[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Schalt-Bauteil umfassend eine
in einem Gehäuse untergebrachte Schaltvorrichtung, die einen Differenzdruckschalter
aufweist, der mit mindestens zwei Druckmeßstellen kommuniziert.
[0002] Derartige elektrische Schalt-Bauteile kommen bei der Überwachung von Feuerstätten
und Ablufteinrichtungen zum Einsatz. Ein gleichzeitiger Betrieb einer Feuerstätte
(z.B. eines Kachelofens) und einer Ablufteinrichtung (z.B. eines Dunstabzugs) im selben
Aufstellungsraum bzw. Luftverbund birgt erhebliche Sicherheitsrisiken und ist aufgrund
von zahlreichen Unfällen in der Vergangenheit in vielen Ländern gesetzlich verboten
oder nur unter gewissen Vorraussetzungen gestattet.
[0003] Beim Betrieb einer raumluftabhängigen Feuerstätte wird dem Aufstellungsraum Luft
entzogen; die beim Verbrennungsvorgang entstehenden Abgase gelangen über einen Kamin
bzw. Schornstein nach Außen. Wird nun gleichzeitig im selben Aufstellungsraum oder
in einem anderen von diesem nicht luftdicht getrennten Raum, also im selben Luftverbund,
eine Ablufteinrichtung (z.B. in Form einer Dunstabzugshaube in der Küche oder eines
Entlüfters im Bad) betrieben, die dem Luftverbund weitere Luftmengen entnimmt und
nach Außen leitet, kann am Aufstellungsort der Feuerstätte ein gefährlicher Unterdruck
entstehen. Ab gewissen Druckdifferenzen zwischen Innen- und Außendruck führt dieser
Unterdruck zu einem Stop oder gar einer Umkehr der Strömungsrichtung im Kamin, wodurch
die Raumluft mit den giftigen-Abgasen der Feuerstätte angereichert wird, was eine
Lebensgefahr für sich darin aufhaltende Personen oder Tiere darstellt.
[0004] Vielerorts sehen deshalb die gesetzlichen Vorschriften vor, daß für im selben Luftverbund
aufgestellte raumluftabhängige Feuerstätten und Abluftanlagen deren gleichzeitiger
Betrieb durch eine technische Sicherheitseinrichtung nur dann zugelassen werden darf,
wenn es die herrschenden Luftdruckverhältnisse gestatten. In Deutschland darf ein
gleichzeitiger Betrieb derartiger Anlagen nur dann stattfinden, wenn der Luftdruck
am Aufstellungsort der Feuerstätte maximal 4 Pa unterhalb des Luftdrucks außerhalb
des Gebäudes liegt (vgl. Musterfeuerungsverordnung).
[0005] Um diese gesetzlichen Auflagen zu erfüllen kommen derzeit verschiedene Systeme zum
Einsatz.
[0006] Lüftungs- bzw. Abluftanlagen, die in einem Luftverbund mit einer raumluftabhängigen
Feuerungsstätte installiert werden, weisen dazu häufig eine Schaltvorrichtung auf,
die den Betrieb der Abluftanlage bei gleichzeitig betriebener Feuerungsstätte gänzlich
verhindert. Häufig sind Abluftanlagen auch mit einem Differenzdruckschalter ausgestattet,
der die Anlage nur dann in Betrieb gehen läßt, wenn der Luftdruck im Aufstellungsraum
der Feuerstätte gegenüber dem außerhalb des Gebäudes herrschenden Außendruck einen
Unterdruck von 4 Pa nicht überschreitet. Eine Nachrüstung bereits bestehender Anlagen
mit den vorgenannten Differenzdruckschaltern erweist sich häufig als kompliziert und
teuer.
[0007] Eine weitere Sicherheitseinrichtung zu diesem Zweck besteht in einem mit der Abluftanlage
verbundenen Sensor, der den Öffnungszustand eines Fensters jenes Raumes, der durch
die Abluftanlage primär entlüftet wird, überwacht. Dabei kann die Abluftanlage nur
dann in Betrieb genommen werden, wenn das mit dem Sensor ausgerüstete Fenster zur
Vermeidung eines ansonsten vielleicht entstehenden Unterdrucks geöffnet ist. Besonders
bei widrigen Witterungsverhältnissen oder falls die Feuerstätte gar nicht in Betrieb
ist erweist sich diese Lösung jedoch als äußerst unpraktisch, nicht zuletzt auch deshalb,
weil z.B. auch eine in eine Dunstabzugshaube integrierte Beleuchtung in diesem Falle
nur bei geöffnetem Fenster eingeschaltet werden kann.
[0008] Weitere Sicherheitseinrichtungen für - in Zusammenhang mit Feuerstätten betriebene
- Abluftanlagen sind beispielsweise aus der
DE 10204264 A1, der
DE 10228131 A1 und der
JP 0215583 A bekannt. Bei der Vorrichtung zur Sicherheitsüberwachung von Feuerstätten nach der
DE 10204264 A1 soll die Differenz der Luftdrücke innerhalb der Feuerstätte und innerhalb des Aufstellungsraums
der Feuerstätte überwacht und bei Überschreiten eines Grenzwertes die Feuerstätte
und/oder eine Sicherheitsvorrichtung und/oder ein Alarmgeber betätigt werden. Möglichkeiten
zur einfachen Nachrüstung eines solchen Systems werden nicht genannt. Die
DE 10228131 A1 beschreibt eine Sicherheits-Steckvorrichtung für ein Abluftsystem, das auf Steuersignale
eines an ein Zuluftsystem gekoppelten Steuerglieds angewiesen ist. Ein Betrieb der
Abluftanlage ist damit nur bei geöffnetem Zuluftsystem möglich; ein Nachrüsten ist
deshalb nicht einfach möglich. Ferner beschreibt die
JP 0215583 A eine Sicherheits-Steckvorrichtung mit einem Sauerstoffsensor, mit der eine elektrische
Verbindung zu einem Verbraucher in Abhängigkeit des gemessenen Sauerstoffwertes hergestellt
wird.
[0009] Weitere Druck- bzw. Differenzdruckschalter sind aus der
DE 4301022 A1, der
FR 2599889 A1, der
GB 141720 A und der
GB 2322449 bekannt. Dabei handelt es sich um über ein pneumatisches oder hydraulisches Steuersignal
schaltbare Schalter, die allesamt für andere Anwendungsgebiete vorgesehen sind und
insbesondere entweder keinen Differenzdruckschalter, der mit mindestens zwei Druckmeßstellen
kommuniziert, oder keine Mittel zur einfachen Nachrüstung bereitstellen.
[0010] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein benutzerfreundliches, gattungsgemäßes elektrisches Schalt-Bauteil zur
Verfügung zu stellen, das einen gefahrlosen gleichzeitigen Betrieb einer raumluftabhängigen
Feuerstätte und einer Abluftanlage im selben Luftverbund ermöglicht bzw. eine luftdruckabhängige
Einflußnahme auf den Betrieb der Abluftanlage bewirkt und sich durch eine möglichst
einfache und kostengünstige Montage, auch im Fall einer Nachrüstung bereits bestehender
Abluftanlagen, auszeichnet.
[0011] Die vorstehende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein gattungsgemäßes Schalt-Bauteil
einen Netzstecker und eine Steckdose aufweist, wobei die Schaltvorrichtung zwischen
Netzstecker und Steckdose in eine diese Teile miteinander verbindende Verbindungsleitung
geschaltet ist und die Verbindung zwischen der Steckdose und dem Netzstecker in Abhängigkeit
von dem Differenzdruck an zwei Druckmeßstellen herstellt, regelt oder unterbricht.
[0012] Das erfindungsgemäße elektrische Schalt-Bauteil wird mit seinem Netzstecker und seiner
Steckdose zwischen eine stromführende Netzsteckdose und den Netzstecker eines Verbrauchers
geschaltet und dient damit der Regelung der Stromzufuhr des Verbrauchers in Abhängigkeit
von der Differenz des Drucks an zwei verschiedenen Druckmeßstellen. Bei dem an die
Steckdose des elektrischen Schalt-Bauteils angeschlossenen Verbraucher handelt es
sich vorzugsweise um eine im gleichen Luftverbund wie eine raumluftabhängige Feuerstätte
betriebene Ablufteinrichtung, wobei das erfindungsgemäße Schalt-Bauteil ersichtlich
für die Regelung eines beliebigen Verbrauchers in Abhängigkeit vom Differenzdruck
an zwei verschiedenen Druckmeßstellen geeignet ist. Dies auch deshalb, da es sich
bei dem Netzstecker und der Steckdose des Schalt-Bauteils um einen gewöhnlichen, handelsüblichen
elektrischen Netzstecker bzw. eine solche Anschlußbuchse für beliebige Verbraucher
handelt. Darunter fallen in diesem Sinne jedoch nicht nur die in Deutschland gebräuchlichen
220 V - Netzstecker bzw. Steckdosen, sondern insbesondere auch solche in Deutschland
für Kraftstrom vorgesehene Stecker bzw. Steckdosen oder auch entsprechende Anschlußstecker
und -buchsen eines anderen Länder- oder Anschlußstandards.
[0013] Unter dem Begriff Druckmeßstelle ist der jeweilige Ort zu verstehen, an welchem der
Luftdruck gemessen wird bzw. an welcher einer der zwei Drücke für eine Differenzdruckmessung
anliegt. Vorteilhaft befindet sich die erste der mindestens zwei Druckmeßstellen im
selben Luftverbund mit einer raumluftabhängigen Feuerstätte und die zweite Druckmeßstelle
außerhalb des Gebäudes.
[0014] Die Messung eines Differenzdrucks zweier Druckmeßstellen erfolgt dabei entweder mittels
eines Differenzdrucksensors oder als absolute Druckmessung für jede Druckmeßstelle
mittels einer Druckmeßeinrichtung, die je nach Ort und möglicher Verbindung zur Druckmeßstelle
entweder innerhalb des Gehäuses, in welchem auch die Schaltvorrichtung untergebracht
ist, oder als separate Druckmeßsonde außerhalb des Gehäuses angeordnet ist. Als Differenzdrucksensor
bzw. als Druckmeßeinrichtung(en) kommen dabei alle aus dem Stand der Technik bekannten,
z.B. mechanisch oder elektrisch funktionierenden Einrichtungen zur Messung des Differenz-
bzw. Luftdrucks in Frage, die eine dem Zweck des erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils
entsprechende, hinreichend genaue Messung des Differenz- bzw. Luftdrucks ermöglichen.
[0015] Unter der Kommunikation zwischen Differenzdruckschalter und Druckmeßstelle ist dabei
zunächst jedwede Signalübertragung zu verstehen, mit der der durch eine Druckmeßeinrichtung
an der Druckmeßstelle gemessene Druckmeßwert oder der durch einen Differenzdrucksensor
gemessene Differenzdruck zweier Druckmeßstellen entweder analog oder digital an den
Differenzdruckschalter weitergegeben werden kann, wobei auch die Bereitstellung einer
Möglichkeit zur bidirektionalen Kommunikation, z.B. zur Kalibrierung von Druckmeßsonden
denkbar ist. Als Teil der Kommunikation in diesem Sinne ist allerdings auch die Weitergabe
des Luftdrucks über eine Verbindung der betreffenden Druckmeßstelle mit einer z.B.
in dem Gehäuse angeordneten Druckmeßeinrichtung bzw. Differenzdruckmeßeinrichtung
über einen Schlauch oder ein Rohr zu verstehen (s.u.).
[0016] Durch die Ausführung des erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils mit einem Netzstecker,
einer Steckdose und einer dazwischengeschalteten Schaltvorrichtung ist das Bauteil
äußerst einfach und benutzerfreundlich zu installieren. Es wird mit seinem Netzstecker
einfach mit einer stromführenden Netzsteckdose verbunden und der Netzstecker des Verbrauchers
in die Steckdose des elektrischen Schalt-Bauteils gesteckt. Damit lassen sich auch
bereits bestehende Anlagen auf einfachste Art und Weise mit dem erfindungsgemäßen
Schalt-Bauteil nachrüsten.
[0017] Die Stromzufuhr zum Verbraucher wird dann durch die in einem Gehäuse des Schalt-Bauteils
untergebrachte Schaltvorrichtung mittels eines Differenzdruckschalters, der mit den
mindestens zwei Druckmeßstellen kommuniziert, geregelt.
[0018] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform unterbricht die Schaltvorrichtung die
Verbindung zwischen Netzstekker und Steckdose und damit die Stromzufuhr zu dem an
der Steckdose des elektrischen Schalt-Bauteils angeschlossenen Verbraucher, wenn der
Differenzdruck zweier Druckmeßstellen einen vorgebbaren Schwellwert überschreitet.
[0019] Um den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland gemäß der Musterfeuerungsverordnung
für einen gleichzeitigen Betrieb einer im selben Luftverbund aufgestellten raumluftabhängigen
Feuerstätte und einer Ablufteinrichtung zu entsprechen, beträgt der vorgebbare Schwellwert
vorzugsweise 4 Pa. Damit kann bei entsprechender Anordnung der Druckmeßstellen innerhalb
und außerhalb des Gebäudes vermieden werden, daß eine an das erfindungsgemäße elektrische
Schalt-Bauteil angeschlossene Ablufteinrichtung und eine Feuerstätte gleichzeitig
betrieben werden, wenn der Luftdruck im Aufstellungsraum der Feuerstätte relativ zum
Außendruck einen Unterdruck mit einem Betrag von mehr als 4 Pa aufweist.
[0020] In diesem Fall wird die Stromzufuhr zu dem am elektrischen Schalt-Bauteil angeschlossenen
Verbraucher vorzugsweise dann automatisch wieder hergestellt, wenn der Unterdruck,
der vom Differenzdruckschalter als Differenz aus Außen- und Innendruck berechnet bzw.
von einem Differenzdrucksensor entsprechend gemessen wird, unter den Schwellwert von
4 Pa gesunken ist (z.B. durch einen schleichenden Druckausgleich aufgrund von in aller
Regel nicht vollkommen luftdicht ausgestalteten Räumlichkeiten oder durch manuelles
oder automatisches Öffnen eines Fensters). Vorteilhaft kann auch vorgesehen sein,
daß ein erneutes Herstellen der Stromzufuhr nach einer Unterbrechung erst nach Sinken
des Unterdrucks unter einen zweiten vorgebbaren Schwellwert erfolgt.
[0021] Um zukünftigen Gesetzesänderungen, die sich z.B. in neuen Grenzwerten für den erlaubten
Unterdruck niederschlagen könnten, Rechnung zu tragen oder aus sonstigen Sicherheitsgründen
kann vorgesehen sein, daß der oder die vorgebbaren Schwellwerte (nur) durch den Hersteller
oder eine berechtigte Person verändert werden können oder daß eine von einem beliebigen
Nutzer vorgenommene Veränderung eines Schwellwerts nur unter Bruch eines Siegels oder
Beschädigung einer ähnlichen Sicherheitseinrichtung möglich wird.
[0022] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils sind
in dem Gehäuse der Schaltvorrichtung ein Differenzdrucksensor und an dem Gehäuse zwei
mit dem Differenzdrucksensor verbundene Druckmeßöffnungen vorgesehen, wobei an mindestens
einer der Druckmeßöffnungen ein an einer Druckmeßstelle offen endender Schlauch anschließbar
ist. Alternativ könnte für jede Druckmeßöffnung jedoch auch eine separate Druckmeßeinrichtung
vorgesehen sein, die die jeweils gemessenen Druckmeßwerte entsprechend an den Differenzdruckschalter
weitergeben.
[0023] Befinden sich gemäß dieser Ausführung zwei Druckmeßöffnungen am Gehäuse, so kann
vorzugsweise an der für die Messung des Innendrucks bestimmten Druckmeßöffnung auf
einen dort anschließbaren Schlauch verzichtet werden, womit sich die für den Innendruck
bestimmte Druckmeßstelle direkt an der Druckmeßöffnung am Gehäuse des elektrischen
Schalt-Bauteils befindet.
[0024] Durch den Umstand, daß der elektrische Anschluß einer Abluftanlage mit Hilfe des
erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils in aller Regel in direkter Umgebung der Abluftanlage
erfolgt, ergibt es sich, daß sich eine somit am Gehäuse des Schalt-Bauteils befindliche
Druckmeßstelle bereits in direkter Umgebung der Anlage befindet. Ein etwaig durch
diese Anlage erzeugter Unterdruck kann damit bereits in unmittelbarer Nähe des Orts
seiner Entstehung erkannt werden.
[0025] Falls die am erfindungsgemäßen elektrischen Schalt-Bauteil anzuschließende Abluftanlage
jedoch räumlich getrennt von der Feuerstätte liegt, kann es sich als vorteilhaft erweisen,
auch an der für die Innendruckmessung vorgesehene Druckmeßöffnung am Gehäuse einen
derartigen Schlauch vorzusehen und dessen offenes Ende und damit die Druckmeßstelle
zum Aufstellungsraum der Feuerstätte hinzuführen.
[0026] Zur Messung des Außendrucks ist hingegen bei dieser Ausführung des erfindungsgemäßen
Schalt-Bauteils in jedem Fall ein an der Druckmeßöffnung anschließbarer Schlauch notwendig.
Der vorzugsweise dünne und flexible Schlauch kann dazu beispielsweise, auch im Falle
der Nachrüstung einer bestehenden Abluftanlage, in einfacher Art und Weise durch den
nach außen führenden Luftkanal der Anlage zur Gebäudeaußenseite geführt werden.
[0027] In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils
ist an mindestens einer der Druckmeßstellen eine Druckmeßsonde vorgesehen, wobei die
Kommunikation zwischen Druckmeßsonde und Schaltvorrichtung mittels einer elektrisch
leitenden Verbindung erfolgt.
[0028] Die für eine Druckmeßsonde zur Messung des Außendrucks notwendige Verkabelung zwischen
Druckmeßsonde und elektrischem Schalt-Bauteil kann, ebenso wie der Schlauch, einfach
durch den nach außen führenden Luftkanal der Abluftanlage ins Freie geführt werden.
Durch die Verwendung eines mehrpoligen Verbindungskabels wäre es zudem möglich, die
Druckmeßsonde mit Strom zu versorgen.
[0029] Hinsichtlich einer größtmöglichen Flexibilität in Bezug auf die Anordnung der Druckmeßsonde
kann auch vorgesehen sein, daß die Kommunikation zwischen Druckmeßsonde und Schaltvorrichtung
drahtlos erfolgt.
[0030] Auf eine elektrisch leitende oder luft-leitende Verbindung zwischen Druckmeßstelle
und Differenzdruckschalter kann in diesem Fall ganz verzichtet werden. Zur drahtlosen
Kommunikation bieten sich in diesem Fall sämtliche einem Fachmann bekannten drahtlosen
Datenübertragungsprotokolle wie Funk, WLAN, Bluetooth, etc. an, wobei sowohl die Druckmeßsonde
als auch das elektronische Schalt-Bauteil hierfür über eine dem jeweiligen Übertragungsstandard
entsprechende Sende-, Empfangs- und Auswerteeinheit verfügen müssen. Ebenso kann in
diesem Fall für die Druckmeßsonde eine autonome Stromversorgung erforderlich sein.
Diese kann entweder über einen Netzanschluß der Druckmeßsonde oder über Batterien
bzw. Akkus erfolgen, wobei in diesem Fall in vorteilhafter Weise sichergestellt sein
sollte, daß im Falle eines Ausfalls einer Druckmeßsonde (z.B. infolge leerer oder
schwacher Batterien) im Zweifel ein Betrieb der Abluftanlage gleichzeitig mit der
Feuerstätte nicht möglich ist, da dann keine zuverlässigen Daten über die Druckdifferenz
gewonnen werden können.
[0031] Zur Messung des Außendrucks können, falls nötig, vorteilhaft entsprechende Vorkehrungen
getroffen werden, die eine Luftdruckmessung mit einer geforderten Auflösung im Pascal-
bzw. Zehntel-Pascal-Bereich trotz wechselnder Witterungs- bzw. Winddruckverhältnisse
außerhalb des Gebäudes ermöglichen.
[0032] Hierzu kann die Druckmeßstelle oder ein dort angeordneter -sensor vorteilhaft geschützt
angeordnet sein. Als solcher Schutz kann beispielsweise eine am Gebäude befestigbare
oder in die Außenwand teilweise oder vollständig versenkbare Windschutzdose dienen,
die in ihrem Innenraum einen geschützten Luftraum für die Druckmeßstelle bereitstellt.
An der Windschutzdose kann, bevorzugt an ihrer äußeren Umfangsfläche, vorteilhaft
eine Anschlußeinrichtung für mindestens einen mit einer Druckmeßöffnung des elektrischen
Schaltbauteils verbundenen Schlauch vorgesehen sein, die diesen mit dem Innenraum
der Windschutzdose luftleitend verbindet. Ferner ist durch eine geeignete Öffnung
der Druckmeßdose nach außen hin für einen ausreichenden Druckausgleich zwischen dem
Innenraum der Dose und der Außenluft (Umgebung) zu sorgen. Insbesondere zur Dämpfung
kurzfristiger Luftdruckschwankungen ist es jedoch vorteilhaft, diese Öffnung so klein
zu dimensionieren, daß eine Drosselwirkung eintritt. Bevorzugt weist die Öffnung eine
wesentlich kleinere Querschnittsfläche auf als der mindestens eine Schlauch.
[0033] Ferner können bei einem erfindungsgemäßen Schalt-Bauteil vorteilhaft mindestens eine
Druckmeßöffnung am Gehäuse und/oder mindestens ein Schlauch mit einem Luftfilterelement
ausgestattet sein, der neben einem Schutz vor Schmutzpartikeln auch eine zusätzliche
Dämpfung von Turbulenzen oder kurzfristigen Luftdruckschwankungen bewirkt. Weiterhin
kann vorteilhaft die Druckmeßstelle oder ein dort angeordneter -sensor mit einem mechanischen
oder elektronischen Dämpfungsglied ausgestattet sein, so daß ein unerwünscht starker
Einfluß des häufig kurzzeitigen Schwankungen unterworfenen Winddrucks auf das Meßergebnis
verhindert wird. Ebenso kann hierzu in der Meßeinrichtung vorteilhaft ein geeignetes
Zeitglied vorgesehen werden, mit dessen Hilfe z.B. etwaige kurzzeitige fehlerbehaftete
Spitzenmeßwerte bei der Differenzdruckschaltung unbeachtet bleiben können.
[0034] Um besonders strengen Sicherheitsanforderungen und somit hohen Anforderungen an die
Zuverlässigkeit gerecht zu werden, kann das erfindungsgemäße elektrische Schalt-Bauteil
auch mit je zwei Druckmeßöffnungen für den Innen- und den Außendruck ausgestattet
sein. Dies führt zu insgesamt vier Druckmeßstellen, womit bis zu vier verschiedene
Differenzdrücke redundant gemessen und ausgewertet werden können. Die Zuverlässigkeit
des Systems erhöht sich dadurch maßgeblich, insbesondere wenn bei geringen Abweichungen
zweier redundanter Differenzdrücke bereits für eine Unterbrechung der leitenden Verbindung
zwischen Netzstecker und Steckdose des Schalt-Bauteils gesorgt wird.
[0035] Falls, wie vorstehend beschrieben, eine Windschutzdose zur Messung des Luftdrucks
außerhalb des Gebäudes vorgesehen ist, so kann diese dann vorteilhaft zwei Anschlußeinrichtungen
für die beiden redundanten Schläuche zur Messung des Außenluftdrucks aufweisen, die
jeweils eine luftleitende Verbindung zum Innenraum der Windschutzdose herstellen.
Diese könne vorteilhaft in verschiedenen Winkeln an der äußeren Umfangfläche der Windschutzdose
angeordnet sein.
[0036] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Netzsteckdose
des elektrischen Schalt-Bauteils eine Verriegelungs- und/oder eine Versiegelungseinrichtung
für einen darin eingesteckten Netzstecker eines Verbrauchers aufweist.
[0037] Dabei kann vorgesehen sein, daß ein einmal in die Steckdose des elektrischen Schalt-Bauteils
eingesteckter Netzstecker der Abluftanlage darin verriegelt und zusätzlich versiegelt
werden kann, z.B. mit einer vom Kaminkehrer oder von einer sonstigen zur Abnahme bzw.
Genehmigung derartiger Anlagen befugter Person anzubringender Sicherheitsplombe oder
einem geeigneten Kunststoffklebeschild. Zur Verriegelung des Netzstekkers eines Verbrauchers
in der Steckdose des Schalt-Bauteils kommen z.B. eine verriegelbare Klappe, ein geeignet
anzubringendes Stahlseil oder auch ein Kabelbinder in Betracht. Eine unsachgemäße
Inbetriebnahme der Abluftanlage ohne das erfindungsgemäße Schalt-Bauteil wird damit
unmöglich bzw. könnte im Nachhinein bei Routinekontrollen festgestellt werden.
[0038] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die Schaltvorrichtung
mit einem weiteren Sensor kommuniziert, der den Betriebszustand einer Feuerstätte
mißt. Dies kann beispielsweise ein im Bereich der Feuerung angeordneter Temperatursensor
sein, der ab einer vorgebbaren Schwellwerttemperatur den Betrieb der Feuerstätte signalisiert.
Hiermit kann die Schaltvorrichtung zusätzlich derart geschaltet werden, daß, falls
die Feuerstätte gar nicht in Betrieb ist, die Stromversorgung zu dem am Schalt-Bauteil
angeschlossenen Verbraucher auch dann nicht unterbrochen wird, wenn der Differenzdruck
den vorgebbaren Schwellwert überschreitet. Eine Unterbrechung der Stromzufuhr zur
Abluftanlage aufgrund eines zu hohen Unterdrucks ist nämlich nur dann notwendig, wenn
die Feuerstätte auch in Betrieb ist. Technisch kann dies beispielsweise dadurch gelöst
werden, daß in der Schaltvorrichtung im Falle des durch den Sensor angezeigten Nicht-Betriebs
der Feuerung eine Überbrückung des Differenzdruckschalters erfolgt.
[0039] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils ist vorgesehen,
daß an diesem eine Anschlußmöglichkeit für einen Öffnungsmechanismus einer verschließbaren
Druckausgleichsöffnung vorgesehen ist und daß das elektrische Schalt-Bauteil den Öffnungsmechanismus
in Abhängigkeit von dem Differenzdruck an den beiden Druckmeßstellen steuern kann.
Als verschließbare Druckausgleichsöffnung kommen dabei sämtliche verschließbaren nach
außen führenden Öffnungen des Gebäudes, insbesondere also auch Fenster in Betracht.
Falls das erfindungsgemäße Schalt-Bauteil also beispielsweise eine Anschlußmöglichkeit
für einen separaten Fensteröffnungsmechanismus bereitstellt, wird dieser durch das
elektronische Schaltbauteil in vorteilhafter Weise bei Überschreiten eines für den
Differenzdruck vorgebbaren Schwellwerts angesteuert und für eine Öffnung des Fensters
und damit für einen Druckausgleich gesorgt. Bei dem hierfür vorgebbaren Schwellwert
kann es sich entweder um denjenigen Schwellwert handeln, der bereits für die Steuerung
der Stromzufuhr eines an der Steckdose des Schalt-Bauteils angeschlossenen Verbrauchers
vorgegebenen wurde, oder aber vorteilhaft auch um einen zweiten Schwellwert, dessen
Wert unter dem vorgenannten liegt.
[0040] Vor allem wenn hierfür ein zweiter Unterdruck-Schwellwert vorgebbar ist, der etwas
unter dem maximal tolerierbaren Unterdruck liegt, dessen Überschreiten eine Unterbrechung
der Stromzufuhr zu dem an dem elektronischen Schalt-Bauteil angeschlossenen Verbraucher
zur Folge hat, eröffnet sich damit die Möglichkeit, eine Abschaltung des Verbrauchers
im Regelfall zu verhindern. Eine kritische Annäherung des Unterdrucks an den ersten
Schwellwert würde somit bereits durch Überschreiten des zweiten (niedrigeren) Schwellwerts
erkannt, wobei dann eine (kurzzeitige) Öffnung des Fensters für einen raschen Druckausgleich
sorgt.
[0041] Dabei ist vorteilhaft vorgesehen, daß das Fenster bei Unterschreiten des zweiten
Schwellwerts oder evtl. Unterschreiten eines dritten, nochmals etwas niedrigeren Schwellwerts
selbsttätig wieder geschlossen wird.
[0042] Eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen elektronischen Schalt-Bauteils
weist eine optische Signaleinrichtung auf, die den Schaltzustand der Schaltvorrichtung
anzeigt. Diese kann beispielsweise durch eine rote und eine grüne Signalleuchte (z.B.
in Form einer am Gehäuse sichtbar angebrachten Leuchtdiode) gebildet werden, wobei
z.B. die grüne Signalleuchte auf eine unschädliche Druckdifferenz und die rote Signalleuchte
auf eine Unterbrechung der Stromversorgung in Folge eines zu hohen Unterdrucks hinweisen
könnte.
[0043] Ebenso vorteilhaft kann das elektronische Schalt-Bauteil eine akustische Signaleinrichtung
aufweisen, die beim Überschreiten eines vorgebbaren Schwellwerts für den Differenzdruck
oder solange dieser überschritten ist ein akustisches Signal erzeugt. Eine das Signal
wahrnehmende Person könnte sodann, z.B. durch das Öffnen eines Fensters, für einen
raschen Druckausgleich sorgen, wodurch automatisch auch die Stromversorgung für die
Abluftanlage wiederhergestellt werden würde. Dabei ist als Schwellwert wie bereits
zuvor derjenige für die Regelung der Stromzufuhr zu dem an der Steckdose angeschlossenen
Verbraucher vorgesehen, oder alternativ auch ein zweiter, etwas niedrigerer Schwellwert,
so daß eine selbsttätige Abschaltung des an dem elektrischen Schalt-Bauteils angeschlossenen
Verbrauchers nach Ertönen des akustischen Signals noch durch manuelles Herstellen
eines Druckausgleichs (z.B. durch Öffnen eines Fensters oder einer nach außen führenden
Tür) vermieden werden kann.
[0044] Das optische oder akustische Signal würde darüber hinaus auch dann einen gefährlichen
Unterdruck signalisieren, selbst wenn dieser gar nicht durch Betrieb einer Abluftanlage
verursacht wurde.
[0045] Um eine möglichst kompakte Bauweise des erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils zu gewährleisten,
kann vorgesehen sein, daß die Steckdose und/oder der Netzstecker des Schalt-Bauteils
am Gehäuse des elektrischen Schalt-Bauteils angeordnet sind.
[0046] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen elektrischen Schalt-Bauteils
anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt eine nicht maßstabsgetreue perspektivische
Ansicht eines erfindungsgemäßen Schalt-Bauteils.
[0047] Das in der Zeichnung dargestellte elektrische Schalt-Bauteil 1 umfaßt eine Steckdose
2, einen Netzstecker 3 und eine in einem Gehäuse 4 angeordnete Schaltvorrichtung (nicht
dargestellt), die einen Differenzdruckschalter aufweist, der mit zwei Druckmeßstellen
5 und 8a kommuniziert.
[0048] Die Druckmeßstelle 5 wird dabei durch das offene Ende eines flexiblen Schlauchs 6
gebildet, der mit einer Druckmeßöffnung 7 am Gehäuse 4 des elektrischen Schalt-Bauteils
1 verbunden ist. Der insbesondere in seiner Länge nicht maßstabsgetreu dargestellte
Schlauch 6 wird durch den nach außen führenden Luftkanal oder eine neu zu schaffende
Bohrung in der Gebäudeaußenwand ins Freie geführt. Die Druckmeßstelle 8a befindet
sich am offenen Ende einer Druckmeßöffnung 8b direkt am Gehäuse 4 des Schalt-Bauteils
1 und damit in direkter Umgebung einer mit einem Netzstecker an der Steckdose 2 des
Schalt-Bauteils angeschlossenen Abluftanlage, die sich mit einer raumluftabhängigen
Feuerstätte im selben Luftverbund befindet.
[0049] Die im Inneren des Gehäuses 4 angeordnete Schaltvorrichtung mit einem Differenzdruckschalter
kommuniziert mit einem mit den beiden Druckmeßstellen 5 und 8a verbundenem Differenzdrucksensor,
der ebenfalls im Inneren des Gehäuses untergebracht ist. Dabei wird der gemessene
Differenzdruck der beiden Druckmeßstellen an den Differenzdruckschalter übermittelt.
Die Schaltvorrichtung unterbricht mit Hilfe des Differenzdruckschalters die elektrische
Verbindung zwischen dem Netzstecker 3 und der Netzsteckdose 2 des Schalt-Bauteils
1 genau dann, wenn die Differenz aus Außen- und Innendruck einen Schwellwert von 4
Pa übersteigt.
[0050] An dem elektrischen Schalt-Bauteil sind darüber hinaus zwei Leuchtdioden 9 und 10
als optische Signaleinrichtung sichtbar angeordnet, die den jeweiligen Schaltzustand
der Schaltvorrichtung anzeigen. Außerdem verfügt das Gerät über eine akustische Signaleinrichtung,
die bei Überschreiten des Schwellwertes für den Differenzdruck ein akustisches Warnsignal
über den Lautsprecher 11 aussendet. Eine sich in Hörweite befindende Person wird damit
über den kritischen Unterdruck in dem mit dem Aufstellungsraum der Feuerstätte verbundenen
Luftverbund informiert.
[0051] Außerdem ist ein weiterer Sensor 12 mit dem Schalt-Bauteil 1 verbunden, der den Betriebszustand
einer Feuerstätte überwachen kann. Die Schaltvorrichtung des elektrischen Schalt-Bauteils
1 erkennt somit, ob die Feuerung in Betrieb ist und wird eine von der Druckdifferenz
abhängige Unterbrechung der Stromversorgung der Steckdose 2 nur bei aktiver Feuerung
vornehmen.
[0052] Des weiteren verfügt die Steckdose 2 des elektrischen Schalt-Bauteils 1 über eine
schwenkbar angebrachte Ausziehsicherung für den Netzstecker eines Verbrauchers in
Form eines Deckels 13, mit dem ein in die Steckdose 2 eingesteckter Netzstecker eines
Verbrauchers verriegelt werden kann. Dazu verfügt der Deckel 13 über eine kleine Öffnung
14, durch die beim Schließen des Deckels 13 ein dazu passender, am Gehäuse 4 angebrachter
Stift 15 greift. Durch den Stift 15 verläuft eine Querbohrung 17, durch die nach Schließen
des Deckels 13 eine Sicherheitsplombe 16 (nur gestrichelt dargestellt) geführt werden
kann. Ein Herausziehen des Netzsteckers eines Verbrauchers aus der Steckdose 2 wird
somit wirksam verhindert, da der Deckel 13 ohne Beschädigung der Halterung des Deckels
13 oder der Sicherheitsplombe 16 nicht mehr zu öffnen ist.
[0053] Schließlich verfügt das elektrische Schaltbauteil noch über eine Anschlußmöglichkeit
18 zur differenzdruckabhängigen Steuerung eines für das Öffnen und Schließen eines
Fensters geeigneten Vorrichtung.
1. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) umfassend eine in einem Gehäuse (4) untergebrachte
Schaltvorrichtung, die einen Differenzdruckschalter aufweist, der mit mindestens zwei
Luftdruckmeßstellen (5, 8a) kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schalt-Bauteil (1) einen Netzstecker (3) und eine Steckdose (2) aufweist, wobei
die Schaltvorrichtung zwischen dem Netzstecker (3) und der Steckdose (2) in eine diese
Teile miteinander verbindende Verbindungsleitung geschaltet ist und die Verbindung
zwischen der Steckdose (2) und dem Netzstecker (3) in Abhängigkeit von dem Differenzdruck
an zwei Luftdruckmeßstellen (5, 8a) herstellt, regelt oder unterbricht.
2. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltvorrichtung die Verbindung zwischen Netzstecker (3) und Steckdose (2) unterbricht,
wenn die Differenz der an beiden Druckmeßstellen (5, 8a) herrschenden Drücke einen
Schwellwert überschreitet.
3. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwellwert 4 Pascal beträgt.
4. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Gehäuse (4) ein Differenzdrucksensor und an dem Gehäuse zwei mit dem Differenzdrucksensor
verbundene Druckmeßöffnungen (7, 8b) vorgesehen sind, wobei an mindestens einer der
Druckmeßöffnungen (7) ein an einer Druckmeßstelle (5) offen endender Schlauch (6)
anschließbar ist.
5. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an mindestens einer der Druckmeßstellen eine Druckmeßsonde angeordnet ist, wobei
die Kommunikation zwischen Druckmeßsonde und Differenzdruckschalter mittels einer
elektrisch leitenden Verbindung erfolgt.
6. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an mindestens einer der Druckmeßstellen eine Druckmeßsonde angeordnet ist, wobei
die Kommunikation zwischen Druckmeßsonde und Differenzdruckschalter drahtlos erfolgt.
7. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckdose (2) des elektrischen Schaltbauteils (1) eine Verriegelungs- und/oder
Versiegelungseinrichtung (13-17) für einen darin eingesteckten Netzstecker eines Verbrauchers
aufweist.
8. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltvorrichtung mit einem weiteren Sensor (12) kommuniziert, der den Betriebszustand
einer Feuerstätte mißt.
9. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrische Schalt-Bauteil (1) eine Anschlußmöglichkeit (18) für einen Öffnungsmechanismus
einer verschließbaren Druckausgleichsöffnung aufweist und den Öffnungsmechanismus
in Abhängigkeit von dem Differenzdruck an den beiden Druckmeßstellen (5, 8a) steuern
kann.
10. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrische Schalt-Bauteil (1) den Öffnungsmechanismus zum Öffnen der Druckausgleichsöffnung
ansteuert, wenn die Differenz der an beiden Druckmeßstellen (5, 8a) herrschenden Luftdrücke
einen Schwellwert überschreitet.
11. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrische Schalt-Bauteil (1) eine optische Signaleinrichtung (9, 10) aufweist,
die den Schaltzustand der Schaltvorrichtung anzeigt.
12. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrische Schalt-Bauteil (1) eine akustische Signaleinrichtung (11) aufweist,
die beim Überschreiten des Schwellwerts ein akustisches Signal erzeugt.
13. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckdose (2) am Gehäuse (4) des elektrischen Schalt-Bauteils (1) angeordnet
ist.
14. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Netzstecker (3) am Gehäuse (4) des elektrischen Schalt-Bauteils (1) angeordnet
ist.
15. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Druckmeßstelle (5) durch eine Windschutzdose gegen kurzfristige Luftdruckschwankungen
geschützt ist.
16. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Druckmeßöffnung (7, 8b) und/oder mindestens ein Schlauch (6) mit
einem Luftfilterelement ausgestattet sind/ist.
17. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß insgesamt vier Druckmeßöffnungen am Gehäuse vorgesehen sind derart, daß mit vier
Druckmeßstellen insgesamt mindestens zwei Differenzdrücke redundant gemessen werden
können.
18. Elektrisches Schalt-Bauteil (1) nach Anspruch 4 und Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlauch (6) mit seinem offenen Ende in eine Anschlußeinrichtung an der Windschutzdose
mündet, wobei die Anschlußeinrichtung den Schlauch (6) mit dem Innenraum der Windschutzdose
luftleitend verbindet.
1. An electrical switching unit (1) comprising a switchgear that is accommodated in a
housing (4) and features a differential pressure switch that communicates with at
least two air pressure measuring points (5, 8a),
characterized in
that the switching unit (1) features a power plug (3) and an electrical outlet (2), wherein
the switchgear is wired between the power plug (3) and the electrical outlet (2),
namely in a connecting line that connects these two components to one another, and
wherein the switchgear produces, controls or interrupts the connection between the
electrical outlet (2) and the power plug (3) in dependence on the differential pressure
between two air pressure measuring points (5, 8a).
2. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the switchgear interrupts the connection between the power plug (3) and the electrical
outlet (2) if the difference between the pressures at the two pressure measuring points
(5, 8a) exceeds a threshold value.
3. The electrical switching unit (1) according to Claim 2,
characterized in
that the threshold value is 4 Pascal.
4. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that a differential pressure sensor is provided in the housing (4) and two pressure measuring
ports (7, 8b) are provided on the housing and connected to the differential pressure
sensor, wherein a hose (6) can be connected to at least one of the pressure measuring
ports (7) and the open end of said hose is situated at a pressure measuring point
(5).
5. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that a pressure measuring probe is at least arranged at one of the pressure measuring
points, wherein the communication between the pressure measuring probe and the differential
pressure switch is realized with an electrically conductive connection.
6. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that a pressure measuring probe is at least arranged at one of the pressure measuring
points, wherein the communication between the pressure measuring probe and the differential
pressure switch is realized in a wireless fashion.
7. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the electrical outlet (2) of the electrical switching unit (1) features a locking
device and/or a sealing device (13-17) for a power plug of a consumer connected thereto.
8. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the switchgear communicates with another sensor (12) that measures the operating
status of a heat-producing appliance.
9. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the electrical switching unit (1) features an optional connection (18) for an opening
mechanism of a pressure compensation port that can be sealed, wherein the electrical
switching unit can control the opening mechanism in dependence on the differential
pressure between the two pressure measuring points (5, 8a).
10. The electrical switching unit (1) according to Claim 9,
characterized in
that the electrical switching unit (1) activates the opening mechanism such that it opens
the pressure compensation port if the difference between the air pressures at the
two pressure measuring points (5, 8a) exceeds a threshold value.
11. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the electrical switching unit (1) features an optical signaling device (9, 10) that
indicates the switching status of the switchgear.
12. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the electrical switching unit (1) features an acoustic signaling device (11) that
generates an acoustic signal when the threshold value is exceeded.
13. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the electrical outlet (2) is arranged on the housing (4) of the electrical switching
unit (1).
14. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that the power plug (3) is arranged on the housing (4) of the electrical switching unit
(1).
15. The electrical switching unit (1) according to Claim 1,
characterized in
that at least one pressure measuring point (5) is protected from brief air pressure fluctuations
by means of a windbreak cell.
16. The electrical switching unit (1) according to Claim 4,
characterized in
that at least one pressure measuring port (7, 8b) and/or at least one hose (6) is/are
equipped with an air filter element.
17. The electrical switching unit (1) according to Claim 4,
characterized in
that a total of four pressure measuring ports are provided on the housing in such a way
that at least two differential pressures can be measured redundantly with four pressure
measuring points.
18. The electrical switching unit (1) according to Claim 4 and Claim 15,
characterized in
that the open end of the hose (6) leads to a connecting device on the windbreak cell,
wherein the connecting device connects the hose (6) with the interior of the windbreak
cell in an air-conducting fashion.
1. Elément électrique de commutation (1) comprenant un dispositif de commutation logé
dans un boîtier (4) présentant un interrupteur de pression différentielle qui communique
avec au moins deux points de mesure de pression atmosphérique (5, 8a),
caractérisé en ce que
l'élément électrique de commutation (1) comprend une fiche secteur (3) et une prise
femelle (2), le dispositif de commutation étant commuté entre la fiche secteur (3)
et la prise femelle (2) dans une ligne de liaison reliant ces pièces entre elles et
établissant, régulant ou interrompant la liaison entre la prise femelle (2) et la
fiche secteur (3) à deux points de mesure de pression atmosphérique (5, 8a).
2. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de commutation interrompt la liaison entre la fiche secteur (3) et la
prise femelle (2) lorsque la différence entre les pressions régnant aux deux points
de mesure de pression atmosphérique (5, 8a) dépasse une valeur seuil.
3. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la valeur seuil s'élève à 4 Pascal.
4. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
il est prévu dans le boîtier (4) un capteur de pression différentielle et sur le boîtier
deux orifices de mesure de pression (7, 8b) reliés au capteur de pression différentielle,
un tuyau (6) dont l'extrémité est ouverte à un point de mesure de pression (5) pouvant
être raccordé à au moins un des orifices de mesure de pression (7).
5. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
à au moins un des points de mesure de pression est disposée une sonde de mesure de
pression, la communication entre la sonde de mesure de pression et l'interrupteur
de pression différentielle ayant lieu au moyen d'une liaison conductrice d'électricité.
6. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
à au moins un des points de mesure de pression est disposée une sonde de mesure de
pression, la communication entre la sonde de mesure de pression et l'interrupteur
de pression différentielle ayant lieu sans fil.
7. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la prise femelle (2) de l'élément électrique de commutation (1) présente un dispositif
de verrouillage et/ou scellement (13-17) pour une fiche secteur fichée dedans d'un
consommateur.
8. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de commutation communique avec un autre capteur (12) qui mesure l'état
de fonctionnement d'un foyer.
9. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément électrique de commutation (1) présente une possibilité de raccordement (18)
pour un mécanisme d'ouverture d'un orifice d'équilibrage de pression pouvant être
fermé et peut contrôler le mécanisme d'ouverture en fonction de la pression différentielle
aux deux points de mesure de pression (5, 8a).
10. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
l'élément électrique de commutation (1) commande le mécanisme d'ouverture pour ouvrir
l'orifice d'équilibrage de pression lorsque la différence entre les pressions atmosphériques
régnant aux deux points de mesure de pression (5, 8a) dépasse une valeur seuil.
11. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément électrique de commutation (1) présente un dispositif de signaux optiques
(9, 10) qui indique l'état de commutation du dispositif de commutation.
12. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément électrique de commutation (1) présente un dispositif de signaux acoustiques
(11) qui, en cas de dépassement de la valeur seuil, génère un signal acoustique.
13. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la prise femelle (2) est disposée sur le boîtier (4) de l'élément électrique de commutation
(1).
14. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la fiche secteur (3) est disposée sur le boîtier (4) de l'élément électrique de commutation
(1).
15. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
au moins un point de mesure de pression (5) est protégé par une prise coupe-vent contre
les variations brèves de la pression atmosphérique.
16. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
au moins un orifice de mesure de pression (7, 8b) et/ou au moins un tuyau (6) sont/est
équipé d'un élément de filtration d'air.
17. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
il est prévu globalement quatre orifices de mesure de pression sur le boîtier de manière
à ce que globalement au moins deux pressions différentielles puissent être mesurées
de manière redondante avec quatre points de mesure de pression.
18. Elément électrique de commutation (1) selon la revendication 4 et la revendication
15,
caractérisé en ce que
le tuyau (6) débouche par son extrémité ouverte dans un dispositif de raccordement
au niveau de la prise coupe-vent, le dispositif de raccordement reliant le tuyau (6)
à l'espace intérieur de la prise coupe-vent avec conduction d'air.