[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckverbinderkupplung, insbesondere eine
Steckverbinderkupplung für Sensoren. Diese Sensoren können beispielsweise Sensoren
der Prozeßmeßtechnik und der Analysemeßtechnik sein. Zu den erfindungsgemäßen Sensoren
gehören u.a. potentiometrische Sensoren, wie pH-Sensoren oder Redox-Sensoren, amperometrische
Sensoren, turbidimetrische Sensoren, Drucksensoren, Füllstandssensoren, Durchflußsensoren,
Feuchtesensoren, Temperatursensoren, sowie spektrometrische und chromatographische
Sensoren und Sensoren zur Bestimmung der gelösten Gaskonzentration oder lonenkonzentration
in einem Medium.
[0002] Die genannten Sensoren haben gewöhnlich einen modularen Aufbau mit einem Sensormodul
und einem Umformermodul. Das Sensormodul weist einen Sensor zum Erfassen einer zu
messenden Größe und eine Sensorschnittstelle für das Umformermodul auf, über welche
Daten und ggf. Energie übertragen werden. Das Sensormodul kann zudem elektronische
Schaltungen zur Prozessierung des Signals des Elementarsensors aufweisen. Der Umformer
weist gewöhnlich eine weitere Schaltung zur Verarbeitung des Meßsignals und einen
Signalausgang auf, über den ein den Meßwert repräsentierendes Signal, beispielsweise
als 4 .. 20 mA-Stromsignal oder nach dem Profibus, Foundation Fieldbus oder einem
anderen Protokoll ausgegeben wird.
[0003] Die mechanische Kopplung der Sensorschnittstelle mit einer Umformerschnittstelle
bzw. mit einem Steckkopf, an den die Sensorschnittstelle angeschlossen wird, erfolgt
gewöhnlich über den Reibschluß zwischen komplementären elektrisch leitenden Kontaktflächenpaaren
wie Buchsen und Stiften und häufig über eine zusätzliche mechanische Sicherung, beispielsweise
mit einer Sicherungsüberwrurfsmutter. Die Sicherungsüberwurfsmutter ist beispielsweise
an einem Umformergehäuse oder an einem Steckkopfgehäuse angeordnet ist und gelangt
mit dem Sensormodul in Eingriff.
[0004] Die beschriebene Lösung ist jedoch aus verschiedenen Gründen nachteilig, wie am Beispiel
eines pH-Sensors erläutert werden soll. Häufig sind die Sensormodule mit einem Prozeßanschlußgewinde
in einen Prozeßanschluß gesichert, wobei die Achse des Prozeßanschlußgewindes mit
der Achse der Sicherungüberwurfmutter fluchtet. Wenn nun das Lösen der Sicherungüberwurfsmutter
ein größeres Drehmoment fordert als das Lösen des Prozeßanschlußgewindes, so besteht
die Gefahr, daß letzteres versehentlich geöffnet werden kann, und das Sensormodul
aus dem Prozeßanschluß über mehrere Umdrehungen herausgeschraubt wird.
[0005] Eine Steckverbinderkupplung mit induktiven Schnittstellen und einem Bajonettverschluss
ist vom Dokument
WO 98/52172 A bekannt. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbinderkupplung
bereitzustellen, welche die beschriebenen Nachteile überwindet. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß
gelöst durch die Steckverbinderkupplung gemäß des unabhängigen Patentanspruchs 1.
[0006] Die erfindungsgemäße Steckverbinderkupplung umfaßt einen ersten Kupplungskörper mit
ersten Rastmitteln eines Bajonettverschlusses und einer ersten Schnittstelle zum Ausgeben
und/oder Empfangen von Signalen und/oder Energie, sowie einen zweiten Kupplungskörper
mit zweiten Rastmitteln eines Bajonettverschlusses und einer zweiten Schnittstelle
zum Ausgeben und/oder Empfangen von Signalen und/oder Energie, wobei der zweite Kupplungskörper
komplementär zu dem ersten Kupplungskörper und mit diesem verbindbar ist, die zweiten
Rastmittel komplementär zu den ersten Rastmitteln sind und mit diesen in Eingriff
bringbar sind und die zweite Schnittstelle komplementär zu der ersten Schnittstelle
ist.
[0007] Die ersten und die zweiten Rastmittel umfassen vorzugsweise zueinander komplementäre
axiale Anschlagflächen. Der Begriff axiale Anschlagflächen bezeichnet solche Flächen
die einen wirksamen Anschlag als Sicherung gegen axiale Relativbewegungen des ersten
Kupplungskörpers gegenüber dem zweiten Kupplungskörper über die Anschlagflächen hinaus
bewirken. Beispielsweise beträgt der Winkel zwischen der Oberflächennormalen der ersten
bzw. der zweiten axialen Anschlagfläche und der Rotationsachse des Bajonettverschusses
bzw. der Verbindungsachse der Steckverbinderkupplung weniger als 20°, bevorzugt weniger
als 10°, und weiter bevorzugt nicht mehr als etwa 5°.
[0008] In der erfindungsgemäßen Steckverbinderkupplung sind die ersten Rastmittel einstückig
mit dem ersten Kupplungskörper ausgebildet, während die zweiten Rastmittel als bezüglich
eines Grundkörpers des zweiten Kupplungskörpers bewegliche Baugruppe ausgebildet und
mit diesem gekoppelt sind.
[0009] Der erste und der zweite Kupplungskörper weisen vorzugsweise zumindest abschnittsweise
eine im wesentlichen axialsyrnmetrische Struktur auf. In einer derzeit bevorzugten
Ausführungsform umfaßt der erste Kupplungskörper einen zylindrischen Abschnitt, der
in eine zylindrische Öffnung des zweiten Kupplungskörpers einsteckbar ist. Die zylindrische
Öffnung ist bevorzugt als Aussparung in einem zylindrischer Hülsenabschnitt des zweiten
Kupplungskörpers ausgebildet.
[0010] Die ersten und zweiten Rastmittel sind als Aussparungen und komplementäre Vorsprünge
ausgebildet, welche miteinander in Eingriff gelangen. Derzeit ist es bevorzugt, daß
der erste Kupplungskörper in einem zylindrischen Endabschnitt auf der Mantelfläche
des Zylinders als erste Rastmittel Aussparungen aufweist. Der zweite Kupplungskörper
umfaßt einen zumindest abschnittsweise zylindrischen Grundkörper und einen zumindest
abschnittsweise zylindrischen Rastmittelträger, wobei der Rastmittelträger an dem
Grundkörpers koaxial, um eine gemeinsame Achse verdrehbar und in axialer Richtung
fixiert angeordnet ist. Der Rastmittelträger umfaßt beispielsweise ein Hülsenelement,
von dessen Innenwand sich die zweiten Rastmittel als Vorsprünge radial einwärts erstrecken.
[0011] Zur axialen Fixierung des Rastmittelträgers bezüglich des Grundkörpers, können der
Grundkörper und der Rastmittelträger zueinander komplementäre axiale Sicherungsmittel
aufweisen, die ineinander eingreifen. Die axialen Sicherungsmittel können beispielsweise
eine ringförmige oder mindestens eine ringabschnittförmige Sicherungsaussparung und
mindestens einen komplementären Sicherungsvorsprung umfassen.
[0012] Die Steckverbinderkupplung umfaßt weiterhin eine Grundkörpersicherung, welche ein
Verdrehen des Grundkörpers des zweiten Kupplungskörpers bezüglich des ersten Kupplungskörpers
verhindert. Die Grundkörpersicherung umfaßt zueinander komplementäre erste und zweite
Grundkörpersicherungselemente, welche an dem ersten Kupplungskörper und an dem Grundkörper
des zweiten Kupplungskörpers ausgebildet sind, und die ineinander eingreifen, wenn
der erste Kupplungskörper mit dem zweiten Kupplungskörper verbunden ist. Diese Ausgestaltung
bietet unter anderem den Vorteil, daß Drehmomente, die beispielsweise über ein Anschlußkabel
in den Grundkörper des zweiten Kupplungskörpers eingeleitet werden, niemals zu einer
unbeabsichtigten Öffnung des Bajonettverschlusses führen können.
[0013] Der Bewegungsablauf des Bajonettverschlusses ist bei durch die Bewegung der zweiten
Rastmittel bezüglich der ersten Rastmittel vorgegeben. Die beispielsweise als Aussparungen
gestalteten ersten Rastmittel im ersten Kupplungskörper weisen im eine Struktur auf,
bei der die Aussparungen jeweils einen axialen Abschnitt umfassen, an den sich ein
azimutaler Abschnitt anschließt, der eine axiale Anschlagfläche aufweist, an welcher
die zweiten Rastmittel bei geschlossenen Bajonettverschluß anliegen.
[0014] Beim Verbinden des ersten Kupplungskörpers mit dem zweiten Kupplungskörper werden
die als Vorsprünge gestalteten zweiten Rastmittel zunächst in den axialen Abschnitt
der Aussparungen eingesteckt, bis sie mit dem azimutalen Abschnitt fluchten. Zum Verschließen
des Bajonettverschlusses können die Vorsprünge dann Mittels des Rastmittelträgers
in den azimutalen Abschnitt verdreht werden. Das Öffnen des Bajonettverschlusses zum
Lösen der Kupplungskörper voneinander verläuft sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge.
[0015] Die axialen Anschlagflächen der ersten Rastmittel können eine ganz leichte Azimutabhängighängigkeit
aufweisen, um den axialen Sitz des zweiten Kupplungskörpers bezüglich des ersten Kupplungskörpers
mit der Verriegelungsposition des Bajonettverschlusses einstellen zu können. Zum Erhalten
einer leichten axialen elastischen Spannung zwischen den Kupplungskörpern kann zwischen
den Stirnflächen der Kupplungskörper ein elastischer Verformungskörper angeordnet
sein.
[0016] In einer Weiterbildung der Erfindung dienen die axialen Abschnitte der Aussparungen
der ersten Rastmittel als die ersten Grundkörpersicherungseiemente. Die zweiten Grundkörpersicherungselemente
umfassen axiale Vorsprünge die sich von der Stirnfläche des Grundkörpers erstrecken,
und die in die axialen Abschnitte der Aussparungen der ersten Rastmittel eingreifen,
wenn der erste Kupplungskörper mit dem zweiten Kupplungskörper verbunden ist.
[0017] Um zu verhindern, daß der Bajonettverschluß ungewollt geöffnet wird, kann noch eine
Verdrehsicherung vorgesehen werden, die beispielsweise zwischen dem ersten Kupplungskörper
und dem Rastmittelträger bzw. den zweiten Rastmitteln angeordnen sein kann. Hierzu
können, kömplementäre Sicherungselemente mit einer geeigneten winkelabhängigen Konturen
vorgesehen sein.
[0018] Bei der Erfindung bietet sich an, eine Verdrehsicherung zwischen dem Rastmittelträger
und dem Grundkörper des zweiten Kupplungskörpers vorzusehen. In dieser Ausgestaltung
weist die Verdrehsicherung ein erstes Sicherungselement am ersten Grundkörper zweiten
Kupplungskörpers, und ein zweites Sicherungselement am Rastmittelträger auf, wobei
zumindest eines der Sicherungselemente beim Verdrehen des Rastmittelträgers bezüglich
des Grundkörpers durch das andere Sicherungselement eine geringe elastische Verformung
erfährt. Zumindest die verriegelte Endposition des Bajonettverschusses weist bei dieser
Ausgestaltung ein zumindest lokales Minimum hinsichtlich der Verformungsenergie des
mindestens einen Sicherungselementes auf. Gleichermaßen kann zusätzlich ein lokales
Minimum hinsichtlich der Verformungsenergie in der geöffneten Position vorgesehen
sein, in welcher die Vorsprünge der zweiten Rastmittel mit den axialen Vorsprüngen
der zweiten Grundkörpersicherungselemente in azimutaler Richtung fluchten. Hierzu
umfassen das erste und das zweite Sicherungselement zueinander komplementäre Konturen,
die beim Verdrehen aneinander entlang geführt werden und gegeneinander drücken, wobei
mindestens die Kontur eines Sicherungselements azimutabhängig ist. Hierzu kann beispielsweise
mindestens eine geeignete Kontur in der axialen Sicherungsaussparung vorgesehen sein.
[0019] Bei den derzeit bevorzugten Ausführungsformen umfassen der erste Kupplungskörper
und der zweite Kupplungskörper zueinander komplementäre induktive Schnittstellen,
zur galvanisch getrennten Übertragung von Energie und Daten, wie sie in früheren Anmeldungen
der gleichen Anmelderin beschrieben sind. Beide Kupplungskörper sind im Bereich der
Schnittstellen hermetisch dicht und weisen keine Durchführungen auf.
[0020] Die Erfindung wird nun an einem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel erläutert,
es zeigt:
- Fig. 1:
- ein erstes Beispiel einer Steckverbinderkupplung;
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung des Energieverlaufs beim Verriegeln des Bajonettverschlusses
der Steckverbinderkupplung;
- Fig. 3:
- eine pH-Elektrode mit einem Kupplungskörper gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4:
- eine schematisierte perspektivische Teilschnittansicht einer Steckverbinderkupplung
gemäß der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 5a, b:
- einen erfindungsgemäßen Steckkopf zum Anschluß an eine pH-Elektrode gemäß Fig. 3.
[0021] Die Steckverbinderkupplung eines Sensors, beispielsweise eines pH-Sensors, umfaßt
ein Sensormodul 1 mit einem zylindrischen Sensorkörper 10 und ein Steckkopfmodul 2,
mit einem zylindrischen Steckkopfkörper 20, welcher mit einem hülsenförmigen Endabschnitt
21 auf den Sensorkörper 10 aufsteckbar ist, wobei der steckkopfseitige Schnittstellenstift
24 in die sensorseitige Schnittstellenbuchse 16 gesteckt wird. In der Hülse erstrecken
sich Vorsprünge 22 radial einwärts um mit Aussparungen 11 auf der Mantelfläche des
Sensorkörpers in Eingriff zu gelangen und einen Bajonettverschluß zu bilden. Die Aussparungen
11 umfassen einen axialen Abschnitt 12 und einen azimutalen Abschnitt 13. Im azimutalen
Abschnitt ist eine axiale Anschlagfläche 14 vorgesehen, welche das Abziehen des Sensormoduls
1 vom Steckkopfmodul 2 verhindert, wenn der Bajonettverschluß verriegelt ist. In den
Aussparungen 11 sind zudem eine axiale Rippen 15 angeordnet, auf welchen die radial
einwärts gerichteten Mantelflächen der sich radial einwärts erstreckenden Vorsprünge
22 mit ihrer winkeiabhängigen Kontur aufsetzen. Dies bewirkt im Ergebnis eine Verdrehsicherung
aufgrund einer leichten elastischen Verformung des hülsenförmigen Endabschnitts, deren
Energieverlauf in Fig.2 dargestellt ist.
[0022] Um den Schnittstellenstift 24 ist an seiner Basis ein elastischer Ring 25 angeordnet,
der beim verschließen des Bajonettverschlusses leicht gegen die Stirnfläche des zylindrischen
Körpers 12 gedrückt wird. Hierdurch ist eine leichte axiale Vorspannung bewirkt.
[0023] Zum Einbau des Sensors 1 an einem Meßplatz umfaßt der Sensor Prozeßanschluß 17 mit
eine Hohlschraube 18, die gegenüber dem Sensorkörper drehbar mit einem Ring 19 gesichert
ist.
[0024] Eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Sensormoduls 101 wird anhand von Fig.
3 erläutert. Auf der pH-Elektrode 109 ist ein Sensorkörper 110 angeordnet, der zur
Umgebung hermetisch dicht ist, und als Kupplungskörper zum Anschluß an einen Steckkopfkörper
dient. Der Sensorkörper 110, umfaßt in einem dem Steckkopfkörper zugewandten Endabschnitt
eine induktive Schnittstelle zum Austausch von Daten und zum Empfang von Energie.
Zur Sicherung der mechanischen Verbindung zwischen dem Senorkörper 110 und einem aufgesteckten
Steckkopfkörper weist der Sensorkörper 110 an der Mantelfläche des dem Steckkopfkörper
zugewandten Endabschnitt gewinkelte Aussparung auf, die als erstes Rastmittel eines
Bajonettverschlusses dient. Die gewinkelte Aussparung umfaßt einen zur Stirnfläche
des Sensorkörpers offenen axialen Abschnitt 112, an den sich beabstandet zur Stirnfläche
ein abgewinkelter azimutaler Abschnitt 113 anschließt. Der azimutale Abschnitt 113
umfasst eine der Stimfläche des Sensorkörpers zugewandte axiale Anschlagfläche 114.
Die axiale Anschlagfläche 114 weist vorzugsweise eine azimutabhängige axiale Kontur
auf, welche bewirkt, daß ein Steckkopfkörper beim Schließen des Bajonettverschlusses
stärker an den Sensorkörper herangezogen wird. Zum Einbau in einen Meßplatz umfaßt
der Sensorkörper 110 einen Prozeßanschluß mit einer Hohlschraube 118, welche mittels
eines Sicherungsrings 119 gesichert ist.
[0025] Fign. 4, 5a und 5b verdeutlichen das Zusammenspiel der Komponenten der erfindungsgemäßen
Steckverbinderkupplung. Das Steckkopfmodul umfaßt einen Steckkopfkörper mit einem
abschnittsweise zylindrischen Grundkörper 120, auf den ein hülsenartiger Rastmittelträger
121 aufgesteckt ist, wobei der Rastmitteiträger 121 bezüglich des Grundkörpers 121
axial fixiert und in azimutaler Richtung zumindest über einen Windelbereich frei beweglich
ist, der zum Schließen und Öffnen des Bajonettverschlusses erforderlich ist.
[0026] Im einzelnen umfaßt der Grundkörper 120 einen ersten zylindrischen Abschnitt mit
einem ersten Radius und einen zweiten zylindrischen Abschnitt mit einem zweiten Radius,
der geringer ist als der erste Radius. Zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten
Abschnitt verläuft eine Ringnut 127, welche in axialer Richtung durch radiale Stufen
zum ersten Abschnitt und zum zweiten Abschnitt des Grundkörpers 120 begrenzt ist,
wobei die radialen Stufen als axiale Anschlagflächen dienen. Der hülsenartige Rastmittelträger
121, stößt mit seiner dem ersten Abschnitt des Grundkörpers zugewandten ersten Stirnfläche,
gegen die axiale Anschlagfläche, welche durch die radiale Stufe zwischen der Ringnut
und dem ersten Abschnitt des Grundkörpers gebildet wird. Von der Innenwand des Rastmittelträgers
121 erstreckt sich in einem an die erste Stimfläche anschließenden ersten Endabschnitt
mindestens eine Rastnase 128 radial einwärts, welche an die durch die radiale Stufe
zwischen der Ringnut und dem zweiten Abschnitt gebildete axiale Anschlagfläche stößt.
Aus Symmetrieerwägungen sind vorzugsweise mehrere Rastnasen über den Umfang der Innenwand
verteilt, oder es kann eine umlaufende Rastnase vorgesehen sein. Die stirnseitige
Flanke der Rastnase 128 weist vorzugsweise eine Fase auf, um das Aufstecken des Rastmittelträgers
121 auf den Grundkörper zu erleichtern.
[0027] Von einer dem ersten Abschnitt des Grundkörpers 120 abgewandten Stirnfläche des Grundkörpers
erstrecken sich axiale Vorsprünge 123, welche jeweils in einen axialen Abschnitt 112
der komplementären Aussparungen an dem Sensorkörper 110 eingreifen, wenn der Steckkopfkörper
mit dem Sensorkörper 110 verbunden ist.
[0028] Der hülsenartige Rastmittelträger 121 überragt mit seinem zweiten Endabschnitt die
axialen Vorsprünge 123 in axialer Richtung. Von der Innenwand des Rastmittelträgers
121 erstrecken sich Vorsprünge 124 radial einwärts, wobei die Vorsprünge als zweite
Rastmittel für den Bajonettverschluß dienen. Die Vorsprünge 124 sind in der Weise
über den Umfang der Innenwand verteilt, daß sie bei entsprechender Einstellung des
Azimutwinkels zwischen Rastmittelträger 121 und Grundkörper 120 hinsichtlich ihrer
Azimutposition mit den axialen Vorsprüngen 123 fluchten, wie in Fig. 5a dargestellt
ist. In dieser Position kann der Steckkopfkörper auf den Sensorkörper 110 aufgesteckt
werden, wobei die radialen Vorsprünge 122 in dem Übergangsbereich zwischen dem axialen
Abschnitt 112, und dem azimutalen Abschnitt 113 der Aussparungen am Sensorkörper angeordnet
sind, wenn der Steckkopfkörper auf den Sensorkörper aufgesteckt ist. Durch Verdrehen
des Azimutwinkels zwischen Grundkörper 120 und Rastmittelträger 121 werden die radialen
Vorsprünge 122 in den azimutalen Abschnitt 113 der Aussparungen gebracht, wodurch
der Bajonettverschluß verriegelt wird, wie in der Figur 5b dargestellt ist.
[0029] Um die offene Position und die geschlossene Position des Bajonettverschlusses einfacher
auffindbar zu machen und zu sichern, sind azimutabhängige Konturen zwischen dem Rastmittelträger
121 und dem Grundkörper 120 vorgesehen, welche beispielsweise als radiale Konturen
auf der Mantelfläche der Ringnut 127 oder eines entsprechenden Ringnutabschnitts bzw.
der Rastnase ausgebildet sein können. Die Konturen bewirken, daß die mindestens eine
Rastnase 128 azimutabhängig elastisch ausgelenkt wird, wobei die Konturen so angeordnet
sind, daß zumindest in der geschlossenen Position, vorzugsweise aber auch in der offenen
Position, lokale Minima der Verformung liegen. Die Kontur kann beispielsweise eine
Rippe sein, die Radial von der Mantelfläche der Ringnut 127 hervorsteht, wobei die
Rastnase 128 beim Verdrehen des Rastmittelträgers zwischen den Positionen über die
Rippe hinweg gleiten muß und von dieser Angehoben wird. Auf diese Weise werden die
beiden Positionen stabilisiert. Gleichermaßen kann eine winkelabhängige Kontur auch
an anderer Stelle vorgesehen sein. Außerdem kann optional die im Zusammenhang mit
dem ersten Ausführungsbeispiel beschriebene Verdrehsicherung in dem azimutalen Bereich
der Aussparungen des Sensorkörpers zusätzlich zum Einsatz kommen.
[0030] Die Schnittstelle zur Übertragung von Daten und Energie umfaßt auch bei der zweiten
Ausgestaltung einen induktiven Koppler, welcher auf der Seite des Steckkopfmoduls
102 einen Zapfen 124 aufweist, der axial von der zweiten Stirnfläche des Grundkörpers
120 in deren Zentrum hervorsteht. Wenn der Steckkopfkörper mit dem Sensorkörper verbunden
ist, dann ist der Zapfen 124 in einer komplementären Buchse des Sensorkörpers 110
angeordnet.
1. Steckverbinderkupplung umfassend:
einen ersten Kupplungskörper (10) mit ersten Rastmittein (12, 13, 14) eines Bajonettverschlusses
und einer ersten Schnittstelle (16) zum Ausgeben und/oder Empfangen von Signalen und/oder
Energie, sowie einen zweiten Kupplungskörper (20) mit zweiten Rastmitteln (22) eines
Bajonettverschlusses und einer zweiten Schnittstelle (24) zum Ausgeben und/oder Empfangen
von Signalen und/oder Energie, wobei die erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle
induktive Schnittstellen sind, und wobei Kupplungskörper jeweils ein hermetisch dichtes
Gehäuse aufweisen, in dem die induktiven Schnittstellen angeordnet sind, wobei
der zweite Kupplungskörper (20) komplementär zu dem ersten Kupplungskörper (10) und
mit diesem verbindbar ist, die zweiten Rastmittel (22) komplementär zu den ersten
Rastmitteln (12, 13, 14) sind und mit diesen in Eingriff bringbar sind und die zweite
Schnittstelle (24) komplementär zu der ersten Schnittstelle (16) ist;
der zweite Kupplungskörper einen Grundkörper (120) und einen Rastmittelträger (121)
aufweist, an dem die zweiten Rastmittel (122) angeordnet sind, wobei der Rastmittelträger
(121) bezüglich des Grundkörpers (120) verdrehbar ist; dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Kupplungskörper (110) mindestens ein erstes Grundkörpersicherungselement
(112) aufweist, und der Grundkörper (120) des zweiten Kupplungskörpers ein zweites
Grundkörpersicherungselement (123) aufweist, welches bei der Verbindung des ersten
Kupplungskörpers mit dem zweiten Kupplungskörper mit dem ersten Grundkörpersicherungselement
(112) in Eingriff gelangt, und eine Rotation des Grundkörpers (120) bezüglich des
ersten Kupplungskörpers (110) verhindert; und
der Rastmittelträger (121) und der Grundkörper (120) jeweils eine winkelabhängige
Kontur aufweisen, wobei die Konturen miteinander wechselwirken und eine winkelabhängige
elastische Verformung des Rastmittelträgers (121) und/oder des Grundkörpers (120)
bewirken.
2. Sensormodul, umfassend ein Sensorelement zum Erfassen einer physikalischen Größe und
einen ersten Kupplungskörper (10), welches mit dem Sensor verbunden ist, wobei ein
zweiter Kupplungskörper (20) an den ersten Kupplungskörper (10) angeschlossen ist,
wobei die Kupplungskörper (10, 20) zusammen eine Steckverbinderkupplung gemäß Anspruch
1 bilden.
3. Sensormodul nach Anspruch 2, wobei das Sensorelement ein potentiometrisches Sensorelement,
insbesondere ein pH-Sensorelement umfasst.
4. Messanordnung, umfassend ein Sensormodul nach Anspruch 2 oder 3 und einen Messumformer,
welcher den zweiten Kupplungskörper (20) zum Anschluss an den ersten Kupplungskörper
(10) des Sensormoduls aufweist.
1. Plug-in connection coupling comprising:
A first coupling body (10) with primary locking elements (12, 13, 14) of a bayonet
lock and a first interface (16) for transmitting and/or receiving signals and/or energy,
as well as a second coupling body (20) with a second locking element (22) of a bayonet
lock and a second interface (24) for transmitting and/or receiving signals and/or
energy, characterized in that the first and second interface are inductive interfaces, and in that the coupling bodies each exhibit a hermetically sealed housing in which the inductive
interfaces are arranged, whereby:
The second coupling body (20) is complementary to the first body (10) and can be connected
to it; the second locking element (22) is complementary to the first locking elements
(12, 13, 14) and can be intermeshed with these elements; and the second interface
(24) is complementary to the first interface (16);
The second coupling body exhibits a meter body (120) and a locking element substrate
(121) on which the second locking element (122) is arranged, whereby the locking element
substrate (121) can be rotated vis-à-vis the meter body (120); characterized in that:
The first coupling body (110) exhibits at least a first meter body securing element
(112), and the meter body (120) of the second coupling body exhibits a second meter
body securing element (123), which intermeshes with the first meter body securing
element (112) when the first coupling body is connected to the second coupling body,
and prevents the meter body (120) rotating vis-à-vis the first coupling body (110);
and
The locking element substrate (121) and the meter body (120) each have an angle-dependent
contour, whereby the contours interact with one another and cause the angle-dependent
elastic distortion of the locking element substrate (121) and/or the meter body (120).
2. Sensor module, comprising a sensor element for measuring a physical variable and a
first coupling body (10) which is connected to the sensor, whereby a second coupling
body (20) is connected to the first coupling body (10), and whereby the coupling bodies
(10, 20) together form one plug-in connection as per Claim 1.
3. Sensor module as per Claim 2, characterized in that the sensor element comprises a potentiometric sensor element, particularly a pH sensor
element.
4. Measuring arrangement comprising a sensor module as per Claim 2 or 3 and a transmitter
which exhibits the second coupling body (20) to connect to the first coupling body
(10) of the sensor module.
1. Coupleur enfichable, comprenant :
un premier corps de coupleur (10) avec des premiers moyens d'encliquetage (12, 13,
14) d'un joint à baïonnette et d'une première interface (16) pour l'émission et/ou
la réception de signaux et/ou d'énergie, ainsi qu'un deuxième corps de coupleur (20)
avec des deuxièmes moyens d'encliquetage (22) d'un joint à baïonnette et d'une deuxième
interface (24) pour l'émission et/ou la réception de signaux et/ou d'énergie, la première
interface et la deuxième interface étant des interfaces inductives, et les corps de
coupleur présentant chacun un boîtier hermétique, dans lequel sont disposées les interfaces
inductives, coupleur enfichable pour lequel
le deuxième corps de coupleur (20) est complémentaire au premier corps de coupleur
(10) et relié avec celui-ci, les deuxièmes moyens d'encliquetage (22) sont complémentaires
aux moyens d'encliquetage (12, 13, 14) et peuvent être amenés en prise avec ceux-ci,
et la deuxième interface (24) est complémentaire à la première interface (16) ;
le deuxième corps de coupleur (20) comporte un corps de base (120) et un support de
moyens d'encliquetage (121), sur lequel sont disposés les deuxièmes moyens d'encliquetage
(122), le support de moyens d'encliquetage (121) pouvant être tourné par rapport au
corps de base (120) ; caractérisé en ce que
le premier corps de coupleur (110) comporte au minimum un premier élément de verrouillage
du corps de base (112), et le corps de base (120) du deuxième corps de coupleur un
deuxième élément de verrouillage du corps de base (123), lequel est amené en prise,
au moyen du premier élément de verrouillage du corps de base (112), lors de la connexion
du premier corps de coupleur avec le deuxième corps de coupleur, et empêche une rotation
du corps de base (120) par rapport au premier corps de coupleur (110) ; et
le support de moyens d'encliquetage (121) et le corps de base (120) présentent chacun
un contour dépendant de l'angle, les contours interagissant entre eux et provoquant
une déformation élastique, fonction de l'angle, du support de moyens d'encliquetage
(121) et/ou du corps de base (120).
2. Module capteur, comprenant un élément capteur destiné à la saisie d'une grandeur physique
et un premier corps de coupleur (10), lequel est relié avec le capteur, un deuxième
corps de coupleur (20) étant connecté au premier corps de coupleur (10), les corps
de coupleur (10, 20) constituant ensemble un coupleur enfichable selon la revendication
1.
3. Module capteur selon la revendication 2, pour lequel l'élément capteur comprend un
élément capteur potentiométrique, notamment un élément capteur pH.
4. Configuration de mesure comprenant un module capteur selon la revendication 2 ou 3
et un transmetteur, lequel comporte le deuxième corps de coupleur (20) destiné à la
connexion au premier corps de coupleur (10) du module capteur.