[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlossanordnung zwischen einem Flügel und einem festen
Rahmen einer Tür, eines Fensters oder dergleichen, mit einer Riegelanordnung einerseits
und einer Riegelaufnahme andererseits, wobei die Riegelanordnung einen Riegel sowie
einen Ausschlussantrieb hierfür umfasst, mittels dessen der Riegel in Richtung der
Achse einer Ausschlussbewegung (Ausschlussachse) aus einer Rückzugsstellung in eine
Ausschlussstellung bewegbar ist, in welcher er in die Riegelaufnahme eingreift. Die
Erfindung betrifft des Weiteren eine Verriegelung zwischen einem Flügel und einem
festen Rahmen einer Tür, eines Fensters oder dergleichen mit wenigstens einer vorstehenden
Schlossanordnung.
[0002] Schlossanordnungen und Verriegelungen der eingangs genannten Art sind allgemein gebräuchlich.
Druckschriftlich nachweisbar ist gattungsgemäßer Stand der Technik beispielsweise
in EP 0 798 436 A2. Der Riegel der vorbekannten Schlossanordnungen wird zur Überführung
in die Ausschlussstellung linear in Ausschlussrichtung verschoben und taucht dabei
in die Riegelaufnahme an einem zugeordneten Schließblech ein. Über den in Ausschlüssstellung
befindlichen Riegel lassen sich Kräfte in den festen Rahmen ableiten, deren Wirkungslinie
quer zu der Richtung der Riegel-Ausschlussbewegung verläuft.
[0003] Die Wirksamkeit der Flügelverriegelung zu erhöhen, hat sich die vorliegende Erfindung
ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik zum.Ziel gesetzt.
[0004] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe durch die Schlossanordnung nach Patentanspruch
1 sowie durch die Verriegelung nach Patentanspruch 16. Im Falle der Erfindung wird
demnach der Riegel der Schlossanordnung nicht nur in Richtung der Ausschlussachse
in die zugeordnete Riegelaufnahme eingeführt sondern auch durch Drehen eines an dem
Riegel seitlich vorstehenden Riegelvorsprungs um die Ausschlussachse mit einer riegelaufnahmeseitigen
Gegenfläche in Hintergriff gebracht. Daraus resultiert eine allseitig wirksame Verriegelung
des betreffenden Flügels an dem zugehörigen festen Rahmen. So lassen sich mit der
erfindungsgemäßen Schlossanordnung Kräfte, die in Querrichtung der Ausschlussachse
angreifen, ebenso in den festen Rahmen abtragen, wie Kräfte, die in Ausschlussrichtung
wirksam sind. Insofern kann die erfindungsgemäße Schlossanordnung nicht nur zur wirksamen
Verriegelung von Dreh- und Kippflügeln sondern darüber hinaus auch zur wirksamen Verriegelung
von in Richtung der Ausschlussachse bewegbaren Schiebeflügeln dienen. Bei falzseitigem
Einbau wirkt die erfindungsgemäße Schlossanordnung mit dem im Endverriegelungszustand
befindlichen Riegel insbesondere auch einer gegenseitigen Verlagerung von Flügel und
festem Rahmen in Falzquerrichtung entgegen. Alles in allem wird die Einbruchssicherheit
der betreffenden Tür, des betreffenden Fensters oder dergleichen durch die erfindungsgemäße
Schlossanordnung maximiert.
[0005] Besondere Ausführungsarten der Schlossanordnung nach Patentanspruch 1 und der Verriegelung
nach Patentanspruch 16 ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen 2 bis 15.
[0006] Ausweislich Patentanspruch 2 umfasst der Drehantrieb für den seitlichen Riegelvorsprung
in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung einen Drehschieber, der zur Überführung
des seitlichen Riegelvorsprungs aus der Einlauf- in die Hintergriffsstellung in Querrichtung
der Ausschlussachse zu bewegen ist. Mit dem erfindungsgemäßen Drehschieber steht ein
Antriebselement zur Verfügung, das eine endgültige Flügelverriegelung mit einfacher
Kinematik und somit insbesondere auch mit hoher Funktionssicherheit ermöglicht.
[0007] Ebenfalls einer hohen Funktionssicherheit der erfindungsgemäßen Schlossanordnung
dienen die in den Patentansprüchen 3 und 4 beschriebenen Maßnahmen. Das demnach vorgesehene
mechanische Getriebe zwischen dem Drehschieber des Drehantriebes einerseits und dem
seitlichen Riegelvorsprung andererseits zeichnet sich durch eine hohe Robustheit bei
gleichzeitig einfacher konstruktiver Gestaltung aus.
[0008] Gemäß Patentanspruch 5 sind im Falle einer weiteren Erfindungsbauart die Formschlusselemente
zur Umsetzung der Bewegung des Drehschiebers in eine Drehbewegung des seitlichen Riegelvorsprungs
unmittelbar an dem Drehschieber bzw. an dem Riegel vorgesehen, vorzugsweise an das
jeweilige Bauteil angeformt. Ergebnis ist ein geringes Bauvolumen der Gesamtanordnung,
welche den räumlich beengten Einbauverhältnissen im Falle von Schlossanordnungen Rechnung
trägt.
[0009] Ausweislich Patentanspruch 6 kann der Drehschieber des Drehantriebes für den seitlichen
Riegelvorsprung in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung auch in eine Freigabestellung,
bei welcher der seitliche Riegelvorsprung zur Drehbewegung um die Ausschlussachse
freigegeben ist und/oder in eine Einlaufsicherungsstellung bewegt werden, bei welcher
der seitliche Riegelvorsprung gegen Verlassen der Einlaufstellung blockiert ist. Die
Drehbeweglichkeit des seitlichen Riegelvorsprungs bei Freigabestellung des Drehschiebers
kann genutzt werden, um eine zweckentsprechende Dreheinstellung des seitlichen Riegelvorsprungs
vorzunehmen. Eine derartige Dreheinstellbarkeit des seitlichen Riegelvorsprungs ermöglicht
beispielsweise eine Rechts-/Linksverwendbarkeit der erfindungsgemäßen Schlossanordnung.
Bei Einlaufsicherungsstellung des Drehschiebers ist gewährleistet, dass der seitliche
Riegelvorsprung seine Einlaufstellung nicht verlässt und der Riegel folglich ohne
Behinderung durch den seitlichen Riegelvorsprung in die Riegelaufnahme einlaufen kann.
[0010] Im Falle der Erfindungsbauart nach Patentanspruch 7 kann der Drehschieber des Drehantriebes
für den seitlichen Riegelvorsprung dazu genutzt werden, den seitlichen Riegelvorsprung
vor seinem Eintauchen in die Riegelaufnahme in die Einlaufstellung zu überführen.
[0011] Gemäß Patentanspruch 8 sind die mittels des Ausschlussantriebes ausgeführte Bewegung
des Riegels in Richtung der Ausschlussachse sowie die Bewegung des Drehschiebers des
Drehantriebes für den seitlichen Riegelvorsprung derart aufeinander abgestimmt, dass
der seitliche Riegelvorsprung in der Einlaufstellung gesichert ist, wenn er in die
Riegelaufnahme einläuft.
[0012] Gemäß Patentanspruch 9 übernimmt der Drehschieber als weitere Funktion die Funktion
einer Rückdrucksperre für den Riegel.
[0013] Die Patentansprüche 10 bis 12 betreffen Erfindungsbauarten, im Falle derer die Bewegungen
des Riegels in Richtung der Ausschlussachse und die Bewegungen des Drehschiebers in
Querrichtung der Ausschlussachse zumindest teilweise nicht manuell sondern vielmehr
mittels eines motorischen Antriebs bewirkt werden. Daraus resultiert eine hohe Benutzerfreundlichkeit
der erfindungsgemäßen Schlossanordnung. Im Interesse möglichst einfacher konstruktiver
und fertigungstechnischer Verhältnisse sowie im Interesse eines möglichst kleinen
Bauvolumens der Gesamtanordnung kann dabei für den Riegel und für den Drehschieber
ein gemeinschaftlicher Antriebsmotor vorgesehen sein. Mittels eines Umlenkgetriebes
zwischen dem Riegel und dem Drehschieber lassen sich einerseits Riegelbewegungen in
Richtung der Ausschlussachse und andererseits Drehschieberbewegungen quer zu der Ausschlussachse
und damit insbesondere auch Drehbewegungen des seitlichen Riegelvorsprungs um die
Ausschlussachse ineinander umsetzen.
[0014] An der erfindungsgemäßen Schlossanordnung nach Patentanspruch 13 ist eine selbsttätige
Bewegung des Drehschiebers des Drehantriebes in die Einlaufsicherungsstellung bzw.
in Drehverriegelungsrichtung und/oder des Riegels in die Ausschlussstellung vorgesehen.
Zum Auslösen einer derartigen selbsttätigen Bewegung bedarf es lediglich einer entsprechenden
Ansteuerung einer Bewegungssperre für den Drehschieber bzw. für den Riegel, welche
daraufhin den unter der Wirkung einer Rückstellkraft stehenden Drehschieber bzw. den
unter der Wirkung einer Rückstellkraft stehenden Riegel zur Rückstellbewegung freigibt.
[0015] Ausweislich Patentanspruch 14 sind der Drehschieber und der Riegel mit einer gemeinschaftlichen
steuerbaren Bewegungssperre versehen. Auch dieses Erfindungsmerkmal dient der konstruktiven
bzw. fertigungstechnischen Vereinfachung sowie der Minimierung des Bauvolumens der
Gesamtanordnung.
[0016] Gemäß Patentanspruch 15 ist in weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung der
seitliche Riegelvorsprung des Riegels bezüglich der Ausschlussachse exzentrisch angeordnet.
Infolgedessen ergibt sich bei Drehung des seitlichen Riegelvorsprungs um die Ausschlussachse
eine verhältnismäßig große seitliche Verlagerung der in radialer Richtung außenliegenden
Begrenzung des seitlichen Riegelvorsprungs. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit,
den seitlichen Riegelvorsprung bei dessen Drehbewegung von der Einlauf- in die Hintergriffsstellung
an einer Gegenfläche des mit der Riegelaufnahme versehenen Teiles der betreffenden
Tür, des betreffenden Fensters oder dergleichen zur Anlage zu bringen. Ist etwa die
Riegelanordnung an einem Türflügel und die Riegelaufnahme an einem festen Türrahmen
vorgesehen, so kann der seitliche Riegelvorsprung bei Überführung von der Eingriffs-
in die Hintergriffsstellung mit seiner radial außenliegenden Begrenzung auf eine in
Richtung der Hauptebene der betreffenden Tür verlaufende Fläche des festen Türrahmens
auflaufen und dadurch eine Beaufschlagung des Flügels gegen den festen Rahmen bewirken.
[0017] Nachstehend wird die Erfindung anhand beispielhafter schematischer Darstellungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Riegelanordnung einer Schlossanordnung für eine Tür u.a. mit einem Riegel und
einem Drehschieber hierfür,
- Fig. 2
- das Schließblech zu der Riegelanordnung nach Fig. 1,
- Fign. 3 bis 5
- den Riegel der Riegelanordnung nach Fig. 1,
- Fign. 6 und 7
- den Drehschieber für den Riegel nach den Fign. 3 und 5,
- Fig. 8
- die Riegelanordnung nach Fig. 1 in der senkrechten Draufsicht und in dem Funktionszustand
gemäß Fig. 1,
- Fig. 9
- eine Einzeldarstellung der Riegelanordnung nach den Fign. 1 und 8 in einem zweiten
Funktionszustand,
- Fig. 10
- die Riegelanordnung nach Fig. 9 mit dem zugehörigen Schließblech,
- Fig. 11
- eine Einzeldarstellung der Riegelanordnung nach den Fign. 1 und 8 bis 10 in einem
dritten Funktionszustand und
- Fig. 12
- die Riegelanordnung nach Fig. 11 mit dem zugehörigen Schließblech.
[0018] Ausweislich Fig. 1 umfasst eine Riegelanordnung 1 ein Schlossgehäuse 2, das gemeinschaftlich
mit seinen Einbauteilen in eine falzseitige Aussparung eines nicht gezeigten Türflügels
einzusetzen und in Einbaulage an dem Türflügel zu fixieren ist. Im Innern des Schlossgehäuses
2 ist ein Riegel 3 in Richtung eines Doppelpfeils 4 entlang einer Ausschlussachse
5 beweglich geführt. Dabei durchsetzt der Riegel 3 ein an dem Schlossgehäuse 2 falzseitig
angebrachtes Führungselement 6 mit einer im Querschnitt kreisförmigen Führungsöffnung
7. Außerhalb des Schlossgehäuses 2 ist der Riegel 3 mit einem seitlichen Riegelvorsprung
8 angeordnet, der seinerseits quer zu der Ausschlussachse 5 von einem Riegelgrundkörper
9 vorsteht.
[0019] Wie insbesondere den Fign. 3 bis 5 entnommen werden kann, ist der seitliche Riegelvorsprung
8 an dem freien Ende eines querschnittsreduzierten Längenabschnitts 10 des Riegelgrundkörpers
9 vorgesehen. Parallel zu der Ausschlussachse 5 wird der querschnittsreduzierte Längenabschnitt
10 des Riegelgrundkörpers 9 von einer elliptisch gekrümmten Längsfläche 11 sowie von
einer in diese übergehenden halbkreisförmigen Längsfläche 12 begrenzt. Gekrümmte radiale
Begrenzungsflächen 13, 14 des seitlichen Riegelvorsprungs 8 sind bezüglich der Ausschlussachse
5 exzentrisch angeordnet. Im Übrigen wird der seitliche Riegelvorsprung 8 von parallel
zueinander verlaufenden ebenen Begrenzungsflächen 15, 16 begrenzt.
[0020] An den querschnittsreduzierten Längenabschnitt 10 des Riegelgrundkörpers 9 schließt
sich in axialer Richtung ein Längenabschnitt 17 mit Kreisquerschnitt an. Auf diesen
folgt ein Längenabschnitt 18 mit in axialer Richtung verlaufenden Formschlussleisten
19 sowie mit in Umfangsrichtung zwischen den Formschlussleisten 19 angeordneten Leistenzwischenräumen
20. Das dem seitlichen Riegelvorsprung 8 gegenüberliegende Ende des Riegels 3 wird
von einem Einsteckzapfen 21 des Riegelgrundkörpers 9 gebildet.
[0021] Über den Einsteckzapfen 21 ist der Riegel 3 an einem im Innern des Schlossgehäuses
2 in Richtung des Doppelpfeils 4 beweglich geführten Längsschieber 22 gelagert. Die
Verbindung zwischen Riegel 3 und Längsschieber 22 ist in Richtung des Doppelpfeils
4 fest, lässt aber zu, dass sich der Riegel 3 relativ zu dem Längsschieber 22 um die
Ausschlussachse 5 dreht.
[0022] An einem gehäusefesten Drehachszapfen 23 ist im Innern des Schlossgehäuses 2 ein
Winkelhebel 24 schwenkbar gelagert. Mit einem Winkelhebelarm 25 liegt der Winkelhebel
24 an dem Längsschieber 22, mit einem Winkelhebelarm 26 an einem Bügel 27 an. Der
Bügel 27 ist im Innern des Schlossgehäuses 2 in Richtung eines Doppelpfeils 28 und
somit senkrecht zu der Ausschlussachse 5 beweglich geführt. Der Bügel 27 ist mit Anschlussnasen
29, 30 zum Anschluss von in Fig. 1 nicht dargestellten Schubstangen versehen. Außerdem
weist der Bügel 27 eine Formschlussaufnahme 31 für einen Mitnehmer 32 auf, der seinerseits
einstückig mit einem Drehschieber 33 ausgebildet ist.
[0023] Der Drehschieber 33 ist in dem Schlossgehäuse 2 ebenfalls in Richtung des Doppelpfeils
28 verschieblich geführt. Im Einzelnen ist der Drehschieber 33 in den Fign. 6 und
7 dargestellt. Dabei zeigt Fig. 6.den Drehschieber 33 in der Vorderansicht gemäß Fig.
1; in Fig. 7 ist die von dem Betrachter der Fign. 1 und 6 abliegende Rückseite des
Drehschiebers 33 dargestellt. Demnach ist der Drehschieber 33 mit in Richtung der
Ausschlussachse 5 verlaufenden Formschlussleisten 34 und einem zwischen diesen angeordneten
Leistenzwischenraum 35 versehen. Maßlich sind die Formschlussleisten 34 und der Leistenzwischenraum
35 an dem Drehschieber 33 auf die Formschlussleisten 19 und die Leistenzwischenräume
20 an dem Riegel 3 abgestimmt.
[0024] An der zu dem Längsschieber 22 hin liegenden Seite ist der Bügel 27 mit einer steuer-
bzw. schaltbaren Bewegungssperre 36 gekoppelt. Die Bewegungssperre 36 ist gemeinschaftlich
mit dem Bügel 27 in Richtung des Doppelpfeils 28 beweglich. In Abhängigkeit von ihrer
Position in Richtung des Doppelpfeils 28 liegt die Bewegungssperre 36 mit einer Sperrfläche
37 entweder vor dem Längsschieber 22 oder unterhalb des Längsschiebers 22.
[0025] Fig. 2 zeigt ein Schließblech 38, das gemeinschaftlich mit der Riegelanordnung 1
eine Schlossanordnung 39 bildet. Das Schließblech 38 wird in gewohnter Weise in eine
falzseitige Aussparung an einem nicht gezeigten festen Türrahmen eingesetzt. In Einbaulage
liegt das Schließblech 38 mit einem Schließblechflansch 40 auf dem festen Türrahmen
auf. Durch den Schließblechflansch 40 hindurch wird das Schließblech 38 mit dem festen
Türrahmen verschraubt. Zwischen den Verschraubungen ist das Schließblech 38 mit einer
Riegelaufnahme 41 versehen. Die Riegelaufnahme 41 umfasst einen falzseitig mündenden
Aufnahmeneinlauf 42 sowie eine zu dem Innern des festen Türrahmens hin gelegene Aufnahmenerweiterung
43. Die Aufnahmenerweiterung 43 ist mit seitlichen Aufnahmefenstern 44 versehen. Der
Querschnitt des Aufnahmeneinlaufes 42 besitzt die Form eines ungleichseitigen Rechtecks
und übersteigt den Querschnitt des seitlichen Riegelvorsprungs 8 des Riegels 3 geringfügig.
Die Aufnahmenerweiterung 43 besitzt einen wesentlich größeren Querschnitt. Zu dem
Aufnahmeneinlauf 42 hin gelegene Laibungsflächen der Aufnahmefenster 44 bilden dem
seitlichen Riegelvorsprung 8 des Riegels 3 zugeordnete Gegenflächen 45, 46.
[0026] Die Funktionsweise der Schlossanordnung 39 wird anhand der Fign. 8 bis 12 erläutert.
[0027] Ausweislich Fig. 8 ist die Schlossanordnung 39 Teil einer als Mehrfachverriegelung
ausgebildeten Verriegelung 47. Ebenso wie eine andeutungsweise gezeigte weitere Schlossanordnung
39 bildet die mit der Riegelanordnung 1 im Detail dargestellte Schlossanordnung 39
eine Zusatzverriegelungsvorrichtung, die über eine Schubstange 48 mit einer Hauptverriegelungsvorrichtung
49 herkömmlicher Bauart verbunden ist. Beide Schlossanordnungen 39 befinden sich stets
in ein und demselben Funktionszustand.
[0028] Bei dem Funktionszustand gemäß Fig. 8 handelt es sich um denjenigen Zustand, bei
welchem der mit den Riegelanordnungen 1 der Schlossanordnungen 39 versehene Türflügel
gegenüber dem zugehörigen festen Türrahmen in Öffnungs- bzw. in Schließrichtung geschwenkt
werden kann. An jeder Riegelanordnung 1 nimmt der Riegel 3 seine Rückzugsstellung
ein. Der seitliche Riegelvorsprung 8 befindet sich in der Einlaufstellung.
[0029] Der Bügel 27 im Innern des Schlossgehäuses 2 ist in Richtung des Doppelpfeils 28
in eine seiner Endstellungen verschoben. Der Drehschieber 33 ist über den Mitnehmer
32 mit dem Bügel 27 gekoppelt und befindet sich in einer Freigabestellung, in welcher
er den Riegel 3 zur Drehung um die Ausschlussachse 5 freigibt. Diese Drehbeweglichkeit
des Riegels 3 gestattet eine Rechts-/Linksverwendbarkeit der Riegelanordnung 1 und
somit der gesamten Schlossanordnung 39.
[0030] An der zu dem Längsschieber 22 hin gelegenen Seite des Bügels 27 ist die Bewegungssperre
36 in eine Position bewegt, in welcher sie an ihrer Sperrfläche 37 geringfügig mit
dem Längsschieber 22 überlappt. Der Längsschieber 22 wird an seiner von dem Riegel
abliegenden Rückseite durch eine bei dem gezeigten Funktionszustand komprimierte Antriebsfeder
50 beaufschlagt. Mit ihrem von dem Längsschieber 22 abliegenden Ende ist die Antriebsfeder
50 an der Innenwand des Schlossgehäuses 2 abgestützt.
[0031] Wird nun ausgehend von den Verhältnissen gemäß Fig. 8 und bei in Schließlage an dem
festen Türrahmen befindlichem Türflügel die Hauptverriegelungsvorrichtung 49 betätigt,
beispielsweise indem ein Schlüssel in einen Schließzylinder der Hauptverriegelungsvorrichtung
49 eingeführt und in Schließrichtung gedreht wird, so verlagern sich die Schubstangen
48 der Schlossanordnungen 39 zu der Hauptverriegelungsvorrichtung 49 hin. Dabei sind
die Schubstangen 48 manuell über eine lediglich kurze Wegstrecke zu verschieben. Von
den Schubstangen 48 mitgenommen werden die Bügel 27 im Innern des Schlossgehäuses
2 einer jeden Riegelanordnung 1. Der Weg der manuellen Verschiebung des Bügels 27
muss nur so groß sein, dass die zunächst bestehende Überdeckung der mit dem Bügel
27 gekoppelten Bewegungssperre 36 einerseits und des Längsschiebers 22 andererseits
aufgehoben wird. Erreicht die Bewegungssperre 36 eine Position, in welcher ihre Sperrfläche
37 nicht mehr mit dem Längsschieber 22 überlappt, so kann sich der Längsschieber 22
unter der Wirkung der ihn beaufschlagenden und eine motorische Antriebseinrichtung
bildenden Antriebsfeder 50 gemeinschaftlich mit dem Riegel 3 in Ausschlussrichtung
entlang der Ausschlussachse 5 bewegen. Bei dieser Bewegung beaufschlagt der Längsschieber
22 den Winkelhebel 24 an dem Winkelhebelarm 25 und schwenkt dadurch den Winkelhebel
24 um den Drehachszapfen 23. Damit einher geht eine Beaufschlagung des Bügels 27 durch
den Winkelhebelarm 26, wodurch wiederum der Bügel 27 selbsttätig zu der Hauptverriegelungsvorrichtung
49 hin verschoben wird. Bei dieser Bewegung nimmt der Bügel 27 den Drehschieber 33
in Querrichtung der Ausschlussachse 5 mit. Der Winkelhebel 24 und der Bügel 27 fungieren
demnach als Umlenkgetriebe, mittels dessen eine Bewegung des Riegels 3 in Richtung
der Ausschlussachse 5 in eine Bewegung des Drehschiebers 33 quer zu der Ausschlussachse
5 umgesetzt wird. Die Antriebsfeder 50 bildet eine gemeinschaftliche motorische Antriebseinrichtung
für den Riegel 3 und den Drehschieber 33.
[0032] Die Ausschlussbewegung des Riegels 3 und die Verschiebung des Drehschiebers 33 sind
derart aufeinander abgestimmt, dass der Drehschieber 33 mit seiner in Bewegungsrichtung
voreilenden Formschlussleiste 34 erst dann auf Höhe des Riegelgrundkörpers 9 zu liegen
kommt, wenn letzterer bereits derart weit in Ausschlussrichtung bewegt ist, dass die
genannte Formschlussleiste 34 an dem Drehschieber 33 in einen Leistenzwischenraum
20 an dem Riegelgrundkörper 9 einlaufen kann.
[0033] In dem gezeigten Beispielsfall kann der Drehschieber 33 mit der in Bewegungsrichtung
voreilenden Formschlussleiste 34 in einen Leistenzwischenraum 20 an dem Riegelgrundkörper
9 einlaufen, ohne dabei auf diejenige Formschlussleiste 19 des Riegelgrundkörpers
9 aufzulaufen, welche den von der Formschlussleiste 34 des Drehschiebers 33 schließlich
eingenommenen Leistenzwischenraum 20 in Bewegüngsrichtung des Drehschiebers 33 begrenzt.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass der seitliche Riegelvorsprung 8 an dem Riegel
3 von Beginn an seine Einlaufstellung eingenommen hat. Befindet sich der seitliche
Riegelvorsprung 8 in einer von der Einlaufstellung verschiedenen Drehstellung, so
wird er durch den mit seiner voreilenden Formschlussleiste 34 auf eine Formschlussleiste
19 des Riegelgrundkörpers 9 auflaufenden Drehschieber 33 in die Einlaufstellung gedreht.
[0034] In jedem Fall nimmt der seitliche Riegelvorsprung 8 also seine Einlaufstellung ein,
wenn er im Laufe der Ausschlussbewegung des Riegels 3 das Schließblech 38 erreicht.
Dadurch ist sichergestellt, dass der Riegel 3 mit dem voreilenden seitlichen Riegelvorsprung
8 in die Riegelaufnahme 41, im Einzelnen in den Aufnahmeneinlauf 42, eintauchen kann.
[0035] Liegt der Drehschieber 33 mit seiner vorauseilenden Formschlussleiste 34 in dem zugeordneten
Leistenzwischenraum 20 an dem Riegelgrundkörper 9, so nimmt er eine Einlaufsicherungsstellung
ein, in welcher er den Riegelgrundkörper 9 gegen Drehen um die Ausschlussachse 5 und
somit den seitlichen Riegelvorsprung 8 gegen Verlassen der Einlaufstellung blockiert.
[0036] Die Ausschlussbewegung des Riegels 3 bzw. des seitlichen Riegelvorsprungs 8 endet,
sobald der Längsschieber 22 in Bewegungsrichtung auf einen mit dem Schlossgehäuse
2 verbundenen Anschlag aufläuft. Der seitliche Riegelvorsprung 8 liegt an dem Schließblech
38 zwar in der Aufnahmenerweiterung 43 der Riegelaufnahme 41, er nimmt aber nach wie
vor seine Einlaufstellung ein. Der Drehschieber 33 bildet eine Rückdrucksperre für
den Riegel 3. Alles in allem ergeben sich die Verhältnisse gemäß den Fign. 9 und 10.
[0037] Zur endgültigen Verriegelung des Türflügels ist im gezeigten Beispielsfall erneut
die Hauptverriegelungsvorrichtung 49, hier durch Drehen eines Schlüssels in Schließrichtung,
zu betätigen. Dadurch werden die Bügel 27 der Riegelanordnungen 1 über die Schubstangen
48 noch weiter zu der Hauptverriegelungsvorrichtung 49 hin bewegt. An jeder Riegelanordnung
1 nimmt der Bügel 27 dabei den Drehschieber 33 in Verschieberichtung mit. Wenigstens
eine Formschlussleiste 34 an dem Drehschieber 33 beaufschlagt dabei eine ihr gegenüberliegende
Formschlussleiste 19 an dem Riegelgrundkörper 9. Dadurch wird der Riegelgrundkörper
9 und mit diesem der seitliche Riegelvorsprung 8 in der Aufnahmeerweiterung 43 der
schließblechseitigen Riegelaufnahme 41 um die Ausschlussachse 5 gedreht. Der seitliche
Riegelvorsprung 8 läuft dabei mit seinen Längsenden in die Aufnahmefenster 44 an dem
Schließblech 38 ein und hintergreift nun die schließblechseitigen Gegenflächen 45,
46. In dieser Hintergriffsstellung wirkt der Riegel 3 auch einer gegenseitigen Verlagerung
von Riegelanordnung 1 und Schließblech 38 und damit von Türflügel und festem Türrahmen
in Falzquerrichtung entgegen.
[0038] Infolge ihrer Exzentrizität bezüglich der Dreh- bzw. Ausschlussachse 5 verlagert
sich die gekrümmte radiale Begrenzungsfläche 13 des seitlichen Riegelvorsprungs 8
bei dessen Drehung durch eines der Aufnahmefenster 44 seitlich aus dem Schließblech
38 heraus. Ist die Aufnahme für das Schließblech 38 an dem festen Türrahmen passgenau
erstellt, so läuft die gekrümmte radiale Begrenzungsfläche 13 des seitlichen Riegelvorsprungs
8 dabei auf der Wand der Aufnahme für das Schließblech 38 auf. Dadurch wird der Riegel
3 und mit diesem die gesamte Riegelanordnung 1 und der mit der Riegelanordnung 1 versehene
Türflügel von dem Betrachter von Fig. 12 weggedrückt. Daraus resultiert bei entsprechender
Anordnung des festen Türrahmens eine spielfreie Abstützung von Türflügel und festem
Türrahmen quer zu der Türhauptebene.
[0039] Zum Entriegeln des Türflügels ist die Hauptverriegelungsvorrichtung 49 durch Drehen
des betreffenden Schlüssels in Öffnungsrichtung zu betätigen. Infolge der Drehbewegung
des Schlüssels verlagern sich die Schubstangen 48 gegenläufig von der Hauptverriegelungsvorrichtung
49 weg. Damit verbunden ist an jeder Riegelanordnung 1 eine gleichgerichtete Verschiebung
des Bügels 27 im Innern des Schlossgehäuses 2. Über den von dem Bügel 27 dabei mitgenommenen
Drehschieber 33 wird zunächst der Riegelgrundkörper 9 um die Ausschlussachse 5 gedreht.
Damit einher geht eine Drehbewegung des seitlichen Riegelvorsprungs 8 aus der Hintergriffsstellung
gemäß den Fign. 11 und 12 in die Einlaufstellung gemäß den Fign. 9 und 10.
[0040] Trifft der Bügel 27 im Laufe seiner Verschiebebewegung auf den Winkelhebelarm 26
des Winkelhebels 24 auf, so wird bei fortgesetzter Verschiebung des Bügels 27 der
Winkelhebel 24 um den Drehachszapfen 23 in Richtung auf seine Ausgangsstellung geschwenkt.
Mit dem Winkelhebelarm 25 drückt der Winkelhebel 24 den Längsschieber 22 gegen die
Wirkung der Antriebsfeder 50 zurück. Der Längsschieber 22 nimmt dabei den Riegel 3
mit. Infolgedessen verlässt der seitliche Riegelvorsprung 8 an dem Riegel 3 das Schließblech
38 durch den Aufnahmeneinlauf 42 der Riegelaufnahme 41. Solange sich dabei der seitliche
Riegelvorsprung 8 im Innern der Riegelaufnahme 41 bzw. des Aufnahmeneinlaufs 42 befindet,
nimmt der Drehschieber 33 seine Einlaufsicherungsstellung an dem Riegelgrundkörper
9 des Riegels 3 ein und sorgt dadurch für eine behinderungsfreie Riegelrückzugsbewegung.
[0041] Mit der Verschiebung des Bügels 27 nähert sich die Bewegungssperre 36 dem Längsschieber
22, bis sie den Längsschieber 22 schließlich wieder mit ihrer Sperrfläche 37 gegen
Bewegung in Ausschlussrichtung blockiert. Der Drehschieber 33 wird von dem Bügel 27
gleichzeitig in seine Ausgangsstellung mitgenommen, in welcher er den Riegel 3 zur
Drehung um die Ausschlussachse 5 freigibt. Alles in allem ergeben sich wieder die
Verhältnisse gemäß Fig. 8.
1. Schlossanordnung zwischen einem Flügel und einem festen Rahmen einer Tür, eines Fensters
oder dergleichen, mit einer Riegelanordnung (1) einerseits und einer Riegelaufnahme
(41) andererseits, wobei die Riegelanordnung (1) einen Riegel (3) sowie einen Ausschlussantrieb
hierfür umfasst, mittels dessen der Riegel (3) in Richtung der Achse einer Ausschlussbewegung
(Ausschlussachse 5) aus einer Rückzugsstellung in eine Ausschlussstellung bewegbar
ist, in welcher er in die Riegelaufnahme (41) eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (3) an einem Riegelgrundkörper (9) einen quer zu der Ausschlussachse (5)
vorstehenden seitlichen Riegelvorsprung (8) aufweist und mittels des Ausschlussantriebes
mit einer ersten, eine Einlaufstellung bildenden Drehstellung des seitlichen Riegelvorsprungs
(8) bezüglich der Ausschlussachse (5) in die Riegelaufnahme (41) bewegbar ist, dass
die Riegelanordnung (1) für den seitlichen Riegelvorsprung (8) einen Drehantrieb umfasst,
mittels dessen der seitliche Riegelvorsprung (8) an dem in die Riegelaufnahme (41)
eingreifenden Riegel (3) aus der Einlaufstellung um die Ausschlussachse (5) in eine
Hintergriffsstellung bewegbar ist und dass riegelaufnahmeseitig eine dem seitlichen
Riegelvorsprung (8) zugeordnete Gegenfläche (45, 46) vorgesehen ist, welche der seitliche
Riegelvorsprung (8) in der Einlaufstellung in Ausschlussrichtung passiert und in der
Hintergriffsstellung an der von der Riegelanordnung (1) abliegenden Seite hintergreift.
2. Schlossanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb für den seitlichen Riegelvorsprung (8) einen Drehschieber (33) umfasst,
der angetrieben in einer Drehverriegelungsrichtung in Querrichtung der Ausschlussachse
(5) bewegbar ist und dass mittels des in Drehverriegelungsrichtung bewegten Drehschiebers
(33) der seitliche Riegelvorsprung (8) aus der Einlaufstellung in die Hintergriffsstellung
drehbar ist.
3. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (33) des Drehantriebes für den seitlichen Riegelvorsprung (8) mit
wenigstens einem drehschieberseitigen Formschlusselement und der seitliche Riegelvorsprung
(8) mit wenigstens einem riegelseitigen Formschlusselement bewegungsverbunden ist
und dass der seitliche Riegelvorsprung (8) mittels des in Drehverriegelungsrichtung
bewegten Drehschiebers (33) unter gegenseitiger formschlüssiger Abstützung beiderseitiger
Formschlusselemente aus der Einlaufstellung in die Hintergriffsstellung drehbar ist.
4. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein drehschieberseitiges Formschlusselement und/oder wenigstens ein riegelseitiges
Formschlusselement als in Richtung der Ausschlussachse (5) verlaufende Formschlussleiste
(19, 34) ausgebildet ist.
5. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die drehschieberseitigen Formschlusselemente unmittelbar an dem Drehschieber
(33) vorgesehen, vorzugsweise an den Drehschieber (33) angeformt sind und/oder dass
das oder die riegelseitigen Formschlusselemente unmittelbar an dem Riegel (3) vorgesehen,
vorzugsweise an den Riegel (3) angeformt sind.
6. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (33) in Querrichtung der Ausschlussachse (5) in eine Freigabestellung,
bei welcher der seitliche Riegelvorsprung (8) zur Drehbewegung um die Ausschlussachse
(5) freigegeben ist und/oder in eine Einlaufsicherungsstellung bewegbar ist, bei welcher
der in der Einlaufstellung befindliche seitliche Riegelvorsprung (8) über den Drehschieber
(33) gegen Drehbewegung aus der Einlaufstellung blockiert ist.
7. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Riegelvorsprung (8) mittels des in die Einlaufsicherungsstellung bewegten
Drehschiebers (33) um die Ausschlussachse (5) in die Einlaufstellung drehbar ist.
8. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits der Riegel (3) mittels des Ausschlussantriebes in Richtung auf die Ausschlussstellung
und andererseits der Drehschieber (33) in Querrichtung der Ausschlussachse (5) derart
aufeinander abgestimmt bewegbar sind, dass der Drehschieber (33) seine Einlaufsicherungsstellung
einnimmt, wenn der Riegel (3) mit dem seitlichen Riegelvorsprung (8) in die Riegelaufnahme
(41) einläuft.
9. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (33) den in die Riegelaufnahme (41) eingreifenden Riegel (3) gegen
Bewegung in Richtung auf die Rückzugsstellung blockiert.
10. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewegung des Drehschiebers (33) in Querrichtung der Ausschlussachse (5) und/oder
zur Bewegung des Riegels (3) in Richtung der Ausschlussachse (5) eine motorische Antriebseinrichtung
vorgesehen ist.
11. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewegung des Drehschiebers (33) in Querrichtung der Ausschlussachse (5) und zur
Bewegung des Riegels (3) in Richtung der Ausschlussachse (5) eine gemeinschaftliche
motorische Antriebseinrichtung vorgesehen ist.
12. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Bewegung des Drehschiebers
(33) in Querrichtung der Ausschlussachse (5) und zur Bewegung des Riegels (3) in Richtung
der Ausschlussachse (5) eine gemeinschaftliche motorische Antriebseinrichtung vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Riegel (3) und dem Drehschieber (33) ein Umlenkgetriebe vorgesehen ist,
mittels dessen eine Bewegung des Riegels (3) in Richtung der Ausschlussachse (5) in
eine Bewegung des Drehschiebers (33) in Querrichtung der Ausschlussachse (5) umsetzbar
ist und/oder umgekehrt.
13. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gegen die Wirkung einer Rückstellkraft der Drehschieber (33) in die Freigabestellung
und/oder in die Einlaufsicherungsstellung und/oder der Riegel (3) in die Rückzugsstellung
bewegbar ist und dass der Drehschieber (33) und/oder der Riegel (3) mittels einer
steuerbaren Bewegungssperre (36) gegen eine Rückstellbewegung unter der Wirkung der
Rückstellkraft blockierbar ist.
14. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (33) und der Riegel (3) miteinander bewegungsverbunden und mittels
einer gemeinschaftlichen steuerbaren Bewegungssperre (36) gegen eine Rückstellbewegung
unter der Wirkung der Rückstellkraft blokkierbar sind.
15. Schlossanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Riegelvorsprung (8) bezüglich der Ausschlussachse (5) exzentrisch angeordnet
ist.
16. Verriegelung zwischen einem Flügel und einem festen Rahmen einer Tür, eines Fensters
oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schlossanordnung (39) nach einem der vorhergehenden Ansprüche als
Zusatzverriegelungsvorrichtung und dass außerdem eine Hauptverriegelungsvorrichtung
(49) vorgesehen ist, die mit der oder den Zusatzverriegelungsvorrichtungen zur Bewegung
des Riegels (3) in Richtung der Ausschlussachse (5) und/oder zur Drehung des seitlichen
Riegelvorsprungs (8) um die Ausschlussachse (5) in Verbindung steht.