[0001] Die Erfindung betrifft eine Zeitablaufsanzeige mit einem Durchsichtsbereich, der
mehrere Fenster aufweist, wobei diese Fenster jeweils eine kongruente Form aufweisen
und in einem gleichmässigen Winkelabstand zueinander angeordnet sind, und mit einer
unterhalb des besagten Durchsichtsbereichs angeordneten Vollscheibe, die mindestens
zwei Sektoren aufweist, die unterschiedliche Farben und/oder Zeichnungen aufweisen.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind eine Reihe von solchen Zeitablaufsanzeigen bekannt.
Zumeist handelt es sich um Sekundenanzeigen oder Anzeigen in diesem Zeitbereich. Teilweise
sind es auch Anzeigen im Minuten oder Stundenbereich.
[0003] Die US 5,077,708 hat eine kleine sich drehende Scheibe im oberen Bereich der Zahl
"12", wobei diese Scheibe einen Schlitz aufweist, der in der letzten Minute in dem
Bereich eine andere Farbe erhält und so einen Benutzer auf diese letzte Minute hinweist.
[0004] Die GB 2,206,712 zeigt eine Uhr mit einem Nonius. Es dreht sich eine Scheibe mit
zwölf Einteilungen und einer Stundenanzeige unter einer stationären Scheibe mit elf
Einteilungen, die über den zwölf Einteilungen liegen, die dann die Minutenanzeige
bilden.
[0005] Die EP 1 168 112 schlägt eine rotierende Anlage entsprechend diesem Prinzip vor,
die einen schnelleren Wechsel der beiden Farben aufweist.
[0006] Bei der gattungsbildenden Vorrichtung nach der EP 0 177 440 wird jede Sekunde eine
um 180 Grad gedrehte Scheibe angezeigt, so dass in den Fenstern hintereinander zwei
Farben sichtbar sind, und dies jeweils eine Sekunde lang. Es werden runde Fenster
und sektorförmige Farbfelder offenbart.
[0007] Diese Anzeige verlangt einen Schrittschaltmotor, der nach jeder Sekunde sprunghaft
um 180 Grad dreht.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine einfachere Version eines mechanischen Blinkens zu realisieren.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass entweder die Vollscheibe
drehbar ist und der Durchsichtsbereich fest mit dem Ziffernblatt verbunden ist oder
der Durchsichtsbereich drehbar ist und die Vollscheibe fest mit dem Ziffernblatt verbunden
ist, dass die Vollscheibe eine Reihe von radialen Sektoren aufweist, wobei benachbarte
Sektoren jeweils unterschiedliche Farben oder Grautöne aufweisen, und dass jeder Sektor
ungefähr die Breite eines Fensters aufweist
[0010] Dadurch, dass gleich grosse Sektoren nebeneinander angeordnet werden, kann die Drehgeschwindigkeit
der sich drehenden Scheibe stark herabgesetzt werden. Statt einem Schrittschaltmotor,
der nach jeder Sekunde sprunghaft um 180 Grad dreht, kann nun entweder ein Schrittschaltmotor
eingesetzt werden, der bei einer Breite eines Schlitzes von N Grad die Scheibe jede
Sekunde um N Grad weiterdreht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird N gleich
5,625 Grad gewählt, so dass jede Sekunde nur eine geringe Schaltbewegung notwendig
ist, um einen farblichen Wechsel zu erreichen.
[0011] Besonders bevorzugt ist die Ausgestaltung mit vier Schlitzen, die in einem Winkel
von 90 Grad zueinander angeordnet sind, insbesondere wenn zwei Farben vorgesehen sind
und dann die beiden gegenüberliegenden Schlitze immer die selbe Farbe aufweisen.
[0012] Die Erfindung wird nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft
anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Explosionsansicht eines Ausschnittes eines Ziffernblattes
mit einer Zeitablaufsanzeige gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf den Bereich der Zeitablaufsanzeige nach Fig. 1, und
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt der Scheibe.
[0013] Mit dem Bezugszeichen 1 ist die Ebene eines Ziffernblattes bezeichnet. Dieses verfügt
über eine Öffnung 2, durch die eine Antriebsachse 3 einer drehbaren Scheibe 4 angeordnet
ist. Die drehbare Scheibe 4 verfügt über Bereiche 5 in einer Grundfarbe, Zeichnung
oder Tönung und über Segmente 6.
[0014] Die Segmente 6 sind mathematisch gesprochen jeweils Teile eines Kreisringes. Die
Segmente 6 sind in einer anderen Farbe, mit einer anderen Zeichnung oder Tönung als
die Bereiche 5 ausgeführt.
[0015] Die Segmente 6 überdecken alle einen gleichen vorbestimmten Winkelbereich von beispielsweise
5,625 Grad. Die zwischen zwei Segmenten 6 vorgesehenen Abschnitte der Bereiche 5 überdecken
den gleichen vorbestimmten Winkelbereich von hier 5,625 Grad. Somit verfügt die Scheibe
4 über zweiunddreissig Segmente 6, die jeweils durch zweiunddreissig gleich grosse
Bereiche 5 getrennt sind. Natürlich können die Teile der Kreisringe 6 auch bis in
den Bereich der Mitte der Scheibe 4 ausgezogen sein. Wesentlich ist die graphische
Unterscheidbarkeit der beiden Bereiche.
[0016] Auf dem Bereich der Öffnung 2 wird eine Abdeckplatte 7 mit vier Schrauben 8 auf dem
Ziffernblatt 1 befestigt. Die Abdeckplatte 7 verfügt über eine ebene möglichst einfarbige
Fläche 10, die hier vier Schlitze 9 aufweist, die in einem gleichen Winkelabstand
voneinander, nämlich 90 Grad, angeordnet sind. Die Schlitze 9 entsprechen ebenfalls
Teilen von Kreisringen und decken jeweils kongruent ein Segment 6 oder einen dazwischenliegenden
Bereich 5 ab. Sie überdecken somit hier ebenfalls einen Winkelbereich von 5,625 Grad.
[0017] Sie können auch einen kleineren Winkelbereich abdecken. Dann dürfen die Segmente
6 und Bereiche 5 auch "ungenauer" ausgestaltet sein, da nur Kernbereiche von Segmenten
6 und Bereichen 5 gezeigt werden.
[0018] Die Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf den Bereich der Zeitablaufsanzeige
nach Fig. 1. Vom Ziffernblatt 1 ist zusätzlich ein Ausschnitt der Randmarkierungen
dargestellt, um anzuzeigen, dass die Zeitablaufsanzeige exzentrisch zur Hauptachse
von Zeigern einer Uhr angeordnet ist.
[0019] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 1 erscheinen dann in zwei einander gegenüberliegenden
Schlitzen 9 die Segmente 6 oder die Bereiche 5. Wenn die Scheibe um 5,625 Grad weitergedreht
wird, wechselt die Anzeige, da dann in den gleichen gegenüberliegenden Schlitzen 9
die Bereiche 5 beziehungsweise die Segmente 6 zu sehen sind.
[0020] Es ist somit möglich, mit nur geringen Winkelbewegungen beispielsweise eine Sekundenanzeige
zu realisieren, wenn nach jeder Sekunde ein Schrittschaltmotor die Scheibe um die
besagten 5,625 Grad weiterdreht. Dies entspricht in einer Minute eine Drehung um 337,5
Grad.
[0021] Die Fig. 3 zeigt zur Illustration eine sehr schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt
der Scheibe 4. Es sind die aufeinanderfolgenden, vom Rand der Scheibe 4 begrenzten
Segmente 6 zu erkennen und die dazwischen liegenden Bereiche 5, die auch bis zum Loch
11 in der Mitte der Scheibe 4 reichen.
[0022] Es ist klar, dass auch andere Ausgestaltungen der Schlitze möglich sind. Sie können
Pfeilform (auch in Umkreisrichtung) aufweisen, aus Kreisen oder anderen Formen bestehen.
Wesentlich ist die grosse Anzahl von Segmenten 6 und Bereichen 5, die eine im Masse
des jeweiligen Stellwinkels nur kleine Veränderungen der Drehstellung je Taktsignal
erfordern.
[0023] Andere Ausgestaltungen von Durchsichtebereichen 9 und Scheibenmustern können sein:
| Schlitze / Winkelabstand |
Segmente |
Drehwinkel (in Grad) |
| 4 / 90 |
2*32 |
5,625 |
| 4 / 90 |
2*16 |
11,25 |
| 3 / 120 |
2*33 |
5,454 |
| 5 / 72 |
2*30 |
6,0 |
| 6 / 60 |
2*30 |
6,0 |
| 8 / 45 |
2*32 |
5,625 |
[0024] In einem in den Fig. nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Kreis auf dem
Ziffernblatt 1 fest mit den wechselfarbigen Segmenten 5, 6 ausgestaltet. Über dem
Ziffernblatt 1 dreht sich eine durchbrochene Scheibe, die beispielsweise nur die Farbe
des Ziffernblattes aufweist. Dies bedeutet, dass die Durchbrüche der oberhalb des
Ziffernblattes 1 angeordneten Scheibe genau den Schlitzen 9 bei dem Ausführungsbeispiel
nach den Zeichnungen entspricht. Beim Drehen der Scheibe kommen dann, wie bei der
Ausführung nach Fig. 2, beispielsweise im Sekundentakt die unterschiedlichen Farben
oder Muster in den Durchbrüchen zum Vorschein. Im Aussehen kann sich dabei das Bild
nach der Fig. 2 ergeben, wenn die Fläche 10 drehbar ist und die Durchbrüche 9 aufweist,
und die durch die Durchbrüche 9 erkennbaren Segmente die festen Markierungen/Farben/Designs
auf dem Ziffernblatt 1 sind.
1. Zeitablaufsanzeige mit einem Durchsichtsbereich (9), der mehrere Fenster (9) aufweist,
wobei diese Fenster (9) jeweils eine kongruente Form aufweisen und in einem gleichmässigen
Winkelabstand zueinander angeordnet sind, und mit einer unterhalb des besagten Durchsichtsbereichs
(9) angeordneten Vollscheibe (4), die mindestens zwei Sektoren (5, 6) aufweist, die
unterschiedliche Farben und/oder Zeichnungen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Vollscheibe (4) drehbar ist und der Durchsichtsbereich (9) fest mit
dem Ziffernblatt (1) verbunden ist oder der Durchsichtsbereich (9, 10) drehbar ist
und die Vollscheibe fest mit dem Ziffernblatt (1) verbunden ist, dass die Vollscheibe
(4) eine Reihe von radialen Sektoren (5, 6) aufweist, wobei benachbarte Sektoren (5,
6) jeweils unterschiedliche Farben oder Grautöne aufweisen, und dass jeder Sektor
(5, 6) ungefähr die Breite eines Fensters (9) aufweist.
2. Zeitablaufsanzeige nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchsichtsbereich (9) eine auf dem Ziffernblatt (1) montierte Scheibe (10) ist,
die die besagten Fenster (9) aufweist.
3. Zeitablaufsanzeige nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Fenster einen Winkelbereich von 5,625 Grad abdeckt.
4. Zeitablaufsanzeige nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fenster jeweils radiale Schlitze (9) sind.
5. Zeitablaufsanzeige nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze in einem vorbestimmten Abstand von dem Zentrum der Scheibe beginnen.
6. Zeitablaufsanzeige nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie über 4, 4, 3, 5, 6, 8 Schlitze in einem Winkelabstand vom 90, 90, 120, 72, 60
beziehungsweise 45 Grad verfügt, wobei jeweils benachbart 32, 16, 33, 30, 30, 32 Segmente
mit einem notwendigen Drehwinkel von 5,625, 11,25, 5,454, 6,0, 6,0 beziehungsweise,
5,625 Grad je Takt aufweisen.