[0001] Die Erfindung betrifft einen Garnwickel, dessen Faden einen aus dem Wickelinneren
herausstehenden Anfangsabschnitt und einen an der äußeren Mantelfläche des Garnwickels
sich erstreckenden Endabschnitt aufweist. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren
zur Ausbildung eines Garnwickels aus einem Faden, wobei der Faden ausgehend von einem
Anfangsabschnitt , der beim fertiggestellten Garnwickel aus dem Wickelinneren heraussteht,
aufgewickelt wird und der Faden an einem von der äußeren Mantelfläche des ausgebildeten
Garnwickels ausgehenden Endabschnitt des Fadens abgetrennt wird. Weiters betrifft
die Erfindung eine Einrichtung zur Ausbildung eines Garnwickels aus einem Faden, wobei
der Faden des Garnwickels einen aus dem Wickelinneren herausstehenden Anfangsabschnitt
und einen an der äußeren Mantelfläche des Garnwickels sich erstreckenden Endabschnitt
aufweist.
[0002] Garnwickel der eingangs genannten Art, auch als Bobinen oder Cocons bezeichnet, sind
bekannt. Solche Garnwickel werden insbesondere zur Erstellung von Stickereien mittels
Stickmaschinen und Steppereien mittels Steppmaschinen und dgl. eingesetzt. Hierzu
werden die Bobinen in Schiffchen eingelegt, wobei der aus dem Wickelinneren herausstehende
Anfangsabschnitt des Fadens durch verschiedene Ösen des Schiffchens durchgezogen wird.
Da die Garnwickel nach wenigen Betriebsstunden aufgebraucht sind und erneuert werden
müssen und Stickmaschinen eine große Anzahl von solchen zu befüllenden Schiffchen
aufweisen, sind diese Arbeiten mit einem erheblichen Aufwand verbunden.
[0003] Es ist weiters bereits eine Einrichtung zur automatisierten Befüllung der Schiffchen
mit Bobinen bekannt. Ein Problem stellt es hierbei dar, dass die Garnwickel neben
einem aus dem Wickelinneren herausstehenden Anfangsabschnitt auch einen an der äußeren
Mantelfläche des Wickels sich erstreckenden bzw. von dieser abstehenden Endabschnitt
aufweisen, der auch als Verstäter-Faden bezeichnet wird. Da es durch diesen zusätzlich
abstehenden Faden zu Problemen bei der Erkennung des richtigen Fadens kommen kann,
der durch die Ösen des Schiffchens zu ziehen ist, wird herkömmlicherweise am Ende
des Wickelvorgangs des Garnwickels der Endabschnitt des Fadens unter eine vorhergehende
Fadenwindung geschlagen (" unterwickelt") und in der Folge kurz abgeschnitten. Allerdings
hat es sich in der Praxis als schwierig herausgestellt, dies sauber und reproduzierbar
durchzuführen, sodass dennoch bei einem Teil der Bobinen ein abstehender Verstäter-Faden
vorliegt, der beim Befüllvorgang eines Schiffchens Probleme bereiten kann.
[0004] Aus der GB 454 555 B ist es bekannt, einen an der äußeren Mantelfläche des Garnwickels
sich erstreckenden Endabschnitt des Fadens mittels eines Reißnagels formschlüssig
am Garnwickel zu befestigen. Eine solche Befestigung ist insbesondere bei kleinen
Fadendurchmessern nicht einfach durchführbar und nur schwer automatisierbar. Außerdem
steht der Endabschnitt des Fadens im Anschluss an die Befestigungsstelle von der äußeren
Mantelfläche des ausgebildeten Garnwickels ab.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, Garnwickel (Bobinen) bereitzustellen, bei denen möglichst
zuverlässig ausgeschlossen wird, dass diese einen von der äußeren Mantelfläche des
ausgebildeten Garnwickels abstehenden Endabschnitt ihres Fadens (= Verstäter-Faden)
aufweisen. Erfindungsgemäß gelingt dies durch einen Garnwickel mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines solchen Garnwickels
weist die Merkmale des Anspruchs 4 auf. Eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Ausbildung
eines solchen Garnwickels weist die Merkmale des Anspruchs 10 auf.
[0006] Durch die stoffschlüssige Verbindung des an der Mantelfläche des Wickels sich erstreckenden
Endabschnitts des Fadens mit anderen an der äußeren Mantelfläche des Garnwickels liegenden
Fadenabschnitten kann ein Abstehen dieses Endabschnitts des Fadens von der äußeren
Mantelfläche des Garnwickels zuverlässig ausgeschlossen werden. Prinzipiell ist es
denkbar und möglich, diese Stoffschlussverbindung als Klebeverbindung auszuführen.
Wenn das aufgewickelte Garn aus einem schmelzbaren Kunststoff besteht, so ist es bevorzugt,
den Endabschnitt des Fadens mit den anderen an der äußeren Mantelfläche des Garnwickels
liegenden Fadenabschnitten unter Hitzeeinwirkung zu verschweißen.
[0007] Bei einem erfindungsgemäßen Garnwickel wird nicht nur eine Verbesserung bei einer
automatisierten Befüllung von Schiffchen erreicht sondern es wird auch die manuelle
Befüllung der Schiffchen erleichtert, wobei eine Zeitersparnis von bis zu 20% ermittelt
wurde.
[0008] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der beiliegenden
Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schrägsicht eines erfindungsgemäßen Garnwickels;
- Fig. 2
- den Garnwickel von Fig. 1 vor der stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts des
Fadens;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Einheit zur stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts
des Fadens, in Seitenansicht (Blickrichtung A in Fig. 4);
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht in der Blickrichtung B von Fig. 3 (ohne das Zuführrohr).
[0009] Ein erfindungsgemäßer Garnwickel ist in Fig. 1 dargestellt. Der Garnwickel ist nicht
auf einen Garnträger, insbesondere Hülse, aufgewickelt sondern vielmehr garnträgerlos
gewickelt. Solche Garnwickel werden auch als Bobinen oder Cocons bezeichnet. Der Faden
des Garnwickels besitzt einen aus dem Wickelinneren herausstehenden Anfangsabschnitt
1, d. h. der Anfangsabschnitt tritt aus dem Garnwickel im Bereich von dessen zentraler
Längsachse bzw. dessen innerer Mantelfläche in achsialer Richtung des Garnwickels
aus. Der Faden des Garnwickels besitzt weiters einen an der äußeren Mantelfläche 3
sich erstreckenden Endabschnitt 2. Dieser ist mit anderen an der äußeren Mantelfläche
3 des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten stoffschlüssig (= materialschlüssig)
verbunden. Denkbar und möglich ist es, diese Verbindung über einen separat zugeführten
Klebstoff auszubilden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht der Faden bzw. das
Garn des Garnwickels aus einem schmelzbaren Kunststoff. Der Endabschnitt 2 ist hierbei
unter Hitzeeinwirkung verschweißt. Die Verschweißung erstreckt sich in einem ringförmigen
Bereich 4 um die äußere Mantelfläche 3, wobei dieser ringförmige Bereich 4 vorzugsweise
etwa in der Längsmitte des Garnwickels liegt. Es wird dabei nicht nur der Endabschnitt
2 sondern auch andere im Bereich der äußeren Mantelfläche 3 liegende Fadenabschnitte
miteinander verschweißt, was aber keine Beeinträchtigung des Garnwickels darstellt,
das solche Garnwickel üblicherweise ohnehin nicht bis zum Ende des Fadens fertiggestickt
werden können. Der Faden wird beim Sticken ausgehend vom Anfangsabschnitt 1 von radial
innen nach radial weiter außen aufgebraucht, wobei die innere Mantelfläche zunehmend
weiter nach radial außen wandert. Der Garnwickel wird erneuert, wenn seine Wandstärke
nurmehr vergleichsweise gering ist.
[0010] Fig. 2 zeigt den Garnwickel vor der stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts
2 mit anderen an der äußeren Mantelfläche des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten.
Der Endabschnitt 2, der auch als Verstäter-Faden bezeichnet wird, steht von der äußeren
Mantelfläche 3 ab.
[0011] Die Fig. 3 und 4 zeigen in schematischer Darstellung eine Ausführungsform einer Einheit
6 zur Verschweißung des Endabschnitts 2 des Fadens. Vor dem Zuführen eines Garnwickels
5 zu dieser Einheit 6 wird der Faden bzw. das Garn in herkömmlicher Weise zu einem
Garnwickel 5 aufgewickelt und nach dem Wickelvorgang wird der Faden im Anschluss an
seinen von der äußeren Mantelfläche des ausgebildeten Garnwickels ausgehende Endabschnitt
abgetrennt. Die so hergestellten Garnwickel 5 werden einer in den Fig. nicht dargestellten
Vereinzelungseinrichtung zugeführt und gelangen von dieser durch ein Zuführrohr 7
in die Einheit 6. Ein jeweiliger Garnwickel 5 wird hierbei von oben her in den Bereich
zwischen die drehbar gelagerten Führungsrollen 8, 9 und Stützstifte 10, 11 eingeführt.
Ein im dargestellten Ausführungsbeispiel stiftförmig ausgebildetes Auflageteil 12
stützt den eingeführten Garnwickel 5 von unten her ab. Die Dreheinrichtung 13 ist
zunächst noch gegenüber der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Stellung zurückgezogen
und vom Garnwickel 5 abgehoben (gegenüber den Fig. 3 und 4 nach links verschoben).
Auch der Besen 14 ist zunächst noch gegenüber der in Fig. 4 dargestellten Stellung
zurückgezogen und vom Garnwickel 5 abgehoben.
[0012] Die Dreheinrichtung 13 besitzt im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Antriebsrolle
15, die über einen Antriebsmotor in Drehung versetzbar ist, wie dies in Fig. 3 nur
schematisch angedeutet ist. Der die Antriebsrolle 15 lagernde Träger 17 ist in Richtung
des Doppelpfeils 18 verschiebbar, beispielsweise mittels einer in Fig. 3 nur schematisch
angedeuteten Kolben-Zylinder-Einheit 19. Die Antriebsrolle 15 ist dadurch zwischen
einer vom Garnwickel 5 abgehobenen und einer an die äußere Mantelfläche 3 des Garnwickels
5 angestellten Position verstellbar. Die Drehachse der Antriebsrolle 15 liegt parallel
zur Längsachse des Garnwickels 5.
[0013] Wenn die Antriebsrolle 15 in die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Antriebsstellung
verschoben ist, so drückt sie den Garnwickel 5 an die drehbaren Führungsrollen 8,
9 an und der Garnträger ist durch die mindestens drei umfänglich an ihm anliegenden
Rollen, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind, vorzugsweise in Umfangsrichtung
gleichmäßig voneinander beabstandet sind, geführt. Durch Drehung der Antriebsrolle
15 vom Antriebsmotor 16 wird der Garnwickel 5 um seine Längsachse gedreht. Anstelle
von Führungsrollen 8, 9 können beispielsweise auch nicht drehbare Führungsstifte vorgesehen
sein.
[0014] Weiters wird der Besen 14 von seiner von der äußeren Mantelfläche 3 des Garnwickels
5 abgehobenen Stellung in seine aus Fig. 4 ersichtlichen Stellung verschoben, beispielsweise
mittels einer Kolben-Zylinder-Einheit 20. In dieser aus Fig. 4 ersichtlichen Stellung,
liegen die Borsten 21 des Besens 14 an der äußeren Mantelfläche 3 des Garnwickels
5 an und der Endabschnitt 2 des Fadens wird dadurch an die äußere Mantelfläche 3 angelegt,
und zwar in einer ringförmig um die äußere Mantelfläche verlaufenden Ausrichtung.
Die Verfahrbarkeit des Besens 14 ist in Fig. 4 durch den Doppelpfeil 22 angedeutet.
[0015] In der Folge wird der Heizstempel 23 ausgehend von seiner in den Fig. 3 und 4 dargestellten,
von der äußeren Mantelfläche 3 des Garnwickels abgehobenen Stellung in Richtung zum
Garnwickel 5 verfahren und an dessen äußere Mantelfläche angelegt, und zwar in dem
ringförmigen Bereich 4, in welchem sich auch der durch den Besen 14 an die äußere
Mantelfläche 3 angelegte Endabschnitt 2 des Fadens befindet.
[0016] Der Heizstempel 23 ist beispielsweise durch eine in Fig. 3 schematisch andeutete
Kolben-Zylinder-Einheit verstellbar, wobei der Doppelpfeil 25 die Verstellrichtung
symbolisiert. Ein Heizelement 26 zum Aufheizen des Heizstempels 23 auf die gewünschte
Schweißtemperatur ist in den Fig. 3 und 4 schematisch dargestellt.
[0017] Der Heizstempel 23 wird für einen definierten Zeitraum in seiner an der äußeren Mantelfläche
3 anliegenden Stellung belassen, wobei sich der Garnwickel in dieser Zeit zumindest
einmal, vorzugsweise mehrfach um seine Längsachse gedreht hat. Durch die über der
Schmelztemperatur des Fadens liegende Temperatur des Heizstempels 23 werden dabei
im Anlagebereich des Heizstempels 23 liegende Fadenabschnitte verschweißt, und hierbei
insbesondere auch der Endabschnitt 2.
[0018] In der Folge werden der Heizstempel 23, der Besen 14 und die Antriebsrolle 15 wiederum
vom Garnwickel abgehoben und das Auflageteil 12 wird zurückgezogen, beispielsweise
mittels einer Kolben-Zylinder-Einheit 27, worauf der fertiggestellte Garnwickel aus
dem Bereich zwischen den Führungsrollen 8, 9 und den Stützstiften 10, 11 nach unten
herausfällt.
[0019] Die Stützstifte 10, 11 dienen dazu, um ein Umkippen des Garnwickels 5 zu verhindern,
wenn die Antriebsrolle 15 vom Garnwickel abgehoben ist. Im an den Garnwickel 5 angestellten
Zustand der Antriebsrolle 15 kann ein Spiel zwischen dem Garnwickel 5 und den Stützstiften
10, 11 bestehen. Anstelle von Stützstiften 10, 11 können auch andere Stützteile vorgesehen
werden.
[0020] Unterschiedliche Modifikationen des gezeigten Ausführungsbeispiels der Erfindung
sind denkbar und möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So wäre es
beispielsweise denkbar und möglich, anstelle des Heizstempels 23 eine andere Schweißeinrichtung
vorzusehen, beispielsweise einen Heißluftstrahl.
[0021] Auch wäre es denkbar und möglich, den Garnwickel über ein Band zu rollen, welches
über einen Abschnitt seiner Länge in einem mittleren Bereich auf eine über der Schmelztemperatur
des Garns liegende Temperatur erhitzt ist. Auch könnte das Band eine in einem bezogen
auf die Breite des Bandes mittleren Bereich des Bandes und in Längsrichtung des Bandes
sich erstreckende Fensterausnehmung aufweisen, durch welche Heißluft einströmt.
[0022] Denkbar und möglich wäre es auch, den Garnwickel durch einen auf eine geeignete Temperatur
aufgeheizten Ring zu führen, wobei der Garnwickel beim Durchführen durch den Ring
im Bereich 4 seiner größten Dicke mit seiner äußeren Mantelfläche 3 zur Anlage an
diesen Ring kommt und der Endabschnitt 2 hierbei verschweißt wird.
[0023] Eine Verschweißung des Endabschnitts 2 durch Bestrahlung mit einem Laserstrahl wäre
ebenfalls denkbar und möglich.
[0024] Zur Verschweißung geeignete Garne, die auch als Schmelzgarne bezeichnet werden, können
beispielsweise aus Polyester, Polyamid, Polypropylen oder einer Mischung hiervon bestehen.
Auch eine Mischung mit nicht schmelzbaren Anteilen, wie Baumwolle ist denkbar und
möglich.
[0025] Anstelle einer Verschweißung des Endabschnitts 2 könnte dieser auch in anderer Weise
stoffschlüssig mit weiteren an der äußeren Mantelfläche 3 liegenden Fadenabschnitten
verbunden sein, insbesondere durch Verklebung mit einem geeigneten Klebstoff. Dies
könnte beispielsweise dadurch durchgeführt werden, dass anstelle des Heizstempels
23 ein klebstoffauftragendes Teil an die äußere Mantelfläche 3 herangeführt wird.
[0026] Wenn im Rahmen dieser Schrift von einem "Faden" gesprochen wird, so sollen hierunter
alle in der Stickerei einsetzbaren flexiblen linienförmigen Gebilde verstanden werden,
also z. B. monofile und multifile Fäden und aus mehreren Einzelfäden bestehende Garne.
Legende zu den Hinweisziffern:
[0027]
- 1
- Anfangsabschnitt
- 2
- Endabschnit
- 3
- äußere Mantelfläche
- 4
- ringförmiger Bereich
- 5
- Garnwickel
- 6
- Einheit
- 7
- Zuführrohr
- 8
- Führungsrolle
- 9
- Führungsrolle
- 10
- Stützstift
- 11
- Stützstift
- 12
- Auflageteil
- 13
- Dreheinrichtung
- 14
- Besen
- 15
- Antriebsrolle
- 16
- Antriebsmotor
- 17
- Träger
- 18
- Doppelpfeil
- 19
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 20
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 21
- Borsten
- 22
- Doppelpfeil
- 23
- Heizstempel
- 24
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 25
- Doppelpfeil
- 26
- Heizelement
- 27
- Kolben-Zylinder-Einheit
1. Garnwickel, dessen Faden einen aus dem Wickelinneren herausstehenden Anfangsabschnitt
(1) und einen an der äußeren Mantelfläche (3) des Garnwickels sich erstreckenden Endabschnitt
(2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (2) des Fadens mit an der äußeren Mantelfläche (3) des Garnwickels
liegenden Fadenabschnitten stoffschlüssig verbunden ist, wobei der Endabschnitt (2)
des aus einem unter Hitzeeinwirkung verschleißbaren Material bestehenden Fadens mit
den an der äußeren Mantelfläche des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten verschweißt
ist oder der Endabschnitt (2) des Fadens mit einem Klebstoff mit den an der äußeren
Mantelfläche (3) des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten verklebt ist.
2. Garnwickel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein ringförmiger Bereich (4) der äußeren Mantelfläche vorliegt, über welchen sich
die Verschweißung von im Bereich der äußeren Mantelfläche (3) liegenden Fäden erstreckt.
3. Garnwickel nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Garnwickel garnträgerlos ausgebildet ist.
4. Verfahren zur Ausbildung eines Garnwickels aus einem Faden, wobei der Faden ausgehend
von einem Anfangsabschnitt (1), der beim fertiggestellten Garnwickel aus dem Wickelinneren
heraussteht, aufgewickelt wird und der Faden anschließend an einen von der äußeren
Mantelfläche (3) des ausgebildeten Garnwickels ausgehenden Endabschnitt (2) des Fadens
abgetrennt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (2) des Fadens nach dem Aufwickeln des Garnträgers und Abtrennen
des Fadens mit an der äußeren Mantelfläche (3) des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten
stoffschlüssig verbunden wird, wobei zur stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts
(2) des zumindest teilweise aus einem schmelzbaren Kunststoff bestehenden Fadens dieser
mit den an der äußeren Mantelfläche (3) des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten
unter Hitzeeinwirkung verschweißt wird oder der Endabschnitt (2) des Fadens mit einem
Klebstoff mit den an der äußeren Mantelfläche (3) des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten
verklebt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verschweißen oder Verkleben des Endabschnitts (2) des Garnwickels der Garnwickel
um seine zentrale Längsachse gedreht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Drehen des Garnwickels eine angetriebene Antriebsrolle (15) an dessen äußerer
Mantelfläche (3) angelegt wird und der Garnwickel weiters an seiner äußeren Mantelfläche
(3) durch drehbar gelagerte Führungsrollen (8) oder durch Führungsstifte geführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verschweißen oder Verkleben des Endabschnitts (2) des Fadens der Endabschnitt
(2) mit einem an die äußere Mantelfläche (3) angesetzten Besen (14) an die äußere
Mantelfläche (3) angelegt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (2) des Fadens mit einem Heizstempel (23) verschweißt wird, der
an die äußere Mantelfläche (3) des sich um seine zentrale Längsachse drehenden Garnwickels
angesetzt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (2) des Fadens durch Heranführen eines klebstoffauftragenden Teils
an die äußere Mantelfläche (3) mit dieser verklebt wird.
10. Einrichtung zur Ausbildung eines Garnwickels aus einem Faden, wobei der Faden des
Garnwickels einen aus dem Wickelinneren herausstehenden Anfangsabschnitt (1) und einen
an der äußeren Mantelfläche (3) des Garnwickels sich erstreckenden Endabschnitt (2)
aufweist, gekennzeichnet durch eine Einheit (6) zur stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts (2) mit an der
äußeren Mantelfläche (3) des Garnwickels angeordneten Fadenabschnitten, wobei die
Einheit (6) zur stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts (2) des Fadens eine
Dreheinrichtung (13) zur Drehung des Garnwickels um seine zentrale Längsachse aufweist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreheinrichtung (13) eine von einem Antriebsmotor (16) in Drehung versetzte Antriebsrolle
(15) aufweist, welche zwischen einer von der äußeren Mantelfläche (3) abgehobenen
Stellung und einer an der äußeren Mantelfläche (3) anliegenden Stellung verstellbar
ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Führung des Garnwickels bei seiner Drehung weiters Führungsrollen (8, 9) oder
Führungsstifte an seiner äußeren Mantelfläche anliegen.
13. Einrichtung einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (2) des Fadens von einem Besen (14) an die äußere Mantelfläche (3)
des Garnwickels anlegbar ist, der vorzugsweise zwischen einer von der äußeren Mantelfläche
(3) abgehobenen Stellung und einer an der äußeren Mantelfläche (3) anliegenden Stellung
verfahrbar ist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (6) zur stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts (2) eine Heizeinrichtung
zum Verschweißen des Endabschnitts (2) des Fadens mit an der äußeren Mantelfläche
(3) des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten aufweist.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung einen Heizstempel (32) umfasst, der zwischen einer von der äußeren
Mantelfläche (3) abgehobenen Stellung und einer an der äußeren Mantelfläche (3) anliegenden
Stellung verstellbar ist.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (6) zur stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts (2) ein klebstoffauftragendes
Teil zum Verkleben des Endabschnitts (2) des Fadens mit an der äußeren Mantelfläche
(3) des Garnwickels liegenden Fadenabschnitten aufweist.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass Stützstifte (10, 11) oder andere Stützteile vorhanden sind, welche den der Einheit
(6) zur stoffschlüssigen Verbindung des Endabschnitts (2) des Fadens zugeführten Garnwickel
bei von der äußeren Mantelfläche (3) abgehobener Antriebsrolle (15) gegen ein Umfallen
aus einer aufrechten Position sichert.