[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausstellvorrichtung eines Flügels, insbesondere
für Fenster oder Lüftungseinrichtungen, mit einem Ausstell-Mechanismus mit dem der
Flügel in eine Lüftungsstellung geöffnet und von dieser wieder geschlossen werden
kann, wobei eine mit diesem Ausstell-Mechanismus in Wirkverbindung stehende Verriegelung
vorgesehen ist, mittels der eine Verriegelung mit mindestens einer Verriegelungsstelle
betätigbar ist, die den Flügel an einem feststehenden Rahmen verriegelt und wobei
der Ausstell-Mechanismus eine Schubeinrichtung zum Öffnen und Schliessen des Flügels
und zur Betätigung der Verriegelungseinrichtung aufweist.
[0002] Ausstellvorrichtungen werden u.a. bei hochgelegenen, Lüftungszwecken dienenden, einflügeligen
Fenstern verwendet, wie sie in hohen Räumen vorkommen, beispielsweise in Gewerberäumen
oder Turnhallen. Meistens ist dabei der Fensterflügel so angeordnet, dass er über
seine Unterkante oder seine Oberkante kippbar ist, so dass eine Lüftungsöffnung entsteht.
Der durch die Ausstellvorrichtung ermöglichte Öffnungswinkel liegt gewöhnlich bei
annähernd 15°. Da diese Fenster aufgrund ihrer Lage schwer zugänglich sind, werden
sie vorzugsweise mittels eines Elektromotors betätigt. Dieser ist mit dem Mechanismus
der Ausstellvorrichtung verbunden, häufig einem Scherenmechanismus, das gleichzeitig
sowohl dem Ausstellen als auch als Verschluss dient. Auch in den Fällen, wo dieser
Mechanismus noch zusätzlich mit einem Riegelelement verbunden ist, bedeutet dies,
dass der Elektromotor eine Verriegelungsstelle betätigt. Bei grösseren Fenstern werden
daher, um ein dichtes Schliessen zu gewährleisten, manchmal zwei oder drei Elektromotoren
benötigt. Dasselbe gilt bei Fenstern, die aus Sicherheitsgründen mehrere Verriegelungsstellen
aufweisen müssen. Dies ist aufwendig in der Montage und teuer.
[0003] Vom Anmelder der vorliegenden Erfindung ist zur Lösung dieser Probleme ein Ausstell-Mechanismus
bekannt geworden, die eine Schubstange beinhaltet, deren eines Ende mit einer Umlenkeinrichtung
und deren anderes Ende mit einem Antrieb verbunden ist. Durch die Umlenkeinrichtung
wird eine senkrecht zum Fensterflügel, d.h. eine in Richtung der Öffnungs- und Schliessbewegung
des Fensterflügels verlaufende Hubbewegung der Schubstange, in eine parallel zum Flügelprofil
verlaufende Hubbewegung eines Treibstangenverschlusses mit zwei Treibstangen umgelenkt.
Dazu ist die Schubstange an ihrem am Treibstangenverschluss liegenden Ende T-förmig
ausgebildet, wobei an den beiden freien T-Enden je ein Führungszapfen angeordnet ist.
Dieser greift je in eine diagonal zur Bewegungsrichtung einer linken und einer rechten
Treibstange angeordneten Führungsrille. Der Treibstangenverschluss kann mehrere Verriegelungsstellen
aufweisen. Die Hubbewegung der senkrecht zum Fensterflügel liegenden Schubstange erfolgt
gegen die Kraft einer koaxial zur Schubstange angeordneten Feder. Beim Schliessen
wird zuerst der Fensterflügel so weit zugedrückt, bis dieser am feststehenden Fensterrahmen
ansteht. Erst aufgrund dieses Widerstandes wird, entgegen der Kraft der besagten Feder,
der Treibstangenverschluss betätigt.
[0004] Dieser Ausstell-Mechanismus funktioniert an und für sich sehr gut. Er benötigt aber
einen genügend grossen Einbauraum, der z.B. bei Holzfenstern nicht immer gegeben ist.
Deshalb ist er in seinen Verwendungsmöglichkeiten eingeschränkt. Zudem erfordert er
von Montagepersonal eine besonders aufmerksame Beachtung der Montagehinweise.
[0005] Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Ausstellvorrichtung eines Flügels,
insbesondere für Fenster oder Lüftungseinrichtungen zu schaffen, die mit einem einzigen
Antrieb auskommen kann, vorzugsweise einem Elektromotor, wobei durch einen Ausstell-Mechanismus
mindestens eine Verriegelungsstelle betätigbar ist und ein problemloser Einbau möglich
ist, unabhängig von den Massen des jeweiligen Flügels und der Profile aus denen dieser
zusammengebaut ist.
[0006] Die erfindungsgemässe Ausstellvorrichtung entspricht den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausbildungen gehen aus den abhängigen
Patentansprüchen hervor.
[0007] Besonders vorteilhaft ist, dass die vorgeschlagene Ausstellvorrichtung, dank der
geringen Einbauhöhe ihres in den Flügel einzubauenden Teils, für die gängigen Fensterprofile
geeignet ist, sei es von Metall-, Holz/Metall- oder Kunststoff-Fenstern, und mit bekannten
Treibstangenverschlüssen zusammenwirken kann. Es ist daher auch die Nachrüstung bereits
bestehender Flügel möglich. Die Ausstellvorrichtung ist für alle Arten von Kipp-,
Dreh- und Klappflügel verwendbar. Durch den einfachen Aufbau und das reibungsarme
zusammenwirken der beweglichen Teile, ist ein störungssicherer Betrieb und eine lange
Lebensdauer gewährleistet. Und dies auch bei niedrigen Flügeln und/oder bei seitlicher
Montage der Ausstellvorrichtung.
[0008] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand
der Zeichnung näher beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt die für die Erfindung wesentlichen Bauteile der Ausstellvorrichtung in Öffnungsstellung;
- Fig. 2
- zeigt dieselbe Ausstellvorrichtung in Schliessstellung;
- Fig. 3 - 6
- zeigen eine Arretierung der Schubeinrichtung und deren Funktion im Detail, wobei in
den Fig. 3 und 5 diese Arretierung im Schnitt und in den Fig. 4 und 6 in der Draufsicht
dargestellt ist;
- Fig. 7 - 8
- zeigen eine alternative Arretierung der Schubeinrichtung.
[0009] Die Ausstellvorrichtung 1 ist gemäss Fig. 1 und 2 an der Öffnungskante eines Flügels
2 befestigt, der hier nur gestrichelt angedeutet ist. Sie wirkt mit einem einzigem
Antrieb zusammen, der am feststehenden Rahmen 3 angeordnet ist. Beim Antrieb kann
es sich um einen handelsüblichen, mit einer Treibkette versehenen Elektromotor handeln.
Die einer Fahrradkette ähnliche Treibkette kann mittels eines Antriebsrades vor- und
zurückbewegt werden, sie wirkt also sowohl auf Schub wie auf Zug. Das freie Ende der
Treibkette steht über einen gabelförmigen Anschlusswinkel 4 in Wirkverbindung mit
einer Schubeinrichtung 5. Bei dieser handelt es sich vorzugsweise um eine Schubstange,
da zur störungsfreien Funktion eine Biegestabilität vorteilhaft ist. Soweit entspricht
die Ausstellvorrichtung dem bekannten Stand der Technik. Für die Erfindung ist im
übrigen nicht wesentlich, ob der Flügel 2 mit einer Verglasung als Fenster oder mit
einem geschlossenen Paneel als Lüftungsklappe ausgebildet ist.
[0010] In Fig. 1 ist der Flügel 2 in Öffnungsstellung dargestellt, dessen Öffnungskante
weist somit einen Abstand zum gestrichelt angedeuteten, feststehenden Rahmen 3 auf.
Im vorliegenden Beispiel liegt diese Öffnungskante oben, d.h. der Flügel 2 ist um
seine Unterkante schwenkbar.
[0011] Die Schubeinrichtung 5, d.h. die Schubstange, greift in den von einer als Treibstangenverschluss
ausgebildeten Verriegelungseinrichtung 6 eingenommenen Bereich des Flügels 2. Die
Verriegelung 6 weist eine Treibstange 7 auf. Diese ist im Bereich des Ausstell-Mechanismusses
durchgehend ausgebildet, d.h. der in der Zeichnung links und der rechts liegende Teil
der Treibstange 7 führen die Hubbewegung 8 synchron aus. Die Treibstange 7 kann dabei
aus einem einzigen Teil oder aus mehreren, miteinander in Wirkverbindung stehenden
Teilen bestehen. Zwischen der Treibstange 7 und dem feststehenden Rahmen 3 sind, wie
an sich bekannt, eine oder mehrere Verriegelungsstellen vorhanden, die je nach Position
der Hubbewegung 8, in oder ausser Eingriff gebracht werden.
[0012] Die Kraftübertragung zwischen der Hubbewegung 9 der Schubeinrichtung 5 und der Hubbewegung
8 der Treibstange 7 ist ebenfalls aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich. Die Schubeinrichtung
5 ist über ein bewegliches Verbindungsglied 10 mit der Treibstange 7 verbunden. Das
Verbindungsglied 10 ist im vorliegenden Beispiel in Form eines Winkelhebels L-förmig
abgewinkelt und schwenkbar an einem als Zapfen ausgebildeten Drehlager 11 gelagert.
Der erste Hebelarm 12 des Verbindungsglieds 10 ist, über einen Arm 13, mit der Schubeinrichtung
5 verbunden. Der zweite, annähernd im rechten Winkel zum ersten stehende Hebelarm
14 des Verbindungsglieds 10, steht mit seinem dem Drehlager 11 entgegengesetzt liegenden
Ende in Wirkverbindung mit Treibstange 7, und zwar über einen Schwenkarm 15 der mittels
eines Schwenklagers 16 an der Treibstange 7 gelagert ist. Die Verbindung zwischen
dem Hebelarm 14 des Verbindungsglieds 10 und dem Schwenkarm 15 erfolgt ebenfalls über
ein zapfenförmiges Lager 17.
[0013] Das Verbindungsglied 10 kann im übrigen auch anders als dargestellt ausgebildet sein,
bis hin zur Form eines Kreises oder eines Kreissegmentes. Entscheidend ist nur, dass
es schwenkbar gelagert ist, im vorliegenden Fall an einem Drehlager 11, und die Kraft
der Schubeinrichtung 5 an die Verriegelungseinrichtung 6 weitergibt. Der Arm 13 kann
leicht gebogen ausgebildet sein, wobei die Biegung von der Schubeinrichtung 5 zum
Verbindungsglied hin ausgerichtet ist.
[0014] Um den Flügel 2 aus der Schliessstellung gemäss Fig. 2 zu öffnen, wird der Elektromotor
- oder eine andere Art von Antrieb - so in Betrieb gesetzt, dass die Schubeinrichtung
5 entsprechend ihrer Hubbewegung 9 vom Flügel 2 weggedrückt wird. Hierdurch wird in
einem ersten Schritt das Verbindungsglied 10 in die Öffnungsstellung nach Fig. 1 gezogen.
Durch dessen Schwenkbewegung um das Drehlager 11 wird auch der Schwenkarm 15 und die
daran hängende Treibstange 7 entsprechend der Hubbewegung 8 in deren Entriegelungsstellung
gezogen. Die Verriegelungsstellen zwischen der Treibstange 7 und dem feststehenden
Rahmen 3 sind in dieser Hubposition gelöst, der Flügel 2 ist jetzt gegenüber dem Rahmen
3 entriegelt. Durch den weiter laufenden Antrieb wird die Schubeinrichtung 5 weiter
weggeschoben. In einem zweiten Schritt wird daher der Flügel 2 geöffnet, indem der
Flügel 2 vom feststehenden Rahmen 3 weggedrückt wird.
[0015] Die Schubeinrichtung 5, d.h. die Schubstange, wird durch eine Arretierung 18 in der
vorgenannten Entriegelungsstellung gehalten. Die Arretierung 18 ist im Detail aus
den Fig. 3 - 6 ersichtlich. Sie ist am Flügel 2 befestigt und weist ein erstes bewegliches
Element 19 auf, das schwenkbar an einer Achse 20 gelagert ist, z.B. einem Lagerzapfen.
Diese Achse 20 liegt im rechten Winkel zur Schubeinrichtung 5, d.h. die Schwenkbewegung
dieses beweglichen Elementes 19 liegt parallel zur Schubeinrichtung 5. Das bewegliche
Element 19 wird dabei durch eine Feder 21 so beaufschlagt, dass es eine vorgegebene
Schwenkstellung 22 gemäss Fig. 3 einnimmt. Im vorliegenden Beispiel wird die Feder
21 durch eine Schraube in einer Bohrung des ersten beweglichen Elementes 19 in Richtung
auf einen Falz des Flügels 2 gehalten. Der Achse 20, bzw. dem Lagerzapfen gegenüberliegend,
weist das bewegliche Element 19 eine seitliche Aufnahme 23 auf, hier eine Ausnehmung
oder Vertiefung, in die ein zweites bewegliches Element 24, insbesondere eine Kugel,
eingreifen kann. Dieses zweite Element 24, bzw. die Kugel, ist dazu bestimmt, die
Hubbewegung 9 der Schubeinrichtung 5 in Schliessrichtung gegenüber dem Flügel 2 zu
arretieren. Dies erfolgt dadurch, dass in der von der Feder 21 vorgegebenen Schwenkstellung
22 des beweglichen Elementes 19 die Aufnahme 23 so weit verschoben ist, dass das zweite
Element 24, bzw. die Kugel, nicht in diese Aufnahme 23 eingreifen kann. Das zweite
Element 24, bzw. die Kugel, befindet sich darum sperrend in der Bahn der Hubbewegung
9 der Schubeinrichtung 5, so wie es insbesondere aus den Fig. 1 und 4 hervorgeht.
[0016] Zum Schliessen wird der Antrieb so betätigt, dass die Schubeinrichtung 5 wieder zurückgezogen
wird. Infolge der vorgehend beschriebenen Arretierung 18, wird dadurch der Flügel
2 in Richtung auf den feststehenden Rahmen 3 gezogen, denn die Schubeinrichtung 5
steht an dem zweiten beweglichen Element 24, bzw. an der Kugel an. Die Schliessbewegung
wird somit noch nicht an die Treibstange 7 weitergegeben. Sobald sich aber der schliessende
Flügel 2 so weit in Richtung auf den feststehenden Rahmen 3 bewegt hat, dass er schon
beinahe geschlossen ist, trifft das bewegliche Element 19 der Arretierung 18 auf einen
am feststehenden Rahmen anzuordnenden L-förmigen Anschlag 25. Der mit dem Anschlag
25 zusammentreffende Bereich des beweglichen Elementes 19 weist vorzugsweise eine
keilförmige Abschrägung auf. Das bewegliche Element 19 wird darum entgegen der Kraft
der Feder 21 in die Stellung nach Fig. 5 gedrückt. Die Aufnahme 23 wird dadurch in
Deckung mit dem zweiten beweglichen Element 24, bzw. der Kugel, geschoben. Jetzt kann
durch eine Abschrägung 26 an der Schubeinrichtung 5 dieses bewegliche Element 24,
bzw. die Kugel, aus dem Weg der Schubeinrichtung 5 in die Aufnahme 23 gedrückt werden.
Die Schubeinrichtung 5 ist nun in bezug auf ihre Hubbewegung 9 gegenüber dem Flügel
2 frei. Ihre weitere Hubbewegung 9 wirkt sich jetzt über die Umlenkung durch das Verbindungsglied
10 auf die Treibstange 7 aus und schiebt diese in Schliessstellung. Es versteht sich
im übrigen von selbst, dass das zweite bewegliche Element 24, bzw. die Kugel, so angeordnet
sein muss, dass es/sie auch in der Stellung nach den Fig. 3 und 4 gefangen ist, z.B.
in einem Gehäuse.
[0017] Die Arretierung 18 gibt beim Schliessen des Flügels 2 die Verriegelungseinrichtung
6 also erst dann frei, wenn sich der Flügel 2 so weit zum feststehenden Rahmen 3 geschlossen
hat, dass die Treibstange 7 am feststehenden Rahmen 3 hinter die Verriegelungsstellen
greifen kann. Dadurch ist das Problem vermieden, dass sich die Treibstange 7 durch
den von der Schubeinrichtung 5 ausgeübten Druck schon vorzeitig bewegen und das vollständige
Schliessen des Flügels 2 blockieren kann, wodurch der Innenraum weder gegen eindringenden
Regen noch gegen Einbruch geschützt wäre.
[0018] Wie technisch bekannt, kann der Treibstangenverschluss auch über die Flügelecken
umgelenkt werden, so dass der Flügel 2 mit dem feststehenden Rahmen 3 allseitig sicher
verriegelt ist.
[0019] All dies wird erreicht durch den ohnehin erforderlichen Antrieb 3, einem handelsüblichen
Treibstangenverschluss und den aus der Zeichnung ersichtlichen, einfachen Bauteilen.
Es wird auch bei grossen Fenstern nur ein einziger Antrieb benötigt. Sowohl die Arretierung
18 als auch der Anschlag 25 sind dabei sehr einfach zu montieren und finden in praktisch
jedem Fensterprofil Platz. Von besonderem Vorteil ist auch, dass die Hubbewegung 9
der Schubeinrichtung 5 im rechten Winkel zur Öffnungskante verläuft und in diesem
rechten Winkel auch direkt auf die Arretierung 18 trifft, ohne dass die Hubbewegung
9 parallel zur Treibstange 7 umgelenkt werden muss. Dies vereinfacht sowohl die Konstruktion
als auch die Montage der Bauteile, nimmt weniger Einbauraum in Anspruch und verringert
die Gefahr von durch Verkantung hervorgerufenen Störungen.
[0020] Es liegt im Rahmen der Erfindung, die einzelnen Bauteile auch anders als im vorgehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel auszubilden.
[0021] So ist z.B. in den Fig. 7 und 8 ein bewegliches Element 27 dargestellt, das nicht
schwenkbar, sondern linear in einer parallel zur Hubbewegung 9 der Schubeinrichtung
5 liegenden Hubrichtung 28 verschiebbar ist. Dabei ist die Kraft einer Feder 29 zu
überwinden, die eine Druck-, Schub- oder Biegefeder sein kann. Ansonsten entspricht
die Funktion derjenigen, wie sie in den Fig. 3 - 6 dargestellt ist. Auch hier ist
indessen eine Aufnahme 30 vorhanden, in die ein weiteres bewegliches Element 31, insbesondere
eine Kugel, drückbar ist, sobald das linear bewegliche Element 27 auf den Anschlag
25 trifft. Dieser Anschlag 25 kann im übrigen auch eine Fläche des feststehenden Rahmens
3 sein, insbesondere bei Metallfenstern oder Metallklappen.
[0022] Zur besonderen Leichtgängigkeit der Arretierung 18 ist es von Vorteil, wenn das zweite
bewegliche Element 24 oder 31 eine Kugel ist. Es könnte sich dabei aber auch um eine
Rolle handeln, die ja ebenfalls einen kreisrunden Querschnitt aufweist. Die Schwenkbewegung
22 des beweglichen Elementes 19 kann, gemäss Fig. 5, mittels einer Einstellschraube
32 regulierbar sein.
[0023] Denkbar wäre es ferner, die Abschrägung 26 nicht am Ende der Schubeinrichtung 5 sondern
an einer seitlichen Ausnehmung oder Ausformung auszubilden, so dass die Schubeinrichtung
5 nicht mit deren Ende, sondern mit ihrer Längsseite an der Arretierung 18 angreift.
1. Ausstellvorrichtung eines Flügels, insbesondere für Fenster oder Lüftungseinrichtungen
mit einem Ausstell-Mechanismus, mit dem der Flügel (2) in eine Lüftungsstellung geöffnet
und von dieser wieder geschlossen werden kann, wobei eine mit diesem Ausstell-Mechanismus
in Wirkverbindung stehende Verriegelungseinrichtung (6) vorgesehen ist, mittels der
eine Verriegelung mit mindestens einer Verriegelungsstelle betätigbar ist, die den
Flügel (2) an einem feststehenden Rahmen (3) verriegelt und wobei der Ausstell-Mechanismus
eine Schubeinrichtung (5) zum Öffnen und Schliessen des Flügels (2) und zur Betätigung
der Verriegelungseinrichtung (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schubeinrichtung (5) mit einer Arretierung (18) in Wirkverbindung steht, mittels
der die Hubbewegung (9) der Schubeinrichtung (5) gegenüber dem Flügel (2) sperrbar
ist, welche Arretierung (18) ein erstes bewegliches Element (19, 27) aufweist, das
mit einem zweiten beweglichen Element (24, 31) zusammenwirkt, das sperrend in die
Bahn der Hubbewegung (9) der Schubeinrichtung (5) bewegbar ist, wobei das erste bewegliche
Element (19, 27) so ausgebildet und angeordnet ist, dass es durch eine Schliessbewegung
des Flügels (2) an einem Anschlag (25) des feststehenden Rahmens (3) ansteht und dadurch
in eine Stellung bewegbar ist in welcher die Sperrung aufgehoben ist, in dem das zweite
bewegliche Element (24, 31) derart freigegeben ist, dass es aus der Bahn der Hubbewegung
(9) der Schubeinrichtung (5) bewegbar ist.
2. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubeinrichtung (5) eine Schubstange aufweist.
3. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bewegliche Element (19) an einer Achse (20) schwenkbar gelagert ist.
4. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (20) im rechten Winkel zur Schubeinrichtung (5) liegt, wobei die Schwenkbewegung
des ersten beweglichen Elementes (19) parallel zur Schubeinrichtung (5) verläuft.
5. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bewegliche Element (27) linear in einer parallel zur Hubbewegung (9) der
Schubeinrichtung (5) liegenden Hubrichtung (28) verschiebbar ist.
6. Ausstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite bewegliche Element (24, 31) einen kreisrunden Querschnitt aufweist und
z.B. eine Kugel oder eine Rolle ist.
7. Ausstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bewegliche Element (19, 27) eine Aufnahme (23, 30) aufweist, zur Aufnahme
des zweiten beweglichen Elementes (24, 31), z.B. einer Kugel.
8. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (23, 30) eine Ausnehmung oder Vertiefung im ersten beweglichen Element
(19) ist.
9. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (23, 30) für das zweite bewegliche Element (24, 31), z.B. eine Kugel,
an der zur Schubeinrichtung (5) liegenden Seite des ersten beweglichen Elementes (19,
27) angeordnet ist.
10. Ausstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bewegliche Element (19, 27) durch die Kraft einer Feder (21, 29) in einer
Stellung gehalten wird, in der die Hubbewegung (9) der Schubeinrichtung (5) dadurch gesperrt ist, dass das zweite bewegliche Element (24, 31), z.B. eine Kugel, daran
gehindert ist, die Bahn der Hubbewegung (9) der Schubeinrichtung (5) zu verlassen.
11. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 7 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bewegliche Element (19, 27) so ausgebildet und angeordnet ist, dass es
durch die Schliessbewegung des Flügels (2) am Anschlag (25) des feststehenden Rahmens
(3) ansteht und dadurch gegen die Kraft der Feder (21, 29) in eine Stellung bewegbar
ist in welcher die Sperrung dadurch aufgehoben ist, dass die Aufnahme (23, 30) in
Deckung mit dem zweiten beweglichen Element (24, 31) liegt, z.B. einer Kugel, wodurch
dieses/diese aus der Bahn der Hubbewegung (9) der Schubeinrichtung (5) in die Aufnahme
(23, 30) bewegbar ist.
12. Ausstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Anschlag (25) zusammentreffende Bereich des ersten beweglichen Elementes
(19, 27) eine keilförmige Abschrägung aufweist, mit dem Zweck, beim Auftreffen des
Anschlags (25) dessen Bewegung in eine Freigabestellung der Schubeinrichtung (5) zu
begünstigen.
13. Ausstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubeinrichtung (5), z.B. an deren Ende, eine Abschrägung (26) aufweist die
so ausgebildet und ausgerichtet ist, dass durch sie das zweite bewegliche Element
(24, 31) aus der Bahn der Hubbewegung (9) der Schubeinrichtung (5) zum ersten beweglichen
Element (19, 27) hin bewegbar ist.
14. Ausstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (21) durch eine Schraube in einer Bohrung des ersten beweglichen Elementes
(19) gehalten ist, z.B. zu einem Falz des Flügels (2) hin.
15. Ausstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubbewegung (9) der Schubeinrichtung (5) durch ein um ein Drehlager (11) schwenkbares,
z.B. L-förmiges Verbindungsglied (10), an eine zu einer Verriegelungseinrichtung (6)
des Flügels gehörende Treibstange (7) übertragbar ist.
16. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schubeinrichtung (5) und dem Verbindungsglied (10) ein Arm (13) angeordnet
ist, welcher sowohl an der Schubeinrichtung (5) als auch am Verbindungsglied (10)
schwenkbar gelagert ist.
17. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (13) bogenförmig ist.