(19)
(11) EP 1 623 484 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
03.10.2007  Patentblatt  2007/40

(21) Anmeldenummer: 04726435.3

(22) Anmeldetag:  08.04.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 12/18(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2004/000796
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2004/105192 (02.12.2004 Gazette  2004/49)

(54)

KONTAKTLEISTE ZUR ELEKTRISCHEN KONTAKTIERUNG VON BEIDSEITIG AUF EINER LEITERPLATTE VERLAUFENDEN METALLISCHEN LEITERBAHNEN

MULTIPOINT PLUG FOR ELECTRICALLY CONNECTING METAL STRIP CONDUCTORS ARRANGED ON BOTH SIDES OF A CIRCUIT BOARD

REGLETTE DE CONTACTS POUR LA MISE EN CONTACT ELECTRIQUE DE PISTES CONDUCTRICES METALLIQUES PLACEES SUR LES DEUX FACES D'UNE PLAQUETTE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 14.05.2003 DE 10322172

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.02.2006  Patentblatt  2006/06

(73) Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • LUDE, Eric
    13129 Berlin (DE)
  • SCHÜPPLER, Thomas
    13089 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 137 972
GB-A- 1 201 067
US-A- 3 283 291
US-A- 5 336 117
US-A- 5 741 161
US-B1- 6 309 262
EP-A- 0 801 438
US-A- 3 142 891
US-A- 3 601 774
US-A- 5 533 907
US-A- 5 816 830
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Kontaktleiste zur elektrischen Kontaktierung von beidseitig auf einer Leiterplatte verlaufenden metallischen Leiterbahnen

    [0002] Die Erfindung betrifft eine Kontaktleiste zur elektrischen Kontaktierung von beidseitig auf einer Leiterplatte verlaufenden metallischen Leiterbahnen, wobei die Kontaktleiste einen Grundkörper mit in seiner Längsrichtung derart gegenüberliegend angeordneten, federnden Kontaktelementen aufweist, dass zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen die Leiterplatte mit einer Stirnseite zur Herstellung einer elektrischen Kontaktierung ihrer Leiterbahnen mit den Kontaktelementen einschiebbar ist, wobei jeweils einander gegenüberliegende Kontaktelemente innerhalb des Grundkörpers elektrisch voneinander isoliert sind und jedes Kontaktelement zur elektrischen Kontaktierung einer Leiterbahn der Leiterplatte zumindest zwei entlang der Einschubrichtung der Leiterplatte aufeinander folgende Kontaktstellen aufweist.

    [0003] Solche Kontaktleisten sind landläufig beispielsweise als sog. PCI-Steckverbinder bekannt, die z. B. auf Hauptplatinen ("Motherboards") von Computern angeordnet sind. Da die genannten PCI-Steckverbinder nur für geringe Ströme und Spannungen verwendet werden, können die einzelnen Kontaktelemente der PCI-Steckverbinder sehr eng benachbart angeordnet werden, ohne die Spannungsfestigkeit des Steckverbinders zu verringern. So ist beispielsweise aus der US-Patentanmeldung US 2002/0009929 eine Kontaktleiste zum Einsatz in Computersystemen, beispielsweise zur Aufnahme von Prozessoren oder Speicherkarten, bekannt. Einander gegenüberliegende Kontaktelemente sind im Grundkörper der bekannten Kontaktliste elektrisch voneinander isoliert. Da in dem Spannungsbereich, in dem die bekannte Kontaktleiste verwendet wird, keine Probleme hinsichtlich der Spannungsfestigkeit zu erwarten sind, können die einander gegenüberliegenden Kontaktelemente ohne weiteres raumnah zueinander angeordnet sein. Weitere Kontaktleisten für den Einsatz bei kleinsten Spannungen sind ferner aus den US-Patentschriften US 6,309,262, US 6,149,468, US 5,509,826 und US 5,848,920 bekannt. Eine Kontaktleiste nach der Präambel des Anspruchs 1 ist aus der US-Patentschrift US 3,601,774 bekannt.

    [0004] Aus einem Produktkatalog der Fa. Magnum (Cooper Bussmann) "Terminal Blocks Catalog, 2003", Seite 59, ist schließlich unter der Bezeichnung "Edge Connectors, Series 15104" ein Steckverbinder bekannt. Bei dem bekannten Steckverbinder sind allerdings jeweils gegenüberliegende Kontaktelemente miteinander elektrisch verbunden und jeweils benachbarte Kontaktelemente weisen einen im Vergleich zu dem eingangs genannten PCI-Steckverbinder erhöhten Abstand zueinander auf, um eine relativ hohe Spannungsfestigkeit dieses Steckverbinders zu gewährleisten. Zur Kontaktierung einer Leiterplatte mit auf ihrer Oberfläche angeordneten metallischen Leiterbahnen wird eine solche jeweils zwischen die gegenüberliegenden Kontaktelemente eingeschoben und durch die Federkraft der einzelnen Kontaktelemente in ihrer Position gehalten. Diese Ausführung besitzt insbesondere durch den großen Abstand der benachbarten Kontaktelemente zueinander einen vergleichsweise hohen Platzbedarf.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontaktleiste der oben genannten Art anzugeben, die bei relativ geringer Baugröße eine vergleichsweise hohe Spannungsfestigkeit besitzt.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Grundkörper einen sich in der Längsrichtung des Grundkörpers zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen erhebenden Steg aufweist, in dem eine zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen verlaufende Ausnehmung vorgesehen ist, die bei eingeschobener Leiterplatte deren Schmalseite teilweise umgibt.

    [0007] Auf diese Weise wird der elektrische Kriechweg zwischen zwei sich gegenüberliegenden Kontaktelementen bei eingeschobener Leiterplatte dadurch vergrößert, dass eine Stirnseite der Leiterplatte zumindest teilweise von der Ausnehmung umgeben ist; der Kriechweg wird durch diese labyrinthartige Ausgestaltung deutlich verlängert. Ferner kann eine eingeschobene Leiterplatte hierdurch mechanisch stabilisiert werden.

    [0008] Durch die Ausgestaltung des Steges mit der Ausnehmung lässt sich der Kriechweg zwischen je zwei gegenüberliegenden Kontaktelementen besonders vorteilhaft weiter verlängern, wodurch sich die Spannungsfestigkeit der Kontaktleiste weiter erhöht.

    [0009] Um eine erhöhte Stromfestigkeit zu erreichen, weist jedes Kontaktelement mindestens zwei Kontaktstellen zur elektrischen Kontaktierung jeweils einer auf der Leiterplatte verlaufenden metallischen Leiterbahn auf.

    [0010] Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht vor, dass die Kontaktelemente im Bereich ihrer Kontaktstellen wellenförmig ausgebildet sind. Durch diese Ausgestaltung lässt sich besonders vorteilhaft erreichen, dass immer die geforderte Anzahl an Kontaktstellen (z. B. zwei) mit der entsprechenden Leiterbahn der Leiterplatte in Verbindung steht, da ein in dem Bereich seiner Kontaktstellen wellenförmig ausgebildetes Kontaktelement sich besonders flexibel an die Leiterplatte anlegen kann.

    [0011] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht vor, dass die Kontaktelemente im Bereich ihrer Kontaktstellen in ihrer Längsrichtung zumindest einmal geschlitzt sind. Hierdurch lässt sich besonders vorteilhaft sicherstellen, dass auch bei einer schräg oder verkantet eingeschobenen Leiterplatte sich die Kontaktelemente mit ihren Kontaktstellen flexibel an die Lage der Leiterplatte anpassen können.

    [0012] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht ferner vor, dass die Kontaktelemente in Richtung des jeweils gegenüberliegenden Kontaktelementes derart vorgespannt sind, dass bei fehlender Leiterplatte zwischen solchen Kontaktelementen ein elektrischer Kontakt hergestellt ist. Hierdurch lässt sich besonders vorteilhaft erreichen, dass jeweils zwei sich gegenüberliegende Kontaktelemente bei nicht eingeschobener Leiterplatte elektrisch kurzgeschlossen sind und somit keine Gefahr eines zwischen den Kontaktelementen auftretenden Lichtbogens besteht, der die Kontaktelemente beschädigen könnte. Ferner lässt sich auf diese Weise vorteilhaft eine Überwachung der Kontaktleiste dahingehend durchführen, ob eine Leiterplatte eingeschoben ist.

    [0013] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kontaktleiste sieht zudem vor, dass die Kontaktelemente mit jeweils einer elektrischen Zuleitung mit an dem Grundkörper in einer Ebene angeordneten Anschlüssen verbunden sind, wobei jeweils die Anschlüsse benachbarter Kontaktelemente in der Ebene versetzt zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise lässt sich der durch die elektrischen Anschlüsse benötigte Platzbedarf bei Aufrechterhaltung der Spannungsfestigkeit möglichst klein halten.

    [0014] Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass die Kontaktelemente mit jeweils einer elektrischen Zuleitung mit an dem Grundkörper in zumindest zwei Ebenen angeordneten Anschlüssen verbunden sind, wobei jeweils die Anschlüsse benachbarter Kontaktelemente auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind. Durch die auf zumindest zwei Ebenen angeordneten elektrischen Anschlüsse lässt sich wiederum der Platzbedarf bei gleicher Spannungsfestigkeit weitgehend reduzieren.

    [0015] Vorteilhafterweise kann hierbei vorgesehen sein, dass die Anschlüsse mit Klemmschrauben zum Befestigen von mit den jeweiligen Anschlüssen zu verbindenden elektrischen Leitungen versehen sind. Auf diese Weise kann besonders einfach eine Verbindung der Kontaktleiste über ihre jeweiligen Anschlüsse mit weiteren elektrischen Leitungen erfolgen.

    [0016] Zur näheren Erläuterung der Erfindung sind in
    Figur 1
    ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kontaktleiste, in
    Figur 2
    eine Querschnittsansicht der in Figur 1 dargestellten Kontaktleiste mit eingeschobener Leiterplatte, in
    Figur 3
    eine vergrößerte Darstellung eines Ausführungsbeispiels von Kontaktelementen, in
    Figur 4
    ein weiteres Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Kontaktelemente und in
    Figur 5
    ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kontaktleiste in der Draufsicht
    dargestellt.

    [0017] Figur 1 zeigt eine Kontaktleiste 1 mit einem Grundkörper 2. Auf dem Grundkörper 2 sind in seiner Längsrichtung federnde Kontaktelemente 3,3a,3b,3c in zwei einander gegenüberliegenden Reihen angeordnet. Die Kontaktelemente bestehen aus einem elektrisch leitenden Material und sind in Richtung aufeinander zu federnd ausgebildet. Jeweils zwei einander gegenüberliegende Kontaktelemente (beispielsweise 3a und 3b) sind elektrisch voneinander isoliert. Die Kontaktelemente 3,3a,3b,3c sind von einer kastenförmigen Umrandung 4 umgeben, wodurch eine mechanische Beschädigung der Kontaktelemente, beispielsweise bei Lagerung und Transport sowie unvorsichtiger Handhabung der Kontaktleiste, verhindert werden soll. Innerhalb des Grundkörpers 2 befinden sich elektrische Leitungsführungen (in Figur 1 nicht dargestellt), die die einzelnen Kontaktelemente 3,3a,3b,3c jeweils mit einem Anschluss 5 an der Außenseite des Grundkörpers verbinden.

    [0018] Zur Kontaktierung von auf einer Leiterplatte vorgesehenen Leiterbahnen wird diese Leiterplatte zwischen die einander gegenüberliegenden Reihen von Kontaktelementen 3,3a,3b,3c mit ihrer Stirnseite von oben eingeschoben. In der Umrandung 4 vorgesehene Längsführungen 6 vereinfachen eine genaue Platzierung der Leiterplatte beim Einschieben zwischen den Kontaktelementen 3,3a,3b,3c und stabilisieren bei eingeschobener Leiterplatte diese mechanisch in ihrer Lage.

    [0019] Eine Querschnittsansicht der Kontaktleiste gemäß Figur 1 ist mit eingeschobener Leiterplatte in Figur 2 dargestellt. Hierbei sind für einander entsprechende Komponenten dieselben Bezugszeichen wie in Figur 1 verwendet worden. Man erkennt in Figur 2 deutlich die Lage einer eingeschobenen Leiterplatte 11 zwischen den beiden Reihen von Kontaktelementen, von denen hier beispielhaft die Kontaktelemente 3a und 3b (vgl. Figur 1) dargestellt sind. Ferner erkennt man in Figur 2 einen sogenannten "doppelstöckigen" Aufbau der Kontaktleiste mit auf zwei Ebenen übereinander liegenden Anschlüssen (z. B.5a und 5c). Beispielhaft ist zwischen dem Kontaktelement 3b und einem elektrischen Anschluss 5b schematisch eine elektrische Verbindung 12 angedeutet. Eine solche elektrische Verbindung besteht beispielsweise auch zwischen dem Kontaktelement 3a und dem elektrischen Anschluss 5a. Ein in Längsrichtung der Kontaktleiste vor oder hinter dem Kontaktelement 3a liegendes weiteres Kontaktelement 3c (vgl. Figur 1) wäre beispielsweise mit dem elektrischen Anschluss 5c auf der zweiten Anschlussebene verbunden. Solchermaßen können immer benachbart liegende Kontaktelemente (beispielsweise 3a und 3c) mit elektrischen Anschlüssen auf jeweils unterschiedlichen Ebenen verbunden sein. Demzufolge wäre ein auf das Kontaktelement 3c folgendes weiteres Kontaktelement wiederum mit einem elektrischen Anschluss auf der oberen Anschlussebene analog zum elektrischen Kontaktelement 3a verbunden. Auf diese Weise lässt sich trotz den aus praktischen Gründen üblicherweise recht groß zu gestaltenden elektrischen Anschlüssen, in die beispielsweise Kabelschuhe eingeführt werden müssen, dennoch eine in Längsrichtung der Kontaktleiste relativ platzsparende Bauweise erreichen.

    [0020] Figur 2 zeigt ferner in schematischer Darstellung beispielhaft für den elektrischen Anschluss 5b eine Klemmschraube 13, mit deren Hilfe beispielsweise ein in den elektrischen Anschluss 5b eingeführter Kabelschuh festgeklemmt werden kann. Solche Klemmschrauben sind auch in den anderen elektrischen Anschlüssen der Kontaktleiste einsetzbar. Neben der in Figur 2 gezeigten doppelstöckigen Bauweise der Kontaktleiste ist natürlich auch eine beliebige höhere Anzahl von Anschlussebenen denkbar.

    [0021] Figur 3 zeigt die Kontaktelemente 3a und 3b in stark vergrößerter Ansicht. Zwischen den sich gegenüberliegenden Kontaktelementen 3a,3b ist die Leiterplatte 11 (vgl. Figur 2) eingeschoben. Die Leiterplatte 11 ist mit metallischen Leiterbahnen 21 und 22 versehen, die jeweils separate Leitungsführungen auf der Leiterplatte darstellen. Folglich liegen die Leiterbahnen 21 und 22 nicht notwendigerweise auf demselben Spannungspotential und führen nicht dieselben Ströme. Bei eingeschobener Leiterplatte 11 besteht ein elektrischer Kontakt zwischen dem Kontaktelement 3a und der Leiterbahn 21 einerseits und dem Kontaktelement 3b und der Leiterbahn 22 andererseits. Da die Leiterbahnen 21,22 voneinander getrennte Stromwege darstellen, müssen auch die Kontaktelemente 3a und 3b voneinander elektrisch isoliert sein. Dadurch, dass jeweils zwei einander gegenüberliegende Kontaktelemente 3a und 3b der Kontaktleiste jeweils unterschiedliche Leiterbahnen kontaktieren und voneinander elektrisch isoliert sind, lässt sich die Längsausdehnung der Kontaktleiste etwa um den Faktor 2 bei gleichbleibender Zahl von kontaktierten Leiterbahnen verringern im Vergleich zu einer Ausführung, bei der die Leiterbahnen 21 und 22 auf demselben Potential liegen würden und somit auch keine elektrische Isolierung der Kontaktelemente 3a und 3b voneinander vorgesehen ist. Um dennoch möglichst hohe Ströme (beispielsweise im Bereich von etwa 10 A) führen zu können, ohne dass durch die hohe Wärmeentwicklung an einer Kontaktstelle 23 zwischen einem Kontaktelement (z. B. 3a) und der entsprechenden Leiterbahn (z. B. 21) auf der Leiterplatte 11 eine Kaltverschweißung auftreten würde, sind die Kontaktelemente 3a und 3b solchermaßen ausgestaltet, dass sie jeweils zumindest mit zwei separaten Kontaktstellen mit der Leiterbahn 21 bzw. 22 auf der Leiterplatte 11 in elektrische Verbindung kommen. Dazu sind die Kontaktelemente 3a und 3b gemäß Figur 3 vorteilhafterweise wellenförmig im Bereich ihrer Kontaktstellen 23 ausgebildet. Durch diese wellenförmige Ausgestaltung ist ferner auch gewährleistet, dass sich die Kontaktelemente 3a,3b beispielsweise auch bei einer leicht geneigten Lage der Leiterplatte 11 flexibel den Leiterbahnen 21,22 anpassen können.

    [0022] Durch die Ausführung mit zumindest zwei getrennt voneinander liegenden Kontaktstellen 23 pro Kontaktelement 3a oder 3b lässt sich einerseits erreichen, dass pro Kontaktstelle 23 ungefähr nur die Hälfte des zwischen einer Leiterbahn 21 bzw. 22 und einem Kontaktelement 3a bzw. 3b fließenden Stromes geleitet werden muss und somit auch eine geringere Wärmeentwicklung an den Kontaktstellen 23 auftritt. Andererseits kann durch die jeweils getrennte Lage der Kontaktstellen 23 auch eine angemessene Wärmeabfuhr an die Umgebung jeder Kontaktstelle 23 erfolgen. Die Anzahl der Kontaktstellen 23 pro Kontaktelement 3a,3b kann beliebig erhöht werden, um die genannten Effekte weiter zu verbessern.

    [0023] Um mit einer Ausführung mit jeweils elektrisch voneinander isolierten gegenüberliegenden Kontaktelementen 3a,3b auch bei relativ hohen Spannungen arbeiten zu können, muss der Abstand zwischen jeweils zwei beliebigen Punkten der Kontaktelemente 3a,3b zueinander möglichst groß gehalten werden, damit keine Spannungsüberschläge zwischen den Kontaktelementen 3a,3b auftreten können, wodurch sowohl die Kontaktelemente 3a,3b als auch ggf. mit den Leiterbahnen der Leiterplatte verbundene elektronischen Komponenten auf der Leiterplatte zerstört werden könnten. Um die sog. Kriechwege, also die Luftlinie zwischen zwei solchen beliebigen Punkten der Kontaktelemente 3a und 3b, weiter zu vergrößern, ist gemäß Figur 3 an dem Grundkörper 2 der Leiterplatte eine Ausnehmung 24 vorgesehen, in die die Leiterplatte 11 mit ihrem Ende 26 sozusagen ein kleines Stück weit eintaucht. Besonders vorteilhaft werden die Kriechwege dann verlängert, wenn diese Ausnehmung 24 auf einem auf dem Grundkörper angeordneten Steg 25 verläuft. In einem solchen Fall entstehen zwischen zwei beliebigen Punkten der Kontaktelemente 3a und 3b durch einen labyrinthartigen Aufbau möglichst lange Kriechstrecken.

    [0024] Um ferner auch bei nicht eingeführter Leiterplatte 11 oder in dem Fall, dass die Leiterplatte 11 aus der Kontaktleiste herausgezogen wird, Spannungsüberschläge zwischen den einzelnen Kontaktelementen 3a und 3b zu verhindern, können diese in die durch Pfeile F1 und F2 angedeuteten Richtungen aufeinander zu jeweils so stark (mechanisch) vorgespannt sein, dass sich die Kontaktelemente 3a und 3b bei nicht eingeschobener bzw. gezogener Leiterplatte 11 durch den federnden Effekt soweit aufeinander zu bewegen, dass ein elektrischer Kontakt zwischen ihren Kontaktstellen 23 entsteht. Auf diese Weise kann beispielsweise auch eine Überwachung der Kontaktleiste dahingehend durchgeführt werden, ob eine Leiterplatte 11 eingeführt ist oder nicht. Dazu muss nämlich nur eine Einrichtung zur Kurzschlussüberwachung zwischen den Kontaktelementen 3a und 3b vorgesehen werden, die ein Signal abgibt, wenn ein Kurzschluss zwischen den Kontaktelementen 3a und 3b besteht.

    [0025] Ferner lässt sich in Figur 3 gut erkennen, dass die Leiterbahnen 21 und 22 ein Stück weit vom Ende 26 der Leiterplatte zurückgesetzt sind, um den für diese Ausführung hinsichtlich der Spannungsfestigkeit der Anordnung notwendigen Kriechweg weiter zu verlängern.

    [0026] Figur 4 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Kontaktelementes. Beispielhaft ist hier das Kontaktelement 3b (vgl. Figur 3) dargestellt. Neben einer Seitenansicht A ist eine Vorderansicht B des Kontaktelementes 3b gezeigt. Man erkennt deutlich, dass das Kontaktelement 3b zwischen zwei Seitenarmen 31 und 32 einen Schlitz 33 aufweist, sozusagen also einmal geschlitzt ist. Durch diese Ausführung können sich die einzelnen Kontaktelemente (z. B. 3b) noch flexibler auch an eine leicht schräg oder verkantet in die Kontaktleiste eingeführte Leiterplatte anpassen.

    [0027] Ferner werden die einzelnen Kontaktstellen 23 durch eine geschlitzte Ausführung in zumindest zwei Kontaktstellenpaare 23a und 23b pro Kontaktstelle 23 aufgeteilt, die durch den Schlitz 33 voneinander getrennt sind. Auf diese Weise kann eine weiter verbesserte Wärmeabfuhr pro Kontaktstelle 23a bzw. 23b erreicht werden.

    [0028] Figur 5 zeigt schließlich eine Draufsicht auf eine Kontaktleiste 1, bei der wiederum gleiche Komponenten durch die gleichen Bezugszahlen wie in den vorigen Abbildungen gekennzeichnet sind. Anhand von Figur 5 soll eine weitere mögliche Ausführungsform der elektrischen Anschlüsse 5 gezeigt werden. Neben der in Figur 2 erläuterten doppel- bzw. mehrstöckigen Ausführungsform lässt sich nämlich auch nur eine Anschlussebene pro Kontaktleiste 1 verwenden, bei der jeweils die elektrischen Anschlüsse, z. B. 41 und 42, benachbarter Kontaktelemente, z. B. 43 und 44, jeweils innerhalb derselben Ebene versetzt zueinander angeordnet sind. Auch durch diese Ausführungsform lässt sich der benötigte Abstand zwischen zwei jeweils benachbart liegenden elektrischen Anschlüssen beispielsweise 41 und 42, erreichen, so dass die geforderte Spannungsfestigkeit gegeben ist.

    [0029] Kontaktleisten der beschriebenen Art können beispielsweise in elektrischen Geräten, wie z. B. elektrischen Schutz- oder Leitgeräten, eingesetzt werden, wo sie aufgrund ihrer relativ stabil gehaltenen Ausführungsform leicht mit einem Gehäuse des entsprechenden elektrischen Gerätes verbunden werden können. Leiterplatten mit entsprechenden Schaltkreisen können jeweils in eine solche Kontaktleiste eingeschoben werden. Auf diese Weise kann ein solches elektrisches Gerät sehr flexibel mit Leiterplatten bestückt werden. Durch die erläuterte Ausführungsform, insbesondere mit den sich jeweils gegenüberliegenden elektrisch isolierten Kontaktelementen, lässt sich die Längsausdehnung einer solchen Kontaktleiste deutlich reduzieren bei gleichbleibender Anzahl von kontaktierten Leiterbahnen auf der Leiterplatte. Dies ist besonders wichtig, da bei den genannten elektrischen Geräten häufig Beschränkungen in der Raumausdehnung, insbesondere in Breite und Höhe der elektrischen Geräte, vorgegeben sind.


    Ansprüche

    1. Kontaktleiste (1) zur elektrischen Kontaktierung von beidseitig auf einer Leiterplatte (11) verlaufenden metallischen Leiterbahnen (21,22), wobei die Kontaktleiste (1)

    - einen Grundkörper (2) mit in seiner Längsrichtung derart gegenüberliegend angeordneten, federnden Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) aufweist, dass zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) die Leiterplatte (11) mit einer Schmalseite zur Herstellung einer elektrischen Kontaktierung ihrer Leiterbahnen (21,22) mit den Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) einschiebbar ist, wobei

    - jeweils einander gegenüberliegende Kontaktelemente (3a,3b) innerhalb des Grundkörpers (2) elektrisch voneinander isoliert sind und

    - jedes Kontaktelement (3,3a,3b,3c) zur elektrischen Kontaktierung einer Leiterbahn (21,22) der Leiterplatte (11) zumindest zwei entlang der Einschubrichtung der Leiterplatte (11) aufeinander folgende Kontaktstellen (23) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    - der Grundkörper (1) einen sich in der Längsrichtung des Grundkörpers zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) erhebenden Steg (25) aufweist, in dem eine zwischen den einander gegenüberliegenden Kontaktelementen (3,3a,3b,3c) verlaufende Ausnehmung (24) vorgesehen ist, die bei eingeschobener Leiterplatte (11) deren Schmalseite teilweise umgibt.


     
    2. Kontaktleiste (1) nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) im Bereich ihrer Kontaktstellen (23) wellenförmig ausgebildet sind.


     
    3. Kontaktleiste (1) nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) im Bereich ihrer Kontaktstellen (23) in ihrer Längsrichtung zumindest einmal geschlitzt sind.


     
    4. Kontaktleiste (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) in Richtung des jeweils gegenüberliegenden Kontaktelementes derart vorgespannt sind, dass bei fehlender Leiterplatte (11) zwischen solchen Kontaktelementen ein elektrischer Kontakt hergestellt ist.


     
    5. Kontaktleiste (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) mit jeweils einer elektrischen Zuleitung (12) mit an dem Grundkörper (2) in einer Ebene angeordneten Anschlüssen (41,42) verbunden sind, wobei jeweils die Anschlüsse (41,42) benachbarter Kontaktelemente (43,44) in der Ebene versetzt zueinander angeordnet sind.


     
    6. Kontaktleiste (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Kontaktelemente (3,3a,3b,3c) mit jeweils einer elektrischen Zuleitung (12) mit an dem Grundkörper (2) in zumindest zwei Ebenen angeordneten Anschlüssen (5,5a,5b,5c) verbunden sind, wobei jeweils die Anschlüsse (5a,5c) benachbarter Kontaktelemente (3a,3c) auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind.


     
    7. Kontaktleiste (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Anschlüsse (5, 5a, 5b, 5c) mit Klemmschrauben (13) zum Befestigen von mit den jeweiligen Anschlüssen (5,5a,5b,5c) zu verbindenden elektrischen Leitungen versehen sind.


     


    Claims

    1. Contact strip (1) for making electrical contact with metal conductor tracks (21, 22) running on both sides of a printed circuit board (11), the contact strip (1)

    - having a base body (2) having resilient contact elements (3, 3a, 3b, 3c), which are arranged opposite in the longitudinal direction of the base body (2) such that one narrow side of the printed circuit board (11) can be inserted between the mutually opposing contact elements (3, 3a, 3b, 3c) for the purpose of producing an electrical contact between the conductor tracks (21, 22) of said printed circuit board (11) and the contact elements (3, 3a, 3b, 3c),

    - in each case mutually opposing contact elements (3a, 3b) being electrically insulated from one another within the base body (2), and

    - each contact element (3, 3a, 3b, 3c) has at least two successive contact points (23) along the insertion direction of the printed circuit board (11) for the purpose of making electrical contact with a conductor track (21, 22) of the printed circuit board (11),

    characterized in that

    - the base body (1) has a web (25), which is raised in the longitudinal direction of the base body between the mutually opposing contact elements (3, 3a, 3b, 3c) and in which a cutout (24) is provided which runs between the mutually opposing contact elements (3, 3a, 3b, 3c) and partially surrounds the narrow side of the printed circuit board (11) when said printed circuit board (11) is inserted.


     
    2. Contact strip (1) according to Claim 1,
    characterized in that

    - the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) have an undulating form in the region of their contact points (23).


     
    3. Contact strip (1) according to Claim 1 or 2,
    characterized in that

    - the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are slotted at least once in their longitudinal direction in the region of their contact points (23).


     
    4. Contact strip (1) according to one of the preceding claims,
    characterized in that

    - the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are prestressed in the direction of the respectively opposing contact elements such that, when there is no printed circuit board (11), an electrical contact is produced between such contact elements.


     
    5. Contact strip (1) according to one of the preceding claims,
    characterized in that

    - the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are connected to in each case one electrical feed line (12) using connections (41, 42) arranged in one plane on the base body (2), in each case the connections (41, 42) of adjacent contact elements (43 44) being arranged such that they are offset with respect to one another in the plane.


     
    6. Contact strip (1) according to one of Claims 1 to 4,
    characterized in that

    - the contact elements (3, 3a, 3b, 3c) are connected to in each case one electrical feed line (12) using connections (5, 5a, 5b, 5c) arranged in at least two planes on the base body (2), in each case the connections (5a, 5c) of adjacent contact elements (3a, 3c) being arranged on different planes.


     
    7. Contact strip (1) according to either of Claims 5 and 6,
    characterized in that

    - the connections (5, 5a, 5b, 5c) are provided with clamping screws (13) for the purpose of fixing electrical lines to be connected to the respective connections (5, 5a, 5b, 5c).


     


    Revendications

    1. Réglette (1) de contact pour la mise en contact électrique de pistes (21, 22) conductrices métalliques s'étendant sur les deux faces d'une plaquette (11) à circuit imprimé, dans laquelle la réglette (1) de contact

    - a une embase (2) ayant des éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact élastiques disposés de manière opposée dans sa direction longitudinale de sorte à pouvoir insérer entre les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact opposés les uns aux autres la plaquette (11) à circuit imprimé par un côté étroit pour ménager une mise en contact électrique de ces pistes (21, 22) conductrices avec les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact, dans laquelle

    - des éléments (3a, 3b) de contact respectivement opposés les uns aux autres sont isolés électriquement l'un de l'autre dans l'embase (2), et

    - chaque élément (3, 3a, 3b, 3c) de contact a, pour la mise en contact électrique d'une piste (21, 22) conductrice de la plaquette (11) à circuit imprimé, au moins deux points (23) de contact se succédant le long de la direction d'insertion de la plaquette (11) à circuit imprimé,

    caractérisée en ce que

    - l'embase (2) a une nervure (25) s'élevant dans la direction longitudinale de l'embase entre les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact opposés les uns aux autres, nervure dans laquelle est prévu un évidement (24) qui s'étend entre les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact opposés les uns aux autres et qui entoure en partie le côté étroit de la plaquette (11) à circuit imprimé lorsqu'elle est insérée.


     
    2. Réglette (1) de contact suivant la revendication 1,
    caractérisée en ce que

    - les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont ondulés dans la zone de leur point de contact.


     
    3. Réglette (1) de contact suivant la revendication 1 ou 2,
    caractérisée en ce que

    - les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont fendus au moins une fois dans leur direction longitudinale dans la zone de leurs points (23) de contact.


     
    4. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que

    - les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont mis sous précontrainte dans la direction de l'élément de contact respectivement opposé de manière à ce que, si la plaquette (11) à circuit imprimé est défectueuse, il soit ménagé un contact électrique entre des éléments de contact de ce genre.


     
    5. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que

    - les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont reliés, par respectivement une ligne (12) électrique, à des bornes (41, 42) disposées dans un plan sur l'embase (2), les bornes (41, 42) d'éléments (43, 44) de contact voisins étant disposées de façon décalée dans le plan.


     
    6. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications 1 à 4,
    caractérisée en ce que

    - les éléments (3, 3a, 3b, 3c) de contact sont reliés par, respectivement, une ligne (12) électrique à des bornes (5, 5a, 5b, 5c) disposées dans au moins deux plans sur l'embase (2), les bornes (5a, 5c) d'éléments (3a, 3c) de contact voisins étant disposées dans des plans différents.


     
    7. Réglette (1) de contact suivant l'une des revendications 5 ou 6,
    caractérisée en ce que

    - les bornes (5, 5a, 5b, 5c) sont munies de vis (13) de serrage pour la fixation de lignes électriques à relier aux bornes (5, 5a, 5b, 5c) respectives.


     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




    In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur