[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, bestehend aus Flachrohren, die unter
Bildung von Kanälen zueinander angeordnet sind, in dem beispielsweise ein Gas, wie
Abgas oder Ladeluft, durch die Flachrohre strömt und dabei mittels Kühlmittel, das
durch die Kanäle zwischen den Flachrohren strömt, gekühlt wird und der einen Bypass
aufweist, durch den das Gas ungekühlt strömen kann.
[0002] Ein Wärmetauscher dieser Art wurde in der bisher nicht veröffentlichten deutschen
Anmeldung DE 103 28 638 und in der europäischen Anmeldung mit der Anmeldenummer EP
4009615.8 beschrieben. Solche Wärmetauscher sind äußerst kompakt und haben sehr gute
Funktionseigenschaften.
Gegenwärtig werden diese Wärmetauscher als Abgaswärmetauscher stark nachgefragt, weil
zur Emissionsreduzierung bei Kraftfahrzeugen verstärkt der Weg der Abgasrückführung
beschritten wird. Das rückgeführte Abgas muss gekühlt werden, um eine hohe Effizienz
bei der Rückführung zu erreichen, insbesondere um bessere Füllungsgrade zu realisieren.
Natürlich geht es um das Gesamtsystem "Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor" und um
eine insgesamt deutlich verbesserte Energiebilanz. Deshalb wurden bereits vor vielen
Jahren sämtliche Betriebsphasen im Kraftfahrzeug analysiert und Maßnahmen getroffen,
mit denen den wechselnden Lastfällen entsprochen werden kann. Eine dieser Maßnahmen
besteht darin, den Abgaswärmetauscher in Phasen, in denen die Kühlung des Abgases
kontraproduktiv wäre, mittels Bypässen zu umgehen. Solche Betriebsphasen sind insbesondere
die extrem viel Kraftstoff benötigenden Startphasen des Kraftfahrzeuges, in denen
die Wärmeenergie der Abgase beispielsweise direkt zur schnellen Aufwärmung des Motors
auf seine optimale Betriebstemperatur herangezogen wird. Zur Umgehung des Abgaswärmetauschers
werden gewöhnlich Lösungen vorgesehen, wie sie beispielsweise in den europäischen
Patentanmeldungen / Patenten EP 916 837 und EP 987 427 beschrieben sind. Dort ist
ein Ventil vor dem Eintritt der Abgase in den Abgaswärmetauscher angeordnet, mit dem
der Abgasstrom bedarfsweise durch den Abgaswärmetauscher oder an demselben vorbei,
direkt in die Rückführleitung, geleitet wird. Der Bypass ist dort im Ventil integriert.
In den deutschen Anmeldungen DE 197 33 964 A1 oder DE 199 06 401 A1 sind weitere Lösungen
beschrieben worden, die zeigen, auf welche Art und Weise die Rückführung ferner geschehen
kann. In dem erstgenannten Dokument sind eine Bypassleitung und der Abgaswärmetauscher
voneinander getrennt, aber beide sind in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet, und
im Letzteren geht die Bypassleitung außerhalb des Abgaswärmetauschers um denselben
herum, ohne dass beide von einem Gehäuse umgeben sind. Bei den Abgaswärmetauschern
selbst, scheint es sich um sogenannte Rohrbündelwärmetauscher oder um Spiralrohrwärmetauscher
zu handeln, also um Wärmetauscher völlig anderen Aufbaus als diejenigen aus dem Oberbegriff.
Diese Abgaswärmetauscher sind nicht besonders kompakt, d. h. raumsparend, ausgebildet.
Bei Abgaswärmetauschern an sich, also auch solchen, die bereits vor Jahrzehnten vorgeschlagen
und in Heizungen für Kabinen von Kraftfahrzeugen zum Einsatz kamen und kommen, ist
die Umgehung derselben mit einem Bypass in der Regel auch erforderlich, u. a. deshalb,
weil der Heizbedarf nicht permanent vorhanden ist. Aber auch diese Abgaswärmetauscher
gehören gewöhnlich dem Rohrbündeltyp oder dem Spiralrohrtyp an. Hierzu zählen Abgaswärmetauscher,
wie sie beispielsweise dem EP 942 156 A1 zu entnehmen sind.
Weitere Lösungen mit integrierten Bypässen sind in der DE101 42 539 A1 und in der
DE 199 62 863 A1 beschrieben worden. Die dort gezeigten Wärmetauscher werden mittels
aufwendiger Schweißverfahren hergestellt. Die Ausbildung des Bypasses ist auch ziemlich
aufwendig zu realisieren. Die Wärmetauscher sind nicht besonders kompakt ausgebildet.
[0003] Schlussfolgernd aus der vorstehenden Beschreibungseinleitung besteht die Aufgabe
der Erfindung darin, den Wärmetauscher derart mit einer Möglichkeit zur Umgehung (Bypass),
beispielsweise mittels Abgas oder Ladeluft, auszubilden, dass die vorbildlichen Funktionseigenschaften
und die Kompaktheit erhalten bleiben, und dass er vor allem herstellungsfreundlich
bleibt.
Die erfindungsgemäße Lösung erfolgt bei einem dem Oberbegriff entsprechenden Wärmetauscher
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
Wenigstens einige der Flachrohre des Wärmetauschers weisen zwei Bereiche auf, wobei
in dem ungekühlten Bereich wenigstens ein Bypass gebildet ist und wobei der andere
Bereich der gekühlte Bereich ist, in dem sich die Kanäle zwischen den Flachrohren
befinden. Durch diese vorgeschlagene Bauweise kann der Wärmetauscher trotz Vorhandenseins
eines Bypasses sehr kompakt ausgebildet werden. Es kann ein einziger Bypass vorgesehen
werden, der vorzugsweise entlang eines inneren Randbereiches der Flachrohre ausgebildet
ist. Es können auch mehrere Bypässe innerhalb der Flachrohre ausgebildet werden, beispielsweise
entlang gegenüberliegender Randbereiche der Flachrohre.
Vorzugsweise werden sämtliche Flachrohre des Wärmetauschers mit einem Bypass ausgebildet.
Es ist jedoch auch möglich, den Bypass nicht in allen Flachrohren auszubilden.
Gemäß Anspruch 2 ist die Umsetzung des erfindungsgemäßen Vorschlages bei Wärmetauschern
vorgesehen, deren Flachrohre allseitig von einem Gehäuse umgeben sind. In diesem Fall
sind die Flachrohre vorzugsweise einstückig ausgebildet. Sie können beispielsweise
aus Blech geformt und mittels Längsnaht geschweißt sein.
Im Gegensatz dazu besteht, gemäß Anspruch 3, jedes Flachrohr vorzugsweise aus zwei
verformten Platten, wobei durch die Verformung der Platten die Kanäle und der wenigstens
eine Bypass gebildet sind. Ein einfassendes Gehäuse ist in diesem Fall nicht erforderlich.
Diese Ausführungsform ist bevorzugt, weil sie eine noch kompaktere Bauweise des Wärmetauschers
gestattet.
Die verformten Platten weisen eine umlaufende Ausformung auf, mit der jeweils zwei
angrenzende Platten miteinander verbunden sind, wobei innerhalb der umlaufenden Ausformung
jeweils ein Kanal für das Kühlmittel, vorzugsweise für Flüssigkeit, ausgebildet ist.
[0004] Ein Einlass - und ein Auslasssammelkasten für beispielsweise Abgas oder Ladeluft
ist vorhanden. Diese sind vorzugsweise an gegenüberliegenden Enden der Flachrohre
angeordnet.
Die Flachrohre weisen nach einem besonderen Aspekt lediglich in ihrem gekühlten Bereich
einen Inneneinsatz auf. Der Inneneinsatz ist ein gewelltes Blech, dessen Wellungen
vorzugsweise diskrete Strömungspassagen beispielsweise für Abgas oder Ladeluft bilden.
Der Inneneinsatz ist im Flachrohr an dessen Wand angelötet.
[0005] Die Trennung zwischen dem Bypass und dem Bereich, in dem der Wärmeaustausch zwischen
Abgas/Ladeluft und Kühlmittel stattfindet, erfolgt durch den eingelegten Inneneinsatz
und durch ein Trennblech, das im Einlass - bzw. Auslasssammelkasten angeordnet ist.
[0006] Das hat den nicht unwesentlichen Vorteil, dass wenigstens die an den Bypass angrenzende
Strömungspassage des Inneneinsatzes im wesentlichen nicht vom Gas durchströmt ist,
wodurch der Wärmeübergang zwischen den Bereichen unterdrückt wird. Das durch den Bypass
strömende Abgas soll im Wesentlichen nicht gekühlt werden.
[0007] Jede der verformten Platten ist mit einer bereits erwähnten umlaufenden Ausformung
versehen, wie es prinzipiell bereits in dem EP 992 756 B1 gezeigt und beschrieben
wurde, auf das wegen hier möglicherweise fehlender Details ausdrücklich hingewiesen
wird. Außerdem wird auf das EP mit der Anm. - Nr. 03 007 724.2 verwiesen, wo bestimmte
Merkmale des Diffusors (Sammelkastens) gezeigt und beschrieben sind. Jeweils zwei
verformte Platten werden zu einem Flachrohr zusammengefügt und die Flachrohre werden
zu einem Stapel zusammengesetzt. Dabei kommen je zwei verformte Platten mit ihrer
umlaufenden Ausformung zusammen und schließen einen Kanal ein, der ein Strömungskanal
für ein vorzugsweise flüssiges Kühlmittel darstellt. Diese Bauweise ist in dem erwähnten
europäischen Patent näher beschrieben.
Von besonderem Vorteil der hier vorgeschlagenen Lösungen ist es, dass der gesamte
beispielsweise Abgaswärmetauscher nach wie vor in einer einzigen Lötoperation verbunden
bzw. hergestellt werden kann. Dabei werden die Einzelteile des Abgaswärmetauschers
durch die über die Enden der Flachrohre geschobenen Sammelkästen zusammengehalten.
Für den Fall des in den Sammelkasten integrierten Umschaltventils wird der zugehörige
Sammelkasten nach dem Lötprozess angebracht, beispielsweise aufgeschweißt.
Wegen weiterer Merkmale wird auf die anderen abhängigen Ansprüche verwiesen.
Die Erfindung wird im Anschluss in Ausführungsbeispielen beschrieben. Aus dieser Beschreibung
können zusätzliche Merkmale und Vorteile hervorgehen, die sich später als besonders
wichtig herausstellen können.
Fig. 1 perspektivische, geschnittene Ansicht eines Teils des Wärmetauschers;
Fig. 2 Horizontalschnitt durch den Wärmetauscher mit Sammelkästen;
Fig. 3 alternative Darstellung zur Fig. 2 mit Klappenventil im Sammelkasten;
Fig. 4 Vertikalschnitt gemäß IV - IV aus Fig. 3;
Fig. 5 ähnlich Fig. 4, ohne Abdeckplatten und mit Noppen in den Kanälen;
Fig. 6 Ansicht auf die Stirnseite des Wärmetauschers ohne Sammelkasten;
Fig. 7 perspektivische Ansicht auf zwei Flachrohre mit Trennblech;
Fig. 8 wie Fig. 7, Trennblech geschnitten;
Fig. 9 alternative Lösung mit Gehäuse, Vertikalschnitt;
Fig.10 alternative Lösung mit Gehäuse, perspektivische Ansicht ohne Sammelkästen;
[0008] Die in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele beziehen sich auf mittels Kühlflüssigkeit
der Brennkraftmaschine gekühlte Abgaswärmetauscher für ein Kraftfahrzeug, die in nicht
gezeigter, bekannter Weise in ein Abgasrückführungssystem eingebunden sind.
[0009] In Fig. 1 ist eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht eines Teils des
erfindungsgemäßen Wärmetauschers gezeigt. In diesem Ausführungsbeispiel werden lediglich
zwei Flachrohre
3 aufeinander gestapelt und mit je einem Sammelkasten
20, 22 an den Stirnseiten des Wärmetauschers versehen. (s. Fig. 2) Es können je nach Bedarf
auch mehr als zwei Flachrohre
3 verwendet werden. Die Flachrohre
3 werden aus zwei identisch verformten Platten
1, 2 zusammengesetzt. Eine der Platten
1 oder
2 wird dabei um 180° um die Längsachse gedreht. Am Rand
9 entlang der Längsachse der Platten
1, 2 werden sie später verlötet. Die Verformung der Platten
1, 2 umfasst eine umlaufende Ausformung
80. Diese dient dazu, zwischen den Platten
1, 2 benachbarter Flachrohre
3 jeweils wenigstens einen Kanal
10 für das Kühlmittel auszubilden, der sich also jeweils zwischen zwei Flachrohren
3 befindet. Auf der Längsseite
85 des Wärmetauschers, wird die Ausformung
80 breiter ausgebildet, sodass dort die Platten
1 oder
2 flach aneinander liegen, um einen Bypass
4 im Flachrohr
3 auszubilden. Durch diesen kann das Abgas geleitet werden, wenn es nicht erwünscht
ist, dass es durch das Kühlmittel gekühlt wird. Wie die Abbildungen zeigen, handelt
es sich genaugenommen um mehrere, nämlich um eine der Anzahl der Flachrohre
3 entsprechende Anzahl von Bypässen. Diese werden hier jedoch als ein Bypass
4 angesehen, der mehrfach unterteilt ist. Es bestünde die Möglichkeit, die aneinander
anliegenden Ausformungen
80 auf der Längsseite
85 mit einem oder mehreren Ausschnitten zu versehen, wodurch die Unterteilung in "mehrere
Bypässe" aufgehoben wäre.
Im Unterschied dazu besteht darüber hinaus die in den Figuren ebenfalls nicht gezeigte
Möglichkeit, durch entsprechende Ausbildung der Platten
1, 2 , beispielsweise im unteren Abschnitt (Fig. 3), auf der anderen Längsseite
85 der Flachrohre
3, einen weiteren Bypass
4 einzurichten.
In den Flachrohren
3 sind wellenförmige Inneneinsätze
5 mit vorzugsweise diskreten Strömungspassagen
20 für das Abgas eingesteckt worden. Die Inneneinsätze
5 erstrecken sich in Längsrichtung der Flachrohre
3 etwa über deren gesamte Länge, in Querrichtung jedoch nur über den gekühlten Bereich
11 der Flachrohre
3. Insofern ist durch die Inneneinsätze
5 der gekühlte Bereich
11 vom ungekühlten Bereich
12 abgegrenzt worden. Im in den Fig. 1 und 2 gezeigten Fall wird außerhalb des Wärmetauschers
durch ein Umschaltventil
25 die Verteilung des Abgases auf den gekühlten Bereich
11 und/oder den ungekühlten Bereich
12 (Bypass
4) erreicht. (nicht gezeigt) Im Sammelkasten
20 ist ein Trennblech
6 integriert. Es sitzt mit einem abragenden Fuß
13 auf dem zum Bypass
4 hinweisenden letzten Wellenberg
16 bzw. auf der angrenzenden Strömungspassage
20 des Inneneinsatzes
5 auf, um diese Strömungspassage
20 zu verschließen. Zumindest diese eine Strömungspassage
20 sollte diskret ausgebildet sein, damit durch die darin enthaltene Luft der Wärmeübergang
vom gekühlten Bereich
11 auf den ungekühlten Bereich
12 (Bypass
4) unterdrückt wird. Die restlichen durch den Inneneinsatz
5 gebildeten Strömungspassagen
20 müssen nicht unbedingt seitlich geschlossen, also diskret ausgebildet sein. Die gebogene
Wand
14 des Trennbleches
6 weist in den Sammelkasten
20 und ist an der Trennung der beiden Anschlussstutzen
21a und 21 b fest mit dem Sammelkasten
20 verlötet.
[0010] In der Fig. 2 ist ein exakt in der Ebene der Lötverbindung zwischen zwei mit ihren
Ausformungen
80 aneinander anliegenden Platten
1 und
2 verlaufender Horizontalschnitt durch den Wärmetauscher der Fig. 1 mit Sammelkästen
20 und
22 gezeigt, der also durch einen Kühlmittelkanal
10 hindurchgeht. Dieser Kanal
10 wird rundum von der umlaufenden Ausformung
80 eingefasst. Deshalb wird kein Rohrboden
90 und kein einfassendes Gehäuse für den Wärmetauscher benötigt. Das Kühlmittel wird
über die Anschlüsse
30 und
32 durch die Kanäle
10 geleitet. Es fließt vorzugsweise im Gegenstrom mit dem zu kühlenden Abgas. Auch die
Positionierung der Anschlüsse
30, 32 ist lediglich als beispielhaft zu verstehen. Die gezeigte Positionierung hat den
Vorteil, dass die Strömung der Abgase nicht behindert wird und dass der Inneneinsatz
5 nicht ausgeschnitten werden muss, da sich die Anschlüsse
30, 32 außerhalb des Strömungsweges der Abgase befinden. (siehe auch EP 992 756 B1) Der
gekühlte Bereich
11 wird gleichmäßig vom Kühlmittel durchströmt. Im Sammelkasten
20 ist das Trennblech
6 mit Fuß
13 und der gebogenen Wand
14 zu sehen. Der Vorteil dieses Wärmetauschers besteht darin, dass er nach dem Zusammenfügen
aller Teile in einem Lötvorgang hergestellt werden kann. Dafür muss allerdings das
Umschaltventil
25 außerhalb des Wärmetauschers angebracht werden, weshalb der Auslassstutzen
21 des Abgases in zwei Auslassstutzen
21a und
21b für beide Zweige, gekühltes und ungekühltes Abgas, unterteilt ist. Um den Strömungsweg
des Abgases zu verdeutlichen, sind Strömungspfeile eingezeichnet. Diese Art von Abgaswärmetauscher
wird in der Weise eingesetzt, dass das Umschaltventil 25 auf der Abgas - Auslassseite
des Wärmetauschers angebracht ist.
Im Vergleich dazu muss in Fig. 3, nach dem Löten des Wärmetauschers einschließlich
seines linken Sammelkastens
22, der rechte Sammelkasten
20, mit dem bereits eingebautem Umschaltventil
25, nachträglich angebracht, beispielsweise angeschweisst werden. In diesem Fall wirkt
die gebogene Wand
14 mit dem Umschaltventil
25 zusammen, um zu gewährleisten, dass kein Abgas vom ungekühlten Bereich
12 in den gekühlten Bereich
11 strömt und umgekehrt. Der Vorteil dieser Lösung ist die noch kompaktere Ausgestaltung
des Systems "Wärmetauscher mit Umschaltventil
25 und Bypass
4".
[0011] In Fig. 4 ist ein Vertikalschnitt gemäß IV-IV aus Fig. 3 zu sehen. Um eine optimale
Kühlung des Abgases zu erreichen, sind eine Deckplatte
7 mit umlaufender Ausformung
81 und eine Bodenplatte
8 mit umlaufender Ausformung
81 angebracht. Dadurch entstehen zwei zusätzliche Kanäle
10, durch die Kühlmittel strömen kann. Die Deck -
7 und die Bodenplatte
8 sind aus etwas dickeren Blechen geformt, um die Stabilität des Wärmetauschers zu
erhöhen. Auch bei diesen beiden Platten wird auf der Längsseite
85 des Wärmetauschers, auf der sich der Bypass
4 befindet, die umlaufernde Ausformung
81 breiter ausgebildet, um zu verhindern, dass Kühlmittel um den Bypass
4 strömt. Die Deck-
7 und die Bodenplatte 8 liegen im ungekühlten Bereich
12 direkt auf den Flachrohren
3 auf.
[0012] Die Fig. 5 zeigt ebenfalls einen Schnitt in Querrichtung des Wärmetauschers, jedoch
in einem modifizierten Ausführungsbeispiel. Dort wurden die Deck-
7 und Bodenplatte
8 weggelassen. Es sind Ausprägungen
26 vorgesehen. Sie befinden sich in allen Platten
1, 2, da es sich auch hier um identische Platten
1, 2 handelt. Die Ausprägungen
26 dienen einerseits dazu, die Kanäle
10 zu stabilisieren und andererseits dazu, die Turbulenz des Kühlmittels zu erhöhen.
Die Ausprägungen
26 können noppenförmig oder sickenartig ausgestaltet sein. Auch ihre Anzahl ist der
Größe und den Stabilitätsanforderungen des Wärmetauschers anzupassen.
Im Fall des alternativen Lösungsvorschlages eines Wärmetauschers, der in den Fig.
9 und 10 gezeigt ist, und der aus einstückigen, geschweißten Flachrohren
3 und aus einem diese umfassenden Gehäuse
101 besteht, könnten ebenfalls Ausprägungen
26 vorgesehen werden, um die Kanäle
10 zwischen den Flachrohren 3 und zwischen dem Flachrohr
3 und dem Gehäuse
101 zu verstärken. Vorzugsweise sind die Ausprägungen 26 im gekühlten Bereich
11 vorhanden.
In Fig 6 ist eine Frontalansicht der Stirnseite des Wärmetauschers ohne Trennblech
6 und ohne Sammelkästen
20, 22 zu sehen. Der letzte diskrete Strömungskanal 20, Wellenberg
16 des Inneneinsatzes
5 vor dem Bypass
4 ist hier noch offen, da noch kein Trennblech
6 aufgesetzt ist.
In den Fig. 7 und 8 ist je eine perspektivische Ansicht der Stirnseite des Wärmetauschers,
jedoch ohne Sammelkästen
20, 22, gezeigt. Durch das Anbringen des Trennbleches
6 mit seinem abragenden Fuß
13 auf dem letzten Wellenberg
16, wird dieser für das Abgas wenigstens nahezu dicht verschlossen, sodass hierdurch
eine thermische Trennung zwischen dem ungekühlten Bereich
12 und dem gekühlten Bereich
11 besteht. Um dies zu verdeutlichen, ist das Trennblech
6 in Fig.8 geschnitten dargestellt.
[0013] Gemäß dem bereits angesprochenen alternativen Lösungsvorschlag aus den Figuren 9
und 10 sind drei übereinander gestapelte Flachrohre
3 mit einem Gehäuse
101 und mit dazwischen liegenden Kanälen
10 für das Kühlmittel vorgesehen. Auch hier ist wieder ein gewellter Inneneinsatz
5 in jedes Flachrohr
3 eingesteckt worden. Der Inneneinsatz
5 erstreckt sich nur über den gekühlten Bereich
11 des Flachrohres
3. Um zu verhindern, dass das Kühlmittel den ungekühlten Bereich
12, zusammengesetzt aus mehreren einzelnen Bypässen
4, umströmt, ist das Gehäuse
101 hier verformt, so dass es direkt auf den Flachrohren
3 aufliegt. Es ist ein Absatz
106 angeformt. Zur weiteren Trennung der Bereiche
11 und
12 sind Einlegeteile
102 oder vergleichbare Einrichtungen nötig, die, zwischen den Flachrohren
3 angeordnet, das Kühlmittel daran hindern, um die einzelnen Bypässe
4 herum zu strömen. Es besteht auch die Möglichkeit ein nicht verformtes Gehäuse
101 zu verwenden und dafür ein dem Einlegeteil
102 ähnliches Blech auch zwischen Gehäuse
101 und den äußeren Flachrohren 3 einzusetzten. Das Gehäuse
101 könnte auch zweiteilig ausgebildet sein. Es würde dann eine Verbindungsnaht aufweisen,
die eine Verbindung vorzugsweise mittels Löten gestattet. Auf den Stirnseiten des
Wärmetauschers sind Rohrböden
90 und Sammelkästen
20, 22 für das Abgas aufgesetzt. Beide Details sind nicht gezeigt, aber notwendig, damit
der Wärmetauscher funktioniert. Rohrböden
90 weisen bekanntlich dem Umfang der Flachrohre
3 entsprechende Öffnungen auf, mit deren Rand die Enden der Flachrohre
3 dicht verbunden sind. Damit wird die Strömung des Gases vom Sammelkasten
20 oder
22 in die Flachrohre
3 gesichert und gleichzeitig die Trennung zu den Kanälen
10 für das Kühlmittel gewährleistet. Der Umfang der Rohrböden
90 ist mit dem Gehäuse
101 verbunden. Es ist ein Trennblech
6 in einem der Sammelkästen
20, 22 erforderlich, um auch im Sammelkasten
20, 22 das gekühlte vom ungekühlten Abgas zu trennen. Es können wieder beide Varianten verwendet
werden, entweder mit im Sammelkasten
20, 22 integriertem Umschaltventil
25 oder mit zwei Auslassstutzen
21a und
21b. Das Trennblech
6 muss dann dementsprechend ausgebildet sein.
In Fig. 10 ist eine perspektivische Ansicht gezeigt. Mit
105 ist einer der Einlass - oder Auslassstutzen für das Kühlmittel bezeichnet. Die Einlass-
und Auslassstutzen 105 für das Kühlmittel können seitlich, wie gezeigt, oder auch
oben und/oder unten am Gehäuse
101 angebracht sein.
Nicht gezeigt, aber je nach Größe des Wärmetauschers sinnvoll, sind Ausprägungen
26, die die Flachrohre
3 beabstanden. Solche Ausprägungen
26 sind in Fig. 5 gezeigt. (siehe oben) Sie lassen sich auch auf anders gestaltete Flachrohre
3 übertragen. Die Ausprägungen
26 sind vorzugsweise im gekühlten Bereich
11 vorhanden. Alternativ können auch statt Ausprägungen
26 Distanzleisten, ähnlich den Einlegeteilen
102, zwischen je zwei Flachrohren
3 und zwischen Flachrohr
3 und Gehäuse
101 eingesetzt werden.
[0014] Eine weitere nicht gezeigte Alternative bei einstückigen Flachrohren
3 ist die Möglichkeit statt eines Einlegeteil
102 an den Flachrohren
3 selbst eine Ausformung
110 auszubilden, die sich über die gesamte Länge der Flachrohre
3 auf der Längsseite
85 erstreckt. Diese Ausformung
110 dient in erster Linie dazu den ungekühlten Bereich
12 vom gekühlten Bereich
11 zu trennen. Die Rohrböden 90 an den Strinseiten des Wärmetauschers müssen dann entstprechende
Ausschnitte aufweisen, um die Flachrohre
3 aufnehmen zu können. Zusätzlich können diese Flachrohre
3 noch Ausprägungen
26 aufweisen. Sowohl die Ausformung
110, als auch die Ausprägungen
26, können auf beiden Flachseiten, oben und unten, an den Flachrohren
3 vorhanden sein, so wird auch der Absatz
106 am Gehäuse
101 überflüssig, da dessen Funktion nun von der Ausformung 110 übernommen wird. Wie in
allen vorangehenden Ausführungsbeispielen wird auch hier in jedes Flachrohr
3 in den gekühlten Bereich
11 ein gewellter Inneneinsatz
5 eingesteckt und in einen der Sammelkästen
20, 22 ein Trennblech
6 vorgesehen. Es können wieder beide Varianten verwendet werden, entweder mit im Sammelkasten
20, 22 integriertem Umschaltventil
25 oder mit zwei Auslassstutzen
21a und
21b. Das Trennblech
6 muss dann dementsprechend ausgebildet sein.
[0015] Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen Wärmetauscher mit lediglich
einem Stapel aus Flachrohren
3, bestehend aus zwei oder drei Flachrohren
3. Wie vorne bereits dargelegt, wird die Anzahl der Flachrohre
3 pro Stapel zweckentsprechend angepasst. Darüber hinaus gibt es nicht gezeigte Ausführungsbeispiele,
die mehrere Stapel von Flachrohren
3 besitzen. In solchen Fällen kann es zweckmäßig sein, den Bypass
4 in wenigstens der Mehrzahl der Flachrohre
3 eines einzigen Stapels auszubilden. Es besteht dann die Möglichkeit, den Querschnitt
des Bypasses
4 im Vergleich mit den gezeigten Ausführungen zu vergrößern.
1. Wärmetauscher, bestehend aus Flachrohren (3), die unter Bildung von Kanälen (10) zueinander
angeordnet sind, bei dem beispielsweise ein Gas, wie Abgas oder Ladeluft, durch die
Flachrohre (3) strömt und dabei, mittels Kühlmittel, das durch die Kanäle (10) zwischen
den Flachrohren (3) strömt, gekühlt wird und der einen Bypass (4) aufweist, durch
den das Gas im Wesentlichen ungekühlt strömen kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einige der Flachrohre (3) einen gekühlten Bereich (11) und einen ungekühlten
Bereich (12) aufweisen, wobei in dem ungekühlten Bereich (12) der wenigstens eine
Bypass (4) gebildet ist und wobei sich in dem gekühlten Bereich (11) zwischen je zwei
Flachrohren (3) wenigstens ein Kanal (10) befindet.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Flachrohre (3) vorzugsweise einstückig ausgebildet sind und übereinander, unter
Belassung von die Kanäle (10) bildenden Zwischenräumen angeordnet und von einem die
Flachrohre (3) einfassenden Gehäuse (101) umgeben sind.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Flachrohr (3) aus zwei verformten Platten (1, 2) gebildet ist, wobei durch
die Verformung der Platten (1, 2) die Kanäle (10) und der wenigstens eine Bypass (4)
gebildet sind, wobei kein die Flachrohre (3) einfassendes Gehäuse (101) vorhanden
ist.
4. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einlass - und ein Auslasssammelkasten (20, 22) für das Gas vorhanden sind.
5. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachrohre (3) in dem gekühlten Bereich (11) einen Inneneinsatz (5) aufweisen.
6. Wärmetauscher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Inneneinsatz (5) ein gewelltes Blech ist, dessen Wellungen vorzugsweise diskrete
Strömungspassagen (16) für das Gas bilden.
7. Wärmetauscher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennung zwischen dem Bypass (4) und dem gekühlten Bereich (11) durch den eingelegten
Inneneinsatz (5) und durch ein Trennblech (6) erfolgt, das im Einlass - bzw. Auslasssammelkasten
(20, 22) angeordnet ist.
8. Wärmetauscher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die an den Bypass (4) angrenzende Strömungspassage (20, 16) des Inneneinsatzes
(5) im wesentlichen nicht vom Gas durchströmt ist und somit den Wärmeübergang zwischen
den Bereichen (11) und (12) unterdrückt.
9. Wärmetauscher wenigstens nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die verformten Platten (1, 2) eine umlaufende Ausformung (80) aufweisen, mit der
jeweils zwei angrenzende Platten (1, 2) miteinander verbunden sind, wobei innerhalb
der umlaufenden Ausformung (80) jeweils ein Kanal (10) für das Kühlmittel, vorzugsweise
für Flüssigkeit, ausgebildet ist.
10. Wärmetauscher nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die umlaufende Ausformung (80) auf der Längsseite (85), die den nicht gekühlten Bereich
(11), Bypass (4) beinhaltet, breiter ist, als auf den restlichen drei Seiten des Wärmetauschers.
11. Wärmetauscher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Flachrohre (3) an einigen Stellen Ausprägungen (26) aufweisen, um die Flachrohre
(3) zu beabstanden.
12. Wärmetauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1, 2) Ausprägungen (26) aufweisen, um die Kanäle (10) zu verstärken.
13. Wärmetauscher nach Anspruch 1, 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der gekühlte Bereich (11) vom den Bypass (4) aufweisenden Bereich (12) dadurch abgetrennt
ist, dass die Kanäle (10) zwischen den Flachrohren (3) sich erstreckende Einlegeteile
(102) aufweisen.
14. Wärmetauscher nach Anspruch 1, 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass
der gekühlte Bereich (11) vom den Bypass (4) aufweisenden Bereich (12) dadurch abgetrennt ist, dass die Flachrohre (3) dort eine sich über die gesamte Länge der
Flachrohre (3) erstreckende Ausformung (110) aufweisen, .
15. Wärmetauscher nach Anspruch 1, 2, 11, 13, 14 dadurch gekennzeichnet, dass
ein Rohrboden (90) am Aus - und Einlasssammelkasten (20, 22) des Gases die Kühlmittelkanäle
(10) dicht verschließt.
16. Wärmetauscher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennblech (6) ein integraler Teil des Sammelkastens ist.