[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handfeuerwaffe für das sportliche Schießen,
umfassend einen Lauf, ein Griffstück mit einem daran angebrachten oder anbringbaren
Formgriff, ein Verschlussmittel, das gegenüber dem Lauf und dem Griffstück bewegt,
insbesondere durch das Auslösen eines Schusses entgegen der Schussrichtung bewegt
werden kann, sowie eine Abzugeinheit für das Auslösen des Schusses.
[0002] Handfeuerwaffen der vorgenannten Art sind bekannt. Für derartige Handfeuerwaffen
gelten diverse zwingende Reglementierungen, wie beispielsweise die Sportordnung, die
Auflagen für bestimmte Abmessungen der Waffe zur Folge haben. Insbesondere dürfen
die Außenabmessungen der Waffe 300 mm in der Länge, 150 mm in der Höhe und 50 mm in
der Breite nicht überschreiten. Weiterhin darf der Lauf nur maximal 153 mm lang sein.
Außerdem darf kein Teil des Griffes das Handgelenk des Schützen berühren, so dass
Handballenauflagen nur eine bestimmte Größe haben können.
[0003] Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung einer
Handfeuerwaffe der eingangs genannten Art, die trotz Einhaltung der Reglementierungen
einen guten Bedienkomfort bietet.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und/oder
9 und/oder 10 und/oder 15 und/oder 17 und/oder 20 und/oder 25 und/oder 27 erreicht.
[0005] Gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass die Handfeuerwaffe eine 3-D-Verstelleinheit
umfasst, über die das Griffstück und der Formgriff miteinander verbunden oder verbindbar
sind. Durch die 3-D-Verstelleinheit, die eine Einstellung des Formgriffes in drei
zueinander abhängigen Freiheitsgraden ermöglicht, wird die Bedienbarkeit der Waffe
deutlich erhöht.
[0006] Gemäß Anspruch 2 kann vorgesehen sein, dass die 3-D-Verstelleinheit eine hohlkugelförmige
Aufnahme und eine mit dieser zusammenwirkende ballige Anlagefläche umfasst. Dabei
kann gemäß Anspruch 3 die hohlkugelförmige Aufnahme im hinteren Bereich des Griffstückes
angeordnet sein. Weiterhin kann gemäß Anspruch 4 die ballige Anlagefläche an einem
mit dem Formgriff verbundenen oder verbindbaren Halteblech angeordnet sein. Durch
diese Gestaltung kann die 3-D-Verstelleinheit mit vergleichsweise einfachen Mitteln
realisiert werden. Beispielsweise können die ballige Anlagefläche und die hohlkugelförmige
Aufnahme vermittels einer einzigen Schraube miteinander verbunden werden, so dass
auch die Verstellung relativ einfach, beispielsweise nach Verschieben der Verschlussmittel
erfolgen kann.
[0007] Gemäß Anspruch 5 kann vorgesehen sein, dass die Handfeuerwaffe als hahnlose Waffe
ausgeführt ist. Durch die Ausführung als hahnlose Waffe ergibt sich die Möglichkeit,
die hohlkugelförmige Aufnahme im hinteren stirnseitigen Bereich des Griffstückes anzuordnen.
[0008] Gemäß Anspruch 6 kann vorgesehen sein, dass die Handfeuerwaffe maximal 300 mm lang
und/oder 150 mm hoch und/oder maximal 50 mm breit ist. Die erfindungsgemäße Handfeuerwaffe
erfüllt somit hinsichtlich der Abmessung die Reglementierungen.
[0009] Weiterhin kann gemäß Anspruch 7 vorgesehen sein, dass die Länge des Laufes mindestens
145 mm, insbesondere mindestens 150 mm, vorzugsweise etwa 153 mm beträgt. Insbesondere
bei einer Länge von 153 mm wird die maximale gemäß der Reglementierungen mögliche
Lauflänge voll ausgenutzt, so dass ein sehr präzises Schießen möglich ist.
[0010] Es besteht weiterhin gemäß Anspruch 8 die Möglichkeit, dass an der Unterseite des
Formgriffes eine Handballenauflage ausgebildet ist, die vorzugsweise eine Länge von
mindestens 100 mm, insbesondere eine Länge von 110 mm aufweist. Durch eine derartig
lange Handballenauflage von beispielsweise etwa 110 mm werden die gesetzlich möglichen
Maximallängen für derartige Handballenauflagen ausgenutzt, so dass ein sehr hoher
Bedienkomfort erzielt wird.
[0011] Anspruch 9 sieht vor, dass die Abzugeinheit im Wesentlichen unterhalb des Laufes
angeordnet ist.
[0012] Anspruch 10 sieht vor, dass die Abzugeinheit einen Abzug und mit diesem zusammenwirkende
funktionale Teile für das Auslösen eines Schusses umfasst, wobei die funktionalen
Teile im Wesentlichen vor dem Abzug angeordnet sind. Aufgrund der Tatsache, dass die
Waffe als hahnlose Waffe ausgeführt ist, kann bei der vorgenannten Anordnung der Abzugeinheit
unterhalb des Laufes bei gleichzeitiger Anordnung der funktionalen Teile vor dem Abzug
ein für Handfeuerwaffen der eingangs genannten Art unübliches lineares Auslösesystem
verwendet werden.
[0013] Gemäß Anspruch 11 können die funktionalen Teile der Abzugeinheit eine mit dem Abzug
verbundene Abzugstange und ein mit der Abzugstange verbundener Abzugstollen sein,
wobei insbesondere ein als Abzugklinke ausgeführtes Zwischenglied die Abzugstange
mit dem Abzugstollen verbindet.
[0014] Gemäß Anspruch 12 umfasst die Handfeuerwaffe ein lineares Auslösesystem mit einem
Schlagbolzen, der in Schussrichtung bewegbar ist, so dass durch dessen Bewegung ein
Schuss ausgelöst werden kann. Der Schlagbolzen wird bei der erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe
nicht über den nichtvorhandenen Hahn beschleunigt, sondern direkt durch eine Feder,
nachdem er von der Abzugeinheit freigegeben wurde.
[0015] Hierzu sieht Anspruch 13 vor, dass der Schlagbolzen zur Auslösung eines Schusses
mit einem der vor dem Abzug angeordneten funktionalen Teile der Abzugeinheit zusammenwirkt.
[0016] Dazu kann gemäß Anspruch 14 der Schlagbolzen eine Rastkante aufweisen, die mit einer
Stufe des Abzugstollens für das Auslösen eines Schusses zusammenwirkt.
[0017] Anspruch 15 sieht vor, dass die Handfeuerwaffe ein fest mit dem Griffstück verbundenes
Verschlussgehäuse umfasst, wobei der Lauf formschlüssig mit dem Verschlussgehäuse
verbunden ist. Durch das formschlüssige Verbinden von Lauf und Verschlussgehäuse wird
eine von unerwünschten Querkräften freie Befestigung des Laufes an dem Griffstück,
beziehungsweise dem Verschlussgehäuse realisiert, so dass die Präzision der erfindungsgemäßen
Handfeuerwaffe gesteigert werden kann.
[0018] Gemäß Anspruch 16 kann dabei vorgesehen sein, dass die Handfeuerwaffe eine Halteklammer
umfasst, die zur formschlüssigen Verbindung zwischen Lauf und Verschlussgehäuse in
einen Schlitz des Verschlussgehäuses und in eine Nut des Laufes eingreifen kann.
[0019] Dabei kann gemäß Anspruch 17 vorgesehen sein, dass die für den Eingriff der Halteklammer
vorgesehene Nut sich teilweise über den Umfang des Laufes erstreckt. Durch diese in
Umfangsrichtung angeordnete Nut, in die die Halteklammer eingreift, ergibt sich eine
Halterung des Laufes in dem Verschlussgehäuse, die lediglich Kräfte in Längsrichtung
des Laufes auf den Lauf ausübt.
[0020] Anspruch 18 sieht vor, dass die Handfeuerwaffe ein Magazin umfasst, das von oben
in das Griffstück einbringbar ist, wobei die Handfeuerwaffe weiterhin ein Bedienelement
aufweist, das ein federunterstütztes Ausgeben des Magazins nach oben auslösen kann,
wobei Mittel vorgesehen sind, die die während des Ausgebevorgangs stattfindende Bewegung
des Magazins in einer vorgegebenen Position anhalten.
[0021] Dabei kann gemäß Anspruch 19 vorgesehen sein, dass das Bedienelement ein Bedienknopf
ist, durch dessen Drücken das Magazin bis in die vorgegebene Position verfährt, wobei
durch Loslassen des Bedienknopfes die Sperre aufgehoben wird, so dass das Magazin
vollständig entnehmbar ist. Auf diese Weise wird der Magazinwechsel sehr einfach und
komfortabel gestaltet, weil der Benutzer lediglich auf den Bedienknopf drücken und
diesen nach Hochfahren des Magazins wieder loslassen muss. Daran anschließend kann
man das Magazin ohne Probleme nach oben aus dem entsprechenden Schacht herausziehen.
[0022] Gemäß Anspruch 20 ist vorgesehen, dass die Handfeuerwaffe eine Dämpfungseinrichtung
umfasst, die die Vorwärtsbewegung und/oder die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel
dämpfen kann. Durch eine derartige Dämpfungseinrichtung wird verhindert, dass durch
das nach vorne Schnellen der Verschlussmittel beziehungsweise durch deren Abbremsen
an einem vorderen Anschlag eine zu starke Kraft auf die Handfeuerwaffe und damit auf
die Hand des Schützen ausgeübt wird. Auch durch die Dämpfung der Rückwärtsbewegung
der Verschlussmittel kann die Ausübung einer zu starken Kraft auf die Hand des Schützen
verhindert werden. Bei einer erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe kann sowohl eine Dämpfungseinrichtung
ausschließlich für die Vorwärtsbewegung der Verschlussmittel realisiert sein, als
auch eine Dämpfungseinrichtung die ausschließlich die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel
dämpft. Alternativ kann eine Dämpfungseinrichtung vorgesehen sein, die sowohl die
Vorwärtsbewegung als auch die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel dämpft.
[0023] Gemäß Anspruch 21 kann dabei vorgesehen sein, dass die Verschlussmittel ein Verschlussstück
mit einer daran angebrachten Verschlussfederstange umfassen.
[0024] Hierbei kann gemäß Anspruch 22 vorgesehen sein, dass die Dämpfungseinrichtung einen
Kolben umfasst, der ein im Wesentlichen zylindrisches Volumen im Inneren des Verschlussgehäuses
komprimieren kann.
[0025] Dabei kann der Kolben gemäß Anspruch 23 im vorderen Bereich der Verschlussfederstange
angeordnet sein. Durch eine derartige Ausführung kann mit einfachen Mitteln eine Dämpfungseinrichtung
realisiert werden.
[0026] Gemäß Anspruch 24 kann dabei vorgesehen sein, dass der Teil des Verschlussgehäuses,
der das komprimierbare Volumen aufweist, mit einer in ihrer Größe veränderbaren Drosselöffnung
für den Luftaustausch versehen ist. Durch Verändern der Größe der Drosselöffnung kann
somit die Stärke der Dämpfung durch die Dämpfungseinrichtung beliebig vorgegeben werden.
[0027] Anspruch 25 sieht vor, dass die Handfeuerwaffe eine Kimme umfasst, die von der Handfeuerwaffe
entnehmbar und durch eine andere Kimme ersetzbar ist. Dies ist besonders für Sportschützen
von Vorteil, weil für verschiedene Anvisierarten, wie sie beispielsweise bei der Disziplin
"Präzision" und der Disziplin "Duell" vorkommen, bereits voreingestellte Kimmen bei
Bedarf auf die Handfeuerwaffe gesetzt werden können. Auch bei sogenannten Vereinswaffen,
die an die einzelnen Schützen in einem Verein ausgeliehen werden, kann es sich empfehlen,
eine voreingestellte Kimme auf die Handfeuerwaffe aufzubringen.
[0028] Anspruch 26 kann dabei vorsehen, dass am hinteren Ende des Verschlussgehäuses eine
schwalbenschwanzförmige Anformung vorgesehen ist, die zur Befestigung der Kimme mit
einer schwalbenschwanzförmigen Ausnehmung der Kimme zusammenwirkt. Auf diese Weise
wird mit einfachen Mitteln eine Austauschbarkeit der Kimme ermöglicht.
[0029] Anspruch 27 sieht vor, dass die Abzugeinheit neben Federmitteln für eine Vorzugkraft
und eine Druckpunktkraft ein zuschaltbares Federmittel für die Erhöhung der Abzugkraft
aufweist. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Abzugkraft schnell und reproduzierbar
auf zwei verschiedene Größen einzustellen.
[0030] Gemäß Anspruch 28 kann dabei vorgesehen sein, dass das zuschaltbare Federmittel als
in die Abzugeinheit einschraubbarer Federdruckbolzen ausgebildet ist. Nach vorheriger
kraftmäßiger Einstellung kann durch Herausdrehen dieses Federdruckbolzens die Abzugkraft
um eine Stufe verringert werden. Soll diese wieder erhöht werden muss nur der Federdruckbolzen
wieder in das Abzuggehäuse eingeschraubt werden. Dabei kann ein Anschlag vorgesehen
sein, um ein definiertes Zuschalten der zusätzlichen Federkraft zu gewährleisten.
[0031] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der Handfeuerwaffe ohne Verschlussgehäuse und Formgriff;
- Fig. 3
- eine Fig. 2 entsprechende, um 180° gedrehte perspektivische Ansicht der Handfeuerwaffe;
- Fig. 4
- eine Hinteransicht der Handfeuerwaffe;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt gemäß dem Pfeilen V-V in Fig. 4;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Handfeuerwaffe;
- Fig. 7
- eine Ansicht von unten auf die Handfeuerwaffe;
- Fig. 8
- eine Draufsicht der Handfeuerwaffe;
- Fig. 9
- eine um 180° gedrehte Seitenansicht der Handfeuerwaffe;
- Fig. 10
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Abzugeinheit der erfindungsgemäßen
Handfeuerwaffe;
- Fig. 11
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Abzugeinheit mit einer anderen Schnittebene
als in Fig. 10;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht der Abzugeinheit ;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht eines Details des Griffstückes der Handfeuerwaffe;
- Fig. 14
- eine perspektivische Ansicht der Kimme der Handfeuerwaffe;
- Fig. 15
- eine Detailansicht des hinteren Endes des Versch lussgehäuses;
- Fig. 16
- einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Handfeuerwaffe im Bereich des Befestigungsbereichs
von Lauf und Verschlussgehäuse;
- Fig. 17
- eine gegenüber Fig. 14 gedrehte perspektivische Ansicht der Kimme;
- Fig. 18
- das Detail des Griffstückes gemäß Fig. 13 in einer anderen Perspektive;
- Fig. 19
- eine Detailansicht eines Magazins der Handfeuerwaffe;
- Fig. 20
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Abzugeinheit mit einer anderen Schnittebene
als in Fig. 10 und Fig. 11;
- Fig. 21
- eine Detailansicht gemäß XXI in Fig. 20;
- Fig. 22
- eine Schnittansicht eines ersten Federdruckbolzens der Abzugeinheit ;
- Fig. 23
- eine Schnittansicht eines zweiten Federdruckbolzens der Abzugeinheit .
[0032] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst eine erfindungsgemäße Handfeuerwaffe im Wesentlichen
ein Griffstück 1, ein Verschlussgehäuse 2, ein Verschlussstück 3, einen Lauf 4, einen
Schlagbolzen 5, eine Abzugeinheit 6 sowie einen Formgriff 7. Weiterhin sind aus Fig.
1 eine Kimme 8 und ein Magazin 9 ersichtlich.
[0033] Das Verschlussgehäuse 2 ist im Gebrauchszustand der Handfeuerwaffe fest mit dem Griffstück
1 verbunden. Dies geschieht zum einen über eine aus Fig. 1 ersichtliche Schwalbenschwanzführung
10 am Griffstück 1, in die eine entsprechende Führung des Verschlussgehäuses 2 eingreifen
kann. Weiterhin sind Verschlussgehäuse 2 und Griffstück 1 im in Schussrichtung hinteren
Bereich durch ineinander greifende Teile miteinander verbunden. Die Festlegung des
Verschlussgehäuses 2 an dem Griffstück 1 erfolgt über eine Arretierwelle 11.
[0034] Der Lauf 4 ist in dem Verschlussgehäuse 2 vermittels einer ebenfalls aus Fig. 1 ersichtlichen
Halteklammer 12 festgelegt, die sowohl aus Fig. 1 als auch aus Fig. 16 ersichtlich
ist. Für die Festlegung weist der Lauf 4 eine sich an beiden Seiten ein Stück weit
über den Umfang erstreckende Nut 13 auf. Insbesondere zeigt Fig. 16 einen Schnitt
durch das Verschlussgehäuse 2 und den Lauf 4 im Bereich dieser Nut 13. Im Bereich
der Nut 13 weist das Verschlussgehäuse 2 einen Schlitz 20 für die Einbringung der
Halteklammer 12 auf. Die Halteklammer 12 weist, wie dies insbesondere aus Fig. 16
ersichtlich ist, eine im Wesentlichen U-förmige Form mit zwei sich in Gebrauchsstellung
der Handfeuerwaffe nach unten erstreckenden Schenkeln 14, 15 auf. Diese Schenkel 14,
15 umgreifen teilweise den Lauf 4 im Bereich der Nut 13, so dass auf diese Weise eine
formschlüssige Verbindung zwischen dem Lauf 4 und dem Verschlussgehäuse 2 erzielt
wird.
[0035] Das Verschlussstück 3 ist gegenüber dem Lauf 4, dem Verschlussgehäuse 2 und dem Griffstück
10 in Längsrichtung der Schusswaffe verschiebbar. Insbesondere bewegt sich das Verschlussstück
3 bei Auslösen eines Schusses nach hinten. Das Verschlussstück ist lösbar mit einer
Verschlussfederstange 16 verbunden, die eine nicht abgebildete Verschlussfeder führen
kann. Bei Auslösen eines Schusses wird das Verschlussstück 3 und mit ihm die Verschlussfederstange
16 nach hinten gegen die Kraft der Verschlussfeder bewegt. Die Verschlussfeder stützt
sich an einer nicht abgebildeten Stelle an dem Verschlussgehäuse 2 ab und wird durch
die Bewegung des Verschlussstückes 3 nach hinten komprimiert. Durch die Entspannung
der Verschlussfeder wird daran anschließend das Verschlussstück 3 und mit ihm die
Verschlussfederstange 16 wieder nach vorne in die Ausgangsstellung zurück bewegt.
Bei dieser Bewegung nach vorne wird aus dem Magazin 9 eine weitere Patrone in den
Lauf 4 geladen.
[0036] An dem vorderen Ende der Verschlussfederstange 16 ist ein Kolben 17 vorgesehen (siehe
dazu Fig. 2), der bei der Vorwärtsbewegung der Verschlussfederstange ein im Wesentlichen
zylindrisches Volumen im Inneren des Verschlussgehäuses 2 komprimiert. Durch diese
Komprimierung wird eine Dämpfungseinrichtung zur Verfügung gestellt, wobei der Teil
des Verschlussgehäuses 2, der das zu komprimierende Volumen aufweist, mit einer Drosselöffnung
für den Luftaustausch versehen ist. Durch die Dimensionierung der Drosselöffnung kann
die Stärke der Dämpfungseinrichtung vorgegeben werden. Daher ist die Drosselöffnung
in ihrer Größe veränderbar.
[0037] Es besteht alternativ oder zusätzlich die Möglichkeit, dass die oder eine Dämpfungseinrichtung
auch bei der Rückwärtsbewegung der Verschlussfederstange 16 beziehungsweise des Verschlussstücks
3 eine Dämpfung der Bewegung bewirkt. Beispielsweise kann bei der Rückwärtsbewegung
der Verschlussfederstange 16 durch die Drosselöffnung Luft in das zylindrische Volumen
gesaugt werden. Bei entsprechender Dimensionierung der Öffnung kann dies so langsam
geschehen, dass ein Unterdruck in dem zylindrischen Volumen entsteht, der der Bewegung
entgegenwirkt und sie damit verlangsamt beziehungsweise dämpft.
[0038] Das Verschlussstück 3 weist weiterhin Handhaben 18 auf, die derart an dem Verschlussstück
3 angebracht sind, dass sie außerhalb des Verschlussgehäuses 2 für den Benutzer zugänglich
sind. Die Handhaben 18 sind dabei über flache Befestigungsmittel mit dem Verschlussstück
3 verbunden, die durch entsprechende Ausnehmungen 19 in dem Verschlussgehäuse 2 hindurchragen.
An den Handhaben 18 kann ein Benutzer angreifen, um das Verschlussstück 3 gegen die
Kraft der Verschluss- und Schlagbolzenfeder nach hinten zu ziehen.
[0039] Das Griffstück 1 weist an seinem hinteren Ende eine Aufnahme 21 auf, die eine abschnittsweise
hohlkugelförmige Struktur besitzt (siehe dazu Fig. 5). Die Handfeuerwaffe umfasst
weiterhin ein Halteblech 22 mit einer balligen Anlagefläche 23 (siehe dazu Fig. 1
und Fig. 5). Das Halteblech kann mit dem Formgriff 7 verbunden werden, so dass im
zusammengebauten Zustand der Handfeuerwaffe (siehe dazu Fig. 5) die ballige Anlagefläche
23 vermittels der Schraube 24 in der hohlkugelförmigen Aufnahme 21 befestigt werden
kann. Nach Lockern der Schraube 24 kann der Formgriff 7 weitestgehend beliebig verschwenkt
werden, so dass die vorgenannte hohlkugelförmige Aufnahme 21 und die ballige Anlagefläche
23 eine 3-D-Verstelleinheit für die Verstellung des Formgriffes 7 an dem Griffstück
1 bilden.
[0040] Im Griffstück 1 und in dem Verschlussgehäuse 2 ist weiterhin jeweils eine Ausnehmung
25, 26 für das Magazin 9 vorgesehen. Durch die Ausnehmungen 25, 26 kann das Magazin
9 von oben eingeschoben werden. Im Inneren des Griffstücks 1 trifft das Magazin 9
nach dem Einschieben von oben auf ein bewegliches Element, das gegen die Kraft einer
Zugfeder 27 (siehe dazu Fig. 13) nach unten geschoben werden kann. Das Magazin 9 weist
auf jeder seiner Längsseiten ein Langloch 28 und eine Rastausnehmung 50 auf (siehe
dazu Fig. 19). In die Rastausnehmung 50 kann ein von dem Griffstück 1 umfasstes Rastelement
29 eingreifen, das über eine quer verlaufende Welle mit einem Bedienknopf 30 verbunden
ist (siehe dazu Fig. 18).
[0041] Durch Drücken des Bedienknopfes 30 wird das Rastelement 29 aus der Rastausnehmung
50 gedrückt, so dass das Magazin 9 durch die Kraft der Zugfeder 27 nach oben geschoben
wird. Weiterhin greift durch Drücken des Bedienknopfes 30 ein mit diesem verbundenes
Eingriffteil in das Langloch 28 ein, so dass die Bewegung des Magazins 9 nach oben
nur bis zum Anschlag des Eingriffteils an dem unteren Ende des Langlochs 28 erfolgt.
Nach Betätigen des Bedienknopfes 30 bewegt sich also das Magazin 9 nur ein Stück weit
nach oben und bleibt in dieser Stellung stehen. Durch Loslassen des Bedienknopfes
30 wird das Eingriffteil aus dem Langloch 28 heraus geschoben, so dass dann das Magazin
vollständig nach oben aus dem Griffstück 1 und dem Verschlussgehäuse 2 herausgezogen
werden kann.
[0042] Die in Fig. 18 abgebildete Ausführungsform ist für Rechtshänder geeignet, die den
Bedienknopf 30 mit links betätigen können. Für Linkshänder kann ein gespiegelt aufgebauter
Bedienknopf 30 mit Welle und Rastelement 29 verwendet werden.
[0043] Die Abzugeinheit 6 weist, wie dies insbesondere aus Fig. 10 bis Fig. 12 ersichtlich
ist, einen Abzug 31 auf, der schwenkbeweglich mit einer Abzugstange 32 verbunden ist.
Durch Betätigen des Abzugs 31 wird die Abzugstange 32 nach links in Fig. 10 bis Fig.
12, beziehungsweise nach hinten entgegen der Schussrichtung der Handfeuerwaffe gezogen.
Durch die Bewegung der Abzugstange 32 nach hinten wird ein Abzugstollen 33, der schwenkbar
an der Abzugeinheit angebracht ist, derart freigegeben, dass er nach unten wegschwenken
kann. Der Abzugstollen 33 weist auf seiner Oberseite eine Stufe 34 auf, an der eine
im Nachfolgenden noch näher zu beschreibende Rastkante 35 des Schlagbolzens 5 von
hinten anliegen kann. Durch das Herunterschwenken des Abzugstollens 33 gibt die Stufe
34 die Rastkante 35 frei, so dass sich der Schlagbolzen 5 nach vorn bewegen kann.
[0044] Der Schlagbolzen 5 umfasst, wie dies insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich ist, eine
sich von der Rastkante 35 nach vorne erstreckende Schlagbolzenfederstange 36, auf
der eine Schlagbolzenfeder gehaltert wird. Am hinteren Ende des Schlagbolzens 5 ist
eine Auslösekante 37 angebracht, die bei der Bewegung des Schlagbolzens nach vorne
auf den Rand einer im hinteren Ende des Laufes befindlichen Patrone auftreffen kann
und diese zünden kann.
[0045] Die Waffe verfügt über einen Match-Druckpunktabzug. Diese Art von Abzügen sind bei
Sportwaffen bekannt. Die Auslösung des Schlagbolzens 5 erfolgt in zwei Stufen. Zunächst
wird der Abzug 31 gegen eine relativ kleine Kraft einer von einer Federeinrichtung
44 umfassten Feder 45 soweit bewegt, bis die Kanten einer Abzugklinke 43 und des Abzugstollens
33 kurz vor der Trennung sind (Vorzugweg). Nun ist lediglich ein minimalst kleiner
Weg nötig, um Abzugklinke 43 und Abzugstollen 33 voneinander zu trennen, so dass der
Abzugstollen 33 um seinen Drehpunkt verschwenkt, den Schlagbolzen 5 freigibt und damit
den Schuss auslöst. Damit bei der Bewegung des Abzugs 31 für den Schützen offensichtlich
ist, wann die Klinkenüberschneidung 49 gegen Null geht und der Schlagbolzen ausgelöst
wird, ist bei solcher Art von Abzügen vorgesehen, zu eben diesem Zeitpunkt die Abzugkraft
sprunghaft zu erhöhen (Druckpunkt). Dies wird praktisch durch das Aufbringen einer
zweiten Federkraft am Abzug realisiert, beispielsweise durch einen ersten Federdruckbolzen
46 (siehe Fig. 20, 21 und 22). Damit ergibt sich die Gesamtabzugkraft aus Summe von
Vorzugkraft und Druckpunktkraft. Für die mit dieser Waffe zu schießenden Disziplinen
gelten auch Regeln für die Mindestabzugkraft, diese beträgt entweder 1360g oder 1000g.
Aufgrund von Fertigungstoleranzen und individuellen Einstellwünschen müssen die Parameter
Vorzugkraft, Vorzugweg, Druckpunktkraft und Lage des Druckpunktes einstellbar sein.
Die Lage des Druckpunktes wird durch Verdrehen des kompletten ersten Federdruckbolzens
46 verändert, die Druckpunktkraft durch mehr oder weniger starke Vorspannung der innenliegenden
Feder mit Hilfe eines Gewindestiftes. Bei herkömmlichen Abzügen ist es relativ aufwendig
die Abzugkraft von 1000g auf 1360g umzustellen, da die Veränderung der Einstellung
mit Hilfe von Messgeräten überprüft werden muss - diese Messgeräte oftmals jedoch
nicht vorhanden sind.
[0046] Bei der vorliegenden Erfindung ist eine zweite, zuschaltbare Federkraft am Abzug
vorgesehen. Dazu umfasst die Abzugeinheit einen zweiten Federdruckbolzen 47, der an
seinem Außendurchmesser über ein Gewinde und einen Anschlag 48 verfügt. Nach vorheriger
kraftmäßiger Einstellung kann durch Entfernen/Herausdrehen dieses Federdruckbolzens
47 die Abzugkraft um eine Stufe verringert werden. Soll diese wieder erhöht werden
muss nur der Federdruckbolzen 47 wieder in das Abzuggehäuse - bis auf Anschlag - eingeschraubt
werden.
[0047] Die aus Fig. 1 und insbesondere aus Fig. 14 und 17 ersichtliche Kimme 8 kann vermittels
einer schwalbenschwanzförmigen Ausnehmung 38 an einer entsprechenden Anformung 39
am hinteren Ende des Verschlussgehäuses 2 angebracht werden. Im Bereich der Ausnehmung
38 ist eine Feststellschraube 40 an der Kimme 8 angeordnet, um eine sichere Festlegung
der Kimme 8 an dem Verschlussgehäuse 2 zu ermöglichen. Der in seiner Position einstellbare
Formgriff 7 weist je nach Händigkeit des Schützen auf seiner linken oder rechten unteren
Seite eine Handballenauflage 41 auf, die eine Länge I von etwa 110 mm aufweist. Die
Handfeuerwaffe weist eine Länge von maximal 300 mm bei einer Höhe von maximal 150
mm und einer Breite von maximal 50 mm auf. Weiterhin ist der Lauf etwa 153 mm lang.
[0048] Zu der Kimme 8 korrespondiert das auf der Oberseite des Verschlussgehäuses 2 angeordnete
Korn 42.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Griffstück
- 2
- Verschlussgehäuse
- 3
- Verschlussstück
- 4
- Lauf
- 5
- Schlagbolzen
- 6
- Abzugeinheit
- 7
- Formgriff
- 8
- Kimme
- 9
- Magazin
- 10
- Schwalbenschwanzführung an 1
- 11
- Arretierwelle
- 12
- Halteklammer
- 13
- Nut an 4
- 14, 15
- Schenkel der Halteklammer 12
- 16
- Verschlussfederstange
- 17
- Kolben
- 18
- Handhabe
- 19
- Ausnehmung für Handhabe
- 20
- Schlitz für 12
- 21
- hohlkugelförmige Aufnahme
- 22
- Halteblech
- 23
- ballige Anlagefläche an 22
- 24
- Schraube
- 25
- Ausnehmung für Magazin in 1
- 26
- Ausnehmung für Magazin in 2
- 27
- Zugfeder
- 28
- Langloch
- 29
- Rastelement
- 30
- Bedienknopf
- 31
- Abzug
- 32
- Abzugstange
- 33
- Abzugstollen
- 34
- Stufe an 33
- 35
- Rastkante an 5
- 36
- Schlagbolzenfederstange
- 37
- Auslösekante an 5
- 38
- schwalbenschwanzförmige Ausnehmung
- 39
- schwalbenschwanzförmige Anformung
- 40
- Feststellschraube
- 41
- Handballenauflage
- 42
- Korn
- 43
- Abzugklinke
- 44
- Federeinrichtung
- 45
- Feder
- 46
- Erster Federdruckbolzen
- 47
- Zweiter Federdruckbolzen
- 48
- Anschlag
- 49
- Klinkenüberschneidung
- 50
- Rastausnehmung
- I
- Länge von 41
1. Handfeuerwaffe für das sportliche Schießen, umfassend
- einen Lauf (4);
- ein Griffstück (1) mit einem daran angebrachten oder anbringbaren Formgriff (7);
- ein Verschlussmittel, das gegenüber dem Lauf (4) und dem Griffstück (1) bewegt,
insbesondere durch das Auslösen eines Schusses entgegen der Schussrichtung bewegt
werden kann;
- eine Abzugeinheit (6) für das Auslösen des Schusses;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Handfeuerwaffe eine 3-D-Verstelleinheit umfasst, über die das Griffstück (1)
und der Formgriff (7) miteinander verbunden oder verbindbar sind.
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die 3-D-Verstelleinheit eine hohlkugelförmige Aufnahme (21) und eine mit dieser zusammenwirkende
ballige Anlagefläche (23) umfasst.
3. Handfeuerwaffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hohlkugelförmige Aufnahme (21) im hinteren Bereich des Griffstückes (1) angeordnet
ist.
4. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ballige Anlagefläche (23) an einem mit dem Formgriff (7) verbundenen oder verbindbaren
Halteblech (22) angeordnet ist.
5. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe als hahnlose Waffe ausgeführt ist.
6. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe maximal 300 mm lang und/oder maximal 150 mm hoch und/oder maximal
50 mm breit ist.
7. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Laufes (4) mindestens 145 mm, insbesondere mindestens 150 mm, vorzugsweise
etwa 153 mm beträgt.
8. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Formgriffes (7) eine Handballenauflage (41) ausgebildet ist,
die vorzugsweise eine Länge (I) von mindestens 100 mm, insbesondere eine Länge (I)
von etwa 110 mm aufweist.
9. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 8 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugeinheit (6) im Wesentlichen unterhalb des Laufes (4) angeordnet ist.
10. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugeinheit (6) einen Abzug (31) und mit diesem zusammenwirkende funktionale
Teile für das Auslösen eines Schusses umfasst, wobei die funktionalen Teile im Wesentlichen
vor dem Abzug (31) angeordnet sind.
11. Handfeuerwaffe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die funktionalen Teile der Abzugeinheit (6) eine mit dem Abzug (31) verbundene Abzugstange
(32) und ein mit der Abzugstange verbundener Abzugstollen (33) sind, wobei insbesondere
ein als Abzugklinke (43) ausgeführtes Zwischenglied die Abzugstange (32) mit dem Abzugstollen
(33) verbindet.
12. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe ein lineares Auslösesystem mit einem Schlagbolzen (5) umfasst,
der in Schussrichtung bewegbar ist, so dass durch dessen Bewegung ein Schuss ausgelöst
werden kann.
13. Handfeuerwaffe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagbolzen zur Auslösung eines Schusses mit einem der vor dem Abzug (31) angeordneten
funktionalen Teile der Abzugeinheit (6) zusammenwirkt.
14. Handfeuerwaffe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagbolzen (5) eine Rastkante (35) aufweist, die mit einer Stufe (34) des Abzugstollens
(33) für das Auslösen eines Schusses zusammenwirkt.
15. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 14 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe ein fest mit dem Griffstück (1) verbundenes Verschlussgehäuse
(2) umfasst, wobei der Lauf (4) formschlüssig mit dem Verschlussgehäuse (2) verbunden
ist.
16. Handfeuerwaffe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe eine Halteklammer (12) umfasst, die zur formschlüssigen Verbindung
zwischen Lauf (4) und Verschlussgehäuse (2) in einen Schlitz (20) des Verschlussgehäuses
(2) und eine Nut (13) des Laufes (4) eingreifen kann.
17. Handfeuerwaffe nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die für den Eingriff der Halteklammer (12) vorgesehene Nut (13) sich teilweise über
den Umfang des Laufes (4) erstreckt.
18. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 17 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe ein Magazin (9) umfasst, das von oben in das Griffstück (1) einbringbar
ist, wobei die Handfeuerwaffe weiterhin ein Bedienelement aufweist, das ein federunterstütztes
Ausgeben des Magazins (9) nach oben auslösen kann, wobei Mittel vorgesehen sind, die
die während des Ausgebevorgangs stattfindende Bewegung des Magazins in einer vorgegebenen
Position anhalten.
19. Handfeuerwaffe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement ein Bedienknopf (30) ist, durch dessen Drücken das Magazin (9)
bis in die vorgegebene Position verfährt, wobei durch Loslassen des Bedienknopfes
(30) die Sperre aufgehoben wird, so dass das Magazin (9) vollständig entnehmbar ist.
20. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 19 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe eine Dämpfungseinrichtung umfasst, die die Vorwärtsbewegung und/oder
die Rückwärtsbewegung der Verschlussmittel dämpfen kann.
21. Handfeuerwaffe nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussmittel ein Verschlussstück (3) mit einer daran angebrachten Verschlussfederstange
(16) umfassen.
22. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung einen Kolben (17) umfasst, der ein im Wesentlichen zylindrisches
Volumen im Inneren des Verschlussgehäuses (2) komprimieren kann.
23. Handfeuerwaffe nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (17) im vorderen Bereich der Verschlussfederstange (16) angeordnet ist.
24. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des Verschlussgehäuses (2), der das komprimierbare Volumen aufweist, mit
einer in ihrer Größe veränderbaren Drosselöffnung für den Luftaustausch versehen ist.
25. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 24, oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfeuerwaffe eine Kimme (8) umfasst, die von der Handfeuerwaffe entnehmbar
und durch eine andere Kimme (8) ersetzbar ist.
26. Handfeuerwaffe nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Ende des Verschlussgehäuses (2) eine schwalbenschwanzförmige Anformung
(39) vorgesehen ist, die für die Befestigung der Kimme (8) mit einer schwalbenschwanzförmigen
Ausnehmung (38) der Kimme (8) zusammen wirkt.
27. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 26, oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugeinheit (6) neben Federmitteln für eine Vorzugkraft und eine Druckpunktkraft
ein zuschaltbares Federmittel für die Erhöhung der Abzugkraft aufweist.
28. Handfeuerwaffe nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das zuschaltbare Federmittel als in die Abzugeinheit (6) einschraubbarer Federdruckbolzen
(47) ausgebildet ist.