(19)
(11) EP 1 632 155 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.03.2006  Patentblatt  2006/10

(21) Anmeldenummer: 05011445.3

(22) Anmeldetag:  27.05.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47C 23/06(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(30) Priorität: 04.09.2004 DE 202004013770 U
11.09.2004 DE 202004014134 U

(71) Anmelder: Hansa-Holz-Kontor, Horst Rückle GmbH & Co. KG
21614 Buxtehude (DE)

(72) Erfinder:
  • Hagelstein, Thomas
    21635 Jork (DE)

(74) Vertreter: Hansmann, Dierk 
Jessenstrasse 4
22767 Hamburg
22767 Hamburg (DE)

   


(54) Lattenrost als Einlegerahmen


(57) Bei einem Lattenrost als Einlegerahmen für Bettgestelle zur Auflage von Matratzen, ist vorgesehen, einen Rahmen mit parallel zugeordneten Federleisten auszubilden, die an beiden Enden über am Längsholm des Rahmens festgelegte Elemente als Kappen angeordnet sind. Hierbei ist vorgesehen, daß Tragelemente (2) für die Aufnahme von Federleisten beabstandet zu Befestigungselementen (4) am Längsholm (1) angeordnet sind und in Holmlängsrichtung zwischen Tragelement und Befestigungselement ein mit einem Medium gefüllter Schlauch (8) eingesetzt ist.




Beschreibung


[0001] Die Neuerung bezieht sich auf Lattenrost als Einlegerahmen zur Auflage von Matratzen oder dergleichen, bestehend aus einem Rahmen mit einer Vielzahl parallel zugeordneter Federleisten, die an beiden Enden über am Längsholm des Rahmens festgelegte Tragelemente als Kappen angeordnet sind.

[0002] Einlegerahmen sind in unterschiedlichen Ausbildungen bekannt, wobei die über Tragelemente aufgenommenen Federleisten sich bei verschiedenen punktuellen Belastungszuständen eine Absenkung der Federleisten einstellt. Hierbei hat sich herausgestellt, daß die Körperkontur nicht optimal berücksichtigt wird.

[0003] Die Aufgabe der Neuerung ist es, durch einfache Maßnahmen eine bessere Anpassung an die aufgenommene Körperkontur zu ermöglichen und eine Einfederung zu optimieren, um eine Unterstützung der Körperkontur zu gewährleisten und eine Unterstützung über die gesamte Matratzenlänge zu ermöglichen.

[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt neuerungsgemäß dadurch, daß Tragelemente für die Aufnahme von Federleisten beabstandet zu Befestigungselementen am Längsholm angeordnet sind und in Holmlängsrichtung zwischen Tragelement und Befestigungselement ein mit einem Medium gefüllter Schlauch eingesetzt ist.

[0005] Eine bevorzugte Ausführungsform wird dadurch gebildet, daß die Tragelemente für die Aufnahme von Federleisten durch elastische Führungselemente beabstandet zu Befestigungselementen am Längsholm angeordnet sind und die Führungselemente eine Aufnahme für einen in Holmlängsrichtung zwischen Tragelement und Befestigungselement (4) eingesetzten mit einem Medium gefüllten Schlauch bilden.

[0006] Hierdurch wird eine optimale Einfederung nach den vorliegenden Verhältnissen gewährleistet und der übliche Einsatz bzw. Austausch des Einlegerahmens erfordert keine gesonderten Maßnahmen.

[0007] Eine einfache Ausbildung wird dadurch geschaffen, daß die Führungselemente der Tragelemente durch sich gegenüberliegende Bogenelemente gebildet sind.

[0008] Ferner wird vorgeschlagen, daß das Medium in dem Schlauch durch eine Flüssigkeit oder ein Gas gebildet ist.

[0009] Zur Einstellung individueller Verhältnisse wird vorgeschlagen, daß der Druck in dem Schlauch über Ventile einstellbar ist.

[0010] Um beiderseits identische Verhältnisse durchzuführen, wird vorgeschlagen, daß die beidseitig den Längsholmen zugeordnete Schläuche miteinander verbunden sind.

[0011] Zur zusätzlichen Einstellung wird vorgeschlagen, daß die Schläuche in Längsrichtung in Anpassung an die aufgenommenen Körperzonen in ihrer Ausbildung unterschiedlich, wie mit abweichenden Schlauchstärken, ausgebildet sind.

[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1
eine perspektivische Darstellung der Befestigung einer Einheit als Trag- und Befestigungselement für die Federleisten am Längsholm,
Fig. 2
eine Vorderansicht auf eine am Längsholm befestigte Einheit,
Fig. 3
eine perspektivische Darstellung einer befestigten Einheit mit aufgenommenem Schlauch in gestrichelter Darstellung.


[0013] Ein nicht näher dargestellten Lattenrost als Einlegerahmen mit einer Vielzahl parallel zugeordneten Federleisten besitzt außenliegende Längsholme 1. An den Längsholmen 1 sind zur Aufnahme von Federleisten Tragelemente 2 angeordnet, die über elastische bogenförmige Führungselemente 3 über ein Befestigungselement 4 mit dem Längsholm 1 über verbindungselemente 5 verbunden sind.

[0014] Die Tragelemente 2 besitzen in diesem Fall zwei beabstandete Aufnahmen 6 für die Enden der einsetzbaren Federleisten. Die Tragelemente sind über die elastischen bogenförmigen Führungselemente 3 mit dem Befestigungselement 4 am Längsholm 1 verbunden und bilden dabei durch eine entgegengesetzte Anordnung quasi ein Führungsrohr 7 für einen einzusetzenden Schlauch 8. In diesem Fall sind die Führungselemente 3 an gegenüberliegenden Seiten versetzt angeordnet.

[0015] Der über den Bereich des Längsholmes 1 eingesetzte Schlauch 8 dient somit zur individuellen Einstellung des Abstandes zwischen Tragelement 2 und Befestigungselement 4 und somit zur Einstellung der aufgenommenen Körperkontur zur optimalen Unterstützung für einen guten Liegekomfort. Es wird an der Stelle mit der höchsten Belastung das Medium im Schlauch 8 verdrängt und erzeugt einen Gegendruck im Bereich mit geringer Belastung.


Ansprüche

1. Lattenrost als Einlegerahmen zur Auflage von Matratzen oder dergleichen, bestehend aus einem Rahmen mit einer Vielzahl parallel zugeordneter Federleisten, die an beiden Enden über am Längsholm des Rahmens festgelegte Elemente als Kappen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß Tragelemente (2) für die Aufnahme von Federleisten beabstandet zu Befestigungselementen (4) am Längsholm (1) angeordnet sind und in Holmlängsrichtung zwischen Tragelement (2) und Befestigungselement (4) ein mit einem Medium gefüllter Schlauch (8) eingesetzt ist.
 
2. Lattenrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (2) für die Aufnahme von Federleisten durch elastische Führungselemente (3) beabstandet zu Befestigungselementen (4) am Längsholm (1) angeordnet sind und die Führungselemente (3) eine Aufnahme für einen in Holmlängsrichtung zwischen Tragelement (2) und Befestigungselement (4) eingesetzten mit einem Medium gefüllter Schlauch (8) bilden.
 
3. Lattenrost nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (3) der Tragelemente (2) durch sich gegenüberliegende Bogenelemente gebildet sind.
 
4. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium in dem Schlauch (8) durch eine Flüssigkeit oder ein Gas gebildet ist.
 
5. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in dem Schlauch (8) über Ventile einstellbar ist.
 
6. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beidseitig den Längsholmen (1) zugeordnete Schläuche (8) miteinander verbunden sind.
 
7. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (8) in Längsrichtung in Anpassung an die aufgenommenen Körperzonen in ihrer Ausbildung unterschiedlich, wie mit abweichenden Schlauchstärken, ausgebildet sind.
 




Zeichnung










Recherchenbericht