[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Geräuschübertragung in einem Kraftfahrzeug
mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Moderne Kraftfahrzeuge weisen sehr laufruhige Verbrennungsmotoren als Antriebsmotoren
auf, deren Betriebsgeräusch im Innenraum des Kraftfahrzeuges kaum wahrnehmbar ist.
Das Betriebsgeräusch des Verbrennungsmotors wird unter bestimmten Umständen von Sekundärgeräuschen
der abrollenden Räder, einer eingeschalteten Lüftung oder dgl. übertönt. Unter bestimmten
Umständen kann es wünschenswert sein, die Betriebsgeräusche des Antriebsmotors in
den Innenraum des Kraftfahrzeuges hörbar zu übertragen.
[0003] Aus der EP 1 306 829 A2 ist eine Vorrichtung zur Übertragung von Brennkraftmaschinengeräuschen
bekannt, bei der ein Gehäuse mit einer Trennwand zwei voneinander getrennte Teilräume
begrenzt. Die Trennwand ist von einer schwenkbaren Klappe durchbrochen, die die beiden
Teilräume aufteilt. Der erste Teilraum ist mit dem Ansaugrohr der Brennkraftmaschine
verbunden, während der zweite Teilraum zu einer Wand des Fahrzeuges oder direkt in
dessen Innenraum geführt ist. Schalldruckschwingungen im Ansaugrohr wirken im ersten
Teilraum auf die dort hineinragende Hälfte der Übertragungsklappe, die zu einer Schwenkbewegung
angeregt wird. Im zweiten Teilraum führt die schwingende Schwenkbewegung der Übertragungsklappe
zu einer Schallübertragung zum Fahrzeuginnenraum.
[0004] In einem Ausführungsbeispiel der genannten Anordnung ist zwischen einer umlaufenden
Kante der Übertragungsklappe und dem Gehäuse ein Spalt vorgesehen, der zum Ausgleich
von statischen Druckdifferenzen dient. Der Spalt muß fertigungsbedingt eine gewisse
Breite aufweisen, die sich nachteilig auf das Geräuschübertragungsverhalten auswirkt.
In einer alternativen Ausführung ist der Spalt verbreitert ausgeführt und mit einem
umlaufenden Dichtrahmen ausgefüllt. Der umlaufende Dichtrahmen kann eine erwünschte
Dämpfungswirkung auf die Schwenkbewegung der Klappe ausüben. Durch die abdichtende
Wirkung wird das Geräuschübertragungsverhalten verbessert. Der membranartige Dichtrahmen
unterliegt insbesondere beim Betrieb mit aufgeladenen Verbrennungsmotoren hohen Belastungen
durch auftretende Druckdifferenzen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen
Gattung derart weiterzubilden, daß eine gute Geräuschübertragung bei einer geringen
Bauteilbelastung gegeben ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Geräuschübertragung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Es wird eine Vorrichtung zur Geräuschübertragung in einem Kraftfahrzeug vorgeschlagen,
bei der in einem Spalt zwischen einer umlaufenden Kante der Übertragungsklappe und
dem Gehäuse ein elastisches und zumindest teilweise durchbrochenes Dichtelement angeordnet
ist. Der Spalt kann eine gewisse Breite aufweisen, die von dem Dichtelement überbrückt
wird. Die Durchbrechungen im Dichtelement erlauben einen statischen Druckausgleich
auf beiden Seiten der Übertragungsklappe, wodurch die statische Belastung der Übertragungsklappe
und insbesondere des Dichtelementes verringert ist. Gleichzeitig ist der Spalt bezüglich
dynamischer, geräuschbedingter Druckschwankungen im wesentlichen abgedichtet, wodurch
die Schallenergie zumindest näherungsweise verlustfrei in eine dynamisch schwingende
Schwenkbewegung der Übertragungsklappe umgewandelt wird. Infolge der elastischen Materialeigenschaften
des Dichtelementes können Lage- und Formtoleranzen im Spaltbereich zwischen der Übertragungsklappe
und dem Gehäuse ausgeglichen werden. Es sind nur geringe Anforderungen an die Fertigungstoleranzen
gestellt.
[0008] In vorteilhafter Weiterbildung sind Durchbrechungen des Dichtelementes im Bereich
von an die Schwenkachse angrenzenden Längskanten der Übertragungsklappe angeordnet,
während das Dichtelement im Bereich der quer zu den Längskanten und der Schwenkachse
verlaufenden Stirnkanten als Membran durchgängig dicht ausgeführt ist. An den Stirnkanten
wird das membranartige Dichtelement im wesentlichen eindimensional auf Biegung belastet.
Diese Belastung kann von der Membran auch bei großen Amplituden ohne Schädigungsgefahr
aufgenommen werden. Über die Dichtfunktion hinaus übernimmt die Membran auch die Funktion
eines Schwingungsdämpfers zur Vermeidung unerwünschter Resonanzschwingungen der Übertragungsklappe.
Gleichzeitig erlauben die Durchbrechungen an den Längskanten einen statischen Druckausgleich,
wodurch sich die Beanspruchung der stirnseitigen Membran auf dynamische Schwingungsbelastungen
beschränkt. Die Durchbrechungen können in Form eines Spaltes zwischen Dichtelement
und Übertragungsklappe oder als Schlitz im Dichtelement ausgeführt sein. Die Breite
des Spaltes kann in der Neutrallage der Übertragungsklappe vorteilhaft größer oder
auch gleich null sein. Bei einer gegenseitigen Berührung der angrenzenden Spaltwände
in der Neutrallage der Klappe mit oder ohne Vorspannung ergibt sich eine dämpfende
Reibwirkung, während sich der Spalt bei ausgelenkter Lage der Übertragungsklappe öffnet
und einen statischen Druckausgleich herbeiführt.
[0009] In einer zweckmäßigen Ausführung sind Durchbrechungen in insbesondere gerundeten
Eckbereichen der Übertragungsklappe vorgesehen. Eine räumlich mehrdimensionale Verformung
des Dichtelementes mit einem entsprechend hohen Spannungsniveau in diesem Bereich
ist vermieden.
[0010] Das Dichtelement weist zweckmäßig abseits der Durchbrechungen in einem durchgängig
als Membran ausgeführten Bereich eine elastisch verformbare Sicke auf. Durch die Sicke
ist die Steifigkeit des Dichtelementes herabgesetzt. Eine freie Schwingbewegung der
Übertragungsklappe ist kaum beeinträchtigt, wobei die Dichtfunktion vollständig erhalten
ist. Die Sicke erlaubt hohe Verformungsgrade des Dichtelementes und damit hohe Bewegungsamplituden
der Übertragungsklappe ohne eine Überbeanspruchung des Dichtungsmaterials.
[0011] In einer bevorzugten Variante ist entlang der umlaufenden Kante ein umlaufender Restspalt
gebildet. Das elastische Dichtelement dichtet den umlaufenden Spalt weitgehend, aber
nicht vollständig ab und kann auch Lagetoleranzen ausgleichen. Der umlaufende Restspalt
vermeidet unerwünschte Reibung und läßt einen gewissen Druckausgleich bzw. Luftaustausch
zu.
[0012] In einer vorteilhaften Ausführung ist die Übertragungsklappe an ihren Längskanten
im Bereich der Schwenkachse mittels zweier elastisch verdrehbarer Achsstummel schwenkbar
gehalten. Die Achsstummel sind dabei zweckmäßig einteilig mit dem Dichtelement ausgeführt,
wobei die Übertragungsklappe insbesondere formschlüssig an den Achsstummeln gehalten
ist. Die schwenkbare Lagerung der Übertragungsklappe ergibt sich aus der torsionselastischen
Verformbarkeit der Achsstummel. Auf zusätzliche Vorrichtungen zur schwenkbaren Lagerung
der Übertragungsklappe kann verzichtet werden. Gleichzeitig wirken die elastischen
Achsstummel auch als Dichtungselement, in dessen Folge unerwünschte Leckagen im Achsbereich
vermieden sind.
[0013] Die Übertragungsklappe weist zweckmäßig entlang ihrer Schwenkachse einen Steg auf,
auf dem eine zwischen der Übertragungsklappe und der Trennwand liegende elastische
Dichtleiste aufliegt. Die elastische Dichtleiste kann im Querschnitt vergleichsweise
schmal ausgeführt sein. Es ergibt sich eine schmale, dichtende Auflagelinie der Dichtleiste
mit einer vergleichsweise hohen Flächenpressung. In Verbindung mit dem Fehlen einer
statischen Druckdifferenz ist eine zuverlässige Abdichtung gegeben, während die Schwenkbewegung
der Übertragungsklappe infolge der geringen querschnittsbedingten Steifigkeit der
schmalen Dichtleiste im wesentlichen unbeeinträchtigt ist.
[0014] Der Steg der Übertragungsklappe ist insbesondere zwischen den elastischen Achsstummeln
gehalten und bildet zusammen mit den Achsstummeln ein durchgehendes Achselement. Die
Dichtleiste kann dabei durchgängig am Steg und an den Achstummeln anliegen, wodurch
eine gute Dichtigkeit auch in den Eckbereichen bzw. im Bereich der Achsstummel gegeben
ist.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Längsschnittdarstellung einer Vorrichtung zur Geräuschübertragung
nach dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Schnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Geräuschübertragung mit einer um die Übertragungsklappe umlaufenden,
teilweise durchbrochenen Dichtmembran;
- Fig. 3
- in einer perspektivischen Übersichtsdarstellung die Baugruppe aus Übertragungsklappe
und Membran nach Fig. 2;
- Fig. 4
- eine geschnittene Darstellung der Anordnung nach Fig. 3 mit Einzelheiten zu stirnseitigen
Membransicken mit angrenzenden Durchbrechungen;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung einer Variante der Anordnung nach Fig. 2 mit einem rahmenförmigen
Dichtelement;
- Fig. 6
- eine perspektivische Übersichtsdarstellung der Baugruppe aus dem Rahmenelement und
der Übertragungsklappe nach Fig. 5;
- Fig. 7
- die vergrößerte Einzelheit VII nach Fig. 6 mit dem formschlüssig in Achsstummeln gehaltenen
Steg;
- Fig. 8
- eine Draufsicht der Anordnung nach Fig. 6;
- Fig. 9
- eine Querschnittsdarstellung der Baugruppe nach Fig. 8 entlang der dort gezeigten
Linie IX-IX mit Einzelheiten der Verbindung zwischen dem Steg und den Achsstummeln;
- Fig. 10
- eine Längsschnittdarstellung der Baugruppe nach Fig. 8;
- Fig. 11
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit XI nach Fig. 10 mit einer spaltförmigen
Durchbrechung am Dichtelement.
[0016] Fig. 1 zeigt in einer geschnittenen Darstellung eine Vorrichtung zur Geräuschübertragung
in einem Kraftfahrzeug nach dem Stand der Technik. Die Vorrichtung umfaßt ein Gehäuse
1 mit einer inneren Trennwand 2, wobei das Gehäuse 1 und die innere Trennwand 2 zwei
separate Teilräume 3, 4 begrenzen. Ein Teil des Gehäuses 1 ist an ein Ansaugrohr 17
einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges angeformt, wobei
der erste Teilraum 3 schalldruckübertragend mit dem Inneren des Ansaugrohres 17 verbunden
ist. Der zweite Teilraum 4 ist fluidisch vom ersten Teilraum 3 mittels der Trennwand
2 getrennt.
[0017] Es ist eine Übertragungsklappe 6 vorgesehen, die die Trennwand 2 durchbricht und
die um eine in der Trennwand 2 liegende Schwenkachse 5 schwenkbar gelagert ist. Die
Übertragungsklappe 6 reicht beidseitig von der Schwenkachse 5 unter Bildung eines
geringen Spaltes bis nahe an die Innenwand des Gehäuses 1 heran und teilt dabei die
beiden Teilräume 3, 4 in jeweilige Einzelräume 3', 3", 4', 4" auf. Der Einzelraum
4" des Teilraumes 4 ist mittels eines Austritts 19 schalldruckübertragend mit einer
Wand des Innenraums vom nicht dargestellten Kraftfahrzeug oder direkt mit dem Innenraum
verbunden.
[0018] Die Übertragungsklappe 6 ist in ihrer Neutralstellung gezeigt, von der ausgehend
sie eine oszillierende Schwenkbewegung in Richtung eines Doppelpfeiles 28 ausführen
kann. Der Schwenkbereich beträgt etwa 10°. Der statische Druck im Ansaugrohr 17 wirkt
über den Spalt zwischen der Übertragungsklappe 6 und dem Gehäuse 1 im ersten Teilraum
3 beidseitig auf die Übertragungsklappe 6 und hat damit keine Auswirkung auf deren
Auslenkung. Ein oszillierender Schalldruck im Ansaugrohr 17 wirkt in Richtung eines
Pfeiles 18 auf die Übertragungsklappe 6, ohne den engen Spalt in einem wesentlichen
Maß durchdringen zu können. Infolge des anliegenden oszillierenden Schalldruckes wird
die Übertragungsklappe 6 in Schwingung versetzt. Die schwingende Übertragungsklappe
6 bewirkt im zweiten Teilraum 4 die Erzeugung eines gleichgearteten, um 180° versetzten
Schalldruckes im Einzelraum 4", der mittels des Austrittes 19 im Inneren des Kraftfahrzeuges
hörbar gemacht wird.
[0019] Die Übertragungsklappe 6 ist in der Trennwand 2 fluidisch dicht gelagert. Infolge
der Abdichtung der beiden Teilräume 3, 4 gegeneinander in Verbindung mit dem Spalt
zwischen der Übertragungsklappe 6 und dem Gehäuse 1 wirkt die Anordnung unabhängig
vom statischen Druck im Ansaugrohr 17 und ist damit insbesondere für den Betrieb eines
aufgeladenen Antriebsmotors beispielsweise in einem Saugrohrbereich zwischen einem
Turbolader und dem Motor geeignet.
[0020] Nach Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Ausführung der Vorrichtung vorgesehen, deren
Grundprinzip anhand der Anordnung nach Fig. 1 erläutert ist, demnach das Gehäuse 1
aus zwei Gehäusehälften 20, 21 besteht, die an einem Flansch 22 miteinander verschraubt
sind. Dabei ist in dem Flansch 22 eine Membran 27 dichtend gehalten. Die Trennwand
2 ist einteilig an die beiden Gehäusehälften 20, 21 angeformt.
[0021] Nach der geschnittenen perspektivischen Darstellung der Fig. 2 weist die um die Schwenkachse
5 schwenkbar gelagerte Übertragungsklappe 6 eine umlaufende Kante 7 auf, zwischen
der und der Innenwand des Gehäuses 1 ein Spalt 25 gebildet ist. An zwei sich gegenüberliegenden
Stirnkanten 11 der Übertragungsklappe 6 ist der Spalt 25 erweitert und mittels der
Membran 27 überbrückt. Entlang der senkrecht zu der Schwenkachse 5 verlaufenden Längskanten
10 ist der Spalt 25 vergleichsweise eng ausgeführt und ebenfalls von der Membran 27
überbrückt. Die umlaufende Membran 27 bildet dabei ein umlaufendes Dichtelement 8,
welches im Bereich der an die Schwenkachse 5 angrenzenden Längskanten 10 schlitzförmige,
im Zusammenhang mit Fig. 3 näher beschriebene Durchbrechungen 9 aufweist. Im Bereich
der quer zu den Längskanten 10 und parallel zur Schwenkachse 5 verlaufenden Stirnkanten
11 der Übertragungsklappe 6 ist die Membran 27 durchgängig druckdicht ausgeführt und
mit einer Sicke 13 versehen.
[0022] Fig. 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Baugruppe bestehend aus der Übertragungsklappe
6 und der Membran 27 nach Fig. 2. Es ist deutlich zu erkennen, daß die Membran 27
in ihrer Grundfläche größer als die Übertragungsklappe 6 ausgeführt ist. Sie weist
dabei nicht näher bezeichnete Schraublöcher auf zur klemmenden Befestigung zwischen
den beiden Gehäusehälften 20, 21 im Flansch 22 (Fig. 2).
[0023] Die Membran 27 ist nach Fig. 4 als durchgängiges, im wesentlichen flächiges Bauteil
ausgeführt, welches mit der Übertragungsklappe 6 flächig verbunden ist. Der Darstellung
nach Fig. 3 ist zu entnehmen, daß die Membran 27 mit den Sicken 13 dichtend an die
parallel zur Schwenkachse 5 verlaufenden Stirnkanten 11 angrenzt. In gerundeten Eckbereichen
12 der Übertragungsklappe 6 ist die Membran 27 durchbrochen. Die entsprechenden Durchbrechungen
9 setzen sich von den gerundeten Eckbereichen 12 aus entlang der Längskanten 10 bis
nahe an die Schwenkachse 5 fort.
[0024] In der gezeigten, nicht ausgelenkten Lage der Übertragungsklappe 6 sind die Durchbrechungen
9 in den gerundeten Eckbereichen 12 geöffnet, wie in der Darstellung nach Fig. 4 besonders
deutlich zu erkennen ist. Im Bereich der Längskanten 10 sind die Durchbrechungen 9
durch einen schlitzförmigen Schnitt in der Membran 27 gebildet, wobei der Schnitt
in einer unbelasteten Ruheposition infolge der elastischen Kräfte der gummiartigen
Membran 27 im wesentlichen geschlossen ist. Erst beim Anliegen einer äußeren Druckdifferenz
oder infolge einer schwenkenden Auslenkung der Übertragungsklappe 6 öffnet sich diese
schlitzförmige Durchbrechung 9.
[0025] Die Schnittdarstellung nach Fig. 5 zeigt eine Variante der Anordnung nach den Fig.
2 bis 4, demnach die Übertragungsklappe 6 entlang ihrer umlaufenden Kante 7 in einem
ebenfalls umlaufenden gummielastischen Rahmen 26 gehalten ist. Der Rahmen 26 weist
eine innenliegende Nut auf, in der die Übertragungsklappe 6 formschlüssig gehalten
ist. Im Außenbereich ist der Rahmen 26 im Flansch 22 zwischen den beiden Gehäusehälften
20, 21 formschlüssig befestigt. Die beiden Gehäusehälften 20, 21 sind an Schraublöchern
29 des Flansches 22 miteinander verschraubt und halten dabei den Rahmen 26. Der Rahmen
26 bildet das Dichtelement 8 zwischen der umlaufenden Kante 7 der Übertragungsklappe
6 und der Innenwand des Gehäuses 1.
[0026] Die beiden Teilhälften der Trennwand 2 liegen an ihren einander zugewandten Enden
mit Abstand zur Übertragungsklappe 6 und weisen in diesem Bereich jeweils eine Nut
23 auf. In den Nuten 23 ist je eine Dichtleiste 16 gehalten, die flächig und dichtend
an der Übertragungsklappe 6 im Bereich der Schwenkachse 5 anliegen. Die elastische
Ausbildung des umlaufenden Dichtelementes 8 und der Dichtleisten 16 erlaubt eine Schwenkbewegung
der Übertragungsklappe 6 um die Schwenkachse 5 in Richtung des Doppelpfeiles 28. In
den übrigen Merkmalen und Bezugszeichen stimmt die Anordnung nach Fig. 5 mit der Anordnung
nach Fig. 2 überein.
[0027] Fig. 6 zeigt in einer perspektivischen Darstellung die Baugruppe bestehend aus der
Übertragungsklappe 6 und dem Rahmen 26 nach Fig. 5. Im Bereich der Schwenkachse 5
weist der aus einem gummielastischen Material bestehende Rahmen 26 nach innen ragende,
einteilig und aus dem gleichen elastischen Material angeformte Achsstummel 14 auf,
in denen die Übertragungsklappe 6 schwenkbar gehalten und gelagert ist. Entlang der
Schwenkachse 5 ist an der Übertragungsklappe 6 ein durchgehender Steg 15 vorgesehen,
der bündig in die beiden Achsstummel 14 übergeht. Der Steg 15 bildet gemeinsam mit
den beiden Achsstummeln 14 ein in Richtung der Schwenkachse 5 durchgehendes Achselement
31.
[0028] In Fig. 7 ist vergrößert die Einzelheit VII nach Fig. 6 dargestellt, demnach der
Steg 15 mittels einer entsprechenden Ausformung in einem Verbindungsabschnitt 30 in
den angrenzenden Achsstummel 14 eingreift. Die Übertragungsklappe 6 ist damit zusammen
mit dem Steg 15 formschlüssig an den beiden Achsstummeln 14 gehalten. Der Darstellung
nach Fig. 7 ist zu entnehmen, daß der Steg 15 gemeinsam mit dem angrenzenden Achsstummel
14 eine gemeinsame Ebene und durchgehende Oberfläche aufweisen, auf der die Dichtleiste
16 (Fig. 5) dichtend aufliegt.
[0029] Fig. 8 zeigt noch eine Draufsicht der Anordnung nach Fig. 6, demnach die Übertragungsklappe
6 einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt mit gerundeten Eckbereichen 12 aufweist.
Der elastische Rahmen 26 umschließt die Übertragungsklappe 6 vollständig und bildet
dabei das Dichtelement 8. Entlang der umlaufenden Kante 7 der Übertragungsklappe 6
ist ein umlaufender Restspalt 32 gebildet, der hier nur als durchgezogene Linie angedeutet
und in Fig. 11 näher gezeigt ist. Die beiden Achsstummel 14 ragen dabei von dem Rahmen
26 nach innen und übergreifen teilweise die Übertragungsklappe 6 entlang der Schwenkachse
5. Der Darstellung ist noch zu entnehmen, daß der Steg 15 in seiner Kontur bündig
in die beiden stirnseitig angrenzenden Achsstummel 14 übergeht.
[0030] Fig. 9 zeigt eine Querschnittsdarstellung der Anordnung nach Fig. 8 entlang der dort
gezeigten Linie IX―IX. Es ist zu erkennen, daß der Steg 15 an den beiden stirnseitigen
Verbindungsabschnitten 30 jeweils einen etwa halbkreisförmigen Vorsprung aufweist,
der formschlüssig in entsprechende Ausnehmungen der beiden Achsstummel 14 eingreift.
[0031] Fig. 10 zeigt die Anordnung nach Fig. 8 in einer Längsschnittdarstellung entlang
der Linie X-X, demnach der Steg 15 beidseitig über die Fläche der Übertragungsklappe
6 hervorsteht und Anlageflächen für die beidseitig angeordneten Dichtleisten 16 (Fig.
5) bildet. Der Bereich der an den Rahmen 26 angrenzenden Stirnkante 11 als Einzelheit
XI ist vergrößert in Fig. 11 dargestellt. In dem Spalt 25 zwischen der Stirnkante
11 der Übertragungsklappe 6 und dem Gehäuse 1 (Fig. 5) ist das Dichtelement in Form
des Rahmens 26 angeordnet, wobei zwischen der Stirnkante 11 und dem Dichtelement 8
ein Restspalt 32 verbleibt.
[0032] Der hier beispielhaft für die Stirnkante 11 gezeigte Restspalt 32 in Verbindung mit
dem Dichtelement 8 und dem Rahmen 26 entspricht in seinem Aufbau den gerundeten Eckbereichen
12 sowie den Bereichen der Längskanten 10. Unter Beachtung der Darstellung nach Fig.
8 ergibt sich ein sinngemäß identischer Aufbau entlang der gesamten umlaufenden Kante
7 mit Ausnahme des Bereiches der Anschlußstummel 14. Es kann auch zweckmäßig sein,
den Restspalt in den verschiedenen Kantenbereichen mit abweichender Breite auszuführen.
Das Dichtelement 8 kann auch an der oder den Kanten der Übertragungsklappe 6 mit oder
ohne Vorspannung anliegen.
1. Vorrichtung zur Geräuschübertragung in einem Kraftfahrzeug, umfassend ein Gehäuse
(1) mit einer inneren Trennwand (2), wobei durch das Gehäuse (1) und die innere Trennwand
(2) zwei getrennte Teilräume (3, 4) begrenzt sind, die beide mittels einer die Trennwand
(2) durchbrechenden, um eine Schwenkachse (5) schwenkbare Übertragungsklappe (6) aufgeteilt
sind, wobei der erste Teilraum (3) mit einem Ansaugrohr (17) einer Brennkraftmaschine
und der zweite Teilraum (4) mit einem Innenraum des Kraftfahrzeuges schallübertragend
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem Spalt (25) zwischen einer umlaufenden Kante (7) der Übertragungsklappe (6)
und dem Gehäuse (1) ein elastisches und zumindest teilweise durchbrochenes Dichtelement
(8) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß Durchbrechungen (9) des Dichtelementes (8) im Bereich von an die Schwenkachse (5)
angrenzenden Längskanten (10) der Übertragungsklappe (6) angeordnet sind, während
das Dichtelement (8) im Bereich ihrer quer zu den Längskanten (10) und parallel zur
Schwenkachse (5) verlaufenden Stirnkanten (11) als Membran (27) durchgängig dicht
ausgeführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß Durchbrechungen (9) in insbesondere gerundeten Eckbereichen (12) der Ubertragungsklappe
(6) vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen (9) schlitzförmig ausgeführt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtelement (8) abseits der Durchbrechungen (9) in einem durchgängig als Membran
(27) ausgeführten Bereich eine elastisch verformbare Sicke (13) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß entlang der umlaufenden Kante 7 ein umlaufender Restspalt 32 gebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsklappe (6) an ihren Längskanten (10) im Bereich der Schwenkachse
(5) mittels zweier elastisch verdrehbarer Achsstummel (14) schwenkbar gehalten ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstummel (14) einteilig mit dem Dichtelement (8) ausgeführt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsklappe (6) formschlüssig an den Achsstummeln (14) gehalten ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsklappe (6) entlang ihrer Schwenkachse (5) einen Steg (15) aufweist,
auf dem eine zwischen der Übertragungsklappe (6) und der Trennwand (2) liegende elastische
Dichtleiste (16) aufliegt.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (15) zwischen den Achstummeln (14) gehalten ist und zusammen mit den Achsstummeln
(14) ein durchgehendes Achselement (31) bildet.