Anwendungsgebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Ruder für schnelle Schiffe mit hochbelasteten Propellern.
Stand der Technik
[0002] Schiffsruder, wie Vollschwebe-Ruder oder Balance-Profilruder, mit oder ohne angelenkter
Flosse, sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt.
[0003] Die
NL 1015629 C offenbart ein Ruder für schnelle Schiffe mit hochbelasteten Propellern, bestehend
aus einem Ruderblatt, wobei dem Ruder ein auf einer antreibbaren Propellerachse angeordneter
Propeller zugeordnet ist, wobei das Ruderblatt aus zwei übereinander liegenden Ruderblattabschnitten
besteht, wobei die dem Propeller zugekehrten ein abgerundetes Profil aufweisenden
Nasenleisten der beiden Ruderblattabschnitte derart positioniert sind, dass die eine
Nasenleiste nach Backbord oder Steuerbord und die andere Nasenleiste nach Steuerbord
oder Backbord versetzt sind, wobei die beiden Seitenwandflächen des Ruderblattes in
eine dem Propeller abgewandte Endleiste zusammenlaufen. Der obere Ruderblattabschnitt
weist ein Querschnittsprofil aufweist, das von einer sich von der dem Propeller zugekehrten
Nasenleiste bis zu einer größten Profildicke sich erweiternden dem Propeller zugekehrten
Querschnittsfläche gebildet wird, wobei die beiden von einer in Längsrichtung des
Ruderblattes verlaufenden Mittellinie gebildeten, dem Propeller zugekehrten Querschnittsflächenabschnitte
der Querschnittsfläche unterschiedliche Größen aufweisen, von denen der größere Querschnittsflächenabschnitt
backbordseitig liegend ist, und der kleinere Querschnittsflächenabschnitt steuerbordseitig
liegend ist, und das von einer sich an die Querschnittsfläche anschließenden und von
der größten Profildicke zur Endleiste konisch sich verjüngenden Querschnittsfläche
gebildet wird, wobei die beiden von der Mittellinie in dem dem Propeller abgekehrten
Bereich des Querschnittsprofils gebildeten Querschnittsflächenabschnitte der Querschnittsfläche
gleich ausgebildet sind. Der untere Ruderblattabschnitt weist ein Querschnittsprofil
auf, das von einer sich von der dem Propeller zugekehrten Nasenleiste zu einer größten
Profildicke konisch sich erweiternden dem Propeller zugekehrten Querschnittsfläche
gebildet wird, wobei die beiden von einer in Längsrichtung des Ruderblattes verlaufenden
Mittellinie gebildeten vorderen Querschnittsflächenabschnitte der Querschnittsfläche
unterschiedliche Größen aufweisen, von denen die größere Querschnittsfläche steuerbordseitig
liegend ist und die kleinere Querschnittsfläche backbordseitig liegend ist, und das
von einer sich an die Querschnittsfläche anschließenden und von der größten Profildicke
zur Endleiste konisch sich verjüngenden Querschnittsflache gebildet wird, wobei die
beiden von der Mittellinie im rückwärtigen Bereich des Querschnittsprofils gebildeten
Querschnittsflächenabschnitte der Querschnittsfläche gleich ausgebildet sind, so dass
die dem Propeller zugekehrte Nasenleiste des oberen Ruderblattabschnittes backbordseitig
zur Mittellinie und die Nasenleiste des unteren Ruderblattabschnittes steuerbordseitig
zur Mittellinie liegend ist. Die propellerseitigen Querschnittsflächenabschnitte des
Querschnittsprofils des oberen Ruderblattabschnittes weisen Randbereiche mit einem
flachen Bogenverlauf und einem stark gewölbten Bogenverlauf auf, wobei die beiden
dem, Propeller abgekehrten Querschnittsflächenabschnitte des Querschnittsprofils des
oberen Ruderblattabschnittes tangential verlaufende Randbereiche aufweisen, und der
Querschnittsflächenabschnitt mit dem Randbereich mit stark gewölbtem Bogenverlauf
steuerbordseitig liegend ist. Die propellerseitigen Querschnittsflächenabschnitte
des Querschnittsprofils des unteren Ruderblattabschnittes weisen Randbereiche mit
einem flachen Bogenverlauf und einem stark gewölbten Bogenverlauf auf, wobei die beiden
dem Propeller abgekehrten Querschnittsflächenabschnitte des Querschnittsprofils des
unteren Ruderblattabschnittes tangential verlaufende Randbereiche aufweisen, und der
Querschnittsflächenabschnitt in dem Randbereich mit stark gewölbtem Bogenverlauf backbordseitig
liegend ist.
[0004] Die Versetzung der beiden dem Propeller zugekehrten Nasenleisten der beiden Ruderblattabschnitte
nach Steuerbord und nach Backbord ist dabei derart, dass die sehr spitz auslaufenden
Nasenleisten weitaus nach außen gekrümmt sind, so dass die dem Propeller zugekehrte
Kante des Ruderblattes einen sinusförmigen Linienverlauf aufweist. Außerdem sind die
Querschnittsflächen der beiden Ruderblattabschnitte gleich groß. Hinzu kommt, dass
der vordere Teil des Ruderblattes, d. h. derjenige Teil, der sich nahe der Schraube
befindet, länger als üblich ausgerührt ist. Der vor dem Ruderschaft liegende Teil
des Ruderblattes ist dabei im oberen und im unteren Bereich sehr stark seitlich nach
Steuerbord und nach Backbord abgebogen. Durch die stark seitlich abgebogenen und sehr
spitz auslaufenden Nasenleisten wird der Propellerwasserstrom aufgespalten und seitlich
abgelenkt, so dass eine Kavitationsbildung eintritt und nicht vermeidbar ist.
[0005] Die
GB 332 082 A beschreibt ein Schiffsruder mit Seitenflächen, die asymmetrisch von beiden Seiten
der Ruderachse zu einer Vorderkante konvergieren, die oberhalb der Schraubenachse
zu einer Seite versetzt ist und unterhalb der genannten Achse zur anderen Seite, wobei
die Vorderkante bei normaler Vorwärtsfahrt des Schiffes dem Wasser des Schraubenstromes
entgegengerichtet ist und die symmetrisch von beiden Seiten der Ruderachse zu einer
Hinterkante konvergieren, die sich in der Mittelebene des Ruders befindet. Die Querschnittsflächen
der beiden übereinanderliegenden Ruderblattabschnitte sind gleich groß. Die dem Propeller
zugekehrten Bereiche der beiden Ruderblattabschnitte sind seitlich weitausladend ausgestellt.
Das hier beschriebene Ruder hat einen stromlinienförmigen Querschnitt von einer querverlaufenden
Ebene bis zu seiner Hinterkante, wobei dieser Teil des Ruders relativ zu seiner Längsmittelachse
symmetrisch ist. Oberhalb der Schraubenachse und vor der querverlaufenden Ebene ist
die Querschnittsform des Ruders asymmetrisch. Die Backbordseite des Ruders setzt ihre
flache Krümmung bis zur Vorderkante fort, die aus der querverlaufenden Ebene nach
Backbord versetzt ist. Von der dem Propeller zugekehrten Vorderkante ist nach achtem
das Ruder in einem Winkel abgeschnitten, wobei die Schnittfläche in eine gekrümmte
Oberfläche divergiert, die zunehmend in die flache Krümmung der Steuerbordseite übergeht.
Der Querschnitt unter der Schraubenachse ist ähnlich dem vorangehend beschriebenen
Teil, jedoch zur gegenüberliegenden Seite, d. h. die Vorderkante ist aus der querverlaufenden
Ebene nach Steuerbord versetzt.
[0006] Nach der Literaturstelle
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 0071, Nr. 10 (M-214), 13. Mai 1983 (1983-05-13) -&;
JP 58 030896 A (ISHIKAWAJIMA HARIMA JUKOGYO KK), 23. Februar 1983 (1983-02-23) ist ein Ruder bekannt,
bei dem durch eine besondere Festlegung der Verteilung der Krümmungsstärke eines Ruderblattes
relativ zu einer Schraubenwellenlinie der Wiedergewinnungsgrad der Rotationsflussenergie
erhöht und der Ruderwiderstand verringert werden soll.
[0007] Hierzu weist das Ruder eine symmetrische Form auf, die an drei Punkten nicht gekrümmt
ist, nämlich der Verlängerung der Schraubenwellenlinie und an den oberen und unteren
Enden der Schraubenwellenlinie und an den oberen und unteren Enden des Ruders. Die
Vorderkante des Ruderblattes im Bereich eines oberen Abschnittes über der Verlängerung
der Schraubenwellenlinie und der im Bereich eines unteren Abschnittes unter der Verlängerung
der Schraubenwellenlinie sind dabei umgekehrt gekrümmt, also nach Backbord und nach
Steuerbord, wobei sich die Stärke der Krümmung sich kontinuierlich relativ zu einer
Vertikalen ändert. Auch bei dieser Ausgestaltung verläuft die dem Propeller zugekehrte
Vorderkante des Ruders sinusförmig und bei einer weiteren Ausgestaltung sind die beiden
Vorderkanten der beiden übereinander liegend angeordneten Ruderblattabschnitte zueinander
versetzt.
[0008] Nach der
DE 516 085 C ist bei einem hinter einem Schiffsantrieb angeordnetem Stromlinienruder die Ruderdrehachse
in oder in unmittelbarer Nähe der Rudervorderkante angeordnet, womit erreicht werden
soll, dass bei Ruderlegung der Ruderkopf jeweils seine Mittelstellung zum Propeller
beibehält und der Schraubenwasserstrom möglichst ohne Wirbel abgeleitet wird.
Aufgabe, Lösung, Vorteil
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Schiffsruder zu schaffen, bei dem Erosionserscheinungen
am Ruder durch Kavitationsbildung, insbesondere beim Einsatz bei schnellen Schiffen
mit hochbelasteten Propellern, vermieden werden und mit dem der Treibstoffverbrauch
gesenkt wird.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Ruder gemäß der eingangs beschriebenen Art mit
den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
[0011] Hiernach ist das Ruderblatt des Ruders gemäß Anspruch 1 erfindungsgemäß in der Weise
ausgebildet, dass der obere Ruderblattabschnitt (10) ein Querschnittsprofil (12) aufweist,
das von einer sich von der dem Propeller (220) zugekehrten Nasenleiste bis zu einer
größten Profildicke (13) konisch sich erweiternden dem Propeller (220) zugekehrten
Querschnittsfläche (14) gebildet wird,
und dass der untere Ruderblattabschnitt (20) ein Querschnittsprofil (22) aufweist,
das von einer sich von der dem Propeller (220) zugekehrten Nasenleiste (21) bis zu
einer größten Profildicke (23) konisch sich erweiternden dem Propeller (220) zugekehrten
Querschnittsfläche (24) gebildet wird, und dass die Querschnittsfläche des oben liegenden
Ruderblattabschnittes (10) größer ist als die Querschnittsfläche des unten liegenden
Ruderblattabschnittes (20).
[0012] Der Vorteil eines derart erfindungsgemäß ausgebildeten Ruders mit zwei spiegelverkehrten
Querschnittsprofilen besteht zum einen in der Verhinderung der Dampfblasenbildung
und zum anderen in der Verhinderung von Erosionserscheinungen am Ruder, die durch
Kavitationsbildung bei schnellen Schiffen mit hochbelasteten Propellern auftritt.
Die spezielle Ausgestaltung des Ruderblattes trägt zu einer Senkung des Treibstoffverbrauchs
bei. Neben einem erheblichen Kavitationsschutz ist auch eine Verbesserung des Wirkungsgrades
gegeben. Eine gravierende Gewichtseinsparung wird erreicht.
[0013] Dadurch, dass die Nasenleisten der beiden Ruderblattabschnitte zueinander versetzt
sind, so dass die Nasenleiste des oberen Ruderblattabschnittes nach Backbord und die
Nasenleiste des unteren Ruderblattabschnittes nach Steuerbord oder die Nasenleiste
des oberen Ruderblattabschnittes nach Steuerbord und die Nasenleiste des unteren Ruderblattabschnittes
nach Backbord versetzt sind, werden jeweils zwei zueinander spiegelverkehrte Querschnittsprofile
der beiden Ruderblattabschnitte erhalten.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig.1 1
- eine Ruderanordnung aus einem Ruderblatt mit einem Ruderschaft und mit einem dem Ruderblatt
zugeordneten Propeller,
- Fig. 2A
- eine schaubildliche Ansicht des Ruderblattes mit zwei übereinander liegend angeordneten
Ruderblattabschnitten und mit zueinander versetzten dem Propeller zugewandten Nasenleisten,
- Fig. 2B
- eine Vorderansicht des Ruderblattes gemäß Fig. 2A,
- Fig. 3
- das Ruderblatt gemäß Fig. 2A mit eingezeichneten Querschnittsformen im oberen Ruderblattabschnitt
und im unteren Ruderblattabschnitt,
- Fig. 4
- eine Ansicht von oben auf das Querschnittsprofil des oberen Ruderblattabschnittes
des Ruders und
- Fig. 5
- eine Ansicht von oben auf das Querschnittsprofil des unteren Ruderblattabschnittes
des Ruders.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung und bester Weg zur Ausführung der Erfindung
[0015] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ruderausgestaltung ist mit 110 ein Schiffskörper,
mit 120 ein Ruderkokerlager, mit 100 ein Ruderblatt und mit 140 ein Ruderschaft bezeichnet.
Dem Ruderblatt 100 ist einem Propeller 220 zugeordnet.
[0016] das Ruderblatt 100 gemäß Fig. 2A, 2B und 3 weist zwei übereinanderliegende Ruderabschnitte
10, 20 auf, deren dem Propeller 220 zugekehrten vorderen Nasenleisten 11, 31 derart
versetzt sind, dass die eine Nasenleiste 11 nach Backbord BB und die andere Nasenleiste
21 nach Steuerbord SB versetzt sind. Die beiden Seitenwandflächen 100a, 100b des Ruderblattes
100 laufen in eine dem Propeller 220 abgewandte Endleiste 30 zusammen.
[0017] Der obere und der untere Ruderblattabschnitt 10, 20 des Ruderblattes 100 sind dabei
wie folgt ausgebildet:
[0018] Der obere Ruderblattabschnitt 10 weist gemäß Fig. 4 ein Querschnittsprofil 12 auf,
das von einer sich von der vorderen Nasenleiste 11 bis zu einer größten Profildicke
13 konisch sich erweiternden vorderen Fläche 14 gebildet wird. An diese vordere Fläche
14 schließt sich eine zur Endleiste 30 erstreckende rückwärtige Fläche 15 an, die
sich zu der Endleiste 30 verjüngt. Die vordere Fläche 14 wird von einer in Längsrichtung
des Ruderblattes 100 verlaufenden Mittellinie M1 in zwei Flächenabschnitte 14a, 14b
unterteilt, die unterschiedliche Größen aufweisen.
[0019] Der größere Flächenabschnitt 14a liegt dabei backbordseitig und der kleinere Flächenabschnitt
14b ist der Steuerbordseite zugekehrt. Die rückwärtige Fläche 15 wird ebenfalls von
der Mittellinie M1 in zwei Flächenabschnitte 15a, 15b unterteilt. Hier sind die beiden
Flächenabschnitte 15a, 15b gleich groß und weisen gleiche Formen auf.
[0020] Die dem Propeller 220 zugekehrten Flächenabschnitte 14a, 14b des Querschnittsprofils
12 des oberen Ruderblattabschnittes 10 weisen Randbereiche 16, 16a mit einem flachen
Bogenverlauf 16' bzw. mit einem stark gewölbten Bogenverlauf 16'a auf, wobei die beiden
dem Propeller 220 abgekehrten Flächen 15a, 15b des Querschnittsprofils 12 des oberen
Ruderblattabschnittes 10 tangential verlaufende Randbereiche 17, 17a aufweisen.
[0021] Der Flächenabschnitt 14b mit dem Randbereich 16a mit stark gewölbtem Bogenverlauf
16'a ist steuerbordseitig liegend.
[0022] Der untere Ruderblattabschnitt 20 weist gemäß Fig. 5 ein spiegelverkehrtes Querschnittsprofil
22 auf. Dieses Querschnittsprofil 20 erstreckt sich von einer sich von der vorderen
Nasenleiste 21 bis zu einer größten Profildicke 23 konisch sich erweiternden Fläche.
An diese vordere Fläche 24 schließt sich eine zur Endleiste 30 erstreckende Fläche
25 an, die sich zu der Endleiste 30 verjüngt. Die vordere Fläche 24 wird von einer
in Längsrichtung des Ruderblattes 100 verlaufende Mittellinie M2 in zwei Flächenabschnitte
24a, 24b unterteilt, die unterschiedliche Größen aufweisen. Der größere Flächenabschnitt
24b liegt dabei steuerbordseitig und der kleinere Flächenabschnitt 24a ist der Backbordseite
zugekehrt. Die rückwärtige Fläche 25 wird ebenfalls von der Mittellinie M2 in zwei
Flächenabschnitte 25a, 25b aufgeteilt. Hier sind die beiden Flächenabschnitte 25a,
25b gleich groß und weisen gleiche Formen auf.
[0023] Die propellerseitigen Flächenabschnitte 24a, 24b des Querschnittsprofils 22 des oberen
Ruderblattabschnittes 20 weisen Randbereiche 26, 26a mit einem flachen Bogenverlauf
26' bzw. einem stark gewölbten Bogenverlauf 26'a auf, wobei die beiden dem Propeller
220 abgekehrten Flächen 25a, 25b des Querschnittsprofils 22 des unteren Ruderblattabschnittes
20 tangential verlaufende Randbereiche 27, 27a aufweisen.
[0024] Der Flächenabschnitt 24b mit dem Randbereich 26'a mit stark gewölbtem Bogenverlauf
26'a ist backbordseitig liegend.
[0025] Die Ausgestaltung und Anordnung der beiden Ruderblattabschnitte 10, 20 erbringt,
dass die dem Propeller 220 zugeordnete Nasenleiste 11 des oberen Ruderblattabschnittes
10 backbordseitig zur Mittellinie M1 und die Nasenleiste 21 des unteren Ruderblattabschnittes
20 steuerbordseitig zur Mittellinie M2 liegend sind, wobei die beiden Ruderblattabschnitte
10, 20 im rückwärtigen Bereich des Ruderblattes 100 in einer Endleiste 30 zusammengeführt
sind.
[0026] Nach den Fig. 2A, 2B. 3, 4 und 5 sind die beiden Ruderblattabschnitte 10, 20 des
Ruderblattes 100 mit ihren Querschnittsprofilen 12, 22 derart zueinander angeordnet,
dass die Seitenwandabschnitte des Ruderblattes, die im Bereich der stark gekrümmten
Bogenverläufe 16'a und 26'a der Flächenabschnitte 14b und 24b steuerbordseitig und
backbordseitig liegen, dann dem Flächenabschnitt 14b des Querschnittsprofils 12 der
Steuerbordseite und der Flächenabschnitt 24b des Querschnittsprofils 22 der Backbordseite
zugekehrt sind, so dass die Nasenleisten 11, 21 der beiden Ruderblattabschnitte 10,
20 backbordseitig und steuerbordseitig liegen.
[0027] Die Erfindung schließt jedoch auch eine Ausgestaltung des Ruders mit ein, nach der
die beiden Ruderblattabschnitte 10, 20 des Ruderblattes 100 mit ihren Querschnittsprofilen
12, 22 derart zueinander angeordnet sind, dass die Seitenwandabschnitte des Ruderblattes,
die im Bereich der stark gekrümmten Bogenverläufe 16'a und 26'a der Flächenabschnitte
14b und 24b backbordseitig und steuerbordseitig liegen, wobei dann der Flächenabschnitt
14b des Querschnittsprofils 12 der Backbordseite und der Flächenabschnitt 24b des
Querschnittsprofils 22 der Steuerbordseite zugekehrt sind, so dass die Nasenleisten
11, 21 der beiden Ruderblattabschnitte 10, 20 steuerbordseitig und backbordseitig
liegen.
[0028] Die erfindungsgemäß ausgebildete Ruderanordnung ist sowohl bei Schiffen als auch
bei schwimmenden Plattformen o. dgl. anwendbar.
1. Ruder für schnelle Schiffe mit hochbelasteten Propellern, bestehend aus einem Ruderblatt
(100), wobei dem Ruder ein auf einer antreibbaren Propellerachse (225) angeordneter
Propeller (220) zugeordnet ist, wobei das Ruderblatt (100) aus zwei übereinander liegenden
Ruderblattabschnitten (10, 20) besteht, wobei die dem Propeller (220) zugekehrten
ein abgerundetes Profil aufweisenden Nasenleisten (11, 21) der beiden Ruderblattabschnitte
(10, 20) derart positioniert sind, dass die eine Nasenleiste (11) nach Backbord (BB)
oder Steuerbord (SB) und die andere Nasenleiste (21) nach Steuerbord (SB) oder Backbord
(BB) versetzt sind, wobei die beiden Seitenwandflächen des Ruderblattes (100) in eine
dem Propeller (220) abgewandte Endleiste (30) zusammenlaufen,
wobei der obere Ruderblattabschnitt (10) ein Querschnittsprofil (12) aufweist, das
von
a.) einer sich von der dem Propeller (220) zugekehrten Nasenleiste bis zu einer größten
Profildicke (13) konisch sich erweiternden dem Propeller (220) zugekehrten Querschnittsfläche
(14) gebildet wird, wobei
a1.) die beiden von einer in Längsrichtung des Ruderblattes (100) verlaufenden Mittellinie
(M1) gebildeten, dem Propeller (220) zugekehrten Querschnittsflächenabschnitte (14a;
14b) der Querschnittsfläche (14) unterschiedliche Größen aufweisen,
a2.) von denen der größere Querschnittsflächenabschnitt (14a) backbordseitig liegend
ist,
a3.) und der kleinere Querschnittsflächenabschnitt (14b) steuerbordseitig liegend
ist,
a4.) und das von einer sich an die Querschnittsfläche (14) anschließenden und von
der größten Profildicke (13) zur Endleiste (30) konisch sich verjüngenden Querschnittsfläche
(15) gebildet wird, wobei
a5.) die beiden von der Mittellinie (M1) in dem dem Propeller (220) abgekehrten Bereich
des Querschnittsprofils (12) gebildeten Querschnittsflächenabschnitte (15a, 15b) der
Querschnittsfläche (15) gleich ausgebildet sind,
und wobei der untere Ruderblattabschnitt (20) ein Querschnittsprofil (22) aufweist,
das von
b.) einer sich von der dem Propeller (220) zugekehrten Nasenleiste (21) zu einer größten
Profildicke (23) konisch sich erweiternden dem Propeller (220) zugekehrten Querschnittsfläche
(24) gebildet wird, wobei
b1.) die beiden von einer in Längsrichtung des Ruderblattes (100) verlaufenden Mittellinie
(M2) gebildeten vorderen Querschnittsflächenabschnitte (24a, 24b) der Querschnittsfläche
(24) unterschiedliche Größen aufweisen,
b2.) von denen die größere Querschnittsfläche (24b) steuerbordseitig liegend ist und
b3.) die kleinere Querschnittsfläche (24a) backbordseitig liegend ist,
b4.) und das von einer sich an die Querschnittsfläche (24) anschließenden und von
der größten Profildicke (13) zur Endleiste (30) konisch sich verjüngenden Querschnittsfläche
(25) gebildet wird, wobei
b5.) die beiden von der Mittellinie (M2) im rückwärtigen Bereich des Querschnittsprofils
(22) gebildeten Querschnittsflächenabschnitte (25a, 25b) der Querschnittsfläche (25)
gleich ausgebildet sind, so dass die dem Propeller (220) zugekehrte Nasenleiste (11)
des oberen Ruderblattabschnittes (10) backbordseitig zur Mittellinie (M1) und die
Nasenleiste (21) des unteren Ruderblattabschnittes (20) steuerbordseitig zur Mittellinie
(M2) liegend ist, wobei die Fläche des Querschnittsprofils (12) des oben liegenden
Ruderblattabschnittes (10) größer ist als die Fläche des Querschnittsprofils (22)
des unten liegenden Ruderblattabschnittes (20), und
c.) wobei die propellerseitigen Querschnittsflächenabschnitte (14a, 14b) des Querschnittsprofils
(12) des oberen Ruderblattabschnittes (10) Randbereiche (16, 16a) mit einem flachen
Bogenverlauf (16') bzw. einem stark gewölbten Bogenverlauf (16'a) aufweisen, wobei
die beiden dem Propeller (220) abgekehrten Querschnittsflächenabschnitte (15a, 15b)
des Querschnittsprofils (12) des oberen Ruderblattabschnittes (10) tangential verlaufende
Randbereiche (17, 17a) aufweisen, und der Querschnittsflächenabschnitt (14b) mit dem
Randbereich (16a) mit stark gewölbtem Bogenverlauf (16'a) steuerbordseitig liegend
ist,
c1.) und wobei die propellerseitigen Querschnittsflächenabschnitte (24a, 24b) des
Querschnittsprofils (22) des unteren Ruderblattabschnittes (20) Randbereiche (26,
26a) mit einem flachen Bogenverlauf (26') bzw. einem stark gewölbten Bogenverlauf
(26'a) aufweisen, wobei die beiden dem Propeller (220) abgekehrten Querschnittsflächenabschnitte
(25a, 25b) des Querschnittsprofils (22) des unteren Ruderblattabschnittes (20) tangential
verlaufende Randbereiche (27, 27a) aufweisen, und der Querschnittsflächenabschnitt
(24b) mit dem Randbereich (26a) mit stark gewölbtem Bogenverlauf (26'a) backbordseitig
liegend ist.
1. Rudder for high-speed ships with high-load propellers consisting of a rudder blade
(100), whereby a propeller (220) placed on a drivable propeller axis (225) is assigned
to the rudder, whereby the rudder blade (100) consists of two superimposed rudder
blade sections (10, 20), whereby the leading edges (11, 21) turned to the propeller
(220) of the two rudder blade sections (10, 20), leading edges which have a rounded-off
profile are positioned in such a manner that the one leading edge (11) is offset to
the port side (BB) or to the starboard side (SB) and the other leading edge (21) is
offset to the starboard side (SB) or to the port side (BB), whereby both side wall
surfaces of the rudder blade (100) converge into a trailing edge (30) turned off the
propeller (220), whereby the upper rudder blade section (10) has a cross section profile
(12) which is formed by
a.) a cross section surface (14) turned to the propeller (220) which widens conically
from the leading edge turned to the propeller (220) to a biggest profile thickness
(13), whereby
a1.) both cross section surface portions (14a; 14b) of the cross section surface (14)
which are turned to the propeller (220) and which are formed by a central line (M1)
running in longitudinal direction of the rudder blade (100) have different sizes,
a2.) the biggest cross section surface portion (14a) of which is situated on the port
side
a3.) and the smaller cross section surface portion (14b) is situated on the starboard
side
a4.) and which is formed by a cross section surface (15) following the cross section
surface (14) and tapering conically from the biggest profile thickness (13) to the
trailing edge (30), whereby
a5.) both cross section surface portions (15a, 15b) of the cross section surface (15)
which are formed by the central line (M1) in the area of the cross section profile
(12) which is turned off the propeller (220) are configured alike
and whereby the lower rudder blade section (20) has a cross section profile (22) which
is formed by
b.) a cross section surface (24) turned to the propeller (220) which widens conically
from the leading edge (21) turned to the propeller (220) to a biggest profile thickness
(23), whereby
b1.) both front cross section surface portions (24a, 24b) of the cross section surface
(24) which are formed by a central line (M2) running in longitudinal direction of
the rudder blade (100) have different sizes,
b2.) the biggest cross-surface section (24b) of which is situated on the starboard
side and
b3.) the smaller cross surface section (24a) is situated on the port side
b4.) and which is formed by a cross section surface (25) following the cross section
surface (24) and tapering conically from the biggest profile thickness (13) to the
trailing edge (30), whereby
b5.) both cross section surface portions (25a, 25b) of the cross section surface (25)
formed by the central line (M2) in the rear area of the cross section profile (22)
are configured alike so that the leading edge (11) turned to the propeller (220) of
the upper rudder blade section (10) is situated on the port side to the central line
(M1) and the leading edge (21) of the lower rudder blade section (20) is situated
on the starboard side to the central line (M2), whereby the surface of the cross section
profile (12) of the upper situated rudder blade section (10) is bigger than the surface
of the cross section profile (22) of the lower situated rudder blade section (20)
and
c.) whereby the propeller-sided cross section surface portions (14a, 14b) of the cross
section profile (12) of the upper rudder blade section (10) have edge areas (16, 16a)
with a flat curved course (16') or a strongly vaulted curved course (16'a), whereby
both cross section surface portions (15a, 15b) of the cross section profile (12) of
the upper rudder blade section (10) which are turned off the propeller (220) have
tangentially running edge areas (17, 17a) and the cross section surface portion (14b)
with the edge area (16a) with a strongly vaulted curved course (16'a) is situated
on the starboard side
c1.) and whereby the propeller-sided cross section surface portions (24a, 24b) of
the cross section profile (22) of the lower rudder blade section (20) have edge areas
(26, 26a) with a flat curved course (26') or a strongly vaulted curved course (26'a),
whereby both cross section surface portions (25a, 25b) of the cross section profile
(22) of the lower rudder blade section (20) which are turned off the propeller (220)
have tangentially running edge areas (27, 27a) and the cross section surface portion
(24b) with the edge area (26a) with a strongly vaulted curved course (26'a) is situated
on the port side.
1. Gouvernail pour navires rapides avec hélices fortement chargées, consistant en une
pale de gouvernail (100), une hélice (220) placée sur un arbre d'hélice pouvant être
entraîné (225) étant affectée au gouvernail, la pale de gouvernail (100) étant constituée
par deux sections de pale de gouvernail (10, 20) superposées, les bords d'attaque
(11, 21) des deux sections de pale de gouvernail (10, 20), tournés vers l'hélice (220)
qui présentent un profil arrondi, étant positionnés de telle manière que l'un des
bords d'attaque (11) est décalé vers bâbord (BB) ou tribord (SB) et l'autre bord d'attaque
(21) vers tribord (SB) ou bâbord (B), les deux surfaces de paroi latérales de la pale
de gouvernail (100) étant réunies en un bord de fuite (30) opposé à l'hélice (220),
la section supérieure de pale de gouvernail (10) présentant un profil de section (12)
qui est formé par
a.) une surface de section (14) tournée vers l'hélice (220) qui s'élargit coniquement
du bord d'attaque tourné vers l'hélice (220) jusqu'à une épaisseur de profil maximale
(13),
a1.) les deux sections de surface de section (14a; 14b) de la surface de section (14),
tournées vers l'hélice (220), formées par une ligne centrale (M1) dans le sens longitudinal
de la pale de gouvernail (100), présentant des grandeurs différentes,
a2.) la plus grande section de surface de section (14a) étant située à bâbord
a3.) et la plus petite section de surface de section (14b) étant située à tribord
a4.) et qui est formé par une surface de section (15) qui suit la surface de section
(14) et qui s'effile coniquement de l'épaisseur de profil maximale (13) jusqu'au bord
de fuite (30),
a5.) les deux sections de surface de section (15a, 15b) de la surface de section (15)
formées par la ligne centrale (M1) dans la zone du profil de section (12) opposée
à l'hélice (220) étant configurées égales,
et la section inférieure de la pale de gouvernail (20) présentant un profil de section
(22) qui est formé par
b.) une surface de section (24) tournée vers l'hélice (220) qui s'élargit coniquement
du bord d'attaque (21) tourné vers l'hélice (220) jusqu'à une épaisseur de profil
maximale (23),
b1.) les deux sections antérieures de surface de section (24a, 24b) de la surface
de section (24) formées par une ligne centrale (M2) dans le sens longitudinal de la
pale de gouvernail (100) présentant des grandeurs différentes,
b2.) la plus grande surface de section (24b) étant située à tribord
b3.) et la plus petite surface de section (24a) étant située à bâbord,
b4.) et qui est formé par une surface de section (25) qui suit la surface de section
(24) et qui s'effile coniquement de l'épaisseur de profil maximale (13) jusqu'au bord
de fuite (30),
b5.) les deux sections de surface de section (25a, 25b) de la surface de section (25)
formées par la ligne centrale (M2) dans la zone arrière du profil de section (22)
étant configurées égales si bien que le bord d'attaque (11) de la section supérieure
de la pale de gouvernail (10) tourné vers l'hélice (220) est situé à bâbord vers la
ligne centrale (M1) et le bord d'attaque (21) de la section inférieure de la pale
de gouvernail (20) est situé à tribord vers la ligne centrale (M2), la surface du
profil de section (12) de la section de pale de gouvernail située au-dessus (10) étant
plus grande que la surface du profil de section (22) de la section de pale de gouvernail
située en dessous (20) et
c.) les sections de surface de section du côté de l'hélice (14a, 14b) du profil de
section (12) de la section supérieure de pale de gouvernail (10) présentant des zones
marginales (16, 16a) avec une allure arquée plate (16') ou une allure arquée fortement
voûtée (16'a), les deux sections de surface de section (15a, 15b) du profil de section
(12) de la section supérieure de pale de gouvernail (10) opposées à l'hélice (220)
présentant des zones marginales (17, 17a) dans le sens tangentiel et la section de
surface de section (14b) avec la zone marginale (16a) avec une allure arquée fortement
voûtée (16'a) étant située à tribord
c1.) et les sections de surface de section du côté de l'hélice (24a, 24b) du profil
de section (22) de la section inférieure de la pale de gouvernail (20) présentant
des zones marginales (26, 26a) avec une allure arquée plate (26') ou une allure arquée
fortement voûtée (26'a), les deux sections de surface de section (25a, 25b) opposées
à l'hélice (220) du profil de section (22) de la section inférieure de la pale de
gouvernail (20) présentant des zones marginales dans le sens tangentiel (27, 27a)
et la section de surface de section (24b) avec la zone marginale (26a) avec une allure
arquée fortement voûtée (26'a) étant située à bâbord.