[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Seilfixpunkt zur Befestigung mindestens eines
Seils nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und einen Aufzug zum Befördern mindestens
eines Lastträgers mittels mindestens eines in seiner Längsrichtung bewegbaren Seils
mit einem Seilfixpunkt für ein Seilende des jeweiligen Seils.
[0002] In einem Aufzug sind Seile, die zum Tragen und zum Befördern von Lastträgern (beispielsweise
einer Kabine oder eines Gegengewichts) vorgesehen sind, in der Regel an den Seilenden
in Seilfixpunkten gehalten und zwischen den Seilfixpunkten zumindest abschnittsweise
in ihrer Längsrichtung längs Bahnen, die mittels einer geeigneten Führungsvorrichtung
für die Seile kontrolliert sind, bewegbar. Die jeweiligen Seilfixpunkte können beispielsweise
an der Decke oder dem Boden eines Aufzugsschachts oder an einem Lastträger des Aufzugs
angeordnet bzw. befestigt sein. Die Führungsvorrichtung umfasst in der Regel eine
oder mehrere Rollen, um die die Seile bei einer Bewegung in ihrer Längsrichtung laufen
müssen, insbesondere eine Treibrolle, mit der Traktionskräfte auf die Seile übertragen
werden können, und gegebenenfalls Umlenkrollen.
[0003] Wenn die Seile während des Betriebs des Aufzugs in ihrer Längsrichtung bewegt werden,
dann können sie unter Umständen an der Führungsvorrichtung gleichzeitig eine Drehbewegung
um ihre Längsrichtung ausführen. Eine Drehung eines Seils um seine Längsrichtung kann
beispielsweise an der Führungsvorrichtung hervorgerufen werden, wenn das Seil an der
Führungsvorrichtung unter einem "schrägen" Zug (Schrägzug) steht und unter Randbedingungen
bewegt wird, die eine Drehung des Seils um seine Längsrichtung erlauben. Das ist der
Fall, wenn das Seil unter einem Zug in seiner Längsrichtung steht und dabei an einer
Führungsfläche (beispielsweise an der Oberfläche einer Rolle) in einer Richtung geführt
ist, die nicht parallel, sondern schräg zur Längsrichtung des Seils liegt. Im Falle
eines Seils, das unter einem in seiner Längsrichtung wirkenden Zug steht und in einer
Rille an der Oberfläche einer Rolle geführt ist, ist Schrägzug beispielsweise realisiert,
wenn die Rille innerhalb einer senkrecht zur Drehachse der Rolle stehenden Ebene angeordnet
ist und das Seil nicht parallel zu dieser Ebene geführt ist. Unter diesen Umständen
kann das Seil nicht ausschliesslich am Grunde der Rille geführt werden, wenn die Rolle
um ihre Drehachse gedreht und das Seil dabei in seiner Längsrichtung bewegt wird.
Das Seil läuft vielmehr teilweise über die Flanken der Rille und somit quer zur Rille
und kann dabei eine Rollbewegung an der Oberfläche der Rolle in der Richtung der Drehachse
der Rolle ausführen. Die Rollbewegung des Seils geht dabei jeweils einher mit einer
Drehung des Seils um seine Längsrichtung.
[0004] Bei Aufzügen tritt Schrägzug unter Umständen unbeabsichtigt auf, beispielsweise wenn
die Führungsvorrichtung für die Seile und die Seilfixpunkte bei der Montage nicht
derart präzise ausgerichtet werden, dass jedes Seil an der Führungsvorrichtung jeweils
parallel zur Zugrichtung geführt ist. In anderen Fällen ist Schrägzug unvermeidbar
- und demnach beabsichtigt - bedingt durch die Konstruktion der Seilführung. Letzteres
ist beispielsweise der Fall, wenn mehrere Seile jeweils nebeneinander über eine erste
Rolle und anschliessend über eine zweite Rolle geführt werden, die Drehachsen der
Rollen aber nicht exakt parallel zueinander angeordnet sind. In diesem Fall kann gegebenenfalls
eines der Seile so geführt sein, dass es nicht unter Schrägzug steht. Die übrigen
Seile stehen aber zwangsläufig an mindestens einer der Rollen unter einem Schrägzug.
[0005] Drehbewegungen, die in ein Seil eingeleitet werden, können wiederum zu Verdrehungen
(Torsionen) des jeweiligen Seils oder einzelner Längsabschnitte des jeweiligen Seils
um die jeweilige Längsrichtung führen. Dies ist der Fall, wenn das Seil bei einer
Drehbewegung um seine Längsrichtung nicht gleichmässig auf seiner gesamten Länge um
denselben Winkel gedreht wird. In der Regel sind Verdrehungen der Seile verbunden
mit Torsionsmomenten, die das jeweilige Seil auf die Führungsvorrichtung bzw. die
Seilfixpunkte ausübt.
[0006] Im Folgenden soll ein Längsabschnitt eines Seils als "Seilabschnitt" bezeichnet werden.
[0007] Wird ein Seil verdreht, dann kann die Struktur des Seils - unter Umständen irreversibel
- verändert werden. Ein Seil besteht in der Regel aus mehreren Zugträgern, die miteinander
"verseilt" werden. In der Regel werden mehrere Zugträger - beispielsweise Litzen,
die aus metallischen Drähten und/oder Kunstfasern und/oder Naturfasern gefertigt sind
- in einer (Zugträger-) Lage oder mehreren (Zugträger-) Lagen um einen zentral angeordneten
Zugträger jeweils spiralförmig geschlagen. Auf diese Weise bilden die Zugträger einer
Zugträgerlage eine periodische Anordnung, die sich in der Längsrichtung des Seils
jeweils nach einer charakteristischen Distanz (der "Schlaglänge") auf jeweils gleiche
Weise wiederholt. Bei einer Verdrehung des Seils um seine Längsrichtung kann die relative
Anordnung der Zugträger unter Umständen irreversibel verändert und das Seil dabei
beschädigt werden. Bei einer Verdrehung eines Seils wird insbesondere die Schlaglänge
der Zugträger innerhalb einer Zugträgerlage verkürzt bzw. verlängert.
[0008] Die Wirkung einer Verdrehung eines Seilabschnitts ist für die Anordnung der Zugträger
im Bereich des Seilabschnitts abhängig davon, mit welchem Drehsinn die Enden des Seilabschnitts
relativ zueinander verdreht sind. Eine Verdrehung eines Seilabschnitts soll hier als
"zudrehend" angesehen werden, wenn die Verdrehung mit einer Verkürzung der Schlaglänge
einer Zugträgerlage in diesem Seilabschnitt verbunden ist. Entsprechend soll ein Torsionsmoment,
das - in das Seil bzw. in einen Abschnitt des Seils eingeleitet - eine Verkürzung
der Schlaglänge bewirkt, als "zudrehendes" Torsionsmoment bezeichnet werden. Analog
wird eine Verdrehung eines Seilabschnitts hier als "aufdrehend" bezeichnet, wenn die
Verdrehung mit einer Verlängerung der Schlaglänge einer Zugträgerlage in diesem Seilabschnitt
verbunden ist. Entsprechend soll ein Torsionsmoment, das - in das Seil bzw. in einen
Abschnitt des Seils eingeleitet - eine Verlängerung der Schlaglänge bewirkt, als "aufdrehendes"
Torsionsmoment bezeichnet werden.
[0009] Seile können sowohl durch übermässiges Zudrehen als auch durch übermässiges Aufdrehen
einer Zugträgerlage beschädigt werden. Viele Seilkonstruktionen sind insbesondere
empfindlich gegenüber einem Aufdrehen einer Zugträgerlage, insbesondere gegenüber
einem Aufdrehen der äussersten Zugträgerlage. Werden beispielsweise Seile, die unter
der Wirkung einer Zuglast stehen, aufgedreht, dann werden die verschiedenen Zugträger
in unterschiedlichem Masse durch die Zuglast belastet. Die am stärksten belasteten
Zugträger können verstärkt degradieren und gegebenenfalls zerstört werden. Dieser
Effekt kann die Lebensdauer eines Seils erheblich verkürzen.
[0010] In einem Aufzug sollten deshalb Drehbewegungen der Seile so kontrolliert sein, dass
Verdrehungen bzw. Torsionsmomente, die gegebenenfalls in die Seile eingeleitet werden,
jeweils ein bestimmtes tolerierbares Mass nicht überschreiten.
[0011] Aus EP1026115 A1 ist ein Seilfixpunkt zur Befestigung mindestens eines Seils bekannt,
welcher jeweils eine Seilendbefestigung für ein Seilende des jeweiligen Seils und
jeweils eine Drehlagerung für die jeweilige Seilendbefestigung aufweist, wobei jede
Drehlagerung ein Axiallager umfasst, welches eine Drehung der jeweiligen Seilendbefestigung
um eine starre, vertikal angeordnete Achse ermöglicht. Derartige Seilfixpunkte werden
in einem Aufzug verwendet, um die Enden der Seile, mit denen Lastträger des Aufzugs
befördert werden, zu befestigen. Die Axiallager sorgen dafür, dass sich die Seile
an den Seilfixpunkten jeweils frei um ihre Längsrichtung drehen können. In diesem
Fall sind die Seile in den Seilfixpunkten jeweils so gehalten, dass an den Seilfixpunkten
kein Torsionsmoment in das jeweilige Seil eingeleitet wird. Letzteres soll bewirken,
dass Drehungen und/oder Verdrehungen und/oder Torsionsmomente, die unter Umständen
in eines der Seile zwischen den jeweiligen Seilfixpunkten - beispielsweise beim Umlauf
um eine Treibscheibe oder um Umlenkrollen - eingeleitet werden, in den Axiallagern
der Seilfixpunkte abgeführt werden können. Auf diese Weise soll insbesondere erreicht
werden, dass das Ausmass solcher Verdrehungen, die unter Umständen in einen an einen
Seilfixpunkt angrenzenden Seilabschnitts eines Seils eingeleitet werden, aufgrund
einer entsprechenden Drehung der Seilenden schnell wieder reduziert wird. Auf diese
Weise sollen insbesondere die an die Fixpunkte angrenzenden Seilabschnitte geschont
werden.
[0012] Der aus EP1026115 A1 bekannte Aufzug hat eine Reihe von Nachteilen, wenn ein an dem
Seilfixpunkt befestigtes Seil des Aufzugs so geführt ist, dass der unmittelbar an
den Seilfixpunkt angrenzende Seilabschnitt nicht exakt vertikal, sondern in einem
bestimmten Neigungswinkel bezüglich der Vertikalen verläuft. In diesem Fall wird die
Zugkraft, die auf das Seil wirkt und somit parallel zur Längsrichtung des Seils gerichtet
ist, an der Seilendbefestigung des Seils in einer Richtung in den Seilfixpunkt eingeleitet,
die um den genannten Neigungswinkel bezüglich der Vertikalen geneigt ist. Die Grösse
des Neigungswinkels hängt unter diesen Voraussetzungen in der Regel von der momentanen
Position der jeweiligen Lastträger des Aufzugs ab und wird somit bei einer Beförderung
der Lastträger verändert. Diese Effekte führen zu mehreren technischen Problemen.
Einerseits wird das Axiallager, das mit der Seilendbefestigung des Seils verbunden
ist, radial zur Drehachse des Axiallagers belastet. Das Axiallager kann unter der
Wirkung radialer Kräfte schnell verschleissen, wenn nicht aufwändige Gegenmassnahmen
ergriffen werden. Weiterhin wird das Seil an der Seilendbefestigung zur Seite gebogen
und dabei gegebenenfalls stark gekrümmt oder geknickt. Die Zugträger des Seils und
gegebenenfalls weitere Bestandteile des Seils (z. B. ein äusserer Seilmantel oder
eine zwischen verschiedenen Zugträgerlagen angeordnete Zwischenschicht) werden deshalb
durch die Zugkraft ungleichmässig belastet. Ein Teil der Zugträger wird folglich überdurchschnittlich
belastet und kann deshalb schneller degradieren. Dadurch, dass das Seil bei Beförderungen
der Lastträger ständig um seine Längsrichtung und somit am Seilfixpunkt ständig um
die vertikale Drehachse des Axiallagers gedreht wird, wird das Seil an der Seilendbefestigung
bei jeder Umkehr der Fahrtrichtung der Lastträger durch einen Biegewechsel belastet.
Diese Biegewechsel fördern ebenfalls die Degradation des Seils. Beispielsweise kann
die Anordnung der Zugträger im Bereich der Seilendbefestigung durch Biegewechsel irreversibel
geändert und das Seil somit beschädigt werden. Ein weiteres Problem ist zu beachten,
falls das Seil nicht so konstruiert ist, dass es absolut drehungsfrei ist. In diesem
Fall kann eine Zugträgerlage des Seils unter der Wirkung der Zuglast aufgedreht werden,
da das Axiallager eine freie Drehung des Seils am Seilfixpunkt ermöglicht und kein
Torsionsmoment aufbringen kann, das dem Aufdrehen der Zugträgerlage entgegenwirken
könnte. Dieser Effekt kann selbst dann auftreten, wenn die Lastträger des Aufzugs
nicht befördert werden.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu vermeiden und
einen Seilfixpunkt zur Befestigung mindestens eines Seils und einen Aufzug zum Befördern
mindestens eines Lastträgers mittels mindestens eines in seiner Längsrichtung bewegbaren
Seils mit mindestens einem Seilfixpunkt für ein Seilende bereitzustellen, so dass
Drehbewegungen des jeweiligen Seils in einer für das Seil schonenden Weise kontrolliert
werden, selbst wenn der Seilfixpunkt durch eine auf das Seil wirkende Zugkraft belastet
wird, deren Richtung von der Vertikalen abweicht und/oder deren Richtung zumindest
innerhalb eines Winkelbereichs beliebig vorgegeben werden kann.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Seilfixpunkt mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und einen Aufzug mit den Merkmalen des Anspruchs 10.
[0015] Der Seilfixpunkt umfasst eine Seilendbefestigung für ein Seilende des jeweiligen
Seils und jeweils eine Drehlagerung für die jeweilige Seilendbefestigung, wobei jede
Drehlagerung eine Drehung der jeweiligen Seilendbefestigung um eine (Dreh-) Achse
ermöglicht. Gemäss der Erfindung ist die Drehlagerung so konstruiert, dass die Achse
durch eine auf das Seil wirkende Zugkraft ausrichtbar ist. Die Achse ist demnach nicht
starr angeordnet. Sie ändert selbsttätig ihre Richtung bzw. Ausrichtung, wenn die
Richtung der auf das jeweilige Seil wirkenden Zugkraft geändert wird. Die Achse kann
sich unter Wirkung der Zugkraft derart ausrichten, dass die radial zur Achse wirkende
Komponente der Zugkraft minimal wird. Die Drehlagerung muss deshalb nur in Richtung
der jeweiligen Zugkraft hoch belastbar sein. Somit ist die Voraussetzung geschaffen,
dass die Drehlagerung mit relativ einfachen Mitteln realisiert werden kann. Weiterhin
wird das jeweilige Seil, wenn es am Seilfixpunkt in eine Drehung um seine Längsrichtung
versetzt wird, durch Biegewechsel nur minimal beansprucht.
[0016] In einer Ausführungsform des Seilfixpunktes ist die Achse in die Richtung einer auf
das Seil wirkenden Zugkraft und/oder in die Längsrichtung eines an den Seilfixpunkt
angrenzenden Seilabschnitts ausrichtbar. Dies hat den Vorteil, dass die Drehlagerung
durch keine radial zur Achse wirkenden Kräfte beansprucht wird und deshalb mit besonders
einfachen Mitteln realisiert werden kann. Weiterhin wird das jeweilige Seil, wenn
es am Seilfixpunkt in eine Drehung um seine Längsrichtung versetzt wird, am Seilfixpunkt
überhaupt nicht durch Biegungen oder Biegewechsel beansprucht.
[0017] Die Drehlagerung kann im Rahmen der Erfindung auf verschiedene Weisen realisiert
werden. Die Drehlagerung kann ein Axiallager mit einem um die Achse drehbaren Teil
umfassen, wobei die Seilendbefestigung mit dem drehbaren Teil verbunden ist.
[0018] Die Drehlagerung kann einen Schwenkmechanismus für das Axiallager zur Ausrichtung
der Achse innerhalb eines Winkelbereiches umfassen. In diesem Fall kann - da der Schwenkmechanismus
ein Schwenken des Axiallagers in seiner Gesamtheit ermöglicht - das Axiallager eine
Drehachse aufweisen, die bezüglich des Axiallagers unbeweglich (d.h. in einer vorgegebenen
Richtung ausgerichtet) ist. Derartige Axiallager sind mit Standardkomponenten besonders
einfach zu realisieren, beispielsweise als Axialwälzlager oder Axialgleitlager. Der
Schwenkmechanismus kann beispielsweise ein Gelenk zum Schwenken des Axiallagers um
einen Punkt oder ein Gelenk zum Schwenken des Axiallagers um eine Schwenkachse oder
ein Gelenk zum Schwenken des Axiallagers um eine erste Schwenkachse und um eine zweite,
nicht parallel zur ersten Schwenkachse angeordnete zweite Schwenkachse umfassen. Derartige
Gelenke ermöglichen ein Ausrichten der Achse durch Schwenken in einer Dimension um
einen Winkel innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereichs oder ein Ausrichten der Achse
in zwei Dimensionen innerhalb eines vorgegebenen Raumwinkelbereichs. Ein Gelenk, das
ein Schwenken in zwei Dimensionen ermöglicht, hat in diesem Zusammenhang den Vorteil,
dass der Seilfixpunkt bei einer Montage nicht präzise ausgerichtet werden muss, da
sich die Achse der Drehlagerung bezüglich der Richtung der Zugkraft innerhalb eines
Raumwinkelbereichs selbst ausrichtet.
[0019] Alternativ kann das Axiallager als Axialpendellager ausgelegt sein, wobei der drehbare
Teil pendelnd gelagert ist. In diesem Fall ist die Drehachse des Axiallagers bezüglich
Teilen des Axiallagers nicht starr ausgerichtet, sondern innerhalb eines vorgegebenen
Winkelbereichs bzw. Raumwinkelbereichs ausrichtbar. Ein zusätzlicher Schwenkmechanismus
zum Schwenken des Axiallagers in seiner Gesamtheit ist bei dieser Ausführungsform
deshalb nicht erforderlich.
[0020] Eine weitere Ausführungsform des Seilfixpunktes umfasst Mittel zur Kontrolle eines
auf das Seil am Seilende wirkenden Torsionsmoments. In diesem Fall ist das Seil am
Seilfixpunkt zwar drehbar gehalten, aber nicht frei drehbar gehalten. Drehungen des
Seils können mit den genannten Mitteln derart kontrolliert werden, dass das Seil ein
Torsionsmoment in die Drehlagerung einleitet, dessen Grösse innerhalb vorgegebener
Grenzen liegt. Die Mittel können zu diesem Zweck beispielsweise eine Bremsvorrichtung
zum Bremsen einer Drehbewegung des Seils und/oder einen Antrieb zur Übertragung eines
Torsionsmoments auf das drehbare Teil und/oder auf die Seilendbefestigung und/oder
auf das Seil umfassen. Bevorzugt werden die Drehbewegungen des Seils am Seilfixpunkt
so kontrolliert, dass das Seil am Seilfixpunkt unter einem zudrehenden Torsionsmoment
gehalten ist. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass das Seil - sollte es nicht
drehungsfrei sein - unter der Zugbelastung nicht aufdreht. Weiterhin ist gewährleistet,
dass das auf das Seil am Seilfixpunkt wirkende Torsionsmoment eine vorgegebene Grenze
nicht übersteigt. Auf diese Weise können auch Seile schonend gehalten werden, die
nicht drehungsfrei sind.
[0021] Der erfindungsgemässe Seilfixpunkt kann verwendet werden in einem Aufzug zum Befördern
mindestens eines Lastträgers mittels mindestens eines in seiner Längsrichtung bewegbaren
Seils, wobei der Seilfixpunkt zum Befestigen eines Seilendes des jeweiligen Seils
dient und das jeweilige Seil an dem Seilende unter einer Zugkraft steht, deren Richtung
in Abhängigkeit von einer Position des Lastträgers veränderbar ist. Die Konstruktion
des Seilfixpunkts gewährleistet, dass die Achse der Drehlagerung durch die Zugkraft
ausrichtet wird, beispielsweise in die jeweilige Richtung der Zugkraft und/oder in
die Längsrichtung eines an den Seilfixpunkt angrenzenden Seilabschnitts. Unabhängig
von der momentanen Position des zu befördernden Lastträgers ist die Achse der Drehlagerung
automatisch so ausgerichtet, dass Drehbewegungen des Seils in einer für das Seil möglichst
schonenden Weise kontrolliert sind. Der Seilfixpunkt muss bei der Montage nicht sehr
präzise angeordnet werden, da sich die Achse der Drehlagerung unter der Wirkung der
Zugkraft ohnehin optimal ausrichtet.
[0022] Die Erfindung erlaubt eine schonende Führung beliebiger Seile. Sie erlaubt insbesondere
eine schonende Führung von Seilen,
- die eine geringe Steifigkeit gegenüber Torsionen aufweisen und/oder
- die derart geschlagen sind, dass sie unter einer Zuglast nicht drehungsfrei sind und/oder
- die zwischen den Seilfixpunkten an einer Führungsvorrichtung unter einem Schrägzug
stehen und in die aufgrund des Schrägzugs besonders grosse Torsionsmomente zwischen
den Seilfixpunkten eingeleitet werden können.
[0023] Im Folgenden werden weitere Einzelheiten der Erfindung und insbesondere vorteilhafte
Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert anhand schematischer Zeichnungen. Es
zeigen:
- Fig. 1:
- Einen Aufzug zum Befördern einer Aufzugskabine und eines Gegengewichts mittels eines
bewegbaren Seils, mit einer Treibrolle und mehreren Umlenkrollen für das Seil und
zwei Seilfixpunkten zur Befestigung der Seilenden des Seils gemäss der Erfindung,
- Fig. 2:
- die Treibrolle gemäss Fig. 1, in einer Ansicht in Richtung des Pfeils II in Fig. 1,
wobei das Seil schräg über die Treibrolle läuft,
- Fig. 3:
- die Treibrolle gemäss Fig. 2, aus einer anderen Perspektive gesehen (gemäss Pfeil
III in Fig. 2),
- Fig. 4:
- ein erstes Ausführungsbeispiel für einen Seilfixpunkt gemäss der Erfindung,
- Fig. 5:
- ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Seilfixpunkt gemäss der Erfindung,
- Fig. 6:
- der Seilfixpunkt gemäss Fig. 5, in einem Schnitt VI-VI gemäss Fig. 5, und
- Fig. 7:
- ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Seilfixpunkt gemäss der Erfindung.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Aufzug 1 zum Befördern mindestens eines Lastträgers mit mindestens
einem bewegbaren, mit dem jeweiligen Lastträger verbundenen Seil. Die Fig. 2-7 stellen
verschiedene Einzelheiten des Aufzugs 1 dar.
[0025] Der Aufzug 1 umfasst im vorliegenden Fall zwei mit einem Seil 7 beförderbare Lastträger:
eine Aufzugskabine 3, welche an Führungsschienen 4 in vertikaler Richtung geführt
ist, und ein Gegengewicht 5, welches an Führungsschienen 6 in vertikaler Richtung
geführt ist. Das Seil 7 weist zwei Seilenden 7', 7" auf, welche jeweils an einem Seilfixpunkt
12 bzw. 13 um eine Achse L
12 bzw. L
13 drehbar angeordnet sind. Das Seil 7 kann an den Seilfixpunkten 12 und 13 um die Achsen
L
12 und L
13 jeweils mit beliebigem Drehsinn gedreht werden, wie in Fig. 1 durch die Doppelpfeil
12' und 13' angedeutet ist. Die Seilfixpunkte 12 und 13 sind an einer Tragstruktur
2 befestigt und derart angeordnet, dass die jeweilige Richtung der Achsen L
12 bzw. L
13 von der Richtung einer Vertikalen V abweicht. Gemäss Fig. 1 ist angenommen, dass
die Achse L
12 gegenüber der Vertikalen V um einen Neigungswinkel α
12 und die Achse L
13 gegenüber der Vertikalen V um einen Neigungswinkel α
13 geneigt ist. Konstruktive Details der Seilfixpunkte 12 und 13 sind in Fig. 1 nicht
dargestellt; diese werden im Folgenden im Zusammenhang mit den Fig. 4-7 erläutert.
[0026] Das Seil 7 ist über eine drehbar gelagerte Treibrolle 20 geführt, welche an der Tragstruktur
2 - zusammen mit einem (nicht dargestellten) Antrieb für die Treibrolle 20 - angeordnet
ist. Das Seil 7 ist im Bereich des Seilabschnitts, der sich zwischen der Treibrolle
20 und dem Seilfixpunkt 12 erstreckt, zusätzlich um zwei Umlenkrollen 11.1 und 11.2,
die beide an der Kabine 3 befestigt sind, geführt. Dadurch ist eine 2:1 Aufhängung
für die Kabine 3 realisiert. Das Seil 7 ist im Bereich des Seilabschnitts, der sich
zwischen der Treibrolle 20 und dem Seilfixpunkt 13 erstreckt, zusätzlich um eine Umlenkrolle
11.3, die am Gegengewicht 5 befestigt ist, geführt. Dadurch ist eine 2:1 Aufhängung
für das Gegengewicht 5 realisiert. Wenn die Treibrolle 20 in eine Rotation um ihre
Drehachse versetzt wird, werden Traktionskräfte auf das Seil 7 übertragen und das
Seil 7 in seiner Längsrichtung bewegt. Dies bewirkt, dass das Seil 7 um die Umlenkrollen
11.1, 11.2, 11.3 läuft und gleichzeitig die Aufzugskabine 3 und das Gegengewicht 7
jeweils gegenläufig - je nach Drehrichtung der Treibrolle 20 - aufwärts bzw. abwärts
bewegt werden, wie in Fig. 1 durch je einen Doppelpfeil an der Kabine 3 und am Gegengewicht
5 angedeutet ist.
[0027] Bei einer Fahrt der Kabine 3 beeinflussen die Treibrolle 20 und die Umlenkrollen
11.1, 11.2, 11.3 die Bahn, der das Seil 7 bei seiner Bewegung in seiner Längsrichtung
folgt. Die Treibrolle 20 und die Umlenkrollen 11.1, 11.2, 11.3 bilden somit eine Führungsvorrichtung
für das Seil 7: Als Führungsflächen dienen dabei die Bereiche der Oberflächen der
Rollen 11.1, 11.2, 11.3 und 20, die mit dem Seil 7 bei einer Fahrt der Kabine 3 in
Kontakt geraten.
[0028] Im Folgenden wird zwischen verschiedenen Seilabschnitten 7.1, 7.2, 7.3, 7.4 und 7.5
des Seils 7 unterschieden: Der Seilabschnitt 7.1 erstreckt sich zwischen dem Seilende
7' am Seilfixpunkt 12 und der Umlenkrolle 11.1, der Seilabschnitt 7.2 erstreckt sich
zwischen den Umlenkrollen 11.1 und 11.2, der Seilabschnitt 7.3 erstreckt sich zwischen
der Umlenkrolle 11.2 und der Treibrolle 20, der Seilabschnitt 7.4 erstreckt sich zwischen
der Treibrolle 20 und der Umlenkrolle 11.3 und der Seilabschnitt 7.5 erstreckt sich
zwischen der Umlenkrolle 11.3 und dem Seilende 7" am Seilfixpunkt 13.
[0029] Um die Kabine 3 und das Gegengewicht 5 in ihrer jeweiligen Position zu halten, wird
über den Seilabschnitt 7.1 eine Zugkraft F
12 in den Seilfixpunkt 12 und über den Seilabschnitt 7.5 eine Zugkraft F
13 in den Seilfixpunkt 13 eingeleitet. Die Zugkraft F
12 ist entlang der Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 und die Zugkraft F
13 ist entlang der Längsrichtung des Seilabschnitts 7.5 gerichtet. Bei Fahrten der Kabine
3 werden die Längen der Seilabschnitte 7.1, 7.3, 7.4 und 7.5 - der momentanen Position
der Kabine 3 und des Gegenwichts 5 entsprechend -jeweils verändert. Die Seilfixpunkte
12 und 13 sind derart angeordnet, dass die Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 und
die Längsrichtung des Seilabschnitts 7.5 gegenüber der Vertikalen V geneigt sind und
die jeweiligen Winkel zwischen der Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 bzw. der Längsrichtung
des Seilabschnitts 7.5 gegenüber der Vertikalen V bei einer Fahrt der Kabine 3 ebenfalls
geändert werden. Folglich ändern die Zugkräfte F
12 und F
13 bei einer Fahrt der Kabine 3 ihre Richtung.
[0030] Gemäss der Erfindung ist vorgesehen, dass die Achse L
12 durch die auf das Seil 7 wirkende Zugkraft F
12 und die Achse L
13 durch die auf das Seil 7 wirkende Zugkraft F
13 ausrichtbar ist. Dementsprechend ändern sich die Neigungswinkel α
12 bzw. α
13 ebenfalls bei einer Fahrt der Kabine 3. Im Beispiel gemäss Fig. 1 ist angenommen,
dass die Achse L
12 jeweils in die Richtung der Zugkraft F
12 bzw. in die Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 ausgerichtet ist. Entsprechend ist
die Achse L
13 jeweils in die Richtung der Zugkraft F
13 bzw. in die Längsrichtung des Seilabschnitts 7.5 ausgerichtet.
[0031] Gemäss Fig. 2 und 3 ist das Seil 7 derart geführt, dass es bei einer Fahrt der Kabine
3 nicht nur in seiner Längsrichtung bewegt wird, sondern auch zu einer Drehbewegung
um seine Längsrichtung veranlasst wird.
[0032] In Fig. 2 und 3 ist der Verlauf des Seils 7 in der Umgebung der Treibrolle 20 detaillierter
dargestellt. Fig. 2 zeigt dabei eine Ansicht in Richtung des Pfeils II in Fig. 1,
d.h. in horizontaler Richtung, Fig. 3 hingegen zeigt eine Ansicht in Richtung der
Pfeile III in Fig. 2, d.h. in vertikaler Richtung von unten nach oben. Es ist angenommen,
dass das Seil 7 einen runden Querschnitt aufweist und in einer Rille 21 an der Oberfläche
der Treibrolle 20 geführt ist. Die Rille ist symmetrisch zu einer Ebene 27, die senkrecht
zur Drehachse 25 der Treibrolle 20 ausgerichtet ist, angeordnet. Die Position des
Grundes der Rille 21 ist durch die Schnittlinie zwischen der Ebene 27 und der Treibrolle
20 definiert.
[0033] Die Fig. 2 und 3 stellen die Treibrolle in einem Zustand einer Rotation um die Achse
25 dar. Im vorliegenden Beispiel ist angenommen, dass die jeweilige dem Betrachter
zugewandte Oberfläche der Treibrolle 20 momentan in Richtung der Pfeile 26 bewegt
wird. Aufgrund der Rotation der Treibrolle 20 wird das Seil 7 in seiner Längsrichtung,
d.h. in Richtung der Pfeile 31 bewegt und entlang der Oberfläche der Treibrolle 20
durch die Rille 21 geführt. Weiterhin ist angenommen, dass das Seil 7 - bedingt durch
die relative Anordnung der Treibrolle 20 bzw. der Rille 21 bezüglich der Umlenkrollen
11.1, 11.2, 11.3 an der Aufzugskabine 3 und dem Gegengewicht 5 - nicht exakt parallel
zur Ebene 27 geführt ist. Unter dieser Voraussetzung steht das Seil 7 - beeinflusst
durch die auf das Seil 7 einwirkenden Zugkräfte - mit der Treibrolle 20 längs einer
Kurve in Kontakt, die schräg bezüglich der Ebene 27 verläuft. Mit anderen Worten:
in der vorliegenden Konfiguration steht das Seil 7 unter Schrägzug. In der in Fig.
2 und 3 dargestellten Situation verläuft das Seil 7 am obersten Punkt seiner Bahn
am Grund der Rille 21, d.h. in der Mitte zwischen den angrenzenden Flanken der Rille
21, und durchkreuzt dort die Ebene 27 (siehe Fig. 2). Wie ferner Fig. 2 und 3 zu entnehmen
ist, trifft der (im Bereich des Seilabschnitts 7.4) nach oben in Richtung auf die
Tragstruktur 2 laufende (d.h. auf die Rolle 20 auflaufende bzw. in die Rille 21 einlaufende)
Teil des Seils 7 an einem Rand 21' der Rille 21 auf die Oberfläche der Treibrolle
20 und nähert sich der Ebene 27 auf einer Flanke der Rille 21, wie durch den Pfeil
34 angedeutet ist. Der (im Bereich des Seilabschnitts 7.3) nach unten von der Tragstruktur
2 weg laufende (d.h. von der Rolle 20 ablaufende bzw. aus der Rille 21 auslaufende)
Teil des Seils 7 entfernt sich von der Ebene 27 und nähert sich auf der anderen Flanke
der Rille 21 dem Rand 21" der Rille 21 an, wie durch den Pfeil 35 angedeutet ist.
[0034] Im Beispiel gemäss Fig. 2 und 3 ist angenommen, dass der Reibwert für einen Kontakt
zwischen dem Seil 7 und der Treibrolle 20 derart gross ist, dass das Seil 7 nicht
ohne Widerstand in der Richtung der Drehachse 25 bzw. in Richtung der Pfeile 34 und
35 gleiten kann. Diese Annahme ist kompatibel mit dem Erfordernis, dass mit der Treibrolle
20 - ihrer Funktion im Aufzug 1 entsprechend - grosse Traktionskräfte auf das Seil
7 übertragen werden sollen. Im vorliegenden Fall ist die Bewegung des Seils 7 längs
der Pfeile 34 und 35 - je nach Grösse des Reibwerts für einen Kontakt zwischen dem
Seil 7 und der Treibrolle 20 - mit einer Rollbewegung oder einer Überlagerung einer
Rollbewegung und einer Gleitbewegung verbunden. Die Rollbewegung wird im vorliegenden
Fall durch die runde Form des Querschnitts des Seils 7 begünstigt. Weiterhin wird
die Rollbewegung dadurch begünstigt, dass das Seil 7 am Grund der Rille 21 nicht formschlüssig
geführt ist. Aufgrund der Rollbewegung wird das Seil 7 um seine Längsrichtung gedreht.
Die Richtung der Drehung ist in Fig. 2 durch einen Pfeil 32 angegeben.
[0035] Im Falle der in Fig. 2 und 3 dargestellten Situation ist die Drehung des Seils 7
in Richtung des Pfeils 32 darauf zurückzuführen, dass an der Treibrolle 20 ein Torsionsmoment
T in das Seil 7 eingeleitet wird. Die momentane Richtung des Torsionsmoments T ist
in Fig. 1-3 jeweils durch Pfeile angedeutet ist. Die Richtung des Torsionsmoments
T kann gegenüber den angegebenen Pfeilen umgekehrt sein, wenn die Treibrolle 20 entgegen
der Richtung der Pfeile 26 um die Drehachse 25 rotiert.
[0036] Im Falle der Fig. 2 und 3 ist der Effekt eines Schrägzugs auf das Seil 7 beispielhaft
anhand der Treibrolle 20 dargestellt. Es sei darauf hingewiesen, dass die dargestellten
technischen Zusammenhänge analog übertragbar sind auf die Bewegung des Seils 7 an
den Umlenktrollen 11.1, 11.2 bzw. 11.3, sofern auch an einer dieser Rollen ein Schrägzug
realisiert sein sollte. Ferner sei darauf hingewiesen, dass für das Auftreten der
Drehung 32 das Vorhandensein der Rille 21 keine notwendige Voraussetzung ist. Eine
hinreichende Bedingung für das Auftreten einer Drehung des Seils 7 ist das Vorliegen
von Schrägzug. Allgemein steht das Seil 7 unter Schrägzug, wenn das Seil 7 derart
geführt ist, dass es bei einer Bewegung in seiner Längsrichtung im Kontakt mit den
Rollen 11.1, 11.2, 11.3 bzw. 20 wenigstens abschnittsweise in der Richtung einer der
Drehachsen der Rollen 11.1, 11.2, 11.3 bzw. 20 (d.h. nicht ausschliesslich in einer
Ebene senkrecht zur Drehachse der jeweiligen Rolle) bewegt wird.
[0037] Wenn das Seil 7 bei einer Rotation der Treibrolle 20 an der Treibrolle 20 um seine
Längsrichtung gedreht wird, dann wirkt sich diese Drehung in der Regel nicht gleichmässig
über die gesamte Länge des Seils 7 aus. Das Seil 7 ist nämlich nicht über die gesamte
Länge frei drehbar, zumal eine Drehung des Seils 7 um seine Längsrichtung an mehreren
Stellen eingeschränkt ist, beispielsweise an den Umlenkrollen 11.1, 11.2, 11.3 aufgrund
einer Reibung zwischen dem Seil 7 und den Umlenkrollen 11.1, 11.2, 11.3 und unter
Umständen - wie im Folgenden erläutert wird - auch an den Seilfixpunkten 12 und 13.
Weiterhin können auch an den Umlenkrollen 11.1, 11.2 und 11.3 weitere Torsionsmomente
in das Seil eingeleitet werden, abhängig davon, ob das Seil 7 auch an diesen Rollen
unter einem Schrägzug steht oder nicht. Demzufolge können bei einer Fahrt der Kabine
3 die Seilabschnitte 7.1, 7.2, 7.3, 7.4 bzw. 7.5 verdreht werden.
[0038] Letzteres gilt selbst, wenn das Seil 7 an den Unlenkrollen 11.1, 11.2 und 11.3 nicht
unter Schrägzug steht. Wenn das Seil 7 ausschliesslich an der Treibrolle 20 unter
Schrägzug steht und die Treibrolle 20 bei einer Fahrt der Kabine 3 in eine Rotation
versetzt wird, dann können an der Treibrolle 20 zunächst Verdrehungen unmittelbar
in die Seilabschnitte eingeleitet werden, die an die Treibrolle 20 angrenzen, d.h.
in die Seilabschnitte 7.3 und 7.4. Diese an der Treibrolle 20 eingeleiteten Verdrehungen
können bei einer Fahrt der Kabine 3 mittelbar zu Verdrehungen in weiteren Seilabschnitten
zwischen den beiden Seilfixpunkten führen, da bei einem Umlauf des Seils 7 um die
Umlenkrollen 11.1, 11.2 bzw. 11.3 auch Verdrehungen über die Rollen 11.2 und 11.3
hinaus transportiert werden können, d.h. in die Seilabschnitte 7.1, 7.2 und 7.5. Dies
gilt insbesondere wenn die Kabine 3 wiederholt zu Fahrten aufwärts und abwärts veranlasst
wird. Das Ausmass der Verdrehungen der einzelnen Seilabschnitte kann jeweils unterschiedlich
sein. Zusätzlich kann das Ausmass der Verdrehung des jeweiligen Seilabschnitts bei
einer Fahrt der Kabine 3 als Funktion der momentanen Länge des Seilabschnitts verändert
werden.
[0039] Im Allgemeinen hängt das Ausmass von Verdrehungen, die in das Seil 7 aufgrund der
Wechselwirkung des Seils 7 mit den Rollen 11.1, 11.2, 11.3 und 20 in das Seil 7 eingeleitet
werden können, von mehreren Faktoren a)-c) ab:
a) von den jeweiligen Reibwerten für die Kontakte des Seils 7 mit den Rollen 11.1,
11.2, 11.3 und 20,
b) von der Torsionssteifigkeit des Seils 7,
c) von dem "Ausmass" des Schrägzuges an jeder einzelnen Rolle, beispielsweise charakterisiert
durch den Winkel zwischen der Drehachse der jeweiligen Rolle und dem jeweiligen Verlauf
der Längsrichtung des Seils 7 längs der Oberfläche der jeweiligen Rolle (ist dieser
Winkel an allen Stellen, an denen das Seil 7 mit der Rolle in Kontakt gebracht ist,
gleich 90°, dann liegt kein Schrägzug vor, d.h. das Seil 7 bewegt sich an der Oberfläche
der Rolle innerhalb einer Ebene senkrecht zur Drehachse der Rolle; je mehr dieser
Winkel in einem ausgewählten Längsabschnitt des Seils 7 an der Oberfläche der Rolle
von 90° abweicht, desto stärker ist der Schrägzug in diesem Längsabschnitt ausgeprägt).
[0040] Wie die in Fig. 3 dargestellten Querschnitte des Seils 7 andeuten, umfasst das Seil
7 mehrere Zugträger 8, die miteinander verseilt sind, und einen Seilmantel 10, der
die Zugträger 8 umschliesst und die Oberfläche des Seils 7 bildet. Die Zugträger können
beispielsweise Kunstfasern (z.B. aus Aramid) und/oder metallische Drähte (z.B. Stahldrähte)
und/oder Naturfasern umfassen. Die Fasern und/oder Drähte können jeweils zu Litzen
verarbeitet sein. Der Seilmantel 10 kann aus einem Elastomer gefertigt sein, beispielsweise
aus Polyurethan oder Gummi.
[0041] Das Seil 7 kann - ausgestattet mit den vorstehend genannten Charakteristika - besonders
leicht verdreht werden:
- Das Seil 7 besitzt eine geringe Torsionssteifigkeit, wenn die Zugträger beispielsweise
aus Kunstfasern wie Aramid gefertigt sind.
- Elastomere wie Polyurethan oder Gummi als Material für den Seilmantel 10 sorgen jeweils
für eine hohe Reibung zwischen dem Seilmantel 10 und der Treibrolle 20 bzw. den Umlenkrollen
11.1, 11.2 und 11.3. Dies führt einerseits zu einer hohen Traktion zwischen der Treibrolle
20 und dem Seil 7. Andererseits können an den Rollen 20, 11.1, 11.2 und 11.3 extrem
grosse Torsionsmomente in das Seil 7 eingeleitet werden, wenn das Seil unter einem
Schrägzug steht.
[0042] Die Erfindung erlaubt es, das Seil 7 dadurch zu schonen, dass das Ausmass einer Verdrehung
des Seilabschnitts 7.1 und/oder das Ausmass einer Verdrehung des Seilabschnitts 7.5
durch eine geeignete Konstruktion der Seilfixpunkte 12 bzw. 13 in Grenzen gehalten
wird.
[0043] Die Fig. 4-7 stellen drei verschiedene Ausführungsformen der Fixpunkte 12 bzw. 13
dar. Die Ausführungsformen umfassen jeweils eine Seilendbefestigung 50 für das Seilende
7' bzw. 7" des Seils 7 und jeweils eine Drehlagerung 40 bzw. 60 bzw. 100 für die Seilendbefestigung
50.
[0044] Mittels der Seilendbefestigung 50 wird das Seil 7 am Seilende 7' bzw. 7" auf konventionelle
Weise gehalten. Zu diesem Zweck ist ein (in Fig. 4, 5 und 7 mit unterbrochenen Linien
gezeichneter) Längsabschnitt des Seils 7 in der Nähe des Seilendes 7' bzw. 7" zwischen
einem Gehäuseteil 51 und einem Keil 52 der Seilendverbindung 50 eingeklemmt. Die Drehlagerungen
40, 60 und 100 ermöglichen - jeweils auf unterschiedliche Weise - eine Drehung der
jeweiligen Seilendbefestigung 50 um eine Achse L, die schwenkbar ist und jeweils eine
Richtung annimmt, die von der Richtung einer auf das Seil 7 wirkenden Zugkraft F abhängt.
Das Symbol "L" wird hier stellvertretend für die Achse L
12 oder die Achse L
13 verwendet. Die Achse L ist in den Fig. 4, 5 und 7 als strichpunktierte Linie dargestellt.
Das Symbol "F" wird hier stellvertretend für die über den Seilabschnitt 7.1 in den
Seilfixpunkt 12 eingeleitete Zugkraft F
12 oder für die über den Seilabschnitt 7.5 in den Seilfixpunkt 13 eingeleitete Zugkraft
F
13 verwendet. Die Drehlagerungen 40, 60 und 100 sind jeweils so konstruiert, dass sich
die jeweilige Achse L auf die jeweilige Richtung der Zugkraft F ausrichten kann. Die
momentane Richtung der Zugkraft F ist in den Fig. 4, 5 und 7 durch einen Winkel α
bezüglich der Vertikalen V, welche als strichdoppeltpunktierte Linie dargestellt ist,
angegeben. Das Symbol "α" steht stellvertretend für den Neigungswinkel α
12 oder den Neigungswinkel α
13.
[0045] Die Ausführungsform des Seilfixpunkts 12 bzw. 13 gemäss Fig. 4 umfasst die Seilendbefestigung
50 für das Seilende 7' bzw. 7" und die Drehlagerung 40, wobei die Drehlagerung 40
umfasst:
- ein Axiallager in Form eines Axialpendellagers mit einer Basis 41, welche auf der
Tragstruktur 2 abgestützt werden kann, und mit einem um die Achse L drehbaren Teil
43, welches über mehrere Wälzkörper 44 auf einer Oberfläche 41.1 der Basis 41 abgestützt
ist, und
- eine Befestigung 45 zur Befestigung der Seilendbefestigung 50 am drehbaren Teil 43.
[0046] Die Oberfläche 41.1 hat die Form eines Kugelflächensegments. In Fig. 4 kennzeichnet
der Punkt P den Mittelpunkt eines Krümmungskreises 42, der an die Oberfläche 41.1
angepasst ist. Jeder der Wälzkörper 44 hat die Form einer Pendelrolle, deren an die
Oberfläche 41.1 angrenzende Mantelfläche innerhalb eines Längsschnitts entlang der
jeweiligen (in Fig. 4 nicht dargestellten) Mittelachse dieselbe Krümmung aufweist
wie die Oberfläche 41.1. Die Mittelachsen der verschiedenen Wälzkörper 44 sind sternförmig
auf die Achse L gerichtet.
[0047] Die Befestigung 45 ist im vorliegenden Fall stabförmig ausgebildet und derart angeordnet,
dass die in Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 bzw. 7.5 wirkende Zugkraft F längs
der Achse L in das drehbare Teil 43 eingeleitet werden kann. Zu diesem Zweck ist die
Befestigung 45 - wie in Fig. 4 dargestellt - durch eine Durchgangsöffnung 2.1 in der
Tragstruktur 2, eine mit der Durchgangöffnung 2.1 fluchtende zentrale Durchgangsöffnung
41.2 in der Basis 41 und einen zwischen den Wälzkörpern 44 und dem drehbaren Teil
43 ausgebildeten Raum geführt.
[0048] Das drehbare Teil 43 ist auf den Wälzkörpern 44 und der Fläche 41.1 - bezogen auf
den Punkt P - pendelnd gelagert. Dank der sphärischen Form der Fläche 42.1 und der
vorstehend genannten Form und Anordnung der Wälzkörper 44 kann das drehbare Teil 43
einerseits um die Achse L gedreht werden, wenn über das Seil 7 eine Drehbewegung auf
die Seilendbefestigung 50 übertragen wird, wie in Fig. 4 durch den Doppelpfeil 46
angedeutet ist. Andererseits kann das drehbare Teil 43 und somit die Achse L um den
Punkt P geschwenkt werden, sofern die Reibung zwischen den Wälzkörpern 44 und der
Fläche 41.1 derart gering ist, dass die Wälzkörper 44 radial zur Achse L hinreichend
gut gleiten können. Die Reibung zwischen den Wälzkörpern 44 und der Fläche 41.1 kann
in der Regel derartig gering gewählt werden, dass das drehbare Teil 43 unter der Wirkung
der Zugkraft F eine Stellung annimmt, die dadurch charakterisiert ist, dass die Zugkraft
F längs einer Geraden durch den Punkt P gerichtet ist. In dieser Stellung ist das
drehbare Teil 34 ausschliesslich längs der Achse L, d.h. axial, belastet. Da in dieser
Stellung keine Kraft in radialer Richtung bezüglich zur Achse L wirkt, befindet sich
die Achse L unter dieser Voraussetzung in einer stabilen Gleichgewichtslage. Ändert
sich die Richtung der Zugkraft F, so pendelt das drehbare Teil 43 um den Punkt P,
bis die Achse L wieder eine Gleichgewichtslage angenommen hat, in der keine Kraft
radial zur Achse L wirkt. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Achse L jeweils
in die Richtung der Zugkraft F und in die Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 bzw.
des Seilabschnitts 7.5 ausgerichtet wird.
[0049] Die Ausführungsform des Seilfixpunkts 12 bzw. 13 gemäss Fig. 5 und 6 umfasst die
Seilendbefestigung 50 für das Seilende 7' bzw. 7", die Drehlagerung 60 für die Seilendbefestigung
50 und eine Bremsvorrichtung 70.
[0050] Die Bremsvorrichtung 60 dient - wie im Folgenden noch erläutert wird - zur Kontrolle
einer Drehbewegung des Seils 7 bzw. zur Kontrolle eines auf das Seil 7 am Seilfixpunkt
12 bzw. am Seilfixpunkt 13 wirkenden Torsionsmoments.
[0051] Die Drehlagerung 60 umfasst:
- eine Basis 61,
- einen an der Tragstruktur 2 befestigten Schwenkmechanismus 65, an der die Basis 61
befestigt ist, um ein Schwenken der Basis 61 gegenüber der Vertikalen V zu ermöglichen,
- ein um die Achse L drehbares Teil 62, welches über ein Axiallager 63 auf die Basis
61 derart gestützt ist, dass die Achse L bezüglich der Basis 61 starr angeordnet ist.
[0052] Die Seilendbefestigung 50 ist an dem drehbaren Teil 62 befestigt und kann somit ebenfalls
um die Achse L gedreht werden, wenn über das Seil 7 eine Drehbewegung auf die Seilendbefestigung
50 übertragen wird, wie in Fig. 5 durch den Doppelpfeil 46 angedeutet ist.
[0053] Das Axiallager 63 ist in der Fig. 5 als Wälzlager dargestellt. Eine entsprechende
Funktion kann natürlich auch mit anderen Arten von Axiallagern erzielt werden, beispielsweise
mit Gleitlagern.
[0054] Der Schwenkmechanismus 65 ist gemäss Fig. 5 und 6 als Kreuzgelenk ausgebildet und
ermöglicht ein Schwenken der Basis 61 und somit der Achse L um zwei sich kreuzende
Achsen 65.4 und 65.6. Der Schwenkmechanismus 65 umfasst:
- einen Träger 65.1 für eine um die Achse 65.4 drehbare erste Welle 65.3,
- eine Befestigung 65.2 zur Befestigung des Trägers 65.1 an der Tragstruktur 2,
- eine auf der Welle 65.3 sitzende, um die Achse 65.4 drehbare zweite Welle 65.5, welche
entlang der Achse 65.6 angeordnet ist und
- einen auf der zweiten Welle 65.5 drehbar angeordneten Träger 65.7 für die Basis 61.
[0055] Die Basis 61 ist an dem Träger 65.7 derart befestigt, dass sich die Achse L sowohl
um die Achse 65.4 als auch um die Achse 65.6, d.h. in zwei Dimensionen, schwenken
lässt (wie in Fig. 5 mittels Doppelpfeilen an den Achse 65.4 und 65.6 angedeutet ist.
Die Achse L ist derart angeordnet, dass sich die Achsen L, 65.4 und 65.6 in einem
gemeinsamen Schnittpunkt kreuzen (wie in Fig. 5 und 6 dargestellt). Die Achse L kann
demnach um den Schnittpunkt der Achsen 65.4 und 65.6 pendeln.
[0056] Die Seilendbefestigung 50 ist am drehbaren Teil 62 der Drehlagerung 60 derart befestigt,
dass die Drehlagerung 60 eine stabile Gleichgewichtslage annimmt, wenn die Zugkraft
F entlang der Achse L - d.h. axial - in die Drehlagerung 60 eingeleitet wird. Wird
die Richtung der Zugkraft F bzw. der Winkel α verändert, dann wird die Achse 6 um
die Achsen 65.4 und 65.3 bzw. den Schnittpunkt der Achsen 65.4 und 65.3 geschwenkt,
bis die Achse L wieder eine neue Gleichgewichtslage einnimmt, derart, das die Achse
L mit der Richtung der Zugkraft F fluchtet. Die Drehlagerung 60 kann die jeweilige
Gleichgewichtslage immer einnehmen, sofern die Reibung zwischen dem Träger 65.1 und
der Welle 65.3 und/oder die Reibung zwischen der Welle 65.5 und dem Träger 65.7 hinreichend
klein ist. In der Regel kann die Reibung zwischen den genannten Komponenten des Schwenkmechanismus
65 so gewählt werden, dass die Achse L in die Richtung der Zugkraft F bzw. in die
Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 bzw. die Längsrichtung des Seilabschnitts 7.5
ausgerichtet wird.
[0057] Mit der Bremsvorrichtung 70 ist eine Drehbewegung Seils 7 am Seilfixpunkt 12 bzw.
am Seilfixpunkt 13 bremsbar. Die Bremsvorrichtung 70 umfasst:
- eine Bremstrommel 71, welche starr mit dem drehbaren Teil 62 verbunden und derart
angeordnet ist, dass sich die Bremstrommel 71 jeweils um ihre Mittelachse dreht, wenn
das drehbare Teils 62 um die Achse L gedreht wird;
- einen Bremsklotz 72, der mit der Aussenseite der Bremstrommel 71 in Kontakt gebracht
werden kann, um die Bremstrommel 71 mit einer vorgegebenen Bremskraft FB zu beaufschlagen und gegebenenfalls eine Drehbewegung des drehbaren Teils 62 zu bremsen;
und
- eine Kontrollvorrichtung 75 zur Kontrolle der Bremskraft FB.
[0058] Die Kontrollvorrichtung 75 umfasst:
- eine Stellschraube 75.1,
- einen Halter 75.2 für die Stellschraube 75.1, wobei der Halter 75.2 an der Basis 61
der Drehlagerung 60 fixiert ist und die Stellschraube 75.1 in ihrer Längsrichtung
in einer im Halter 75.2 bereitgestellten Gewindebohrung geführt ist,
- eine Feder 75.3, die mit dem Bremsklotz 72 und einem dem Bremsklotz 72 zugewandten
Ende der Stellschraube 75.1 in Kontakt steht.
[0059] Die Bremstrommel 71, der Bremsklotz 72, die Stellschraube 75.1 und die Feder 75.3
wirken wie folgt zusammen. Die Stellschraube 75.1 dient sowohl zur Führung des Bremsklotzes
72 als auch zur Kontrolle der auf die Bremstrommel 71 wirkenden Bremskraft F
B. Um eine Führung des Bremsklotzes 72 zu gewährleisten, ist der Bremsklotz 72 an der
der Bremstrommel 71 abgewandten Seite mit einer Bohrung 72.1 ausgestattet, die so
angeordnet ist, dass ein Längsabschnitt der Stellschraube 75.1 in die Bohrung 72.1
hineinragt, und deren Durchmesser so an die Abmessungen der Stellschraube 75.1 angepasst
ist, dass der Bremsklotz 72 in der Längsrichtung der Stellschraube 75.1 mit etwas
Spiel geführt ist. Die Feder 75.3 ist in der Bohrung 72.1 so angeordnet, dass die
Längserstreckung der Feder 75.3 durch Verstellen der Stellschraube 75.1 verändert
werden kann, um die Feder 75.3 zu spannen und eine in der Längsrichtung der Feder
75.3 wirkende Federkraft zu erzeugen. Mit dieser Federkraft wird der Bremsklotz 72
an die Bremstrommel 71 gepresst. Durch Verstellen der Stellschraube 75.1 in ihrer
Längsrichtung kann demnach die auf die Bremstrommel 71 wirkende Bremskraft F
B variiert und somit kontrolliert werden.
[0060] Die Bremsvorrichtung 70 kann wie folgt betrieben werden:
- Ist die Stellschraube 75.1 so eingestellt, dass die Feder 75.3 nicht gespannt und
die Bremstrommel 71 folglich nicht gebremst ist, so kann der drehbare Teil 62 jeder
Drehbewegung des Seilabschnitts 7.1 bzw. des Seilabschnitts 7.5 um die Achse L frei
folgen. Auf das drehbare Teil 62 wirkt in diesem Fall kein Torsionsmoment.
- Ist die Stellschraube 75.1 so eingestellt, dass die Bremstrommel 71 mit einer Bremskraft
FB beaufschlagt ist, so legt die Bremskraft FB eine Obergrenze Tmax(FB) für ein Torsionsmoment fest, das auf das drehbare Teil 62.1 bezüglich der Achse
L wirken kann, ohne dass das drehbare Teil 62 gegenüber der Basis 61 gedreht wird.
Tmax ist umso grösser, je grösser die Bremskraft FB ist. Falls auf das drehbare Teil 62 ein Torsionsmoment wirkt, dessen Wert Tmax überschreitet, kann die Bremskraft überwunden und das drehbare Teil 62 gegenüber
der Basis 61 gedreht werden. Durch Beaufschlagung der Bremstrommel 71 mit einer vorgegebenen
Bremskraft FB kann der Seilabschnitt 7.1 bzw. der Seilabschnitt 7.5 unter einem vorgegebenen Torsionsmoment
Tmax gehalten werden.
- Die Bremsvorrichtung 75 kann verwendet werden, das auf den Seilabschnitt 7.1 am Seilfixpunkt
12 wirkende Torsionsmoment bzw. das auf den Seilabschnitt 7.5 am Seilfixpunkt 13 wirkende
Torsionsmoment wie folgt zu kontrollierten. Wenn das Seil 7 drehungsfrei ist, dann
ist es vorteilhaft, wenn die Bremstrommel 71 nicht mittels der Bremsvorrichtung 75
mit einer Bremskraft beaufschlagt wird (FB =0). Da das Seil voraussetzungsgemäss drehungsfrei ist, kann es allein unter der
Wirkung einer Zugkraft nicht verdreht werden. Verdrehungen bzw. Torsionsmomente, die
bei einer Beförderung der Lastträger des Aufzugs zwischen den Seilfixpunkten 12 und
13 in das Seil eingeleitet werden können, belasten das Seil nicht übermässig, da das
Seil 7 an den Seilfixpunkten 12 bzw. 13 frei drehbar gehalten ist. Falls aber das
Seil 7 nicht drehungsfrei ist und an den Seilfixpunkten 12 bzw. 13 frei drehbar gehalten
ist, dann wird das Seil unter der Wirkung der auf das Seil wirkenden Zugkraft F aufgedreht,
selbst wenn Lastträger des Aufzugs nicht befördert werden und deshalb keine Verdrehungen
bzw. Torsionsmomente zwischen den Seilfixpunkten 12 und 13 in das Seil 7 eingeleitet
werden. Falls das Seil 7 nicht drehungsfrei ist, dann kann mittels der Bremsvorrichtung
7 ein Aufdrehen des Seils 7 verhindert werden, indem die Bremstrommel 71 mit einer
Bremskraft (FB > 0) beaufschlagt und der Seilabschnitt 7.1 bzw. 7.5 unter einem vorgegebenen Torsionsmoment
gehalten wird. Das Torsionsmoment kann so gewählt werden, dass ein Aufdrehen des Seils
verhindert wird. Bevorzugt wird die Bremskraft so gewählt, dass der Seilabschnitt
7.1 am Seilfixpunkt 12 bzw. der Seilabschnitt 7.5 am Seilfixpunkt 13 unter einem zudrehenden
Torsionsmoment gehalten wird. Das Torsionsmoment kann so limitiert werden, dass das
Seil 7 nicht übermässig belastet wird. Auf diese Weise kann das Seil 7 selbst dann
schonend gehalten werden, wenn es aufgrund seiner Konstruktion nicht drehungsfrei
ist.
[0061] Die Bremsvorrichtung 75 gemäss Fig. 5 kann im Rahmen der Erfindung vielfältig modifiziert
werden. Beispielsweise könnte die Grösse der Bremskraft F
B mit elektronischen Mitteln veränderbar und/oder kontrollierbar sein. Alternativ könnten
auch andere Teile, die bei einer Drehbewegung des Seils 7 bewegt werden, mit der Bremskraft
F
B beaufschlagt werden, beispielsweise der Seilabschnitt 7.1 bzw. der Seilabschnitt
7.5 und/oder die Seilendbefestigung 50.
[0062] Die Ausführungsform des Seilfixpunkts 12 bzw. 13 gemäss Fig. 7 umfasst die Seilendbefestigung
50 für das Seilende 7' bzw. 7", die Drehlagerung 100 für die Seilendbefestigung 50
und einen Antrieb 80. Der Antrieb 80 und Teile der Drehlagerung 100 sind in Fig. 7
in drei verschiedenen Perspektiven dargestellt.
[0063] Der Antrieb 80 dient - wie im Folgenden noch erläutert wird - zur Kontrolle einer
Drehbewegung des Seils 7 bzw. zur Kontrolle eines auf das Seil 7 am Seilfixpunkt 12
bzw. am Seilfixpunkt 13 wirkenden Torsionsmoments.
[0064] Die Drehlagerung 100 umfasst:
- eine Basis 61,
- einen an der Tragstruktur 2 befestigten Schwenkmechanismus 90, an der die Basis 61
befestigt ist, um ein Schwenken der Basis 61 gegenüber der Vertikalen V zu ermöglichen,
- ein um die Achse L drehbares Teil 62, welches über ein Axiallager 63 auf die Basis
61 derart gestützt ist, dass die Achse L gegenüber der Basis 61 starr angeordnet ist.
Die Seilendbefestigung 50 ist an dem drehbaren Teil 62 befestigt und kann somit ebenfalls
um die Achse L gedreht werden, wenn über das Seil 7 eine Drehbewegung auf die Seilendbefestigung
50 übertragen wird, wie in Fig. 7 durch den Doppelpfeil 46 angedeutet ist.
[0065] Das Axiallager 63 ist in der Fig. 7 als Wälzlager dargestellt. Eine entsprechende
Funktion könnte natürlich auch mit anderen Arten von Axiallagern erzielt werden, beispielsweise
mit Gleitlagern.
[0066] Der Schwenkmechanismus 90 ist gemäss Fig. 7 als Kugelgelenk ausgebildet und ermöglicht
ein Schwenken der Basis 61 und somit der Achse L. Der Schwenkmechanismus 90 umfasst:
- Eine Kugelpfanne 91 mit einer sphärischen Auflagefläche 91.1,
- ein auf der Auflagefläche 91.1 drehbar gelagertes Kugelteil 92 und
- eine Befestigung 64 zur Befestigung der Basis 61 an dem Kugelteil 92.
[0067] Die Kugelpfanne 91 ist auf der Tragstruktur 2 derart angeordnet, dass die Kugelpfanne
91 an der Peripherie einer in der Tragstruktur 2 ausgebildeten Durchgangsöffnung 2.1
gestützt ist. Die Befestigung 64 ist stabförmig ausgebildet und an dem Kugelteil 92
derart befestigt, dass die Befestigung 64 längs der Achse L angeordnet ist und durch
eine Öffnung 91.2 am Grund der Kugelpfanne 91 und die Durchgangsöffnung 2.1 ragt.
Bedingt durch die Form der Kugelpfanne 91 ist die Achse L um den Krümmungsmittelpunkt
der Auflagefläche 91.1 in zwei Dimensionen schwenkbar.
[0068] Die Seilendbefestigung 50 ist am drehbaren Teil 62 der Drehlagerung 100 derart befestigt,
dass das Kugelteil 92 und somit die Basis 61 jeweils eine stabile Gleichgewichtslage
annehmen, wenn die Zugkraft F entlang der Achse L - d.h. axial - in die Drehlagerung
100 eingeleitet wird. Wird die Richtung der Zugkraft F bzw. der Winkel α verändert,
dann wird die Achse L um den Krümmungsmittelpunkt der Auflagefläche 91.1 geschwenkt,
bis die Achse L wieder eine neue Gleichgewichtslage einnimmt, derart, das die Achse
L mit der Richtung der Zugkraft F fluchtet. Die Drehlagerung 100 kann die jeweilige
Gleichgewichtslage immer einnehmen, sofern die Reibung zwischen dem Kugelteil 92 und
der Kugelpfanne 91 hinreichend klein ist. In der Regel kann die Reibung zwischen dem
Kugelteil 92 und der Kugelpfanne 91 so gewählt werden, dass die Achse L in die Richtung
der Zugkraft F und/oder in die Längsrichtung des Seilabschnitts 7.1 bzw. die Längsrichtung
des Seilabschnitts 7.5 ausgerichtet wird.
[0069] Der Antrieb 80 ist mittels einer Halterung 85 an der Befestigung 64 befestigt. Er
ist als Riemenantrieb ausgebildet und dient der Übertragung eines Torsionsmoments
auf das drehbare Teil 62 der Drehlagerung 100. Der Antrieb 80 umfasst einen (beispielsweise
mit elektrischen Mitteln antreibbaren) Motor 81, eine auf einer Antriebswelle des
Motors 81 sitzende (treibende) Riemenscheibe 82, eine am drehbaren Teil 62 befestigte
(angetriebene) Riemenscheibe 83, einen die Riemenscheiben 82 und 83 umspannenden (endlosen)
Riemen 84 und (in Fig. 7 nicht dargestellt) eine Regelvorrichtung zur Regelung des
mit dem Motor 81 auf die Riemenscheibe 82 übertragbaren Drehmoments.
[0070] Durch eine geeignete Ansteuerung des Motors 81 kann erreicht werden, dass sich der
drehbare Teil 62 der Drehlagerung 100 gegenüber der Basis 61 dreht. Auf diese Weise
kann das Ausmass einer Verdrehung des Seilabschnitts 7.1 bzw. des Seilabschnitts 7.5
durch eine geeignete Ansteuerung des Motors 81 aktiv kontrolliert werden. Im Betrieb
wird der Antrieb 80 mittels der Regelvorrichtung so geregelt, dass der Seilabschnitt
7.1 am Seilfixpunkt 12 bzw. der Seilabschnitt 7.5 am Seilfixpunkt 13 unter einem Torsionsmoment
steht, das so gerichtet ist, dass es auf den Seilabschnitt 7.1 bzw. auf den Seilabschnitt
7.5 zudrehend wirkt, und dessen Grösse so limitiert ist, dass das Seil 7 nicht beschädigt
wird. Auf diese Weise kann der Seilabschnitt 7.1 bzw. der Seilabschnitt 7.5 unter
einem zudrehenden Torsionsmoment gehalten werden. Der Antrieb 80 kann beispielsweise
so geregelt werden, dass das auf den Seilabschnitt 7.1 wirkende Torsionsmoment bzw.
das auf den Seilabschnitt 7.5 wirkende Torsionsmoment während des Betriebs des Aufzugs
1 konstant ist. Auf diese Weise werden die aufdrehend wirkenden Drehungen, die unter
Umständen aufgrund des Schrägzugs an der Treibrolle 20 bzw. den Umlenkrollen 11.1,
11.2 bzw. 11.3 in den Seilabschnitt 7.1 bzw. in den Seilabschnitt 7.5 eingeleitet
werden, durch entsprechende gegenläufige Drehungen, die mittels des Antriebs 80 am
Seilfixpunkt 12 in den Seilabschnitt 7.1 bzw. am Seilfixpunkt 13 in den Seilabschnitt
7.5 eingeleitet werden können, kompensiert.
[0071] Der Antrieb 80 kann im Rahmen der Erfindung auf verschiedene Weisen modifiziert werden.
Er muss nicht zwingend als Riemenantrieb ausgebildet sein. Die beschriebenen Funktionen
des Antriebs 80 können auch mit anderen aus der Antriebstechnik bekannten Prinzipien
realisiert werden. Gemäss einer weiteren Variante kann der Antrieb 80 so angeordnet
werden, dass das drehbare Teil 62 und/oder der Seilabschnitt 7.1 bzw. 7.5 und/oder
die jeweilige Seilendverbindung 50 mit einem Torsionsmoment beaufschlagbar ist, um
den Seilabschnitt 7.1 bzw. den Seilabschnitt 7.5 unter einem zudrehend wirkenden Torsionsmoment
zu halten.
[0072] Es ist auch möglich, den Antrieb 80 gemäss Fig. 7 durch eine Platz sparendere Variante
zu ersetzen. Es ist beispielsweise möglich, einen Motor geeignet in die Drehlagerung
100 zu integrieren. Zu diesem Zweck können die Basis 61 und das drehbare Teil 62 der
Drehlagerung 100 so ausgelegt werden, dass sich zwischen der Basis 61 und dem drehbaren
Teil 62 genügend Raum zur Aufnahme eines Motors (mit oder ohne Getriebe), mit dem
ein Torsionsmoment auf das drehbare Teil 62 übertragbar ist, und gegebenenfalls genügend
Raum für eine geeignete Ansteuerung für den Motor ergibt.
[0073] Die Aufzugskabine 3 und das Gegengewicht 5 können auch an mehreren Seilen 7, die
beispielsweise über die Treibrolle 20 und die Umlenkrollen 11 geführt sein können,
aufgehängt sein. In diesem Fall können die Seilfixpunkte 12 und 13 entsprechend modifiziert
werden: Die Seilenden der zusätzlichen Seile können - wie das Seil 7 - jeweils über
eine Seilendverbindung 50 und eine Drehlagerung 40 bzw. 60 oder 100 an der Tragstruktur
2 befestigt sein und bei Bedarf, wie in Fig. 5 und 7 gezeigt, mit einer Bremsvorrichtung
70 bzw. mit einem Antrieb 80 ausgestattet sein. Die verschiedenen Seile können in
unterschiedlichem Ausmass von Schrägzug an der Treibrolle 20 und den Umlenkrollen
11 beeinflusst sein. Es kann deshalb zweckmässig sein, die verschiedenen Seile an
den jeweiligen Seilenden unter unterschiedlich grossen Torsionsmomenten - nach den
Umständen des jeweiligen Einzelfalls - zu halten. Weiterhin können die Seilendverbindungen
50 in den jeweiligen Drehlagerungen so angeordnet sein, dass sie längs der jeweiligen
Achse L gegen die Rückstellkraft einer Feder beweglich gelagert sind.
[0074] Die Drehlagerungen 40, 60 und 100 können im Rahmen der Erfindung ebenfalls modifiziert
werden. Anstelle der Schwenkmechanismen 65 und 90 kann jeder beliebige Schwenkmechanismus
verwendet werden, der ein selbsttätiges Ausrichten der Achse L in eine Richtung, die
von der Richtung der in die jeweilige Drehlagerung eingeleiteten Zugkraft abhängt,
erlaubt.
1. Seilfixpunkt (12, 13) zur Befestigung mindestens eines Seils (7), mit jeweils einer
Seilendbefestigung (50) für ein Seilende (7', 7") des jeweiligen Seils (7) und mit
jeweils einer Drehlagerung (40, 60, 100) für die jeweilige Seilendbefestigung (50),
wobei jede Drehlagerung (40, 60, 100) eine Drehung (12', 13', 46) der jeweiligen Seilendbefestigung
(50) um eine Achse (L12, L13, L) ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Achse (L12, L13, L) durch eine auf das Seil (7) wirkende Zugkraft (F12, F13, F) ausrichtbar ist.
2. Seilfixpunkt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (L12, L13, L) in die Richtung einer auf das Seil wirkenden Zugkraft (F12, F13, F) und/oder in die Längsrichtung eines an den Seilfixpunkt angrenzenden Abschnitts
(7.1, 7.5) des Seils (7) ausrichtbar ist.
3. Seilfixpunkt nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Drehlagerung (40, 60, 100) ein Axiallager (41, 43, 44; 63) mit einem um die Achse
drehbaren Teil (43, 62) umfasst, wobei die Seilendbefestigung (50) mit dem drehbaren
Teil (43, 62) verbunden ist.
4. Seilfixpunkt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Drehlagerung (60, 100) einen Schwenkmechanismus (65, 90) für das Axiallager (63)
zur Ausrichtung der Achse (L12, L13, L) innerhalb eines Winkelbereiches umfasst.
5. Seilfixpunkt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallager ein Axialpendellager (41, 43, 44) ist, wobei der drehbare Teil (43)
pendelnd gelagert ist.
6. Seilfixpunkt nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (65, 90) umfasst:
ein Gelenk (65, 90) zum Schwenken des Axiallagers um einen Punkt
oder ein Gelenk (65) zum Schwenken des Axiallagers (63) um eine Schwenkachse (65.4,
65.6)
oder ein Gelenk (65) zum Schwenken des Axiallagers um eine erste Schwenkachse (65.4)
und um eine zweite, nicht parallel zur ersten Schwenkachse (65.4) angeordnete zweite
Schwenkachse (65.6).
7. Seilfixpunkt nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk ein Kreuzgelenk (65) oder ein Kugelgelenk (90) ist.
8. Seilfixpunkt nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (70, 80) zur Kontrolle eines auf das Seil am Seilende wirkenden Torsionsmoments
vorgesehen sind.
9. Seilfixpunkt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel eine Bremsvorrichtung (70) zum Bremsen einer Drehbewegung des Seils umfassen
und/oder dass die Mittel einen Antrieb (80) zur Übertragung eines Torsionsmoments
auf das drehbare Teil (43, 62) und/oder die Seilendbefestigung (50) und/oder das Seil
(7, 7.1, 7.5) umfassen.
10. Aufzug (1) zum Befördern mindestens eines Lastträgers (3, 5) mittels mindestens eines
in seiner Längsrichtung bewegbaren Seils (7), mit einem Seilfixpunkt (12, 13) für
ein Seilende (7', 7") des jeweiligen Seils (7) nach einem der Ansprüche 1-9, wobei
das jeweilige Seil (7) an dem Seilende (7', 7") unter einer Zugkraft (F12, F13, F) steht, deren Richtung in Abhängigkeit von einer Position des Lastträgers (3,
5) veränderbar ist, und die Achse (L12, L13, L) durch die Zugkraft (F12, F13, F) ausrichtbar ist.
11. Aufzug nach Anspruch 10, wobei die Achse (L12, L13, L) in die Richtung der Zugkraft (F12, F13, F) und/oder in die Längsrichtung eines an den Seilfixpunkt (12, 13) angrenzenden
Abschnitts (7.1, 7.5) des Seils (7) ausrichtbar ist.