[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein Steckverbinder mit einer Arretierverbindung zwischen einem Stecker und einem
Gegenstecker ist beispielsweise aus der DE 101 21 675 Al bekannt. Bei diesem Steckverbinder
ist die Arretierverbindung eine Schnappverbindung zwischen Stecker und Gegenstecker.
Zur Arretierung dient eine Hülse, die am Außenumfang des Schnappelements längsverschieblich
gelagert ist und die in ihrer Arretierstellung ein Schwenken der Schnapphaken nach
außen verhindert und so Stecker und Gegenstecker gegeneinander verriegelt. Nachteilig
bei diesem Steckverbinder ist, daß Stecker und Gegenstecker aufeinander abgestimmt
sein müssen, so daß ein Stecker, der das Schnappelement besitzt, nicht mit einem Steckverbinder
verbunden werden kann, der nicht mit einem entsprechenden Rastelement ausgerüstet
ist. Aus der DE 101 21 675 A1 ist auch bekannt, das Schnappelement am Außengewinde
des Gegensteckers einschnappen zu lassen. Um eine ausreichende Dichtheit der Verbindung
zu erreichen, muß der Stecker bis an eine am Boden des Gegensteckers angeordnete Dichtung
eingeschoben werden. Dabei überfährt der Schnapphacken die gesamte Länge des Gewindes.
Der Schnapphaken wird beim Überfahren des Gewindes ausgelenkt. Die Auslenkung des
Schnapphakens erfolgt demnach von der Arretierstellung in die Öffnungsstellung. Dadurch
muß der Benutzer beim Zusammendrücken von Stecker und Gegenstecker die Auslenkkraft
des Schnapphakens zusätzlich überwinden. Ein ausreichendes Andrücken von Stecker und
Gegenstecker zur Erreichung einer dichten Verbindung kann dadurch nicht sichergestellt
werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, der eine einfache und sichere Verbindung von Stecker und Gegenstecker
ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Steckverbinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Das Arretierelement wird von dem Betätigungsmittel von der Öffnungsstellung in die
Arretierstellung ausgelenkt. Dadurch muß beim Zusammenschieben von Stecker und Gegenstecker
keine zusätzliche Kraft überwunden werden. Stecker und Gegenstecker können miteinander
verbunden und anschließend durch Auslenkung des Arretierelements arretiert werden.
Dadurch ist eine einfache und sichere Verbindung von Stecker und Gegenstecker ermöglicht.
Sowohl der Stecker als auch der Gegenstecker können ein Steckerteil oder ein Buchsenteil
sein.
[0006] Vorteilhaft hält das Betätigungsmittel das Arretierelement in Arretierstellung in
der radial ausgelenkten Stellung. Dadurch kann ein unbeabsichtigtes Lösen des Arretierelements
verhindert werden. Ein zusätzliches Sicherungsmittel wird nicht benötigt, da sowohl
die Betätigung als auch die Sicherung in Arretierstellung durch das Betätigungsmittel
erfolgt. Vorzugsweise ist das Arretierelement am Stecker angeordnet und wirkt mit
einem am Gegenstecker ausgebildeten Gewindeabschnitt zusammen. Dabei ist vorgesehen,
daß das Arretierelement in Arretierstellung in den Gewindeabschnitt eingreift und
in Öffnungsstellung außer Eingriff mit dem Gewindeabschnitt steht. Der Stecker kann
dabei sowohl ein Steckerteil als auch ein Buchsenteil sein. Entsprechend ist als Gegenstecker
ein Buchsenteil bzw. ein Steckerteil anzusehen. Dadurch, daß das Arretierelement mit
einem Gewindeabschnitt zusammenwirkt, sind keine speziellen Rastmittel oder dgl. notwendig,
so daß der Gegenstecker ein herkömmlicher Stecker bzw. eine herkömmliche Buchse sein
kann, der nicht speziell auf das Arretierelement abgestimmt sein muß. Dadurch ist
es möglich, den erfindungsgemäßen Steckverbinder in Verbindung mit herkömmlichen Gegensteckern
einzusetzen, ohne daß die gesamte Steckverbindung ausgetauscht werden muß. Dadurch,
daß das Arretierelement in Öffnungsstellung außer Eingriff mit dem Gewindeabschnitt
steht, sind zur Verbindung von Stecker und Gegenstecker nur geringe Steckkräfte zu
überwinden und es kann sichergestellt werden, daß Stecker und Gegenstecker ausreichend
fest miteinander verbunden werden, um eine sichere Verbindung zu erreichen.
[0007] Vorzugsweise ist das Arretierelement federnd ausgebildet und befindet sich in unbelastetem
Zustand in Öffnungsstellung. Das Arretierelement ist vorzugsweise an einer Hülse ausgebildet,
die an einem Trägerkörper des Steckers in mindestens einer Richtung beweglich gelagert
ist. Dadurch ergibt sich eine einfache Ausbildung, die nur einen geringen Bauraum
benötigt.
[0008] Durch die Ausbildung als Hülse kann der Stecker auch an dem das Außengewinde tragenden
Teil des Steckverbinders angeordnet werden, für den nur ein geringer Bauraum zur Verfügung
steht. Vorteilhaft sind mehrere Arretierelemente vorgesehen, die über den Umfang der
Hülse gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Eine einfache Ausgestaltung ergibt sich,
wenn die Arretierelemente als Federn ausgebildet sind, die durch Längsschlitze in
der Hülse voneinander getrennt sind. Die Längsschlitze ermöglichen ein radiales Auslenken
der einzelnen Federelemente. Vorzugsweise ist das Betätigungsmittel an dem Trägerkörper
angeordnet. Dadurch werden nur wenige Bauteile für den Steckverbinder benötigt. Vorzugsweise
ersetzt die Hülse die ein Außengewinde tragende Gewindehülse bzw. die ein Innengewinde
tragende Überwurfmutter bei üblichen Steckverbindern, so daß der erfindungsgemäße
Steckverbinder mit der gleichen Anzahl von Bauteilen herzustellen ist wie Steckverbinder
ohne Arretierverbindung.
[0009] Es ist vorgesehen, daß der Stecker ein Steckerteil mit einem Kontaktträger zur Aufnahme
von Steckerkontakten ist, wobei die Hülse an dem Kontaktträger gelagert ist und das
Arretierelement in Arretierstellung radial nach außen ausgelenkt ist. Vorzugsweise
ist das Betätigungsmittel eine Verdickung am Außenumfang des Kontaktträgers. Es kann
jedoch auch vorgesehen sein, daß der Trägerkörper ein Buchsenteil ist und das Arretierelement
in Arretierstellung radial nach innen ausgelenkt ist. Das Arretierelement ist vorzugsweise
am Innenumfang einer Betätigungshülse angeordnet und das Betätigungsmittel ist eine
Verdickung am Innenumfang der Betätigungshülse. Eine geringe Anzahl von Bauteilen
kann dadurch erreicht werden, daß die Betätigungshülse einteilig mit dem Buchsenteil
ausgebildet ist.
[0010] Vorzugsweise ist die Hülse um den Trägerköper drehbar. Die Drehbewegung der Hülse
bewirkt dabei einen Eingriff der Arretierelemente mit dem Betätigungsmittel und eine
radiale Auslenkung des Arretierelements. Der Eingriff des Arretierelements in einen
Gewindeabschnitt des Gegensteckers bewirkt in Verbindung mit der Drehbewegung der
Hülse ein weiteres Anziehen von Stecker und Gegenstecker, so daß eine feste Verbindung
von Stecker und Gegenstecker dadurch gewährleistet ist. Dabei ist das Arretierelement
insbesondere ebenfalls als Gewinde ausgebildet. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
daß das Arretierelement als Gewinde ausgebildet ist und mit einem nicht als Gewinde
ausgebildeten Element des Gegensteckers zusammenwirkt. Zweckmäßig ist mindestens ein
Anschlag vorgesehen, der die Relativbewegung zwischen der Hülse und dem Trägerkörper
begrenzt.
[0011] Vorzugsweise besitzt der Steckverbinder eine Arretierverbindung zwischen einem Steckkontakte
aufweisenden Steckerteil und einem Buchsenkontakte aufweisenden Buchsenteil, wobei
ein Kontaktträger des Steckerteils die Steckerkontakte umschließt und eine auf seinem
Umfang längsverschiebbare, radial unverschiebbare Gewindehülse mit einem Außengewinde
trägt. Dabei ist vorgesehen, daß der steckerteilseitige Endbereich der Gewindehülse
radial beweglich gestaltet ist und der Kontaktträger auf seinem steckerteilseitigen
Endbereich mindestens ein Spreizmittel aufweist, das den Gewindehülsen-Endbereich
bei der Arretierverbindung des Steckerteils mit dem Buchsenteil aufspreizt und gegen
die Innenwand des auf den Kontaktträger-Endbereich aufgeschobenen Buchsenteils drückt.
[0012] Durch die Bewegung des Steckerteils in die Gewindehülse hinein wird das auf den Kontaktträger
aufgeschobene und gegen die Gewindehülse gedrückte Buchsenteil mittels einer Klemmverbindung
fest mit dem Steckerteil verbunden. Eine weitere Ausbildung der Erfindung ist so getroffen,
daß der Endbereich der Gewindehülse mehrfach längsgeschlitzt ist und dadurch mehrere
Federn gebildet sind und daß das Spreizmittel durch mit den Federn zusammenwirkende
Längsstege gebildet ist. Die Federn werden damit auf einfache Weise durch ihre darunter
liegenden Stege aufgespreizt, wenn der Kontaktträger gegen die Gewindehülse entsprechend
verschoben wird.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung weisen die Federn auf ihrem freien
Endbereich eine Feder-Ringzahnung auf. Diese ist angepaßt an eine an der Innenseite
des Buchsenteils angeordnete Buchsen-Ringzahnung (meist als Innengewinde ausgeformt).
Dadurch wird die Arretierung des Buchsenteils am Steckerteil noch fester. Vorzugsweise
kann die Feder-Ringzahnung als Gewindesegment ausgeführt werden.
[0014] Gemäß einer zweckmäßigen, weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Relativverschiebung
zwischen Kontaktträger und Gewindehülse mittels einer Überwurfmutter vorgenommen,
die einerseits über einen Ringanschlag mit dem Kontaktträger und andererseits mit
einem Innengewinde mit dem Außengewinde der Gewindehülse in Wirkverbindung steht.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist auf dem dem Steckerteil abgewandten
Endbereich des Kontaktträgers ein hülsenförmiges Gehäuse befestigt, das mit einem
Bund versehen ist, dessen dem Steckerteil abgewandte Seite der Gegenringanschlag für
den Ringanschlag der Überwurfmutter ist. Ein derartiger Aufbau von Kontaktträger,
Gehäuse und Überwurfmutter bringt einen Montagevorteil.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung weisen Gegenringanschlag und Ringanschlag
radiale Riffelungen auf. Bei der Arretierverbindung des Steckerteils mit dem Buchsenteil
läßt sich damit vermeiden, daß sich die Überwurfmutter bei Erschütterungen des Steckverbinders
löst.
[0017] Eine weitere Ausbildung der Erfindung sieht vor, daß die Überwurfmutter im nicht
gespreizten Zustand der Federn außer Eingriff mit dem Außengewinde der Gewindehülse
ist und daß Überwurfmutter und Gehäuse bei diesem Zustand wirksame Sperrmittel zur
Verdrehsicherung der Überwurfmutter aufweisen. Die Handhabung von Steckerteil und
Buchsenteil für die Arretierverbindung wird somit verbessert.
[0018] Um die Verdrehsicherung der Überwurfmutter vor der Arretierverbindung stets zu gewährleisten,
ist gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung zwischen der Gewindehülse und der
dem Buchsenteil zugewandten Seite des Bunds eine Schraubenfeder angeordnet.
[0019] Gemäß einer zweckmäßigen, weiteren Ausbildung der Erfindung ist das Außengewinde
der Gewindehülse in Segmente unterteilt.
[0020] Gemäß einer zweckmäßigen, weiteren Ausbildung der Erfindung ist das Innengewinde
der Überwurfmutter in Segmente unterteilt.
[0021] Gemäß einer zweckmäßigen, weiteren Ausbildung der Erfindung sind auf dem Gehäuse
und in der Überwurfmutter Anschläge zur Begrenzung des Drehwinkels der Überwurfmutter
angeordnet.
[0022] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Steckerteil eines Steckverbinders gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf einen in Fig. 1 gezeigten Kontaktträger,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Kontaktträgers der Fig. 2,
- Fig. 4
- eine gegenüber der Fig. 3 um einen rechten Winkel versetzte Seitenansicht des Kontaktträgers
der Fig. 2,
- Fig. 5 und 6
- perspektivische Ansichten des Kontaktträgers der Fig. 3 und 4,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf ein in Fig. 1 gezeigtes Gehäuse,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht des Gehäuses der Fig. 17,
- Fig. 9
- eine gegenüber der Fig. 8 um einen rechten Winkel versetzte Seitenansicht des Gehäuses
der Fig. 17,
- Fig. 10 und 11
- perspektivische Ansichten des Gehäuses der Fig. 8 und 9,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf eine in Fig. 1 gezeigte Gewindehülse,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht der Gewindehülse der Fig. 12,
- Fig. 14
- eine gegenüber der Fig. 13 um einen rechten Winkel versetzte Seitenansicht der Gewindehülse
der Fig. 12,
- Fig. 15 und 16
- perspektivische Ansichten der Gewindehülse der Fig. 13 und 14,
- Fig. 17
- eine Draufsicht auf eine in Fig. 1 gezeigte Überwurfmutter,
- Fig. 18
- einen Schnitt längs der Line XVIII der Fig. 17,
- Fig. 19
- einen Schnitt längs der Linie XIX der Fig. 12,
- Fig. 20 und 21
- perspektivische Ansichten der Überwurfmutter der Fig. 18 und 19,
- Fig. 22
- einen Längsschnitt durch den Steckverbinder gemäß der Erfindung bei Beginn der Arretierverbindung,
- Fig. 23
- einen Längsschnitt durch den Steckverbinder gemäß der Erfindung bei Beendigung der
Arretierverbindung,
- Fig. 24
- eine Seitenansicht eines Kontaktträgers eines Steckerteils,
- Fig. 25
- eine Seitenansicht des Kontaktträger aus Fig. 24 in Richtung des Pfeils XXV in Fig.
24,
- Fig. 26
- eine perspektivische Darstellung des Kontaktträgers aus Fig. 24,
- Fig. 27
- eine Seitenansicht des Kontaktträger in Richtung des Pfeils XXVII in Fig. 24,
- Fig. 28
- einen Schnitt durch den Kontaktträger entlang der Linie XXVIII-XXVIII in Fig. 27,
- Fig. 29
- eine Seitenansicht einer Hülse eines Steckerteils,
- Fig. 30
- eine Draufsicht auf die Hülse in Richtung des Pfeils XXX in Fig. 29,
- Fig. 31
- eine Seitenansicht der Hülse in Richtung des Pfeils XXXI in Fig. 29,
- Fig. 32
- einen Schnitt durch die Hülse entlang der Linie XXXII-XXXII in Fig. 31,
- Fig. 33
- der Ausschnitt XXXIII aus Fig. 31 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 34
- eine perspektivische Darstellung der Hülse,
- Fig. 35
- ein Steckerteil in vergrößerter Schnittdarstellung,
- Fig. 36
- eine Seitenansicht eines Kontaktträgers,
- Fig. 37
- eine Seitenansicht des Kontaktträgers in Richtung des Pfeils XXXVII in Fig. 36,
- Fig. 38
- eine Seitenansicht des Kontaktträgers in Richtung des Pfeils XXXVIII in Fig. 36,
- Fig. 39
- einen Schnitt entlang der Linie XXXIX-XXXIX in Fig. 38,
- Fig. 40
- eine Hülse in Seitenansicht,
- Fig. 41
- eine Seitenansicht der Hülse in Richtung des Pfeils XLI in Fig. 40,
- Fig. 42
- eine Draufsicht auf die Hülse in Richtung des Pfeils XLII in Fig. 40,
- Fig. 43
- einen Schnitt entlang der Linie XLIII-XLIII in Fig. 42,
- Fig. 44
- eine Seitenansicht eines Buchsenteils,
- Fig. 45
- eine perspektivische Darstellung des Buchsenteils aus Fig. 44,
- Fig. 46
- einen Steckverbinder mit Arretierelementen in Öffnungsstellung in Schnittdarstellung,
- Fig. 47
- einen Steckverbinder in verriegelter Stellung von Stecker und Gegenstecker in Schnittdarstellung.
[0023] In Fig. 1 ist ein Steckerteil 1 eines runden Steckverbinders dargestellt. Das Steckerteil
1 weist im wesentlichen einen zylinderförmigen Kontaktträger 2, ein auf einem Endbereich
des Kontaktträgers 1 befestigtes, zylinderförmiges Gehäuse 3 mit einem Bund 4, eine
auf dem Kontaktträger 2 längsverschiebbar und radial unverschiebbar angeordnete Gewindehülse
5, eine mit dem Gehäuse 3 und der Gewindehülse 5 im Eingriff stehenden Überwurfmutter
6, eine zwischen der Gewindehülse 5 und dem Bund 4 angeordnete Schraubenfeder 7 und
einen auf einem Bund der Gewindehülse 5 angeordneten Gummiring 8 auf, der vorzugsweise
an diesem Bund befestigt ist. Der Kontaktträger 1 umschließt Steckerkontakte 9, die
im einzelnen nicht näher dargestellt sind. Die Überwurfmutter 6 ist mittels eines
Sicherungsrings 10 auf dem Gehäuse 3 gesichert.
[0024] Die wesentlichen Bauelemente 2, 3, 5 und 6 des Steckerteils 1 werden im folgenden
anhand der Fig. 2 bis 21 näher beschrieben.
[0025] Aus den Fig. 2 bis 6 geht der Aufbau des Kontaktträger 2 hervor, der zylinderförmig
ausgebildet ist und hier fünf Steckerkontakte, wie die Steckerkontakte 9, umschließt.
Auf seinem Umfang sind sechs in Längsrichtung verlaufende Führungsstege, wie der Führungssteg
11, verteilt angeordnet, zwischen denen im steckerteilseitigen Endbereich 12 des Kontaktträgers
2 sechs kurze, in Längsrichtung verlaufende Gleitstege, wie der Gleitsteg 13, verteilt
angeordnet sind. In diesem Endbereich weist der Kontaktträger 2 einen Hohlraum 14
zur Aufnahme eines Buchsenteils auf, wobei ein Positionierungssteg 15 für das richtige
Positionieren des Buchsenteils im Steckerteil sorgt. Eine Ringfläche bildet die Stirnseite
16. Im entgegengesetzten Endbereich 17 des Kontaktträgers 2 ist dieser vierflüglich
ausgebildet, wobei die Flügel mit den Steckerkontakten 9 fluchten und Öffnungen für
die Aufnahme von Kabeladern aufweisen. In der Nähe des Flügelfußes ist eine Ringnut
18 ausgebildet, und zwischen der Ringnut und einem Absatz des Kontaktträgers sind
zwei gegenüberliegende Positionierungsstege 19 vorgesehen (Fig. 4).
[0026] In den Fig. 7 bis 11 ist der Aufbau des zylinderförmigen Gehäuses 3 dargestellt,
das zur Aufnahme des Kabels, der Kabelkontaktierung und der nicht dargestellten Kabelzugentlastung
dient. Das Gehäuse 3 weist in der Mitte einen verdickten Teil 20, der mit einer Ringnut
21 zur Aufnahme des Sicherungsrings 10 (Fig. 1) und mit zwei Drehbegrenzungsanschlägen
22 zwischen der Ringnut 21 und dem Bund 4 versehen ist, am vorderen Ende zwei Ausnehmungen
23 zur Aufnahme der Positionierungsstege 19 (Fig. 4) und am hinteren Ende eine keilförmige
Verdickung 24 auf. Von den Drehbegrenzungsanschlägen 22 dient einer auch zur Arretierung
der Überwurfmutter 6 im nicht arretierten Zustand des Steckverbinders. Die dem vorderen
Ende des Gehäuses abgewandte Seite des Bunds 4 ist mit einer radialen Riffelung 25
versehen.
[0027] In den Fig. 12 bis 16 ist der Aufbau der Gewindehülse 5 dargestellt, die einen schwächeren
Vorderteil 26 und einen stärkeren Hinterteil 27 (Fig. 14) aufweist, wobei beide Teile
durch einen Bund 28 getrennt sind. Der Bund 28 trägt den Gummiring 8 (in den Fig.
12 bis 16 nicht gezeigt, siehe Fig. 1). Das Vorderteil 26 ist sechsfach längsgeschlitzt,
so daß sechs Federn, wie die Feder 29, gebildet sind. Die freien Enden der Federn
29 sind mit einem Außengewinde 30 für den Eingriff in die Innenwand des Buchsenteils
versehen. Der Hinterteil 27 weist ein Außengewinde 31 und am Ende einen Bund 32 auf.
Außengewinde 31 und Bund 32 sind in zwei Segmente 33, 34 unterteilt (Fig. 15, 16).
[0028] Aus den Fig. 17 bis 21 geht der Aufbau der Überwurfmutter 6 hervor. Die Überwurfmutter
6 weist innen eine Ringschulter 35 auf, die auf der Vorderseite eine radiale Riffelung
36 trägt, auf der Rückseite mit einem Drehbegrenzungsgegenanschlag 37 versehen ist,
der an den Drehbegrenzungsanschlag 22 (Fig. 9) anschlägt, und mindestens eine Aussparung
35' aufweist, in der ein Drehbegrenzungsanschlag 22 (Fig. 9) bei der Arretierung der
Überwurfmutter 6 aufgenommen wird. Die Riffelung 36 arbeitet mit der Riffelung 25
(Fig. 9) zusammen. Auf der Außenseite trägt die Überwurfmutter 6 zur besseren Handhabung
eine Riffelung 38. Auf der Vorderseite der Überwurfmutter 6 sind innen zwei gegenüberliegende
Gewindesegmente 39, 40 angeordnet, die dem Außengewinde 31 (Fig. 14) angepaßt sind
und in dieses eingreifen können.
[0029] Die Fig. 22 zeigt neben dem bereits in Fig. 1 dargestellten Steckerteil 1 auch das
Buchsenteil 41 eines Gegenstücks (Verteiler), das in das Steckerteil 1 eingesteckt
ist, ohne jedoch bereits am Buchsenteil 41 arretiert zu sein. Das Buchsenteil 41 ist
zylinderförmig ausgebildet und trägt auf seiner Innenwand ein Innengewinde 42, das
an das Außengewinde 30 angepaßt ist und diesem gegenüberliegt. Im Buchsenteil 41 ist
zentral ein zylindrischer Vollkörper 43 angeordnet, der in nicht dargestellter Weise
Buchsenkontakte umschließt, die mit den Steckerkontakten 9 zusammenwirken. Am Fuß
des Vollkörpers 43 ist eine Ringdichtung 44 angeordnet. Die Überwurfmutter 6 kann
aufgrund der Gestaltung der Gewindehülse 5 noch nicht gedreht werden, sondern ist
von dieser blockiert. Beim weiteren Vorschieben des Steckerteils 1 versucht der Kontaktträger
2 die Gewindehülse an den Federn 29 aufzuspreizen. Da dies in der in Fig. 22 gezeigten
Stellung nicht möglich ist, wird die Gewindehülse 5 bis zum nächsten freien Gewindegang
des Außengewindes 31 mitgenommen. Der Gummiring 8 wird dabei gestaucht und bietet
dann den erforderlichen Widerstand.
[0030] In Fig. 23 ist derjenige Zustand des Steckverbinders gezeigt, in dem der Steckerteil
1 mit dem Buchsenteil 41 verriegelt ist. Die Federn 29 sind jetzt aufgrund des weiteren
Vorschiebens des Steckerteils 1 durch die Gleitstege 13 aufgespreizt und greifen formschlüssig
in das Innengewinde 42 des Buchsenteils 41 ein. Das Steckerteil 1 kann nun mit geringem
Kraftaufwand bis zur Ringdichtung 44 vorgeschoben werden. Die Überwurfmutter 6 schiebt
sich dabei über das hintere Ende 27 der Gewindehülse 5. Dabei wird die Arretierung
der Überwurfmutter 6 entriegelt, so daß sich diese jetzt drehen läßt. Die Überwurfmutter
6 wird nun nach rechts gedreht. Die Gewindesektoren 39, 40 der Überwurfmutter 6 greifen
in die Gewindesektoren 33, 34 der Gewindehülse 5 ein. Je nach Abmessungen und Gestaltung
des nicht genormten Buchsenteils 41 kann dies in unterschiedliche Gewindegänge erfolgen.
Beim Anziehen der Überwurfmutter 6 wird das Steckerteil 1 weiter in das Buchsenteil
41 gezogen und drückt dabei auf die Ringdichtung 44. Damit wird in der Verbindung
zwischen Steckerteil und Buchsenteil ein gewisser Schutzgrad, der sogenannte Schutzgrad
IP67, erreicht. Die Riffelungen 25, 36 an den Auflageflächen von Überwurfmutter 6
und Gehäuse 3 sorgen dafür, daß sich die Überwurfmutter 6 nicht mehr selbsttätig lösen
kann.
[0031] Die Arretierverbindung, die in den Fig. 1 bis 23 dargestellt ist, kann auch am Innengewinde
42 des Buchsenteils ausgebildet sein. In diesem Fall besitzt das Buchsenteil radial
nach innen auslenkbare Federn, die in das Außengewinde am Kontaktträger eingreifen.
[0032] Ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Steckverbinder ist in den Fig. 24 bis
35 gezeigt. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Arretierelemente an dem die
Steckkontakte tragenden Kontaktträger angeordnet und wirken mit einem Buchsenteil
zusammen, das ein Innengewinde besitzt. Das Innengewinde kann beispielsweise an einer
Überwurfmutter des Buchsenteils angeordnet sein.
[0033] In den Fig. 24 bis 28 ist ein Kontaktträger 52 gezeigt, der einteilig und insbesondere
aus Kunststoff ausgebildet ist. Benachbart zu der einem Gegenstecker zugewandten Stirnseite
16 des Kontaktträgers 52 besitzt der Kontaktträger 52 einen Wulst 55, der zur Aufnahme
einer nicht gezeigten Dichtung dient. Benachbart zum Rastwulst 55 ist ein umlaufender
Steg 54 an einem Grundkörper 75 des Kontaktträger 52 angeordnet, der radial nach außen
ragt und der zur Abstützung der auf dem Wulst 55 anzuordnenden Dichtung dient. Der
Kontaktträger 52 besitzt drei Anschläge 58 (Fig. 27), die als parallel zur Steckerlängsachse
45 verlaufende Stege ausgebildet sind. Der Grundkörper 75 des Kontaktträgers 52 ist
im wesentlichen zylindrisch ausgebildet. Die Anschläge 58 sind am Außenumfang des
Grundkörpers 75 angeordnet und unterteilen den Umfang des Grundkörpers 75 in drei
gleiche Umfangsbereiche 76. In jedem Umfangsbereich 76 ist eine Verdickung 53 benachbart
zum Steg 54 angeordnet, die sich in Umfangsrichtung etwa über den halben Umfangsbereich
76 erstreckt. Die Verdickungen 53 erstrecken sich dabei jeweils bis zu einem der Anschläge
58. Wie Fig. 27 zeigt, liegen die Verdickungen 53 in Blickrichtung von dem der Stirnseite
16 abgewandten Ende des Kontaktträgers 52 jeweils im Uhrzeigersinn vor einem Anschlag
58. Jede Verdickung 53 besitzt in Umfangsrichtung an ihrem dem Anschlag 58 entfernt
liegenden Ende eine Auflaufschräge 57. Wie Fig. 26 und Fig. 28 zeigen, besitzen die
Verdickungen 53 an ihrer dem Steg 54 abgewandt liegenden Seite eine Schräge 59.
[0034] An seiner Stirnseite 16 besitzt der Kontaktträger 52 einen Positioniersteg 15 zur
Festlegung der Drehstellung gegenüber dem Gegenstecker. Wie Fig. 25 zeigt, besitzt
der Kontaktträger 52 fünf Aufnahmen 56 für in Fig. 24 bis Fig. 28 nicht gezeigte Steckerkontakte.
Wie Fig. 28 zeigt, ist an dem dem Gegenstecker abgewandt liegenden Ende eine umlaufende
Nut 61 sowie ein Bund 60 vorgesehen.
[0035] Die Fig. 29 bis 34 zeigen eine Hülse 65, die auf dem Kontaktträger 52 aus den Fig.
24 bis 28 angeordnet werden kann. Die Hülse 65 besitzt einen Bund 64 mit vergrößertem
Durchmesser, an dessen Umfang eine Riffelung 66 angebracht ist. Dadurch kann die Hülse
65 leicht gedreht werden. Die Hülse 65 besitzt am Bund 64 eine Öffnung 71, die gegenüber
dem Hülsengrundkörper einen verkleinerten Durchmesser besitzt und mit einem Absatz
67 in den Hülsengrundkörper übergeht. An dem dem Bund 64 abgewandten Ende besitzt
die Hülse drei Schlitze 68, die sich parallel zur Steckerlängsachse 45 erstrecken.
Die zwischen den Schlitzen 68 stehenbleibenden Stege bilden Federn 69. An dem dem
Bund 64 abgewandten Ende tragen die Federn 69 ein Außengewinde 70, das als Rechtsgewinde
ausgebildet ist. Wie Fig. 31 zeigt, sind die drei Federn 69 gleichmäßig über den Umfang
der Hülse 65 verteilt angeordnet. Jede Feder 69 erstreckt sich über einen Umfangswinkel
α von vorzugsweise etwa 65°.
[0036] In Fig. 31 ist die Hülse in Blickrichtung von dem dem Bund 64 abgewandten Ende gezeigt.
Das bei dieser Blickrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn liegende Ende der Federn 69
ist abgeschrägt ausgebildet. In Fig. 33 ist die Abschrägung vergrößert gezeigt. Die
Feder 69 ist über einen Winkel γ mit einer Auflaufschräge 72 versehen. Die Auflaufschräge
72 ist an der radial innenliegenden Seite der Feder 69 angeordnet. Das Gewinde 70
besitzt eine Einlaufschräge 73, die vorzugsweise als Radius ausgebildet ist und die
sich über einen Winkel β erstreckt, der vorzugsweise etwas kleiner als der Winkel
γ ist. Die Winkel β und γ sind erheblich kleiner als der Umfangswinkel α, über den
sich die Feder 69 erstreckt. Der Winkel β kann beispielsweise 15° und der Winkel γ
16° betragen.
[0037] In Fig. 35 ist das Steckerteil 51 aus dem Kontaktträger 52 und der Hülse 65 zusammengebaut
gezeigt. In zusammengebautem Zustand ist die Hülse 65 auf den Kontaktträger 52 aufgeschoben.
Der Bund 64 ist an dem dem Gegenstecker abgewandten Ende des Grundkörpers 75 des Kontaktträgers
52 angeordnet. Vorzugsweise liegt der Absatz 67 der Hülse 65 an dem Bund 60 des Kontaktträgers
52 an. Wie Fig. 32 zeigt, besitzt der Absatz 67 Rastvertiefungen 74, in die nicht
gezeigte Rastnasen des Kontaktträgers 52 ragen. Die Rastnasen und die Rastvertiefungen
74 legen dabei vorzugsweise zwei vorgegebene Drehstellungen zwischen Kontaktträger
52 und Hülse 65 fest, nämlich die Öffnungsstellung die Arretierstellung. In Öffnungsstellung
liegen die Federn 69 am Grundkörper 75 des Kontaktträgers 52 an und ragen vorzugsweise
bis zum Steg 54. Die Anschläge 58 sind jeweils in einem Schlitz 68 der Hülse 65 angeordnet.
Bei einer Drehung der Hülse 65 in Blickrichtung von dem dem Gegenstecker abgewandten
Ende des Kontaktträgers 52 auf den Gegenstecker nach rechts kommen die Auflaufschrägen
72 der Federn 69 mit den Auflaufschrägen 57 an den Verdickungen 53 in Eingriff. Die
Verdickungen 53 betätigen die Federn 69 und drücken diese radial nach außen. In Fig.
35 sind die Federn 69 um eine radiale Auslenkung a in radialer Richtung zur Steckerlängsachse
45 ausgelenkt. Dadurch kommt das Außengewinde 70 mit einem nicht dargestellten Gegengewinde
des Gegensteckers in Eingriff. Die in Fig. 33 gezeigte Einlaufschräge 73 am Gewinde
70 stellt sicher, daß sich das Außengewinde 70 nicht im Gegengewinde des Gegensteckers
verkantet, sondern in die Gewindegänge eingreift. Durch eine Drehung der Hülse 65
kann dadurch eine Arretierung zwischen Stecker und Gegenstecker erreicht werden. Durch
Drehen der Hülse 65 in entgegengesetzter Richtung kommen die Federn 69 außer Eingriff
mit den Verdickungen 53 und werden aufgrund ihrer Eigenelastizität in die Ausgangsstellung,
also an den Grundkörper 75 des Kontaktträgers 52, zurückgezogen. Dadurch können Stecker
und Gegenstecker unbehindert in Richtung der Steckerlängsachse 45 ineinander gesteckt
oder voneinander gelöst werden.
[0038] Ein Ausführungsbeispiel für einen Kontaktträger 62 ist in den Fig. 36 bis 39 gezeigt.
Der Aufbau des Kontaktträgers 62 entspricht im wesentlichen dem in den Fig. 24 bis
28 gezeigten Kontaktträger 52. Für gleiche Elemente sind gleiche Bezugszeichen verwendet.
Am Bund 60 des Kontaktträgers 62 sind drei Rastnasen 63 (Fig. 38) angeordnet, die
mit der in Fig. 32 gezeigten Rastvertiefung 74 der Hülse 65 zusammenwirken und die
Öffnungsstellung und die Arretierstellung der Hülse 65 festlegen.
[0039] An der Stirnseite 16 besitzt der Kontaktträger 62 eine Dichtung 80, die als Dichtring
ausgebildet ist und die mit einem Halter 83 am Grundkörper 75 des Kontaktträgers 62
festgelegt ist. Wie der Schnitt in Fig. 39 zeigt, besitzt der Kontaktträger 62 hierzu
eine umlaufende Nut 81, in die ein Bund 82 des Halters 83 eingreift. Die Dichtung
bewirkt eine Abdichtung der Verbindung von Stecker und Gegenstecker. Zum Verbinden
des Kontaktträgers 62 mit einem Gegenstecker wird der Kontaktträger 62 in den Gegenstecker
eingesteckt und die in den Fig. 36 bis 39 nicht gezeigte Hülse 65 wird verdreht, so
daß die Federn 69 auf den Verdickungen 53 zu liegen kommen und dadurch radial nach
außen ausgelenkt werden. Da die Hülse 65 ein Rechtsgewinde besitzt, bewirkt eine Drehung
der Hülse 65 ein Andrücken des Kontaktträgers 62 an den Gegenstecker, so daß die Dichtung
80 an den Gegenstecker angedrückt und mit einer vorgegebenen Kraft beaufschlagt ist.
Die Andruckkraft auf die Dichtung 80 kann durch die Positionierung der Anschläge 58
festgelegt werden. Dadurch ist eine einfache und sichere Verbindung zwischen Stecker
und Gegenstecker ermöglicht.
[0040] In den Fig. 40 bis 43 ist ein Ausführungsbeispiel einer Hülse 85 gezeigt, die ein
Innengewinde 90 trägt. Die Hülse 85 besitzt einen Bund 84, an dessen Außenumfang eine
Riffelung 86 angebracht ist, die eine gute Betätigung der Hülse 85 ermöglicht. Wie
Fig. 41 zeigt, besitzt die Hülse 85 drei Federn 89, die durch Schlitze 88 im Hülsengrundkörper
gebildet sind.
[0041] Die Schlitze 88 erstrecken sich dabei über annähernd die gesamte Länge der Hülse
85 bis an einen Boden 87 der Hülse. Die Federn 89 sind demnach als kreissegmentförmige
Stege ausgebildet. Die Federn 89 federn aufgrund der Eigenelastizität des Materials,
vorzugsweise eines Kunststoffs. Der Boden 87 der Hülse 85 besitzt eine mittige Öffnung
91. In dem Bereich zwischen den Federn 89 und der Öffnung 91 besitzt der Boden 87
der Hülse 85 jeweils eine Rastvertiefung 94, die in radialer Richtung verläuft.
[0042] Das Gewinde 90 ist als Rechtsgewinde ausgebildet. In Fig. 41 ist die Hülse 85 in
Blickrichtung von dem dem Bund 84 entfernt liegenden Ende gezeigt. An der in dieser
Darstellung entgegen dem Uhrzeigersinn liegenden Kante besitzen die Federn 89 an der
radial außenliegenden Seite eine Auflaufschräge 92. Das Innengewinde 90 besitzt an
der radial innenliegenden Seite einen Einlaufschräge 93.
[0043] In den Fig. 44 und 45 ist ein Buchsenteil 101 gezeigt, in dem die in den Fig. 40
bis 43 gezeigte Hülse 85 angeordnet werden kann. Das Buchsenteil besitzt eine Buchse
102, an der Kontaktbuchsen 109 ausgebildet sind. Radial außerhalb der Buchse 102 ist
koaxial zur Buchse 102 eine Betätigungshülse 103 angeordnet. An der Buchse 102 ist
ein Boden 107 angeordnet, an dem die Betätigungshülse 103 über drei Stege 104 festgelegt
ist. Zwischen dem Boden 107 und der Betätigungshülse 103 sind in dem Zwischenraum
zwischen den Stegen 104 drei Öffnungen 105 ausgebildet. Durch die Öffnungen 105 ragen
die Federn 89 der Hülse 85 im montierten Zustand. Wie Fig. 45 zeigt, besitzt die Betätigungshülse
103 an ihrem Innenumfang drei Anschläge 108, die parallel zur Steckerlängsachse 45
verlaufen und die jeweils im Bereich eines Stegs 104 angeordnet sind. Die Anschläge
108 sind als Längsstege ausgebildet.
[0044] Am Innenumfang 111 der Betätigungshülse 103 ist jeweils zwischen zwei Anschlägen
108 eine Verdickung 113 ausgebildet. In Fig. 44 ist das Buchsenteil 101 in Blickrichtung
von der dem Gegenstecker abgewandten Seite auf den Gegenstecker gezeigt. In dieser
Blickrichtung sind die Verdickungen 113 jeweils entgegen dem Uhrzeigersinn benachbart
zu einem Steg 104 und einem Anschlag 108 angeordnet. An der dem Anschlag 108 abgewandt
liegenden Seite besitzt jede Verdickung eine Auflaufschräge 114. Die Auflaufschräge
114 ist damit im Uhrzeigersinn vor der Verdickung 113 angeordnet.
[0045] In Fig. 46 ist ein Steckverbinder 110 gezeigt. Der Steckverbinder 110 besitzt ein
Buchsenteil 101, an dem die Hülse 85 angeordnet ist. Der Boden 87 der Hülse 85 ist
auf der dem Gegenstecker abgewandt liegenden Seite des Bodens 107 des Buchsenteils
101 angeordnet. Die Federn 89 ragen durch die Öffnungen 105 des Buchsenteils 101.
Die Betätigungshülse 103 liegt radial außerhalb der Federn 89 zwischen den Federn
und dem Bund 84 der Hülse 85. Die Federn 89 liegen am Innenumfang 111 der Betätigungshülse
103 in einem Bereich an, der keine Verdickung 113 aufweist. Die Federn 89 erstrecken
sich etwa parallel zur Steckerlängsachse 45.
[0046] Am Buchsenteil 101 ist ein Steckerteil 120 angeordnet, das in Fig. 46 schematisch
dargestellt ist und das den Gegenstecker bildet. Das Steckerteil 120 besitzt Steckerkontakte
121, die in die Kontaktbuchsen 109 der Buchse 102 ragen. Das Steckerteil 120 besitzt
eine Gewindehülse 123, die ein Außengewinde 122 besitzt. Am Boden 107 des Buchsenteils
101 ist eine Dichtung 106 angeordnet, an der die Gewindehülse 123 anliegt. In der
in Fig. 46 gezeigten Öffnungsstellung ist das Gewinde 90 der Hülse 85 nicht in Eingriff
mit dem Außengewinde 122 des Steckerteils 120. Dadurch kann das Steckerteil 120 unbehindert
in das Buchsenteil 101 eingesteckt werden, bis die Gewindehülse 123 an der Dichtung
106 anliegt. Anschließend kann die Verbindung der beiden Stecker arretiert werden.
[0047] In Fig. 47 ist der Steckverbinder in Arretierstellung gezeigt. Die Hülse 85 wurde
gegenüber der in Fig. 46 gezeigten Stellung bei der Blickrichtung vom Buchsenteil
auf das Steckerteil im Uhrzeigersinn gedreht. Die Auflaufschrägen 92 der Federn 89
sind dadurch mit den Auflaufschrägen 114 an den Verdickungen 113 in Eingriff gekommen
und die Federn 89 wurden von der Betätigungshülse 103 radial nach innen ausgelenkt.
Wie Fig. 47 zeigt, ist das Gewinde 90 der Federn 89 mit dem Gewinde 122 der Gewindehülse
123 in Eingriff. Die Federn 89 wurden um eine radiale Auslenkung b radial nach innen
ausgelenkt. Aufgrund der Drehung der Gewindehülse 85 wurden die Gewinde 90 und 122
weiter ineinander gedreht, so daß das Buchsenteil 101 und das Steckerteil 120 weiter
aneinander angedrückt wurden und die Dichtung 106 zusammengedrückt wurde. Der Weg,
um den die Dichtung 106 weiter zusammengepreßt wurde, wird durch die Lage der Anschläge
108 an der Betätigungshülse 103 bestimmt. Die in Fig. 41 gezeigte Einlaufschräge 93
an den Federn 89 stellt sicher, daß das Gewinde 90 in das Gewinde 122 der Gewindehülse
123 eingreift.
[0048] Es kann auch eine andere Anzahl von Arretierelementen vorgesehen sein. Die Kontaktträger,
Buchsenteile und Hülsen sind vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet.
1. Steckverbinder mit einer Arretierverbindung zwischen einem Stecker und einem Gegenstecker,
mit mindestens einem Arretierelement, das in einer Öffnungsstellung ein Lösen von
Gegenstecker und Stecker erlaubt und in einer Arretierstellung Stecker und Gegenstecker
gegeneinander verriegelt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steckverbinder ein Betätigungsmittel für das Arretierelement besitzt und wobei
das Betätigungsmittel das Arretierelement von der Öffnungsstellung in die Arretierstellung
in radialer Richtung zur Steckerlängsachse (45) auslenkt.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsmittel das Arretierelement in Arretierstellung in der radial ausgelenkten
Stellung hält.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Arretierelement am Stecker angeordnet ist und mit einem am Gegenstecker ausgebildeten
Gewindeabschnitt zusammenwirkt, wobei das Arretierelement in Arretierstellung in den
Gewindeabschnitt eingreift und in Öffnungsstellung außer Eingriff mit dem Gewindeabschnitt
steht.
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Arretierelement federnd ausgebildet ist und sich in unbelastetem Zustand in Öffnungsstellung
befindet.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Arretierelement an einer Hülse (5, 65, 85) ausgebildet ist, die an einem Trägerkörper
des Steckers in mindestens einer Richtung beweglich gelagert ist, wobei insbesondere
mehrere Arretierelemente vorgesehen sind, die über den Umfang der Hülse (5, 65, 85)
gleichmäßig verteilt angeordnet sind, wobei die Arretierelemente insbesondere als
Federn (29, 69, 89) ausgebildet sind, die durch Längsschlitze (68, 88) in der Hülse
(5, 65, 85) voneinander getrennt sind.
6. Steckverbinder nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsmittel an dem Trägerkörper angeordnet ist.
7. Steckverbinder nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stecker ein Steckerteil (1, 51) mit einem Kontaktträger (2, 52) zur Aufnahme
von Steckerkontakten (9) ist, wobei die Hülse (5, 65) an dem Kontaktträger (2, 52)
gelagert ist und das Arretierelement in Arretierstellung radial nach außen ausgelenkt
ist, wobei das Betätigungsmittel insbesondere eine Verdickung (53) am Außenumfang
des Kontaktträgers (2, 52) ist.
8. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper ein Buchsenteil (101) ist und das Arretierelement in Arretierstellung
radial nach innen ausgelenkt ist, wobei das Arretierelement insbesondere am Innenumfang
einer Betätigungshülse (103) angeordnet ist und das Betätigungsmittel eine Verdickung
(113) am Innenumfang der Betätigungshülse (103) ist und wobei die Betätigungshülse
(103) insbesondere einteilig mit dem Buchsenteil (101) ausgebildet ist.
9. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (65, 85) um den Trägerkörper drehbar ist, wobei insbesondere mindestens
ein Anschlag (58, 108) vorgesehen ist, der die Relativbewegung zwischen der Hülse
(65, 85) und dem Trägerkörper begrenzt.
10. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steckverbinder eine Arretierverbindung zwischen einem Steckerkontakte aufweisenden
Steckerteil (1) und einem Buchsenkontakte aufweisenden Buchsenteil (41) besitzt, wobei
ein Kontaktträger (2) des Steckerteils (1) die Steckerkontakte umschließt und eine
auf seinem Umfang längsverschiebbare, radial unverschiebbare Gewindehülse (5) mit
einem Außengewinde (30, 31) trägt, wobei der steckerteilseitige Endbereich der Gewindehülse
(5) radial beweglich gestaltet ist und wobei der Kontaktträger (2) auf seinem steckerteilseitigen
Endbereich mindestens ein Spreizmittel (13) aufweist, das den genannten Gewindehülsen-Endbereich
bei der Arretierverbindung des Steckerteils (1) mit dem Buchsenteil (41) aufspreizt
und gegen die Innenwand (42) des auf den Kontaktträger-Endbereich aufgeschobenen Buchsenteils
(41) drückt.
11. Steckverbinder nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Endbereich der Gewindehülse (5) mehrfach längsgeschlitzt ist und dadurch mehrere
Federn (29) gebildet sind, daß das Spreizmittel durch mit den Federn zusammenwirkende
Längsstege (13) gebildet ist und daß die Federn (29) auf ihrem freien Endbereich eine
Feder-Ringzahnung (30) aufweisen, die in ihrer Form und Ausrichtung an eine Buchsen-Ringzahnung
(42) an der Innenwand des Buchsenteils (41) angepaßt ist, wobei die Feder-Ringzahnung
(30) und die Buchsen-Ringzahnung (42) Gewinde sind.
12. Steckverbinder nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Relativverschiebung zwischen Kontaktträger (2) und Gewindehülse (5) mittels einer
Überwurfmutter (6) vorgenommen ist, die einerseits über einen Ringanschlag (35) mit
dem Kontaktträger (2) und andererseits mit einem Innengewinde (39, 40) mit dem Außengewinde
(31) der Gewindehülse (5) in Wirkverbindung steht, wobei beim Drehen der Überwurfmutter
(6) eine axiale Bewegung des Kontaktträgers (2) gegenüber der Überwurfmutter (6) ausgeführt
wird, die den Kontaktträger (2) weiter in das Buchsenteil (41) bewegt und gegen die
Ringdichtung (44) drückt.
13. Steckverbinder nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß auf dem dem Buchsenteil (41) abgewandten Endbereich des Kontaktträgers (2) ein hülsenförmiges
Gehäuse (3) befestigt ist, das mit einem Bund (4) versehen ist, dessen dem Buchsenteil
(41) abgewandte Seite der Gegenringanschlag (25) für den Ringanschlag (35) der Überwurfmutter
(6) ist, wobei Gegenringanschlag (25) und Ringanschlag (35) radiale Riffelungen (25,
36) aufweisen und wobei zwischen der Gewindehülse (5) und der dem Buchsenteil (41)
zugewandten Seite des Bunds (4) eine Schraubenfeder (7) angeordnet ist.
14. Steckverbinder nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Überwurfmutter (6) im nicht gespreizten Zustand der Feder (29) außer Eingriff
mit dem Außengewinde (31) der Gewindehülse (5) ist, daß Überwurfmutter (6) und Gehäuse
(3) bei diesem Zustand wirksame Sperrmittel (22) zur Verdrehsicherung der Überwurfmutter
(6) aufweisen und daß auf dem Gehäuse (3) und in der Überwurfmutter (6) Anschläge
(22, 37) zur Begrenzung des Drehwinkels der Überwurfmutter angeordnet sind.
15. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das Außengewinde (31) der Gewindehülse (5) in Segmente (33, 34) und das Innengewinde
der Überwurfmutter (6) in Segmente (39, 40) unterteilt ist und die Gewindesegmente
(33, 34, 39, 40) so gestaltet sind, daß die Gewindehülse (5) und die Überwurfmutter
(6) bei nicht im Eingriff befindlichen Gewinden ineinander axial verschiebbar sind.