjacent contact elements (43 44) being arranged
such that they are offset with respect to one another in the plane.
6. Contact strip (1) according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
- the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are connected to in each case one electrical
feed line (12) using connections (5, 5a, 5b, 5c) arranged in at least two planes on
the base body (2), in each case the connections (5a, 5c) of adjacent contact elements
(3a, 3c) being arranged on different planes.
7. Contact strip (1) according to either of Claims 5 and 6,
characterized in that
- the connections (5, 5a, 5b, 5c) are provided with clamping screws (13) for the purpose
of fixing electrical lines to be connected to the respective connections (5, 5a, 5b,
5c).
1. Réglette (1) de contact pour la mise en contact électrique de pistes (21, 22) conductrices
métalliques s'étendant sur les deux faces d'une plaquette (11) à circuit imprimé,
dans laquelle la réglette (1) de contact
- a une embase (2) ayant des éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact élastiques disposés
de manière opposée dans sa direction longitudinale de sorte à pouvoir insérer entre
les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact opposés les uns aux autres la plaquette (11)
à circuit imprimé par un côté étroit pour ménager une mise en contact électrique de
ces pistes (21, 22) conductrices avec les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact, dans
laquelle
- des éléments (3a, 3b) de contact respectivement opposés les uns aux autres sont
isolés électriquement l'un de l'autre dans l'embase (2), et
- chaque élément (3, 3a, 3b, 3c) de contact a, pour la mise en contact électrique
d'une piste (21, 22) conductrice de la plaquette (11) à circuit imprimé, au moins
deux points (23) de contact se succédant le long de la direction d'insertion de la
plaquette (11) à circuit imprimé,
caractérisée en ce que
- l'embase (2) a une nervure (25) s'élevant dans la direction longitudinale de l'embase
entre les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact opposés les uns aux autres, nervure
dans laquelle est prévu un évidement (24) qui s'étend entre les éléments (3, 3a, 3b,
3c) de contact opposés les uns aux autres et qui entoure en partie le côté étroit
de la plaquette (11) à circuit imprimé lorsqu'elle est insérée.
2. Réglette (1) de contact suivant la revendication 1,
caractérisée en ce que
- les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont ondulés dans la zone de leur point
de contact.
3. Réglette (1) de contact suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
- les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont fendus au moins une fois dans leur
direction longitudinale dans la zone de leurs points (23) de contact.
4. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont mis sous précontrainte dans la direction
de l'élément de contact respectivement opposé de manière à ce que, si la plaquette
(11) à circuit imprimé est défectueuse, il soit ménagé un contact électrique entre
des éléments de contact de ce genre.
5. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont reliés, par respectivement une ligne
(12) électrique, à des bornes (41, 42) disposées dans un plan sur l'embase (2), les
bornes (41, 42) d'éléments (43, 44) de contact voisins étant disposées de façon décalée
dans le plan.
6. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
- les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont reliés par, respectivement, une ligne
(12) électrique à des bornes (5, 5a, 5b, 5c) disposées dans au moins deux plans sur
l'embase (2), les bornes (5a, 5c) d'éléments (3a, 3c) de contact voisins étant disposées
dans des plans différents.
7. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications 5 ou 6,
caractérisée en ce que
- les bornes (5, 5a, 5b, 5c) sont munies de vis (13) de serrage pour la fixation de
lignes électriques à relier aux bornes (5, 5a, 5b, 5c) respectives.