[0001] Die Erfindung betrifft ein Lüftungsband für Dächer zur Anordnung im First-, Walm-
oder Gratbereich, mit einem Befestigungsstreifen, wenigstens einem äußeren Dichtungsstreifen
und wenigstens einem zwischen dem Dichtungsstreifen und dem Befestigungsstreifen vorgesehenen
Lüftungsstreifen, wobei der Lüftungsstreifen eine Mehrzahl von Lüftungsöffnungen aufweist.
[0002] Lüftungsbänder der in Rede stehenden Art dienen dazu, eine Entlüftung des Dachinnenraumes
zu gewährleisten. Mit Dachinnenraum ist vorliegend der Raum zwischen der "inneren
Dachhaut" und der "äußeren Dachhaut", also den Dacheindeckungselementen, gemeint;
es geht also um die Hinterlüftung bei zweischaligen Dächern.
[0003] Die Entlüftungswirkung der in Rede stehenden Lüftungsbänder ergibt sich dadurch,
daß das Lüftungsband bei einer entsprechenden Anströmung von außen überströmt wird.
Aufgrund der Luftströmung oberhalb des Lüftungsbandes herrscht dort ein vergleichsweise
großer dynamischer Druck und ein dementsprechend geringer statischer Druck. Demgegenüber
ist die Strömungsgeschwindigkeit der Luft unterhalb des Lüftungsbandes vergleichsweise
gering, so daß dort ein geringer dynamischer und dementsprechend ein hoher statischer
Druck herrscht. Durch diese Druckverhältnisse ergibt sich oberhalb des Lüftungsbandes
ein statischer Unterdruck, so daß Luft und Kondensfeuchtigkeit aus dem Dachinnenraum
nach außen gesogen wird und damit eine Entlüftung des Dachinnenraumes stattfindet.
[0004] Um eine hinreichende Entlüftungswirkung des Lüftungsbandes zu gewährleisten, ist
es zunächst einmal erforderlich, daß sich über die Dacheindeckungselemente eine hinreichende
Abdichtung zwischen dem Lüftungsband und den Dacheindeckungselementen ergibt. Findet
keine hinreichende Abdichtung in diesem Bereich statt, kann bei entsprechender Anströmung
Luft und Feuchtigkeit über den Zwischenraum zwischen dem Lüftungsband und den Dacheindeckungselementen
in den Dachinnenraum eindringen, so daß sich statt der erwünschten Entlüftung des
Dachinnenraumes eine unerwünschte Belüftung über das Lüftungsband und ebenfalls sogar
ein Feuchtigkeitseintrag ergibt.
[0005] Da Lüftungsbänder der in Rede stehenden Art funktionsnotwendig über Lüftungsöffnungen
verfügen, besteht neben der Gefahr des Feuchtigkeitseintrags über eine unzureichende
Abdichtung zwischen Dacheindeckungselement und Dichtungsstreifen des Lüftungsbandes
auch die Gefahr, daß Feuchtigkeit direkt über die Lüftungsöffnungen in Form von eingetragenem
Regen oder Schnee in den Dachinnenraum eintritt.
[0006] Es sind verschiedene Maßnahme bekannt, um die für die Schutzwirkung des Lüftungsbandes
wesentliche Vermeidung eines Feuchtigkeitseintrages über die Lüftungsöffnungen des
Lüftungsbands konstruktiv zu unterstützen. Aus der deutschen Patentschrift 196 02
979 ist z. B. bekannt, um jede Lüftungsöffnung einen umlaufenden, über den Lüftungsstreifen
an sich überstehenden Kragen vorzusehen. Ferner ist aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
201 17 545 bekannt, die Lüftungsöffnung in einer kragenförmigen Aufwölbung vorzusehen,
wodurch die Lüftungsöffnung im wesentlichen höher gelegen ist als die sonstigen Bestandteile
des Lüftungsbandes, wodurch das Eindringen von Feuchtigkeit durch die Lüftungsöffnungen
erschwert wird. Eine weitere Schutzmaßnahme besteht in der Verwendung von Barriereelementen,
die in einer oder auch mehreren Reihen vor den - möglicherweise in Lüftungsaufwölbungen
vorgesehenen - Lüftungsöffnungen angeordnet sind. Hierzu wird verwiesen auf die von
der Anmelderin in Großbritannien durchgeführte Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen
03/28.125.0.
[0007] Nachteilig an den beschriebenen Schutzmaßnahmen ist jedoch, daß die im wesentlichen
aus Aufwölbungen bestehenden Strukturen mit bestimmten Materialien nur sehr schwierig
oder auch gar nicht realisierbar sind, zum Beispiel, wenn metallisches Flachmaterial
in Form von Feinblechen verwendet werden soll, da der plastischen Verformung aus einem
homogenen, dünnen Flachmaterial Grenzen gesetzt sind.
[0008] Bei Verwendung des zuvor genannten Ausgangsmaterials - also dünnem Flachmaterial
- für Lüftungsbänder, ist der Anmelderin aus der Praxis bekannt, den Befestigungsstreifen
und den Dichtungsstreifen in luftdurchlässigem Gewebe und den Dichtungsstreifen in
dünnem Aluminiumblech auszuführen. Ferner sind der Anmelderin aus der Praxis Lüftungsbänder
aus glattem, teilweise gewelltem oder vollständig gewelltem Feinblech bekannt, wobei
die Lüftungsöffnungen im wesentlichen in der Ebene des verwendeten Flachmaterials
vorgesehen sind, oder aber im Falle des gewellten Materials auch auf den Wellenbergen
vorgesehen sind. Im ersten Fall sind die Lüftungsöffnungen praktisch überhaupt nicht
gegen Feuchtigkeit geschützt, die mit heranströmender Luft zu dem Lüftungsband getragen
wird. Im Vergleich dazu wird im zweiten Fall eine geringfügige Verbesserung des Schutzes
gegen Feuchtigkeitseintrag bewirkt, jedoch ist dieser auch nicht zufriedenstellend,
da auf dem Lüftungsband befindliche Feuchtigkeit durch entsprechende Luftströmungen
ohne nennenswerten Widerstand den Bereich des Dichtungsstreifens und des Lüftungsstreifens
hinaufgetrieben werden kann und damit verhältnismäßig leicht in die Lüftungsöffnungen
und damit in den Dachinnenraum gelangt.
[0009] Der Lehre der vorliegenden Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, ein Lüftungsband
mit verbessertem Schutz gegen den Feuchtigkeitseintrag über die Lüftungsöffnungen
anzubieten, insbesondere bei Lüftungsbändern, die aus dünnem Flachmaterial, wie z.
B. aus dünnem Feinblech gefertigt sind.
[0010] Das erfindungsgemäße Lüftungsband, bei dem die zuvor hergeleitete und aufgezeigte
Problemstellung gelöst ist, ist zunächst und im wesentlichen dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Dichtungsstreifen und dem Lüftungsstreifen wenigstens ein Sperrstreifen
ausgebildet ist. Ein solcher Sperrstreifen stellt ein zusätzliches Mittel dar, um
den Eintrag von Feuchtigkeit abzuwehren, und zwar unabhängig davon, welche Maßnahmen
in direkter Umgebung der Lüftungsöffnungen schon ergriffen worden sind (z. B. Barriere-Aufwölbungen,
umlaufende Kragen etc).
[0011] Das erfindungsgemäße Lüftungsband ist in vielfacher Weise vorteilhaft. Durch die
Anordnung des Sperrstreifens zwischen den bei Lüftungsbändern der in Rede stehenden
Art bekannten Dichtungsstreifen und Lüftungsstreifen wird gewährleistet, daß die Flexibilität
des Dichtungsstreifens weitestgehend unbeeinflußt bleibt. Dies ist von großer Wichtigkeit,
da eine eingeschränkte Anpaßbarkeit des Dichtungsstreifens an die im montierten Zustand
darunterliegenden Dacheindeckungselemente die Gefahr mit sich bringt, daß Feuchtigkeit
durch den sich dann möglicherweise ausbildenden Spalt zwischen dem Dichtungselement
des Lüftungsbandes und dem darunterliegenden Dacheindeckungselement in den Dachinnenraum
eindringen kann.
[0012] Darüber hinaus weist das erfindungsgemäße Lüftungsband den Vorteil auf, daß der zwischen
dem Dichtungsstreifen und dem Lüftungsstreifen angeordnete Sperrstreifen sich naturgemäß
über die gesamte Länge des verlegten Lüftungsbandes erstreckt und daher nicht nur
eine lokale, d. h. in direkter Umgebung einer einzelnen Lüftungsöffnung wirksame Schutzmaßnahme
darstellt. Lokale, also entlang der Längsachse des Lüftungsbandes durch Zwischenräume
unterbrochene Schutzvorrichtungen, wie z. B. die aus dem Stand der Technik bekannten
Barriere-Aufwölbungen, sind unter Umständen deshalb nachteilig, weil durch starke
Luftströmungen verursachte Feuchtigkeitsauftriebe durch die Zwischenräume zwischen
den Schutzvorrichtungen in den Bereich des Lüftungsstreifens und der Lüftungsöffnungen
gelangen kann. Dies kann zwar in Kauf genommen werden, wenn die Lüftungsöffnungen
selbst in ausgeprägten Lüftungsaufwölbungen angeordnet sind, jedoch ist dies, wie
oben bereits dargestellt worden ist, bei bestimmten Ausgangsmaterialien für die Lüftungsbänder
nicht oder nur mit großem Aufwand möglich. Da der Sperrstreifen des erfindungsgemäßen
Lüftungsbandes sich über die gesamte Länge des Lüftungsbandes erstreckt, ist der Sperrstreifen
fertigungstechnisch mit sehr einfachen Mitteln und auch bei sehr dünnen Flachmaterialien,
wie z. B. Fein- oder Feinstblechen, also Blechen mit einer Dicke kleiner als 3 mm,
ohne weiteres möglich.
[0013] Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Lehre der Erfindung auszugestalten und
weiterzubilden. Zu besonderen Ausgestaltungen der Erfindung sind folgende Bemerkungen
angezeigt.
[0014] Das erfindungsgemäße Lüftungsband läßt sich hinsichtlich seiner Schutzwirkung besonders
vorteilhaft dadurch ausgestalten, indem der Sperrstreifen im wesentlichen weder in
der Ebene des Dichtungsstreifens noch in der Ebene des Lüftungsstreifens, sondern
davon abweichend verläuft. Da die jeweiligen Streifen (Befestigungs-, Lüftungs-, Dichtungs-
und Sperrstreifen) des erfindungsgemäßen Lüftungsbandes aufgrund der zumeist elastischen
und/oder plastischen Verformbarkeit des verwendeten Materials und aufgrund der Anpassung
- zumindest des Dichtungsstreifens - an das Profil der Dacheindekkungselemente nicht
im eigentlichen Sinne in einer Ebene verlaufen, ist das oben genannte Merkmal dahingehend
zu verstehen, daß der Sperrstreifen - in Projektion entlang der Längsachse des Lüftungsbandes
gesehen - im wesentlichen nicht in der Erstreckungsrichtung des Dichtungsstreifens
verläuft und/oder im wesentlichen nicht in der Erstreckungsrichtung des Lüftungsstreifens
verläuft. Dies bedeutet, daß der Sperrstreifen z. B. durch Abkantung des Flachbandes
im Bereich zwischen dem Lüftungsstreifen und dem Dichtungsstreifen hergestellt werden
kann, insbesondere durch eine doppelte Abkantung, so daß - in Richtung der Längsachse
des Lüftungsbandes gesehen - eine Art Z-Profil entsteht, wobei Dichtungs- und Lüftungsstreifen
die Schenkel und der Sperrstreifen den Steg des Z-Profils bilden.
[0015] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Lüftungsbandes
ergibt sich dadurch, daß das Lüftungsband mit Sollknickstellen versehen ist, die entlang
der Längsachse des Lüftungsbandes verlaufen. Diese Sollknickstellen erleichtern das
Anpassen des Lüftungsbandes an das Dach bzw. den Dachfirst an das bzw. den das Lüftungsband
anzubringen ist. Diese Sollknickstellen werden vorzugsweise im Übergangsbereich zwischen
dem Befestigungsstreifen und dem Lüftungsstreifen vorgesehen, um eine einfache Anpassung
des Lüftungsbandes an die Dachneigung zu ermöglichen. Selbstverständlich sind die
Sollknickstellen auch zwischen allen anderen der verschiedenen Streifen des Lüftungsbandes
(Befestigungs-, Dichtungs-, Lüftungs-, und Sperrstreifen) möglich, insbesondere ist
es vorteilhaft, eine Sollknickstelle im Bereich des Befestigungsstreifens vorzusehen,
die den Befestigungsstreifen in einen inneren und äußeren Befestigungsstreifen teilt,
so daß der Befestigungsstreifen an unterschiedlich breite Firstbohlen anpaßbar ist.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Lüftungsbandes, der
besondere Bedeutung zukommt, ergibt sich durch die Verwendung eines gewellten Feinbleches
für das gesamte Lüftungsband. Die im wesentlich parallel zueinander verlaufenden Wellen
des Feinbleches sind dabei vorzugsweise so angeordnet, daß die Wellentäler und Wellenberge
im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Lüftungsbandes verlaufen. Dadurch werden
automatisch Abflußrinnen geschaffen, über die eingetragene Feuchtigkeit in Fallrichtung
des Daches abfließen kann. Sollknickstellen lassen sich in diesem Ausführungsbeispiel
einfach dadurch realisieren, daß das wellenförmige Material entlang des Verlaufes
des Sollknickstelle zusammengepreßt wird, wodurch automatisch eine Knickstelle entsteht.
Nach einer weiteren Lehre der Erfindung erfährt das erfindungsgemäße Lüftungsband
eine vorteilhafte Ausgestaltung ferner dadurch, daß die Lüftungsöffnungen - im Falle
der Verwendung eines gewellten Materials - auf den Wellenbergen vorgesehen sind.
[0017] Im einzelnen gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, das erfindungsgemäße Lüftungsband
auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche und auf die Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Lüftungsbandes im Montagezustand,
- Fig. 2
- eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße Lüftungsband und
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Lüftungsbandes mit montagetypischen Abwinklungen.
[0018] In den einzelnen Figuren ist ein Lüftungsband 1 dargestellt, das für Dächer zur Anordnung
im First-, Walm- oder Gratbereich vorgesehen ist. Das Lüftungsband weist einen mittigen
Befestigungsstreifen 2, einen Dichtungsstreifen 3, einen Lüftungsstreifen 4 mit einer
Mehrzahl von Lüftungsöffnungen 5 auf. Erfindungsgemäß sind alle in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele mit einem zusätzlichen Sperrstreifen 6 ausgestattet, der zwischen
dem Dichtungsstreifen 3 und dem Lüftungsstreifen 4 angeordnet ist.
[0019] Fig. 1 zeigt das Lüftungsband 1 im Montagezustand. Es ist zu erkennen, wie das Lüftungsband
1 durch Abwinklungen zwischen den verschiedenen Streifen des Lüftungsbandes 1, also
zwischen dem Befestigungsstreifen 2 und dem Lüftungsstreifen 4 sowie dem Lüftungsstreifen
4 und dem Sperrstreifen 6 sowie zwischen dem Sperrstreifen 6 und dem Dichtungsstreifen
3 an das Profil des Daches, insbesondere an die Dachneigung angepaßt ist.
[0020] Der Sperrstreifen 6 ist zwischen dem Lüftungsstreifen 4 und dem Dichtungsstreifen
3 vorzugsweise so angeordnet, daß er im wesentlichen weder in der Erstreckungsebene
des Lüftungsstreifens 4 noch in der Erstreckungsebene des Dichtungsstreifens 3 verläuft.
Da aufgrund der flexiblen und/oder plastischen Ausgestaltung des Lüftungsbandes 1
und aufgrund der Anpassung des Lüftungsbandes 1 an das Dachprofil im eigentlichen
Sinne nicht von "Ebenen" gesprochen werden kann, in denen die einzelnen Streifen des
Lüftungsbandes 1 verlaufen, ist mit dem zuvor Gesagten gemeint, daß der Sperrstreifen
6 - in Projektion entlang der Längsachse L des Lüftungsbandes 1 gesehen - im wesentlichen
nicht in der Erstreckungsrichtung der Dichtungsstreifens 3 verläuft und/oder im wesentlichen
nicht in der Erstreckungsrichtung des Lüftungsstreifens 4 verläuft. Dadurch wird erreicht,
daß sich zwischen dem Dichtungsstreifen 3 und dem Lüftungsstreifen 4 eine Kante, nämlich
der Sperrstreifen 6 ausbildet, der - wie in dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 1
bis 3 dargestellt - sich über die gesamte Länge des Lüftungsbandes 1 erstreckt.
[0021] Der erfindungsgemäß ausgestaltete Sperrstreifen 6 ist aus mehreren Gründen besonders
vorteilhaft, was sich insbesondere in den Fig. 1 und 3 zeigt. Durch die in dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und 3 gezeigte Ausgestaltung des Sperrstreifens 6 wird erreicht, daß der
Sperrstreifen 6 eine Sperrwand bildet, die den durch starke Luftströmung verursachten
Wasserauftrieb von dem Dichtungsstreifen 3 in Richtung des Befestigungsstreifens 2,
verhindert, was bei bekannten Lüftungsbändern, die den erfindungsgemäßen Sperrstreifen
6 nicht aufweisen, nicht verhindert werden kann. Dadurch, daß der Sperrstreifen 6
nicht nur lokal vor den jeweiligen Lüftungsöffnungen 5 angeordnet ist, bietet er darüberhinaus
den Vorteil, daß ein Feuchtigkeitseintrag über die gesamte Länge des Lüftungsbandes
1 gleichermaßen verhindert wird und Feuchtigkeit nicht etwa durch Unterbrechungen
zwischen lokalen Barriere-Vorrichtungen in den Bereich des Lüftungsstreifens 4 vordringen
kann.
[0022] Besonders einfach läßt sich der erfindungsgemäße Sperrstreifen 6 bei einem aus Flachmaterial
bestehendem Lüftungsband 1 dadurch ausbilden, daß das Flachmaterial dort, wo der Sperrstreifen
6 vorzusehen ist, zweifach abgekantet wird, so daß der Dichtungsstreifen 3, der Lüftungsstreifen
4 und der Sperrstreifen 6 in der Seitenansicht eine Art Z-Profil bilden, wobei Dichtungsstreifen
3 und Lüftungsstreifen 4 die Schenkel und Sperrstreifen 6 den Steg des Z-Profils darstellen.
[0023] Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der
Übergang zwischen dem Befestigungsstreifen 2 und dem Lüftungsstreifen 4 und/oder zwischen
dem Lüftungsstreifen 4 und dem Sperrstreifen 6 und/oder zwischen dem Sperrstreifen
6 und dem Dichtungsstreifen 3 als Sollknickstelle 7 ausgeführt. Dies hat den Vorteil,
daß das Lüftungsband 1 besonders einfach an das Profil des mit dem Lüftungsband 1
auszustattenden Daches im First-, Walm- oder Gratbereich anpaßbar ist. In dem in den
Fig. 1 bis 3 dargestellten besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel wird ferner eine
Sollknickstelle 7 in dem Befestigungsstreifen 2 vorgesehen, wodurch der Befestigungsstreifen
2 in einen äußeren Befestigungsstreifen 2a, 2b und einen inneren Befestigungsstreifen
2c aufgeteilt wird. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich, den Befestigungsstreifen
an unterschiedlich breite Auflageflächen anzupassen.
[0024] In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist das Lüftungsband 1 aus einem Flachmaterial
hergestellt, das in Gänze wellenförmig profiliert ist. Selbstverständlich sind auch
andere bevorzugte Ausführungsbeispiele möglich, die hier nicht dargestellt sind, bei
denen nur bestimmte Bereiche des Lüftungsbandes 1 wellenförmig ausgebildet sind, bei
denen sich also das wellenförmige Profil des Materials auf den Lüftungsstreifen 4
und/oder den Sperrstreifen 6 und/oder den Dichtungsstreifen 3 und/oder den Befestigungsstreifen
2 beschränkt. Wie in den Figuren dargestellt, verlaufen die Wellentäler und Wellenberge
des wellenförmig profilierten Materials im wesentlichen senkrecht zur Längsachse L
des Lüftungsbandes 1, wodurch ganz automatisch Ablaufrinnen für eingetragene Feuchtigkeit
entstehen.
[0025] Bei der Verwendung von wellenförmig profiliertem Flachmaterial für das Lüftungsband
1, insbesondere bei Verwendung dieses Materials für den Lüftungsstreifen 4 des Flachbandes
1, werden die Lüftungsöffnungen 5 im Lüftungsstreifen 4 vorzugsweise auf den Wellenbergen
vorgesehen, wodurch der Feuchtigkeitseintrag in die Lüftungsöffnungen 5 weiter erschwert
wird, sofern Feuchtigkeit nicht schon von dem Sperrstreifen 6 abgehalten worden ist.
In dem Fall, daß die Lüftungslöcher 5 auf den Wellenbergen des wellenförmig profilierten
Materials des Lüftungsbandes 1 vorgesehen sind, werden sie vorzugsweise zumindest
einreihig und gleichmäßig zueinander beabstandet angeordnet, wobei die Löcher bevorzugt
als Rundlöcher und/oder als Langlöcher ausgeführt sind und vorzugsweise einen Durchmesser
in etwa der Breite des Wellenbergs aufweisen, jedoch vorzugsweise nur so breit ausgeführt
sind, daß die Lüftungsöffnungen auch noch durch seitliche Stege abgegrenzt sind.
[0026] Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte bevorzugte Ausführungsbeispiel des Lüftungsbandes
1 ist einstückig ausgebildet. Ferner ist das in den Figuren dargestellte Lüftungsband
1 elastoplastisch verformbar, wodurch es besonders gut an verschiedene Dachgeometrien
anpaßbar ist, insbesondere auch an profilierte Dacheindeckungselemente 8, wie in Fig.
1 dargestellt. In den bevorzugten Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 bis 3 ist
das Lüftungsband 1 vorzugsweise so ausgestaltet, daß es im unbeeinflußten Zustand
über seine Breite hinweg - also senkrecht zur Längsachse L - eben ausgebildet ist
und sich in Richtung der Längsachse L aufrollen läßt, was für Transport und Lagerung
besonders von Vorteil ist.
[0027] Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Lüftungsband 1 ist aus beschichtetem Aluminium-Feinblech
gefertigt, wodurch es besonders widerstandsfähig gegenüber den Umwelteinflüssen ist,
denen es im Dachbereich zwangsläufig ausgesetzt ist (UV-Strahlung, gelöste Stoffe
im Regenwasser, große Temperaturunterschiede, Verschmutzungen, wechselnde Feuchtigkeit).
Andere, hier nicht dargestellte, bevorzugte Ausführungsbeispiele für ein Lüftungsband
1 sind ebenfalls aus Metall gefertigt, vorzugsweise aus Feinblech, vorzugsweise aus
Kupfer, Blei, Zink, verzinktem Blech, und andere bevorzugte Ausführungsbeispiele sind
aus beständigenden Kunststoffen, vorzugsweise aus PVC gefertigt.
[0028] Obwohl das Lüftungsband 1 in der zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsform
sehr gut an den Dachverlauf und an die Profilierung der Dacheindeckungselemente 8
anpaßbar ist, besteht dennoch die Gefahr, daß sich zwischen dem Dichtungsstreifen
3 und den Dacheindeckungselementen 8 ein Spalt ausbildet, über den - wie einleitend
beschrieben worden ist - Feuchtigkeit in den Dachinnenraum gelangen kann. Um diese
zu verhindern, ist das Lüftungsband mit einem Klebestreifen 9 versehen, der auf der
- im montierten Zustand des Lüftungsbandes 1 - dem Dacheindeckungselement 8 zugewandten
Seite des Dichtungsstreifens 3 vorgesehen ist und vorzugsweise in Richtung der Längsachse
L des Lüftungsbandes 1 verläuft. Der Klebestreifen 9 ist vorzugsweise mit einer Schutzfolie
versehen, die vor der Befestigung des Dichtungsstreifens 3 an den Dacheindeckungselementen
8 von dem Klebestreifen 9 entfernt werden muß.
[0029] Wie in den Fig. 1 bis 3 dargestellt, ist das Lüftungsband 1 vorzugsweise so ausgestaltet,
daß beidseitig des inneren Befestigungsstreifens 2c jeweils ein äußerer Befestigungsstreifen
2a, 2b, ein Dichtungsstreifen 3a, 3b, ein Lüftungsstreifen 4a, 4b, ein Sperrstreifen
6a, 6b und/oder ein Klebestreifen 9a, 9b vorgesehen ist.
[0030] Die Verlegung des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Lüftungsbandes 1 erfolgt nun
derart, daß das Lüftungsband 1 zunächst auf einer Firstbohle 10 ausgerollt wird. Nach
korrekter Ausrichtung des Lüftungsbandes 1 wird dieses über seinen Befestigungsstreifen
2 auf der Firstbohle 10 befestigt, insbesondere vernagelt. Danach werden die beiden
Dichtungsstreifen 3a, 3b an das Profil der angrenzenden Dacheindeckungselemente 8
vorformend angepreßt. Anschließend werden die Schutzfolien von den Klebestreifen 9a,
9b abgezogen und die Dichtungsstreifen 3a, 3b erneut angepreßt, so daß sich eine feste
Verbindung zwischen den Dichtungsstreifen 3a, 3b und den angrenzenden Dacheindekkungselementen
8 ergibt. Nach der Verlegung des Lüftungsbandes 1 werden die Firstziegel 11 über das
Lüftungsband 1 gesetzt und dort befestigt.
1. Lüftungsband für Dächer zur Anordnung im First-, Walm- oder Gratbereich, mit einem
Befestigungsstreifen (2), wenigstens einem äußeren Dichtungsstreifen (3) und wenigstens
einem zwischen dem Dichtungsstreifen (3) und dem Befestigungsstreifen (2) vorgesehenen
Lüftungsband (4), wobei der Lüftungsstreifen (4) eine Mehrzahl von Lüftungsöffnungen
(5) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Dichtungsstreifen (3) und dem Lüftungsband (4) wenigstens ein Sperrstreifen
(6) ausgebildet ist.
2. Lüftungsband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrstreifen (6) - in Projektion entlang der Längsachse (L) des Lüftungsbandes
(1) gesehen - im wesentlichen nicht in der Erstreckungsrichtung des Dichtungsstreifens
(3) verläuft und/oder im wesentlichen nicht in der Erstreckungsrichtung des Lüftungsbandes
(4) verläuft, vorzugsweise der Dichtungsstreifen (3), der Lüftungsstreifen (4) und
der Sperrstreifen (6) in der Art eines Z-Profils angeordnet sind.
3. Lüftungsband nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Befestigungsstreifen (2) aus mindestens
einem äußeren Befestigungsstreifen (2a, 2b) und einem inneren Befestigungsstreifen
(2c) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen dem äußeren Befestigungsstreifen (2a, 2b) und dem inneren Befestigungsstreifen
(2c) und/oder zwischen dem Befestigungsstreifen (2) und dem Lüftungsstreifen (4) und/oder
zwischen dem Lüftungsstreifen (4) und dem Sperrstreifen (6) und/oder zwischen dem
Sperrstreifen (6) und dem Dichtungsstreifen (3) als Sollknickstelle (7) ausgeführt
ist.
4. Lüftungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lüftungsstreifen (4) und/oder der Sperrstreifen (6) und/oder der Dichtungsstreifen
(3) und/oder der Befestigungsstreifen (2) wellenförmig profiliert ist, wobei die Wellentäler
und Wellenberge im wesentlichen senkrecht zur Längsachse (L) des Lüftungsbandes (1)
verlaufen.
5. Lüftungsband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lüftungsöffnungen (5) im Lüftungsstreifen (4) auf den Wellenbergen vorgesehen
sind, insbesondere als wenigstens einreihige Anordnung gleichmäßig beabstandeter Löcher
und/oder Langlöcher ausgeführt sind.
6. Lüftungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsband (1) einstückig ausgebildet ist.
7. Lüftungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Dichtungsstreifen (3) elastisch und/oder plastisch verformbar und somit
auch an profilierte Dacheindeckungselemente (8) anpassbar ist.
8. Lüftungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsband (1) aufrollbar ist, insbesondere in Richtung der Längsachse (L)
des Lüftungsbandes (1), insbesondere zu Lagerungs- und Transportzwecken.
9. Lüftungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsband (1) aus verrottungsfestem und/oder UV-stabilen Material besteht,
insbesondere aus Metall, vorzugsweise aus Feinblech, vorzugsweise aus Kupfer, Blei,
Zink, verzinktem Blech oder beschichtetem Aluminium sowie aus beständigen Kunststoffen,
vorzugsweise aus PVC.
10. Lüftungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf der - im montierten Zustand des Lüftungsbandes (1) - dem Dacheindeckungselement
(8) zugewandten Seite des Dichtungsstreifens (3) wenigstens ein Klebestreifen (9)
vorgesehen ist, der vorzugsweise in Richtung der Längsachse (L) des Lüftungsbandes
(1) verläuft.
11. Lüftungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig des inneren Befestigungsstreifens (2c) jeweils ein äußerer Befestigungsstreifen
(2a, 2b), ein Dichtungsstreifen (3a, 3b) und ein Lüftungsstreifen (4a, 4b) und ein
Sperrstreifen (6a, 6b) und/oder ein Klebestreifen (9a, 9b) vorgesehen ist.