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EP 1 629 909 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.2009 Patentblatt 2009/20 |
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Anmeldetag: 08.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Herstellung von Bauteilen mit zumindest einer metallischen Schaumlage
Production of parts with at least one metallic foam layer
Production de pièces avec au moins une couche en mousse métallique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
24.08.2004 DE 102004040888
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.03.2006 Patentblatt 2006/09 |
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Patentinhaber: Wilhelm Karmann GmbH |
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49084 Osnabrück (DE) |
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Erfinder: |
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- Kissing, Kristian
49170 Hagen a.T.W. (DE)
- Beichelt, Christoph
49074 Osnabrück (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 927 589
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WO-A-20/04067212
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von einem oder mehreren Halbzeug(en)
oder Bauteil(en), das jeweils zumindest eine aufgeschäumte Lage, die mit einer oder
mehreren Sorten von Treibmittel und mit einer oder mehreren Sorten von Metallpulver
gebildet ist, und zumindest eine massivmetallische Lage umfaßt, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei der Herstellung von solchen metallischen Schaumbauteilen oder Halbzeugen mit
zumindest einer Lage, die ein Treibmittel und ein metallisches Pulver enthält, werden
diese Komponenten aus einer Pulverkonsistenz nach ihrer Vermischung zu einem schäumbaren
Verbund zusammengeführt. Durch thermisch bedingte Abspaltungsprozesse des Treibmittels
läßt sich in einem Ofen die Expansion des Schaumes erreichen.
[0003] Derartige Bauteile sind aufgrund des Schaumanteils besonders leicht und gleichzeitig
sehr steif, so daß sie etwa in mobilen Einheiten, wie Kraftfahrzeugen, sehr vorteilhaft
als Karosserieteile, auch zum Abbau von eingeleiteter Energie bei einem Unfall, einsetzbar
sind.
[0004] Um insbesondere für eine Serienfertigung Bauteile mit einer konstanten Dicke zu erhalten,
ist es bekannt, das Aufschäumen mit einer unteren und auch einer oberen Form durchzuführen,
gegen die das im Schäumofen befindliche Halbzeug anläuft und dadurch in seiner Expansion
gebremst wird. Eine derartige obere Form muß speziell angefertigt werden, was kostenaufwendig
ist. Zudem verhindert sie einen Wärmeeintrag in das Halbzeug durch Strahlungswärme
von oben.
[0005] Um das letztgenannte Problem zu lösen, ist es bekannt, für planebene Halbzeuge, die
in einem Ofen aufgeschäumt werden, als obere Begrenzung des Schäumweges eine IR-durchlässige
und hochtemperaturbeständige Glasplatte zu verwenden. Diese Glasplatten sind jedoch
sehr teuer und zudem bruchempfindlich, insbesondere da beim Anschäumen des Halbzeugs
durch den Innendruck des anschäumenden Materials erhebliche mechanische Belastungen
bei hoher Temperatur auftreten. Des weiteren können sie bei Kontakt mit der heißen
oberen Lage des Halbzeugs, die üblicherweise mit einem reflektionsmindernden Pulver
beschichtet ist, leicht verschmutzen und müssen daher nach jedem Aufschäumvorgang
gereinigt und dafür aus dem Ofen entfernt werden, was eine effiziente Serienfertigung
behindert. Zudem zeichnen sich die Auflager für eine solche Glasplatte durch Schattenwurf
auf dem Halbzeug ab und behindern dessen gleichmäßige Erwärmung.
[0006] Gemäß der
WO 2004/067212 A2 soll ein Warmumformen des aufgeschäumten Halbzeugs möglich sein. Diese Warmumformung
findet bei einer Temperatur statt, bei der sowohl die Deckschichten als auch die aufgeschäumte
Schicht noch starr und formstabil sind. Das führt dazu, daß ab einem gewissen Grenzradius
ein zu großer Anteil von Zellstegen brechen würde und somit nur ein sehr geringer
Umformungsgrad erreichbar ist.
[0007] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, für Bauteile und Halbzeuge der genannten
Art eine Verbesserung des Herstellungsprozesses zu erreichen.
[0008] Die Erfindung löst dieses Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die weiteren
Ansprüche 2 bis 11 verwiesen.
[0009] Durch die Erfindung ist eine obere Begrenzung des Schäumweges im Ofen entbehrlich.
Glasplatten mit den genannten Nachteilen müssen daher nicht eingesetzt werden. Das
Aufschäumen kann frei erfolgen, wobei dennoch durch das zumindest partielle Zusammenpressen
bei der nachfolgenden Kalibrierung eine exakt voreingestellte und innerhalb einer
Serie konstante Dicke der Halbzeuge und späteren Bauteile gewährleistet ist.
[0010] Wenn das Zusammendrücken im noch vom Aufschäumen erweichten Zustand der aufgeschäumten
Lage durchgeführt wird, ist ein nachträgliches nochmaliges Erhitzen für die Kalibrierung
nicht erforderlich, was Zeit und Energie spart. Insbesondere kann die Kalibrierungseinheit
für die Halbzeugdicke unmittelbar dem Ofen nachgeordnet sein und auf das Halbzeug
einwirken, während es noch auf dem im Ofen als Unterlage dienenden Unterstützungsträger
aufliegt. Ein Transport von dieser Unterlage zur Kalibrierungseinheit ist dann entbehrlich.
[0011] Eine Begrenzung des Maßes des Zusammendrückens durch zumindest einen Anschlag für
einen niederdrückenden Körper stellt sicher, daß die Dicke des Halbzeugs durch den
auf den Anschlag aufsetzenden niederdrückenden Körper exakt das gewünschte Maß erreicht,
auch wenn vor diesem Schritt unterschiedlich dicke Halbzeuge vorlagen. Druck und Einwirkzeit
des niederdrückenden Körpers können dann variabel sein.
[0012] Eine Dickeneinstellung ohne Brechen von Zellstegen der aufgeschäumten Schicht(en)
ist, wie oben erwähnt, dann sichergestellt, wenn diese Schicht(en) während des Zusammendrückens
eine hohe Temperatur von mehr als 400°C hat oder haben (je nach eingesetzter Legierung).
Bei einer AlMn1AlSi7-Legierung liegt die erforderliche Temperatur bei weit über 500°C.
Dann sind die Zellstege noch hinreichend weich und flexibel, um dem äußeren Druck
durch elastische und spätestens beim Abkühlen plastische und damit dauerhafte Verformung
folgen zu können.
[0013] Bei planebenen Halbzeugen kann zum Zusammendrücken ein mit seiner Unterseite ebener
Plattenkörper auf das Halbzeug aufgedrückt werden, was konstruktiv besonders einfach
ist und auch die Möglichkeit eröffnet, mehrere nebeneinander liegende Halbzeuge gleichzeitig
zu kalibrieren.
[0014] Dabei eignet sich für den Plattenkörper sehr gut beispielsweise eine antihaftbeschichtete
Stahlplatte. Das Material sollte in jedem Fall von flüssigem Aluminium schlecht benetzbar
sein - wie beispielsweise auch Promaclad.
[0015] Wenn der Plattenkörper an einem Schwenkparallelogramm gehalten und parallel auf-
und abwärts verlagerbar ist, kann das Parallelogramm leicht über das zu kalibrierende
Halbzeug verlagert werden, ohne daß dieser in eine andere Apparatur verbracht werden
müßte.
[0016] Dabei ist ein Zusammendrücken mit einer Kraft von weniger als 4 kN/Quadratmeter einfach
und ohne große Hydraulikpresse, beispielsweise nur mit dem Eigengewicht des Plattenkörpers,
durchführbar.
[0017] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus einem in der Zeichnung
dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung.
[0018] In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Halbzeugs mit einer aufgeschäumten Lage bei Verlassen
des Ofens und noch bestehender Lagerung auf dem schon im Ofen wirksamen Unterstützungsträger,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht des aufgeschäumten Halbzeugs bei Einbringen in die Kalibrierungsein-
heit mit einem von oben auf das Halbzeug mit der noch erweichten aufgeschäumten Lage
einwirkenden Stempel.
[0019] Für die erfindungsgemäße Herstellung von mehrlagigen Metallbauteilen 9 mit zumindest
einer aufgeschäumten Lage 1 wird zunächst eine Pulvermischung aus einem oder mehreren
metallischen Pulvern, beispielsweise einer Aluminium-Silizium-Legierung, etwa AlSi7
oder AlSi12, einer Aluminium-Silizium-Kupfer-Legierung, etwa AlSi6Cu4, oder einer
Aluminium-Mangan-Silizium-Legierung, etwa AlMnlSi7 einerseits, und einem oder mehreren
gasabspaltenden Treibmitteln andererseits, beispielsweise Titanhydrid, angefertigt.
Das Vermischen der Pulverbestandteile kann in einem mechanischen Mischer erfolgen.
[0020] Das so gebildete Pulver kann etwa über ein Strangpreßverfahren zwischen zwei Walzen
oder über ein Impulsverdichten oder anderes eindimensionales Verdichten lotrecht zur
Erstreckung der dabei zu bildenden Pulverlage allein oder insbesondere mit einer oder
mehreren massivmetallischen Deckschichten 2, 3 und eventuell auch weiteren Pulverlagen
zu einem aufschäumbaren Halbzeug verdichtet werden. Bei Verwendung von massivmetallischen
Deckschichten 2, 3 entstehen dabei metallische Bindungen zwischen der oder den Deckschicht(en)
2, 3 und der hier einen aufschäumbaren Pulverlage. Etwa bei Verwendung als Crashelement
in Fahrzeugen kann das Halbzeug auch ohne Deckschichten 2, 3 gebildet werden. Ansonsten
ist bei Verwendung von Blechen, die von beiden Seiten her sichtbare Oberflächen bilden,
zum Beispiel bei Außenblechen von Autos, Schiffen oder Flugzeugen, ein sandwichartiger
Aufbau mit beidseitigen massivmetallischen Deckschichten 2, 3 erstrebenswert.
[0021] Ein solches Halbzeug kann zurechtgeschnitten und dann gegebenenfalls einer ersten
Umformung unterzogen werden, etwa mit Ausprägungen versehen werden, wie in der
DE 196 12 781 C1 beschrieben. Dieses Umformen kann durch bekannte übliche einseitige oder zweiseitige
Umformverfahren, wie etwa durch ein Tiefziehverfahren, wobei eine Seite bereits ihre
Endkontur erhält, erfolgen. Das Halbzeug kann jedoch bis zum Aufschäumen der einen
oder mehreren Pulverlagen auch in seiner in der Regel planebenen Form verbleiben.
[0022] Dieses Halbzeug wird unterseitig von einem Unterstützungsträger 5 vollflächig unterstützt
in einen Ofen eingelegt, so daß beim nachfolgenden Aufschäumen eine Expansion nur
noch nach oben hin stattfindet. Das Schäumen erfolgt bei einer Temperatur oberhalb
der Zersetzungstemperatur des Treibmittels, bei der dieses Gas abspaltet, und kann
begrenzt sein oder mit der Erfindung insbesondere auch frei erfolgen. Dadurch wird
ein weiter zu verarbeitendes Halbzeug 4 mit zumindest einer dann aufgeschäumten Lage
1 gebildet. Die Temperatur im Ofen liegt je nach Treibmittel typischerweise bei oberhalb
von 500°C.
[0023] Im gezeichneten Ausführungsbeispiel liegt ein planebenes Halbzeug vor, das nach dem
Aufschäumen im Ofen typisch eine Dicke von etwa zehn Millimetern aufweist. Die Decklagen
2, 3 haben jeweils eine Dicke von etwa einem Millimeter. Die Dicke der Decklagen 2,
3 sollte hinreichend gering sein, um ggf. deren Verformung nach dem Aufschäumen zu
ermöglichen und um im Bauteil 9 ein geringes Gewicht zu gewährleisten. Eine Decklage
2, 3 sollte daher weniger als etwa 15% der Dicke des aufgeschäumten Halbzeugs 4 einnehmen.
Durch die Erfindung darf die Dicke von Halbzeugen 4 nach dem Aufschäumen erheblich
schwanken, da durch die nachfolgende Kalibrierung eine konstante und gewünschte Dicke
eingestellt wird. Die Anforderungen an die Konstanz der Schäumparameter im Ofen sind
daher gering.
[0024] Nach dem Aufschäumen verbleibt das Halbzeug 4 auf dem dieses im Ofen bereits tragenden
Unterstützungsträger 5 und wird im zwar nicht flüssigen, jedoch noch erweichten Zustand
der aufgeschäumten Lage 1, also bei einer Temperatur von mehr als ca. 400°C oder mehr
(s.o.) in dieser Lage, einer Vorrichtung 6 zur Kalibrierung der Bauteildicke zugeführt.
[0025] Diese Vorrichtung 6 bewirkt durch einen oder mehrere als Stempel wirksame(n) Plattenkörper
10 ein Zusammendrücken des Halbzeugs 4 in Richtung des Pfeils 11. Dabei werden in
der aufgeschäumten Lage 1 Zellwände 7 der aufgeschäumten Blasen 8 gestaucht und bleiben
beim Erkalten in dieser gestauchten Stellung. Tendenziell gibt es daher beim Kalibrieren
eine Verbreiterung der einzelnen Zellen 8, die sich - im Unterschied zu einer Kaltverformung
- gleichmäßig über die gesamte aufgeschäumte Lage 1 verteilt. Der Verformungsgrad
durch das Kalibrieren in der Vorrichtung 6 muß nicht groß sein und liegt typisch bei
etwa 10% Dickenverringerung. Der Umformgrad kann auch noch geringer sein. Wichtig
ist, daß das Halbzeug über seine gesamte Fläche auf ein konstantes Dickenmaß gedrückt
wird. Das Zusammendrücken kann dabei durch Anschläge 12 begrenzt sein, auf die der
Plattenkörper 10 aufsetzt und dadurch an einer weiteren Abwärtsbewegung gehindert
wird. Durch das Zusammendrücken der aufgeschäumten Lage 1 kann diese an den Seiten
aus dem Sandwichverbund zwischen den Decklagen 2, 3 heraustreten. Die Ränder des Halbzeugs
4 werden dann bei der weiteren Verarbeitung abgetrennt.
[0026] Die massivmetallischen Deckbleche 2, 3 werden beim Zusammendrücken des Halbzeugs
4 nicht meßbar verformt.
[0027] Der Plattenkörper 10 der Kalibrierungsvorrichtung 6 ist an seiner Unterseite mit
einer Antihaftbeschichtung versehen und kann daher mehrfach verwendet werden, ohne
zwischendrin gereinigt werden zu müssen. Für seine Abwärtsbewegung kann er an einer
hydraulischen Presse gehalten sein. Aufgrund der noch erweichten Schicht 1 ist der
Kraftaufwand jedoch recht gering, so daß schon das Eigengewicht der Platte 10 oder
eine Krafteinwirkung von wenigen hundert Kilogramm (wenige Kilonewton bis ca. 4 kN
pro Quadratmeter) ausreichend sein kann. Daher ist im Ausführungsbeispiel der Plattenkörper
10 an einem Schwenkparallelogramm 13 gehalten, das insgesamt auf den Unterstützungsträger
5 aufsetzbar ist. Die Krafteinwirkung in Richtung des Pfeils 11 wird dann ähnlich
wie bei einem Scherengitter durch Schwenken der Platte 10 über mehrere seitliche Lenker
16 um die Horizontalachsen 14, 15 aufgebracht. Dabei können auch mehrere nebeneinander
liegende Halbzeuge 4 gleichzeitig bearbeitet werden.
[0028] Ein so kalibriertes und über seinen Verlauf gleichmäßig dickes und parallelwandige
Halbzeug 4 kann nachfolgend partiell oder vollständig umgeformt werden, zum Beispiel
in einer Roll-, Kümpel- oder Wölbmaschine. Auch Abkant- und Biege- oder Bördelmaschinen
kommen in Betracht.
[0029] Bei der Umformung nach dem Aufschäumen ist zu beachten, daß die Maschinen keinen
zu engen Umformradius in das Halbzeug 4 eintragen, da ansonsten ein signifikanter
Anteil von Zellstegen 7 der Schaumblasen 8 reißt. Sofern das Bauteil eine Mindestdicke
von 5 mm aufweist, sollte etwa bei Verwendung einer AlMn1Si7-Legierung bei Kaltverformung
schon bei kleinen Umformwinkeln von wenigen Grad kein Radius kleiner als 20 mm sein.
Insbesondere bei großen Umformwinkeln von einigen zehn bis hin zu etwa sechzig Grad
wird eine größere Sicherheit gegen unerwünschte lokale Deformationen bei einem Mindestradius
von 50 mm oder bei etwa 60° von 75 mm erreicht. Bei Warmverformung allerdings ist
die Größe des erforderlichen Mindestradius' verringert - bei einer sehr duktilen Legierung
bei einer 60°-Umformung bis auf etwa 40 mm. Für ein Halbzeug 4 mit größerer Dicke
kann ein größerer Mindestradius erforderlich werden.
[0030] Solche gerundeten Formen sind beispielsweise für die Gestaltung von Schiffsrümpfen,
Flugzeugaußenblechen, Seezeichen, Behältern wie Tanks und vielen weiteren Anwendungen
gewünscht.
[0031] Das Bauteil 9 kann in verschiedenen Weisen weiterverarbeitet werden, beispielsweise
an den Rändern zur Bildung von Flanschen eingedrückt, gebohrt sowie an den Flächen
poliert und lackiert werden. Ein Verschweißen mehrerer Bauteile 9 miteinander ist
möglich.
1. Verfahren zur Herstellung eines Halbzeugs oder Bauteils (9), das zumindest eine aufgeschäumte
Lage (1), die mit einer oder mehreren Sorten von Treibmittel und mit einer oder mehreren
Sorten von Metallpulver gebildet ist, und zumindest eine massivmetallische Lage (2;3)
umfaßt, wobei zur Bildung der aufgeschäumten Lage (1) ein Pulver aus mehreren Komponenten
gemischt und die so gebildete Mischung zusammen mit der oder den metallischen Lage(n)
(2;3) zumindest einer Druckeinwirkung ausgesetzt und später zu einem Halbzeug (4)
aufgeschäumt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halbzeug (4) in einem erwärmten und erweichten Zustand der aufgeschäumten Lage(n)
(1) bei einer Temperatur der aufgeschäumten Lage(n) von mehr als 400°C durch Druckeinwirkung
zumindest bereichsweise auf eine begrenzte Höhe zusammengedrückt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zusammendrücken im noch vom Aufschäumen erweichten Zustand der aufgeschäumten
Lage (1) durchgeführt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Maß des Zusammendrückens von zumindest einem Anschlag (12) für einen niederdrückenden
Körper (10) begrenzt ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Zusammendrücken ein mit seiner Unterseite ebener Plattenkörper (10) auf das Halbzeug
(4) aufgedrückt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Plattenkörper (10) eine antihaftbeschichtete Stahlplatte umfaßt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Plattenkörper (10) hydraulisch im Preßsinn druckbeaufschlagbar ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Plattenkörper an einem Schwenkparallelogramm (13) gehalten und parallel auf-
und abwärts verlagerbar ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zusammendrücken mit einer Kraft von weniger als 4kN/Quadratmeter durchgeführt
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halbzeug (4) planeben ausgebildet ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das durch Zusammendrücken kalibrierte Halbzeug nachfolgend durch eine Roll-, Kümpel-
oder Wölbmaschine partiell oder umgeformt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das gebildete Bauteil (9) zwei zueinander parallele massivmetallische Deckschichten
(2;3) aufweist, zwischen denen eine aufgeschäumte Schicht gelegen ist, wobei die massivmetallischen
Deckschichten (2;3) jeweils weniger als 15 % der Bauteildicke einnehmen.
1. A method for producing a semi-finished product or part (9), comprising at least one
foamed layer (1) formed by means of one or plural kinds of blowing agent and one or
plural kinds of metal powder and comprising at least one solid metal layer (2; 3),
wherein a powder is blended of plural components in order to form the foamed layer
(1) and wherein the such formed blend, together with the metal layer(s) (2; 3), is
exposed to pressure and afterwards foamed into a semi-finished product (4),
characterized in that,
the semi-finished product (4) is, at least in parts, compressed to a limited height,
by being exposed to pressure in a heated and softened state of the foamed layer(s)
(1), at a temperature of the foamed layer of more than 400°.
2. A method according to claim 1,
characterized in that
compression is carried out when the foamed layer (1) is still in a softened state
due to foaming.
3. A method according to one of claims 1 or 2,
characterized in that
the degree of compression is restricted by at least one stopper (12) for a depressing
body (10).
4. A method according to one of claims 1 to 3,
characterized in that,
for compression, a plate body (10) having a planar lower side is pressed onto the
semi-finished product (4).
5. A method according to claim 4,
characterized in that
the plate body (10) comprises a steel plate covered with a non-sticking covering.
6. A method according to one of claims 4 or 5,
characterized in that
the plate body (10) can be hydraulically pressurized in pressing direction.
7. A method according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
the plate body is held on a pivoting parallelogram (13) and can be displaced in parallel
upwards and downwards.
8. A method according to one of claims 1 to 7,
characterized in that
compression is carried out with a force of less than 4kN/square meter.
9. A method according to one of claims 1 to 8,
characterized in that
the semi-finished product (4) is planar formed.
10. A method according to one of claims 1 to 9,
characterized in that
the semi-finished product, calibrated by compression, is subsequently partially formed
or reshaped by a rolling-, dishing- or bending-machine.
11. A method according to one of claims 1 to 10,
characterized in that the formed part (9) has two solid metal cover layers (2; 3) that are in parallel
to each other and between which cover layers a foamed layer is arranged,
each of the solid metal layers (2; 3) taking less than 15% of the thickness of the
part.
1. Procédé de fabrication d'un produit semi-fini ou composant (9) qui comporte au moins
une couche (1) en mousse qui est formée d'une ou de plusieurs sortes d'agent moussant
et d'une ou de plusieurs sortes de poudre métallique, et au moins une couche métallique
massive (2 ; 3), pour la formation de la couche en mousse (1), une poudre composée
de plusieurs composants étant mélangée et le mélange ainsi formé étant exposé conjointement
avec la ou les couches (2 ; 3) métalliques à la pression et étant moussé ultérieurement
pour former un produit semi-fini (4),
caractérisé en ce que le produit semi-fini (4) est comprimé dans un état réchauffé et ramolli des couches
(1) en mousse à une température des couches en mousse de plus de 400 °C sous l'effet
de la pression au moins par endroits à une hauteur délimitée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la compression est réalisée à l'état encore ramolli par le moussage de la couche (1)
en mousse.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la mesure de compression est limitée par au moins une butée (12) pour un corps (10)
s' enfonçant.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
pour la compression, un corps de plaque (10) plan avec son dessous est pressé sur
le produit semi-fini (4).
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le corps de plaque (10) comporte une plaque en acier à revêtement antiadhésif.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5,
caractérisé en ce que
le corps de plaque (10) peut être mis sous pression hydrauliquement dans le sens de
pressage.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le corps de plaque est maintenu sur un parallélogramme pivotant (13) et peut être
déplacé parallèlement en haut et en bas.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la compression est réalisée avec une force inférieure à 4 kN/mètre2.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
le produit semi-fini (4) est réalisé de manière plane.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
le produit semi-fini calibré par la compression est partiel ou déformé par la suite
par une machine à rouler, à emboutir ou à cintrer.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
le composant (9) formé présente deux couches de recouvrement (2 ; 3) métalliques massives
parallèles l'une à l'autre, entre lesquelles une couche en mousse est placée, les
couches de recouvrement (2 ; 3) métalliques massives occupant chacune moins de 15
% de l'épaisseur de composant.


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