[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckkontakt mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruchs 1. Der Steckkontakt ist zum elektrischen, vorzugsweise lösbaren Verbinden
eines Drahts oder einer Litze mit einem Stegleiter eines Stanzgitters vorgesehen.
[0002] Aus der DE 101 49 574 C2 ist ein Messeraufnahmekontakt bekannt, der in oder durch
einen Schlitz oder ein Stanzloch eines Stegleiters eines Stanzgitters steckbar und
mit dem Stegleiter durch Schweißen verbindbar ist. Stanzgitter werden u. a. im Automobilbau
verwendet. Sie weisen ein oder mehrere Bleche in einer oder mehreren Ebenen auf, die
zu Stegleitern gestanzt sind, die vergleichbar mit den Leiterbahnen gedruckter Schaltungen
elektrische Bauteile miteinander verbinden. Im Vergleich mit gedruckten Schaltungen
sind ein vielfaches höhere Ströme möglich. Der bekannte Messeraufnahmekontakt weist
eine Anzahl identischer Kontaktlamellen auf, die zu einem Lamellenpaket paketiert,
d. h. deckungsgleich aneinander liegend angeordnet sind. Die paketierten Kontaktlamellen
bilden den Messeraufnahmekontakt. Die Kontaktlamellen weisen einen an einem Ende offenen
Schlitz auf, der sie in zwei in einem Fußbereich der Kontaktlamelle miteinander einstückige
Kontaktfedern teilt. In den Schlitz der paketierten, den Messeraufnahmekontakt bildenden
Kontaktlamellen ist ein Messerkontakt, also ein elektrischer Kontakt in Form eines
Blechstreifens, steckbar.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen verbesserten Kontakt der vorstehend
erläuterten Art als Steckkontakt vorzuschlagen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der
erfindungsgemäße Steckkontakt weist Kontaktlamellen auf, wobei zwischen zwei Kontaktlamellen
eine Distanzlamelle angeordnet ist, die eine andere Form und ein anderes Aussehen
als die Kontaktlamellen hat. Die Kontakt- und Distanzlamellen sind zu einem Lamellenpaket
paketiert, das einen Stecker bildet, der in ein Stanzloch in einem Stegleiter eines
Stanzgitters steckbar ist. Insbesondere bildet ein Fußbereich der paketierten Lamellen,
also ein den Kontaktfedern abgewandter Bereich, den in das Stanzloch des Stegleiters
steckbaren Stecker.
[0005] Die Distanzlamellen bewirken einen Abstand zwischen den Kontaktfedern der Kontaktlamellen.
Dadurch werden die Federeigenschaften der Kontaktfedern verbessert, die Kontaktfedern
der Kontaktlamellen federn unabhängig voneinander und behindern sich nicht gegenseitig.
Es wird eine gute Kontaktierung mit einem in den Schlitz des Lamellenpakets gesteckten
elektrischen Leiter, beispielsweise einem Draht oder einer Litze, erreicht. Ein Kontaktdruck,
mit dem die Kontaktfedern gegen den eingesteckten elektrischen Kontakt drücken, ist
hoch und wird nicht durch Reibung mit anderen Kontaktfedern verringert. Mit guter
Kontaktierung ist insbesondere ein niedriger elektrischer Übergangswiderstand zwischen
dem eingesteckten Leiter und den Kontaktfedern gemeint. Der erfindungsgemäße Steckkontakt
ermöglicht einen hohen elektrischen Strom.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Steckkontakt mit einem zwei Kontaktlamellen und eine zwischen
diesen angeordnete Distanzlamelle aufweisenden Lamellenpaket weist vier Kontaktfedern
auf, die an vier Stellen an einem eingesteckten elektrischen Leiter anliegen. Weist
der Steckkontakt mehr Kontaktlamellen auf, erhöht sich die Zahl der Anlagestellen
am eingesteckten elektrischen Leiter mit jeder Kontaktlamelle entsprechend der Anzahl
der Kontaktfedern um zwei. Daraus folgt eine entsprechend hohe Strombelastbarkeit
des Steckkontakts, die sich ohne weiteres durch Vergrößern der Anzahl der Kontaktlamellen
erhöhen lässt. Eine hohe Strombelastbarkeit ist im Niederspannungsbereich von erheblicher
Bedeutung. Gerade im Automobilbereich steigt die Strombelastung durch eine immer größere
Anzahl elektrischer Verbraucher mit steigender elektrischer Leistung.
[0007] Die Lamellen des Steckkontakts können aus einem Blech mit hoher Festigkeit und in
Folge dessen guten Federeigenschaften auch bei hoher Temperatur gestanzt werden, da
ein Biegen der Lamellen nicht erforderlich ist.
[0008] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weisen die Distanzlamellen einen Einstecktiefenanschlag
im Bereich der Schlitze der Kontaktlamellen auf. Der Einstecktiefenanschlag begrenzt
die Einstecktiefe eines elektrischen Leiters zwischen die Kontaktfedern der Kontaktlamellen.
Der Einstecktiefenanschlag hilft, einen elektrischen Kontakt in eine vorgesehene Einstecklage
in den Steckkontakt einzustecken. Lagerichtiges Einstecken ist Voraussetzung für eine
gute Kontaktierung der Steckverbindung. Der Einstecktiefenanschlag verhindert ein
unvorhergesehen tiefes Einstecken des elektrischen Leiters in den Schlitz der Kontaktlamellen.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Steckkontakt als Stecker dauerhaft an einem
in den Schlitz seiner Kontaktlamellen gesteckten elektrischen Leiter verbleibt, d.
h. es ist nicht vorgesehen, den eingesteckten elektrischen Leiter zum Lösen der Steckverbindung
aus dem Steckkontakt heraus zu ziehen. Die lösbare Steckverbindung ist vielmehr an
dem vom Lamellenpaket gebildeten Stecker vorgesehen, d. h. zum Lösen der Steckverbindung
wird das in das Stanzloch des Stegleiters eines Stanzgitters gesteckte Lamellenpaket
des erfindungsgemäßen Steckkontakts aus dem Stegleiter heraus gezogen. Der erfindungsgemäße
Steckkontakt ermöglicht somit das Anbringen eines Steckers an beispielsweise einem
Kabel, einer Litze oder einem Anschlussdraht eines elektrischen oder elektronischen
Bauteils durch einfaches Stecken und ohne den Aufwand einer Crimp-Verbindung oder
einer Klemmverbindung durch Schrauben. Allerdings schließt die Erfindung nicht aus,
dass ein in den Schlitz der Kontaktlamellen gesteckter elektrischer Leiter wieder
heraus gezogen wird.
[0010] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Distanzlamelle mindestens ein
federndes Widerhakenelement aufweist, das einen in den Schlitz der Kontaktlamellen
gesteckten elektrischen Leiter formschlüssig nach Art einer Schnapp- oder Rastverbindung
hintergreift. Das Widerhakenelement kann ähnlich den Kontaktfedern ausgebildet sein,
allerdings mit einem Widerhaken, der den eingesteckten elektrischen Leiter formschlüssig
hintergreift und dadurch im Schlitz der Kontaktlamellen hält. Mit Schnappverbindung
ist gemeint, dass sich der eingesteckte Leiter vergleichbar mit einem Druckknopf lösen,
d. h. aus dem Schlitz der Kontaktlamellen herausziehen lässt. Bei einer Rastverbindung
lässt sich der elektrische Leiter nur herausziehen, wenn das Widerhakenelement elastisch
zur Seite gebogen wird. An einem Draht oder einer Litze ist der Hintergriff des Widerhakenelements
ohne Weiteres möglich. Wird ein Flach- oder Messerkontakt eingesteckt, kann dieser
eine Aussparung für den Ein- und Hintergriff des Widerhakenelements aufweisen. Durch
das Widerhakenelement wird eine gute mechanische Verbindung des Steckkontakts mit
einem eingesteckten elektrischen Leiter erreicht.
[0011] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Käfig vor, der das Lamellenpaket des
Steckkontakts hält. Der Käfig kann beispielsweise ein Blechstanz- und -biegeteil sein,
in dem die Lamellen des Steckkontakts gehalten und als Lamellenpaket zusammengehalten
werden. Der Käfig kann auch aus Kunststoff bestehen und beispielsweise ein Gehäuse
für den Steckkontakt bilden. Der Käfig verbessert eine mechanische Festigkeit des
erfindungsgemäßen Steckkontakts und verhindert u. a., dass das Lamellenpaket bei Lagerung,
Transport und Handhabung auseinander fällt. Des Weiteren kann ein den Käfig umgebendes,
elektrisch isolierendes Gehäuse vorgesehen sein. Besteht der Käfig aus Kunststoff
erübrigt sich normalerweise ein zusätzliches Gehäuse. Grundsätzlich ist der Käfig
auch an einem erfindungsgemäßen Steckkontakt möglich, dessen Lamellenpaket ausschließlich
Kontaktlamellen und keine Distanzlamellen aufweist. Eine wesentliche Funktion des
Käfigs die Führung und Halterung der Kontaktfedern ungefähr in Höhe der Kontaktstellen.
Die Bedeutung dieser Funktion wächst mit der Anzahl der Lamellen, und der damit verbundenen
Steckkraft des elektrischen Leiters zwischen die Kontaktfedern.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist der Käfig eine Zugentlastung für
einen in den Schlitz der Kontaktlamellen gesteckten elektrischen Leiter auf. Die Zugentlastung
erhöht die mechanische Festigkeit der Verbindung. Sie ist insbesondere von Vorteil,
wenn und weil der erfindungsgemäße Steckkontakt nicht von einem eingesteckten elektrischen
Leiter gelöst werden soll, sondern das Lösen der elektrischen Verbindung durch Herausziehen
des Steckkontakts aus dem Stanzloch des Stegleiters erfolgt.
[0013] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Steckfuß am Käfig des Steckkontakts
vor, der beim Einstecken des Steckkontakts in ein Stanzloch eines Stegleiters in einen
Schlitz im Stegleiter gelangt. Dadurch werden sowohl die mechanische Festigkeit der
Steckverbindung als auch die elektrische Kontaktierung des Steckkontakts mit dem Stegleiter
verbessert. Der Käfig bewirkt oder unterstützt eine vorgesehene Stecklage des Steckkontakts
im Stegleiter, eine Schrägstellung des Steckkontakts im Stegleiter wird ebenso vermieden
wie eine Schrägstellung der Lamellen zueinander.
[0014] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Anlage des Steckkontakts vor, mit der
der Steckkontakt an einem Stegleiter eines Stanzgitters anliegt, wenn der Steckkontakt
in ein Stanzloch des Stegleiters gesteckt ist. Die Anlage stellt eine vorgesehene
Lage des in den Stegleiter gesteckten Steckkontakts in Bezug auf den Stegleiter sicher.
Dabei kommt außer einer zum Stegleiter senkrechten Lage der Lamellen des Steckkontakts
auch eine zum Stegleiter schräge Lage der Lamellen in Frage, die durch die Anlage
des Steckkontakts sichergestellt wird. Die Anlage befindet sich insbesondere seitlich
neben den Lamellen, sie kann beispielsweise punktförmig an mehreren Stellen um die
Lamellen herum, linienförmig (durchgehend oder unterbrochen) um die Lamellen herum
oder auch flächenförmig ausgebildet sein. Als punktförmige Anlage kommen beispielsweise
seitlich abstehende Nasen der Lamellen oder Füße an einem dem Stegleiter zugewandten
Rand eines Gehäuses des Steckkontakts in Betracht. Auch der Käfig des Steckkontakts
kann Füße aufweisen. Als linienförmige Anlage kommt der dem Stegleiter zugewandte
Rand eines Gehäuses oder des Käfigs des Steckkontakts in Betracht. Eine Anlagefläche
ergibt sich beispielsweise bei einem Boden des Gehäuses oder des Käfigs des Steckkontakts.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Kontaktlamelle eines erfindungsgemäßen Steckkontakts als Einzelteil;
- Figur 2
- eine Distanzlamelle eines erfindungsgemäßen Steckkontakts als Einzelteil;
- Figur 3
- eine Anwendung eines erfindungsgemäßen Steckkontakts;
- Figur 4
- eine Kontaktlamelle eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Steckkontakts
als Einzelteil;
- Figur 5
- einen Käfig des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung als Einzelteil;
- Figur 6
- das zweite Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Steckkontakts ohne Gehäuse;
und
- Figur 7
- den Steckkontakt gemäß Figur 6 mit Gehäuse.
[0016] Die in Figur 1 dargestellte Kontaktlamelle 10 ist aus einem Blech gestanzt, sie ist
länglich mit einem grob gesagt rechteckigen Umriss und weist einen an einem Ende offenen
Längsschlitz 12 auf, der die Kontaktlamelle 10 in zwei Kontaktfedern 14 unterteilt.
Der Schlitz 12 mündet mit zwei Einführschrägen 16, an die sich nahe der Mündung des
Schlitzes 12 konkave Rundungen anschließen. Die Rundungen sind an einen Durchmesser
eines einzusteckenden Drahts angepasst, sie bilden Kontaktstellen 18. In einem Fußbereich
20 sind die Kontaktfedern 14 einstückig miteinander. An Längsseiten weist die Kontaktlamelle
10 nach außen stehende Nasen als Anschläge 22 auf, die eine Einstecktiefe in einen
Stegleiter eines Stanzgitters begrenzen.
[0017] Figur 2 zeigt eine Distanzlamelle 24, die ebenfalls aus Blech gestanzt ist. Die Distanzlamelle
24 weist einen ungefähr gleichen Umriss wie die Kontaktlamelle 10 auf. In ihrer Längsmitte
weist die Distanzlamelle 24 eine Zunge auf, die einen Einstecktiefenanschlag 26 bildet.
Liegen die Distanzlamelle 24 und die Kontaktlamelle 10 deckungsgleich aufeinander,
dann überdeckt der Einstecktiefenanschlag 26 den Schlitz 12 der Kontaktlamelle 10.
Der Einstecktiefenanschlag 26 endet unmittelbar unterhalb der Kontaktstellen 18, so
dass ein in den Schlitz 12 eingesteckter, in den Kontaktstellen 18 einliegender Draht
auf dem Einstecktiefenanschlag 26 aufliegt.
[0018] An Längsseiten neben dem Einstecktiefenanschlag 26 weist die Distanzlamelle 24 federnde
Widerhakenelemente 28 auf. Die Widerhakenelemente 28 sind als federnde Zungen wie
die Kontaktfedern 14 der Kontaktlamelle 10 ausgebildet, wobei die Widerhakenelemente
nach innen stehende, d. h. einander zugewandte Widerhaken 30 an ihren freien Enden
aufweisen. In einem Fußbereich 32 sind die Widerhakenelemente 28 und der Einstecktiefenanschlag
26 einstückig miteinander. Die Fußbereiche 20, 32 der Kontaktlamelle 10 und der Distanzlamelle
24 sind deckungsgleich, sie weisen Einführschrägen 34 an ihren Außenrändern auf.
[0019] In Figur 3 ist ein elektrisches Bauteil, im dargestellten Ausführungsbeispiel ein
Widerstand 36, mit zwei erfindungsgemäßen Steckkontakten 38 elektrisch leitend und
mechanisch mit zwei Stegleitern 40 eines im Übrigen nicht dargestellten Stanzgitters
verbunden. Die erfindungsgemäßen Steckkontakte 38 weisen eine Anzahl Kontaktlamellen
10 und jeweils zwischen zwei Kontaktlamellen 10 eine Distanzlamelle 24 auf. Die Lamellen
10, 24 sind paketiert, d. h. deckungsgleich aufeinander liegend zu einem Lamellenpaket
zusammengefasst, das den Steckkontakt 38 bildet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung weisen die Steckkontakte 38 zwei Kontaktlamellen 10 und eine dazwischen
liegende Distanzlamelle 24 auf. Um die Distanzlamelle 24 sichtbar zu machen, ist bei
dem in Figur 3 vorderen Steckkontakt 38 eine dem Betrachter zugewandte Kontaktfeder
14 der vorderen Kontaktlamelle 10 entfernt worden. Prägepunkte 42 in den Fußbereichen
20, 32 der Lamellen 10, 24 positionieren die paketierten Lamellen 10, 24 aneinander.
[0020] Anschlussdrähte 44 des Widerstands 36 sind die Lamellen 10, 24 senkrecht durchsetzend
in die Schlitze 12 der Kontaktlamellen 14 gesteckt. Die Anschlussdrähte 44 liegen
in den konkav gerundeten Kontaktstellen 18 der Kontaktfedern 14 der Kontaktlamellen
10 ein. Der Einstecktiefenanschlag 26 der Distanzlamelle 24 begrenzt die Einstecktiefe
des Anschlussdrahts 44 und verhindert, dass der Anschlussdraht 44 tiefer als bis zu
den Kontaktstellen 18 in den Schlitz 12 gesteckt wird. Die Widerhakenelemente 28 sind
über den Anschlussdrähten 44 des Widerstands 36 zusammengefedert, die Widerhaken 30
übergreifen den jeweiligen Anschlussdraht 44 und halten diesen in den Schlitzen 12
der Kontaktlamellen 10. Die Widerhakenelemente 28 mit den Widerhaken 30 bilden eine
Rastverbindung für die Anschlussdrähte 44, die verhindert, dass die Anschlussdrähte
44 nach oben, d. h. am offenen Ende aus dem Schlitz 12 heraus bewegt werden können.
Die insgesamt vier Kontaktfedern 14 der zwei Kontaktlamellen 10 jedes Steckverbinders
38 weisen vier Kontaktstellen 18 mit dem Anschlussdraht 44 auf, wodurch eine gute
Kontaktierung mit niedrigem Übergangswiderstand erreicht wird. Eine Stromstärke von
25 A je Steckkontakt 38 mit zwei Kontaktlamellen 10 bei einer Lamellendicke von 0,4
mm ist ohne Weiteres möglich. Zur Erhöhung der Stromstärke kann die Anzahl der Kontaktlamellen
10 erhöht und/oder deren Dicke vergrößert werden (nicht dargestellt). Es sind dadurch
theoretisch beliebige Stromstärken und in der Praxis ein Dauerstrom von über 100 A
ohne Weiteres möglich.
[0021] Die Fußbereiche 20, 32 der Lamellen 10, 24 der Steckkontakte 38 bilden Stecker, sie
sind in rechteckige Stanzlöcher der Stegleiter 40 gesteckt. Zum Lösen der Steckverbindung
lassen sich die aus den Lamellenpaketen mit den Kontaktlamellen 10 und den Distanzlamellen
24 gebildeten Steckkontakte 38 aus den Stegleitern 40 herausziehen. Die Anschläge
22 begrenzen die Einstecktiefe der Steckkontakte 38 in die Stegleiter 40. Eine wesentliche
Funktion der Anschläge 22 der Kontaktlamellen 10 ist eine lagerichtige Ausrichtung
des Steckkontakts am Stegleiter 40. Die Anschläge 22 stellen eine zum Stegleiter 40
senkrechte Ausrichtung des eingesteckten Steckkontakts sicher. Es ist auch eine zum
Stegleiter 40 schräge Ausrichtung des Steckkontakts möglich indem die Anschläge 22
an den beiden Seite der Kontaktlamellen 10 in Längsrichtung zueinander versetzt sind
(nicht dargestellt). Die Anschläge 22 der Kontaktlamellen 10 können auch als Anlage
des Steckkontakts bezeichnet werden.
[0022] Die in Figur 4 dargestellte Kontaktlamelle 10 ist im Wesentlichen gleich ausgebildet
wie die oben beschriebene und in Figur 1 dargestellte Kontaktlamelle 10. Für gleiche
Bauteile werden nachfolgend gleiche Bezugszahlen verwendet. Die Kontaktlamelle 10
aus Figur 4 ist ebenfalls ein Blechstanzteil mit einem Schlitz 12, das die Kontaktlamelle
10 in zwei Kontaktfedern 14 unterteilt. Es sind ebenfalls Einführschrägen 16 und konkav
gerundete Kontaktstellen 18 vorhanden. Eine Rundung der Kontaktstellen 18 ist an einen
Durchmesser eines einzusteckenden Drahts angepasst. Außer den Anschlägen 22, die die
Einstecktiefe in einen Stegleiter eines Stanzgitters begrenzen und die Lage des Steckkontakts
im Stegleiter bestimmen, weist die Kontaktlamelle 10 aus Figur 4 ein Paar rechteckiger,
an den Längsseiten der Kontaktlamelle 10 nach außen stehender Vorsprünge 46 auf. Die
Vorsprünge 46 dienen der Befestigung der Kontaktlamelle in einem noch zu erläuternden,
in Figur 5 dargestellten Käfig. Die Vorsprünge sind in etwa in Höhe der Kontaktstellen
18 angeordnet. Ergänzend werden zur Erläuterung von Figur 4 die oben stehenden Ausführungen
zu Figuren 1 und 3 in Bezug genommen.
[0023] Der in Figur 5 dargestellte Käfig 48 ist ein Blechstanz- und -biegeteil. Der Käfig
48 weist einen insgesamt rechteckigen Boden 50 mit einer näherungsweise quadratischen
Ausbrechung 52 auf, die einen Großteil der Fläche des Bodens 50 einnimmt. Von Längsseiten
des Bodens 50 stehen zwei zueinander parallele Seitenwände 54 in einer Richtung ab,
die rechteckige Aussparungen 56 aufweisen. An einem Ende stehen die Seitenwände 54
über den Boden 50 vor und bilden Laschen, die um ungefähr 225° nach innen gebogen
sind. Die Laschen stehen schräg nach innen und in Richtung eines Innenraums des Käfigs
48 zwischen den Seitenwänden 54 und dem Boden 50 Die Laschen bilden eine Zugentlastung
58. An beiden Enden des Käfigs ist der Boden 50 zu Steckfüßen 60 um 90° in entgegengesetzter
Richtung wie die Seitenwände 54 gebogen. Die Seitenwände 54 und die Steckfüße 60 stehen
quer zueinander.
[0024] Figur 6 zeigt einen erfindungsgemäßen Steckkontakt 38, der ein Lamellenpaket mit
den in Figur 4 dargestellten Kontaktlamellen 10 und den in Figur 5 dargestellten Käfig
48 umfasst. Der klaren Erkennbarkeit wegen ist der Käfig 48 in Figur 6 teilweise ausgebrochen.
Die Kontaktlamellen 10 sind paketiert, d. h. deckungsgleich aufeinanderliegend angeordnet.
Prägepunkte 42 positionieren die Kontaktlamellen 10 aneinander. Das Lamellenpaket
ist senkrecht zum Boden 50 des Käfigs 48 durch die Ausbrechung 52 gesteckt, wobei
die Kontaktlamellen 10 quer zu den Seitenwänden 54 und parallel zu den Kontaktfüßen
60 stehen. Die Fußbereiche 20 der Kontaktlamellen 10, die wie in Figur 3 einen Stecker
bilden, stehen in gleicher Richtung aus dem Boden 50 vor wie die Steckfüße 60 vom
Boden 50 abstehen. Die Vorsprünge 46 der Kontaktlamellen 10 liegen in den Aussparungen
56 der Seitenwände 54 des Käfigs 48 ein. Die Kontaktlamellen 10 sind auf diese Weise
vom Käfig 48 zu einem Lamellenpaket zusammengehalten und im Käfig 48 gehalten. Da
die Vorsprünge 46 ungefähr in Höhe der Kontaktstellen 18 an den Kontaktlamellen 10
vorgesehen sind, hält und führt der Käfig 48 die Kontaktfedern 14 ungefähr in Höhe
der Kontaktstellen 18. Das vermeidet, dass ein in den Kontaktstellen 18 einliegender
Draht die Kontaktlamellen 10 verwindet und unterstützt eine gute Kontaktierung mit
hoher Kontaktkraft. Die Aussparungen 56 in den Seitenwänden 54 des Käfigs 48 bilden
mit den einliegenden Vorsprüngen 46 der Kontaktlamellen 10 Halterungen und Führungen
des Käfigs 48 für die Kontaktfedern 14 ungefähr in Höhe der Kontaktstellen 18. Das
Halten und Führen der Kontaktfedern 14 ungefähr in Höhe der Kontaktstellen 18 durch
den Käfig 48 ist besonders bei einer hohen Steckkraft eines elektrischen Leiters zwischen
die Kontaktfedern 14 bei einer großen Lamellenzahl wichtig. Der in Figur 6 dargestellte
Steckkontakt 38 kann Distanzlamellen der in Figur 2 dargestellten Art zwischen den
Kontaktlamellen 10 aufweisen, im dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf Distanzlamellen
verzichtet worden.
[0025] Zur Kontaktierung ist ein elektrischer Leiter, im dargestellten Ausführungsbeispiel
ein isolierter Draht 62, dessen Ende abisoliert ist, in den Schlitz 12 der Kontaktlamellen
10 gesteckt. Der Draht 62 durchsetzt die Kontaktlamellen 10 senkrecht. Das abisolierte
Ende des Drahts 62 liegt in den konkav gerundeten Kontaktstellen 18 ein. Eine gute
Kontaktierung ist wie zu Figur 3 beschrieben gewährleistet. Beim Stecken des Drahts
62 in den Schlitz 12 der Kontaktlamellen 10 gelangt der Draht 62 zwischen die die
Zugentlastung 58 bildenden Laschen, die sich nach Art von Schneiden in eine Isolierung
64 des Drahts 62 eindrücken oder einschneiden. Auf Grund ihrer in das Innere des Käfigs
48, d. h. in Richtung der Kontaktlamellen 10, weisenden schrägen Ausrichtung halten
die die Zugentlastung 58 bildenden Laschen den Draht 62 im Schlitz 12 bzw. in den
Kontaktstellen 18 zwischen den Kontaktfedern 14. Die Zugentlastung 58 wirkt in Längsrichtung
des Drahts 62 und senkrecht zu den Kontaktlamellen 10. Der in Figur 6 dargestellte,
erfindungsgemäße Steckkontakt 38 bildet einen Stecker, der durch einfaches Stecken
des Drahts 62 kontaktiert, d. h. elektrisch leitend und mechanisch mit dem Draht 62
verbunden wird. Weitere Verbindungsmaßnahmen außer dem Stecken sind nicht erforderlich,
ein Lösen des Drahts 62 vom Steckkontakt 38 ist nicht vorgesehen.
[0026] Nach dem Kontaktieren kann ein Isoliergehäuse 66 aus Kunststoff auf den Steckkontakt
38 aufgesetzt werden, wie es in Figur 7 zu sehen ist. Das Isoliergehäuse 38 ist in
Figur 7 aufgeschnitten, um den Steckkontakt 38 sichtbar zu machen. Ein dem Stegleiter
40 zugewandter Rand des Isoliergehäuses 66 bildet eine Anlage 68, die eine lagerichtige,
im dargestellten Ausführungsbeispiel also senkrechte Ausrichtung der Kontaktlamellen
10 im Stegleiter 40 sicherstellt. Der die Anlage 68 bildende Rand des Isoliergehäuses
66 ergänzt die durch die Anschläge 22 der Kontaktlamellen 10 gebildete Anlage. Des
weiteren weisen auch die Steckfüße 60 seitlich abstehende Nasen auf, die Anschläge
70 vergleichbar mit den Anschlägen 22 der Kontaktlamellen 10 bilden. Auch die Anschläge
70 der Steckfüße 60 des Käfigs 48 bilden eine Anlage des Steckkontakts, die dessen
Einstecktiefe begrenzen und seine lagerichtige Ausrichtung im Stegleiter 40 sicherstellen.
Die Anschläge 22 der Kontaktlamellen 10, die Anschläge 70 der Steckfüße 60 des Käfigs
48 und der Rand des Isoliergehäuses 66 ergänzen einander als Anlage des Steckkontakts.
Es genügt grundsätzlich eine der drei genannten Maßnahmen, um die lagerichtige Ausrichtung
des Steckkontakts im Stegleiter 40 sicherzustellen.
[0027] Der Steckkontakt 38 ist in einen Stegleiter 40 eines im Übrigen nicht dargestellten
Stanzgitters gesteckt. Dabei sind die Fußbereiche 20 der Kontaktlamellen 10 durch
ein quadratisches oder rechteckiges Stanzloch und die Steckfüße 60 des Käfigs 48 durch
Schlitze des Stegleiters 40 gesteckt. Der Käfig 48 verbessert die elektrische Kontaktierung
und die mechanische Verbindung des Steckkontakts 38 mit dem Stegleiter 40. Zum Lösen
wird der Steckkontakt 38 aus dem Stegleiter 40 gezogen.
1. Steckkontakt mit einem Kontaktlamellen (10) aufweisenden Lamellenpaket, wobei die
Kontaktlamellen (10) einen Schlitz (12) zum Einstecken eines elektrischen Leiters
(44; 62) aufweisen, der die Kontaktlamellen (10) in zwei Kontaktfedern (14) unterteilt,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Kontaktlamellen (10) eine Distanzlamelle (24) angeordnet ist, die einen
Abstand der Kontaktfedern (40) der Kontaktlamellen (10) bewirkt, und dass das Lamellenpaket
einen Stecker zum Einstecken in ein Stanzloch eines Stegleiters (40) eines Stanzgitters
bildet.
2. Steckkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzlamelle (24) einen Einstecktiefenanschlag (26) im Bereich der Schlitze
(12) der Kontaktlamellen (10) aufweist, der eine Einstecktiefe des elektrischen Leiters
(38; 62) zwischen die Kontaktfedern (14) der Kontaktlamellen (10) begrenzt.
3. Steckkontakt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzlamelle (24) mindestens ein federndes Widerhakenelement (28) aufweist,
das einen zwischen die Kontaktfedern (14) der Kontaktlamellen (10) gesteckten elektrischen
Leiter (38; 62) formschlüssig nach Art einer Schnapp- oder Rastverbindung hintergreift.
4. Steckkontakt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckkontakt (38) einen Käfig (48) aufweist, der das Lamellenpaket hält.
5. Steckkontakt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (48) eine Zugentlastung (58) für den elektrischen Leiter (62) aufweist.
6. Steckkontakt nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (48) einen Steckfuß (60) zum Stecken in einen Schlitz eines Stegleiters
(40) aufweist.
7. Steckkontakt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckkontakt eine Anlage (22, 68, 70) aufweist, die den Steckkontakt in einer
vorgesehenen Lage an einem Stegleiter (20) eines Stanzgitters hält, wenn der Steckkontakt
in ein Stanzloch des Stegleiters (40) gesteckt ist, so dass die Anlage (22, 68, 70)
am Stegleiter (40) anliegt.
8. Steckkontakt nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (48) eine Halterung und/oder Führung (46, 56) für die Kontaktfedern (14)
der Kontaktlamellen (10) aufweist, die die Kontaktfedern (14) ungefähr in Höhe der
Kontaktstellen (18) hält und/oder führt.