Stand der Technik
[0001] Empfangsschaltung zum Empfangen von zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen und
zum Bereitstellen einer in den zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen enthaltenen
Zusatzinformation, sowie ein Verfahren hierzu.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Empfangsschaltung zum Empfangen von zeitlich gemultiplexten
Empfangssignalen und zum Bereitstellen einer in den zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen
enthaltenen Zusatzinformation, insbesondere fr OFDM-Signale, wie bei dem digitalen
Rundfunk. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Empfangen von zeitlich
gemultiplexten Empfangssignalen.
[0003] Beim Rundfunk werdenüblicherweise auf verschiedenen Frequenzen unterschiedliche Informationenübertragen.
Beim FM-Rundfunk werden z.B. auf verschiedenen Sendefrequenzen unterschiedliche RDS/TMC-Meldungen
(Senderkennungsinformation /Verkehrsinformation) oder AF-Frequenzen (Alternativ-Frequenzen)übertragen.
Da der Nutzer des FM-Empfängers im allgemeinen nur eine Sendefrequenz gleichzeitig
empfängt (im allgemeinen die Sendefrequenz, auf der das Radioprogramm, dass er gerade
hört, übertragen wird), ist es notwendig, dass die auf der empfangenen Trägerfrequenz
gesendete Zusatzinformationen möglichst umfassend sind. Trotzdem können Informationen,
die auf anderen Frequenzen gesendet werden, wichtig sein, da z.B. mit den RDS/TMC-Meldungen
der anderen Sendefrequenzen, z.B. Stauumfahrungen in einem Navigationssystem berechnet
werden können oder das Radio Sendetabellen mit allen empfangbaren Sendestationen erstellen
kann, um z.B. beim Verlassen des Empfangsbereichs eines Sendeturms auf eine geeignete
Sendefrequenz mit gleichem hörbaren Inhalt umzuspringen. Bei FM-Empfängern werden
dabei Verfahren eingesetzt, die entweder vollständig mit zwei getrennten Empfangspfaden
arbeiten, oder die z.B. Sendelücken (Sprachpausen) ausnutzen, um auf anderen Sendefrequenzen
zu "schrüffeln".
[0004] Bei bisher bekannten DAB-Empfängern (Digital Audio Broadcasting) ist im allgemeinen
zusätzlich zum digitalen Empfänger eine FM-Empfangsschaltung vorgesehen, die die FM-Rundfunkfrequenzen
bei laufendem DAB-Empfang nach den gewünschten Informationen absucht.
[0005] Beim digitalen Radioempfang (DAB) werden auf den DAB-Frequenzen Empfangssignale auf
einer Trägerfrequenzübertragen, die zusätzlich zu den Nutzdaten, den Radioprogrammen,
Zusatzinformationen enthalten. Um neben der Zusatzinformation in dem auf der eingestellten
Trägerfrequenzübertragenen Empfangssignals auch weitere Zusatzinformationen von Empfangssignalen
auf einer weiteren Trägerfrequenz zu empfangen, ist es wünschenswert, dass gleichzeitig
neben einem gehörten Rundfunkprogramm auch Zusatzinformationen eines Empfangssignals
auf einer anderen DAB-Trägerfrequenz empfangen werden können.
[0006] Die von FM-Empfangern bekannte Doppelempfänger-Technologie könnte auch beim DAB-Radioempfang
eingesetzt werden. Dies ist jedoch mit einem erhöhten Schaltungsaufwand verbunden.
[0007] Charakteristisch für DAB-Signale ist, dass es sich um zeitlich gemultiplexte Empfangssingle,
OFDM-Empfangssignale, handelt, die in aufeinanderfolgende Rahmen mit einer festgelegten
Anzahl von Symbolen unterteilt sind. Da eine Auswertung aller einer ausgewählten Nutzdatenquelle
zugeordneten Nutzsymbole der OFDM-Empfangssignale für einen kontinuierlichen Nutzdatenstrom,
wie z.B. beim DAB-Audioempfang, notwendig ist, ist ein Wechsel auf eine andere DAB-Trägerfrequenz
nicht ohne weiteres möglich, ohne hörbare Störungen oder Beeinträchtigungen des gerade
gehörten Rundfunkprogramms zu erhalten.
[0008] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Empfangsschaltung und ein Verfahren
zum Empfangen von zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen zur Verfügung zu stellen,
wobei während des Empfangs eines kontinuierlichen Nutzdatenstroms von einem zeitlich
gemultiplexten Empfangssignal auf einer Trägerfrequenz Zusatzinformationen von einem
weiteren zeitlich gemultiplexten Empfangssignal auf einer weiteren Trägerfrequenz
empfangen und ausgewertet werden können.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Empfangsschaltung nach Anspruch 1 sowie durch das Verfahren
nach Anspruch 7 gelöst.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfmdung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0011] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Empfangsschaltung zum
Empfangen von zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen und zum Bereitstellen einer
in den Empfangssignalen enthaltenen Zusatzinformation, insbesondere für den digitalen
Rundfunk, vorgesehen. Die Empfangsschaltung weist eine Eingangsschaltung auf, um wahlweise
ein erstes Empfangssignalüber eine erste Trägerfrequenz zu empfangen oder um ein zweites
Empfangssignalüber eine zweite Trägerfrequenz zu empfangen, wobei das jeweilige Empfangssignal
aufeinanderfolgende Rahmen mit mindestens einem Informations-Symbol, das eine Zusatzinformation
enthält, und mit Nutzsymbolen, das Nutzdaten von mehreren Nutzdatenquellen enthält,
umfasst. Es ist ferner eine Auswerteeinheit vorgesehen, um Zeitfenster zum Auswerten
des entsprechenden Empfangssignals zu definieren, in denen die Informations- und Nutzsymbole
auswertbar sind, und um beim Empfangen des ersten Empfangssignals einen Nutzdatenstrom
aus den einer ausgewählten Nutzdatenquelle zugeordneten Nutzsymbolen zu generieren,
wobei die Auswerteinheit die Eingangsschaltung so ansteuert, dass die Eingangsschaltung
auf den Empfang des zweiten Empfangssignals außerhalb des Zeitfensters des Nutzsymbols
der ausgewählten Nutzdatenquelle umschaltet. Es ist eine Speichereinheit vorgesehen,
um die Daten des zweiten Empfangssignals während des Empfangens des zweiten Empfangssignals
zu speichern. Eine Verarbeitungseinheit dient zur Auswertung der in dem Speicher gespeicherten
Symbole, um ein Informationssymbol zu erkennen und die darin kodierte Zusatzinformation
bereitzustellen.
[0012] Die Empfangsschaltung der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, dass während des
Empfangs eines Nutzdatenstroms, z.B. eines Rundfunkprogramms oder dergleichen, Zusatzinformationen
von einer weiteren Trägerfrequenz empfangen und ausgewertet werden können, ohne dass
der Nutzdatenstrom von Benutzer wahrnehmbar unterbrochen wird. Dies erfolgt im Wesentlichen
dadurch, dass die Empfangsschaltung nur zu den Zeitpunkten zu dem Empfangen eines
weiteren Empfangssignals bei einer weiteren Trägerfrequenz umschaltet, wenn keine
für die Generierung des Nutzdatenstroms notwendigen Nutzsymbole des ersten Empfangssignals
empfangen werden müssen. Dies erfolgt so, dass die Eingangsschaltung außerhalb des
zum Empfangen der Nutzdaten definierten Zeitfensters angesteuert wird, um ein weiteres
Empfangssignal in einem zweiten Frequenzbereich zu empfangen.
[0013] Die Speichereinheit ermöglicht es, die Auswertung der bei der zweiten Trägerfrequenz
empfangenen Empfängersignale zeitlich von dem Empfangen des Nutzdatenstroms zu trennen,
so dass der Zeitpunkt der Auswertung und die Zeitdauer, die die Verarbeitungseinheit
zur Verfügung hat, das gespeicherte Signal auszuwerten, im Wesentlichen frei wählbar
sind. Dadurch kann eine einfachere und kostengünstigere Verarbeitungseinheit vorgesehen
werden. Die gespeicherten Daten werden daher vorzugsweise mithilfe einer vorgesehen
Verarbeitungseinheit zu einem beliebigen Zeitpunkt d.h. unabhängig von dem Empfangskanal,
auf dem die Eingangsschaltung ein Empfangssignal empfängt, ausgewertet.
[0014] Auf diese Weise ist es möglich, einen ununterbrochenen Nutzdatenstrom zur Verfügung
zu stellen und gleichzeitig Zusatzinformationen von einem weiteren Frequenzbereich
mit einem weiteren Empfangssignal zu erhalten.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Verarbeitungseinheit mit
der Auswerteeinheit verbunden, um, wenn die Verarbeitungseinheit die in der Speichereinheit
gespeicherten Symbole nicht auswerten konnte oder wenn das Informationssymbol des
zweiten Empfangssignals nicht in der Speichereinheit gespeichert wurde, die Eingangsschaltung
so anzusteuern, dass zum Empfangen des zweiten Empfangssignals unabhängig von der
zeitlichen Position des Zeitfensters des Nutzdaten-Symbols des ersten Empfangssignals
umgeschaltet wird, um das Informationssymbol des zweiten Empfangssignals zu empfangen
und in die Speichereinheit zu speichern. Auf diese Weise kann in einem zweiten Schritt
vorgesehen werden, ein Auslassen beim Empfangen eines dem ausgewählten Programmquelle
zugeordneten Nutzsymbols in Kauf zu nehmen, um das Informationssymbol zu empfangen,
wenn zuvor festgestellt wurde, dass das Informationssymbol des zweiten Empfangssignals
während des zu empfangenden Nutzsymbols empfangen werden muss.
[0016] Um in diesem Fall eine Störung oder Unterbrechung des Nutzdatenstroms auszugleichen
weist die Empfangsschaltung einen Kanal-Dekodierer mit einer Fehlerkorrektureinheit
auf, der mit der Eingangsschaltung verbunden ist, um bei Fehlen eines Nutzsymbols
der ausgewählten Nutzdatenquelle im ersten Empfangssignals eine Fehlerkorrektur durchzuführen.
[0017] Weiterhin kann die Empfangsschaltung eine Ausgabeeinheit aufweisen, um den Nutzdatenstrom
in Ausgabedaten umzuwandeln, wobei die Ausgabeeinheit eine Fehlerverschleierungsschaltung
aufweist, um Fehler in den Ausgabedaten aufgrund eines fehlenden Nutzsymbols zu verschleiern.
[0018] Die Verarbeitungseinheit kann eine Auswertung vornehmen, ob die in der Speichereinheit
gespeicherten Daten zeitlich gemultiplexte Symbole enthalten und anschließend im Fall,
dass die Daten OFDM-Symbole enthalten, die in dem Speicher gespeicherten Symbole auswerten,
indem zunächst eine Grobsynchronisation durch Auffinden eines Grobsynchronisationssymbols
und anschließend eine Feinsynchronisation durch Auswerten eines auf das Grobsynchronisationssymbol
folgenden Feinsynchronisations-Symbols, das Zeit-, Phasen- und Frequenzinformationen
enthält, durchgeführt wird. Dies erfolgt, indem mit Hilfe der in dem Feinsynchronisations-Symbol
enthaltenen Information die zeitliche Position des Informationssymbols des zweiten
Empfangssignals ermittelt wird. Die Auswerteeinheit steuert die Eingangsschaltung
an, so dass das Empfangen des zweiten Empfangssignals an der ermittelten zeitlichen
Position des Informationssymbols vorgenommen wird, um das Informationssymbol des zweiten
Empfangssignals zu empfangen.
[0019] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Empfangen
von Empfangssignalen und zum Bereitstellen einer in den Empfangssignalen enthaltenen
Zusatzinformation vorgesehen, insbesondere für den digitalen Rundfunk. Dabei wird
wahlweise ein erstes oder zweites Empfangssignal bei einer ersten bzw. zweiten Trägerfrequenz
empfangen, wobei das jeweilige Empfangssignal aufeinanderfolgende Rahmen mit einem
Informations-Symbol, das eine Zusatzinformation enthält, und mit Nutzsymbolen umfasst,
das Nutzdaten von mehreren Nutzdatenquellen enthält. Ein Zeitfenster zum Auswerten
des ersten Empfangssignals wird definiert und beim Empfangen des ersten Empfangssignals
wird das einer ausgewählten Nutzdatenquelle zugeordneten und während des Zeitfensters
empfangenen Nutz-Symbol ausgewertet, so dass ein Nutzdatenstrom generiert wird. Zu
dem Empfangen des zweiten Empfangssignals wird außerhalb des Zeitfensters für das
Nutz-Symbol der ausgewählten Nutzdatenquelle des ersten Empfangssignals umgeschaltet.
Die in dem zweiten Empfangssignal enthaltenen Daten werden gespeichert und ausgewertet,
um ein Informationssymbol zu erkennen. Wenn ein Informationssymbol erkannt wurde,
wird die darin enthaltene Zusatzinformation bereitgestellt.
[0020] Es kann vorgesehen sein, dass, wenn die gespeicherten Symbole nicht ausgewertet werden
konnten oder wenn das Informationssymbol nicht gespeichert wurde, zum Empfangen des
zweiten Empfangssignals unabhängig von dem Zeitfenster des NutzSymbols der ausgewählten
Nutzdatenquelle des ersten Empfangssignals umgeschaltet wird, um das Informationssymbol
des zweiten Empfangssignals zu empfangen und zu speichern.
[0021] Weiterhin kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, dassüberprüft
wird, ob die gespeicherten Daten OFDM-Symbole sind, und dass bei Vorliegen von OFDM-Symbolen
das Auswerten der gespeicherten Symbole durchgeführt wird, indem zunächst eine Grobsynchronisation
durch Auffinden eines Nullsymbols und anschließend eine Feinsynchronisation durch
Auswerten eines auf das Großsynchronisationssymbol folgenden Feinsynchronisations-Symbols,
das Zeit-, Phasen- und Frequenzinformationen enthält, durchgeführt wird, und indem
mit Hilfe der in dem Feinsynchronisations-Symbol enthaltenen Information die zeitliche
Position des Informationssymbols des zweiten Empfangssignals ermittelt wird, wobei
das zweite Empfangssignal an der ermittelten zeitlichen Position des Informationssymbols
empfangen wird, um das Informationssymbol des zweiten Empfangssignals zu empfangen.
[0022] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Empfangsschaltung; und
- Figur 2
- eine Informationssymbolsuche in einem zweiten Empfangssignal auf einer weiteren Trägerfrequenz
gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
- Figur 3
- eine Informationssymbolsuche in einem zweiten Empfangssignal auf einer weiteren Trägerfrequenz
gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0023] Figur 1 zeigt ein Blockdiagramm der erfindungsgemäßen Empfangsschaltung, z.B. für
das Empfangen von Empfangssignalen für den digitalen Rundfunkempfang. Die Empfangsschaltung
weist eine Eingangsschaltung 1 auf, die ein entsprechendes Funksignalüber eine Antenne
2 empfängt und das Funksignal z.B. mit Hilfe nicht gezeigter Frequenzmisch- und Filterstufen
in eine analoge, reale oder komplexe Zwischenfrequenz umsetzt.
[0024] Die Eingangsschaltung 1 steht mit einem Analog-/Digitalwand-ler 3 in Verbindung,
die das analoge Signal in ein digitales Signal umwandelt und dann ggfs. mit einer
digitalen Filterung und/oder einer Hilbert-Transformation unterzieht, um ein komplexes
Basisbandsignal zu generieren, das als das zugrundeliegende Empfangssignalüber eine
Steuereinheit 4 einer Empfangseinheit 5 zur Verfügung gestellt wird. Die Empfangseinheit
5 demoduliert das komplexe Basisbandsignal, um einen Nutzdatenstrom zu erhalten. Der
Nutzdatenstrom wird dekodiert, um das Audiosignal zu erhalten.
[0025] In Figur 2 ist der Aufbau eines Empfangssignals dargestellt, wie es beispielsweise
beim digitalen Rundfunk (DAB: Digital Audio Broadcasting)verwendet wird. Das Empfangssignal
setzt sich aus aufeinanderfolgenden Rahmen zusammen, die z.B. beim DAB-Mode 4 48 ms
lang sind. Jeder Rahmen weist zu Beginn ein Nullsymbol N auf, auf das ein Synchronisationssymbol
T, ein oder mehrere Informationssymbole F und Nutzsymbole S folgen. Während des Nullsymbols
N wird kein Signalübertragen. Das Nullsymbol N kann auf einfache Weise detektiert
werden, so dass eine Grobsynchronisation möglich ist. Das darauffolgende Synchronisationssymbol
T enthält eine Synchronisationsinformation, mit der der Empfänger auf das Empfangssignal
feinsynchronisiert werden kann.
[0026] Anschließend folgen Informationssymbole F, die in kodierter Weise die Zusatzinformationen
enthalten, wie beispielsweise RDS/TMC-Meldungen, d.h. Senderkennungen, Verkehrsinformationen
oder Alternativfrequenzen, auf denen die in dem Empfangssignal enthaltenen Programmquellen
auch empfangen werden können. Die Zusatzinformationen sind im allgemeinen jede Art
von Information, die zusätzlich zu den Nutzdatenübertragen werden sollen und die dem
Benutzer des Empfangsgeräts einen zusätzlichen Komfort ermöglichen.
[0027] Beim DAB-Dode 4 folgen auf die Informationssymbole F die Nutzsymbole S, wobei üblicherweise
mehrere Programmquellen in den Nutzsymbolen kodiert sind. Die Nutzsymbole für die
mehreren Programmquellen werden in zweimaliger Abfolge nacheinander in einem Rahmenübertragen,
bevor ein neuer Rahmen beginnt.
[0028] Um dem Benutzer eine größere Anzahl von Zusatzinformationen zur Verfügung zu stellen
oder die Funktion des Empfangsgeräts zu verbessern, ist erfindungsgemäßvorgesehen,
dass die Empfangsschaltung die Zusatzinformationen von Empfangssignalen auf anderen
Trägerfrequenzen ermittelt. Dazu ist es notwendig, dass die Empfangsschaltung auf
die weitere Trägerfrequenz umschaltet, um die dort gesendeten Informationssymbole
zu empfangen und auszuwerten. Das Empfangssignal, das die Nutzdaten zur Generierung
des Nutzdatenstroms enthält, wird weiterhin Nutz-Ensemble genannt, während das Empfangssignal
auf der Trägerfrequenz, auf der nach einer Zusatzinformation gesucht werden soll,
Hintergrund-Ensemble genannt wird.
[0029] Im allgemeinen muss nur ein Teil des Nutz-Ensembles, das den gerade gehörten Audiokanal
und einen oder mehrere Datenkanäle enthält, dekodiert werden. Dieser Teil besteht
dann im Allgemeinen aus den Nutzsymbolen, die den gehörten Audiokanal bilden, und
bei Bedarf einem oder mehreren Informationssymbolen.Üblicherweise belegt dieser Teil
ca. ein Drittel des Empfangssignals des Nutz-Ensembles. Es ist nun erfindungsgemäß
vorgesehen, dieübrige Zeit dazu zu nutzen, um in dem Hintergrund-Ensemble nach der
darin enthaltenen Zusatzinformation zu suchen.
[0030] Die Empfangseinheit 5 generiert zum Auswerten des von dem Analog-/Digitalwandler
3 über die Steuereinheit 4 bereit gestellten Empfangssignal Zeitfenster, in denen
die Symbole des Empfangssignals ausgewertet werden. Die Zeitfenster werden entsprechend
einer Synchronisation der Empfangseinheit auf das empfangene Empfangssignal zeitlich
festgelegt. Da in der Empfangseinheit 5 nur die Nutzdaten einer vorgegebenen Programmquelle
ausgewertet werden müssen, wird nicht jedes Nutzsymbol des Empfangssignals ausgewertet.
Somit kann während der Zeitäume zwischen den Nutzsymbolen bzw. zwischen Nutzsymbol
und Informationssymbolen bzw. Synchronisationssymbolen versucht werden, Zusatzinformationen
in einem Hintergrund-Ensemble zu empfangen.
[0031] Dazu teilt die Empfängereinheit 5 der Steuereinheit 4 mit, in welchen Zeiträumen
ein Empfang des Nutz-Ensembles nicht notwendig ist. Die Steuereinheit 4 ist mit der
Eingangsschaltung 1 verbunden und weist diese an, während der Zeiträume, in denen
das Nutz-Ensemble keine zur Generierung des Nutzdatenstroms notwendigen Symbole überträgt
auf eine vorbestimmte Trägerfrequenz des Hintergrund-Ensembles umzuschalten. Dies
kann erfolgen, indem vorab die Steuereinheit der Eingangsschaltung 1 den Wert der
weiteren Trägerfrequenz angibt und mithilfe eines zum entsprechenden Zeitpunkt generierten
Umschaltsignals anzeigt, wann die Eingangsschaltung 1 auf die weitere Trägerfrequenz
umschalten soll, um das Hintergrund-Ensemble zu empfangen und wann auf die Trägerfrequenz
des Nutz-Ensembles zurückgeschaltet werden soll, um das Nutz-Symbol für die Generierung
des Nutzdatenstroms zu empfangen. Alternativ kann auch zum Anfang und zum Ende der
Zeitdauer, während der die Empfangseinheit keine Nutzsymbole empfangen muss, die Steuereinheit
4 der Eingangsschaltung 1 mitteilen, auf welche Frequenz es umschalten soll.
[0032] Die Steuereinheit 4 leitet die während des Empfangens des Hintergrund-Ensembles empfangenen
Symbole zu einer Speichereinheit 6 weiter, in der der empfangene Teil des Empfangssignals
des Hintergrund-Ensembles gespeichert wird. Die Speichereinheit ermöglicht es, die
Auswertung der bei der zweiten Trägerfrequenz empfangenen Empfängersignale zeitlich
von dem Empfangen des Nutzdatenstroms zu trennen, so dass der Zeitpunkt der Auswertung
und die Zeitdauer, die die Verarbeitungseinheit zur Verfügung hat, das gespeicherte
Signal auszuwerten, im Wesentlichen frei wählbar sind. Die Speichereinheit 6 ist mit
einem Prozessor 7 verbunden, der allgemeine Steuerungsaufgaben des Gesamtsystems wahrnimmt.
Sofern es die Auslastung des Prozessors 7 zulässt, liest dieser aus der Speichereinheit
6 die empfangenen Symbole des Hintergrund-Ensembles aus undüberprüft, ob es sich um
ein Empfangssignal mit einer darin enthaltenen Zusatzinformation handelt. Die Zusatzinformation,
sofern vorhanden, wird dann für weitere Aufgaben bereit gestellt, z.B. im Fall, dass
die Zusatzinformation Verkehrsinformationen enthält, einem Navigationsgerät zur Verfügung
gestellt, das geeignete Stauumfahrungen berechnen kann.
[0033] Die Speichereinheit 6 kann beispielsweise als ein FIFO-Speicher (First-In-First-Out-Speicher)
ausgebildet sein, so dass die empfangenen Symbole des Hintergrund-Ensembles in der
empfangenen Reihenfolge ausgelesen werden können, ohne dass eine aufwändige Adressierung
des FIFO-Speichers realisiert werden muss.
[0034] Da in der Speichereinheit 6 die empfangenen Symbole des Hintergrund-Ensembles unbewertet
abgelegt werden, muss die Verarbeitungseinheit 7 zunächst feststellen, ob es sich
bei den in der Speichereinheit 6 befmdlichen Daten um Symbole eines Empfangssignals
handelt. Zusätzlich kann die Verarbeitungseinheit 7 feststellen, um welchen DAB-Modus
es sich bei dem empfangenen Signal handelt, z.B. indem die Verarbeitungseinheit eine
Guard-Intervall-Korrelation durchführt.
[0035] Wenn festgestellt wurde, dass es sich um ein Empfangssignal handelt, wird eine Grobsynchronisation
vorgenommen, um die zeitliche Lage der empfangenen Symbole feststellen zu können.
Die wirdüblicherweise mithilfe einer Rahmensynchronisationsschaltung durchgeführt,
die das Nullsymbol des Empfangssignals detektiert. Dazu wird in den gespeicherten
Daten nach dem Nullsymbol gesucht. Da bekannt ist, dass unmittelbar auf das Nullsymbol
das Synchronisationssymbol (TFPR-Symbol) folgt, kann durch ein Auswerten des TFPR-Symbols,
das genaue Angaben zur zeitlichen Lage des Rahmens in dem Empfangssignal enthält,
die zeitliche Position des Rahmens bestimmt werden. Dies ist in der Fig. 2 verdeutlicht.
[0036] Alternativ kann, wie in Fig. 3 dargestellt ist, vorgesehen sein, dass die Rahmensynchronisationsschaltung
die Daten des zweiten Empfangssignals ("on the fly") sofort nach dem Empfangen nach
einem Nullsymbol durchsucht und das Speichern in der Speichereinheit erst nach dem
Empfangen des Nullsymbols beginnt. Auf diese Weise kann Speicherplatz eingespart werden
und eine kleinere Speichereinheit vorgesehen werden.
[0037] Im allgemeinen wird mehrfach zu dem Hintergrund-Ensemble umgeschaltet und die Speichereinheit
6 mit den empfangenen Daten beschrieben. Konnte die Verarbeitungseinheit 7 das Nullsymbol
bereits detektieren, ist aufgrund der konstanten Länge jedes Rahmens bekannt, zu welchen
Zeitpunkten das TFPR-Symbol empfangen werden kann. Diesbezüglich kann die Steuereinheit
von der Verarbeitungseinheit 7 so angesteuert werden, dass gezielt das TFPR-Symbol
des Hintergrund-Ensembles empfangen wird, um eine Feinsynchronisation auf das Hintergrund-Ensemble
durchzuführen.
[0038] Da für die Feinsynchronisation im allgemeinen mehrere TFPR-Symbole analysiert werden
müssen, kann die Steuereinheit so eingestellt werden, dass sie in regelmälgen Abständen
auf das Hintergrund-Ensemble umschaltet. Diese Abstände sollten so gewählt sein, dass
sie einen minimalen Einfluss auf den Empfang des Nutzdatenstroms des Nutz-Ensembles
haben.
[0039] Da die zeitliche Lage des einen oder mehrerer Informationssymbole in dem Rahmen des
Hintergrund-Ensembles festgelegt ist, ist nach dem Abschließen der Synchronisation
der Zeitpunkt bekannt, zu dem das Hintergrund-Ensemble empfangen werden muss, um die
Informationssymbole zu empfangen. Daher werden zusätzlich zum TFPR-Symbol noch die
Informationssymbole aufgezeichnet, sofern in diesem Zeitraum kein Nutzsymbol in dem
ersten Empfangssignal empfangen werden muss. Die Verarbeitungseinheit führt üblicherweise
den Schritt der Feinsynchronisation mit der OFDM-Demodulation (FFT + DQPSK) und Kanaldekodierung
(Frequenzdeinterleaving und Viterbi-Dekodierung) der Informationssymbole durch. Die
demodulierten Zusatzinformationsdaten können dann bereit gestellt werden, z.B. einem
Informationsdekodierer, der die gewünschten Informationen aus den Zusatzinformationen
dekodiert.
[0040] Kann aus den in der Speichereinheit 6 gespeicherten Daten kein Nullsymbol detektiert
werden, so ist es wahrscheinlich, dass das Nullsymbol des Hintergrund-Ensembles parallel
zu einem Nutzsymbol oder einem Informationssymbol des Nutz-Ensembles gesendet wird.
Um das Nullsymbol des Hintergrund-Ensembles trotzdem zu empfangen, wird in diesem
Fall die Suche nach den Nullsymbolen in dem Hintergrund-Ensemble auch in den Zeiträumen
durchgeführt, in denen normalerweise Nutzsymbole in dem Nutz-Ensemble empfangen werden
würden. Dies führt dazu, dass Nutzdaten zur Generierung des Nutzdatenstroms fehlen.
Um die Störung des Empfangs des Nutzdatenstroms soweit zu verringern, dass die daraus
resultierenden Fehler nicht wahrnehmbar sind, kann die Suche des Nullsymbols in größeren
Abständen (> 384 ms), z. B. in jedem 10. Rahmen durchgeführt werden. Dazu kann ein
von extern einstellbares Register zum Einstellen der zeitlichen Abstände vorgesehen
sein, das mit der Steuereinheit gekoppelt ist. Es ist vorteilhaft, wenn das Suchen
dann auf die Rahmengrenzen des Nutz-Ensembles synchronisiert ist und immer genau für
eine CIF-Länge (Common Interleaved Frame), d.h. bei DAB-Mode 4 für die Zeitdauer eines
halben Rahmens, auf das Hintergrund-Ensemble geschaltet wird, um zu vermeiden, dass
mehrere Blöcke des Nutzdatenstroms des Nutz-Ensembles gestört werden. Wird das Nullsymbol
des Hintergrund-Ensembles darin gefunden, wird sofort die Aufzeichnung des Signals
gestartet und die nachfolgenden Synchronisations- und Informationssymbole aufgezeichnet
und mithilfe des TFPR-Symbols die Feinsynchronisation durchgeführt, um die zeitliche
Lage des Informationssymbol so genau zu bestimmen, um dieses dekodieren zu können.
[0041] Zusätzlich sind in der Steuereinheit Zähler vorgesehen, die eingestellt werden und
die abhängig von dem eingestellten DAB-Modus jetzt die Rahmensynchronisation zum Hintergrund-Ensemble
aufrecht erhalten, indem sie z.B. die Anzahl der Symbole oder Anzahl der Abtastwerte
bei einer bestimmten Frequenz zählen.
[0042] Die gemäß dem beschriebenen Verfahren ermittelte Zusatzinformation kann ausgewertet
werden, indem beispielsweise darin enthaltene Programmquellen ermittelt und dem Benutzer
der Empfangsschaltung eineÜbersicht bereit gestellt wird, die alle möglichen empfangbaren
Radioprogramme enthält. Ferner können die Zusatzinformationen RDS/TMC-Informationen
umfassen, die es ermöglichen. Staumeldungen bereit zu stellen, z.B. für ein Navigationssystem.
Auf diese Weise können nacheinander Hintergrund-Ensembles bei verschiedenen Trägerfrequenzenüberprüft
werden, um somit alle möglichen Zusatzinformationen zu erhalten. Beispielsweise kann
dem Benutzer dann eine ausführliche Liste aller empfangbaren Programmquellen, d.h.
Radioprogramme, bereit gestellt werden.
1. Empfangsschaltung zum Empfangen von zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen und zum
Bereitstellen einer in den zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen enthaltenen Zusatzinformation,
insbesondere für den digitalen Rundfunk, umfassend:
eine Eingangsschaltung (1), um wahlweise ein erstes Empfangssignalüber eine erste
Trägerfrequenz zu empfangen oder um ein zweites Empfangssignalüber eine zweite Trägerfrequenz
zu empfangen, wobei das jeweilige Empfangssignal aufeinanderfolgende Rahmen mit mindestens
einem Informations-Symbol, das eine Zusatzinformation enthält, und mit Nutzsymbolen,
das Nutzdaten von mehreren Nutzdatenquellen enthält, umfasst;
eine Auswerteeinheit (5), um Zeitfenster zum Auswerten des entsprechenden Empfangssignals
zu definieren, in denen die Informations- und Nutzssymbole auswertbar sind, und um
beim Empfangen des ersten Empfangssignals einen Nutzdatenstrom aus den einer ausgewählten
Nutzdatenquelle zugeordneten Nutzsymbolen zu generieren, wobei die Auswerteinheit
(5) die Eingangsschaltung so ansteuert, dass die Eingangsschaltung (1) auf den Empfang
des zweiten Empfangssignals außerhalb des Zeitfensters des Nutzsymbols der ausgewählten
Nutzdatenquelle umschaltet,
eine Speichereinheit (6), um Daten des zweiten Empfangssignals während des Empfangens
des zweiten Empfangssignals zu speichern;
eine Verarbeitungseinheit (7) zur Auswertung der in der Speichereinheit (7) gespeicherten
Symbole, um ein Informationssymbol zu erkennen und die darin kodierte Zusatzinformation
bereitzustellen.
2. Empfangsschaltung nach Anspruch 1, wobei die Verarbeitungseinheit mit der Auswerteeinheit
(5) verbunden ist, um, wenn die Verarbeitungseinheit (7) die in der Speichereinheit
gespeicherten Symbole nicht auswerten konnte oder wenn das Informationssymbol des
zweiten Empfangssignals nicht in der Speichereinheit (6) gespeichert wurde, die Eingangsschaltung
(1) so anzusteuern, dass zum Empfangen des zweiten Empfangssignals unabhängig von
der zeitlichen Position des Zeitfensters des Nutzdaten-Symbols des ersten Empfangssignals
umgeschaltet wird, um das Informationssymbol des zweiten Empfangssignals zu empfangen
und in die Speichereinheit zu speichern.
3. Empfangsschaltung nach Anspruch 2, wobei ein Kanal-Dekodierer mit einer Fehlerkorrektureinheit
mit der Eingangsschaltung verbunden ist, um bei Fehlen eines Nutzsymbols der ausgewählten
Nutzdatenquelle im ersten Empfangssignals eine Fehlerkorrektur durchzuführen.
4. Empfangsschaltung nach Anspruch 2 oder 3, wobei eine Ausgabeeinheit vorgesehen ist,
um den Nutzdatenstrom in Ausgabedaten umzuwandeln, wobei die Ausgabeeinheit eine Fehlerverschleierungsschaltung
aufweist, um Fehler in den Ausgabedaten aufgrund eines fehlenden Nutzsymbols zu verschleiern.
5. Empfangsschaltung nach einem der Ausprüche 1 bis 4, wobei die Speichereinheit alle
empfangenen Daten des zweiten Empfangssignals speichert und wobei die Verarbeitungseinheit
(7) eine Auswertung vornimmt, ob die in der Speichereinheit (6) gespeicherten Daten
zeitlich gemultiplexten Symbole enthalten und anschließend im Fall, dass die Daten
zeitlich gemultiplexte Symbole enthalten, die in der Speichereinheit (6) gespeicherten
Symbole auswertet, indem zunächst eine Grobsynchronisation durch Auffinden eines Grobsynchronisationssymbols,
anschließend eine Feinsynchronisation durch Auswerten eines auf das Grobsynchronisationssymbol
folgenden Feinsynchronisations-Symbols durchgeführt wird, indem mit Hilfe der in dem
Feinsynchronisations-Symbol enthaltenen Information die zeitliche Position des Informationssymbols
des zweiten Empfangssingnal ermittelt wird, wobei die Auswerteeinheit (5) die Eingangsschaltung
(1) ansteuert, so dass das Empfangen des zweiten Empfangssignals an der ermittelten
zeitlichen Position des Informationssymbols vorgenommen wird, um das Informationssymbol
des zweiten Empfangssignals zu empfangen.
6. Empfangsschaltung nach einem der Ausprüche 1 bis 4, wobei die Verarbeitungseinheit
(7) beim Empfangen des zweiten Empfangssignalsüberprüft, ob ein Grobsynchronisationssymbol
vorhanden ist, und wobei die Speichereinheit (6) die Daten des zweiten Empfangssignals
nach dem Empfangen des Grobsynchronisationssymbols speichert, wobei die Verarbeitungseinheit
anschließend eine Feinsynchronisation durch Auswerten eines auf das Grobsynchronisationssymbol
folgenden Feinsynchronisations-Symbols durchführt, indem mit Hilfe der in dem Feinsynchronisations-Symbol
enthaltenen Information die zeitliche Position des Informationssymbols des zweiten
Empfangssingnal ermittelt wird, wobei die Auswerteeinheit (5) die Eingangsschaltung
(1) ansteuert, so dass das Empfangen des zweiten Empfangssignals an der ermittelten
zeitlichen Position des Informationssymbols vorgenommen wird, um das Informationssymbol
des zweiten Empfangssignals zu empfangen.
7. Verfahren zum Empfangen von zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen und zum Bereitstellen
einer in den zeitlich gemultiplexten Empfangssignalen enthaltenen Zusatzinformation,
insbesondere für den digitalen Rundfunk, mit folgenden Schritten:
- Wahlweises Empfangen eines ersten oder zweiten Empfangssignals bei einer ersten
bzw. zweiten Trägerfrequenz;
wobei das jeweilige Empfangssignal aufeinanderfolgende Rahmen umfasst mit einem Informations-Symbol,
das eine Zusatzinformation enthält, und mit Nutzsymbolen, das Nutzdaten von mehreren
Nutzdatenquellen enthält;
- Definieren eines Zeitfensters zum Auswerten des ersten Empfangssignals;
- beim Empfangen des ersten Empfangssignals, Auswerten des einer ausgewählten Nutzdatenquelle
zugeordneten und während des Zeitfensters empfangenen NutzSymbols, so dass ein Nutzdatenstrom
generiert wird;
- Umschalten zu dem Empfangen des zweiten Empfangssignals außerhalb des Zeitfensters
für das Nutz-Symbol der ausgewählten Nutzdatenquelle des ersten Empfangssignal,
- Speichern der in dem zweiten Empfangssignal enthaltenen Daten;
- Auswerten der gespeicherten Daten, um ein Informationssymbol zu erkennen; und
- wenn ein Informationssymbol erkannt wurde, Bereitstellen der darin enthaltene Zusatzinformation.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei, wenn die gespeicherten Symbole nicht ausgewertet
werden konnten oder wenn das Informationssymbol nicht gespeichert wurde, zum Empfangen
des zweiten Empfangssignals unabhängig von dem Zeitfenster des NutzSymbols der ausgewählten
Nutzdatenquelle des ersten Empfangssignals umgeschaltet wird, um das Informationssymbol
des zweiten Empfangssignals zu empfangen und zu speichern.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, wobei alle empfangenen Daten des zweiten Empfangssignals
gespeichert werden, undüberprüft wird, ob zeitlich gemultiplexte Symbole gespeichert
sind und bei Vorliegen von zeitlich gemultiplexten Symbolen das Auswerten der gespeicherten
Symbole durchgeführt wird, indem zunächst eine Grobsynchronisation durch Auffinden
eines Großsynchronisationssymbols und anschließend eine Feinsynchronisation durch
Auswerten eines auf das Großsynchronisationssymbol folgenden Feinsynchronisations-Symbols,
das Zeit-, Phasen- und Frequenzinformationen enthält, durchgeführt wird, und indem
mit Hilfe der in dem Synchronisations-Symbol enthaltenen Information die zeitliche
Position des Informationssymbols des zweiten Empfangssignals ermittelt wird, wobei
das zweite Empfangssignal an der ermittelten zeitlichen Position des Informationssymbols
empfangen wird, um das Informationssymbol des zweiten Empfangssignals zu empfangen.