(19)
(11) EP 1 626 243 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.02.2006  Patentblatt  2006/07

(21) Anmeldenummer: 05017004.2

(22) Anmeldetag:  04.08.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F41C 23/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 10.08.2004 DE 102004038993

(71) Anmelder: Carl Walther GmbH
89081 Ulm (DE)

(72) Erfinder:
  • Wonisch, Franz
    59757 Arnsberg (DE)
  • Pflaumer, Wulf-Heinz
    59757 Arnsberg (DE)
  • Bretschneider, Thomas
    89233 Neu-Ulm (DE)
  • Kriegleder, Wolfram
    59757 Arnsberg (DE)
  • Pries, Mike
    89073 Ulm (DE)

(74) Vertreter: Basfeld, Rainer et al
Fritz Patent- und Rechtsanwälte Postfach 15 80
59705 Arnsberg
59705 Arnsberg (DE)

   


(54) Handfeuerwaffe für sportliches Schiessen


(57) Handfeuerwaffe für das sportliche Schießen, umfassend einen Lauf (4), ein Griffstück (1) mit einem daran angebrachten oder anbringbaren Formgriff (7), ein Verschlussmittel, das gegenüber dem Lauf (4) und dem Griffstück (1) bewegt, insbesondere durch das Auslösen eines Schusses entgegen der Schussrichtung bewegt werden kann, sowie eine Abzugeinheit (6) für das Auslösen des Schusses, wobei die Handfeuerwaffe eine 3-D-Verstelleinheit umfasst, über die das Griffstück (1) und der Formgriff (7) miteinander verbunden oder verbindbar sind.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handfeuerwaffe für das sportliche Schießen, umfassend einen Lauf, ein Griffstück mit einem daran angebrachten oder anbringbaren Formgriff, ein Verschlussmittel, das gegenüber dem Lauf und dem Griffstück bewegt, insbesondere durch das Auslösen eines Schusses entgegen der Schussrichtung bewegt werden kann, sowie eine Abzugeinheit für das Auslösen des Schusses.

[0002] Handfeuerwaffen der vorgenannten Art sind bekannt. Für derartige Handfeuerwaffen gelten diverse zwingende Reglementierungen, wie beispielsweise die Sportordnung, die Auflagen für bestimmte Abmessungen der Waffe zur Folge haben. Insbesondere dürfen die Außenabmessungen der Waffe 300 mm in der Länge, 150 mm in der Höhe und 50 mm in der Breite nicht überschreiten. Weiterhin darf der Lauf nur maximal 153 mm lang sein. Außerdem darf kein Teil des Griffes das Handgelenk des Schützen berühren, so dass Handballenauflagen nur eine bestimmte Größe haben können.

[0003] Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung einer Handfeuerwaffe der eingangs genannten Art, die trotz Einhaltung der Reglementierungen einen guten Bedienkomfort bietet.

[0004] Dies wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und/oder 9 und/oder 10 und/oder 15 und/oder 17 und/oder 20 und/oder 25 und/oder 27 erreicht.

[0005] Gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass die Handfeuerwaffe eine 3-D-Verstelleinheit umfasst, über die das Griffstück und der Formgriff miteinander verbunden oder verbindbar sind. Durch die 3-D-Verstelleinheit, die eine Einstellung des Formgriffes in drei zueinander abhängigen Freiheitsgraden ermöglicht, wird die Bedienbarkeit der Waffe deutlich erhöht.

[0006] Gemäß Anspruch 2 kann vorgesehen sein, dass die 3-D-Verstelleinheit eine hohlkugelförmige Aufnahme und eine mit dieser zusammenwirkende ballige Anlagefläche umfasst. Dabei kann gemäß Anspruch 3 die hohlkugelförmige Aufnahme im hinteren Bereich des Griffstückes angeordnet sein. Weiterhin kann gemäß Anspruch 4 die ballige Anlagefläche an einem mit dem Formgriff verbundenen oder verbindbaren Halteblech angeordnet sein. Durch diese Gestaltung kann die 3-D-Verstelleinheit mit vergleichsweise einfachen Mitteln realisiert werden. Beispielsweise können die ballige Anlagefläche und die hohlkugelförmige Aufnahme vermittels einer einzigen Schraube miteinander verbunden werden, so dass auch die Verstellung relativ einfach, beispielsweise nach Verschieben der Verschlussmittel erfolgen kann.

[0007] Gemäß Anspruch 5 kann vorgesehen sein, dass die Handfeuerwaffe als hahnlose Waffe ausgeführt ist. Durch die Ausführung als hahnlose Waffe ergibt sich die Möglichkeit, die hohlkugelförmige Aufnahme im hinteren stirnseitigen Bereich des Griffstückes anzuordnen.

[0008] Gemäß Anspruch 6 kann vorgesehen sein, dass die Handfeuerwaffe maximal 300 mm lang und/oder 150 mm hoch und/oder maximal 50 mm breit ist. Die erfindungsgemäße Handfeuerwaffe erfüllt somit hinsichtlich der Abmessung die Reglementierungen.

[0009] Weiterhin kann gemäß Anspruch 7 vorgesehen sein, dass die Länge des Laufes mindestens 145 mm, insbesondere mindestens 150 mm, vorzugsweise etwa 153 mm beträgt. Insbesondere bei einer Länge von 153 mm wird die maximale gemäß der Reglementierungen mögliche Lauflänge voll ausgenutzt, so dass ein sehr präzises Schießen möglich ist.

[0010] Es besteht weiterhin gemäß Anspruch 8 die Möglichkeit, dass an der Unterseite des Formgriffes eine Handballenauflage ausgebildet ist, die vorzugsweise eine Länge von mindestens 100 mm, insbesondere eine Länge von 110 mm aufweist. Durch eine derartig lange Handballenauflage von beispielsweise etwa 110 mm werden die gesetzlich möglichen Maximallängen für derartige Handballenauflagen ausgenutzt, so dass ein sehr hoher Bedienkomfort erzielt wird.

[0011] Anspruch 9 sieht vor, dass die Abzugeinheit im Wesentlichen unterhalb des Laufes angeordnet ist.

[0012] Anspruch 10 sieht vor, dass die Abzugeinheit einen Abzug und mit diesem zusammenwirkende funktionale Teile für das Auslösen eines Schusses umfasst, wobei die funktionalen Teile im Wesentlichen vor dem Abzug angeordnet sind. Aufgrund der Tatsache, dass die Waffe als hahnlose Waffe ausgeführt ist, kann bei der vorgenannten Anordnung der Abzugeinheit unterhalb des Laufes bei gleichzeitiger Anordnung der funktionalen Teile vor dem Abzug ein für Handfeuerwaffen der eingangs genannten Art unübliches lineares Auslösesystem verwendet werden.

[0013] Gemäß Anspruch 11 können die funktionalen Teile der Abzugeinheit eine mit dem Abzug verbundene Abzugstange und ein mit der Abzugstange verbundener Abzugstollen sein, wobei insbesondere ein als Abzugklinke ausgeführtes Zwischenglied die Abzugstange mit dem Abzugstollen verbindet.

[0014] Gemäß Anspruch 12 umfasst die Handfeuerwaffe ein lineares Auslösesystem mit einem Schlagbolzen, der in Schussrichtung bewegbar ist, so dass durch dessen Bewegung ein Schuss ausgelöst werden kann. Der Schlagbolzen wird bei der erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe nicht über den nichtvorhandenen Hahn beschleunigt, sondern direkt durch eine Feder, nachdem er von der Abzugeinheit freigegeben wurde.

[0015] Hierzu sieht Anspruch 13 vor, dass der Schlagbolzen zur Auslösung eines Schusses mit einem der vor dem Abzug angeordneten funktionalen Teile der Abzugeinheit zusammenwirkt.

[0016] Dazu kann gemäß Anspruch 14 der Schlagbolzen eine Rastkante aufweisen, die mit einer Stufe des Abzugstollens für das Auslösen eines Schusses zusammenwirkt.

[0017] Anspruch 15 sieht vor, dass die Handfeuerwaffe ein fest mit dem Griffstück verbundenes Verschlussgehäuse umfasst, wobei der Lauf formschlüssig mit dem Verschlussgehäuse verbunden ist. Durch das formschlüssige Verbinden von Lauf und Verschlussgehäuse wird eine von unerwünschten Querkräften freie Befestigung des Laufes an dem Griffstück, beziehungsweise dem Verschlussgehäuse realisiert, so dass die Präzision der erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe gesteigert werden kann.

[0018] Gemäß Anspruch 16 kann dabei vorgesehen sein, dass die Handfeuerwaffe eine Halteklammer umfasst, die zur formschlüssigen Verbindung zwischen Lauf und Verschlussgehäuse in einen Schlitz des Verschlussgehäuses und in eine Nut des Laufes eingreifen kann.

[0019] Dabei kann gemäß Anspruch 17 vorgesehen sein, dass die für den Eingriff der Halteklammer vorgesehene Nut sich teilweise über den Umfang des Laufes erstreckt. Durch diese in Umfangsrichtung angeordnete Nut, in die die Halteklammer eingreift, ergibt sich eine Halterung des Laufes in dem Verschlussgehäuse, die lediglich Kräfte in Längsrichtung des Laufes auf den Lauf ausübt.

[0020] Anspruch 18 sieht vor, dass die Handfeuerwaffe ein Magazin umfasst, das von oben in das Griffstück einbringbar ist, wobei die Handfeuerwaffe weiterhin ein Bedienelement aufweist, das ein federunterstütztes Ausgeben des Magazins nach oben auslösen kann, wobei Mittel vorgesehen sind, die die während des Ausgebevorgangs stattfindende Bewegung des Magazins in einer vorgegebenen Position anhalten.

[0021] Dabei kann gemäß Anspruch 19 vorgesehen sein, dass das Bedienelement ein Bedienknopf ist, durch dessen Drücken das Magazin bis in die vorgegebene Position verfährt, wobei durch Loslassen des Bedienknopfes die Sperre aufgehoben wird, so dass das Magazin vollständig entnehmbar ist. Auf diese Weise wird der Magazinwechsel sehr einfach und komfortabel gestaltet, weil der Benutzer lediglich auf den Bedienknopf drücken und diesen nach Hochfahren des Magazins wieder loslassen muss. Daran anschließend kann man das Magazin ohne Probleme nach oben aus dem entsprechenden Schacht herausziehen.

[0022] Gemäß Anspruch 20 ist vorgesehen, dass die Handfeuerwaffe eine Dämpfungseinrichtung umfasst, die die Vorwärtsbewegung und/oder die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel dämpfen kann. Durch eine derartige Dämpfungseinrichtung wird verhindert, dass durch das nach vorne Schnellen der Verschlussmittel beziehungsweise durch deren Abbremsen an einem vorderen Anschlag eine zu starke Kraft auf die Handfeuerwaffe und damit auf die Hand des Schützen ausgeübt wird. Auch durch die Dämpfung der Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel kann die Ausübung einer zu starken Kraft auf die Hand des Schützen verhindert werden. Bei einer erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe kann sowohl eine Dämpfungseinrichtung ausschließlich für die Vorwärtsbewegung der Verschlussmittel realisiert sein, als auch eine Dämpfungseinrichtung die ausschließlich die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel dämpft. Alternativ kann eine Dämpfungseinrichtung vorgesehen sein, die sowohl die Vorwärtsbewegung als auch die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel dämpft.

[0023] Gemäß Anspruch 21 kann dabei vorgesehen sein, dass die Verschlussmittel ein Verschlussstück mit einer daran angebrachten Verschlussfederstange umfassen.

[0024] Hierbei kann gemäß Anspruch 22 vorgesehen sein, dass die Dämpfungseinrichtung einen Kolben umfasst, der ein im Wesentlichen zylindrisches Volumen im Inneren des Verschlussgehäuses komprimieren kann.

[0025] Dabei kann der Kolben gemäß Anspruch 23 im vorderen Bereich der Verschlussfederstange angeordnet sein. Durch eine derartige Ausführung kann mit einfachen Mitteln eine Dämpfungseinrichtung realisiert werden.

[0026] Gemäß Anspruch 24 kann dabei vorgesehen sein, dass der Teil des Verschlussgehäuses, der das komprimierbare Volumen aufweist, mit einer in ihrer Größe veränderbaren Drosselöffnung für den Luftaustausch versehen ist. Durch Verändern der Größe der Drosselöffnung kann somit die Stärke der Dämpfung durch die Dämpfungseinrichtung beliebig vorgegeben werden.

[0027] Anspruch 25 sieht vor, dass die Handfeuerwaffe eine Kimme umfasst, die von der Handfeuerwaffe entnehmbar und durch eine andere Kimme ersetzbar ist. Dies ist besonders für Sportschützen von Vorteil, weil für verschiedene Anvisierarten, wie sie beispielsweise bei der Disziplin "Präzision" und der Disziplin "Duell" vorkommen, bereits voreingestellte Kimmen bei Bedarf auf die Handfeuerwaffe gesetzt werden können. Auch bei sogenannten Vereinswaffen, die an die einzelnen Schützen in einem Verein ausgeliehen werden, kann es sich empfehlen, eine voreingestellte Kimme auf die Handfeuerwaffe aufzubringen.

[0028] Anspruch 26 kann dabei vorsehen, dass am hinteren Ende des Verschlussgehäuses eine schwalbenschwanzförmige Anformung vorgesehen ist, die zur Befestigung der Kimme mit einer schwalbenschwanzförmigen Ausnehmung der Kimme zusammenwirkt. Auf diese Weise wird mit einfachen Mitteln eine Austauschbarkeit der Kimme ermöglicht.

[0029] Anspruch 27 sieht vor, dass die Abzugeinheit neben Federmitteln für eine Vorzugkraft und eine Druckpunktkraft ein zuschaltbares Federmittel für die Erhöhung der Abzugkraft aufweist. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Abzugkraft schnell und reproduzierbar auf zwei verschiedene Größen einzustellen.

[0030] Gemäß Anspruch 28 kann dabei vorgesehen sein, dass das zuschaltbare Federmittel als in die Abzugeinheit einschraubbarer Federdruckbolzen ausgebildet ist. Nach vorheriger kraftmäßiger Einstellung kann durch Herausdrehen dieses Federdruckbolzens die Abzugkraft um eine Stufe verringert werden. Soll diese wieder erhöht werden muss nur der Federdruckbolzen wieder in das Abzuggehäuse eingeschraubt werden. Dabei kann ein Anschlag vorgesehen sein, um ein definiertes Zuschalten der zusätzlichen Federkraft zu gewährleisten.

[0031] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
Fig. 1
eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe;
Fig. 2
eine perspektivische Ansicht der Handfeuerwaffe ohne Verschlussgehäuse und Formgriff;
Fig. 3
eine Fig. 2 entsprechende, um 180° gedrehte perspektivische Ansicht der Handfeuerwaffe;
Fig. 4
eine Hinteransicht der Handfeuerwaffe;
Fig. 5
einen Längsschnitt gemäß dem Pfeilen V-V in Fig. 4;
Fig. 6
eine Seitenansicht der Handfeuerwaffe;
Fig. 7
eine Ansicht von unten auf die Handfeuerwaffe;
Fig. 8
eine Draufsicht der Handfeuerwaffe;
Fig. 9
eine um 180° gedrehte Seitenansicht der Handfeuerwaffe;
Fig. 10
eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Abzugeinheit der erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe;
Fig. 11
eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Abzugeinheit mit einer anderen Schnittebene als in Fig. 10;
Fig. 12
eine perspektivische Ansicht der Abzugeinheit ;
Fig. 13
eine perspektivische Ansicht eines Details des Griffstückes der Handfeuerwaffe;
Fig. 14
eine perspektivische Ansicht der Kimme der Handfeuerwaffe;
Fig. 15
eine Detailansicht des hinteren Endes des Versch lussgehäuses;
Fig. 16
einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Handfeuerwaffe im Bereich des Befestigungsbereichs von Lauf und Verschlussgehäuse;
Fig. 17
eine gegenüber Fig. 14 gedrehte perspektivische Ansicht der Kimme;
Fig. 18
das Detail des Griffstückes gemäß Fig. 13 in einer anderen Perspektive;
Fig. 19
eine Detailansicht eines Magazins der Handfeuerwaffe;
Fig. 20
eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Abzugeinheit mit einer anderen Schnittebene als in Fig. 10 und Fig. 11;
Fig. 21
eine Detailansicht gemäß XXI in Fig. 20;
Fig. 22
eine Schnittansicht eines ersten Federdruckbolzens der Abzugeinheit ;
Fig. 23
eine Schnittansicht eines zweiten Federdruckbolzens der Abzugeinheit .


[0032] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst eine erfindungsgemäße Handfeuerwaffe im Wesentlichen ein Griffstück 1, ein Verschlussgehäuse 2, ein Verschlussstück 3, einen Lauf 4, einen Schlagbolzen 5, eine Abzugeinheit 6 sowie einen Formgriff 7. Weiterhin sind aus Fig. 1 eine Kimme 8 und ein Magazin 9 ersichtlich.

[0033] Das Verschlussgehäuse 2 ist im Gebrauchszustand der Handfeuerwaffe fest mit dem Griffstück 1 verbunden. Dies geschieht zum einen über eine aus Fig. 1 ersichtliche Schwalbenschwanzführung 10 am Griffstück 1, in die eine entsprechende Führung des Verschlussgehäuses 2 eingreifen kann. Weiterhin sind Verschlussgehäuse 2 und Griffstück 1 im in Schussrichtung hinteren Bereich durch ineinander greifende Teile miteinander verbunden. Die Festlegung des Verschlussgehäuses 2 an dem Griffstück 1 erfolgt über eine Arretierwelle 11.

[0034] Der Lauf 4 ist in dem Verschlussgehäuse 2 vermittels einer ebenfalls aus Fig. 1 ersichtlichen Halteklammer 12 festgelegt, die sowohl aus Fig. 1 als auch aus Fig. 16 ersichtlich ist. Für die Festlegung weist der Lauf 4 eine sich an beiden Seiten ein Stück weit über den Umfang erstreckende Nut 13 auf. Insbesondere zeigt Fig. 16 einen Schnitt durch das Verschlussgehäuse 2 und den Lauf 4 im Bereich dieser Nut 13. Im Bereich der Nut 13 weist das Verschlussgehäuse 2 einen Schlitz 20 für die Einbringung der Halteklammer 12 auf. Die Halteklammer 12 weist, wie dies insbesondere aus Fig. 16 ersichtlich ist, eine im Wesentlichen U-förmige Form mit zwei sich in Gebrauchsstellung der Handfeuerwaffe nach unten erstreckenden Schenkeln 14, 15 auf. Diese Schenkel 14, 15 umgreifen teilweise den Lauf 4 im Bereich der Nut 13, so dass auf diese Weise eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Lauf 4 und dem Verschlussgehäuse 2 erzielt wird.

[0035] Das Verschlussstück 3 ist gegenüber dem Lauf 4, dem Verschlussgehäuse 2 und dem Griffstück 10 in Längsrichtung der Schusswaffe verschiebbar. Insbesondere bewegt sich das Verschlussstück 3 bei Auslösen eines Schusses nach hinten. Das Verschlussstück ist lösbar mit einer Verschlussfederstange 16 verbunden, die eine nicht abgebildete Verschlussfeder führen kann. Bei Auslösen eines Schusses wird das Verschlussstück 3 und mit ihm die Verschlussfederstange 16 nach hinten gegen die Kraft der Verschlussfeder bewegt. Die Verschlussfeder stützt sich an einer nicht abgebildeten Stelle an dem Verschlussgehäuse 2 ab und wird durch die Bewegung des Verschlussstückes 3 nach hinten komprimiert. Durch die Entspannung der Verschlussfeder wird daran anschließend das Verschlussstück 3 und mit ihm die Verschlussfederstange 16 wieder nach vorne in die Ausgangsstellung zurück bewegt. Bei dieser Bewegung nach vorne wird aus dem Magazin 9 eine weitere Patrone in den Lauf 4 geladen.

[0036] An dem vorderen Ende der Verschlussfederstange 16 ist ein Kolben 17 vorgesehen (siehe dazu Fig. 2), der bei der Vorwärtsbewegung der Verschlussfederstange ein im Wesentlichen zylindrisches Volumen im Inneren des Verschlussgehäuses 2 komprimiert. Durch diese Komprimierung wird eine Dämpfungseinrichtung zur Verfügung gestellt, wobei der Teil des Verschlussgehäuses 2, der das zu komprimierende Volumen aufweist, mit einer Drosselöffnung für den Luftaustausch versehen ist. Durch die Dimensionierung der Drosselöffnung kann die Stärke der Dämpfungseinrichtung vorgegeben werden. Daher ist die Drosselöffnung in ihrer Größe veränderbar.

[0037] Es besteht alternativ oder zusätzlich die Möglichkeit, dass die oder eine Dämpfungseinrichtung auch bei der Rückwärtsbewegung der Verschlussfederstange 16 beziehungsweise des Verschlussstücks 3 eine Dämpfung der Bewegung bewirkt. Beispielsweise kann bei der Rückwärtsbewegung der Verschlussfederstange 16 durch die Drosselöffnung Luft in das zylindrische Volumen gesaugt werden. Bei entsprechender Dimensionierung der Öffnung kann dies so langsam geschehen, dass ein Unterdruck in dem zylindrischen Volumen entsteht, der der Bewegung entgegenwirkt und sie damit verlangsamt beziehungsweise dämpft.

[0038] Das Verschlussstück 3 weist weiterhin Handhaben 18 auf, die derart an dem Verschlussstück 3 angebracht sind, dass sie außerhalb des Verschlussgehäuses 2 für den Benutzer zugänglich sind. Die Handhaben 18 sind dabei über flache Befestigungsmittel mit dem Verschlussstück 3 verbunden, die durch entsprechende Ausnehmungen 19 in dem Verschlussgehäuse 2 hindurchragen. An den Handhaben 18 kann ein Benutzer angreifen, um das Verschlussstück 3 gegen die Kraft der Verschluss- und Schlagbolzenfeder nach hinten zu ziehen.

[0039] Das Griffstück 1 weist an seinem hinteren Ende eine Aufnahme 21 auf, die eine abschnittsweise hohlkugelförmige Struktur besitzt (siehe dazu Fig. 5). Die Handfeuerwaffe umfasst weiterhin ein Halteblech 22 mit einer balligen Anlagefläche 23 (siehe dazu Fig. 1 und Fig. 5). Das Halteblech kann mit dem Formgriff 7 verbunden werden, so dass im zusammengebauten Zustand der Handfeuerwaffe (siehe dazu Fig. 5) die ballige Anlagefläche 23 vermittels der Schraube 24 in der hohlkugelförmigen Aufnahme 21 befestigt werden kann. Nach Lockern der Schraube 24 kann der Formgriff 7 weitestgehend beliebig verschwenkt werden, so dass die vorgenannte hohlkugelförmige Aufnahme 21 und die ballige Anlagefläche 23 eine 3-D-Verstelleinheit für die Verstellung des Formgriffes 7 an dem Griffstück 1 bilden.

[0040] Im Griffstück 1 und in dem Verschlussgehäuse 2 ist weiterhin jeweils eine Ausnehmung 25, 26 für das Magazin 9 vorgesehen. Durch die Ausnehmungen 25, 26 kann das Magazin 9 von oben eingeschoben werden. Im Inneren des Griffstücks 1 trifft das Magazin 9 nach dem Einschieben von oben auf ein bewegliches Element, das gegen die Kraft einer Zugfeder 27 (siehe dazu Fig. 13) nach unten geschoben werden kann. Das Magazin 9 weist auf jeder seiner Längsseiten ein Langloch 28 und eine Rastausnehmung 50 auf (siehe dazu Fig. 19). In die Rastausnehmung 50 kann ein von dem Griffstück 1 umfasstes Rastelement 29 eingreifen, das über eine quer verlaufende Welle mit einem Bedienknopf 30 verbunden ist (siehe dazu Fig. 18).

[0041] Durch Drücken des Bedienknopfes 30 wird das Rastelement 29 aus der Rastausnehmung 50 gedrückt, so dass das Magazin 9 durch die Kraft der Zugfeder 27 nach oben geschoben wird. Weiterhin greift durch Drücken des Bedienknopfes 30 ein mit diesem verbundenes Eingriffteil in das Langloch 28 ein, so dass die Bewegung des Magazins 9 nach oben nur bis zum Anschlag des Eingriffteils an dem unteren Ende des Langlochs 28 erfolgt. Nach Betätigen des Bedienknopfes 30 bewegt sich also das Magazin 9 nur ein Stück weit nach oben und bleibt in dieser Stellung stehen. Durch Loslassen des Bedienknopfes 30 wird das Eingriffteil aus dem Langloch 28 heraus geschoben, so dass dann das Magazin vollständig nach oben aus dem Griffstück 1 und dem Verschlussgehäuse 2 herausgezogen werden kann.

[0042] Die in Fig. 18 abgebildete Ausführungsform ist für Rechtshänder geeignet, die den Bedienknopf 30 mit links betätigen können. Für Linkshänder kann ein gespiegelt aufgebauter Bedienknopf 30 mit Welle und Rastelement 29 verwendet werden.

[0043] Die Abzugeinheit 6 weist, wie dies insbesondere aus Fig. 10 bis Fig. 12 ersichtlich ist, einen Abzug 31 auf, der schwenkbeweglich mit einer Abzugstange 32 verbunden ist. Durch Betätigen des Abzugs 31 wird die Abzugstange 32 nach links in Fig. 10 bis Fig. 12, beziehungsweise nach hinten entgegen der Schussrichtung der Handfeuerwaffe gezogen. Durch die Bewegung der Abzugstange 32 nach hinten wird ein Abzugstollen 33, der schwenkbar an der Abzugeinheit angebracht ist, derart freigegeben, dass er nach unten wegschwenken kann. Der Abzugstollen 33 weist auf seiner Oberseite eine Stufe 34 auf, an der eine im Nachfolgenden noch näher zu beschreibende Rastkante 35 des Schlagbolzens 5 von hinten anliegen kann. Durch das Herunterschwenken des Abzugstollens 33 gibt die Stufe 34 die Rastkante 35 frei, so dass sich der Schlagbolzen 5 nach vorn bewegen kann.

[0044] Der Schlagbolzen 5 umfasst, wie dies insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich ist, eine sich von der Rastkante 35 nach vorne erstreckende Schlagbolzenfederstange 36, auf der eine Schlagbolzenfeder gehaltert wird. Am hinteren Ende des Schlagbolzens 5 ist eine Auslösekante 37 angebracht, die bei der Bewegung des Schlagbolzens nach vorne auf den Rand einer im hinteren Ende des Laufes befindlichen Patrone auftreffen kann und diese zünden kann.

[0045] Die Waffe verfügt über einen Match-Druckpunktabzug. Diese Art von Abzügen sind bei Sportwaffen bekannt. Die Auslösung des Schlagbolzens 5 erfolgt in zwei Stufen. Zunächst wird der Abzug 31 gegen eine relativ kleine Kraft einer von einer Federeinrichtung 44 umfassten Feder 45 soweit bewegt, bis die Kanten einer Abzugklinke 43 und des Abzugstollens 33 kurz vor der Trennung sind (Vorzugweg). Nun ist lediglich ein minimalst kleiner Weg nötig, um Abzugklinke 43 und Abzugstollen 33 voneinander zu trennen, so dass der Abzugstollen 33 um seinen Drehpunkt verschwenkt, den Schlagbolzen 5 freigibt und damit den Schuss auslöst. Damit bei der Bewegung des Abzugs 31 für den Schützen offensichtlich ist, wann die Klinkenüberschneidung 49 gegen Null geht und der Schlagbolzen ausgelöst wird, ist bei solcher Art von Abzügen vorgesehen, zu eben diesem Zeitpunkt die Abzugkraft sprunghaft zu erhöhen (Druckpunkt). Dies wird praktisch durch das Aufbringen einer zweiten Federkraft am Abzug realisiert, beispielsweise durch einen ersten Federdruckbolzen 46 (siehe Fig. 20, 21 und 22). Damit ergibt sich die Gesamtabzugkraft aus Summe von Vorzugkraft und Druckpunktkraft. Für die mit dieser Waffe zu schießenden Disziplinen gelten auch Regeln für die Mindestabzugkraft, diese beträgt entweder 1360g oder 1000g. Aufgrund von Fertigungstoleranzen und individuellen Einstellwünschen müssen die Parameter Vorzugkraft, Vorzugweg, Druckpunktkraft und Lage des Druckpunktes einstellbar sein. Die Lage des Druckpunktes wird durch Verdrehen des kompletten ersten Federdruckbolzens 46 verändert, die Druckpunktkraft durch mehr oder weniger starke Vorspannung der innenliegenden Feder mit Hilfe eines Gewindestiftes. Bei herkömmlichen Abzügen ist es relativ aufwendig die Abzugkraft von 1000g auf 1360g umzustellen, da die Veränderung der Einstellung mit Hilfe von Messgeräten überprüft werden muss - diese Messgeräte oftmals jedoch nicht vorhanden sind.

[0046] Bei der vorliegenden Erfindung ist eine zweite, zuschaltbare Federkraft am Abzug vorgesehen. Dazu umfasst die Abzugeinheit einen zweiten Federdruckbolzen 47, der an seinem Außendurchmesser über ein Gewinde und einen Anschlag 48 verfügt. Nach vorheriger kraftmäßiger Einstellung kann durch Entfernen/Herausdrehen dieses Federdruckbolzens 47 die Abzugkraft um eine Stufe verringert werden. Soll diese wieder erhöht werden muss nur der Federdruckbolzen 47 wieder in das Abzuggehäuse - bis auf Anschlag - eingeschraubt werden.

[0047] Die aus Fig. 1 und insbesondere aus Fig. 14 und 17 ersichtliche Kimme 8 kann vermittels einer schwalbenschwanzförmigen Ausnehmung 38 an einer entsprechenden Anformung 39 am hinteren Ende des Verschlussgehäuses 2 angebracht werden. Im Bereich der Ausnehmung 38 ist eine Feststellschraube 40 an der Kimme 8 angeordnet, um eine sichere Festlegung der Kimme 8 an dem Verschlussgehäuse 2 zu ermöglichen. Der in seiner Position einstellbare Formgriff 7 weist je nach Händigkeit des Schützen auf seiner linken oder rechten unteren Seite eine Handballenauflage 41 auf, die eine Länge I von etwa 110 mm aufweist. Die Handfeuerwaffe weist eine Länge von maximal 300 mm bei einer Höhe von maximal 150 mm und einer Breite von maximal 50 mm auf. Weiterhin ist der Lauf etwa 153 mm lang.

[0048] Zu der Kimme 8 korrespondiert das auf der Oberseite des Verschlussgehäuses 2 angeordnete Korn 42.

Bezugszeichenliste



[0049] 
1
Griffstück
2
Verschlussgehäuse
3
Verschlussstück
4
Lauf
5
Schlagbolzen
6
Abzugeinheit
7
Formgriff
8
Kimme
9
Magazin
10
Schwalbenschwanzführung an 1
11
Arretierwelle
12
Halteklammer
13
Nut an 4
14, 15
Schenkel der Halteklammer 12
16
Verschlussfederstange
17
Kolben
18
Handhabe
19
Ausnehmung für Handhabe
20
Schlitz für 12
21
hohlkugelförmige Aufnahme
22
Halteblech
23
ballige Anlagefläche an 22
24
Schraube
25
Ausnehmung für Magazin in 1
26
Ausnehmung für Magazin in 2
27
Zugfeder
28
Langloch
29
Rastelement
30
Bedienknopf
31
Abzug
32
Abzugstange
33
Abzugstollen
34
Stufe an 33
35
Rastkante an 5
36
Schlagbolzenfederstange
37
Auslösekante an 5
38
schwalbenschwanzförmige Ausnehmung
39
schwalbenschwanzförmige Anformung
40
Feststellschraube
41
Handballenauflage
42
Korn
43
Abzugklinke
44
Federeinrichtung
45
Feder
46
Erster Federdruckbolzen
47
Zweiter Federdruckbolzen
48
Anschlag
49
Klinkenüberschneidung
50
Rastausnehmung
I
Länge von 41



Ansprüche

1. Handfeuerwaffe für das sportliche Schießen, umfassend

- einen Lauf (4);

- ein Griffstück (1) mit einem daran angebrachten oder anbringbaren Formgriff (7);

- ein Verschlussmittel, das gegenüber dem Lauf (4) und dem Griffstück (1) bewegt, insbesondere durch das Auslösen eines Schusses entgegen der Schussrichtung bewegt werden kann;

- eine Abzugeinheit (6) für das Auslösen des Schusses;


dadurch gekennzeichnet, dass

- die Handfeuerwaffe eine 3-D-Verstelleinheit umfasst, über die das Griffstück (1) und der Formgriff (7) miteinander verbunden oder verbindbar sind.


 
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die 3-D-Verstelleinheit eine hohlkugelförmige Aufnahme (21) und eine mit dieser zusammenwirkende ballige Anlagefläche (23) umfasst.
 
3. Handfeuerwaffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hohlkugelförmige Aufnahme (21) im hinteren Bereich des Griffstückes (1) angeordnet ist.
 
4. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ballige Anlagefläche (23) an einem mit dem Formgriff (7) verbundenen oder verbindbaren Halteblech (22) angeordnet ist.
 
5. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe als hahnlose Waffe ausgeführt ist.
 
6. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe maximal 300 mm lang und/oder maximal 150 mm hoch und/oder maximal 50 mm breit ist.
 
7. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Laufes (4) mindestens 145 mm, insbesondere mindestens 150 mm, vorzugsweise etwa 153 mm beträgt.
 
8. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Formgriffes (7) eine Handballenauflage (41) ausgebildet ist, die vorzugsweise eine Länge (I) von mindestens 100 mm, insbesondere eine Länge (I) von etwa 110 mm aufweist.
 
9. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 8 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugeinheit (6) im Wesentlichen unterhalb des Laufes (4) angeordnet ist.
 
10. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugeinheit (6) einen Abzug (31) und mit diesem zusammenwirkende funktionale Teile für das Auslösen eines Schusses umfasst, wobei die funktionalen Teile im Wesentlichen vor dem Abzug (31) angeordnet sind.
 
11. Handfeuerwaffe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die funktionalen Teile der Abzugeinheit (6) eine mit dem Abzug (31) verbundene Abzugstange (32) und ein mit der Abzugstange verbundener Abzugstollen (33) sind, wobei insbesondere ein als Abzugklinke (43) ausgeführtes Zwischenglied die Abzugstange (32) mit dem Abzugstollen (33) verbindet.
 
12. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe ein lineares Auslösesystem mit einem Schlagbolzen (5) umfasst, der in Schussrichtung bewegbar ist, so dass durch dessen Bewegung ein Schuss ausgelöst werden kann.
 
13. Handfeuerwaffe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagbolzen zur Auslösung eines Schusses mit einem der vor dem Abzug (31) angeordneten funktionalen Teile der Abzugeinheit (6) zusammenwirkt.
 
14. Handfeuerwaffe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagbolzen (5) eine Rastkante (35) aufweist, die mit einer Stufe (34) des Abzugstollens (33) für das Auslösen eines Schusses zusammenwirkt.
 
15. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 14 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe ein fest mit dem Griffstück (1) verbundenes Verschlussgehäuse (2) umfasst, wobei der Lauf (4) formschlüssig mit dem Verschlussgehäuse (2) verbunden ist.
 
16. Handfeuerwaffe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe eine Halteklammer (12) umfasst, die zur formschlüssigen Verbindung zwischen Lauf (4) und Verschlussgehäuse (2) in einen Schlitz (20) des Verschlussgehäuses (2) und eine Nut (13) des Laufes (4) eingreifen kann.
 
17. Handfeuerwaffe nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die für den Eingriff der Halteklammer (12) vorgesehene Nut (13) sich teilweise über den Umfang des Laufes (4) erstreckt.
 
18. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 17 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe ein Magazin (9) umfasst, das von oben in das Griffstück (1) einbringbar ist, wobei die Handfeuerwaffe weiterhin ein Bedienelement aufweist, das ein federunterstütztes Ausgeben des Magazins (9) nach oben auslösen kann, wobei Mittel vorgesehen sind, die die während des Ausgebevorgangs stattfindende Bewegung des Magazins in einer vorgegebenen Position anhalten.
 
19. Handfeuerwaffe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement ein Bedienknopf (30) ist, durch dessen Drücken das Magazin (9) bis in die vorgegebene Position verfährt, wobei durch Loslassen des Bedienknopfes (30) die Sperre aufgehoben wird, so dass das Magazin (9) vollständig entnehmbar ist.
 
20. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 19 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe eine Dämpfungseinrichtung umfasst, die die Vorwärtsbewegung und/oder die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel dämpfen kann.
 
21. Handfeuerwaffe nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussmittel ein Verschlussstück (3) mit einer daran angebrachten Verschlussfederstange (16) umfassen.
 
22. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung einen Kolben (17) umfasst, der ein im Wesentlichen zylindrisches Volumen im Inneren des Verschlussgehäuses (2) komprimieren kann.
 
23. Handfeuerwaffe nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (17) im vorderen Bereich der Verschlussfederstange (16) angeordnet ist.
 
24. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des Verschlussgehäuses (2), der das komprimierbare Volumen aufweist, mit einer in ihrer Größe veränderbaren Drosselöffnung für den Luftaustausch versehen ist.
 
25. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 24, oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe eine Kimme (8) umfasst, die von der Handfeuerwaffe entnehmbar und durch eine andere Kimme (8) ersetzbar ist.
 
26. Handfeuerwaffe nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Ende des Verschlussgehäuses (2) eine schwalbenschwanzförmige Anformung (39) vorgesehen ist, die für die Befestigung der Kimme (8) mit einer schwalbenschwanzförmigen Ausnehmung (38) der Kimme (8) zusammen wirkt.
 
27. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 26, oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugeinheit (6) neben Federmitteln für eine Vorzugkraft und eine Druckpunktkraft ein zuschaltbares Federmittel für die Erhöhung der Abzugkraft aufweist.
 
28. Handfeuerwaffe nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das zuschaltbare Federmittel als in die Abzugeinheit (6) einschraubbarer Federdruckbolzen (47) ausgebildet ist.
 




Zeichnung